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Die Sünden der Kirchenmänner

Kritische und autoritätsskeptische Menschen haben nicht erst der Häufung schrecklicher Berichte aus katholischen Instituten bedurft: Wer sich seinen persönlichen Glauben bewahren wollte – sofern er ihn je gehabt hatte –, der musste sich immer wieder klarmachen: Nirgendwo steht, dass Priester bessere Menschen sind als andere.

Sie haben zwar für gläubige Menschen durch ihre Weihe gewisse transzendente Befugnisse; wer das Neue Testament liest, weiß aber, dass sie im Schnitt genauso sündig wie alle anderen sind. Was freilich nichts ändert an der Widerlichkeit solcher Menschen, die sich als – geistlicher wie weltlicher – Erzieher sexuell oder sadistisch an Kindern und Jugendlichen vergehen. Die Traurigkeit dieser Gestalten ist alles andere als ein negativer Gottesbeweis. Freilich: ein positiver schon gar nicht.

Selbst wenn man annimmt, dass die sexuellen Täter eher die Verschämtheit geheimer Orte gesucht und  die Hilflosigkeit bestimmter Kinder ausgenutzt haben, dann ist es doch sehr wahrscheinlich, dass zumindest bei den sadistisch veranlagten Typen die Umgebung ziemlich genau Bescheid darob gewusst hat. In meiner Erinnerung an eine leider schon etliches zurückliegende Zeit ist es bis heute deutlich, dass wir als Volksschüler (und damit wohl auch der ganze Lehrkörper) alle gewusst haben, bei welchen Lehrern heftige Ohrfeigengefahr bestanden hat und bei welchen nicht.

Dennoch sind auch die guten Lehrer nie auf die Idee gekommen, etwas gegen die handgreiflichen zu unternehmen. Und das ist ein Teil dessen, was uns heute so schwer erklärlich ist.

Die Kultur der Gewalt


Freilich müssen wir uns über eines im Klaren sein: Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich eine Kultur herausgebildet, die Kindern Schutz gegen Misshandlungen geben will (obwohl schon Christus in einem mehr als verständlichen Anfall von Rachebedürfnis die Täter, die sich an Kindern vergreifen, am liebsten mit einem Mühlstein um den Hals versenkt hätte). Bis dahin hat sehr intensiv das Prinzip geherrscht: Wer sein Kind liebt (oder es kontrollieren will?), der schlägt es.

Das war im Grund in allen Erziehungs-, Ausbildungs- und Kinderaufbewahrinstitutionen unbestritten, ob staatlich, ob kirchlich, ob privat. Man denke nur an die Berichte über die oft lieblose Strenge, mit der junge Habsburger aufgezogen wurden. Man lese den Jungen Törless. Brutalität war selbstverständlicher Teil der Rekrutenausbildung bis in die Weltkriege. Das war durch viele Generationen auch das handgreifliche Prinzip in den meisten Familien.

Und wenn ein Kind zu seinen Eltern gekommen wäre, um sich über einen Lehrer zu beklagen, dann wusste es meist schon im Vorhinein die Antwort: Der Lehrer wird schon recht haben (so wie Eltern heute umgekehrt fast automatisch den Lehrer beziehungsweise den Erzieher im Unrecht sehen).

Dort aber, wo Erzieher gleichsam die absolute Herrschaft über die Kinder haben, ist der Schritt vom gewalttätigen zum sexuellen Vergehen nicht mehr groß. Für manche Typen wohl fast verführerisch.

Ohne im Verdacht zu stehen, ein Feminist zu sein, sollte man noch etwas zu bedenken geben: Viele Untaten hängen höchstwahrscheinlich auch damit zusammen, dass bis vor wenigen Jahrzehnten Bildung und Erziehung – zumindest von Buben – überwiegend in den Händen von Männern gelegen sind. Und die hatten in einer lange gesellschaftlich akzeptierten, vielleicht auch biologisch determinierten Rollenteilung bei der Erziehung immer ihre Aufgabe in Härte und Konsequenz gesehen, während Frauen eher für die liebevolle Nachsicht zuständig waren. Vielleicht dominiert deshalb nach den männlichen Exzessen nun seit  dem Wechsel zu einer fast rein weiblichen Lehrerschaft der weibliche Exzess die Debatte, dass man jedem Jugendlichen eigentlich sein Zeugnis schenken sollte, weil Durchfallen eine zu harte Konsequenz für Nichtkönner und Nichtwoller wäre.

Die Kirche als Tatort


Aber zurück zu den Kindes-Misshandlungen im kirchlichen Bereich. Warum war es dort so schlimm?

Erstens: War – oder: ist – es dort überhaupt schlimmer als anderswo? Die wenigen statistischen Vergleiche, die ich kenne, indizieren, dass nur ein ganz kleiner Prozentsatz der Fälle im kirchlichen Milieu spielt. Überdies gibt es für alle anderen Milieus nicht die zumindest neuerdings innerkirchlich breit aufgestellten Ombudsmänner, an die man sich auch unter voller Wahrung des Diskretion wenden könnte. Allen anderen Opfern und Zeugen bleiben oft nur staatliche, zur sofortigen Anzeige verpflichtete Stellen, an die man sich aber nicht wendet, wenn man sich aber schämt, sich als Opfer zu outen.

Zweitens: Primär ist dieser Eindruck eines rein kirchlichen Problems vor allem durch die Medien entstanden, die sich natürlich mit Begeisterung auf Missbrauchs-Themen aus dem kirchlichen Bereich stürzen. Das ist gschmackig, „normaler“ Missbrauch im großfamiliären Milieu ist fad, weil allzu häufig. Für die Leser und damit auch die Journalisten. Im kirchlichen Bereich ist das Thema natürlich schon deshalb viel spannender, weil sich die Amtsträger der Kirche – ganz im Kontrast zu allem, was man in der Bibel lesen kann –  auch als Person einen erhabenen moralischen Anspruch zubilligen. Vor diesem eigentlich absurden und durch nichts legitimierten Anspruch wird aber natürlich jede Verfehlung viel spektakulärer.

Drittens: Die Vermutung ist trotz dieser Relativierung durch die Statistik groß, dass priesterliche und andere kirchliche Berufe eine besondere Attraktion für jene Männer haben, die sich mit dem anderen Geschlecht nicht so leicht tun oder die sich primär zu Kindern hingezogen fühlen. Durch den Gang ins Kloster erspart man sich die blöden Fragen von Verwandtschaft & Co: „Hast Du endlich eine Freundin?“ Trotzdem ist klar: Die große Mehrheit der Priester, die ihre Keuschheitsgelübde brechen, verletzen diese durch Beziehungen mit erwachsenen Frauen und nicht durch pädophile Akte.

Viertens: Es fällt jedenfalls auf, dass außerhalb des kirchlichen Milieus der sexuelle Missbrauch primär einer ist, der von Männern an kleinen Mädchen begangen wird; einschlägige – zweifellos auch oft genug taktisch erfundene – Vorwürfe gehören fast schon zum Standardrepertoire jedes schärferen Scheidungskrieges. Im kirchlichen Bereich ist es umgekehrt – der gleichgeschlechtliche Kindesmissbrauch wird aber (trotz aller Schwulenehe-Propaganda) gesellschaftlich noch viel negativer gesehen als der heterosexuelle.

Verdrängen als Reflex


Fünftens: Bei so schmerzvoll peinlichen Taten wie Kindesmissbrauch haben nicht nur Täter, sondern auch Opfer und mit den Opfern mitfühlende Menschen vor lauter Scham meist einen Primärreflex: nur ja nichts nach außen dringen lassen, ignorieren, wegschauen, zudecken, vergessen, verdrängen. Man will dem Kind und oft genug auch sich selbst die Schande ersparen, allzu viel darüber reden zu müssen. Man akzeptiert auch allzu leichtfertig die - in Wahrheit kaum glaubwürdigen - Beteuerungen der Täter, dass "es" nie wieder vorkommen werde.

Sechstens: In der Kirche kommen noch zwei andere – einander eigentlich widerstrebende – Faktoren dazu: einerseits das Institut der Beichte, die mit großer Strenge die Anonymität von Sündern aller Art wahrt. Dieses Institut hat lange den Umgang auch mit Verbrechen wie Kindesmissbrauch geprägt, wo man nach diskretem Bekenntnis, Reue und Absolution die Taten gleichsam als abgewaschen angesehen hat. Und zwar auch dann, wenn kirchliche Institutionen außerhalb der Spielregeln einer Beichte von Missbräuchen erfahren haben.
Zweitens gibt es in den letzten Jahrzehnten in der Kirche aber umgekehrt auch eine neue - und außerhalb der Kirche völlig unübliche - Kultur der intensiven öffentlichen Selbstbezichtigung und Entschuldigung für lange zurückliegende Taten: für Verfahren gegen Astronomen genauso wie für Ketzerprozesse. Nach so viel Reue-Süchtigkeit der Kirche ist man dann ganz erstaunt, wenn man bei seriösen Historikern nachlesen kann, dass etwa der Großteil der Hexenprozesse und Folterungen von staatlichen Autoritäten begangen worden ist – von katholischen genauso wie von protestantischen; dass Päpste immer wieder versucht haben, diese Exzesse der Fürsten zurückzudrängen; dass nur ein sehr kleiner Teil solcher „Verfahren“ kirchliche Würdenträger als Täter involviert haben.

Siebentens: Milder zu sehen als die sadistischen und pädophilen Verbrechen sind die Fälle, die heute freilich differenzierungslos unter Missbrauch in der Kirche gezählt werden: Wenn etwa der 18-jährige Jugendführer auf einem Zeltlager mit einer 13-jährigen im vollen gegenseitigen Einverständnis „etwas hat“. Das ist gewiss verboten, in meinen Augen aber Lichtjahre von den nun berichteten Untaten entfernt.

Achtens: Letztlich kann man aber doch optimistisch sein: Die gesellschaftliche Kultur hat sich so stark gewandelt, dass kaum ein Opfer, Mitwisser, Zeuge oder sonstwie um Missbräuche Wissender heute noch schweigen würde, wenn in Schulen, in Heimen, in Lagern geprügelt wird, wenn sich dort einer an Kindern sexuell vergehen würde. Ob im kirchlichen Bereich oder außerhalb.

Neuntens: Am jüngsten Bericht eines Opfers in einer Fernsehsendung fiel auf, dass er einst die sadistischen Taten als viel schlimmer empfunden hat denn die sexuellen. Wir sollten daher unser kritisches Augenmerk mindestens mit der gleichen Intensität auf den Sadismus wie auf die Pädophilie richten. Auch weil die Brutalität oft das Tor zu sexuellen Taten öffnet. Und da ist unsere Kultur noch lange nicht so weit, dass man beispielsweise Gewaltfilme genauso streng verpönt wie etwa Kinderpornos. Diese werden im Gegenteil weiterhin in öffentlich-rechtlichen Medien aufgeführt. (Die besonders zynische Doppelbödigkeit des ORF noch in einem weiteren Zusammenhang hat eine wenige Stunden zurückliegende Tagebucheintragung aufgespießt).

