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Fußnote 153: Fernsehen macht blöd drucken

Lesezeit: 1:30

Das ist wohl die spannendste und hilfreichste Erkenntnis aus den Pisa-Tests: Fernsehen macht unsere Kinder blöd. Mütter, die nachmittags daheim sind, machen sie hingegen gescheiter.

Denn jene Kinder, in deren Heim kein einziger TV-Apparat steht, schnitten am besten ab; bei den schlechtesten Test-Kindern gab es hingegen sogar drei Fernseher. Ob sich der ORF mit diesem wichtigen Aspekt ausführlich auseinandersetzen wird, der uns im Auftrag der SPÖ ständig einzureden versucht, dass die Gesamtschule die Schulergebnisse verbessern würde (was Pisa in keiner Weise beweist)? Ist das eigentlich der öffentlich-rechtliche Auftrag, für den wir Gebühren zahlen müssen, dass unsere Kinder immer blöder werden? Wohlgemerkt: Jene Familien, bei denen es keinen Fernseher gibt, verzichten aus Klugheit, nicht aus Armut auf den Fernseher. Die österreichischen Pisa-Sieger haben nämlich im Schnitt akademisch gebildete Eltern, zwei Autos und sehr viele Bücher daheim. Und was noch peinlicher für alle linken Gesellschaftsveränder ist: Die Mütter der erfolgreichsten Kinder arbeiten nur Teilzeit, obwohl die getesteten Kinder schon 15 Jahre alt sind. Viel schöner kann man das gute alte konservativ-bürgerliche Familienbild gar nicht preisen, als es Pisa tut: Lieber Bücher und eine zumindest halbtags verfügbare Mutter als eine Flimmerkiste. Wenn irgend ein Politiker aus Pisa also wirklich lernen wollte, müsste er erstens eine Kampagne gegen das Fernsehen lancieren und es zweitens Müttern auch bis zum 15. Lebensjahr erleichtern, Teilzeit zu arbeiten. Aber Schmied und Co machen ja nur auf dem Rücken der Kinder Politik, nicht für die Kinder.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Dezember 2010 15:01

    an alle hausfrauen, die sich um ihre kinder kümmern:

    vielen dank für ihre selbstlose zuwendung zur familie, für ihre lebensbejahung und verneinung eines gesellschaftszerstörenden konkurrenzkampfes mit den männern!

    männer zerreiben sich am arbeitsplatz häufig sehr ehrgeizig um einkommen und gesellschaftliche anerkennung zu scheffeln, sie stellen sich selbst hintan um das von ihnen geborene leben zu hüten, zu pflegen und ihm grösstmögliche chancen zu geben!

    ich plädiere für die aufwertung des begriffes "hausfrau" durch die pc und für die gesellschaftliche wieder-anerkennung einer arbeit, die man gar nicht human genug nennen kann. mit der diskriminierung der hausfrauen durch proponentInnen der emanzipation muss schluss gemacht werden. mit androhung eines zukünftigen anti-hausfrauen-diskriminierungsparagraphen. die ankündigung soll reichen, keine umsetzung, wir wollen keinen diskriminierungs-gesetzgebungsterror.

    ihr ehemann soll für jedes kind steuerlich sehr spürbar entlastet und dinkies aliquot belastet werden. diese steuerersparnis soll rechtlich ausschliesslich IHNEN zustehen, liebe hausfrauen. weitere echte familienfördermassnahmen nicht ausgeschlossen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Dezember 2010 07:12

    Die Einwirkung des Fernsehens (und anderer "Ablenkungsmaschinen") auf unsere Kinder und Jugendlichen sehe ich ambivalent, und dies aus eigenem familiären Blickwinkel:

    Ja, auch in der Familie meines jüngsten Sohnes und seiner Frau (beide Vollakademiker, im universitären und Mittelschulbereich tätig), lassen ihre zwei hochtalentierten Kinder dosiert, aber doch immer wieder fernsehen: da wird dann auch etlicher Müll konsumiert (als "wertkonservativer" Großvater kann ich da manchmal nur den Kopf schütteln!).
    Doch andererseits werden die Beiden (9 und 12 Jahre alt) von Eltern und Großeltern mit einer Unzahl von Büchern "überschüttet", lernen Geige und Klavier (ich freue mich schon jetzt auf die weihnachtliche Vorführung!), und sind auch sonst liebe, aufgeweckte junge Menschen. Das freut mich sehr und gibt mir Hoffnung für die Zukunft!

    Die Mehrzahl unserer Jungen hat nun die für die Charakterreifung so notwendige Zuwendung seitens der Eltern (teils aus deren Zeitmangel, teils aus Bequemlichkeit, zum Teil sicher auch aus Desinteresse). nicht mehr zur Verfügung.
    So kommt es dann zwangsläufig zu Mankos in Charakterbildung und Erziehung, die durch die - sagen wir - sehr ungleichmäßige Qualität des schulischen Erziehungspersonals nicht wirklich behoben werden können.

    Wir können - auch mit klügsten Kommentaren und Vorschlägen - die diesbezüglichen Um- und Zustände nicht wirksam verändern:
    Große, allgemein wirksam werdende Veränderungen können nur durch starke politische Kräfte herbeigeführt werden!
    Wenn wir wollen, dass in unserem Land unsere Wertvorstellungen wieder mehr Anwert bekommen sollen, dann müssen wir die politischen Kräfte stärken, denen dies am ehesten zuzutrauen ist. Es liegt (auch) an uns, die richtige Wahl zu treffen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorStefan Graf
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Dezember 2010 17:54

    Eine kleine aktuelle Geschichte dazu:
    Wir hatten gestern Elternsprechtag und ich war stolz, von einem Lehrer zu hören, dass es ihm auffällt, wie gut sich mein Sohn ausdrücken kann. Ich führe das auf 2 Faktoren zurück: Erstens liest er sehr viel und zweitens bemühen wir uns zu Hause sehr, gepflegtes Deutsch zu sprechen.

    Abends haben wir dann kurz die ORF-Sendung "Helden von morgen" angesehen: Ein Sammelsurium von Ausdrücken wie Sch****, F**k, A****loch, und das zur besten Sendezeit.

    Ich musste abdrehen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Dezember 2010 15:36

    Dazu eine Geschichte aus der Volksschule meiner Tochter:

    Die 'Fraulera' hat beklagt, daß die Kinder zu viel fernsehen und zu wenig für die Schule tun. Wie zu erwarten haben die Eltern darauf nicht reagiert oder zu wenig.

    'Fraulera' hat dann in der ersten Volksschule Hausaufgaben gegeben und zwar täglich eine bestimmte Kindersendung anzusehen und mit den Kindern am nächsten Tag darüber diskutiert.

    Bei meiner Tochter ging der Fernsehkonsum genau auf diese Sendung zurück, Gott sei Dank, und noch heute liest sie Unmengen von Büchern trotz Stress.

    Fernsehen ist eine Ersatzdroge und eine Stillhaltepille für Rabeneltern, denen die Kinder egal sind oder für arbeitende Alleinerziehende, die da schwer benachteiligt sind.

    So kann man sich auch erklären, warum es heute trotz Wrabetz&Konsorten noch Fernsehzuseher gibt.

  5. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Dezember 2010 10:16

    Nicht jede Korrelation ist ein Beweis.

    Es ist leicht nachvollziehbar, dass gerade bei der Lesekompetenz Kinder die Bücher lesen besser abschneiden, als Kinder die fernsehen (außer vielleicht in Skandinavien, wo fernsehen bedeutet Untertitel lesen zu müssen). Wobei das nicht daran liegt, dass Fernsehen blöd macht, sondern dass eben das Lesen fehlt.
    Wir hatten auch mehrere Fernseher zu Hause und ich habe trotzdem mehr gelesen als die meisten Kinder in meinem Alter.

    Fernsehen kann sogar bei der Bildung helfen. Es kommt halt immer auf die Programmgestaltung an. Es ist ein Unterschied, ob man reine Unterhaltungssendungen (und das auch noch auf unterstem Niveau) ansieht, oder Dokumentationen oder wissenschaftliche Sendungen (auf hohem Niveau - Galileo & Co zählen definitiv nicht). Es können auch Unterhaltungssendungen für Kinder eine Anregung sein sich mit bestimmten Themen näher zu befassen - was dann auch wieder dazu führen kann, dass die Kinder sich top motiviert auf Bücher stürzen - was in vielen Fällen mehr bringt, als wenn die Kinder nur lesen, weil sie müssen.

    Der wichtigste Faktor bleibt aber in meinen Augen immer noch die Einstellung der Eltern. Wenn die Eltern jede kindliche Neugier, jeden Ehrgeiz was neues zu lernen sofort unterdrücken, weil das Kind "lästig" ist, dann hat das eben eine ganz andere Wirkung, als wenn das Kind von den Eltern motiviert wird Fragen zu stellen, Anerkennung für Eifer bekommt usw.
    Die Anerkennung durch die Eltern ist eben doch ein wichtiger Motivationsfaktor für alles, was Kinder tun. Zumindest wenn die Eltern in ihrem Leben eine wahrnehmbare Rolle spielen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorLaura R.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Dezember 2010 10:30

    Der Werner hat g`sagt, daß die Claudia eigentlich ja gar nix dafür kann, daß der PISA-Turm so schief is, weil die war ja no gar net in der Toskana, oder wo das ist.

    Und außerdem hat er g`meint, daß ihm die Diskursion jetzt schon langsam auf den Senkel geht, mit derer Bildung. Wenn die Schwarz`n da jetzt net endlich mitgeh`n mit der gesamten Schule, dann schmeißt er den Seppi auße und holt si an ander`n für`s Regier`n, den HC, oder so, weil der macht überall mit, wo`s a Macht gibt.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrockhaus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Dezember 2010 11:12

    Dazu bedurfte es keines Pisa-Tests, denn bereits im Jahre 1986 erschien in der Wiener Zeitung ein Bericht von Prof. Neil Postman, dem bekannten
    Medienforscher und Professor für Media Ecology an der New York Universität unter dem Titel "Gefahren im Medium Fernsehen - Reduktion des geistigen Niveaus infolge Verkommerzialisierung der Television", worin er alle Gefahren aufzeigte, welche eine Verkommerzialisierung des Mediums Fernsehen mit sich bringt.
    Das Kommerzfernsehen wird seinen Druck auf staatlich kontrollierte Kanäle erhöhen, mit ihrem Programm um die Zuschauer und Werbegelder zu konkurrieren, was zu einer Vermehrung von Programmen im US-Stil führt. Das heißt, es werden Komödien, Autorennen, Gewalt-und Sexfilme zunehmen. Je mehr das Publikum schnelle, visuell aufregende Programme erwartet, um so langweiliger wird es problemorientierte Programme über öffentliche Angelegenheiten und Nachrichten finden.
    Als Folge davon werden auch einige Zeitungen und Zeitschriften vom Markt verschwinden, andere werden Format und Stil ändern und sich der vom Fernsehen geförderten Denkart anzupassen. Sie werden mehr Bilder enthalten und dramatische Titelzeilen, Berühmtheiten und Sensationsgeschichten bringen. Die Anzahl des substanziellen und komplexen Journalismus wird sich verringern.

    Unter anderem meinte er schon damals prophetisch, daß sich die Verwenung von Büchern verändern wird. Es ist so gut wie sicher, daß sich die Zahl der Analphabeten und Aliteraten, also jemand der zwar lesen kann, es aber nicht tut - drastisch erhöht.
    Damals gab es in den USA 60 Millionen Analphabeten und entsprechend einem Bericht des Kongreßbibliothekars (!) eine etwa gleich hoge Anzahl von Aliteraten. Es werden (höchstwahrscheinlich) die analytischen und kritischen Fähigkeiten der Leser abnehmen.
    Die Auswirkungen auf das politische Leben werden verheerend sein. Es werden weniger Wert auf Probleme, Substanz und Ideologie gelegt und mehr auf äußeres Ansehen und Stil. Die Politiker werden sich mehr um Augenblicksveränderungen der öffentlichen Meinung als um langfristige Strategien kümmern. Falls nicht die Benutzung des Fernsehens für politische Kampagnen streng verboten wird, können Wahlen dadurch entschieden werden, welche Partei mehr Geld für Fernsehen und Medienberater ausgibt.

    Das alles ist seit damals eingetreten, wie uns von vielen Medien tagtäglich vorgezeigt und bestätigt wird. Aber nicht nur von diesen. Auch viele österreichische Politiker haben sich an diese Prognose gehalten und tun es weiterhin.

    Das Ergebnis des Pisa-Tests war also nur eine Bestätigung dessen und man sieht mit Sorge in die Zukunft, frei nach Karl Kraus: "Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie einmal wahr.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Dezember 2010 15:49

    Fernsehen macht blöd. Ja, vor allem linksgrünes ORF-Trottel-Fernsehen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorDieter B.
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Dezember 2010 02:15

    Dass Fernsehen tatsächlich negative Auswirkungen auf die Entwicklung des kindlichen Gehirns hat, untermauert Prof. Manfred Spitzer in diesem interessanten etwa eineinhalbstündigem Video:

    http://video.google.com/videoplay?docid=5026271485979559338 #

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  1. ViennaCodePoet (kein Partner)
    13. Dezember 2010 21:20

    @dass Menschen wie Reinhard, VCP oder ich ein komplett privatisiertes Schulsystem verlangen

    Mein Einwand war wesentlich bescheidener - Privatschulen mit nationalen Bildungsvorgaben sind einfach ein Unding.

    Dabei kommen vermutlich nur "Form vor Inhalt" Schulen heraus die so wie Autos ein Mittel zur sozialen Differenzierung sind. Soll es meinetwegen auch geben.

    Aber es gibt sicher auch einen Markt für "Inhalt vor Form" Schulen - und über die Angemessenheit des Inhalts können nun wirklich nur die Erziehungsberechtigten entscheiden. Ich schreibe extra nicht Eltern, da es ja auch komplexere Sonderfälle gibt, Vollwaisen z.B.

    Für mich wäre es z.B. interessant eine Schule für Softwaretechnik zu etablieren, da ich die Ausbildung in Ösistan für unzweckmäßig und unwirtschaftlich halte.

    Aber es ist eben nur interessant falls ich keine Vorgaben habe. Bevor der Einwand mit "aber die Qualität" kommt - ich habe eine Erwerbsbiographie und eine Projektliste - sollte locker reichen um Kunden zu gewinnen.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      14. Dezember 2010 00:47

      Meine Tochter geht in eine Privatschule. Das hätte ich bei den älteren auch schon tun sollen.

    • SOKs (kein Partner)
      14. Dezember 2010 14:36

      diese Softwae Schule ist in der Spengergasse Wien 5, mindestens seit 25 Jahren

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      14. Dezember 2010 17:53

      ja, ja... Marktkenntnis ist die Voraussetzung um auf die Idee zu verfallen, dass da noch Raum für erheblich besseres ist.

  2. Segestes (kein Partner)
    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      13. Dezember 2010 20:27

      Warte nur, bald sind sie damit Nummer one.

    • fosca
      13. Dezember 2010 23:04

      *harharhar* >>> ein richtiges Erlebnis dieser Bericht!
      Kleine Zusammenfassung:

      "Refreshment"
      "on Air" gehen
      stärkeres "Branding"
      loungig
      Identities
      Personalities
      Doku-Soaps
      Talkshows

      Wenn das die Erkenntnisse der "Expertengruppe" und damit die Zukunft von ORF sein soll, na dann gute Nacht.
      PISA hat doch recht >>>>> ORF schauen verblödet!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Dezember 2010 08:01

      Oh ja, tolle Idee, die ARD hat sich ja auch so drastisch jugendlich dynamisiert, seit sie offiziell "Das Erste" heißt... muss man gleich nachmachen.

  3. M.U. Shrooms (kein Partner)
    13. Dezember 2010 17:59

    Was örf-Fixierte übersehen ist der Umstand, dass nicht das Programm verblödet, sondern Fernsehen an sich.

    • Blasen zersticht man. (kein Partner)
      14. Dezember 2010 03:48

      Blödsinn. Nur die Programmauswahl.

    • SOKs (kein Partner)
      14. Dezember 2010 14:47

      In den 70er Jahren war ich Mitarbeiter und Mitwirkender eines Generalkonzeptes für privates Fernsehen in einem Unterhaltungskonzern. Wir haben uns die 200 bekanntesten Fernsehsender i.d. USA länger einverleiben müssen. Wir kamen zum Schluß, diese Verblödung des normalen Bürgers von Privatsendern sollte es in Europa nicht geben. Auch wenn der Konzern damit viel mehr Geld verdient hätte, als mit Kulturprogramm. Also bliebs beim Kulturprogramm zur Volksbeglückung bis heute. Meine Kinder sind mir heute noch böse, daß der einzige TV Apparat ein SW Ding älteren Jahrgangs war. Sie waren schon damals "Aussenseiter" in der Schule, sie wussten so gar nichts vom TV Programm, Merkatz auch nicht mal. Dafür haben sie anständig, aus Fadesse das Lesen und Rechnen geprobt. Der Junge kann heute noch im Kopf mehr als 2 Zahlen addieren, und die Texte des Schulstoffes auswendig, nach 3 Jahrzehnten, und argumentiert dementsprechend geistvoll und ist sozial wohltätig und hilft/gibt mehr als er nimmt. Ich stelle mir vor, dass die TV-gebildeten Jugendlichen solches Manko leider nie mehr lernene oder verstehen werden.

  4. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    13. Dezember 2010 12:18

    Ohjeh Herr Unterberger, wieder mal 50 Jahre zu spät. Fernsehen wird so leicht keinen wertkonservativen Vorstellungen mehr weichen. Aber vielleicht könnten Sie zumindest einen wertkonservativen Verkauf des ORF an Herrn Murdoch vermitteln?

    Aber Ihre Anregung bezüglich der erfolgreichsten Elternhäuser finde ich wertvoll. Zwei (bürgerliche) Autos in jede Familie, schon geht's bergauf mit der Bildung.

  5. cmh (kein Partner)
    12. Dezember 2010 22:02

    Der ORF kann nicht schuld sein. Den schaut nämlich eh niemand.

  6. MJM
    12. Dezember 2010 21:24

    Es ist längst nicht mehr nur das Fernsehen, speziell die Privatsender, die für unsere Kinder enormes Verblödungspotential darstellen.

    Videospiele, Spielkonsolen, etc. haben dem TV längst den Rang abgelaufen und sind noch wirksamere Ruhigsteller, bei Bedarf. Während im TV noch manchmal die Chance besteht, mit Bildung in Berührung zu kommen, regiert in den konsumierten Spielen die reinste Blödheit.

    Wer die von der Stadt Wien organisierte Videospielmesse im Rathaus knapp vor der Wahl besucht hat, wird wissen wovon ich rede. Dort ging es zu wie in einem Tollhaus, die Veranstaltung war total überlaufen.

  7. M.U. Shrooms (kein Partner)
    12. Dezember 2010 20:29

    Neil Postman hat das schon Anfang der 80er in seinem Buch "Wir amüsieren uns zu Tode" beschrieben.

    Fernsehen macht grundsätzlich dumm, gleichgültig, ob das Programm gut oder schlecht ist.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:46

      Frank Lloyd Wright, US-amerikanischer Architekt, meinte:

      "Fernsehen ist Kaugummi für die Augen."

    • Blasen zersticht man. (kein Partner)
      14. Dezember 2010 03:51

      Na, dann hast aber zu viel geschaut - wir anderen begreifen's auch, wenn Du's nur einmal schreibst. Aber auch hier: Quatsch. Ein gut gemachtes, gut eingebundenes Programm ist eine der effizientesten Arten, Wissen zu vermitteln.

