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SN-Kontroverse: Banken und Sparer

Lesezeit: 3:30

In jeder Freitag-Ausgabe der Salzburger Nachrichten gibt es eine Doppelkolumne mit dem Titel „Kontroverse“, in der Katharina Krawagna-Pfeifer und ich jeweils zum gleichen, von der SN-Redaktion vorgegebenen Thema schreiben. Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt.

Diese Woche steht die “Kontroverse” unter dem Titel:

Soll man Sparer an der Bankenrettung beteiligen?

In der Folge finden Sie die beiden – unverändert wiedergegebenen – Kolumnen. Dadurch soll dieser kreativen und spannenden Idee auch hier ein Forum gegeben werden.

Hilflos und stümperhaft

Katharina Krawagna-Pfeifer war Innenpolitikerin der SN, Innenpolitikchefin sowie Leiterin des EU-Büros des “Standard” und SPÖ-Kommunikationschefin. Sie arbeitet jetzt als Publizistin und Kommunikationsstrategin (kkp.co.at).

Stümperhafter geht es wohl kaum. Das von den EU-Finanzministern geschnürte "Rettungspaket" für Zypern gleicht eher einer Einladung zur Revolte und zum Sturm auf die Banken, als einer wohlmeinende Geste. Das Vorhaben ist nichts anders als die Enteignung der Kleinsparer zugunsten der Banken. Kein Wunder, dass die Pläne auf erbitterten Widerstand nicht nur auf der Insel sondern zu einer tiefen Verunsicherung im gesamten Euroraum führen.

Was den Zyprioten heute zugemutet wird, könnte auch auf Italiener, Spanier oder Portugiesen bald zukommen. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, lässt eher auf die Hilflosigkeit der europäischen Institutionen schließen als auf eine vernünftige Politik, die positiv gestalten will.

Es ist nicht erst seit kurzem bekannt, dass Zypern eine Steueroase sondergleichen ist. Schätzungen zufolge kommen auf die rund 900.000 Einwohner des Staates rund 250.000 Kapitalgesellschaften. Gewinne von Körperschaften werden lediglich zu zehn Prozent, also weit unter dem EU-Durchschnitt, versteuert. Besonders attraktiv für Unternehmen ist dort das Faktum, dass Eigentumsverhältnisse nicht dokumentiert werden müssen. Nicht zu vergessen: Solcherart in Zypern gegründete Unternehmen werden von der EU anerkannt, sie können daher munter Geschäften in anderen EU-Ländern nachgehen.

Das Land ist also eine riesige Waschmaschine für Schwarzgeld. Kein Wunder, dass auf zypriotischen Banken russische Oligarchen ihre Gelder verstecken. Die Einlagen russischer Unternehmen auf der Insel werden auf 14,68 Mrd., diejenigen russischer Banken auf 9,27 Mrd. Euro geschätzt.

Die EU hat es jahrelang geduldet, dass europäische und russische Steuerflüchtlinge in Zypern ebenso willkommen sind wie grenzüberschreitend tätige Holdinggesellschaften. Die Untätigkeit und die aktuelle Unprofessionalität der EU-Finanzminister sind jedenfalls nicht geeignet, die Probleme Zyperns zu lösen, sondern verstärkten die Krise im gesamten Euroraum.


Zyperns Sparer oder unsere Steuerzahler?

 

Andreas Unterberger

Wer sonst als die Besitzer zypriotischer Sparbücher soll bitte den Zusammenbruch des dortigen Banksystems auffangen? Es sind ja genau sie, die in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent mehr Zinsen kassiert haben als etwa Deutsche oder Österreicher. Dieser Zinsgewinn ist deutlich mehr, als ihnen auf Verlangen der Euro-Finanzminister abgenommen werden sollte. Auch die "kleinen Sparer" - um die nun hierzulande bittere Wahlkampftränen verdrückt werden - haben in Zypern diesen Profit erzielt. Genauso wie die vielen russischen Steuerflüchtlinge.

Daher ist der - nun durch die Feigheit der zypriotischen Abgeordneten in der Luft hängende - Beschluss der Euro-Finanzminister absolut richtig, dass endlich nicht nur die Steuerzahler der noch halbwegs stabilen Länder geschröpft werden. Denn bisher waren es ausschließlich sie, denen die Last der diversen Rettungsaktionen aufgebürdet worden ist: über EZB, EFSF, ESM, bilateral, über Haftungen, über Kredite oder über das hemmungslose Gelddrucken.

Die dummen Deutschen&Co zahlen - und werden noch viel mehr zahlen müssen: durch höhere Steuern, durch Preisblasen (siehe Immobilien), durch Entwertung ihrer Lebensversicherungen, durch Abbau von Pensions- und Gesundheitsleistungen. Sie ernten aber dennoch keinen Dank von den Ufern des Mittelmeers, sondern nur Hohn und Zorn.

Doppelte Empörung packt einen, wenn sich nun auch Österreichs Bundeskanzler lauthals um die "kleinen Sparer" auf Zypern sorgt - statt endlich Reue zu zeigen für die Mittäter-Rolle bei den "Rettungs-"(=Geldvernichtungs-)Aktionen der letzten Jahre. Wozu jetzt ohnedies noch die für Zypern kommt. Denn auch von dort werden jedenfalls zwei Drittel des Pleiteschadens auf den Schultern der Deutschen, Österreicher & Co landen. Oder wieder einmal alles, wenn die Euro-Staaten am Ende doch dem Trotz der Zyprioten nachgeben sollten.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGeheimrat
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    22. März 2013 16:09

    »Der Euro ist in gar keiner Weise ein unkalkulierbares Risiko.«
    Helmut Kohl

    »Die Stabilität des Euro nach außen, gegenüber anderen wichtigen Währungen, wird größer sein, als es die der Deutschen Mark bisher war. Das ist zurückzuführen auf das größere Volumen der neuen Währung.«
    Helmut Schmidt

    »Eine Haftung der Gemeinschaft oder einzelner Mitgliedstaaten für die Schulden anderer Mitgliedstaaten ist ausdrücklich ausgeschlossen. Für seine Schulden ist damit jeder Mitgliedstaat allein verantwortlich.«
    Theo Waigel

    »Transferleistungen sind so absurd wie eine Hungersnot in Bayern.«
    Jean-Claude Juncker

    »Es gibt immer noch deutsche Michel, die glauben, dass - nur weil manche EWU-Mitglieder von der Südseite der Alpen kommen - eine schwächere Geldpolitik verfolgt wird. Irrtum! Die stabilitätspolitischen Falken sind heute primär in Italien und Spanien angesiedelt.«
    Professor Norbert Walter, damaliger Chefvolkswirt der Deutschen Bank

    »Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen? Ein ganz klares Nein!«
    Wahlplakat der CDU

    »Es ist insbesondere ein Verdienst von Helmut Kohl und Theo Waigel, dass der Euro als stabile und sichere Währung zu einem wichtigen Baustein des europäischen Hauses geworden ist.«
    CDU-Wahlprogramm 2009 (!)

    »Wenn ich Deutsche wäre, würde ich die Bundesbank und die DM auf alle Fälle behalten.«
    Margaret Thatcher

    »Ich habe immer für die Abschaffung der D-Mark gekämpft. Sie ist das letzte Machtmittel der Deutschen.«
    Jacques Delors nach Unterzeichnung des Maastricht-Vertrages

    »Maastricht, das ist der Versailler Vertrag ohne Krieg.«
    Franz-Olivier Giesbert, damaliger Chefredakteur des Le Figaro

    »Es war Wahnsinn, dieses System zu schaffen; jahrhundertelang wird darüber als eine Art historisches Monument kollektiven Wahnsinns geschrieben werden.«
    William Hague, britischer Außenminister

    »Wir gehen so damit um, dass wir jeden, der Zweifel am Sinn des Euro geäußert hat, in die nationalistische Ecke drängen.«
    Brüsseler WDR-Korrespondent Rolf Dieter Krause

    »Menschen, auch Abgeordnete, hatten Angst, ihre Bedenken deutlich zu äußern. Kritische Haltung zum Euro, oft sogar schon Nachfragen, galten weiterhin als nationalistisch, chauvinistisch, dumpf, unmodern, uneuropäisch, antieuropäisch.«
    Gerald Hefner, Abgeordneter der Grünen in Bayern

    »Für mich persönlich war die Niederlage im Konflikt um den Euro eine große und grundsätzliche Desillusionierung. Der Bürgerwille, selbst wenn er von den besten Köpfen fachlich abgesichert ist, hat im politischen System keine Bedeutung.«
    Dr. Alfred Mechtersheimer, Friedensforscher und Mitbegründer der Grünen

    »Wer Verantwortung übernahm und heute noch dazu steht, als vor 20 Jahren die europäische politische und wirtschaftlich-monetäre Grundordnung umgepflügt wurde, der muss auch dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Sache schiefgegangen ist. Ein Wegducken und zum Selbstschutz erfundene falsche Diagnosen und irrige Maßnahmen sind nicht entschuldbar und dürfen auch nicht toleriert werden.«
    Professor Wilhelm Nölling

    »Warum eigentlich müssen Banken jetzt für Falschaussagen in ihren Prospekten haften und Politiker nicht?«
    Professor Hans-Heinrich Rupp

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfenstergucker
    13x Ausgezeichneter Kommentar
  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. März 2013 06:08

    Das Problem ist, dass viele "Schuldige" bereits mit ihren Euros geflüchtet sind, immerhin haben kurz vor dem Beschluss 4 Mrd. Euro die Insel verlassen, seit Jänner 20 Mrd. Man hat es zugelassen.
    Wer ist da wohl übrig geblieben?

    Der Euro ist fehlkonstruiert, er schafft falsche Anreize.

  4. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. März 2013 14:09

    Na, Frau Krawagner Pfeiffer, es geht ja doch!

    Ich hätte nicht in den kühnsten meiner Träume jemals gedacht, daß ich Ihrem Beitrag mehr zustimmen werde, als jenem von Dr. Unterberger.
    Sie beantworten zwar auch nicht die gestellte Frage vollständig, dafür aber ist Ihre Situationsbeschreibung sehr zutreffend. Und das Ganze fast vollständig ohne Neidkomplex. Gratuliere!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. März 2013 07:31

    Claudia Schmied fragen, sie ist Bankexpertin für Zypern!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. März 2013 07:46

    Banken werden mit Milliardenbeträgen gerettet, die Sparer sollen zahlen, denn die Verluste werden demokratisiert.
    Die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen.
    Die süßesten Früchte schmecken nur für den großen Tieren, doch weil wir klein sind, bekommen wir sie nie.
    Wenn die Kommunalkredit, entgegen ihrer Bestimmung eine Filiale in Zypern gründet und Claudia Schmied sie an die Wand fährt, haftet Kleinösi mit Milliarden und sie bekommt einen Ministerposten.
    Wenn Fr Kohn ihre Medicibank an die Wand fährt, haftet Kleinösi für sie.
    Ackermann hat uns mehr gekostet als Zypern braucht, .......................
    Wenn Faymann eine Volksabstimmung über die Beteiligung am ESM verspricht, aber nicht macht, wird das Gesetz gebrochen.
    Die demokratische Meinungsfindung in Zypern und der EU wird verhindert.
    Irgedwann muß Schluß sein. Die Banken sollen Pleite gehen, dann werden wir Zypern unterstützen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    6x Ausgezeichneter Kommentar

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorOnkel Hans
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. März 2013 08:22

    Das Problem ist nicht, dass KKP nichts begreift, sondern dass die Leute, die nichts begreifen, heute schon überwiegend das Sagen haben.

    Wenn die Banken bankrott sind, haben die Gläubiger der Banken ("Sparer") eben ihr Geld verloren. Da hilft auch die "Einlagensicherung" nichts, denn wenn gleichzeitig ALLE Banken bankrott sind, können sie sich nicht gegenseitig "sichern", und wenn gleichzeitig der Staat bankrott ist, kann er auch nicht helfen. (Und so blöde, die Einlagensicherung zu europäisieren, sodass die österreichischen Ersparnisse/Banken für die zypriot. Bankster haften sollen, waren bislang nicht einmal unsere Politclowns, denen ich sonst jede Blödheit zutraue.)

    Tatsächlich ist nicht die "Beteiligung" der zypriot. Sparer (zu einem Drittel) das Begründungsbedürftige, sondern umgekehrt, die Beteiligung der österr., deutschen etc Steuerzahler zu zwei Dritteln. Was geht mich Zypern an? Ich hab von deren niedrigen Steuersätzen nicht profitiert, ich hab von deren hohen Bankzinsen nicht profitiert, ich konnte deren Politiker nicht mitwählen, aber jetzt, wo sie in der Klemme sitzen, soll ich dennoch zwangssolidarisch sein?

    Also: Keine 10 Milliarden europäische "Rettungsgelder" (auch aus meinen KESt-Erträgen mitfinanziert), sorgt automatisch dafür, dass nach den Regeln der Marktwirtschaft der Schaden dort realisiert wird, wo er eben eintritt. Und diejenigen die Denken können, wissen, dass im Vergleich dazu eine 10-%ige Beteiligung der zypriotischen Sparer noch eine Okkasion ist. Aber wer kann heutzutage noch denken. Wo doch alles nur noch erfühlt wird. Wie eben bei KKP.


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  1. Harrison (kein Partner)
  2. Nnenna (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:34

    That's a crkcjeraack answer to an interesting question

  3. Myla (kein Partner)
    20. Januar 2015 01:59

    This inmtafroion is off the hizool!

  4. Kaffeehäferl
    24. März 2013 10:17

    Es ist mindestens genauso falsch, die Sparer bluten zu lassen, wie es falsch ist, ein Rettungspaket zu schnüren, das sich aus den Geldern der Steuerzahler aller anderen EU Länder finanziert.

    Wer nicht wirtschaften kann, geht in Konkurs. Das ist der Weg, auf dem sich das System selbst richtet. Und im besten Fall auch noch was daraus lernt: Nämlich in Zukunft ordentlich zu wirtschaften.

  5. RS (kein Partner)
    24. März 2013 00:59

    Dieses mal liegt A.U. komplett daneben.

    "Wer sonst außer die Sparer sollen die Banken retten?" Nicht die Eigentümer, nicht die Anleger sondern nur die Sparer.
    Jeder denkt natürlich die reichen Oligarchen können ruhig blechen.
    Aber 2/3 sind zypriotische Sparer. Wer sagt, dass sie schon 10 Jahre ihr Geld auf der Bank haben und somit " 20% " mehr Zinsen haben als Herr Unterberger.
    Vielleicht haben sie ihr Geld erst vor 10 Wochen oder 10 Tagen zur Bank gebracht.
    Unser EURO ist ja schließlich sicher.

    Ich frage mich warum eigentlich nicht jeder sein Geld von der Bank holt. Für einen Zinssatz weit unter 1% geht man doch nicht so ein Risiko ein.
    Man sollte den Verbrechern das Geld wegnehmen.

  6. jump (kein Partner)
    23. März 2013 16:09

    OT:

    Achtung, Herr Dr.: Schon wieder so eine Schmutzkübelkampagne der linken Jagdgesellschaft! ^^

    http://derstandard.at/1363705847904/Finanz-will-von-Grasser-Millionen-Nachzahlung

    • heartofstone (kein Partner)
      23. März 2013 20:07

      Wer wohl das Steuersparkonzept von Grasser ausgearbeitet hat? PWC oder EY? ... fällt das Modell "Grasser" wird das für den "Erfinder" sicher teuer, da sich die anderen Klienten sicher schadlos halten werden ... BTW: wollen und kriegen sind zwei paar Schuhe ... *g*

  7. hit-and-run (kein Partner)
    23. März 2013 15:14

    Die Einlagensicherung wird naheliegenderweise über einen Fonds umgesetzt, dessen Vermögen - außer zu Widmungszwecken - nicht angreifbar ist. Ein Einlagensicherungsfonds kann daher auch von einem Banken-Gau nicht betroffen sein.

    Das Problem ist, dass viele Leute nicht begreifen, dass Sparer nicht nur von Verzinsungen profitieren, sondern (indirekt) auch in den Einlagensicherungsfonds eingezahlt haben!

  8. fxs (kein Partner)
    23. März 2013 13:40

    Wenn die EU-Granden in Zypern zur Sanierung von Staatsfinanzen Bankguthaben, auch nur teilweise beschlagnahmen lassen, dann ist klar, dass in Euroland Bankguthaben eben nicht sicher sind. Der Liberalenchef im EU-Parlament hat es laut gesagt:Die Bürger der EU sind gut beraten die Guthaben von den Banken abzuziehen.n
    Wenn in einem Euro-Land Bankguthaben geplündert werden, der Kapitaltransfer behindert wird, dann hat das Bankwesen des gesamten Euro-Gebiets massiv Vertrauen verloren. Ob da jemand mehr Zinsen bekommen hat als anderswo, oder ob auch Schwarzgelder auf Konten liegen, ist dabei vollkommen egal, solche Aussagen eignen sich nicht einmal als Nebelgranaten, um die harten Tatsachen dass Gelder auf Bankkonten unsicher sind, zu verschleiern.