Und zehntens: Die Jahrhunderte unter einem Glassturz stehende Kirche hat sich noch immer nicht daran gewöhnt, dass sich die Dinge ins Gegenteil verkehrt haben: Dass früher allzu viel Missstände verborgen geblieben sind, und dass jetzt jeder Fehler der Kirche (siehe etwa die Aufregung um die teilweise Pardonierung der Pius-Bruderschaft wegen eines anfangs unbeachtet gebliebenen Interviews eines dieser Brüder) zu einem Riesenthema wird. Was durch eine katastrophale Kommunikations-Strategie noch verschlimmert wird - von den ständigen selbstgerechten Auftritten von hiesigen Caritas-Funktionären bis zur römischen Alles-Zudeck-Mentalität.

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alle Kommentare

  1. horst (kein Partner)

    tun wir nicht so, was gewalt betrifft sowie deren kulturen bzw. vorbilder die, die beugung mit diesen mitteln bedingungslos verlangten ohne aufklärungen.
    da kaum spirituelle seiten gebildet und ausgebildet sind, ist es so eine sache.
    der mensch kann im grunde primitiv sein und will es auch nicht wirklich immer wahrhaben (gestört) und wir kommen ins 21 jahrhundert, wo es eine verfeinerung geben sollte.
    viele verwechseln die politische kirche von damals, mit der kirche christi von "damals" und papier ist immer sehr geduldig...
    viele schäden können sich auch auf papier einschleichen!



  2. www.erstaunlich.at (kein Partner)

    ELFTENS: An der Strafverfolgung von klerikalen Kinderschänder dürfte auch kein besonderes Interesse bestehen, folgt man den Ausführungen der Justizministerin.
    http://www.erstaunlich.at/index.php?option=com_content&view=article&id=619:die-justizministerin-und-die-kinderschaender&catid=1:erstaunliches



    • Josef Maierhofer (kein Partner)

      Für mich ist Kindesmißbrauch eine schwere Tat, die für alle Täter gleich nach dem Gesetz zu verfolgen und zu ahnden ist, auch, wenn die Täter oft prominente Namen sind oder auch Mitglieder der katholischen Kirche.

      Profil befaßt sich heute mit konkreten Opfern von verschiedensten staatlichen und kirchlichen Erziehungsanstalten, erschütternd, was da alles so abläuft und abgelaufen ist.

      Wir hatten ja als 'Spaßgesellschft' unseren Spaß und offenbar diesen 'Industriezweig' der schwer Erziehbaren zuweinig Augenmerk zukommen lassen, zumindest für mich war es so.

  3. Undine (kein Partner)

    Wer erinnert sich noch des Falles Prim. Dr. Franz Wurst, dieses Kinderschänders aus Klagenfurt? Von einem Kärntner weiß ich, daß man unfolgsamen Kindern androhte, wenn sie nicht brav seien, kämen sie zum Dr. WURST.



    • Lorenz Valla (kein Partner)

      War das dieser Abraham Wurst mit seinem Kessel?

    • Undine (kein Partner)

      Ich glaube, Sie kennen diesen Fall nicht. Ganz kurz: Primarius Dr. F: WURST war KINDERARZT am Krankenhaus Klagenfurt. Er war richtig pervers ,ein Sadist, die Kinder fürchteten ihn. Trotzdem konnte er unbehelligt weiterfuhrwerken, bis zuletzt aufkam, daß er seine Frau ermorden ließ, offenbar, weil sie ihm den Geldhahn zugedreht hat. Da erst kam der Fall ins rollen.

  4. Renard (kein Partner)

    Die Fälle Gerhard Maria Wagner und Rocco Buttiglione haben mehr gemeinsam, als es scheint.

    Jedenfalls ist das zeitgemäß und aktuell sein wollende Klima in der österreichischen Kirche ungemein glaubensfeindlich, die Allmacht der selbsternannten Laienheilsbringer ist viel größer als die Geltung derjenigen, die ihr Leben Gott geweiht haben. Viele (Pastoralassistenten, aber auch Priester [Friedl & Co]), die die Römisch-Katholischen Kirche mit ihrem eigenen Katechismus und einer Patchwork-Religion verwechseln, treten nicht aus, weil sie sie als Brötchengeber benutzen.



    • bart (kein Partner)

      "Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?"

      Wenn der Zeitgeist (Feminismus, Papstfeindlichkeit usw.) seine Befriedigung auch in der Kirche finden möchte, dann sollte man rasch zum Protestantismus konvertieren. Aber rasch!

  5. jak (kein Partner)

    jedes nicht verbildeten menschenerkenntnis müsste schon sein, dass nur er alleine der herrscher seines eigenen geistes ist - aber traditionell wird versucht anderes zu lehren - jegliche anerkenntnis einer religion ist folge einer manipulation.
    ich würde mich auch mit keinem mörder vermählen - ihn aber nicht umbringen sondern aus meinem lebensbereich wegsperren - dazu ist keine religions- sondern humanismusbasis notwendig.
    der nichtraucherpurismus ist ehrlicher als die religionsdebatte: nulltoleranz in meiner umgebung !
    diese rührselige, scheinheilige "achseidochnichtso-toleriermich" bettelei kann nicht angenommen werden - wie kann man einem phantasiegebildegläubigen gegeübertreten ? - garnicht !
    aber es wird vielleicht noch ein paar religionskriege dauern, bis die mehrheit dies erkennt.
    bis dahin laufen sie noch in kirchen, moscheen, tempel und werden weiterverbildet statt das humanitäre, das sie ohnehin schon von geburt an in sich haben, ganz einfach selbstbewusst anzuwenden.
    das passte nicht hierher ? – genauso wollen es die toleranzbettelnden – reden wir über die „kleinen“ fehler – statt den ganzen körper einmal gründlich zu untersuchen – der ist nämlich im übel !
    dieses versäumnis der „selbstschau“ wird uns ebenso mal vorgehalten werden wie wir es betreffend der 70 und mehrjahre zurückliegenden ereignisse unser vorgenerationen tun.



    • jak (kein Partner)

      zum artikel selbst - beginnend mit der überschrift : „die sünden der kirchenmänner“. was heisst „sünde“ ? - in diesem fall ein von der religion angewandtes wort – richtig wäre „straftat“. und dann „kirchenmänner“: gemeint sind offensichtlich angestellte religionshörige. also wäre korrekt über das thema „die straftaten der kirchenbezahlten/hörigen religionverbreiter“ zu sprechen. usw., usw. … wann wird die weite des ganzen erfasst ?

      auf solch vorgegebener verharmlosender sprachebene ist ein diskutieren sinnlos weil unmöglich

      siehe auch „laun bei maischberger“
      http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3965668?pageId=&moduleId=311210&categoryId=&goto=&show=
      und „Uta Ranke-Heinemann im club 2“
      http://tvthek.orf.at/programs/1283-Club-2

    • Undine (kein Partner)

      @JAK Ihre konsequente Kleischreibung ist SOOOOOO MÜHSAM zu lesen, daß ich es in Zukunft unterlassen werde.

    • Undine (kein Partner)

      Kleinschreibung soll es natürlich heißen!

    • Dr.Otto Ludwig Ortner (kein Partner)

      Da ich verläßlich in Erfahrung brachte, daß die Kampagnen gegen den Erzbischof von Wien Kard.Dr. Hanns-Hermann Groer und gegen Bischof Dr. Kurt Krenn von österreichsichen politischen Kreisen bestellte Auftragsmorde waren, die mit Lügen unterfüttert wurden (siehe main Leserbrief in der "Wiener Zeitung vom 2.4.2009. S. 22), ist mir natürlich klar, daß die Kirchenhetze, die derzeit tobt und Papst und Episkopat durch das Fehlen ihres kaiserlichen Herrn überfordert, eine politische Kampagne ist. Sie richtet sich nicht nur gegen die römisch-katholische Kirche, sondern auch gegen Österreich, dessen Souveränität auf dem katholischen Staatsrecht beruht, wie in meinem Werk "Sonnenaufgang über Österrreich" mit internationalem Erfolg (nachzulesen in meinem Buch "Stalingrad- Princeton'sche Bekenntnisse...") ausgeführt ist. Alle anständigen Menschen in Österreich - und das ist die terrorisierte Mehrheit- weiß, daß das Treiben der Medien ebenso politisch gesteuert wie kriminell ist. Denn nach der ö. Verfassung ist der Staatsbürger nur seinem gesetzliche Richter für allfällige Verfehlungen verantwortlich, schon um ihn vor falschen Zeugen zu schützen. Bekanntlich entschied der Richter im Sinowatz-Matysek Prozess gegen 40 hohe Parteipolitiker, die vor Gericht als Zeugen falsch aussagten, um Frau Matysek zuschaden, zugunsten dieser Ex-Politikerin. Der Richter gab Frau Matysek recht - ein Vertreter des von mir beschworenen noblen und anständigen Österreich. Er machte dann aber keine Karriere - die ist Botmäßigen der Parteien vorbehalten, die Österreich erklärtermaßen (StGBl. Nr. 6/1918 vom 12. 11.1918) vernichten wollen. Gott schütze Österreich!

    • Molière (kein Partner)

      Daß die Kampagne gegen Groer und Krenn politischerseits gefördert wurde, ist durchaus wahrscheinlich. Daß diese beiden Persönlichkeiten jedoch vollkommen unproblematisch und über jeden Verdacht erhaben gewesen seien, ist es weniger.
      Es ist eine verabscheuungswürdige Anklage-un-kultur in diesem Land entstanden. Schwer zu beurteilen, wer damit "angefangen" hat. Jesu Einladung "wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein" ist jedoch eine zentrale Stelle des Evangeliums und aktueller denn je...

