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Was war wirklich wichtig? drucken

Lesezeit: 10:00

Die Bilanz eines Jahres wird von vielen Medien durch ein Flächenbombardement mit Daten gezogen. Viel spannender aber ist es, sich aus einer gewissen Distanz mit der Frage zu befassen, was über Todestage, Skandale und Wahlergebnisse, über Sportresultate, Katastrophen und Politikererklärungen hinaus wirklich wichtig dauerhaft bedeutend war, und wo der Lauf der Geschichte eine neue Richtung genommen hat.

2010 war – insbesondere, aber keineswegs nur – für Österreich so wie das Jahr davor ganz von den Herausforderungen durch Finanzen und Wirtschaft dominiert. Auf der Positivseite steht ganz eindeutig der am Jahresbeginn von niemandem in diesem Ausmaß erwartete Wirtschaftsaufschwung, der vor allem Schweden, Deutschland und auch Österreich erfasst hat. Zwölf Monate davor hatten viele Ökonomen und Politiker ja noch düster von Deflationsgefahren phantasiert, derentwegen es legitim und sogar notwendig wäre, hemmungslos weitere Schulden zu machen. Seither hat sich von Monat zu Monat die Stimmung verbessert.

Hauptursache der Aufhellung war der Aufschwung in Asien, wo man nach einem unerwartet kurzen Konjunkturknick wieder zu eindrucksvollen Wachstumszahlen zurückgekehrt ist. Davon konnten und können jene Länder wie die Genannten kräftig profitieren, die – noch – eine lebendige und qualitätsbewusste Exportindustrie haben. Asien füllte die Auftragsbücher und reduzierte die Arbeitslosenzahlen.

Manche Experten zeigen sind überdies auch überzeugt, dass das Schuldenmachen der Regierungen und die leichte Hand der Europäischen Zentralbank beim Drucken neuer Euro-Noten den Aufschwung mitbewirkt haben. Freilich: Selbst wenn das der Fall wäre, was ja etliche andere Ökonomen mit Hilfe von gutem Zahlenmaterial bezweifeln, sollte jedem klar sein: Auch nützliche Schulden bedeuten morgen Arbeitslosigkeit und Steuererhöhungen, die wieder weitere Arbeitslosigkeit auslösen; unmäßige Geldproduktion wie derzeit fördert eher die Bildung von Blasen als industrielle Investitionen.

Diese Blasengefahr sollte neben dem wachsenden Schuldenberg wohl die meisten Sorgen machen: Die Preise von Gold, vielen anderen Rohstoffen, Eigentumswohnungen, aber auch Aktien sind im Gegensatz zu den Investitionen unverhältnismäßig steil angestiegen. Die Ursache war die steigende Inflationsangst der Menschen. Sie sehen mit wachsendem Unbehagen, wie Europas Regierungen (und die amerikanische noch viel mehr) die Milliarden in satten dreistelligen Mengen aus dem Nichts zu zaubern versuchten.

Da haben die Menschen lieber etwas Reales in der Hand (auch eine Aktie ist immerhin ein Miteigentum an einem real existierenden Unternehmen). Die Menschen haben – zu Recht – schon zuvor dem Deflationsgerede nicht geglaubt. Und sie glauben erst recht nicht den Beteuerungen von EZB und Regierungen, dass all diese künstlich geschaffenen Milliarden auf sichere Weise finanzierbar wären.

Die Menschen fürchten  zunehmend, dass die europäischen Regierungen – neben exorbitanten Steuererhöhungen – vor allem zum Instrument der bewussten Inflationierung des Geldes greifen müssen, um die Schulden loszuwerden. Auch wenn die Politik das natürlich nie zugeben, sondern in bekannter Art  Handel, Banken oder Industrie beschimpfen wird. Wenn man wie in den 20er Jahren für eine Milliarde nicht einmal den Supermarkteinkauf decken kann, dann können Regierungen ihre Schulden problemlos zurückzahlen.

Damit sind wir auch schon beim großen europäischen Minus des ablaufenden Jahres angekommen: Beim schweren Fehler, europäische Staaten, die sich durch leichtfertiges Schuldenmachen oder durch die Rettung maroder Banken übernommen haben, mittels kollektiver Haftungen und Kredite (kurzfristig!) zu retten.

Dieser Fehler lässt sich trotz aller nunmehrigen Versuche der EU-Regierungen nicht mehr aus der Welt schaffen. Auch wenn wir nicht die vielen vertraulichen Telephonate und Gespräche kennen – seit Wikileaks erstellen kluge Politiker kaum noch schriftliche Aktenvermerke –, so ist doch klar: Vor allem Frankreich hat die deutsche Bundeskanzlerin so unter Druck gesetzt, dass diese in Verletzung der europäischen und deutschen Verfassungen nach einigen Wochen des Zögerns umgefallen ist und diesen Haftungen zugestimmt hat.

Dass infolge der Schuldenmacherei der Wechselkurs des Euro schwächer wird, ist zwar ziemlich irrelevant – obwohl viele Medien ständig davon schreiben. Die viel wichtigeren Fragen sind: Wie viele europäische Länder werden noch ihre Kreditfähigkeit verlieren? Und werden nicht die kranken Länder die gesunden mit in den Strudel reißen?

Und Österreich?

Wechseln wir zu einem unbedeutenden EU-Land: zuÖsterreich. Aus Wien war in all diesen Monaten kein einziger eigenständiger finanzstrategischer Gedanke zu Euro und EU zu hören. Und schon gar kein Gegendruck gegen den halsbrecherischen Kurs der Euroländer. Österreich selbst war auf der europäischen Bühne auch sonst weitestgehend absent. Was man aber relativ wertfrei festhalten kann. Denn dass derzeit ausgerechnet Luxemburger Politiker den restlichen Kontinent ständig zu belehren versuchen, grenzt ja schon ans Lächerliche.

Die Regierung in Wien war aber nicht nur europapolitisch weggetreten. Ähnliches geschah auch rund ums eigene Budget. Und das kann man keineswegs emotionslos kommentieren.

Da empören sich Juristen zu Recht über den eklatanten Verfassungsbruch bei der Einbringung des Budgets. Da empören sich Ökonomen zu Recht darüber, dass die Regierung trotz der dadurch eigentlich ermöglichten langen Diskussionsphase und der vor uns liegenden wahlfreien Zeit keine substanziellen Reform- und Sanierungspläne zustandegebracht hat. Statt dessen wurde absurderweise die Steuerlast noch weiter erhöht – obwohl gleichzeitig zwei der bloß drei EU-Länder, die eine noch höhere Steuerlast als Österreich haben, diese signifikant zurückgeschraubt haben. Obwohl dadurch beispielsweise Österreichs Tourismus (via Ticketsteuer) oder sein Finanzplatz (Wertpapiersteuer) nachhaltig geschädigt werden.

Ja, noch schlimmer: Die SPÖ denkt sogar laut über weitere Steuererhöhungen nach, Was noch mehr Menschen abhalten wird, so wie im letzten Jahrzehnt auch künftig in Österreich zu investieren. Die SPÖ aber ist heute vor die stärkste Partei des Landes.

Alles in allem bietet die Finanzlage trotz der gegenwärtig wieder recht guten Stimmung mittelfristig keinerlei Grund zum Optimismus.

Migration

Neben der Wirtschaft waren die Folgen der Massenzuwanderung vor allem aus islamischen Ländern das dominierende Thema. In Deutschland haben ein Buch von Thilo Sarrazin und die völlig falsche Reaktion der Parteien darauf die Debatte völlig umgedreht: Immer mehr CDU/-CSU Politiker folgen nach dem schweren Anti-Sarrazin-Patzer von Angela Merkel den Grunderkenntnissen Sarrazins: Die Zuwanderung aus islamischen Kulturen ist für die Zukunft Deutschlands schädlich. Statt der erhofften Blutauffrischung durch Leistungsträger erfolgte eine massive Zuwanderung in das üppige deutsche Wohlfahrtssystem. Überdies haben sich die Kinder der islamischen Zuwanderer sehr desinteressiert an Bildungsanstrengungen gezeigt. Beides ist für Deutschland wahrscheinlich bedrohlicher als der direkte Terrorismus extremer Gruppen – obwohl auch da die besorgniserregenden Aktivitäten signifikant zugenommen haben.

Das alles gilt für Österreich genauso. Nur wird das Thema hier viel weniger diskutiert. Was schade ist. Gleichzeitig hat in Österreich der Kampf gegen den Asylmissbrauch nachgelassen. Die Innenministerin musste auf Geheiß ihres Parteichefs – und damit indirekt unter Druck der fast geschlossen migrationsfreundlichen Medienlandschaft – in mehreren Fällen schon angeordneter Abschiebungen nachgeben. Was naturgemäß Österreich wieder für Schlepper und deren Kunden interessanter als Zielland macht.

Also haben wir: Migrantenimporte statt Kapitalimporte.

Parteien

In der Parteienlandschaft hat die SPÖ 2010 überraschend souverän den Angriff der ÖVP auf die Position der Nummer eins abgewehrt. Hat vor einem Jahr Josef Pröll als Strahlemann Werner Faymann bei vielen Umfragen überholt, so steht der ÖVP-Chef heute wie der Kaiser ohne Kleider da. Niemand sieht in Pröll noch eine Führungsfigur; er lässt sich von recht problematischen PR-Agenten  wie Wolfgang Rosam beraten, der einst von Wolfgang Schüssel in hohem Bogen hinausgeworfen worden war; und er hat sich im Budget/Verfassungsbruch/Steuererhöhungs-Thema wie in einem Irrgarten verirrt.

Gleichzeitig ist seine Partei in Wien, dem größten Bundesland der Republik, durch schwache Politikerpersönlichkeiten fast völlig ruiniert worden. Grabenkämpfe, die bis in die Zeit Erhard Buseks zurückgehen (und die auch bis heute gutteils von Busek selbst ausgelöst worden sind), haben die Wiener ÖVP in die politische Wüste geschickt. Was die Reihe der völligen Aussetzer der großen bürgerlichen Partei in den letzten beiden Jahren weiter verlängert: die ÖVP ist kultur-, medien-, justiz- wie bildungspolitisch völlig weggetreten (Lediglich in der Schuldebatte findet sie langsam wieder Boden unter den Füßen).

Am meisten aber schadet der ÖVP, dass sie sich unter Pröll alternativlos an die SPÖ gebunden hat. Diese kann dadurch alle Forderungen der ÖVP problemlos abschmettern. Weshalb Pröll immer öfter wie ein begossener Pudel dasteht, der nicht mehr weiß wohin. Obwohl er im Herbst 2009 noch sehr große Töne gespuckt hat.

Die SPÖ kann neuerdings ihre eigene Schwindsucht durch den hemmungslosen Populismus Faymanns bremsen (aber keineswegs stoppen!). Der SP-Chef hat in seiner ganzen Karriere noch nie ein Ziel verfolgt, dass über den reinen Machterhalt hinausginge.

Daher setzt sie den Kurs des Panem et Circenses fort. Sanierung, Reform, Verantwortung, Verfassungskonvent, Zukunftsorientierung sind für Faymann absolute Fremdworte. Bestechung von Medien mit fremdem (Steuer-)Geld, beinharte Personalpolitik und substanzloses Schönreden bestimmen hingegen die Faymann-Politik.

In einem einzigen Punkt hat Faymann ohne viel Aufsehen den SPÖ-Kurs signifikant geändert: Die Partei hat sich zu guten Teilen von linken Gutmenschen verabschiedet. Dennoch können die Grünen nichts dazugewinnen – mit ihrem heutigen Führungs-Personal werden sie aber auch weiterhin nicht wachsen können.

Arge Schwindsucht beutelt das BZÖ – auch wenn die Partei mit Umfragen herumwachelt, die BZÖ-Zuwächse behaupten. Das BZÖ ist in vielen Fragen wie der Gesamtschule auf Linkskurs gegangen, was ihr das Heide-Schmidt-Schicksal garantiert.

Der große Gewinner der meisten Wahlen und Umfragen ist die FPÖ. Sie profitiert interessanterweise als einzige von der Schwäche der Regierung. Sie hat eine schlichte, aber klare Botschaft – und nicht so wie Grün und Orange täglich eine neue. Dennoch wissen auch die FPÖ-Wähler, dass diese Partei – derzeit? – nicht regierungsfähig ist. Vor allem im Bereich Wirtschaft und Finanzen findet sich bei der FPÖ-Spitze absolut nichts Greifbares.

Die FPÖ profitiert vor allem deshalb, weil die zwei Linksparteien, aber auch fast alle Medien immer wieder heftig eine braune Gefahr in Form der FPÖ an die Wand malen. Das aber ist längst so unglaubwürdig, dass die gegenteilige Wirkung erzielt wird: Da die FPÖ so heftig attackiert wird, wird sie im Gefühl der Wähler zur einzig vorhandenen Alternative. Und nach der suchen die Menschen vor allem dann mit Inbrunst, wenn die amtierende Regierung Blässe und Perspektivlosigkeit ausstrahlt.

Und sonst hat . . .

in England eine vorerst eindrucksvoll tatkräftige liberal-konservative Regierung die Macht übernommen;

in Brasilien eine verbal linke Regierung mit den klar marktwirtschaftlichen Rezepten des vorletzten Präsidenten sensationelle Wirtschaftserfolge erzielt;

in den USA die Wähler allen linken Träumen Barack Obamas ein Ende bereitet, die er mit der teuren Gesundheitsreform begonnen hat;

in Russland jede Hoffnung auf Rechtsstaatlichkeit ein Ende gefunden – und die dringend notwendige Diversifizierung der Wirtschaft weg vom reinen Rohstoffexport hat auch 2010 keinen Anfang gefunden;

in China das Regime in Sachen Rechtsstaat ebenfalls brutal agiert, aber gleichzeitig hat es die Wirtschaft wieder heftig wachsen lassen und das Land zum weltweit größten Exporteur entwickelt – jedoch keinen Anfang für einen Ausstieg aus der alles lähmenden Korruption gefunden;

noch in vielen anderen Ländern die Hoffnung auf Recht und Demokratie einen Rückschlag erlitten: in Belarus und Thailand; in Venezuela und Iran; in Nordkorea und Palästina. Mit anderen Worten: Die zwei schönen Jahrzehnte sanfter, aber erfolgreicher Revolutionen sind endgültig zu Ende;

und zum guten Ende das Tagebuch das Jahr 2010 dank vieler treuer Partner gut überleben können. Weshalb diesen besonders zu danken ist. Möge das neue Jahr für Partner, Leser und Tagebuch ohne allzu schlechte Nachrichten ablaufen.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2010 15:43

    Als hätten wir am letzten Tag des alten Jahres des Beweises, daß der ORF nach wie vor fest in LINKSLINKER Hand ist, noch bedurft!
    ORT der Handlung dieser Schmierenkomödie:

    Mittagsjournal: Mit Helmut GANSTERER als

    J A H R E S R Ü C K B L I C K B E G L E I T E R !

