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Der ORF-Kaiser ist nackt und verkommen

Gerhard Zeiler hat explosiven Klartext über den ORF gesprochen. Der RTL-Spitzenmann hat in den Mund genommen, was hierzulande freilich jeder längst weiß: Nämlich dass es "wesentlichen Teilen der Politik nicht darum geht, wer das Unternehmen am besten führen kann, sondern wer willfährig parteipolitische Personalwünsche umsetzt". Deshalb verzichtet Zeiler auf die von ihm – wie er nun zugibt – seit einiger Zeit ins Auge gefasste Kandidatur als ORF-Generaldirektor. Deutlicher hätte man es nicht formulieren können, wie verkommen dieses Land unter einem Werner Faymann geworden ist.

Zwar weiß es jeder Fernseh-Zuschauer, jeder Radio-Hörer mit einigem kritischen Denkvermögen, aber es ist unglaublich wichtig, dass auch ein SPÖ-Mann solches einmal klar und vor allem in aller Öffentlichkeit ausspricht: "Man kann kein Unternehmen, das so große Herausforderungen zu bewältigen hat wie der ORF – kreative,  finanzielle und strukturelle –, erfolgreich führen, wenn Personalbesetzungen bis zur Abteilungsleiter-Ebene von politischer Seite beeinflusst werden und ständig parteipolitische Personalwünsche geäußert werden. Das geht schlicht und einfach nicht. Da leidet die Professionalität und da leidet die Kreativität."

Und noch deutlicher das Urteil über die charakterlosen Herren in allen ORF-Führungspositionen: "Es ist ein Problem, wenn eine ORF-Führung heute nicht Herr im eigenen Haus ist und glaubt, nur dann gewählt zu werden, wenn sie politische Postenbesetzungen akzeptiert. Das schadet dem Unternehmen nachhaltig."

Zeiler macht in Interviews unverwunden klar, dass sich seine Kritik primär gegen die SPÖ richtet. Dabei war der Mann einst Pressesprecher des SPÖ-Bundeskanzlers Fred Sinowatz!

Das Unfassbare ist, dass eine Partei, die weit weniger als 30 Prozent der Wähler hinter sich hat, im ORF wie in einer Parteiorganisation fuhrwerken kann. Wer ist daran schuld? Primär die Grünen, die den Roten bei jeder Sauerei die Mauer machen. Und sekundär die Orangen, die unfassbarerweise auch heute noch auf das Regime des Alexander Wrabetz setzen und sich gute Behandlung erkaufen wollen (die offenbar darin besteht, BZÖ-Skandale nicht zu erwähnen).

Historisch tragen aber auch Schwarz und Blau Mitschuld. Die FPÖ hat zumindest beim ersten Antreten des Herrn Wrabetz – wahrscheinlich auch wegen dessen familiärer Verquickungen tief ins blaue Milieu – für ihn gestimmt. Und die ÖVP hat zwar zu ihrer Ehre immer gegen ihn gestimmt, es aber bei den Koalitionsverhandlungen 2008 nicht einmal versucht, den ORF dem totalen (und totalitären) Zugriff der SPÖ zu entziehen. Medienpolitisch waren Josef Pröll die Raiffeisen-Interessen ganz offensichtlich ausreichend, die allen nutzen, nur nicht der ÖVP. Und bei Michael Spindelegger sieht man vorerst nicht einmal den Hauch einer kreativen Medienpolitik.

Wie eine solche Medienpolitik aussehen könnte? Primär würden zwei Initiativen genügen: Wenn die SPÖ eine Volksbefragung über die Wehrpflicht will, dann können ÖVP und FPÖ allemal noch eine über die Unabhängigkeit des ORF wollen und lancieren. Und zweitens müsste man natürlich der gigantischen Medienkorruption vor allem der SPÖ-Ministerien mit allen Mitteln des Straf- und Budgetrechts den Kampf ansagen. Ein Opfer dieses Kampfes wäre freilich auch der schwarze Inseratenverschleuderer Nikolaus Berlakovich. Was nicht wirklich schade wäre.

 

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alle Kommentare

  1. Cash (kein Partner)

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  4. Itajipe (kein Partner)

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  5. Viktor

    Es ist mir unverständlich,daß die SPÖ unwiderruflich an der Kandidatur von Herrn Wrabetz hängt,wo dieser doch aus einer Nazifamilie stammt.Ich bin kein Anhänger von "Erbschuld",aber gerade die Sozis verteufeln mit der Nazikeule immer Gegner,die aus solchen Familien stammen.
    Zweierlei Maß,verlogene Politik !
    Wen wundert es,daß die "Roten" immer mehr an Stimmen und Zustimmung ver-
    -lieren ?