  9. Marco Lorenz (kein Partner)
    23. März 2013 13:23

    Christoph Hörstel: „Unser Journalismus ist tot.” (Nuoviso-Interview)

    Christoph Hörstel (ehem. langjähriger ARD/ZDF-Auslandskorrespondent) im Februar 2012 im Gespräch mit Frank Höfer von NuoViso

    … über den Kriegstreiber USA
    … über den NATO-Einsatz in Libyen
    … über Deutschland und dessen Libyen-Enthaltung
    … über Propaganda in den (Massen-)Medien
    … über Merkel, Politik und Korruption
    … über den Euro(wahn) und die Folgen
    … über seinen offenen Brief an den Generalbundesanwalt
    … über die Atommacht Israel
    … über fehlende Ethik
    … über die Piratenpartei
    … über die Probleme der Opposition
    … über Möglichkeiten/Ratschläge für die Opposition
    … über das Vorgehen gegen die Opposition

    http://terraherz.at/

    • F.V. (kein Partner)
      24. März 2013 07:22

      In 13 min sagt Hörstel klar was ist. Für die Träumer 3x ansehen/-hören, jedes Wort trifft ins Schwarze.

      Ein mutiger Mann. Wenn er mehr Resonanz findet, als er unter Eingeweihten schon hat, dann darf er um sein Leben fürchen. Seine Aussage, daß in das System (BRDDR) bereits zu kriminalisieren begonnen hat, paßt exakt dazu.

  10. Pius (kein Partner)
    23. März 2013 12:39

    Die Menschheit geht den schwersten Prüfungen ihrer Geschichte entgegen.
    Geschrieben von Maria Lourdes - 22/03/2013

    Nur scheint das kaum jemand zu erkennen und sich darauf vorzubereiten.

    Gleichzeitig wird ein detaillierter Plan zum Aufbau einer Neuen Weltordnung und Weltregierung umgesetzt – entwickelt von einer gut organisierten und auf höchster Ebene vernetzten globalen Elite, die ich immer als “Inzucht-Dynastie” bezeichne.

    Die Turbulenzen unserer Zeit gehören zur Endphase ihres Plans. Eine letzte, kurz bevorstehende globale »Superkrise« ist der endgültige Schachzug, um die alte, korrupte, kapitalistische Weltordnung zu stürzen und eine scheinbar gerechtere, sozialistische Weltregierung entstehen zu lassen…

    …A New World Order

    Die Welt wird spätestens seit dem letzten Jahrhundert in eine neu regierbare Form, in die NWO (New World Order) umgebaut. Keine Verschwörungstheorie, sondern Praxis.

    George Bush sprach schon in den frühen 1990-er Jahren von der neuen Weltordnung und beim G20-Gipfel in London am 02.04.2009 bekräftigte auch der englische Premierminister Gordon Brown die Entstehung einer „neuen Weltordnung“.

    Ebenso wird von anderen globalen Funktionären, bekannt als Rothschild-Finanz-Soldaten- und den Mainstream-Medien der Begriff der NWO seit der aktuellen weltweiten Finanzkrise häufiger gebraucht. Besonders Henry Kissinger verwies auf die neue Weltordnung die Obama umsetzen soll (Obama Will Create A New World Order). Unser Hosenanzug sprach auch schon über die neue Weltordnung, hier und hier zu hören. Somit dürfte klar sein und auch der letzte Zweifler überzeugt sein, eine neue Weltordnung ist in Planung, bzw. deren Umsetzung in vollem Gange.

    Uns will man dabei glauben machen, die NWO sei eine feine Sache, weil ja die Weltbanker und andere globale Eliten nur unser aller Bestes im Sinne hätten.

    Tatsächlich hat die NWO nichts mit der Rettung der Welt zu tun, sondern mit der Zentralisierung von Macht und Kontrolle durch Hochfinanz und Großindustrie, die ihre Dominanz über den Planeten auf Kosten der Bevölkerung ausbauen wollen.

    Die NWO ist totalitär; Macht wird von souveränen Staaten an globale Institutionen umgeleitet, die den Bürgern keine Rechenschaft ablegen und bei denen die Bürger kein Mitspracherecht haben. Wie oben dargelegt, wird im Pentagon und in der EU-Machtzentrale eifrig diese zentralisierte Weltregierung vorbereitet.

    Deutschland gibt es nur noch als Verwaltungsbezirk der EU, denn mit der Unterwerfung unter fremde Gesetze und der Aufgabe der eigenen Währung hat es die Kontrolle über das eigene Schicksal vollends verloren. Wirklich “Souverän” -laut Schäuble- sind wir ja seit 1945 nicht mehr! Trotzdem werden die Deutschen am Ende für die Krise verantwortlich gemacht, ähnlich der großen Schuld, gemeint sind die Verbrechen unserer Väter als auch Mütter im vergangenen Jahrhundert, wie jüngst im ZDF zu sehen. Ein Schmierentheater das nur einem Zweck diente, dem Einhämmern der deutschen Schuld ins Hirn der nächsten Generation.

    Auch Europa ist nur ein Cluster im Gebilde der New World Order.

    Chef ist und bleibt – solange wir ein Zins-Geldsystem haben – die Hochfinanz mit Sitz in der City of London, die mit Hilfe der Großindustrie uns wie im Hamsterrad laufen läßt: schaffen, schaffen, schaffen, um fressen und konsumieren zu können und vor allem, um Steuern zu zahlen und die Staatsschulden abzutragen. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Aussage von Roland Düringer im ORF-Fernsehen, sie sollten sich dies kurz anhören - Die geistige Revolution im Hamsterrad?

    Je mehr sich die Hamsterradläufer um die Wertigkeit ihrer erstrampelten Moneten sorgen (Steuererhöhungen, Inflation, Bankenkrisen etc.), um so ängstlicher strampeln sie für den Erhalt des bestehenden Schuld-Geldsystems und versklaven dadurch immer mehr. (Es sollte zu denken geben, dass die größten Finanziers des -kürzlich wieder gewählten- amerikanischen Präsidenten, Barack Obama, die Finanzindustrie sowie die größten Machtzentren Amerikas unter zionistischer Führung waren (Bilderberger Gruppe, Council on Foreign Relations, Ford-Foundation usw). Dabei werden immer beide Kandidaten finanziert, so ist man auf der sicheren Seite. Süddeutsche.de zeigt, wie Mitarbeiter der finanzstarken Banken und Investmentfirmen der Wall Street ihr Geld an Obama und Romney verteilten.

    Die Gestalten, die sich in Obamas Kabinett tummeln, sind ausgerechnet die größten Konstrukteure des Finanzdesasters sowie Kriegstreiber die -in Form von Aktien- am Militärisch-Industriellen-Komplex (unter Kontrolle der Freimauerer!) beteiligt sind und noch am Krieg verdienen.

    Es war der Schnauzbärtige -gebürtig in Braunau- der die folgenden Sätze der Mitwelt verkündete…

    Zitat: “Diese Leute natürlich, für Sie ist ja der Krieg der grösste Verdienst. Ich habe keinen Grund Krieg zu führen aus irgendwelchen materiellen Interessen. Für uns kann er nur traurig sein, uns nimmt er die Zeit dem deutschen Volk der ganzen Gemeinschaft unendlich viel Arbeit und Arbeitskraft. Ich habe keine Rüstungs-Aktien in meinem Besitz. Verdiene an diesem Kampf nichts. Ich würde glücklich sein, wenn ich wieder arbeiten könnte, so wie ich früher für mein Volk gearbeitet habe. Aber diese internationalen Verbrecher, sie sind zugleich die grössten Rüstungs-Gewinner die es gibt. Ihnen gehören die ganzen Fabriken. Sie machen die Geschäfte. Es sind die gleichen Leute die wir früher auch in Deutschland hatten.”

    Bemerkenswert ist auch, dass Rußland und China zunehmend in Richtung des westlichen Herrschaftssystems driften, sich also der global agierenden Hochfinanz/Großindustrie unterordnen, und wohl irgendwann mit zur Neuen Weltordnung gehören werden. Dass dies auf friedlichen Wegen der Fall sein wird, ist wohl ein Wunsch-Gedanke und bleibt vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden geopolitischen Lage, ein Traum. Wir werden -wenn noch dazu in der Lage- am Ende dieser Auseinandersetzung zurückblicken und dieses Szenario als “Dritten Weltkrieg” bezeichnen. Es sei hier an Albert Pike’s ”Masterplan für 3 Weltkriege” erinnert. Künftige Generationen werden von einem Hundertjährigen Krieg zur Erlangung einer neuen Weltordnung sprechen.

    Ein Verweis auf die Protokolle ist auch an dieser Stelle nötig. Das Regelwerk und die Zielbeschreibung für alle diejenigen, die von Rothschild finanziert und aufgebaut wurden. Nach diesen Regeln sollten bzw. mussten sich alle Nutzniesser richten, um die Ziele der Welttyrannei einer Gruppe zu erreichen, die sich später -nach dem in den Protokollen enthaltenen Wort ZION- > Zionisten nannten. Mehr über die “Protokolle von Zion” hier bei Lupo Cattivo-Blog oder beim Honigmann.

    Der Erste und Zweite Weltkrieg waren Vorläufer dieser Bestrebungen zur New World Order. Zunächst wurde die Währung der Nationalstaaten in Abhängigkeit zur Währung der Weltenlenker, dem US-Dollar, gebracht. Es folgte ein systematischer Abbau der nationalen Eigenständigkeit der Länder und eine Erhöhung der Abhängigkeit zum Kapital.

    Schwerpunkte waren dabei eine Erhöhung der Abhängigkeit

    a) zur Energie (vor allem zum Öl),

    b) zur Chemie-Industrie, d.h. auch Lenkung der Lebensmittelversorgung (Düngemittel, Pestizide, Zusatzstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln, Grüne Gentechnik etc.),

    c) zu Pharmaprodukten und

    d) zur Hochfinanz mittels weiterer Staatsverschuldung.

    Die hohe Verschuldung der Nationalstaaten wurde zunächst insbesondere durch den Abbau der Zölle erreicht. Die nationale Unabhängigkeit beruhte früher im wesentlichen darauf, die kulturelle und wirtschaftliche Eigenständigkeit durch Zölle auszugleichen und zu erhalten. Durch die Einführung 1947 von GATT (General Agreement on Tariffs and Trade; allgemeine Zoll- und Handelsabkommen) wurden die Zölle systematisch abgebaut.

    Das führte zu riesigen Einnahmeausfällen der Nationen, die sich somit bei der Hochfinanz Geld pumpten. Gleichzeitig führte der Abbau der Zollschranken zur Arbeitsplatzverlagerung in die Billiglohnländer. Der wirtschaftliche Abstieg der westlichen Nationalstaaten begann und damit eine dramatische Steigerung ihrer Verschuldung, während die Billigpreisländer sich gleichzeitig verstärkt verschulden mussten, um die neuen Arbeitsplätze zu kreieren.

    Die Verschuldung der Staaten wurde durch die derzeitige weltweite Finanzkrise exzessiv vorangetrieben. Die durch Staatsverschuldung kreierte Geldnachfrage wird von der Hochfinanz in Blasen gelenkt, die man ab und an platzen läßt, um neue Nachfragen entstehen zu lassen bzw.um den Finanzmarkt zu bereinigen. Das heißt, dass unser Staat und andere Staaten der Hochfinanz gehören und dementsprechend die Politik dem Willen der Hochfinanz und der mit ihr verschwippschwägerten Großindustrie unterworfen ist.

    Wir sind versklavt, die Staaten der Welt befinden sich in Geiselhaft. Alle internationalen Organisationen, die die Geschicke angeblich zu unserem Wohle lenken,wurden nie demokratisch gewählt, sondern durch die Hintermänner der Hochfinanz/Groß-Industrie aufgebaut und geführt.

    Alle Bestrebungen galten und gelten der Privatisierung (von lateinisch privare = wegnehmen, berauben, enteignen) und Übertragung der Macht an das Kapital. Die Privatisierung, d.h. die private Übernahme der Nationalstaaten durch die Hochfinanz/Großindustrie geht seither ungebremst mit immer höherer Geschwindigkeit weiter.

    Länder die nicht mitspielen, werden vom Welthandel ausgeschlossen, mit Hilfe der vom Kapital gelenkten Medien geächtet und der „Achse des Bösen“ zugerechnet. Beispiele “Axis of Evil” hier, hier und hier.

    Das ultimative Ziel ist, alles Leben auf diesem Planeten zu kontrollieren. Solange die Menschheit für dumm verkauft und in blinder ökonomischer Abhängigkeit gehalten werden kann, wird der Schein von Demokratie und Freiheit gewahrt.

    Hier fällt mir die Rede von George W. Bush in Prag 2007, ins Gedächtnis -The Ultimate Goal-Speak- (President Bush pledged America to the ultimate goal of ending tyranny in the world).

    Wenn man sich die Bush-Rede anhört und die Krisen, Kriege und Menschenrechtsverletzungen der vergangenen sechs Jahre ins Kopf-Kino ruft – sieht man ganz großes Kino, ein Kino das nur in einem besteht – der Lüge!

    Entscheidend ist, dass wir vom Zweifeln und Nachdenken, über die innere Überzeugung, das hier etwas komplett falsch läuft, in die Tat kommen.

    Wir müssen erkennen, dass die immer wieder verwendete Bezeichnung „Demokratie“ für die sogenannte westliche Wertegemeinschaft nur Täuschung und Maske ist, hinter der sich ein verlogenes kapitalistisches Verbrechersystem verbirgt, welches durch frei erfundene Vorwände Kriege vom Zaun bricht, um an die Reichtümer anderer Länder zu kommen…

    …Und, sie sind fast am Ziel- wie am Anfang des Artikels beschrieben: Eine letzte, kurz bevorstehende globale »Superkrise« ist der endgültige Schachzug, um die alte, korrupte, kapitalistische Weltordnung zu stürzen und eine scheinbar gerechtere, sozialistische Weltregierung entstehen zu lassen…Gesundheitliche Schäden oder gar der Tod unbeteiligter und unschuldiger Männer, Frauen und Kinder, sind für diese Kriegstreiber nur unbedeutende und nebensächliche Schäden.

    Also was tun um die Neue Weltordnung zu verhindern? Revolution!

    Kennen Sie eine Revolution, die wirklich langfristig etwas geändert hat? Sobald aber etwa erhebliche Teile der Bevölkerung aufwachen und Widerstand leisten würden, würde die im Verborgenen regierende Diktatur, einschließlich ihrer Gewalt, offen zutage treten.

    Die EU-Verfassung (Lissabon-Vertrag) sieht vor, daß Tötungen zur „rechtmäßigen“ Niederschlagung eines Aufruhrs erlaubt sind. Damit werden Aktionen wie etwa das brutale Eingreifen der chinesischen Regierung am Platz des Himmlischen Friedens und in Tibet auch in Europa möglich. In einem Krieg oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr ist in der EU die Todesstrafe prinzipiell wieder möglich; wobei Krieg auch zur „Wahrung der Werte der Union und im Dienste ihrer Interessen“ geführt werden kann, d.h. auch zur Sicherung von z.B. Ölquellen oder anderen Ressourcen. Der Lissabon-Vertrag ist nichts anderes als ein „Ermächtigungsgesetz“, um die diktatorischen Interessen der Konzerne und deren politischen Marionetten zu verankern.

    Lassen wir also alles, wie es ist. Wenn wir uns nicht einmischen oder einfach nicht mehr mitmachen, bricht das System in Kürze von alleine zusammen. Je mehr Lügen die Medien verbreiten, desto mehr Lügen sind als solche von immer mehr Menschen identifizierbar, die dann nur durch weitere Lügen aufgefangen werden können, die auch sofort erkennbar werden.

    Je mehr Kriege unter dummen Vorwänden geführt werden (“Massenvernichtungswaffen”, die es nicht gibt, “Terror”, der von eigenen Geheimdiensten garantiert wird, Atom-Bombenbauer im Iran), desto dümmer und leichter erkennbar werden die Vorwände, desto mehr Menschen distanzieren sich von dem Massenmord und der staatlichen Gewalt.

    Je mehr Freiberuflern und Unternehmern (also Arbeitgebern) durch Gesetze und Kontrollen Geschäfte und das Leben unmöglich gemacht werden, desto weniger Unternehmer/Arbeitgeber wird es geben und damit auch weniger Gewinne und Arbeitsplätze und damit Steuereinnahmen etc. pp.

    Wenn wir unser bereits ziemlich kaputtes System also nicht stören oder dagegen ankämpfen (und so neuen Lebenssaft Existenzvorwände / Feindbilder – geben -), sondern darüber nur aufklären, desto schneller ist es verschwunden. Es frisst sich selber oder stirbt einfach wie ein Blutsauger ohne Blut. Nachhelfen können Sie, wenn Sie Ihr Geld bei der Bank abheben, denn Geld ist ihr Blut -oder zum besseren Verständnis wie Heine sagte:

    Geld ist der Gott unserer Zeit – und Rothschild sein Prophet auf Erden!

    Wir müssen einfach nur erkennen und aufhören mitzumachen. So einfach ist das wirklich!

    Vertrauen wir den Quellen und eigenen Erfahrungswerten, befindet sich unsere Welt auf den direkten Weg in die Sklaverei. Eine kleine Elite (Inzuchtbande) von nicht mehr als 5.000 Drahtziehern weltweit kontrolliert den Rest. Der Rest soll Steuern zahlen, konsumieren und dumm sein.

