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Es droht Krieg und kein Europäer merkt es

Lesezeit: 7:00

Während Europa unter den Folgen jahrzehntelanger Schuldenwirtschaft stöhnt, zieht am Horizont eine noch schlimmere Gefahr auf als der Zusammenbruch von Wirtschaft und Währung: Die Kriegsgefahr im Nahen Osten wächst von Woche zu Woche. Und nur Illusionisten können zweifeln, dass das nicht nur in Hinblick auf die Energieversorgung eine katastrophale Bedrohung für Europa darstellt. Daran ändert es natürlich auch nichts, dass in Europa diese Kriegsgefahr gerne verdrängt wird. Ursache dieser Verdrängung ist einerseits die Konzentration auf die Finanzkrise, andererseits das generelle Fehlen einer konsistenten europäischen Außenpolitik.

Zwar sind mehrere Vertragsänderungen der EU mit der Notwendigkeit einer starken europäischen Außenpolitik begründet worden. Ans Ziel geführt haben diese Änderungen aber offensichtlich nicht. Das merkt man schon daran, dass die Mitgliedsstaaten sämtliche europäische Führungsfunktionen mit schwachen Persönlichkeiten besetzt haben, ob es nun der Kommissions- oder der Rats-Präsident ist oder die Außenbeauftragte.

Wirkliche Großmächte dieser Welt wie insbesondere China machen sich trotz aller asiatischen Höflichkeit gerne lustig über die außenpolitische Profillosigkeit Europas. Und sie reden daher lieber mit der deutschen Bundeskanzlerin als mit einem dieser Exponenten Brüssels, wenn sie ernsthaft verhandeln wollen.

Die europäischen Großmächte sind sehr klein geworden

Aber auch die europäischen Großmächte selbst schrauben ihre außenpolitischen Ambitionen herunter. Frankreich und England haben bei ihrer letzten Aktion – den Luftangriffen auf Libyen – gelernt, dass das sehr teuer war, und dass man dennoch in Libyen keineswegs eine echte Verbesserung der Verhältnisse erreichen konnte. Sie sind daher außenpolitisch leise geworden – und wirtschaftlich zunehmend angeschlagen. Deutschland wiederum hat als Universalfeuerwehr Europas genug Sorgen, es ist außenpolitisch auch schon vor der Krise außerhalb Europas traditionell vorsichtig und zurückhaltend gewesen; und es hat jetzt überdies einen Außenminister, der nicht wirklich als Schwergewicht oder besonders weise gilt.

Die nächstgroßen Länder Italien und Spanien hängen überhaupt groggy in den Seilen. Daher ist ihnen die frühere Lust auf eine lautstarke Mittelmeer- oder Lateinamerikapolitik komplett vergangen. Und die kleineren Europäer waren weltpolitisch naturgemäß immer schon irrelevant. Österreich zum Beispiel hat seit dem EU-Beitritt und der Balkanpolitik des Alois Mock nicht einmal eine nennenswerte Europapolitik, sondern bloß eine sich selbst verwaltende Außenpolitik (mit einer einzigen Unterbrechung durch das mutige Nein von Schüssel und Plassnik in Sachen Türkei-Beitritt).

Vom Balkan bis Nahost fehlen Europa Konzept und Strategie

Freilich muss man realistisch sein: Europa kann den drohenden Ausbruch eines Krieges zwischen Israel und Iran wie auch die zunehmende Eskalation zwischen Israel und Ägypten wie auch die Zuspitzung des syrischen Bürgerkriegs wie auch die Turbulenzen in weiteren arabischen Ländern nicht verhindern. Das gelingt auch den militärisch wie außenpolitisch viel mächtigeren Vereinigten Staaten nicht. Druck der Außenwelt auf regionale Hitzköpfe hätte ohnedies nur dann eine Erfolgsgarantie, wenn sowohl Amerika wie China wie Russland wie Europa einmal mit einer Stimme sprechen. Was leider nur ein Wunschtraum ist.

Aber auch bei realistischer Sicht ist die außenpolitische Absenz Europas deprimierend. Man hat den Eindruck, alle anderen drei großen Welt-Akteure haben ein klareres Konzept für den nahöstlichen und arabischen Raum als Europa. Dabei zeigt schon der Blick auf die Landkarte, dass die Möchtegern-Weltmacht Europa den Krisenzentren näher liegt als alle anderen globalen Mächte. Zusätzlich wäre Europa auch dadurch ganz besonders gefordert, dass die USA einen schleichenden Rückzug von ihrer Rolle als universeller Weltpolizist eingeleitet haben.

Aber Europa ist nicht einmal auf dem eigenen Territorium imstande, den Zypernkonflikt, also die Besetzung von EU-Territorium durch eine fremde Macht zu lösen. Es kann auch in der unmittelbaren Nachbarschaft keine funktionierenden Staatsmodelle für den Kosovo und Bosnien durchsetzen. Die EU kann sich weder dazu aufraffen, die De-Facto-Segmentierung dieser beiden Staaten anzuerkennen – sie ist aber natürlich auch völlig außerstande, militärisch eine staatliche Einheit durchzusetzen. Denn der gemeinsame Nenner der europäischen Politik ist die Immobilität.

Die nahöstlichen Christen wurden aufgegeben

Was könnte, was müsste Europa in Nahost konkret besser machen? Es müsste sich vor allem einmal auf überschaubare Ziele konzentrieren. Das wäre insbesondere der Schutz der Christen im Irak und Syrien, die derzeit zu Hunderttausenden verfolgt und vertrieben werden. Aber statt dessen hat sich die europäische Politik ohne Rücksicht auf die Konsequenzen in eine fast infantile Begeisterung für die islamistischen Revolten hineintreiben lassen.

Noch schlimmer ist das Versagen Europas in der gefährlichsten Konfliktzone, nämlich jener zwischen Israel und Iran. Mittlerweile sind die Beweise überwältigend, dass Iran knapp vor der Fertigstellung von Atomwaffen steht. Auch die Internationale Atomenergiebehörde – die sich vor dem Irak-Krieg der amerikanischen Propaganda gegen Saddam Hussein entgegengestellt hatte, die daher zweifellos große Glaubwürdigkeit besitzt – hat reihenweise diesbezügliche Alarmmeldungen veröffentlicht.

Die iranische Bombe ist für Israel unerträglich

Eine iranische Atombombe bedeutet aber für Israel eine lebensgefährliche Bedrohung. Denn Atombomben in den Händen eines Regimes, das den Holocaust verherrlicht, sind für das Land unerträglich. Zugleich sind die bevölkerungsreichen islamischen Länder mit ihren wirren Kompensationsversprechungen für das Jenseits leichter als jede andere Kultur  imstande, einen Atomkrieg zu riskieren. An dessen Ende wären das kleine Israel und all seine Einwohner mit Sicherheit ausgelöscht, während ein Teil der moslemischen Menschheit überlebt.

Die Gefahr durch eine iranische Bombe wird noch durch die innerislamischen Rivalitäten verschärft: Wer sich von den drei um die Führung ritternden Ländern Iran, Saudi-Arabien und Ägypten am aggressivsten gegen Israel stellt, dem jubeln die durch den Islam verarmten und radikalisierten Massen am lautesten zu.

Botschaften nach Jerusalem landen in Teheran

Daher hätte es für jeden verantwortungsbewussten Politiker der Außenwelt seit Jahren oberste Pflicht sein müssen, den Druck auf den Iran zu erhöhen und diesen vor allem glaubwürdig auszuüben. Das wäre die beste Chance gewesen, den Iran zum Verzicht auf die Atomwaffenentwicklung zu bewegen und solcherart die Kriegsgefahr zu beenden.

Doch sind aus Europa nie wirklich konsistent glaubwürdige und entschlossene Signale nach Teheran gesandt worden. Der Kontinent erweckt den Eindruck, nur auf amerikanischen Druck und nur halbherzig bei den Sanktionen gegen Iran mitzumachen.

Botschaften an Israel werden vor allem in Teheran gehört, das daraus seine Rückschlüsse zieht. Sie werden als Signal aufgenommen, dass man ohnedies mit dem Bombenbasteln fortfahren könne. Daher sind die ständigen öffentlichen Warnungen an Israel, auf einen Präventivschlag gegen Iran zu verzichten, gefährlich und kriegsfördernd. Denn selbst wenn man der Meinung wäre, Israel solle der Fertigstellung der iranischen Bombe tatenlos zusehen, wäre es klug und die einzige friedenstiftende Politik gewesen, das niemals öffentlich zu sagen. Was aber etwa ein Herr Westerwelle ständig tut.

Wer begreift, wie sehr die Erinnerung an den Holocaust verständlicherweise den harten Kern der Identität Israels bildet, dem muss außerdem klar sein, dass solche Warnungen an Israel völlig sinnlos sind. Der jüdische Staat ist durch und durch von einem „Nie wieder“ geprägt: Man will sich nie wieder wehrlos abschlachten lassen.

An der Dummheit und Gefährlichkeit der europäischen Nahostpolitik ändert auch der Umstand nichts, dass auch die amerikanische Politik zunehmend solche gefährlichen Signale der Unsicherheit aussendet. Diese sind aber derzeit wenigstens durch den Wahlkampf erklärlich, in dem man sich keinesfalls durch einen israelischen Präventivschlag mit all seinen ungewissen und gefährlichen Konsequenzen stören lassen will.

Aber es steht außer Zweifel, dass eine iranische Bombe noch viel gefährlicher ist als ein zweifellos ebenfalls hochriskanter israelischer Präventivschlag.

 

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorphaidros
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. September 2012 06:27

    Kriegsgefahr im Nahen Osten ... dass das nicht nur in Hinblick auf die Energieversorgung eine katastrophale Bedrohung für Europa darstellt.

    Ein ziemlich guter Grund, möglichst rasch Alternativen zu entwickeln, würde ich sagen, und nicht immer auf alles hinzudreschen, was keine Abgase macht.

    @Iranische Atombombe

    Israels Atomwaffen können Ziele auf der ganzen Welt erreichen. Außerdem weiß jeder Kamelschneuzer, dass der Vergeltungsschlag von den USA geführt wird, selbst wenn sämtliche israelische Waffen noch in den Silos ausgeschaltet werden könnten.