  6. harrytisch2009 (kein Partner)

    jetzt exklusiv auf bluthilde! das bis dato älteste bekannt gewordene opfer des missbrauchsskandals packt aus:

    http://bluthilde.wordpress.com/2010/03/12/spiel-mit-der-reitgerte/



  7. Erwin Tripes (kein Partner)

    Sg. Herr Dr. Unterberger, ich möchte keinesfalls an Ihrem Glauben rütteln, den ich zwar nicht teile, aber tolerant respektiere.
    Als glaublich aufmerksamer Blogleser meinte ich aus Ihren bisherigen Aussagen Postulate wie Menschenfreundlichkeit,Toleranz gegenüber anderen Meinungen, hohe ethische Anforderungen, insbesonders kritische Objektivität, etc.,etc. zu erkennen.
    Deshalb erlaube ich mir die kritische Anmerkung, daß ich diesen Beitrag von Ihnen als wahlloses Mischmasch von ich bin nicht Fleisch und auch nicht Fisch verstehe.
    Hätte Ihnen mehr zielgerichtete Meinungsaussage zugetraut. So ähnlich schreibt doch sonst nur der gegenwärtige Chefredakteur der Presse.
    Motto: ich wasch mich (sogar öffentlich), aber mach mich dennoch nicht naß.




    aber offensichtlich



  8. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)

    "Und da ist unsere Kultur noch lange nicht so weit, dass man beispielsweise Gewaltfilme genauso streng verpönt wie etwa Kinderpornos." Und in Unterberger-Town wäre das so? Warum strahlt der ORF nicht mal einen Kinderporno aus, ist ja eh gleich schlimm wie ein Gewaltfilm! Hut ab, Sie haben eindeutig einen neuen Tiefpunkt erreicht!



  9. B.R. (kein Partner)

    (Teil 1)

    Lieber Herr Unterberger,

    so verschwindend gering (oder so relativ) kann die Zahl der sexuellen Übergriffe in der katholischen Kirche und deren Internaten nicht sein, wie Sie es gerne sehen würden. Ich war selbst vor mehr als 30 Jahren Schüler in einer dieser Institutionen - eine, die noch nicht ins Gerede gekommen ist (und die ich selbst namentlich auch nicht ins Gerede bringen will; über das "warum" später mehr), und wer von den "Internen" dort damals nicht wusste, dass solche Übergriffe geschahen, der hat als Autist dort gelebt oder vielleicht gar nicht. De facto weiß ich kein einziges katholisches Internat unter jenen, von denen ich ehemalige interne Schüler kenne, an dem solche Sachen NICHT geschehen sind.

    Ich möchte hier den Versuch wagen, die Diskussion von der ganzen moralinsauren Betroffenheit der Linken und der unglaublich peinlichen Fingerzeigerei der Rechten (die Pösen hacken auf der Kirche rum!) befreien und ein paar sehr nüchterne und wahrscheinlich für alle Parteien unangenehme persönliche Wahrheiten einbringen. Vorab aber: Auch wenn ich selbst von einer sexuellen Annäherung durch einen Priester betroffen war, werde ich weder den Ort, die Zeit, den Namen des Paters noch den Vorfall öffentlich machen. Deshalb nämlich, weil ich erstens diesem Menschen nicht nur verziehen habe, sondern ihn sogar als Menschen sehr schätze. Ich tat das vor dem Vorfall, und ich tue das jetzt. Er hat mein Verzeihen UND meinen Respekt.

    Nun also zu meiner Meinung: Wer nicht in einem Internat gelebt hat, der kann sich die Situation dort schwerlich vorstellen. Knapp 150 heranwachsende, pubertierende oder knapp vor dem Erwachsensein stehende Buben und junge Männer, die in einer künstlichen Verknappung des anderen Geschlechtes lebten, ohne dass man den Trieb bändigen konnte. Es sollte niemanden wundern, dass in so einem Zustand, in so einer Situation, Sexualität sich alle möglichen Ventile suchte. Auch wenn das niemand gerne zugeben will: Mangels Mädchen haben manche der Insassen dort NATÜRLICH auch homoerotische Erfahrungen gemacht, und das Geräusch im Schlafsaal von mühsam verborgender Masturbation habe ich noch heute in den Ohren. Dennoch glaube ich nicht, dass Internate mehr Homosexuelle hervorbringt als das normale Leben. Man muss sich einfach vor Augen halten, dass diese Triebbefriedigung nichts mit Liebe zu tun hatte, sondern Ventil war. Man hat dadurch nicht die Liebe zu einem Menschen gelernt oder sich zu jemanden hingezogen gefühlt.

    (Teil 2 im nächsten Posting)



    • B.R. (kein Partner)

      Tut mir leid, werde als Spam klassifiziert :-) - kann also dauern bis ich die zwei restlichen Teile nachsenden kann.

  10. Gregor Hochreiter

    Die Kirche ist mithin die einzige verbliebene Instanz, die eine ewig gültige Moral verkündet, der sich alle Menschen, vom Papst bis zum einfachen Bauern, von der geifenden Schwiegermutter bis zur liebenden Mutter zu unterwerfen haben, vom selbstherrlichen Intellektuellen bis zum vulgären Strizzi. Es gnade uns Gott, wenn dieser schon deutlich unterspülte Fels in der Brandung immer neuer Wellen an ideologisch motivierter Angriffe noch weiter an Einfluß verliert.

    Es verblüfft mich, wie die moralischen Relativisten des Status Quo irgend einen Vorwurf gegen die Kirche formulieren können. Von ihrem eigenen Standpunkt aus gibt es ja keine überzeitlichen Normen. Diese sind jedoch die unablässige Voraussetzung, um im Heute gestrige Taten zu beurteilen. Nur wer die Gebote der Enthaltsamkeit und Keuschheit ernstnimmt, darf heute seine Stimme empört erheben. Die Heuchelei findet sich nicht in der Kirche, die die göttlichen und deswegen anspruchsvollen Moralgesetze verkündet, sondern bei den Säkularisten, die seit dem Dammbruch der Sexuellen Revolution eine "lustbezogene Gegenwartskultur" propagieren und sich dann über Verfehlungen gegen eine nicht-existente Verbindlichkeit echauffieren.

    Die Hetzkampagne der Medien ähnelt dem Goebbel'schen Feldzug gegen den Zölibat und damit gegen die Widerstand leistende Kirche. Die Liberalen und Sozialisten des 21.Jahrhunderts sehen nun endlich die Chance, die verbliebenen Überreste des Christentums auszulöschen und endlich das seit 200 Jahren versprochene Paradies auf Erden zu realisieren. Wohin aber eine menschliche Moral führt, das zeigt ein Blick in die Geschichtsbücher. Daß gerade die großen atheistischen Revolutionen sexuellen Mißbräuche nicht reduziert, sondern dramatisch aufgeblasen haben, zeigt z.B. die enge Verknüpfung von Marquis de Sade und der Französischen Revolution.

    Hinzu kommt, daß gerade die kirchliche Sexualmoral sowohl die Homosexualität als auch die Pädophilie verurteilt. Schlag hingegen nach bei führenden Grün-Politikern und anderen Aufklärern, die eine Entkriminialisierung der nunmehr Pädosexualität genannten Schändung der Kinder im Fahrwasser der sexuellen Revolution gefordert haben. Diese Forderungen werden mittlerweile wieder vermehrt von der Homosexuellenbewegung lanciert. Noch nicht in Österreich, aber uns erreicht dank des ehemals umfassenden Einflusses der Kirche der Wahnsinn der Moderne immer mit einer gewissen Verspätung.

    Das Problem der Kirche (und der Gesellschaft) liegt vielmehr in der allzu laxen Moral der letzten Jahrzehnte. Wer eine ichbezogene Sexualität predigt, sich selbst in den Mittelpunkt stellt und nicht den unablässigen und selbstlosen Dienst am Nächsten, darf sich nicht wundern, wenn das Du zu einem Instrument der sexuellen Befriedigung degradiert wird, unabhängig von seinem Alter. Der Mensch wird nicht mehr als Person gedacht mit der ihr zustehenden und unantastbaren Würde. Die Supermarktmentalität, alles Angebotene zu ergreifen, durchdringt natürlich auch unseren Umgang miteinander.



    • Josef Maierhofer (kein Partner)

      Sie schreiben völlig richtig, daß die Zeit der Wohlstandsverwahrlosung, der Spaßgesellschaft auch an der katholischen Kirche nicht spurlos vorübergegangen ist.

      Auch für die Katholiken wird es Zeit zum Aufbruch, zeit zum Nachdenken, Zeit für Konsequenzen.

    • Renard (kein Partner)

      @ Gregor Hochreiter
      d'accord. Die Kirche verbeugt sich vor dem Geist der Welt und hat ihn nun auch reichlich erhalten. Diejenigen, die sich um Heiligkeit und überzeitlich Geltendes bemühen, werden auch innerkirchlich ausgegrenzt. Die Kirche befindet sich, wie Papst Benedikt korrekt diagnostizierte, in einem Prozess der "Selbstsäkularisation" (siehe in Österreich: Aichern, Weber, Iby, Krätzl, Schönborn etc.). Diese Herrn "glauben" dem Zeitgeist abhören zu müssen, was Quote bringt, haben sich aber "der Liebe zur Wahrheit verschlossen" (2 Tess) und sind paradigmatisch für unsere Verführbarkeit. Statt sich gegen die Auszehrung des Glaubens zu stellen, "glauben" sie, den Geist der Welt in die Kirche verfrachten zu müssen. Eine sinnlose Gefälligkeit, denn wo die Hl. Kirche kein Gottesdienst ist, wird sie vergehen. Und ohne unseren Beitrag gibt es ebenso keinen Gottesdienst.

  11. Charlotte (kein Partner)

    Besonders betroffen macht:

    Es geht den linkslinken Medienleuten nicht um arme missbrauchte Kinder ansonsten würde man den Fokus auf heutigen Kindesmissbrauch legen siehe Internet, Fernostreisende, Karlsplatz (? oder anderswo) ...aber damit könnte man nicht gleichzeitig Kirchenbashing betreiben!

    Weltliche Homos sind ja sowieso sakrosankt also auch kein Aufdecken von Kindesmissbrauch und Entschuldigungen von Verantwortlichen der diversen Homo-Vereinigungen-Förderer wird der ORF sicher auch nicht fordern, weils ja angeblich gar keine Verfehlungen gibt...

    An dieser Stelle sei auch gesagt, dass der Agnostiker BP Heinz Fischer nicht nur für Homo-Ehen eintritt sondern auch für deren angebliches Recht auf Kinder. Vielleicht geben Medien insbesonders der ORF da auch Bischof Schönborn die Möglichkeit sich von diesem BP-Kandidaten zu distanzieren? Wird wohl nichts werden und nur mein frommer Wunsch bleiben.

    Würde in den gleichgeschalteten Medien auch nur halb soviel über das positive gesellschaftliche (Zusammen-)Wirken der vielen Katholiken (in unzähligen Gemeinden) berichtet wie man sich den negativen Vorfällen der Vergangenheit widmet, dann könnte man Medien noch ernst nehmen. So aber nicht. So sind sie bloß Werkzeug für eine Parteipolitik und deren Ideologie die noch dazu von den meisten Menschen gar nicht geteilt wird.

    Tipp für die nächste ORF-Redaktionssitzung der ZiBs: Hexenverbrennungen passen auch sehr gut ins Kirchenbashing-Thema. Da lässt sich doch bestimmt auch etwas machen...