  8. Philipp Starl
    12. Dezember 2010 19:07

    Witzig, wie hier mit mahler gestritten wird, wer sich denn "besseres Wissen" anmaßt. Keiner von den Kommentatoren kann sagen, was die beste Schule für ein Kind ist, das müssen die Eltern entscheiden. Oder wollen die werten Herrschaften auch ein Volksauto bauen lassen? Vergleicht man die Diskussion damit, würde mahler sagen:

    "Nein nein, ein Auto mit viel PS ist viel zu egoistisch, auf den Verbrauch kommt es an", alle anderen würden in etwa sagen:"Blödsinn, sicher muss sein"

    Alles vielleicht richtig, aber es geht die werten Herrschaften eben wirklich gar nichts an, wie die Eltern ihre Kinder ausgebildet sehen wollen. Ganz abgesehen davon, dass ein staatliches Bildungssystem immer nur das lehren kann, was vom Staat gebilligt wird. Geht den werten Kommentatoren da kein Licht auf?

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:26

      Auch die Eltern können das nicht entscheiden, denn die bekommen auch nur bestimmte Schulformen vorgesetzt, egal, ob es eine, zwei oder 20 sind. Da ist es mir lieber, es gibt Experten, die sich darüber den Kopf zerbrechen, welche Pädagogikform am besten und am zielführendsten ist und die wird dann auch umgesetzt. Und das ist nach dzt. Stand der Wissenschaft die Gesamtschule.

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 19:52

      Genau, die Experten wissen, was für das eigene Kind am Besten ist. Besser konnten Sie Ihre Ideologie nicht verbalisieren.

    • byrig
      12. Dezember 2010 20:27

      starl,ich bin mir sicher,warum ich sie als wiseass betrachte.
      was die beste schulform ist,erklären sie aus guten gründen auch nicht:sie haben nämlich keine ahnung.
      ziemlich dumm ist ihr satz:"ganz abgesehen davon,dass ein staatliches bildungssystem immer nur das lehren kann,was vom staat gebilligt wird"
      herr starl,angeblich sind sie doch jurist:auch alle privatschulen müssen sich an die bildungsvorgaben des staates halten.!
      oder ist ihre juristenkarriere noch so frisch,dass sie sich diesbezüglich noch nicht kundig machen konnten?aber bereits darüber schreiben?

      zur sache:die ahs muss unbedingt erhalten bleiben.in dieser schulform wäre österreich beim pisa-test absolute spitze.
      die sozis versuchen mit nie vorher vorhandener penetranz,die einheitsschule einzuführen,mit grosser unterstützung linker medien.
      die övp und alle bürgerliche dürfen nicht nachgeben.
      ein erster schritt:die entlassung von ministerin karl.

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:28

      Mahler, genau das ist die Obrigkeitshörigkeit, die das Versagen der Bildung beweist.
      Wissende Menschen können entscheiden, unwissende Menschen lassen entscheiden.
      Welche Schulform wird eine Obrigkeit von ihren "Experten" wohl anpreisen lassen,
      a) jene, die ihr selbst und der Abhängigkeit von ihr dient oder
      b) jene, die den Menschen und ihrer Freiheit von der Obrigkeit dient?
      Überlegen Sie genau, denn das ist die Millionenfrage für Ihr eigenes Kind (obwohl ich bezweifle, dass Sie schon eines haben, aber das spielt auch keine Rolle).

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:31

      @byrig
      Stimmt, die Bürgerlichen dürfen nicht nachgeben!
      Die ÖVP hat nur leider mit dem Bürgertum nichts mehr wirklich zu tun, nur mit dem Beamtentum. Das Bürgertum steht momentan ohne vertretende Partei im Regen.

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 20:34

      Weil ich mir nicht anmaße, zu wissen, was für Kinder anderer Eltern besser ist, habe ich keine Ahnung? Interessante These.

      Sie sollten sich ebenfalls einmal schlau machen. Lehrer von Privatschulen werden nämlich vom Staat bezahlt, Sie Voll... ach, ich sags nicht, Sie sind es nicht wert.

      Hier von einem privatisierten Bildungssystem zu sprechen, wie Sie es tun, ist schon fast stümperhaft. Selbstverständlich leben wir in keinem privaten Bildungssystem und selbstverständlich kann ein Bildungssystem niemals privat sein, wenn der Staat Vorgaben bezüglich des Lehrinhalts macht. Aber soweit können Sie nicht denken. Das überfordert Sie offenbar.

      Im Übrigen bin ich des Deutschen mächtig. Sie können also ruhig Klugscheisser sagen, ich verstehe Sie auch so.

    • Undine
      12. Dezember 2010 20:36

      @mahler

      "Da ist es mir lieber, es gibt Experten, die sich darüber den Kopf zerbrechen, welche Pädagogikform am besten und am zielführendsten ist und die wird dann auch umgesetzt."

      Ihre hohe Meinung bezüglich der EXPERTEN teile ich nicht, denn wie es aussieht, werden das ausschließlich stramme LINKE "Experten" sein, die von ebensolchen LINKS-GRÜNEN Politikern ausgewählt werden.
      Daß Sie dies als äußerst Linksstehender begrüßen, liegt auf der Hand. Es sind aber NICHT alle Schüler und Schülerinnen Kinder LINKSGRÜNER ELTERN.

      Was sollen diese Eltern denn Ihrer Meinung dann machen? Nicht jeder Mensch, der nicht in Ihr links-grünes Schema paßt, kann sich eine PRIVATSCHULE für seinen Nachwuchs leisten.
      Mein Gott, mahrer, für Leute wie Sie müßte die ehemalige DDR das Paradies gewesen sein.
      Reinhard hat's allerdings nicht so gut in Erinnerung!

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:40

      reinhard, philipp starl

      Ihnen ist also lieber, die Politiker entscheiden, was für das jeweilige Kind am Besten ist und nicht die Experten? Und Sie nennen mich obrigkeitshörig? Das ist doch wohl ein schlechter Witz! Das jetzige Schulsystem, das Sie beide so mit Zähnen und Klauen verteidigen, wurde von Politikern gemacht und nicht von Experten. Und Sie wollen die Kinder diesem durch und durch politisierten Bildungssystem ausliefern? Also ich halte es für weniger obrigkeitshörig, da den Experten und eben nicht den Politikern zu vertrauen. Die alleinige Entscheidung der Eltern gibt es nur dann, wenn diese ihr Kind nach eigenem Gutdünken ausschließlich selbst unterrichten. Das können Sie, Herr Starl, ja gerne ausprobieren. Ich bin gespannt, wie erfolgreich Sie damit sind.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:44

      Komisch - ich bin heute immer ganz bei Starl

      @auch alle privatschulen müssen sich an die bildungsvorgaben des staates halten
      links wie rechts - lauter hörige Etatisten im Land, die anderes schon gar nicht mehr denken können.

      Damit das mit den Privatschulen hinhauen kann müssen die Bildungsvorgaben fallen, erst dann kann es imho zu einer ausreichenden Differenzierung am Markt kommen.

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 20:48

      @ mahler

      Können Sie nicht Lesen? Die Eltern sollen entscheiden. Die Eltern .

    • byrig
      12. Dezember 2010 20:49

      starl,in einem verfahren dürften sie als anwalt nicht sehr erfolgreich sein.denn sie monieren genau das,was ich ihnen vorgehalten habe:nämlich dass sich auch privatschulen an die öffentlichen vorgaben zu halten haben.
      dass sie des deutschen einigermassen mächtig sind,konnte ich in etlichen überlangen,obergescheiten kommentaren lesen.
      bei englisch war ich mir nicht so sicher.
      aber sie habens verstanden.wiseass.

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 20:53

      @ byrig

      Also aus dem Satz:

      "Ganz abgesehen davon, dass ein staatliches Bildungssystem immer nur das lehren kann, was vom Staat gebilligt wird."

      lesen Sie heraus, dass ich die Privatschulen in Österreich als echte Privatschulen sehe? Erstaunlich, ich bin Ihnen unterlegen.

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:54

      Mahler, bitte sinnerfassend lesen: Die Politiker sind eben jene Obrigkeit, auf die SIE hören (oh ich vergaß, die "Experten" sind natürlich unabhängig und überparteilich, räusper). Ich will als Vater selbst für mein Kind entscheiden, denn das ist MEINE Verantwortung!
      Die Politik soll gefälligst jede Schulform zulassen und den Eltern die freie Wahl lassen anstatt ständig präpotent zu behaupten, alles besser zu wissen als das tumbe Volk.

    • byrig
      12. Dezember 2010 21:17

      starl,passt,unterlegenheitsangebote akzeptiere ich gerne.
      zumal wir beide ja letzlich diesselben ansichen haben,gg.
      ich bin halt ein bissi älter,rechter-aber bürgerlich anyway.

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 21:43

      P. Starl

      Was sollen die Eltern entscheiden? In welche Schule die Kinder gehen? Das muss doch für einen Menschen wie Sie und viele andere hier gleichbedeutend sein mit der Wahl zwischen Pest und Cholera. Denn man kann sich wieder nur zwischen Dingen entscheiden, die die Politik vorgibt. Nicht nur das: die Entscheidungsmöglichkeiten, die die Politik "anbietet", halten beide einer modernen wissenschaftlichen Qualitätsanalyse nicht stand. Aber ich verstehe schon: Sie vertrauen halt den alten Werten, egal, wie gut oder schlecht diese sind. Die ganze moderne Bildungswissenschaft, die ganze Kinder- und Jugendpsychologie, die ganzen Erfahrungswerte aus anderen Ländern - Was brauch' ma des?
      Im übrigen (deswegen steht das Wort "anbietet" auch weiter oben in Anführungszeichen): es gibt in Österreich keine Wahlfreiheit zwischen den Schultypen. Die Entscheidung wird nicht von den Eltern, sondern von den Volksschullehrern getroffen - Stichwort AHS-Reife. "Frei" entscheiden kann man sich wenn, dann nur für die Hauptschule, aber nicht für die AHS. Was Leuten wie Ihnen maximal bleibt, sind Privatschulen. Und auch die müssen sich an staatliche Vorgaben halten. Wieder nix mit freier Entscheidung! Blöd aber auch! Erkennen Sie, wie hanebüchen Ihre Argumente sind?

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 21:51

      reinhard

      "die Politik soll gefälligst jede Schulform zulassen" - wie viele gibt es denn?

      Und zu Ihrem Verständnis: mir ist es egal, was irgendein Politiker zu irgendeiner Schulform sagt. Meine Präferenz für die Gesamtschule hat rein pädagogische Gründe. Und ich kann mich nur zu weiter unten wiederholen: die Gesamtschule als "linksgrün" o.ä. zu bezeichnen ist idiotisch. Dazu wurde sie in der Vergangenheit schon von viel zu viel konservativen Regierungen eingeführt. Diese ideologische Diskussion darüber gibt es nur bei uns. Aber die ist völlig wertlos (wie man auch hier sieht).

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 22:10

      Denn man kann sich wieder nur zwischen Dingen entscheiden, die die Politik vorgibt.


      Sie können sich also nur zwischen Lebensmitteln, Autos, Pullovern, usw. entscheiden, die die Politik vorgibt?

      Soso, in diesem Forum lernt man nie aus.

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 22:13

      Wenn Sie sinnerfassend lesen könnten, mahler, hätten Sie schon längst gemerkt, dass Menschen wie Reinhard, VCP oder ich ein komplett privatisiertes Schulsystem verlangen, oder fehlt Ihnen dazu die Phantasie?

    • mahler (kein Partner)
      13. Dezember 2010 00:05

      P. Starl

      Wie kann denn ein Schulsystem komplett privat sein? Ich bitt' Sie, das ist ein Widerspruch in sich. Wer bestimmt denn dann, was gelehrt wird? Die Schule alleine? So ein Nonsens! Die eine Schule meint vielleicht "ach, Rechnen ist nicht notwendig, das brauchen wir nicht". Das würden Sie zulassen wollen? Sie würden wohl gegensteuern, weil Sie gegensteuern müßten, denn der Wettbewerb der Schulen, auf den Sie sich wahrscheinlich berufen würden, hat seine Grenze bei den Standorten. Und Österreich ist ein Land mit vielen entlegenen Orten. Sie hätten also gar keine andere Wahl als den Schulen bestimmte Dinge vorzuschreiben, aber bei der ersten auch noch so kleinen Vorschrift - schwupps - wäre das Schulwesen nicht mehr privat.
      Also bitte verschonen Sie die Welt mit ihren krausen, nicht durchführbaren Theorien und spielen Sie sich bitte nicht auf als jemand, der weiß, was für die Kinder allgemein gut ist. Es gibt wirklich Leute, die wissen das wesentlich besser als Sie. Akzeptieren Sie das einfach. Wenn Sie ihr eigenes Kind komplett frei von diesen Expertenerkenntnissen aus aller Welt lassen wollen und privat unterrichten wollen - bitte sehr - dieses Recht würde ich Ihnen nicht nehmen wollen.

    • Philipp Starl
      13. Dezember 2010 00:26

      mahler Ihre Replik ist derart von Ahnungslosigkeit und Widersprüchen durchzogen, da kann man nur den Kopf schütteln. Zum Beispiel meinen Sie, ich behaupte zu wissen, was gut für Kinder ist und das nachdem Sie den Eltern mit Experten vorschreiben wollen, was gut für ihr Kind ist. Sie sind offensichtlich schon weit überfordert.

      Und was eine Schule meint, ist sowas von irrelevant in einem privaten System. Beweist nur, dass Sie nicht den blassesten Schimmer von Marktwirtschaft haben. In einem privaten System zählt nur, was die Eltern für richtig befinden, oder sind Sie sogar zu überfordert um dieses einfache Faktum zu erkennen?

    • Reinhard (kein Partner)
      13. Dezember 2010 07:12

      Ich habe keine Zeit, um auf alles einzugehen, und ich bezweifle auch den Sinn einer weitschweifigen Diskussion zu dem Thema. Aber eines möchte ich noch anmerken:
      Mahler, Sie haben keinen Dunst von Privatwirtschaft. Staatliche Auflagen und Privatwirtschaft schließen sich nicht aus; es gibt Unmengen von Produkten aus der Privatwirtschaft, die gesetzlich geregelte oder per Norm vorgeschriebene Eigenschaften erfüllen müssen und trotzdem mit der Methode hergestellt werden, die das Unternehmen für die Beste hält.
      Schule kann genauso funktionieren; auch gebildete Menschen sind ein Endprodukt, und die Hoheit über den Inhalt der Prüfungen, die als Leistungsnachweis dienen, liegt meist beim Staat oder zumindest einer staatlich überwachten Institution.
      Dass die Bewertung von Lehrern über den weiteren Schulweg entscheidet, damit habe ich dann kein Problem, wenn der Lehrer seine Entscheidung eindeutig begründen und durch Leistungsnachweise beweisen kann. Auch in der VS habe ich als Vater die Möglichkeit, mein Kind zu unterstützen, mit ihm zu lernen und es zu führen, wenn seine Noten in eine unerfreuliche Richtung zeigen. Also habe ich durchaus die Möglichkeit, aktiven Einfluss auf den weiteren Schulweg zu nehmen. Aber es ist ein mühevoller, entbehrungsreicher und harter Weg, und genau da liegt der Hase im Pfeffer unserer wohlstandsverwahrlosten Halligalli-Welt. Anstatt die Rückbesinnung auf familiäre Werte und familiäre Verantwortung zu fordern und zu fördern (oh wie reaktionär und ewiggestrig), wird sich an jenen ausgerichtet, die im Fernsehsessel oder im Kaffeehaus sitzend das eigene Kind als Klotz am Bein empfinden und wenn es nicht ganztägig in der Schule verbunkert wird eben auf die Straße schicken oder vor dem Bildschirm verblöden lassen.
      Ein privates Schulsystem fordert und fördert die Eigenverantwortung aller Eltern, und das ist es, was unsere Parteifeudalherren so fürchten wie der Teufel das Weihwasser: ein fragendes, denkendes, begreifendes und entscheidendes Volk, das zu der Erkenntnis kommt, dass es von jenen, die es zu seinen Dienern gewählt hat, in Wirklichkeit ausgenutzt, ausgepresst und in Abhängigkeit gedrängt wird. Unabhängigkeit, Freiheit, sieht anders aus, ganz anders! Aber so lange sich das Volk mit Parolen über Schulformen abspeisen lässt und ihm erklärt wird, da seien weise Experten, die alles besser wüssten, also solle es nicht denken sondern fröhlich in den Tag leben und schön brav allem vertrauen, was Leute sagen, die von der großen Führung als Experten benannt sind - so lange werden wir ein immer mieseres PISA-Ergebnis einfahren, egal wie teuer die Schule umgebaut und welcher staatlichen Stelle sie unterstellt wird.
      Ich wünsche noch einen schönen Tag!

    • TCM (kein Partner)
      13. Dezember 2010 08:38

      @Reinhard

      Nicht, dass ich @Mahlers Gesamtschulidee verteidigen möchte, aber mir scheint, dass Sie missverstehen, was Philipp Starl fordert. Er möchte offenbar gerne Privatschulen ohne staatliche Auflagen und vorgeschriebene Lehrpläne. Die Schulen können nach Belieben ihre Lehrinhalte festsetzen, und die Eltern frei entscheiden, in welche Schule sie ihre Kinder schicken. Ihr VErgleich mit der Privatwirtschaft hinkt also, weil Starls Ansatz viel radikaler ist.

    • mahler (kein Partner)
      13. Dezember 2010 09:01

      Reinhard

      Ich kann mir schon vorstellen, dass es Eltern gibt, die gerne ein rein "privates" Schulsystem hätten, Väter wie Sie, deren Weltbild auch laut eigener Angabe reaktionär und ewiggestrig ist, die sich eine Privatschule auf jeden Fall leisten können. Das Problem ist nur: Sie gehören einer Minderheit an und wir leben in einer Demokatie. Und eine Demokratie sollte für alle da sein, und die überwiegende Anzahl der Eltern Österreichs kann sich eine Privatschule nicht leisten und denkt auch nicht so wie Sie. Schicken Sie Ihre eigenen Kinder in eine Privatschule Ihrer Wahl (die Möglichkeit will ich Ihnen gar nicht nehmen) aber bitte, geben Sie anderen Kindern von weinger gut situierten Eltern die Möglichkeit, ebenfalls eine Schule zu besuchen. Diese Schulen müssen dann aber öffentlich sein, damit sie gratis sind.
      Zwei Sachen noch:
      1) Halten Sie mich nicht blöd. Ich bin Unternehmer und weiß sehr genau, wahrscheinlich besser als Sie, dass auch die Privatwirtschaft staatlichen Gesetzen unterliegt. Aber einem Herrn wie diesem Philipp Starl, der den Staat einzig auf die Justiz und die Sicherheit reduzieren will (welch grauenhafte Vorstellung), muss man leider mit dem total(itär)en Privatisierungsbegriff kommen, damit er begreift, dass er auf dem Holzweg ist. Und in seiner Replik auf mich tut er nichts anderes als sehr anschaulich aufzuzeigen, dass er der Überforderte ist und nicht ich (aber was soll man von einem verhätschelten Junghupfer erwarten, der offenbar selbst noch keine Kinder hat und glaubt, er sei so etwas ähnliches wie Ludwig XIV). Wenn er glaubt, Experten sind alles Vollkoffer, soll er doch in einem Pilotversuch die für ihn ideale Schule konstruieren. Aber besser doch nicht, denn die Kinder, die dann dort sein müssten (etwa weil es deren Eltern so wollen), würden mir leid tun. In dem Zusammenhang...
      ...2) Sie alle hier führen die Schuldiskussion aus dem Blickwinkel der Eltern. Sie alleine wollen entscheiden. Sie gehen aber dann nicht in diese Schule, sondern Ihr(e) Kind(er). Die Kinder müssen mehrere Stunden am Tag dort verbringen, nicht die Eltern. Deswegen sollte man danach trachten, das Beste für die Kinder zu finden, unabhängig davon, ob das jetzt dem elterlichen Weltbild entspricht oder nicht. Und die Argumente für eine "Gesamtschule" (oder vielmehr gegen eine zwangsweise Aufteilung der Kinder mit 10 so wie es jetzt bei uns passiert) sind einfach für mich viel zu stichhaltig - abseits aller Parteipräferenzen.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. Dezember 2010 09:13

      @TCM
      Nur kurz: Ich bin mir dessen bewusst und fordere ebenso die Autonomie der Lehrpläne und -inhalte.
      Nur eine Prüfungsautonomie kann es nicht geben und gibt es meines Wissens auch nirgends auf der Welt. So haben die Schulen natürlich einen gewissen Zwang, aber dieser Zwang gleicht jenem, der Automobilhersteller dazu zwingt, Airgabs einzubauen oder Räder anzuschrauben. Sie dürfen zwar darauf verzichten, werden das Produkt dann aber nicht los, weil es nicht zugelassen wird bzw. nicht funktionstüchtig ist.
      Also: Prüfungsinhalte eine staatlich organisierte Kommission erstellen lassen, Lehrpläne und -inhalte die Schulen autonom festlegen oder aus einem Pool freiwillig übernehmen lassen.