    Wir werden also eine Nauauflage eines kalten Krieges mitsamt Gleichgewicht des Schreckens erleben.

    , während ein Teil der moslemischen Menschheit überlebt.

    Ebenso wie ein (Groß-?)Teil der jüdischen.

    Druck auf den Iran zu erhöhen

    Ja, wie denn? Machen diese Leute den Eindruck, als ob sie sich Druck beugen würden? Kann man einem Fanatiker etwas abpressen? Versuchen Sie mal, Druck auf einen Geiselnehmer oder Terroristen auszuüben - ich meine, alle Spezialisten würden Ihnen abraten.

    BG phaidros.vie@gmail.com

  2. Ausgezeichneter Kommentatorcontra
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. September 2012 00:53

    Nachdem Europa und die EU nicht nur wirtschaftlich viel zu sehr mit sich selbst im Inneren beschäftigt sind, kann man eine geschlossene Außenpolitik trotz dieser hier beschriebenen, akuten Kriegsgefahr im Nahen Osten nicht erwarten.

    Da Brüssel hauptsächlich als Versorgungsort für erfolg- bzw. profillose Politiker der einzelnen Mitgliedsstaaten gesehen wird, ist auch eine Änderung dieser Zustände nicht zu erwarten.
    Und schon gar nicht, wenn man bedenkt, daß in der Vergangenheit nicht einmal der Balkankonflikt in den eigenen Reihen - ohne Hilfe der USA - gelöst werden konnte. Wie soll sich da ein sinnvolles Eingreifen sowie Ausschöpfen friedlicher Möglichkeiten bei der schwelenden Iran-Israel-Kriegsgefahr entwickeln?

    Jedenfalls sehe ich in einem israelischen Präventivschlag keine Lösung und die heraufbeschworene Atombombenentwicklung, welche angeblich im Iran stattfindet, erinnert fatal an die Massenvernichtungswaffen-Hysterie bei Saddam Hussein, die sich niemals bewahrheitet hat.
    Die damals als bewiesen präsentierten, einsatzfähigen B- und C-Vernichtungswaffen Husseins wurden bis heute nicht gefunden.
    Siehe auch:
    http://tinyurl.com/cgf3vxc

    In Anbetracht dieser Fakten scheint es ausnahmsweise vielleicht sogar empfehlenswerter, wenn Europa etwas bedächtiger mit den diversen Bedrohungsszenarien umgeht!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. September 2012 15:18

    Israel hat ~ soviele Einwohner wie die Schweiz, der Iran 10x soviele. Warum ein Krieg mit 10x sovielen Opfern als notwendig beschrieben wird, entzieht sich meinem Wissen und meiner Ethik. In dei USA leben mehr Juden als in Israel und ein Angriff auf Israel wäre Selbstmord. Der Rest ist Kriegstreiberei der Medien, gemäß dem "Anspruch auf Lebensraum im Osten". Das hatten wir schon und brauchen es nicht nochmals. MacAthur, Sieger im Pazifikkrieg, wurde abgesetzt, als er einen Atomeinsatz gegen Hanoi forderte. Damals gab es noch Moral.
    Der Iran ist weit demokratischer als die Vasallen der USA in nahen Osten.
    Der Versuch Atomraketen in Kuba zu stationieren führte beinahe zum WWIII. Ebenso griffen die USA Granada an, weil dort angeblich Kubaner eine Startbahn bauten. Das war PC-korrekt. Wenn die USA in Syrien, also an der russischen Grenze, Krieg führen um ihr System an die Macht zu bringen und dort Atomraketen stationieren, ist es PC-korrekt, wenn RU und China etwas dagegen hat ist es PC inkorrekt. Quod lizet Iovi, non lizet bovi.
    Die EU (NICHT Europa!!!) hat mit den USA gemeinsam Angriffskriege geführt, die in den betroffenen Staaten alles verschlechtert haben, die Anzahl der täglichen Todesopfer vervielfacht und die winzigen demokratischen Strukturen durch tyrannische Vasallen ersetzt. Dafür gehören die Bodenschätze nicht mehr den Eingeborenen, sondern der US-Finanz. Die blöden EU´ler sind Mitschuld, aber bekommen nichts.
    Der Weltpolizist USA hat gelernt, daß er es für 3/4 der Menschheit nicht ist. Auch im Iran hat er eine mörderische Vergangenheit. BP ist für Iraner ein Reizwort.
    Ich bin gegen jeden Atomkrieg!

  4. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. September 2012 06:49

    Österreichische Außenpolitik? Fehlmeldung! Wir haben zwar einen Vizekanzler, welcher "nebenbei" auch Außenminister ist, aber er ist zu sehr mit der Innenpolitik beschäftigt, dass er sich eben "nicht um alles kümmern kann".

    EU-Außenpolitik? Doesn't exist. Catherine Margaret Ashton, die Baroness Ashton of Upholland dient der EU-Kommission nur als Feigenblatt für nicht vorhandene außenpolitische Interessen. Mehr soll sie gar nicht machen, denn die großen EU-Staaten kochen jeweils ihr eigenes außenpolitisches Süppchen.

    Vor der US-Präsidentenwahl Anfang November werden es die USA nicht zulassen, dass Israel den Iran angreift. Und danach? Dies hängt auch davon ab, welcher Präsident gewählt wird und wie stark die Ostküstenjuden auf ihn Einfluss ausüben werden. Israel trägt an der derzeitigen Spannung im Nahen Ostern eine Mitschuld. So werden die Palästinenser sein Jahrzehnten in einem Getto ohne Zukunftsperspektive gehalten. Kritik dazu - besonders aus D und A - wird gleich mit der sog. Nazikeule beantwortet und ist daher auch bei uns offiziell nicht erwünscht.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. September 2012 09:01

    Wir brauchen uns über die jüdischen und iranischen Fanatiker im Nahen Osten keine Gedanken machen, denn Israel bestimmt via USA sowieso, was der europäische Hinterhof zu tun, oder zu lassen hat!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorefrinn
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. September 2012 03:24

    Lieber contra, in diesem Fall kann von Hysterie keine Rede sein. Die Fakten liegen diesmal klar auf dem Tisch und sind kein Hirngespinst von Geheimdiensten. Wenn nicht schnell gehandelt wird, sehe ich eine schreckliche Entwicklung. Und die kann nur abgewendet werden, wenn sich das potentielle Opfer mit aller Kraft wehrt. Solange es das noch kann!
    Meine berufliche Tätigkeit ermöglichte mir, Informationen zu bekommen, die mir das Grausen lehrten. Die Berichte der IAEO sind, wenn man informierten Freunden im Land glauben kann, euphemistisch und beschwichtigend.
    Ich würde sagen: wehret den Anfängen, wenn das nicht schon zu spät ist !!
    Und das gilt nicht nur für Israel.

  7. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. September 2012 17:15

    Halb OT: In der ORF-Diskussionsrunde am Sonntag hat der ziemlich dubios agierende Militärkommandant von Wien emotional extrem weit ausgeholt, um zu schildern, dass er anläßlich der Grenzeinsatzes im Jugoslaeinkonfliktes dort mit 3-Monat - Rekruten als deren Kompaniekommandant im Einsatz gewesen sei, um dann hinzuzufügen, dass er so eine Situation nicht mehr erleben wolle.

    Der Miliz-Chef Paulus hat ihm geantwortet, dass er mit voll einsatzbereiten Milizverbänden zu der Zeit gerade geübt hat, dass aber die Politik entschieden hätte, die Miliz abrüsten zu lassen und gleichzeitig den Befehl gegeben hat, die Jungspunde an die Front zu schicken.

    Ich finde, dass, wenn das stimmt, den dafür verantwortlichen Politikern noch der Prozess zu machen ist.

    Der Herr Militärkommandant hat natürlich ziemlich schief geschaut, als ihn Paulus mit der Wahrheit konfrontiert hat, die er möglicherweise, um für das Berufsheer zu agitieren, verschwiegen hat.

    Ich hoffe sehr, dass dieses ganze Lügengebäude um ein Berufsheer durch eine vernünftige Abstimmung der Bevölkerung zusammenbricht.

    Eingeblendet wurde in der Sendung einige Interviesequenzen mit General Entacher, der sehr sympatisch und kompetent dem Gefasel der Abschaffer entgegentrat.
    Als ehemaliger Milizoffizier bin ich dem Herrn General Entacher für seinen mutigen Einsatz sehr dankbar und ich denke, dass der Widerstand durch ihn in dem ganzen Entscheidungsprozess noch sehr wichtig sein wird.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    12. September 2012 10:06

    Warum wurde die EU-Außenpolitik zentralisiert und einer britischen Aristokratin unterstellt? Dass sie direkt aus Washington gesteuert werden kann?

    Wie souverän die europäischen Staate noch sind, zeigt dieser Spiegel-Artikel:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-will-mitsprache-bei-deutschen-ruestungsexporten-a-854756.html

    "Ein geplanter Export nach Saudi-Arabien empört Israel. Die israelische Regierung plant eine feste Gesprächsrunde mit Berlin, um bei deutschen Waffenexporten künftig mitzureden. Jedes Mal, wenn die Bundesrepublik Rüstungsgüter in die arabische Welt exportieren will, soll zunächst Jerusalem gefragt werden."

    Ich frage mich:

    -Warum wird Ahmadinejad absichtlich falsch übersetzt, denn von einer Tilgung Israels von der Landkarte hat er nie gesprochen?
    -Warum kämpft die NATO in Europa und Nahost (Syrien/Lybien) so emsig für islamische Ziele?
    -Warum kämpfen unsere Politiker so emsig für islamische Ziele dort?
    -Warum müssen dann die Flüchtlinge dieser Konflikte immer ausgerechnet im leistungsfähigen Herz Europas aufgenommen werden?

    Wirkich alle nur vom Ölgeld gekauft? Ich halte es für unwahrscheinlich.

