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Cameron als Retter Europas?

Lesezeit: 7:30

Fast alles in Politik und Wirtschaft ist eine Sache des Vertrauens. Dieses kann nur mühsam durch Verlässlichkeit, Berechenbarkeit und Glaubwürdigkeit aufgebaut werden. Umso schwieriger ist es, verlorenes Vertrauen wiederzuerringen. Was sowohl Euro wie EU, wie auch nationalen Regierungen passiert ist. Das Schlimmste ist: Die Verantwortlichen haben offenbar diesen Vertrauensverlust großteils noch gar nicht richtig zur Kenntnis genommen. Sonst würden sie zumindest den jüngsten Verzweiflungs-Vorstoß des britischen Premier Cameron ernster und positiver nehmen.

Der Vertrauensverlust der EU lässt sich immer wieder mit neuen Fakten beweisen. Etwa mit der Ankündigung des russischen Premiers Dmitri Medwedew, dass sein Land keine europäischen Staatsanleihen kaufen wolle. Dabei hat Russland nach China und Japan die drittgrößten Devisenreserven der Welt, könnte also dem Euro durch größere Ankäufe durchaus substanziell helfen.

Medwedew wird sehr deutlich: Er bezeichnet den Euro als ein in der Weltgeschichte noch nie dagewesenes Modell, in dem starke und schwache Volkswirtschaften zusammengespannt werden. Die Südeuropäer müssten, so Medwedew unumwunden, „entweder stärker werden, oder sie müssten auf den Euro verzichten“. Bis dahin gibt es halt kein russisches Geld für den Euro mehr.

Ein Fehler historischen Ausmaßes

Indirekt bestätigt auch der linke Ökonom Joseph Stiglitz, der lange beredsam die Schuldenwirtschaft verteidigt hat, den gleichen Sachverhalt: Er gratuliert der Schweiz, sich nicht am Euro beteiligt zu haben. Der in Großbritannien arbeitende, aber aus Österreich stammende Investmentbanker Michael Treichl nennt den Euro gar einen Fehler historischen Ausmaßes.

Aber auch die EU selbst hat bei der europäischen Bevölkerung enorm viel Vertrauen verloren. Das zeigen die regelmäßigen Untersuchungen des Eurobarometers, einer europaweiten Meinungsumfrage durch die EU-Kommission. Auf einen Satz gebracht: Die Mehrheit der Europäer sieht die Union – nicht nur den Euro – in die falsche Richtung gehen. Dabei fragt Eurobarometer seit mehr als zwei Jahren ohnedies nicht mehr, ob man die EU-Mitgliedschaft des eigenen Landes für eine gute oder schlechte Sache hält.

Aber auch die milder klingende Frage nach der Entwicklungsrichtung der Union bringt verheerende Ergebnisse: Nur 22 Prozent sehen diese als richtig an; 52 Prozent der Europäer sehen die EU hingegen in eine falsche Richtung unterwegs. Dass ausgerechnet das korruptionsgeplagte Bulgarien der EU-Entwicklung noch die relativ besten Noten gibt, spricht zusätzliche Bände. Für Bulgaren und Rumänen ist gegenüber der eigenen Regierung die EU zweifellos noch ein Hoffnungslicht.

Den kleinen Einheiten wird vertraut, nicht den großen

Ein ganz ähnliches Bild ergibt sich, wenn nach dem Vertrauen in die EU-Institutionen selbst gefragt wird: Nur 33 Prozent der Europäer vertrauen ihnen, 57 Prozent vertrauen ihnen nicht. In Osteuropa genießt die EU – erwartungsgemäß – mehr Vertrauen als die eigene Regierung.

Ein polnischer Politologe, der jetzt an westeuropäischen Universitäten lehrt, hat diesen Sachverhalt insbesondere auf das direkt gewählte EU-Parlament hin herausgearbeitet. Er hat dieser Tage beim Wiener Com.Sult-Kongress aufgezeigt, dass in den letzten Jahrzehnten jede Vertragsänderung dem EU-Parlament noch mehr Rechte und Kompetenzen gebracht hat: Die Legitimität des Parlaments ist jedoch dadurch keineswegs größer geworden, obwohl das die EU-Abgeordneten immer behauptet hatten, um noch mehr Macht zu erringen.

Besonders interessant ist das österreichische Ergebnis der zitierten Eurobarometer-Umfrage: Nur 33 Prozent vertrauen den heimischen Parteien, 37 Prozent (also sogar ein wenig mehr als der EU-Schnitt) den europäischen Institutionen, und immerhin 49 Prozent der eigenen Bundesregierung. Das sensationellste Ergebnis ist aber das Vertrauen, das die Österreicher bei dieser Frage ihren lokalen und regionalen Behörden entgegenbringen: Das beträgt 69 Prozent.

Diese Werte sollten allen jenen endlich bewusst werden – Journalisten wie Politikern – die ständig noch mehr Macht nach oben verschieben wollen. Die also die Zahl der Bürgermeister drastisch reduzieren wollen, die Landesregierungen zugunsten der Bundesregierung entmachten, und Kompetenzen von den einzelnen Nationalstaaten auf die europäischer Ebene transferieren wollen. Dafür kann nur jemand eintreten, dem das Vertrauen der Menschen in die Institutionen egal ist. Was aber fatal enden kann.

Zauberformel Subsidiarität

Das heißt in Wahrheit: Österreich wie die EU sollten dringend darüber nachdenken, wieder den kleinen Einheiten gemäß dem Subsidiaritätsprinzip mehr Rechte zu geben. Alles, was die kleinere Einheit oder auch der einzelne Bürger besser (oder genauso gut) erledigen können als die größere Einheit, soll nicht von der größeren übernommen werden. Die dabei entstehende Vielfalt ist ein Vorteil und eine Stärke, kein Nachteil. Das schließt natürlich auch immer Pflichten ein. Diese Bereitschaft hat dieser Tage etwa Tirol signalisiert. Es wäre bereit, durchaus auch selbst die Verantwortung für Einnahmen und Steuern zu tragen, die man jetzt bequemerweise vom Bund festsetzen lässt.

In Europa heißt Subsidiarität genau das, was David Cameron in seiner großen Europarede vorgeschlagen hat. Er sieht den besonders in Großbritannien großen und wachsenden EU-Frust der Menschen, will aber eigentlich keineswegs aus der Union austreten. Er will durch die britische Austrittsdrohung die EU wieder auf das konzentrieren, was sie exzellent kann und gemacht hat: auf den Binnenmarkt, also auf die Herstellung eines völlig freien und offenen Marktes innerhalb der EU. Dieser Binnenmarkt funktioniert ausgezeichnet, er muss nur noch in ein paar Details perfektioniert werden, etwa beim Bereich der Dienstleistungen.

Es ist ja auch eine wunderbare Sache, wenn jeder Erzeuger einer Ware die Garantie hat, dass er diese ungehindert für 500 Millionen Menschen produzieren und anbieten kann. Selbst starke Unternehmen, wie etwa jene aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Skandinavien, brauchen das als Heimatbasis, um dann die Weltmärkte angreifen zu können. Ohne die dabei verdienten Devisen wäre Europa schon viel länger bankrott.

Um präzise zu sein: Natürlich gibt es auch in Südeuropa erfolgreiche Betriebe. Diese sind aber auffällig in Norditalien, Katalonien und im Baskenland konzentriert – wo es überall signifikante sezessionistische Bewegungen zur Loslösung von den Zentralstaaten gibt. Aber das ist ein anderes Thema.

Nur Merkel hat richtig reagiert

Leider hat unter den Großen Europas lediglich Angela Merkel die Notwendigkeit und Richtigkeit des Cameron-Vorstoßes begriffen. Hingegen haben fast alle anderen EU-Politiker Cameron kritisiert (die zentralisierungswütigen EU-Journalisten taten das natürlich ebenso).

Sie haben nicht begriffen, dass Cameron in hohem Ausmaß auch die Stimmung ihrer eigenen Bürger und Leser reflektiert. Sie haben nicht begriffen, dass nur in der Konzentration auf den Binnenmarkt die Rettung der EU liegt. Hingegen waren all die Regulierungen der letzten Jahre völlig überflüssig und schädlich für das Projekt samt seiner ständig angesprochenen friedenspolitischen Bedeutung.

An diesem Effekt ändert es nichts, ob diese Regulierungen nun ökologistisch, feministisch, politisch korrekt oder einfach von einem fanatischen Gleichmachungsfimmel getrieben waren. Oder ob sie einfach Folge der Tatsache sind, dass den EU-Beamten nach weitgehender Fertigstellung des Binnenmarktes fad war und sie sich einfach neue Betätigungsfelder gesucht haben. Die Menschen würden der EU sogar gelegentlich einen Kurzschluss wie beispielsweise jenem in Sachen Glühbirnen verzeihen – aber Hunderte solcher Kurzschlüsse sind einfach zuviel.

Merkel war die einzige, die weise auf Cameron reagiert hat. Sie will zwar nicht über einen Austritt abstimmen lassen. Sie war aber in der Substanz sofort mit dem Briten über die zentrale Aufgabe der EU einig: Diese müsse wieder ihre globale Wettbewerbsfähigkeit stärken. Nur so könne der Wohlstand gesichert werden.

Was alles Europa aus dem Wettbewerb fallen lässt

Aber gerade bei der Wettbewerbsfähigkeit fällt Europa immer weiter zurück. Die Innovationskraft hat durch Tierschutz/Genderismus/Anti-Gen/Anti-Hormon- und noch viele andere Ideologien stark an Dynamik verloren; immer mehr Forschungen werden daher außerhalb des alten Kontinents gestartet. Die Anti-CO2-Auflagen und Hunderte andere ökologische Regulierungen vertreiben immer mehr Industrien. Die Bildungssysteme sind immer weniger auf Wissenserwerb und Leistung, sondern auf die qualitätslose Produktion von möglichst vielen Absolventen ausgerichtet. Die Asyl- und Zuwanderungspolitik holt bildungsferne Massen nach Europa statt der benötigten Spezialisten. Der exorbitante Sozialstaat macht es im internationalen Vergleich extrem teuer, Mitarbeiter anzustellen. Die europäischen Lohnhöhen machen das noch viel schwieriger. Das Pensions- und Gesundheitssystem ist alles andere als nachhaltig aufgestellt. Die größte Schuldenlast der Geschichte macht jeden Zukunftsausblick dunkeltrüb. Und vor allem: Die Steuern und Abgaben sind unerträglich umfangreich geworden.