    Der hat mir heute gerade noch gefehlt! Nichts als PEINLICHE LOBHUDELEI für alles, was von LINKS kommt und natürlich Warnung vor allem, was RECHTS ist. Das nennt sich dann "POLITISCH AUSGEWOGEN"!

  2. Ausgezeichneter KommentatorLaura R.
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2010 11:45

    Der Werner hat g`sagt, daß er eigentlich eh nie irgendwelche Ambitionen g`habt hat, Visionen auch nicht.

    Bildung is ihm egal, hat er g`meint, weil er und die Bures Doris das leuchtende Beispiel dafür sind, wie weit einer es bringen kann, wenn man gar nix g`lernt hat. Er weiß gar net, warum si`alle immer so aufreg`n. Ihm is` es viel lieber, wenn die Leut` blöd bleib`n, weil die G`scheit`n wähl`n uns sowieso net.

    Und wenn ihm wer auf die Wirtschaft anspricht, verweist er den auf die Gewerkschaft, die kennt si da viel besser aus, der Rudi und die ganz`n anderen Experten und -Innen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2010 11:43

    Manchmal hatte es den anschein als würden die positionen der pc-faschisten wanken, doch sie haben sich wieder erholt.
    Die medien, allen voran das linksextreme kampforgan ORF sind wieder voll auf pc-kurs, selbst die presse nähert sich dem linken spectrum an, obwohl der herr
    fleischhacker einen zick-zack-kurs fährt.
    Thilo Sarazin wurde, auch in österreich, von den selbsternannten eliten als
    rechtsextremistisch und rassistisch abgestempelt
    Unter den selbsternannten eliten befinden sich zB schmierenjournalisten von NEWS bis KRONE, asphaltliteraten, drittklassige schauspieler und vor allem die dreckschleudern und manipulateure des sogenannten österreichischen Kabaretts....
    Trotzdem ist die Auseinandersetzung mit den pc-strolchen voriges jahr erst so richtig in gang gekommen.
    Arbeiten wir daher unermüdlich weiter, gerade dieser blog kann für die meinungsfreiheit mehr leisten als wir glauben....
    In diesem Sinne allen Mitstreitern ein Prosit 2011 !!!!!!!!!!

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2010 12:30

    Danke für den Rückblick !

    Die gebildeten Inflationsblasen, die gebildeten Bürokrartieblasen, die Schuldenpolitik sind rein zufällig gerade an einem Ruhepunkt angekommen und werden viel früher platzen, als wir das erwarten. Es wird nicht mehr bis 2013 dauern.

    Die Politik hat sich überbetont und ruiniert damit die Wirtschaft, bzw. hat es schon unumkehrbar getan. Wir stehen vor der enormen Inflationsblase und zittern dem Platzen derselben entgegen.

    Zu den österreichischen Parteien und Regierungen wäre zu sagen:

    Wie wäre es denn, wenn man Minister qualifizieren läßt und dann vom Volk direkt wählen läßt und die dann im Amt belässt. Sozusagen Expertenministerien oder Expertenorganisationen bildet, die nicht bei jeder Nationalratswahl umgefärbt werden. Solche Kompetenzzentren können dann der Ruhepol in der Politlandschaft sein und auf Grund der gebildeten Kompetenzen und Erfahrungen die verschiedenen Regierungen beraten. Statt Experten in Regierungen zu rufen, kann man sie in Ministerien einsetzen.

    Wie wäre es mit Programmbindung der Parteien, wenn sie zu Wahlen antreten ? Da würden dann die Programme schon realistisch werden. Sanktionen zu Einhaltung können bei groben Verletzungen nur wieder Neuwahlen sein.

    Wie wäre es mit Kandidatenqualifikation, öffentliche Qualifikation, Vorwahl, etc., um endlich die Qualität zu heben und nicht jeden Apparatschik, der zu nichts imstande ist, dann auch noch in der Regierung mitschleppen zu müssen.

    Wäre das kein Ausblick zum Rückblick ?

    Die Migrationsblase ist zumindest, was Österreich, und da speziell Wien, betrifft, überbordet und wird immer unangenehmer, zumal auch noch die Justiz nicht konsequent die Gesetze an allen Bürgern in Österreich gleich exekutiert und eine Zweiklassenjustiz ausgeübt wird.

    Statt eine Bereicherung liefert die gegenwärtige Migrationspolitik eine Verarmung, eine Verdummung und eine, zumindest bei den Muslimen, Parallelwelt. Das muß vermieden werden. Getan wurde weder zu Rückführung noch zu Integration das, was man tun muß: Jeder Migrant ist willkommen, solange er arbeitet und seine Familie hier erhalten kann, tut er das nicht, ist er nicht willkommen. Jeder Migrant bereichert die Kultur, solange er die österreichischen Gesetze achtet, die österreichischen Einrichtungen bestimmungsgemäß nutzt und sich, zumindest im öffentlichen Leben anpasst an die österreichischen Gepflogenheiten und Deutsch spricht in öffentlichen Angelegenheiten.

    Da wurde auch 2010 schwer gesündigt vom Gutmenschentum und der Ausblick wäre wohl, endlich die Maßnahmen zu Integration und im Falle der Erfolglosigkeit der Integration die Rückführung zu betreiben. Wer 10 Jahre hier straffrei war, gearbeitet hat und sich selbst erhalten hat, dessen Familienmitglieder allesamt Deutsch sprechen, kann auch als österreichischer Staatsbürger aufgenommen werden, wenn er das will.

    Nachdem Österreich in der EU Mitglied ist, wäre von unserer Politik zu erwarten, daß sie dort Österreich vertritt und das ist nicht geschehen. Unsere Politik hat Österreich in der EU verleugnet. Unsere Politik hat das Volk umgangen, ausgeschlossen, desinformiert und manipuliert, bagatellisiert, etc.

    Das ganze war nur durch eine gewaltige Medienkorruption möglich und Printmedien, ORF, etc. sind überall, wo die Politik korrumpiert hat, ungenießbar geworden.

    Die Politik hat SICH UND DIE KLIENTEL BEDIENT auf Kosten des ehrlichen Volkes in Österreich.

    Wünschen wir uns für 2011 die Wahrheit und Transparenz, so schlimm sie dann auch sein mag.

    Das kleine Österreich wird die Welt nicht wirklich verbessern können und sollte auch nachdenken, bei welchen Organisationen wir Mitglied sein sollten und wo nicht. Jedenfalls sollten wir unserem Ruf oder unserer Berufung zu Neutralität mehr nachkommen als den Bestrebungen Österreich aufzulösen.

    Ich wünsche Österreich für 2011 einen deutlichen Ruck weg von der Parallelwelt der Politik samt Klientel hin zum Gesetz und zum Volk und zu Gerechtigkeit.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2010 08:43

    Danke werter Dr. Unterberger für diesen Jahresrückblick, dem es eigentlich nichts hinzuzufügen gibt. Er stellt ungeschminkt die verfahrene Situation dar, in der sich unser Land befindet!
    Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen ein anhaltend erfolgreiches Tagebuch als wichtigen Gegenpol der politischen Vernunft in unserer tristen Medienlandschaft, Ihnen persönlich und Ihrer Familie viel Glück, Freude und Gesundheit!
    Allen Partnern und Postern ebenfalls viel Glück, Erfolg und Gesundheit und ein Prosit 2011!
    terbuan@aon.at

  6. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2010 02:18

    Zieht man am Ende des Jahres 2010 Bilanz, dann erscheint diese weltweit gesehen ziemlich ausgewogen und wir blieben von einer großen Katastrophe weitgehend verschont.
    Möge das Jahr 2011 in aller Bescheidenheit nicht schlechter verlaufen.

    Um auf Österreich zurückzukommen >>>> hier kann wohl eine Partei mit der Jahresbilanz 2010 überhaupt nicht zufrieden sein und das ist in der Tat - wie der obige Tagebucheintrag ebenfalls aufzeigt - die ÖVP.
    3 verlorene Landtagswahlen, davon eine im Burgenland auf dilettantische Art, in der Steiermark zwar knapp, aber das große Ziel den Landeshauptmann zurückzuerobern, klar verfehlt und in Wien eine Niederlage, die sich gewaschen hat. Die Umfragen als Regierungspartner alles andere als zufriedenstellend - hier müßten längst die Alarmglocken schrillen, man hört leider nicht einmal ein leises Raunen in deren Reihen - kein guter Auftakt für 2011.

    Das alles sollte uns allerdings nicht aufhalten, mit dem Unterberger-Blog weiterhin auf Erfolgskurs zu segeln und womöglich noch zuzulegen.
    In diesem Sinne wünsche ich Herrn Unterberger sowie den Teilnehmern hier ebenfalls viel Glück, Gesundheit, Mut und Tatkraft für das Neue Jahr! Prosit 2011!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorpapi66
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2010 11:11

    Was war wirklich wichtig?

    Nennen wir es einmal ein bisschen anders, sagen wir schlicht und einfach was wirklich wichtig ist für mich und hoffentlich für alle Menschen:

    Das wichtigste in meinem Leben ist die Gesundheit, ein alter ewiggültiger, abgelutschter, viel strapazierter, aber wahrer Spruch.

    Genauso wichtig ist für mich die Liebe meiner Familie.

    Und sehr wichtig sind echte gute Freunde für die schweren Stunden im Leben.

    So und das wär´s auch schon, der Rest ist…?

    Werter Herr Dr. Unterberger, werte Mitblogger, Ihnen und Ihren Familien, Gesundheit und alles Gute für das kommende Jahr!
    papi66 u. mami66

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Januar 2011 19:14

    Zu papi66, focsa, lahnsteiner u. a.

    In der Fixierung auf alles was "sozialistisch" ist oder vorzugsweise dem zugeordnet wird: Gewerkschaften, Parteienwirtschaft, Korruption, Dummheit der Politiker, überzogene Gutmenschlichkeit und Wohlstandsverwahrlosung der Bevölkerung, wird die Ursache hinter diesen Phänomenen in fast allen Beiträgen ausgeblendet (bzw. überhaupt nicht als Problem gesehen).

    Diese eigntliche Ursache des Verfalls ist natürlich eine geistige, der Verlust der eigenen Tradition, womit wir uns selbst die Wurzeln abgekappt haben - und der letzte Rest wurde nach den von Europa insgesamt verlorenen Weltkriegen durch Gehirnwäsche und Umerziehung des geistlosen Siegers, "der einzigen Weltmacht" besorgt.
    Vom uns gewiß nicht freundlich gesinnten französischen MP Georges Clemenceau stammt der Ausspruch: »L'Amerique? C'est 1'évolution de la barbarie à la décadence, sans toucher la culture.« (Amerika? - Das ist die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne den Umweg über die Kultur.)

    Nicht der Materialismus hat den Glaubensabfall und Atheismus zur Folge, sonderen es ist gerade umgekehrt.

    Die Aufklärung - von der Prof. Heinrich Leo (1799 - 1878) nur verächtlich als Auf-Kläricht sprach - hat Gott aus der Schöpfung geworfen: Gott ist tot! Und als Konsequenz den Menschen als Maß aller Dinge postuliert. Das mag vielen schmeicheln, hat aber die Bezugspunkte - und die Ordnung - aufgelöst. Die angebliche Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit hatte einen schrankenlosen Individualismus zur Folge, der vordergründig "Freiheit" und "Selbstbestimmung" versprach, aber in einer Atomisierung und Vereinsamaung der Menschen endete. Daß jemand in einer Großstadt in einem Mietshaus voller Menschen krepieren (im wahrsten Sinn des Wortes) kann ohne daß dies wochenlang von den "Nachbarn" bemerkt wird, ist eines der vielen Symptome dafür.

    Und die versprochene "Freiheit" ist eine rein materialistische: "Du darfst!", "Weil ich mir´s wert bin!", etc. und sie hat sich geradezu handgreiflich als "Freiheit" in Gestalt von Damenbinden materialisiert.

    Daß die Massen wirkliche Freiheit gewonnen haben ist mir nicht aufgefallen und höchstens eine Illusion. Die Fesseln mögen weniger sichtbar sein, obwohl man das zB von der "political correctness" gar nicht behaupten kann.

    Auch ist die Vermassung nicht nur eine des sozialisitischen Kollektivismus, sondern sie findet in der sogenannten "Freien Marktwirtschaft" in den Konzernen und virtual enterprises in vielleicht noch viel schärferer Form ihr Gegenstück.

    Zwar sind "alle Menschen gleich", was jeder tagtäglich als dumme Lüge erkennen kann, aber sei´s drum: Dieser Egalitäts-"Bezugspunkt" hat den Relativismus, der, seit Gott abgeschafft wurde, unser Leben bestimmt, nicht nur nicht beseitigen können, sondern gleich zur neuen Erkenntnis und Philosophie erhoben. Sir Karl Popper ist Apologet dieser "Erkenntnis", daß es keine absolute Wahrheit gäbe, aber er "philosophiert" nichts desto weniger über eine Annäherung an diese. - Helmut Qualtinger (in "Der Wilde") hatte dies leichter verständlich in einem Satz kundgetan: "I hab zwar ka Ahnung wo i hinfahr, dafür bin i g´schwinder durt."