      Starls Ansatz mag radikaler klingen, aber auch er müsste Räder an Autos schrauben. Wir sind uns nur einig, dass es keiner staatlichen Regulierung der Abrolleigenschaften bedarf, denn nur Hersteller von rollenden Autos würden am Markt überleben, ebenso wie Anbieter guter Schulleistungen, messbar am Erfolg der ehem. Schüler, am Markt besser bestehen könnten.
      Qualität muss intern geregelt und nicht staatlich verordnet und als Regulierungsbehörde (=Tummelplatz für Parteipfründe) vergeben werden.
      Weniger Staat! (Dann wäre mehr Geld für Bildung frei, anstatt für Bildungseinrichtungsverwaltung und -regulierung, parteipolitisch motivierte Laborexperimente, Pfründeschacher und Steuergeldverschwendung für Müll, der den Schülern und auch den Steuerzahlern gar nichts bringt!)

    • Reinhard (kein Partner)
      13. Dezember 2010 09:28

      Herr Mahler, nicht "die Experten" sind "alle Vollkoffer", sondern die Politik wird immer nur jene zu "Experten" erklären und deren Meinung zulassen, die dem politischen Wunschbild entsprechen. Es gibt ebenso ganz andere Expertenmeinungen, die genau das Gegenteil vertreten, aber die werden - weil ungenehm - nicht als Experten zugelassen. Falsches Parteibuch, falsche Meinung - und weg vom Fenster. Wieso werden diese nicht gehört?
      Und nochmal: Es geht mir nicht um die Verhinderung einer Gesamtschule generell; wie es dort abläuft weiß ich aber selbst, da ich eine solche genießen durfte. Glauben Sie mir: für die Kinder war es nicht das Beste, nur für die Lehrer manchmal das bequemste. Ich bin nicht wegen dieser Schule erfolgreich geworden, sondern trotz ihr, denn meine Eltern haben mir beigebracht, was ich für das Leben brauchte. Viele Schulkollegen von mir sind heute noch hilflose Würstchen, trotz guter Abschlüsse.
      Ich finde es nur lächerlich, wie der Staat glaubt, durch das Herunterbeten eines Mantras ("Wir brauchen nur Gesamtschule, und alle Probleme werden gelöst!") das Volk einlullen zu können - schnell ein paar Millionen in eine "Reform" gesteckt, die nichts als eine Veränderung des Organigramms darstellt, und - damit Sie mal sehen, was unsere "Experten" für die sie bezahlenden Parteien so für einen Mist verbocken - dann fahren wir elektronisch geregelt mit 100 durch strömenden Regen, um keinen Feinstaub aufzuwirbeln. Auch das wurde den Leuten als umwelttechnisches Nonplusultra und Rettung der Gesundheit unserer Kinder verkauft und hat zig Millionen verbraten.
      Eine Änderung der Organisationsform, verbunden mit staatlichem Zwang - ich kann darin auch keinen einzigen Vorteil für mein Kind erkennen. Und ja, ich sehe das mit den Augen des Vaters, aber lehne es strikt ab, mir vorwerfen zu lassen, es wären nicht die Augen meines Kindes. Genau das Wohl meines Kindes steht im Vordergrund, und ich sehe keine Steigerung seines Wohles, wenn er in ein System gezwungen wird, anstatt sich seinen Platz selbst suchen zu dürfen. Mein Kind soll in Freiheit aufwachsen und nicht in staatlicher Knechtschaft - da will ich ihm einfach ersparen, was ich erleben durfte.
      So, jetzt muss ich aber weiterarbeiten, der Staat braucht Steuern für seine nächste Geldverschwendung.

    • mahler (kein Partner)
      13. Dezember 2010 09:45

      reinhard

      Wenn Sie in einer Gesamtschule waren, kann das nur ein "Schulversuch" gewesen sein, und was von diesen ewigen "Schulversuchen" zu halten ist, wissen wir wohl beide.
      Ich habe eine ganz normale AHS besucht. Ich hatte dort keine Probleme, obwohl sie mich mit einem Dreier und 5 Zweiern im VS - Zeugnis nur deswegen nahmen, weil die Schule nur 3 Gehminuten von mir zu Hause entfernt war - andernfalls wäre ich in der Hauptschule gelandet; andere Kinder hingegen, die zuvor mit mir in der VS waren und diese mit lauter Einsern abschlossen, hatten dort alle Probleme dieser Erde, zwei von ihnen sind in der dritten Klasse durchgefallen. Und daher kommt mein Ansatz: was ein Kind in der VS leistet, ist irrelevant für den späteren Schulerfolg. Deswegen darf man es einfach nicht vom VS-Zeugnis abhängig machen, ob ein Kind später in eine bessere oder schlechtere Schule geht. Die Trennung der Kinder mit 10 muss fallen, die Individualität der Kinder muss stärker betont werden, die Förderungsmöglichkeiten gehören ausgebaut. Wie Kinder zwischen 10 und 14 gemeinsam unterrichtet werden, zeigen andere Länder (mittlerweile sicher besser als zu Ihrer Gesamtschulzeit), da braucht man in Österreich das Rad nicht neu zu erfinden, die Entwicklungen haben schon anderswo stattgefunden.
      Auf den Wunsch nach einem privaten Schulangebot hat das keinen Einfluß. Aber im öffentlichen Schulwesen sollte auf die Trennung der Kinder mit 10 verzichtet werden.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. Dezember 2010 10:47

      Mahler, abschließend um die Diskussion nicht ins Endlose ausufern zu lassen:
      Nein es war kein Schulversuch sondern ein normales System, nur nicht in Österreich. Deswegen vertraue ich dem System nicht und sehe keine Lösung unserer Bildungsprobleme in einer Veränderung des Systems ohne Veränderung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
      Warum Sie abfällig von "Schulversuchen" reden, aber genau jene Experten, die diese "Versuche" verbrochen haben jetzt dabei unterstützen wollen, dieses System flächendeckend und zwingend umzusetzen, passt für mich nicht schlüssig zusammen. Wenn die Versuche schon Mist waren, wieso soll dann die Zwangsbeglückung besser sein? "Ich habe einen UFO-Landeplatz in der Kasachischen Wüste, kein Wunder, da will doch keiner landen - bauen wir lieber einen verpflichtend in jeder Stadt, dann haben die ET's die bessere Wahl und werden uns in Scharen besuchen!" Klingt ebenso logisch, und wir finden sicher Experten aus der Däniken-Akademie, die mir unterstützende Expertisen zukommen lassen.
      Auch Ihr voriger Hinweis, nämlich "Wir leben in einer Demokratie, und da muss man sich der Mehrheit unterordnen" klingt logisch, ja, ich finde ihn sogar bestechend. Nur verlange ich dann, dass das für ALLE Minderheiten gilt, denn wenn es um bestimmte Klientel geht, steht Minderheitenschutz plötzlich wieder vor Demokratie. Familien haben keine Lobby in Österreich; ich würde mir wünschen, es gäbe Verbände die so aggressiv und mit medialer Unterstützung die Interessen besorgter Eltern vertreten wie es mit sexuellen oder ideologischen Randgruppen geschieht.
      Wenn die Mehrheit bestimmt, wo es lang geht, dann fragen Sie mal das Volk, ob es eine Schule will, die nachweislich die Integration einer Minderheit unterstützt und vielleicht sogar die Leistung einiger Lernresistenter verbessert (was aus eigener Erfahrung nicht stimmt), dafür aber die Leistung der Lernwilligen drückt (was aus eigener Erfahrung durchaus stimmt), oder ob es einfach das bestehende System von parteipolitischem Einfluss und selbstherrlichem Zugriff durch die Politik säubern, mit fähigen Lehrern versehen und auf autonome Beine stellen will. Fragen wir doch mal das Volk, ob korrektes und gendergerechtes Formulieren, Anpassung an Ausländer, Verständnis für sexuelle Minderheiten oder Drogenjunkies wirklich unterrichtet werden müssen, wenn ein Drittel der Abgänger nicht rechnen und lesen kann.
      Ich wäre auf die Antwort gespannt und bin mir nicht sicher, ob ICH wirklich Mitgleid einer so kleinen Minderheit bin.
      So, aber jetzt muss ich wirkliuch weiterarbeiten, auch flexible Arbeitszeit kennt ihre Grenzen.
      Es war mir trotz entgegengesetzter Ansichten eine Freude, mit Ihnen über dieses Thema zu diskutieren. Ich wünsche noch einen schönen Tag!

    • mahler (kein Partner)
      13. Dezember 2010 11:46

      reinhard

      Auch ich muss arbeiten (ich bin, wie ich schon schrieb, Unternehmer), aber auch ich nehme mir noch einmal die Zeit.

      Wenn Sie in einer Gesamtschule waren und diese war kein Schulversuch, so war das offenbar nicht in Österreich, denn bis dato gab es meines Wissens nach bei uns nur die IGS (integrierte Gesamtschule), und das eben als Schulversuch (einer meiner Freunde aus meiner Kindheit ging dorthin). Die "Neue Mittelschule" gibt es noch ncht so lang. Und ich meine nicht die Schulversuche in Österreich. Ich bin vielmehr dafür, dass wir in Österreich Anleihen in Skandinavien nehmen, die wissen, wie man eine gemeinsame Schule der 10 - 14jährigen führt, dort ist das kein Schulversuch mehr, sondern seit Jahrzehnten erfolgreiches Regelwerk.

      Welches Schulsystem die Mehrheit will, läßt sich sehr leicht feststellen, indem man die jetzt gültige 10%-Grenze für die Neue Mittelschule aufhebt, schaut, wie viele Kinder dann dorthin gehen und erhebt, wie erfolgreich diese Kinder dort unterrichtet werden. Jetzt kommt A.U. gleich mit dem Argument, dass diese Schulen mehr Geld bekommen, das ist aber logisch, weil diese Schulen auf Grund ihrer Organisation auch mehr Geld benötigen (z.B. 2 Lehrer in der Klasse, das gibt es z.b. in Schweden auch).

      Und was die Schulautonomie betrifft: das schließt weder eine Gesamtschule aus noch öffentliche Schulen. Man kann Schulen sehr wohl autonom führen - betreffend Lehrerauswahl z.B. - und sie trotzdem Teil des Regelschulwerks sein lassen - genau das fordern viele Experten ebenfalls und auch das unterstütze ich. Mein Ansatz ist der: der Staat bestimmt Lehrplan und Schulorganisation, die Führung der Schule selbst obliegt eben dieser Schule. Direktors- und Lehrerposten werden von der Schule öffentlich ausgeschrieben, die Schule entscheidet auch, wer angestellt wird. Neben dem Regelschulwesen, das eine gemeinsame Schule von 10 - 14 vorsieht, gibt es, wenn gewünscht, privat geführte AHS - Unterstufen, die, wenn diese wollen, auch Aufnahmsprüfungen abhalten können. Ab 14 gibt es dann öffentliche wie auch private weiterführende Schulen, deren Abschluß die Matura ist. Abgeschafft werden muss auf jeden Fall die zwangsweise Trennung der Kinder mit 10.

      Und was den Minderheitenschutz betrifft: den Schutz einer Minderheitenmeinung gibt es nicht, das würde die Demokratie ad absurdum führen. Vielmehr geht es um ethnische Minderheiten (Kärntner Slowenen z.B.). Sexuelle Orientierung ist für mich Privatsache, fest steht aber auch, dass man gesellschaftliche Entwicklungen wie z.b. gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften akzeptieren und sie zivilrechtlich gleichstellen sollte (ich meine z.b. Wohnrecht, Erbrecht u.dgl.).

      Ihnen auch Danke für die Diskussion.

    • Josef Maierhofer
      13. Dezember 2010 17:58

      @ mahler

      Nur muß dann die Gesamtschule mit dem gleichen Geld auskommen, wie jeder andere Schultyp und nicht mit einem Gupf Geld erkauft werden.

    • Josef Maierhofer
      13. Dezember 2010 18:04

      ... wie wäre es mit mehr Lehr- und Lernfreiheit ?

  9. ViennaCodePoet (kein Partner)
    12. Dezember 2010 17:56

    @Intelligenz ist nämlich ein bildungsunabhängiges Phänomen.

    So ein Quatsch, ohne die Möglichkeit zur maximalen Potentialentwicklung verkümmern die besten Anlagen.

    Und ohne diese Potentialentwicklung wären wir alle - in Graden - Kaspar Hauser

    Ansonsten rate ich zur maximalen Individualisierung, alle über einen Kamm scheren war gestern.

    In welcher Schulform diese Individualisierung stattfindet wird letztendlich keine Rolle spielen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 18:48

      Da es Intelligenztests bereits für 2,5-Jährige gibt, wird "Bildung" wohl keine Rolle dabei spielen können.

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 18:54

      Neppomuck wieder einmal völlig entfernt von wahrem Intellekt. Dass Bildung keine Rolle spielen kann, nur weil es Bildungstests für 2,5- Jährige kommt auch nur in Ihrer Welt vor. Glauben Sie auch, dass Muskelkraft nichts mit Training zu tun hat, nur weil man 2,5- Jährige einem Krafttest unterzieht?

      Logik ist Ihre Stärke nicht.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:01

      Was an meinem oben stehenden Satz ist nicht zu verstehen, Herr Starl?

      Das war jetzt eine "Intelligenzfrage".

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:08

      Nein - nur 2,5 Jahre Kindesentwicklung...

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 19:09

      Ich habe ihn im Gegensatz zu Ihnen verstanden. Bildung hat nichts mit Intelligenz zu tun, weil man Ungebildete einem solchen unterzieht. Verstehen Sie den Fehler noch immer nicht?

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 19:14

      Ich helfe nach. Dass man Zweieinhalbjährige einem Intelligenztest unterzieht, beweist nur, dass es von Geburt an verschiedene Intelligenzquotienten gibt. Den Einfluss der Bildung auf die Intelligenz klammert dieser Umstand aber aus.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:16

      @Starl
      Unsere Posts haben sich überkreuzt...

      ich wollte schon, das Beispiel mit dem Sportler bringen ... war mir dann doch zu blöd...

      @Potentialentwicklung
      Fängt mit der Geburt an und endet mit dem Tod. Immer wieder erstaunlich was möglich ist.

      Aktuell mit einer 84-jährigen Bekannten konfrontiert, die sich mit Kunsttherapie gegen die einsetzende Demenz stemmt... die Dame ist wie verwandelt... heuer gestaltete sie ihre Weihnachtskarten selbst... nächstes Jahr möchte sie im privaten Kreis ausstellen...

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:31

      Oje, Herr Starl.
      "Bildung hat nichts mit Intelligenz zu tun ...?"

      Falsch.
      Intelligenz hat nichts mit Bildung zu tun, das ist der Punkt.

      Versuchen wir es anders:
      Intelligenz entspricht (m.M.n.) im übertragenen Sinne der Leistungsfähigkeit des Haupt=Arbeitsspeichers ihres PC (Pers. Comp.), Bildung der Zahl und der Qualität der Arbeitsprogramme.

      Aber damit wir nicht aneinander vorbeireden:
      Das (semantische) Verständnis von "Intelligenz" ist sehr chaotisch.
      Schaffen sie es, in genau 10 Minuten eine Definition davon, die ihrem Dafürhalten entspricht, hier hereinzustellen? (Nicht abkupfern, bitte!)
      Ich werde das tun.
      Dann mag man vergleichen.
      Also.
      19:42 Uhr, sozus. "bei Philippi".

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:43

      Hu uuu, Herr Starl!
      Sie könnten auch "nein" sagen,

      Egal.

      Hier meine Variante:
      „Intelligenz“ bedeuten die kombinatorisch auftretende Fähigkeiten von Umsicht, Einsicht und Voraussicht, die mit Merkfähigkeit (Gedächtnis), mit der Bereitschaft zur kritischen Analyse und mit Kreativität (Synthese) einhergehen muss, um den Anforderungen an menschliche „Intelligenz“ zu entsprechen. Sie ist bis zu einem gewissen Grad trainierbar, d.h. eine Steigerung ist möglich. (Wobei die Kenntnis des „Algorithmus der Intelligenz“ hilfreich ist.)
      Verteilung und Spitzenwerte sind auch messbar, doch ist die Messgenauigkeit dieser Verfahren nicht besonders präzise und hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab, da Alter und die prägenden Kräfte des Umfeldes nie gleich sind. In der Literatur wird sie anhand einer Gaußschen Normalverteilungskurve dargestellt, die etwa von 65 bis 145 reicht. Vor allem in den Grenzbereichen (oben wie unten) ist eine präzise Feststellung des Wertes nicht möglich, da die Messfehler oft weit über die Abstände auf der Werteskala hinausgehen.
      Fest dürfte stehen, dass bei gleichem Informationsstand der intelligentere Proband bessere Ergebnisse (Problemlösungen) liefern wird.
      Man könnte sie darüber hinaus als sogenannte „Sekundärtugend“ bezeichnen, da ethische Werte an sich bei der Feststellung keine Rolle spielen. Auch wird oft von „sozialer“ sowie „emotionaler“ Intelligenz gesprochen, was aber mit „Intelligenz“ (intellegere = lat. „begreifen“) im engeren Sinne nichts zu hat.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:43

      Den nächsten PISA-Test dann bitte mit Schwerpunkt Biologie. Wir scheinen ja wirklich das PISA-Dodelland zu sein.

      Neppomuck - ihnen kann bei einem Autounfall ein Balken durchs Gehirn jagen und sie werden dadurch nicht notwendig weniger intelligent.

      Das lebende Gehirn kann enorm viel ausgleichen, wie das Beispiel meiner 84-jährigen Bekannten zeigt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:47

      Warum denn immer gleich "ad personam", Herr Poet? (oder doch "Densior"?)

      Das ist nur ein Zeichen von Schwäche.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:55

      Bilden sie sich einfach in den Neuro Sciences weiter bevor sie peinlichst posten.

      Literaturempfehlung: http://faculty.washington.edu/chudler/neurok.html

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 19:58

      Nein nein Neppomuck, Sie haben mit Ihrem PC- Beispiel hervorragend demonstriert, wie Ihre Position aussieht.

      Dann darf ich Ihnen Bildungsmangel attestieren. Im Gegensatz zum Arbeitsspeicher des Computers wird der menschliche Arbeitsspeicher erhöht, wenn man die Programme erhöht. Wenn Sie das bestreiten, bitte, dann lesen Sie doch bitte ein paar Beiträge zur Korrellation von Bildung und Intelligenz.