    Aber ein bisserl sollte man sich schon überlegen, was mehr Quoten bringt : Die Übertragung der Osterpapstmesse oder ein Club2 mit üblichen Antiklerikalen die gegen ein Kreuzerl in Schulen wettern weil dies angeblich ihre Menschenrechte einschränkt...



    • Josef Maierhofer (kein Partner)

      Ich gebe Ihnen recht, unsere Medien sind genauso verkommen, wie es ihre Auftraggeber sind.

      Betroffen bin ich auch als Katholik aber auch als Staatsbürger von diesen Angriffen.

      Ich fände es auch an der Zeit, daß Herr Kardinal Dr. Schönborn mit dieser verkommenen Medien/Parteisippe aufräumt und Klartext redet.

      'Geschichtsaufarbeitung' a' la Udo Proksch Filmförderung passt da wirklich zu diesen einseitigen Aktivitäten.

  12. DDr. Holl (kein Partner)

    Wenn vor ca. 40 Jahren die Aufgabe der Kirche in einem Sollzustand beschrieben wurde, ist zu prüfen, ob dieser auf die heutigen Verhältnisse noch zutreffend ist. Wenn in dem Dokument jene Ansicht ausgeführt wird, daß die Welt, die nach dem Glauben der Christen durch die Liebe des Schöpfers begründet ist und erhalten wird, muß entgegengehalten werden, daß nur mehr eine Minderheit dieser Ansicht ist. Dawkins Ansicht findet breite Zustimmung und die Erhaltung der Welt scheint auf Grund der hausgemachten Umweltkatastrophe nur mehr eine Frage der Zeit zu sein. Es ist genaugenommen das System Epikurs am Werk. Dennoch bleibt der Ruf der Umkehr, er ist aktueller denn je. Nur kann er glaubwürdig (angesichts der jüngsten Vorfälle) verbreitet werden ?
    Auch scheint die kirchliche Entwicklung vom ersten Vatikanum die in der Gesellschaft durchgemachte Entwicklung auch mitgetragen zu haben. Denn Kirche sind wir alle. Während man im 19. Jhd.die Kirche noch als "Societas perfectas" bezeichnete und als solche diese Philosophie verteidigte (siehe Enzyklika "Mortalium animos" von Pius XI vom 6. Januar 1928), hatte sich ausgehend von Karl Marx, Friedrich Engels, August Bebel der Umbruch bereits in der russischen Oktoberrevolution vollzogen. Die sozialen Auswirkungen des ersten Weltkrieges hat die Menschen im deutschen Sprachraum auch geprägt. Hin-und Hergerissen in Bürgerkriegen und einem "Erlöser" auf den Leim gegangen. Der Nationalsozialismus hat nicht umsonst die Schwächen der Kirche für seine Zwecke ausgenützt. Die Schließung der Klöster und katholischen Privatschulen, um daraus die "NAPOLA" zu instrumentalisieren, ist ua. mit der Begründung erfolgt, die jetzt die Kirche zu schaffen macht: Brutstätte für Pädophilie und Homosexualität zu sein. Im sogenannten "Röhm-Putsch" wurde dieses Thema der breiten Masse geschickt durch Propaganda glaubhaft gemacht. Nicht umsonst war das deutsche Reich der erste Staat, der über ein Ministerium für Propaganda und Volksaufklärung als Gegenpol zu den Kanzeln der Kirche verfügte. Wenn Karl Rahner im Jahr 1968 in Zürich die Kirche als "die sündige Kirche der Sünder" in einem Druckwerk bezeichnen läßt (Dogmatische Randbemerkungen zur Kirchenfrömmigkeit, in Schriften zur Theologie V, Zürich 381; 385), ist die Frage offen, ob damit das vom Nationalsozialismus gezeichnete Sittenbild der Kirche gemeint ist.
    Wenn in Gaudium et Spes gefragt wird, was der Mensch sei und was der Sinn des Schmerzes, des Bösen, des Todes sei, alles Dinge, die trotz des aufgezeigten Fortschritts noch immer weiter bestehen, kann ich als Wanderer im wahrsten Sinn des Wortes nur sagen: "Der Weg ist das Ziel". Das Ziel bleibt dennoch eine societas perfecta. Das Anpeilen der Vollkommenheit scheint trotz allem ein Traum der Menschheit zu sein. Im vierten Gottesknechtslied (Jesaja 53) wird bereits davon gesprochen, daß jemand die ganze Schuld der Menscheit auf sich nimmt, damit wir erlöst werden.
    "Wer hat unsere Kunde geglaubt?" steht am Anfang des Gottesknechtsliedes. Es sind die falschen Propheten, die aus Eigennutz ein Bild der Kirche zeichnen, das nicht der Wahrheit entspricht. "Die Wahheit wird Euch freimachen". Wir warten auf die Wahrheit.



    • Günter M. (kein Partner)

      Ihre gründliche historische Analyse hat mir beim ersten Lesen sehr gut gefallen, aber beim näheren Hinsehen bemerkte ich, dass die 'Kirche' ein echter Eckpfeiler in ihrem Gedankensystem ist. Wobei sie 'Kirche' leider eher als theologisches System verstehen, das mit Menschen verbunden ist, die an dieses System intellektuell glauben und in diversen juristischen Personen organisiert sind.

      Die 'vera ecclesia' besteht aber aus dem Haupt (das ist der Herr Jesus Christus) und den Menschen, die aus lauter Gnaden (nicht weil sie besser waren) IHN als den Weg, die Wahrheit und das Leben wahrhaftig erkannt haben und nicht nur wegen der Druckerschwärze der Bibel oder dem gedruckten Josephus auf seine Existenz schließen.

      Die - jetzt von der Presse ungeheuer hochgespielten - Probleme in der 'Kirche' werden durch jene Menschen verursacht, die nicht zur 'ecclesia vera' gehören, sondern nur ein religiöses Mäntelchen angezogen haben und ihren angelernten theologischen Job tun. Da 90% - 95% in der 'Kirche' gar nicht zur ecclesia vera gehören, wird es in der 'Kirche' immer Probleme geben.

      Augustinus: "O quam multi sunt lupi in ecclesia, et quam multae oves extra ecclesiam!" (Wie viele Wölfe sind in, und wie viele Schafe außer der Kirche!)

      Quote: "Das Ziel bleibt dennoch eine societas perfecta".

      Die Praxis ist, dass die Menschen am Land und in der Stadt völlig entchristlicht sind, dass in den meisten Fällen nicht einmal mehr ein oberflächliches Christentum vorhanden ist, dass hunderte Millionen von Steuergeldern in Bund, Ländern und Gemeinden verspekuliert werden, dass überall Lüge, Betrug, Amoral, und Egoismus herrscht und dass selbst das Evangelium sagt, dass der Menschensohn bei seinem Kommen kaum noch Glauben auf der Erde finden wird. Und sie reden von der societas perfecta? Wissen sie, wie schwierig es heutzutage in einer Firma ist, wo nur gelogen und raubkopiert wird, da nicht mitzumachen und welchen Gegenwind sie bekommen, nur wenn sie ehrlich sind? Und wissen sie, wie schwierig es ist als Unternehmer noch ehrlich zu sein, wenn alle anderen durch Steuerbetrug konkurrenzfähiger sind? Von einer societeas perfecta können wir uns verabschieden, allein wenn wir uns selbst einbringen, wird aus der societeas perfecta eine societeas imperfecta (zumindest gilt das für mich).

    • johann scheiber (kein Partner)

      Herr Günther M., ich denke, dass sie zwei extrem wichtige Punkte anführen.

      Zum einen, der Hinweis auf die vera ecclesia, oder auch die unsichtbare Kirche, die allein der definitive Bezugpunkt des Glaubens und der Hoffnung der Gläubigen ist und nicht die sichtbare Kirche, die,
      wie sie in Anschluß an Augustinus ausführen, von vielen Wölfen heimgesucht wird.
      Wölfe und Schafe gibt es in Kirche und Welt geichermaßen, alle menschlichen Gebilde sind civitates permixtae.
      Das entzieht jedem Glaubensfanatismus den Boden, sollte aber auch den hyperaktiven Aufklärern zu Bewußtsein bringen, dass sie mit dem Aufdecken der Gegenwart von Wölfen in der Kirche beim bedeutendsten Kirchenvater offene Türen einrennen.

      Dann ihr Einwand gegen DrDr. Holl, der an der Verwircklichung der societas perfecta festhält, und der damit wohl von der vera ecclesia ablenkt, Glaube und Hoffnung mit der sichtbaren Kirche verbindet und dadurch - durch Überlastung - aus der Kirche genau den unperfekten, perfekten Verein macht der der ständigen Kritik der Zeitgenossen unterliegt.

  13. Werner Papst (kein Partner)

    Die Kirche sollte heute keine Internate mehr betreiben. Das mag früher einen Sinn gemacht haben, wo die Klöster Orte der Wissenschaft und Hochkultur gewesen sind, aber heute nicht mehr.

    Genauso wie sich die Kirche weltlichen Angelegenheiten überhaupt nur noch indirekt annähern sollte. Das direkte Hineinpfuschen in Angelegenheiten der Bildung, des Fremdenrechts, der Landesverteidigung, des Sozialstaates usw stört nur noch. Die Kirche ist dazu da den christlichen Glauben zu entwickeln. Wenn die Schäfchen der Kirche fest im Glauben sind, dann werden sie die weltlichen Angelegenheiten automatisch im christlichen Sinne regeln.



    • rossi (kein Partner)

      Witzig, dass Sie als Papst so denken....Ich bin aber auch dieser Meinung. Nur: Wo sollen dann rote und grüne Bonzen und Nutten ihre Kinder erziehen lassen?

    • Josef Maierhofer (kein Partner)

      Die Aufgaben von verschiedenen Orden sind Seelsorge, Gebet und Arbeit, Betrieb von Schulen, Betrieb von Krankenhäusern, Betrieb von Landwirtschaften zur Versorgung (Benediktiner, Minoriten, ,...), etc.

      Josef II. hat hauptsächlich jene Klöster aufgehoben, die der reinen Beschaulichkeit gedient haben und keinen Beitrag zur Gesellschaft geleistet haben, so mein Geschichtsunterricht dazu.

      Also betreiben die katholischen Einrichtungen einen guten Teil der Kindergärten, der Schulen, der Krankenhäuser und helfen allen, nicht nur denen mit Parteibuch. Also überzeugte und echte Gutmenschen, die über Gebühr von Verbrechern (Caritasheime) und Migranten ausgenützt werden, weil offenbar Moral und Anstand fehlen oder die Not so groß ist oder (Caritas) von der Politik instrumentalisiert werden.

      Das aufzulassen, würde dazu führen, daß man in Österreich nur noch Schul- und Kindergartenplätze mit Parteibuch bekommen würde.