    Aus all dem folgt nur zu konsequent ein Demokratismus, der die Stimmen zählt aber nicht wiegt, und ein Positivismus, der glaubt mit "Mehrheit" neue Normen schaffen zu könen. An die Abtreibung, die zuletzt auf EU-Ebene als "Recht" gegenüber der Gewissensfreiheit der Ärzte durchgesetzt werden sollte, haben wir uns längst gewöhnt (der Bauch gehört mit), obwohl sie nichts anderes als Mord an den wehrlosesten und schützendwertesten Geschöpfen ist. (Inzwischen muß man bereits befürchten für solche öffentlich getanene Aussprüche noch von einem "Gericht" verurteielt zu werden.) Die holländische Praxis der Euransie, also der Entsorgung Alter und Kranker als überflüssige Kostenverursacher im "Gesundheitssystem", wird noch etwas schamhafter von den Medien zugedeckt, weil hier noch die antideutsche Propaganda mitschwingt. Aber auf der Agenda steht sie längst.

    Als Summe dieser - gar nicht vollständig genannten - Kennzeichen der Moderne haben wir eine Umkehr in der WerteHierarchie: zuoberst steht das Ökonomische Kalakül, der Tanz ums Goldene Kalb, und da sich um´s Geld die Welt dreht, gibt es eine politische Klasse, die sich bestechen läßt und dem Mammon dient. Zur Ruhigstellung der Massen sind Brot und Spiele die Methoder der Wahl - und dies wird - wie zum Hohn - als Kultur ausgegeben.

    Solange diese völlig Umkehr der eigentlichen Wertehierarchie nicht wieder aufgehoben ist, kann mit keiner Änderng zum Besseren gerechnet werden.
    Insofern sind zwar die diversen Kritikpunkte auf einer "operativen Ebene" und im Einzelfall oft zutreffend, aber sie bleiben Lamento, Geräusch, ohne Wirkung, wenn nicht am archimedischen Punkt angesetzt wird: der "renovatio spiritualis".

    Auf daß wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren!

  2. Ausgezeichneter KommentatorAPM
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Januar 2011 11:41

    Endlos lange Kommentare und keiner traut sich - oder will sich nicht trauen - das "richtige" Kind beim Namen zu nennen. Der Vorwurf "Alle" hätten über ihre Verhältnisse gelebt, ist derart unverfroren, dass dem Normalverbraucher nur mehr der Mund offen steht. Eines ist sicher dass "Jene Alle" die Zeche für die Trotteleien des Restes der Chose bezahlen dürfen. Dieser Rest, nach Meinung des Mentors dieses Blogs "verantwortungsbewusst und clever", hat seine Schäfchen rechtzeitig ins Trockene gebracht. Ich bin mir nicht sicher wie man das Verhalten derer, die bei diesem liebenswürdigen Spiel auf der Seite der Verlierer stehen, nennen soll. Sind sie geduldig, naiv, dumm oder "nur" friedliebend?
    Fazit, nur so in Gedanken: Vielleicht sollte "man" nüchtern - auch wenn es noch so schwer fällt - die Möglichkeit eines tobenden Brandes, der alles Bisherige (man kann es nennen wie man will) in Armseligkeit erscheinen lassen wird, in Erwägung ziehen.

    Prosit Neujahr 2011!

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    20. Januar 2015 08:40

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    20. Januar 2015 08:22

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    19. Januar 2015 07:34

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  10. Stachel (kein Partner)
    02. Januar 2011 18:55

    "Denn dass derzeit ausgerechnet Luxemburger Politiker den restlichen Kontinent ständig zu belehren versuchen, grenzt ja schon ans Lächerliche". Na sowas, "ausgerechnet Luxemburger"! In Unterbergers verquerem Gedankengebäude steigt anscheinend die Intelligenz und Fähigkeit der Politiker mit der Größe des Landes, dem sie angehören. Zu Unterbergers Information: Österrreich, aber auch Deutschland und Frankreich, wären heilfroh, Politiker vom Format des Luxemburgers Juncker zu haben; daher ist es ausgesprochen positiv und wünschenswert, wenn Europa die Ratschläge der "Luxemburger Politiker" annehmen würde. Lächerlich macht sich dabei höchstens Unterberger selbst.

    • Josef Maierhofer
      03. Januar 2011 12:27

      Ich bin aber mit vielen seiner Maßnahmen und Sagern nicht einverstanden. Als kleines Beispiel, hätte er gerne das Geld der Schweiz vernascht und die zugehörigen Aussagen getätigt.

      Ich verstehe, daß er eine Aufgabe erfüllen müsste, aber das wie ist schockierend und die hilflosen Flügelschläge auf der Geldsuche, das die EU versumpert und verplempert hat für Unsinniges, bevor nämlich tatsächlich die Stunde der Wahrheit schlägt, und die schlägt nicht nur ihm.

  11. Francois Villon (kein Partner)
    01. Januar 2011 19:14

    Zu papi66, focsa, lahnsteiner u. a.

    In der Fixierung auf alles was "sozialistisch" ist oder vorzugsweise dem zugeordnet wird: Gewerkschaften, Parteienwirtschaft, Korruption, Dummheit der Politiker, überzogene Gutmenschlichkeit und Wohlstandsverwahrlosung der Bevölkerung, wird die Ursache hinter diesen Phänomenen in fast allen Beiträgen ausgeblendet (bzw. überhaupt nicht als Problem gesehen).

    Diese eigntliche Ursache des Verfalls ist natürlich eine geistige, der Verlust der eigenen Tradition, womit wir uns selbst die Wurzeln abgekappt haben - und der letzte Rest wurde nach den von Europa insgesamt verlorenen Weltkriegen durch Gehirnwäsche und Umerziehung des geistlosen Siegers, "der einzigen Weltmacht" besorgt.
    Vom uns gewiß nicht freundlich gesinnten französischen MP Georges Clemenceau stammt der Ausspruch: »L'Amerique? C'est 1'évolution de la barbarie à la décadence, sans toucher la culture.« (Amerika? - Das ist die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne den Umweg über die Kultur.)

    Nicht der Materialismus hat den Glaubensabfall und Atheismus zur Folge, sonderen es ist gerade umgekehrt.

    Die Aufklärung - von der Prof. Heinrich Leo (1799 - 1878) nur verächtlich als Auf-Kläricht sprach - hat Gott aus der Schöpfung geworfen: Gott ist tot! Und als Konsequenz den Menschen als Maß aller Dinge postuliert. Das mag vielen schmeicheln, hat aber die Bezugspunkte - und die Ordnung - aufgelöst. Die angebliche Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit hatte einen schrankenlosen Individualismus zur Folge, der vordergründig "Freiheit" und "Selbstbestimmung" versprach, aber in einer Atomisierung und Vereinsamaung der Menschen endete. Daß jemand in einer Großstadt in einem Mietshaus voller Menschen krepieren (im wahrsten Sinn des Wortes) kann ohne daß dies wochenlang von den "Nachbarn" bemerkt wird, ist eines der vielen Symptome dafür.

    Und die versprochene "Freiheit" ist eine rein materialistische: "Du darfst!", "Weil ich mir´s wert bin!", etc. und sie hat sich geradezu handgreiflich als "Freiheit" in Gestalt von Damenbinden materialisiert.

    Daß die Massen wirkliche Freiheit gewonnen haben ist mir nicht aufgefallen und höchstens eine Illusion. Die Fesseln mögen weniger sichtbar sein, obwohl man das zB von der "political correctness" gar nicht behaupten kann.

    Auch ist die Vermassung nicht nur eine des sozialisitischen Kollektivismus, sondern sie findet in der sogenannten "Freien Marktwirtschaft" in den Konzernen und virtual enterprises in vielleicht noch viel schärferer Form ihr Gegenstück.

    Zwar sind "alle Menschen gleich", was jeder tagtäglich als dumme Lüge erkennen kann, aber sei´s drum: Dieser Egalitäts-"Bezugspunkt" hat den Relativismus, der, seit Gott abgeschafft wurde, unser Leben bestimmt, nicht nur nicht beseitigen können, sondern gleich zur neuen Erkenntnis und Philosophie erhoben. Sir Karl Popper ist Apologet dieser "Erkenntnis", daß es keine absolute Wahrheit gäbe, aber er "philosophiert" nichts desto weniger über eine Annäherung an diese. - Helmut Qualtinger (in "Der Wilde") hatte dies leichter verständlich in einem Satz kundgetan: "I hab zwar ka Ahnung wo i hinfahr, dafür bin i g´schwinder durt."

    Aus all dem folgt nur zu konsequent ein Demokratismus, der die Stimmen zählt aber nicht wiegt, und ein Positivismus, der glaubt mit "Mehrheit" neue Normen schaffen zu könen. An die Abtreibung, die zuletzt auf EU-Ebene als "Recht" gegenüber der Gewissensfreiheit der Ärzte durchgesetzt werden sollte, haben wir uns längst gewöhnt (der Bauch gehört mit), obwohl sie nichts anderes als Mord an den wehrlosesten und schützendwertesten Geschöpfen ist. (Inzwischen muß man bereits befürchten für solche öffentlich getanene Aussprüche noch von einem "Gericht" verurteielt zu werden.) Die holländische Praxis der Euransie, also der Entsorgung Alter und Kranker als überflüssige Kostenverursacher im "Gesundheitssystem", wird noch etwas schamhafter von den Medien zugedeckt, weil hier noch die antideutsche Propaganda mitschwingt. Aber auf der Agenda steht sie längst.

    Als Summe dieser - gar nicht vollständig genannten - Kennzeichen der Moderne haben wir eine Umkehr in der WerteHierarchie: zuoberst steht das Ökonomische Kalakül, der Tanz ums Goldene Kalb, und da sich um´s Geld die Welt dreht, gibt es eine politische Klasse, die sich bestechen läßt und dem Mammon dient. Zur Ruhigstellung der Massen sind Brot und Spiele die Methoder der Wahl - und dies wird - wie zum Hohn - als Kultur ausgegeben.

    Solange diese völlig Umkehr der eigentlichen Wertehierarchie nicht wieder aufgehoben ist, kann mit keiner Änderng zum Besseren gerechnet werden.
    Insofern sind zwar die diversen Kritikpunkte auf einer "operativen Ebene" und im Einzelfall oft zutreffend, aber sie bleiben Lamento, Geräusch, ohne Wirkung, wenn nicht am archimedischen Punkt angesetzt wird: der "renovatio spiritualis".

    Auf daß wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren!

    • Neppomuck (kein Partner)
      01. Januar 2011 19:42

      A pro pos: Wer kämpft, kann verlieren.
      Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

    • TCM (kein Partner)
      01. Januar 2011 23:41

      Aufklärung hat Gott abgeschafft? Viel eher sind es die Religionen, die gescheitert sind, Gott zu erklären und Antworten zu geben. Natürlich ist das Wesen der Aufklärung und der Wissenschaft eine Annäherung an die Wirklichkeit. Oder wollen Sie etwa ins Mittelalter zurück?

    • papi66
      02. Januar 2011 10:46

      Werter Scholar Francois Villon!

      "Es ist ein Ereignis eingetreten, über das man kaum sprechen und unmöglich schweigen kann."
      Edmund Burke

      Die Unmöglichkeit zu schweigen ist in vielen Fällen zu beobachten, wenn uns offenkundige Ungerechtigkeit so aufbringt, dass wir unseren Zorn kaum in Worte fassen können.
      Amartya Sen

      Schönen Sonntag noch, Papi66

  12. Helmut Zott (kein Partner)
    01. Januar 2011 18:05

    Was mir nicht nur für das vergangene Jahr 2010, sondern schicksalprägend für die Zukunft Europas von Wichtigkeit zu sein scheint, wurde bisher explizit nicht erwähnt. Es ist auch kein benennbares Einzelereignis sondern ein Prozess, den man allerdings nicht aus den Augen verlieren sollte. Er war auch 2010 wirksam und wichtig.

    Ghaddafi hat den wunden und entscheidenden Punkt erkannt:
    "Es gibt Anzeichen, das Allah den Islam den Sieg über Europa gewährt, ohne Schwerter Gewalt und ohne Eroberung. Wir brauchen keine Terroristen denn die mehr als 50 Millionen Moslems innerhalb weniger Jahrzehnte werden Europa zu einem muslimischen Kontinent machen."
    In der Tat wird die Islamisierung Europas unter anderem auf ganz legalem Wege mit Hilfe der Demokratie selbst ermöglicht, die implizit die Gesetzlichkeit enthält, nach der man sie, unter Ausnutzung der Rechtslage und der demographischen Verhältnisse, abschaffen kann.
    Das Wachstum der Umma steht nicht nur in einem kausalen Zusammenhang mit der Islamisierung, es ist auf lange Sicht ihr entscheidender Faktor. Extrapoliert man die demographischen Verhältnisse von heute in die Zukunft, so ergibt sich für Deutschland rein rechnerisch eine quantitative Gleichstellung von Muslimen und Nichtmuslimen im Jahre 2045. Kinder zeugen und gebären kann man in einer Demokratie nicht verbieten. Die muslimische Frau hat sich nicht nur, nach Allahs Verfügung, dem Willen ihres Mannes zu unterwerfen, sondern hat auch der Umma zu dienen, indem sie heutzutage im „Djihad“, nach dem Motto „Wir gebären euch kaputt“, zur Islamisierung Deutschlands und Europas erfolgreich eingesetzt wird.
    „Der Bauch unserer Frauen wird uns den Sieg schenken“, ließ der algerische Staatspräsident Houari Boumedienne schon 1974 der Welt wissen, und dachte vielleicht an den Ausspruch Mohammeds: „Heiratet und mehrt euch, denn am Jüngsten Tag will ich vor den übrigen Völkern mit euch Staat machen“ (nach Ibn Madja).
    Ziel und Zweck aller Bemühungen und Maßnahmen, ob mit Gewalt oder auf friedlichem Wege, ist und bleibt die Errichtung einer göttlich legitimierten Herrschaft, unter Annullierung der säkularen, der Scharia widersprechenden Gesetzgebung, und der abschließenden Unterordnung aller Ungläubigen unter das Gesetz des neu geprägten Staates.

