Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Zurück ins Jahr 1945

Das Problem mit Griechenland, Portugal & Co lässt sich auf zwei Sätze konzentrieren. Erstens: Solange es einen Ausweg zu geben scheint, werden viele Regierungen nicht ernsthaft mit der Sanierung beginnen. Zweitens: Die nötige Ernsthaftigkeit besteht in einem Gesinnungswandel der gesamten Bevölkerung, der vom Forderungs- und Wohlfahrtsstaat abgeht und eine gemeinsame Kraftanstrengung startet, die der Energie der Wiederaufbaujahre nach 1945 gleicht.

Je früher und stärker dieser Gesinnungswandel eintritt, umso weniger ist er auch mit dem äußeren Elend jener Jahre, mit Hunger und Not verbunden. Ich finde jedenfalls in keiner Aufzeichnung aus dem Jahr 1945 Berichte über Demonstrationen und Streiks, mit denen die Bevölkerung irgendwo geglaubt hätte, ihr arges Los verbessern zu können (Erst 1950 haben etwa in Österreich die Kommunisten das versucht, sie wurden aber von den sozialdemokratischen Arbeitern in die Schranken gewiesen). Ich finde auch nirgendwo in jener Zeit das selbsttäuschende Argument, dass ja jemand anderer schuld an der Krise sei, weshalb man selber nicht sparen müsse. Obwohl das damals viel richtiger war als heute. Stattdessen hat jeder – auch ohne staatliche Subventionen – angepackt, wo auch immer Not am Mann (und damals ganz besonders: an der Frau) war.

Von dieser Gesinnung sind vor allem die Südeuropäer heute weit entfernt. Der spanische Ministerpräsident Zapatero etwa hat vor den Wahlen vom vergangenen Sonntag ganz offiziell angekündigt (er „garantierte“ das sogar), dass es keine weiteren Einsparungen mehr geben wird. Er hat sich zu dieser wahnwitzigen Zusage hinreißen lassen, weil ein paar Tausend Studenten dagegen protestiert haben.

In Portugal wiederum fand das Sparpaket der Regierung keine parlamentarische Mehrheit. Und in Griechenland vertreiben ständige Streiks insbesondere bei Fähren und im Luftverkehr viele Touristen, sodass der Fremdenverkehr als wichtigster Wirtschaftszweig ein zehnprozentiges Minus hinnehmen musste.

Dabei wären viele Nord- und Westeuropäer prinzipiell durchaus bereit, aus Solidarität jetzt sogar ganz bewusst nach Griechenland zu kommen. Sie haben aber verständlicherweise keinerlei Lust, während des Urlaubs tagelang in Luft- und Seehäfen herumzuhängen.

Der Streik der griechischen Luftlotsen erinnert übrigens an Amerikas Ronald Reagan, der einst streikende Fluglotsen gefeuert und durch Armeeangehörige ersetzt hat. Das war in der Folge für den sozialen und wirtschaftlichen Frieden der USA sehr dienlich – bis dann Bush und Obama die große Schuldenkrise ausgelöst haben.

Schuld an dieser Malaise in Südeuropa sind aber auch die falschen und verwirrenden Signale aus den anderen Ländern Europas. Denn die diversen Hilfspakete haben zwar einen kurzfristig harten und in seinen Konsequenzen schwer abschätzbaren Schock vermieden, sie haben aber den Einwohnern der bankrotten Länder eine völlig falsche Botschaft vermittelt: Man müsse zwar jetzt so tun, als ob man ein bisschen spart und heftig darüber wehklagen, aber wirklich wehtun dürfe und werde das Sparen nicht, gibt es doch die reichen Onkel in Deutschland und Umgebung. Die müsse man nur ein wenig unter Druck setzen, dann zahlen sie schon weiter.

Daher glauben die Griechen auch nicht wirklich den Drohungen Angela Merkels, dass erst die üppigen Urlaubs- und Frühpensionsregeln in Südeuropa abgeschafft werden müssen, bevor es neues deutsches Geld gibt. Denn ganz offensichtlich denken viele Menschen im Süden: Wer einmal umgefallen ist, so wie die Deutschen im Frühjahr 2010, der wird auch ein zweites Mal umfallen.

Freilich steht Merkel heute daheim unter einem stark gewachsenen Druck: Die schlechten Wahlergebnisse und Umfragewerte der Regierungsparteien haben ihr eine deutliche Botschaft geschickt, wie unbeliebt die Griechenland-Hilfe ist. Vor allem drohen schon Dutzende Koalitionsabgeordnete mit einem Nein, wenn es bald um weitere Griechenland-Milliarden gehen soll. Ganz abgesehen von der Gefahr, dass diese Hilfen demnächst vom deutschen Verfassungsgericht als Rechtsbruch gegeißelt werden könnten.

Peinlich ist jedenfalls das Verhalten der Gewerkschaften: Denn diese haben sowohl auf österreichischer wie europäischer Ebene gegen „exzessive Sparvorgaben“ für Griechenland zu protestieren begonnen. Glauben sie damit wirklich, ihre zahlenden Mitglieder hinter sich zu haben? Das wäre mehr als erstaunlich. Wie kann man vom „Totsparen“ Griechenlands reden, wenn dort die im letzten Jahrzehnt erzielten Gehaltszuwächse der Beamten jene in Deutschland übertreffen?

Aber die Gewerkschaften kämpfen natürlich gar nicht so sehr für die Griechen, sondern verzweifelt um ihren eigenen Existenzsinn: Wenn einmal klar wird, dass viele der von ihnen erkämpften „Errungenschaften“ absolut unfinanzierbar sind und auch in Ländern wie Deutschland oder Österreich zurückgeschraubt werden müssen, dann werden auch die Gewerkschaften für ihre Mitglieder zu unnötigem Ballast. Daher sind sie gegen jede konsequente Politik gegen Griechenland.

Dabei gibt es in Europa durchaus Beispiele für gelungene Sanierungen, ohne dass Not und Elend ausgebrochen ist. Musterbeispiel sind die nordischen Länder wie Finnland, Dänemark oder Schweden, die alle in den letzten zwei Jahrzehnten auf Grund der Kosten für ihren viel zu teuren Wohlfahrtsstaat in Wirtschaftskrisen geraten waren. Sie haben jedoch alle drei mit großem Erfolg Sozialleistungen abgebaut und ihre Länder wieder auf gesunde Beine gestellt. Seither wird allerdings Schweden von Gewerkschaftsseite nicht mehr wie in den Jahrzehnten vorher als Musterland propagiert, sondern total ignoriert. Dafür ist dort die bürgerliche Regierung triumphal wiedergewählt worden, während anderswo die Regierungsmehrheiten zerbröckeln.

Nur ein paar Fakten aus Schweden: Dort gehen die Menschen heute im Schnitt um vier Jahre später in Pension als in Österreich – und zwar nicht nur auf dem Papier. Schweden hat die Schulden auf den niedrigsten Stand seit 35 Jahren gesenkt; diese werden im kommenden Jahr nur noch 27 Prozent des BIP betragen – Österreich hingegen hat seine Schuldenquote, also den Anteil der Staatsschulden am BIP, gleichzeitig versechsfacht! Schwedens Wirtschaft wuchs trotzdem im Vorjahr mit 5,5 Prozent so stark wie noch nie seit 40 Jahren. Was die bei Politikern beliebte Mär widerlegt, man müsse für das Wirtschaftswachstum und die Arbeitsplätze Schulden machen: Schulden sind in Wahrheit der Tod jedes langfristigen Wachstums. Schweden wird heuer auch einen saftigen Budgetüberschuss schaffen.

Ein anderes Beispiel ist Belgien. Das schaffte es, zwischen 1993 und 2007 seine Staatsverschuldung von brandgefährlichen 135 auf (freilich noch immer zu hohe) 84 Prozent zu drücken; es brachte auch mehrmals einen Budgetüberschuss zusammen. Zusätzliche Steuereinnahmen wurden strikt für die Schuldentilgung gebunden und nicht zur Befriedigung neuer Ausgabenideen. Bei der Budgetplanung wurde auch die wachsende Überalterung einkalkuliert. Unabhängige Institutionen überwachten die Einhaltung der Sparziele. Marode Staatsbetriebe wie die Sabena wurden verkauft.

Freilich ist Belgien auch ein Beweis, dass Sparanstrengungen rasch wieder verebben können: Denn in den letzten Jahren hat die Ausgabendisziplin stark nachgelassen. Und die Verschuldung nähert sich wieder der 100-Prozent-Grenze. Die Belgier leisten sich freilich zweierlei Luxus: Erstens haben sie seit über einem Jahr keine handlungsfähige Regierung. Und zweitens finden sie über die grundlegende Frage jedes Staates keinen Konsens, ob die zwei tragenden Nationalitäten, also Flamen und Wallonen, überhaupt noch in einem gemeinsamen Staat bleiben werden.

Die Beispiele zeigen: Sanierungen sind durchaus möglich. Es braucht aber immer erst eine Krise, dann einen langen und mutigen Atem und vor allem den Konsens zwischen Politik und Bürgern. So wie es auch in Mitteleuropa nach 1945 auf noch unvergleichlich niedrigerem Niveau der Fall war.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das neue unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print


alle Kommentare

  1. jbiyqoprj (kein Partner)
  2. fpjfeyqrbrv (kein Partner)

    9BJ6Dg pyiytpvfoaly



  3. Darrance (kein Partner)

    Now we know who the snesible one is here. Great post!



  4. Sigi (kein Partner)

    Europa geht tatsächlich den Bach hinunter. Schauen Sie sich mal die Lage der Jungen an: absolut trostlos. In Spanien und Griechenland sind die Arbeitslosenraten unter diesen exorbitant hoch. Zum Lachen ist das nicht mehr. Selbst mit einem abgeschlossenen Studium bei einem Lohn zu vielleicht 700€ zu arbeiten ist doch nur noch ein schlechter Scherz. Und dabei hat Europa noch nicht einmal das Problem eines demografischen Drucks aus der Jugend. Es ist vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Wenn sich solche Zustände wie in Spanien auf andere wichtige Länder Europas ausbreiten, ist Feuer am Dach, aber gewaltig.



    • Kritiker (kein Partner)

      Der Witz ist nicht, wenn junge Leute mit 700 Kröten ins Arbeitsleben einsteigen, der Witz ist, dass in geschützten Bereichen einfache Hanseln 3000 Euro nach Hause tragen. Die Relationen sind verloren gegangen, weswegen heute von Dauerarbeitslosen nach Ausbezahlung von Urlaubsgeld geschrien wird. Und Menschen mit moderner Mietwohnung, Auto und Fernseher, Laptop und XBox, IPhone und GalaxyTab als Ärmste der Armen bezeichnet und staatlich höhera limentiert werden als der von Ihnen angesprochene Jungspund mit dazu natürlich vergleichsweise miesem Gehalt verdient.
      Nur weil Randalierer nach mehr Geld schreien, heißt das nicht, dass sie zu wenig haben. Sie sehen eben nur das Vorbild der maßlos nehmenden und fordernden alten Generation, die bis heute keinen Genierer hat, mit wütendem Hinweis auf ihren lebenslangen Fleiß und die Faulheit der heutigen Jugend gierig die Steuertöpfe zu plündern und mehr und mehr und mehr zu fordern.
      Die Jungen machen den Alten eben alles nur nach...

    • contra

      @Kritiker

      Man sollte aber nicht Jung gegen Alt aufhetzen, sondern den mündigen, verantwortungsbewußten Bürger gegen die verantwortungslosen Politiker, die durch Gesetze und Verordnungen solches ermöglichen.

      Ergo: immer an der Wurzel ansetzen und nicht bei den Ästen und Blättern!

    • Kritiker (kein Partner)

      Das hat nichts mit Aufhetzen sondern mit Tatsachen zu tun.
      Von genau jenen mündigen Bürgern der älteren Generation sind jene verantwortungslosen Politiker an die Macht gewählt worden; oft genügte ein populistischer Pensionistenbrief der ihnen Manna vom Himmel versprach und schon malten sie begeistert das Kreuz beim Big Spender, auch wenn es bedeutete, dass dieser die Arbeitsleistung ihrer Enkel dafür verpfändete. Und wenn man heute erwähnt, dass auch für bestehende Pensionen eine niedrige Obergrenze angesetzt werden müsste um den Totalkollaps des Systems abzuwenden, schreien genau all jene Pensionisten mit den höchsten Ruhegenüssen und Bezügen am Lautesten über den angeblichen Verrat an ihrer Generation, wobei es ihnen vollkommen egal ist, dass es eigentlich die jungen und zukünftigen Generationen sind, die den ganzen Dreck werden ausfressen müssen und die bereits vor ihrer Geburt verraten und verkauft wurden.
      Und wenn Junge davon die Schnauze voll haben, hat das nichts mit Aufhetzen zu tun.
      Erst wenn Pensionisten in der Öffentlichkeit zugeben, dass es so nicht weiter gehen kann, erst wenn Pensionistenvertreter ein sukzessives Zurückfahren jetziger und zukünftiger Pensionsleistungen auf ein bezahlbares Maß propagieren, erst wenn den kommenden Generationen kein vergoldeter Misthaufen hinterlassen wird, kann man jemanden, dem diese Missstände gegen den Strich gehen als Hetzer bezeichnen.
      Auf solche Aktionen warte ich aber vergebens. Statt dessen wollen heute bereits alte Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft den Jungen eine längere Arbeitszeit aufbürden, denn lieber sollen die Enkel länger schuften als man verzichtet selbst auf auch nur einen einzigen Cent.
      Maßlos und gierig scheinen mir da noch recht harmlose und durchaus zutreffende Bezeichnungen zu sein.

  5. cmh (kein Partner)

    Ohne der Türkei nahetreten zu wollen und rein für den Hausgebrauch:

    Wenn man sich anschaut, wie die EU mit den relativ harmlosen Griechen und Spaniern, die halt beide derzeit nackert sind, umgeht, dann erfüllt mich die Aussicht auf ein irgendwann dann etwas verschnupftes EU-Mitglied Türkei mit großer Sorge.



  6. kaffka (kein Partner)

    Gandalf

    Dieser Beitrag ist völlig überflüssig. Er hat überhaupt nichts mit dem Artikel zu tun, lenkt vom Thema ab und gibt nur Schwätzern die Möglichkeit daneben zu reden.



  7. kaffka (kein Partner)

    Herr Unterberger irrt, wenn er von bankrotten Staaten spricht und dabei nur Griechenland, Irland, Portugal und Spanien meint.
    Es gibt in der EU nur (mW) einen einzigen Staat der nicht bankrott ist.

    Unter bankrott versteht man einen Staat, der seine Schulden nicht zurückzahlen kann. Ein Staat, der das garnicht will ist ein Betrügerstaat.

    Die meisten Staaten der EU richten sich nach den Bestimmungen des Stabilitätspaaktes und dieser erlaubt ihnen ein Defizit von 3 % (aber nicht der Staatsschuld sondern des BIP, das laut Wikipädia im Endeffekt eine willkürliche nichts aussagende Hausnummer ist). Sie sind stolz wenn sie diese Marke von welcher Seite auch zumindest annähernd erreichen.

    Da aber jede Staatsverschuldung ausschliesslich durch Budgetüberschüsse, niemals aber durch Budgetdefizite vermindert werden können, sind sie stolz darauf, dass sie zu erkennen geben, dass sie nichteinmal die Absicht haben den Schuldenstand zu verringern.

    Dazu kommt noch, dass 3 % vom BIP nach Auskunft des Herrn Felderer zumindest derzeit 4 % der Staatsschuld ausmachen wird sich in Österreich selbst bei Einhaltung der Stabilitätsktiterien die Staatsschuld um ca 8 MILLIARDEN EURO ( = 4% von eingestandenen 205 Milliarden, die sich aber bei richtiger Buchung auf ca234 Milliarden vergrössern werden) jährlich vergrössern.

    FAZIT: Österreich ist ein Betrügerstaat, der sich / UND DADURCH AUCH UNS/ in absehbarer Zeit selbst in den RUIN treibt.



    • terbuan

      Ja kaffka,
      genauso ist es, wir sind ein Betrügerstaat und in Wahrheit bankrott, weil wir únsere Schulden nicht zurückzahlen können!

  8. Gerhard Pascher

    Jeder kennt das Prinzip eines Pyramidenspieles. Das scheinbar unendliche Schuldenmachen funktioniert genau nach dieser Methode. Aber einmal kommt der Zeitpunkt, wo es heisst: Game over. Dies wird demnächst in Griechenland, aber etwas später auch bei uns so sein. Liebe/r Frau Fekter, Herr Faymann und Herr Spindelegger, nur durch äusserste Kraftanstrengung lässt sich dieses bittere Ende vermeiden.