      Daß die katholische Kirche Mut zu Bekenntnis haben muß und manchmal auch politische Aussagen treffen muss, lässt sich sich auch nicht ganz vermeiden, ist sie doch auch Bestandteil dieser Gesellschaft.

      Ich weiss zwar nicht, wo die Kirche hineinpfuscht, kenne aber den Auftrag, liebe Deinen nächsten wie Dich selbst. Da kann es gar keine anderen Aussagen geben.

      Die Naivität und Dummheit in unserer Gesellschaft ist es, das nicht zu verstehen. Wenn wir also ordentliche, konsequente und effiziente Migrantenpolitik, z.B., betreiben wollen, so tun wir das ja auch mit den entsprechenden richtigen Maßnahmen. Wenn sich die katholische Kirche aber von der Politik instrumentalisieren läßt zu blödsinnigem, vordergründigem 'Gutmenschentum' durch gezielte Halbinformation, so kann man ruhig vom missbrauchten 'roten Kardinal' reden, der jetzt hoffentlich immer mehr munter wird, dem hoffentlich immer mehr die Augen aufgehen, ob der politischen Medienkampagnen gegen die katholische Kirche von den gleichen, denen er auf den Leim gegangen ist.

  14. THJ (kein Partner)

    Übergriffe einige Kirchenfunktionäre auf Schutzbefohlene hat es sicher gegeben und die müssen auch mit allen gesetzlichen Mitteln geahndet werden.
    Was sich gerade in den Medien abspielt ist aber nicht mehr als eine ideologische Hexenjagd gegen kirchliche Einrichtungen.
    Denn derlei Übergriffe hat es auch, ohne das Verharmlosen zu wollen, in vielen anderen Einrichtungen gegeben.
    Und die werden in den Medien verschwiegen.
    In meiner Vergangenheit, 5 Jahre Schulbrüder in Strebersdorf hat es nur eine Art "Nötigung" gegeben, das war Zapfenrechnen bis zum Umfallen oft auch am Samstag Nachmittag.
    Unser einziger Schaden war es sehr gut und schnell Kopfrechnen zu lernen.
    Dafür aber hat sich die Schwester einer lieben Freundin 1982 im Alter von 13 Jahren umgebracht.
    Nachdem sie mehr als 3 Jahre lang von zumindest vier "Betreuern" einer Kinderfreundeorganisation immer wieder sexuell mißbraucht wurde.
    Der Effekt der polizeilichen Anzeige gegen die Betreuer?
    Die wurde unter dem Druck der Bezirksparteiorganisation SPÖ Floridsdorf zurückgezogen.
    Weil man ja wisse, daß das Mädchen eine "Nachwuchsnutte" war und die Betreuer "verführt" hätte.



  15. Renard (kein Partner)

    "Der liebe Udo und der böse Pfarrer":

    In der guten alten Zeit eines honorigen "CLUB 45" war natürlich auch Kardinal König, wie unser Bundespopel Fischer, Flöttl etc. auch im Club des sechsfachen Mörders samt beinahe allen SPÖ-Granden: (http://www.format.at/articles/1009/529/263577/out-control-in-doku-dorn-widersprueche-udo-proksch).
    Der der SPÖ untertane Professor Doktor Christoph Maria Michael Hugo Damian Peter Adalbert Kardinal Graf von Schönborn steht in dieser Tradition Kardinal Königs (ein Hobby-Moralist, aber nicht so gut wie Axel Corti).

    a) Seine Exzellenz präsentierte 2008 in seinem Dommuseum das "letzte Abendmahl" als Sexparty, bei der die Apostel einander fröhlich ans Gemächt gehen. Dieses Gemälde verdankt er seinem artGenossen HRDLICKA. Zwar eiert Schönborn jetzt wegen der geschändeten Kinder ‚seiner’ Aggiornamento-Kirche (Disco-Messen samt betrunkenem Dom- und High-Society-Pfarrer mit konsekrierten Döner-Taschen usw.) herum, zuvor aber hat unser Kardinal die treu Katholischen innerkirchlich eliminiert (man denke an die Bischofsernennung des standhaften, pastoral hochverdienten und theologisch nach wie unwiderlegten Pfarrer Wagner).

    b) Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn hat seinen Vater Hugo Damian Graf von Schönborn († 1979) im Freimaurer-Ritus verabschiedet: http://katholik.ch/themen-a-z/73-zeitzeichen/204-fm-ritus-fuer-vater-schoenborn-.html

    c) Für die dämonische Darstellung und schändliche Entehrung der Seligen Sw. Restituta als großbusige Hexe ist Schönborn persönlich verantwortlich. Er hat diese barbusige Darstellung in der Barbarakapelle des Wiener Stephansdoms seinem artGenossen HRDLICKA beim Mittagessen versprochen. Frage: Kann man eine Seliggesprochene noch verächtlicher in einem Dom zur Darstellung bringen? Die Hartmannschwestern tun mir sehr leid, ihre Betroffenheit ist ihm völlig gleichgültig.

    d) Schönborn stellte sich schützend vor den ehemals schlagenden Burschenschaftler und artGenossen HÄUPL: Schönborn hinderte Bischof Laun an der Teilnahme einer Lebensschutzdemo in Wien mit den Worten: „Ich lasse doch nicht zu, dass ein Weihbischof dreihundert Kilometer weit in meine Diözese fährt und hier meinen Bürgermeister tadelt“ (obwohl der SPÖler Schönborn Weihbischof Laun lediglich klerikale Amthandlungen verbieten kann). Schönborn sollte einmal das Zweite Vatikanum beigebracht werden: Abtreibung wird dort als 'abscheuliches Verbrechen' angeführt.

    e) Schönborn gibt das katholische Engagement gegen die industrielle Massentötung im SPÖ-Wien regelmäßig der Lächerlichkeit preis. In Österreich werden täglich 250 Kinder abgetrieben, das ist für diejenigen, denen industrielle Massentötung gleichgültig ist, naturgemäß kein Problem, aber aus katholischer Sicht ist es nicht akzeptabel. So verteidigte Schönporn Richard Lugner gegen Weihbischof Laun und verlieh seiner artGenossin BRAUNER den Gregorius-Ordens, der für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion verliehen wird. Das ist die Extraklasse der Heuchelei. Da stellt sich nur mehr die Frage: Durch welche besonderen Eigenschaften wird man zum Kardinal?

    f) Schönborn stellte sich schützend vor seine artGenossin BURGSTALLER, die die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruches in den Salzburger Landeskliniken geschaffen hatte: Der Lebensschutz-Organisation ‘Jugend für das Leben’ fiel er, der zumindest die 10 Gebote kennen sollte, in den Rücken und bezeichnete deren Einsatz für das Leben als 'Aktionismus' und 'Polemik'. Dieser "Gottesmann" verteidigte auch die Fristenlösung: 'Wir plädieren nicht für das Bestrafen von Frauen in Not' (Merke: Schwangersein ist eine Not). Anmerkung für den Kardinal: Die Verarbeitung ungeborener Kinder zu Hackfleisch ist nicht katholisch!

    g) Zu St. Stephan (könnte man in St. SPÖ umbennen) lässt Schönborn regelmäßig homosexuelle Paare segnen. Das ist für Antikatholiken sicher ur-nett und total leiwand, aber in keinster Weise mit der Hl. Schrift oder dem Willen Gottes vereinbar (auch nicht mit der Tora, dem Koran usw.). Solche Unvereinbarkeiten an allen Ecken und Enden sind das Markenzeichen Schönborns (neben seiner Feigheit vor dem Zeitgeist, die ihn erpressbar macht).

    Die katholische Kirche ist unter der Federführung des SPÖ und freimaurernahen Schönborn (auch hier in der Tradition Kardinal Königs stehend, statt einfach katholisch zu sein) zu einem Randphänomen geworden und Österreich zu einem Missionsland. Schönborn sollte schon aus rein humanistischen Gründen als Erzbischof zurücktreten und einem Katholiken Platz machen.



  16. A.K. (kein Partner)

    Kardinal Schönborn hat in einer Sonderausgabe von "thema kirche" (März 2010) unter dem Titel „Es geht um Bekehrung“ zu den aktuell in den Medien intensiv behandelten Headlines „Sexueller Mißbrauch“ katholisch selbstkritisch Stellung bezogen. Da ich als Christ durchaus von der Vereinbarkeit meines Glaubens mit meinem mathematisch-naturwissenschaftlichen Denken überzeugt bin, hier meine Meinung zu Teilen dieser „Sonderausgabe März 2010“ mit dem Titel „Es geht um Bekehrung – sexueller Mißbrauch“ (Kardinal Schönborn):
    Ohne Mißbrauch auch nur im geringsten verharmlosen oder gar zu akzeptieren, sollte sich die katholische Kirche doch deutlicher gegen Verallgemeinerungen und Verunglimpfungen wehren! Derzeit werden objektiv extrem geringe (!) Zahlen betreffend Mißbrauchsfälle in den vergangenen vierzig und mehr Jahren(!) von Journalisten breit vermarktet, kaum aber Fakten, sondern primär Verdächtigungen aufgezählt.
    Hier wäre etwas mehr mathematisches Wissen um Statistik nützlich:
    Die extrem tragische Zahl von Verkehrstoten pro Jahr in Österreich liegt z.B. bei mehr als 700 Menschen. Das bedeutet in 40 Jahren mehr als 28000 extrem tragische Ereignisse die wohl jeder gerne verhindert hätte - und doch ist es dazu gekommen! Vergleicht man die bisher genannten – sehr geringen - Zahlen betreffend Mißbrauchsfälle im Umfeld der katholischen Kirche in ganz Europa(!), dann kann man – also jeder, der Statistikerfahrung hat - schon jetzt voraussehen, daß solch extrem seltene (!) Fehlleistungen auch zukünftig wieder auftreten werden.
    Tatsächlich ist meiner Meinung nach ein Kulturkampf, ausgehend von Deutschland gegen die katholische Kirche im Gange. Ich habe in diesem Sinne nachfolgenden Leserbrief an die Wiener Zeitung geschrieben:
    Zitat:
    13.02.2010 Schwappt wieder eine Kulturkampfwelle auf Österreich über?
    Der WZ-Leitartikel „Das Versagen des Vatikan“ von Reinhard Göweil behandelt einzelne(!) wenige Mißbrauchsfälle, die sich - verteilt über die vergangenen Jahrzehnte(!) - ereignet haben. Der „Deutschland erschütternde Mißbrauchsskandal“ wird in Deutschland – aber leider auch bei Göweil“ dem Leser in einer Weise „serviert“, die stark an die Diktion im ehemaligen kommunistischen Ostblock erinnert. Tausende katholische Kräfte arbeiten nämlich einwandfrei und anständig mit jungen Menschen und werden sozusagen in Sippenhaft genommen. Im Kontrast anvertrauen sogar erklärte Linke - mit sehr wenig Beziehung zur katholischen Kirche - deren Schulen ihre Kinder zur Erziehung. Wenn „His master´s (=Faymann) voice“ sich sorgt, daß „...die Kirche – 15 Jahre nach dem Fall Groer und dem anschließenden Erfolg des Kirchenvolks-Begehrens – nichts gelernt?“ hat, und feststellt „...dass die Diözesen, aber auch der Vatikan, so offenkundig untätig sind bei diesem Thema“, dann bedeutet dies primär – ohne Mißbrauch auch nur im geringsten verharmlosen oder gar akzeptieren zu wollen, daß wieder eine Kulturkampfwelle auf Österreich überschwappt.
    Zitatende
    Angemessene Selbstkritik erscheint mir immer wichtig, doch sollte man sich gegen Ungerechtigkeiten auch angemessen verteidigen!