    Denn wer nicht weiß, dass er nur Sklave ist, hat kein Verlangen, sich aufzulehnen.

    Sie, lieber Leser, wissen jetzt bescheid – also klären Sie Ihren nächsten auf, sagt Maria Lourdes!

    Linkverweise:
    http://lupocattivoblog.com/2013/03/22/die-menschheit-geht-den-schwersten-prufungen-ihrer-geschichte-entgegen/#more-9422

    • Anna Marie (kein Partner)
      23. März 2013 13:52

      Pater Amorth warnt Papst vor einem schnellen Tod !!

      Rom (kath.net) Pater Gabriele Amorth, oberster Exorzist der Diözese Rom, hat den neuen Papst Franziskus vor einem schnellen Tod entsprechend dem Schicksal von Papst Johannes Paul I. gewarnt. „Die Freimaurer haben überall ihre Verzweigungen, auch im Vatikan, leider“, sagte Amorth in einem Interview mit der italienischen Zeitung „Il Giornale“, wie die Tageszeitung „Österreich“ online berichtete.
      Amorth sagte, dass der neue Papst Franziskus eine “arme Kirche der Armen” wie Johannes Paul I. wolle. „Ich würde mir nicht wünschen, dass er so endet wie Luciani“, äußerte der Chefexorzist, doch das Freimauertum strebe nur nach Geld und Karriere, „sie helfen sich gegenseitig“, berichtete „Österreich“ weiter.

      Pater Gabriele hält u.a. den amtierenden italienischen Ministerpräsident Mario Monti für einen Freimaurer, ebenso Staatspräsident Giorgio Napolitano. Prinzipiell seien alle Politiker der Macht der Freimaurer untergeordnet und die Welt werde von sieben bis acht Personen beherrscht, die alles Geld in ihren Händen hielten, meinte der 88-jährige Ordensmann, dem nachgesagt werde, dass er 70.000 erfolgreiche Exorzismen durchgeführt habe.

      Albino Luciani/Papst Johannes Paul I., auf den Amorth anspielte, war 1978 nur 33 Tage nach seiner Wahl zum Papst gestorben. Eine Obduktion seines Leichnams wurde vom Vatikan als unnötig angesehen, daraufhin kamen zahlreiche Verschwörungstheorien auf. Beispielsweise kursierte die Einschätzung, der Papst sei vergiftet worden, da er korrupte Vorgänge in der Vatikanbank aufdecken wollte.

      Quelle:
      http://www.kath.net/news/40649

      Am 12. März 2010 erschien folgender Artikel in www.20min.ch

      Der 85-jährige Pater Gabriele Amorth ist seit 25 Jahren der Chef-Exorzist der Diözese Rom und damit auch des Vatikans. In einem Interview mit der Zeitung «La Repubblica» enthüllte er: «Der Teufel lebt im Vatikan.» Satan übe seinen Einfluss bis in höchste Kreise aus, es gebe «Kardinäle, die nicht an Jesus glauben, oder Bischöfe, die mit dem Dämon im Bunde stehen», sagte Pater Amorth.

      «Der Rauch Satans ist in die Kirche eingedrungen», zitierte er den 1978 verstorbenen Papst Paul VI. und verweist als Beleg auf die neusten Enthüllungen über «Gewalt und Pädophilie», wie etwa die Missbrauchsfälle in katholischen Institutionen in Deutschland, die auch Papst Benedikt XVI. und sein Umfeld ins Zwielicht rückten. Das Attentat auf Johannes Paul II. 1981 sei ebenso ein Werk des Teufels gewesen wie der Angriff einer geistig verwirrten, in der Schweiz lebenden Frau auf den Papst zu Beginn der Mitternachtsmesse während des letztjährigen Weihnachtsfestes.

      Bluttat wurde «vertuscht»
      Auch bei der Bluttat in der Schweizer Garde 1998 habe der Teufel seine Hand im Spiel gehabt, genauer bei ihrer «Vertuschung». Der damalige Kommandant Alois Estermann und seine Frau waren laut offiziellem Untersuchungsbericht vom Korporal Cedric Tornay aus Rache wegen einer verweigerten Auszeichnung erschossen worden, Tornay habe sich danach selbst gerichtet. Tornays Eltern haben diese Version stets bezweifelt, es gab Gerüchte über ein homosexuelles Verhältnis und die Beteiligung eines vierten Mannes. Für Gabriele Amorth ist klar: «Es wurde alles vertuscht. Sofort.»

      Seine Ansichten stossen auf Widerspruch in den eigenen Reihen. Pater José Antonio Fortea Cucurull, ein spanischer Theologe und Dämonenexperte, bezeichnete Amorths Ansichten über die satanische Infiltration des Vatikans als unbelegt: «Es mag bessere und schlechtere Kardinäle geben, aber alle haben aufrichtige Absichten und streben nach der Herrlichkeit Gottes.» Die Behauptung, gewisse Kardinäle gehörten einer «satanischen Sekte» an, sei eine «inakzeptable Entfremdung».

      weiterführende Link:
      http://www.politaia.org/wichtiges/pater-amorth-warnt-papst-vor-einem-schnellen-tod/

  11. Europath (kein Partner)
    23. März 2013 09:59

    Die, die die Krise verursacht haben, bekommen jetzt das ganze Geld.

    Und die freie Presse gibt Rückendeckung.

    • Pius (kein Partner)
      23. März 2013 13:20

      Europath (kein Partner)
      **************** kurz und bündig! So war es schon immer ... wenn man bedenkt, dass die Sklavenhändler (wir wissen bereits welch' Auserwählte) nach Abschaffung des Handels mit Menschen mit hohen Zahlungen abgefertigt wurden. Ein dreckiges Geschäft wird belohnt ...

  12. F.V. (kein Partner)
    23. März 2013 09:18

    „Euro-Rettung“ und Grundgesetz

    Sie sind hier: Themenübersicht › Recht › „Euro-Rettung“ und Grundgesetz

    Vortrag von Professor Dr. Dietrich Murswiek am Montag, 14. Januar 2013. Zur „Euro-Rettung“ hat die Politik „Rettungsschirme“ mit einem Volumen von über einer Billion Euro aufgespannt, und die EZB kauft Staatsanleihen von Problemstaaten in unbegrenztem Umfang. Ist das alles mit dem Grundgesetz vereinbar? Das Bundesverfassungsgericht hat sich in mehreren Entscheidungen mit der Rettungspolitik befasst, eine weitere steht noch aus. Der Vortrag berichtet über diese Rechtsprechung und nimmt kritisch zu ihr Stellung. – Dietrich Murswiek ist Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Prozessvertreter …

    http://podcasts.uni-freiburg.de/podcast_content?id_content=168 (ca. 1 Std.)

  13. F.V. (kein Partner)
    23. März 2013 09:14

    Zwangsabgabe:

    Heimliche Vorbereitungen haben weltweit begonnen

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 22.03.13, 16:50 –

    Die globale Schuldenkri-se könnte weltweit dem Zypern-Modell folgen. Spanien, Neuseeland und Großbritannien haben still und leise damit begonnen, die gesetzlichen Rahmenbedin-gungen für Zwangs-Abgaben zu schaffen.
    Die Zwangs-Abgabe für zypriotische Bank-Guthaben kommt offenbar nicht gar aus heiterem Himmel. In mehreren anderen Ländern wurden in den vergangenen Monaten Gesetze und Regeln dahingehend geändert, dass der Zugriff auf die Bank-Guthaben im Falle einer Schieflage rechtlich abgesichert ist.

    In Spanien wurde kürzlich die Verfassung geändert: Eine Banken-Steuer, die in der Verfassung noch mit 0 Prozent angesetzt ist, ist demnach bereits möglich. Dies könnte die leidenschaftliche Verteidigung von Bank-Guthaben durch Wirtschaftsmi-nister Luis de Guindos erklären (hier). Die Änderung der Verfassung begründete Fi-nanzminister Cristobal de Montoro damit, dass Spanien dazu verpflichtet sei, Steuer-gerechtigkeit zwischen den Regionen herzustellen. Die genaue Höhe der Bankenabga-be wird in einem Ausführungsgesetz festgelegt werden.

    In Großbritannien wurden die Banken-Regeln dahingehend geändert, dass die Einlagensicherungs-Fonds auch für eine Bankenrettung verwendet werden können. Konkret bedeutet das: Gerät ein Institut in Probleme, kann es auf die Einlagen-Sicherung zurückgreifen. Bricht die Bank danach trotzdem zusammen, ist das Geld der Bank-Kunden nicht mehr gesichert. Sie müssen sich auf einen Total-Verlust einstellen.

    In Neuseeland plant die Zentralbank eine ähnliche Maßnahme. Politiker der Greens haben dagegen protestiert. Es bestehe die Gefahr, dass die Guthaben der Kun-den damit ausradiert werden können.

    In Deutschland sind noch keine derartigen Maßnahmen bekannt.
    Update: Allerdings seht im §6, Abs. 10 der vom Bankenverband veröffentlichten Satzung zum Einlagensicherungsfonds ein ziemlich eindeutiger Satz: „Ein Rechtsanspruch auf ein Eingreifen oder auf Leistungen des Einlagensicherungsfonds besteht nicht.“

    Der Hintergrund für diese heimlich eingeführten Maßnahmen dürfte darin liegen, dass die gigantischen Schulden offenbar auch durch eine kontrollierte Inflation nicht mehr weggespült werden können. Wegen der Höhe der Risiken, vor allem aus Asset Ba-cked Securities (das Fachgebiet von EZB-Außenminister Jörg Asmussen) und anderen Derivaten-Geschäften ist eine Inflation zur Lösung der globalen Schul-denkrise offenbar nicht mehr schnell genug wirksam.

  14. Onkel Hans (kein Partner)
    23. März 2013 08:35

    @Geheimrat:

    Mein persönlicher Favorit lautet:

    "Eine Euro-Währung kommt für Österreich nur in Frage, wenn sie mindestens ebenso hart ist wie der Schilling. Befürchtungen, dass der Schilling durch die gemeinsame Währungspolitik geschwächt oder abgewertet wird, sind unberechtigt. Eine Euro-Währung kommt für Österreich nur in Frage, wenn sie mindestens dieselben Vorteile aufweist wie der Schilling. Eine Euro-Währung ist nur dann akzeptabel, wenn sie ebenso stabil ist wie der Schilling".

    Wo das steht? In der Jubelbroschüre "Europa. Chancen und Risken", gestreut von den POLITCLOWNS von SPÖVP vor der Volksabstimmung 1994, Seite 182.

    Wer das geglaubt hat? Na, 66,6%. Dabei wäre es so einfach: man muss die Aussagen von SPÖVP nur als Kontraindikator werten und schon wird alles gut! LOL

  15. Onkel Hans (kein Partner)
    23. März 2013 08:22

    Das Problem ist nicht, dass KKP nichts begreift, sondern dass die Leute, die nichts begreifen, heute schon überwiegend das Sagen haben.

    Wenn die Banken bankrott sind, haben die Gläubiger der Banken ("Sparer") eben ihr Geld verloren. Da hilft auch die "Einlagensicherung" nichts, denn wenn gleichzeitig ALLE Banken bankrott sind, können sie sich nicht gegenseitig "sichern", und wenn gleichzeitig der Staat bankrott ist, kann er auch nicht helfen. (Und so blöde, die Einlagensicherung zu europäisieren, sodass die österreichischen Ersparnisse/Banken für die zypriot. Bankster haften sollen, waren bislang nicht einmal unsere Politclowns, denen ich sonst jede Blödheit zutraue.)

    Tatsächlich ist nicht die "Beteiligung" der zypriot. Sparer (zu einem Drittel) das Begründungsbedürftige, sondern umgekehrt, die Beteiligung der österr., deutschen etc Steuerzahler zu zwei Dritteln. Was geht mich Zypern an? Ich hab von deren niedrigen Steuersätzen nicht profitiert, ich hab von deren hohen Bankzinsen nicht profitiert, ich konnte deren Politiker nicht mitwählen, aber jetzt, wo sie in der Klemme sitzen, soll ich dennoch zwangssolidarisch sein?

    Also: Keine 10 Milliarden europäische "Rettungsgelder" (auch aus meinen KESt-Erträgen mitfinanziert), sorgt automatisch dafür, dass nach den Regeln der Marktwirtschaft der Schaden dort realisiert wird, wo er eben eintritt. Und diejenigen die Denken können, wissen, dass im Vergleich dazu eine 10-%ige Beteiligung der zypriotischen Sparer noch eine Okkasion ist. Aber wer kann heutzutage noch denken. Wo doch alles nur noch erfühlt wird. Wie eben bei KKP.

  16. Pumuckl
    23. März 2013 07:45

    Seit Tagen überlagert die Situation in Zypern und Versuche daraus Zukunftsperspektiven abzuleiten, jegliche andere Berichterstattung.

    Sogar das Finanzierungsmodell einer Schuhfabrik im Waldviertel geriet im Tagebuch in den Schatten von Chaosperspektiven, welche von der Situation in Zypern abgeleitet wurden.

    Das erinnerte mich mich an einen seitenfüllenden Beitrag im Standard vor etwa
    20 Jahren.

    Unter Bezugnahme auf die Chaosforschung des Mathematikgenies Benoit Mandelbrot, war eine ganze Seite des Standard den "Chancen" welche chaotische Zustände für die Entwicklung von Gesellschaft und Menschheit bieten,
    gewidmet.

    ° Erinnert sich noch jemand an diesen Beitrag im Standard, in welchem
    CHAOTISCHE ZUSTÄNDE ALS CHANCE FÜR DIE ENTWICKLUNG DER MENSCHHEIT
    dargestellt wurden?

    ° Kennt jemand weitere Publikationen, welche in diesem Sinne argumentieren?

    ° Könnte das Gegenwärtige Chaos in der Finanzwelt mit dem Ziel einer neuen
    Gesellschaft absichtlich herbeigeführt worden sein?


    Damals, in den frühen 90er Jahren, als eben erst die Sowjetunion zusammengebrochen war, konnte ich mir nicht vorstellen, wie nah solche chaotischen Zustände waren.

    Für Physiker und andere Naturwissenschaftler sind Chaostheorien Teil ihrer Ausbildung. Aber für uns alle ist es interessant unter Benoit Mandelbrot und Chaostheorien zu googeln.

    • terbuan
      23. März 2013 17:30

      @pumuckl
      Es sieht ganz so aus, als käme man anders als mit einem finalen Crash aus dem ganzen Chaos nicht mehr heraus!

  17. Haider
    23. März 2013 01:02

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5c6204c488f.0.html
    Und wann geschieht endlich was in Österreich?
    Immer nur reden, immer nur meckern, immer nur raunzen und sudern - wann wird endlich gehandelt ????

  18. Haider
    22. März 2013 23:33

    Daß Cyprioten in den letzten Jahren weit über dem EU-Durchschnitt Zinsen lukrierten ist bekannt. Daß russische (aber nicht nur) Schwarzgeldbesitzer davon doppelt profitierten ebenfalls.
    Ein völlig anderes Paar Schuhe ist es jedoch, daß Sparern d i r e k t ins Börsel gegriffen wird. Das ist ein beispielloser Tabubruch, den selbst das Finanzgenie Vranitzky als solchen erkannte. Vranitzky ist jener österreichische SPÖ-Politiker, der in seiner Zeit als Finanzminister u.a. die viertgrößte Bank Österreichs - die Länderbank - liquidierte und der es schaffte, die DDSG - die immerhin zwei Weltkriege überstanden hatte - zu versenken.
    Die Krokodilstränen von KKP kann ich nicht nachvollziehen, saßen doch genug sozialistische Finanzminister im zuständigen Rat und hätten dort alles verhindern können - natürlich immer vorausgesetzt, diese Sozis verstanden, worum es überhaupt geht. Wenn ihnen ihre Parteizentralen nicht die richtigen Direktiven mitteilten, so sind sie eben hoffnungslos überfordert. Das ist der Fluch des politischen Rekrutierungssystems. Wichtigste Qualifikationsmerkmale bei den Linken sind: 1. Angehöriger des linken Parteiadels. 2. Quotenfrau. 3. Unbedingte Parteihörigkeit. (In meiner Jugend gehörte noch das tägliche Austragen der Arbeiterzeitung auf der Gemeindebaustiege dazu - aber seit dieses Qualitätsmedium das wohlverdiente Zeitliche segnete, haben auch rabiate Linkschaoten fallweise eine Chance auf Partei-Karriere.)

  19. RR Prof. Reinhard Horner
    22. März 2013 19:28

    reinhard.horner@chello.at

    Ja! Wie Fremdkapital doch auch bei drohendem Konkurs anderswo zur Vermeidung größeren Schadens.
    Alles auf die Steuerzahler abzuwälzen, kann´s doch nicht sein. Ebenso wenig auf die Steuerzahler anderer Länder für Sparer, die sich der Privilegien von Steueroasen erfreuen.
    Kleinsparer zu verschonen, ist sozial empfehlenswert.
    Das Geschrei wegen eines angeblichen „Tabubruchs“ ist dumm.

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 06:28

      Nicht das Geschrei ist dumm.

      Aber: p.t. Horner dixit! - Dann glauben wir´s hat, eh wir uns wundern.