    • terbuan

      Gerhard Pascher,
      das ist ja das Problem, die wollen sich ja gar nicht anstrengen, das bittere Ende MUSS kommen!

    • cmh (kein Partner)

      Es stört, dass GP Fekter und Spindlegger von der einen Seite, aber nur die Nullität Faymann von der eigentlich verantwortlichen Seite nennt. Positiv gesehen sollte man Faymann einfach weglassen und negativ gesehen haben die beiden Schwarzen in der Liste nichts zu suchen.

      Und wenn man über die Politiker schimpft: Wer hat denn die rote Regierung verursacht? Richtig, die Wähler, die zu blöd sind, zu verstehen, dass das was die Politiker ausgeben, vom Bürger zu bezahlen ist.

    • terbuan

      cmh
      siehe meine metapher weiter unten über die süchtigen!

  9. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)

    Eines von Murphys Gesetzen:

    Hilf einem Mann, der in Schwierigkeiten ist, und er erinnert sich an dich, wenn er wieder in Schwierigkeiten kommt.



  10. Appollonio (kein Partner)

    Belgien verringert seinen Schuldenberg nicht trotz sondern WEGEN seiner nicht vorhandenen Regierung.
    Durch die "Zwöftel-des Vorjahres-Regel" als Maßstab für die monatlichen Ausgaben, stagnieren nämlich die Ausgaben bei gleichzeitigem Konjunktur- gleich Steuereinnahme-Anstieg.

    Auch Österreich führe besser ohne (diese) Regierung.



  11. Pevau

    Die Dummheit der Bevölkerung ist die Basis der Demokratie.

    Diese Erkenntnis wird von den Politikern bestens ausgenützt



    • Neppomuck (kein Partner)

      Mit "... ist die Ausgangsbasis für die Unterwanderer, bzw. Zerstörer der Demokratie" könnte ich mich anfreunden.

  12. Neppomuck (kein Partner)

    Der hinterrücks vorbereitete „Bundesstaat Europa“ ist zum Scheitern verurteilt, oder wer weiß von einer bunt zusammengewürfelten Wohngemeinschaft, die nur über eine/n gemeinsame/n Vorratskammer/Kühlschrank verfügt und dadurch keine (!) zwischenmenschlichen Beziehungsprobleme erlitten hätte.

    Wohlfühlen kann man sich grosso modo nur innerhalb annähernd gleich „gestrickter“ Mitbewohner, was in größeren Gemeinschaften „Tür und Schlüssel“ (= weitgehende Autonomie der jeweiligen Hoheitsgebiete) bedeutet und damit für Europa „Staatenbund“ und nicht „Bundesstaat“.

    Sonst sind, und seien es vorerst nur wirtschaftliche, „Sezessionskriege“ unausweichlich und das Friedensprojekt, das nüchtern betrachtet ohnehin bloß ein „Befriedungsprojekt“ darstellt, geht in (USA-gewollte) Scherben.
    Zumal die EU-Verträge für den Begriff „Subsidiarität“ keine ausreichenden Begriffsinhalte zu liefern imstande war und ist. Was den Verdacht auf böse Absichten zulässt, um nicht zu sagen „aufdrängt“.

    Man sieht ja, was allein in („headquarter EU + Nato“) Brüssel/Belgien abläuft, da muss man erst gar nicht über die Problematik der mentalen Unvereinbarkeit zwischen den ehemaligen Hart- und Weichwährungsländern nachdenken.



  13. Marcus (kein Partner)

    Was die Menschen fühlen.

    Wenn sie schreiben dass die Griechen sich nicht anstrengen wollen und es nicht tun um ihre Schulden abzubauen dann haben sie recht. Dass sie dies aber aus reiner Faulheit oder Kalkulation tun stimmt mit Sicherheit nicht.

    Die Griechen sind Menschen auch wenn sie Schulden haben. Daher reagieren sie auch psychologisch und nicht nur Ökonomisch. Dass heist wenn man den Griechen sagt "SPART!" weil ihr sonst untergeht. Dann reicht das nicht. Denn was denken sich die Menschen dort unten?! "Wir sparen uns alles vom Mund ab und die oberen zehn tausend stecken sich's ein!"

    Natürlich müssen die Griechen sparen und ein besserer Staat werden aber dass funktioniert nur wenn das System funktioniert. Kein Mensch spart wenn er weis dass sein Geld irgendwo versickert.

    Wir (als Kreditgeber) hätten jetzt genug Macht um diese Veränderungen zu unterstützen, denn wir wollen unser Geld auch zurück haben.

    Vergesst nicht die "Menschliche" Seite!!!

    Ps.: Das Gleiche passiert in jedem Krieg man kann nicht nur mit Waffen kämpfen man muss auch mit den Menschen reden, sonst verliert man selber!



    • cmh (kein Partner)

      Gutmann Gutmann

      Wie üblich ein Blödsinn von Ihnen. Das ist nicht nur Vodooeconomics sondern auch Vodoopsyops. Natürlich darf auch das "System" nicht vergessen werden.

      Im Grunde genommen gehen Sie davon aus, dass man mit den Menschen reden muss und enden damit, dass man sie noch mehr bescheißt.

  14. cmh (kein Partner)

    Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr drängt sich mir der Gedanke auf, dass das Universalmittel zur Heilung zahlreicher Malaisen in einem Wort zusammengefasst werden könnte:

    Wegnehmen!

    die falschen Ideale, die falsche Sicherheit, die falschen Reichtümer, die falsche Reputation, die falschen Autoritäten, die falschen Bücher, die falschen Schulen, die falschen Propheten ...

    (Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass ich gerade die Wohnung eines verstorbenen Verwandten entrümpeln muss. Das Tun bestimmt eben das Bewusstsein.)



    • cmh (kein Partner)

      Die falschen Erinnerungen wären auch noch wichtig.

  15. november_rain (kein Partner)

    Wenn man sich die Kommentare durchliest, bekommt man den Eindruck, dass sich manche Hyperinlflation, Bürgerkrieg und die Zeit unmittelbar nach 1945 herbeiwünschen. Mir ist klar, dass die Situation ernster ist, als in den Medien dargestellt. Die hier erwähnte gute Finanzlage in Skandinavien konnte nur mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit erkauft werden, was möglicherweise auch uns blühen wird. Von der Evolution sind die Menschen konditioniert, auf akute Gefahren zu reagieren und sie zu übertreiben und langfristige Entwicklungen zu unterschätzen. Im Moment ist die Gefahr natürlich die Finanz- und Schuldenkrise. Aber wenn die aktuelle Krise vorbei sein wird, wird man sich wieder den realen Problemen zuwenden müssen, wie Rohstoffverknappung und Klimawandel, welche wiederum auf die Wirtschaft zurückwirken.

    Trotzdem setze ich auf den menschlichen Erfindungsreichtum und erlaube mir einen vorsichtigen Optimismus.



    • CHP

      Die Jugendarbeitslosenzahlen von mehr als 40% in Spanien, bei einer deutlich schlechteren Finanzlage widersprechen Ihrer Behauptung.
      In einem gebe ich Ihnen Recht: Wenn es den Menschen schlecht geht, werden sie erfinderisch und tätig. Was wiederum gegen die soziale Hängematte spricht.

    • november_rain (kein Partner)

      Die Jugendarbeitslosenzahlen von mehr als 40% in Spanien, bei einer deutlich schlechteren Finanzlage widersprechen Ihrer Behauptung.

      Nicht unbedingt. Ich habe Österreich mit Skandinavien verglichen, wo die Jugendarbeitslosigkeit bei 25% liegt. Spanien spielt in einer anderen Liga.

    • Kritiker (kein Partner)

      Stimmt. In einer bisher rein sozialistischen.

    • november_rain (kein Partner)

      Unterm Franco war alles besser. Ein neuer Caudillio muss her.

    • november_rain (kein Partner)

      Ein i reicht.

  16. byrig

    die stimmung heute dürfte der von 1918 nicht unähnlich sein.damals wie heute fühlen die menschen,auch sogenannte fachleute,dass die situation insgesamt so verfahren ist(war),dass sie nicht mit den üblichen politischen methoden bereinigt werden kann.
    was 1914 passierte,ist weitgehend bekannt,wenn auch nicht restlos aufgeklärt.

    wie sich die situation heute wirklich darstellt,ist wahrscheinlich in ihrer komplexität auch kaum jemanden wirklich vollkommen klar.
    alleine die unermessliche verschuldung aller länder und volkswirtschaften dürfte ein problem sein,für das es keine patentlösung gibt.wer schuldet wirklich was wem?
    die durch verantwortungslose politiker zugelassene überfremdung des christlichen,aufgeklärten westens wurde hier bereits bestens beschrieben,ebenso die fatalen folgen,mit denen ziemlich sicher gerechnet werden muss.
    es ist evident,dass die moderne,v.a. auch westlich-demokratische welt an einem kritischen,gefährlichen wendepunkt steht,ähnlich wie das die welt dominierende europa 1914.
    eigentlich bleibt nur zu hoffen,dass der,wie es scheint unvermeidliche "reinigungsprozess" nicht so fürchterlich ausfallen wird wie damals anfang des 20.jahrhunderts.



  17. Gandalf

    O.T., aber dann doch nicht ganz:
    Seit gestern geistert die Erfolgsmeldung durch die Medien, dass Adolf Hitler nicht mehr Ehrenbürger von Kuhdreckstetten (oder war es ein anderer Ort?) sei. Und der Veranlasser dieser Heldentat ist ....natürlich ein Grüner (ahnungsloser Wichtigtuer). Naja, seine Sorgen möchte ich haben. Und, nun wirklich zum Thema: Sowohl den Herrn Grünen, wie immer der Trottel heissen mag, als auch die instinktlosen Jungjournalisten, denen diese "Erfolgsmeldung" wichtig erscheint, hätte man im Jahr 1945...nein, nicht einmal verprügelt, sondern als nicht ganz normal eingestuft und sie schlicht und einfach ignoriert. Völlig zu Recht - obwohl die Erinnerung an A.H. im Jahre 1945 wohl noch unmittelbarer war als 2011.



    • brechstange

      In 1945 hatten die Menschen andere Sorgen als die Gemeinden auf Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers zu durchforsten.

    • cmh (kein Partner)

      Einspruch Euer Ehren.

      Die Meldung ist wichtig. Nur lautet sie nicht, der Hittler (laut Bild in der Presse von heute ein fescher Mann) hat das noch eine Ehrenbürgerschaft in Kuhdreckstetten, sondern sie lautet ta-ta:

      Ich seids alle alte unverbesserliche Nazis und die Grünen sind dagegen Lichtgestalten.

      (Fast hätte ich das mit Großbuchstaben geschrieben.)

      Und wenn der letzte gestorben ist, der von einem möglichen Nazi in der Wiege gehutscht wurde, dann wird sicher - ich vermute einmal - der Schüssel taxfrei zum Nazi (pfuipfui) erklärt und keiner will ihn mehr gekannt haben.

    • cmh (kein Partner)

      Tausche das ich im dritten Absatz gegen ein ihr. Sorry.

  18. terbuan

    Diese heutigen, bisher 99 Kommentare sollte man ausdrucken und allen Regierungsmitgliedern und Abgeordneten auf den Tisch knallen!



  19. machmuss verschiebnix

    Wir sollten nicht voreilig die Flinte mit'm doppelten Korn ..

    Die vielen Spaß-G'schrpp'm, welche bei diversen Gelegenheiten
    über den Bildschirm huschen, sind weiß Gott nicht repräsentativ
    für ganz Österreich. In Wien entsteht natürlich durch die Ballung
    und durch viele Angereiste von der "anderen Seite" ein sehr
    verzerrendes und verstörendes Bild ("..bin I da letzte Hetero ?..").

    Aber keine Perverslinge, keine Audimaxisten oder sonstige
    Widerstands-Schreihälse würden Österreich jemals wiederaufbauen,
    das läßt sich kaum bestreiten !

    Leider weicht aber die Regierung aus reiner Bequemlichkeit vor
    dieserart "Widerstand" zurück, und fährt damit genau in die
    entgegengesetzte Richtung , welche von den Schweden eingeschlagen
    wurde !

    Die Schweden sind ein vortreffliches Beispiel

    In den führen 70ern hatte uns Kreisky, dieser Busenfreund von Olof
    Palme, die Schweden als sozialistisches Vorzeige-Musterland
    verkaufen wollen. Ende der 80er gab es dann kurz mal einige
    Gerüchte von wegen finanzieller Probleme des schwedischen Staates
    und dann war Ruh' - wie abgerissen.

    Aber in Schweden haben auch die Sozis nachgegeben und eingelenkt,
    sowas können wir von unseren Knalltüten nicht erwarten. Wenn die nicht
    von der EU, oder von einer Art europäischer Wirtschafts-Regierung
    zur Kurs-Änderung gezwungen werden, dann werden sie unter Garantie
    so weiter wursteln wie bisher.

    Aber noch besteht Hoffnung, daß sich die Mächtigen der Wirtschaft
    drüber klar werden, daß es auch mit ihnen selber "ha" sein wird,
    wenn ein Staat nach dem anderen darüber stolpert, daß da zuviele
    Organisationen mit zuwenig Hirn jeden Reformansatz im Keim ersticken.

    Sie Medien müssen zuallererst vom Subventions-Tropf abgenabelt
    werden, die ganze Polit-Mischpoche gehört zum Teufel gejagt und
    Populismus aller Couleurs gehört unter Strafe gestellt.

    Sobald dann wieder diejenigen das Sagen haben, welche weiter
    denken können, als bis zur nächsten Wahl, wird sich alles Weitere
    wie von selber ergeben.



  20. Celian

    Ich bin dafür, daß man für Griechenland ein Spendenkonto einrichtet so wie damals für Haiti. Und im ORF weinerliche Spendenaufrufe bringt. Wer spenden will, soll spenden. Wer nicht, eben nicht.

    Da können alle, die so selbstlos um anderer Leute (Steuer-)Geld auf die Barrikaden steigen, ihr eigenes Kapital in die griechische Katastrophe, ein griechisches Wort wie passend, investieren. Aber nicht um mein Geld.



    • terbuan

      "Licht ins Dunkel der Ägäis", mit Alfons Haider als Moderator! :-)

    • cmh (kein Partner)

      Mit Komoderation von Maria Vassilakou und zum Zeichen des türkisch-griechischen Schulterschlusses und der europaoffenheit der Türkei mit Alev Korun.

    • Kritiker (kein Partner)

      Spenden dürfen natürlich auch in türkischer Lire überwiesen werden.

  21. annona

    Seit Jahrzehnten werden Werte der Altvorderen ,wie Treue,Redlichkeit,Fleiß,
    Tüchtigkeit,Ehe,Familie,Respekt und Bescheidenheit ins rechteste Eck bzw.
    als faschistioid oder zumindest typisch klerikal -doppelbödig verunglimpft ,ja
    sogar lächerlich gemacht!Stattdessen ist jegliche Art von Faulheit,Perversion,
    Promiskuität als Widerstand gegen das neoliberale Establishment nicht nur
    angesagt links,sondern auch geradezu zukunftweisend machterhaltend
    doktrinär!!
    In diesem Mainstream der sozialen Verirrungen fühlt sich der Sozialismus wohl,weil er mit der Mehrzal der Wähler rechnen kann;und wenn es dann
    zu eng wird-ohne Göd ka Musi-holen die Gleichen -Verschwender wieder
    zum Rundumschlag gegen alle Nettosteuerzahler aus,die immer zuviel haben
    und denen man immer den Ertrag ihrer Mehrarbeit wegnehmen muss .
    Das macht dann die AK oder ÖGB oder Unistudenten mit Parteijugend-und,
    wenns gar nicht anders geht , haben sie ja noch den ORF und die Autonomen!
    Damit das nicht so auffällt macht noch die 5.Kolonne in Grün mit Antifaschismus,
    Antixenophobie,Antiheteros,Antikapitalismus und,und,und vam.die Bevölkerung
    einschließlich Behörden,Justiz und Polizei totall irre bis irgendwo zB.bei
    einem Rasenspiel die Ausraster wieder was demonstrativ zerstören dürfen!!
    Dann segnet das trauervoll der Parteifunk mit den dazugehörigen Funktionären
    coram publico so ab,dass man von allem zwar überrascht ,aber auch wieder nicht ist
    -weil ja das eigentlich ungerecht ist ,dass die Besseren immer gewinnen müssen -nicht? Und außerdem-werden die parteieigenen Gerichte auch die anderen Clubs gleichermaßen untersuchen müssen nach dem Motto:
    wenn`s unsere erwischt werden die anderen kriminalisiert-haben wir doch immer so gehalten-also an die Wand mit den Feinden!!
    Wer da konservativ akademisch meint mit Aesop sprechen zu müssen..
    "quidquid agis, prudenter agas et respice finem",der hat doch keine Ahnung
    was in den Szenen die die Macht bedeuten abläuft;eine intellektuelle
    Nabelschau kann immer wieder helfen -Griechen gibst bei uns genug!!



