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Die Moral und Europas Schuldenpolitik

Ich hatte schon überlegt, den Saal zu verlassen. Hatte ich doch in meinem Leben schon allzu viele Politikerreden gehört, die meist immer auf den gleichen Nenner zu bringen waren: mit großem Tamtam inszeniert, aber inhaltlich langweilig, nichtssagend, alle heiklen Punkte auslassend oder mit Floskeln übergehend. Dann bleibe ich da im deutschen Lindau bei einer großen Konferenz von 17 Wirtschafts-Nobelpreisträgern halt doch sitzen und es kommt zur unvermeidlichen Begrüßungsrede von Christian Wulff, dem deutschen Bundespräsidenten.

Und ich kam ordentlich ins Staunen. Der Mann spricht in einer Art und Weise Klartext, die ich von einem heimischen Staatsoberhaupt noch nie gehört habe, und die ich in den letzten Jahren auch von keinem österreichischen Regierungsmitglied gehört habe. So sehr ich sie mir auch gewünscht hätte.

Der Wulff-Auftritt geht Hand in Hand mit einem Erwachen auch etlicher anderer deutscher Spitzenpolitiker, die voll Schock erkennen, wie falsch ihre Reaktionen auf die Banken- und Schuldenkrise in den letzten zwei Jahren waren, und die nun offenbar einen Richtungswechsel vornehmen, dass die Reifen nur so quietschen. In Österreich gibt es hingegen nicht einmal den Ansatz einer kritischen Debatte der Regierung zur Schuldenkrise, wie sie neben Deutschland auch schon in den anderen (Noch-)Triple-A-Ländern Niederlande und Finnland intensivst stattfindet. (Lediglich Luxemburg gibt sich noch den alten Träumen hin).

Wer sollte sie aber bei uns auch führen? Bundespräsident, Bundeskanzler wie Vizekanzler, aber auch alle drei Oppositionschefs sind wirtschaftlich ahnungslos. Lediglich in Kabinett und Beamtenschaft des Finanzministeriums scheint es noch ein paar Resthirne zu geben.

Was hat Wulff denn hier in Lindau so alles gesagt? Unkommentiert in der Folge einfach der Wortlaut einiger der für österreichische Ohren so ungewohnt klingenden Zitate. Fast alle drehen sich um die europäische Schuldenkrise und die von den Wackelländern wie auch von der politischen Linken verlangte weitere Megahilfe in Form weiterer Kredite, Garantien und sogar Eurobonds:

  •  „Solidarität ist ein wesentlicher Teil der europäischen Idee. Es ist allerdings ein Missverständnis, Solidarität allein an der Bereitschaft zu bemessen, andere finanziell zu unterstützen, für sie zu bürgen oder gar mit ihnen gemeinsam Schulden zu machen.“
  • „Auch der Bürge kann sich unmoralisch verhalten, wenn er die Insolvenz nur hinauszögert.“
  • „Mich stimmt nachdenklich, wenn Regierungen erst im allerletzten Moment Bereitschaft zeigen, Besitzstände und Privilegien aufzugeben und Reformen einzuleiten.“
  • „Wir Deutschen sollten nicht zulassen, dass ein geschöntes Bild der Kräfte der geforderten Retter gezeichnet wird.“
  • „Ich halte den massiven Ankauf von Anleihen einzelner Staaten durch die Europäischen Zentralbank für rechtlich bedenklich.“
  • „Der indirekte Kauf von Staatsanleihen ist im übrigen noch teurer als der direkte. Wieder verdienen Finanzmarktakteure Provisionen ohne jedes Risiko.“
  • „Wer Risiken eingeht, kann auch scheitern. Dieses Prinzip muss auch für den Finanzsektor gelten, für kleine Anleger wie für große Finanzinstitute. Hier muss Versäumtes dringend nachgeholt werden.“
  • „Die Banken- und Schuldenkrise hat die Politik, hat die Regierungen und Notenbanken an Grenzen gebracht.“
  •  „Über viele Jahre wurden in vielen Ländern Probleme immer wieder über höhere staatliche Ausgaben, höhere Schulden und billigeres Geld vor sich hergeschoben.“
  • „In Europa haben über Jahre einzelne Mitgliedsstaaten falsche statistische Zahlen geliefert, Staatsausgaben ausufern lassen, niedrige Zinsen für konsumtive Ausgaben genutzt oder sich durch Steuergestaltung Vorteile verschafft.“
  • „Ich empfehle auf europäischer Ebene im übrigen auch Lettland mit seinem mutigen Spar- und Reformkurs als ein Beispiel, wie es gehen kann.“
  • „Alle Mitgliedsstaaten sind gefordert, die Verpflichtungen aus dem Stabilitätspakt zu erfüllen. Gerade Deutschland, an das viele ganz besondere Erwartungen richten.“
  • „Erst haben Banken andere Banken gerettet, und dann haben Staaten Banken gerettet, dann rettet eine Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Wer rettet aber am Ende die Retter?“
  • „Trittbrettfahrer in der Finanzwelt spekulieren weiterhin darauf, von der Politik und damit letztlich von den Steuerzahlern aufgefangen zu werden – weil sie zum Beispiel zu groß sind und zu relevant für den gesamten Wirtschaftskreislauf.“
  • „Politik mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft ist an ihr Ende gekommen.“

In Österreich müsste man eigentlich nur den Namen Deutschland durch den des eigenen Landes ersetzen und könnte die Rede problemlos übernehmen. Bevor das aber ein Politiker schafft, müsste einiges mehr geschehen:

Die ÖVP müsste begreifen, dass das tägliche Mantra „Europa, Europa, Europa“ längst kein sinnvolles Konzept mehr ist; die Opposition müsste endlich damit aufhören, wöchentlich neue populistische Ideen für weitere teure Geldverschleuderungen zu präsentieren; und die SPÖ müsste sich endlich von ihrem Schuldenfetischismus und den diesbezüglichen Einflüsterern aus der Arbeiterkammer trennen.

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alle Kommentare

  1. Trisha (kein Partner)
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  9. Eso-Vergelter (kein Partner)

    Die Macht des nicht-grünen Ökologismus wächst explosionsartig. Z. B. sind die Winter ca. 20 % kürzer, als früher. Und die herkömmlichen Autos werden durch 1 l-Autos ersetzt.
    Bei der Wahl in Berlin am 18. September werden die FW und Pro D viele Stimmen bekommen. Später werden dann mehrere Millionen Ausländer und eingebürgerte Migranten weggeschafft. Ähnlich entwickeln sich die Dinge in Österreich. Es wird u. a. der €uro durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzt. Dadurch wird die ungerechte Vermögensverteilung beseitigt.



  10. xRatio (kein Partner)

    OT - Erklärung von Michael Mannheimer zur Denunzierung der Islamkritik

    Lesenswert wie alles von Michael Mannheimer.

    http://michael-mannheimer.info/2011/08/23/erklarung-von-michael-mannheimer-zur-denunzierung-der-islamkritik/

    Man beachte bitte auch seinen Spendenaufruf.



  11. xRatio (kein Partner)

    @Celian

    Könnten Sie dem staunenden Publikum mal kurz erläutern, wozu die EZB

    ÜBERHAUPT

    gut sein soll?



  12. xRatio (kein Partner)

    @Neppomuck 26. August 2011 01:55
    "Denn es gibt kaum, und wenn, dann nur in Ausnahmefällen, "win-win-Situationen".
    Irgend einer zahlt immer dabei drauf, wenn ein anderer "gewinnt".
    Denn wo Gewinner, da auch Verlierer.
    Das sollte als logisch anzuerkennen sein."

    ----------

    Haarsträubendes, marxistisches dummes Zeug! Von Ökonomie hat der verkappte Rotnazi Deppofuck eben keinen blassen Schimmer.

    Freiwillige Tauschgeschäfte kommen nur zustande,
    wenn und weil sie BEIDEN Beteiligen nützen (Win-win).

    Das gilt für jeden Einkauf im Supermarkt und für milliarden und abermilliarden Geschäfte im nationaleen und internationalen Bereich.

    Das gilt immer. Das gilt überall. Das gilt ausnahmslos.

    Wer das nicht kapiert, ist wie alle Rotnazis schlicht nicht mehr richtig in seiner Hohlbirne.



    • Neppomuck (kein Partner)

      Ich verstehe ja, dass gescheitertes Sendungsbewusstsein in der mentalen Struktur schwacher Menschen oft pathogene Merkmale hervorruft, nixRatio, dennoch ein freundschaftlicher Rat:
      Bevor das richtig weh tut, sollte man, schon aus einem ureigenen Interesse heraus, fachkundige Hilfe in Anspruch nehmen.

      Schon so manche kognitive Dissonanz hat sich zu einer veritablen Dauerkrise im Wahrnehmungsapparat ausgeheitert.

      Darum, bevor das alles chronisch zu werden droht: Ab zum Seelenklempner.
      Zumindest wäre fürs Erste eine fachärztliche Beobachtung angezeigt.
      Ihr "morbus breivik" steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber wenn man nicht rechtzeitig was dagegen unternimmt ...

      Wer weiß schon, was sich daraus noch alles entwickeln könnte?

  13. sosheimat (kein Partner)
  14. Herby (kein Partner)

    Zum Thema "Wirtschaftsnobelpreis": Alfred Nobel hat ihn nicht gestiftet.

    Vor genau einem Jahr hat der Attac-Vertreter Mag. Christian Felber in einer Fernsehdiskussion im ORF die Frau Barbara Kolm (vom Hayek-Institut) an die Wand gedrückt mit seiner Aussage: "Herr Hayek hat niemals einen Nobelpreis erhalten."

    Der "Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel" wird erst seit 1969 verliehen.
    Näheres: http://de.wikipedia.org/wiki/Preis_f%C3%BCr_Wirtschaftswissenschaften_der_schwedischen_Reichsbank_im_Gedenken_an_Alfred_Nobel

    ...... Kontroversen und Kritik

    Der Hauptkritikpunkt an dem Preis ist, dass er zwar durch Vergabeprozedur und Verleihungszeremonie de facto einem Nobelpreis gleich gestellt ist, es aber unklar, wenn nicht gar unwahrscheinlich ist, dass Nobel die Einrichtung eines solchen Preises gewollt habe.