  20. Ambra
    22. März 2013 19:20

    Zum ersten Mal sagt mir die Meinung von Frau KKP mehr zu als jene von Dr. Unterberger - das hätte ich nie für möglich gehalten.
    Wäre in Anbetracht der gesamten Situation nicht die einzige Lösung, Bankguthaben ab der Höhe von 100.000.-Euro entsprechend zu besteuern und die anderen in Ruhe zu lassen ? Dies würde die entstandene Vertrauenskrise relativ rasch beruhigen und in erster Linie die illegalen Gelder, die Geldwäscher etc treffen. Und Zypern wäre vermutlich geholfen.
    Dies müßte aber rasch geschehen und bevor alles außer Landes gebracht ist.
    Alle anderen Wege erscheinen nicht gangbar oder führen zu einer tiefen Verunsicherung in ganz Europa.

  21. Geheimrat
    22. März 2013 16:09

    »Der Euro ist in gar keiner Weise ein unkalkulierbares Risiko.«
    Helmut Kohl

    »Die Stabilität des Euro nach außen, gegenüber anderen wichtigen Währungen, wird größer sein, als es die der Deutschen Mark bisher war. Das ist zurückzuführen auf das größere Volumen der neuen Währung.«
    Helmut Schmidt

    »Eine Haftung der Gemeinschaft oder einzelner Mitgliedstaaten für die Schulden anderer Mitgliedstaaten ist ausdrücklich ausgeschlossen. Für seine Schulden ist damit jeder Mitgliedstaat allein verantwortlich.«
    Theo Waigel

    »Transferleistungen sind so absurd wie eine Hungersnot in Bayern.«
    Jean-Claude Juncker

    »Es gibt immer noch deutsche Michel, die glauben, dass - nur weil manche EWU-Mitglieder von der Südseite der Alpen kommen - eine schwächere Geldpolitik verfolgt wird. Irrtum! Die stabilitätspolitischen Falken sind heute primär in Italien und Spanien angesiedelt.«
    Professor Norbert Walter, damaliger Chefvolkswirt der Deutschen Bank

    »Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen? Ein ganz klares Nein!«
    Wahlplakat der CDU

    »Es ist insbesondere ein Verdienst von Helmut Kohl und Theo Waigel, dass der Euro als stabile und sichere Währung zu einem wichtigen Baustein des europäischen Hauses geworden ist.«
    CDU-Wahlprogramm 2009 (!)

    »Wenn ich Deutsche wäre, würde ich die Bundesbank und die DM auf alle Fälle behalten.«
    Margaret Thatcher

    »Ich habe immer für die Abschaffung der D-Mark gekämpft. Sie ist das letzte Machtmittel der Deutschen.«
    Jacques Delors nach Unterzeichnung des Maastricht-Vertrages

    »Maastricht, das ist der Versailler Vertrag ohne Krieg.«
    Franz-Olivier Giesbert, damaliger Chefredakteur des Le Figaro

    »Es war Wahnsinn, dieses System zu schaffen; jahrhundertelang wird darüber als eine Art historisches Monument kollektiven Wahnsinns geschrieben werden.«
    William Hague, britischer Außenminister

    »Wir gehen so damit um, dass wir jeden, der Zweifel am Sinn des Euro geäußert hat, in die nationalistische Ecke drängen.«
    Brüsseler WDR-Korrespondent Rolf Dieter Krause

    »Menschen, auch Abgeordnete, hatten Angst, ihre Bedenken deutlich zu äußern. Kritische Haltung zum Euro, oft sogar schon Nachfragen, galten weiterhin als nationalistisch, chauvinistisch, dumpf, unmodern, uneuropäisch, antieuropäisch.«
    Gerald Hefner, Abgeordneter der Grünen in Bayern

    »Für mich persönlich war die Niederlage im Konflikt um den Euro eine große und grundsätzliche Desillusionierung. Der Bürgerwille, selbst wenn er von den besten Köpfen fachlich abgesichert ist, hat im politischen System keine Bedeutung.«
    Dr. Alfred Mechtersheimer, Friedensforscher und Mitbegründer der Grünen

    »Wer Verantwortung übernahm und heute noch dazu steht, als vor 20 Jahren die europäische politische und wirtschaftlich-monetäre Grundordnung umgepflügt wurde, der muss auch dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Sache schiefgegangen ist. Ein Wegducken und zum Selbstschutz erfundene falsche Diagnosen und irrige Maßnahmen sind nicht entschuldbar und dürfen auch nicht toleriert werden.«
    Professor Wilhelm Nölling

    »Warum eigentlich müssen Banken jetzt für Falschaussagen in ihren Prospekten haften und Politiker nicht?«
    Professor Hans-Heinrich Rupp

    • Komma
      22. März 2013 16:18

      @ Geheimrat

      Herzlichen Dank! Sollte man nicht auch Journalisten wie AU zur Verantwortung ziehen, dfie vertreten und gefördert haben, was sie nicht verstanden??

    • Undine
      22. März 2013 16:26

      @Geheimrat

      Für diese fast makabre Ansammlung von Sprüchen:*****************!

      Ja, und warum werden die Verantwortlichen für die Misere mit ihren flotten Sprüchen nicht lautstark konfrontiert, an den Pranger gestellt und zu Rede und Antwort gezwungen --- und entsprechend bestraft?

    • Erich Bauer
      22. März 2013 16:27

      Ich würde auch gern die 66 Prozent JA Stimmen zur Verantwortung ziehen... Geht aber nicht. Und die "politische Verantwortung"...?

      BK Franz Vranitzky hat irgendwann zum Thema Ausverkauf der Donauschiffahrt den "Vorwürfen" eines Journalisten entgegnet: "Na gut, wenn Sie unbedingt wollen, dann übernehme ich halt die 'politische Verantwortung'..."

    • socrates
      22. März 2013 18:20

      Dsehalb glaube ich, daß es nie wieder so billig wird das System auszuschalten.

    • Gerhild Baron
      22. März 2013 19:08

      Geheimrat: Ihre "Sammlung" ist beklemmend ! Aber Danke für den tiefen Einblick, die sie gibt !!! *******

    • M.S.
      22. März 2013 19:48

      Wer jetzt noch irgend eine dieser Worthülsen glaubt, die die Politiker ständig von sich geben ist selber schuld. Die Zeit nach den Deutschen Wahlen wird furchtbar.

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 06:31

      Man kann´s nicht oft genug wiederholen. Wenn die Lüge offenkundig wird, ist viel zu ihrer Überwindung getan.

      In China werden Wirtschaftsverbrecher übringens noch hingerichtet.

      Dieses Beispiel wäre eine Überlegung wert.

  22. Undine
    22. März 2013 15:53

    Fabeldichter Jean de la Fontaine: "Die Grille und die Ameise"

    Die Grille hatte
    den ganzen Sommer lang gesungen
    und fand sich völlig mittellos,
    als der kalte Nordwind kam.
    Nicht ein einzig kleines Stück Fliege
    oder Regenwurm.
    Sie klagte über großen Hunger
    bei Frau Ameise, ihrer Nachbarin,
    und bat sie, ihr etwas Korn zu geben,
    um zu überleben
    bis zur nächsten Sommerszeit.
    »Ich werd Euch zahlen«, sprach sie zu ihr,
    »noch vor dem Erntemond, auf Grillenehr,
    die Zinsen und das Kapital.«
    Die Ameise, die leiht nicht gern;
    das ist noch ihr geringster Fehler.
    »Was tatet Ihr zur warmen Jahreszeit?«
    fragte sie die Bittstellerin. -
    »Tag und Nacht für jedermann
    hab ich gesungen, mit Verlaub.« -
    »Gesungen habt Ihr? Das freut mich sehr.
    Nun gut, dann tanzt doch jetzt!«

    • Eva
      22. März 2013 18:21

      Hätte doch die Ameisenkönigin Angela Merkel auch solche Worte gefunden, als die Grillen, die unter südlicher Sonne vergnügt und sorglos fiedelten, sie reihum anbettelten!

  23. fokus
    22. März 2013 15:33

    OT

    Wer spricht da noch von Meinungsfreiheit in unserem Land?

    http://steiermark.orf.at/news/stories/2576712/

    • Eva
      22. März 2013 16:01

      @focus

      Was ist für die Zukunft unserer Heimat auf die Dauer gefährlicher: Ein Pfarrer, der die Probleme mit Moslems und Homosexuellen sieht oder alle anderen Pfarrer, die sich der PC kampflos unterwerfen?

    • fokus
      22. März 2013 16:16

      @Eva

      Am gefährlichsten sind Rot-Grün für unsere Zukunft, weil die erst solche Zustände ermöglichen, einschließlich dieses Verhetzungsparagrafen als Keule gegen Andersdenkende und Meinungsfreiheit!

    • XICY
      22. März 2013 21:24

      @ fokus
      Ja, der Herr Kapellari ist ein großes Problem für die Kirche in Österreich.

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 06:43

      Kapellari war auch dabei, als mit "moralischer Gewißheit" Kardinal Groer medial hingerichtet wurde. Nachfolgend meine Anmerkungen damals zu diesem Bubenstück.

      Die Styria Gruppe, der u. a. Presse und Kleine Zeitung gehören, die immer anti-krichlich und anti-katholisch sich aufführt, gehört der Diözese Graz-Seckau.

      Was soll man sich von solchen "Hirten" erwarten?

      Was ist "moralische Gewißheit?" kirchemoral_ge.doc 2. 3. 1998

      Wie zu erwarten sind die Großinquisitoren – Schönborn, Kapellari, Weber, Eder - mit einem Schuldbekenntnis der vier oder inzwischen fünf Bischöfe über die Schuld eines anderen nicht zufrieden.

      Die hämische Frage, was moralische Gewißheit eigentlich sei, ist dabei nur der Anfang. Der Artikel Friedrich Grubers in den OÖN vom 2. März stellt konsequenterweise die Frage, wo denn die "moralische Gewißheit" all die Zeit gewesen sei, und bringt ihren Ausbruch gerade jetzt mit der Einhebung der Kirchenbeitragsvorschreibungen in Zusammenhang, mit denen "die Finanzkammern um diese Zeit schockieren". Dabei muß man den Überlegungen Grubers die nüchterne Distanziertheit und innere Folgerichtigkeit durchaus zuerkennen, nämlich daß es moralische Gewißheit durchaus gäbe: wenn es als "aus von moralischen Grundsätzen abgeleiteten Überzeugungen, praktisch richtig zu handeln" - also die vom Gewissen geforderte Anleitung für persönliche - christliche - Lebensführung - verstanden wird. Und er macht den fundamentalen Unterschied dieser Gewißheit zu einer auf dieser "Grundlage" ausgesproch-enen Verurteilung klar.

      Wie es weitergeht, zeigt der Kommentar Gerhard Marschalls "Nach Beichte jetzt Buße". Wenn ein Jakobiner aus dem Stall eines rosaroten Blattes moralisch wird, ist das nicht unähnlich der Predigt über die Enthaltsamkeit durch Säufer oder über die Keuschheit durch Huren. Es ist die Moral, die natürlich auch Blut verlangt. Kardinal Groer ist - wie immer klar war - und von diesem Moralisten nun bestätigt wird: ein "Randproblem". Es geht um die "Buße" und die "Demut" - der Kirche, d. h. um die Rache und die Unterwerfung, wie es im Ritual der jakobinischen Feinde eben üblich ist. Das "Problem" ist nämlich keineswegs aus der Welt geschafft, sagt einer der Großinquisitoren. In der Tat: die Strategie verlangt nach dem Sieg in einer Schlacht diesen zu nutzen, - nachzusetzen, um den Krieg zu gewinnen! Also wird die Hetze nun weitergehen, legitimiert mit dem "Eingeständnis" der Schuld und einer "moralischen Gewißheit", der man überdies die mangelnde positivistisch-rechtsstaatliche Legalität sofort abgesprochen hat!

      Auch die Exponenten von "Wir-sind-Kirche" nutzten die Gunst des Augenblicks zur Front-begradigung: Plankensteiner kann "legitimiert" durch die (versuchte) Isolierung der wenig klugen und noch weniger solidarischen Amtsbrüder Bischof Krenns die Attacken verschärfen - unter dem Beifall der aufgeputschten Horde. Selbst ein atheistischer Parlamentspräsident kann sich, mit kirchlichen und religiösen Kategorien vertraut, als Hüter des Glaubens und der rechten christlichen Gesinnung darstellen. Als er dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Bischof Weber zum mutigen und klugen Entschluß gratulierte, machte Fischer fast einen Fehler. Mancher könnte sich, ob dies Beifalls aus dieser Ecke, fragen, ob es am Ende den atheistischen, jakobinischen Todfeinden und nicht der Kirche genützt haben mag, ja ob es nicht ohnedies nichts anderes war, als Strategie zur Unterminierung der Kirche!

      Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

  24. Anton Volpini
    22. März 2013 14:09

    Na, Frau Krawagner Pfeiffer, es geht ja doch!

    Ich hätte nicht in den kühnsten meiner Träume jemals gedacht, daß ich Ihrem Beitrag mehr zustimmen werde, als jenem von Dr. Unterberger.
    Sie beantworten zwar auch nicht die gestellte Frage vollständig, dafür aber ist Ihre Situationsbeschreibung sehr zutreffend. Und das Ganze fast vollständig ohne Neidkomplex. Gratuliere!

    • Erich Bauer
      22. März 2013 14:12

      Sg. Anton Volpini,

      ich kann mich Ihrem Befund nur anschließen.

    • Anton Volpini
      22. März 2013 14:21

      Danke Erich Bauer.
      Ich konnt nur mangels Zeit keine Doktorarbeit schreiben, so wie die anderen :-)))

    • Erich Bauer
      22. März 2013 14:31

      @Anton Volpini

      Wenn Sie schon bedauerlicherweise keine Zeit zum Schreiben hatten... haben Sie die Doktorarbeiten wenigstens... gelesen... :-)

    • Anton Volpini
      22. März 2013 14:43

      Ja, teilweise, Erich Bauer,...aber wir haben eigentlich beim "Aufheulen" dazu schon alles gesagt.
      Wiederholung oder Widerspruch ist wohl nix für mich: .-))

  25. Geheimrat
    22. März 2013 13:48

    EU-Parlamentarier: Euro muss rückabgewickelt werden; EU ist Totengräber der Demokratie

    Rede des britischen EU-Parlamentariers Roger Helmer (UKIP) vor dem EU-Parlament

    http://www.propagandafront.de/1162700/eu-parlamentarier-euro-muss-ruckabgewickelt-werden-eu-ist-totengraber-der-demokratie.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+Propagandafront+%28PROPAGANDAFRONT%29

    • Erich Bauer
      22. März 2013 14:09

      Und wenn der EURO "rückabgewickelt" ist... dann muß man sofort das, durch nichts legitimierte EU-(Schein)Parlament "rückabwickeln". Zum Abschied sollte man ihnen, die in diesem Artikel zitierten Worte Oliver Cromwells mitgeben:

      „Sie saßen hier zu lange wegen irgendwelcher Verdienste, die Sie vielleicht mal geleistet haben. Gehen Sie, sag ich, und lassen Sie uns in Ruhe. Im Namen Gottes: Gehen Sie!“ …

  26. perseus
    22. März 2013 13:14

    Die gelungene Kanzlerkarikatur Werner Faymann sagt immer das Falsche, aber das sofort. Das fällt seinen Wählern (dem Renne und der Dalila) nicht so auf, weil die sind aus „bildungsfernen“ Bevölkerungsschichten und außerdem versorgt er sie mit einer Wohnung, die sie sich normalerweise (also bei marktwirtschaftlichen Verhältnissen) nicht leisten könnten. Darüber hinaus gewährt er ihnen noch die Arbeitslosenunterstützung und verspricht ihnen, wenn sie nicht mehr arbeitslos sind eine Pension.
    Das werden wir uns aber alle bald nicht mehr leisten können, weil der Werner mit seinem soliden Grundschulabschluss die Grundrechnungsarten nicht so beherrscht. Dann wird aber auch er sagen, dass man zuerst den bösen „Reichen“ ihr Erspartes wegnehmen sollte und das trifft dann auch wieder nicht den Renne und die Dalila, weil die haben alles sofort ausgegeben, was wir ihnen geschenkt haben. Zu blöd auch – aber klar, dass die den Werner wieder wählen, oder?

  27. Scipio
    22. März 2013 12:35

    So sieht die EU-Diktatur der Troika aus, der sich Zypern zu unterwerfen hat. Und da reden wir über die angebliche Diktatur in Ungarn (ORF, Mittagsjournal). Noch noch Hohn. Morgen werden wir dran sein:

    We now have details of the 'capital controls' which Cyprus intends to vote into law (sometime) today.

    It's a remarkable set of restrictions on the usual nuts and bolts of the financial system - particularly given the final point:

    Restrictions in daily withdrawals
    Ban on premature termination of time savings deposits
    Compulsory renewal of all time savings deposits upon maturity
    Conversion of current accounts to time deposits
    Ban or restrictions on non cash transactions
    Restrictions on use of debit, credit or prepaid debit cards
    Ban or restriction on cashing in checks
    Restrictions on domestic interbank transfers or transfers within the same bank
    Restrictions on the interactions/transactions of the public with credit institutions
    Restrictions on movements of capital, payments, transfers
    Any other measure which the Finance Minister or the Governor of Cyprus Central Bank see necessary for reasons of public order and safety (d.i. "Ermächtigungsgesetz"!!)