  22. thomas lahnsteirer

    Ich möchte A.U. s Artikel mit dem Hinweis auf 1945 zum Anlass nehmen, um der Generation meiner Eltern öffentlich für ihr Lebenswerk zu danken.

    Sie waren zum Zeitpunkt des Anschlusses 15 und 17 Jahre alt und niemand hat sie gefragt, ob sie zum RAD und zur Wehrmacht wollen, bzw ob sie ihrer Dienstverpflichtung zustimmen. Mein Vater hat als Wehrmachtsabgehöriger Europa von Larissa bis Smolensk und von Monte Cassino bis Sestriere "bereist" mit dem Ergebnis 50iger Invalidität. Dann durfte er als Kriegsgefangener der Amerikaner Wlassow-Truppen von Italien nach Judenburg transportieren. Meine Mutter war nach Absolvierung des RAD im Arbeitsamt dienstverpflichtet. Bei Kriegsende saßen die sowjetischen Befreier in ihrer Wohnung.

    Beide Eltern haben aber nach 1945 die Ärmel aufgekrempelt und aus dem Nichts mit einer ungeheuerlichen Energie einen Wohlstand geschaffen, von dem
    in erster Linie vor allem meine Generation profitierte.
    Da dachte niemand an Invaliditätspension oder an Auswanderung, sondern da wurde gearbeitet, dass die Schwarten krachten, vielleicht auch ein bißchen um die durch das NS-Regime gestohlene Jugendzeit zu kompensieren.
    Manchmal denke ich, was würden meine Eltern wohl zu dem ganzen Gender-Unwesen, zum Anti-Hetero-Normativismus und anderen Dummheiten sagen.

    Jedenfalls gilt dieser Aufbaugeneration meine tiefste Hochachtung, auch wenn die rot-grünen Strolche versuchen, Leute, die ungefragt als Wehrmachtsangehörige zum höheren Ruhme des dritten Reichs zusammengeschossen wurden und mit dem Regime wenig am Hut hatten, im Nachhinein mit Dreck zu bewerfen und in das Nazi-Eck zu stellen.

    Denn Peter Pilz und Eva Glawischnigg wären natürlich auch schon als 17- oder 15-jährige im Jahr 1938 glühende Widerstandskämpfer gewesen.......



    • terbuan

      thomas lahnsteirer,
      danke für Ihre berührende Lebensgeschichte, ich kann Ihren Gedanken insoferne folgen, als meinen Eltern und Großeltern ein ähnliches Schicksal widerfuhr.
      Bei allen Diskursen, die wir immer wieder haben, Hochachtung und Respekt!
      mfG
      terbuan@aon.at

    • brechstange

      Meine Mutter, geb. 1928, schaltet genervt den Fernseher aus.

      Die Kriegsgeschichten der Familie:
      Der Vater meiner Schwägerin überlebte Stalingrad und kam erst 1955 aus sibirischer Kriegsgefangenschaft zurück, er war für sein Leben gezeichnet, er konnte nur mehr flüssige Nahrung aufnehmen. Trotz seiner gefangenschaftsbedingten Krankheiten arbeitete er hart.

      Mein Vater verlor 5 Jahre seiner Jugendzeit durch den Krieg, hatte Glück und war bereits im Oktober 1945 wieder zu Hause.

      Mein Schwiegervater musste mit 17 an die polnische Front und verpasste zu seinem Glück die Gustlow. Er hielt seine Kriegszeit in Zeichnungen und einem Tagebuch fest.

      Der Vater meiner Schwiegermutter wurde nach dem Krieg rücklings von plündernden Russen in NÖ erschossen.

      Allesamt bauten nach dieser Zeit an diesem unseren heutigen Österreich und schufen bleibende Werte, sie erfreuten sich am langsam steigenden Wohlstand. Seit Kreisky wurde dieser grob fahrlässigst verprasst, das Familiensilber verkauft und zum Decken der Budgetlöcher verwendet. Tonnen von Gold wurden in der Phase als der Goldpreis am Tiefstand war, verkauft. Allesamt haben uns Werte mitgegeben, die auf Hausverstand und Miteinander bauen mit einer gesunden Portion Misstrauen gegen neue Strömungen. Allen danken wir dafür aus tiefstem Herzen.

    • Undine

      @brechstange

      @Thomas Lahnsteirer

      Ihrer beider so berührende Familienschicksale--und es gab sie millionenfach!--- interessieren unsere lieben Gutmenschen nicht die Bohne! Es wäre ihnen auch völlig gleichgültig, wenn noch mehr Leute damals krepiert wären. Die waren ja alle selber Schuld. Unsere Linken A....löcher bestimmen, wer einem leid zu tun hat und wer nicht. Das Mitgefühl unserer Gutmenschen wird nicht gleichmäßig aufgeteilt; da wird mit Akribie SELEKTIERT, wer des ROT-GRÜNEN Mitgefühls WÜRDIG ist. So viel steht fest: Der Kriegsgeneration steht kein bißchen davon zu. Das heben sie sich auf für jeden, der illegal unsere Grenzen stürmt und " ASYL " schreien kann. Da sind die wahren GUTMENSCHEN in ihrem Element, diese elende Heuchlerbande!

    • brechstange

      Liebe Undine,

      hinsichtlich Fanatiker gehe ich mit Ihnen völlig konform, denen sind die Schicksale dieser Generation egal, sie wollen auch noch Kapital schlagen aus dieser Tragödie. Doch denke ich, dass es sehr viele junge Menschen gibt, die sich sehr wohl selbst ein Bild machen zu den Lebensgeschichten der Kriegsgeneration. Im Geschichteunterricht bleiben dieser jungen Generation viele Einblicke in die Vielfalt der subjektiven Betroffenheiten dieser Generation verwehrt. Daher sollte die ältere Generation nicht schweigen und ihre Lebensgeschichten und Erfahrungen weitergeben. Es ist nie zu spät.

    • byrig

      mein vater,niederösterreicher,matura in laa/thaya,klassenkamerad von fliegerass walter novotny,wollte immer schon berufsoffizier werden.als solcher wurde er in russland 3x schwer verwundet.1945 lernte er im flüchtlingslager meine mutter,eine vertriebene sudetendeutsche aus troppau kennen.
      3 kindern wurde in der schwierigen nachkriegszeit die best mögliche ausbildung ermöglicht.
      warum?da es in der familientradition so üblich war,alles wurde dem untergeordnet.sogar nachhilfe gab es.
      für pilz und co wahrscheinlich höchst suspekt,bürgerlich,national,vielleicht sogar v.a.nazitum.
      ich weiss aber,dass meine eltern für diese ziele,für ihre kinder auf fast alles verzichtet haben.
      dafür dürfen sie sich von linken rotzpippn ala pilz denunzieren kassen.

    • Kritiker (kein Partner)

      Linksextremismus entsteht ausschließlich aus Wohlstand - es sind meist die rebellierenden Sprösslinge wohlhabender Häuser, die sich frei vom Zwange wirtschaftlicher Widrigkeiten in brotlosen Künsten akademisch entfalten und auf die Hand, die ihnen den Wohlstand schenkte, ihren geistigen Ausfluss scheißen.
      Einmal mit der Realität am eigenen Leibe konfrontiert verlieren jene schnell ihren in Wohlstand gezüchteten Idealismus und sie mutieren nicht selten zu den rücksichtslosesten Kreaturen, wenn es ums Eingemachte geht.
      Früher gab es nur wenige solcher wohlstandsverwahrloster Tagträumer, doch mit dem Wohlstand für Alle kam auch die Dekadenz für Alle, und so überschwemmen uns diese realitätsfernen selbsternannten Gutmenschen und rammen all jenen begeistert ihre Stiefel in den Nacken, von deren Arbeit sie eigentlich leben.
      Früher nannte man so etwas dekadente Fürstenbrut, heute nennen sie sich Sozialisten.

    • Undine

      @brechstange

      Leider wird bis jetzt mit allen Mitteln VERHINDERT, daß jüngere Generationen auch von dem unsäglichen Leid, das unschuldigen Österreichern und Deutschen angetan wurde, erfahren. Als unsere Kinder von der Schule aus nach Mauthausen fahren sollten, entschieden mein Mann (Heimatvertriebener aus Marburg/ Drau) und ich, daß sie nicht teilnehmen sollten, bevor im Geschichtsunterricht nicht auch von den Leidenswegen und Schicksalen der Österreicher/ Deutschen, den zahllosen Todeslagern etc während des WKII und danach objektiv gesprochen wird. Bisher müssen sich Interessierte selbst Wissenswertes zusammensuchen, was nicht immer einfach ist. Aber vielleicht kommt's noch einmal.....

      @byrig

      "ich weiss aber,dass meine eltern für diese ziele,für ihre kinder auf fast alles verzichtet haben.
      dafür dürfen sie sich von linken rotzpippn ala pilz denunzieren kassen"

      Bis die 68er mit ihren saudummen, aber für die Menschheit vernichtenden Parolen "Mein Bauch gehört mir!" und der "Selbstverwirklichung" daherkamen, waren (normalerweise) für Eltern die Kinder (meistens) das höchste Gut, denen man selbstverständlich alles Andere, also eigene Wünsche, UNTERORDNETE.Daß Sie, lieber byrig, Ihren Eltern dankbar sind für die Entbehrungen, die diese auf sich nehmen mußten, spürt man aus Ihren Worten!

      Und weil Sie Walter Novotny erwähnen: Wie ist es zu erklären, daß sein britischer "Kollege" Bomber-Harris in GB gefeiert wird, ein Denkmal bekommt,von Queen Mum feierlich und mit leuchtenden Augen enthüllt, während Walter Novotny aus seinem Ehrengrab geworfen wird?

    • Kritiker (kein Partner)

      Undine, Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Historie kümmert sich nicht um Details und über die Frage "Schuld oder Unschuld" sitzt der Sieger zu Gericht.
      Die Entscheidung ist absehbar und noch niemals in der Weltgeschichte anders entschieden worden als "der Besiegte ist kollektiv an Allem Schuld und der Sieger an Nichts".
      Da das linke Weltbild von Einfachheit und Zweifelsfreiheit lebt, um die proletarische Klientel nicht geistig zu überfordern, passt diese Vorgehensweise sehr gut in ihr politisches Schema.
      Sie entblöden sich nicht einmal, gestrige Mitkämpfer der Sozialistischen Internationale dann zum Diktator zu erklären, wenn deren Sturz bevorsteht oder vollzogen wurde - vorher, ohne diese Gefahr unter die Gerichtsbarkeit eines Siegers zu fallen, waren sie die dicksten Kampfgenossen und Freunde.
      Irgendwer hat einmal sinngemäß gesagt: "Die Deutschen sind kein besonders bösartiges Volk, sie haben nur eine besonders tragische Geschichte." Sich damit auseinandersetzen hieße, historische Zusammenhänge zu studieren. Da ist es einfacher, Parolen zu brüllen und Andersdenkende medial hinzurichten...

    • Perikles (kein Partner)

      Gerechtigkeit für Novotny? Wir sollten nicht vergessen, dass Novotny für das Deutsche Nazi Reich gekämpft hat. Das ist ein klener Unterschied zu Bomber Harris. Glauben Sie nicht?

    • Nick (kein Partner)

      Du weißt wahrscheinlich nicht, wer Arthur Harris war...

    • Kritiker (kein Partner)

      Genau, das Wort Nazi macht den Unterschied.
      Der kleine an der Front verheizte Soldat war auf deutschen Seiten ein verbrecherischer Nazi, auf alliierten Seiten ein strahlender und bis heute glorifizierter Held. Kein Historiker kommt auf die Idee, sein Salär zu gefährden indem er die einfache wahrheit sagt: Alles quatsch, auf beiden Seiten gab es in der großen Masse nur kleine von Propagandafachleuten ideologisch aufgepushte an der Front verheizte Soldaten. Und auf beiden Seiten gab es begeisterte und fähige Mörder, deren Bewertung heute eben davon abhängt, ob sie für die Sieger oder die Verlierer gemordet haben, und kein Historiker kommt auf die Idee, sein Salär zu gefährden indem er einfach sagt: Egal, Mörder ist Mörder, Wurscht auf welcher Seite.

    • Undine

      @Perikles

      "...dass Novotny für das Deutsche Nazi Reich gekämpft hat.

      Ja, wenn Sie natürlich der Ansicht sind, daß die unter dem Bombenterror von Harris leidende Bevölkerung des---wie Sie es nennen--"Deutschen Nazi Reichs" keinen Anspruch darauf hatten, MENSCHEN genannt zu werden, dann haben Sie Recht.

    • Perikles (kein Partner)

      Undine,
      Sie schwanken vom einen Extrem ins andere und Ihre Antwort ist empörend, da Sie mir unterstellen, ich würde den Bombenopfern die Menschenwürde absprechen.

      Mir ist inzwischen klar, wer mit "Bomber Harris" gemeint ist und dass er als Kriegsverbrecher einzustufen ist. Aber ich setze auch nicht die MENSCHEN, die beim Flächenbombardement umgekommen sind, mit dem Naziregime gleich. Wenn man gegen ein Denkmal für General ist, muss man nicht gleich eines für Novotny verteidigen.

      Am Besten keine Denkmäler oder Ehrengräber für beide.

    • Perikles (kein Partner)

      Mit General meine ich diesen Harris. Vieleicht war er gar kein General, aber darum geht es nicht.

    • cmh (kein Partner)

      Über Kriege, bei denen man selber dabei war, kann man nicht sine ira et studio Urteile abgeben. Denn Kriege sind die Unstetigkeitsstellen der Geschichte, die schwarzen Löcher in den alles möglich ist und nichts so kommt wie erwartet. Gleichzeitig fordern sie den einzelnen Menschen auf höchst existenzielle Art.

      Bei denen, die sich heute so groß das Maul zerreissen, kann man hingegen sicher sein, dass es für sie eine große existenzielle Katastrophe ist, wenn die Mamma beim Einkaufen das Nutella vergessen hat. Beim Gefordertsein auf existenzielle Art lt vorstehendem Absatz sind die gänzlich unmusikalisch, ja nicht einmal unmusikalisch sondern schlicht taub.

      Es ist daher sinnlos, das Phänomen Krieg an Beispielen zu erläutern, bei denen sich diese DumpfdusselInnen zu Beurteilungen der Handlungen im Krieg grundlos bemüßigt fühlen. Nichteinmal der WKI ist, wie man in den Vorwochen gesehen hat, für sinnvolle Gespräche geeignet.

      Statt über FM Harris oder Novotny zu labern, schlage ich Robert E. Lee vor, der sagte, er wäre froh, dass der Krieg so schrecklich ist, man könnte sonst Gefallen daran finden. Statt Novotny George Custer, der als Ingenieuroffizier auf die Frage, wie tief ein Fluss sei, hineinritt und dann sagte, "so tief ist er!".

      Novotny und Custer waren sicher beides schneidige Offiziere und beide haben in etwas anrüchigen Aktionen den Tod gefunden. Aber während Custer in Amiland noch ein Held ist, ist bei uns das in den Mundnehmen des Namens Nowotny schon versuchte Wiederbetätigung.

      An diesen Beispielen könnte man etwas lernen, aber wenn man das Beiwerk über die heutigen Beurteilungen der letzten beiden Kriege weglässt, dann bleibt nur übrig, die einen haben gewonnen und die anderen haben verloren. Der wissenschaftliche Gehalt der Begründungskette Niederlage weil Kriegsausbruch weil von den Nazi weil die sind böse ist doch einfach gering.

      Der guten Ordnung halber möchte ich nur noch anmerken, dass dieses Posting über das Reden über kriegerische Vorkommnisse und nicht über diese Vorkommnisse selbst ging.

    • cmh (kein Partner)

      Sowohl PP als auch EG wären in andern Zeiten sicher nicht Widerstandskämpfer gewesen, sondern hätten in ihrem Zusammenhang sicher gute Arbeit geleistet.

      Zumindest von der Verwandtschaft von EG darf man das annehmen. Ich erinnere mich noch immer mit großem Vergnügen daran, wie sie Haider in einer Diskussion irgendetwas Braunes vorwarf, worauf der mit EGs Verwandtschaft konterte. Für den Rest der Sendung war die arme Frau dann sehr schmähstaad.