  13. Francois Villon (kein Partner)
    01. Januar 2011 13:54

    Das eben zu Ende gegangene Neujahrskonzert war eine Apotheose des Schönen. Eine Harmonie die ihresgleichen sucht: Musik, Tanz, Erscheinung und Architektur.

    Nachdem wir diese schrecklichen Zeiten, in denen solches geschaffen wurde - fortschrittlich - überwunden haben, wir dem Zeitgeist - d. h. dem Mammon - im Tanz ums Goldene Kalb huldigen, haben wir jene geistige Lage, die mit EU, Banken-Bail-Out, Staatsbankrott und der Diktatur des Häßlichen gut umschrieben werden kann.

    Solche Ereignisse wahrer Kultur widerlegen aber - Gottseidank - auch die gegenwärtige Lüge.

    • Systemfehler (kein Partner)
      01. Januar 2011 20:13

      Blöd für dich nur, dass ausgerechnet die Philharmoniker und Franz-Welser Möst deine Sicht der Welt nicht teilen, womit ich dich hier leider als paranoiden Aussenseiter outen muss.

    • Francois Villon (kein Partner)
      01. Januar 2011 20:21

      Systemfehler: nomen st omen.

      Aber verrate uns doch woher Du das weißt wie Möst und die Philharmoniker denken.

    • Systemfehler (kein Partner)
      01. Januar 2011 21:30

      Dazu reichts, ein paar Interviews mit denjenigen Herrschaften zu hören und zu lesen.

    • Francois Villon (kein Partner)
      02. Januar 2011 08:07

      Zu Systemfehler:

      Ich dachte mir´s fast, daß Sie weder einen Philharmoniker noch Welser-Möst kennen. Es hätte mich auch gewundert, wenn solche Leute von Format und Kultur mit Ihnen Umgang hätten. Vermutlich würden diese sich´s auch verbeten haben von Ihnen interpretiert zu werden was sie denken.

      Ein paar Interviews reichen Ihnen also zu Ihrer Exegese?

      Aber selbst wenn Sie auch wüßten was Philharmoniker und Welser-Möst so denken, wie kommen Sie zu Ihrem "Urteil", daß diese meine Sichtweise n i c h t teilen; Sie kennen mich ja gar nicht.
      Ich kann mich nicht erinnern, daß wir verhabert wären oder je zusammen auf dem Donnerbalken gesessen hätten. Sie maßen sich aber - per Ferndiagnose - an mich "als paranoiden Outsider outen zu müssen".

      Aber ad 1: Sie müssen nicht. Über das, was ich hier zu einem Thema geschrieben habe, kann sich jeder Leser selbst sein eigenes Urteil bilden - ohne Ihre Hilfe.

      Ad 2: Auch ich habe Sie weder darum gebeten, noch gar genötigt mir hier Hilfsdienste zu leisten. Wollte ich mich "outen", hätte es Ihrer nicht bedurft.

      Ad 3: Sie teilen uns zwar Ihre - ziemlich dumme - Ansicht mit, bleiben aber die Begründung für Ihre Meinung schuldig. Das hat mit Diskussion nichts, mit übler Nachrede allein zu tun. Vor allem aber ist es eine Beleidigung des Intellekts der anderen Leser, für die Sie zu "denken" vorgeben.

      Ad 4: Paranoia ist eine medizinische Diagnose. Sind sie denn Arzt? - Dann wären Sie aber höchstens ein Kurpfuscher, weil Sie - siehe oben - ohne mich zu kennen Ferndiagnosen stellen. Das ist gegen die ärztliche Ethik und Professionalität.

      Resümee: Ihre eigene, sich in Ihrem Pseudonym ausdrückende Kennzeichnung - Systemfehler - ist durchaus treffend.

  14. APM (kein Partner)
    01. Januar 2011 11:41

    Endlos lange Kommentare und keiner traut sich - oder will sich nicht trauen - das "richtige" Kind beim Namen zu nennen. Der Vorwurf "Alle" hätten über ihre Verhältnisse gelebt, ist derart unverfroren, dass dem Normalverbraucher nur mehr der Mund offen steht. Eines ist sicher dass "Jene Alle" die Zeche für die Trotteleien des Restes der Chose bezahlen dürfen. Dieser Rest, nach Meinung des Mentors dieses Blogs "verantwortungsbewusst und clever", hat seine Schäfchen rechtzeitig ins Trockene gebracht. Ich bin mir nicht sicher wie man das Verhalten derer, die bei diesem liebenswürdigen Spiel auf der Seite der Verlierer stehen, nennen soll. Sind sie geduldig, naiv, dumm oder "nur" friedliebend?
    Fazit, nur so in Gedanken: Vielleicht sollte "man" nüchtern - auch wenn es noch so schwer fällt - die Möglichkeit eines tobenden Brandes, der alles Bisherige (man kann es nennen wie man will) in Armseligkeit erscheinen lassen wird, in Erwägung ziehen.

    Prosit Neujahr 2011!

    • Neppomuck (kein Partner)
      01. Januar 2011 13:18

      Das Unterfutter des "Friedensprojektes Europa" wird immer deutlicher sichtbar:
      Der Bestohlene wehrt sich nicht, also herrscht Frieden.

      Der "furor teutonicus" ist endlich dem "tremor teutoniae" gewichen.
      Die Kriegsgefahr ist somit gebannt.

      Fiat pax mundi.
      Was aber, wenn dem Rest der Welt das nicht selbst verdiente Geld ausgeht?

    • Josef Maierhofer
      01. Januar 2011 16:42

      Das Schlimme an vielen Menschen ist der Fakt, daß sie jeweils die Lage und das Geld des anderen im Auge haben, statt selbst zu arbeiten, selbst seine Position zu verbessern, selbst Verantwortung zu übernehmen.

      Ist das ein fairer Wettstreit, wenn man ihn gar nicht versucht, sondern einfach Raub und, wenn ich das richtig verstehe, auch Mord betreibt ?

      Was soll denn da ein Kleinunternehmer sagen, der von noch mehr Gruppierungen in diesem 'Staat' regelrecht ausgesackelt wird ?

  15. georg tomandl (kein Partner)
    01. Januar 2011 11:28

    @: ''in den USA die Wähler allen linken Träumen Barack Obamas ein Ende bereitet, die er mit der teuren Gesundheitsreform begonnen hat''

    soweit mir bekannt, ist das gesundheitssystem amerikas vor obama, bereits das teuerste weltweit:
    ''Die Einwohner der Vereinigten Staaten gaben 2008 pro Kopf 7.536 $ für das Gesundheitssystem aus, das ist rund doppelt so viel wie in Deutschland (3.692 Int. $) oder Österreich (3.836 Int. $) und immer noch deutlich mehr als in der Schweiz (4.620 Int. $). Das US-Gesundheitssystem ist weltweit mit Abstand das teuerste.''

    es ist wohl kaum der regierung obama anzulasten, dass das gesundheitssystem in den usa so mangelhaft und gleichzeitig so teuer ist
    notwendig ist daher aus meiner sicht eine kostenoptimierung und gleichzeitig die einbindung aller us bürger in die leistungen des systems

    wenn diese forderung als links zu bezeichnen ist, dann bin ich gerne links, nur was ist dann AU ?

    mein eindruck ist, dass in den usa gewisse leute am gesundheitssystem sehr gut verdienen (zb private versicherungen, spitäler), und nur relativ wenig bei denen ankommt, um die es geht - den bürgern

    • APM (kein Partner)
      01. Januar 2011 11:51

      zu georg tomandl

      Herr Unterberger hat zu Beginn dieses Blogs, als ich einmal die kritische Bemerkung über seine Kenntnisse bezüglich der USA machte, verkündet: Ich war 3 Monate in den Staaten...

    • Josef Maierhofer
      01. Januar 2011 16:48

      Das Gesundheitssystem ist solange gut, solange es nicht mißbraucht wird, sondern bestimmungsgemäß gebraucht, dies betrifft Patienten, Ärzte und die Pharmainsustrie.

      Ich halte eine Gesundheitsvorsorge für wichtig und jeder Einzelne muß dazu beisteuern.

      Mißbrauch ist dann, wenn jemand nichts beisteuert und trotzdem was will. Mißbrauch ist dann, wenn ein Arzt mehr nimmt, als ihm zusteht oder weniger gibt als notwendig wäre. Mißbrauch ist dann, wenn sich kombinierte Lobbies um das Geld im Gesundheitssystem keilen, wie Versicherungsverwaltungen, Spitälerverwaltungen, Ärzte, Pharmakonzerne, Gewerkschaften und Patienten.

  16. Amadeus (kein Partner)
    01. Januar 2011 09:49

    INTERVIEW zur Euro-Zukunft: "Wir dürfen auf Exportüberschüsse nicht stolz sein"
    Deutschlands Dilemma, erklärt Europa-Experte Gerken, sei die Verpflichtung der Bundesregierung, den Euro um jeden Preis zu retten.

    Welt Online: In Europa macht das Wort vom "hässlichen Deutschen“ die Runde. Handelt Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Euro-Krise national-egoistisch?

    Lüder Gerken: Nein, das tut sie nicht. Die Bundeskanzlerin versucht, den entstandenen Schaden in Grenzen zu halten und die Deutschen vor überzogenen Forderungen zu schützen. Um es mit einem Bild zu sagen: Die Deutschen haben in den vergangenen zehn Jahren Würstchen in der Imbissbude gegessen, während sich andere ein Vier-Gänge-Menü auf Pump leisteten – bei der Rechnung will man jetzt halbe-halbe machen. Und einige hoch verschuldete Länder möchten zudem auch künftig nicht auf das Vier-Gänge-Menü verzichten.

    Welt Online: Hat das exportstarke Deutschland nicht den größten Vorteil aus der Währungsunion gezogen?

    Gerken: Dass die Deutschen am meisten vom Euro profitiert hätten, ist eine Mär. Vor allem dürfen wir auf unsere Exportüberschüsse nicht stolz sein. Diese Exportüberschüsse haben in Deutschland zwar zu einer Geldschwemme geführt. Da das Geld aber irgendwie angelegt werden soll, ist es nicht zuletzt dahin geflossen, wo der Kreditbedarf besonders groß ist: in diejenigen Länder, die mehr importieren als exportieren.

    So konnten diese Länder ihre Importüberschüsse auf Pump finanzieren und entsprechend über ihre Verhältnisse leben. Dort sind immer höhere Schulden aufgelaufen, und jetzt haben die Kapitalgeber erkannt: Die können das angesichts ihrer schwachen Volkswirtschaften ja gar nicht zurückzahlen.

    Es handelt sich hier nicht nur um ein Problem der Staatsverschuldung, sondern es geht um die Verschuldung der gesamten Volkswirtschaft, also einschließlich Banken, Unternehmen, Haushalte. Ohne den Euro hätten Deutschlands Exportüberschüsse zur Aufwertung der hiesigen Währung geführt und damit zu einem automatischen Ausgleich. Mit dem Euro entfällt die Möglichkeit der Wechselkursanpassung. Deshalb wird die Euro-Krise so lange nicht enden, bis die Ursachen nicht beseitigt sind. Um die Tragweite zu verdeutlichen: Deutschland müsste nicht nur seine Position als Exporteuropameister verlieren, sondern möglichst große Importüberschüsse hinnehmen, um die maroden Euroländer überhaupt in die Lage zu versetzen, ihre gigantischen Schulden zurückzuzahlen.

    Welt Online: Was muss passieren?

    Gerken: Deutschland steckt in einem Dilemma. Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, den Euro um jeden Preis zu retten, und damit die eigene Verhandlungsposition geschwächt. Solange wir die Ungleichgewichte nicht abgebaut haben, wird die Krise weitergehen.

    Lösung eins: Drastische Wohlstandskürzungen in den Ländern, die jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt haben: Lohnsenkungen, Rentenkürzungen und so weiter. Selbst die einschneidenden Reformen in Griechenland, so wichtig sie sind, reichen dafür aber nicht aus. Dieser Weg dürfte daher zu sozialen Unruhen führen und damit nicht durchzuhalten sein.

    Möglichkeit zwei: Wir kaufen den Griechen künftig genauso viel ab wie sie uns. Wir brauchen aber nicht unbegrenzt griechisches Olivenöl.

    Möglichkeit drei: Wir führen einen Länderfinanzausgleich ein, also eine Transferunion. Und darauf wird es nach Lage der Dinge denn auch hinauslaufen. Da auch Frankreich Schuldenprobleme hat, ist letztlich nur Deutschland groß und stark genug, um andere Länder zu stützen.

    Welt Online: Die deutsche Bevölkerung lehnt eine Transferunion aber ab.

    Gerken: Deshalb hat die Kanzlerin auch zu Recht die von Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker geforderten gemeinsamen Anleihen der Euro-Staaten abgelehnt. Denn auch solche Eurobonds bedeuten nichts anderes als die verschleierte Einführung eines Länderfinanzausgleichs. Merkel versucht, Zeit zu gewinnen, um den Schuldenländern die Möglichkeit zu geben, sich zu sanieren. Je mehr Hilfsbereitschaft Deutschland aber an den Tag legt, desto weniger Reformen wird es in diesen Ländern geben. Die Diskussion um die Eurobonds wird daher schon bald wiederkehren. Und Deutschland steht in Brüssel unter einem enormen Druck. Am Ende wird es von der Leidensbereitschaft der Deutschen abhängen, wie weit die deutsche Regierung den Wünschen der EU-Partner entgegenkommt.

    Welt Online: Sollten die überschuldeten Staaten wie Griechenland nicht freiwillig aus der Währungsunion ausscheiden, wenn die Folgen der nötigen Sparprogramme für sie zu hart sind?

    Gerken: Im vergangenen Frühjahr hätte es diese Möglichkeit gegeben. Die Chancen, wieder wettbewerbsfähig zu werden, wären für die Griechen mit einer abgewerteten Währung weitaus größer gewesen. Doch dieser wirtschaftlich durchaus sinnvolle Weg war politisch nicht gewollt. Jetzt gibt es diese Möglichkeit – politisch – nicht mehr.

    Welt Online: Ist Deutschland mit seiner strikten Abwehrhaltung in der EU isoliert?