  6. BIÖ

    Finden Sie den eben fertig gewordenen Konzepttext für unsere Position zum Thema »Medien« hier: http://www.biö.at/?q=Medien .

    Über konstruktives Feedback freuen wir uns! (Bitte gleich den Kontakt-Link auf der Seite benutzen - danke)



  7. RR Prof. Reinhard Horner

    reinhard.horner@chello.at

    Verkommener, verluderter ORF

    In seinem Informationsauftrag ist er ein Morast, ein Sumpf, eine Mülldeponie, ein Abfallbiotop. Im ORF wird laut Wrabetz „angebrunzt“.

    Zur Fortsetzung könnten neben Wrabetz auch weitere Figuren kandidieren, etwa Frau Krawagna-Pfeifer, die hauptsächlichen Herren Politagitatoren Landau und Küberl, Herr Lobbyist Jarolim, Herr Minister ohne Pflichterfüllung Darabos, Herr (ehemaliger SPÖ-Spitzenkandidat) Martin, der Wählertäuscher Van der Bellen usw. usf.

    Oder sollte eine neue Abteilung der Wiener MA 48 als ständige Eingreiftruppe eingerichtet werden?

    Besteht eine realistische Aussicht auf die Befreiung der fähigen und aufgaben- und verantwortungsbewussten Mitarbeiter des ORF sowie auf die Gewinnung zusätzlicher solcher Persönlichkeiten? Darauf käme es vordringlich an.



    • contra

      ***************!

    • Kapuzerer (kein Partner)

      ORF verkommen und verludert? Ja schon! Aber ist RTL besser? NEIN!
      Übrigens, der Zeiler war doch schon mal ORF Generalintendant. Der Eindruck den er hinterließ war kein guter! Zu RTL paßt er jedenfalls besser - und das ist keineswegs positiv gemeint!

  8. JEZ (kein Partner)

    Die ORF-Steuer wird schon deshalb nicht abgeschaft, weil (mit Ausnahmen) die Bundesländer kräftig mitkassieren. Getarnt als Kulturbeiträge, etc.

    Dazu fällt mir nur ein : Raubritter



  9. Amadeus (kein Partner)

    Auch die renommierte Frankfurter Allgemeine Zeitung befasst sich in einem Artikel mit den derzeitigen Zuständen im ORF. Es wird dabei der ORF einer offenen Kritik unterzogen:

    Österreichs Medienpolitik: Unter kakanischen Strippenziehern

    RTL-Vorstandschef Gerhard Zeiler wollte als Direktor des österreichischen ORF kandidieren. Nun sagt er ab. Die Regierung hat den Posten längst verschachert.
    ( Von Michael Hanfeld, 05. Juni 2011 )

    Als Branchenbeobachter fragte man sich die ganze Zeit: Warum tut er sich das an? Was glaubt dieser Mann bewirken zu können? Was um Himmels Willen soll er da? Er führt die größte und erfolgreichste Privatsendergruppe Europas und geht zurück in die Heimat, um dort den viel kleineren, um Bedeutung und Unabhängigkeit ringenden, vor dem finanziellen Kollaps stehenden, strukturell chaotisierten, öffentlichen-rechtlichen Sender aus dem Jammertal zu führen?
    Gerhard Zeiler hätte das gerne gemacht. Doch es wird nichts daraus. Der Vorstandschef der RTL-Gruppe hat seine Kandidatur für den Posten des Generaldirektors beim ORF (Österreichischer Rundfunk) jetzt abgesagt. Zeiler musste einsehen, dass er keine Chance hat, die Wahl ist dank der politischen Hinterzimmergeschäfte der regierenden sozialdemokratischen Partei SPÖ nämlich längst gelaufen. Der alte ORF-Direktor wird auch der neue sein: Alexander Wrabetz, ausgewiesener Erfüllungsgehilfe der Regierenden, steht ohne ernstzunehmenden Gegenkandidaten da. Gefragt, ob er Interesse habe, hatte den RTL-Manager Zeiler die konservative ÖVP.