      (PS Leider kann ich mich nicht mehr an den Anlass des obigen Gespräches erinnern. Kann mir da jemand helfen?)

  23. socrates

    Wenn man Gelder leichtfertig annimmt sollte man immer darauf achten, nicht in die Abhängigkeiz zu fallen. Sonst kommt es zur Schuldsklaverei. Die Privatisierungen für GR erinnern an DKT. Alles, was dort Geld bringt, sollen die GR jetzt hergeben. Dafür bekommen sie eine lächerliche Summe im Vergleich zu ihren Schulden, die ihnen nicht im geringsten hilft. Haircut sofort tut not! Sonst erhalten einige Geier die besten Filetstücke und wir müssen die Pleite um 1 Monat später zahlen. Wie lange wohl die Notenpresse braucht um genügend wertloses Geld zu drucken?
    Die Haircuts, lehrt uns die Geschichte, waren immer vom Aufblühen der Wirtschaft gefolgt, von Solon bis zu den 30er Jahren. Natürlich muß ein WWIII vermieden werden, was durch UNO und Vernunft möglich sein muß.
    Aus Telepolis: Wie beuten die ´Global Player´ Andere aus: Harald Neuber 22.05.2011
    Bolivien hat vermutlich das weltweit größte Vorkommen an Lithium. Weil Iran bei der Ausbeutung dieser Ressource Partner ist, fordern US-Akteure nun Sanktionen
    Der Salar de Uyuni im südlichen Hochland von Bolivien war bislang vor allem ein beliebtes Touristenziel. Nun aber ist der rund 12.000 Quadratkilometer fassende Salzsee zum wichtigsten Kapital des südamerikanischen Landes geworden. Bis zu zehn Millionen Tonnen Lithium finden sich nach bolivianischen Angaben in der bis zu 30 Meter tiefen Salzkruste, das U.S. Geological Survey spricht von neun Millionen Tonnen.
    Die sozialistische Regierung von Präsident Evo Morales will das wertvolle Alkalimetall jedoch nicht unmittelbar abbauen und exportieren, sondern die Verarbeitungskette so lange wie möglich im Land behalten. Vor allem Batterien und andere industrielle Produkte sollen in Bolivien selbst entstehen und Arbeitsplätze schaffen. Einer der ersten Partner der Regierung in La Paz war Iran. Seit 2007 haben beide Staaten mehrere Kooperationsverträge unterzeichnet, zuletzt auch zu Erschließung und Förderung des Lithiums. Nun haben die Deals Kritiker auf den Plan gerufen - denn das Alkalimetall kann auch zum Bau von Kernwaffen verwendet werden.
    Tatsächlich wurde Lithium-6-Deuterid in der Vergangenheit in mehreren Atombomben als Fusionsstoff für das Spaltmaterial verwendet. Sprengköpfe dieser Art besitzen die USA, Russland, Frankreich und China. Die iranische Staatsführung könnte die Zusammenarbeit mit Bolivien deswegen nutzen, um ihr mutmaßliches militärisches Atomprogramm voranzutreiben, heißt es vor allem aus den USA und Israel seit Unterzeichnung der bilateralen Verträge zwischen Teheran und La Paz im Jahr 2009.
    Die Vorwürfe kochen nun zu einem Zeitpunkt wieder hoch, zu dem Bolivien erste Erfolge bei der Erschließung der Lithiumvorkommen zu vermelden hat. In der zweiten Aprilhälfte gab Staatschef Evo Morales in der Stadt Uyuni in der Nähe der Vorkommen bekannt, dass bis zu Jahresende mit der Produktion von Lithiumcarbonat begonnen werden wird. "Und das wird der erste Schritt zur Industrialisierung sein", fügte er an. Lithium wird weltweit für Batterien aller Art, IT-Produkte und die boomende Elektroautoindustrie dringend benötigt.
    Iran wird wichtiger Partner bei Boliviens Industrialisierungspolitik
    Seit das Ausmaß der Lithiumvorkommen im Süden Boliviens bekannt wurde, bemüht sich die sozialistische Regierung um Investoren. Aus eigener Kraft, so erkennt man in La Paz an, kann keine verarbeitende Industrie aufgebaut werden. Doch während die meisten Industriestaaten auf den reinen Export des Rohstoffs beharren, um die verarbeitende Industrie im eigenen Land zu bedienen, zeigen sich Schwellenländer wie Brasilien und Iran offener.
    Im November 2009 war Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad in Bolivien zu Gast, um die Verträge zur Erschließung der Lithiumvorkommen zu unterzeichnen. Die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet werde die bilateralen Beziehungen erheblich voranbringen, sagte er bei einem Festakt im Präsidentenpalast. "Auch wenn zwischen unseren beiden Staaten eine große geografische Entfernung besteht, teilen wir die gleiche Ideen", zitierte die US-Nachrichtenagentur Bloomberg den Staatschef damals. Diese bestünden in der nationalen Selbstbestimmung und wirtschaftlichen Emanzipation von den Industriestaaten.
    Ähnlich äußerte sich Morales bei einem Gegenbesuch im Oktober vergangenen Jahres. "Bolivien ist sich der breiten wissenschaftlichen Erfahrung Irans bewusst", sagte er während einer dreitägigen Visite in der islamischen Republik, deswegen wolle seine Regierung die Industrialisierung des wertvollen Alkalimetalls mit Iran vorantreiben.
    Schon jetzt unterhalten beide Staaten enge wirtschaftliche Kontakte. Seit den ersten Abkommen im Jahr 2007 wurden vor allem soziale und industrielle Vorhaben umgesetzt. Iran importiert inzwischen Agrarprodukte wie Sojabohnen, Reis oder Zucker aus Bolivien und half beim Aufbau von Milchabfüllanlagen und Krankenhäusern in dem Andenstaat. Im Gegenzug ist Iran wichtiger Partner im Lithiumbusiness geworden. In einem internationalen Gremium, das die Vorkommen im Salzsee von Uyuni erforschen soll, sitzen iranische Experten neben Repräsentanten des brasilianischen Wissenschaftsministeriums und der französischen Konzerne Eramet und Bolloré.
    Während neben Frankreich Schwellenstaaten wie Iran, Venezuela und Brasilien einen eindeutigen Vorteil haben, bleiben die industriellen Global Player bislang außen vor. Zum einen sind die meisten Industriestaaten - unter ihnen Deutschland - nicht bereit, eine etwaige Kooperation mit Technologie- und Wissenstransfer einhergehen zu lassen. Zum anderen sorgt das selbstsichere Auftreten der neuen Führung in La Paz für Widerstand. Zu den USA ist das Verhältnis seit Jahren angespannt, zuletzt suspendierte Washington Steuervorteile für Bolivien. Wie Kuba zum Anfang der 1960er Jahre orientierte sich das südamerikanische Land daraufhin an Alternativen - unter ihnen Russland, China und Iran.
    Debatte um vermeintliche Gefahren der Süd-Süd-Kooperation
    In dieser Situation kommt aus den USA zunehmende aggressive Kritik. Ansatzpunkt sind die Kontakte zu Teheran. Wenn Iran an Lithium käme, würde das Land in die Lage versetzt, "kleinere, verheerendere und transportablere Bomben" zu bauen, schreibt der irankritische Journalist und Sicherheitsberater der US-Regierung, Avi Jorisch.
    In einem Kommentar für United Press International warf Jorisch der Regierung Boliviens zugleich eine Verschleierungstaktik vor. Bergbauminister Luis Alberto Echazú habe zunächst die Förderung und den Export von Uran geleugnet. Später habe das Kabinettsmitglied die Förderung kleiner Mengen des radioaktiven Stoffes in der Vergangenheit eingestanden, um schließlich, im Dezember vergangenen Jahres, den Bau eines Atomkraftwerks mit iranischer Hilfe anzukündigen. Allerdings hatte Evo Morales zwei Wochen vor der Publikation Jorischs Artikels angekündigt, auf Atomkraft zu verzichten. Dies sei eine Lehre aus der Nuklearkatastrophe in Japan, so Morales.
    Dennoch sieht Jorisch dringenden Handlungsbedarf. Iran könnte aus militärischen Erwägungen in Bolivien investieren, mutmaßt der Gründer einer politischen Beratungsfirma, die auf "Terrorbekämpfung" und "radikalen Islamismus" spezialisiert ist. In seinem Text fordert er die US-Behörden zur Ausspähung der Finanzkontakte zwischen Bolivien und Iran sowie zu möglichen Sanktionen gegen La Paz auf.
    Andere Experten halten von den Vorwürfen wenig. Die Lithium-Vorkommen seien für das Entwicklungsland Bolivien in erster Linie eine große Chance, sagt der deutsche Journalist Benjamin Beutler, der unlängst ein Buch zu dem Thema veröffentlich hat. "Die Bolivianer wollen nicht weiter die Bettler auf dem goldenen Thron sein", so Beutler, der die Industrialisierungspolitik "angesichts der Jahrhunderte währenden Plünderung von Rohstoffen wie Silber, Zinn oder Kautschuk" durchaus nachvollziehen kann.
    Bei den laufenden Verhandlungen sieht der Regionalwissenschaftler einen deutlichen Vorteil bei Staaten wie Japan, China oder Iran. Im Gegensatz zu ehemaligen Kolonialstaaten wie Spanien oder Frankreich oder den USA genießen diese Akteure einen deutlichen Vertrauensvorschuss", sagte Beutler im Gespräch mit Telepolis. Es liege in der Natur der Sache, dass die Industrieländer des Nordes entgegen ihres Entwicklungsdiskurses nicht daran interessiert sind, dass Bolivien den strategischen Rohstoff souverän verwaltet, den Preis mitbestimmt oder den Rohstoff gar selbst verarbeitet.
    Die Attacken gegen die Zusammenarbeit überraschen Beutler nicht. "Sollte Boliviens staatliche Bergbaufirma COMIBOL Fortschritte am Salar de Uyuni machen, werden wir in Zukunft wohl weitere Kampagnen gegen die Regierung erleben", prognostiziert er. Auch vor der Nationalisierung der Erdgas- und Erdölvorkommen im Mai 2006 geisterten Vorwürfe durch die Medien, Bolivien stehe in direktem Kontakt mit ETA-Terroristen und der kolumbianischen Guerillaorganisation FARC.



    • terbuan

      Socrates
      Danke für diesen sehr interessanten Bericht!
      Bei der CIA werden schon die Köpfe rauchen, die Schweinebucht läßt grüßen!

    • cmh (kein Partner)

      Wenn die Sträucher am Zaun schütter werden, muss man sie schneiden. Dann wachsen sie wieder dicht.

  24. Wolfgang Bauer

    Danke, Dr. Unterberger, vor allem für der ersten Absatz! Denn der Geist von
    1945 ff ist tatsächlich gefordert. Aber viele kennen ihn nicht mehr.

    Österreichs direkt oder indirekt öffentlich finanzierte Bereiche müssten nur um 10 % kostengünstiger werden, damit sich ein nachhaltiger Budgetüberschuss ausgeht.
    Das müsste doch durchsetzbar sein, wenn nur die Situation, in der wir sind, verstanden würde. Wer bringt ORF, Krone ezc. dazu, die Wahrheit verständlich zu verbreiten? Daran liegt's. Natürlich glaubt die dumme Gewerkschaft, dass sie profitiert, wenn es zur Katastrophe kommt. Doch das ist eine gefährliche Fehlüberlegung.

    Das Schuldenmachen im öffentlichen Sektor muss endlich als das Verbrechen an den Ungeborenen dargestellt werden, das es ist. Die Politiker trauen sich klarerweise nicht, die Steuerschraube für die Lebenden noch mehr anzuziehen, so weichen sie auf die Belastung der zukünftigen Generationen aus - die können sich nicht wehren, weil sie einfach physisch nicht vorhanden sind. Eine ungeheuerliche Charakterlosigkeit!!

    Der sogenannte "Konsolidierungsplan" bis 2015 ergibt 50 Milliarden Euro neue Schulden, alles zur Zahlung lediglich der Zinsen! Die Frau Minister schwadroniert vom Nulldefozit aufgrund besseren Wirtschaftswachstums als angenommen....
    Sie hat aber schon brutto 5% Wirtschaftswachstum angenommen! Außerdem ist ein solcher Weg nicht nachhaltig, es ist der falsche Weg. Sie muss ein Sanierungspaket schnüren wie die Schweden und dieses projektmäßig durchziehen. Und das Parlament muss mit Verfassungmehrheit eine Schuldenbremse mit 1% Überschuss pro Jahr ab 2016 verabschieden....jetzt!

    Siehe Forderungen von www.verwaltungsreform-jetzt.at (9.300 Unterstützer)



    • brechstange

      Unter der Voraussetzung, dass es zu keiner Transferunion kommt und zu keinem weiteren Bailout.

    • Wolfgang Bauer

      Wieso? Da dürften unsere Politiker ja gar nicht mehr mitmachen, außer es hat im Budget (+1%) Platz. Der beste Schutz auch in Brüsel: "Es geht leider nicht"

    • brechstange

      So ist es, unsere Politiker dürften angesichts der eigenen Schuldenproblematik gar nicht mitmachen. Doch Sie tun es widerspruchslos.
      Wir haben den Politikern das Vertrauen geschenkt, uns bzw. unsere nachfolgende Generation nicht mit einem Berg Schulden zurückzulassen.

      Dringend ist es - Sie sprechen das in Ihrer dankenswerten Initiative an - Österreich auf Effizienz zu durchforsten. Doch wird dieses Durchforsten durch die Garantie- und Kreditübernahmen für die PIIGS-Staaten unendlich erschwert, da jeder populistisch und einfach sagen kann, ist eh genug Geld da. Warum sollen wir für die Griechen und Co sparen? Das beinhaltet - meine Ansicht - enormen Sprengstoff.

  25. Rosi

    '...wenn es bald um weitere Griechenland-Milliarden gehen soll. Ganz abgesehen von der Gefahr, dass diese Hilfen demnächst vom deutschen Verfassungsgericht als Rechtsbruch gegeißelt werden könnten.'
    Und weshalb unterstützt Österreich nicht gleich die - in meinen Augen einzig sinnvolle - Aktion?
    Es ist keine Gefahr, sondern das Aufzeigen eines Faktums. Und wenn sich die EU nicht einmal an ihre eigenen Gesetze hält, ist sie wahrhaftig nicht das Papier wert, auf dem die Bezeichnung EU steht!

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.



  26. durga

    Zurück zum Aufbauwillen nach dem Jahr 1945?

    Ich fürchte, daß nach 1960 Geborene kaum freiwillig zu einer derartigen Anstrengung rekrutiert werden können!

    Meine bereits im irreversiblen Rückzug begriffene Generation hat die Zeit nach 1945 so gut es ging, in Summe aber erfolgreich verkraftet. In dieser Zeit war nicht alles positiv – es dominierten damals ja Schleichhandel (für die Jüngeren ersichtlich z.B. im Film „Der dritte Mann“), Korruption (absolut nichts ging ohne Beziehungen/ Schmiergeld: es war z.B. die Vergabe von Gemeindewohnungen im großflächig zerbombten Wien von SPÖ-Mitgliedschaft abhängig – da meine Eltern nicht beitraten, blieben wir weiter in unserer 21 m2 feuchten, schimmeligen Wohnung) und ein weitgehendes Fehlen sozialer Netze (z.B. die von meinen Großeltern noch lebende Großmutter väterlicherseits mußte von den kärglichen Zuwendungen ihrer Kinder überleben).

    Dem Mangel an Allem und Jedem entsprechend, wurden wir aber nicht als „Spaßgeneration“ erzogen, sondern mußten sehr früh lernen zum Überleben der Familie wie auch dem eigenen beizutragen: Strategien des „Nichts Wegzuwerfens“, „Alles selbst Herzustellens (von Speisen bis hin zu Kleidung und Möbeln) und zu reparieren“ konnte ich bis heute nicht ablegen. Vor allem wurden wir aber zu Leistungswillen-und-bereitschaft erzogen – vielleicht auch, weil ein um Hilfe bitten kaum Erfolgsaussichten gehabt hätte. (Mein erstes Taschengeld habe ich im Alter von 8 Jahren mit Nachhilfestunden für 7-jährige verdient.)

    Ich befürchte, daß dem drohenden Crash – finanzieller, politischer und sozialer Art –, dem wir nun nicht nur in unserem Land sondern auch global entgegensteuern, nicht mehr mit friedlichen Mitteln beizukommen ist. Das Anspruchsdenken junger bis „mittelalterlicher“ Populationen kann ja nicht mehr in kurzer Zeit auf aktuelle, reale Positionen zurückgefahren werden. Auch haben sich Parteien und andere Vertretungen bereits zu tief in unhaltbare Versprechungen verstrickt und halten weiter daran fest, auch wenn sie deren Absurdität längst eingesehen haben, da jedes Abweichen mit einem erheblichen Verlust an Wählerschaft bestraft wird.