Konklusion: Die Erkenntnis ist zwar absolut richtig, dass für Europa eine Verbesserung der Wettbewerbspolitik das absolut wichtigste Ziel sein muss. Aus all diesen Gründen muss man aber überaus skeptisch sein, ob dieses Ziel auch nur annäherungsweise noch erreichbar ist. Dies gilt vor allem, wenn rundum Cameron und Merkel, also Europas klügste Politiker, nur beschimpft werden.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2013 02:06

    Das System bricht zusammen, wie ein Kartenhaus.

    Es ist sehr wichtig, daß die Briten es sind, welche die Liquidierung dieser ungeheuerlichen Fehlentwicklung eingeleitet haben. Zum einen, weil die Schuldzuweisung am Scheitern des Konzeptes nicht an den Deutschen kleben bleiben darf - für diesen Schritt ist der britischen Politik ausdrücklich Anerkennung zu zollen - deren Kanzlerin bis zum politischen Widersinn und zur Torheit ('es gibt keine Alternative') den Brüsseler Ansatz versuchte zu halten. Was einer vollständigen Preisgabe und Aufopferung der deutschen Interessen entsprochen hätte, würde es tatsächlich so wie von Merkel angekündigt auch durchgezogen werden. Nun aber wird der gestrenge Lehrmeister der Lateinischen nicht mehr in Berlin gesucht werden - denn sie hören es nicht gerne, aber selbst aus Russland kommt die Botschaft, die unüberhörbar lautet: ihr leistet zu wenig.

    Man stelle sich vor, ein deutscher Publizist oder Politiker hätte diese Wahrheit ausgesprochen. Das hysterische Gekreische der landauf - landab umtriebigen Tugendwächter, die in ihrer tuntigen Betulichkeit in Permanenz Belehrungen und hilfspolizeiliche Strafaktionen veranstalten, spricht einer bloß die Wahrheit aus, die ohnehin jeder sehen kann, sie würden serienweise einem Herzinfarkt erliegen rührte eine Persönlichkeit deutscher Zunge an ihre linken Dogmen.
    Sarrazin hat davon einen Vorgeschmack, wie Linke ihre Denkverbote durch Terror umzusetzen pflegt. Sie wird auch hieran zuletzt scheitern.

    Nur Sozialisten und Grüne glauben, daß die Nationen, daß die Völker keine Kategorien der Politik sind. Das Versagen der Brüsseler Diktatur aber an den Verschiedenheiten der Kulturen und Traditionen, an den Verschiedenheiten der Nationen ist so offenkundig, daß wohl auch diese postmarxistische Dogma vom Denkmal stürzen wird.

    Schade ist es bloß um das Projekt einer europäischen Leitwährung neben dem Dollar. Aber unter diesen Bedingungen und Vorgaben ist das eben nicht zu machen. Doch ist auch hier noch lange nicht aller Tage Abend. Denn immer noch gilt auch in unseren Zeiten, der Starke ist am Mächtigsten alleine.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2013 08:37

    Er ist nackt der Kaiser, wer sagt es ihm endlich.

    Dieses Aufzeigen muss aus dem Volk kommen, da unsere gewählten Volksvertreter aus unterschiedlichen Gründen zu versagen scheinen.

    Besteht nicht die Gefahr, dass gerade naive oder auch opportunistische / korrupte Volksvertreter zu Machtausweitung, folglich Zentralisierung streben, die der Verschleierung der "Fehlentwicklungen" dient?
    Sind die Bestrebungen der Big Four zu Bankenunion, Fiskalunion, Wirtschaftsregierung und "demokratische" Legitimation Mittel diesen Zweck zu erreichen?
    Sind Wieselwörter wie Alternativlosigkeit, notwendige Großfusionen, Solidarität, Subsidiarität nur dazu da, Skeptiker und Kritiker zu beseitigen?
    Sind die Bürger wirklich zu blöd, dies zu erkennen? Nein, das sind sie nicht, darum fragt man sie nicht.

    Wir sollten endlich handeln, bevor wir dem Strudel des Wasserfalls nicht mehr entkommen können. Mir ist bewusst, dass es viele für übertrieben halten, aber die Organisierte Kriminalität und Korruption haben den Marsch in die Institutionen geschafft und sind dabei sich feste Strukturen zu schaffen. Diese zu beseitigen, ist eben nur in kleinen vielfältigen, sich gegenseitig konkurrierenden und handlungsfähigen Einheiten zu schaffen. Großmachtgetue unserer Volksvertreter ist absolut unangebracht. Ich kann es ja verstehen, dass es schön ist, sich der demokratischen Mühen und Ebenen zu entledigen. Doch es ist der falsche Weg.
    Es ist ein Wagnis, doch lasst uns handeln. Meines Erachtens ist Nichthandeln auch ein Wagnis, der Weg sicherlich ein bequemerer.

    Vielleicht möchte wer diese Petition unterstützen, die Herrschaften brauchen einen Schuss vor den Bug.

    https://www.openpetition.de/petition/online/eu-in-bruessel-aufloesen-zurueck-zur-kooperation-der-freien-ewg-staaten-europas

    Den Fingerzeig haben wir damals leider nicht verstanden

    http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=100:eu-sanktionen&catid=5:europa

    Es tut sich was in den Niederlanden.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/28/los-von-bruessel-niederlaendische-professoren-starten-austritts-referendum/

    Hier ein Vortrag von Prof. Hankel zum Euro mit Vorschlag zu seiner Zukunft. Prof. Hankel war einer von 155 Wirtschaftsprofessoren, die vor der Einführung des Euros warnten und auch Klage dagegen einbrachte.

    http://www.youtube.com/watch?v=75mJQSD5mAU

    Und hier die Meinung des Signore Draghi, des ehrenwerten Herrn und seines Zeichens EZB-Präsident aus Davos, die Ökonomen nehmen, es fragt sich, welche der Herr Draghi meint?

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/28/draghi-in-europa-entscheiden-kuenftig-die-oekonomen-nicht-die-juristen/

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2013 02:25

    Man hat in der EU an einer Wegkreuzung mit der Einführung dieser Einheitswährung für sich viel zu unterschiedlich entwickelnde Volkswirtschaften den falschen Weg eingeschlagen und damit eine Hürde geschaffen, welche die Realisierung des dringend notwendigen Subsidiaritätsprinzips so gut wie verunmöglicht.

    Abgesehen von der nicht mehr nachvollziehbaren Verordnungs- und Regulierungswut in Brüssel - sowohl in praktischer als auch in (links-)ideologischer Hinsicht, die jedoch viel leichter zu ändern wäre - schwächt der Euro die Union genau da, wo sie in der Vergangenheit am stärksten war, nämlich bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf einem funktionierenden Binnenmarkt.
    Diese schwerwiegende Entscheidung ist fast nicht mehr rückgängig zu machen und guter Rat wird immer TEURER!

    David Cameron hat zwar die richtige "Diagnose" gestellt, aber bis jetzt leider keine eindeutige "Erfolgstherapie" verordnet, außer daß er für sein Heimatland klugerweise ausgeschlossen hat, jemals der Euro-Währung beizutreten, womit er eine Hauptwurzel des Übels aufzeigt. Auch Merkel beweist Problembewußtsein, bleibt jedoch ebenso konkrete Lösungen schuldig.

    Vielleicht wäre tatsächlich ein erster Schritt heraus aus diesem Dilemma und hin zur konkreten Einleitung vermehrter Subsidiarität, daß unser derzeitiger Einheits-Euro ersetzt wird durch ein System untereinander frei konvertierbarer „Nationaleuros“. Ein erster Befreiungsschlag, dem nach und nach durch die wirtschaftliche Erholung der europäischen Gemeinschaft noch viele weitere - vor allem WETTBEWERBSFÖRDERNDE - folgen müßten.
    Noch ist Europa nicht verloren, es fehlt nur an mutigen Volksvertretern, die nach dem Prinzip handeln = Problem erkannt - Problem gebannt!!

  4. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2013 09:10

    Merkel hat leider sachlich unüberlegt die Energiewende verkündet. Das war ein schwerer Fehler, so wie es gemacht wird. Das wird uns allen bezüglich Wettbewerbsfähigkeit noch ordentlich auf den Kopf fallen. Korrektur dringend nötig.

  5. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2013 09:32

    (Zitat: AU) - "...Tierschutz/Genderismus/Anti-Gen/Anti-Hormon- und noch viele andere Ideologien..."

    Für eine Stern (Tittenblatt) Journalistin muß ein ganzes Jahr vergehen, um erschreckt festzustellen, daß sie von Rainer Bröderle "angebraten" wurde... :-)

    Dazu ein köstlicher Lichtschlag-Artikel: (Auszug: "...Und dann erzählte die Schwarzer noch einen Schwank aus ihren wilden Jahren, wo sie „als stolze Frau“ von Männern höchstselbst und wiederholt „sexistisch“ belästigt wurde. Es bleibt Psychologen überlassen, solche Träume zu deuten...)

    http://ef-magazin.de/2013/01/28/3998-guenther-jauch-maenner-sind-auch-menschen-ach-wirklich-frau-schwarzer

  6. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2013 06:38

    "Der Staat im dritten Jahrtausend" Hans Adam von Lichtenstein.

    Es ist das Prinzip der Subsidiarität, das eine Volkswirtschaft erfolgreich sein läßt. Die Schweiz zeigts uns vor, und das schon seit hunterten von Jahren. Dazu braucht es gar nicht den Kommentar eines Joseph Stiglitz, der sich doch nur am Schweizer Sonnenschein wärmen will.
    Eine erfolgreiche Gesellschaft organisiert sich von unten rauf. Je kleiner die Organisationseinheit, desto größer ist für den Einzelnen die Übersicht und damit die Kontrolle. Damit muß aber auch untrennbar verbunden sein, daß dieses Geld, welches in diesen Einheiten ausgegeben wird, auch dort eingehoben wird. Erst dann, und nur dann, werden wir Bürger unsere Politiker an ihrer Verantwortlichkeit messen können.

    Davon sind wir aber noch meilenweit entfernt. Alleine an der Tatsache, daß heute allerorts nur mehr gerettet wird, zeigt das Ausmaß der Fehlentwicklungen. Wir sind zur Rettergesellschaft geworden, um zu reparieren, was vorher kaputt gegangen ist.
    Warum denn nicht gleich richtig machen? Die Schweiz zeigts uns vor!

  7. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2013 07:40

    Francois Villon hat dankenswerterweise beim letzten Gastbeitrag von Andreas Tögel einen Vortrag des Briten John Laughland zur Konvergenz von EU und Nato verlinkt.
    In einem hochkonzentrierten und faktenreichen Vortrag (auf Deutsch) wird das ganze ideologische Desaster und Kartenhaus der EU sichtbar.

    Das ist eine sensationelle Apologie für die Vernunft der Nationen und der Nationalstaaten und eine intellektuelle Vernichtung der liberalen und sozialistischen supranationalen, menschenverachtenden Großexperimente.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=2n84CSqsvAU #!