  28. Gegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
    22. März 2013 12:00

    Wenn ein Österreicher sein Erspartes einer Bank - zu Zinsen zwischen 0,1% (z.B. "Bundesschätze"), oder 0,175% (Erste Bank, Bank Austria) oder mit einjähriger Bindung (ca. 0,8%) - anvertraut, dann zahlt er für den Zinsgewinn noch 25 (in Worten Fünfundzwanzig) Prozent an den Staat.
    Dieser "Haircut" von 25% steht zum Vergleich mit dem Haircut in Zypern gegenüber.
    Jedenfalls sind die Österreicher schon Glatzköpfe nach jahrelangem "Haircut".

  29. Freak77
    22. März 2013 11:33

    Falls es jemand nicht kennt: Auf dem FOCUS-Portal gibt es einen Liveticker wo minütlich die neuesten Entwicklungen zu Zypern - vor allem aus deutscher Sicht - berichtet werden:

    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-30192/liveticker-zur-zypern-krise-folterinstrumente-aus-frankfurt-ezb-bereitet-kapitalkontrollen-fuer-zypern-vor_aid_943823.html

  30. Rosi
    22. März 2013 11:27

    Die EU entspricht immer mehr der klassischen TEAM Definition - Toll, ein andrer macht's!

    Ich bin einvoller Verfechter von dem Grundsatz: Gleiches Recht für alle, und zwar auf allen Gebieten und in jedem Bereich.
    Ich habe nicht das geringste Verständnis für irgendwelche Hilfeaktionen im EU Raum - zuerst sollen die Griechen usw. erst einmal die bisher von uns erhaltenen Gelder an uns ZURÜCKBEZAHLEN, bevor irdgendetwas anderes passieren kann oder soll. Dann red' ma weiter zu diesem Thema.
    Ich sehe überhaupt nicht ein, weshalb mein sauer verdientes Geld wegen Mißwirtschaft in Südeuropa immer weniger wert wird - genausowenig, wie ich einsehe, daß meine sauer verdienten Steuern Leuten hier in Österreich ad infinitum zur Verfügung gestellt werden, die ihr ganzes Leben lang nix hackeln, ohne wirklich krank zu sein. Hilfe auf Zeit - ok, 2 bis 3 Jahre maximal, bis der Mensch eine Problemzeit überbrücken konnte, und sich wieder selbst helfen kann. Ein ausgeglichenes Steuerkonto für jeden - und wer ein negatives Steuerkonto hat, verliert zumindest das Recht, zu wählen.

    Eine Gemeinschaft funktioniert nur dann, wenn jeder über einen mittelfristigen Zeitraum betrachtet gleich viel beiträgt - sonst ist es jedenfalls keine Gemeinschaft !!!

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • werauchimmer
      22. März 2013 19:49

      Vor allem funktioniert eine Gemeinschaft nicht, wenn jeder glaubt, sich auf den anderen verlassern zu dürfen, und deswegen keiner glaubt, eigenverantwortlich handeln zu müssen!

  31. Erich Bauer
    22. März 2013 11:17

    Weil da im Orwell'schen Haßkino dieser Streifen "Bankenrettung" die Zuseher regelmäßig in Rage versetzt...

    Wohin soll man die Scheine, unabhängig davon ob man sie Hilfsgelder, Steuergelder, Enteignungsgelder benennen mag, denn sonst hin verfrachten? Eine andere Möglichkeit wäre die Scheine mit LKWs (Sattelschlepper) DIREKT nach Ankunft am Zielort, vom Lastwagen herab, den ausgestreckten Händen, wie es bei Hilfsgüter üblich ist, zuzuteilen...

    Warum also das Geld an die Banken? Und wer oder was wird da "gerettet"?

    Wenn jemand seinen "Einkaufsrahmen" nicht nur ausgereizt, sondern auch restlos (Umschuldungskredit) überfordert hat, wird er beim Kassenschalter irgendwann einem "Kopfschüttler" gegenüberstehen. Insbesondere, wenn er nur noch die "Stütze" ins Treffen bringen kann. Wie kann dieser "gerettet" werden? Er wird sich auf die Suche nach einem reichen Onkel oder einer "Quotentante" begeben müssen... Nehmen wir an, er findet seinen "Retter".

    Dieser "Retter" ist aber leider auch selber schon ein bißchen "klamm". Er kann ihm nur soweit "helfen", als er die Schulden soweit abdeckt, daß er wieder die Berechtigung und Zugriff auf den "Einkaufsrahmen" hat. Er darf also wieder SCHULDEN machen... Bis er wieder dort anlangt, wo er schon vor der "Rettung" stand.

    Es ist mir bewußt, daß dieses, auf ein "ganz normales" Individuum bezogene Beispiel hinkt... Vielleicht wird der eine oder andere es auch als "an den Haaren" herbeigezogen sehen...

    Was ich wollte ist, darauf hinzuweisen, daß es gar nicht sosehr eine "Bankenrettung" ist, sondern eine POLITIK-Rettung! Auch heute geht es, wie schon 2008, darum, die Verantwortung der POLITIK... nein, der POLITIKER auf nebulose Scheinzusammenhänge abzuschieben... Es ist immer sehr leicht, die Rage der Massen hin und her, nach Belieben und wie’s gerade opportun ist auszurichten…

    • A.K.
      22. März 2013 11:31

      @Erich Bauer:
      ******************** zu:"daß es gar nicht sosehr eine "Bankenrettung" ist, sondern eine POLITIK-Rettung! ..."

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 09:04

      Politiker und die Politik müssen nicht gerettet werden. Sie sind heute – und schon mindestens seit dem Coup mit der Errichtung der FED, wenn nicht seit jenem berühmten Manöver Rothschilds im Krieg mit Napoleon – nur noch Marionetten des Big Money.

      Ob sie „gerettet“ werden oder nicht, spielt keine Rolle, ja, ist niemals überhaupt eine Frage. Solange sie als nützliche Idioten tun, wozu sie „berufen“ sind, dürfen sie wie die Maden im Speck leben und man erlaubt ihnen sogar so zu tun, als hätten sie Macht und Entscheidungsgewalt. Aber eben nur so lange, als sie „funktionieren“, bzw. solange man sie braucht. Danach gilt: Der Moor hat seine Schuldigkeit getan, er kann geh´n.

      Machte er irgendwann einmal Schwierigkeiten, und sei´s nur aus Dummheit, dann wird er auch noch demontiert und gedemütigt – oder er wird gemöllemannt, verhaidert oder gebarschelt, verherrhausent, gerohweddert, gebubakt, ...

      Bis zum 2 + 4-Vertrag erlaubte man der deutschen Bundesregierung noch das Gesicht zu wahren, seither ist alles eine blanke Vorführung. Der Dicke, der sich Wiedervereinigungs-Kanzler nennen ließ (obwohl er noch Monate nach dem Fall der Mauer das bis dato geltende Mantra von der völligen Illusion der Wiedervereinigung predigte!), „stolperte“ über Bestechlichkeit, Korruption und sein „Ehrenwort“, einen Kleinkriminellen, den Turnschuh-Joschka zwang man der deutschen Regierung auf und ließ ihn als den „beliebtesten“ Politiker bejubeln, etc. Wo und wann wären derartige Vorfälle in einem Volk denkbar, das auch nur den Funken von Selbstachtung und Souveränität hätte?

      Außerdem: die wirklich große Abzocke funktioniert doch nur bei fallenden Preisen, wenn also in einer künstlich herbeigeführten Krise/Crash die realen Werte zu Insolvenzpreisen – also 10% vom echten Wert – aufgesammelt werden können. Und wer sammelt ein?

      Die Bankster, die „financial industries“, die sich einerseits das Geld selbst drucken (fiat money) oder es per astronomischer Boni zuvor gestohlen haben, die „Finanz-Investoren“, die wie die Heuschrecken über uns schon gekommen sind.

      Man muß doch die Aussagen von Bernanke u. a. nur hören: Wenn nötig, stehen „wir“ auch mit 10 Billionen (US: Trillionen!) „Geweht bei Fuß“, um in den „Märkten“ zu intervenieren.
      Er hatte das nicht erst wie hier angedeutet wurde erst kürzlich gesagt, sondern schon vor seiner Bestellung zum FED-Chef! – wir wissen als längst, daß wir Klopapier für Daimler, VW, Audi, Siemens, Voest, ... bekommen.

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 09:05

      nicht das Moor, sondern der Mohr ...

    • Pius (kein Partner)
      23. März 2013 11:47

      Erich Bauer
      ********** !!

      F.V. (kein Partner)
      *********** !!!

  32. Gegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
    22. März 2013 11:07

    Selbst auf die Gefahr hin, den geschätzen Kommentatorenkreis durch wiederholtes Bringen der nachstehnden Begriffsdefinition zu langweilen, nochmals auch zur "SN-Kontroverse: Banken und Sparer":

    Es gibt einen neuen Begriff für die aktuelle Mißhandlung des Mittelstandes:
    „FINANZIELLE REPRESSION“
    Unter
    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europaeische_union/?em_cnt=532318&em_cnt_page=2 ist ein sehr treffender Artikel zu finden.
    Darin wird endlich ein Begriff zitiert, der ein todgeschwiegenes Übel in der Behandlung des Mittelstandes bezeichnet:
    „FINANZIELLE REPRESSION“
    Zu diesem Begriff steht unter der nachfolgenden Überschrift (Zitat):
    "Die ehrlichere Lösung
    In die Panik (Anmerkung: bezüglich Zypern) mischen sich Stimmen, die die Lösung positiv bewerten. "Was dort geplant ist, entspricht einer progressiven Vermögenssteuer", sagt Markus Schuller, Markus Schuller, Investment-Profi von Panthera Solutions in Monaco. Das sei offen sichtbar und ehrlicher als die "SCHLEICHENDE ENTEIGNUNG VON DER MITTELSCHICHT ABWÄRTS", die derzeit überall stattfindet: Weil die Sparzinsen weit unter der Teuerung liegen, verlieren alle Sparer Geld - im Fachjargon heißt das " FINANZIELLE REPRESSION ". Über die Monate und Jahre kommen dabei substanzielle Beträge zustande. "Ich höre von keinem Regierungsvertreter in Deutschland, Großbritannien oder Österreich, dass er sich Sorgen über die Realzinsverluste seiner Sparer macht. In Zypern entdecken Westerwelle und Co. hingegen plötzlich ihr Herz für den kleinen Sparer", so Schuller.“

  33. Jewgeni Gorowikow
    22. März 2013 10:36

    Die Lage in Zypern und vor allem für das einfache Volk dieser Nation ist alles andere als einfach.

    Aus meiner Sicht begeht die Regierung Zyperns derzeit einen Fehler:

    Sie wollen das Zypern-Geschäftsmodell (exakter: das Modell der Volkswirtschaft Zyperns) beibehalten:

    Nämlich eine Finanzdienstleistungs-Nation zu sein: so ähnlich wie Liechtenstein, Luxemburg oder die Schweiz oder etliche andere Nationen in der Karibik (Cayman Islands u.a.).

    Island hat vor ein paar Jahren exakt die gleich Lektion schmerzhaft lernen müssen: Soetwas ist hochriskant und kann zum Untergang führen.


    Aber so wie es aussieht können oder wollen die Zyprioten aus dem abschreckenden Beispiel 'Island' nicht lernen - etwa weil sowieso die EU-Solidargemeinschaft bereit steht, die niemanden pleite gehen lässt?

    Auf lange Sicht wird Zypern meiner Meinung nach nicht herumkommen, den Sektor der Finanzdienstleistungen auf ein normales Maß schrumpfen zu lassen. Und dafür auf die uralten Ressourcen Zyperns zurückgreifen:

    Die normalen Wirtschaftszweige:

    - Handel und Industrie (erzeugend & verarbeitend)
    - Landwirtschaft und Fischerei
    - Tourismus in allen Ausformungen


    Da sind kreative Köpfe gefragt, nur ein paar Anregungen:

    Zypern war lange Zeit unter britischen Einfluss, daher ist die englische Sprache dort sehr üblich, dies ist ein Vorteil:

    Zypern ist sehr sonnig, wie wäre es, Seniorenresidenzen zu bauen für betuchte Pensionisten aus Nordeuropa: Solche begüterten Menschen würden gerne ihren Lebensabend in einem sonnigen Land verbringen.

    Medizintourismus: Wie wäre es, herausragende Kliniken der besten Qualität zu bauen, wo sich reiche Patienten Herz-OP's, Transplantationen, Schönheitsoperationen und Ähnliches mehr machen lassen. So einen Medizintorismus gibt es auch nach Indien und Thailand beispielsweise.

    Tourismus wo Urlaub mit Beauty, Kosmetik und Wellness verbunden wird, inklusive Schönheitsoperationen. Also ein ähnliches Modell es oft in Ungarn angeboten wird.

    Spitzen-Privat-Universitäten in Zypern ansiedeln um reiche Studenten und die besten Professoren auf die Insel zu locken.

    Und last but not least: Südzypern sollte bitte politisch, diplomatisch und auf allen erdenklichen Ebenen endlich aktiv werden um die schmerzliche Teilung des Landes in Süd- und Nordzypern zu überwinden.

    Es müsste doch möglich sein, mit den Türken in Ankara und in Nordzypern vernünftig zu verhandeln: Den UNO-Kofi-Annan-Plan wieder aktivieren oder geringfügig modifiziren.

    Die Zyperngriechen sollten sich bewußt sein: Mit dem wirtschaftlichen Niedergang verschlechtert sich auch ihre Verhandlungsposition. Und die Türkei ist ein Land wo sich sehr schnell viel verändern kann.

    Sachlich betrachtet ist eine Region mit einer Vielfalt von Kulturen (die friedlich nebeneinander existieren) vorteilhaft: da möchte ich auf die Modelle Südtirol, Schweiz & Kanada verweisen.


    Jedenfalls hat ein vereintens bzw. relativ vereintes bzw. befriedetes Gesamtzypern weit bessere Zukunftsperspektiven als nur Süd-Zypern allein.

  34. Das Pingerle
    22. März 2013 09:56

    Sprachlich interessant:
    Schon bemerkt, dass in deutschen Medien durchwegs von den Zyprern(!) und ihren zyprischen(!) Problemen gesprochen wird. Steht auch im Duden so, klingt aber für österreichische Ohren komisch.

    • Undine
      22. März 2013 10:46

      @Das Pingerle

      Mir ging's wie Ihnen. Vielleicht erinnert das Wort "Zyprioten" klanglich ein bisserl an "Idioten"! :-)

  35. Gerhard Pascher
    22. März 2013 09:56

    Eigentlich ist es den übrigen Euro-Finanzministern egal, wie die zypriotische Regierung den von ihr verlangten Geldbetrag aufbringt. Hauptsache es gibt dazu eine Lösung, anderenfalls gibt es eben von uns (EZB, IWF usw.) keine weiteren Gelder mehr. Das Einbehalten eines kleinen Teiles der auf den Banken liegenden Fremdgelder war nur ein Vorschlag.

    Claudia Schmid holt nun ihre Vergangenheit in der Kommunalkredit Austria AG wieder ein. War sie doch dort auch im Aufsichtsrat dere österreichischen Bankiederlassung und hat immer "von nichts etwas gewusst".

    Noch ein Tipp für die Russen: auch im Nordteil Zyperns kann man Geld waschen, allerdings sind dabei andere Unsicherheiten zu berücksichtigen.

  36. Scipio
    22. März 2013 09:44

    Statt Journalistengegacker lssen wir vielleicht einmal ein paar Fachleute sprechen.

    ich kann nur empfehlen, den heutigen Bloomberg-Artikel ganz herunterzuladen.Die Idiotie der Euro-Retter-Elite kann nicht besser charakterisiert werden.

    http://www.bloomberg.com/news/2013-03-21/eu-fumbling-cyprus-makes-rehn-scapegoat-for-german-imf-austerity.html

    Hier wenigstens ein Auszug:

    Nobel laureate Paul Krugman writes:
    “The amazing thing is the way men who know neither theory nor the history of previous crises are utterly convinced that they know what to do in our current crisis; and how their confidence in their prescriptions has been unaffected by the fact that they have been wrong about everything so far,” Krugman wrote on his blog this month. “What’s even more amazing is the fact that these men are actually running things.”