    Wir haben ja einen großen Bruder jenseits des Atlantiks und der hat genau die gleichen demographischen Probleme wie wir. Was würde passieren, wenn Europa von den Moslems übernommen wird?

    Alle Reichen und Leistungsfähigen würden sehen, dass sie wegkommen - und die Auswahl an Zielländern ist nicht sonderlich groß. Die USA würde auf jeden Fall genau das bekommen, was sie braucht, Geld und leistungsfähige Zuwanderer - und so ganz nebenbei wäre Europa auch noch als Wirtschaftskonkurrent verschwunden.

    Nachteile für die USA? Sehe ich grad keine.

alle Kommentare

  1. Jetsin (kein Partner)
    07. Februar 2015 03:24

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  6. RR Prof. Reinhard Horner
    20. September 2012 14:02

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    Auch diese Problematik führt die Notwendigkeit einer entscheidend besseren, einer stärkeren EU vor Augen. Und die Verderblichkeit der Bestrebungen für deren Abbau.

  7. Gasthörer (kein Partner)
    12. September 2012 10:06

    Warum wurde die EU-Außenpolitik zentralisiert und einer britischen Aristokratin unterstellt? Dass sie direkt aus Washington gesteuert werden kann?

    Wie souverän die europäischen Staate noch sind, zeigt dieser Spiegel-Artikel:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-will-mitsprache-bei-deutschen-ruestungsexporten-a-854756.html

    "Ein geplanter Export nach Saudi-Arabien empört Israel. Die israelische Regierung plant eine feste Gesprächsrunde mit Berlin, um bei deutschen Waffenexporten künftig mitzureden. Jedes Mal, wenn die Bundesrepublik Rüstungsgüter in die arabische Welt exportieren will, soll zunächst Jerusalem gefragt werden."

    Ich frage mich:

    -Warum wird Ahmadinejad absichtlich falsch übersetzt, denn von einer Tilgung Israels von der Landkarte hat er nie gesprochen?
    -Warum kämpft die NATO in Europa und Nahost (Syrien/Lybien) so emsig für islamische Ziele?
    -Warum kämpfen unsere Politiker so emsig für islamische Ziele dort?
    -Warum müssen dann die Flüchtlinge dieser Konflikte immer ausgerechnet im leistungsfähigen Herz Europas aufgenommen werden?

    Wirkich alle nur vom Ölgeld gekauft? Ich halte es für unwahrscheinlich.

    Wir haben ja einen großen Bruder jenseits des Atlantiks und der hat genau die gleichen demographischen Probleme wie wir. Was würde passieren, wenn Europa von den Moslems übernommen wird?

    Alle Reichen und Leistungsfähigen würden sehen, dass sie wegkommen - und die Auswahl an Zielländern ist nicht sonderlich groß. Die USA würde auf jeden Fall genau das bekommen, was sie braucht, Geld und leistungsfähige Zuwanderer - und so ganz nebenbei wäre Europa auch noch als Wirtschaftskonkurrent verschwunden.

    Nachteile für die USA? Sehe ich grad keine.

  8. Sensenmann (kein Partner)
    12. September 2012 08:54

    Ehrlich gesagt ist es mir egal, wenn die USA oder die Isis das Irrenhaus Iran in eine atomare Wüste verwandeln. Mir fällt es schwer, irgendeinen Beitrag dieser islamischen Irren zur Höherentwicklung der Menschheit festzustellen. Auch fällt mir gerade nichts ein, was wir von dem brauchen, das dieses Volk produziert.
    Es liegt wohl daran, daß ich keine Sympathie habe für lemuroide Kreaturen, die Frauen und Kinder an Baukränen aufhängen und dabei zu dem scheußlichen Dämon, den sie anbeten heulen.
    Ja, Allahu kackbar!
    Nun ist es aber so, daß genau die USA sich dieses Natterngezücht selbst herangezogen haben, Dank ihrer weisen Außenpolitik, die seit Persien über Afghanistan bis Libyen und Ägypten und nun in Syrien zielgerichtet die schlimmsten Feinde all dessen, was wir "westliche Kultur, Werte und Zivilisation" nennen fördert und an die Macht bringt.
    Sollen die Amis es auch ausbaden. An Verbündeten wird es ihnen ja nicht mangeln. Da gibt es das "neue Europa" und "die Koalition der Willigen", die machen das schon.
    Wir sollten derweil endlich einmal die Energieversorgung weg vom Öl betreiben (Wasserstoff wäre eine Alternative), dann können die Mullahs und die Ölscheichs Sand fressen und sehen, mit welchem Geld sie sich die Technologie, die herzustellen sie schlichtweg nicht in der Lage sind, zukaufen.
    Der Weg, dem islamischen Terror das Genick zu brechen, führt nicht primär über Krieg, sondern über das Abschneiden von Resourcen.
    Der Iran scheint darunter bereits zu leiden...

  9. Jungianer (kein Partner)
    12. September 2012 00:18

    Die Kriege in Vorderasien und Afrika eskalieren immer mehr. Die Amis sind ja mittlerweile auch in Afrika militärisch ziemlich präsent. Die Nato und Israel erleben bald einen ähnlichen Zusammenbruch, wie die ehemalige UdSSR und der Süden Afrikas. Alle charakterlosen Menschen werden zeugungsunfähig. Die Kapitalisten und Zionisten werden entmachtet. Nicht-grüne Ökos setzen sich durch. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  10. Johann Scheiber
    11. September 2012 17:15

    Halb OT: In der ORF-Diskussionsrunde am Sonntag hat der ziemlich dubios agierende Militärkommandant von Wien emotional extrem weit ausgeholt, um zu schildern, dass er anläßlich der Grenzeinsatzes im Jugoslaeinkonfliktes dort mit 3-Monat - Rekruten als deren Kompaniekommandant im Einsatz gewesen sei, um dann hinzuzufügen, dass er so eine Situation nicht mehr erleben wolle.

    Der Miliz-Chef Paulus hat ihm geantwortet, dass er mit voll einsatzbereiten Milizverbänden zu der Zeit gerade geübt hat, dass aber die Politik entschieden hätte, die Miliz abrüsten zu lassen und gleichzeitig den Befehl gegeben hat, die Jungspunde an die Front zu schicken.

    Ich finde, dass, wenn das stimmt, den dafür verantwortlichen Politikern noch der Prozess zu machen ist.

    Der Herr Militärkommandant hat natürlich ziemlich schief geschaut, als ihn Paulus mit der Wahrheit konfrontiert hat, die er möglicherweise, um für das Berufsheer zu agitieren, verschwiegen hat.

    Ich hoffe sehr, dass dieses ganze Lügengebäude um ein Berufsheer durch eine vernünftige Abstimmung der Bevölkerung zusammenbricht.

    Eingeblendet wurde in der Sendung einige Interviesequenzen mit General Entacher, der sehr sympatisch und kompetent dem Gefasel der Abschaffer entgegentrat.
    Als ehemaliger Milizoffizier bin ich dem Herrn General Entacher für seinen mutigen Einsatz sehr dankbar und ich denke, dass der Widerstand durch ihn in dem ganzen Entscheidungsprozess noch sehr wichtig sein wird.

    • Herby
      11. September 2012 17:54

      Ich war als Gefreiter (Sperrjäger) mehrmals in NÖ bei den Waffenübungen aktiv dabei. Das begann in den 1970ern. Ich war auch bei der denkwürdigen 'Raumverteidigunsübung 79' vom Emil Spannocchi dabei ( siehe: http://www.zapfenstreich.at/chronik.html ).

      Wir als Wehrpflichtige waren damals schlecht motiviert. Aber ich habe damals schon die Milizoffiziere bewundert (damals von uns 'Goldfasane' genannt).

      Die haben da mit viel Fachwissen, Fachausdrücken, Einsatz, Engagement und mit viel gutem Willen versucht die Wehrpflichtigen zu motivieren und die Stimmung aufzuhellen.

      Daher möchte ich meinen Respekt vor allen MILIZOFFIZIEREN hier ausdrücken!
      Spindelegger ist übrigens auch einer.

    • Anton Volpini
      11. September 2012 21:35

      Kamerad, noch tiefer hat der Generalmajor geschaut, als sich die Runde darüber einig wurde, daß seit dem Fall des eisernen Vorhangs ohnehin kein Bedrohungsbild mehr vorliegt. Was den Hptm. d. Res. Paulus zu der lapidaren Feststellung veranlasste, daß wir dann auch kein Berufsheer bräuchten.
      Hr. Dr. Paulus war rethorisch unglaublich gut und in all seinen Aussagen zur Wehrdienstpflicht schlüssig.
      Ich hab selten so eine disziplierte Zentrumsrunde gesehen, da hat daran auch das ganze Störfeuer von der unsäglichen Ingrid Thurnher nichts ändern können.
      Und Herby, Goldfasane haben wir Militzler die Generalstäbler genannt, so wie dieser Generalmajor einer war!

    • phaidros
      12. September 2012 10:33

      Ich vermute, das Berufsheer wird bei der Abstimmung untergehen, und man kann vermutlich auch vom Zusammenbruch eines Lügengebäudes reden.

      Aber die Konsequenz wird leider sein, dass das Lügengebäude um diese Wehrpflicht fröhliche Urständ feiern wird: Österreich ist in der derzeitigen Situation nicht verteidigungsfähig. Wir müssten (bereinigt um die Größe des Staatsgebiets) unsere Verteidigungsausgaben ver-2½-fachen, um bspw. mt der Schweiz gleichzuziehen, Dabei ist aber nicht berücksichtigt, dass die Schweiz diesen Vorsprung uns gegenüber bereits seit mehreren Jahrzehnten hat.

      Fazit: das Berufsheer ist in seiner vorgeschlagenen Form sinnlos. Die Art von Wehrpflicht, die wir »pflegen«, ist im Anlassfall Mord an einer Generation. Etwas euphemistisch fomruliret: ebenfalls sinnlos.

  11. Norbert Mühlhauser
    11. September 2012 15:52

    Herr Unterberger,

    weshalb stellen Sie die Behauptung auf, dass das Iran-Regime den Holocaust verherrlicht? Woher haben Sie das?