    Unbedingte Empfehlung!!!

    Die sogenannte liberale, westliche Wertegemeinschaft ist dabei, mittels UNO, Washington Consensus etc. die Freiheit, Würde und Souveränität der Völker, Staaten und Nationen ebenso einzuschränken, wie weiland Leonid Iljitsch Breschnew mit seiner berüchtigten Doktrin.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Januar 2013 13:44

    Mit ein paar Punkten in Dr. Unterbergers Artikel möchte ich mich noch beschäftigen.

    Dr. Unterberger meint, daß wir – „Europa“ - ohne die am Weltmarkt verdienten Devisen schon längst bankrott wären.

    Das ist eine Ansicht, die der herrschenden Doktrin folgt, daß man den internationalen Warenaustausch nur mit dem Dollar abwickeln könne.

    Aber gerade das ist ein Grund mit, daß die ganze Welt zur Tributpflicht an die USA genötigt wird, indem sie „gezwungen“ ist Dollar zu „erwerben“, die (pseudo-)legal nur die US-FED fabrizieren darf. Die USA „bezahlen“ mit bedrucktem Papier, dessen wahre und einzige Deckung nur in den

    - atomar bestückten Interkontinental-Raketen,
    - Führungskräfte mordenden Geheimdiensten (siehe „CONFESSIONS OF AN ECONOMIC HIT MAN, - Bekenntnisse eines Wirtschafts-Killers von John PERKINS. BARRETT-KOEHLER, $24.95.) und
    - der Herrschaft über die Presse besteht.

    „Wir“ hingegen müssen dafür echte Güter und wertvolle Dienstleistungen erbringen.

    Wenn der Warenaustausch mit bi- und multilateralen Handelsabkommen und dabei auch die Gegenleistung in für uns n ü t z l i c h e n Produkten vereinbart wird und somit den Ausgleich schafft, gibt es keine Notwendigkeit diesen Handel in „Devisen“ (= Dollar) abzuwickeln, es können sich nicht jene berüchtigten Target-2 Salden aufbauen, die nichts anderes sind als Buchungszeilen auf Computersystemen, die offenbar von den Schuldnern niemals beglichen werden – und wir hätten eine „balance of trade“.

    Unterberger mag recht haben, wenn er die eigentlich zu überwindende Finanz- und Währungsdiktatur der USA zugrunde legt, aber eine klare Lageanalyse müßte doch nahelegen gerade mit dieser „Architektur“ abzufahren. Dann sind aber auch seine Conclusionen nichts mehr wert.

    Was seine „liberal“ motivierte Kritik an den sozialen Zuständen betrifft, so möge Unterberger doch die Luft anhalten.

    Die Zuwanderung bildungsresistenter, fremdkultureller Pseudo-Asylanten ist ja wohl weniger Ausdruck einer souveränen Politik unsrerseits, sondern ein dem zwei mal besiegten Europa von dem „tiefen Amerika“ auferlegte Zwangsmaßnahme zu dessen Destabilisierung. Durchgeführt von Lakaien der Anonyma, die nur äußerlich „eigene“ Staatsbürger sein mögen.

    Ähnliches muß man für das Bildungssystem annehmen: die von fremden Mächten – dem „tiefen Amerika“ – geförderte Nivellieurng nach unten, ebenfalls um die Potenz und die geistigen und materiellen Fähigkeiten Europas zu schädigen.

    Die angebliche „Nichtfinanzierbarkeit“ des Gesundheits- und Pensionssystems kann einen nur wundern: wenn es stimmt, daß wir immer noch jährlich das BIP vergrößern, so kann es wohl nicht an mangelnden Mitteln liegen. (Nicht daß ich gegen Sparsamkeit wäre.)

    Daß es trotzdem knirscht, liegt – was Österreich betrifft – ganz offensichtlich daran, daß die seit 1945 a u f b a u e n d e eigene Bevölkerung (Gymnasium 1959: 6,9 Millionen) heute, 2013: angeblich 8,5 Millionen liegt – und das bei negativer Geburtenrate. D. h. mindestens 2 – 2,5 Millionen, sind mitzuschleppen, die mitschmarotzen ohne hier je etwas zum Aufbau beigetragen zu haben. Wenn man die Illegalen und Fälschungen der Statistik in Rechnung stellt, liegen wir wohl näher bei 10 Millionen, denen 5 – 5 ½ Millionen eigene und arbeitende Menschen gegenüberstehen. - Das ist freilich mehr, als man billig verkraften kann.

    Wenn nun Unterberger die zu hohen Löhne bemüht, die der „Wettbewerbsfähigkeit“ im Wege sind, so scheint er dies an Hungerlöhnen in Indien oder China zu bemessen. Wir leben aber in einer Gesellschaft, die ursprünglich vom Christentum geprägt war und „j e d e m d a s S e i n e“ zubilligt. Wir w o l l e n es so, daß man für gute Arbeit auch einen guten Lohn bekommen kann. Wir w o l le n es, daß in einem modernen Industriestaat die Produktivitätsfortschritte, die Arbeit auf Maschinen zu verlegen erlauben, die Arbeit so zu entlohnen erlaubt, daß eine Familie möglichst mit e i n e m Einkommen ein „gelungenes Leben“ führen kann und nicht die Frau (und Mutter) dazu verdienen muß um zu überleben.

    Wenn Unterberger hier die ewig dummen Töne verstärkt, daß wir „zu teuer“ sind, so strafen die Erfahrungen der Vergangenheit diesem Unsinn Lügen: Die Qualitätserzeugnisse aus Österreich oder Deutschland fanden auch zu den hier nötigen, höheren (Kosten-)Preisen immer und auf der ganzen Welt Abnehmer. Was strebt Unterberger denn an? Die Fellachisierung des Landes?

    Wenn er in seinem Resümee die Wiedergewinnung der Wettbewerbsfähigkeit als oberstes Ziel definiert, so argumentiert er einzig im Materiellen. Aber wohin es führt und mit welchen Mitteln das zu erreichen sein soll, darüber – gähnende Leere. Offenbar kommen UNterberger nur jene Mittel als Arznei in den Sinn, die die Ursache der Kranheit waren bzw. sind.


alle Kommentare

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  2. Kaylyn (kein Partner)
    14. Februar 2015 11:40

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  8. Pebri (kein Partner)
    20. Januar 2015 01:31

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  9. Torres (kein Partner)
    31. Januar 2013 11:56

    Unterberger beweist wieder einmal seine völlige Unsensibilität anderen Lebewesen gegenüber: Tierleid ist ihm völlig egal, Tierschutz ist für ihn nichts anderes als ein Wettbewerbshindernis. Da bekommt man ja tatsächlich Gänsehaut angesichts einer derartigen Einstellung.

  10. Francois Villon (kein Partner)
    30. Januar 2013 13:44

    Mit ein paar Punkten in Dr. Unterbergers Artikel möchte ich mich noch beschäftigen.

    Dr. Unterberger meint, daß wir – „Europa“ - ohne die am Weltmarkt verdienten Devisen schon längst bankrott wären.

    Das ist eine Ansicht, die der herrschenden Doktrin folgt, daß man den internationalen Warenaustausch nur mit dem Dollar abwickeln könne.

    Aber gerade das ist ein Grund mit, daß die ganze Welt zur Tributpflicht an die USA genötigt wird, indem sie „gezwungen“ ist Dollar zu „erwerben“, die (pseudo-)legal nur die US-FED fabrizieren darf. Die USA „bezahlen“ mit bedrucktem Papier, dessen wahre und einzige Deckung nur in den

    - atomar bestückten Interkontinental-Raketen,
    - Führungskräfte mordenden Geheimdiensten (siehe „CONFESSIONS OF AN ECONOMIC HIT MAN, - Bekenntnisse eines Wirtschafts-Killers von John PERKINS. BARRETT-KOEHLER, $24.95.) und
    - der Herrschaft über die Presse besteht.

    „Wir“ hingegen müssen dafür echte Güter und wertvolle Dienstleistungen erbringen.

    Wenn der Warenaustausch mit bi- und multilateralen Handelsabkommen und dabei auch die Gegenleistung in für uns n ü t z l i c h e n Produkten vereinbart wird und somit den Ausgleich schafft, gibt es keine Notwendigkeit diesen Handel in „Devisen“ (= Dollar) abzuwickeln, es können sich nicht jene berüchtigten Target-2 Salden aufbauen, die nichts anderes sind als Buchungszeilen auf Computersystemen, die offenbar von den Schuldnern niemals beglichen werden – und wir hätten eine „balance of trade“.

    Unterberger mag recht haben, wenn er die eigentlich zu überwindende Finanz- und Währungsdiktatur der USA zugrunde legt, aber eine klare Lageanalyse müßte doch nahelegen gerade mit dieser „Architektur“ abzufahren. Dann sind aber auch seine Conclusionen nichts mehr wert.

    Was seine „liberal“ motivierte Kritik an den sozialen Zuständen betrifft, so möge Unterberger doch die Luft anhalten.

    Die Zuwanderung bildungsresistenter, fremdkultureller Pseudo-Asylanten ist ja wohl weniger Ausdruck einer souveränen Politik unsrerseits, sondern ein dem zwei mal besiegten Europa von dem „tiefen Amerika“ auferlegte Zwangsmaßnahme zu dessen Destabilisierung. Durchgeführt von Lakaien der Anonyma, die nur äußerlich „eigene“ Staatsbürger sein mögen.

    Ähnliches muß man für das Bildungssystem annehmen: die von fremden Mächten – dem „tiefen Amerika“ – geförderte Nivellieurng nach unten, ebenfalls um die Potenz und die geistigen und materiellen Fähigkeiten Europas zu schädigen.

    Die angebliche „Nichtfinanzierbarkeit“ des Gesundheits- und Pensionssystems kann einen nur wundern: wenn es stimmt, daß wir immer noch jährlich das BIP vergrößern, so kann es wohl nicht an mangelnden Mitteln liegen. (Nicht daß ich gegen Sparsamkeit wäre.)

    Daß es trotzdem knirscht, liegt – was Österreich betrifft – ganz offensichtlich daran, daß die seit 1945 a u f b a u e n d e eigene Bevölkerung (Gymnasium 1959: 6,9 Millionen) heute, 2013: angeblich 8,5 Millionen liegt – und das bei negativer Geburtenrate. D. h. mindestens 2 – 2,5 Millionen, sind mitzuschleppen, die mitschmarotzen ohne hier je etwas zum Aufbau beigetragen zu haben. Wenn man die Illegalen und Fälschungen der Statistik in Rechnung stellt, liegen wir wohl näher bei 10 Millionen, denen 5 – 5 ½ Millionen eigene und arbeitende Menschen gegenüberstehen. - Das ist freilich mehr, als man billig verkraften kann.