  17. Josef Maierhofer (kein Partner)

    @ Machtausübung

    Ich selbst war auch 3 1/2 Jahre lang in einem Klosterinternat im Priesterseminar, von wo ich mit 16 rausflog, als ich gesagt habe, daß ich kein Priester werden möchte.

    Es war uneingeschränkt eine sehr schöne Zeit dort und ideal zum Lernen.

    Belästigung oder so was haben wir nicht gekannt. Wir wussten aber alle, daß nicht alle Priester 'Heilige' waren und einige (aus kirchlicher Sicht) 'Abwege' gingen.

    Einige von uns wurden Priester, haben später geheiratet und wurden exkommuniziert. Ich habe das im Rahmen eines Seminaristentreffens erfahren von den 'Tätern' selbst.

    Daß der Mißbrauch von Kindern eine schwere Tat ist, über die man nicht hinwegsehen darf, das ist meine Meinung.

    Ich halte aber die hier beschriebene Kampagne der ORF auch für übertrieben. Bewirkt wird dadurch ein Übermalen der katholischen Werte durch eine Art 'Negativpropaganda'. Wie Dr. Unterberger richtig schreibt, einseitig.

    Ich selbst kenne einen solchen Fall, wo der Vater des Mädchens der Missbrauchstäter war.

    Viele Menschen können mit Macht jeder Art nicht umgehen, Erzieher, Lehrer, Vorgesetzte, Firmenchefs, Politiker, Priester, Bischöfe, egal aus allen Schichten.

    Das hat dann wieder sehr viel mit Gewissen zu tun, mit Macht umgehen zu können. Ohne Werte gibt es kein Gewissen.

    Ich halte die derzeitigen Medien für 'Wertetötungsmaschinerien' oder 'Gewissenstäter' und nenne diese ganze Verkommenheit von Scheinheiligkeit bis Verbrechensverherrlichung als Propaganda den Ausdruck der Zeit.

    Eine Machtausübung.



  18. Florian P (kein Partner)

    Wie schizophren die Welt ist, hat men heute in der Früh auf Ö3 gehört.
    Dort berichtet eine neues Missbrauchsopfer davon, dass der bekanntermaßen vergewaltgigende Pfarrer genau ein Jahr weg war, bevor er aufgrund einer Unterschriftenaktion (!!!) der älteren Bevölkerung der Kirchengemende wieder zurück geholt wurde. Wahrscheinlich hat er dann munter weiter gemacht hat, womit er schon Jahre zuvor begonnen haben dürfte. Man muss ich einmal vorstellen, was die Nachricht über die Rückkehr des von seinen Opfern gefürchteten Pfarrers für diese bedeutet haben muss!
    Diese Herrschaften wollten wahrscheinlich grundsätzlich zwar das Beste für ihre Enkerl, aber gleichzeitig haben sie nichts besseres zu tun gehabt als den Missbrauchspfarrer wieder zurück zu holen. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, auch wenn er noch so verdreht und weltfremd ist! Es ist unglaublich was für eine enorme Verdrängungsleistung für so ein Verhalten nötig gewesen sein muss.

    Vielleicht findet eine gewisse Frau Kampusch ja auch noch einmal den Mut und spricht über das war wirklich Sache war und was wohl auch der Hauptgrund für ihre Entführung war. Damit könnte sie vielen anderen Missbrachsopfern helfen. Außerdem käme der Adamovich dann spät aber doch zu seinem Recht.
    Auch die ganzen Leute die jeden sexuellen Missbrauch in diesem Fall vollkommen realitätsfremd leugnen sind diesbezüglich leicht schizophren. Ob sie das aus Mitleid oder sonst was tun spielt keine große Rolle, denn hier geht es darum, dass die Täter ordentlich bestraft werden sollen um weitere Fälle nach Möglichkeit zu verhindern. Die Gesellschaft hat ein Recht darauf solche Leute im Sinn der Generalprävention zu bestrafen und das geht allfälligen Rechten der Kampusch eindeutig vor. Das trifft hier besonders zu, da der Opferschutz bei der Kampusch sowieso schon längst an die Spitze getrieben wurde.

    Seit ihrer "Flucht" hat sie sich leider fast nur mehr um ihren eigenen finanziellen Vorteil gekümmert...



  19. Otto (kein Partner)

    An den Kindesmissbrauchen und Vertuschungen in der Kirche gibt es nichts zu Beschönigen, zu Relativieren oder gar zu Zweifeln.
    Das gehört sogar über die Medien breit aufgearbeitet, wenn die Kirche sich einen Rest von Glaubwürdigkeit behalten will! Momentan geht es bei der Kirche in Europa ums nackte Überleben. Wenn man sich aus dieser Affäre nicht mit dem letzten Rest von Würde herausarbeitet, dann werden die konfessionslosen in breiter Mehrheit auf lange Hinsicht die christichen Traditionen verschwinden lassen.
    Viele finden es als würdelos, dass die Kirche sich vor den Medien "im Staub wälzt" und um Vergebung bettelt. Ist es auch, weil jeder weiß, dass hinterher alles beim alten bleibt.
    Die Lösung kann aber nur lauten, dass sich die Kirche radikal verändert. Vielleicht das scheinheilige Zölibat aufgibt. Ehrlicher wird.



    • Grübler (kein Partner)

      http://www.andreas-unterberger.at/2010/03/die-sunden-der-kirchenmanner-und-udo-proksch/comment-page-1/#comment-32363

      man sollte den Blog lesen, bevor man schreibt.
      Pharisäer argumentieren immer so wie Sie. Leider.

    • Otto (kein Partner)

      Ich soll also alle Kommentare lesen bevor ich auf Unterbergers Beitrag eingehe? Und bezüglich des letzteren: Irgendetwas von von Fritzl und Kampusch gehört? Schon lange her und das hat nichts mit der kath. Kirche zu tun gehabt, aber es war auf jeder Titelseite. Die linken Medien sehen Kindesmissbrauch wo er passiert auch in öffentlichen Schulen. Nur dort gibt es anscheinend keinen Skandal mit derartigen Ausmaßen zumindest nicht zur Zeit.
      Ich mache mir ehrlich Sorge um die katholische Kirche in Europa, bin selber katholisch. Und ich finde Unterbergers Versuche der Kirche nun "beizustehen", helfen wie ein Aderlass gegen eine Anämie. Und Pharisäer sind mM nach die Leute, die meinen es sei eh alles eitel Wonne und man dürfe nur ja nichts Schlimmes ansprechen in der Kirche, weil sonst ist man gleich der Böse.

    • Ignaz (kein Partner)

      In punkto Zölibat sind bereits Alice Schwarzer und mehrere andere (Kriminal)Psychologen zu der Erkenntnis gekommen, dass das Eine mit dem Anderen nichts zu tun haben. Gründe für das Zölibat entnehmen Sie bitte der Theologie des Leibes von Johannes Paul II
      Zu glauben, dass alles eitel Wonne ist, ist Unsinn. Da wird Ihnen jeder zustimmen. Jedoch zu glauben, dass eine sexuelle Befreiung aller Otto Mühl und co. nichts mit Kindermissbrauch zu tun haben kann, ist ebenso unsinnig. Und dass die Medien mit Vorliebe über Missbrauch in der Kirche schreiben (ein Zeitraum von 50 Jahren) und die statistisch jährlich 250.000 bis 300.000 missbrauchten Kinder (jedes 4 Mädchen und jeder 7 Junge) nicht erwähnt, ist eigenartig.

  20. Susi (kein Partner)

    Ich kenne viele Priester und Ordensleute und verdanke ihnen viel.
    Ich bin katholisch.
    Ich werde es bleiben.
    Erst recht.



    • Silvester (kein Partner)

      Sie sind nicht allein! Ich seh es auch so!

    • Johann Scheiber (kein Partner)

      Ich schließe mich da an.
      Katholische Verschärfung! (C.S.)

    • Susi (kein Partner)

      Dank an Silvester und Scheiber für die Zustimmung!
      Aber was heißt C.S.?

    • Simplicius (kein Partner)

      Genau mein Standpunkt.

      Was ich dagegen sicher nie werde: Journalist.

    • johann scheiber (kein Partner)

      Sorry, Susi, bin erst jetzt wieder im Netz.
      C.S. heißt Carl Schmitt. Von ihm stammt der Begriff Katholische Verschärfung.

  21. APM (kein Partner)

    Ohne auch nur das Geringste zu entschuldigen, hat der Zeitpunkt dieses "Aufklärungs".Tsunamis bzw. die "MentorINNEN" dieser neuen Welle der Menschen-Rechte schon pikanten Touch. Stammen sie doch fast durchwegs aus dem Lager der vehementen VertreterINNEN der "offenen, neuen und extravaganten" Liebespraktiken.
    Gegeben hat "Das" schon immer. Es mag schon stimmen, dass seitens "Der Kirche" hinterhältige und miese Erpressung stattgefunden hat und findet. Auch bei mir wurde es einmal versucht. Aber nur einmal. Schon als Kind höchst widerwärtig, unbotmäßig und widerspenstig, war das Ergebnis zertrümmerte Brillen und höchst kleinlautes, wie widerlich kriechendes Verhalten Desjenigen. Und ich gestehe ganz offen, dass mir sein Verhalten sadistischen Spaß machte. Denn ein wenig Eigenschuld der Missbrauchten an der Existenz dieser sexuell Kranken ist schon gegeben, auch wenn nicht jeder gleich rabiat so wie ich ist. Was ich ebenso nicht richtig finde ist, das man damit erst nach langer Zeit an die Öffentlichkeit tritt, denn es trägt da unangenehmen Beigeschmack.
    Aber wer je im Internat gelebt hat, kann bis zu einem gewissen Grad auch das verstehen.
    Aber deswegen jetzt GENERELL die Kirche als leibhaftigen Teufel hinzustellen ist mehr als ungerecht, denn es gab auch viele schöne Zeiten.