    Wißt Ihr wie das wird?



    • Undine

      @durga

      Herzlichen Dank für Ihren hervorragenden Kommentar!
      Meine Einschätzung, sollte es zum Ernstfall kommen: Die jüngere, leider von schwachen Eltern und Vater Staat maßlos verwöhnte Generation würde zunächst in eine "Sinnkrise" stürzen und die Praxen der Psychologen und Psychiater stürmen. Da dies natürlich zu keinerlei Verbesserung der Situation beitragen würde, würden sich ab da die Geister scheiden: Diejenigen, die nur gelernt haben, daß man alles haben kann, was man will und zu brauchen glaubt, ohne eine adäquate Leistung zu erbringen, werden, falls nicht doch ein paar nützliche Gene in ihnen schlummern, jämmerlich scheitern. Diejenigen, die ausreichend Verstand und einen starken Charakter haben und von ihren Eltern auf ganz altmodische Weise einige Tugenden hinübergerettet haben, werden, ebenso wie einst ihre Vorfahren, die Ärmel hochkrempeln und für sich selber zu sorgen wissen.
      Welche der beiden Gruppen in der Mehrheit sein wird, weiß ich nicht.

    • Brigitte Imb

      "Ich fürchte, daß nach 1960 Geborene kaum freiwillig zu einer derartigen Anstrengung rekrutiert werden können"

      Die Freiwilligkeit wird womöglich eine untergeordnete Rolle spielen, die Situation wird es einfach erfordern Einschränkungen hinnehmen zu müssen.
      Wie verwöhnte Sozialhilfebezieher, die ev. der Arbeit nicht besonders zugetan sind, darauf reagieren, läßt sich nur erahnen.

    • Kapuzerer (kein Partner)

      Ein kleines Beispiel zum Anspruchsdenken der Jungen: Ein Vater ist gewillt seinem Sohn zum 18. Geburtstag ein Auto zu kaufen! (Meinem Vater wär sowas nie eingefallen bzw. hätte er mich für verrückt erklärt wäre ich auf so eine Idee gekommen). Er sucht eines aus, einen gebrauchten VW-Golf !!! Der liebe Herr Sohn, mittlerweile in seiner Schule wie man früher sagte "sitzengeblieben", ist damit natürlich überhaupt nicht zufrieden! Mit so einer Schüssel fährt er nicht, so sein Kommentar! Und so kauft der Vater eben eine sauteure PS-starke Kiste!

      Oder was mir dieser Tage passiert ist: Life Ball ist Thema Nr. 1 in den Medien ebenso Dancing-Stars (oder wie das heißt) mit den tanzenden Männern! Ich tue vor jüngeren Leuten als ich bin meinen Standpunkt zu diesen Dingen kund - und werde ziemlich arg niedergemacht! Was ich doch für ein rückständiger Mensch sei, sie hätten nicht gedacht dass ich so zurückgeblieben sei, mit einem Wort, ich sei nicht "modern"! ("Modern", ja darauf kommts an, alles andere ist wurscht)

      Ich glaub ich brauch das hier nicht näher ausführen, auch könnte man sagen dass mein Beitrag hier überflüssig sei, ich mußte es aber anbringen, mir ein wenig Luft machen!

      Abgesehen von der großen Schieflage der Staaten ist es leider im Kleinen um nichts besser, wenn auch der Maßstab ein kleinerer ist!

    • cmh (kein Partner)

      Ich hatte das Pech, beim Zappen für die Dauer von rund 2 gefühlten Minuten (tatsächlich 2 Sekunden) bei Dancingstars bleiben zu müssen. Haider und sein Partner waren gerade im Bild.

      Ich habe nur einen tanzen gesehen.

    • Undine

      @Kapuzerer

      Aus der Maturaklasse ( im Jahr 1949) meines Mannes (Jg. 1931) bekam ein einziger damals ein Auto von seinen sehr wohlhabenden Eltern geschenkt. Bis auf diesen jungen Autobesitzer haben ALLE Mitschüler ein Üniversitätsstudium unter größten ENTBEHRUNGEN erfolgreich abgeschlossen; der einzige Versager war das verwöhnte Jüngelchen.

  27. Celian

    Obwohl auch ich das Ungemach sehen kann, sehe ich auch Licht am Ende des Tunnels. Und zwar in Form der EZB!

    Die EZB hat nun schon seit 8 Wochen keine Staatsanleihen am Sekundärmarkt gekauft. Die EZB hat den Leitzins erhöht und wird das weiter tun, um Anlage- und Investitionsentscheidungen weiter zu entzerren. Damit wird das Risiko einer Blasenbildung eingedämmt, das tut dem deutschen Wirtschaftsmotor gut, dadurch wird er nicht auf Abwege gelockt.

    Seit Wochen schon sammelt die EZB überschüssige Liquidität ein und hört nicht auf damit. Alleine heute, dem 24. Mai 2011, beschließt sie ein Geschäft mit den Banken, um 75 Mrd. Euro vom Markt zu nehmen. Das entspricht jenem Betrag, den die EZB in Staatsanleihen investiert hat. Auch das tut der Wirtschaft gut. Nur eine funktionierende Wirtschaft kann den Karren, den die Politiker in den Schuldendreck gefahren haben wieder heraus reißen. Und die deutsche Wirtschaft, die schon seit Jahren nicht mehr so gut läuft, ist der Anreißer für alle anderen. Das deutsche Wirtschaftswachstum darf daher nicht durch Inflation und Basenbildung gestoppt werden!

    Die Politiker haben die Zentralbanker für die Finanzierung ihrer Schulden eingespannt und damit den Euro gefährdet. Damit ist nun Schluß. Die europäischen Zentralbanker wollen nicht noch mehr in die Finanzierung unsolide wirtschaftender Staaten hineingezogen werden. Das Pyramidenspiel geht eben nicht weiter. Die EZB will sich nicht mehr in den Dienst der Staatenrettung stellen und sich wieder auf ihre ursprüngliche Aufgabe der Inflationsbekämpfung konzentrieren.

    Und auch der IWF, der so gerne Regierungen „vom Markt nimmt“, kommt ja vielleicht wieder zur Räson. Vielleicht war der Verlust von Strauss-Kahn eine Art Schuß vor den Bug. Damit sich der IWF wieder statutenkonform auf seine ursprüngliche Aufgabe der kurzfristigen Aushilfe von Staaten mit Zahlungsbilanzproblemen besinnt.

    Vielleicht kommen ja die Politiker nun endlich dahinter, was mit der No bailout-Klausel gemeint war, die sie selber aufgestellt haben. Die Banker wissen es schon. Oder sollte Treichl doch recht damit gehabt haben als er meinte, die Politiker sind dumm und feig?



    • PostScriptum

      Dazu aus der FAZ:

      “…Die Rettungspolitiker sitzen in der Zwickmühle. Sie können die Griechen nicht zu Reformen zwingen, solange ihnen keiner abnimmt, dass sie notfalls den Geldhahn zudrehen. Sie können aber auch nicht einfach noch mehr Hilfskredite geben. Denn die Wähler in Finnland, Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden werden das nicht ewig mitmachen. Schon zweifeln sie immer stärker an der fragwürdigen Strategie, eine Staatsschuldenkrise mit noch mehr Schulden lösen zu wollen, für die am Ende sie als Steuerzahler haften. Zu Recht blockieren die Notenbanken den Wunsch der Rettungspolitiker, griechische Staatsschulden von Zentralbanken finanzieren zu lassen. Das ist für eine Notenbank tabu. Endlich begreift die EZB, auf welch schiefe Bahn sie mit dem Kauf von Anleihen wackliger Staatsschuldner geraten ist. Will sie ihre Unabhängigkeit behalten, darf sie sich nicht länger in den Dienst der Politik stellen. Die Fiskalpolitiker müssen sich entscheiden: Kaufen sie mit neuen Krediten wieder nur Zeit oder wagen sie den Versuch, die verworrene europäische Banken- und Staatsschuldenkrise zu lösen, indem sie den fälligen Schuldenschnitt mit der Rekapitalisierung von Banken in Hellas und anderswo verbinden…”

    • Samtpfote

      PostSkriptuum

      ...Denn die Wähler in Finnland, Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden werden das nicht ewig mitmachen...

      Österreich, als langjähriger fleissiger Nettozahler wird nicht einmal erwähnt.
      Da ziehe jeder seinen Schluss daraus.

      Ich tippe einmal darauf, dass bei der Reputation unserer Politiker im In- und Ausland ein Nichtmitmachen gar nicht in Erwägung gezogen wird. Hirnlose, manipulierbare Lemminge halt...

    • PostScriptum

      Wieso, die Deutschen haben uns doch eh genannt:

      "Denn die Wähler in ...Deutschland"

      Das Weltbild der FAZ.

    • Samtpfote

      PostScriptum

      *lol* :-(

    • Celian

      In Finnland haben sich die "Wahren Finnen" als Kritiker der Hilfskredite in letzter Zeit besonders hervorgetan. Die Niederlande haben als erstes Euro-Land damit gedroht, aus der laufenden Hilfe für das hoch verschuldete Griechenland auszusteigen. In Deutschland hat Merkel bekanntlich erst unlängst eine Standpauke gehalten, in der sie betonte sie könne ihren Wählern kaum weitere Hilfspakete mehr zu muten.

      Aus Österreich war.... nichts dergleichen zu vernehmen.

    • PostScriptum

      SPÖVP sind wie das sprichwörtliche Karnickel vor der blauen Schlange. Blöd (c Treichl) trifft's wohl genau ins Schwarz- Rote und scheint noch untertrieben, denn ein Blöder versucht wenigstens irgendein Experiment, bevor er draufgeht. Nichts zu machen ist nicht nur das Dümmste, sondern auch das schlimmste für das Land.

    • brechstange

      @celian
      Doch die Fekter, dafür wurde sie gleich geprügelt.

      "Bevor Griechenland die Hausaufgaben nicht macht, kann kein Geld fließen", sagte Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP).

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/662996/Griechenland-soll-notfalls-sanft-umschulden?from=suche.intern.portal

    • Celian

      Wenn die Fekter einmal aufmuckt, ist halt ein bissl wenig, um in den erlauchten Kreis der Griechenlandhilfe-Verweigerer aufgenommen zu werden.

      Den Piep hat der Holger Steltzner wahrscheinlich nicht einmal mitbekommen.

    • brechstange

      @celian

      Die EZB hat ABS-Papiere im Werte von 480 Mrd. Euro von den PIIGS-Staaten übernommen, die Bewertungen für die Übernahme waren weit überhöht. Damit ist die EZB zur "Müllhalde für faule Kredite" geworden. Daraus folgt, dass Ö weitere Haftungen von etwa 10 Mrd. Euro zu verkrafen hätte.

      Neben Ramschanleihen sitzt die EZB, wie es heißt, auch auf umstrittenen Schuldverschreibungen.

      Im Vorjahr wurden in Europa ABS-Papiere zu 380 Mrd. aufgelegt, davon wurden 292 Mrd. nicht verkauft, damit besorgte man sich frisches Geld von der EZB. Sollten Banken pleite gehen wegen der Umschuldung haben die europäischen Notenbank ein großes Problem, wie gesagt, wären das für Ö etwa 10 Mrd. bei einem 100igen Ausfall.

      Die EZB ist ein planwirtschaftliches Instrument zur Verzerrung des Marktes.

    • brechstange
    • Celian

      Danke Brechstange für den aufschlußreichen Artikel!

      Schlimm, was sich da alles abspielt...

  28. Graf Berge von Grips

    Nr.382
    An alle, die hier so sinnieren -
    Spengler würde heute "2015" publizieren.



  29. terbuan

    Mein voller Respekt gegenüber all jenen, die sich angesichts der sich anbahnenden Katatastrophe noch ihren Optimismus bewahrt haben.

    Ich hätte ihn auch noch, könnte ich irgend ein Zeichen der Umkehr erkennen, ich sehe es nicht, im Gegenteil, es wird von Tag zu Tag schlimmer. Wir sind gefangen in einer Schuldenspirale, die sich in Riesenschritten dem Kollaps nähert.

    Die USA haben einen Schuldenberg von etwa 14.294 Mrd. USD und täglich borgen sie sich 4 Mrd. USA dazu, das heißt die FED schöpft das Geld aus Luft, es stehen keine realen Werte dahinter.

    In Europa sieht es nicht viel besser aus, immer mehr Pleitiers zwingen die EZB zu ähnlichen Tricks und führen das Pyramidenspiel zum finalen Countdown, kann mir jemand schlüssig erklären, wie wir jemals aus diesem Desaster wieder herauskommen sollen?

    Es bedürfte der Arbeit von Generationen um diesen Berg an ungedeckten Schulden wieder abzutragen. Unsere dummen und feigen Politiker (ja der Treichl hat Recht!) denken überhaupt nicht daran eine Wende herbeizuführen. es steht ihnen das Wasser bis zum Hals, aber sie retten nur ihre eigenen Pfründe und streuen dem Volk weiterhin nur Sand in die Augen!
    "après nous le déluge" so lautet das Motto unserer (Un)verantwortlichen!



    • mike1

      richtig ! es schaut nicht gut aus. und treichl hat doch recht...

    • Wertkonservativer

      Danke, Terbuan:
      hinsichtlich des noch vorhandenen Optimismus fühle ich mich nämlich angesprochen!

      Auch ich teile Eure Meinung: Ja, Treichl hat Recht!
      (Der sollte noch einmal für die ÖVP in die Politik gehen)!

    • terbuan

      Lieber Wertkonservativer,
      er wäre nicht der erste Bankier der in die Politik geht, aber ganz sicherer ein besserer als seine Vorgänger! :-)

    • terbuan

      Ein "sicherer" wäre er auch! ;-)

    • Patriot

      @terbuan

      Wobei sich nach der Katastrophe genauso viele Schuldige finden werden wie nach der Nazizeit oder nach dem Kommunismus. Um so angebrachter und um so notwendiger ist der Widerstand HEUTE auf allen Ebenen. Höflich und "politically correct" braucht man jetzt nicht mehr sein. Man muß die Kapitäne der Titanic, die den Eisberg nicht sehen, mit Fußtritten von der Brücke entfernen.

      @Wertkonservativer

      Leider ist Treichl bei der ersten Gelegenheit schon wieder zurückgerudert.

    • phaidros

      Ich teile größtenteils die Diagnose, bloß am immer selben Detail bleibe ich hängen: die Politiker sind nicht die Ursache, denn jeder Versuch, es richtig zu machen wurde und wird vom Wähler bestraft. Sie können also nicht anders. Korruption, Macht-, Medien- oder pure Geilheit sind da bloß kleine Ärgernisse, haben aber ursächlich kaum mit der bestehenden Misere zu tun.

      Dabei weiß es sogar der Volksmund: jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.

      Wieso ist das bloß so schwierig zu erkennen?

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • mike1

      @ Patriot 24. Mai 2011 10:46:

      treichl hat nicht zurückgerudert, wie man in manch einer gazette oder auch im orf fälschlicherweise lesen konnte. er hat es nur präzisiert und dabei politiker ausgenommen, die seiner meinung nach nicht feig und dumm sind.

      für den rest gilt es nach wie vor.

    • terbuan

      Werter phaidros,
      ich war jetzt 4 Stunden unterwegs, bin 2 Radarkontrollen und einer Zivilstreife entwischt und habe den derzeit billigsten Diesel getankt (MOL Bruck/Mur 1,24), es war eine vergnügliche und günstige Fahrt, daher meine späte Antwort.
      Sie haben im Prinzip Recht aber, als Beispiel:
      Der Drogensüchtige wählt den für ihn günstigsten Dealer, der ihn mit seinem Stoff versorgt, er will nicht aufgeklärt werden über die Folgen seiner Sucht, er sucht nur seinen Zustand möglichst lange zu erhalten. Wer ist jetzt Schuld an seinem Los, der Süchtige oder der Dealer?
      Ich weiß, nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich :-)
      MfG
      terbuan@aon.at

    • phaidros

      Danke, terbuan, gutes Beispiel: ziehen Sie den Dealer aus dem Verkehr! Der Süchtige sucht sich den nächsten. Sie müssen den Süchtigen kurieren. Sonst geht er drauf. Müssen. Keine Alternative. Und wenn der Dealer uns noch so als Mistschwein erscheint (das er auch ist, das soll gar nicht kleingeredet werden).