    Das iranische Regime stellt die Legitimität des Staates Israel in Frage und möchte ausdrücklich diesen Staat, nicht aber dessen Bewohner (!), auslöschen. Das ist Allgemeinwissen.

    Das iranische Regime fragt sich auch, weshalb die arabische Welt für von Europäern an Juden begangene Missetaten durch den Verlust von Palestina den Kopf hinhalten muss.

    Das iranische Regime hat, wie gemeinhin erinnerlich, vor Jahren eine Holocaust-Konferenz ausgerichtet, bei der die Zahl der jüdischen Opfer von 1932 bis 1945 auf rd 600.000 festgelegt wurde.

    Es bleibe dahingestellt, ob dies bei uns einen Teilleugnungstatbestand darstellt - ich möchte Sie statt dessen fragen:
    Mit welchen Überlegungen schaffen Sie es, aus der Skepsis darüber, in welchem Ausmaß Verbrechen stattgefunden haben sollen - und aus der Ablehnung der westlichen Geschichtsschreibung, die ja mit vorgehaltener Waffe "argumentiert" - eine Verherrlichung zu konstruieren?

  12. kakadu
    11. September 2012 15:29

    Es fällt auf, daß man die schlimmsten Waffen und finstersten Tyrannen, die man präventiv bekämpfen muß, immer dort findet, wo es Erdöl gibt.
    Ein Schelm,........?

  13. socrates
    11. September 2012 15:18

    Israel hat ~ soviele Einwohner wie die Schweiz, der Iran 10x soviele. Warum ein Krieg mit 10x sovielen Opfern als notwendig beschrieben wird, entzieht sich meinem Wissen und meiner Ethik. In dei USA leben mehr Juden als in Israel und ein Angriff auf Israel wäre Selbstmord. Der Rest ist Kriegstreiberei der Medien, gemäß dem "Anspruch auf Lebensraum im Osten". Das hatten wir schon und brauchen es nicht nochmals. MacAthur, Sieger im Pazifikkrieg, wurde abgesetzt, als er einen Atomeinsatz gegen Hanoi forderte. Damals gab es noch Moral.
    Der Iran ist weit demokratischer als die Vasallen der USA in nahen Osten.
    Der Versuch Atomraketen in Kuba zu stationieren führte beinahe zum WWIII. Ebenso griffen die USA Granada an, weil dort angeblich Kubaner eine Startbahn bauten. Das war PC-korrekt. Wenn die USA in Syrien, also an der russischen Grenze, Krieg führen um ihr System an die Macht zu bringen und dort Atomraketen stationieren, ist es PC-korrekt, wenn RU und China etwas dagegen hat ist es PC inkorrekt. Quod lizet Iovi, non lizet bovi.
    Die EU (NICHT Europa!!!) hat mit den USA gemeinsam Angriffskriege geführt, die in den betroffenen Staaten alles verschlechtert haben, die Anzahl der täglichen Todesopfer vervielfacht und die winzigen demokratischen Strukturen durch tyrannische Vasallen ersetzt. Dafür gehören die Bodenschätze nicht mehr den Eingeborenen, sondern der US-Finanz. Die blöden EU´ler sind Mitschuld, aber bekommen nichts.
    Der Weltpolizist USA hat gelernt, daß er es für 3/4 der Menschheit nicht ist. Auch im Iran hat er eine mörderische Vergangenheit. BP ist für Iraner ein Reizwort.
    Ich bin gegen jeden Atomkrieg!

    • socrates
      11. September 2012 15:20

      Die Schwesterwelle soll dort hingehen, wo der Pfeffer wächst!

    • Konrad Loräntz
      11. September 2012 21:16

      Grenada - aber sonst stimme ich Ihnen bei Allem zu.
      Angesichts der heutigen 9/11 Krokodilstränen wäre noch anzumerken, dass eigenartig wenig über die Folgen und Opfer des Lybien-Krieges oder des Irak-Krieges berichtet wird. Spielt das denn so gar keine Rolle, wenn man ein Grossstadt wie Tripolis bombardiert. Wasser, Strom, Lebensmittel, Medikamente im Tausch gegen Marodeure ? Wie geht es da den Kindern, Alten, Kranken etc. etc? Die zucken alle nur mit der Schulter und verlängern ein wenig den Ramadan?
      In Syrien weiss man ja immerhin, dass alle Opfer vom "Regime" zu verantworten sind. Das "Regime" gibt es aber schon Jahrzehnte - Opfer aber erst seit der Rasierklingen-Knappheit.

    • Normalsterblicher
      11. September 2012 21:20

      @ Socrates:

      Ihr Beitrag gefällt mir und stimmt in vielem, aber nicht in allem.

      Ich verfüge über einen Artikel der WZ vom 12./13. Dez 2009, betitelt "Shell kauft zweitgrößtes Ölfeld im Irak", in dem über Großauktionen für Förderrechte im Irak berichtet wird. Dort heißt es im letzten Absatz:

      Der Irak braucht das Geld dringend, um das Land wieder
      aufzubauen. Die Einnahmen aus dem Verkauf des
      Öls sollen im Irak bleiben, die ausländischen Firmen
      erwerben lediglich Förderlizenzen. Die Aktion leitet „eine
      neue Ära in der Geschichte der irakischen Ölindustrie“
      ein, so Iraks Regifjrungschef Nuri el Maliki.


      Demnach behalten die "Eingeborenen" also das Verwertungsrecht über die Bodenschätze!

    • Normalsterblicher
      11. September 2012 21:22

      Soll natürlich heißen:

      ... so Iraks Regierungschef Nuri el Maliki.

    • socrates
      11. September 2012 22:03

      Normalsterblicher
      Danke für die Korrektur! ich kenne einige Perser, sehr nette Leute und die schimpfen auf BP.

    • HDW
      12. September 2012 08:51

      @Konrad Loräntz
      11. September 2012 21:16
      Nicht nur Grenada, auch Pjöngjang statt Hanoi, dass er mit Atomwaffen eingreifen wollte war eine ERfindung Trumans!

  14. dssm
    11. September 2012 14:12

    Eine Regierung, welche neben einem Berg Schulden, auch die Steuern schon in Kriegshöhe getrieben hat, ist nicht mehr handlungsfähig, weil es einfach kein Geld für Aktionen gibt.
    Das trifft auf fast alle EU-Staaten zu.

  15. A.K.
    11. September 2012 12:18

    Zur Tagbuchnotiz: „Es droht Krieg und kein Europäer merkt es“
    nur scheinbar
    OT:
    "...Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (OVP) und Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) haben sich am 7. Sept. 2012 auf die Fragestellung und den Termin zur Volksbefragung über die Zukunft des Österreichischen Bundesheeres und des Zivildienstes geeinigt. Die beiden Minister haben sich auf folgende Formulierung geeinigt:

    "Sind Sie für die Einführung eines Berufsheeres und eines bezahlten freiwilligen Sozialjahres?
    oder
    Sind Sie für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes?"

    Als Termin der Volksbefragung schlagen die beiden Minister den 20. Jänner 2013 vor."

    • A.K.
      11. September 2012 12:20

      Entschuldigung f?r die durch kopieren verursachten Sonderzeichen - ich glaube aber, man kann den Sinn des Textes totzdem entnehmen.

    • Normalsterblicher
      11. September 2012 13:44

      Wobei anzumerken wäre, dass es ja keine allgemeine Wehrpflicht gibt - sofern man Frauen zur Allgemeinheit zählt!

    • A.K.
      11. September 2012 18:31

      @Normalsterblicher
      ********************

  16. Konrad Loräntz
    11. September 2012 10:33

    Die Frage ist, ob der Iran so viel rascher an der Atombombe dran ist, als die "schnellen Brüter" in GB und F brauchen, um auf ganz demographisch-demokratischem Wege die beachtlichen Nukleararsenale dieser Länder zu kontrollieren.

  17. Scipio
    11. September 2012 10:19

    Vielleicht liest auch Herr Unterberger einmal von Jostein Gaarder: God´s Chosen Poeple“.
    http://www.boomantribune.com/?op=displaystory;sid=2006/8/5/122335/1324 . Wenn ich nicht irre, gibt es das auch auf deutsch.

    Jostein Gaarder ist ein berühmter, urteilsfähiger Mann. Sein Buch „Sophies Welt“ wurde in in 40 Millionen Exemplaren in 23 Sprachen verbreitet.

    Auch Journalisten sollten sich informieren und nachdenken, nicht nachplappern.

    • Komma
    • Markus Theiner
      11. September 2012 11:18

      Stimmt. Journalisten sollten sich informieren, nicht nachplappern. Vor allem nicht solchen Käse wie die verlinkte Erklärung, nur weil ihr Verfasser mal ein erfolgreiches Buch geschrieben hat.
      Einseitige Polemik die ohne Fakten auskommt, weil Vorurteile ja auch reichen. Was für ein kritischer Geist!
      Wir beklagen die Apartheid im jüdischen Gottesstaat Israel, wo muslimische Araber im Parlament sitzen, während in Palästina Anhänger der Opposition erschossen werden.
      Wir regen uns über den Hass auf, den manchmal schon israelische Kinder auf ihre Feinde hegen, während in arabischen Ländern (oder den Palästinensergebieten) antisemitisches Kinderprogramm im Staatsfernsehen ausgestrahlt wird.
      Wir regen uns über Israels Rethorik und Verteidigungsstrategie auf, die zivile Kollateralschäden in Kauf nehmen, während arabische Politiker die Vernichtung Israels propagieren und Raketen gezielt auf israelische Wohngebiete abgeschossen werden.
      Wir regen uns auf, dass manche Israeli Ansprüche aus biblischen Geschichten ableiten wollen, und machen den Juden biblische Verfehlungen zum Vorwurf.

      Und so machen wir weiter, bis wir nicht etwa zu dem Schluss kommen, dass Israel seinen Kurs ändern sollte, sondern Israel das Recht zu existieren gleich ganz absprechen. Die Israeli sollen die Waffen niederlegen, und die jüdische Bevölkerung wird der Gnade der Nachbarstaaten anempfohlen.