    Zu den ausgesprochenen Gegnern des Preises gehören auch einige Nachfahren Alfred Nobels. 2001 veröffentlichten vier Urenkel seines Bruders Ludvig einige Briefe, in denen er schreibt „Ich habe keine Wirtschafts-Ausbildung und hasse sie von Herzen.“ Sie setzten sich für eine Abschaffung des Preises ein. Unter anderem vertritt Peter Nobel, ein Menschenrechtsaktivist und Urgroßneffe von Alfred Nobel, die Position, sein Vorfahr hätte diesen Preis nie gewollt. Er nennt den Preis einen „PR-Coup“ von Wirtschaftswissenschaftlern, um deren Ansehen zu verbessern.

    Der frühere schwedische Finanzminister Kjell-Olof Feldt sprach sich dezidiert für die Abschaffung des Preises aus, auch wenn er selbst später Vorstand der Reichsbank wurde, die den Preis gestiftet hatte.

    Der schwedische Ökonom Gunnar Myrdal, selbst Preisträger, sprach sich später für die Abschaffung des Preises aus. Seine Meinung begründete sich auch darauf, dass der Preis an seiner Meinung nach „reaktionäre“ Personen wie Friedrich Hayek, mit dem er sich den Preis 1974 teilte, und an Milton Friedman im Jahre 1976 vergeben wurde.

    In seiner Rede vor dem Festbankett sagt Friedrich Hayek, wenn er gefragt worden wäre, hätte er sich entschieden gegen die Schaffung dieses Preises ausgesprochen. Zwar werde eine seiner Befürchtungen, das Komitee würde nur aktuellen wissenschaftlichen Trends folgen, durch seine Auszeichnung widerlegt. Bei seiner zweiten Befürchtung sei er aber weniger sicher. Sie besteht darin, dass der Preis einem Preisträger eine Autorität verleihe, die in den Wirtschaftswissenschaften kein einzelner Mensch besitzen sollte. Während das in den Naturwissenschaften nicht schade, weil die Fachkollegen einer Kompetenzüberschreitung Einhalt gebieteten, übe der Ökonom auch Einfluss auf Laien aus. Daher sei er fast dazu geneigt, einen Eid für Preisträger vorzuschlagen, ihre Kompetenz in öffentlichen Äußerungen nicht zu überschreiten. …….


    Politisch links stehende Menschen sind oftmals der Meinung dass dieser Preis im Jahre 1969 von Leuten die aus den USA, besonders von der "University of Chicago" (also den sogenannten "Chicago-Boys") den Verantwortlichen für die Nobelpreise in Schweden als "Kuckucksei" untergejubelt wurde.

    Linke sehen sich in ihrer Meinung auch dadurch bestärkt dass überproportional viele US-Amerikaner diesen Preis erhielten.
    Liste der Preisträger:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nobelpreistr%C3%A4ger_f%C3%BCr_Wirtschaftswissenschaften

    Bitte auf zukünftige Streitgespräche mit linksstehenden Zeitgenossen vorbereitet sein!



  15. jump (kein Partner)

    Nicht ganz o.t.(denn Moral und so...): Gibt`s denn gar keinen Kommentar zum Telekom-Hubsi? Ich warte ja schon sehnsüchtig darauf, dass Unterberger uns die Sozis als die wahren Schuldigen in dieser Causa präsentiert;-)



    • Jacky (kein Partner)

      Vielleicht stellt Unterberger dabei auch gleich einen Zusammenhang zwischen Gorbach, Sozis, Grünen, Schwulenehe und Gesamtschule her ;-)

    • mischu

      Nur unseriöse Krawallmedien werfen ohne nähere Fakten und Beweise mit dem Schmutzkübel - meist unter der Überschrift: es gilt die Unschuldsvermutung = das Schlagwort des Jahres.

    • einfacheinnick (kein Partner)

      Tretets ihr beide immer im Doppel auf, jump und jacky?
      Achtung! Man könnte auf ein Sprichwort kommen ....

    • jump (kein Partner)

      @jacky: "Schwule SP-Gesamtschulproponenten im TA-Vorstand haben die armen hilflosen Vertreter der glorreichen schwarz-bau-orangen Wenderegierung durch Schmiergeldzahlungen gezielt in eine Falle gelockt, um diese Koalition für immer zu verunmöglichen und die rot-grüne Meinungsdiktatur installieren zu können. Abgesehen davon ist es ein Skandal, dass die linkslinken Einheitsmedien darüber berichten!"

  16. brechstange

    Die Kleine Zeitung heute in ihrem Leitartikel auf "Merkel-Bashing". Interessant vor allem, dass Delors, ein Eurobond- und Transferunion-Befürworter äußerst positiv hervorgehoben wird. Kohl, Wulff und Delors sprechen ihr die Führungsstärke ab, alle drei aus unterschiedlichen Motiven. Doch Herr Hasewend vergisst auf den Unterschied. Bunt gemischt wird nur gebasht, das ist eines Leitartikels unwürdig. Es ist erschreckend, welche Qualität manche Journalisten vorweisen.



    • M.S.

      Noch nie ist das Berufsethos von Journalisten so mit Füßen getreten worden wie heute. Da wird manipuliert und gelogen was das Zeug hält. Wieder ein Beispiel dass Freiheit (in diesem Falle der Meinungsäußerung) ohne Verantwortung nicht funktioniert.

    • Alfred E. Neumann

      Richtig und besonders nervt die neuerdings eingerissene "Soll haben" Berichterstattung. Es gibt keine recherchierten Berichte mehr, sondern nur mehr irgendwo aus dem Internet kopierte Artikel, die dann mit der Unschuldsvermutung verbrämt werden. Der Autor bleibt meist unbekannt.

      Penetrant ist zumeist auch die Zeitenabfolge der gesprochenen Nachrichten samt reichlich mißbrauchtem Plusquamperfekt.

    • mischu

      @brechstange

      Vielleicht steht sie den Interessen gewisser Kreise im Wege, z. B. Eurobonds, EU-Wirtschaftsregierung etc.
      Hoffentlich hält sie trotz Gegenwind Kurs!

    • brechstange

      @mischu

      Den Eindruck habe ich auch. Manche Journalisten sind eben, wie es scheint, leicht manipulierbar.

  17. mike1

    wegen der moral, aber doch ein bissl off topic:

    http://kurier.at/nachrichten/4145631.php

    im orf ist das nicht nachzulesen....



    • Samtpfote

      .. und inklusive FPÖ bashing. eeecht nice

    • Cotopaxi

      Seidlitz ist bei Böhler beschäftigt, möglicherweise aufgrund gewerkschaftlicher Funktion in privilegierter Stellung.

      Es würde mich interessieren, wie sein Arbeitgeber reagiert.

  18. Anton Volpini

    Freitag ist, und mein seltsamer Hunger nach einem Knochen macht sich bemerkbar. :>))

    Was ist eigentlich mit Katharina Krawagner-Pfeifer los? So lange kann sie doch nicht auf Urlaub sein? Sie wird doch nicht die Lust verloren haben, uns Freitags zu unterhalten?
    Weiß da jemand Was??



    • Martin Bauer

      AU ist nicht in Wien und unser Adrenalinanhebungselexir wird uns in viel zu hohen Dosen wahrscheinlich nächste Woche wieder erreichen. Vermute ich einmal. :-)

  19. ambrosius

    Wenn ein Blog-Beitrag 2 Tage lang stehen bleibt, so zwingt die inzwischen auf dem Jahrmarkt der Medien aufgestaute Meldungsflut nur zu oft zu einem weiteren Beitrag:
    1) Nun haben also auch Merkel und Schäuble dem Bundespräsidenten vorgeworfen, er beeinflusse unrechtmäßig die EZB durch seine unrechtmäßigen Kommentare:
    a) In zivilisierten Ländern hat die Notenbank zwei Aufgaben:einmal die Unterstützhung der Politik der jeweiligen Regierung, zum anderen die Aufrechterhaltung und den Schutz der Stabilität der Wähung, sowohl nach innen als auch nach außen.
    Der Ankauf von nicht werthaltigen Anleihen verstößt ganz eindeutig gegen das Gesetz !
    b) Richtigerweise halt der Bürger Wulff und auch nicht der Bundespräsident Wulff ein Weisungsrecht gegenüber der Bundesbank oder der EZB und hat er auch nidchts weniger als eine Weisung erteilt. Sehr wohl aber hat der Bundespräsident Wulff, wie auch der Bürger Wulff das Recht auf freie Rede und Kritik an der Bundesbank!

    Bezeichnenderweise ist gerade eben eine Forschung im Magazin Nature bekannt geworden, zitiert von der on-line Ausgabe der Welt, daß Streß nicht nur die Haare grau werden lässt,sondern überhaupt die DNA nachhaltig schädigen kann. Ich kann aus eigener Beobachtung nur hinzufügen, daß besonderer Streß auch zur Gehirnerweichung führen kann, der bei langer Dauer auch unumkehrbar wird !
    Aus Sicherheitsgründen sollte man folglich bei einigen Führenden entsprechende Tests vornehmen und dann an einen Austausch denken !
    Wir sind somit wieder dort, wo ich bei meinem ersten Beitrag vom gestriten Morgen gewesen bin.



    • Reinhard (kein Partner)

      Wie bei der Großen Staatsratsvorsitzenden Angela mit Kritik umgegangen wird, hat man ja gesehen, als sie ein Berufsverbot für Sarrazin bei der Bundesbank einforderte.
      SO sieht hineinregieren wirklich aus, Frau Genossin!

    • ambrosius

      @Reinhard : Berufsverbot für Sarrazin ist nur ein Fall von unendlich vielen, der zeigt, daß Frau Merkel längst alle Prinzipien zugunsten einer übrigens exptrem kurzsichtigen Popularitätshascherei aufgegeben hat. Eine gute Erziehung in der Ost-CDU ist natürlich auch nicht zu übersehen. Dieses in Verbindung mit ihrem Killerinstinkt für Intelligenzen in der CDU macht sie so erfolgreich oder ???