      Und:

      "Bildung hat nichts mit Intelligenz zu tun ...?"

      Falsch.
      Intelligenz hat nichts mit Bildung zu tun, das ist der Punkt.


      Die die beiden Faktoren korrellieren, ist es egal, was man an erster Stelle des Satzes stellt, versuchen Sie also nicht wieder in pseudointellektueller Natur mit Rabulistik Ihren Inhalt aufzuwerten.

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 19:59

      ... die Zahl der Programme erhöht.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:59

      "The smell of a flower - The memory of a walk in the park - The pain of stepping on a nail. These experiences are made possible by the 3 pounds of tissue in our heads...the BRAIN!!"

      Sehr aufschlussreich.
      Nur, das beherrscht ein Dackel auch.

      btw. - wieviel "pounds" stehen ihnen denn so zur Verfügung, Wertester?

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:04

      Und wie sieht ihre "Position" dazu aus, Herr Starl?

      Das wäre nämlich die Aufgabe gewesen.
      Dass Synapsen kommen und gehen ist ja einigermaßen bekannt.
      Dennoch hat jeder Mensch da seine Grenzen.
      Der eine eben weiter unten, der andere weiter oben.

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 20:07

      Das Thema ist nicht meine Position, sondern dass Sie in Ihrer Replik diese Korrellation negierten, und zwar mit den Worten:" ...wird Bildung wohl keine Rolle dabei (Intelligenz) spielen können.".

      Wenigstens sehen Sie es jetzt ein.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:10

      Na ja, mit der "Bildung" von 2,5-Jährigen wir es nicht weit her sein.
      Dennoch kann die Intelligenz auch in dieser Alterskategorie gemessen werden.

      Was also wäre da "einzusehen"?

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 20:13

      Sie kapieren es ja noch immer nicht, unglaublich. Natürlich kann man Intelligenz in diesem Alter messen. Das beweist aber nur, dass Intelligenz in dem Alter vorhanden ist, nicht mehr. Daraus abzuleiten, Bildung habe daher nichts damit zu tun, ist ein unzulässiger Schluss.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:22

      Irgendwie "semanticken " sie nicht richtig, Herr Starl.
      Wenn man intelligent sein kann, ohne Bildung aufzuweisen, dann wird wohl von einer "Bildungsunabhängigkeit" der Intelligenz zu sprechen sein.
      Dass Intelligenz die Bildungschancen erhöht, ist auch klar. Oder sollte es sein.

      Siehe meine Definition:
      "Merkfähigkeit, Analyse, Synthese ... usw." Also die Möglichkeit, Zusammenhänge zu erkennen.

      Soll heißen - je mehr Intelligenz, desto mehr "Bildungsfähigkeit".

      Oder ist das alles wirklich so schwer?
      Dann täte es mir leid, sie überfordert zu haben.

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 20:27

      Wenn man intelligent sein kann, ohne Bildung aufzuweisen, dann wird wohl von einer "Bildungsunabhängigkeit" der Intelligenz zu sprechen sein.


      Und dass genau dieser Schluss den Gesetzen der Logik widerspricht, werden Sie heute anscheinend nicht mehr kapieren. Macht nichts, drüber nachdenken, vielleicht kommen Sie ja mal drauf.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:33

      "Ihrer Logik", Herr Starl.
      Oder befleißigen sie sich hier der berühmt-berüchtigten "weiblichen Logik".

      Was ihnen auch nicht weiterhülfe, da es nur eine (wahre) Logik gibt.
      Tja, 'shit happens'.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:36

      Einzusehen wäre, dass die Messung mit 2,5 Jahren anders ausfällt, falls das Kind sein angelegtes Potential ab der Geburt nicht entwickelt hätte - aus welchen Gründen immer.

    • Philipp Starl
      12. Dezember 2010 20:51

      Das wird der werte Leser selbst entscheiden, welcher Schluss nun mit den Gesetzen der Logik kompatibel ist. Ich bin mir meiner sicher. Sie auch? Dann ist ja alles in Ordnung.

  10. Neppomuck (kein Partner)
    12. Dezember 2010 17:29

    Aus „Die Neue Mittelschule“, homepage:

    „Die Neue Mittelschule ist eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen mit einer neuen leistungsorientierten Lehr- und Lernkultur.“
    Aha, die alte Mittelschule war also nicht "gemeinsam", nicht "leistungsorientiert" und "ohne Lehr- und Lernkultur".
    Und das ist in den letzten 6 Jahrzehnten keinem aufgefallen?


    Weiter im Text:
    „Das individuelle Fördern der Schülerinnen und Schüler steht dabei im Zentrum.“
    Bisher hat man also „kollektiv“ gefördert? Und zwar außerhalb des Zentrums … oder wie?

    "Das Resultat der Neuen Mittelschule sind beste und faire Voraussetzungen für den weiteren Bildungsweg aller Kinder."
    Alle wissen zwar weniger, aber immerhin gleich viel. Das ist vielleicht fair, hat aber nichts mit „beste“ zu tun. Siehe „handicap“ für Begabte.

    „In der Neuen Mittelschule stehen die Kinder im Zentrum des Unterrichtsgeschehens. Um erfolgreich und nachhaltig zu lernen, muss Schule Freude machen. Neue Unterrichtsformen und neue pädagogische Konzepte machen das Lernen zum Erlebnis. Schülerinnen und Schüler erarbeiten ihr Wissen selbst und werden zur Selbständigkeit angeleitet: Es geht um das Begreifen und Verstehen von Lerninhalten und die Anwendung des Gelernten.“
    Geschwafel.
    „Im Zentrum des Unterrichtsgeschehens“ – davon sollte man ausgehen können.
    „Erfolgreich und nachhaltig“ - „Freude machen“ - „Neue Formen und Konzepte“ – klingt alles ganz toll.
    „Erarbeiten ihr Wissen selbst“ … „Selbstständigkeit“ … „Begreifen und Verstehen“ . Ja, das ist „Schule“ vom Feinsten. War so aber auch immer. Theoretisch, wie eben hier auch.


    „So wie ein guter Trainer für jeden Sportler in der Mannschaft einen eigenen Trainingsplan erstellt, um seine Fähigkeiten optimal zur Geltung zu bringen, erstellen die Lehrerinnen und Lehrer an den Neuen Mittelschulen für jedes Kind einen individuellen Lernplan.
    Kinder erhalten genügend Zeit und Unterstützung, um Lerninhalte im eigenen Lerntempo erfassen zu können. Dank des vermehrten Angebots von pädagogischer Betreuung auch am Nachmittag ist zusätzliche, kostenintensive Nachhilfe überflüssig.“

    Viel Spaß bei der „individuellen Betreuung“. Zeit und Geld spielen keine wie immer geartete Rolle. Mir hams ja.

    Und auf Grund solcher Spintisierereien werden wir unausweichlich wieder die Spitze der abendländischen Kulturnationen erklimmen?

    Wer noch lachen kann, soll das tun.
    Mein Glückwunsch zu so viel Galgenhumor.

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 17:40

      Schön, dass auch die Resultate bei diesem Laborexperiment an lebenden Kinderhirnen bereits bekannt sind. Deswegen stehen die ländlichen HS auch schon Schlange... oder vielleicht doch wegen dem Geldregen, der damit verbunden ist?

      Irgendwie denkt man sich bei dem Geschwurbel, das mich an die üblichen Schmalztexte erinnert, die in den Besucherräumen jeder Verwaltung als "Leitbild" an die Wand getackert sind (ich frage mich nur, ob das "t" nicht doch ein "d" sein sollte) und höchstens als kabarettistische Humoreinlage taugen, dass irgendwann auch der beste Alkohol an die Grenzen seiner Möglichkeiten stößt.

    • Undine
      12. Dezember 2010 19:20

      Wetten, daß auf diese Schalmeientöne genug dumme Eltern dummer Kinder hereinfallen werden?

      Das Erstellen INDIVIDUELLER LEHRPLÄNE möchte ich sehen! Es wird drauf hinauslaufen, daß die nächste Forderung unserer Gutmenschen lautet:

      JEDEM "lernschwachen" SCHÜLER, JEDER "lernschwachen" SCHÜLERIN einen EIGENEN lEHRER/ eine EIGENE LEHRERIN, denn anders wird's nicht zu schaffen sein.

      Die begabten Kinder müssen halt selber schauen, wie sie zurechtkommen.

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 20:58

      Undine, das einzige Glück der begabten Kinder ist, dass sie genau das auch meist können - selber schauen, wie sie zurechtkommen.
      Genau deshalb werden sie, wenn sie dann Erfolg haben, so gehasst und beneidet.

  11. Karl (kein Partner)
    12. Dezember 2010 15:49

    Fernsehen macht blöd. Ja, vor allem linksgrünes ORF-Trottel-Fernsehen.

  12. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    12. Dezember 2010 12:59

    Ich wusste nicht, dass in Gesamtschulen am Nachmittag nur fernsehschauen am Programm steht!

    • Josef Maierhofer
      12. Dezember 2010 15:27

      Die Gesamtschulen sind nur eine Ideologie der SPÖ und der Grünen in Österreich.

      1960 war unser Schulwesen eines der besten in der Welt. Damals waren nirgends Gesamtschulen bei uns.

      Heute ist der Output, das Wissen der Schulabsolventen, 37% des Ergebnisses von 1960.

      In dieser Zeit dazwischen wurden die Lehrer 'entmachtet' (behindert von der Politik), die Direktoren 'eingefärbt' (nur Parteigänger werden genommen unbeschadet jeder Fähigkeit - etwa Dir. Wurm Steiermark als Beispiel), den Gewerkschaften bestimmender Raum eingeräumt, der Schulstoff zu Parteipropaganda veruntreut (die Kinder lernen nicht mehr das Wesentliche, wie Schreiben, Lesen, Rechnen, sondern das Unwesentliche, Gender, P.C., Plakate küssen, etc.) und das erhgibt den erwähnten Output.

      Die Familien wurden zerstört, man kann von einem Gehalt nicht mehr leben, die Kinder werden entweder immer weniger oder Schlüsselkinder oder Vergewaltigte des Parteiapparates (Kinderkrippe, Kindergarten, Ganztagsschule, Tagesheim, ...). Diese Kinder sind meist sich selbst überlassen und werden mit Fernsehen ruhiggestellt, satt daß sie Zuwendung und Anregung zu sinnvoller Beschäftigung und Förderung ihrer Zukunft erfahren.

      Also Gesamtschulen haben nicht Fernsehen am Programm, sondern sind an sich ein 'Fernseh'-programm, fern der Familie, fern der Liebe und Zuwendung und daher fern von Eigenständigkeit, etc., die Kinder können alles von ferne sehen und erleben, und das ist nahe der entsprechenden Partei, die das betreibt.

      Würden unsere Kinder auch jene Zuwendungen bekommen, wie sie den Parallelwelten zugestanden werden, bzw. wäre unsere Gesellschaft gesund und könnte man als Familie von einem Gehalt leben, wenn wir also nicht so hohe Abgaben zahlen müssten für Unnötiges, würden wir Politik, Parteien, Gewerkschaften und Ideologien aus dem Schulwesen verbannen, so hätten wir für die Zukunft nichts zu fürchten und auch die PISA Werte kämen langsam wieder auf das Niveau von 1960.

      Nicht die ideologische Gesamtschule brauchen wir, wir brauchen die Familie. Nicht die Parteipolitik brauchen wir als Schulstoff, sondern das Wesentliche, Lesen, Schreiben, Rechnen, Geographie, Geschichte, Chemie, Naturgeschichte, etc.

    • Franz L
      12. Dezember 2010 15:37

      @ Josef Maierhofer

      Wie fast immer, ein ausgezeichneter Kommentar!

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 16:32

      @Josef Maierhofer

      Wissen Sie, wer in Frankreich die Gesamtschule eingeführt hat? Charles de Gaulle. Ein Paradelinker also!
      Wissen Sie, welches Schulsystem die USA haben? Die Gesamtschule! Die USA - ein linkes Land?
      Unabhängig davon, ob jetzt die Schulen da wie dort gut oder schlecht sind - die Gesamtschule als linksgrüne Ideologie zu bezeichnen, ist angesichts dessen zumindest merkwürdig, wenn nicht sogar idiotisch.

      Die Familien werden zerstört? Wie können es Frauen wagen, arbeiten gehen zu wollen, ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu wollen, eine eigene Ausbildung zu machen und ihr eigenes Geld verdienen zu wollen! Pfui Teufel!

      Eine Ganztagsschule setzt die Kinder vor den Fernseher? Stehen in Ganztagsschulen lauter TV - Geräte herum?

      In Gesamtschulen wird Parteipolitik gelehrt? Interessant! Gibt es in Ländern mit Gesamtschule lauter Parteikader?

      Merken Sie, wie lächerlich Ihr Posting ist?

    • phaidros
      12. Dezember 2010 16:37

      Das nicht.

      Aber es kann doch nicht angehen, dass man allen die Kinder weg nimmt, auch denen, die sich gut um deren Erziehung gut kümmern wollten und würden. Dort hüpft das Komma.

      (Außerdem müssten wir, glaube ich, zw. Ganztagsschule und Gesamtschule differenzieren, soll aber hier wurscht sein)

      BG/phaidros

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 16:46

      phaidros

      Es würde schon genügen, wenn alle Eltern, die ihre Kinder in eine Ganztagsschule geben wollen, dies auch tun könnten. Aber nicht einmal das ist gewährleistet. Stattdessen geben solche Eltern Unsummen für eine Nachmittagsbetreuung aus. Und das würde ich tatsächlich abschaffen. Wenn schon Kinder den ganzen Tag in der Schule sind, sollten diese Schulen auch so geführt werden, wie es pädagogisch das Beste ist.
      Ich tendiere aber aus einem anderen Grund dazu, die Ganztagsschule im Regelschulwesen verpflichtend einzuführen: es würde die Bildungs- und Integrationschancen von Migrantenkindern erheblich verbessern.

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 17:09

      Mahler, eine wunschweise Ganztagsschule trifft auch nicht wirklich auf Widerstand (ich hätte dagegen gar nichts einzuwenden), der Widerstand gilt dem Zwang.
      Ich sehe nicht ein, warum mein Kind mir am Nachmittag weggenommen werden soll, weil Kinder von Migranten dann bessere Integrationschancen haben könnten (was nicht erwiesen ist, aber im Bereich Bildung reicht ja Wunschdenken für Experimente bereits aus, siehe NMS und tausende andere "Schulversuche" die nichts anderes sind als praktische bildungsorganisatorische Laborversuche an lebenden Kindern).
      Es kotzt mich schon an, dass ich meinen Sohn verpflichtend in den (bis dahin nicht mehr gratis angebotenen, also Zwangsenteignung!) Kindergarten abliefern MUSS, weil es Migrantenkinder mit mangelhaften Sprachkenntnissen gibt und irgendwelche "Spezialisten" in ihrer Glaskugel gesehen haben, dass Kindergartenzwang dagegen hilft.
      Der Staat hat nicht das Recht, die Autonomie der Familie und seiner eigenen Staatsbürger zu zerstören. Der Staat geht damit zu weit, viel zu weit, und das weiß er auch, weswegen er den wachsenden Widerstand gegen diese Entwicklung mit "Terror"-Paragrafen und Maulkorbgesetzen im Keim zu ersticken sucht. Wenn die Probleme Migrantenkinder betreffen, dann sollen jene von mir aus eine Verpflichtung bekommen (bei Verpflichtungen nur für Staatsbürger sind wir ja auch nicht zimperlich).
      Und ja, ich bin ein egoistisches A**loch, dem das Wohl des eigenen Kindes und das Glück der eigenen Familie dreimal mehr Wert ist als die Befindlichkeiten integrationsunwilliger oder -unfähiger Migranten. Deshalb empfinde ich es als Frechheit, Präpotenz und persönlichen Angriff auf mich und meine Familie (gegen den sich zu wehren Recht und Pflicht jedes Staatsbürgers ist), wenn der Staat auch nur überlegt, mir mein Kind (und sei es nur stundenweise) wegzunehmen, mir die Autonomie der Entscheidung über seinen weiteren Bildungsweg zu entziehen und mich und mein Kind zu entmündigen und zu unterdrücken!
      Wenn wir Probleme mit Migrantenkindern haben, warum müssen WIR diese Probleme lösen, und warum lösen wir das Problem nicht auf die einfachste Art (so und jetzt nicht vergessen, die Nazikeule auszupacken): Jene Familien, deren Kinder in Österreich nicht einschulungsfähig sind, dürfen dies in ihrer Heimat versuchen, guten Flug!

    • simplicissimus
      12. Dezember 2010 17:15

      s.g. herr mahler!

      es ist so leicht von lächerlichen postings zu reden, wenn man einen ganz anderen standpunkt hat. ich habe mich bei ihrem posting zwar nicht zerkugelt, aber lächerlich überheblich und gedankenlos finde ich es schon, dass sie einer gesellschaftsentwicklung das wort reden, die zu einem dramatischen schrumpfen derselben führt. dieses schrumpfen wird noch nicht so wahrgenommmen, da die menschen immer älter werden und da noch die babyboomer sind. dahinter kommen aber extrem geburtenschwache jahrgänge, die "humane" politische und pseudowirtschaftliche geistesriesen mit zigtausenden menschen aus einfachsten schichten von entwicklungsländern auffüllen. ja, toll, die frauen befreien sich und sterben mitsamt ihrer selbstverwirklichung aus. ich kann mich kaum halten vor lachen. und das hat viel viel weniger mit fehlender ganztagsbetreuung zu tun sondern mit massivem egoismus indoktriniert von menschenverbesserungskasperln. weil wir soviel über lächerlichkeit reden.
      ich lebe selber in einem entwicklungsland, leiste dort entwicklerische basisarbeit quer durch alle gesellschaftsschichten und ich wundere mich über die hohe geburtenrate, obwohl sich die frauen keine kinder leisten können und ganztagsbetreuung ein fremdwort ist. und ich sehe täglich das dér entscheidenste faktor für eine gesellschaftsentwicklung die innere einstellung von menschen ist.

      eine gesamtschule wird in keiner weise unsere gesellschaftsentwicklung besser beeinflussen. das ist eine milchmädchenrechnung. es hängt von der inneren einstellung der menschen ab, und die ist eben aus genannten gründen nicht gegeben.
      merken sie, wie lächerlich ...

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 17:34

      @simplicissimus
      Sie sprechen mir aus der Seele!

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 18:12

      simplicissimus

      Sie werden die Menschen nicht ändern können. Wenn Sie es versuchen, etwa mit gesetzlichem Zwang oder durch finanzielle Zuwendungen für die "Genehmen" und Sondersteuern für die anderen, wird das auch nichts ändern. Die Politik muss sich nach der Gesellschaft richten und nicht die Gesellschaft nach der Politik, vor allem dann nicht, wenn das von der Politik vertretene Gesellschaftsbild ein Minderheitenprogramm ist. Und Sie werden es nicht schaffen, die Zustände in einem Entwicklungsland auf das 7. reichste Land der Welt zu übertragen. Oder wollen Sie Österreich zu einem Entwicklungsland machen, nur damit Ihr Gesellschaftsbild besser Fuß fassen kann?