    Wenn nun Unterberger die zu hohen Löhne bemüht, die der „Wettbewerbsfähigkeit“ im Wege sind, so scheint er dies an Hungerlöhnen in Indien oder China zu bemessen. Wir leben aber in einer Gesellschaft, die ursprünglich vom Christentum geprägt war und „j e d e m d a s S e i n e“ zubilligt. Wir w o l l e n es so, daß man für gute Arbeit auch einen guten Lohn bekommen kann. Wir w o l le n es, daß in einem modernen Industriestaat die Produktivitätsfortschritte, die Arbeit auf Maschinen zu verlegen erlauben, die Arbeit so zu entlohnen erlaubt, daß eine Familie möglichst mit e i n e m Einkommen ein „gelungenes Leben“ führen kann und nicht die Frau (und Mutter) dazu verdienen muß um zu überleben.

    Wenn Unterberger hier die ewig dummen Töne verstärkt, daß wir „zu teuer“ sind, so strafen die Erfahrungen der Vergangenheit diesem Unsinn Lügen: Die Qualitätserzeugnisse aus Österreich oder Deutschland fanden auch zu den hier nötigen, höheren (Kosten-)Preisen immer und auf der ganzen Welt Abnehmer. Was strebt Unterberger denn an? Die Fellachisierung des Landes?

    Wenn er in seinem Resümee die Wiedergewinnung der Wettbewerbsfähigkeit als oberstes Ziel definiert, so argumentiert er einzig im Materiellen. Aber wohin es führt und mit welchen Mitteln das zu erreichen sein soll, darüber – gähnende Leere. Offenbar kommen UNterberger nur jene Mittel als Arznei in den Sinn, die die Ursache der Kranheit waren bzw. sind.

  11. socrates
    30. Januar 2013 13:06

    Dem Volk aufs Maul schaun meinte Figl 1945. Seither bemuehen sich Medien p
    Politiker und die Macht; das zu verhindern.
    In Süd Amerika werden an der Grenze wie in Nordamerika Fotos gemacht und Fingerabdruecke abgenommen. Dasselbe wuensche ich mir fuer Asylanten!

  12. FRancois Villon (kein Partner)
    30. Januar 2013 10:31

    In „normalen Diskussionen“ sollte zwar gelten, daß es darauf ankommen WAS gesagt, und nicht WER etwas gesagt hat.

    In politischen ist es freilich umgekehrt: es kommt überhaupt nicht darauf an, was irgendwer im Unterberger-TB gesagt hat, und sei es noch so richtig, sondern ob dies von einem öffentlich sichtbaren und hinreichend mächtigen Politiker gesagt wurde.

    Ob nun Cameron aus (innen-)politischem Kalkül und wegen einer Wahl seine Rede hielt, ist hier doch zweitrangig: er hat etwas gesagt, und die Reaktionen – zT mit Schaum vor dem Mund, wie die Hollandes – bestätigen, daß dies auch verstanden wurde.

    Man muß auch sehen, daß das „Politische“ nicht so sehr oder gar alleine personifiziert ist, sondern irgendwann den Weg nimmt, den „es“ gehen muß, auch wenn das den bisherigen Strippenzeihern vielleicht nicht paßt. Es könnte diese Rede also etwas ausgelöst haben, was in seiner Konsequenz noch gar nicht abzuschätzen ist.

    Man muß aber die Mosaiksteinchen zusammen fügen. Eben erhielt ich einen interessanten Artikel:

    Hollande is Afraid of His Armies

    Von Thierry Meyssan

    29. Januar 2013, "Information Clearing House": Nicolas Sarkozy und François Hollande mißbrauchen die französische Armee um privaten oder ausländischen Interessen Vorschub zu leisten. Sie schicken Männer in den Tod um den Kakao der Elfenbeinküste, die Goldreserven Libyens, das Gas Syriens und das Uran Malis zu plündern.

    Das Vertrauen zwischen den Chefes des Militärs und der Soldaten, die in der Armee sind die Heimat zu verteidigen, ist zerbrochen.

    Bei der traditionellen Neujahres-Zeremonie forderten die Sicherheitskräfte des Elysée Palastes, aus Angst, das M i l i t ä r könnte den Präsidenten erschießen, daß es ihre Waffen de-aktiviere. (Olivet military base, 9 January 2013).

    Die militärischen Abenteuer von Nicolas Sarkozy und François Hollande in Afghanistan, Ivory Coast, Libya, Syria und nun in Mali werden in der französischen Armee heiß diskutiert. Und die Opposition dagegen ist an einem kritischen Punkt angelangt. Einige Beispiele:

    In 2008, als Nicolas Sarkozy gerade die Aufgabenstellung der französischen Soldaten in Afghanistan als Hilfstruppen der US-Besatzungsmacht geändert hatte, weigerte sich der Chef des Stabes der Armee, General Bruno Cuche, Leclerc Panzer dafür zur Verfügung zu stellen. Die Krise war so gravierend, daß Präsident Sarkozy bei erster Gelegenheit den General Cuche zum Rücktritt zwang.

    In 2011, war Admiral Pierre-François Forissier an der Reihe. Der Chef des Marine-Stabes hatte öffentlich seine Zweifel über die Operation in Libyen geäußert, wie er sagte, die französischen Truppen von ihrer eigentlichen Aufgabe, die Heimat zu verteidigen, abzöge.

    In 2012, war General Jean Fleury, der frühere Chef des Stabes der Luftwaffe, sogar noch expliziter und eklärte, daß Frankreich weder dazu berufen sei noch die Mittel dafür habe Syrien anzugreifen.

    Während der vergangenen fünf Jahre, kamen höchste Offiziere – sehr oft praktizierende Katholiken – zur Überzeugung, daß die Macht der französischen Armee von den Präsidenten Sarkozy und Hollande mißbräuchlich eingesetzt wurde, um privaten oder ausländischen Interessen zu dienen, jenen der USA und Israels.

    Die Vertrauenskrise hat einen Punkt erreicht, bei dem die Sicherheits-Garde des Elysée einen Anschlag auf das Leben des Präsidenten der Republik durch das Militär befürchtete. Daher forderte der Elysée-Palast die “Neutralisierung” der Waffen, bei der Ansprache des Präsidenten am 9. Januar an die französische Armee auf der Basis des 12. Kürassier-Regiments von Orléans. Die Verschlüsse der Gewehre und Maschinenpistolen wurden entfernt, und die Pistolen entmaganziniert. Die Munition wurde konfisziert und in versiegelten Behältnissen aufbewahrt. Solche Maßnahmen hatte es seit der Algerien-Krise in den frühen 60-er Jahren nicht mehr gegeben.

    Also die Lage kommt in Bewegung, und – die Mächtigen beginnen sich zu fürchten.

    Das war bzw. ist übrigens auch der Grund, warum man in EU-ropa die Wehrpflicht zugunsten von Söldnern abzuschaffen bestrebt ist, und in den USA – mit selbst fabrizierten(!) „Amokläufen“ in Schulen die „öffentliche Meinung“ auf eine Entwaffnung der Bevölkerung hintrimmen möchte.

    Seht ihr die Zeichen?

    • F. V. (kein Partner)
      30. Januar 2013 14:53

      Noch ein Mosaik-Steinchen:

      France 'totally bankrupt', says labour minister Michel Sapin

      France's labour minister sent the country into a state of shock on Monday after he described the nation as “totally bankrupt”.

      By Graham Ruddick

      The Telegraph, Jan 28, 2013 – Michel Sapin made the gaffe in a radio interview, which left French President Francois Hollande battling to undo the potential reputatio-nal damage.

      “There is a state but it is a totally bankrupt state,” Mr Sapin said. “That is why we had to put a deficit reduction plan in place, and nothing should make us turn away from that objective.”

      The comments came as President Hollande attempts to improve the image of the French economy after pledging to reduce the country’s deficit by cutting spending by €60bn (£51.5bn) over the next five years and increasing taxes by €20bn.

      Data from Banque de France showed earlier this month that a flight of capital has already left the country amid concerns that France’s Socialist leader intends to soak the rich and businesses. The actor Gérard Depardieu has renounced his French citizenship and decamped to Russia in protest, while David Cameron said Britain will “roll out the red carpet” to attract wealthy individuals.

      Pierre Moscovici, the finance minister, said the comments by Mr Sapin were “inappropriate”.

  13. fred van eps (kein Partner)
  14. Eso-Policier (kein Partner)
    30. Januar 2013 00:21

    Welthistorische Ereignisse brechen über uns herein. Im Jahr 2014 stimmen die Schotten und die Katalanen über die Unabhängigkeit ab. Ein übermäßiger Globalismus wird verhindert. Zudem wird der Multikulturalismus kaputtgebrochen. Und das Christentum wird reformiert oder durch die freireligiöse Bewegung ersetzt. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  15. Komma
    29. Januar 2013 17:16

    Nach Kohl ist Merkel Totengräber Deutschlands.Kohl hat Deutschland den Euro aufokroyiert.
    Merkels debile Äußerung: "Scheitert der Euro, scheitert Europa" hat über GR-Hilfe, Rettungsschirme, die nicht funktionieren, mit Lug und Trug alle Regeln gebrochen und D (und auch Ö) auf Generationen hinaus der Schuldknechtschaft ausgeliefert. Sie war es, die aus der Eurozone eine Schulden-, Haftungs-, Transfer-, Fiskal- und jetzt auch noch eine verrückte Bankenunion gemacht hat.
    Jetzt gibt es nur noch eine Möglichkeit für Ö: Raus aus dem Euro. Das wäre leicht möglich, wenn wir jeden ESM-Kredit blockierten. Dann würden uns die übrigen Mitglieder sehr schnell aus der Eurozone entlassen. Unsere Verluste würden sich minimieren.Wir würden dann den gleichen Status einnehmen wie GB, Dänemark, Schweden und alle anderen Länder, die nicht den Euro eingeführt haben.
    Strache, Stronach und wohl auch Bucher würden dem wohl beitreten. Wenn die ÖVP weiter Bürgertum und Volk verrät, sollte sie bald ihren Namen ändern: Vierlleicht in ÖVP=Österreichische Verräter Partei.

    • FranzAnton
      29. Januar 2013 19:23

      Unsere Linken interessiert nur Eines: das Kaschieren ihrer Hauptverantwortung für die hausgemachte Schuldenmalaise; die Interessen der Österreicher erscheinen ihnen dem gegenüber als quantite' negligeable. Diese Verschleirung funktioniert dann am besten, wenn möglichst viele EURO - Länder an der Schuldenvergemeinschaftung mitwirken. Hollande, der selber, im wahrsten Wortsinn kontraproduktive, Enteignungsmaßnahmen setzt, will den Engländern einen roten Teppich Richtung EU - Austritt vorlegen, weil es diesfalls es einen großen und selbsbewussten, gegen ihn gerichteten Kritiker innerhalb der EU weniger gäbe. Die Macht der Linksparteien muß eingeschränkt werden, sie richten sonst alles zu Grunde.