      In Sachen "Zudecken Staatsverschuldungen " in der EU wird die Sache aber gemeingefährlich.

      Nachdem dieser Beitrag jetzt schon den 2. Tag steht, fände ich es witzig, die Diskussion mit dem Thema " warum machen die das eigentlich" zu beleben.

  20. Neppomuck (kein Partner)

    Platitüden sind keine Rezepte für ernst zu nehmende Menschen.
    Ob von Wulf oder sonst wem.
    Es ist eben so, dass nicht gesetzte Maßnahmen meist einen katastrophalen Mangel an Folgen auslösen.

    Das betraf die Punkte von # 2 an.
    "G'scheit sein" dürfte ein grundsätzliches Schmuckelement aller Bundespräsidenten sein. Nur fehlen meist die Durchführungsbestimmungen, wenn sich da einer aufgerufen fühlt, "seiner" Nation die Leviten zu lesen.

    Und zu #1:
    "Solidarität" ist ein kleinräumiges Phänomen.
    Man kann weder mit Europa und noch weniger mit der ganzen Welt "solidarisch" sein.
    Die Idee von einem "gemeinsamen Europa" wurde als "win-win-Situation" der Mitgliedsstaaten aufgebrezelt, was natürlich Unsinn ist. Aber jeder hoffte, mit bei den Gewinnern zu sein.
    Denn es gibt kaum, und wenn, dann nur in Ausnahmefällen, "win-win-Situationen".
    Irgend einer zahlt immer dabei drauf, wenn ein anderer "gewinnt".
    Denn wo Gewinner, da auch Verlierer.
    Das sollte als logisch anzuerkennen sein.



    • Schnabeltierfresser (kein Partner)

      Klar, einer zahlt immer dabei drauf, wenn ein anderer "gewinnt". Aber der andere solllte außerhalb der EU sein, wäre die Idee gewesen. Schon mal dran gedacht, oder wollten Sie uns nur vorexerzieren, was Sie mit 'Platitüde' meinten? ;)

    • Heri (kein Partner)

      @Neppomuck

      Nein, es muss nicht immer zu jedem Gewinner einen Verlierer geben. Man schließt sich oft zu Teams/Kooperationen zusammen um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Dann gibt es nur Gewinner.

      Die Frage ist aber, wie bei jedem Team:
      1. Was ist das Ziel der EU? Ist es klar definiert? Wann ist es erreicht?
      2. Was sind die Spielregeln?
      - Wer übernimmt welche Aufgabe im Team um das Ziel zu erreichen?
      - Wie kann man aussteigen?
      - Wer ist der Kapitän? Wer entscheidet, kontrolliert? Wer führt aus? etc

      Und das ist für mich das eigentliche Problem.

    • socrates

      Schnabeltierfresser
      Einer muß immer verlieren, aber warum immer wir ? Arbeitende Steuerzahler mit weniger als 100.000€/Jahr)

    • socrates

      Schnabeltierfresser
      Wurde die EU als Verliererverein gegründet? Machen Sie mit den Politikern gemeinsame Sache?

    • xRatio (kein Partner)

      @Neppomuck 26. August 2011 01:55
      "Denn es gibt kaum, und wenn, dann nur in Ausnahmefällen, "win-win-Situationen".
      Irgend einer zahlt immer dabei drauf, wenn ein anderer "gewinnt".
      Denn wo Gewinner, da auch Verlierer.
      Das sollte als logisch anzuerkennen sein."

      ----------

      Haarsträubendes, marxistisches dummes Zeug! Von Ökonomie hat der verkappte Rotnazi Deppofuck eben keinen blassen Schimmer.

      Freiwillige Tauschgeschäfte kommen nur zustande, wenn und weil sie BEIDEN Beteiligen nützen (Win-win).

      Das gilt für jeden Einkauf im Supermarkt und für milliarden und abermilliarden Geschäfte im nationaleen und internationalen Bereich.

      Das gilt immer. Das gilt überall. Das gilt ausnahmslos.

      Wer das nicht kapiert, ist schlicht nicht mehr richtig in seiner Hohlbirne.

  21. Steuerzahler (kein Partner)

    Ein TÜRKEN-WULFF im Schafspelz!

    Dieser würde sogar sein einziges Kind, mehr hat er nicht geschafft, sofort an einen Ziegenhirten verscherbeln, wenn es für ihm einen Vorteil bringt.

    Unsere selbsternannten “Eliten” sind allesamt Banditen!
    Schande über uns alle, dass wir sie so lange gewähren haben lassen!



  22. ProConsul
    • contra

      Danke für den interessanten Link und das im rosaroten Standard? Erstaunlich!

      Jedenfalls beweist der Artikel, daß es eben nicht darauf ankommt, immer mehr Geld ins Bildungssystem zu pumpen!

    • Alexander Renneberg

      ebenfalls danke ür den link.

      gute nacht allen!

  23. HDW

    Man muss aber auch sagen, dass Tremonti schon in der zweiten Berlusconi Regierung diese Situation vorausgesehen hatte, und die gemeinsamen Anleihen für den EURO Raum mit dem Argument forderte, dass nur so die durch die überschnelle Globalisierung rasant entstehende Geldmenge und die dadurch verursachte Inflation und Geldentwertung den spekulativen Tendenzen entzogen würde und der monetäre Wert des EURO erhalten bliebe. Damals hätte das vielleicht noch so gewirkt, heute wird es wahrscheinlich zum Fass ohne Boden für die letzten produktiven Teile Europas. Das stagnierende Wachstum, Realität in Italien, Spanien und Frankreich aber vorausgesagt auch für Deutschland zeigt das ja!



  24. HDW

    @ Celian
    25. August 2011 19:00
    Wenn man der Politik konstitutiv Populismus unterstellt, dann hat man gleichzeitig Erklärung, Rechtfertigung und Unausweichlichkeit dieser "Planwirtschaft der Geldwirtschaft" die den Geldwert erhalten soll aber dieses Geld gleichzeitig dem immer größer werdenden Anteil unproduktiver Bevölkerung zur Konsumption transferiert. Und das macht ja auch gerade Deutschland mit diesen Ländern, und das hat z.B. die Autoindustrie und ihre Zulieferer (noch nicht die chinesische) beflügelt! Ohne Geld ka Musi! Nur die Banken haben da ja bewußt mitgemacht, Maastricht hin oder her! Deshalb schreien sowohl Politik wie Banken "haltet den Dieb" und münden tut es wie immer in einer unerklärten Währungsreform sprich Stagflation!



  25. Brigitte Imb

    OT - od. auch nicht, denn zur Moral, die Politiker nicht haben, bzw. nicht für ihre Wähler einsetzen, paßt das Thema allemal.
    Der Rechnungshof nimmt einmal mehr die Transparenz über Managergehälter in staatsnahen Unternehmen in die Mangel und befindet dort mangelnde bis keine Transparenz - gut das wußten wir bereits - und dies erlaubt Gehälter in schwindelnden Höhen, natürlich zulasten der Steuerzahler u. Kunden.

    Wozu leisten wir uns eigentlich den Rechnungshof? Nur um uns immer und immer wieder mit ungusiösen Zahlen und Skandalen zu versorgen, an denen sich auch nach Bekanntwerden nichts ändert.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/688181/Massive-RHKritik-an-ChefGehaeltern-in-Staatsfirmen?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do



  26. Celian

    Griechenland zieht den letzten Joker

    Wiedermal steht Griechenland am Abgrund. Die Banken trauen den griechischen Banken nicht mehr über den Weg und borgen ihnen kein Geld mehr. Deshalb wenden sich die griechischen Banken nun an ihre Notenbank, um mit Notfallsliquidität versorgt zu werden.

    Die Lage spitzt sich wieder mal zu. Wie lange will die Politik dem würdelosen Treiben noch zuschauen und die EZB dazu vergattern, einen toten Gaul durchzufüttern. Die EZB hat nämlich nun die ehrenvolle Aufgabe, das ELA (Emergency Liquidity Program) der griechischen Notenbank zu genehmigen. Oder soll sie es nicht tun und den Zusammenbruch Griechenlands riskieren? Nur die Politik kann die Griechen aus dem Euro rauskicken. Oder an den Tropf der anderen Länder hängen und mitschleppen. Aber sie tut weder das eine noch das andere. Und sonst fällt ihr auch überhaupt nichts ein. Was für ein würdeloses Schauspiel.

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Griechische-Banken-erwaegen-Nutzung-von-Liquiditaetshilfe-Presse-1344863



    • schreyvogel

      Wenn du merkst, dass das Pferd, das du reitest, tot ist, dann steig ab!

    • Anton Volpini

      ....sagte der Dakota Indianer....

      Aber wir haben viele Rezepte, um nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen, daß das Pferd tot ist.
      Wir tauschen den Reiter, wechseln die Peitsche, spritzen das Pferd mit Aufputschmitteln und so fort....

    • Helmut Graser

      Welches Pferd bitte?

      Wir haben perfekte und anonyme Rezepte ausgebildet und wissen gar nicht mehr, ob wir Pferde oder Schildkröten reiten.

      Aufgrund der Aggregation in Millionen-, Milliarden- oder sonstiger Beträge verlieren wir zunehmend den Bezug zu Pferden oder Schildkröten.

      Oh, die sind tot, also reiten wir Schildkröten. Was, die sind auch tot, macht nichts, reiten wir Regenwürmer ... ;-)

    • Anton Volpini

      Also Helmut, meine Kinder haben beides. Pferde und Schildkröten! Die kenne den Unterschied. Und Regenwürmer haben wir Gott sei dank im Garten. Spezielle Rasse, Tenessee Wriggler! :-))
      Können wir diesen Unterschied auch unseren Machthabern beibringen??

    • Brigitte Imb

      @Anton Volpini @Helmut Graser,

      ihr beide liegt völlig falsch, unsere Machthaber verdienen es mit Elstern u. Nacktschnecken verglichen zu werden. Ersteres Tier, weil die Machthaber diebisch sind und uns weit mehr als die Hälfte unseres erarbeiteten Geldes abnehmen, zweiteres weil Reformen im Schneckentempo - falls überhaupt - angegangen werden und sie dabei stets eine grausliche Schleimspur hinterlassen.