    „Wer willfährig parteipolitische Personalwünsche umsetzt“

    Die beileibe nicht seiner Partei ist. Zählt er doch zum roten Lager. Er war Sprecher zweier sozialdemokratischer Bundeskanzler. Die ÖVP spekulierte auf so etwas wie den Gauck-Effekt, den SPD und Grüne hierzulande bei der letzten Bundespräsidentenwahl im Sinn hatten: einen Kandidaten zu präsentieren, dessen Eignung und Expertise unbestritten ist, der jenseits der Parteirechnungen steht und sogar nicht der politischen Richtung derer folgt, die ihn vorschlagen. Das wäre auch bei Zeiler aufgegangen, der von 1994 bis 1998 schon einmal ORF-Direktor war, dann zum deutschen Privatsender RTL ging und schließlich die europäische RTL-Gruppe übernahm. Sämtliche Positionen bekleidete und bekleidet er mit Erfolg. Er gilt als versierter Manager, ausgestattet mit politischem Instinkt, aber auch mit der nötigen Portion Uneitelkeit, die Figuren in seiner Position davor bewahrt, abzuheben.
    Doch warum hätte es ihn von der RTL-Zentrale in Luxemburg, wo er dem Vernehmen nach mehr als zwei Millionen Euro pro Jahr verdient, zurück nach Wien gezogen? Heimatverbundenheit, sagt Zeiler im Interview mit dem Magazin „Profil“: „Ich bin mit Leib und Seele Österreicher“. Und die „Aussicht, dem ORF bei der Bewältigung seiner nicht unbeträchtlichen Probleme helfen zu können“, habe ihn überlegen lassen. Zeiler überlegte, sondierte und - kam nicht. Bei den Gesprächen, sagt er, habe er schnell erkannt, dass es „wesentlichen Teilen der Politik nicht darum geht, wer das Unternehmen am besten führen kann, sondern wer willfährig parteipolitische Personalwünsche umsetzt“. Es sei „ein Problem, wenn eine ORF-Führung heute nicht Herr im eigenen Haus ist und glaubt, nur dann gewählt zu werden, wenn sie politische Postenbesetzungen akzeptiert.“ Das schade dem Sender nachhaltig, zumal das Geschacher bis weit in die unteren Führungsebenen reiche.

    Ein Verweser der Politik

    Das ist beileibe keine neue Erkenntnis, der parteipolitische Zugriff prägt den ORF seit Jahrzehnten. Doch sollte es den kakanischen Strippenziehern langsam zu denken geben, dass selbst ein derart ausgewiesener Profi, welcher der Regierung vom politischen Profil her auch noch passen müsste, es für sinnlos hält, überhaupt in den Ring zu steigen. Gegen die staatliche Einflussnahme auf den öffentlich-rechtlichen Sender ORF erscheinen sogar die hiesigen Verhältnisse als harmlos (was sie nicht sind).
    Für diesen Sender wird kein Generaldirektor gesucht, sondern ein Verweser der Politik. Beim öffentlichen Rundfunk, sagt Gerhard Zeiler, gebe es ein Nord-Süd-Gefälle: „Je nördlicher, etwa in Skandinavien oder Großbritannien, desto unabhängiger sind die öffentlich-rechtlichen Unternehmen. Je südlicher, desto regierungslastiger“ seien sie. Österreich sei „diesbezüglich ein sehr südliches Land“.

    http://www.faz.net/artikel/C30280/oesterreichs-medienpolitik-unter-kakanischen-strippenziehern-30432234.html



    • Herby (kein Partner)

      Man sollte auch einen der kommenden SP-nahen-Männer die derzeit im ORF an den Strippen ziehen im Auge behalten:

      Niko Penlinka: http://static.diepresse.com/images/uploads_h425/d/3/c/609596/_niko_pelinka20101111174942.jpg

      Gut möglich dass er bald steil im ORF aufsteigt ....

    • Hummel (kein Partner)

      Danke für den mutigen Artikel. Traurig an alldem ist, dass ein solcher Artikel in den Österreichischen "freien" Medien fast undenkbar wäre. Wer von all den gekauften Zeitungen würde so offensichtliche Kritik gegenüber dem ORF üben dürfen? Das zeigt wiederum, dass nicht nur der Rundfunk, sondern prinzipiell alle Medien von der linken Politik vereinnahmt sind.
      Deshalb glaube ich auch nicht, wie in den vorigen Lesermeinungen oft gefordert, dass eine Privatisierung des ORF die Lösung wäre. Glaubt denn irgend ein gelernter Österreicher wirklich dass ein privater Rundfunk in Österreich objektiv berichten kann/darf ? Die Printmedien sind doch der Beweis dafür, dass es in Österreich unter dieser Politmafia nie objektiv berichtende Medien geben wird ! Der ORF würde genauso wieder von den Linken mit viel Steuergeldern gekauft werden und damit zur willfähigen Propagandamaschinerie verkommen - so wie gehabt.
      Die einzige Lösung wäre eine massive Klage der EU wegen Behinderung der Medien- und Meinungsfreiheit, ausgedehnt auch gleich auf die Printmedien. Doch im Geheimen will die EU ja genau das, was in Österreich so läuft ! Bekämpft werden lediglich die konservativen und EU-kritischen Medien.
      Freundschaft !