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:12

      reinhard

      In Schweden wurde von den Sozialdemokraten die Ganztagsschule (nicht die Gesamtschule, die gab es dort schon wesentlich länger) u.a. genau deswegen eingeführt, nämlich um die Integration und Nildungschancen von Migrantenkindern zu verbessern und sie aus ihrem Milieu herauszuholen. Das hat eine zeitlang wunderbar funktioniert. Die Ergebnisse waren sichtbar, es gab in der Schule und auch außerhalb wesentlich weniger Probleme mit ihnen. Es lief solange gut, bis die Bürgerlichen eine Aufhebung des Zwanges zur Ganztagsschule durchsetzten. Auf einmal waren die Integrationsbemühungen dahin, weil natürlich auch die Migrantenkinder nicht mehr dazu verpflichtet waren, in eine Ganztagsschule zu gehen. Auch bei ihnen beriefen sich die Eltern auf das Recht, frei zu entscheiden, wohin sie ihre Kinder geben. Und es waren vor allem die Eltern von Migrantenkindern, die nach dem Fall des Zwanges ihre Kinder aus den Ganztagsschulen nahmen.
      Niemand will Ihnen Ihr Kind wegnehmen. Aber eine Politik muss auf das Gesamtbild schauen, nicht auf die Begehrlichkeiten einiger Leute, die nicht weiter denken können oder wollen als bis zur eigenen Familiengrenze. Politik funktioniert nur nach Zahlen, entweder in Bezug auf Geld oder in Bezug auf Statistiken. Und wenn man ein Problem erkennt (und die Integration von Migranten ist eines) muss man im Rahmen seiner Möglichkeiten handeln. Und das Hinauswerfen von Migranten ist in den meisten Fällen keine Möglichkeit. Die Zahlen müssen aber stimmen, so oder so. Daher muss man danach trachten, dass der messbare Grad an Integration so hoch ist wie möglich. Die Ganztagsschule ist da sicher kein Allheilmittel, schon gar nicht das einzige, aber sie ist eine realistische und erfolgversprechende Möglichkeit. Aber ich bin mir sicher, man fasst sie bei uns nicht nur deswegen ins Auge. Die Vorteile, die auch Nicht-Migrantenkinder von ihr haben, sind mehrfach bewiesen und liegen auch auf der Hand - die Aufmerksamkeitsphase der Kinder konzentriert sich einfach nicht nur auf den Vormittag und die Mittagsstunden. Und ich spreche vom Regelschulwesen. Wie das kostenpflichtige Privatschulen handhaben, ist deren Sache. Die wenigen Migrantenkinder, die dann auch dort hingehen werden, sind vernachlässigbar.

    • Undine
      12. Dezember 2010 19:28

      @Reinhard

      Ihre Beiträge zu lesen, macht mir immer große Freude, speziell ihr Beitrag oben ist eine reine WOHLTAT! Da ist kein Wort zu viel. Herzlichen Dank!

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:29

      Mahler, Sie gehen von Dogmen aus.
      Dogma Nr.1, es gibt Probleme mit Migranten, weil das scheinbar vielen von denen in der Natur liegt (und in diesem Punkt stimme ich Ihnen sogar zu), aber Dogma Nr.2, nämlich WIR müssen die Probleme lösen weil das Hinauswerfen integrationsunwilliger und -verweigernder Migranten "keine Möglichkeit" darstellt, kann ich so nicht stehen lassen.
      Wieso soll das so sein? Wieso "müssen" wir uns anpassen, zurückstecken, den anderen nachgeben - wieso klagen Migranten in Schweden die Unterlassung von etwas ein, zu dem ich sie nur verpflichten muss? Aber wie bereits vorher angedeutet: Verpflichtungen nur für Einheimische gehen in Ordnung, solche nur für Migranten lassen die Lichtschwertritter mit ihrer Nazikeule und "Menschenverachtung" aus den Löchern kriechen.
      Warum wir Migranten brauchen, die mit uns nichts am Hut haben und denen unsere Zukunft scheißegal ist, konnte mir noch niemand schlüssig erklären. Die Pensionserarbeitungslüge glauben heute ja nicht mal mehr deren einstige Erfinder.

      Und vielleicht ist meine Haltung engstirnig, weil ich das Wohl meines Kindes vor das fremder Kinder aus lernunwilligen Kreisen stelle, aber genau das ist mein Recht! Ein Staat, der das Wohl ausgewählter Kreise vor das Wohl der einzelnen Bürger stellt, ist eine Diktatur und ein verbrecherisches Konstrukt; denn das größte Verbrechen eines Staates besteht darin, gegen die Bürger des eigenen Volkes, also den Souverän, vorzugehen.
      Weniger Staat!

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 22:03

      reinhard

      Wo Sie bei mir herauslesen, dass wir uns den Migranten anpassen sollen, entzieht sich meiner Kenntnis. Das steht einfach nicht drinnen. Vielmehr bin ich dafür, dass wir den Migranten helfen, sich uns anzupassen. Da ist in unserem eigenen Interesse.
      Wenn Sie aber natürlich die Keule schwingen wollen und alle Migranten rauswerfen wollen, damit Ihrem Kind vielleicht eine Ganztagsschule "erspart" bleibt, muss ich Ihnen leider sagen, dass Sie damit nicht durchkommen, weil die Politik eben nicht für Sie alleine, sondern für alle Menschen eines Landes verantwortlich ist und umfassende Lösungen suchen muss. Allen Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann und wenn man es doch versucht, kommen immer nur halbherzige Lösungen heraus, die niemandem wirklich helfen und eigentlich nur alles beim Alten lassen.
      Ich bin mir sicher: für die überwiegende Mehrheit der in Österreich lebenden Kinder (und um die geht es hier zuallererst, die Eltern kommen erst lange danach) bringt eine Ganztagsschule nur Vorteile, aus unterschiedlichen Gründen.

    • simplicissimus
      13. Dezember 2010 11:55

      mahler: wenigstens bemühen sie sich zu diskutieren.
      ich habe weder gesagt, dass ich entwicklungslandzustände in ö einführen möchte, noch die menschen ändern möchte. die indoktrinierungspolitik der linken hat zu einer veränderten einstellung der menschen geführt, die sich wiederum gesellschaftlich sehr nachteilig auswirkt.
      in beiden fällen, im "entwicklungsland" sowie in österreich sind wir von einem "gesunden" gesellschaftsentwicklungsstand sehr weit entfernt.
      in beiden fällen hatten wir einen solchen schon, doch wurde das optimum oder gleichgewicht aus jeweils verschiedenen gründen wieder verlassen.

    • Josef Maierhofer
      13. Dezember 2010 13:07

      @ mahler 16:32

      Da mißverstehen Sie mich aber gewaltig.

      Mir geht es nicht um Parteien, die verachte ich alle in Österreich, weil sie alle Werte zu zerstören versuchen der Durchsetzung ihrer Ideologie wegen.

      Es geht auch nicht darum, ob es Gesamtschulen geben soll oder nicht. Wir haben ja welche, die laufen mit bis zu 3 Lehrern gleichzeitig in einer Klasse (also 3x so teuer) und diese Schulversuche werden auch Ergebnisse bringen, allerdings kann ich jetzt schon sagen, 3 Lehrer pro Unterrichtsstunde werden wir uns in Österreich nicht leisten können.

      Und es gibt in Österreich 2 Parteien, die das vehementest fordern, das ist die SPÖ und die Grünen, die Schwarzen scheinen da eher ratlos zu sein und die Blauen, die haben dieses Problem nicht, weil sie keinen Regierungseinfluß haben, sind aber gegen die zwangsweise Einführung einer Gesamtschule.

      Sehen Sie, @ mahler, und genau das ist es, was mir nicht gefällt, der Zwang, die Zwangseinführung, das politische Muß, statt die Vielfalt zu lassen, in der sich auch eine Gesamtschule bewähren kann und Mitberwerb sein kann. Verstehen Sie, @ mahler, was Freiheit heißt, Meinungsfreiheit, Lehrfreiheit, Lernfreiheit, der menschlichen Vielfalt entsprechende Schulformen, letztlich. Ist die Gesamtschule ein Nachfrageartikel, wird sie gebucht. Derzeit aber gehen weder die Kinder der Grünen, noch die Kinder der sozialistischen Edelbonzen in Gesamtschulen.

      Und es gibt nur die 2 Parteien in Österreich, die Grünen und die Roten, die Zwang fordern und ständig an weiteren Einschränkungen der menschlichen Freiheit arbeiten, wie Terrorismusgesetz, wie Gleichbehandlungsgesetz, wie Schulunterwanderung durch Partei- und Gewerkschaftsterror, etc.

      Darauf dürfen Sie antworten, nicht auf das Ablenkungsmanöver mit der Gesamtschule, die wir ja ohnehin haben (etwa 10%, wie ich zuletzt gelesen habe).

  13. Undine
    12. Dezember 2010 12:47

    Die einzige Sendung, die ich im ORF sehr vermissen würde, ist UNIVERSUM; die ZIB kann ich mir im Computer anschauen. Da hab' ich sogar die Möglichkeit, wenn mich ein Beitrag gar nicht interessiert, zum nächsten überzugehen.

    Gegen die meisten Leute, die im ORF ständig auftreten (neben den Ansagern und Ansagerinnen und Moderatoren sind dies Landau, Küberl, Dr. Max Friedrich, Dr. Heinz Meyer, Assinger, Ariel Muzikant, dann die diversen , vom ORF so gehätschelten Familienclans u.v.a.!) hab' ich regelrecht eine ALLERGIE entwickelt!

    Politische Diskussionen sind derart unausgewogen und hundsmiserabel, daß ich längst aufgegeben habe, mir diese Sendungen anzutun.

    Fände so eine "Diskussionsrunde" auf einem SCHIFF statt, auf dem die LINKEN Teilnehmer auf der einen Seite säßen, die RECHTEN auf der anderen, würde besagtes Schiff mit Sicherheit SCHLAGSEITE bekommen und KENTERN, bevor noch ein Teilnehmer den Mund aufgemacht hätte!

    Außerdem steuert der Steuermann/ die Steuerfrau immer nach LINKS, was letztendlich gar nichts bringt.

    Zu dem im ORF vorherrschenden Usus,die Gesprächsteilnehmer "einseitig" auszuwählen, gehört auch die perfide Art der durch die Bank stramm LINKS ausgerichteten Moderatoren, ihnen genehme Gäste lang und breit ihre Ansichten ausbreiten zu lassen, den ihnen nicht genehmen Gästen ständig ins Wort zu fallen, auf die knappe Zeit hinzuweisen, mit anderen Worten: den RECHTEN Gästen nur ja nicht die Möglichkeit zu geben, sich in irgendeiner Weise profilieren zu können

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 13:22

      Werte Undine, dem ORF geht es wie den deutschen Öffentlich-rechtlichen. Sie produzieren zwar gute Sendungen und Reportagen, bringen sie aber lieber auf den Nischenkanälen wie 3sat, phönix oder arte. Denn der Durschnittszuschauer will nicht mit Wissen belästigt werden, da reichen Kochshows, Promidinner und Dschungelcamp.
      Der ORF nutzt außerdem die Hauptsendezeit lieber für Volksindoktrination und Propaganda, das garantiert einem fette Förderungen und Subventionen aus den Parteibüros, als die Zuschauer mit dem Programm zu verschrecken, das einem Kultur- und Bildungsauftrag gerecht würde.
      Es ist leider nicht nur der ORF, es sind auch seine Zuschauer, die den Müll konsumieren wollen!

      Ich bin gespannt, welche Reichweite das private Gegengewicht servusTV erreicht. Dort werden Reportagen, Bildung, Sport und Talk den ganzen Tag ausgestrahlt (also das, was der ORF eigentlich sollte und wofür er sauteuer bezahlt wird, erledigt die private Hobby-Sendeanstalt eines Zuckerwasserabfüllers nebenher...).

    • terbuan
      12. Dezember 2010 15:57

      Werte Undine,
      mir geht es ganz genauso, ich sehe mir allerdings die ZIBs auch nicht mehr über Internet an, es reicht mir, was hier im AU-Blog berichtet wird.
      Zur Linkslastigkeit des ORF kommt ja noch die Penentranz der Werbeeinschaltungen hinzu, die wenigstens im deutschen öffentlich-rechtlichen TV um 20 Uhr ihr Ende finden müsssen. Der ORF hingegen verkauft noch Sendezeiten nach offiziellem Beginn der Sendungen , nach 20:15, nach 22:00, etc. damit verdient er offfensichtlich das meiste Geld, grauenhaft.
      Ich betrachte die GIS-Gebühren ohnedies nur mehr als "Deppensteuer"!
      herzliche Grüße
      terbuan

  14. Neppomuck (kein Partner)
    12. Dezember 2010 10:54

    Das „Bildungs-Heiku.

    Vor dem Schirm hängen
    dümmlich die „couch-potatoes“.
    Bild und Dung ? Bildung.

  15. mahler (kein Partner)
    12. Dezember 2010 10:53

    Herr Unterberger schreibt aus der Perspektive eines offenbar gut situierten Mannes, dem es materiell an nichts fehlt, der offenbar aus einem Elternhaus stammt, in dem es ihm auch an nichts fehlte und das ihm eine akademische Ausbildung ermöglichte. Für Leute aus dieser Schicht mag das alles, was da oben steht, logisch und nachvollziehbar sein. Nur - Leute wie diese sind nicht die einzigen, die es gibt. Herr Unterberger tut hier nichts anderes als den Wunsch zu äußern, dass der Bildungsgrad der Eltern aud die Kinder "vererbbar" bleibt und dass sich der "Stand" der Eltern sich auf deren Kinder überträgt. Es gibt nunmal die Notwendigkeit in manchen Familien, dass beide Elternteile ganztags arbeiten gehen. Es gibt nunmal Eltern, die Bildung nie wirklich kennengelernt haben und die ihren Kindern den Wert von Bildung nicht näherbringen können. Sollen die Kinder solcher Eltern auf immer und ewig in dieser Falle gefangen bleiben?
    Man kann dieser Entwicklung nur gegensteuern, indem man die Gesamt- und die Ganztagsschule flächendeckend einführt - Schulen, die den ganzen Tag über Unterricht und Zusatzkurse abhalten, Schulen, in denen die Kinder den ganzen Tag mit dem Thema Bildung konfrontiert sind (das würde auch nachhaltig deren TV - Konsum reduzieren). Es muss die Möglichkeit für Kinder aus solchen Familien geben, dieser Bildungsfalle zu entkommen. Das öffentliche Schulwesen hat, wenn man es entsprechend organisiert, die Möglichkeit und die Macht, diese Defizite auszugleichen. Die Eltern solcher Kinder wird man nicht mehr ändern. Aber bei den Kindern selbst bestehen Chancen.
    Jene Eltern aus der Bevölkerungsschicht, der offenbar A.U. angehört, die das nötige Geld haben, ihre Kinder in eine Privatschule gehen zu lassen, die vieleicht nur halbtags und nach dem jetzigen Gymnasialsystem geführt wird, sollen das ruhig tun.
    Noch etwas: offenbar ist A.U. der Meinung, dass auch akademisch gebildete Frauen, wenn sie Mutter sind, nicht oder halbtags arbeiten gehen sollten. Ich kenne einige Akademikerfamilien, die genau deswegen zerbrochen sind, weil die Frau selbst Akademikerin war, aber von ihrem Mann aus ihren Beruf nicht oder aus ihrer Sicht zuwenig ausüben durfte. Es ist immer schön und gut, "standesgemäß" zu heiraten, aber der goldene Käfig entsteht dann halt auch sehr rasch.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 11:09

      „Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es um es zu besitzen.“ *
      „Sapiens omnia secum portat.“ °
      Aber auch dafür musste er schwitzen.

      * Goethe
      ° Cicero zitiert Bias von Priene

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 12:21

      Danke für die netten Zitate, nur sind diese einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Menschen sind seit den Zeiten Ciceros bzw. Goethes gescheiter geworden. Alle Menschen? Nein, manche offenbar nicht....

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Dezember 2010 12:57

      „Bevor ihr streitet, klärt die Begriffe!“
      Konfuzius

      Auch sehr alt, dieses Zitat, aber sehr gehaltvoll und vor allem von einer Nützlichkeit, die ihresgleichen sucht. Man denke nur an die diversen „Talk-Runden“.
      Welche unglaubliche kollektive Zeitersparnis wäre doch da drinnen?


      Also versuchen wir zu „klären“:

      Vorschlag:
      „Blöd(e) = mangelnde Erkenntnisfähigkeit. (angeboren, z.B. Demenz etc.)
      „Dumm“ = mangelnde Erkenntnisbereitschaft. (anerzogen, z.B. Dogmatiker)

      Somit kann jeder, sofern er keine geistigen Defekte mitbringt, nach dem Erlernen der Kulturtechniken an seinem Horizont arbeiten - falls er in der Lage ist, über seinen ideologischen Schatten zu springen. Das hat auch der „Original-Mahler“ (Horst, zwar ein [Rück-]Gratwanderer zwischen den Extremen, aber immerhin einer, der „wandert“, also neue Horizonte aufsucht) geschafft.

      Finanzielle Voraussetzungen dafür sind weitgehend unerheblich.
      Geistige Entwicklungsbereitschaft lässt sich kaum bremsen. Für Begabte gibt es außerdem Stipendien.
      Intelligenz ist nämlich ein bildungsunabhängiges (welche Ironie, kann diese Erkenntnis doch nur Bildung vermitteln) Phänomen.
      Und die Schulen, auch die „Hohen“, sind kostenlos oder allenfalls gegen einen bescheidenen Kostenbeitrag zu nützen.

      "Ideologie" hält nur auf; es sind Ideen, die einen weiter bringen.

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 13:05

      Mahler, es gibt zwar genug Studien und Erkenntnisse, die belegen, dass Ganztags- und Gesamtschule, genau das Gegenteil des Erhofften bewirken, wie:

      http://193.171.4.250/cms/cms/files/101110_Herrscht_Ahnungslosigkeit.pdf

      aber das macht nichts, wir haben ja die Sozialkeule.
      Ich kenne genug Leute inklusive mir selbst, die aus sehr armen Familien zu hervorragendem schulischen Erfolg gelangt sind, berufliche Erfolge verbuchen können und ihren eigenen Kindern nun den Weg zu noch höherer und besserer Bildung samt den damit verbundenen Chancen ebnen möchten. Das dümmliche Geschwurbel von der Beseitigung sozialer Unterschiede durch Gesamtschulen ist durch nichts haltbar als durch sozialromantische Träumerei. Unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten gehören unterschiedlich gefördert; was bei Sport und Musik zu eigenen Schulformen geführt hat, soll bei Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaft und Technik in einen Einheitsbrei gerührt werden? Bei Sport und Musik sind Begabung und Talent akzeptiert; bei Mathematik und NaWi werden sie als soziale Ungerechtigkeit und ungerechtfertigte Differenzierung verdammt. Wie es gerade in den ideologischen Wunderkasten passt.
      Leistungswillige und Begabte sollen auf unterstes Niveau gedrückt werden, damit die Dummen und Faulen ihnen später den Erfolg nicht neiden können - so sieht heute "soziale Gerechtigkeit und Wärme" aus. Und das Märchen, nur Kinder von Reichen würden gute Bildung bekommen und Kinder von Armen nicht, ist nichts als die Ausrede unfähiger und fauler Eltern, um sich nicht eingestehen zu müssen, dass sie selbst am Versagen ihrer Kinder Schuld sind. Sonst müsste ich heute als Hilfsarbeiter meine Wochenration Bier verdienen statt als Selbstständiger in bescheidenem bürgerlichen Wohlstand.
      Armut ist keine Ausrede für Faulheit, wird aber als solche ständig benutzt. Soziale Unterschiede werden nicht durch den Zwangs-Entzug der Kinder von ihren Familien und Zwangs-Nivellierung auf den kleinsten gemeinsamen Bildungsnenner geebnet, sondern durch Leistung, Fleiß und Mühe. Alles Unwörter des Jahres für linke Gleichschrittmarschierer.