    • Helmut Graser

      @Anton, daran sollten wir arbeiten ...

      @Brigitte, treffender Vergleich ;-)

      PS: Zum "Tauschen des Reiters" fällt mir der alte Witz vom IBM-Techniker ein. Was macht ein IBM-Techniker wenn er mit dem Auto rechts vorne einen "Patschen" hat? Er montiert den defekten Reifen links hinten und sieht nach, ob der Fehler noch einmal auftritt. :-)

  27. Pumuckl

    @ Dr. AU ..nur den Namen Deutschland durch Österreich ersetzen, dann könnte man den Redetext für unser Land übernehmen.

    Sie haben selbstverständlich recht, und das kapieren auch mehr als 70% der sog. Hackler, denen die SPÖ - Mandatare ihren Parlamentsitz verdanken.

    Das kapiert selbstverständlich auch BUNDESKANZLER FAYMANN , auch, wenn er im Tagebuch erst kürzlich wegen fehlender Karrierejahre arg zerrupft wurde.

    Doch um eine Rede solchen Inhalts zu halten, müßte er sich seines Charakters besinnen, den er als Kind sicher hatte, welcher ihm aber wie den meisten Politikern aller Farben, am Weg nach oben abhanden gekommen ist. Dann würde ihm auch bewußt, daß er als Kanzler vor allem dem Wohle unseres geliebten Österreich verpflichtet ist.

    Sein naiver Vorgänger Sinowaz hat uns ja mitgeteilt: " ALLES WAS ICH BIN, BIN ICH DURCH DIE PARTEI "

    Dort kommt es aber nicht darauf an, was man kapiert, sondern was Parteilinie
    ist! Wozu sich um Authentizität bemühen?

    WAS FÜR SINOWAZ GALT, GILT AUCH FÜR FAYMANN ! Er hat es uns nur noch nicht gesagt.



    • Pumuckl

      Daß ich Fayman allerdings nicht zutraue, daß eine Analyse wie jene Wulffs ein Produkt seines Gehirns ist, habe ich vergessen, zu erwähnen!

  28. schreyvogel

    Unser eigentliches Problem ist

    (1) wir verlieren rapide an Konkurrenzfähigkeit an den Weltmärkten.
    Die Lohnkosten in den aufstrebenden Ländern sind um eine ganze Größenordung niedriger. Und der Marktmechanismus gilt hierzulande nicht bei Löhnen (Kollektivvertrag!), sie sind nicht reduzierbar.

    (2) Als Folge der fehlenden Konkrrenzfähigkeit fehlt uns immer mehr ein gesundes Wirtschaftswachstum.

    (3) Als Folge des fehlenden Wirtschaftswachstums wachsen auch die Steuereinnahmen nicht im erforderlichen Maß.

    (4) Auf Grund der gesetzlich fixierten Verpflichtungen wachsen die Staatsausgaben ungebremst weiter.

    (5) Daraus ergeben sich zwingend ein immer größeres Budgetloch und immer höhere Schulden.

    CONCLUSIO: Zuerst müssen wir wieder konkurrenzfähig werden. Der Rest folgt von selbst.



    • Anton Volpini

      @schreyvogel

      So ist es!!!

      Der Verlust der Konkurrenzfähigkeit war und ist ein langer, schleichender Prozess an vielen Fronten. So ist die Arbeit nicht nur durch Lohn- und Gehalterhöhungen teurer geworden, sondern auch durch bezahlte Nichtarbeit durch Urlaubs-, Krankenstands-, Fortbildungszeit- und sonstigen Verlängerungen.
      Desweiteren schaffen viele gesetzliche Regeln durch unterschiedliche "Zumutsbarkeitsbestimmungen" zusätzlichen Kostenaufwand. Auch haben die verschiedenen Körperschaften, die irgendwann vollmundig soziale Aufgaben übernommen haben, später dann aus Kostengründen auf die Arbeitgeber abgewälzt.
      Usw, usw, demnächst wird die "Wirtschaft" für die Universitäten zur Kasse gebeten, denn es muß der "Wirtschaft" ja die Zukunft unseres Landes etwas wert sei, no na!

  29. Celian

    Die Rede Wulffs kann man ohne Weiteres als Manipulationsversuch an der EZB werten. Aber die EZB wird sich von Wulff nichts dreinreden lassen. Sie ist der Hüter des Euro unabhängig von der Politik. Aus ihrer Sicht handelt sie richtig. Sie kauft Staatsanleihen, soweit es ihre Statuten ermöglichen, um den Euro zu stabilisieren. Auch Inflation wird dadurch nicht heraufbeschworen. Im selben Maße wie sie Anleihen kauft, schöpft sie Liquidität bei den Banken ab. Die Geldmenge bleibt also gleich, aus diesem Titel entsteht keine Inflation. Die EZB erfüllt ihre Pflicht als Zentralbank sehr gut.

    Allerdings ist es so, daß diese Liquidität den Banken für Kredite an die Wirtschaft fehlt, wodurch das Wirtschaftswachstum gebremst wird. Aber dieser Nebeneffekt kann die EZB in ihrer Geldpolitik nicht behindern. Sie hat die Aufgabe, die Stabilität des Euro in einem gegebenen Währungsraum und in dem ist nun mal Griechenland, etc. dabei, zu gewährleisten. Die EZB kann nichts dafür, daß im Währungsraum riesige Ungleichheiten existieren. Die Europolitiker haben ihr den Auftrag und die Verantwortung für die Geldpolitik gegeben, sie füllt ihn aus. Wirtschaftspolitik ist Sache der Politik. Da die Politik aber auch nach gut 10 Jahren Euro nicht imstande war, einen funktionierenden Wirtschaftsraum herzustellen - ihre Instrumente der Maastricht-Kriterien und die Nobailout-Klausel haben kläglich versagt - ist es ganz alleine die Politik, die gescheitert ist. Und nicht die EZB. Herr Wulff möge sich also bitte an seinesgleichen in der Politik wenden und fordern, daß Griechenland endlich in Konkurs gelassen wird. Wie soll eine Zentralbank für eine stabile Währung sorgen, wenn ihr von der Politik marode Staaten wie Griechenland und Co untergejubelt werden? Da muss sie eben zu ungewöhnlichen Methoden greifen. Wulff kritisiert den Falschen.



    • schreyvogel

      "Im selben Maße wie sie Anleihen kauft, schöpft sie Liquidität bei den Banken ab."

      Könnten Sie bitte diesen Satz näher erläutern?
      Soweit die EZB diese Anleihen Banken abkauft, und soweit die Banken die Anleihen über EZB-Kredite finanziert hatten, reduzieren sich sicherlich zuerst einmal die Schulden der Banken bei der EZB.
      Was aber hindert die Banken, im Zeichen des "quantitative easing", handkehrum wieder neue Anleihen (auch von Unternehmen) zu kaufen und sich bei der EZB zu refinanzieren?

      Die EZB schlüpft dadurch nur in die Rolle einer bad bank, die den Banken zweifelhafte Anleihen gegen gutes Geld abnimmt.

    • Celian

      @schreyvogel:

      Durch den Kauf der Staatsanleihen kommt mehr Zentralbankgeld in Umlauf, die WZB saugt diese überschüssige Liquidität wöchentlich wieder ab, siehe Interview in der Presse, Link anbei.

      Daß sich Banken bei der EZB refinanzieren, um Anleihen zu kaufen, wird dadurch natürlich nicht behindert, das ist normales Geschäftsgebaren, und wird durch den Zins gesteuert.

      Der Punkt ist, daß durch den Kauf der Staatsanleihen durch die EZB kein weiteres Geld in Umlauf gebracht wird, also keine weiteren Inflationsrisiken. Sehr zum Unterschied zur Fed. Die Fed hat mit ihren bisherigen zwei QE-Programmen, die Geldmenge jedes Mal vergrößert. Und man wird an diesem Wochenende sehen, ob sie tatsächlich damit weitermachen will....

      Zu "bad bank": Die EZB wird durch das Versagen der Politik und als Hüter des Euros zu unothodoxen Methoden gezwungen. Sie häuft Forderungen in ihrer Bilanz an, die möglicherweise eines Tages abgeschrieben werden müssen. Die Eigentümer der EZB, also die Euroländer, müssen dieses Geld nach einem Schlüssel der sich nach dem BIP des jeweiligen Landes orientiert, nachschießen. Es trifft also am Ende wieder die richtigen: jene, die diese Politik der EZB aufgebürdet haben.

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/686822/EZBDirektor-Stark_Wir-sind-doch-keine-Hasardeure?from=gl.home_wirtschaft

      Jürgen Stark/EZB: Wir haben von Anfang an, seit Mai 2010, darauf bestanden, dass unser Liquiditätseffekt sterilisiert wird. Wir tun das wöchentlich, in Form einer Ausschreibung, bei der uns die Banken ihre überschüssige Liquidität als Einlage anbieten und wir sie damit abschöpfen. In der vergangenen Woche nahmen diese Einlagen um 22 Milliarden zu - genau der Betrag, um den die EZB das Programm ausgeweitet hat. Daraus ergeben sich also keine zusätzlichen Inflationsrisiken.

    • Celian

      Dptmt of Corr.: die ersten beiden Sätze des zweiten Absatzes sind zu streichen.(von "Allerdings ist es so," bis "Geldpolitik nicht behindern")

    • schreyvogel

      Naja, letztlich bietet man den Banken damit nur an, die Verkaufserlöse kurzfristig bei der EZB zwischenzuparken, bevor sie wieder höher rentierende Titel kaufen.
      Ein netter Service der EZB für die Banken, aber saugt das wirklich einigermaßen nachhaltig Liquidität ab? Ich glaube nicht.

    • Celian

      Zur Zeit wird schon die normale Einlagenfazilität, wo Banken ihr Geld parken können, dreimal so hoch in Anspruch genommen als üblich und die ist nur mit 0,75 % verzinst. Ein Verlustgeschäft für die Banken, da sie zuvor zum doppelt so hohen Leitzins von 1,5 Prozent geborgt haben. Die Zeiten sind unsicher. Da ist man froh, wenn man Liquidität bei der EZB abgeben kann.