    • Kapuzerer (kein Partner)

      Wieso ist eigentlich das Niveau von RTL hier kein Thema? Bei sovielen Bildungsbürgern (hab nichts gegen solche) und Moralaposteln die sich hier tummeln, ist das schon verwunderlich!

      Aja, ist ja ein Privatsender, da wird großzügig über alle Mißstände hinweggeblickt!

      Solange was staatlich ist, wird´s arg kritisiert, da läßt man kein gutes Haar dran!
      Ist endlich privatisiert sind die eben beanstandeten Mißstände plötzlich keine mehr und wie viele Beispiele zeigen, Qualitäts- und Niveauverlust auch kein Thema!

    • AppolloniO (kein Partner)

      An Kapuzerer,
      nix sehen kleines Unterschied? Für RTL ich nix zahlen, für selbiges Schmarrn in östrreichische Zentralrundfunk ich werde g e z w u n g e n zum Zahlen. Damit rote Parteigänger können heimwärtsgehen mit dickes Gehaltscheck.
      Ich, kleines Ausländer haben verstanden, Mehrheit in Austria alles egal sein.

    • Kapuzerer (kein Partner)

      Vielleicht lernen bissi deitsch, dann sehen Unterschied Qualität!

      Aber blöder Spaß beiseite!
      Freilich um den horrenden Zwangsbeitrag könnte schon etwas mehr an Qualität geboten werden und vor allem objektive Berichterstattung!
      (Ein Traum aus dem ich täglich auf unangenehme Weise geweckt werde.)

      Trotzdem: RTL ist und bleibt für mich das Letzte!

  10. november (kein Partner)

    Die Wahlschlappe der Sozialisten in Portugal ist ORF.at gerade eine dürre Meldung unter der Rubrik "Ausland" wert. Welch Überraschung.



  11. Neppomuck (kein Partner)

    Das einzige, das mir zum ORF einfällt ist, dass mir zum ORF nichts einfällt.



    • cmh (kein Partner)

      Zum ORF fallen mir sogar zwei Sachen ein:

      1. Wer hat uns verraten? (Das war klar.) und
      2. Das Maß für den Winkel aus dem noch umfallen kann ist das [ÖVP]. Es liegt so etwa bei -30°

    • Marcus Aurelius (kein Partner)

      @Neppomuck:
      Mir fällt zum ORF a wengerl mehr ein, weil ich dort als blutjunges Bürscherl hab' arbeiten dürfen, als Student im Hauptberuf. Das war, als man den Gerd Bacher aus dem unfreiwilligen Exil zurückgeholt hatte.
      Von dem Handwerk, das ich dort von ausgeschlafenen, parteipolitisch völlig unbeleckten Rundfunk-, TV- und Film-Profis gelernt habe, profitiere ich noch heute. Es war ein völlig anderer ORF als heute. Das legendäre Rundfunk-Volksbegehren, schon damals lange her, wirkte noch nach.
      Ich war kein Mitglied irgendeiner Partei, bin es auch heute nicht, aber mich hat in den paar Jahren nicht einmal jemand gefragt, wen ich wähle. Es war eine kreative, weltoffene Szene in der Argentinierstraße und auf dem Küniglberg. Ideen waren gefragt, sonst nix.

  12. Frank (kein Partner)

    Fernseh-Zuschauer, Radio-Hörer...
    Hihi, Deppenbindestriche für die Leseschwachen..



  13. Celian

    Ich bin dafür, daß die Rundfunkgebühren auf alle Sender, die auf dem Gebiet Österreichs empfangen werden können, gerecht aufgeteilt werden.

    Es ist absolut ungerechtfertigt und diskriminierend, wenn nur ein Sender alles abkriegt, andere dafür nichts. Jeder Sender sollte seinen Anteil vom Gebührenkuchen bekommen und zwar jeder den gleichen, also nicht nach einem Verteilungsschlüssel nach Reichweite. Eben so gerecht wie in einer Demokratie.

    Nach den Maßstäben eines Sozialstaats, in dem wir leben, müßten sogar die kleinen und kleinsten Sender den größten Anteil bekommen. Denn sie sind ja in der Fernsehwelt die Bedürftigen. Wie unsozial und selbstgerecht doch der ORF ist.



    • Zraxl (kein Partner)

      Die Rundfunkgebühr ist ersatzlos abzuschaffen und der ORF ist zu privatisieren. ASAP. Es ist vollkommen ungerechtfertigt, dass auf Radio- und Fernsehgeräte quasi Schutzgeld eingehoben wird. Der Großteil der Rundfunkanstalten arbeitet nach marktwirtschaftlichen Regeln und verdient sein Geld durch Werbung und Verkauf von Sendezeit. Warum soll es da Ausnahmen geben?