    • M.S.
      12. Dezember 2010 13:12

      @mahler
      "Um dieser Entwicklung gegenzusteuern" ist es nicht zielführend die nivellierende Gesamtschule einzuführen, sondern es reicht völlig aus, die Nachmittagsbetreuung flächendeckend auszubauen, bei der die Schüler nicht nur beaufsichtigt, sondern auch bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben unterstützt und zu sinnvoller Freizeitgestaltung angeleitet werden.

    • Undine
      12. Dezember 2010 13:54

      @mahler

      Sie berücksichtigen einige Tatsachen nicht. Sie tun gerade so, als hätten Kinder aus FINANZIELL schwachen Familien früher nie die Möglichkeit gehabt, ein Gymnasium, eine Universität zu besuchen. Dem war nicht so.

      Schauen Sie sich die heute 70 bis 85jJährigen Akademiker doch einmal an. Fragen Sie diese, welche finanziellen Mittel denen (mit wenigen Ausnahmen!) zur Verfügung standen. Das war nämlich die Kriegsgeneration. Geld hatten damals bestenfalls SCHLEICHHÄNDLER. Die älteren unter den oben genannten Akademikern waren fast alle im Kriegseinsatz gewesen, die jüngeren unter ihnen hatten auch keine rosige Kindheit gehabt, vor allem, wenn die Väter in Gefangenschaft waren oder überhaupt nicht mehr heimkamen.

      Aber diese Menschen mußte man nicht "zu ihrem Glück zwingen": Sie wußten, was sie wollten, sie hatten ein Ziel vor Augen, und vor allem stellten sie KEINERLEI ANSPRÜCHE, auch nicht an den Staat.
      Es war damals noch nicht üblich, daß man erwartete, daß der Staat (mit dem Geld aller Steuerzahler!) alle Kosten übernimmt.

      Ihr zweiter Gedankenfehler ist, daß Sie meinen, wenn erst einmal ALLE Kinder---ohne Rücksicht auf die Kapazität ihres Gehirns ---den GANZEN lieben langen TAG in einer EINTOPFSCHULE sitzen, dann müßten rein theoretisch alle Kinder das Rüstzeug für den Erwerb eines akademischen Grades besitzen.

      Das gibt's weder in der Theorie, noch in der Praxis.

      Es wird auch in dieser GANZTÄGIGEN EINTOPFSCHULE nicht möglich sein, bei allen den nötigen WISSENSDURST zu wecken.
      Für viele Menschen wird das Fernsehen, eben deshalb, weil es keiner Anstrengung bedarf, es zu konsumieren, die Hauptbeschäftigung sein und bleiben. Schade, aber das ist die Realität.

    • Josef Maierhofer
      12. Dezember 2010 16:17

      @ mahler

      Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie (Vater Tischlergeselle, Mutter Hausfrau) mit 8 Kindern und meine Eltern hatten beide nur Volksschule (8 Jahre damals in den 1920/30-er Jahren).

      Von den 8 Kindern haben 4 studiert und 4 handwerkliche Berufe ergriffen.

      Beide Eltern haben ihr Leben dafür eingesetzt, daß aus den Kindern 'was wird', daß sie das tun konnten, was sie gerne tun wollten und worauf sie ihr Leben aufbauen konnten. Klar war, daß es ohne harte Arbeit kein eigenständiges Leben gibt und keine Freiheit, klar war, daß man einen Beitrag zur Gesellschaft leisten muß und das haben wir getan bis jetzt.

      Keiner hat den falschen Beruf gewählt und einer ist schon in Pension und hatte ein erfülltes Arbeitsleben als LKW-Fahrer, was er beim Bundesheer gelernt hat. Vorher war er, wie der Vater, Tischlerlehrling und -geselle. In der Pension macht er jetzt Tischlerarbeiten für seine Kinder.

      Ich möchte damit Ihren Argumenten mit den finanziellen Mitteln entschieden entgegentreten, es kommt nicht auf das Geld an, es kommt auf die Anstrengung, den Willen, die Liebe, den Fleiß, die Opferbereitschaft, die Ausdauer, etc., darauf kommt es an.

      Das ist eine schwere Fehlhaltung unserer Gesellschaft, zu glauben, allein mit Geld könne man was verbessern. Nein, wir müssen unseren Fähigkeiten (Eignungen) und unseren Träumen und Wünschen (Neigungen) entsprechend (unsere Ziele, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, einen Platz in der Gesellschaft positiv auszufüllen, verfolgen und erreichen. Geld ist dabei Nebensache.

      Alles was wir in egoistischem Eigennutz für uns selbst tun ist wertlos bis schädlich, alles, was für für die anderen tun (Firma, Gesellschaft, Kinder, ...), das hat Wert.

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 16:22

      Sie alle ober mir reden immer nur von der Gesamtschule als "Eintopfschule", das beweist nur, dass Sie nichts weiter als diese Überschrift kennen. Ich hingegen meine die Gesamtschule mit innerer Differenzierung, wo es innerhalb der Schule zusätzlich zum Normalunterricht spezielle Förderprogramme für unterdurchschnittlich, aber auch überdurchschnittlich begabte Kinder gibt. Das ist gerade in jenen Fächern, wo Begabungen besonders stark zu Tage treten, nämlich Sprachen und Mathematik, ganz besonders wichtig. Wenn Sie sich nicht vorstellen können, wie das funktioniert, schauen Sie bitte in andere Länder, dort wird Ihnen das vorgeführt. Die Bereitschaft dazu scheint aber in diesem Forum sehr gering zu sein, und das muss ich Ihnen leider allen vorwerfen. Sie alle scheinen Beispiele dafür, wie es anders als bei uns gehen kann, einfach nicht zu akzeptieren. Wie in einem Gerichtsverfahren, wo der Angeklagte bereits vorverurteilt ist und Entlastungsbeweise einfach nicht zugelassen werden.
      Und wenn man sagt, Bildung ist keine Frage des Geldes, weil die Schulen alle gratis sind, so stimmt das nur vordergründig. Geldmangel und Bildungsferne gehen leider oft Hand in Hand. In Zeiten, in denen niemand Geld hatte (etwa nach dem Krieg) mag das anders gewesen sein, heute ist es aber so. Wenn die finanzielle Lage einer Familie die Eltern dazu zwingt, dass beide Elternteile arbeiten gehen, müssen andere bei der Kinderbetreuung einspringen. Rein von der Zeit her würde dafür auch eine reine Nachmittagsbetreuung genügen, da hat dieser Poster schon recht, aber für die Kinder ist es mit Sicherheit besser, wenn in diesem Fall der Unterricht auf den ganzen Tag aufgeteilt wird, dazwischen die Pausen länger sind und auch Zeiten vorgesehen sind, in denen die Hausübungen gemacht werden. Die Aufnahmefähigkeit von Kindern konzentriert sich nicht auf die Zeit von 8 - 13.40. Das hat man der Einfachheit halber geglaubt, als die meisten Poster in diesem Forum selber noch Schüler waren, mittlerweile sind die Erkenntnisse aber andere.

    • phaidros
      12. Dezember 2010 16:24

      Mahler, Ihre Prämissen kann ich nachvollziehen, aber Ihre Schlussfolgerung nicht. Da steckt der klassische Fehler drin, »Chancengleichheit« mit »Lebensgleichheit« zu verwechseln.

      Auch noch so bildungsfernen Schichten wird heutzutage gratis der Zugang zu Hochschulwissen angeboten (d.h., Chancengleichheit ist gegeben). Mehr kann man nicht tun. Der Rest bleibt eine Holschuld, und deren Tilgung können Sie nicht oktroyieren (d.h., auch Lebensgleichheit wird diesen »Ausgleich« nicht herbeiführen).

      Manche werden es immer verstehen, ihre Kinder besser ausbilden zu lassen - und sei es, dass sie in Sommercamps geschickt werden. Oder wollen Sie das verbieten?

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 16:39

      phaidros

      Natürlich bleibt die Bildung immer eine Holschuld, aber wenn man einen Teil der 10jährigen Kinder vom Amts wegen in eine schlechtere Schule steckt, haben diese Kinder ab diesem Zeitpunkt weniger Möglichkeiten, dieser Holschuld nachzukommen. Und genau darum geht es mir: Die staatlich verordnete Trennung der Kinder mit 10 muss fallen. Dann hat jedes Kind die gleichen Möglichkeiten und auch die gleiche Verantwortung, für seine Bildung zu sorgen.
      Wenn Eltern Ihren Kindern etwas Besseres in Form einer Privatschule oder meinetwegen auch eines Sommercamps bieten wollen, bitte sehr. Aber im Regelschulwesen sollten die Voraussetzungen für alle gleich sein.

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 17:31

      Mahler, Sie selbst sprechen von einer "schlechteren Schule", wenn Sie von der HS reden.
      Wenn ich etwas Besseres und etwas Schlechteres zusammenmische, erhalte ich etwas Mittelmäßiges. Das eine wird nicht steigen können, wenn das andere ihm nicht "entgegenkommt". Damit es die einen besser haben, sollen die anderen also nachlassen..
      Vielleicht denke ich zu technisch, aber wenn ich zwei Terme habe, sagen wir mal, 3+5, und ich lege die jetzt zusammen, also 8, dann ist die eine Hälfte der Werte von 3 auf 4 gestiegen, die andere muss von 5 auf 4 fallen, damit das Ergebnis stimmt. Per Gesetz 10 festzulegen hilft da gar nichts, weil Menschengesetze Naturgesetze (egal ob 3+5 oder 4+4, das Ergebnis kann nie gleich sein mit 5+5) nicht außer Kraft setzen können.
      Und bitte jetzt nicht die Parole vom "Ganzen, das mehr ist als die Summe der Teile", denn es geht hier um konkrete Strukturen. Und gruppendynamische Prozesse im Kleinen sind schwer steuerbar und nach meiner Erfahrung werden die Steuerungsinstrumente dazu von den wenigsten sogenannten Pädagogen wirklich beherrscht.

      Der Begriff "differenzierte" Gesamtschule wird erst in letzter Zeit verwendet, ist noch nicht wirklich mit konkreten Inhalten gefüllt und hat mMn noch den Ruch einer Rechtfertigung, weil die Proponenten der Gleichmachungsidee einen immer schärferen Gegenwind aus den Reihen jener verspüren, die für sich und die Bildung ihrer Kinder weitere massive Benachteiligungen befürchten.

      Wieso wir nach dem desaströsen Abschneiden der Schüler bei PISA überhaupt über Schulstrukturen diskutieren müssen, wenn eindeutig und mehrfach bereits bewiesen wurde, dass es gesellschaftliche, familiäre und ideologische Gründe sind, die am Niedergang des Wissens ein großes Gewicht tragen, bleibt mir ein Rätsel. Ein paar einfache, vergessen geglaubte Regeln (nicht alles, was altbewährt ist, ist schlecht und nicht alles neue per se besser), etwas Leistungsdruck (Spielen ist auch Konkurrenzkampf, warum also nicht das Lernen - vor allem, da wir ja spielerisch lernen sollen?), etwas Druck auf Eltern die es mit der Verantwortung für ihre Kinder nicht so ernst nehmen, und vor Allem mehr Geld für Schulen und aktive, gute Lehrer statt für frühpensionierte Spaziergänger - all das brächte Unmengen mehr als ein neues Schild am Schultor und irgendwelche neuen Experimente auf dem Rücken der künftigen Generationen.

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      12. Dezember 2010 18:53

      @ mahler

      Die Liebe zum Wissen, zur Bildung, zum Idealismus weiterzugeben bedeutet für die Eltern, im Gegenzug auf etwas zu verzichten (und sei es nur der Verzicht auf dei eigene "heilige Ruhe"). Und es ist absolut nicht so, dass materieller Wohlstand automatisch bedeutet, den eigenen Kindern bessere Bildung gewissermaßen "kaufen" zu können - ich kenne genug reiche Leute (von fern), deren Kinder mißraten sind. Apelle an den Neid sind unbegründet.

      Was die Gesamtschulfanatiker gebetsmühlenartig leugnen ist deren Versuch, alle Kinder von Staats wegen gleich machen zu wollen (das Gefasel von der "inneren Differenzierung" glauben ja nicht einmal die Propagandisten der Eintopfschule, so unglaubwürdig ist es). Obwohl sie nicht gleich sind und es auch nie sein würden, selbst dann nicht, wenn man sie unmittelbar nach der Geburt ihren Eltern wegnähme und in eine Erziehungsanstalt nach Orwell'schem Muster steckte. Aber versucht werden soll sie jetzt endlich, die Gleichmacherei, nach Herrn Werners "Machtwort" (dem wievielten eigentlich?), ohne Rücksicht auf Andersdenkende. Die Mühe, die Eltern freiwillig in ihre Kinder gesteckt haben, soll zunichtegemacht werden. Die Kinder sollen alles, was sie später einmal sind, "dem System" oder "dem Staat" verdanken müssen. Zur unreflektierten Dankbarkeit gegenüber "da Partäää" ist dann nur noch ein kleiner Schritt.

      Es soll kein Platz sein für so reaktionäre Wünsche wie das Erlernen einer toten Sprache und ähnlichen Unsinn. Sonst könnten jene, die die wichtigsten Denker des Abendlandes in Original lesen (und verstehen) können, womöglich glauben, sie seien was Besseres. Es soll auch kein Platz bleiben für eine christliche Erziehung - wozu auch? Der Staat weiß schon, was gut für die Menschen ist und gleichzeitig politisch "correct". Für alle Menschen wohlgemerkt, Ausnahmen werden nicht geduldet.

      Hat man das alles bedacht, ist eine Zustimmung halbwegs denkender Eltern zur Eintopfschule eher unwahrscheinlich.

      Aber versuchen wird man es noch dürfen, denken sich die Gesamtschulfanatiker - und -

      - und geben gleichzeitig selbst ihre Kinder in Privatschulen, je teurer und je fremdsprachiger, umso besser.

      Es wäre interessant, einmal bei Herrn Assange nachzufragen, welche linxlinken österreichischen prominenten Gesamtschulpropagandisten und Politgrößen ihre eigenen Kinder in Privatschulen schicken. Aber der sitzt ja derzeit.

      Schade, weil selbst zugeben werden sie es natürlich nicht.

    • mahler (kein Partner)
      12. Dezember 2010 19:21

      reinhard

      Sie denken tatsächlich zu technisch. die Gesamtschule ist keine Verknüpfung von AHS und HS, sie ist eine andere Schulform mit einer anderen Organisation...

      ...wilhelm Conrad...

      ....und diese andere Organisation ist tatsächlich die innere Differenzierung, auch wenn Sie das als Gefasel abtun. Das wäre zumindest mein Modell einer Gesamtschule: Regelunterricht für alle gleich, dazu Kurse für besonders schlechte oder auch besonders gute Schüler.

      Wie das funktioniert, zeigen andere Länder. Ich lade Sie ein, sich davon zu informieren, bevor Sie über etwas, das Sie nicht kennen, den Stab brechen.

      Mit Orwell hat das übrigens jedenfalls nichts zu tun. Nicht jeder, der anders denkt als Sie, ist indoktriniert. Es gibt - Sie werden sich wundern - auch freie Meinungen außerhalb Ihres Gedankenguts.

    • Undine
      12. Dezember 2010 21:12

      @mahler

      "Ich hingegen meine die Gesamtschule mit innerer Differenzierung, wo es innerhalb der Schule zusätzlich zum Normalunterricht spezielle Förderprogramme für unterdurchschnittlich, aber auch überdurchschnittlich begabte Kinder gibt."

      Warum EINFACH, wenn's KOMPLIZIERT auch geht, das scheint Ihr Motto zu sein.

      Wenn nun alle Kinder, ohne Berücksichtigung ihrer Gehirnkapazität nebeneinander traulich in einer Klasse sitzen, und dann muß die von Ihnen oben genannte INNERE DIFFERENZIERUNG her---wie auch immer Sie sich das vorstellen---Ja wäre es da nicht von vornherein einfacher, die Kinder je nach Begabungen, in VERSCHIEDENE KLASSENZIMMER zu setzen, damit jede Gruppe UNGESTÖRT lernen kann?

      Und wenn Sie darauf setzen, daß die Begabteren den Schwächeren, oft auch noch LERNUNWILLIGEN sozusagen gratis Nachhilfe geben sollen, dort, wo selbst die besten Lehrer scheitern, dann kann ich nur sagen, Sie leben auf dem Mond.

      Mitschüler sind keine Lehrer, schon gar nicht gratis Nachhilfelehrer für geistig Minderbemittelte. Wie kämen sie auch dazu.Die haben in ihrer Freizeit auch Besseres zu tun.

    • Josef Maierhofer
      13. Dezember 2010 10:10

      @ mahler

      Ich verstehe sehr gut, was es heißt, daß beide Eltern arbeiten gehen müssen. Das heißt nämlich, daß wir so arm geworden sind, daß wir nicht einmal mehr eine Familie erhalten können mit einem Gehalt. Das war aber bis in die späten 1960-er Jahre bei uns nicht so, wie es das heute ist. Da spielt die Schuldenpolitik eine große Rolle dabei, statt daß man zu jeder Zeit Fleiß und Arbeit gefördert hätte. Wie oft ich in den letzten 40 Jahren gehört habe, 'bist deppert, daß'd hackelst ?'

      Damals, vor dieser extensiven Schuldenpolitik, war unser Schulwesen und unsere Schulergebnisse hervorragend und beispielgebend in der Welt. Damals gab es bei uns nirgendwo eine Gesamtschule.

      Ich lasse nicht locker:
      Alle Verschlechterungen, die die Familien in diese heutigen Wahnsinnssituationen getrieben haben, wurden von der Politik eingeführt, die damit eine Spaßgesellschaft auf Kredit eingeführt hat. Ich gehe sogar so weit, zu sagen, daß es hauptsächlich falsche Wahlversprechen der Parteipolitik waren, die Verantwortung mit Macht verwechselt haben, und das noch immer tun. Unsere Parteien müssen neu gegründet werden. Macht heißt nämlich Verantwortung, bei uns aber schon lange nicht mehr, da heißt es Selbstbedienung. Macht ohne Verantwortung üben sie auch heute im Schulwesen aus und nur mehr Partei, Gewerkschafter, Parteidirektor bestimmen Schulstoff, Lehrerbehinderung, Schülerbevorzugung und -benachteiligung, schlimmer wie im Kommunismus.

      Ich lasse nicht locker:
      Nicht das Schulsystem ist bei uns schlecht, nein der Mißbrauch des Schulsystems ist es, der Mißbrauch durch Parteien und deren Politik, der Mißbrauch und der überdimensionale Einluß der Gewerkschaften und der parteipolitische Mißbrauch des Schulstoffes ist es, was den Schülern das Wesentliche vorenthält und das Unötige aufdrängt. Auch die 'Wohlfühlschule' der Spaßgesellschaft tut das ihrige zum fatalen Ergebnis, niemand hat wirklich arbeiten gelernt, vor lauter Bürokratisierung und Einspruchsrechten.

      Ich lasse nicht locker:
      Kehren wir dorthin zurück, wo wir 1960 gestanden sind, nämlich an die Spitze, nehmen wir die Parteien, die Gewerkschaften weg von den Schulen, geben wir den Lehrern ihre Erziehungsaufträge wieder zurück, lassen wir sie in Ruhe arbeiten mit unseren Kindern, unterstützen wir sie dabei, geben wir nicht Unsummen für Schulversuche und Änderungen aus, auch nicht für Gesamtschule, die ganz sicher nichts an der Politmisere ändern wird, lassen wir Sanktionen und Führungen der Kinder durch die Lehrer zu und nennen wir Schulreform die Wegnahme des Parteieinflusses vom Schulwesen und leben wir die Lehr- und Lernfreiheit.