    Dem entspricht ein Artikel aus der Wirtschaftswoche, den ich hier vollständig anschließe:

    Wolfgang Schäuble:Der gefährlichste Mann Europas 
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten  |  19.03.13 – Die Banken Zwangs-Abgabe in Zypern war kein Betriebsunfall. Sie ist der erste Baustein in dem Plan, wie Europa künftig regiert werden soll. Autoritär, ideologisch und undemokratisch. Das Vorbild für den finanz-technischen Teil zur Lösung der Schuldenkrise ist die deutsche Wiedervereinigung. Der Architekt des Plans: Wolfgang Schäuble. Das verheißt nichts Gutes. 
    Am 18. November 2011 veröffentlichte die New York Times ein Porträt von Wolfgang Schäuble. Jeder Europäer sollte es gelesen haben. Darin legte Schäuble seine Vision vom Vereinigten Europa vor: 
    Schäubles Fahrplan für Europa: 
    „Was wir jetzt mit der Fiskal-Union machen, ist ein kurzfristiger Schritt für die Währung. In einem größeren Kontext brauchen wir natürlich eine politische Union.“ 
    „Es gibt eine begrenzte Übergangszeit, in der wir die Nervosität an den Märkten managen müssen.“ 
    „Wenn es bis Ende 2012 oder bis Mitte 2013 klar ist, dass wir alle Zutaten für neue, gestärkte und vertiefte politische Strukturen beisammen haben, dann denke ich, dass es funktionieren wird.“ 
    Die New York Times schreibt dann, dass Schäuble die Unruhe an den Märkten „nicht als Hindernis, sondern als Notwendigkeit“ sieht: 
    „Wir können eine politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben.“
     
    Schäuble verfügt über einen messerscharfen Intellekt. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er sein Programm in so wenige einfache Sätze fassen kann. Dieses Kurzprogramm erklärt alles, was in Europa im Moment vor sich geht. Es erklärt auch, warum Schäuble so seltsam eiskalt lächelte, als er im ZDF sagte, als die Enteignung der zypriotischen Hausfrauen, Lehrer, Klempner und Tischler gezielt im Morgengrauen eines Samstags bekanntgegeben wurden: 
    „Bankguthaben sind eine sensible Sache, deshalb macht man es am Wochenende.“ 
    Schäuble ist der zweitmächtigste Mann in Europa. Der mächtigste ist EZB-Chef Mario Draghi, weil er die Hand an den Geld-Druckmaschinen hat. Schäuble kann die Hand zwar führen, den Knopf drücken muss Draghi. Und Draghi kann den Knopf auch drücken, wenn andere ihm die Hand führen: Die Schulden-Kaiser der politischen Klasse Italiens, Spaniens, vor allem Frankreichs. Sie alle haben ein Interesse, dass die Schulden weggespült werden. Das geschieht durch Inflation. Inflation tut dort weh, wo Vermögen ist. Das meiste Vermögen ist in Deutschland. Und die Schulden-Politiker aus dem Süden, die sich all ihre Wahlgeschenke erkauft haben, üben mächtig Druck auf Draghi aus. 
    Das weiß auch Schäuble. Und er weiß auch, dass Deutschland eine Alternative braucht, wenn es verhindern will, dass die gigantische Schuldenkrise vor allem auf Kosten der deutschen Sparer gelöst wird. Im Herbst ist Bundestagswahl. Da darf nichts anbrennen. 
    Von der „politischen Union“ hat Schäuble eine glasklare Vorstellung. Er ist ein Polit-Ingenieur, in gewisser Weise der perfekte Technokrat. Für Helmut Kohl hat er die deutsche Wiedervereinigung gemanagt. Das Konzept damals lautete: Wo ein politischer Wille ist, findet sich das Geld dazu auf dem Weg. Die Bundesregierung führte den „Solidarbeitrag“ ein. Er sollte sieben Jahre gelten – das wurde hoch und heilig versprochen. Er gilt nun seit 21 Jahren, er ist aus den Steuererklärungen eines jeden Deutschen nicht mehr wegzudenken. 
    Für den Soli, so wurde damals versprochen, sollten blühende Landschaften im Osten entstehen. 
    Im Februar 2013 sieht die Realität so aus: Die höchste Arbeitslosigkeit unter den deutschen Bundesländern haben in dieser Reihenfolge: Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Berlin, Bremen, Brandenburg, Sachsen, Thüringen. Danach kommt – den notorisch insolventen Stadtstaat Bremen ausgenommen – das erste westdeutsche Bundesland, Nordrhein-Westfalen. 
    In Mecklenburg-Vorpommern beträgt die Arbeitslosigkeit 13,7 Prozent. In Baden-Württemberg 4,3 Prozent 
    Deutschland einig Transfer-Land – und es scheint zu funktionieren. Der Soli hat es möglich gemacht: Ein politisches Gebilde ist entstanden, an dessen Einheit niemand mehr zweifelt. Das und nur das herzustellen, war der Auftrag von Schäuble. Er hat ihn erfüllt. 
    Wolfgang Schäuble ist der einzige Abgeordnete, der zehn (!) Legislatur-Perioden hindurch seinen Gehaltszettel im Deutschen Bundestag abgeholt hat. Seine Welt ist die Welt der Politik, die des Machbaren. Schäuble weiß nicht, wie das in der freien Wirtschaft zugeht. Seine Welt ist die Welt der Ausschüsse, Sitzungen und Partei-Rankünen. Dort kennt er sich aus, die beherrscht er. 
    Schäuble hat das, was man in der Wirtschaft einen „Track Record“ nennt: Er hat bewiesen, dass er kann, was er tut. Und oft ist es bei Politikern wie bei Managern: Weil ihnen einmal etwas gelungen ist, tun sie es immer wieder. Vielen von ihnen machen immer dasselbe, weil sie gar nichts anderes können. 
    40 Jahre ohne Unterbrechung im Bundestag. Zehn Legislatur-Perioden am Stück. Da kann man schon daran zweifeln, ob so einer noch kreativ sein kann – außerhalb des Elfenbein-Turms. 
    Aber Zweifel, Selbstzweifel gar, sind Schäubles Sache nicht. Er will es wieder tun. Schäuble will die Einigung Europas nach dem technischen Bauplan der deutschen Einheit vollziehen. Er fragt nicht, ob es eine Einheit Europas ohne EU geben könne. Er fragt auch nicht, ob all die Krisen des Euro nicht doch vielleicht an der Fehlkonstruktion der Währung liegen, weil man verschiedene Volkswirtschaften nicht ohne Zwang über einen Leisten scheren kann. 
    Schäuble fragt: Wo ist die Schere, wie viel Zwang muss ich anwenden ? 
    Zu Beginn der Euro-Rettung gab es noch einige Pannen. Es ging den Italienern und Franzosen noch nicht schlecht genug. Die Iren waren pflegeleicht: Sie zahlen auf Heller und Pfennig zurück, was ihnen die Banken abgezockt haben. Gehen ins Pub und ärgern sich, mit der Faust in der Tasche. Oder wandern aus (hier). Ihr Vorteil: Sie sprechen Englisch und können auf andere Arbeitsmärkte ausweichen.
    Das wirkliche Problem kam mit Griechenland: Die Griechen haben sich einfach nicht an das gehalten, was sie in Brüssel versprochen hatten. Bis heute gibt es keine wirksame Steuereintreibung, keine Privatisierung, keinen Abbau im öffentlichen Dienst. Die Griechen haben jede Vereinbarung, die ihnen von Schäuble vorgelegt wurde, unterschrieben. Das Flugzeug von Berlin nach Athen war noch nicht auf der Startbahn – da war die Vereinbarung auch schon wieder hinfällig.
     
    So etwas hasst Schäuble. Er ist unduldsam. Er will, dass seine Befehle ausgeführt werden. Wer wissen will, wie Schäuble wirklich als Mensch ist, muss sich das Video (am Anfang des Artikels) ansehen, bei dem er seinen Pressesprecher demütigt. Schlimmer als Schäuble sind nur die Journalisten der Bundespresse-Konferenz, die hämisch lachen, als der arme Mann vorgeführt wird. Anstatt aufzustehen und zu sagen: „So nicht, Herr Schäuble. Auch Ihr Pressesprecher ist ein Mensch.“ 
    Weil die Griechen nicht spuren, hat Schäuble die Schlagzahl erhöht: Er will Ergebnisse sehen bei der Beendigung der Schuldenkrise. Jetzt gibt es keine „Hilfs-Pakete“ mehr, sondern eine Zwangs-Abgabe. Die Zyprioten spielen auf der europäischen Bühne für ihn die Rolle, die sein Pressesprecher bei der unrühmlichen PK spielte: Er führt sie vor. Sie sind schwach und weit weg. An ihnen kann er ein Exempel statuieren: Die europäische Einigung erfolgt künftig über Zwang. Über Enteignung. Rechtsbruch. Diktat.
     Und hier beginnt zu greifen, was Schäuble in der NYT etwas kryptisch angedeutet hat: Man werde spätestens Mitte 2013 „alle Zutaten für neue, gestärkte und vertiefte politische Strukturen beisammen haben“, um die politische Union zu erzwingen: „Wir können eine politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben.“
    Denn von nun an geht alles generalstabsmäßig: Ultimatum an die Zyprioten am Freitag. Sperrung der Bank-Konten am Samstag. Zugriff – naja, das verzögert sich noch ein wenig. Der hätte eigentlich am Dienstag erfolgen sollen. Aber auf einen Tag mehr oder weniger kommt es nicht, bei der „natürlichen politischen Union Europas“. 
    Wer glaubt, dass Zypern ein Einzelfall ist, unterschätzt Schäuble gewaltig. Er ist die Master-Mind hinter dem Masterplan. Goldman Sachs und Boston Consulting Group haben längst errechnet, wie viel europäischen Soli jeder zu zahlen haben wird (hier). Die Planer der Einheit müssen die Daten nur noch in die Landessprachen übersetzen lassen. Dafür gibt es in Brüssel Heerscharen von Übersetzern. 
    Wer sieht, wie Schäuble seinen Pressesprecher behandelt, der kann sich ausrechnen, was für ein Menschenbild man in 40 Jahren ununterbrochenem Dienst im Bundestag entwickelt. 
    Was Schäuble jedoch zum gefährlichsten Mann Europas macht, ist nicht dieser Zynismus. 
    Zum gefährlichsten Mann Europas macht ihn seine Unkenntnis von der wirklichen Welt: Die wirkliche Welt Europas funktioniert nur dann so, wie Schäuble will, wenn sie eine Schein-Demokratie ist. Wenn alle Gesetze gebrochen werden können. Wenn es für Versagen keine Sanktionen gibt. Wenn der freie Unternehmergeist durch Zentral-Wirtschaft ersetzt wird. Wenn das Prinzip von Treu und Glauben gebrochen wird. Auch da ist Schäuble vorbelastet. Er hat den Bundestag über seine Beziehung zum Waffenhändler Schreiber in der CDU-Parteispenden-Affäre belogen. Als er der Lüge überführt wurde, hat er bedauert, gelogen zu haben.
     
     
    Beppe Grillo ist auch gefährlich – aber nur für jene, die heute den Euro-Kurs steuern. Allerdings: Er verdankt Schäuble seinen Aufstieg. (Foto: Flickr/Liwax)
     
    Jean-Claude Juncker, der ehemalige Euro-Gruppenführer und enger Freund des Euro-Fanatikers Helmut Kohl, hat einmal gesagt, in der Politik müsse man lügen, wenn es kritisch wird (hier). Juncker hat auch gesagt: Mehr Integration geht nur bei mehr Krise.
     
    Ein Lügner ist an und für sich noch nicht gefährlich. Wenn Leute, die ein ambivalentes Verhältnis zur Wahrheit haben, jedoch mit Geld zu tun haben, dann wird es kritisch.
     
    Kohl hat in der Parteispenden-Affäre gelogen, dass sich die Balken bogen. Die CDU verstieg sich sogar zu der Behauptung, das Geld sei von Juden gekommen, weshalb man die Spender auf Rücksicht auf die deutsche Geschichte nicht nennen dürfe.
     
    Schäuble war von Helmut Kohl ähnlich gedemütigt worden, wie er seinen Pressesprecher niedergemacht hat. Er war jedoch, wenngleich am Ende sein erbitterter Feind, immer in der Nähe Kohls. Er hat einen Briefumschlag mit 100.000 DM zugesteckt bekommen und kann sich bis trotz aller Bemühung nicht erinnern, was mit dem Geld geschehen ist. Die 100.000 DM sind bis heute nicht mehr aufgetaucht.
     
    Heute jongliert Schäuble nicht mehr mit Briefumschlägen. Die D-Mark gibt es nicht mehr. Heute hat Schäuble die politische Verfügungs-Gewalt über hunderte Milliarden Euro. Die 100.000 DM hatten nicht ihm gehört. Die Billionen, um die es heute geht, gehören ihm auch nicht.
     
    Der Spiegel schrieb neulich, dass der italienische Neo-Politiker Beppe Grillo der gefährlichste Mann Europas sei.
     
    Das ist blanker Unfug.
     
    Schäuble hat, wie von ihm in der NYT vorhergesagt, Mitte 2013 „neue, gestärkte und vertiefte politische Strukturen beisammen“, die es ihm ermöglichen, die politische Einigung Europas durchzuziehen: Ein gänzlich undemokratisches Triumvirat als IWF, EZB und Euro-Technokraten ist, Mitte 2013, in der Lage, jedem einzelnen Volk Europas zu diktieren, wie viel jedem einzelnen Bürger automatisch vom Konto abgebucht wird, damit das System am Leben bleibt. Wenn es für nötig erachtet wird, kann Brüssel verfügen, dass das Online-Banking nicht mehr funktioniert, die Bankomaten leer sind, die Banken für „Bankfeiertage“ geschlossen werden.
     
    Wir erleben ganz praktisch, wie die bargeldlose Gesellschaft – eines der ideologischen Ziele von EU und Finanzwirtschaft (hier) – funktioniert. Glücklich ist, wer Ackerland und Goldmünzen besitzt.
     
    Dem Bürger wird das Geld nämlich nicht mehr aus der Tasche gezogen. Es wird ihm abgebucht. Ohne Vorwarnung, ohne Rechtsgrundlage, mit halbseidenen, unter Druck zustande gekommenen Alibi-Beschlüssen von Parlamenten, deren Abstimmungen wie beim ESM oder bei all den Milliarden-Rettungs-Beschlüssen nur noch eine Farce sind.
     
    Niemand weiß, was mit dem Geld geschieht. Wozu braucht man es eigentlich ? Warum kann eine Bank, wenn sie pleite ist, nicht pleitegehen ?
     
    Die „begrenzte Übergangszeit“, von der Schäuble in der NYT sprach, ist vorbei. Der Weg zur politischen Union ist frei. Schäuble soll, so ist aus CDU-Kreisen zu hören, mächtig stolz gewesen sein, dass der Zypern-Coup gelungen ist.
     
    Er könnte sich zu früh gefreut haben. Denn überall in Europa regt sich Widerstand. Massiver Widerstand. Angst, Sorge, Wut, Empörung – überall kocht es hoch. Selbst in Deutschland finden neuen Parteien, die gegen diesen Irrsinn sind, Beachtung.
     
    Denn Schäubles grundlegender Denkfehler besteht darin, dass er glaubt: Wenn wir alle Zutaten beisammen haben, dann wird das funktionieren.
     
    Die Menschen und Völker in Europa wollen jedoch nicht „funktionieren“, sie wollen leben. Und leben kann eine Gemeinschaft nur, wenn all die Grundsätze, die die fanatischen Euro-Retter jetzt mit Füssen treten, existieren: Freiheit, Ehrlichkeit, Recht, Verlässlichkeit, Verantwortung, Transparenz, Handschlag-Qualität, Solidarität.
     
    Diesen feinen Unterschied mag man nach 40 Jahren im Bundestag nicht mehr wahrnehmen.
     
    Doch dieser Unterschied entscheidet über Leben und Tod von politischen Systemen.
     
    Wenige Wochen nach zahlreichen, pompösen Feiern in Ost-Berlin konnten selbst die besten Ingenieure des Sozialismus die Rufe „Wir sind das Volk !“ nicht mehr übertönen. Die DDR war gerade 40 Jahre alt geworden.
     
     

     

    :

    • Nestor 1937
      22. März 2013 11:09

      Bitte mir ist das zu lang.
      Können Sie Ihre Meinung nicht kürzer formulieren?

    • A.K.
      22. März 2013 11:27

      @Scipio:
      Ich finde Ihren Kommentar lesenswert. Dabei wollte ich u.a. Ihren Hinweis (Zitat):
      "Wer wissen will, wie Schäuble wirklich als Mensch ist, muss sich das Video (am Anfang des Artikels) ansehen, bei dem er seinen Pressesprecher demütigt." befolgen.
      Leider habe ich aber das Video, bzw. seine Adresse, nicht gefunden. Könnten Sie diesen Link hier anfügen?

    • Observer
      22. März 2013 15:40

      A.K.:
      Dieses Video ist zwar schon über 2 Jahre alt, aber Schäuble ist noch sturer geworden:
      http://www.youtube.com/watch?v=Nb57By5VhGs

    • Scipio
      22. März 2013 16:38

      @Nestor 1937

      Schäuble handelt nach dem Freimaurerspruch: "ordo ab chao". Zerstören, zerreiben, zersetzen um die NWO aufzubauen, die Welt-EUdSSR, die animal farm, die brave new world, des großen Bruders mit satanischen Zügen. Und unsere Politiker helfen ihm dabei!

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 06:53

      Nestor,

      Analysen sind halt manchmal länger, Meinungen kürzer. Aber wen interessieren Meinungen? Vor allem, wenn sie ungetrübt von wirklichen Einsichten wären?

      Mich störte da mehr das "Geräusch", das so viele hier machen, und damit die lesenswerten Beiträge zumüllen. Oder die läppischen Sternderln für oft läppische Beiträge.