      Wenn die Bundesregierung, der Bundespräsident oder sonst jemand wichtiger Sendezeit haben will, dann soll dieser Sendezeit kaufen.

      Das Qualitätsargument als Rechtfertigung für die Existenz einer staatlichen Rundfunkanstalt ist ohnehin ein schlechter Scherz, denn Desinformation ist gemeinhin kein Qualitätsmerkmal.

    • cm (kein Partner)

      Man sollte mit den Rundfunkgebühren Belangsendungen für das Österreichertum in allen Medien bezahlen.

    • Celian

      Man sollte die Rundfunkgebühren abschaffen. Ich habe das als Spaß gemeint, als ich schrieb, man solle sie demokratisieren. Wenn man die Demokratie aus ihrem gewohnten Kontext herausnimmt, sieht man erst wie absurd sie ist.

  14. Norman Bates

    Erste Maßnahme der blau-schwarz-orangen Regierung nach der nächsten Wahl:

    - Fusion des ORF mit der ÖBB und Bestellung von Karl-Heinz Grasser als Vorstandsvorsitzenden.

    Linke Erregung bis zum Anschlag ist garantiert...



    • brechstange

      Nach dem Motto "Big is beautiful" , weitere Subventionen garantiert???

    • Norman Bates

      Wie sich die Zeiten doch nicht ändern. Ähnelt sehr der Situation der damals verstaatlichten Industrie in Ö. ÖBB und ORF sind schon sanierbar, aber es ist eine wahre Herkulesaufgabe.

      Andere Alternativen sind Konkurs oder wir (die Steuerzahler) brennen weiter.

    • Anton Volpini

      Ich bin dafür, daß der ORF gänzlich dem freien Markt überlassen wird. Kein Geld mehr vom Steuerzahler, Selbstbestimmung bei der Höhe der "Gebühren", und keinen Zwang mehr bei den Fernsehern. Zahlen tut nur der, der den ORF schaut, dann erübrigt sich dieses Thema relativ schnell von selbst...

    • Helmut HGR.

      c: A. Volpini

      Die Idee, den ORF dem freien Markt zu überlassen, gefällt mir.
      Ich fürchte aber, die SPÖ wird genügend Gelder auftreiben, um die Meinung im ORF weiter zu beherrschen.

    • Celian

      Oder wir bündeln den ORF mit der ÖBB zu einem Subprime-Verstaatlichten-Derivat und verschepperns an die deutschen Banken. Die sind ja dumm genug, dafür auch noch einen ordentlichen Preis dafür zu zahlen.

    • Anton Volpini

      @Celian

      :-))

      Das haben unsere kärntner Politiker, und die sind /waren bei Gott nicht gscheit, auch schon mít Erfolg gemacht.....

    • Jeremias (kein Partner)

      Anton Volpini 05. Juni 2011 16:08

      In dieser Hinsicht bin ich ganz ihrer Meinung. Hinsichtlich der Dokumentationen bin ich für eine Stiftung mit genau festgelegter Struktur der Stiftung.

      Und Bezahlfernsehen. Die Politik muß ihre Sendezeiten kaufen.

      Rundfunkgebühren sind Zwangsgebühren, und diese sind Nazi.

      Hier die geschichtliche Aufklärung:

      Die Geschichte des deutschen (GEZ-) Reichsrundfunks

      Ein kleiner Beitrag zu den Reichsrundfunkanstalten ARD/ZDF

      GEZ
      1. Daten und Vorgänge zur Zeit des dritten Reiches entstammen den Tagebüchern des Dr. Josef Goebbels. Auf gehts:
      Noch was zum “öffentlich rechtlichen Rundfunk”.
      In hervorragender Kenntnis der Mentalität der deutschen Zipfelmütze (der Obrigkeit hündisch unterwürfig und ihren Anweisungen und Aussagen tiefgläubig und gehorsam ergeben) hat Dr. Josef Goebbels unmittelbar nach Regierungsantritt der NSDAP (1933, 30. Jan.) zusammen mit dem damals neuen Reichspropagandaministerium und dem ihm zutiefst ergebenen Reichssendeleiters Eugen Hadamovsky dieses Propagandasystem (Reichsrundfunk)- einschliesslich Gebühreneinzug- installiert und die Entwicklung des Volksempfängers befohlen. Dieser wurde im August 1933 zur Funkausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Preis des Gerätes war ca.75RM.
      Das war ca. 50% des Preises eines vergleichbaren Gerätes.
      Ausgleich der Kostendifferenz für die Hersteller durch Subventionen in der Form, dass das Reich die gesamte PR übernahm und (als einziges Produkt überhaupt) für den VE Ratenzahlung zuliess und absicherte.
      Der Verkaufsslogan war: “Ganz Deutschland hört den Führer mit dem Volksempfänger”. Am ersten Verkaufstag wurden mehr als 100.000 Geräte verkauft (manche sprechen von 160.000 verkauften VE).