    Gerken: Nein, dieser Eindruck täuscht. Kürzlich war ich in den Niederlanden, wo die Menschen die Lage ganz ähnlich wie Frau Merkel sehen. Auch die Skandinavier und weitere kleinere Länder halten überhaupt nichts von einer Transferunion.

    Welt Online: Und was ist mit der deutsch-französischen Freundschaft?

    Gerken: Die ist derzeit gut, aber mit unguten Folgen. Denn die EU war ursprünglich eine Gemeinschaft mit einem klaren Ordnungsrahmen, an den sich alle Mitgliedsstaaten halten sollten. Jetzt geht es – ganz im Sinne der Franzosen – immer mehr in Richtung von politischen Ad-hoc-Entscheidungen, die politisch und nach Opportunität getroffen werden.

    Welt Online: Damit ist künftig entscheidend, wer bei den Nachtsitzungen das größte Verhandlungsgeschick besitzt?

    Merkel: Rettungspaket schützt Geld der Menschen

    Gerken: In der Tat. Und das ist weder fair noch transparent. Und innerhalb der EU-Kommission sieht man mit Besorgnis, dass es immer mehr zu Parallelstrukturen unmittelbar zwischen den Mitgliedsstaaten kommt. Die Euro-Krise hat diesen Prozess stark beschleunigt.

    Welt Online: Die Deutschen sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, unsolidarisch zu handeln. Sitzen in den anderen Ländern die überzeugteren Europäer?

    Gerken: Die Deutschen reagieren auf den Vorwurf, nationalegoistisch zu handeln, aus historischen Gründen sensibler als andere. Das wissen die EU-Partner und setzen dieses Mittel mitunter ganz gezielt ein, um Deutschland unter Druck zu setzen. Auch die Attacke Junckers, der Merkel vor dem letzten EU-Gipfel schwere Vorwürfe gemacht und mehr Solidarität von den Deutschen verlangt hatte, ging in diese Richtung. Die anderen EU-Staaten verfolgen ihre Interessen oft weitaus offensiver als die Deutschen. Nehmen Sie das Beispiel der EU-Osterweiterung. Spanien und andere Länder haben als Preis für ihre Zustimmung so viel für sich herausgeholt, wie es nur ging.

    Welt Online: Viele fordern als Lehre aus der Euro-Krise eine politische Union. Nicht nur die Haushaltspolitik, sondern auch die Sozial- und Wirtschaftspolitik sollten eng miteinander verzahnt werden. Ein guter Vorschlag?

    Gerken: Bislang ist die politische Union nicht mehr als ein Schlagwort, das inhaltlich nicht gefüllt ist. Wichtig und richtig ist, dass Pleitestaaten im Gegenzug für die gewährte Hilfe Auflagen zu erfüllen haben, die sie zwingen, ihre Staatshaushalte zu sanieren und ihre Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen. Doch die vor allem von den Franzosen angestrebte Koordinierung der gesamten Wirtschaftspolitik ist hochproblematisch. Die EU-Verträge lassen eine solche supranationale Wirtschaftsregierung gar nicht zu. Deshalb will man sich politisch zu einer engen Zusammenarbeit verpflichten.

    Dadurch wird allerdings die Europäische Kommission schleichend entmachtet. Überdies ist höchst fraglich, ob sich hinterher alle an die Verabredungen halten. Schon der wiederholte Bruch des Stabilitätspakts in der Vergangenheit zeigt, dass die Durchsetzbarkeit der Vereinbarungen nicht gegeben ist. Es wurden noch niemals Strafen für Defizitsünder verhängt. Und jetzt in der Euro-Krise gilt: Bevor es zu sozialen Unruhen in den maroden Staaten kommt, wird man Aufweichungen an den Sparauflagen in Kauf nehmen. Es gibt innerhalb der Euro-Gruppe überhaupt keine Mittel, derartige Verstöße gegen vorherige Vereinbarungen zu verhindern.

    Welt Online: In Deutschland gibt es Verfassungsklagen gegen die Hilfsmaßnahmen in der Euro-Krise. Welche Bedeutung hat das höchste deutsche Gericht hier?

    Gerken: Die verfassungsrechtlichen Bedenken sind ein wichtiger Punkt. Denn Karlsruhe hat mit seinem "Lissabon-Urteil“ im vergangenen Jahr wichtige Grundsätze aufgestellt, die den Handlungsspielraum der Bundesregierung auf europäischer Ebene einschränken. Diese Position hat die Bundeskanzlerin auch bei den letzten beiden EU-Gipfeltreffen klar vertreten.

    Die Bundesverfassungsrichter haben somit in Brüssel mit am Tisch gesessen. Auch deshalb konnte die Kanzlerin sich mit ihrer Forderung durchsetzen, dass der geplante dauerhafte Rettungsfonds nur dann in Anspruch genommen werden darf, wenn dies für die Stabilität des Euro "unerlässlich“ ist.

    [Lüder Gerken ist Direktor des des Centrums für Europäische Politik (CEP)]
    http://www.welt.de/wirtschaft/article11907487/Wir-duerfen-auf-Exportueberschuesse-nicht-stolz-sein.html

    • Neppomuck (kein Partner)
      01. Januar 2011 11:05

      "Kommunizierende Gefäße" sind nicht ungefährlich, da leistungshemmend.
      Siehe Sozialismus.

      Um dieses Phänomen zu verstärken, haben sich manche Staaten/Organisationen auf die Nutzung des Prinzips der Kapillarwirkung und der des Winkelhebers spezialisiert.
      Siehe "organisierte Kriminalität".

      Profit Neujahr!

    • Undine
      01. Januar 2011 11:27

      @Amadeus

      Ein Mann wie der Euro-Experte Lüder Gerken, der sich nicht scheut, die nacktenTatsachen aufzuzeigen, müßte deutscher Finanzminister sein, um das Ruder noch rechtzeitig herumreißen zu können.

      "Um es mit einem Bild zu sagen: Die Deutschen haben in den vergangenen zehn Jahren Würstchen in der Imbissbude gegessen, während sich andere ein Vier-Gänge-Menü auf Pump leisteten – bei der Rechnung will man jetzt halbe-halbe machen. Und einige hoch verschuldete Länder möchten zudem auch künftig nicht auf das Vier-Gänge-Menü verzichten."

      Besser als mit dieser Parabel könnte man den tatsächlichen Zustand der Kräfteverhältnisse in der EU gar nicht beschreiben.

      Man hat berechtigte Angst vor möglichen Unruhen in den schwerverschuldeten EU-Mitgliedsländern, die die kurzsichtigen, verantwortungslosen Politiker, um ihre eigene Macht nicht zu verlieren---nicht zum Wohle der Bürger!---solange wie nur möglich hinauszuschieben versuchen. Diese Unruhen werden kommen, etwas später eben, aber sie werden sich nicht verhindern lassen.

      Um bei dem Bild zu bleiben: Wenn einmal das Geld, das sich die fleißigen Deutschen vom Mund absparen,um damit den Untüchtigen weiterhin ihr Vier-Gänge-Menü zu finanzieren, beim besten Willen nicht mehr aufzutreiben sein wird, ja, was dann?

    • Amadeus (kein Partner)
      01. Januar 2011 12:04

      @ Undine

      Der Satz im Interview der mir am meisen Sorgen macht:

      "Denn die EU war ursprünglich eine Gemeinschaft mit einem klaren Ordnungsrahmen, an den sich alle Mitgliedsstaaten halten sollten. Jetzt geht es – ganz im Sinne der Franzosen – immer mehr in Richtung von politischen Ad-hoc-Entscheidungen, die politisch und nach Opportunität getroffen werden."

      Wir alle könnten eines Tages aufwachen und in den Medien hören, dass wieder nach so einer Nacht- und Nebelsitzung der EU-Staatschefs in Brüssel alle bisherigen EU-Verträge und Abmachungen drastisch abgeändert wurden.

      Und: Diese Diskussion um die "Euro-Bonds" wird uns noch monatelang begleiten. Hoffentlich lässt sich Frau Merkel nicht an die Wand drängen. Hoffentlich gibt sie nicht klein bei.

      Wenn die Euro-Bonds kommen dann ist Euro-Land (= die Eurozone) zu einer Transferunion gworden - Gott behüte!

    • Francois Villon (kein Partner)
      01. Januar 2011 12:07

      Das Interview mit Gerken ist auf den Punkt gebracht: Die Unvermeidbarkeit der Rolle Deutschlands als Zahlmeister Europas.

      Zu anderen Zeiten hatte man dies als Versailles ohne Krieg bezeichnet. Diese Erpressung nach dem Ersten WK hatte damals noch - quer durch alle Parteien - die Deutschen empört und zu Widerstand bestimmt. Heute wäre der auch im Volk lebendig, aber man ist "klüger" geworden: man setze ihnen Lakaien fremder Mächte als "eigene" politische Führer vor. - Also: Landesverräter!

      Die "Unvermeidbarkeit" die im angeblich Politischen liegt hat damit nur insofern zu tun, als Deutschland (und selbstverständlich auch Österreich) als souveräne Nation zerstört wurde.
      Germaniam esse delendam! (Österreich ist hier immer mitgemeint.)

      Der Irrglaube, daß Deutschland ein Subjekt der Geschichte/des Völkerrechts sei ist eine Illusion, die man bis zur sogenannten "Wiedervereinigung" notdürftig aufrecht erhalten hatte.
      Nach dem "Zwei-plus-Vier-Vertrag" (der ja nach wie vor k e i n Friedensvertrag ist, der die UN-Feindstaaten-Klausel n i c h t aufhob und auch n i c h t die Alliierten-Vorbehalte, etc. etc.) hat man die "Schonung" deutscher Politiker (sie als in Augenhöhe Agierende erscheinen zu lassen) vollends aufgegeben. Sie werden vorgeführt: siehe Juncker aus dem Operetten-Staat Luxemburg.

      Auch ist das Gefasel von der Deutsch-Französichen Freundschaft nur ein warmer Umschlag für das tumbe Volk. Zwischen Staaten gibt es nur Interessen, aber keine "Freundschaft".

      Die von Gerken bemühten "Erklärungen" für diese Zumutungen sind nur scheinbar wirtschaftliche Gründe.
      Aber immerhin wurde klar, daß Exporte (Export-Weltmeister) in Wahrheit Abfluß realer wirtschaftlicher Leistung bedeutet, jedenfalls dann, wenn dem keine realen Wertschöpfungen gegenüberstehen. Das Zettelgeld - fiat money - ist ja kein äquale Gegenleistung.

      Dies könnte gar nicht sichtbarer geworden sein als in der jetzigen Krise (die eigentlich längst der Kollaps auf Raten ist), wo klar ist, daß die Schulden nicht zurückbezahlt werden können, weil eben die reale Wirtschaftsleistung der Pigs (sic!) dazu nicht und niemals ausreicht.

      Das ist - trotz der guten Wünsche für´s Neue Jahr - die schlechte Aussicht.

    • Amadeus (kein Partner)
      01. Januar 2011 12:08

      @ Neppomuk

      Eines der besten Zitate zum Thema Sozialismus:

      "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends." (von Winston Churchill)
      http://natune.net/zitate/autor/Winston+Churchill

      Prosit Neujahr!

    • APM (kein Partner)
      01. Januar 2011 13:05

      Man könnte auch sagen: ...der Kapitalismus begeht jene Trotteleien, die der Sozialismus aus Mangel an Geld nicht begehen kann..
      Für den Jahresanfang etwas negativ, trifft aber genau den Punkt...

    • gms (kein Partner)
      01. Januar 2011 15:04

      @APM

      Es ist doch Unsinn zu meinen, in der knallroten Politik von heute könne der Kapitalimus irgendwelche Trotteleien begehen. Nur weil die sozialistische Dressurelite Mist begeht und dies mittels gekaufter Medien dem gegenteiligen Modell unterjubeln will, braucht der Bürger noch lange nicht sein Hirn abzuschalten.
      Der Kapitalismus ist an der heutigen Misere ebenso wenig schuld, wie die die Radfahrer, Monarchisten, Hinduisten und vietnamesische Geflügelzüchter.

      Das einzige, was die Sozialisten neben der Vernichtung von Wohlstand noch perfekt beherrschen ist die Propaganda, war sie doch von Anfang an darum bemüht, die Menschenmassen zu erreichen und auch zu bewegen. Eingedenk der immer noch erklecklichen Anzahl geistiger Flachwurzler hat der Sozialismus in Europa offenbar noch eine blendende Zukunft.

    • Undine
      01. Januar 2011 15:08

      @Francois Villon

      Den von Ihnen sehr passend abgewandelten Fluch Catos:
      GERMANIAM ESSE DELENDAM haben sich die "lieben", leider aber falschen Nachbarn/Freunde Deutschlands schon vor weit mehr als 100 Jahren auf ihre Fahnen geheftet!

      Pate stand dieser Fluch beim sogenannten Friedensvertrag von Versailles (uns Österreichern ging's mit St. Germain keinen Deut besser).
      Bei diesen sog. "Friedensverträgen" führten ausschließlich Haß und Neid der Siegermächte die Feder: Germaniam esse delendam!

      65 Jahre nach dem völligen Zusammenbruch Deutschlands und Österreichs hat das Motto der Siegermächte, die alle miteinander wesentlich schlechter dastehen als D und Ö (warum nur?) noch immer nicht ausgedient.

      Die WAFFE, dieser Devise zum Sieg zu verhelfen, ist im Rahmen der EU wesentlich "treffsicherer"geworden: Die Vernichtung funktioniert ganz ohne Blutvergießen. Erstaunlich, was!? Die Deutschen verbluten nicht mehr auf herkömmlichen Schlachtfeldern, sie arbeiten sich zu Tode!

    • Josef Maierhofer
      01. Januar 2011 16:59

      @ Undine

      Die Österreicher tun nicht einmal das mehr, sich zu Tode arbeiten, die verweigern zur Gänze, wie der Esel auf der staubigen Straße.

  17. Francois Villon (kein Partner)
    01. Januar 2011 08:18

    Ich möcht, - der guten Vorsätze wegen,
    mich kurz zu fassen, drum heute nur den Neujahrs-Segen:
    (mit Reimen von Hoffmann von Fallersleben)

    Und wenn noch Zeytt – und es gelitten -
    Tät um Aufmerksamkeit ich bitten
    Für den Humoristen Wilhelm Busch.

