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Fußnote 354: Eine Chance für die Mozartkugel

Da schau her: Franz Vranitzky sagt etwas sehr Kluges wie Mutiges.

Der Altbundeskanzler hat beim Thema der internationalen Österreich-Denunziation viel Übles auf dem Kernholz. Aber jetzt ist er mit sehr Vernünftigem zu vernehmen und verdient dafür volle Anerkennung. Er spricht sich im Samstag-„Kurier“ für die einstweilige Beibehaltung der Wehrpflicht aus. Und noch mutiger ist sein zweiter Gedanke: Österreich solle „Allianzen suchen und für eine Verteidigungspolitik auf europäischer Basis eintreten“. „Bevor es ein solches Konzept gibt, rate ich von der vorschnellen Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht ab“. Ein halbes Jahrhundert hat es keine so absolut richtige Empfehlung eines Sozialdemokraten zu den Kernfragen der österreichischen Sicherheitspolitik gegeben. Nur schade, dass das erst zu einem Zeitpunkt kommt, da sich ÖVP und FPÖ wieder komplett von genau dieser Haltung verabschiedet haben. Dabei haben sie sich etliche Jahre vehement für genau dieselbe Politik eingesetzt. Die ÖVP hatte diese damals sogar zum wichtigsten Punkt der großkoalitionären Debatten erhoben (Stichwort: „Mozartkugel“ Neutralität entsorgen). Gewiss: Vranitzky hat heute Null Pouvoir, für die SPÖ zu sprechen. Aber wer hat das schon im totalen geistigen Vakuum der Faymann-Zeit? Hätte die ÖVP jetzt zumindest einen Außen- oder Sicherheitspolitiker, der sich um mehr als den Sudan zu kümmern versteht, dann könnte nun vielleicht sogar ein fruchtbarer Dialog zu dem Thema beginnen. An dem könnte sich auch die FPÖ beteiligen, wenn dort Außenpolitik mehr wäre als Anbiederung an mittelasiatische Diktatoren. Und das BZÖ mit immerhin einem ehemaligen Verteidigungsminister, solange es noch existiert.

 

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