      Damit auch ganz Deutschland den Führer hören konnte, gab es zudem für die Beschallung von Versammlungsräumen den DAF 1011 (=Deutscher Arbeitsfrontempfänger, benannt nach der Führerrede, die dieser am 10. 11. 1933 in Berlin vor den Siemens- Arbeitern hielt).

      Parallel wurde an der Entwicklung des Fernsehens gearbeitet. (Zusammenschluss der grossen Hersteller in der FESE- die gab es bis in die späten 80-er Jahre, da war es nur noch Bosch- Fernseh- GmbH)
      1936 zur Olympiade begannen die ersten gut brauchbaren Fernsehübertragungen. (die sagenhafe Ikonoskop- Kamera, Bedienung und Entwicklung Dr.Walter Bruch) Ein Gerätestandard für die Empfänger war ebenfalls entwickelt,. Prototypen dieser Geräte liefen u.A. in Berlin in „Fernsehstuben“ und übertrugen die olympischen Spiele. Die damaligen Volksempfänger wurden um einen transportablen ergänzt- den Deutschen Olympiakoffer DOK 36. So konnte man auch am Strand die Olympiade verfolgen. Er bekam 1937 einen Nachfolger, den DOK 37.

      1938 gab es eine neue Generation, der VE wurde um den VE 301 W dyn ergänzt, ebenso kam der Deutsche Kleinempfänger DKE 38- auch als Goebbelsschnauze oder „heulender Josef“ bekannt geworden- in den Markt. Dann begann dieser völlig unsinnige Krieg…
      Da ja alles schlimm war, was von den Nazis kam, hat man das Propagandainstrument (GEZ-) Reichsrundfunk wunderbarerweise (einschliesslich Gebühreneinzug) bis auf den heutigen Tag beibehalten und setzte sich so fein ins gemachte Nest.
      1950 gründete man die ARD und setzte die Zwangsgebühren erneut fest (1953), 1963 startete das ZDF seinen Sendebetrieb.
      Januar 1976 nahm die GEZ in Köln- Bocklemünd ihren Betrieb auf.
      Der Versuch des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, privates Fernsehen zu installieren (Deutschland Fernsehen GmbH), um der damals schon linken ARD einen Gegenpol zu setzen, wurde von den „Ländern“ per Verfassungsgericht im Februar1961 verboten.
      War da noch was vom Führer bei denen hängengeblieben?
      1991 verleibte sich die ARD in der “übernommenen” DDR den Deutschen Fernsehfunk ein und machte ihn zum “Mitteldeutschen Rundfunk, der dann 2000 in den luxuriösen Sendekomplex nach Leipzig umzog. Vorher hauste man in Portacabins in Dresden.

      Logisch, dass diese Reichsrundfunkanstalten nur das (so) zu senden und zu kommentieren haben (und hatten), wie es das Herrschende verlangt(e)! Ansonsten ist es aus mit Pfründen, siehe Eva Herrmann. (und seinerzeit Eugen Hadamovsky, der 1942 in Ungnade fiel und an der Ostfront verschwand- 1944 verlor sich seine Spur)
      Mit freiem Journalismus hat das soviel zu tun, wie ein Dackel mit einem Stadtbus.
      Motto: >Politiker (Führer) befiehl, wir schwatzen (schmieren)!!<
      Das “Grüne” ist übrigens eines der besten Beispiele, wie man der deutschen Zipfelmütze
      etwas unterjubelt: zum Beispiel, dass diese Zusammenrottung von Pädophilen für sie (die deutsche Zipfelmütze) eine wähl- und regierungsfähige, die Umwelt schützende Partei zu sein hat. Und das klappt vorzüglich, siehe Kommunalwahl Stuttgart, 2009 und NRW- Wahl 2010!!….(und jetzt Baden- Württemberg- Wahl 2011)
      Nebenbei: Obama musste für die Übertragung seiner Wahlreden ca.8 Mio. Dollar löhnen.
      Man stelle sich das Grauen für “unsere” Politoligarchie vor, wenn sie das Gleiche tun müsste:
      Für die Verbreitung des eigenen dumpfen Geschwafels auch noch selbst zahlen zu müssen. Aber dafür hat man eben die GEZ und unterwürfige Zipfelmützen (siehe oben), die das mitmachen und gezwungenermassen ihnen das Bezahlen abnehmen!!!
      Gruss von Yogi

      Nachsatz:

      Die “GEZ” von damals waren die Stromversorger. Sie kassierten die Rundfunkgebühr. Und diese war so einträglich, dass damit schon im ersten Jahr fast das gesamte Reichspropagandaministerium finanziert wurde.