    Weil aller guten Dinge sind drei
    Sei Christian Morgenstern auch dabei.
    Manchem als Palmström auch bekannt -
    Nach einer seiner Figuren benannt.

    GR

                Zum Jahreswechsel

                Das alte Jahr vergangen ist, das neue Jahr beginnt.
                Wir danken Gott zu dieser Frist. Wohl uns, dass wir noch sind!
                Wir seh´n aufs alte Jahr zurück,
                und haben neuen Mut.
                Ein neues Jahr, ein neues Glück.
                Die Zeit ist immer gut.

                Ein neues Jahr, ein neues Glück.
                Wir ziehen froh hinein.
                Und: Vorwärts, vorwärts, nie zurück!
                Das soll unsre Losung sein.

                Hoffmann von Fallersleben

                Zu Neujahr

                Will das Glück nach seinem Sinn
                dir was Gutes schenken,
                sage dank und nimm es hin
                ohne viel Bedenken.

                Jede Gabe sei begrüßt,
                doch vor allen Dingen
                Das, worum du dich bemühst
                möge dir gelingen.

                Wilhelm Busch

                Wünsche fürs neue Jahr

                Ich wünsche dir fürs neue Jahr
                das große Glück in kleinen Dosen.
                Das alte lässt sich ohnehin
                nicht über Nacht verstoßen.
                Was du in ihm begonnen hast
                mit Mut und rechter Müh´,
                das bleibt dir auch noch
                Glück und Last
                in neuer Szenerie.

                Christian Morgenstern

  18. Johann Scheiber
    31. Dezember 2010 23:35

    "Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun viele Antichristen geworden; daher erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist. (I.Joh.2)"
    Ein treffendes Wort der heutigen Lesung, der Antichrist hat tatsächlich viele Erscheinungsformen.

    Etwa das fiat money-Inflationsgeld, das durch die Form der creatio ex nihilo, der Schöpfung aus dem Nichts, eine ungeheure Imitation der göttlichen Allmacht darstellt. Gregor Hochreiter hat den Ausdruck für die Wirkung der gezielten Inflation gefunden: Das Leben wird irreal, die Menschen verlieren die Bodenhaftung und leben in selbst gebauten Luftschlössern, nicht nur in wirtschaftlichen Belangen, sondern in allen Facetten der menschlichen Existenz.

    Eine andere Form der Nachäffung und der ceatio ex nihilo ist das Gender Mainstreaming. Der Mensch, beinahe schon nicht mehr aus der Frau geboren, soll ab ovo auf Null gesetzt werden. Er soll kein Geschlecht mehr haben, keine Identität, keine Persönlichkeit, keine Eltern, keine Heimat – der totalitäre Staat will die totale Kontrolle. In diese Logik gehört natürlich die Gesamtschule mit dem gnadenlosen Versuch der totalen Entdifferenzierung und Vermischung. Nach dem berühmten Völkerkundler Rene Girard der sicherste Weg in die Katastrophe.

    Ein anderer bedrohlicher Antichrist ist der bei uns zwangsimplantierte Islam. Sunniten und Schijten streiten darüber, ob der größte aller Ränkeschmiede, Allah, Petrus oder einen anderen Apostel in die Gestalt Christi verwandelt hat, so, dass einer der Apostel und nicht Jesus Christus am Kreuz gestorben ist. Die antichristliche Absicht ist klar, Jesus ist nicht der Christus, er hat den Weg des Menschen zurück zu Gott nicht frei gemacht, weil er gar nicht am Kreuz gestorben ist.

    Beinahe alle antichristlichen Aspekte - es sind deren noch viel mehr - hat jenes aus den Fetzen der Nationalstaaten gebildete Frankensteinmonster, das Europäische Union genannt wird, an sich. Diese EU ist tatsächlich der Agent der diabolischen Verkehrung all dessen, was die jahrtausendealte Kultur und Zivilisation Europas ausmacht.

    Alle diese Aspekte des Antichristen lassen sich auch mit Namen in unserer Regierung bezeichnen – wie wir in den letzten Monaten hier festgestellt haben sind es vorneweg viele Frauen, die im Namen der Emanzipation ein ungeheures Zerstörungswerk bewirken.

    Aber Sylvester bezeichnet einen Übergang. Pabst Sylvester war der Pabst zur Zeit der Konstantinischen Wende. Es war der Übergang von der Verfolgung zum Durchbruch der Wahrheit. Daher ist Sylvester in Verbindung mit Neujahr auch immer ein Symbol der Hoffnung. Die Wende wird vielleicht nicht 2011 kommen, aber sie wird kommen!

    Prosit Neujahr!

  19. Brigitte Imb
    31. Dezember 2010 20:30

    "Was war wirklich wichtig?"

    Es war ein Jahr voller Turbulenzen und das "Tagebuch" hat uns Tag für Tag berichtet, ab vom Mainstream, hin zur seriösen Berichterstattung.

    Gedankt sei Dr. Unterberger für sein Engagement, das uns täglich zum Diskutieren einlädt und neue Horizonte öffnet.

    Ihnen allen, werte Mitkommentatoren, und natürlich dem "Dottore", wünsche ich ein gesundes und glückliches neues Jahr.

    LG, Brigitte

  20. socrates
    31. Dezember 2010 18:12

    Zu den Ländern, in denen die Demokratie fehlt gehört in erster Linie Honduras:
    [knews] Horror in Honduras:
    Das kleine Land in Mittelamerika ist seit dem Putsch für Journalisten sogar gefährlicher geworden als der Irak
    Als Rechtsstaat ist mir Rußland allemal lieber als alle Nachfolgestaaten der UdSSR. die von westlich unterstützten Herrschern regiert werden.
    Ein Kunstgegenstand eines Bekannten ist gestohlen in Aserbeidschan gelandet, die Rückgabe ist wegen der Ausfuhr verboten. Die Rechtssicherheit gilt in RU für 200,000.000 Menschen, Chodorkowsky verglichen mit Elsner ist billig davongekommen.

  21. Undine
    31. Dezember 2010 15:43

    Als hätten wir am letzten Tag des alten Jahres des Beweises, daß der ORF nach wie vor fest in LINKSLINKER Hand ist, noch bedurft!
    ORT der Handlung dieser Schmierenkomödie:

    Mittagsjournal: Mit Helmut GANSTERER als

    J A H R E S R Ü C K B L I C K B E G L E I T E R !

    Der hat mir heute gerade noch gefehlt! Nichts als PEINLICHE LOBHUDELEI für alles, was von LINKS kommt und natürlich Warnung vor allem, was RECHTS ist. Das nennt sich dann "POLITISCH AUSGEWOGEN"!

    • simplicissimus
      01. Januar 2011 12:11

      ich konnte es leider nicht sehen.
      bitte um das eine oder andere highlight, liebe undine!
      hatte einen so guten (echten multikulti) sylvester, dass ich heute wieder leidensfähig bin.

    • gms (kein Partner)
    • Undine
      01. Januar 2011 15:20

      @simlicissimus

      Zu sehen war's eh nicht; es war das gestrige Mittagsjournal! Ich bin aber froh, daß ich den Herrn Jahresrückblickbegleiter Gansterer nicht auch noch sehen mußte! :-)

  22. didi
    31. Dezember 2010 15:22

    Ihnen, sehr geehrter Herr Dr. Unterberger, Ihrer ganzen Familie und allen Mitarbeitern sowie Mitarbeiterinnen an diesem Blog ein ganz spezielles Prosit 2011! Bleiben Sie alle gesund und erfreuen Sie uns bitte auch weiterhin täglich mit Ihren treffenden Kommentaren und interessanten Artikeln, aus denen man immer wieder Neues erfährt. Ich freue mich jeden Tag darauf und werde nie enttäuscht!
    Nochmals alles, alles Gute!

  23. Anton Volpini
    31. Dezember 2010 12:32

    Schon der zweite innerhalb 24 Stunden ohne Kleider? Wir werden doch am Ende nicht alle nackert dastehen?

    Sorrry, could not ressist!

  24. Josef Maierhofer
    31. Dezember 2010 12:30

    Danke für den Rückblick !

    Die gebildeten Inflationsblasen, die gebildeten Bürokrartieblasen, die Schuldenpolitik sind rein zufällig gerade an einem Ruhepunkt angekommen und werden viel früher platzen, als wir das erwarten. Es wird nicht mehr bis 2013 dauern.

    Die Politik hat sich überbetont und ruiniert damit die Wirtschaft, bzw. hat es schon unumkehrbar getan. Wir stehen vor der enormen Inflationsblase und zittern dem Platzen derselben entgegen.

    Zu den österreichischen Parteien und Regierungen wäre zu sagen:

    Wie wäre es denn, wenn man Minister qualifizieren läßt und dann vom Volk direkt wählen läßt und die dann im Amt belässt. Sozusagen Expertenministerien oder Expertenorganisationen bildet, die nicht bei jeder Nationalratswahl umgefärbt werden. Solche Kompetenzzentren können dann der Ruhepol in der Politlandschaft sein und auf Grund der gebildeten Kompetenzen und Erfahrungen die verschiedenen Regierungen beraten. Statt Experten in Regierungen zu rufen, kann man sie in Ministerien einsetzen.

    Wie wäre es mit Programmbindung der Parteien, wenn sie zu Wahlen antreten ? Da würden dann die Programme schon realistisch werden. Sanktionen zu Einhaltung können bei groben Verletzungen nur wieder Neuwahlen sein.

    Wie wäre es mit Kandidatenqualifikation, öffentliche Qualifikation, Vorwahl, etc., um endlich die Qualität zu heben und nicht jeden Apparatschik, der zu nichts imstande ist, dann auch noch in der Regierung mitschleppen zu müssen.

    Wäre das kein Ausblick zum Rückblick ?

    Die Migrationsblase ist zumindest, was Österreich, und da speziell Wien, betrifft, überbordet und wird immer unangenehmer, zumal auch noch die Justiz nicht konsequent die Gesetze an allen Bürgern in Österreich gleich exekutiert und eine Zweiklassenjustiz ausgeübt wird.

    Statt eine Bereicherung liefert die gegenwärtige Migrationspolitik eine Verarmung, eine Verdummung und eine, zumindest bei den Muslimen, Parallelwelt. Das muß vermieden werden. Getan wurde weder zu Rückführung noch zu Integration das, was man tun muß: Jeder Migrant ist willkommen, solange er arbeitet und seine Familie hier erhalten kann, tut er das nicht, ist er nicht willkommen. Jeder Migrant bereichert die Kultur, solange er die österreichischen Gesetze achtet, die österreichischen Einrichtungen bestimmungsgemäß nutzt und sich, zumindest im öffentlichen Leben anpasst an die österreichischen Gepflogenheiten und Deutsch spricht in öffentlichen Angelegenheiten.

    Da wurde auch 2010 schwer gesündigt vom Gutmenschentum und der Ausblick wäre wohl, endlich die Maßnahmen zu Integration und im Falle der Erfolglosigkeit der Integration die Rückführung zu betreiben. Wer 10 Jahre hier straffrei war, gearbeitet hat und sich selbst erhalten hat, dessen Familienmitglieder allesamt Deutsch sprechen, kann auch als österreichischer Staatsbürger aufgenommen werden, wenn er das will.

    Nachdem Österreich in der EU Mitglied ist, wäre von unserer Politik zu erwarten, daß sie dort Österreich vertritt und das ist nicht geschehen. Unsere Politik hat Österreich in der EU verleugnet. Unsere Politik hat das Volk umgangen, ausgeschlossen, desinformiert und manipuliert, bagatellisiert, etc.

    Das ganze war nur durch eine gewaltige Medienkorruption möglich und Printmedien, ORF, etc. sind überall, wo die Politik korrumpiert hat, ungenießbar geworden.

    Die Politik hat SICH UND DIE KLIENTEL BEDIENT auf Kosten des ehrlichen Volkes in Österreich.

    Wünschen wir uns für 2011 die Wahrheit und Transparenz, so schlimm sie dann auch sein mag.

    Das kleine Österreich wird die Welt nicht wirklich verbessern können und sollte auch nachdenken, bei welchen Organisationen wir Mitglied sein sollten und wo nicht. Jedenfalls sollten wir unserem Ruf oder unserer Berufung zu Neutralität mehr nachkommen als den Bestrebungen Österreich aufzulösen.

    Ich wünsche Österreich für 2011 einen deutlichen Ruck weg von der Parallelwelt der Politik samt Klientel hin zum Gesetz und zum Volk und zu Gerechtigkeit.

    • M.S.
      31. Dezember 2010 15:06

      @Josef Maierhofer
      Ich schließe mich Ihren Ausführungen in allen Punkten voll an.
      Was die Bildung von Expertenkommissionen anbelangt, die die jeweiligen Regierungen beraten könnten haben wir ja schon ein Beispiel erlebt wie das dann in der Praxis funktioniert:
      Die Pensionsberatungskommission -von der Bundesregierung eingesetzt !- hat vor einem halben Jahr gewarnt, dass bei weiterer Untätigkeit hinsichtlich Reformierung des Pensionssystems die Pensionen bald nicht mehr finanzierbar sein werden und Vorschläge zur Sanierung vorgelegt.
      Das Ergebnis war, dass die Regierung die von ihr eingesetzte Kommission desavouierte, für nicht kompetent erklärte und keinerlei Aktionen setzte.
      Die Einsetzung dieser Kommission war also eine reine Alibiaktion auf Kosten des Steuerzahlers.

    • Josef Maierhofer
      31. Dezember 2010 17:36

      @ M.S.

      Ganz selten hatten wir in der österreichischen Politik hervorragende Persönlichkeiten.

      Die jetzige Regierung ist aber die schwächste, die es je in Österreich gab, ohne jede Lösungskompetenz, überhaupt ohne jede Kompetenz. Sie ist auch die Regierung, die auf nichts anderes hört als auf Ideologie und die nicht beim Volk ist, sondern weit weg davon.