      "Urteil" beschreibt diesen Text ganz gut, bei "fähig" bin ich mir nicht so sicher.

    • Scipio
      11. September 2012 13:13

      Würden Sie sich, Herr Theiner, Ihr Land, falls Sie eines besäßen, gewaltsam wegnehmen und sich vertreiben lassen? Ich jedenfalls würde mich bis zum lezten Atemzug zur Wehr setzen, und das tun wohl auch die Palästinenser.

      Wenn Avrham Burg ("Defeating Hitler", dtsch. 2009) die zionistische Politik gegenüber den Palistinäsern mit jener Hitlers gegenüber den Juden vergleicht, hat er nicht ganz unrecht. Aus Hitlers Judendiskriminierung wurde der Judenmord, aus der Palästinenserdiskriminierung der Völkermord an den Palästinensern. Das zionistische Israel, so Burg, steht für Ausgrenzung, Unterdrückung, Diskriminierung, Rassismus, Verfolgung, Mißhandlung, Folter, Vertreibung, Landraub, Mord. Für Israel sind die Palästinenser was für Hitler die Juden waren: Opfer einer durch „Transfer“ oder Ausrottung geplanten „Endlösung“. Hitler-Deutschland galt einst in der Welt als das „absolute Böse“, jetzt hat Israel diese Rolle übernommen.
      Israel nicht nur für Linke oder Islamisten als "Schurkenstaat", sondern selbst für Juden vom Schlage eines Avraham Burg u. v. a.

    • Markus Theiner
      11. September 2012 13:55

      Ob ich mein Land wegnehmen lassen würde ist eine gar zu spekulative Frage.
      Aber fragen Sie Millionen Deutsche, die nach dem zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben wurden, und in Deutschland oder Österreich Aufnahme gefunden haben.
      Fragen Sie hunderttausende Juden, die zur Zeit des israelischen Unabhängigkeitskrieges aus den arabischen Staaten vertrieben wurden, und in Israel ihre neue Heimat gefunden haben.
      Oder zigmillionen Flüchtlinge aus anderen Ländern.

      Die und deren Nachkommen kämpfen nicht bis zum letzten Atemzug und gehen auch nicht gezielt Frauen und Kinder meucheln, in der Hoffnung das würde irgendwie die Zeit zurückdrehen. Und wenn sie es täten würde niemand dafür Verständnis zeigen.
      Die Palästinenser haben da immer eine Sonderrolle. Sogar die UNO hat zwei Definitionen des Begriffs Flüchtling. Eine (die weite) gilt für Palästinenser, die andere (enge) für alle anderen. Bei allen anderen Flüchtlingen geht es darum die irgendwo wieder zu integrieren, bei Palästinensern erschweren die naheliegenden arabsichen "Brüdervölker" für Palästinenser die Einbürgerung sogar noch besonders, damit nur ja der Konflikt mit Israel bis zum letzten Atemzug weiter geführt werden kann. Ob die Betroffenen das nun wollen oder nicht.

      Mit dem Vergleich zwischen Hitler und Israel hat Burg sehr wohl unrecht.
      Hitler hat die Juden im eigenen Land systematisch ausgerottet. Die Palästinenser, die israelische Staatsbürger sind, haben dagegen fast völlig uneingeschränkte Rechte, vermehren sich und sitzen sogar im Parlament. Rassistische Vorfälle gibt es natürlich, aber sie sind eher selten. Dementsprechend betreffen auch fast alle (auch teils absurd übertriebenen) Vorwürfe der "Israelkritiker" den Umgang mit den Arabern außerhalb des israelischen Staatsgebietes, eben in den besetzten Gebieten. Was etwas völlig anderes ist, und weder mit Hitler noch mit Apartheid irgend etwas zu tun hat. Und auch dort werden die Palästinenser seit Jahrzehnten immer mehr. Wenn das ein Völkermord ist, dann der innefizienteste der Menschheitsgeschichte.

      Zu den zitierten Tiraden Burgs sag ich jetzt nichts, weil da keine Argumente vorkommen, auf die man eingehen könnte. Dass er selber Jude ist beweist jedenfalls garnichts.

    • Scipio
      11. September 2012 14:42

      Sehr geehrter Herr Theimer,

      ganz mit Recht halten Sie fest, dass die Juden aus den arabischen Ländern als Folge des israelischen Unabhängigkeitskrieges vertrieben wurden. Die Ursache war also, dass man zuerst den Palästinensern ihr Land wegnahm.

      Zur Apartheid in Israel äußert sich ein so unverdächtiger Zeuge wie der ehem. Präsident der USA, Jimmy Carter (Palestine - Peace not Aparatheid, 2006).

      Wenn Sie schon das Buch von Burg nicht lesen wollen, dann vielleicht das Interview aus "Time"? "Can the Jewish People Survive Without an Enemy Burg 9.01.09.mht" (bitte, googeln). Es gibt auch eine ganz Menge Interviews in deutschen Medien. Was Sie als "Tiraden" bezeichnen, belegt Burg durch harte Fakten!

      Interessant ist wohl auch, dass lt. Umfragen 75% im hochgerüsteten und atombombenbestückten Israel die größte Gefahr für den Frieden im Nahen Osten sehen, und nicht im Iran!

      Die antizionistischen orthodoxen Juden haben recht: Solange Israel im Nahen Osten als "jüdischer" (!) Staat exisitiert, gibt es keinen Frieden. Das sagt ja auch Gaarder, neben unzähligen anderen vernünftigen Leuten.

      Auch für Sie wie für Unterberger und uns alle gilt das treffende Wort Christi: "Die Wahrheit wird euch frei machen!"

    • ProConsul
  18. Helmut Oswald
    11. September 2012 10:06

    Den Mangel an Einheit in Europa zu beklagen ist das eine, nach Krieg zu rufen eine gänzlich andere Sache. Die Stimme Amerikas ruft stets zu Kriegszügen auf, in denen das Land selbst, bei minimalem Risiko aber mitunter hohem Kapitaleinsatz seinen Nutzen gleich mehrfach steigert. Das lehrt die Erfahrung. Und das nennt man übrigens intelligente Aussen- und Sicherheitspolitik. Etwas, was es zu lernen gibt, von Amerika. Nebst Vielem anderen, was wir von diesem sehr erfolgreichen Land lernen können.

    Gestern wusste noch jeder, das Goldmann und Sachs, und bitte keine Märchen, der Konzern ist so regierungsnahe und regierungsfern wie die Mobil Oil in Kasachstan und andere historisch vergleichbare wirtschaftlich bestimmende Großgruppen es stets waren, die immer und selbstverständlich die Unterstützung der Dienste ihres Landes erhielten um dessen Wohlstand bedenkenlos falls erforderlich auch auf Kosten anderer zu mehren, - also gestern wusste noch jeder, daß diese Leute quer durch Europa auf Raubzug durch unsere - unsere (!) - Kassen gehen.

    Wenn dieselben Leute jetzt nach Krieg rufen, dann sollte man sie ernst nehmen.
    Denn wenn die Krieg sagten, dann gab es den stets auch. Kann mir irgendein Teilnehmer des Diskurses in diesem Blog erklären, warum ausgerechnet wir dazu aufgerufen sind, ihn gemeinsam mit jenen Kassenschränkern, die mit Hilfe ihrer Saboteure in den Spitzengremien der europäischen Finazwelt gerade unsere Konten abräumen, Seite an Seite zu führen ?

    Also mir fallen für diesen nächsten Krieg im Nahen Osten da ein paar ganz hervorragende Bündnispartner für Amerika ein, die gerne mutig in die Schlacht ziehen werden. Sie werden Kriegskosten übernehmen, Truppen ausheben, sich - so nebenbei bemerkt - neue und erbitterte Feinde schaffen. Allen voran in den Kampf ziehen wird der Präsident von Goldmann und Sachs - ranggemäß sicherlich als Oberst oder Brigadier. Er wird die Härte dieses Feldzuges teilen, gemeinsam mit den Mitarbeitern seines Unternehmens und seinen griechischen Verbündeten. Die Vertreter der angelsächsischen Presse, deren Hauptgeschäft in den letzten Monaten die Verhöhnung und das Schüren des Hasses und der Ablehnung gegen Deutschland gewesen ist und deren Vokabular sich wechselseitig mit kriegerischen Metaphern und historisch rückwärts gewandten Vergeichen geradezu überpurzelt hatten, die werden natürlich besonders in hellen Scharen einrücken und gemeinsam mit den unantastbaren Vertretern der Gerechtigkeit (Joschka Fischer ?) in den Krieg ziehen. Gegen die Massenvernichtungswaffen. Und das neue Europa mitsamt jenen lateinischen Heldensöhnen, die stest instinktsicher wussten, mit welchen Fahnen der Sieg weht.

    Polen und Rumänen, Franzosen und Italiener, voran die tapferen Griechen - also das Neue Europa, wie Präsident Bush der Jüngere es einmal nannte.
    Hollywood wird einen Film drehen. Auf auf in die Schlacht, sonst kommt ihr noch zu spät zum Sieg. Und die Deutschen ausplündern, das geht sich dann nachher ja immer noch aus.

  19. ProConsul
    11. September 2012 10:05

    Die beiden heiligen Bücher Tora und Koran, der in diesem Konflikt involvierten Völker, triefen nur so von Rassismus, Auserwähltheitsdünkel, Rassenreinhaltung, Überheblichkeit, Völkermord, Völkerausbeutung und der gewaltsamen Verbreitung des Glaubens, sogar Menschenopfer kommen vor (1. Mose 22; 2. Buch Moses 27-29; 4. Mose 25,4; Richter ll,29; 1. Kön. 16, 34; 1-Samuel 14,24). Ich kann für die oben aufgestelleten Schlagwörter eine lange Liste von Versen aufführen, verzichte jedoch aus Übersichtlchkeitsgründen hierauf. Insofern empfinde ich eine gewissen Genugtung, wenn sich diese beiden Gruppierungen gegenseitig bekriegen.