      Nachträgliche Auflistung: Intendantengehälter:

      http://www.stern.de/kultur/tv/gehaelter-bei-der-ard-so-viel-verdienen-die-intendanten-1593763.html

  15. Observer

    Wenn Herr Spindelegger es wirklich mit einer Änderung in Österreich ernst meint, dann müsste er Herrn Zeiler nun auffordern, sich zur anstehenden Wahl des ORF-GDs zur Verfügung zu stellen. An diesem Lakmustest ist dann zu erkennen, ob der neue Vizekanzler tatsächlich Nägel mit Köpfen macht oder nur das übliche politische Gesudere von sich gibt.



  16. libertus

    Na ja, der Zeiler ist mir aber auch nicht ganz wurscht, denn er erinnert mich an den Fuchs, dem die Trauben zu hoch hängen.

    Nachdem ihm Rot-Grün die Unterstützung vorenthalten haben, packt der ordentlich aus und spricht was Sache ist beim ORF.

    Wäre er zum Kandidaten ernannt worden, hätte er das abgekartete Spiel unseres Öffentlich-Rechtlichen, welches er jetzt anprangert, perfekt mitgespielt.

    So gesehen ist er ein Paradelinker, der den Sozis um nichts nachsteht.
    Die Heuchlei ist deren hervorstechendste "Tugend"!



    • brechstange

      Das dachte ich mir auch. Immerhin hat er das Spiel der SPÖ gegen Waldheim wesentlich mitgetragen. Dass er vom Saulus zum Paulus gewandelt wäre, kann ich natürlich ad hoc nicht beurteilen.

  17. Schani

    No,das hat der Zeiler aber schnell geschnallt!!



  18. byrig

    der orf gehört so schnell wie möglich als staatliche orgnisation mit zwngsgebühren abgeschafft.diese form der kommunikation ist im zeitalter des multimedias obsolet und gamz offensichtlich nur mehr ein vehikel für parteipolitische propaganda.in diesem fall ist die haltung der fpö sehr erstaunlich,als diese nicht vehement für die abschaffung des links-grünen orf eintritt.
    wahrscheinlich erhofft sich sogar die fpö einen erheblichen machteinfluss im falle einer guten wahl.
    für uns bürger bringt dieser orf keinerlei vorteile mehr.
    der sogenannte bildungsauftrag wird der quote geopfert,die in jeder hinsicht privaten sender erfüllen eigentlich die aufgaben des orf viel besser.
    letzlich bleibt dem orf,die quäckstimme des bundeskanzlers und die haarpracht des nö landeshauptmannes möglichst oft bringen zu dürfen.
    dafür darf man(als vollzahler)fast 50 euro monatlich zahlen.
    weg mit diesem linken monster!!!!!



    • phaidros

      haltung der fpö sehr erstaunlich,als diese nicht vehement für die abschaffung des links-grünen orf eintritt.

      Vielleicht rechnet man sich Chancen aus und wartet, bis die Stunde gekommen ist. Immer derselbe Denkfehler, übrigens: Stunden kommen. Sie gehen aber auch vorüber, und dann gibt's den großen Katzenjammer.

    • Cotopaxi

      Die Strache-FPÖ hat mit den Roten und Schwarzen auch für das ORF-Gesetz gestimmt, samt dem 160-Millionen- Euro-Geschenk.

      Die Grünen und das BZÖ stimmten dagegen. Das sollte man nicht vergessen.

    • Jeremias (kein Partner)

      Cotopaxi 05. Juni 2011 09:37

      Dieses Abstimmverhalten erinnert mich an unseren EinheitsBundestag. Da wechseln die Abstimmungsblöcke wie ein Chamäleon sein Erscheinungsbild.

      Nur daß der Bürger als Wähler nicht mehr weiß, wie er stimmen soll. Kurz gesagt: Ein Verwirrspiel!

  19. RR Prof. Reinhard Horner

    reinhard.horner@chello.at

    Rettung des ORF

    Dass Zeiler nicht will, ist nur allzu verständlich. Dass Wrabetz unbedingt weitermachen möchte, ebenfalls.