    • F. V. (kein Partner)
      30. Januar 2013 14:29

      @FranzAnton

      Sie betrachten das Problem aus der Frosch-Perspektive. Es geht nicht um Österreich, und wir sind nicht der Nabel der Welt, und die summarische „Lageanalyse“, daß es um die Entmachtung der Linken/Sozialisten gehe ist zu undifferenziert, um den wahren Problemen auf die Spur zu kommen.

      Wenn, wie Komma richtig sagt, ÖVP langsam für Österreichische VERRÄTER Partei steht, dann genügt es nicht nur auf die Linken einzudreschen, denn die „Rechten“ sind offenabr um nichts besser. Es ist nämlich diese „Geisteshaltung“ leider nicht nur auf die Sozialisten und Linken beschränkt, sondern ziemlich alle umfassend.

      Auch die Bejubelung des Artikels von Unterberger erfolgte nur bedingt zurecht.

      Sein ideologisch verbohrter Liberalismus bricht immer dann durch, wenn es um die Art und Weise des bei uns aufgebauten sozialen Zusammenhalts geht. Er steht sich selbst im Weg, weil er irgendwelche liberalen „Dogmen“ entgegen aller Vernunft, Erfahrung und Ethik zu verteidigen sucht.

      Manchmal hat er mit seiner Kritik recht, aber die Ursachenanalyse ist fast immer oberflächlich und darum falsch.

      Die einzigen wirklich sachlich umfassend „richtigen“ Wegweisungen - auch was die geistig-kulturelle Fundierung betrifft – sind jene von Dr. Romig. Dazu etliche gediegene Kommentare, wie etwa jene von Scheiber und einigen wenigen weiteren Diskutanten. Ihr Kennzeichen ist, daß sie von den ideellen Grundlagen Europas, dem christlichen Abendland ausgehen.

      Die Ordnung ist nämlich: Kultur (Kult) – Politik – Wirtschaft und nicht das „Ökonomische Kalkül“ zuoberst, das sich Marionetten für die sogenannte Politik hält, die wiederum mit „panem et circenses“ dem Pöwel vorgaukelt, daß es sich um Kultur handle.

    • Komma
      30. Januar 2013 19:17

      Zur "verrückten Baneknunion" hat mir ein Leser den Gastbeitrag von Hans-Werner Sinn in der FAZ geschickt:

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/gastbeitrag-die-gefaehrliche-dimension-der-bankenunion-12032976.html

      Wer das liest, kann nur am Irrsinn verzweifeln, an dem unsere willfährigen und unfähigen Politiker mitmachen. Volksverrat ist da noch ein zu freundliches Wort.
      Es sind Sadisten, die das Volk zur Schlachtbank führen!

  16. brechstange
    • Anton Volpini
      29. Januar 2013 13:30

      Eine hochinteressante Studie, brechstange. Solche Arbeiten werden natürlich nur in der Schweiz gemacht, in anderen Ländern käme man gar nicht auf die Idee.
      Da wird man wieder einmal an Leopold Kohr und seinem Small is beautiful erinnert.

    • brechstange
      29. Januar 2013 13:58

      Herr Volpini,

      leider wurde Leopold Kohr 1994 nicht gehört.

    • phaidros
      29. Januar 2013 15:06

      Toller Artikel! Sehr überraschend, und doch plausibel - danke, liebe brechstange.

      Der einzige Punkt, den ich aufs erste Durchlesen nicht verstehe ist folgender. Es heißt dort: »So wird verständlich, weshalb bürgerliche politische Parteien, die im Regelfall eher Vermieter als Mieter vertreten, für tiefe Schulden kämpfen. Hingegen treten linke Parteien, tendenziell eher Vertreter von Mietern, stärker für Neuverschuldung ein. «, aber setzt das nicht voraus, dass beiden Seiten dieser Mechanismus bekannt wäre?

    • brechstange
      29. Januar 2013 15:28

      phaidros
      Versuch einer schnellen Erklärung, habe leider wenig Zeit.
      Es ist zwar nicht sehr wissenschaftlich, doch viele Entscheidungen laufen intuitiv ab. Zeichen für diese Entwicklung gab und gibt es.
      Man schaue sich zB die Preisentwicklung von landwirtschaftlichen Flächen seit den 80ern an. Oder bedenken Sie, wie viele Kreditkosten in Realitäten stecken, ohne realen Gegenwert. Die Vermieter wissen das, weil sie kalkulieren müssen, die Mieter und ihre Vertreter wissen das nicht, weil sie durch Nichtkalkulation kein Gefühl dafür entwickeln und ideologisch argumentieren.

    • FranzAnton
      29. Januar 2013 19:44

      Die Theorie dürfte dann nicht funktionieren, wenn, wie vom ESM, billigstes Geld gedruckt wird. Das führt zu einer Hausse bei Grundstückspreisen, weil alle noch rasch in Sachwerte flüchten wollen. Unsere Linksruinatoren werden danach trachten, diese - nominell hohen - Grundpreise steuerlich ertragreich zu machen, so zwar, daß die Mieter nicht mehr damit belastet werden; letzteres bedeutet Enteignung und, zusätzlich, Wertverlust, weil nur weniger Menschen Grundeigentum erhalten werden können.

    • Anton Volpini
      29. Januar 2013 21:27

      Schaun mal FranzAnton, dieser Theorie bin ich bisher auch nachgehangen.
      Das, was die Schweizer da sagen, ist die Antipode dazu. Einerseits muß man wahrscheinlich berücksichten, daß die Schweizer eine schleichende Verschuldung untersucht haben und keinen Crash. Andererseits hat noch jeder Verschuldungscrash, insbesondere in den USA und Japan, die ja jedesmal exzessiv stattgefunden haben, zu sinkenden Immobilienpreisen geführt.

    • Anton Volpini
      29. Januar 2013 21:45

      Leopold Kohr hat 1994 eine Rede vor maßgeblichen österreichischen Politikern gehalten.
      Wenn ich mich recht erinnere, war Kanzler Vranitzky auch dabei.
      Leopold Kohr war recht sarkastisch, als er meinte, er sei dafür, daß Österreich der EU beitreten solle, denn dann werde das überladene Boot endlich untergehen.
      Die Stimmung, die über seine Rede verbreitet wurde, hatte etwas mit einem milden, mitleidigen Lächeln für einen alten Mann zu tun.
      Die Lehre daraus: Es dauert mindestens 20 Jahre, bis eine Verkündung eintritt.

    • fred van eps (kein Partner)
      30. Januar 2013 10:27

      Leopold Kohr war einfach genial.

  17. Geheimrat
    29. Januar 2013 10:16

    Jetzt wird aufgeräumt!

    Wie die EU Vielfalt durch Gleichschaltung erreicht, was wir künftig nicht mehr lesen müssen, und warum Stärke Schwäche bedeutet

    http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/jetzt-wird-aufgeraeumt.html

  18. Josef Maierhofer
    29. Januar 2013 09:49

    Es haben sich in Europa 2 Welten gebildet im Bewußtsein der Menschen.

    Die eine Welt, die der Realität, die der Notwendigkeiten und die andere Welt, die der Unnötigkeiten und Begehrlichkeiten.

    Da Europa seit Österreichs Beitritt nur Unnötigkeiten produziert hat und die Realität verweigert hat, wird es nun dafür zahlen müssen, für alle die 'Menschenrechte', für all den 'Antifaschismus', für all den 'GrünInnenwahn', für all die 'Genderprojekte' statt ordentlichen Forschungsprojekten, die die Menschen voranbringen können und den Wohlstand auf Kredit zu einem echten Wohlstand machen könnten.

    Die Unnötigkeitswelt schafft nur Konsum, Blockade, Kinderlosigkeit, Faulheit ... und enorme Schulden.

    Cameron hat auch genau das gemeint, denn in Großbritannien ist es ja auch nicht viel anders als bei uns, bloß die Mentalität ist offener.

    Dass Frau Merkel da einschwenkt sollte man ihr hoch anrechnen, hat sie doch den Schuldenfehler mit Griechenland und dem ESM auszubügeln, was ja nichts anderes ist als netto Schuldenunion.

    Dabei wollen die europäischen Bürger ja keine Schuldenunion, sondern eine Handelsunion zum Vorteil aller, die Schuldenunion wollen nur Vollidioten und Volksmörder, Selbstmörder kann man nicht sagen, sie werden doch aus realitätsfernen (ideologischen = idiotischen) Gründen immer wieder gewählt. Die Schuldenunion wollen sie, weil sie dem Volk sträflicherweise die Schulden und den 'Wohlstand' auf Kredit eingeredet haben.

    Das linke Sprichwort stimmt nicht mehr: 'Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich weiter ungeniert.' Denn die Konkurrenz schläft nicht und überholt Europa auf allen Linien.

    Ob wir das Rad noch umdrehen können, den schweren 'Patschen' noch picken können, es hängt von den Wählern ab, die diese Schuldentreiber und Vokszerstörer, diese Lügner und ideologisch (=idiotisch) irregeleiteten Politiker abwählen müssen, ihnen den Weg weisen müssen.

    Um beim Rotkäppchen zu enden: Ob der 'Jäger' das europäische 'Rotkäppchen' aus dem Bauch des Wolfes befreien wird, ich wage es zu bezweifeln, zu tief steckt Europa in den Schulden.

    Einmalig, schreibt Dr. Unterberger, ja, richtig, einmalig blöd, ein zewites Mal wird's nicht mehr gehen.

    • Undine
      29. Januar 2013 11:11

      @Josef Maierhofer

      "Das linke Sprichwort stimmt nicht mehr: 'Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich weiter ungeniert.' "

      Da ich diesen Spruch bisher immer Wilhelm Busch zugeschrieben hatte, machte ich mich bei Wikipedia schlau---und was mußte ich da entdecken: Er wird auch Berthold Brecht in den Mund gelegt. Nun habe ich da so meine Bedenken. Wenn es heutzutage irgendeiner Gruppierung zuträglich ist, scheint so ein Spruch gleich mehrere Väter zu haben und man sucht sich den aus, der einem gerade paßt.

      Ähnlich geht es mit der Gedichtzeile "Stell' dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin". Diese Zeile lieben die Antifaschisten und Pazifisten; die weiteren Zeilen dürften sie wohl nicht kennen, denn damit wäre ihre Ideologie ad absurdum geführt.