      Aufgaben einer politsichen Partei wäre es meiner Meinung nach das alles zu analysieren und die Ergebnisse einem Ministerium zu übergeben und eines Unterrichtsministeriums wäre es meiner Meinung nach, dafür zu sorgen, daß unsere Schulen in ordentlichem baulichen und politisch sauberen Zustand sind, daß Mittel besorgt werden, um schwache Schüler zu fördern, daß Deutschkenntnisse Voraussetzung für Schuleintritt in eine österreichische Schule sind, u.v.a.m.

      Die Systemdiskussion ist eine reine Ablenkung vom Wesentlichen, was die Parteien vorhaben, nämlich von der Durchsetzung von Parteiideologien.

      Unsere Kinder aber brauchen Lehrer, Unterricht und fundamentalen Schulstoff und nicht Unnötiges und Manipulation, and das zu jeder Zeit.

      Die jetzige Frau Bundesminister wäre erfolgreich, wenn sie es schaffen würde, ihre Partei aus dem Schulwesen herauszunehmen und PISA würde ihr und unseren Kindern dafür nach Jahren ein Denkmal setzen, wenn nämlich die Schulergebnisse wieder besser werden.

  16. carlo soziale (kein Partner)
    12. Dezember 2010 10:38

    In der Hauptschule, die ich nicht abgeschlossen habe, gab es auch ein paar wohlbehütete Streberkinder, denen die Eltern den täglichen Fernsehkonsum auf gewisse Zeitkontingente oder anscheinend wertvolle Sendungen einschränkten. Diese Kinder glaubten noch an den Osterhasen, als ich schon längst über alle Freuden des Erwachsenenlebens durch Sat-TV und Videoplayer aufgeklärt war. In meinem Zimmer standen diese Geräte aber auch zu meiner persönlichen und 24-stündigen Verfügung.
    Das Wissen, das man für ein erfolgreiches Leben braucht, lernt man sicher nicht in der Schule. Ich habe nie eingesehen, warum ich einem Menschen etwas vorlesen oder vorrechnen soll, wenn er es ohnehin selber kann. Trotzdem bin ich heute in meinem Geschäft als Reitstallbesitzer erfolgreich und kenne die Segnungen des Sozialstaates so genau, dass ich über deren Nutzung Bestseller schreiben könnte (wenn ich es meinen Mitmenschen gönnen würde).
    Der langen Rede kurzer Sinn:
    Das Beherrschen der Kulturtechniken wird überbewertet.

  17. Segestes (kein Partner)
    12. Dezember 2010 09:17

    Unser 5 Jahre alter Fernseher hat, passend dazu, vor vier Tagen den Geist aufgegeben.
    Jetzt frag ich mich ernsthaft, soll ich einen guten Tausender für ein neues Gerät hinauswerfen, bloß um mir dann wieder das ideologisch weitestgehend gleichgeschaltete Blabla der diversen TV-Kanäle, im Großformat antun zu können?

    Ich meine, hat sich schon einmal jemand genauer angesehen, was für ein Inzeststadl die heimische Medienbranche eigentlich ist?
    Da wechseln beispielsweise die immer gleichen Protagonisten bzw. selbsternannten Volkspädagogen, zwischen, Falter, ORF, Standard, Puls4 und ATV lustig hin und her.
    Ideologische Barrieren gibt es freilich keine, schließlich sind ja alle Teil der linksradikalen..., pardon, linksliberalen Medienfamilie, deren Ziel es ist, der Bevölkerung die eigene Meinung aufzupfropfen, anstatt ihr eine objektive Berichterstattung angedeihen zu lassen, auf dass sich der Bürger vor der Glotze selbst ein Bild machen kann.

    Ich werde mir den Kauf eines neuen Fernsehers, aus obigen Gründen, noch gut überlegen. Eilig habe ich es jedenfalls nicht, Wolfs und Turnhers G'schichtln wieder in Dolby Surround ertragen zu müssen.

    • Segestes (kein Partner)
      12. Dezember 2010 11:06

      In der Tat: Als Freund von "Alter Musik", habe ich mir schon vor geraumer Zeit ein Internet-Radio-Kastl zugelegt, über dass ich nun nonstop dutzende Spartensender aus aller Welt, teils in CD-Qualität, empfangen und auch mitschneiden kann.

    • Undine
      12. Dezember 2010 12:46

      Die einzige Sendung, die ich im ORF sehr vermissen würde, ist UNIVERSUM; die ZIB kann ich mir im Computer anschauen. Da hab' ich sogar die Möglichkeit, wenn mich ein Beitrag gar nicht interessiert, zum nächsten überzugehen.

      Gegen die meisten Leute, die im ORF ständig auftreten (neben den Ansagern und Ansagerinnen und Moderatoren sind dies Landau, Küberl, Dr. Max Friedrich, Dr. Heinz Meyer, Assinger, Ariel Muzikant, dann die diversen , vom ORF so gehätschelten Familienclans u.v.a.!) hab' ich regelrecht eine ALLERGIE entwickelt!

      Politische Diskussionen sind derart unausgewogen und hundsmiserabel, daß ich längst aufgegeben habe, mir diese Sendungen anzutun.

      Fände so eine "Diskussionsrunde" auf einem SCHIFF statt, auf dem die LINKEN Teilnehmer auf der einen Seite säßen, die RECHTEN auf der anderen, würde besagtes Schiff mit Sicherheit SCHLAGSEITE bekommen und KENTERN, bevor noch ein Teilnehmer den Mund aufgemacht hätte!

      Außerdem steuert der Steuermann/ die Steuerfrau immer nach LINKS, was letztendlich gar nichts bringt.

      Zu dem im ORF vorherrschenden Usus,die Gesprächsteilnehmer "einseitig" auszuwählen, gehört auch die perfide Art der durch die Bank stramm LINKS ausgerichteten Moderatoren, ihnen genehme Gäste lang und breit ihre Ansichten ausbreiten zu lassen, den ihnen nicht genehmen Gästen ständig ins Wort zu fallen, auf die knappe Zeit hinzuweisen, mit anderen Worten: den RECHTEN Gästen nur ja nicht die Möglichkeit zu geben, sich in irgendeiner Weise profilieren zu können

    • RB (kein Partner)
      12. Dezember 2010 13:31

      @Segestes
      Auch gut, wenn Sie sich kein neues TV-Gerät kaufen. Ich möchte auf meines nicht verzichten. Phoenix, ARTE und manchmal 3sat möchte ich nicht missen.
      ORF schaue ich schon seit Jahren nicht mehr.

    • Segestes (kein Partner)
      12. Dezember 2010 15:38

      @RB Ich schaue natuerlich weiter fern, auch die genannten drei Sender (plus ServusTV), aber zur Zeit eben nur auf einem meiner Computer-Bildschirme hier auf dem Schreibtisch. Mir wuerde das grundsaetzlich ausreichen, nur ich fuerchte meine bessere, aber noch nicht angetraute Haelfte, wird diesen Zustand mit der Zeit als stoerend empfinden....

      @Undine: Oeffentlich laecherlicher Dummfunk eben.
      Zerschlagen und privatisieren - die einzige Loesung um dieses unsaegliche Meinungs- und Manipulationsmonopol zu brechen.
      Ich sammle seit 3 Monaten Material fuer eine kleine Studie, die ich zusammen mit einem befreundeten Telematiker und einem Mathematiker im Fruehjahr im Netz publizieren werde.
      Der ORF wird darin in seinem tendenzioesen Treiben total demaskiert werden.

    • Undine
      13. Dezember 2010 22:20

      @segestes

      Da wünsche ich Ihnen viel Erfolg!!!

  18. Dieter B. (kein Partner)
    12. Dezember 2010 02:15

    Dass Fernsehen tatsächlich negative Auswirkungen auf die Entwicklung des kindlichen Gehirns hat, untermauert Prof. Manfred Spitzer in diesem interessanten etwa eineinhalbstündigem Video:

    http://video.google.com/videoplay?docid=5026271485979559338 #

  19. fosca
    12. Dezember 2010 02:11

    Fernsehen muß nicht zwangsläufig blöd machen, aber nachdem sich unser Öffentlich-Rechtlicher weder an seinen Bildungs- noch Kulturauftrag hält, reiht sich der ORF in seiner jetzigen Form nahtlos in die Privaten ein und hätte daher keinerlei Anspruch mehr auf irgendwelche Zwangsgebühren. Jagt Wrabetz & Co. davon oder privatisiert endlich diese "Verblödungsanstalt", was nunmehr auch von PISA bestätigt wurde, danke!

  20. Stefan Graf
    11. Dezember 2010 17:54

    Eine kleine aktuelle Geschichte dazu:
    Wir hatten gestern Elternsprechtag und ich war stolz, von einem Lehrer zu hören, dass es ihm auffällt, wie gut sich mein Sohn ausdrücken kann. Ich führe das auf 2 Faktoren zurück: Erstens liest er sehr viel und zweitens bemühen wir uns zu Hause sehr, gepflegtes Deutsch zu sprechen.

    Abends haben wir dann kurz die ORF-Sendung "Helden von morgen" angesehen: Ein Sammelsurium von Ausdrücken wie Sch****, F**k, A****loch, und das zur besten Sendezeit.

    Ich musste abdrehen.

    • M.S.
      11. Dezember 2010 18:14

      Ja so schaut eine eine Anstalt aus, die von der Politik vereinnahmt wird um die Posten einzufärben, anstatt sich darum zu kümmern, ob der Kulturauftrag erfüllt wird. Der ORF gehört dem staatlichen Einfluß durch Privatisierung entzogen, dann würde sich auch sofort das Programm bessern.

    • Segestes (kein Partner)
      12. Dezember 2010 09:48

      Also meine Eltern mussten sich bei den Sprechtagen über Jahre hinweg folgendes anhören: Er ist so gescheit und weiß so viel, doch leider ist er oft faul und bekommt so nicht die Noten, die er eigentlich erreichen könnte :)

      Doch galt dies nie für Deutsch, Englisch, Geschichte und Geographie - da habe ich, ohne die geringste Anstrengung, immer lauter "Sehr Gut" eingefahren.
      Ich führe dies auch stark auf den Umstand zurück, dass ich als Kind und Jugendlicher regelmäßig viele Bücher, vor allem Sachbücher, geschenkt bekam.

      In Mathe sah die Sache bei mir eher trübe aus.
      Darauf konnten mich Bücher eben nicht vorbereiten.
      Ein Grund für mich, wenn einmal der Nachwuchs kommt, hier frühzeitig entgegen
      zu steuern. Mittlerweile gibt es ja auch schon Kinderbücher, die sich spielerisch mit Mathematik beschäftigen. Eines ist aber auch klar, dem Kind bloß ein Buch hinzulegen, ist zu wenig. Man muss schon auch selbst versuchen, sein Interesse zu wecken.

    • Undine
      12. Dezember 2010 15:00

      @Segestes

      "Eines ist aber auchklar, dem Kind bloß ein Buch hinzulegen, ist zu wenig. Man muss schon auch selbst versuchen, sein Interesse zu wecken".

      Ja, Segestes, das ist der springende Punkt! Wie einfach ist es dagegen, ein Kind vor den Fernseher zu setzen und es sich dabei selbst zu überlassen.

      Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, ich würde es nicht glauben: Ein Kind, noch nicht einmal EIN Jahr alt, sitzt auf dem Boden und schaut in die FLIMMERKISTE! Die Mutter meint dazu: " damit ihm nicht LANGWEILIG wird"!Da fehlen einem die Worte.....

      Da gibt's schon für die ganz, ganz Kleinen ab 6 Uhr früh ein Fernsehprogramm! Da könnte doch einmal der neunmalkluge ORF-Liebling, der Kinderpsychiater Dr. Max Friedrich, seinen Senf dazugeben. Aber dann wäre er vermutlich nicht mehr der ORF-Liebling.....

  21. Celian
    11. Dezember 2010 16:20

    Das Fernsehen nimmt den Kindern die Zeit weg, die sie bräuchten, um zu lernen und so ihren Gehirnmuskel zu trainieren. Insofern, als Vermeidung, macht Fernsehen blöd.

    Im Fernsehen sind größtenteils Sendungen zu sehen, deren Inhalt den Verstand der Kinder nicht schärft sondern einlullt, indem er sie nicht fordert sondern sich ihrem Niveau anpaßt. Da rostet, wer rastet, muß das Niveau immer mehr nach unten nivelliert werden, weshalb - Fernsehen blöd macht.

    • phaidros
      12. Dezember 2010 16:15

      So phantastisch manche Informations- und Dokumentationssendungen auch sein mögen muss man doch festhalten, dass "durchgeschleift" werden durch den Stoff jedenfalls lernpädagogisch nicht ideal sein kann. Und so sehen Dokumentationen derzeit nunmal aus.

      Die besten Lernerfolge stellen sich ein, wenn man interaktiv auf den Stoff eingehen kann. Von daher bietet natürlich das Netz bestechendes, geraten zu 98% ungehobenes Potenzial. Es wird andererseits interessant sein zu beobachten, wie das Medium Fernsehen - in seiner bestehenden Form ein Dinosaurier - weiterentwickelt wird. Und ich rede nicht von Auflösung und 3D-Kinkerlitzchen.

      BG/phaidros

  22. Josef Maierhofer
    11. Dezember 2010 15:36

    Dazu eine Geschichte aus der Volksschule meiner Tochter:

    Die 'Fraulera' hat beklagt, daß die Kinder zu viel fernsehen und zu wenig für die Schule tun. Wie zu erwarten haben die Eltern darauf nicht reagiert oder zu wenig.

    'Fraulera' hat dann in der ersten Volksschule Hausaufgaben gegeben und zwar täglich eine bestimmte Kindersendung anzusehen und mit den Kindern am nächsten Tag darüber diskutiert.

    Bei meiner Tochter ging der Fernsehkonsum genau auf diese Sendung zurück, Gott sei Dank, und noch heute liest sie Unmengen von Büchern trotz Stress.

    Fernsehen ist eine Ersatzdroge und eine Stillhaltepille für Rabeneltern, denen die Kinder egal sind oder für arbeitende Alleinerziehende, die da schwer benachteiligt sind.

    So kann man sich auch erklären, warum es heute trotz Wrabetz&Konsorten noch Fernsehzuseher gibt.

  23. simplicissimus
    11. Dezember 2010 15:01

    an alle hausfrauen, die sich um ihre kinder kümmern:

    vielen dank für ihre selbstlose zuwendung zur familie, für ihre lebensbejahung und verneinung eines gesellschaftszerstörenden konkurrenzkampfes mit den männern!

    männer zerreiben sich am arbeitsplatz häufig sehr ehrgeizig um einkommen und gesellschaftliche anerkennung zu scheffeln, sie stellen sich selbst hintan um das von ihnen geborene leben zu hüten, zu pflegen und ihm grösstmögliche chancen zu geben!

    ich plädiere für die aufwertung des begriffes "hausfrau" durch die pc und für die gesellschaftliche wieder-anerkennung einer arbeit, die man gar nicht human genug nennen kann. mit der diskriminierung der hausfrauen durch proponentInnen der emanzipation muss schluss gemacht werden. mit androhung eines zukünftigen anti-hausfrauen-diskriminierungsparagraphen. die ankündigung soll reichen, keine umsetzung, wir wollen keinen diskriminierungs-gesetzgebungsterror.

    ihr ehemann soll für jedes kind steuerlich sehr spürbar entlastet und dinkies aliquot belastet werden. diese steuerersparnis soll rechtlich ausschliesslich IHNEN zustehen, liebe hausfrauen. weitere echte familienfördermassnahmen nicht ausgeschlossen.

    • Undine
      11. Dezember 2010 22:23

      @simplicissimus

      Hat das gut getan!!! So viele Sterne, wie Sie sie für Ihre "Verteidigung" und den Versuch der "Rehabilitierung" des Berufs der Hausfrau verdient haben, gibt's gar nicht. Danke im Namen all derer, denen die Kinder wichtiger waren/sind als manch berufliche Karriere.

      Wie konnte es nur so weit kommen, daß KINDERERZIEHUNG nur GESCHÄTZT wird, wenn sie gegen BEZAHLUNG von FAMILIENFREMDEN Leuten verrichtet wird, deren Interesse an meinen Kindern sicher bei weitem nicht so groß ist wie meines als ihre Mutter?
      Und wenn ein Kind einmal krank war, war ich da. Und wenn Ferien waren, wurden sie nicht herumgeschubst, ich war ja da.

      Die Krabbelstubentante, die Kindergartentante, die Tagesmutter. sie alle werden für die Kinderbetreuung BEZAHLT.
      Die Mutter hingegen wird für blöd gehalten, weil sie für ihre Tätigkeit kein Geld bekommt!

      Ich möchte keine Stunde missen, die ich--obwohl ich einen sehr schönen Beruf aufgegeben habe--- mit unseren drei Kindern verbracht habe. Ich hätte diese unzähligen schönen Erlebnisse mit ihnen niemand anderem gegönnt.
      Wenn sie von der Schule hungrig heimkamen und schnupperten, was es wohl zu essen gäbe! Wenn sie dann von der Schule erzählten, Nettes und weniger Nettes! Und manchmal gab's Tränen, die zu trocknen waren.

      Ja, und den Vater nicht zu vergessen, der für uns alle selbstverständlich sorgte.

      Ab und zu wurden die Kinder von der Bedienerin eingeladen, sich den Kasperl oder den Knallroten Autobus oder die Sendung mit der Maus im Fernsehen anzuschauen, denn bei uns gab's damals keinen Fernsehapparat. Aber lesen konnten sie, und wie!

      Ich habe auch die diversen Einschränkungen nie als Opfer empfunden. Große Familienurlaube gab's aus verschiedenen Gründen sehr wenige; die kann ich an einer Hand abzählen. Dafür bin ich jetzt sehr fleißig in der Welt unterwegs und die Kinder freuen sich mit mir.

      Und noch etwas, @simplicissimus, als Beruf gab ich immer "Hausfrau" an.
      Einer beruflichen Karriere weine ich nicht nach, dafür wurde ich zur Großmutter "befördert".

    • simplicissimus
      12. Dezember 2010 08:44

      undine: danke! sie sind eines der so selten gewordenen exemplare der gattung "richtige mutter", dass sie als vorbild dienen können.

      es wird zeit, dass der emanzipationsgehirnwäsche entgegengetreten wird und dazu bedarf es mutiger mütter, die sich nicht durch arrogante sprüche einschüchtern lasse.

    • Undine
      12. Dezember 2010 10:48

      @simplicissimus

      Als ich soeben meinen Beitrag von gestern noch einmal las, kam er mir etwas gar selbstgerecht und selbstgefällig vor, außerdem wie von einem anderen Planeten.

      Diesen Eindruck wollte ich nicht erwecken. Ich war ja kein Einzelfall. In meiner Generation DACHTE man noch so: Man träumte von der großen Liebe und wollte NATÜRLICH (im wahrsten Sinn des Wortes!) eine FAMILIE gründen, zu der selbstverständlich Kinder gehörten. Man empfand sich als Glückskind, wenn es gelang.

      Ich rätsle immer noch, WIE und WANN und vor allem, wie GRÜNDLICH diese gedankliche Umkehr vor sich gegangen ist, wie es gelingen konnte, den Frauen einzutrichtern, daß sie nicht primär den Sinn ihres Lebens darin finden könnten, Familien mit Kindern zu haben, sondern eigentlich dafür geboren sein sollen, einen BERUF bis zum Pensionsalter auszuüben.

      Warum spricht niemand davon, wie schön und sinnvoll, wie beglückend die Beschäftigung mit (eigenen) Kindern ist?

      Wie nur konnte es geschehen, daß KINDER plötzlich nicht mehr als GLÜCKSFALL, sondern als BREMSKLOTZ für die berufliche Karriere angesehen werden?

      Außerdem: Eine Frau muß NICHT zwangsläufig zwischen KINDERZIMMER und KÜCHE VERBLÖDEN !Wenn ja, dann hätte sie auch ein Beruf nicht daran gehindert!