    Die Verluderung, die Verkommenheit, die Versumpfung des ORF kennt mit Wrabetz u. Co. keine Grenzen.

    Das politische und gesellschaftliche Verwesungsbiotop giert nach Fortsetzung des ORF-Skandals.

    Von den an sich in Aufgabe und Verantwortung befindlichen Politikern oberhalb des heillos unterklassigen ORF-Niveaus sind Verbesserungen kaum zu erwarten, wenig zu erhoffen.

    Was bleibt, wäre ausschließlich ein neues Volksbegehren. (Wohl nicht eine Volksbefragung.) Für dieses Volksbegehren müssten in erster Linie wieder solche Menschen in den Medien, die am journalistischen Beruf ernstliches Interesse haben, die Initiative ergreifen.



    • M.S.

      @Prof. Reinhard Horner

      Das Problem ist aber, dass es vermutlich kein einziges Blatt mit der nötigen Breitenwirkung mehr gibt, das unabhängig von der Politik agieren kann. Man muss auch schon fürchten, dass auch niemand von den Herausgebern der Zeitungen gewillt ist, gegen den Strom zu schwimmen. Man würde ja die Subventionen und die Inserate verlieren.
      Bemerkenswert ist auch die Aufregung über das neue Mediengesetz in Ungarn, dass die EU über Wochen in Atem gehalten hat. Bei uns in Balkanien haben wir zwar ein halbwegs brauchbares Gesetz, es wird aber einfach ignoriert. Das fällt ausserhalb Österreichs niemanden auf, es beschwert sich ja auch niemand darüber, warum auch, es sind ja Linke, die sämtliche Medien in Österreich in der Hand haben. Und die ÖVP und die Opposition................
      Willkommen in der ÖDR (Österreichische demokratische Republik)

  20. PostScriptum

    Witzig, wie der nackte Kaiser über sich selbst berichtet. Informationsunterdrückung par excellence:

    ORF-Wahl: Zeiler sagt Kandidatur ab

    In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ sagte Gerhard Zeiler, der Chef der RTL-Group, dass er sich nicht um den Posten des ORF-Generaldirektors bewerben werde.

    Er habe eine Tätigkeit, die ihn sehr erfülle und einen Job, den es „kein zweites Mal in Europa gibt“. Dennoch habe er sich für den ORF interessiert, weil er „mit Leib und Seele Österreicher“ sei und dem ORF „bei der Bewältigung seiner nicht unbeträchtlichen Probleme“ gerne geholfen hätte.
    „Parteipolitische Personalwünsche“

    „Ich habe aber schon nach wenigen Gesprächen erkannt, dass es bei der Frage, wer der nächste ORF-Generaldirektor werden soll, wesentlichen Teilen der Politik nicht darum geht, wer das Unternehmen am besten führen kann, sondern wer willfährig parteipolitische Personalwünsche umsetzt.“ Danach seien Behauptungen wie jene, er sei ein „schwarz-blauer Kandidat“ „von höchster sozialdemokratischer Stelle lanciert worden“.



  21. socrates

    "Aber der Fayman lässt den ORF verkommen !"



    • cmh (kein Partner)

      Da der ORF seinem Bildungauftrag nicht nachkommt, dürfe Ihre Anspielung nicht verstanden werden.

      Es wird gesucht ein Mann mit faynem Wesen, der nackig tanzt vor Negern und Chinesen.

      Ich hätt' den Posten ja genommen, aber die Laura hat mich nicht genommen.

  22. Richard Mer

    Die Verkommenheit des ORF ist in diesem Blog ein zentrales Thema geworden. Aber nicht nur hier. Ich habe gehört, dass der ORF inzwischen auch regelmäßig Thema bei FPÖ Parteiveranstaltungen ist, und dort oft noch größere Gröler erntet als die Ausländer. Die Leute durchschauen die Manipulationen längst, wie die Seherzahlen zeigen.

    Servus TV bring sehr schöne Sendungen. Etwa das Portrait von dem Geiger Benjamin Schmid, im Netz nach wie vor zu sehen, ist empfehlenswert.



    • DerTurm

      Es ist ohnedies höchste Zeit, dem ORF die Hälfte der Rundfunkgebühren zu streichen (der ORF gibt ja selbst zu, immer weniger "Bildungsfunk" und immer mehr "Kommerzfunk" zu sein) und an Servus TV zu vergeben, da diese ausgezeichnete Reportagen aus dem In- und Ausland bringen.

    • jak (kein Partner)

      wer orf-gebühren zahlt ist sowieso selber schuld - es genügen die staatlichen (kultur, etc.) nix orf !





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