      Alleine in dieser Regierungsperiode, wenn sie noch zu Ende geführt wird, hat sich unser Schuldenstand der Republik dann um 50% erhöht.

      Darum meine ich, jahrzehntelang gesammelte Expertenerfahrungen in einem konstanten Ministerium, das nicht bei jeder Wahl geändert werden muß und umgefärbt, könnten wohl bessere Ergebnisse liefern als von Regierungen gerufene 'Farbexperten'.

      Ich halte die Parteiorientierung, Selbstbedienung, etc. in Österreich für übertrieben, dumm und selbstzerstörerisch. Je dümmer der Politiker, desto machtgieriger, weil er in ständiger Angst vor Klügeren lebt.

      Das müssen wir auf das Parlament beschränken, es genügt, wenn dort die inkompetenten Ergüsse dargeboten werden. Ein kompetentes Ministerium kann da dann schon beraten und korrigieren und notfalls auch unterstützen bei der Ausführung von Regierungswünschen, die ja oft völlig konträr sind, je nach Mehrheiten im Parlament.

      Wir sollen weg von inkompetenten Regierungen und inkompetenten Ministerien und hin zumindest zu kompetenten Ministerien, wenn es solche Regierungsausrutscher gibt, wie es derzeit der Fall ist, eine Parteiregierung höchtster Primitivitätsklasse. Ideal wäre natürlich Kompetenz auch im Parlament.

  25. Philipp Starl
    31. Dezember 2010 11:57

    Betrachten wir doch die Fakten:

    Nach dem Platzen der New Economy- Blase im Jahr 2001 hatte sich die Wirtschaft "erst" im Jahre 2006 erholt, der Dow Jones erreichte erst im Oktober 2006 ein neues Hoch. Heute, schon knapp ein Jahr nach dem Crash 2008 haben wir schon wieder Vorkrisenniveau. Auch der DAX befindet sich knapp ein Jahr nach dem Zusammenbruch auf Vorkrisenniveau.

    Wohlgemerkt ein Jahr nach der schlimmsten Krise seit den 1930er Jahren! Viele hier haben damals leider miterleben müssen, wie langsam die Wirtschaft wieder in die Gänge kam. Heute geht das 10-15mal so schnell. Man muss sich das vorstellen: die Banken vergeben keine Kredite, die Firmen investieren nicht, sondern müssen massenhaft Mitarbeiter abbauen und urplötzlich ein Jahr später haben die Firmen wieder derart viel Geld, dass sie wieder einstellen und expandieren? Und das sollen die Exporte nach China bewerkstelligt haben?

    Hier die Außenhandelsstatistik Deutschlands:

    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Aussenhandel/Gesamtentwicklung/Tabellen/Content100/GesamtentwicklungAussenhandel,property=file.pdf

    Die Exporte brachen um knapp 18% im Jahr 2009 ein. Die Exporte nach China machten im Vorkrisenjahr knapp über 6% des gesamten deutschen Außenhandels aus (50 MRD von 800 MRD). Die Exporte nach China können also um nicht viel eingebrochen sein. Tatsächlich waren es knapp 13 MRD Euro:

    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Grafiken/Aussenhandel/Diagramme/Handelspartner,templateId=renderPrint.psml

    Ein anderes Land als China kann Herr Unterberger und seine Experten ja wohl mit Asien nicht gemeint haben, da nur China ein relevanter Handelspartner Deutschlands ist.

    Sie sehen, meine Damen und Herren, diese Experten und Herr Unterberger sind der Meinung, dass 13 MRD mehr Export (also nicht einmal 2% des gesamten Exportvolumens Deutschlands) der deutschen Wirtschaft zum Aufschwung verhalfen.

    Richtig ist, dass die Regierungen des Westens massenhaft Geld schöpften und im Jahr 2010 fand dieses Geld seinen Weg in den Wirtschaftskreislauf. So und nicht anders ist der rasante Anstieg der Rohstoffpreise und Aktienkurse zu erklären.
    Das viele gedruckte Geld ist aber noch nicht beim Konsumenten angekommen. Das wird nächstes Jahr passieren, der Goldpreis wird massiv ansteigen, genauso wie Rohöl und Silber et al.

    Der aufmerksame Leser beobachte bitte das Wirtschaftswachstum, die Lohnerhöhungen und die Inflation im Jahre 2011. Falls es nicht schon 2011 zum Zusammenbruch kommt, wird es 2012-2013 so weit sein. Wir werden dann einen so genannten Crack Up Boom erleben:

    Gold, Silber, Aktien, Immobilien, Rohöl, all das wird Rekordpreise erreichen. Wenn dies der Fall sein wird, bitte ich den aufmerksamen Leser sich vorzubereiten, denn der Zusammenbruch steht dann unmittelbar bevor.

    • Philipp Starl
      31. Dezember 2010 11:58

      Angesichts dieses Ausblicks wünsche ich Ihnen allen kein Gutes Neues Jahr. Auch wenn ich agnostischer Atheist bin: Gott schütze Sie alle und Österreich.

    • terbuan
      31. Dezember 2010 12:08

      Philipp Starl
      Ob das Jahr gut oder schlecht wird, das wird sich weise.
      Die Höflichkeit gebietet es allerdings, den Menschen persönlich ungeachtet der tristen Gesamtlage ein gutes neues Jahr zu wünschen!
      Ich wünsche es Ihnen jedenfalls, vor allem Gesundheit!

    • Josef Maierhofer
      31. Dezember 2010 12:37

      Herr Starl, wieder bin ich Ihrer Meinung.

      Sie sagen fundiert das, was ich auch weiß, nämlich, daß die Inflationsblase viel früher platzen wird, als wir das erwarten und wollen, auch ich fürchte schon 2011, statt, wie noch vor einem jahr, 2013.

      Prosit Neujahr ! 'Profit' Neujahr, wird es wohl nicht werden.

      Ihnen und auch allen anderen wünsche ich Gesundheit und Frieden im neuen Jahr.

    • Wertkonservativer
      31. Dezember 2010 13:01

      Ich bitte schon vorab um Vergebung, doch ich glaube, manchen unser Mitblogger ist wirklich nicht zu helfen.
      Wenn ein agnostischer Atheist uns zunächst KEIN Neues Jahr wünscht, andererseits Gott um Schutz für Österreich und für uns alle bittet, finde ich das ein wenig kurios! Also gut, der Wille soll hier für's Werk gehen, doch weiß der Mann eigentlich, was er will?

    • Alexander Renneberg
      31. Dezember 2010 18:40

      allen herren & damen ein feines jahr 2001. auch wenn ich herrn starls argumente nachvollziehen kann, im großen können wir nichts ändern. im kleinen können wir vorsorge treffen. uns selbst können wir bis zu einem gewissen grad schützen.

    • Martin Bauer
      31. Dezember 2010 18:51

      Lieber Alexander!

      Danke für die Wünsche 2001!
      Schön wär's.
      Würden wir etwas ändern (können) - so für den Fall der Fälle?
      LG

  26. Laura R.
    31. Dezember 2010 11:45

    Der Werner hat g`sagt, daß er eigentlich eh nie irgendwelche Ambitionen g`habt hat, Visionen auch nicht.

    Bildung is ihm egal, hat er g`meint, weil er und die Bures Doris das leuchtende Beispiel dafür sind, wie weit einer es bringen kann, wenn man gar nix g`lernt hat. Er weiß gar net, warum si`alle immer so aufreg`n. Ihm is` es viel lieber, wenn die Leut` blöd bleib`n, weil die G`scheit`n wähl`n uns sowieso net.

    Und wenn ihm wer auf die Wirtschaft anspricht, verweist er den auf die Gewerkschaft, die kennt si da viel besser aus, der Rudi und die ganz`n anderen Experten und -Innen.

    • Roter Teppich
      31. Dezember 2010 13:03

      Aber beim Budget müssat ma unbedingt wos tuan, hat er g'meint. Weil doch 2013 wieder Wahlen sind, brauchats scho a bissele mehr Geld für die Inserate. Die Zeitungen schreiben dann manchmal so schöne Sachen über'n Werrner. Sonst kann aber das Budget so bleiben.

    • Laura R.
      31. Dezember 2010 15:17

      Eh kloa, hab' i vergessen, roter Tepp ich, hat er g'sagt, der Werner.

    • Undine
      31. Dezember 2010 16:09

      @Laura R.

      Ach Laura, Sie Goldstück! Mein Neujahrswunsch für Sie: Leihen Sie auch im kommenden Jahr weiterhin---so wie bisher--- Ihr Ohr dem Werner, damit wir als erste immer erfahren, was er meint, der Werner. Es geht doch nichts über wohlfundierte Neuigkeiten aus erster Hand!

    • papi66
      31. Dezember 2010 17:18

      Werte Laura R.

      Gratuliere, große Hochachtung meinerseits, wessenseits denn sonst.
      Sie laufen am letzten Tag des Jahres zur Hochform auf!
      Bravo weiter so, meine liebe Frau und meine kleine Wenigkeit ergötzen uns an Ihren herrlichen Beiträgen.
      Alles Gute für 2011, Ihnen und Ihren Lieben.
      pa+ma66

    • Roter Teppich
      31. Dezember 2010 17:19

      Liebe Laura,

      i wollt di jo net tadeln. Oba im Büro bist immer so schnippisch zu mir und wüllst den Werner imma für di allanich haben. Trotzdem an guten Rutsch (ins neue Jahr).

      Dei Günther

    • Laura R.
      31. Dezember 2010 17:48

      Der allerwertesten Bloggergemeinde ein herzhaftes Freundschaft fuer ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2011 vom Werner. Ausrichten und versprechen soll ich, dass er weiterhin alle gern' mit seinen leiwanden Sagern versorgen wird.

    • papi66
      31. Dezember 2010 18:07

      Danke Laura, wir harren dem Kommenden!
      Liebe Laura, alles Gute!

    • simplicissimus
      01. Januar 2011 12:12

      herzlich gelacht, danke.

  27. thomas lahnsteiner
    31. Dezember 2010 11:43

    Manchmal hatte es den anschein als würden die positionen der pc-faschisten wanken, doch sie haben sich wieder erholt.
    Die medien, allen voran das linksextreme kampforgan ORF sind wieder voll auf pc-kurs, selbst die presse nähert sich dem linken spectrum an, obwohl der herr
    fleischhacker einen zick-zack-kurs fährt.
    Thilo Sarazin wurde, auch in österreich, von den selbsternannten eliten als
    rechtsextremistisch und rassistisch abgestempelt
    Unter den selbsternannten eliten befinden sich zB schmierenjournalisten von NEWS bis KRONE, asphaltliteraten, drittklassige schauspieler und vor allem die dreckschleudern und manipulateure des sogenannten österreichischen Kabaretts....
    Trotzdem ist die Auseinandersetzung mit den pc-strolchen voriges jahr erst so richtig in gang gekommen.
    Arbeiten wir daher unermüdlich weiter, gerade dieser blog kann für die meinungsfreiheit mehr leisten als wir glauben....
    In diesem Sinne allen Mitstreitern ein Prosit 2011 !!!!!!!!!!

    • Josef Maierhofer
      31. Dezember 2010 12:44

      Frieden und Gesundheit Ihnen und allen anderen im Blog !

    • Undine
      31. Dezember 2010 15:59

      @thomas lahnsteiner

      " .......und vor allem die dreckschleudern und manipulateure des sogenannten österreichischen kabaretts..."

      Dazu nur eine naive Frage: meinten Sie damit unserer POLITIKER? :-)

    • Alexander Renneberg
      31. Dezember 2010 18:35

      kompliment herr lahnsteiner!

    • karl murx (kein Partner)
      01. Januar 2011 11:04

      Ein gelungener Jahresrück- und vermutlich auch Vorblick.

    • simplicissimus
      01. Januar 2011 12:04

      ich bin fest dabei der wertlosen correktheit weiterhin widerstand zu bieten.
      AUFS WC MIT DER PC!
      ersatz durch offenheit, fairness, echte toleranz die für alle gleichermassen gilt, respekt, aber auch disziplin und gerechtigkeit.
      und keinenfalls schönrederei, vogel-strauss-politik und einseitigkeiten zwecks politischen missbrauchs (zb zynischen unfug wie "positive diskriminierung").

  28. papi66
    31. Dezember 2010 11:11

    Was war wirklich wichtig?

    Nennen wir es einmal ein bisschen anders, sagen wir schlicht und einfach was wirklich wichtig ist für mich und hoffentlich für alle Menschen:

    Das wichtigste in meinem Leben ist die Gesundheit, ein alter ewiggültiger, abgelutschter, viel strapazierter, aber wahrer Spruch.

    Genauso wichtig ist für mich die Liebe meiner Familie.

    Und sehr wichtig sind echte gute Freunde für die schweren Stunden im Leben.

    So und das wär´s auch schon, der Rest ist…?

    Werter Herr Dr. Unterberger, werte Mitblogger, Ihnen und Ihren Familien, Gesundheit und alles Gute für das kommende Jahr!
    papi66 u. mami66

  29. SuPa
    31. Dezember 2010 10:46

    An Herren Unterberger und alle kommentierenden Damen und Herren dieser Plattform:

    Ich wünsche allen ein zufriedenes Jahr 2011 und mir mehr positive Nachrichten - auch in diesem Diskussionsform.

    Ihre
    SuPa

  30. Graf Berge von Grips
    31. Dezember 2010 09:36

    Nr. 335
    Ich reise mit dem Katamaran Mary von Cester
    von Kiritimati nach Samoa Zwecks zweitem Silvester!

    Daraus ergibt sich, ist doch klar -
    Doppelt Gutes für das neue Jahr!

  31. terbuan
    31. Dezember 2010 08:43

    Danke werter Dr. Unterberger für diesen Jahresrückblick, dem es eigentlich nichts hinzuzufügen gibt. Er stellt ungeschminkt die verfahrene Situation dar, in der sich unser Land befindet!
    Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen ein anhaltend erfolgreiches Tagebuch als wichtigen Gegenpol der politischen Vernunft in unserer tristen Medienlandschaft, Ihnen persönlich und Ihrer Familie viel Glück, Freude und Gesundheit!
    Allen Partnern und Postern ebenfalls viel Glück, Erfolg und Gesundheit und ein Prosit 2011!
    terbuan@aon.at

    • Paige
      31. Dezember 2010 09:18

      Da schließe ich mich an. Ich danke dem Autor ebenfalls und auch den Postern. Einen guten Rutsch ins neue Jahr :-)

  32. Wertkonservativer
    31. Dezember 2010 05:28

    Dr. Unterbergers Jahresrückblick: wie immer umfassend, die welt- und Landesrealität komplett widerspiegelnd, kaum Platz für weitere Erörterungen lassend!