      Blöd dabei: »der Süchtige« sind wir alle gemeinsam! Also müssen die paar Vernünftigen unter uns zur Stimme des Gewissens für alle werden, und den Rest überreden, eine Entziehung zu machen. Und nicht dem Rest einreden, dass wir nur den Dealer loszuwerden bräuchten!

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros

      Nachsatz: das Problem ist noch 10x größer als es ohnehin scheint! Und ich bin alles andere als zuversichtlich, ob die Übung gelingen kann. Aber sie muss versucht werden.

    • HJR

      @phaidros
      Einspruch, was den Drogensüchtigen und seine Dealer betrifft. Weder hilft es, den Drogensüchtigen zu unterstützen (oder ihm helfen zu wollen), denn das macht nur coabhängig; noch wird man des Dealers Herr werden.
      So schlimm das klingt, man muss den Drogensüchtigen sein Elend bis zum Verrecken auskosten lassen; dann kehrt er entweder um oder er verreckt wirklich.

    • phaidros

      Ist nicht mein Beispiel, HJR, habe es nur aufgegriffen - und ich teile Ihre Ansicht! Aber 1% schafft's doch. Und zwar das Prozent, das den am stärksten ausgeprägten Lebenswillen, und die »beste« innere Stimme hat.

      Da wir in der Metapher alle Teil des Süchtigen sind, ist es unsere Aufgabe, diese innere Stimme zu werden. Die sich an den Süchtigen zu richten hat, nicht an den Dealer. Wenn wir (= Süchtiger = österreichisches Volk) zu dem einen % gehören wollen, das sich selbst befreien kann.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Erich Bauer

      phaidros,
      "...Sie müssen den Süchtigen kurieren..."

      Ja. Allerdings, Sie habe es schon angedeutet, ist das Problem bereits weit höher, als es sichtbar ist. Ein flächendeckendes Entzugsprogramm ist in der derzeitigen Praxis so gut wie undurchführbar. Und der Süchtige lebt in einer Peer-Group, die ihm nicht nur "Sekte" sondern auch "Familie" ist. Diese "Geborgenheit", ist naturgemäß nur Illusion, aber, nicht zuletzt auch ein wesentlicher Bestandteil der "Sucht" - die "Suche". Der Dealer fungiert innerhalb dieser "Familie" wie ein Priester - oder Guru. So. und jetzt geht's noch weiter. Der "Süchtige" wird, um seine Sucht zu finanzieren selbst zum "Dealer". Er erweitert seine Peer-Group. Das Ganze funktioniert, wie diese Direktvermarktungen (Tupper Ware, etc.). Dem Süchtigen sterben halt seine älteren "Kunden" immer wieder weg...

      Wenn Sie mit einem Entzugsexperten z.B. im AKH sprechen, werden Sie sehr deprimiert darüber sein, was die individuellen Heilungschancen von Süchtigen betrifft. Jemanden die "Familie" zu entfremden ist kaum möglich. Geschieht nur in ganz wenigen Fällen. Wenn Sie diesen Experten dann nach so etwas wie einer Gesamtlösung fragen, wird er Ihnen zur Antwort geben, daß man bei den "Dealern" ansetzen "müsste"... Nicht, um die Heilungschancen der bereits Süchtigen zu erhöhen. Die allermeisten bleiben ohnehin den mehr oder minder kurzen Rest ihres Lebens auf Ersatzmedikamente, damit sie halbwegs gerade gehen können. Der Ansatz (die Bekämpfung) bei den Dealern ist deswegen so wichtig wegen der "Direktvermarktung".

    • phaidros

      Erich Bauer: Richtig. Scheiße. ('tschuldigung). Aber, um in der Metapher zu bleiben: wir stecken halt mittendrin, und so lang noch ein Dealer übrig ist, wird der Süchtige den finden. Ein Ansatz über die Dealer kann daher auch nicht funktionieren, denn alle kriegen Sie so und so nicht weg. Sysiphos lässt grüßen. Ein Rattenfänger taucht immer irgendwo auf.

      Daher der Vorschlag mit der »inneren Stimme« (=vom Volk heraus das Volk aufklären). Wurde meines Erachtens noch nicht probiert, daher sollten wir ihn versuchen. Denn selbst wenn ein Politiker als Arzt auftritt und die Wahrheit sagt, so ist er ja in diesem Bild doch »nur« wieder Dealer mit weißem Kittel.

      Das Volk muss immun(er) gegen die Rattenfänger werden! Da sehe ich die eigentliche Aufgabe.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros

      Wieder mal ein Nachsatz (sorry - kann nur so nebenher posten): selbstverständlich kann man dabei so viele Rattenfänger verjagen, wie man möchte- Schaden tut dass auch nicht. Wenn man nur die eigentliche Aufgabe dabei nicht vor lauter Freud aus den Augen verliert!

    • Erich Bauer

      phaidros,
      "...Das Volk muss immun(er) gegen die Rattenfänger werden..."

      Ich weiß auch nicht warum die "Anti-Raucherkampagne" dem VOLK so intensiv vorgeführt wird... Während "H", Koks, GRAS (*g*)...

    • Undine

      @Erich Bauer........@phaidros..........@HJR

      Ist es nicht seltsam: ausgerechnet in FRIEDENSZEITEN greifen so viele Menschen zu DROGEN und ruinieren auf diese Weise ihr Leben, ihr einziges Leben! Wovor laufen all diese von Drogen abhängigen jungen Menschen davon? Welche Gefahren bedrohen sie in Friedenszeiten so sehr, daß sie nicht im Stande sind, ihr Leben in den Griff zu kriegen, sondern freiwillig vor die Hunde gehen? Ist es vielleicht deshalb, weil es als COOL gilt, dieses Zeug zu konsumieren? Ein Fehler ist mMn der, daß Drogen zu kaufen und zu konsumieren NICHT als etwas sehr Negatives, Sträfliches, ja Kriminelles angesehen wird; für diese gefährliche, grob fahrlässige Einstellung sorgen vor allem unsere in jeder Hinsicht verantwortungslosen GRÜNEN.
      Aber vielleicht stehen die ja auf der Gehaltsliste der Drogenbarone!

    • ProConsul

      der Dealer ist für mich die links-grüne Medienschickeria.

  30. mike1

    danke a.u. für diesen beitrag !

    er bestätigt, dass es wieder die gewerkschaften sind, die die leute ermutigen, den falschen weg nicht zu verlassen.
    es sind dien gewerkschaften (bei uns kommt noch die ak dazu), die den leuten einreden, es muss nicht gespart werden.
    es sind die gewerkschaften , die behaupten, nur die frühpension schafft arbeitsplätze.
    es sind die gewerkschaften, die sogar verhindern, dass gearbeitet wird, nur sie selbst wollen bestimmen, wer wie lange wo arbeiten darf.
    es sind die gewerkschaften, die nie von ihren utopischen und falschen vorstellungen abgehen wollen/werden.

    die zeiten der gewerkschaften (die ja früher eine gute aufgabe hatten) sind vorbei und das merken sie. sie versuchen halt gemeinsam mit den rotgrünen chaoten die situation so hinzubiegen, dass man meinen sollte, sie würden noch gebraucht.

    ich war entsetzt, hören zu müssen, dass die spanischen studenten (oder wer immer diese leute auch sind) weiterhin demonstrieren werden, und zwar so lange, bis die regierung von sparaktivitäten abrücken wird. sicher wird das von den gewerkschaften unterstützt.

    die situation in griechenland wird sich sicher nicht bessern, solange die gewerkschaften die menschen in ihrer untätigkeit unterstützen.

    die rückkehr zum jahr 1945 wünsch ich niemandem, aber wie es scheint, muss eine krise so stark sein, dass endlich änderungen als absolut notwendig erkannt werden.



  31. Observer

    Eine Währungsreform, wie wir sie kurz nach dem 2. Weltkrieg erlebten, wäre zwar für den Staat der schnellste Weg, seine Schulden abzubauen, gleichzeitig aber die dümmste Methode, auf Kosten eines kleineren Teiles der Bevölkerung eine Sanierung herbeizuführen.
    1945 und die Jahre danach war geprägt vom gemeinsamen Wiederaufbau und der Staat hat sich nur um seine ursprünglichen Aufgaben gekümmert. Die Gewerkschaften haben gemeinsam mit den Unternehmen sich darum gekümmert, dass es wieder bergauf geht.
    2011 - also 66 Jahre später - ist alles anders. Das "gemeinsame" Solidaritätsgefühl existiert nicht mehr, die Gewerkschaften sind nur mehr Selbstzweck und arbeiten wie Schutzgelderpresser der Mafia. Den Parteien fällt zur Wählergewinnung nur mehr das Verschenken von arbeitslosen Einkommen und die Abnahme jeder Eigenverantwortung ein. All dies hat dazu geführt, dass die neuen Generationen gar kein grosses Interesse mehr haben, sich durch kurzfristige Entbehrungen auszubilden und mit eigenem Risko einen Beruf zu ergreifen.
    Anstelle einer Währungsreform (= sofortige Geldentwertung) zur Schuldenreduktion gehört SOFORT:
    1. drastisches Zurückfahren der Staatsausgaben und damit Verringerung der Staatsschulden, d.h. Streichung vieler Sozialleistungen, Einführung von Selbstbehalten usw.
    2. gesetzliche Limitierung der Staatsschulden
    3. Wirkliche Privatisierung von staatseigenen Betrieben (ÖBB, Asfinag usw.), damit entfallen auch die Ausgliederungen von Staatsschulden
    4. Wirksame Reformen bei Verfassung, Verwaltung, Pension, Gesundheit usw.
    Wenn die europäischen Regierungen kurzfristig keine radikalen Einschnitte vornehmen, dann fällt das Gesellschaftsgefüge wie ein Kartenhaus zusammen.
    Dazu sind die EU und das Europaparlament zum sofortigen Handeln aufgefordert, Glühlampenverbote und Roaminggebühren bei den Telefonaten haben keine hohe Priorität!



    • mike1

      punkte 1 - 4: vollkommen ok - das sollte so sein. wir wissen es.

      die politik aber verharrt wie das kaninchen vor der schlange und ist nicht mehr in der lage, aus dieser situation auszusteigen.

      warum: treichl hat es schon gesagt: feige und dumm sind fast alle unserer politiker ! und die faymannkrone samt strache und co setzt wieder auf schlichten populismus, der uns in der folge in den abgrund stürzen wird.
      die medien beschäftigen sich mit schwulen und lesben, die wählerschaft in berlin wählt die rotgrüne koalition, die das land bereits zerstört hat, die studentenvertreter in österrreich zerstören die unis, etc.

      wer in der övp steht endlich auf und reagiert und agiert ??

      bitte endlich aufwachen !!!

    • Observer

      Solange immer nur über
      Umverteilung,
      Gerechtigkeit,
      bösem Kapitalismus und Spekulanten, Ratingagenturen, Neoliberalisten, Lobbyisten, welche die Krise verursacht haben,
      die Gstopften und Reichen sollen zahlen
      usw.
      *)
      geschwafelt wird, kann sich auch nichts ändern.

      *) alles Begriffe, welche ich gestern dem "Wörterbuch des Populismus" vom Presse-Artikel des Hans Winkler entnommen habe. Könnten auch aus dem Mund von Laura Rudas & Genossen stammen.

  32. thomas lahnsteirer

    Längst hat sich Europa (mit einigen Ausnahmen) zur Anspruchsgesellschaft gewandelt. Schon in der Volksschule wird den Leuten eingebleut, dass sie jede Menge Ansprüche an des System haben. Von Pflichten wird nicht mehr geredet.

    Und so wird schon vom Kindesalter an, eine Generation von Befürsorgten herangezogen, die vor allem mit Leistungsfeindlichkeit und Ökofaschimus infiziert wird. Tradition und Anständigkeit werden verhöhnt, Tugend und Heterosexualität als rechtsextreme Eigenschaften verunglimpft.

    Die Demokratie befindet sich längst in einem Zerfallsprozess, der Untergang Europas ist in vollem Gange, man sehe sich nur die degenerierte Gesellschaft auf diesem ekligen Life-Ball an und die Hymnen, die von den Press-Kötern
    (c Karl Kraus) auf dieses "Fest" gesungen werden....

    Jetzt haben sich "Autoren" gefunden, die lt. gestrigem Kurier "gegen die Starre
    unserer Politik anrennen wollen..."
    Und mit welchen Phrasen:
    "Migration ist Teil des Systems....kulturelle Vielfalt eine Notwendigkeit.."
    (c eine Managerin)
    "Die neuen Kräfte werden sich aus konstruktiven Wutbürgern, NGOs, Bürgerinitiativen und Web-Plattformen speisen...das wird dann die Dritte Republik" (c natürlich ein Politologe)

    Das ist eigentlich der direkte Weg in die grüne Diktatur !!!!!
    Mit solchen Leuten will man das bestehende rot-schwarze System änderm

    Gute Nacht Österreich, Gute Nacht Europa



    • PostScriptum

      "Von Pflichten wird nicht mehr geredet.

      Und so wird schon vom Kindesalter an, eine Generation von Befürsorgten herangezogen, die vor allem mit Leistungsfeindlichkeit und Ökofaschimus infiziert wird. Tradition und Anständigkeit werden verhöhnt, Tugend und Heterosexualität als rechtsextreme Eigenschaften verunglimpft.

      Die Demokratie befindet sich längst in einem Zerfallsprozess, der Untergang Europas ist in vollem Gange, man sehe sich nur die degenerierte Gesellschaft auf diesem ekligen Life-Ball an und die Hymnen, die von den Press-Kötern
      (c Karl Kraus) auf dieses "Fest" gesungen werden...."

      Dann lassen Sie sich aber genauso täuschen, wie das die Medien und Politik wollen. Die Wahrheit ist, dass wir eine großteils konservative Jugend haben. Verankert im Regionalen, die Familie hochhaltend und das Vaterland liebend. Und die Wahlergebnisse (FPÖ haushoch Erster bei den Jungen) geben mir Recht.

    • woglinde

      @starl
      meinen Sie das im Ernst oder blödeln Sie sich wieder einmal geifernd durch die
      Materie.....
      Das Märchen von der GROSSTEILS konservativen Jugend glauben Sie doch selbst
      nicht.
      Schön wäre es ja

    • thomas lahnsteirer

      @woglinde
      Liebe Woglinde,
      jetzt muss ich mich einmal bedanken, dass du mich vor Leuten wie Starl und terbuan in Schutz nimmst.
      Aber ich glaube am besten sollten wir es mit dem arabischen Sprichwort halten:
      ..................und die Karawane zieht weiter
      herzliche Grüße
      tl

    • PostScriptum

      Wie süß.

      http://www.profil.at/articles/0840/560/221254/jugend-rand-fast-oesterreicher-30-fpoe-bzoe

      Zitat:"Ulrams Daten zufolge kam das dritte Lager – FPÖ und BZÖ zusammengenommen – in der Altersklasse der unter 30-Jährigen auf 43 Prozent. Noch deutlicher war das Rechts-Votum der Erstwähler: 44 Prozent der 16- bis 19-Jährigen stimmten für FPÖ-Chef Heinz- Christian Strache"

    • inside

      Na super!
      Der "ongl'ahnte Steirer" und die "wogende Linde" spielen mit sich selber Ping-Pong.
      Geistige Selbstbefriedigung in die Tasten gehämmert.

      Hat das Fischerbräu schon die Reservierung entgegengenommen?

    • Erich Bauer

      woglinde,

      Im heutigen ÖSTERREICH gratis/umsonst-Blatt steht geschrieben wie die Jugend "tiickt". Die zitierte Studie weist nicht nur auf jugendliche Zuversicht in die Zukunft hin, sondern auch darauf, daß die Jugendlichen sich "traditionelle Rollenbilder" zum Vorbild nehmen. Papa hackelt und Mama ist bei den Kids. "Madonna" (Frauenzeitschrift) hat da sicher ihren Teil, zumindest für die Mädel-Perspektive beigetragen. :-) Nicht jeder Konservative muß über die "Rheintöchter" bescheid wissen... :-)

    • Erich Bauer

      inside,

      Vielleicht nimmt woglinde ihre beiden Schwestern mit. Sollen ja alle drei richtige Prachtweiber sein... "terbuan" will jedenfalls woglinde dem "mahler" zuführen... Wenn's nicht funkt, sperren wir die zwei einfach in ein Zimmer...