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 06:58

      Nachtrag ist nicht mitgekommen.

      Lesenswert von Prof. schachtschneider in Zeit-Fragen Schweiz. (ca. 6 Seiten A4)

      http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1380

      Wider die Freihandelsdoktrin

      Europäischer Binnenmarkt –
      Grundfehler der Integration

      von Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider

      zf, 11.03.2013 – Die Europäische Union ist gescheitert. Ihre wirtschaftliche und politi-sche Instabilität ist offensichtlich geworden. Die Gründe werden entweder nicht gese-hen oder geleugnet. Die Union hatte niemals eine Chance, ihre vollmundigen Ziele zu erreichen, etwa nach der Lissabon-Strategie von 2000 «bis 2010 zum wettbewerbsfä-higsten und dynamischsten Wirtschaftsraum in der Welt zu werden, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen». Nicht erst die einheitliche Währung, der Euro, hat die Stabilität beendet, sondern bereits der Binnenmarkt war der Grund-fehler der europäischen Integration. Die Währungsunion mit der Einheitswährung war eine Reaktion auf die Schieflage, welche schon der Binnenmarkt bewirkt hat, hat aber, wie zu erwarten, wenn politische Fehlentwicklungen verteidigt werden sollen, den Ab-sturz beschleunigt.

      Deregulierung nimmt den Völkern den Schutz ihrer Volkswirtschaften

      .....

  37. Observer
    22. März 2013 09:24

    Bei den Banken heisst es immer: Too big to fail. Damit will man ausdrücken, dass sie für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft systemrelevant und wichtig sind, also: Too big to ignore.
    Als vor einigen Jahren in Österreich das FinStaGe (Finanzmarktstabilisationsgesetz) beschlossen wurde, hat man manchen Banken mit gewaltigen Geldspritzen ausgeholfen. Da die Basel II-Bestimmungen beim gesamten Bankgeschäft eine bestimmte Eigenkapitalquote verlangen, wurde einfach Partizipationskapital vergeben, welches diesem bilanzmässig zugerechnet wird. Damit war es den Banken wieder möglich, bei der Zentralbank sehr günstig Geld aufzunehmen und durch den sog. Hebel (Leverage-Effekt) ein vielfaches der für die Partizipationsscheine aufgewendeten Zinsen zu erwirtschaften. Leider beinhaltet dieses Gesetz aber auch, dass die sog. "Bad banks" - welche wir auch in Österreich haben - bei negativem Jahresabschluss keinerlei Zinsen an den Staat bezahlen müssen und auch die Gefahr besteht, diese Hilfsgelder gar nicht mehr zurückzubekommen. Da kommt dann der Steuerzahler zum Handkuss.
    Ich sage dabei immer über deren Bankmanager und die jeweiligen Finanzminister: Too big to jail.

  38. Josef Maierhofer
    22. März 2013 08:53

    @ Frau Krawagna-Pfeifer

    Ja, die Sozialisten gehen davon aus, dass man das Falsche als Richtig empfinden soll, sie gehen davon aus, dass man als Österreicher, die Sie vergessen haben bei der Anführung der nächsten Nationen, denen das Problem schon längst ins Haus steht, 'helfen' muss.

    Also bitteschön ! Warum sollen die Österreicher die Machaloikes auf Zypern zahlen, sagen Sie das bitte den österreichischen Sozialisten, deren Sozialbeiträge und -hilfen durch diese 'Fremdhilfen' immer wertloser gemacht werden ? Sind Sie noch bei Trost ?

    Ich meine, die Zyprioten sollten, so wie wir hier bei uns, ihren eigenen Dreck wegräumen.

    Nein ich bin dagegen, dass die Sozis gegen die Österreicher hetzen und das Geld den schlitzohrigen Zyprioten hineinschieben, Geld, das wir selbst längst nicht mehr haben.

    @ Dr. Unterberger

    Richtig, die Konsequenzen solcher (wirkungslosen) 'Hilfen' sind noch viel schlimmer, als man so als Otto Normalverbraucher ohnehin schon deutlich genug sehen kann.

    @ meine Meinung dazu

    Ich halte eine solche Hilfe für wertlos und für uns und auch die Zyprioten selbstzerstörerisch. So schafft sich die ohnehin schon am Ende befindliche EU nun vollends ab, denn, wie Frau Krawagna-Pfeifer schon richtig gepfiffen hat, pfeifen auch Italien und weitere PIIPS aus den letzten Löchern, so wie wir selbst auch, denn das 'derheben' wir nicht mehr.

    Also alles ESM, EU, etc. zurück und versuchen den Handelsvertrag zu retten, damit wenigstens das Sinnvolle an der EU übrig bleibt.

    Also für weitere solche 'Hilfen' bin ich nicht, denn, bis wir, als 'Nettozahler' (in jeder Hinsicht), eine solche 'Hilfe' benötigen dürfen, gibt es längst die räuberische EU nicht mehr.

  39. Observer
    22. März 2013 08:44

    Warum lässt man eine Bank bzw. einen Staat, der schlecht gewirtschaftet hat, nicht in die Insolvenz gehen? Dann gebe es eine ordentliche Abwicklung zur Liquitation oder einen Neuanfang. Das Ausfallsrisiko sollten in erster Linie die Eigentümer mit ihrem eingezahlten Geld tragen, welche in guten Zeiten auch die Gewinne machten. Es sollten aber auch die (Geld-)Lieferanten, denen die Sicherheit, Verschleierung und gute Habenzinsen es wert waren, auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.

    Im Fall Zypern haben - ebenso wie bei Griechenland - die Zentralstellen der EU und der EZB jahrelang tatenlos zu- bzw. noch besser weggesehen.
    Wie schon an anderer Stelle geschrieben, sind in den letzten Monaten bereits Milliarden an Euros aus Zypern abgezogen und in Sicherheit gebracht worden. Wie kommt man da noch ran?

    Während in Europa die früheren Steuerparadiese Schweiz, Liechtenstein, Österreich, und Luxemburg immer mehr an Bedeutung verlieren, gibt es noch immer kleine Schlupflöcher innerhalb und außerhalb der Eurozone (Monaco, Andorra, Malta, Gibraltar, Isle of Man, Jersey und Guernsey). Je über ein weiteres Dutzend befinden sich in der Karibik sowie in Asien/Ozeanien.

    Auch für Zypern gilt:
    Lieber ein Schrecken mit Ende, als ein Schrecken ohne Ende!

    • Observer
      22. März 2013 10:14

      Die letzte Zeile wurde leider falsch zitiert:
      "Lieber ein Ende mit Schrecken ...."
      Tschuldigen.

    • Erich Bauer
      22. März 2013 10:21

      Lieber ein Schrecken mit Ende, als eine Ende ohne Schrecken. :-)

  40. Wolfgang Bauer
    22. März 2013 08:31

    Um mit einem Alt- Nichtpolitiker zu sprechen: "Nocheinmal":
    Zum Friedensprojekt:

    In einem 17-Parteien-Miethaus leben die Bewohner nur so lange in Frieden miteinander, als jeder weiß, dass er selbst für seine finanzielle Situation allein verantwortlich ist. Der Arbeitslose und der Generaldirektor. Es gibt zwar Neid, aber meist keinen Hass. Es ist halt so.
    Sobald aber die Hausverwaltung bestimmen könnte und würde, dass 'Bail outs' üblich werden sollen, wird sich die Zwietracht und der Neid ausbreiten wie eine Seuche. "Wieso hast du dem A alle Schulden abgelöst und mir gibst du nur zwei Drittel? Du Schlechtmensch! Du NAZI!"

    Und die Leute glauben sich im Recht, das ist das Hauptproblem. Friedensprojekt, du wurdest und wirst grob fahrlässig und dümmlich verspielt.

  41. Markus Theiner
    22. März 2013 08:26

    Enttäuschende Kontroverse.

    KKP schreibt wieder einmal in vielen Worten überhaupt keine Antwort.

    Aber auch AU argumentiert ziemlich schwach.

    Diejenigen die profitiert haben sollen auch zahlen?
    Klingt vernünftig.
    Aber die Leute, die in den letzten Jahren von den unvernünftigen (aber legalen) Geschäftspraktiken der Banken profitiert haben, sind nicht identisch mit jenen, die aktuell Guthaben bei der Bank haben. Dass es eine relativ große Schnittmenge gibt wäre in einem Rechtsstaat kein Argument.

    Dass es völlig unsinnig ist die Steuerzahler zu schröpfen ist zwar richtig, aber auch kein Argument, weil es ja nicht nur die Wahl zwischen diesen beiden Möglichkeiten gibt.

    In einem freien Markt ist die Antwort ganz einfach: Konkurs. Dann zahlen die Inhaber von Bankguthaben zwar auch drauf, aber nicht nach Maßgabe einer pauschalen staatlichen Steuerquote, sondern einer Ausfallsquote die von der Liquidität der konkreten Bank abhängt die sie sich selbst ausgesucht haben.

    Das ist der himmelhohe Unterschied zwischen Konkurs und staatlichen Umverteilungs-Rettungsschirmen. Den AU aber leider konsequent ignoriert.

    • werauchimmer
      22. März 2013 14:48

      Wenn schon, dann Konkursquote zuzüglich Einlagensicherung - falls das zypriotische Bankwesengesetz einen derartigen Notfallfonds vorsieht!

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 07:09

      Ich höre und lese immer wieder "Einlagensicherung".

      Das ist ein Sedativum, aber es wirkt nur, solange man´s nicht braucht.
      Wie wären denn die einlagen wirklich gesichert?

      Wenn, wie in Österreich der Löwenanteil der Sparguthaben auf mehrern "100.000"-gesicherten Konten liegen, also ca. 130 Mrd. und nur 30 - 40 Mrd. "ungesichert", von wo kämen die Sicherungen denn her, wenn es wirklich crasht? Das funktioniert bei eine Kleinbank, wie Rieger, aber nicht mehr, wenn der Euro und die ganze EUdSSR baden geht.

      Und danach sieht es aber aus. Im vorigen Strang über Zypern wurde das ja von einigen plastisch dargestellt, was wiwrklich Sache ist.

      Was Krawallna-Pfiefer oder der große Guru hier "diskutieren" ist doch Nebensache.

  42. socrates
    22. März 2013 08:24

    Zypern: Alle verlangen die bedingungslose Kapitulation
    Wassilis Aswestopoulos 22.03.2013 heise.de/tp
    Wie ein fehlerhaftes Wirtschaftsmodell vollkommen lahm gelegt wird

    Zyperns Regierung findet keine Lösung für sein Bankenproblem. Es gibt nämlich keine mehr. Seit Donnerstagmorgen sind die Auswirkungen der Bankenblockade im Alltagsleben der Insel überall spürbar. Wer kein Bargeld hat, bekommt in den Läden, an Tankstellen, in Restaurants, kurz nirgendwo mehr etwas. Der Autor dieses Textes verließ die Insel gestern um 12 Uhr mit 15 Euro Bargeld. Die noch auf der Insel verbliebenen Kollegen berichteten, dass auch sie kein Benzin mehr haben. Die Apotheken erhalten von den Lieferanten Medikamente nur noch gegen Bargeld. "Es ist, als würde man aus einem Flugzeug in 10.000 m Höhe ohne einen Fallschirm abgeworfen", hatte der Parteisekretär der AKEL am Dienstagabend im Parlament treffend beschrieben.
    Während die Diskussionen im Parlament von Nikosia immer noch andauern, die Eurogruppe ein ums andere Mal auf eine Lösung drängt und die EZB pünktlich auf den Nationalfeiertag des 25. März ein letztes Ultimatum vor dem angekündigten Totalkollaps terminiert, ist Zyperns Wirtschaftsmodell bereits jetzt unrettbar zerstört. Die Inselrepublik setze jahrelang auf niedrige Unternehmenssteuern und preiswerten Sonnenurlaub. Dass momentan niemand mehr ohne Not sein Geld einem zypriotischen Bankhaus anvertrauen würde, ist mehr als nur nachvollziehbar. Genau im verzweifelten Kampf der Zyprioten, das Vertrauen in die Bankinstitute wiederherzustellen
    Ob die niedrigen Unternehmenssteuern und das damit verbundene Anlocken von Firmen, die wie im Kapitalismus selbstverständlich, Abgaben sparen wollen, richtig oder falsch ist, sei dahingestellt. Es erscheint jedoch bigott, den Zyprioten dies vorzuwerfen, wenn die gleiche Troika aus IWF, EU und EZB in Griechenland genau dieses Modell der Senkung von Unternehmenssteuern als Reformauflage durchsetzt.

    Unter diesem Motto wurden Hewlett Packard und der chinesische Hafenbetreiber COSCO jüngst von der Mehrwertsteuerzahlung in Griechenland befreit. Wie durch eine parlamentarische Anfrage des damaligen Oppositionssprechers und jetzigen Regierungspolitikers Giannis Michelakis ans Licht kam, zahlt der von Hoch Tief verwaltete Flughafen Athens, immerhin einer der teuersten Airports Europas, keine Mehrwertsteuer.

    Ebenso wie Griechenland über den kreditfinanzierten Konsum sein Wirtschaftssystem aufpumpte, trieben es die Zyprioten beim Bankensektor bis zum Exzess. Hunderte Rechtsanwaltsfirmen bieten investitionsfreundlichen Russen gegen eine entsprechende Gebühr die Rechtsberatung für die Gründung eines Unternehmenssitzes auf Zypern an. Buchhalter spezialisierten sich ebenfalls auf die osteuropäische Kundschaft. Fällt der Bankensektor weg, dann fehlt dem Dienstleistungssektor die Existenzgrundlage.
    Als Kettenreaktion würden natürlich auch die zahlreichen russischen Touristen und Ferienvillenbesitzer fern bleiben. Limassol gilt als größte russische Stadt außerhalb Russlands. Die Einwohner Nikosias berichten von 50.000 Russen, die mehr oder weniger mit Limassol verbunden sind. Bei weniger als einer Million Einwohnern in der gesamten Republik ist die Präsenz der Russen ein wichtige Einnahmequelle.
    Weder die Russen, noch die britischen oder deutschen Touristen die in Kürze erwartet werden, goutieren, dass sie vor Ort eine Bargeldknappheit fürchten müssen. So begrenzte heute die Laiki Bank die maximal abhebbare Geldmenge an Automaten auf täglich 260 Euro. Schecks, auch Travellerschecks, werden nicht angenommen. Selbst wenn sich die Situation innerhalb weniger Wochen beruhigen sollte, wird es mit Sicherheit zu Stornierungen kommen.
    Eben weil dies nahezu allen Zyprioten bewusst ist, stemmen sie sich gegen die Zwangsabgabe für Kontenbesitzer, die in den englischsprachigen Medien kurz Haircut genannt wird. Damit verweisen sie auf die Beteiligung der nun taumelnden Geldhäuser am griechischen Haircut der Staatspapiere. Im Sommer 2011 wurde der Schaden für die Inselbanken auf knapp 3,6 Milliarden Euro taxiert. Wie immer bei den Schätzungen der Troika, war die Summe am Ende höher. Es gingen nach Angaben der Zentralbank Zyperns mehr als fünf Milliarden Euro, immerhin fast ein Drittel des BIP, verloren.
    Der nun wegen seiner Zustimmung zum Haircut gescholtene ehemalige Präsident Dimitris Christofias entschuldigt sich: "Hätte ich nicht zugestimmt, dann wären, so sagte mir die Troika, die Griechen verhungert." Christofias hauptsächliche Schuld war jedoch die Explosion, die 2011 eine Marinebasis und das wichtigste Kraftwerk des Landes zerstörte (Zypern trauert und ist wütend). Für die Folgen der schlechten Planung zahlen die Insulaner immer noch überhöhte Stromrechnungen. Denn ein neues Kraftwerk kostet ebenfalls fast fünfzehn Prozent des BIP. Einen Teil des teuer mit Generatoren erzeugten Stroms zahlt die Staatskasse selbst.
    Schließlich musste Zypern das am schlimmsten betroffene Geldhaus, die Laiki Bank (Popular Bank), erst vor Jahresfrist verstaatlichen, weil der bisherige Besitzer, die Marfin Investment Gruppe unter dem griechischen Tycoon Andreas Vgenopoulos, das Geldhaus für seine waghalsigen Spekulationen benutzte.
    Weder die Troika, noch die Eurogruppe und erst recht nicht die deutsche Bundesbank lassen diese Einwände gelten. Sie bestehen auf einer bestenfalls abgeschwächten, im Grunde jedoch bedingungslosen Akzeptanz ihres Diktats. Die zu erwartende Kapitalabwanderung wollen sie "mit unbegrenzten Mitteln" durch Liquiditätshilfen für die dann noch mehr taumelnden Banken auffangen. Zyperns Staatsschulden würden durch solche als Kredite an den Staat verrechnete Liquiditätshilfen für die Banken ins Unermessliche steigen, während das BIP mit Sicherheit stark sinken würde.
    Wer ist vom Theater um die Banken noch betroffen?
    Außer von der Troika bekommen die Zyprioten zusätzlich Druck aus Griechenland. Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras versichert den Hellenen ein ums andere Mal, dass die in Griechenland operierenden zypriotischen Bankfilialen abgesichert wären. Gleichzeitig erging jedoch vom Finanzministerium ein Befehl an alle öffentlichen Kassen. Schecks der in Griechenland befindlichen Filialen zypriotischer Banken werden nicht mehr angenommen.
    Somit können auch die Unternehmer, die ihre Konten dort führen, weder ihre Steuern begleichen, noch ihre Sozialbeiträge abführen oder ihre Angestellten bezahlen. Schlimmer noch, wer dem Staat mehr als 1000 Euro schuldet, kann in Hellas sofort festgenommen werden. Bei mehr als 5000 Euro wird es kriminell. Geschäfte über 1500 Euro müssen wegen der Reformgesetze zwangsweise bargeldlos, also über ein Geschäftskonto abgewickelt werden. Daher können die betroffenen griechischen Unternehmen auch mit eventuell vorhandenem Bargeld keine Lieferungen bezahlen und kaum ihre bestellten Waren aus dem Zollbereich des Hafens holen. So lange die zypriotischen Geldhäuser geschlossen bleiben, wird für Griechenland die Gefahr eines Dominoeffekts größer.
    In Griechenland, vor allem aber auf Zypern liegen Konten von Tourismusbüros auf Eis. Sehr oft handelt es sich um Anzahlungen oder gar komplette Begleichungen von Reisen von Einzeltouristen oder Pauschalgruppen. Besonders bitter für die Zyprioten ist hierbei, dass manche Unternehmer mit einer Gewinnspanne arbeiten, die unter dem Prozentsatz der immer noch diskutierten Zwangsabgabe liegt. Denn vom Tisch ist die Sache immer noch nicht.