    • HDW

      Schon richtig! Sie beschreiben aber nur einen Zirkelschluss, denn die Zentralbanken sind ja politische Institutionen, also Planwirtschaft in der Geldwirtschaft in der sonst liberalen Wirtschaft, als Wahlkampfstrategie der Politik. Merkel lebt in ihrer DDR-Jugend Nostalgie auf, man sieht es ihr richtig an, die "EURO Rettungsmaßnahmen" als unabdingbares Instrument der europäischen Idee!" Folglich bleibt der "Manipulationsversuch" einer unter Politikerkollegen!

    • Celian

      Der Unterschied ist nur: Die EZB funktioniert so, wie geplant - wenn Sie so wollen, also Planwirtschaft. Die Politik aber mit ihren dauernden Regelbrüchen funktioniert überhaupt nicht so wie geplant - siehe Maastricht, siehe Nobailout. Die EZB hat ihr Scherflein, das man ihr bei der Konstruktion des Euros aufgetragen hat, erfüllt. Nicht aber die Politiker, die unsolide, betrügende und lügende Staaten hochoffiziell bei der Vordertür in den Euro hineingelassen haben. 

      Die Rede von Wulff hängt dem nach, was die Leute hören wollen. Von Wer rettet die Retter ist da die Rede und so weiter, eine populistische Rede also. Aber in Wahrheit macht Wulff in seiner Rede nichts Anderes als die Verantwortung der Politik abzuwälzen. Immer das gleiche Schema, klassisches Banken Bashing. Dieses Mal ist also die europäische Zentralbank dran. Immer werden die Banken für die gravierenden Versäumnisse der Politik genau von dieser gescholten. In der Rede Wulffs geht es nur darum für dieses Schuldendesaster den Schwarzen Peter jemandem zuzuschanzen. Den Banken! Dem Lieblingssündenbock der Politik. Dabei sind diese und die EZB in besonderem Maße ein Kind der Politik, die ohne deren beständiger Eingriffe gar nie so funktionieren würden.

  30. HDW

    Bevor die Euphorie über den deutschen Präsidenten überhand nimmt, sollte man warten ob er die Unterschrift unter die diesbezüglichen Budgetgesetze dann verweigert oder nicht. Die CDU Chefin und ehemalige FDJ Marxismus-Leninismus Instruktorin Merkel jedenfalls knüpft das Schicksal des Zentralstaat Europa ganz im Honecker Ton an den EURO und das heißt eben die Anleihen der bewussten Staaten kaufen (der italienische Finanzminister nennt das ehrlicherweise Eurobonds) Dass die Gute dann nach dem EuGh ruft ist eher zynisch zu verstehen. Die einzige Aufgabe der EZB wäre die monetäre Kontrolle der Inflation und genau die gehen denselben Weg. Also was sollen denn dann unsere GROKO Helden mit ihrer Wählerschaft im Rücken, dagegen ausrichten?



    • Florin

      "...ehrlicherweise Eurobonds..."

      Danke, daß Sie das Kind beim Namen nennen, auch wenn Sie Dot. Tremonti zitieren

    • Florin

      To dot the i's and cross the t's: Dott. natürlich!

  31. Martin Bauer

    Noch nie war dieser Blog so wichtig, wie heute!
    Da man davon ausgehen kann, dass unsere politische Elite - oder was sich dafür hält - hier mitliest, kann man sich über deren Verdrängungskapazität nur staunen.
    So ungefähr die der OASIS hoch 2 .....



    • Geheimrat

      Gehn'S hören'S doch auf, das glauben Sie doch nicht wirklich. Die sind doch so mit dem Lügen beschäftigt, die haben doch alle miteinander keine Zeit zum Lesen.

    • Martin Bauer
  32. brechstange

    In Deutschland gärt es. Davon hört man selbstverständlich nichts in den österreichischen Medien. Die Österreicher sollten eingebunden werden, in länderübergreifenden Initiativen, doch sie verweigerten sich. Offenbar wollen unsere Volksvertreter uns an den ClubMed verkaufen. Volksverräter!!!

    Im Gegensatz eine bestimmt unvollständige Auflistung der deutschen Aktionen:

    Der Verfassungsgerichtshof wurde angerufen, die Entscheidung wird im September erwartet.
    Viele Ökonomen nehmen Politiker und Organe in die Pflicht, endlich zu handeln.
    Die Deutschen lassen sich, die derzeitige Politik nicht mehr gefallen, eine große Zahl an Mittelständischen Unternehmen, die die Zahlmeister sind und sein werden, starteten bereits Kampagnen.
    Prof. Kerber mit Prof. Henkel und 150 weitere schrieben einen eindringlichen Brief an alle Bundestagsabgeordneten.
    Prof. Hankel, Schachtschneider, etc. sind streng am Ball ihre Volksvertreter in die Pflicht zu nehmen.
    Köhler - Bundespräsident, Weber - Bundesbankpräsident nahmen bereits ihren Hut und zeigten damit, dass sie diese Politik nicht mehr mittragen.
    Weidmann - der neue Bundesbankpräs. stimmte gegen den Anleihenkauf, im Gegensatz zu unserem Novotny unterbrach er dafür seinen Urlaub.

    In Deutschland gärt es und Wulff nahm den Ball auf. Ich denke, er musste. Endlich!!!

    Nun frage ich mich bange, wo stehen unsere Volksvertreter, unsere Ökonomen, unsere Professoren, unsere "Eliten"? Wo?



    • Azdak

      Welche Eliten, bei uns in Bagdad? Hier gibt es nur B- und C-Promis, und sogar die fladern Kosmetika am Flughafen Schwechat ;-)

    • brechstange

      @azdak
      Dafür gab es Anführungszeichen. In Österreich werden eben Eliten gemacht von den Medien, den Parteien, etc. Fachliches Können steht oft erst an hinterer Stelle, so scheint es.

    • Azdak

      Es scheint nicht nur so, es ist auch leider so. Die wirklich guten Leute kommen nicht zum Zug, da "dieses System" sehr strikt nur eigene Leute auswählt (und macht).

    • Martin Bauer

      Wenn E-Promis Eliten machen, kommen höchstens D-Promis dabei heraus.
      Im günstigsten Fall

    • GOP

      Azdak:
      " ... die wirklich guten Leute kommen nicht zum Zug ..."

      Stimmt so nicht, vielmehr haben die Parteien bei der Auswahl der ihr zustehenden Minister immer grosse Personalprobleme. Einerseits sagen viele angesprochene gescheite Leute zu recht "Nein danke" und andererseits müssen da immer auch bestimmte Kriterien erfüllt werden, z.B. aus welcher Unterorganisation, welchem Bundesland, welches Geschlecht usw.
      Betrachten Sie unter diesem Gesichtspunkt einmal den jetzigen Buka und ViKa sowie die aktuellen Minister. Da muss man sich eben meist mit zweitklassigen Leuten zufrieden geben. Erinnern sie sich noch, welche Typen vor einigen Jahren ins Rennen geschickt wurden? Meist farblose Leute, welche keine positiven Spuren hinterlassen haben. Ich erwähne schnell aus dem Gedächtnis aus nur jüngster Vergangenheit: Grasser, Gorbach (der Hubert, dem Österreich "to small" ist!), Haupt, Darabos, Schmied, Bures, Heinisch-Hosek, Bandion-Ortner, Silhavy, Kdolsky, Haubner, Strasser, Sickl, Prammer, Hostasch .... . Oder fragen Sie Herrn Schüssel, als er sein eigenes Team zusammenstellte und was ihm der Koaslitionspartner für Personen aufdrängte.

    • Azdak

      @GOP

      Danke, ich gebe Ihnen recht, denn Sie erläutern präziser die Hintergründe.

      Wenn man sich bemüht, gut ist, und auch ein wenig Glück hat, dann kann man in der Wirtschaft noch immer mehr als ein Minister verdienen. Ich kenne selbst Leute, die gefragt werden (und wurden) und die stets dankend ablehnen.

      Die meisten sagen, dass die mediale Berichterstattung und der Mangel an Privatsphäre ausschlaggebend ist. Wenn Du Pech hast, wirst Du medial punziert und hingerichtet.

      Vielleicht müsste man auch an dieser Stelle für eine Änderung zum Positiven ansetzen. Die Frage ist nur wie?

    • GOP

      Azdak:
      Genau da ist der Punkt.
      Die Bezahlung möchte ich gar nicht so in den Vordergrund stellen, denn da hätte Bartenstein sicher in "seinem" Unternehmen mehr Geld machen können.
      Zur zeitlich limitierten (nicht die Tagesarbeitszeit ist gemeint!) Ministerfunktion gehört in erster Linie Idealismus, die Liebe zum Staat und einen Wille zur Verbesserung für das Land. Natürlich sollte auch die Bezahlung entsprechend der Leistung sein (mit Erfolgsprämien?), Unabhängigkeit von Parteieneinfluss sowie Anerkennung der Privatsphäre und Freizeit. Ob so etwas jemals realisierbar wird? Manchmal gibt es bei Krisen ein sog. Beamtenkabinett, wo zumindest die Fachkompetenz ausser Zweifel steht.
      Ein weiteres Problem ist bei allen politischen Funktionen ist, dass sich meist NUR solche Leute finden, welche nach Ablauf der politischen Funktion ein "garantiertes Rückkehrticket" in der Tasche haben. Daher sind unsere Minister meist beuraubte Beamte, Kammerfunktionäre usw. Wenn ein Selbständiger z.B. Bürgermeister oder Nationalrat wird, dann muss er einen Ersatz für seinem Betrieb suchen und auch bezahlen. Ein Unselbständiger muss erst wieder suchen, um eine wie früher ausgeübte gute Anstellung zu bekommen. Schauen Sie die die Lebensläufe unserer "hohen Leute" einmal genauer an, da gibt es nur sehr wenige Leute, welche aus der Privatwirtschaft diesen Schritt wagten.

    • Azdak

      Yep, Zustimmung.