      Und weil's in diesem Blog eigentlich ums FERNSEHEN geht: Ein bißchen Fernsehen schadet bestimmt nicht, wenn's nicht zur Hauptbeschäftigung wird!

    • simplicissimus
      12. Dezember 2010 11:10

      undine: sie haben keinen selbstgefälligen eindruck bei mir erweckt, sondern mut, zu etwas zu stehen, dass bereits seit jahrzehnten von unseren progressiverln durch den kakao gezogen wird.
      ich kenne eine ganze reihe von 40+ frauen, die der selbstbestätigungsmasche aufgessen sind und jetzt frustriert ohne kinder und vom lebensgefährten allein gelassen herumhängen und von einem mann und einer guten beziehung träumen.
      und ich wette: diese, die ich kennen stehen für tausende.

      was wurde also mit der emanzipation erreicht? ersatz der einen frustration durch eine andere.

      wir müssen werbung für intakte familien machen, das schlägt 2 ziele mit einer klappe: persönliche erfüllung in den fällen in denen es halbwegs funktioniert und erhalt einer gesunden gesellschaft.

    • Wertkonservativer
      13. Dezember 2010 05:18

      Werter @ simplicissimus,

      ich schließe mich dem Beifall unserer Undine sehr herzlich an: auch mir haben Sie aus der Seele gesprochen!
      Diskussionen im Familien- oder Freundeskreise beende ich meist mit der Hoffnung, dass der Beruf "Hausfrau" nicht nur wieder mehr geachtet, sondern vom Staat (und somit von der Allgmeinheit) auch explizit finanziell gefördert werden sollte.
      Viel Widerhall finde ich da meist nicht! Die gesellschaftlichen Umstrukturierungen sind da wohl unumkehrbar. Traurig und schade!

    • Silvester (kein Partner)
      15. Dezember 2010 15:28

      oh gott, schön wärs! aber es bleibt ein traum!
      neueste attacke gegen ehe und familie, gegen alleinverdiener und hausfrauen:
      den pensionisten, die alleinverdiener waren und kinder hatten streicht man und den alleinverdienerabsetzbetrag von € 30,00 monatlich und kürzt ihnen damit die pension mit der begründung dass sie ja kinderlos seien! sie haben kinder gekommen und sie aufgezogen, kein karenzgeld bekommen, wurden als alleinverdiener steuerlich aufs ärgste benachteiligt und jetzt auch noch das! Und die övp macht da fleißig mit!!!

  24. Celian
    11. Dezember 2010 13:33

    Stimmt, Fernsehen macht unsere Kinder blöd. Eine mir bekannte Zahnärztin hat aus diesem Grund den Fernseher aus dem Haus verbannt. Seit dem läuft es wieder in der Schule.

    Ganz ohne Gesamt.

  25. Philipp Starl
    11. Dezember 2010 12:11

    Ich kenne so ziemlich alle Serien der 90er und späten 80er Jahre. Warum? Ich hab viel zu viel ferngesehen. Jeder kann daraus seine Schlüsse ziehen.

    Ich weiß nicht, Herr Unterberger, wie Sie auf die Erkenntnis kommen, wenn doch die Tests anonym sind, oder etwa doch nicht? Und selbst wenn Heimkinder ohne Fernseher besser abgeschnitten hätten , würde dies noch lange nicht den Schluss zulassen, Fernsehen verblöde. Schon einmal auf die Idee gekommen, dass die Heimkinder ohne Fernseher mehr Zeit zum Lernen hatten und auch dazu gedrängt wurden?

    Was die 68er und die Linken einfach nicht verstehen (wahrscheinlich weil sie selbst nie wirklich gelernt haben), ist, dass stures Lernen (nicht Auswendiglernen!) die Intelligenz ziemlich erhöht. Man wird allein schon dadurch intelligenter, kann logischer denken, wenn man versucht, den Lernstoff zu begreifen. Das Gehirn ist ein Muskel und Lernen ist das einzige Mittel, um diesen Muskel zu trainieren.

    Mit Ihrer Fernsehtheorie und dem Assangeartikel bewegen Sie sich nun schon zum zweiten Mal gefährlich nahe am Krone- Niveau.

    • M.S.
      11. Dezember 2010 12:41

      @Philipp Starl

      Ich nehme doch an, dass Dr. Unterberger nicht das Fernsehen an sich, sondern dessen exzessiven Konsum, noch dazu von schlechten oder für Kinder und Jugendliche nicht geeigneten Programmen, meinte.

    • Philipp Starl
      11. Dezember 2010 12:58

      Selbst dieser Schluss ist unzulässig.

    • Philipp Starl
      11. Dezember 2010 12:58

      Und empirisch belegt schon gar nicht.

    • Der Fürst (kein Partner)
      12. Dezember 2010 12:41

      Empirisch belegt ist deine Hirnmuskeltheorie auch nicht.
      Im Gegenteil, die Effekte von diversen Gehirntrainingsmaßnahmen werden nach derzeitigem Forschungsstand eher gering eingeschätzt. Was natürlich lernen nicht ausschließt, die Idee ein Gehirn wie einen Muskel zu trainieren ist allerdings so nicht haltbar.

      Aber so ist das halt mit unserem selbsternannten König der Argumentation. Wenns passt kann man auch einfach Begriffe durcheinanderwerfen und angebliche Fakten postulieren.

      Wäre ein Schluss aus dem Einzelfall des Starl zulässig müsste man wohl die Unterberger These völlig unterstützen: Fernsehen macht dumm, sehr sogar.

    • Reinhard (kein Partner)
      12. Dezember 2010 13:30

      @DerFürst
      Dass Training, Wiederholung und Umsetzung den Lernerfolg erhöhen ist sogar vielfach empirisch nachgewiesen; beschäftigen Sie sich mal mit den Ergebnissen, zu denen Manfred Spitzer so gekommen ist. Dabei geht es nicht um allgemeines Training, sondern um spezielles Training, das Bilden konkreter Spuren in den Hirnwindungen. Leute, die verbreiten, man brauche nix tun weil es eh nix bringt, haben genau für jenen Wissensniedergang der heutigen Zeit die Verantwortung zu tragen.
      @Starl
      Der gleiche Herr Spitzer kann auch Ihnen weiterhelfen. Sie gehören eher zu den Ausnahmen, statistische Auswertungen werden immer zeigen, dass es "Ausreißer" gibt. Seien Sie froh, zu jenen zu gehören.

    • phaidros
      12. Dezember 2010 16:34

      @den Fürst: in Ergänzung zu Reinhard sei noch vermerkt, dass Hirntraining auch auf Altersdemenz einen positiven Einfluss ausüben kann. Selbst, wenn erst im Alter begonnen wird, wobei allerdings ein lebenslanges Training am besten »schützt«.

      Beste Erfolge werden übrigens erzielt, wenn der Patient ein Instrument beginnt.

      BG/phaidros

  26. Brockhaus
    11. Dezember 2010 11:12

    Dazu bedurfte es keines Pisa-Tests, denn bereits im Jahre 1986 erschien in der Wiener Zeitung ein Bericht von Prof. Neil Postman, dem bekannten
    Medienforscher und Professor für Media Ecology an der New York Universität unter dem Titel "Gefahren im Medium Fernsehen - Reduktion des geistigen Niveaus infolge Verkommerzialisierung der Television", worin er alle Gefahren aufzeigte, welche eine Verkommerzialisierung des Mediums Fernsehen mit sich bringt.
    Das Kommerzfernsehen wird seinen Druck auf staatlich kontrollierte Kanäle erhöhen, mit ihrem Programm um die Zuschauer und Werbegelder zu konkurrieren, was zu einer Vermehrung von Programmen im US-Stil führt. Das heißt, es werden Komödien, Autorennen, Gewalt-und Sexfilme zunehmen. Je mehr das Publikum schnelle, visuell aufregende Programme erwartet, um so langweiliger wird es problemorientierte Programme über öffentliche Angelegenheiten und Nachrichten finden.
    Als Folge davon werden auch einige Zeitungen und Zeitschriften vom Markt verschwinden, andere werden Format und Stil ändern und sich der vom Fernsehen geförderten Denkart anzupassen. Sie werden mehr Bilder enthalten und dramatische Titelzeilen, Berühmtheiten und Sensationsgeschichten bringen. Die Anzahl des substanziellen und komplexen Journalismus wird sich verringern.

    Unter anderem meinte er schon damals prophetisch, daß sich die Verwenung von Büchern verändern wird. Es ist so gut wie sicher, daß sich die Zahl der Analphabeten und Aliteraten, also jemand der zwar lesen kann, es aber nicht tut - drastisch erhöht.
    Damals gab es in den USA 60 Millionen Analphabeten und entsprechend einem Bericht des Kongreßbibliothekars (!) eine etwa gleich hoge Anzahl von Aliteraten. Es werden (höchstwahrscheinlich) die analytischen und kritischen Fähigkeiten der Leser abnehmen.
    Die Auswirkungen auf das politische Leben werden verheerend sein. Es werden weniger Wert auf Probleme, Substanz und Ideologie gelegt und mehr auf äußeres Ansehen und Stil. Die Politiker werden sich mehr um Augenblicksveränderungen der öffentlichen Meinung als um langfristige Strategien kümmern. Falls nicht die Benutzung des Fernsehens für politische Kampagnen streng verboten wird, können Wahlen dadurch entschieden werden, welche Partei mehr Geld für Fernsehen und Medienberater ausgibt.

    Das alles ist seit damals eingetreten, wie uns von vielen Medien tagtäglich vorgezeigt und bestätigt wird. Aber nicht nur von diesen. Auch viele österreichische Politiker haben sich an diese Prognose gehalten und tun es weiterhin.

    Das Ergebnis des Pisa-Tests war also nur eine Bestätigung dessen und man sieht mit Sorge in die Zukunft, frei nach Karl Kraus: "Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie einmal wahr.

  27. Laura R.
    11. Dezember 2010 10:30

    Der Werner hat g`sagt, daß die Claudia eigentlich ja gar nix dafür kann, daß der PISA-Turm so schief is, weil die war ja no gar net in der Toskana, oder wo das ist.

    Und außerdem hat er g`meint, daß ihm die Diskursion jetzt schon langsam auf den Senkel geht, mit derer Bildung. Wenn die Schwarz`n da jetzt net endlich mitgeh`n mit der gesamten Schule, dann schmeißt er den Seppi auße und holt si an ander`n für`s Regier`n, den HC, oder so, weil der macht überall mit, wo`s a Macht gibt.

    • Josef Maierhofer
      11. Dezember 2010 15:28

      Beim H.C. da wird er sich zunächst einmal täuschen, das kann er nur machen, wenn H.C. Kanzler wird, dann sit aber Schluß mit P.C. ....

    • Undine
      11. Dezember 2010 22:31

      @Laura R.

      Ach, liebe Laura, Sie sind Goldes wert! Wo waren Sie denn so lange? Ich hab' Sie schon vermißt; schließlich interessiert es mich immer brennend, was der Werner sagt und so!

    • Laura R.
      12. Dezember 2010 13:51

      @Undine
      Ich war kurz weg auf am Tschenderkurs. Für wenn ich dann amal ORF Generalin werd nach'm Xandl. Weil den hamma nimmer lang, sagt der Werner. Der wird dann General am Flughaf'n, weil des kann der sicher auch nicht.

  28. Markus Theiner
    11. Dezember 2010 10:16

    Nicht jede Korrelation ist ein Beweis.

    Es ist leicht nachvollziehbar, dass gerade bei der Lesekompetenz Kinder die Bücher lesen besser abschneiden, als Kinder die fernsehen (außer vielleicht in Skandinavien, wo fernsehen bedeutet Untertitel lesen zu müssen). Wobei das nicht daran liegt, dass Fernsehen blöd macht, sondern dass eben das Lesen fehlt.
    Wir hatten auch mehrere Fernseher zu Hause und ich habe trotzdem mehr gelesen als die meisten Kinder in meinem Alter.

    Fernsehen kann sogar bei der Bildung helfen. Es kommt halt immer auf die Programmgestaltung an. Es ist ein Unterschied, ob man reine Unterhaltungssendungen (und das auch noch auf unterstem Niveau) ansieht, oder Dokumentationen oder wissenschaftliche Sendungen (auf hohem Niveau - Galileo & Co zählen definitiv nicht). Es können auch Unterhaltungssendungen für Kinder eine Anregung sein sich mit bestimmten Themen näher zu befassen - was dann auch wieder dazu führen kann, dass die Kinder sich top motiviert auf Bücher stürzen - was in vielen Fällen mehr bringt, als wenn die Kinder nur lesen, weil sie müssen.

    Der wichtigste Faktor bleibt aber in meinen Augen immer noch die Einstellung der Eltern. Wenn die Eltern jede kindliche Neugier, jeden Ehrgeiz was neues zu lernen sofort unterdrücken, weil das Kind "lästig" ist, dann hat das eben eine ganz andere Wirkung, als wenn das Kind von den Eltern motiviert wird Fragen zu stellen, Anerkennung für Eifer bekommt usw.
    Die Anerkennung durch die Eltern ist eben doch ein wichtiger Motivationsfaktor für alles, was Kinder tun. Zumindest wenn die Eltern in ihrem Leben eine wahrnehmbare Rolle spielen.

    • Undine
      11. Dezember 2010 22:51

      @Markus Theiner

      Daß Fernsehen nicht nur negativ zu bewerten ist, erlebte ich in Grönland. Ich lernte in einem kleinen Geschäft einen etwa neun Jahre alten Buben, einen Dänen, wie sich im Gespräch herausstellte, kennen. Seine Eltern waren am Flughafen beschäftigt. Er sprach PERFEKT deutsch. Auf meine Frage, ob seine Eltern auch so gut deutsch sprächen, verneinte er. Seine Sprachkenntnisse stammten, so gestand er ----vom Fernsehen! Dadurch, daß er in Grönland lauter deutsche Sendungen sah, lernte er so ganz nebenbei völlig akzentfrei deutsch.

  29. terbuan
    11. Dezember 2010 08:16

    Nicht das Fernsehen macht unsere Kinder blöd sondern deren sorg- und verantwortungslose Eltern!

    • Samtpfote
      11. Dezember 2010 10:07

      Nicht das Fernsehen macht unsere Kinder blöd sondern dessen Programme!

    • M.S.
      11. Dezember 2010 12:08

      @terbuan @Samtpfote

      Beide Feststellungen bringen die Sache auf den Punkt. Jeder vernunftbegabte Mensch weiß genau wo die Ursachen unserer sogenannten "Bildungsmisere" liegen. Dazu braucht es keine großartigen wissenschaftlichen Untersuchungen, die bewußt bestimmte ideologisch gefärbte Vorstellungen bestätigen sollen.

    • terbuan
      11. Dezember 2010 15:05

      Samtpfote & M.S.
      Einer meiner Söhne sah als Kind wie viele andere auch viel zu oft "Die Biene Maja", "Wickie und die starken Männer" und andere damalige Serien und er las mit Begeisterung die Heftln von "Asterix" und "Lucky Luke".
      Heute ist er hochqualifizierter Techniker und sieht immer noch leidenschaftlich die "Simpsons".
      Es alles nur eine Frage des elterlichen Einflußes, der Richtungsvorgabe und der Erziehung zu Lernbereitschaft, Verantwortungsbewußtsein und zur Setzung von Prioritäten!
      Natürlich kommt heute hinzu, dass das Niveau der TV-Serien im Schnitt gegen unter Null tendiert.

  30. Wertkonservativer
    11. Dezember 2010 07:12

    Die Einwirkung des Fernsehens (und anderer "Ablenkungsmaschinen") auf unsere Kinder und Jugendlichen sehe ich ambivalent, und dies aus eigenem familiären Blickwinkel:

    Ja, auch in der Familie meines jüngsten Sohnes und seiner Frau (beide Vollakademiker, im universitären und Mittelschulbereich tätig), lassen ihre zwei hochtalentierten Kinder dosiert, aber doch immer wieder fernsehen: da wird dann auch etlicher Müll konsumiert (als "wertkonservativer" Großvater kann ich da manchmal nur den Kopf schütteln!).
    Doch andererseits werden die Beiden (9 und 12 Jahre alt) von Eltern und Großeltern mit einer Unzahl von Büchern "überschüttet", lernen Geige und Klavier (ich freue mich schon jetzt auf die weihnachtliche Vorführung!), und sind auch sonst liebe, aufgeweckte junge Menschen. Das freut mich sehr und gibt mir Hoffnung für die Zukunft!

    Die Mehrzahl unserer Jungen hat nun die für die Charakterreifung so notwendige Zuwendung seitens der Eltern (teils aus deren Zeitmangel, teils aus Bequemlichkeit, zum Teil sicher auch aus Desinteresse). nicht mehr zur Verfügung.
    So kommt es dann zwangsläufig zu Mankos in Charakterbildung und Erziehung, die durch die - sagen wir - sehr ungleichmäßige Qualität des schulischen Erziehungspersonals nicht wirklich behoben werden können.

    Wir können - auch mit klügsten Kommentaren und Vorschlägen - die diesbezüglichen Um- und Zustände nicht wirksam verändern:
    Große, allgemein wirksam werdende Veränderungen können nur durch starke politische Kräfte herbeigeführt werden!
    Wenn wir wollen, dass in unserem Land unsere Wertvorstellungen wieder mehr Anwert bekommen sollen, dann müssen wir die politischen Kräfte stärken, denen dies am ehesten zuzutrauen ist. Es liegt (auch) an uns, die richtige Wahl zu treffen!

    • mike1
      11. Dezember 2010 09:58

      wunderbar ! dieser kommentar erspart mir morgendliche denkleistung !
      danke und liebe grüße !

    • Alfred E. Neumann
      11. Dezember 2010 10:35

      Lieber Wertkonservativer!
      Ihr Beitrag spricht mir aus der Seele. Sie sind genau das, was seit Kreisky das absolute Feindbild darstellt, das es zu zerschlagen galt. Dessen Ziel es war, die Familienstrukturen zu beseitigen und die Erziehung vollkommen dem Staat zu überantworten. Er hat daraus nie ein Hehl gemacht.

      Und jetzt haben wir den Salt!

    • Alfred E. Neumann
      11. Dezember 2010 12:31

      Salat, natürlich.

    • terbuan
      11. Dezember 2010 16:28

      Wertkonservativer
      Ich kann Ihren Kommentar 1:1 auf meine Familie übertragen, ähnliches habe ich ja bereits an anderer Stelle gepostet. Danke für Ihren Beitrag!
      herzliche Grüße
      terbuan@aon.at

  31. byrig
    11. Dezember 2010 02:23

    fernsehen macht nicht blöd.dieser festen überzeugung bin ich.
    aber nur was die kinder betrifft.
    die erwachsenen macht es insofern blöd,wenn diese glauben,was der linksgrüne orf vermitteln will.
    kinder können vom fernsehen sehr viel,schneller und gut aufbereitet viel mehr lernen,als die schule oftmals in der lage ist.ein beispiel sind die naturwissenschaftlich-verständlich aufbereiteten universum-sendungen.da lernen die kinder oft tiere,landschaften etc kennen,die zu meiner zeit nicht verfügbar waren in auch nur annähender qualität und spannung für den zuschauer.
    das problem ist:n u r fernsehen,oder n u r im internet sein.
    wobei ich mit bedauern feststellen muss,dass lesen auch in den von a.u. erwähnten gutbürgerlichen familien bzw. deren kindern immer seltener wird.
    manchmal erschrecken mich die eklatanten bildungslücken junger akademiker,das ganze bildungsspektrum betreffend,von sprachkenntnis bis hin zur geschichte.
    fernsehen an sich macht gar nicht blöd-nur die alleinige anwendung desselben.





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