  22. Paige (kein Partner)

    Was die Katholen noch retten kann:
    1. Abschaffung des Zölibats.
    2. Es soll auch Priesterinnen geben.

    Beides resultiert aus der Machtpolitik der Kirche. Es gibt dafür keinen Hinweis in der Bibel. Im Urchristentum gab es vorwiegend Priesterinnen. Als man bemerkte, dass das eine Machtposition ist, rissen die Männer dieses Amt an sich. Das Zölibat wurde eingeführt, weil sonst Kircheneigentum oder sogar das Amt an die Kinder vererbt werden könnte (es gab Erzbischöfe, die auch Kurfürsten waren - sie hätten eine Hausmacht bilden können) und Frauen galten der RKK bald als verdorben und unrein, weswegen Mädchen auch bei den Sängerknaben nicht mitsingen dürfen. So ist das. Die RKK ist ein reiner Männerverein mit gewissen Statuten, an die man sich aber glücklicherweise nicht mehr halten muss.



    • Simplicius (kein Partner)

      Liebe Paige!

      Diese zwei Vorschläge hört man oft, scheinen ja eine simple Lösung zu sein - und müßten mir daher sympathisch sein.

      Blöd ist nur: Das erste stimmt nicht und das zweite geht nicht.

      Auch wenn es sich nach einer schnöden Scheinrechtfertigung anhört: Soweit es Statistiken zu Fällen von Kindesmißbrauch gibt (und Statistiken gibt es nur wenige), weisen sie aus, daß die Mehrzahl aller Kinder von Menschen mißbraucht wird, die nicht an ein Zölibatsgelübde gebunden sind. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Zölibatär ein Kind mißbraucht, ist um ein Vielfaches geringer als die Wahrscheinlichkeit, daß ein "normaler" Familienvater das tut. Das Medienecho ist allerdings anders: Über den Familienvater wird im Lokalteil einer Zeitung berichtet; der Bericht über den Zölibatär findet sich dagegen auf der Titelseite. Die Abschaffung des Zölibats änderte also tragischerweise nichts an der Häufigkeit von Kindesmißbrauch, es würde nur eine populäre Erklärung wegfallen.

      Was den zweiten Punkt angeht: Christus hat nach allen Berichten nur Männer berufen. Die Kirche, die sich als von Jesus Christus gestiftet versteht, hat selbst erklärt (durch das zuständige Organ, den Papst), daß sie keine Vollmacht hat, über ihren Gründer hinauszugehen. In dem Moment, wo die Kirche also Frauen zu Priestern weiht, verläßt sie nach eigenem Verständnis ihr ureigenstes Fundament. Sie würde dann zu einem von Menschen für Menschen gegründeten Verband, ähnlich wie, sagen wir, der ÖGB, aber mit schöneren Textilien.

      Von einem solchen Haufen könnte man dann in etwa die Performance erwarten, die die Evangelische Kirche in Deutschland oder die Anglikanische Kirche liefern, nämlich im wesentlichen die Heiligsprechung des Zeitgeistes und auf keinen Fall Anstoß erregen wollen.

      Die Kirche wäre am besten beraten, gutgemeinte Ratschläge wie den Ihren zu ignorieren und nach außen deutlich zu vermitteln, warum sie das tut.

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)

      @ Simplcius
      Vielen Dank - eine absolut zu unterschreibende Analyse.
      LG N.Scholik

    • Paige (kein Partner)

      Simplicius, bei meiner kleiner Zusammenfassung oben handelt es sich um Fakten.

      Ich habe den Zusammenhang Zölibat und Verschwuchtelung der katholischen Kirche an sich gar nicht hergestellt. Das möge sich jeder selbst überlegen. Früher war es für arme Familien noch sehr erstrebenswert, wenn einer der Söhne Priester werden konnte. Heute tut sich das kaum mehr jemand an, u.a. auch wegen des Zölibats. Daher herrscht schon seit geraumer Zeit Priestermangel. Sie kontern zwar auf etwas, was da gar nicht steht. Aber wir lesen ja alle ein wenig zwischen den Zeilen. Es ist ja auch logisch. Wer nicht vorher schon schwul ist, wird es dann.

      Nun etwas zur Wahrscheinlichkeit: Wieviel Prozent der Priester haben sich vergangen und wieviel Prozent der Verwandten? Da es natürlich weitaus weniger Priester als Verwandte und sonst. Onkeln gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind von einem Priester missbraucht wird, kleiner als von den Onkeln. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Priester einen Knaben missbraucht, sehr hoch.

      Wenn die Katholen endlich auch den Frauen wieder Macht gäben, wie es ihnen auch zusteht, hieße das noch lange nicht, dass die RKK den gleichen Weg gehen muss wie die Evangelen. Das ist nicht logisch. Sie meinen ja, dass dadurch, dass Frauen wieder mehr Macht in der Kirche haben, daraus ein linkschaotischer Haufen würde. Lieb. Selbstverständlich gab es um Jesus auch Frauen.

      Wie gesagt, die KK ist halt ein frauenfeindlicher Männerverein. Es könnte einem ja auch egal sein, ob der immer schwächer wird, wenn da nicht als nächstes der Islam vor den Toren stünde, der noch viel ärger ist ...

    • Simplicius (kein Partner)

      Liebe Paige!

      Ich habe Ihre Antwort auf meine Antwort gelesen.

      Sie attestieren mir, Äpfel und Birnen zu vermischen - und machen dann selbst genau das, was Sie mir attestieren. Wundern Sie sich also nicht darüber, daß ich, nur festhalten kann, daß Sie sich für dieses von Ihnen zusammengemixte Kompott nicht auf die so beliebte "Männerfeindschaft der Katholischen Kirche" hinausreden mögen.

      Einige der von Ihnen aufgezählten Fakten stimmen, andere sind auf dem Mist theologischer Fachliteratur vom Schlage des "Profil" oder des "Spiegels" gewachsen. Das betrifft insbesondere die von Ihnen erwähnte Machtfrage.

      Wenn die Kirche bei einem Punkt (wie der Zulassungsbedingungen für das Priesteramt) über das Beispiel ihres Gründers hinausgeht und sich von der Tradition abkehrt, warum nicht auch bei anderen Punkten? Die evangelischen und anglikanischen kirchlichen Gemeinschaften (Kirche im theologischen Sinne sind sie ja nicht) haben denn zB auch die Zahl der Sakramente nach Belieben geändert. Und ja, da waren auch Frauen beteiligt. Elisabeth von England zB. Wenn Sie diesen Namen vor einem geschichtsbewußten Iren erwähnen, dann erleben Sie Ihre blauen Wunder.

    • Phaidros (kein Partner)

      @Simplicius: daß die Mehrzahl aller Kinder von Menschen mißbraucht wird, die nicht an ein Zölibatsgelübde gebunden sind.

      17% der tödlichen Unfälle werden von alkoholisierten Lenkertn verursacht. Also 83% von Nüchternen! Runter von der Straße mit denen! (Zahlen erfunden)

      So kann man nicht argmunetieren, geht es doch um den Anteil! Und den kenne ich zwar nicht, aber wenn unter den Tätern prozentuell mehr Kleriker vertreten sind als unter der Gesamtbevölkerung, dann ist der Beweis erbracht. Wenn nicht, dann der Gegenbeweis. Ob das die Mehrheit der Opfer ist oder die Minderheit, ist dabei völlig irrelevant.

      Christus hat nach allen Berichten nur Männer berufen.

      Ich kenne mich da nicht so aus, aber ist nicht eher «Christus hat nach allen nicht unterdrückten Berichten nur Männer berufen.» wahr?

      @Paige: das hat die Gläubigengemeinde selbst in der Hand, denn Luther, Calvin oder Zwingli haben diese Missstände bereits vor einem halben Jahrtausend (!) bekrittelt: werdet evangelisch - da ist die hier geographisch wie kulturell verankerte, christliche Kirche.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Simplicius (kein Partner)

      Lieber Phaidros!

      Danke für Ihre Reaktion.

      Ah, so kann man nicht argumentieren? Ich habe in meiner Einfalt immer geglaubt, jeder einzelne Mißbrauchsfall ist einer zu viel?

      Das gilt, selbstverständlich, auch für Verkehrsunfälle. Auch ich habe keine Ahnung über die wahren Zahlen (Besoffene / Nüchterne), aber auch hier muß doch wohl gelten: Hilf was helfen kann, jeder Tote ist einer zu viel!

    • Paige (kein Partner)

      Simplicius, Sie sind verbohrt. Wahrscheinlich geht es jedem mal so, bei einem Thema, das ihm sehr wichtig ist. Darum will ich Milde walten lassen und Ihnen nicht mehr antworten. Für mich ist die Sache längst gegessen.

      Phaidros, das mit der Wahrscheinlichkeit habe ich dem Simplicius eh schon erklärt, aber danke. Zu den Evangelen gehe ich bestimmt nicht, weil mir die zu links sind. Ich brauche überhaupt keinen Verein ...

    • Phaidros (kein Partner)

      Werter Simplicius, Ah, so kann man nicht argumentieren? Ich habe in meiner Einfalt immer geglaubt, jeder einzelne Mißbrauchsfall ist einer zu viel?

      So kann man nicht argumentieren, weil man Äpfel und Birnen vermischt. Worüber reden wir? Über die Opfer? Da ist jeder Missbrauchsfall einer zuviel, das versteht sich ja wohl von selbst!

      Das ist aber streng zu trennen von einer Diskssion über die Struktur der Täterseite. Und da ist es so, dass bei einer überdurchschnittlichen Anzahl (im Vergleich zur Gesamtpopulation) einer Personengruppe der Beweis erbracht ist, dass mit der Personengruppe ein erhöhtes Risiko verbunden ist.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

  23. Martin Bauer (kein Partner)

    Gelegenheit macht Diebe. Es ist leider Gottes so.

    In Österreich ist das Pflichtschulinternatswesen fast ausschliesslich in der Hand der Kirche(n) oder christlichen Einrichtungen.
    Lediglich im berufsausbildenden Bereich gibt es "weltliche" Internatsformen.

    Wenn man praktisch ein Monopol auf "Gelegenheiten" hat, dann kann es nur sehr schwer unterbleiben, dass diese Gelegenheiten von entsprechend veranlagten Personen wahrgenommen werden.

    Dies ist keineswegs als irgendeine Art der Entschuldigung gedacht. Vielmehr soll dieser Aspekt nicht verschwiegen werden, weil er es der veröffentlichten Meinung ermöglicht, dass man nicht nur die schuldigen Personen (zu Recht) anprangern kann, sondern damit auch gleichzeitig eine nicht dem Zeitgeist folgende Institution pauschal zum Abschuss freigibt.