      Nun las ich kürzlich, ebenfalls bei Wikipedia, daß der Satz gar nicht von Brecht stammen sollte; weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Dafür bekommt offensichtlich den einst Wilhelm Busch zugeschriebenen Spruch der selbstverständlich "gute, weil kommunistische" Bert Brecht in die Schuhe geschoben.

      Wilhelm Busch ist ja der Rache der "braven Antirassisten" und in weiterer Folge "zur Strafe" der ausdrücklichen Damnatio Memoriae zum Opfer gefallen, weil er in seinem "Naturgeschichtlichen Alphabet" reimte: "Die Zwiebel ist der Juden Speise, das Zebra trifft man stellenweise" und hat sich damit und einigen anderen politisch unkorrekt eingestuften Versen einen gewaltigen Schiefer eingezogen und muß deshalb bekämpft werden.
      Wer also den einen oder anderen Vers verfaßt hat, bestimmen die Antifaschisten, Antirassisten und politisch korrekten Genderer!

    • brechstange
      29. Januar 2013 12:13

      undine

      Existiert Ihre Mailadresse auf Tele2 noch?

    • Undine
      29. Januar 2013 13:03

      @brechstange

      Ja, liebe Brechstange, sie existiert nach wie vor! :-)

    • Josef Maierhofer
      29. Januar 2013 14:41

      @ Undine

      Von Brecht wusste ich es bisher, war sogar damals in Ausgsburg zu sehen (2009).

      Danke !

    • Brigitte Imb
      29. Januar 2013 17:04

      Der Link vom "poldi huber" ist sehenswert und paßt auch hier herein.

      Die werden unsere Sprache noch an die Asylanten/Migranten anpassen. In einigen Jahren lassen wir vielleich Artikel u. Präpositionen weg, vor lauter Bereicherungsunterwürfigkeit.

      http://medienportal.univie.ac.at/webstreams/detail/artikel/antrittsvorlesung-von-inci-dirim/

    • fred van eps (kein Partner)
      30. Januar 2013 10:37

      @Undine
      "Wer also den einen oder anderen Vers verfaßt hat, bestimmen die Antifaschisten, Antirassisten und politisch korrekten Genderer!"

      Stimmt natürlich, darum wird Sie das bestimmt interessieren:
      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/feindbild-islam-muslime-in-der-sicht-von-karl-marx.html;jsessionid=17D927E31CCF31E3AE9FF71DF9829622

      Einfach köstlich!

  19. dssm
    29. Januar 2013 09:48

    Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
    Die Ausführungen des Herrn Cameron sind ja nett, aber warum wendet er seine glorreichen Erkenntnisse nicht im eigenen Land an? Es wird wohl eher ein innenpolitischer Theaterdonner gewesen sein.
    Die BOE druckt frisch fröhlich Unsummen an frischem Geld. Die Gender-/Zuwanderer-/Rassen-/Homo-/Hedgefonds-/PC-/Klimasozialisten feiern fröhliche Urstände. Der Sozialstaat wird teurer und teurer, bei schlechter werdender Gesundheitsversorgung (bei ohnehin extrem tiefen Niveau). Die Auflagen, Abgaben und Regulierungen für die britische Wirtschaft werden mehr und mehr. Die staatliche geförderte Medienlandschaft ist linkslastig wie eh und je, beißt die Hand welche sie füttert. Die Schulbildung ist auf einem Tiefpunkt und keinerlei Verbesserung geplant. Die Sozialkonzerne holen immer mehr Leistungsempfänger in das Land – ungebremst.

    Herr Cameron ist also nicht besonders glaubwürdig, auch wenn er entgegen des Ausführungen des Herrn AU, aus zahlreichen Europäischen Ländern sehr positive Reaktionen erhält.

  20. Undine
    29. Januar 2013 09:43

    Ich habe am 12.6. 1994 bei der Volksabstimmung zum ANSCHLUSS Österreichs an die EU mit NEIN gestimmt; vielleicht werden ja die 33,3 % NEIN-Sager einmal als die GUTEN gelten, während die 66,6 % JA-Sager als die Bösen in die passend frisierte Geschichte eingehen werden; wer weiß!---im Nachhinein ist man ja immer klüger, und da will dann keiner "dabei" gewesen sein bei den 66.6 % ANSCHLUSSBEFÜRWORTERN, die den Schalmeienklängen der Rattenfänger folgten! ;-)

  21. Erich Bauer
    29. Januar 2013 09:32

    (Zitat: AU) - "...Tierschutz/Genderismus/Anti-Gen/Anti-Hormon- und noch viele andere Ideologien..."

    Für eine Stern (Tittenblatt) Journalistin muß ein ganzes Jahr vergehen, um erschreckt festzustellen, daß sie von Rainer Bröderle "angebraten" wurde... :-)

    Dazu ein köstlicher Lichtschlag-Artikel: (Auszug: "...Und dann erzählte die Schwarzer noch einen Schwank aus ihren wilden Jahren, wo sie „als stolze Frau“ von Männern höchstselbst und wiederholt „sexistisch“ belästigt wurde. Es bleibt Psychologen überlassen, solche Träume zu deuten...)

    http://ef-magazin.de/2013/01/28/3998-guenther-jauch-maenner-sind-auch-menschen-ach-wirklich-frau-schwarzer

  22. Wolfgang Bauer
    29. Januar 2013 09:10

    Merkel hat leider sachlich unüberlegt die Energiewende verkündet. Das war ein schwerer Fehler, so wie es gemacht wird. Das wird uns allen bezüglich Wettbewerbsfähigkeit noch ordentlich auf den Kopf fallen. Korrektur dringend nötig.

  23. brechstange
    29. Januar 2013 08:37

    Er ist nackt der Kaiser, wer sagt es ihm endlich.

    Dieses Aufzeigen muss aus dem Volk kommen, da unsere gewählten Volksvertreter aus unterschiedlichen Gründen zu versagen scheinen.

    Besteht nicht die Gefahr, dass gerade naive oder auch opportunistische / korrupte Volksvertreter zu Machtausweitung, folglich Zentralisierung streben, die der Verschleierung der "Fehlentwicklungen" dient?
    Sind die Bestrebungen der Big Four zu Bankenunion, Fiskalunion, Wirtschaftsregierung und "demokratische" Legitimation Mittel diesen Zweck zu erreichen?
    Sind Wieselwörter wie Alternativlosigkeit, notwendige Großfusionen, Solidarität, Subsidiarität nur dazu da, Skeptiker und Kritiker zu beseitigen?
    Sind die Bürger wirklich zu blöd, dies zu erkennen? Nein, das sind sie nicht, darum fragt man sie nicht.

    Wir sollten endlich handeln, bevor wir dem Strudel des Wasserfalls nicht mehr entkommen können. Mir ist bewusst, dass es viele für übertrieben halten, aber die Organisierte Kriminalität und Korruption haben den Marsch in die Institutionen geschafft und sind dabei sich feste Strukturen zu schaffen. Diese zu beseitigen, ist eben nur in kleinen vielfältigen, sich gegenseitig konkurrierenden und handlungsfähigen Einheiten zu schaffen. Großmachtgetue unserer Volksvertreter ist absolut unangebracht. Ich kann es ja verstehen, dass es schön ist, sich der demokratischen Mühen und Ebenen zu entledigen. Doch es ist der falsche Weg.
    Es ist ein Wagnis, doch lasst uns handeln. Meines Erachtens ist Nichthandeln auch ein Wagnis, der Weg sicherlich ein bequemerer.

    Vielleicht möchte wer diese Petition unterstützen, die Herrschaften brauchen einen Schuss vor den Bug.

    https://www.openpetition.de/petition/online/eu-in-bruessel-aufloesen-zurueck-zur-kooperation-der-freien-ewg-staaten-europas

    Den Fingerzeig haben wir damals leider nicht verstanden

    http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=100:eu-sanktionen&catid=5:europa

    Es tut sich was in den Niederlanden.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/28/los-von-bruessel-niederlaendische-professoren-starten-austritts-referendum/

    Hier ein Vortrag von Prof. Hankel zum Euro mit Vorschlag zu seiner Zukunft. Prof. Hankel war einer von 155 Wirtschaftsprofessoren, die vor der Einführung des Euros warnten und auch Klage dagegen einbrachte.

    http://www.youtube.com/watch?v=75mJQSD5mAU

    Und hier die Meinung des Signore Draghi, des ehrenwerten Herrn und seines Zeichens EZB-Präsident aus Davos, die Ökonomen nehmen, es fragt sich, welche der Herr Draghi meint?

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/28/draghi-in-europa-entscheiden-kuenftig-die-oekonomen-nicht-die-juristen/

    • brechstange
      29. Januar 2013 11:07

      Ein Beitrag von Prof. Sinn, der aufzeigt, wohin die Reise gehen soll:

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/gastbeitrag-die-eurokrise-ist-noch-nicht-geloest-12042126.html

      Dazu ein Kommentar mit Link zur FAZ vom Freitag:

      "Ein brillanter Sinn, aber die neueste EZB-Entscheidung hat er noch nicht mitbekommen

      Draghi hat in Davos mit rosigen Konjunkturprognosen alle Teilnehmenr veralbert. Und am Nachmittag meldete Reuters, dass die EZB jetzt ESM-Schrott aufkauft.
      Just auf dem Weg nach Chile hat die EZB mitgeteilt die ESM-Papiere als Sicherheiten akzeptieren. Alle die in Davos abreisen mussten, haben das nicht mitbekommen. Die Kanzlerin wohl eingeschlossen: "Unsere Notenbank kauft alle Schrottpapiere, das ist ein sicherer Investitionsstandort!", hätte es sonst heißen müssen. Draghi hat am Freitag in Davos nichts gesagt, das zeigt wie gefährlich Draghi ist. Und den neuern Chef der Euro-Gruppe aus Holland hat er schon in der ersten Dienstwoche vom Deich gejagt. Juncker wollte diese Drecksarbeit wohl seinem arglosen Nachfolger überlassen. So geht Draghi/Juncker heute. Jetrzt sind alle geldpolitischen Dämme gebrochen, vgl. fortunanetz. Der monetäre Supergau ist eingetreten. Die direkte Finanzierung des ESM über die EZB. Und das stand nur am Freitag in der FAZ ! Die hat Sinn nicht gelesen. Leider "

      http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/refinanzierung-von-geschaeftsbanken-ezb-akzeptiert-esm-anleihen-als-sicherheiten-12039458.html

    • FRANCOISE VILLON (kein Partner)
      30. Januar 2013 06:39

      Der Link auf den FAZ-Artikel, den brechstange dankenswerterweise brachte, wird vielleicht nicht von jedem gelesen oder „bemerkt“, daher kurz ausgedruckt und kommentiert.