    Die Entwicklung der letzten Stunden
    Es wäre durchaus möglich, dass die so genannten Kleinsparer mit bis zu 100.000 Euro aufgrund der bestehenden Garantien der EU für Konten vollkommen von einer Abgabe befreit werden. Das würde theoretisch bedeuten, dass alle Einlagen über 100.000 Euro angezapft werden könnten. Die Kontogarantie gilt jedoch laut der in Zypern gültigen Gesetzesversion pro Person und pro Konto. Demnach wären, anders als beim ursprünglichen Plan (Bankenrettung in Zypern: Das Chaos ist komplett), auch Konten mit 400.000 Euro frei von einer Abgabe, wenn sie vier Berechtigte hätten. Folgerichtig würde dann für die "reicheren" eine noch höhere Abgabe fällig.
    Aktuell heiß diskutiert wird jedoch eine Zerschlagung der Laiki Bank in eine Good Bank und eine Bad Bank. Die Einlagen oberhalb der 100.000-Euro-Garantie würden zur Bad Bank gehen. Dieser Schritt wurde am späten Donnerstagabend von der Eurogruppe nicht grundsätzlich abgelehnt, aber auf später verschoben. Zudem denken die Kabinettsmitglieder in Nikosia über eine Abgabe auf Zinsen, statt auf Guthaben nach. Dies erscheint ihnen gerechter.

    Die gleichzeitig mit Russland laufenden Verhandlungen befinden sich zur Zeit im Stocken. Denn für die Rettung möchte Mütterchen Russland so gut wie alles haben. Vor allem aber die umfangreichen Erdgasvorkommen der Insel und den vor 18 Monaten durch die Explosion beschädigten Truppenstützpunkt samt Hafen.
    Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras möchte auch etwas, Geld von der EZB und die Übernahme der zypriotischen Banken in Griechenland. Denn ansonsten meint er, wäre das Bankensystem in Hellas gefährdet.
    Zypern hat es wirklich nicht leicht. Denn selbst die beispiellos friedlichen Demonstrationen der letzten Tage mündeten heute in zahlreiche Prügeleien vor dem Parlament.

    • A.K.
      22. März 2013 11:47

      @sokrates:
      Danke für den informativen Bericht von Wassilis Aswestopoulos 22.03.2013 heise.de/tp

  43. socrates
    22. März 2013 07:46

    Banken werden mit Milliardenbeträgen gerettet, die Sparer sollen zahlen, denn die Verluste werden demokratisiert.
    Die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen.
    Die süßesten Früchte schmecken nur für den großen Tieren, doch weil wir klein sind, bekommen wir sie nie.
    Wenn die Kommunalkredit, entgegen ihrer Bestimmung eine Filiale in Zypern gründet und Claudia Schmied sie an die Wand fährt, haftet Kleinösi mit Milliarden und sie bekommt einen Ministerposten.
    Wenn Fr Kohn ihre Medicibank an die Wand fährt, haftet Kleinösi für sie.
    Ackermann hat uns mehr gekostet als Zypern braucht, .......................
    Wenn Faymann eine Volksabstimmung über die Beteiligung am ESM verspricht, aber nicht macht, wird das Gesetz gebrochen.
    Die demokratische Meinungsfindung in Zypern und der EU wird verhindert.
    Irgedwann muß Schluß sein. Die Banken sollen Pleite gehen, dann werden wir Zypern unterstützen.

    • Buntspecht
      22. März 2013 09:30

      ".....doch weil wir klein sind, bekommen wir sie nie."
      Und was bekommen die Kleinen, wenn die Bank "Pleite geht", wer zahlt dann Einlagengarantien, wenn überhaupt?

    • socrates
      22. März 2013 11:36

      Buntspecht
      Sie verlieren viel weniger und dann kann wieder die Ehrlichkeit regieren. Jetzt werden wir laufend betrogen, getäuscht und verarmen.

    • A.K.
      22. März 2013 11:38

      @socrates:
      ******************** für (Zitat) "...Wenn die Kommunalkredit, entgegen ihrer Bestimmung eine Filiale in Zypern gründet und Claudia Schmied sie an die Wand fährt, haftet Kleinösi mit Milliarden und sie bekommt einen Ministerposten. "

  44. mannbar
    22. März 2013 07:38

    Bis auf einen Fall (Wehrpflicht) konnte ich der Position von AU in der SN-Kontroverse immer folgen.

    Natürlich können nur die Kunden der Banken herangezogen werden. Wer denn sonst? Warum sollen andere dafür zahlen, gar andere aus fernen Ländern? Das Geld für die Rettungsaktionen wächst ja nicht von alleine.

    Mittlerweile verstehe ich auch die Einlagensicherung nicht mehr. Kunden müssen sich eben mehr darum kümmern, wie solide ihre Bank ist. Warum soll der Staat, mithin also andere Bürger, für den Schaden eines Sparers zahlen?

    Die spezielle Situation in Zypern ist einerlei, ob das Russen sind, die ja auch nicht per se Unmenschen sein müssen oder Gauner, oder Schwarzgelder oder kleine Sparer - wenn kümmerts. Wer Geld nach X trägt, hat ein Risiko. Warum sollen andere das tragen? Wer entschädigt dafür, wenn jemand bei einem Fonds Geld verliert oder wenn durch die Inflation sein Vermögen geschmälert wird, durch die Gelddruckmaschine des Staates also?

    • Markus Theiner
      22. März 2013 08:10

      "Kunden müssen sich eben mehr darum kümmern, wie solide ihre Bank ist."

      Ja sollten sie müssen. Der von AU verteidigte Plan für Zypern sieht das aber gerade nicht vor. Dort wird nämlich jeder Sparer gleichermaßen geschröpft, ohne dass es darauf ankäme wie (relativ) gut oder schlecht es seiner ausgewählten Bank eigentlich geht.
      Staatliche Umverteilungsquoten sind kein Konkurs.

  45. zweiblum
    22. März 2013 07:31

    Claudia Schmied fragen, sie ist Bankexpertin für Zypern!

  46. brechstange
    22. März 2013 06:08

    Das Problem ist, dass viele "Schuldige" bereits mit ihren Euros geflüchtet sind, immerhin haben kurz vor dem Beschluss 4 Mrd. Euro die Insel verlassen, seit Jänner 20 Mrd. Man hat es zugelassen.
    Wer ist da wohl übrig geblieben?

    Der Euro ist fehlkonstruiert, er schafft falsche Anreize.

    • Markus Theiner
      22. März 2013 08:35

      Der Euro war keine Fehlkonstruktion.

      Die falschen Anreize schaffen andere Dinge.
      Erstens Basel II, das Banken für vernünftige, selbstverantwortliche Geschäftspraktiken bestraft und Kredite an Staaten defacto vorschreibt. Hat aber mit dem Eurokonstrukt nichts zu tun.
      Zweitens die Rettungsschirme, die Verluste sozialisieren und damit den Wettbewerbsvorteil der vernünftigen und vorsichtigen Akteure ruiniert. Sowohl bei Banken als auch bei Staaten. Widerspricht dem Eurokonzept.

      Ohne Rettungspaket oder das Vertrauen darauf, dass es eines geben würde, hätte der Euro nur einen Anreiz geboten: Schauen wir, dass wir unsere Produktivität an unsere Kosten anpassen (oder umgekehrt), weil die Wirtschaft mit Staatsschulden stützen und die dann per Abwertung der Währung auf Kosten der Allgemeinheit weginflationieren geht in Zukunft nicht mehr.

    • brechstange
      22. März 2013 09:03

      Sehr geehrter Herr Theiner!

      Der Euro "diente" dazu Fehlentscheidungen zu kaschieren und jetzt haben wir den Salat, es fehlen die Brandmauern. Es ist ja schön, wenn sich die Profiteure einig sind, doch auch die Profiteure werden sich anschauen oder bahnt man denen einen Weg nach außen, entweder NWO oder Euro als Binnenrubel (bis dahin ermöglichte Insider-Kapitalflucht), diese Alternativen werden sie uns als Häppchen zum Fraße vorwerfen und uns die Vorteile der NWO mit medialem Trommelfeuer erklären. Wichtige politische Problemfelder wurden / werden einfach unter den Teppich geschoben, vordergründige und nicht nachhaltige Vorteile wurden /werden medial mit dem Geld der Schafe präsentiert.
      Wenn man Veränderungen plant, sollte man auch das Worst-Case-Szenario mitdenken, doch dieses wurde politisch und medial abgeblockt und das wird weiter passieren, wenn wir wieder brav das Stöckchen apportieren.

      Gerade bei Zypern tappen wir wieder in die Falle und rechtfertigen eine sozialisierte Bankenrettung zur Gänze oder nur teilweise, brave Hündchen. Sie, eh nicht, Herr Theiner.

    • Scipio
      22. März 2013 17:37

      @ Markus Theiner

      1.Natürlich ist der Euro ist eine „Fehlkonstruktion“,das sagen ja sogar Schäuble und Merkel!!). Er verstößt gegen Prinzip „One State-One Money“ (Prof. Breuss).
      2.IEr ist ireparabel. Man kann nicht Staaten mit ihren verschiedenen „Kulturen“ über einen Kamm scheren (Nobelpreisträger Mundell). „Germanic rules“ passen nicht für andere Länder(Sarrazin). In der Währung drückt sich aus „was ein Volk ist“ (Schumpeter).
      3.Banken und Kreditsystem haben dem Staat und seiner Finanzierung zu dienen. Der Verzicht auf eigene Währung ist Verzicht auf eigene Souveränität. Und das ist nach dem neuen Papst Franz Verletzung der ersten Pflicht eines Politikers!

  47. Wertkonservativer
    22. März 2013 05:48

    Ich bin hier - wie auch gestern und vorgestern - ganz bei Dr. Unterberger!

    Und dies nicht, weil ich sein Nachplapperer sein will, sondern aus Überzeugung!

    Die hämischen Bemerkungen mancher hier interessieren mich kaum mehr:
    da denk' ich an den alten Spruch: "Viel Feind', viel Ehr".

    Guten Morgen allerseits!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Karl Knaller
      22. März 2013 08:48

      Vielen Dank für diesen tiefschürfenden Beitrag, der wieder einmal die Diskussion unendlich bereichern wird. Was wäre der Blog ohne Sie!
      Übrigens: der Ausdruck "Nachplapperer" klingt mir irgendwie vertraut, aber ich komm' und komm' nicht drauf, woher...

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 12:22

      Als wir uns als Kinder/Schüler Witze erzählten, und diese wegen der oftmaligen Wiederholung schon Bärte hatten, gab´s den Vorschlag die ohnedies jedem schon bekannten „Witze“ zu nummerieren und die Reaktion darauf mit der ebenfalls dafür passenden Nummer zu quittieren. - Um Zeit zu sparen.

      Das könnte man im Fall des Wertkonservativen nochmals vereinfachen: es genügte e i n e Nummer, zB. die Glückszahl „7“ um seine Meinung kundzutun; diese paßte unbeschadet der Fakten für jedes Thema, Problem, Analyse, ... und man könnte auch diese Übereinkunft inkludieren, daß dem Guru damit immer auch die geschuldete Bejubelung gemeint ist.

      Um die Mühe des frühen Aufstehens auch noch zu vermeiden, und trotzdem als „erster Poster“ durchs Ziel zu gehen, könnte man den Dr. Unterberger bitten, diesen – auf die Glückszahl reduzierten, quasi stenographischen Kommentar WK´s – automatisch zu generieren. Um auch die aktive Anteilnahme an der Diskussion unter Beweis zu stellen, ließe sich dieses Verfahren auch auf jene bewährten Diskutanten – zB phaidros - ausdehnen, mit denen herzinnigliche Einigkeit besteht, indem man mit einem Zufallsalgorithmus auch hier die „7“ einstellt.

    • Pius (kein Partner)
      23. März 2013 12:23

      Wertkonservativer

      Werter Herr WK sie sind kein Feind, sie gehören genauso zum Volk wie wir alle hier. Sehen sie es, als Pflichtbewusstsein vieler User hier, Leute aufzuwecken, die dem Irrtum der Volkszertreter und Medien noch immer in gutem Glauben folgen! Wir sollten uns nicht gegenseitig bekämpfen, denn genau das will die Elite.

      "Der Dienst an allem Lebendigen, an der Familie, dem Volk, der Welt, ist immer auch Gottesdienst, wenn er mit dem Herzen und mit ganzer Hingabe getan wird." (Paul de Lagarde)

      Es gibt Leute, die sich nicht informieren wollen, aber auf diejenigen hinprügeln, die ihrer natürlichen Neugier folgend die Wahrheit suchend, die 2. Seite der Medaille erkennen ...

      Die großen Wahrheiten der Religionen und Philosophie sind in aller Menschen Herzen geschrieben; nur verstehen die einen die göttliche Schrift in ihrer Seele zu entziffern, während die anderen dazu noch nicht in der Lage sind." (Walter Gerd Bauer)

    • Pius (kein Partner)
      23. März 2013 14:05

      Wertkonservativer

      so spricht Christus >>> wer etwas ERKANNT HAT ist wie ein Mann der sein Haus auf Felsen baut - kein Wind kann IHN umhauen/ im umkehrten SINN >> wer etwas ERKANNT HAT und N I C H T danach HANDELT hat NICHTS ERKANNT…….

      Hören Sie auf ihr Herz und verschließen sie sich der Wahrheit nicht (lesen Sie die Beiträge). Seien Sie bei den Verschwörungstheoretikern (ich sage Pioniere passt besser). Es gibt viel zu tun, viele Augen sehen mehr .....

    • Anna Marie (kein Partner)
      23. März 2013 14:30

      Die Pille zum Senken des IQ

      Ja, so muss Satire sein – lustig, aber im Grunde doch genau zutreffend. Das wunderbare Video Minus IQ eines litauischen Teams präsentiert eine fiktive Pille, mit der man den eigenen IQ senken kann, um das ganze Geschehen in der Welt endlich ertragen zu können. Böse, und irgendwie sehr wahr… Sorry, den Clip gibt es nur in englisch.

      http://konsumpf.de/?p=14836

  48. fenstergucker
    • brechstange
      22. März 2013 06:05

      Die Asozialen an den Rändern der Gesellschaft.

    • diko
      22. März 2013 06:46

      brechstange & fenstergucker,
      wie trefflich ****

    • Johann Scheiber
      22. März 2013 07:41

      brechstange, durch die Politik der EU werden nur diese beiden Ränder übrig bleiben: Polit- und Geldgängster auf der einen Seite, Felachen auf der anderen!

    • brechstange
      22. März 2013 07:57

      Herr Scheiber,
      das ist mir leider mehr als bewusst und wir beide werden zu den Felachen gehören.
      Daher sollten wir die verbandelten Politheinis mit ihren Freunden endlich abwählen.

    • Brockhaus
      22. März 2013 08:45

      Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Sehr trefflich Fenstergucker!

    • werauchimmer
      22. März 2013 12:31

      Leider völlig daneben, weil im Falle Zypern die Banken eben nicht von staatlicher Unterstützung leben, sondern am Geld der Sparer genesen sollen!

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 07:17

      brechstange, scheiber, et al,

      Wir werden nicht zu den Fellachen gehören; wir sind Auserwählte und stehen längst auf den Proskriptionslisten ganz oben.

      D.h. wir erleben´s wahrscheinlich nicht oder nur sehr kurz.

    • Pius (kein Partner)
      23. März 2013 12:31

      F.V. (kein Partner)
      ************ bin mir 100%ig sicher, dass wir auf den Listen stehen (auch wir haben einen Verfassungsschutz, der nicht die Verfassung schützt - eher das Gegenteil) aber lieber aufrecht sterben, als kriechend leben - o.so ähnlich ... (weis leider nicht mehr von wem dieses Zitat stammt)





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