    Nicht unerwähnt soll hierbei bleiben, dass die meisten dieser Fälle Jahrzehnte zurückliegen. Die Schuldigen teilweise nicht mehr leben.

    Das mag vielleicht daran liegen, dass die einschlägig Veranlagten - und in jeder Gesellschaft in einem gewissen Prozentsatz latent vorhandenen - heute nur ins Flugzeug Richtung Asien zu steigen brauchen.

    Wenn man schon diese Fälle in allen Medien als Aufmacher verwendet, dann bitte auch das ganze Problem, welches nicht ausschliesslich eines der Kirche(n) ist.

    Alles andere ist Manipulation und Scheinheiligkeit.

    14cmartinbauer@aon.at



  24. Mag. Gamlich Hans (kein Partner)

    Die Röm.Kath. Kirche macht ihr Geschäft seit jeher mit Unterdrückung durch Angst.
    Der vom Menschen eingeführte Zölibat wendet sich gegen die Natur! Eingeführt, um von Adelshäusern Grundbesitz zu erben, müßte er sofort aufgehoben werden, um einigermaßen wieder Glaubwürdigkeit erlangen zu können. Man denke nur an den schlechten Witz: Eheunterricht bei einem kath. Priester!



  25. Matthias (kein Partner)

    Danke an A. U. für diesen differenzierenden Artikel.
    Nicht das ich etwas beschönigen will, aber ich möchte nicht in die Keller derer blicken, die jetzt so lautstark über die Kirche geifern. Ich finde dieses Verhalten sehr auffällig. Hier ist sicher der psychologische Reflex vorhanden. "Wenn nicht einmal ein Pfaffe sich beherrschen kann, ist das was ich tat nicht so schlimm..."



  26. R.C. (kein Partner)

    Dieses Tagebuch wird immer lustiger - die bösen Gewaltfilme im Staatsfunk. Haupsache wieder mal auf den Orf eingedroschen vielleicht ist ja der Faymann auch schuld. Naja zum Glück bringen private Sender nur redliche Formate und niemals Gewaltfilme.



    • Phaidros (kein Partner)

      Aber nicht finanziert durch Zwangsgebühren. MfG

    • Reinhard (kein Partner)

      Keine Ahnung wie es in Ihrem linken Paralleluniversum aussieht, aber hier in der Realität gilt eines: Privatsender können jeden Scheiß produzieren, denn es kostet nicht mein Geld. Der mit von mir unter Strafandrohung enteignetem Geld finanzierte und per Gesetz mit Bildungsauftrag versehene Staatsfunk jedoch spielt in einer anderen Liga.
      Gebühren abschaffen und keine Subventionen zahlen - wenn der ORF sein eigenes Geld erwirtschaftet, soll er produzieren und zeigen was er will. Bis dahin ist diese Medienanstalt eine Frechheit.
      Und ja, der Faymann ist Mitschuld daran, denn er könnte es ja ändern, benutzt diesen Gebührensumpf aber lieber für die Versorgung von Parteigängern und die Propaganda seiner Politik.

    • Donnerlütchen (kein Partner)

      Die ORFlöcher werden schon fertig mit den Römisch Katholischen Anhängsel. Bei diese Gelegenheit verschwinden der Pfarrer Friedl, samt moham. Arigona und Betthase, der Toni in Wien mit seiner Weinflasche, Zulehner u.ä. Gelichter. Der Schönborn hat sich mit seiner Wahlempfehlung in Hinblick auf Barbara Rosenkranz auch etwas Sonderliches geleistet. Wäre gescheiter gewesen wenn er die Luft angehalten hätte, dieser Schwätzer. Diese dzt. Pfaffen sind in der Tat entbehrlich. Abgesang : Es gibt aber auch Anständige !!!

    • R.C. (kein Partner)

      Achso also ist Gewaltfernsehen eh ok, Hauptsache man zahlt nicht dafür...

    • Phaidros (kein Partner)

      R.C. liefert uns ein Schulbeispiel linker*) Argumentation - danke dafür: wenn das Argument (das in diesem Fall nur ein pseudo-welches war) zerlegt ist, zerre man die Diskussion einfach auf eine andere - vorzugsweise emotionale - Ebene.

      Antwort: Nein, R.C., der Inhalt ist nicht ok. Aber über den reden wir nicht, sondern über die Art der Finanzierung desselben. Und die ist beim Privaten ok, beim ORF nicht.

      MfG

      *) Ich fühle mich so doppelbödig heute!

    • Reinhard (kein Partner)

      Ich kann Sender boykottieren und ihren Empfang im Kinderzimmer blocken, deswegen können mir Inhalte wurscht sein.
      Ich finde es aber zum Kotzen, wenn ich das mit einem machen muss, für den ich regelmäßig Zwangsbeiträge zahlen muss und der zusätzlich hunderte Steuermillionen kassiert.
      TV-Geräte haben einen "Aus"-Schalter, das Finanzamt und die GIS leider nicht!
      Aber das geht in linke Hirne nicht hinein...

    • R.C. (kein Partner)

      Aha linke Argumentation...

      Ich zitiere Unterberger: "Und da ist unsere Kultur noch lange nicht so weit, dass man beispielsweise Gewaltfilme genauso streng verpönt wie etwa Kinderpornos. Diese werden im Gegenteil weiterhin in öffentlich-rechtlichen Medien aufgeführt."

      Hier geht es eindeutig um die moralische Dimension von Fernesehgewalt an sich. (erster Satz) Nur bleibt sie hier sofort auf den ORF beschränkt was allerdings eine Unterschlagung ist. Im Privatfernsehen gibt es keineswegs weniger Gewalt. Wenn man also die Gewaltdarstellung ab sich kritisiert sollte man sich nicht auf den ORF beschränken. Wenn Unterberger also schreibt, dass die Gewalt in öffentlich rechtlichen Medien aufgeführt wird dann ist da bewusst nur die halbe Wahrheit dargestellt.

      So man Gewaltdarstellungen als moralisches Problem ansieht wird dieses nicht dadurch kleiner, dass es mit privaten Geldern finanziert wird zumal auch keineswegs anzunehmen ist, dass diese Darstellungen bei Privatfinanzierungen weniger werden.

      Das ist keine linke Argumentation oder emotionale Ebene, das ist einfachste Logik.

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)

      Liebe(r) R.C.,
      Bitte sich über den Unterscheid zwischen öffentlich-rechtlichem RF/FS und dessen Monopolstellung im staatlichen Informationssyst gegenüber Privatsendern informieren.
      LG N.Scholik

    • Reinhard (kein Partner)

      @R.C.

      Ich stimme Herrn Unterberger zwar in vielen Punkten zu, habe aber meine eigene und ab und an auch abweichende (auch das an den Rändern des politischen Spektrums ein ungewöhnliches Konzept) Meinung.
      Also bitte mir gegenüber auf meine Argumente eingehen. Und die lauten auch an anderer Stelle: Es ist egal was produziert und vertrieben wird, denn regeln kann es der Konsument, ob er es annimmt oder nicht. Aber nicht den Konsumenten auch dann zahlen lassen, wenn er es ablehnt.
      Ich bin nicht gegen die Gewaltfilme, ich bin dagegen, ihre Ausstrahlung bezahlen zu müssen, obwohl ich den Konsum ablehne.
      Die Meinung des Herrn Unterberger mag anders sein, aber dafür ist das auch seine Meinung.
      Komplizierte Welt...

    • Phaidros (kein Partner)

      ... und setze fort, indem man von der unangebrachten emotionalen Ebene nicht hinunter steigt. Wenn man nur hartnäckig genug die Keule schwingt, wird sich das Gegenüber irgendwann drauf einlassen müssen.

      Falsch, R.C. Es ist - auch Dank an die Mitposter - bereits alles gesagt.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • R.C. (kein Partner)

      Guter Argumentationsstil mein lieber Phaidros. Wenn man mit den Argumenten nicht mehr klarkommt eine Unterstellung anbringen und die Diskussion für obsolet erklären.

    • Phaidros (kein Partner)

      Ist schon gut, R.C., auf Ringelreiaargumentation lasse ich micht nicht ein.

      Gewaltfilme lehne ich ab.

      ABER: Private können im gesetzlichen Rahmen senden was sie wollen.

      Der ORF hingegen kann nicht senden was er will, weil er mich ZWINGT, seinen Dreck mitzufinanzieren.

      Womit komme ich da jetzt nicht klar?

      MfG

  27. Reinhard (kein Partner)

    Es stimmt, Priester sind nicht frei von Sünde.
    Was bei der Kirche besonders schwer wiegt ist allerdings die Anmaßung, die einzig wahre moralische Instanz zu sein. Wenn sie das wirklich wäre, müsste sie sofort und mit aller Härte gegen Verfehlungen in den eigenen Reihen aktiv werden. Ein Kirchenmann, der an seine Schäfchen salbungsvolle moralische Ratschläge über den bösen vorehelichen Sex verteilt und dann einen Kollegen deckt, der sich an Kindern vergeht, ist der Gipfel der Verlogenheit. Der Schaden für die Kirche ist enorm und eines muss man den Katholen schon ins Stammbuch schreiben: Nach zweitausend Jahren geschicktester PR haben sie werbetechnisch jegliches Gespür und jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Und leider besitzen sie auch kaum noch eine mediale Basis um wieder bessere PR zu machen...



    • Phaidros (kein Partner)

      werbetechnisch jegliches Gespür und jegliche Glaubwürdigkeit verloren.

      Bitte nicht zu vergessen, dass es zweitausend Jahre lang genügte, auf die (ohnehin nicht gestellte) Frage: "Wieso soll das so sein?", zu antworten: "Weil wir das sagen. bzw. den Fragesteller zu foltern, zum Widerruf zu zwingen und/oder zu verbrennen.

      Aber die modernen Medien haben trotz allen gerechtfertigten Vorwürfen gelern zu rufen: "Der Kaiser ist ja nackt!"

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Reinhard (kein Partner)

      Genau das meinte ich mit Gespür: der Markt hat sich rasant verändert, da helfen die alten Werbetechniken nicht mehr. Die Menschen sind nicht mehr davon zu überzeugen, dass Glaube an einen Gott und Mitgliedschaft in einer Kirche das Gleiche sein sollen (was sie ja auch nicht sind...). Da ist jeder Skandal ein weiterer Todesstoß von innen, der von den äußeren Gegnern auch noch genüsslich kommentiert wird.
      Bei aller Medienschelte muss man auch (schon wieder) eines sagen: Der Nestbeschmutzer ist der, der ins Nest geschissen hat und nicht der, der sagt, es stinkt. Dass sie linklen Medien sich an diesen Skandalen gütlich tun ist die eine Seite, aber produziert und den Stoff dafür geliefert haben die Skandale Kirchenleute selbst.





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