    Meine persönliche Wunschliste für 2011 (in dieser Reihenfolge):

    - Glück und Gesundheit für meine Familie!
    - Frieden in der Welt!
    - Weiterhin enge Zusammenarbeit der europäischen Völker!
    - Eine bessere Regierung für unser Land!
    - In diesem Zusammenhang eine Bündelung der Kräfte Mitte/Rechts.
    - Manchen Forums-Mitdiskutanten etwas mehr Optimismus!

    Ihnen Allen ein gutes, Zufriedenheit und Glück bringendes Neues Jahr!

    • Wertkonservativer
      31. Dezember 2010 07:16

      Noch etwas ganz Wichtiges!

      Lieber Dr. Unterberger: herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung Ihrer Diskussions-Plattform!
      Und eines noch: kränken Sie sich bitte nicht allzusehr ob der laufenden Zurechtweisungen und Belehrungen unseres jungen Superhirnes!
      Wir alle leiden ja ein wenig unter den Geistesblitzen dieses Ausnahmemenschen!
      Aber nun: Friede auf Erden!

    • Karl Knaller
      31. Dezember 2010 09:27

      @WK 05:28 (!)
      => Senile Bettflucht?

    • mike1
      31. Dezember 2010 11:16

      lieber wertkonsevativer ! dem kann ich mich wie üblich voll anschließen !

      allen alles gute und liebe grüße !!

    • Alfred E. Neumann
      31. Dezember 2010 11:53

      @ K.K. unser Wertkonservativer ist eben Frühaufsteher!

      @ geschätzter Wertkonservativer
      Ihrer Wunschliste ist nichts hinzuzufügen als der Wunsch, Herrn Dr. Unterberger möge der ihm eigene Elan noch lange erhalten bleiben, um dieses Forum weiterhin als unvergleichlich fortzuführen.

    • Wertkonservativer
      31. Dezember 2010 11:56

      Herr Knaller, langsam wird's mir klar: Sie haben anscheinend wirklich einen Knaller!

    • Wertkonservativer
      31. Dezember 2010 13:08

      @mike1 und @A.E.Neumann:

      danke für Ihre freundlichen Kommentare;
      Ihre Wünsche erwidere ich besonders herzlich!
      Ihr
      Wertkonservativer!

    • Karl Knaller
      31. Dezember 2010 14:09

      @WK
      War meine Ferndiagnose so falsch? Der medizinische Fachausdruck ist ja nicht von mir. Und lassen's mir bitte die paar jungen Leute in Ruh', die es sich nicht nehmen lassen, hier in diesem schwer rentnerlastigen Forum zu posten. Sie wissen ja (oder auch nicht):
      "Der Jugend glückliches Gefühl ergreift
      das Rechte leicht und eine Freude ists
      das eigne Urteil prüfend auszuüben..."

    • Lisa
      31. Dezember 2010 16:18

      @Karl Knaller

      Schiller? Wallenstein??

    • Karl Knaller
      31. Dezember 2010 17:25

      @Lisa
      Respekt! Warum das Fragezeichen, liebe Lisa?

    • Florin
      31. Dezember 2010 17:33

      Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort...

    • Karl Knaller
      31. Dezember 2010 17:39

      @Lisa /II
      Ich seh' aber g'rad, auch das lässt sich googeln... => Zu was brauch' ma da no a Büdung?

    • Lisa
      31. Dezember 2010 17:44

      @Karl Knaller

      Es ist gewissermaßen ein "rhetorisches" Fragezeichen, wenn man so sagen kann. :-)

    • Undine
      31. Dezember 2010 17:55

      @Karl Knaller

      Bevor Sie wieder in der Versenkung verschwinden: Verfügen Sie über Handschlagqualität? Wenn JA, möchte ich Sie bitten; Ihr gestern gemachtes Versprechen einzulösen (Fortsetzung wird prämiert, Sie wissen schon...)!

    • Lisa
      31. Dezember 2010 18:09

      @Karl Knaller

      Und ich dachte, ich hätte Sie beeindrucken können! :-)

    • Karl Knaller
      31. Dezember 2010 18:30

      @Undine (der Einfachheit halber gleich hier):
      Gratuliere, eine unabhängige Jury hat Ihren Vorschlag mit dem ersten Preis (= lobende Anerkennung) ausgezeichnet.Wünschenswert wäre freilich statt "...dorma bene" vielleicht doch "Nessun dorma!" (... o Principessa, nelle tua fredde stanza...)?
      @Lisa
      Wer sagt Ihnen denn, daß Sie mich nicht beeindruckt haben? Ich gehe nämlich davon aus, daß Sie nicht googeln mußten?

    • Wertkonservativer
      31. Dezember 2010 19:16

      Eine derart qualitätsvolle Diskussion im Rahmen meines bescheidenen Beitrages hinsichtlich meiner Lieblingsoper Turandot (unter etlichen anderen!) freut mich!

      Habe ich Karl Knaller fehleingeschätzt? Da nehme ich doch gleich einen Teil meiner Kritik zurück (aber wirklich nur einen Teil!).

      Liebe Undine, Lisa und Florin: alles Gute im Neuen Jahr!

    • Karl Knaller
      31. Dezember 2010 21:16

      @WK 19:16
      So spät noch wach? Na ja, nessun dorma! Aber wenn dann am 1.1. die senile Bettflucht wieder eintritt, Vaterl? Und: da ich Ihnen nix zurückgebe,müssen's auch nichts zurücknehmen von der Kritik in Ihren, wie Sie richtig bemerken, "bescheidenen Beiträgen". Never mind: PROSIT NEUJAHR!

    • Undine
      31. Dezember 2010 21:37

      @Karl Knaller

      1. Danke für den 1. Preis= lobende Anerkennung (in der ersten Freude las ich:
      LEBENDE Anerkennung!)

      2. Zugegeben: der 1. Preis ist natürlich etwas fragwürdig, wenn keine Mitstreiter vorhanden sind, aber sei's drum.

      3. Ich meinte ganz prosaisch: TU FELIX AUSTRIA DORMI BENE im Sinne von "Schlaf gut (weiter)! Nicht DORMA BENE!
      Allerdings war der Schwenk in die Opernwelt sehr erfreulich, wie ich zugeben muß.
      Wenn ich aber unsere Republik Ö vor Augen habe, finde ich eher eine Assoziation zur Operette----Operettenstaat........

  33. RR Prof. Reinhard Horner
    31. Dezember 2010 03:46

    reinhard.horner@chello.at

    Hat uns der Wirtschaftsaufschwung „erfasst“ oder ist er erarbeitet worden und ist dafür noch weiter viel zu leisten?

    Ein demokratiegefährdender Verfassungsbruch?
    Unter vielen anderen Leuten hat Frau Dr. Rohrer in der „PRESSE“ am 6.11.2010 ausführliche und sehr bedenkenswerte Darlegungen zu hausgemachten Differenzen zwischen geschriebener Verfassung und Realverfassung geboten. Diese wie auch andere kranken daran, dass sie einer Verharmlosung der „Bedrohung von außen, von Immigranten oder Extremisten“ zur Seite gestellt werden.
    In ihrem erstgenannten Fall eines behaupteten krassen Verfassungsbruchs durch die verspätete Vorlage des Budgetentwurfs der Bundesregierung für 2011, wollte sie BP Fischer als „personifizierten Aber-geh-Demokraten“ gebrandmarkt sehen. Dies, weil er die Bundesregierung nicht mit der Drohung der Verweigerung seiner Unterschrift unter das Bundesfinanzgesetz und mit der Entlassung der Bundesregierung gedroht habe.
    Dass die Bundesverfassung die Vorlage bis spätestens 10 Wochen vor Jahresende normiert, zugleich aber auch die Vorgangsweisen für den Fall der Verspätung festlegt, veranlasste die Kritikerin, auch dem Nationalrat mit seiner Präsidentin Prammer Verfassungsbruch vorzuwerfen, obwohl Art 51 (4) dem Nationalrat ausdrücklich zwei Kann-Bestimmungen (für die Erarbeitung eines Initiativantrags und für die Verwendung einer verspäteten Regierungsvorlage) erteilt.
    Es ist fragwürdig, wenn das Terminversäumnis der Bundesregierung bei der geltenden Rechtslage zu einem demokratiegefährdenden Verfassungsbruch aufgebläht wird.
    Die Verschiebung der Regierungsvorlage des Budgets für 2011 war eine arge politische Dummheit.

    Was sollen und können wir für 2011 verbessernd lernen?
    Der Jahreswechsel ist angetan zu kritischer Rückschau, aber viel mehr noch zum Vorausblick: mit Erwartungen und Prognosen, Beängstigungen und Zuversichten, mit Vorhaben und Vorsätzen unterschiedlicher Art, Intensität und Zuverlässigkeit. Was kommen kann und wird, hängt bei weitem nicht, aber ein Stück auch von uns selbst ab. Gemeinschaftlich und individuell.
    Zukunftsweisendem Empfinden und Denken und zukunftstauglichem Handeln stehen mehrere Barrieren entgegen: Vereinzelung und Vermassung, Beschönigen und Vermiesen, Kritisieren als Alibihandlung, kurzgriffige bis zu täuschenden Aktionen etc. Doch es liegt in unserer Hand, der Ausdünnung und Verwilderung eine sinnbezogene Haltung entgegenzusetzen.
    Führt im Hinblick auf die lebenswichtigen Ressourcen ein Weg vorbei an der Beteiligung am global anstehenden „Aufstand des Gewissens“, der allein das aktuelle gesellschaftliche, politische, und wirtschaftliche Versagen zu korrigieren vermag?
    Soll Wahres, Gutes und Schönes angestrebt werden? (Auch wenn wir laut BM Dr. Schmied kein „Volk, begnadet für das Schöne“ mehr sein sollen.)

    Für 2011 die persönliche Kraft zu reichlich Gutem und
    Schönem wie auch zur Bewältigung des unvermeidlich Schweren,
    tragfähige gemeinschaftliche Bindungen
    und insgesamt günstige Lebensumstände
    sowie die Motivation und das Engagement
    zum Miterleben, Mitgestalten und Mitverantworten
    wünsche ich herzlich
    Reinhard Horner

    • Josef Maierhofer
      31. Dezember 2010 17:51

      Ihnen auch ein gutes neues Jahr in Ihrem friedlichen Sinn, auch wenn ich daran nicht glaube, an die Tugenden, wie Gewissen in der Politik, Diener des Volkes, ganzheitliches Planen und Denken, etc. aber der Wunsch ist uns schon gemeinsam.

  34. fosca
    31. Dezember 2010 02:18

    Zieht man am Ende des Jahres 2010 Bilanz, dann erscheint diese weltweit gesehen ziemlich ausgewogen und wir blieben von einer großen Katastrophe weitgehend verschont.
    Möge das Jahr 2011 in aller Bescheidenheit nicht schlechter verlaufen.

    Um auf Österreich zurückzukommen >>>> hier kann wohl eine Partei mit der Jahresbilanz 2010 überhaupt nicht zufrieden sein und das ist in der Tat - wie der obige Tagebucheintrag ebenfalls aufzeigt - die ÖVP.
    3 verlorene Landtagswahlen, davon eine im Burgenland auf dilettantische Art, in der Steiermark zwar knapp, aber das große Ziel den Landeshauptmann zurückzuerobern, klar verfehlt und in Wien eine Niederlage, die sich gewaschen hat. Die Umfragen als Regierungspartner alles andere als zufriedenstellend - hier müßten längst die Alarmglocken schrillen, man hört leider nicht einmal ein leises Raunen in deren Reihen - kein guter Auftakt für 2011.

    Das alles sollte uns allerdings nicht aufhalten, mit dem Unterberger-Blog weiterhin auf Erfolgskurs zu segeln und womöglich noch zuzulegen.
    In diesem Sinne wünsche ich Herrn Unterberger sowie den Teilnehmern hier ebenfalls viel Glück, Gesundheit, Mut und Tatkraft für das Neue Jahr! Prosit 2011!

    • M.S.
      31. Dezember 2010 15:39

      @fosca
      Ihrem Befund über den Zustand der ÖVP muss ich mich leider voll anschließen. Jetzt rächt es sich eben, dass diese Partei schon zweimal den selben schweren Fehler begangen hat, sich der SPÖ ohne wenn und aber als "Koalitionspartner" zur Verfügung gestellt hat, einer Patei ohne Handschlagqualität, die nicht das Staatswohl, sondern nur den eigenen Machterhalt als oberste Maxime anstrebt.
      Wir können also nur hoffen, dass die ÖVP vielleicht 2011 endlich aufwacht, sich mit einem Kraftakt aus der tödlichen Umklammerung befreit und zu einer eigenständigen Polik zurückkehrt. Mit der gegenwärtigen Führungsmannschaft wird dies allerdings kaum gelingen, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
      In diesem Sinne wünsche ich auch allen Blogteilnehmern und Herrn Dr. Unterberger ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr.

  35. Wolfgang Bauer
    31. Dezember 2010 01:43

    Viel Erfolg, Freude, Gesundheit, Glück und Segen im Neuen Jahr uns allen.

    Herrn Doktor Unterberger dazu noch Durchhaltevermögen im Führen der spitzen, klugen Feder.

    Den Damen und Herren Politikern wünschen wir, dass sie möglichst wenig Material für Kritik liefern. Das wird schwierig werden...

    • Anton Volpini
      31. Dezember 2010 10:06

      Ich schließe mich Ihren Neujahrswünschen mit Freude an. An alle hier im Blog, ein gesundes, erfolgreiches und auch freudiges 2011.
      Spannend wirds auf jeden Fall werden!!!





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