  20. Wertkonservativer
    11. September 2012 09:30

    Atomwaffen in den Händen von Fanatikern: das ist das worst-case-Szenario unserer Welt!
    Sehr fraglich, ob dagegen noch eine "Feuerwehr-Aktion" hilft!
    Europa hat da kaum was mitzureden: vielzuviele Bauchredner, keine Persönlichkeiten!

    So bleibt uns eigentlich nur, abzuwarten und ohne echte -Mitbestimmungs-
    Möglichkeiten zu verfolgen, wie die wahren Weltmächte das Schicksal unseres Planeten weiterbestimmen werden!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  21. Johann Scheiber
    11. September 2012 09:01

    Wir brauchen uns über die jüdischen und iranischen Fanatiker im Nahen Osten keine Gedanken machen, denn Israel bestimmt via USA sowieso, was der europäische Hinterhof zu tun, oder zu lassen hat!

    • phaidros
      11. September 2012 09:17

      Die ganze Komplexität der militärischen Option fasst brillant wie immer Jean-Christophe Victor zusammen:

      »Bombenangriffe auf den Iran?« (http://www.youtube.com/watch?v=WCEbJcM4jTU - 12min.)

      Niemand hat hier das Kommando. Patt. Vielleicht ist das auf irgendeine komische Weise nicht einmal das Schlechteste.

    • Alex
      11. September 2012 09:41

      Ich hätte nichts dagegen, wenn sich diese Fanatiker dort unten gegenseitig die Schädel einschlagen. Die Deutschen machen das richtig, sie liefern an beide Seiten Waffen (Agypten, Israel) und halten sich ansonsten raus. Die Sympathien für Israel sind weltweit am schwinden.

    • Johann Scheiber
      11. September 2012 09:55

      @Claudius

      Und die Moslems sehen das genau umgekehrt. Mit der Staatsgründung Israels haben sich die Israelis mitten im Haus des Friedens, im Haus Allahs eingenistet.
      Damit ist die Auseinandersetzung zweier fanatischer Parteien vorprogrammiert.
      Der Nahe Osten ist ein Taumelbecher und wir sollten uns da raus halten. Selbst unter hohen Militärs gibt es heftigen Widerstand gegen eine allfällige Intervention des Westens. Unlängst hat selbst der amerikanische Generalstabschef eindringlich vor einer Intervention gewarnt.

      Umso erstaunlicher ist die Leichtfertigkeit mancher Leute hier.

      Zum jüdischen Einfluß noch einmal:
      http://schwertasblog.wordpress.com/2012/09/08/offener-brief-an-die-islamkritik/

      Es ist auch die große Ähnlichkeit zwischen Mohammedanismus und Judentum, welche die Parteien so aufeinanderprallen läßt.

    • ProConsul
      11. September 2012 10:10

      Lieber Hans,
      wir haben gerade an dasselbe gedacht, ich habe in meinem obigen Posting auf die Parallelen dieser Religionen hingewiesen. Hier noch etwas zum jüdischen Einfluß auf die USA.

      Die Unverhältnismäßigkeit der jüdischen Präsenz an der Spitze von Finanzwelt, Filmindustrie, Rundfunk und Fernsehen sowie den Zeitungen setzt sich als Teil der Lobby auch direkt im amerikanischen Staatsapparat fort. Obwohl die Juden weniger als 2% der Gesamtbevölkerung in den USA stellen, sind etwa 10-15 der 100 Senatoren (bekennende) Juden, und im Repräsentantenhaus gehören 6-7% der Abgeordneten zu dieser Minderheit. Dazu ist es wichtig zu wissen, daß die Juden bevorzugt Schlüsselpositionen besetzen, wie hier beispielhaft an der „Clinton Administratiogezeigt: Madeleine Albright, Außenministerin; Karen ADLER, Direktor in Abt. Politik im Außenministerium; Kenneth APFEL, Chef des Amtes für soziale Sicherheit; Charlene BARSHEFSKY, US-Handelsvertreterin; Samuel BERGER, Chef des Sicherheitsrates im Weißen Haus; Alan BLINDER, Vizepräsident der Federal Reserve (Zentralbank); Sidney BLUMENTHAL, Sonderberater von Hillary RODHAM CLINTON; Robert BOORSTINE, Adjutant für Kommunikationsprobleme im Weißen Haus; Lanny BREUER, Sonderberater des Präsidenten; Carol BROWNER, Chef der Umweltschutzbehörde; William COHEN, Verteidigungsminister; Lanny DAVIS, Sonderberater im Weißen Haus; Stuart EIZENSTAT, Unterstaatssekretär im Schatzamt, Sonderbeauftragter des Präsidenten für Restitutionsfragen; Jeff ELLER, Sonderassistent des Präsidenten; Rahm EMANUEL, politischer Berater des Präsidenten; Tom EPSTEIN, Berater für nationale Gesundheitsvorsorgefragen; Judith FEDER, Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates; Richard FEINBERG, Assistent des Sekretärs für Veteranenangelegenheiten; Jay FOOTLIK, Sonderbeauftragter für Kontakte zur jüdischen Gemeinschaft; Dan GLICKMAN, Landwirtschaftsminister; Alan GREENSPAN, Präsident der Federal Reserve (Zentralbank); Margaret HAMBURG, Leiterin der Pressekonferenz; Richard HOLBROOKE, Botschafter bei den Vereinten Nationen (mit Kabinettsrang); Sally KATZEN, Direktor für Management und Haushalt; David KESSLER, Chef der Bundesarzneimittelbehörde; Ron KLAIN, Stabschef von Vizeperäsident Al GORE; Ron KLEIN, stellvertretender Erziehungsminister; Kathleen KOCH, Leiterin des FBI-Büros für Gleichberechtigung; Sandy KRISTOFF, Chef der Gesundheitsbehörde; Jack LEW, stellvertretender Direktor für Management und Haushalt; Samuel LEWIS, Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates; Evelyn LIEBERMAN, Chef der Rundfunkanstalt Voice of America; David LIPTON, Unterstaatssekretär im Schatzamt; Ira MAGAZINER, Leiterin der Nationalen Gesundheitspolitik; Robert NASH, Personalchef des Präsidenten; Mark PENN, Asien-Experte des Sicherheitsrates; John PODESTA, stellvertretender Stabschef des Präsidenten; Alice RIVLIN Vorstandsmitglied des Wirtschaftsrates im Weißen Haus; Dennis ROSS, Unterstaatssekretär im Außenministerium, Sonderbeauftragter für die Nahostpolitik; Stanley ROSS, Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates; James RUBIN, Unterstaatssekretär, Pressesprecher des Außenministeriums; Dan SCHIFTER, Leiter des Friedenscorps; Jane SHERBURNE, Anwältin des Präsidenten; Doug SOUSNIK, Berater des Präsidenten; Gene SPERLING, Chef des Nationalen Wirtschaftsrates; Jim STEINBERG, stellvertretender Chef des Nationalen Sicherheitsrates; Peter TARNOFF, Stellvertretender Außenminister; George TENET, Direktor der CIA; Susan THOMASES, Chefadjutantin von Hillary RODHAM CLINTON; Robert WEINER, Koordinator der Drogenpolitik; Janet YELLEN, Vorsitzende des Rates der Wirtschaftsberater. Und heute soll fast die Hälfte der US-amerikanischen Regierungsmitglieder eine doppelte Staatsangehörigkeit haben, sind also gleichzeitig Amerikaner und Israelis.

    • Claudius
      11. September 2012 10:35

      @ Johann Scheiber: Interessanter Link & Inhalte, vielen Dank!

    • Eva
      11. September 2012 19:18

      @ProConsul

      Und die Botschafter, die die USA nach Deutschland und Österreich und vermutlich auch in viele andere europäische Staaten entsenden sind ebenfalls aus unerfindlichen Gründen immer jüdischer Abstammung.

  22. Obrist
    11. September 2012 09:01

    Was dramatischer Weise fahrlässig verdrängt wird, ist die extreme Gefahr durch die Atomwaffen in Pakistan. Dort haben weder die lokale Regierung, noch die Amerikaner die explosive Situation im Griff. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Zusammenbruch der dortigen Gesellschaft Atomwaffen in die Hände der Gotteskrieger und ihrer Unterstützer (also auch Iran) gelangen , ist, wenn man die Entwicklungen in Afghanistan beobachtet, erschreckend hoch. Dann wird sich das ganze zivilisierte Welt in Geiselhaft von ein paar Wahnsinnigen befinden....

  23. Matthias_1986
  24. Hummel
    11. September 2012 08:11

    Auch so kann man ohne Arbeiten zu Geld kommen, nur die Melkkuh bleibt immer die gleiche.
    http://www.welt.de/politik/ausland/article109130121/Athen-prueft-Reparationsforderungen-an-Deutschland.html
    Wie lange wird die Kuh noch Milch geben ?
    Freundschaft !

    • brechstange
      11. September 2012 09:25

      Wenn sogar Teile der SPD und Linke den Griechen die Türen öffnen zu Reparationsleistungen, anstatt zusammenzuhalten in diesen Fragen, kann man sich nur mehr an den Kopf greifen.

    • simplicissimus
      11. September 2012 12:54

      Deutschland ist Weltmeister der Selbstzerfleischung.
      Immer übertreiben in jede Richtung!

  25. Pannonicus
    11. September 2012 07:57

    Die Aufgabe der Außenpolitik ist es, die eigenen Interessen nach außen zu vertreten. Österreich aber hält sich bequemerweise daran, ohne Rücksicht auf die Interessen der Österreicher die Brüsseler Diktate nachzuvollziehen. Die Brüsseler Möchtegerne wiederum sind eifrig dabei, ohne Rücksicht auf die Interessen der Europäer die Politik der USA und - was den Nahen Osten betrifft - Israels nachzuvollziehen. Und die US-Regierung schließlich handelt nicht im Interesse der US-Amerikaner, sondern vollzieht sklavische das, was im Interesse jener liegt, die darüber bestimmen, welche Marionette im Weißen Haus sitzen darf. Und zu diesen Interesen gehört es eben, daß ab und zu Krieg herrscht - „...dann wird bißchen Krieg gemacht“, siehe:

    http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv08/3920080927paz62.htm

  26. Josef Maierhofer
    11. September 2012 07:49

    @
    ... '„Nie wieder“ geprägt: Man will sich nie wieder wehrlos abschlachten lassen.'

    Die Realitätsverdrängung

    Für mich ist das der Kernsatz in dem ganzen Problem.

    Erstens gibt es tatsächlich im Iran die bekennenden Schlächter, die schon im Irak-Krieg bewiesen haben, dass zehntausnde Tote 'in Kauf genommen werden', später dann noch einmal ebendort die Amerikaner ebenso. Ja sogar der Präsident selbst hat mutmaßlich in Wien 'gewirkt'. 'Nie wieder' bleibt auch an Österreich haften in der Nazizeit, wo man auch die Realität verdrängt hat unter einem Gewaltregime, wie es das auch im Iran derzeit gibt, wobei dort einmal ein blühendes Land war unter dem Schah, auch wenn die Realität dort immer die der Massenarmut war.

    Zweitens wissen die Isrealis auch, dass das ihre einzige Überlebenschance ist, sich effizient zu verteidigen und dazu gehören auch Präventivschläge. Ich halte es für das Recht der Isrealis, ihr Leben zu verteidigen, ich halte es für das Unrecht, den Isrealis nach dem Leben zu trachten, trotz all der unschönen Siedlungspolitik den Palästinensern gegenüber.

    Aber, wenn man die Hitzköpfe in der Südwestasiatischen Welt ansieht, ist da wirklich nicht Gutes zu erwarten und Feuer am Dach, bezogen auf die isrealische Frage und auch auf die europäische. Es ist richtig, Europa ist ganz nahe und fundamental involviert, was die Energie betrifft. Also als 'weit weg' können wir das nicht abtun.

    Nachdem Europa sich verschuldet hat und inzwischen aktions- und handlungsunfähig geworden ist und daher hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt, wird es über kurz oder lang wohl dazu kommen, dass Europa sich in der heutigen Form abgeschafft haben wird. Ohne Islamophobie betreiben zu wollen, halte ich die Verherrlichung der neuen 'Staatsreligion', so entsteht bei mir der Eindruck, wenn ich in einschlägigen Schmierblättern lese, für gefährlich und in diese Richtung weisend. Europa ist ein 'Weichteil' in der Welt, auch mit allen Attributen dazu, wie Weichwährung, politischen Weicheiern, etc.

    Speziell in Österreich ist es die Gesetzlosigkeit und die 'grauen Bereiche' in denen wir uns bewegen, die zur Aktionsunfähigkeit führen, jene 'grauen Bereiche', in denen sogar UHBK wandelt und in den Sommergesprächen erklärt, er glaube nicht an eine Anklage gegen ihn, hätten doch 'Gutachten' die Richtigkeit seines Handelns bestätigt. Na, wenn ich das tun würde, hätte ich die Anklage bereits am Hals, aber ich habe ja keinen Zutritt zum 'Graubereich'.

    So weit sind wir also in der Realitätsverdrängung, dass wir gar nicht mehr merken, was ausserhalb Österreichs wirklich los ist und was da wirklich vorgeht und dass das substantiell ist und uns direkt betreffen wird.

  27. Anton Volpini
    11. September 2012 07:46

    "Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

    Bertolt Brecht

    Wohl der einzige Spruch von Brecht, den man bedenkenlos zitieren kann. Wenn es auch ziemlich klar sein dürfte, daß er die eigene Sache als linke Angelegenheit gemeint haben wird.

    • brechstange
      11. September 2012 09:29

      ****

      Die Peace-Träumer verwenden ja immer nur den ersten Teil "Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin", diese Einseitigkeit befürchte ich, wird man dann den Kindern im Ethik-Unterricht flächendeckend einprägen können.

    • Undine
      11. September 2012 19:25

      @Anton Volpini
      @brechstange

      *********!

  28. Observer
    11. September 2012 06:49

    Österreichische Außenpolitik? Fehlmeldung! Wir haben zwar einen Vizekanzler, welcher "nebenbei" auch Außenminister ist, aber er ist zu sehr mit der Innenpolitik beschäftigt, dass er sich eben "nicht um alles kümmern kann".

    EU-Außenpolitik? Doesn't exist. Catherine Margaret Ashton, die Baroness Ashton of Upholland dient der EU-Kommission nur als Feigenblatt für nicht vorhandene außenpolitische Interessen. Mehr soll sie gar nicht machen, denn die großen EU-Staaten kochen jeweils ihr eigenes außenpolitisches Süppchen.

    Vor der US-Präsidentenwahl Anfang November werden es die USA nicht zulassen, dass Israel den Iran angreift. Und danach? Dies hängt auch davon ab, welcher Präsident gewählt wird und wie stark die Ostküstenjuden auf ihn Einfluss ausüben werden. Israel trägt an der derzeitigen Spannung im Nahen Ostern eine Mitschuld. So werden die Palästinenser sein Jahrzehnten in einem Getto ohne Zukunftsperspektive gehalten. Kritik dazu - besonders aus D und A - wird gleich mit der sog. Nazikeule beantwortet und ist daher auch bei uns offiziell nicht erwünscht.

  29. simplicissimus
    11. September 2012 06:28

    Man kann sich keine Geschlossenheit von Europa erwarten, wenn es weder
    - eine starke Fuehrungsnation, der die meisten gerne folgen, noch
    - transnationale Parteien, die nach Direktwahl in einem Europa der Regionen und zerschlagenen Nationalstaaten eine von Mehrheiten getragene Zentralregierung bilden koennen, gibt.
    Man kann nicht einerseits Europas Vielfalt und Individualitaet beschwoeren und andererseits sich eine geschlossene Aussenpolitik erwarten. Das ist die Quadratur des Kreises.
    Da die echte Einigung Europas dank Bruessels Versagen und unertraeglicher ideologischer Irrwege in unerreichbare Ferne gerueckt zu sein scheint, wird man sich mit einem schwaechelnden mit vielen Zungen palavernden Europa abfinden muessen.
    Die Qualitaet heutiger Politiker repraesentiert durch eine Figur wie Westerwelle, der sich auf seinen Dienstreisen offensichtlich mehr seinem lieben Sekretaer als einer sorgfaeltig ueberlegten Strategie widmet, ist ausserdem weiteres Zeichen der voelligen Haltlosigkeit dieses Europa.

  30. phaidros
    11. September 2012 06:27

    Kriegsgefahr im Nahen Osten ... dass das nicht nur in Hinblick auf die Energieversorgung eine katastrophale Bedrohung für Europa darstellt.

    Ein ziemlich guter Grund, möglichst rasch Alternativen zu entwickeln, würde ich sagen, und nicht immer auf alles hinzudreschen, was keine Abgase macht.

    @Iranische Atombombe

    Israels Atomwaffen können Ziele auf der ganzen Welt erreichen. Außerdem weiß jeder Kamelschneuzer, dass der Vergeltungsschlag von den USA geführt wird, selbst wenn sämtliche israelische Waffen noch in den Silos ausgeschaltet werden könnten.

    Wir werden also eine Nauauflage eines kalten Krieges mitsamt Gleichgewicht des Schreckens erleben.

    , während ein Teil der moslemischen Menschheit überlebt.

    Ebenso wie ein (Groß-?)Teil der jüdischen.

    Druck auf den Iran zu erhöhen

    Ja, wie denn? Machen diese Leute den Eindruck, als ob sie sich Druck beugen würden? Kann man einem Fanatiker etwas abpressen? Versuchen Sie mal, Druck auf einen Geiselnehmer oder Terroristen auszuüben - ich meine, alle Spezialisten würden Ihnen abraten.

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • Markus Theiner
      11. September 2012 10:41

      Das ist nicht schlüssig. Einerseits meinen Sie, man könne dem Iran mit Druck keine Zugeständnisse abringen, weil das Fanatiker sind, andererseits vertrauen Sie aber darauf, dass die sich von der Drohung eines Vergeltungsschlages abschrecken lassen. Wie (ir)rational sind die denn nun?

      Vor allem hat sich der Iran bisher schon von Israels militärischem Potential nicht abschrecken lassen. Klar, offiziell haben sie Israel nicht angegriffen, aber dass sie Terrororganisationen unterstützen ist recht gut belegt. Und wenn auf den Kanälen mal Atomsprengköpfe unterwegs sind, dann gute Nacht. Es wäre schon schlimm genug für Israel, wenn der Iran - unter dem atomaren Schutzschirm - die Unterstützung von Hamas, Hizbollah und Co mit konventionellen Waffen weiter verstärkt.

      Zu den Energiealternativen: Meines Wissens hat AU nichts dagegen alternative Energiequellen zu entwickeln, er streitet nur immer ab, dass wir jetzt schon brauchbare haben.

    • phaidros
      11. September 2012 11:04

      Was soll daran unschlüssig sein?

      Ich glaube nicht, dass ich Sie durch Ausüben irgendeines (gewaltlosen) Drucks daran hindern kann, sich einen Revolver zu besorgen, vertraue aber darauf, dass Sie nicht abdrücken, weil das Ihr Todeurteil ist. Um es ganz klar heraus zu arbeiten, nicht: »ich vertraue Ihnen«, sondern: »ich vertraue darauf, dass«.

      Stellt man in Rechnung, dass sich der Iran von israelischen bzw. westlichen Atomwaffen bedroht sieht, er in seinen Augen also nur nachzieht, wird das ein vollkommen logisches Konstrukt.

      Was die gewaltsame, sprich militärische, Option angeht, und warum sie vermutlich nicht schlagend wird, fasst Jean-Christophe Victor viel besser in Karten, als ich es in Worte könnte: »Bombenangriffe auf den Iran?« (http://www.youtube.com/watch?v=WCEbJcM4jTU - 12min.)

      Um Ihre Frage zu beantworten (die mich offen gesagt etwas enttäuscht hat): meiner Einschätzung nach hält sich meine Irrationalität in Grenzen - vielleicht sogar die mehrere Zeit.

    • Markus Theiner
      11. September 2012 11:34

      Ich habe nicht gefragt wie irrational sie sind, sondern wie irrational die sind - das bezog sich auf die Fanatiker im Iran.

      Dass sie nicht den Iranern vertrauen, sondern darauf vertrauen, dass die Iraner sich auf eine bestimmte Art verhalten ändert an der Argumentation nichts.

      Die Drohung mit der vollständigen Vernichtung ist ja auch Druck. Wenn Sie sagen, dass die Iraner deswegen selbst die Bombe nicht einsetzen, dann geben sie dem Druck nach. Was ein völlig irrationaler Fanatiker aber nicht tun würde.

      Wenn sie sagen, dass die Iraner Druck nicht nachgeben, weil sie Fanatiker sind, dann passt das nicht zusammen.

      Wenn ich rational handle werde ich auch bei deutlich geringeren drohenden Folgen als meinem Tod schon darauf verzichten einen Revolver zu kaufen, den ich eh nicht einsetzen kann. Und wenn ich nicht rational handle drücke ich allenfalls sogar dann ab, wenn ich weiß - oder wissen müsste - dass ich damit mein eigenes Todesurteil unterschreibe. Kommt ja leider auch oft genug vor.

      Ob man es schafft genug Druck zu machen ist natürlich fraglich, aber das ist eine völlig andere Frage.
      Vor allem so lange man keine weltweit geschlossene Front hat ist es verdammt schwierig entsprechend starken Druck aufzubauen. Was interessieren den Iran Embargos des Westens, wenn er dann sein Öl und Gas an China und Russland verkaufen kann? Nur so als Beispiel.

    • phaidros
      11. September 2012 11:52

      Hmmmpf! 'Tschuldigung. Zu meiner Verteidigung »d« und »S« sehen sich aber wirklich zum Verwechseln ähnlich! ^^

      Ad rem: Druck ja, aber kein Druck, der das Anschaffen der Atomwaffe verhindern bzw. das Abschaffen des Atomprogramms bewirken würde (wie gesagt: in ihren Augen ziehen sie nach). Im Gegenteil: das Gleichgewicht des Schreckens funktionierte ausschließlich durch eine kranke Art von »Rationalität«. Anders gesagt: den Revolver kaufen Sie nicht zum Herumballern, sondern damit Sie vor Ihrer Familie damit prahlen können (gut, das ist wirklich irrational, aber auf seine bescheuerte Weise auch wieder nicht).

      Bitte auch in Rechnung stellen: Anführer sind niemals Fanatiker. Anführer sind Schauspieler, die Fanatiker für was-auch-immer-meistens-ein-völlig-verblödeter-Mist-der-nur-mit-Großmannssucht-zu-tun-hat in den Tod schicken. Das würde in dem Fall aber unausweichlich den eigenen Tod bedeuten, und so ist wohl davon auszugehen, dass auch hier der Fanatiker nur gespielt wird. Weder Hitler, noch Saddam, noch Gadafi, noch Bin Laden oder sonstwer rechneten vermutlich wirklich damit, das sich die Schlinge irgendwann zuziehen könnte.

      Schizophren ist das alles wohl, aber - leider (oder auch zum Glück?) - durchaus rational, holt man einmal die verdeckten Motivationen ans Licht.

      Daher kann ich nicht glauben, dass es irgendeinen Druck geben kann, dem nachgegeben würde. Und nur hoffen, dass Kuba uns nicht einholt, und es nicht doch noch kracht.

    • Markus Theiner
      11. September 2012 14:03

      Es war eine Klarstellung, kein Vorwurf.

      Zur Sache: Anführer können durchaus Fanatiker sein. Sie müssen natürlich in der Lage sein in ihren Methoden rational zu handeln, weil sie sonst diese Position nie erreichen, aber ihre Ziele können durchaus irrational sein.
      Deswegen teile ich Ihre Ansicht nicht, dass die Führung im Iran die Bombe nie sicher benutzen würde bzw. anderen zur Benutzung weitergibt. Aber das können wir nicht ausdiskutieren, weil es so oder so eher spekulativ ist.

      Wenn man aber die Rationalität zumindest in Teilbereichen sieht bleibt eben trotzdem die Tatsache, dass auch die Beschaffung der Bombe ein Vorteil ist, der rational gegen Nachteile abgewogen werden müsste - und daher bei genug Druck aufgegeben wird.
      Selbst wenn man die Bombe nur will um "gleich zu ziehen" und sich gegen die atomare Bedrohung aus dem Westen zu schützen wäre dieses Ziel sinnlos, wenn der angedrohte Nachteil größer ist, als das fortgesetzte Ungleichgewicht.
      Womit Druck grundsätzlich funktionieren würde, wenn man genug davon zusammen bekommt.
      Und da treffen wir uns dann wieder bei der Frage des Grades und der Machbarkeit.

    • Norbert Mühlhauser
      11. September 2012 15:23

      @ Theiner,

      Ihre Einräumung der Eventualität, die Iraner würden, sobald im Besitz der Bombe, den sicheren hundertfachen atomaren Gegenschlag durch US-Interkontinentalraketen und damit die eigene Auslöschung in Kauf nehmen, ist, entschuldigen Sie, so was von gedankenlos, dass man im anderen Zusammenhang darüber lachen könnte. Sie übernehmen hierbei gedankenlos Dummheiten der "Stop-the-bomb"-Kriegspropaganda.

      Der Islam hat sich schon immer als teils mehr, teils weniger fanatisch erwiesen, aber wäre er so selbstmörderisch, wie Sie unterstellen, hätte er das Christentum nicht über zig Jahrhunderte bedrängen können!

    • ProConsul
      11. September 2012 22:26

      @phaidros

      dieses mal muss ich ihnen wirklich *** Sterne vergeben, auch wenn wir oft nicht in einer Meinung sind.

      @Nobert Mühlhauser
      auch ihnen kann ich zustimmen. Und weil sie die Bedrängung des Christentums durch den Islam ansprechen: morgen feiern wir in der Karlskirche das Fest Mariae Namen, den Sieg über die Türken 1683. Papst Innozenz XI. (1676–1689) machte den Festtag für die ganze Kirche verbindlich, nachdem am 12. September 1683 die vereinigten christlichen Heere unter dem Oberbefehl des polnischen Königs Johann III. Sobieski die Zweite Wiener Türkenbelagerung mit der siegreichen Schlacht am Kahlenberg vor Wien beendet hatten. Dem Heer wurde das Banner Marias vorangetragen (Schutzmantelmadonna).
      http://de.wikipedia.org/wiki/Mari%C3%A4_Namen

      Ich hoffe auch einige Freunde des Blogs dort zu treffen. Am Anschuß gibt es noch einen Umtrunk auf der Bude der monarchistischen Studentverbindung Maximilana.
      http://www.maximiliana.at/ueber-uns.html

    • Norbert Mühlhauser
      12. September 2012 00:18

      @ ProConsul:

      Na dann wünsche ich Ihnen noch einen erbaulichen heutigen Tag!

      Sollte allerdings auch eine Einladung an mich intendiert gewesen sein, so muss ich mich derselben leider entschlagen. Erstens bin ich o.B., auch wenn ich den Katholizismus verständnisvoller beurteile als in früheren Jahren. Zweitens habe ich für Kontaktleben oder Einkehr leider keine Zeit, das bleibe meiner Pensionszeit vorbehalten.

    • phaidros
      13. September 2012 08:00

      @ProConsul: danke! Ich weiß Sportsgeist zu schätzen. - BG

  31. efrinn
    11. September 2012 03:24

    Lieber contra, in diesem Fall kann von Hysterie keine Rede sein. Die Fakten liegen diesmal klar auf dem Tisch und sind kein Hirngespinst von Geheimdiensten. Wenn nicht schnell gehandelt wird, sehe ich eine schreckliche Entwicklung. Und die kann nur abgewendet werden, wenn sich das potentielle Opfer mit aller Kraft wehrt. Solange es das noch kann!
    Meine berufliche Tätigkeit ermöglichte mir, Informationen zu bekommen, die mir das Grausen lehrten. Die Berichte der IAEO sind, wenn man informierten Freunden im Land glauben kann, euphemistisch und beschwichtigend.
    Ich würde sagen: wehret den Anfängen, wenn das nicht schon zu spät ist !!
    Und das gilt nicht nur für Israel.

    • Konrad Loräntz
      11. September 2012 10:30

      Wer ist das "potentielle Opfer" ? Sorry, völlig klar geht aus Ihrem Beitrag nicht hervor, was Sie meinen.

  32. contra
    11. September 2012 00:53

    Nachdem Europa und die EU nicht nur wirtschaftlich viel zu sehr mit sich selbst im Inneren beschäftigt sind, kann man eine geschlossene Außenpolitik trotz dieser hier beschriebenen, akuten Kriegsgefahr im Nahen Osten nicht erwarten.

    Da Brüssel hauptsächlich als Versorgungsort für erfolg- bzw. profillose Politiker der einzelnen Mitgliedsstaaten gesehen wird, ist auch eine Änderung dieser Zustände nicht zu erwarten.
    Und schon gar nicht, wenn man bedenkt, daß in der Vergangenheit nicht einmal der Balkankonflikt in den eigenen Reihen - ohne Hilfe der USA - gelöst werden konnte. Wie soll sich da ein sinnvolles Eingreifen sowie Ausschöpfen friedlicher Möglichkeiten bei der schwelenden Iran-Israel-Kriegsgefahr entwickeln?

    Jedenfalls sehe ich in einem israelischen Präventivschlag keine Lösung und die heraufbeschworene Atombombenentwicklung, welche angeblich im Iran stattfindet, erinnert fatal an die Massenvernichtungswaffen-Hysterie bei Saddam Hussein, die sich niemals bewahrheitet hat.
    Die damals als bewiesen präsentierten, einsatzfähigen B- und C-Vernichtungswaffen Husseins wurden bis heute nicht gefunden.
    Siehe auch:
    http://tinyurl.com/cgf3vxc

    In Anbetracht dieser Fakten scheint es ausnahmsweise vielleicht sogar empfehlenswerter, wenn Europa etwas bedächtiger mit den diversen Bedrohungsszenarien umgeht!





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