      Ich kenne einige ex-Minister der letzten Jahre persönlich und aus meiner Beobachtung kann ich grosso modo nur sagen, dass sich die alle - insbesondere bei einem Wechsel in die reine Privatwirtschaft - relativ schwer tun. Eines der wenigen Dinge, die ihnen Gewicht gibt, ist deren "Netzwerk". Wobei das auch mit Vorsicht zu geniessen ist. Solange man an der Machtposition ist, bist zu hofiert. Ist es vorüber, bist du schnell vergessen.

      Ich kenne wenige - und mir fiele da auch nur Bartenstein ein - die es umgekehrt aus der Privatwirtschaft in die Politik gewagt haben. Das ist wirklich ein Problem und man sollte darüber intensiver nachdenken. Anreizsysteme könnten vielleicht eine Lösung sein, deren detaillierte Ausgestaltung ist aber ein Hund (siehe Telekom-Börsenkursmanipulation ;-)

    • Amtsbekannt

      Wo stehen unsere Eliten?
      Die sitzen! Erste Reihe Regierungsbank!
      Was anderes haben wir leider nicht.

  33. HJR

    Der Wulff - das muss ich gestehen - rückte erst so richtig in meinen Gesichtskreis ein, nachdem die Merkel alles, was ihrer Kanzlerschaft hätte gefährlich werden können, eliminiert hatte und als sie deshalb den letzten verbliebenen Mohikaner unter Opferung der von der Leyen zum Bundespräsidenten machte. Dessen Einführungsrede und die zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit ("... der Islam gehört zu Deutschland ...) haben mich ja nicht überzeugt, dass Wulff in die Reihe der nennenswerten deuschen Bundespräsidenten würde aufrücken können; aber - wie man sieht - besteht da noch Hoffnung!

    Entweder der Wulff hat seinen Redenschreiber gewechselt oder der Verstand kommt manchmal doch mit dem Amt oder beides. Trotzdem bzw. jedenfalls: Gut so!

    Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum wir in Österreich immer so gebannt auf die "Nordlichter" (Schweden, Finnland, etc.) blicken, wo doch - was Demokratie anbelangt - das oft gute oder zumindest bessere Beispiel "Deutschland" viel näher läge! (Vielleichts liegt das bei mir ja daran, dass ich "ein halber Deutscher" bin, wie meine Schwester immer betont).
    ============================================
    ceterum censeo ORF delendum esse

    Link-Empfehlungen:
    http://www.CONWUTATIO.at
    http://www.wno.org/newpages/HeinzFischer.pdf

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]



    • FranzAnton

      Herzlichen Dank für den Link zu UHBP! Wer alt genug ist, hat vieles davon schon gehört; dennoch sollte diese Pretterebner'sche Zusammenfassung wohl so vielen Menschen wie nur irgend möglich nähergebracht werden.

  34. socrates

    Wulff hat offenbar A.U.´s Blog gelesen. Hie stand das oft genug. Gold fiel darauf um 10%. Die Deutschen schüzen ihre Banken und die der Anlegerfilialen und wollen die Kosten auf die EU-Steuerzahler auslagern.

    heise.de: Bricht Wulff oder die EZB die EU-Verträge?

    Die Kritiker haben Unterstützung von Bundespräsident Christian Wulff bekommen, der in einer Rede vor Nobelpreisträgern auf der Insel Lindau die Europäische ZentralbankY beschuldigt hat, mit dem Aufkauf von Staatsanleihen von einzelnen EU-Staaten die EU-Verträge zu brechen. Dabei bezog er sich auf Artikel 123 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union, in dem der Erwerb von Schuldtiteln durch die EZB verboten wird.

    Mittlerweile wird freilich Wulff selber beschuldigt, mit seiner Rede den Artikel 130 des EU-Vertrags verletzt zu haben, in dem sich die Mitgliedstaaten verpflichten, "nicht zu versuchen, die Mitglieder der Beschlussorgane der Europäischen Zentralbank oder der nationalen Zentralbanken bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu beeinflussen".



    • HJR

      Da der deutsche Bundespräsident (anders als der unsere, der möglicherweise neben seiner ("ruhenden") Parteimitgliedschaft wahrscheinlich "ein Freund der Nordkoreaner" geblieben ist - und trotzdem nicht auf der "Watchlist" steht) wirklich rein repäsentative Funktionen bekleidet und sich allein auf seine Persönlichkeit und seine moralische Kraft stützen kann, sehe ich nicht, wie da der "Artikel 130 des EU-Vertrages" verletzt sein könnte: Schließlich gilt die Freiheit der Meinungsäußerung ja in der ganzen EU und so viel ich weiß auch für Präsidenten!

  35. M.S.

    Ich kann mir denken wie die Sache in Österreich ausgehen wird. Vorerst wird einmal so weiter gewirtschaftet wie bisher. In zwei Jahren sind ja Wahlen. Vielleicht verlieren wir auch bald die Triple-A-Bewertung. Im früh beginnenden-furchtbaren- Wahlkampf wird durch die amerikanischen Spin-Doktoren zusammen mit den vereingten Medien unter Führung des ORF ein nie dagewesenes Trommelfeuer auf die Bevölkerung niedergehen, dass natürlich die neoliberale Politik der ÖVP und FPÖ (Schüssel, Grasser u.s.w., u.s.w.) an der derzeitigen Misere die Schuld trägt und für den Fall eines Wahlsieges der SPÖ die Österreicher paradiesischen Zeiten entgegengehen werden.
    Wenn dann die folgende Rot-Grüne Koalition sich endlich der Realität stellen muss und ein Sparpaket der Sonderklasse schnüren muss, wird sich die ÖVP auf der Oppositionsbank jahrelang anhören müssen mit welch verantwortungsloser Politik sie die Menschen in die Armut getrieben hat.



    • HJR

      Ziemlich genau so wird's kommen!

    • Florin

      Liest sich erschreckend, aber genauso furchtbar wird es ablaufen!

    • Azdak

      Ein denkbares Szenario. Leider spielen Skandale wie Telekom (siehe gestrige ZIB 2) und die Verwicklungen von Gorbach und BZÖ, aber auch Mensdorf-Pouilly et al hier den rotgrünen Sozialisten in die Hände.

      Es gibt sicher annähernd soviele linke Skandale (man erinnere sich an den Pratervorplatz, ganz zu schweigen von BAWAG, Konsum, etc.), durch die Lufthoheit der rotgrünen in Medien und Journalismus werden diese aber bei weitem nicht so aufmerksam verfolgt und auch - vor allem auch für die eigene Bewegung - instrumentalisiert.

    • contra

      @Azdak

      Vollkommen richtig und der Ordnung halber erinnere ich auch an den jüngsten Milliardenskandal um die AZV-Stiftung der Stadt Wien.
      Da wird von den Medien fein säuberlich das Mäntelchen des Schweigens darübergebreitet.
      Tja, die Sozis beherrschen halt den "part of the game" wesentlich besser als alle anderen!

    • Azdak

      Grandioses Zitat vom Uwe, auch die Telekom unter Sundt und Nemsic beherrschte den "den Part of The Game" vorzüglich.

    • Mel Haring (kein Partner)

      Ich glaube nicht, dass Rot + Grün auch nur annähernd 50% erreichen werden. Die Gemeinheiten der SPÖ im Wahlkampf haben doch immer nur für die paar Prozente gesorgt, die die SPÖ dann doch vor der ÖVP war. Nun gut, diesmal wird die ÖVP auf Grund ihrer intensiven Anstrengungen doch einen größeren Rückstand auf die SPÖ haben. Die SPÖ wird aber trotzdem nicht über 30% kommen, und das ist für Rot-Grün viel zu wenig.

  36. Celian

    Fr. Fekter ist lieber subversiv unterwegs und unterminiert den zweiten Rettungsschirm für Griechenland, indem sie Sicherheiten fordert, wenn Finnland welche erhält.

    So offen zu sprechen, wie Wulff es tut - das wäre für ein kleines Land wie Österreich nicht angemessen. Ich denke, daß seine Einsicht, auch damit etwas zu tun hat, daß die deutsche Politik langsam begreift, nicht von Griechenlands Gedeih oder Verderb abhängig zu sein - nicht um jeden Preis jedenfalls. Deutschlands Staatsanleihen - und so Österreichs - werden weiterhin gute Bonität haben, auch wenn Griechenland oder andere EU-Länder in Konkurs gehen. Das hat man nun vielfach bewiesen bekommen, immer wenn es kriselt flüchten Anleger aus Aktien in Sicherheit und das sind Staatsanleihen aus AAA-Ländern.

    Außerdem konnten nun viele Abhängigkeiten zu Griechenland reduziert werden, die Banken borgen sich zur Zeit gegenseitig kein Geld mehr, sondern parken überschüssige Liquidität bei der EZB - lieber Zinsen zahlen, als welche bekommen, als daß maroden Banken der Dolcevita-Länder etwas borgen. Man ist auf der Hut. Gegenseitige Forderungen wurden abgebaut - und werden nicht mehr aufgebaut. Ein Konkurs und/oder Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone hätte eben keine dramatischen Auswirkungen mehr auf den Rest von Europa. Da tut sich Wulff schon leichter als noch vor einem Jahr, solche Reden zu schwingen.

    Außerdem: Man muß sich vom Nimbus der Unfehlbarkeit eines Euro-Landes verabschieden, auch wenns schwer fällt. Bisher galt die Devise, daß nicht sein kann was nicht sein darf, daß ein europäisches Land zumal in der Euro-Gruppe nicht in Konkurs gehen kann - wir sind hier nicht in Südamerika. Besonders die EZB tut sich mit diesem Kratzer im Selbstbewußtsein schwer. Für sie war das offenbar DER Grund, an Griechenland weiterhin festzuhalten. Damit scheint nun bald Schluß zu sein.



    • brechstange

      Der 20. September naht. Die Spannung steigt.

    • Celian

      Was ist am 20.? Am 23. September soll der Deutsche Bundestag über den EFSF entscheiden. Dann werden wir sehen wie es weiter geht. Bis dahin ist hohe Volatilität auf den Aktienmärkten wahrscheinlich.

    • brechstange

      Der 20. Sept. ist ein CDS-Stichtag.