      Sondermeldung in Kurzform:
      Die Europäische Zentralbank (EZB) will künftig Anleihen des permanenten europäischen Rettungsschirms ESM als Sicherheiten bei ihren Refinanzierungsgeschäften mit den Geschäftsbanken akzeptieren.
      Die Ankündigung Draghis, die Staatsschulden durch die Notenpresse zu finanzieren, ist damit unmittelbar gegeben. Im ESM sind Rettungsgelder, die quasi oberfaul und uneinbringbar sind. Und gleichwohl wird der ganze Schrott von der EZB aufgekauft. Die EZB hat den Zirkus um Davos geschickt genutzt, um die fundamentalste Entscheidung der letzten beiden Jahre fast klammheimlich durchzudrücken. Ab sofort sagt auch der Leineweber: Die Notenpresse wird zur Finanzierung der Staatshaushalte eingesetzt. Das war bis heute noch nicht klar, vgl. fortunanetz 22. August 2012. Jetzt sind alle Dämme gebrochen.
      Tageskommentar 28. 01. 2013: Dr. Norbert Leineweber,
      Draghi setzt Vosskuhle matt ! Was im September 2012 noch Tabu war, soll nun in Ordnung sein.
      Man sollte es nicht für möglich halten, aber bereits im Januar 2013 haben wir den größten Skandal des Jahres. Und der Witz daran ist, dass weder das Wall Steet Journal noch Bloomberg oder sonst wer auch immer den Skandal aufgedeckt hat. Es stand nur eine kleine Meldung in der FAZ.
      Zeit, Handelsblatt, Welt usw., alle wurden auf dem falschen Fuß erwischt, und das bei einer der wichtigsten Meldungen der Eurokrise, wenn nicht sogar der wichtigsten. Wir haben jetzt ein Fortunanetz Gate.
      Jetzt wird klar, weshalb Juncker abgedankt hat. Er wollte mit dem, was Tage nach seiner Abdankung passierte, nicht mehr in Verbindung gebracht werden. Und Draghi nutzt die Chance, den neuen Chef der Euro-Gruppe in der ersten Woche seiner Amtszeit überfallartig matt zu setzen. Seine Einführung in sein neues Amt wurde in der ZEIT z. B. so beschrieben: “Pragmatiker wagt den schwierigen Spagat. Der neue Chef der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, muss sich als Meister der Balance erweisen. Als niederländischer Finanzminister kennt er diese Aufgabe.”
      Jetzt kommt der absolute Gag: Dijsselbloem müsste eigentlich laut „Feuer, Feuer“ !! schreien, kann das aber als new joiner nicht. Jetzt muss er zusehen, wie Draghi den Euroraum abfackelt.
      Dass Draghi einer der gefährlichsten Notenbanker aller Zeiten ist, ist seit dem 25. Januar 2012 klar:
      Und im aktuellen Newsletter von fortunanetz ist zu lesen:
      “Nach der FED gibt es nun eine zweite Zentralbank die als Institution so verfasst ist, dass sich der Staat ohne Steuern und ohne Gläubiger ganz einfach – Draghis Zauberstab sei Dank – selbst finanziert ! Und hiermit teilen uns die Euroverfechter mit: Das Raumschiff Europa hat sich gerade vom Steuerbürger, den Banken und dem ganzen Plunder namens Realität verabschiedet !“
      Quelle: fortunanetz
      —————————————————————————–
      Goldman Sachs hat damit das Ziel erreicht. Nachdem die Bank die US-Bürger aus-geplündet hat, sind jetzt die Euro-EU-Bürger an der Reihe. In Europa wird damit ein Flächenbrand in nie dagewesener Form ausgelöst werden.

  24. Johann Scheiber
    29. Januar 2013 07:40

    Francois Villon hat dankenswerterweise beim letzten Gastbeitrag von Andreas Tögel einen Vortrag des Briten John Laughland zur Konvergenz von EU und Nato verlinkt.
    In einem hochkonzentrierten und faktenreichen Vortrag (auf Deutsch) wird das ganze ideologische Desaster und Kartenhaus der EU sichtbar.

    Das ist eine sensationelle Apologie für die Vernunft der Nationen und der Nationalstaaten und eine intellektuelle Vernichtung der liberalen und sozialistischen supranationalen, menschenverachtenden Großexperimente.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=2n84CSqsvAU #!

    Unbedingte Empfehlung!!!

    Die sogenannte liberale, westliche Wertegemeinschaft ist dabei, mittels UNO, Washington Consensus etc. die Freiheit, Würde und Souveränität der Völker, Staaten und Nationen ebenso einzuschränken, wie weiland Leonid Iljitsch Breschnew mit seiner berüchtigten Doktrin.

  25. Observer
    29. Januar 2013 07:14

    David Cameron möchte zwei Fliegen auf einen Schlag treffen. Einerseits muss er in seinem Land seine angeschlagene Position und grundsätzliche Pro-EU Einstellung verteidigen und zweitens will er doch dazu beitragen, dass sich bei der derzeitigen EU etwas verbessert. Für seine kürzliche Wortspende ist ihm daher sehr zu danken.

    Es ist erstaunlich, dass sich fast nur die Briten zu den negativen EU-Entwicklungen energisch wehren, während sich die meisten übrigen EU-Mitglieder einlullen lassen. Dass sieht man auch daran, dass seine aktuelle Kritik von fast allen Ländern (besonders natürlich von unserem Möchtegernkanzler Faymann) abgelehnt wird. Lediglich die Führer aus D, NL und CZ haben den Mut, gegen den allgemeinen Strom zu schwimmen. Leider ist José Manuel Barroso und seine Umgebung zu schwach, eine Wende zum Besseren einzuleiten. Dazu braucht es neue Köpfe.

    Again: Congratulations Mister Cameron for your efforts to a turnaround within the EU.

  26. Anton Volpini
    29. Januar 2013 06:38

    "Der Staat im dritten Jahrtausend" Hans Adam von Lichtenstein.

    Es ist das Prinzip der Subsidiarität, das eine Volkswirtschaft erfolgreich sein läßt. Die Schweiz zeigts uns vor, und das schon seit hunterten von Jahren. Dazu braucht es gar nicht den Kommentar eines Joseph Stiglitz, der sich doch nur am Schweizer Sonnenschein wärmen will.
    Eine erfolgreiche Gesellschaft organisiert sich von unten rauf. Je kleiner die Organisationseinheit, desto größer ist für den Einzelnen die Übersicht und damit die Kontrolle. Damit muß aber auch untrennbar verbunden sein, daß dieses Geld, welches in diesen Einheiten ausgegeben wird, auch dort eingehoben wird. Erst dann, und nur dann, werden wir Bürger unsere Politiker an ihrer Verantwortlichkeit messen können.

    Davon sind wir aber noch meilenweit entfernt. Alleine an der Tatsache, daß heute allerorts nur mehr gerettet wird, zeigt das Ausmaß der Fehlentwicklungen. Wir sind zur Rettergesellschaft geworden, um zu reparieren, was vorher kaputt gegangen ist.
    Warum denn nicht gleich richtig machen? Die Schweiz zeigts uns vor!

  27. Wertkonservativer
    29. Januar 2013 05:46

    Meine Meinung zur EU, dem Euro, und kürzlich auch zu Herrn Cameron, ist hier deponiert.

    Was den britischen Premierminister betrifft, wage ich es - trotz seiner Tory-Herkunft - zu bezweifeln, dass er als EU-Retter in die Geschichte eingehen wird!

    Wie gesagt, es kann auch anders kommen! Wenn er weiter glaubhafte Ideen bringt und sie auch umzusetzen versteht, wird ihm mein Applaus sicher sein!

    Meine Zweifel bleiben jedoch aufrecht!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  28. RR Prof. Reinhard Horner
    29. Januar 2013 02:58

    reinhard.horner@chello.at

    Ein "Verzweiflungs-Vorstoß" Camerons? Cameron und Merkel als die klugen Europa-Politiker?

    Als Konklusion die Verbesserung der Wettbewerbspolitik als das absolut wichtigste Ziel? Und nicht auch eine zukunftstaugliche Kooperationspolitik?

    • brechstange
      29. Januar 2013 08:02

      Sg Hr. Prof. Horner,
      es gibt meines Erachtens keine zukunftstaugliche Kooperationspolitik, die Politikern in ihrem ureigensten Machtinteresse vorschwebt.
      Kooperationen müssen freiwillig entstehen und wieder aufgelöst werden können. Der faire freie Wettbewerb bestimmt über Kooperation und Nichtkooperation. Alles andere ist eine Einschränkung der Wirtschaftskraft und Motivation der einzelnen Menschen, auf die es aber in erfolgreichen Volkswirtschaften ankommt, somit ist verordnete Kooperation mehr als kontraproduktiv. Sie ist dikatorisch.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      29. Januar 2013 13:14

      reinhard.horner@chello.at

      Sg. Hr. brechstange!

      Um "verordnete" Kooperation geht es nicht. Hinsichtlich des Unwerts einer solchen stimme ich Ihnen zu.

      Wesentlich anders verhält es sich mit der Leitung der kulturellen Entfaltung der Menschheit durch Kooperationsprozesse, die schließlich auch in der natürlichen menschlichen Evolution aufzufinden sind.

      Die Irrwege, alles auf "freien" Wettbewerb ohne geregelte Toleranzen zu gründen, sind in einer Welt der Menschheit von 7 Milliarden plus heillos ruinös.

      MfG

  29. S.B.
    29. Januar 2013 02:25

    Man hat in der EU an einer Wegkreuzung mit der Einführung dieser Einheitswährung für sich viel zu unterschiedlich entwickelnde Volkswirtschaften den falschen Weg eingeschlagen und damit eine Hürde geschaffen, welche die Realisierung des dringend notwendigen Subsidiaritätsprinzips so gut wie verunmöglicht.

    Abgesehen von der nicht mehr nachvollziehbaren Verordnungs- und Regulierungswut in Brüssel - sowohl in praktischer als auch in (links-)ideologischer Hinsicht, die jedoch viel leichter zu ändern wäre - schwächt der Euro die Union genau da, wo sie in der Vergangenheit am stärksten war, nämlich bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf einem funktionierenden Binnenmarkt.
    Diese schwerwiegende Entscheidung ist fast nicht mehr rückgängig zu machen und guter Rat wird immer TEURER!

    David Cameron hat zwar die richtige "Diagnose" gestellt, aber bis jetzt leider keine eindeutige "Erfolgstherapie" verordnet, außer daß er für sein Heimatland klugerweise ausgeschlossen hat, jemals der Euro-Währung beizutreten, womit er eine Hauptwurzel des Übels aufzeigt. Auch Merkel beweist Problembewußtsein, bleibt jedoch ebenso konkrete Lösungen schuldig.