    • inside

      Erich Bauer

      Lange nachgedacht und zum Schluss gekommen:
      Überall möchte ich doch nicht Mäuschen sein... :-)

    • terbuan

      Wenn die Lage zu ernst wird, hilft nur mehr Ironie und Sarkasmus!
      Es freut mich ganz besonders, dass die Woglinde den Lahnsteiner "vor Leuten wie dem Starl und mir in Schutz nimmt".
      Wußte gar nicht, dass er dies nötig hat, hat er sich doch zuletzt eklatant verbessert in seinen Kommentaren, fast kein Schimpfen mehr (= Stuhlgang der Seele) ;-)
      Umsomehr freue ich mich auf das Treffen mit Woglinde um mich bei ihr zu bedanken, sie hat sicherlich entscheidend zu diesem Wandel beigetragen!

    • byrig

      und dann gibts wahlergebnisse wie in bremen,die einem nur mehr den kopf schütteln lassen...anscheinend muss es doch noch ein wenig schlimmer werden,bevor auch die wohlfahtsgesellschaft bei ihren nachgekochten promidinners erkennt,wie die lage wirklich ist.

  33. Anton Volpini

    Nicht nur die Südeuropäer bräuchten dringend einen Gesinnungswandel, der von der gesamten Bevölkerung ausgeht, sondern die meisten europäischen Länder, wie auch Österreich!
    Wie wir ja täglich in diesem Blog erfahren, ist es bei uns nur eine Frage der Zeit, bis wir bei griechischen Zuständen angelangt sind. Mit der derzeit herrschenden Gesinnung sind wir am besten Weg dorthin!
    Die Frage dazu, die sich mir schon lange Zeit aufdrängt, ist: sind wir freiwillig in der Lage, diesen Gesinnungswandel herbeizuführen?



  34. Wertkonservativer

    Kurz persönlich:
    1945 war ich Zwölf, Mutter und Schwester waren mit mir in unserer angestammten Heimat Sudentenland monatelang im Aussiedlungslager, dann im Viehwaggon Repatrieerung ins alte Vaterland Österreich.
    Danach: Anstellen beim Brot- und Kartoffelkauf, Untermietzimmer, erster Kinobesuch (Eintritt öS 1,30); langsames, aber zukunftsfrohes Einleben in zivilisierte Verhältnisse!
    Das war die Zeit, die uns damals Junge wie Alte Not und Entbehrungen lehrte und aushalten ließ.

    Heute: breiter Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten; Übersättigung, merkbare Dekadenzerscheinungen, im Leben und in der Politik Besitzstandwahrertum und Fehlen positiver Zukunftsvisionen!
    Ein Schlaraffenland ohne Garantie auf problemloses Weiterbestehen!

    Was können bzw. müssen wir erwarten? Werden unsere Nachkommen die Nerven und den Mut haben, die auf sie zukommenden existenziellen Probleme zu meistern bzw. zu ertragen, falls diese zu übermächtig sind?

    Ich hoffe es aus Herzensgrund!



    • Markus Theiner

      Ich kann mir als Kind der Achtziger nur schwer vorstellen, wie es damals wirklich gewesen ist.

      Aber eigentlich ist das auch nicht notwendig, um zu erkennen wie falsch es derzeit läuft.
      Die Sozialstaatsidee ist ja nicht so verkehrt. Wer - ohne eigenes Verschulden - nicht in der Lage ist sich selbst zu erhalten wird von der Allgemeinheit unterstützt, damit er einen menschenwürdigen Mindeststandard erreichen kann.

      Nur ist dieser Mindeststandard heute derart hoch, dass er aus der Perspektive der meisten Länder und aus der Perspektive der gesamten Menschheitsgeschichte als Luxus zu bezeichnen ist.

      Man könnte das Sozialsystem drastischst einschränken und hätte immer noch ein Schlaraffenland. Zumindest wenn man die Kartoffelkaufschlangen als Referenz nimmt, und nicht die Sozialhilfeempfänger die den Plasma-Großbildschirm-Fernseher abdrehen, sich in ihren BMW setzen und auf Urlaub nach Griechenland fahren.

    • phaidros

      Selbst ein Kind der 60er wird auch mir bereits die Gnade der späten Geburt zuteil. Wir können uns tatsächlich nicht vorstellen, wie es zuging (das ist mE der Grund, warum einige hier der Meinung sind, wir hätten Probleme), und was echte Sorgen sind.

      Ihre Überlegungen zum Sozialstaat teile ich, Herr Theiner. Ich finde, jedem sollte in einer Notsituation geholfen werden. ABER: wie lange kann eine Notsituation denn dauern? 1 Jahr? 2? Länger sicher nicht, denn dann ist es keine Notsituation mehr, sondern ein Dauerzustand.

      Daher würde ich jede Alimentierung auf 3 Jahre beschränken.

    • simplicissimus

      wertkonservativer: bin zwar fast ein vierteljahrhundert jünger als sie, stimme aber voll zu. unsere gesellschaft ist masslos verwöhnt, faul, satt, bequem und unverschämt geworden. und diesen wählerstimmen lechzen unsere politiker nun nach. kann eigentlich nur schief gehen.

    • Undine

      CHURCHILLS Wunsch und Wille ist in Erfüllung gegangen:
      "Wir wollen die Deutschen fett und impotent machen".
      In diesen frommen Wunsch sind auch wir Österreicher eingeschlossen.

    • Markus Theiner

      Churchill kann sich darüber aber nicht wirklich freuen. England ist ja auch recht tief gefallen seit damals.

  35. PostScriptum

    Gerade einmal terbuan bemerkt das Ausmaß des Elends, das uns noch bevorsteht. Wir reden hier bitte nicht mehr von irgendwelchen schlappen Sanierungen wie in Schweden oder versuchsweise in Argentinien.

    Lassen Sie es mich so versuchen:

    In Europa wurde Anfang des 20. Jahrhunderts massenhaft Geld geschöpft. Die Folgen kennen wir alle. Hyperinflation und ein Weltkrieg dessen Blutzoll seinesgleichen sucht. Jetzt stellen Sie sich aber bitte vor, dass seit ca. 30 Jahren (damals waren es gerade einmal 15 Jahre wenn überhaupt) Geld ohne Ende geschöpft wird. Den Höhepunkt erleben wir gerade. Die EZB kauft indirekt Staatsanleihen mit "gedrucktem" Geld auf, die FED pumpt sowieso Billionen an geschöpftem Geld in den Markt und das verteilt sich jetzt nicht nur über die ganze Welt, nein, es fließt (wie jeder ablesen kann) geradezu in Lichtgeschwindigkeit in den Aktien- Rohstoff- und Immobilienmarkt (die typische Flucht in Sachwerte).

    Dazu kommt, dass wir 2008 zwar einen massiven Preisverfall bei Aktien hatten, die Güter verbilligten sich aber um keinen Cent. Üblicherweise zieht aber das Platzen einer Blase auch den Verfall der Preise nach sich (so geschehen bei den Immobilienpreisen, aber auch z.b. Rohöl), weil der Markt all die künstlich aufgeblähte Wirtschaft korrigiert.

    Dass dies bei den Konsumgütern nicht passierte, kann man als versteckte Inflation bezeichnen.
    All diese gerade aufgezeigten Fakten sind aber m.E. (und da befürchte ich, liege ich richtig) Indikatoren für die Entwertung des Geldes. Was heißt das konkret?

    Vor allem bedeutet es, dass unser aller Geld bald nichts, aber wirklich gar nichts, mehr wert sein wird. Wir stehen vor einer Hyperinflation ungeahnten Ausmaßes. Eine Währungsreform wird nicht mehr 1:10 oder 1:100 geschehen können, ein neuer Schilling wird wahrscheinlich eher den Umtauschwert 1:10000 haben.

    Die Folgen für Wirtschaft und Bürger sind unabsehbar. Eine Arbeitslosenwelle quer durch die ganze Erde wird über uns rollen wie ein gigantischer Tsunami. Die Pimperlsorgen über Griechenland und weitere Pleitekandidaten werden als nostalgisch schönes Geschwätz die Runde machen:

    "Ach wisst ihr noch, damals, als alles in Ordnung war und wir nur Griechenland als Sorge hatten".

    Dazu kommt die explosive Ausländerlage. Vor allem die Türken werden die Ersten sein, die lauthals nach staatlicher Hilfe schreien und ihre Wut an Österreichern auslassen. Umgekehrt wird dies der Tropfen sein, der das Ausländerfass zum überlaufen bringt. Ab diesem Zeitpunkt werden Moslems gejagt werden und sich Österreicher und Türken Straßenschlachten liefern.

    Das sind bitte alles keine Illusionen. Spätestens seit dem "Arabischen Frühling" wissen wir, wie beinhart Moslems Forderungen stellen können. Glauben Sie bitte nicht, dass die Türken einfach wieder in ihre Heimat zurückkehren werden. Nein, sie werden hier weiterhin die Hand aufhalten und alles dafür tun, um ihre Gier zu stillen.

    Dieses Bild wird sich quer durch Europa ziehen, denn überall herrschen dieselben Probleme.

    Ich möchte hier eine Voraussage wagen (ist nur eine Schätzung):

    Europa und seine Völker werden sich mit aller Waffengewalt gegen die Moslems wehren. Andererseits werden auch die zwischennationalen Spannungen größer werden. Die Deutschen z.b. werden sich als Bürge und Zahler revanchieren wollen.

    Die Situation in Europa wird sehr instabil sein, angestammte Parteien als Teil des alten Systems hinweggefegt werden, neue Parteien werden die Gunst der Stunde nutzen und genau hier beginnen die großen Unsicherheiten. Welche Parteien werden gewählt werden? Wie werden diese handeln?

    Eines ist klar. In so einer Situation werden jene verlieren, die keine militärische Macht mehr haben...



    • Haider

      Es soll nicht wenige Türken geben, die allen Ernstes behaupten, sie hätten Österreich nach 1945 aufgebaut (obwohl sie erst ab den 1970er Jahren von kurzsichtigen Österreich-Verrätern angeworben wurden). Davon leiten sie auch all die unverdienten Sozialleistungen für ihre Großfamilien ab. Viel Ärger hätten wir uns ersparen können, wäre diese "Erleuchtung" einiger dubioser Staatsökonomen an Österreich vorbei gegangen.

    • Wertkonservativer

      Kassandra, Kassandra,

      Du hast in PS einen würdigen und wortgewaltigen Nachfolger gefunden!
      (Ich hoffe nur, dass es nicht ganz so arg kommen wird, wie's dasteht!)

    • phaidros

      Sie meinen natürlich »...gerade einmal terbuan und ich bemerken...«. Und das, was Sie danach schreiben, ist einfach nur pessimistisch und schwarzmalerisch.

      Haben Sie Vertrauen, die Menschen haben anstehende Probleme bislang noch immer lösen können - in diesem Land vielleicht sogar einen Tick mehr als anderswo. Das liegt in der Natur des Menschen. In einer Tour festzustellen, wer aller dämlich ist, korrupt, schlecht, faul, inkompetent bringt nämlich ... (Trommelwirbel) ... gar nichts.

      Außer, das muss man leider sagen, dass Emotionen geschürt werden könnten. Wenn das allerdings Ihr Ziel sein sollte, so werden Sie irgendwann zur Kenntnis nehmen müssen, dass Emotionen die denkbar schlechtesten Ratgeber sind, um schwierige Probleme zu meistern. Emotionen führen zu Lösungen à la Hannapi-Stadion, sonst nichts.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Anton Volpini

      Ich fürchte, Sie haben sehr recht mit diesem Szenario,@PostScriptum, so wie auch @terbuan!

    • HJR

      @PostScriptum
      Danke!

      @WertKonservativer
      Ich hoffe, Sie wissen dass Kassandra letzlich recht behalten hat. Aber hoffen Sie ruhig weiter; die volle Wucht des Desasters wird ohnehin erst Ihre Enkel treffen. Kann es sein, dass Sie ein wenig an so etwas wie Realitätsverweigerung leiden?

    • lässing

      Ist nicht vorigen Samstag die Welt untergegangen ?

    • Erich Bauer

      HJR,

      Kassandra glaubt man nie... Die angekündigten Zerstörungen der "alten" Welt sind einfach zu unangenehm für die Vorstellungskraft. Würden die Menschen wirklich die ANGST vor Kassandra "leben"... die Erdkugel würde allein am allgemeinen "Zähneklappern" aus der Bahn kommen... Da "fürchtet" man sich doch lieber vor CO2 und Plastiksackerln... Denn das "Damoklesschwert" fühlt sich irgendwie wohliger an.

      Allerdings, die einschneidenden Dinge, ob gut oder schlecht, geschehen immer "über Nacht"...

    • Anton Volpini

      @lässing

      Ja, am 21. Mai ist die Welt untergegangen, und ein atheistisches Unternehmen in den USA hat ein Riesengeschäft gemacht.
      Sie haben von Gläubigen im Voraus Geld kassiert, um sich nach dem Weltuntergang um deren Haustiere zu kümmern. Da sie ja Atheisten sind, werden sie beim Untergang nicht in den Himmel entrückt.......

      Diese Geschichte zeigt, daß es in den USA um nichts besser zugeht als bei uns!

    • Alfred E. Neumann

      Warum dieser Pessimismus? Ist nicht ohnehin alles in Ordnung?

      Sperren wir doch den Wiener Ring, stecken uns Pfauenfedern ind den Hinter! Werden wir alle schwul, lesbisch oder Transen! Wenn wir schon untergehen, dann doch fröhlich, durchtränkt mit Körpersäften und immer einem frohen Lied auf der Lippe. Der ÖRF berichtet live wie wir in den Untergang tanzen, saufen und vö.....

    • Patriot

      3 Sternderl von mir. Man kann vielleicht nicht die Szenarien genau vorhersagen, und auch nicht den Zeitpunkt, man kann aber mit Sicherheit davon ausgehen, daß das Schiff Europa untergehen wird, wenn nicht SOFORT mit der Abdichtung einiger Lecks begonnen wird.

      Ein weiteres hier noch nicht angeführtes "Leck" ist die Demographie:

      http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/geburten/022162.html

      Wenn ab 2020 die geburtenstarken Jahrgänge der 50er und 60er in Pension gehen (bis zu 135.000 Personen), und durch die ab 2000 nur mehr 75.000 Neugeborenen (wovon 1 Drittel "Migrationshintergrund" haben!) ersetzt werden müssen, dann ist die Kacke am Dampfen. Da schaut's dann ganz schlecht für die Pensionszahlungen aus, und noch viel schlechter für den qualifizierten Nachwuchs für die Wirtschaft.

    • PostScriptum

      @ phaidros

      Mit solchen Allgemeinfloskeln wären Sie in der Politik denkbar gut verankert. Ich zähle Fakten und ihre direkten Folgen auf, nicht mehr. Das sind auch großteils nicht meine Erkenntnisse, sondern die von den "Österreichern". Deshalb hier weil's so schön ist ein Zitat des größten "Österreichers":

      "There is no means of avoiding a final collapse of a boom brought about by credit expansion. The alternative is only whether the crisis should come sooner as the result of voluntary abandonment of further credit expansion, or later as the final and total catastrophe of the currency involved."

      L.v. Mises

    • Erich Bauer

      PostScriptum,
      "...and total catastrophe of the currency involved."..."

      Gehört auch zur "Kassandrakategorie". Man glaubt Kassandra nicht. Die hohe, in diesem Fall eigentlich "zwingende" Eintrittsaussicht, wird durch den "gefühlten" langen Zeitraum zwischen Ursache und Wirklung bis zur Verdrängung "gedämpft"...

      Das "Damoklesschwert" (geringe Eintrittswahrscheinlichkeit) Ozon, CO2, Plastiksackerl... entspricht da besser der zeitgeistigen "Angstkultur".... Während alle noch auf das Damoklesschwert in wohligem Schauer starren... und dieses nicht und nicht niedersaust...

    • PostScriptum

      @ Erich Bauer

      Vorgestern aß ich Steckerlfisch. Ich hoffe, der war nicht fukushimaverseucht. Ich trug ihn in einem Plastiksackerl, hoffe, dass dabei die Erde nicht zugrundegeht, denn sogar die Produktion des Plastiksackerls mit dem ganzen CO2- Ausstoß stürzt uns in die ultimative Klimakatastrophe. Gereinigt habe ich meinen Mund mit einer Papierserviette, darum betend, dass sie nicht den gesamten Regenwaldsbestand vernichtet.

      Mal im Ernst, tagtäglich gibt es Tote im Namen des Islam, die Kopten werden ausradiert; tagtäglich sterben Menschen beim Holzfällen, beim Kohleabbau; in der Vergangenheit hatte die fiat- money Politik nicht nur eine Katastrophe ausgelöst, sondern gleich auch zwei Weltkriege finanziert.

      Aber was kümmert die Linke diese Massen an realen Toten, wenn man doch munter auf Gespenster losdreschen kann, um die eigene bizarr- abscheuliche Weltsicht durchzusetzen?