  37. Josef Maierhofer

    Meine Hochachtung Herr Wulf, Sie haben Verantwortung gezeigt.

    Ich würde mir sehr wünschen, dass Sie mit Ihren Worten Europa und vor allem Deutschland wachgerüttelt haben. Als kleiner 'Ösi' würde ich gerne sehen, daß Sie auch unsere Polit-Tschapperln wachgerüttelt haben.

    Alle angeführten Punkte sind in meinen Augen richtig und wahr. Es sieht nicht gut aus für Europa.

    Wie soll so ein Europa der Lügner und Schuldenmacher bestehen können, solidarisch ???? Solidarität womit, mit den Schulden, mit der Lüge ???? P.C. ist ja nichts anderes als gezielte, bewusste Lüge.

    Solange die einzelnen Mitglieder nicht allein stehen können, wird auch die EU nicht bestehen können.

    Um zu unserem Polit-Kasperltheater zurückzukommen, solche Formate wie Herrn Wulff gab es bei uns schon lange nicht mehr, und wenn, wurden sie abgewählt und auf die Hinterbank geschoben.

    Einen mehrgliedrigen Punkt möchte ich noch beisteuern:

    Hören wir in Österreich endlich auf mit den Massen an Politikern, nehmen wir die Besten und reduzieren wir die Gremien auf das erforderliche Ausmaß (Föderalismusreform) und erhöhen wir die Qualität, wir können doch nicht jeden Biergartenrülpser, der lange genug in einer Partei gehockt ist, mehr oder weniger untätig, und sonst nichts aufweisen kann als Lenker der Staatsgeschicke brauchen,

    durchforsten wir das Unrecht im Verfassungsrecht und reduzieren wir dieses auf das notwendige und hören wir auf mit den unnötigen 'Menschenrechten', die mit Recht auf Freiheit und Eigentum ja eigentlich abgedeckt wären, notfalls treten wir aus den unnötigen Gremien, die so einen widersprüchlichen Unsinn betreiben, aus,

    reduzieren wir die Verwaltung auf das notwendige Ausmaß und zahlen wir dort leistungsgerecht und nicht utopisch (Verwaltungsreform, Pragmatisierungsbeendigung),

    hören wir auf mit dem Förderunwesen und stellen wir als erstes einmal gleich die Parteienförderung ein,

    hören wir auf mit Korruption und Lüge in Medien und Politik und halten wir uns an Fakten und Wahrheit und kümmern wir uns in erster Linie um die eigene Misere und nicht die von PIIGS.



  38. Anton Volpini

    Eher geht ein Kamel durch Nadelöhr, als daß sich die SPÖ von der Arbeiterkammer trennt. Eigentlich ist das gar nicht möglich, weil sich doch umgekehrt die Arbeiterkammer eine SPÖ hält.
    Ebenso auf der Seite der ÖVP, wo sich die Landwirtschafts- und Wirtschaftskammer eine ÖVP halten. Wäre das nicht so, dann hätte ein Leitl nie einem Verfassungsrang der Kammern zugestimmt.
    Nein, von diesen zwei Parteien ist gar nichts an Vernunft zu erwarten. Ebenso nicht von der FPÖ, deren Leute sich nur unverschämt bereichern wollen.

    Das ist unser Dilemma! Und was die starke Rede vom deutschen Bundespräsidenten Wulff betrifft, so würd ich einmal sagen, das war das erste Mal, daß er positiv aufgefallen ist. Wer wird in Deutschland seine Worte umsetzen? Oder wird er genauso handeln wie sein Vorgänger Köhler, der im Juni 2010, also vor einem Jahr aus genau diesem Grund der verfehlten Finanzpolitik zurückgetreten ist?



  39. mike1

    einer der wenigen politiker, die nicht nur in der sache firm sondern auch mit hausverstand gesegnet und bereit sind, die wahrheit offen auszusprechen. hoffentlich lernen auch die herren nobelpreisträger davon (auch da gibt es eine reihe, die wie sozialistische poltiker unsinn verbreitet) und wer halt sonst noch dabei war.

    die rede passt ungschaut auf österreich - ich geh davon aus, dass sie dem herrn faymann und seinen kumpanen nur ein dummes lächeln abringen werden. oder hat irgendwer in der runde von der umsetzung angedachter reformen gehört ? hat irgendwer gehört, dass die schulden abgebaut werden ? oder die hacklerregelung auf der stelle beendet wird, weil nicht leistbar ? oder etc etc...?

    hier in ö sind offensichtlich alle in deckung gegangen und warten darauf, dass sie ein "a" unserer triple-a bewertung auf den schädl bekommen. worauf warten alle diese "politiker" ?



  40. ambrosius

    1) Wulff-Kritik : Da wird also wirklich argumentiert, der Wulff hat das Gesetz verletzt, weil er der EZB-Bundesbank dreinredet !!!!Das ist- um es äußerst euphemistisch auszudrücken- intelektuell sehr unkonventionell. Es zeigt auch die zunehmende Verzweiflung, den zunehmenden Fatalismus der Befürworter dieser Weltuntergangspolitik.
    2) Hat die verehrte Leserschaft dieses Kreises die deutschen Berichte über die Abgeordnetenversammlung der CDU gesehen ?( Zum ORF kann ich nix sagen, den hat mir mein Arzt verboten) Da gab es Argumente etwa eines Herrn Kauder und anderer:" Diese Diskussion ( gemeint ist die Idee der Finnen, dann auch von Frau von der Leyen., Gold zum Pfand zu bekommen) sollte man nicht weiterführen!"(Punkt und Ende des Zitates !)
    Auch die angelike Frau Merkel hat sich in pastoralen Verzweiflungsreden geübt. Aber keines, schon nicht kleinste Argument, und sei es auch noch so falsch und dumm, wurde geliefert warum diese Politik weitergeführt werden muß.
    Von hysterischen Schreianfällen ist mir zwar noch nichts bekannt geworden, die Situation erinnert mich jedoch fatal an die Stimmung im Führerbunker im April 1945. Ich warte stündlich auf die Meldung, daß unsere liebe Frau Merkel im heldenhaften Abwehrkampf an der Eurofront gefallen ist(Tusch und Götterdämmerung, Anm. der Regie)
    Da ich ein leidenschaftlicher und bedingungsloser Feind der Todesstrafe bin, hoffe ich nicht auf ein dann folgendes Nürnberger Tribunal, meine aber schon ,daß durch eine ordentliche Säuberungsaktion alle diese Ärsche in Brüssel, Luxembourg, Berlin etc. entfernt werden sollten. (Wien kann man wegen völliger Bedeutungslosigkeit vergessen).

    Ach ja, Übrigens: Greenspan, der ursprünglich für das alles verantwortliche Finanzzampano hat sich aus seinem Ruhestand gemeldet und Europa die Schuld an der weltweiten Finanzkrise zugewiesen. Das nenne ich erst eine Chutzpe!



  41. Observer

    Ich bin schon gespannt, wie die gestrige Wulff-Rede in den österreichischen Medien kommentiert wird. Kann man den Österreichern die Wahrheit überhaupt zumuten? Vor allem warte ich auf die Reaktionen von Faymann, Spindelegger und Fekter? Von Heinz Fischer erwarte ich mir gar nichts, es ist auch besser, wenn er dazu gar nichts von sich gibt.
    Das wird der "Lackmustest", ob unsere führenden Politiker überhaupt den Ernst der Lange erkennen!



    • HJR

      Ich schätze, darüber werden Sie in den "österreichischen Medien" nicht viel bis gar nichts lesen - der Wulff hat ja Deutsch gesprochen!

  42. Wertkonservativer

    Christian Wulff ist mir schon vor seiner Wahl zum deutschen Bundespräsidenten einige Male äußerst positiv aufgefallen: hochintelligent, ein offener Charakter, das Bild von einem Mann, seriös und sympathisch.

    Dass er den Mut hat, zu den wichtigsten Dingen unseres Kontinents auch gegen den Strom eindeutig und klug Stellung zu beziehen, zeigt nur, dass er eine Statur hat, die unseren Bundes- und Landeskasperln eindeutig fehlt!

    Dank an unseren Dr. Unterberger, uns hier im Forum vom Auftritt Christians Wulffs Kenntnis gegeben zu haben!

    Die vielen Wirtschafts-Nobelpreisträger haben dann ja wohl auch einiges Richtiges und Wichtiges gesagt. Hören wir da noch mehr von Ihnen, verehrter Dr. Unterberger?

    gerhard@michler.at



    • Wertkonservativer

      ...einiges Richtige und Wichtige...

    • Wertkonservativer

      Danke für das tägliche Halbsternderl!
      Nur weiter so, das beruhigt die angespannten Nerven!!!

      gerhard@michler.at

    • HJR

      [... Christian Wulff ist mir schon vor seiner Wahl zum deutschen Bundespräsidenten einige Male äußerst positiv aufgefallen: hochintelligent, ein offener Charakter, das Bild von einem Mann, seriös und sympathisch ...]

      Mein Gott, Freund Michler!

    • Wertkonservativer

      Nett, dass Sie mich so freundschaftlich und doch wieder ein wenig berichtigend ansprechen, lieber Freund Rathbauer.

      Als nur sporadisch die deutsche Politszene Verfolgender waren die wenigen Auftritte Wulffs im Fernsehen für mich eben ein Grund, ihn sympathisch zu empfinden.

      Natürlich weiß ich, dass seine Aussagen zum Islam hier vielfach Antipathien hervorrufen, und sein Charakterbild daher entsprechend schwankt; aber wie Sie selbst meinen: vielleicht wird er sich ja Zug um Zug bessern, um der Meinung, die ich von ihm habe, ein wenig gerechter zu werden.
      Let's wait and see!

      Grüße!

      gerhard@michler.at

    • HJR

      So sehr ich für Wulff wieder Hoffnung geschöpft habe, so gewiss ist soeben deren letzter Tropfen, was Sie, lieber Freund betrifft, versickert!

      Tschüss!

    • Dornenkrone

      Wie man aus den Halbsternen erkennen kann hat der Wertekonservative viele Freunde......
      Ich glaube gestern war es, da riet ihm jemand doch ein wenig leiser zu treten.