    Vielleicht wäre tatsächlich ein erster Schritt heraus aus diesem Dilemma und hin zur konkreten Einleitung vermehrter Subsidiarität, daß unser derzeitiger Einheits-Euro ersetzt wird durch ein System untereinander frei konvertierbarer „Nationaleuros“. Ein erster Befreiungsschlag, dem nach und nach durch die wirtschaftliche Erholung der europäischen Gemeinschaft noch viele weitere - vor allem WETTBEWERBSFÖRDERNDE - folgen müßten.
    Noch ist Europa nicht verloren, es fehlt nur an mutigen Volksvertretern, die nach dem Prinzip handeln = Problem erkannt - Problem gebannt!!

    • Brigitte Imb
      29. Januar 2013 02:39

      Es stellt ein Problem dar, daß die Volksvertreter nicht mehr die Interessen des Volkes vertreten, sondern andere Herren bedienen.

    • S.B.
      29. Januar 2013 20:14

      @Brigitte Imb

      Ja, stimmt schon und dagegen hilft nur WIDERSTAND sowie immer wieder ABWÄHLEN!

  30. Brigitte Imb
    29. Januar 2013 02:10

    Die europäische Verbürokratisierung mit ihrer zunehmenden Freiheitsbeschränkung findet in der EU Bevölkerung keinen Rückhalt, speziell der westliche Teil dieser Union fühlt keinen Fortschritt und aufgrund der Reglementierungen und Gesetzesüberflutung eher einen Rückschritt.
    Camerons offene Rede wird die EU verändern. Womöglich nicht gleich - die Systeme pflegen träge zu reagieren -, aber die leistungsbereite Gesellschaft und die steuerzahlende Bürgerschaft beginnt sich zur Wehr zu setzen und wird die dikatorischen EU Elemente mehr und mehr verweigern.
    Wie schade, daß in der sehr teuren EU Politik Abraham Lincolns Zitat - "Staatskunst ist die kluge Anwendung persönlicher Niedertracht für das Allgemeinwohl" - nicht im geringsten zum Tragen kommt, denn diese EU Graden haben alles andere im Sinn als das Allgemeinwohl.
    Ein Hoch auf David Cameron, der dieser EU vielleicht wieder reges Leben einhauchen konnte, anstatt wilder Reglementierungswut.

    • dssm
      29. Januar 2013 10:05

      Herr Cameron hat eine schöne Sonntagsrede gehalten.

      Immer wieder beobachte ich folgende Reihenfolge:
      Maßnahmen, welche die Bevölkerung nicht gerne sieht.
      Unzufriedenheit in der Bevölkerung .
      Eliten versuchen durch medialen Meinungsterror zu beschwichtigen.
      Wenn das schief geht, brodelt es noch mehr.
      Urplötzlich kommt der einsame Ritter und spricht die Missstände an.
      Es wird herumdiskutiert, medial ein Feuerwerk gezündet.
      Die Bevölkerung denkt es wird jetzt besser und gibt eine Ruhe.
      Die ursprüngliche Maßnahme bleibt und neues Drangsal folgt bald.

    • Brigitte Imb
      29. Januar 2013 17:09

      dssm,

      Sie rauben mir alle meine Illusionen........ :-(

  31. Helmut Oswald
    29. Januar 2013 02:06

    Das System bricht zusammen, wie ein Kartenhaus.

    Es ist sehr wichtig, daß die Briten es sind, welche die Liquidierung dieser ungeheuerlichen Fehlentwicklung eingeleitet haben. Zum einen, weil die Schuldzuweisung am Scheitern des Konzeptes nicht an den Deutschen kleben bleiben darf - für diesen Schritt ist der britischen Politik ausdrücklich Anerkennung zu zollen - deren Kanzlerin bis zum politischen Widersinn und zur Torheit ('es gibt keine Alternative') den Brüsseler Ansatz versuchte zu halten. Was einer vollständigen Preisgabe und Aufopferung der deutschen Interessen entsprochen hätte, würde es tatsächlich so wie von Merkel angekündigt auch durchgezogen werden. Nun aber wird der gestrenge Lehrmeister der Lateinischen nicht mehr in Berlin gesucht werden - denn sie hören es nicht gerne, aber selbst aus Russland kommt die Botschaft, die unüberhörbar lautet: ihr leistet zu wenig.

    Man stelle sich vor, ein deutscher Publizist oder Politiker hätte diese Wahrheit ausgesprochen. Das hysterische Gekreische der landauf - landab umtriebigen Tugendwächter, die in ihrer tuntigen Betulichkeit in Permanenz Belehrungen und hilfspolizeiliche Strafaktionen veranstalten, spricht einer bloß die Wahrheit aus, die ohnehin jeder sehen kann, sie würden serienweise einem Herzinfarkt erliegen rührte eine Persönlichkeit deutscher Zunge an ihre linken Dogmen.
    Sarrazin hat davon einen Vorgeschmack, wie Linke ihre Denkverbote durch Terror umzusetzen pflegt. Sie wird auch hieran zuletzt scheitern.

    Nur Sozialisten und Grüne glauben, daß die Nationen, daß die Völker keine Kategorien der Politik sind. Das Versagen der Brüsseler Diktatur aber an den Verschiedenheiten der Kulturen und Traditionen, an den Verschiedenheiten der Nationen ist so offenkundig, daß wohl auch diese postmarxistische Dogma vom Denkmal stürzen wird.

    Schade ist es bloß um das Projekt einer europäischen Leitwährung neben dem Dollar. Aber unter diesen Bedingungen und Vorgaben ist das eben nicht zu machen. Doch ist auch hier noch lange nicht aller Tage Abend. Denn immer noch gilt auch in unseren Zeiten, der Starke ist am Mächtigsten alleine.

    • diko
      29. Januar 2013 08:07

      ************!

    • Johann Scheiber
      29. Januar 2013 08:11

      In dem von mir heute schon verlinkten Beitrag von John Laughland spricht dieser im Zusammenhang der postmodernen, supranationalen Gebilde und Werteherrschaft, dass die Postmoderne mit der Verdrängung von Glauben und Recht gleichzeitig vormoderne, längst überwunden geglaubte Zustände wiederherstellt, namentlich das Tabu! Unter der Kategorie des Tabus erwähnt er dann die Political Correctness, mit der System-Intelektuelle "Andersgläubigen" den Diskurs verbieten wollen.

    • Helmut Oswald
      29. Januar 2013 08:42

      Johann Scheiber - in der Tat - wie treffend in der Analyse. Die linke PC Gesellschaft bedeutet einen Rückfall in den Kral und seine von Schamanen dirigierte Voodoo - Gesellschaft.

    • Undine
      29. Januar 2013 09:32

      @Helmut Oswald

      ************!

    • Haider
      30. Januar 2013 00:03

      Eigentlich könnte einem ja Deutschland leid tun. Je mehr sie in die EU einzahlen, umso mehr werden sie geprügelt. Da sie sich dem Deutschland-Pashing selbst auch mit größtem Eifer widmen (der deutsche Selbsthaß ist unüberbietbar), reduziert sich mein Mitleid allerdings auf Null.
      Ceterum censeo: Europa ist für diese EU zu schade!

  32. byrig
    29. Januar 2013 01:01

    man mag cameron durchaus nicht als retter europas sehen.
    aber er hat als preminierminister great britains sehr wichtige fragen gestellt.
    und diese fragen stellen die bürger europas seit langem.
    cameron hat sie als erster politiker gestellt.awesome!

  33. Helmut HGR.
    29. Januar 2013 00:58

    @ Doktor Unterberger,
    was für ein phantastischer Beitrag. Da ist richtig dargestellt, was unser Problem ist.
    Von unseren Politikern, Kammern, Medien ist leider nicht zu erwarten, daß sie unseren falschen Weg erkennen, auf den wir geführt werden.

    Das Volk, die Wähler, erkennen eher, daß da was faul ist. Das sieht man bei Befragungen. Aber massiv die Stimme erheben, das geschieht auch nicht. Dazu geht es den Leuten noch zu gut.

    Schade, daß Dr. U. nicht mehr Chefredakteur ist. Da hätte seine Stimme mehr Gewicht.
    Seine Meinung hat den Regierenden nicht gepaßt. Drum wurde er auch zum Schweigen gebracht.

    • GOP
      29. Januar 2013 07:28

      @ Helmut HGR.
      ...Schade, daß Dr. U. nicht mehr Chefredakteur ist. Da hätte seine Stimme mehr Gewicht.

      Andreas Unterberger könnte sich ja in einer bereits existierenden oder neuen Partei einbringen und somit beitragen, unser Land wieder besser zu gestalten.

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      30. Januar 2013 11:22

      GOP
      29. Januar 2013 07:28

      Es ist für uns ein Segen, dass Dr. Unterberger nichtmehr Chefredakteur ist.

      Sein Vorzug ist, dass er unbehindert seine Meinung und sein Wissen an alle, die es hören wollen weitergeben kann und uns die Möglichkeit gibt unsere meinungen einzubringen.
      Er hat durch diesen Blog eine Möglichkeit geschaffen zu seinen Ansichten auch Kommentare in die Öffentlichkeit zu bringen, die anderswo der Zensur verfallen wenn sie irgendeinem Hallawachel nicht gefallen.
      DR Unterberger wurde NICHT zum Schweigen gebracht! Er ist lauter zu hören als wäre er NUR Chefredakteur!
      Eine Partei zu gründen zersplittert nur und wird von der anderen Parteien und den Medien niedergemacht!
      In einer bestehenden Partei wird er von den Mitregierenden ins Abseits gedrängt.

    • GOP
      02. Februar 2013 07:37

      kaffka (keine Partnerin) (kein Partner):
      S.g. gnädigte Frau,
      Ihren Meinung entsprechend kann Dr. U. also nur weiterhin MIßstände aufzeigen und hoffen, dass die "Etablierten" Kurskorrekturen vornehmen. Oder habe ich Sie falsch verstanden?

  34. byrig
    29. Januar 2013 00:57

    ich habe mir david camerons rede vollständig angehört und angesehen,ebenso die reaktion von nigel farange.
    eigentlich ist jeder punkt seiner vorstellungen und forderungen zu unterstützen,zumal es cameron durchaus nicht um eine sonderstellung great britains geht,sondern um europa insgesamt.
    unterm strich fordert er eine zurückstellung der macht und befugnisse an die nationalstaaten in vielen belangen bei gleichzeitiger koordinierung der märkte.

    aber sicher nicht die berüchtigte gurkenkrümmung und das glühbirnenverbot.
    für österreich ist sicher wichtig,dass wir nicht unter das vorherrschende diktat der linken p.c. fallen bzw uns ähnliches gefallen lassen.
    und das geht nur dann,wenn wir die macht der eu etwas zurückschrauben,also eu-gesetze hier in ö nicht mehr einfach durchwinken.





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