    • Erich Bauer

      PostScriptum,
      "...was kümmert die Linke diese Massen an realen Toten..."

      Ich glaube, die hiesigen "Scharia-Lod..." und "Scharia-Nu...., in ihrer krankhaft, nekrophilen Todessehnsucht, wünschen sich nichts sehnlicher, als eine "Halal"-Atomrakete auf den Schädel zu bekommen... Man sollte sie auf eine Insel verbringen... weit weg...

      So! Jetzt ist's heraußen. Schau ma mal, ob jemand auf das Fähnchen drückt. Über die "Scharia"-Adjektive laß ich meinetwegen mit mir reden...

    • lässing

      Aber das schlimmste Elend hat Starl gar nicht erwähnt:
      Den Durchfallerreger Ehec !
      Also liebe Leute meidet den Biogemüsescheiß ! Im wahrsten Sinne des Wortes.

    • Undine

      @Erich Bauer

      Da haben Sie sich eine Reihe von Extrasternderln verdient!:*******!

    • byrig

      "in so einer situation werden jene verlieren,die keine militärische macht mehr haben..."
      das halte ich für eine der wichtigsten aussagen,zumal unpopulär,da wir ja angeblich keine feinde mehr haben.
      in so kritischen weltlagen wie derzeit kann sich das sehr schnell ändern,und dann zählt,wie seit menschengedenken,eben nur eines:macht.und die ultimative macht ist nach wie vor die militärische.
      nicht zuletzt aus diesem grund hält sich die grösste wirtschaftsmacht auch die grösste militärmacht.
      nur europa verzichtet darauf generös,damit es seine überdimensionierten sozialsyteme aufrechterhalten kann.

    • Wertkonservativer

      Antwort an HJR:
      Es bleibt Ihnen unbenommen, mir Realitätsverweigerung unterzuschieben.
      Es ist für mich jedoch fast schon ein Gebot der psychischen Hygiene, in diesem erlauchten Kreis professioneller Schwarzseher und Unheilprophezeier ein wenig Optimismus und Lebensfreude zu verbreiten!!

      Wenn alles so arg kommen sollte, wie es hier an die Wand gemalt wird, können wir auch nicht viel machen: das ewige Herumgerede im jetzt noch sehr geschützten Bereich hinsichtlich möglicher Abwehrmechanismen ist n.m.A. total unproduktiv und praktisch sinnlos, weil vom Laptop aus ohnhin in keiner Weise beeinfluss- bzw. änderbar.

      Also, werter HJR, bleiben Sie bei Ihrer Meinung, und lassen Sie mir die meine!
      So klar bin ich noch im Kopf, um mir auch ein realistisches Bild über die Landes- und Weltlage machen zu können!

      Ich bin zwar ein Schwarzer, aber - Gott sei Dank - kein Schwarzseher!
      Allso, bitte, lassen Sie auch positivere Meinungsäußerungen zu, ohne diese gleich der Lächerlichkeit preiszugeben.

      Guten Tag !

  36. Haider

    1945 bestimmten nicht "Wirtschaftsfachleute" das Geschehen, sondern Mütter (Frauen), die für das nackte Überleben ihrer väterlosen Familien sorgen mußten. Für ideologische Spielchen und parteipolitisches Hickhack war vorerst wenig Platz. Der natürliche Überlebenstrieb ist eben weiblich. Parallel mit der Rückkehr der Männer nahmen Kriminalität, Korruption, Schleichhandel und politische Mißwirtschaft wieder zu. Ich war 1945 ein 4jähriger Bub. Aber das habe ich für mein Leben gelernt!



    • Alfred E. Neumann

      Wie wahr. Wie traurig! Homo homini lupus. Vor allem der männliche Mensch.

    • simplicissimus

      ich finde es nicht besonders treffend im sinn eines geschlechterkrieges "männer" für alles verantwortlich zu machen. das ist wohl viel zu pauschal und oberflächlich.
      nicht vergessen soll man unter anderem, dass die genderistInnen und feministInnen in jenen parteien zu finden sind, die die schuldenberge hauptverantwortlich angehäuft haben.

    • Celian

      Ich war zwar 1945 kein 4-jähriger Bub, aber könnte es nicht sein, daß deshalb die Trümmerfrauen die Städte vom Schutt befreiten in Ermangelung von Männern, die nämlich am Schlachtfeld des Zweiten Weltkrieges ums Leben gekommen oder in Kriegsgefangenenschaft geraten sind. Und nicht wie Sie suggerieren, sich einen schönen Tag gemacht haben.

      Und als die Kriegsgefangenen Jahre später als sogenannte "Heimkehrer" zurückkamen, vollkommen ausgezehrt und fertiggemacht von den Russen, gab es da nicht ein "Wirtschaftswunder"?

      Aber bitte ich kann mich irren, ich war ja damals noch lange nicht auf der Welt. Sicher haben Sie recht und die Männer sind schuld. An allem. Und überhaupt. Die Bösen....

    • Undine

      @simplicissimus

      @Celian

      Ich fürchte, Sie haben beide @Haider ein wenig falsch verstanden; ich bin überzeugt, er wollte den Frauen dieser Generation seine Hochachtung aussprechen, daß sie es geschafft haben, unter großer Not und oft noch größerem Kummer wegen des (oft ungewissen) Schicksals ihrer Ehemänner, Väter, Söhne sich und die ihnen Anvertrauten zu schützen, notdürftigst zu füttern und zu kleiden vermocht haben.
      Die Leidtragenden waren alle: Die Männer an der Front oder in Gefangenschaft, die Frauen daheim voller Sorge und Kummer und der "Männerarbeit", die sie zusätzlich leisten mußten. Diese Generation, ob Männer oder Frauen haben sowohl während als auch nach dem Krieg unendlich viel geleistet.

    • Celian

      Na bitte, aus Ihrem Mund klingt das ja gleich ganz anders, liebe Undine.

  37. BIÖ

    Gerade im Zusammenhang mit diversen gelungenen Sanierungen fällt die Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs ein. Das war uns eine Anfrage an den Herrn Bundeskanzler auf meinparlament wert:

    http://www.meinparlament.at/show_ticket_list.php?tag=Wettbewerbsf%C3%A4higkeit
    (Natürlich berichten wir wieder auf http://www.biö.at/?q=meinparlament , wenn/falls wir eine Antwort erhalten)



  38. libertus

    Zurück ins Jahr 1945 würde aber bedeuten, daß es wie damals vorher ordentlich krachen muß, ehe die Menschen sowie ihre Politiker begreifen, daß ein Staat kein Selbstbedienungsladen nach Belieben sein kann.

    Und wie schon richtig hier bemerkt, ob die neuen Generationen, welche die Bequemlichkeit der allumfassenden sozialen Absicherung genießen, überhaupt imstande sind, den Gürtel enger zu schnallen, wird sich erst herausstellen müssen.

    Aber davor, fürchte ich, wird es noch zu einem unappetitlichen Kampf um das größte Stück vom Wohlfahrtskuchen kommen, bis kein "Bröserl" mehr über ist.

    Danach kann mit einem sinnvollen Wiederaufbau begonnen werden!

    P.S.: Zum Schuldenberg von Bush und Obama - wenn ich nicht irre hat jedoch schon der vielgelobte Bill Clinton damit begonnen, oder?



    • byrig

      ja ihrer meinung,libertus.und dieser kuchen-durch treibgase unnatürlich aufgeblähte-kuchen ist am zerbröseln.die grossen brösel versuchen sich asylanten und v.a.zuwanderer einzuverleiben,noch geht es.der fernseher funktioniert noch,der wirt am eck schenkt sein krügerl aus.
      übermorgen?fraglich.zumindest dann,wenn nicht verantwortungsvolle politiker mit mut und weitblick das ruder radikal herumreissen.
      ich glaube ganz fest,dass der leidensdruck in unserer(!) bevölkerung schon so gross ist,dass auch sehr schmerzliche massnahmen verstanden werden.
      eine für uns alle gar nicht so schmerzliche,aber sehr notwendige massnahme wäre z.b. der stop jeglicher türkischer zuwanderung.8AUSSER ASYLANTEN,DAS KANN ABER BEI EINEM EU-BEITRITTSKANDIDATEN WOHL NICHT SEIN,ODER???)

  39. Josef Maierhofer

    Ich halte das Zurück für schwer machbar.

    Durch mindestens 2 Generationen wurde Schindluder getrieben und das Volk verdorben, allzu viele sind überhaupt nicht mehr lebensfähig.

    Zurück ins Jahr 1945 würde auch heißen, daß zum Beispiel verlorene Eierteigwaren von den Pflastesteinen herausgekratzt wurden, um einige Kalorien für Suppe zu bekommen, würde bedeuten, daß alle allein kämpfen müssten, ohne Kinderbeihilfe, ohne Förderungen, ohne Sozialromantik. Daß es damals ging, lag am Überlebenswillen der Menschen, den kann man den jetzigen Pillengenerationen nicht mehr nachsagen. Dekadent betreiben all zu viele die Selbstausrottung und Kinderlosigkeit. Ja, wir könnten hier die ganze Spaßgesellschaft (Junkgesellschaft) der heutigen Zeit beschreiben.

    Pensionsalter, Hacklerregelungen, etc. waren damals kein Thema, man arbeitete bis zum Umfallen.

    Wie wollen wir das mit der heutigen verzogenen Masse am Sozialtropf bewerkstelligen, so nötig es auch sein würde, anzupacken und hart zu arbeiten und nicht nach Rechten zu fragen, sondern Pflichten zu erfüllen, wie soll das mit den heutigen verzogenen Fratzen gehen ???



    • brechstange

      Die verwöhnten Fratzen werden sich verändern müssen, der Mensch ist doch sehr anpassungsfähig.

      Leider sind die Signale, die unsere "Betrugs"politiker in der EU aussenden, ganz schlechte. Auffangen bis zum Umfallen, das wird dann hart.

  40. terbuan

    Die Frage ist ob es nicht eher heißen wird zurück ins Jahr 1929 und danach kommen mehrere schreckliche Jahrzehnte des Niederganges, Krieges und mühevollem Wiederaufbaues!



    • brechstange

      Das sollte nicht unsere Hoffnung sein, obwohl viele Zeiger dahinzeigen.

    • terbuan

      Brechstange
      Von Hoffnung ist keine Rede, eher von Furcht!
      Die Reihenfolge könnte sein:
      -Endgültiges Platzen der Schuldenblase
      -Währungsreform
      -soziale Unruhen mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen (haben wir bereits in Ansätzen)
      -Diktaturen (haben wir bereits in vieler Hinsicht)
      -Ein vom Zaun gebrochener großer Krieg
      -Zusammenbruch und mühsamer Wiederaufbau
      Die Geschichte wiederholt sich, hatten wir dies nicht alles schon (mehrmals)?

    • Anton Volpini

      Oswald Spengler, Jahre der Entscheidung.

    • phaidros

      terbuan, bitte, wo erblicken Sie Ansätze von bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Österreich?

      Aber stellen wir Ihre Chronologie mal für den Moment außer Streit. Umso weniger kann ich verstehen, wie hier dauernd Hetzreden geschwungen werden. Damit werden solche Zustände ja geradezu beschworen. Denn (türkische) Immigranten sind selbst beim schlechtesten Willen weder für für unsere Sozialgesetzgebung noch für die Schuldenblase noch für die Transferunion verantwortlich zu machen. Sozialmissbrauch wird übrigens, schenke ich der Aussage meiner beim AMS arbeitenden Frau, von Autochthonen (nach meinem Geschmack Unwort des Jahrtausends) locker im selben Ausmaß betrieben.

      Auch von Politikern erwarte ich mir keine Sager in Wirtshausreden, sondern extrem bedachtes und sensibles Vorgehen. Im Munitionslager, in dem wir uns nach Ihrer Beschreibung befinden, raucht man nicht. Dann nennen wir sie (die Politiker) allerdings genüsslich blöd und feig, und reiten auch ausgiebig darauf herum. Was das eigentlich bringen soll, frage ich mich immer wieder. Und, wieso keiner von den Besserwissern als Bessermacher auftritt.

      Wir müssen schon Ursachen differenzieren. Helfen wir der Politik, Lösungen zu entwickeln und im wahrsten Wortsinn unters Volk bringen zu können. Mit Aufhussen und Brandreden geht das sicher nicht, das katalysiert höchstens das von Ihnen skizzierte Schreckensszenario (das, nochmal, von Ö aus gar nicht wesentlich beeinflusst werden kann).

      BG/phaidros.vie@gmail.com

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • terbuan

      phaidros,
      meine Bemerkung in Klammer bezog sich auf ganz Europa und da sind sehr wohl bürgerkriegsähnliche Ansätze zu erkennen, ich nenne nur die immer wieder aufflammenden Unruhen in Frankreich, Stadtviertel in GB, NL und auch D, die von Gewaltbereiten beherrscht werden, wo sich die Polizei gar nicht mehr hineintraut.
      Und die immer wieder veranstalteten "Chaostage" in Berlin, Hannover und Hamburg mit enormen Schäden und nicht zuletzt Verletzten und Toten, das sind für mich die Ansätze, obwohl wir uns derzeit noch im Frieden befinden!

    • HJR

      @phaidros
      [... Helfen wir der Politik, Lösungen zu entwickeln ...]
      Mein Gott, phaidros! Sind Sie blind? Allein hier in diesem Forum und ganz zu schweigen von den noch nicht sozialdementen Medien Europas (von denen bei uns in Bagdad - zugegeben - nichts mehr zu sehen ist) findet sich täglich aufs Neue eine Fülle von z.T. sogar realisierbaren Vorschlägen. Insoferne müsste unsere Politik nur mal "auf die Straße gehen" und sich ein wenig bücken. Aber die Generierung von Wählerstimmen ist natürlich in Zeiten wie diesen (und die sind "imm
      er") vordringlich; abgesehen davon, dass "Bücken" auf die Dauer anstrengend ist.

      @brechstange
      Viel Glück im Lager unseres Wertkonservativen!

      @Josef Mayierhofer
      Das "Zurück" ist - denke ich - nicht nur "schwer machbar", sondern gar nicht. Aber denkbar ist, dass die gesellschaftliche Entwicklung (aus Gründen, über die man diskutieren muss) dorthin läuft. Aber keine Angst! Sollte das der Fall sein, wird sich die Gesellschaft abrupt wieder in jene 2 Klassen spalten, deren eine "die verlorenen Eierteigwaren aus den Bodenritzen kratzen" wird und deren andere Wege finden wird, ohne (körperliche) Anstengung ihr Dasein zu gestalten.

    • phaidros

      Nein, ich bin nicht blind, HJR. Glaube ich jedenfalls nicht.

      Was aber umgekehrt von denen immer wieder übersehen wird, die sich für sehend halten ist, dass wir eine Wahldemokratie haben! Ein Vorschlag mag technisch realisierbar sein; wenn er es politisch nicht ist, ist er wertlos. Und Politiker, die das Richtige tun, werden gnadenlos abgestraft (wie viele Beispiele wollen Sie haben?). Daher kann die Politik das Richtige gar nicht tun!

      Alle »man müsste nur« (die übrigens oft bis meistens nur einem primitiven Impuls entspringen, und einen Dreck auch nur irgendein Problem lösen könnten) sind daher zum Scheitern verurteilt.

      Deswegen ist es nötig, dass eine vom Bürger - nicht von der Politik! - getragene Initiative versucht, mit der Politik Schulter an Schulter Aufklärungsarbeit zu leisten, um dem Wähler wieder ein Verständnis für die Zusammenhänge - sprich: demokratische Reife - zu vermitteln. Das versuchen wir.

      Ich lade Sie daher herzlich ein, uns auf biö.at zu besuchen und sich einmal genauer umzusehen (danach können Sie uns gerne für blind halten).

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros

      terbuan, verstehe: ich hatte das »wir« auf österreichsiche Verhältnisse bezogen verstanden.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros

      HJR, zusammengefasst: das Problem sind nicht »schlechte Politiker«, das Problem ist die (demokratische) Unreife des Wahlvolks. Hier ist anzusetzen! Schlechte Politiker sind bloß das Symptom. Symptombekämpfung aber bringt nichts.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • brechstange

      @hjr

      Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich die vernünftigen Geister mit Hausverstand im Endeffekt durchsetzen werden, die anderen sollten wir von der Brücke verweisen wie es - glaube ich Patriot - mit dem Untergang der Titanic verglichen hat.
      Wir müssen versuchen, die vernünftigen Geister aus ihrem Dämmerschlaf zu holen, die Gefahr, dass sich die nichtvernünftigen durchsetzen bzw. ihre Durchsetzung erzwingen wollen, ist natürlich groß.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung