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Fußnote 229: Ein kleiner Rechenfehler halt

Wenn das nun auch schon bei den Deutschen möglich ist: Wer soll da noch irgendein Vertrauen zu irgendeiner Angabe aus staatlichen oder europäischen Quellen haben?

Eine vom deutschen Finanzministerium kontrollierte staatliche "Bad Bank" hat sich um nicht weniger als 55,5 Milliarden Euro verrechnet. Das Erstaunliche: Der Irrtum erfolgte zugunsten des Steuerzahlers. Damit ist die deutsche Staatsverschuldung gleich um fast drei Prozent niedriger als zuletzt immer angegeben. Nur ein Vergleich, damit man sich die Größenordnung vorstellen kann: Der Rechenfehler beträgt mehr als drei Viertel des gesamten österreichischen Jahresbudgets. Gewiss kann man in dem Rechenfehler bei der HRE-Bad Bank FMS Wertmanagement (wo faule Hypothekenpapiere in Form einer sogenannten Bad Bank abgelagert worden waren) eine gute Nachricht sehen. Und derer mangelt es ja derzeit heftig. Vertrauensbildend in die staatlichen Finanzakrobaten ist das aber auch nicht - vor allem weil sich diese normalerweise immer zum Nachteil des Steuerzahlers "verrechnen". Siehe die griechischen Betrügereien oder ähnliche österreichische Tricks, mit denen man Schulden zu verstecken versucht.

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