      Fast wäre der Vorsatz da gewesen, fast. Alleine es wurde nichts.

      Vielleicht ist es eine Sucht posten zu müssen.

      Vielleicht ist es aber auch ein: der geneigten Leserschaft hier seine Ergüsse nicht vorenthalten zu wollen.

      Wir sind gespannt, putzen unsere Brillen und harren des morgigen Tages.

    • Azdak

      Könnte Unterberger nicht eine Option einbauen, mit der man den Wertkonservativen und seinen Intimfeind Knaller, einfach per einmaligem Mausklick auf die Option "Nein, ich will keine Kaffeekränzchen-Postings mehr lesen" wegblenden kann?

    • Wertkonservativer

      Abgesehen davon, dass ich weiß, wer hinter Ihrer anspruchsvollen Anonym-Benamsung steckt, möchte ich Ihnen und den auch sonst vielen darauf Wartenden mitteilen, dass ich mich demnächst aus der aktiven Beteilunge an der Forums-Diskussion ausklinken werde.

      Die Sucht, täglich posten zu müssen, haben hier gleich mir auch viele andere hervorragende Mitposter; warum man gerade mir den Vorwurf macht, manisch posten zu müssen, finde ich wirklich und ausgesprochen fies!

      Also nochmals, bald haben Sie mich los; es freut mich einfach nicht mehr, von so vielen vermummten Heckenschützen fast täglich angekotzt zu werden.

      Sie hören noch von mir!

      gerhard@michler.at

    • Wertkonservativer

      Dornenkrone war gemeint!

    • Wertkonservativer

      soll heissen:

      ...aus der aktiven Beteiligung ...
      ... bald sind Sie mich los ..

      Das ist übrigens mein Ernst; ich werde sicher nicht in anderen Verkleidungen - wie so viele hier - bei der Hintertür wieder hereinkommen!
      Bis Ende August werde ich noch schreiben; dann ist Schluss mit lustig!

      gerhard@michler.at

    • Pumuckl

      @ Wertkonservativer
      Warum fallen Sie seit Wochen auf alle Provokationen herein, und lassen sich sogar hinausekeln?

    • Wertkonservativer

      Weil ich endgültig genug habe, werter Pumuckl!
      Ich bin an sich ein Kämpfer (im Leben und im Beruf!), doch gegen hinterlistige Hacklwerfer habe ich auf Dauer weder Lust noch die Notwendigkeit, mich wegen meiner täglichen Posterei (so wie viele andere) rechtfertigen zu müssen.
      Bevor ich mich in diesem löblichen Forum weiter von mediokren "Gegnern" anpöbeln lasse, ziehe ich lieber die Reißleine, widme mich mehr meiner Familie, meinen Platten und Büchern!

      Abgesehen davon, ist die Suchtgefahr weiterhin gegeben.
      Wenn man einmal so weit ist, mehr oder weniger zwanghaft ins Kastel zu schauen und dann seine Weisheiten von sich zu geben, ist es im Sinne der psychischen Hygiene wohl besser, den Hut draufzuhauen!
      Bitte um Verständnis: am 31. 8. wird wohl nicht der Weltuntergang stattfinden, doch nach diesem Zeitpunkt wird der Wertkonservative das tun, was viele von ihm erwarten: schweigen!

      Dank und liebe Grüße!

      gerhard@michler.at

    • 0,5* (kein Partner)

      *heul*!!!!

      Jetzt kommts doch schon hervor, ihr Freunde des Wertkonservativen!!! Das war doch ein Hilfeschrei! Ein Schrei danach, dass seine Freunde aufheulen und ihn davon abhalten zu schweigen!!!
      Durchsichtiger gehts doch eh nicht mehr.
      Also: Machts ihm den Gefallen und schreit: NEIN WERTI, du darfst nicht schweigen!

    • Wertkonservativer

      Typen wie Sie, 0,5?, sind es, die mir das Weitermachen verleiden und mich in meiner Meinung verstärken, dass sich in diesem Forum inzwischen leider auch viel unqualifiziertes und inferiores Pack breitmacht.
      Sollten Sie einer der vielen sein, die hier ihre Identität laufend hinter Phantasie-Nicks verstecken, tun Sie mir wirklich leid; Chamäleons sind schon im Tierreich keine sonderlich sympathischen Spezies; Menschen mit Chamäleon-Eigenschaften sind mir aber echt zuwider!
      Also, Sie eigenartiger Typ, Sie können mich nicht mehr anpatzen; suchen Sie sich andere Objekte Ihrer Begierde!

      gerhard@michler.at

    • 0,5* (kein Partner)

      "Zahlende Abonnenten können bis zu fünf Nicknamen anmelden"

      besser? keine Chamäleons?

      btw1: I have no other nickname

      btw2: welch unglaubliche Wortwahl Sie an den Tag legen! "Pack"! Unglaublich! A bissl mehr Contenance, wenn ich bitten darf!

      Aber Reisende soll man nicht aufhalten! Gute Reise, bon voyage, undsoweiterundsofort ...

    • Drakul (kein Partner)

      Ich möchte mich diesen Abschiedsgrüßen gleich anschließen und wünsche dem edlen Wertkonservativen einen schönen, erfüllten Lebensabend im Kreise seiner wunderbaren Großfamilie!

      Ehrenmann, der er ist, wird er sicherlich zu seinem Versprechen stehen, in diesem Blog nach dem 31.8.2011 nicht mehr zu posten.
      Für viele erfolgreiche Menschen ist es schwierig, zu erkennen, wann sie aufhören sollen. Der Wertkonservative hat es geschafft, dafür gebührt im unser Respekt!

      Behüt ihn Gott!

    • WK-Freund und Kritiker (kein Partner)

      @Dracul
      @0,5*

      Hier bin ich!

      Ein wahrer Freund und Kritiker des Wertkonservativen und Ihr seid blöde Sockenpuppen!

      Nein, im Ernst. Ach du meine Güte, ist das notwendig? Sicher war nicht jedes Posting so unheimlich gehaltvoll oder aussagekräftig, aber was soll es? Eure Postings sind auch nicht besser, oder?

      Er wird uns fehlen, also schiessen wir uns auf den lahnsteiger ein ;-)

      PS: ich bin auch eine Sockenpuppe!

    • genervter (kein Partner)

      @all
      jetzt laßt doch den wk endlich in ruhe, er hat schon genug gelitten unter dem spott und der häme.

      wenn jemand im blog durch trommelfeuerartiges dauerposten, ständiges hinterfragen seiner bewertungen oder oberlehrerhaftes gehabe auffällt dann reizt er halt die meute zum mobbing. aber jetzt sollte es genug sein.

      man sollte halt seine beiträge vorher besser überlegen und nicht grundsätzlich jeden tag irgendeinen kommentar reinstellen, egal ob um 2 oder um 5 uhr in der früh, in der hoffnung, damit möglichst viele sterne zu sammeln, auf die dauer merken die blogger die absicht und sind mit recht sauer und genervt.

    • Ich beginne zu glauben ... (kein Partner)

      Ich beginne zu glauben, dass die Sternekritiker recht haben!

      Hier gibt es eine ganze Reihe von Psotern, denen unheimlich fad ist und die nichts besseres zu tun haben, als Sterne zu sammeln. Wir krank im Hirn kann man sein? Wie fad kann einem sein? Haben die keine anderen Hobbies, Fernsehen, Kinder zeugen? Nein, sie müssen Sterne sammeln.

      lahnstei[n|r]er ist einer dieser Adoranten. Der WK hat es nie wirklich darauf angelegt.

    • xRatio (kein Partner)

      @Wertkonservativer 25. August 2011 05:39

      "Christian Wulff ist mir schon vor seiner Wahl zum deutschen Bundespräsidenten einige Male äußerst positiv aufgefallen: hochintelligent, ein offener Charakter, das Bild von einem Mann, seriös und sympathisch."


      KOTZWÜRG!!

      Wie bitte KANN ein erwachsener Mensch von allen guten Geistern derart verlassen sein
      um einen gewissenlosen Opportunisten und verbrecherischen Hochverräter derart schleimerisch zu bejubeln....

      Nee, mir wird übel. Pfui Deibel!!

    • Norix (kein Partner)

      Mit den blauen Intelligenzbestien kann gar ned normal diskutieren. Denen muss man von anfang an schärfer kommen, dann wird sowieso gleich Schwanz eingezogen. Proleten wie Knaller und XRatio hätte Unterberger schon längst aus seinem Forum verbannen müssen. Solche Leut haben hier die Diskusionskultur schon seit längern verdorben und verhindern das Einloggen vieler weiterer interessanter User. Es wäre sehr schade, werter Wertkonservativer, wenn sie diese Plattform nun auch noch verlassen.

  43. libertus

    Endlich einmal mutig aufgezeigte Fakten, denen man nichts mehr hinzufügen muß und die man dem eher wie "everybodies darling" wirkenden Wulff gar nicht zugetraut hätte. Es ist zu hoffen, daß er seine glasklaren Aussagen nicht im Nachhinein noch relativiert, wie es bei so vielen Politikern der unrühmliche Brauch ist.
    Offensichtlich hat Deutschland im Gegensatz zu Österreich keinerlei Probleme profilierte Persönlichkeiten für den Posten des Bundespräsidenten aufzutreiben.

    Ehe unserem HeiFi und seinen Genossen ein ähnlich "helles Licht aufgeht", muß noch viel Wasser die Donau runterfließen oder noch besser - müssen sie vorher abgewählt werden.

    Langsam dämmert es den Deutschen, daß sie nicht die gesamte Last diverser hochverschuldeter Länder schultern können, daß die EU mit den derzeitigen Rettungsmaßnahmen den Euro sukzessive runiniert und daß wenn nicht rasch wirtschaftliche Vernunft bei den Regierenden einkehrt, daß tatsächlich das Ende der EU bedeuten könnte.

    Greenspans Kassandrarufe werden zwar noch abgeschmettert, aber im Grunde liegen er und Wulff bereits auf gleicher Linie und daher ist dringender Handelungsbedarf gegeben um zu retten, was noch zu retten ist!







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