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Was will die FPÖ eigentlich? drucken

Lesezeit: 5:30

Alle Welt debattiert über ÖVP und SPÖ, über den Kurz-Boom nach Jahren der ÖVP-Depression, über die erstaunlich dichte (auch von SPÖ-Sympathisanten erschreckt konstatierte) Fehlerserie des ja von jeder Vorerfahrung freien Christian Kern, aber niemand über die Freiheitlichen. Es wird höchstens konstatiert, dass die Partei einerseits den ersten Platz bei Umfragen verloren hat, und dass sie zweitens dennoch extrem gute Chancen hat, in der nächsten Regierung zu sitzen. Aber das wahre Dilemma der Freiheitlichen ist den meisten nicht einmal bewusst.

Das ist die Frage: Was will die Partei eigentlich selber? Klar sind zwei Ziele der Freiheitlichen:

  • Sie wollen neuerlich stärker werden.
  • Sie wollen den Unberührbaren-Status los werden, den ihnen die linke Szene angehängt hat.

Beides scheint in unmittelbarer Reichweite. Das Stärkerwerden ist kein Widerspruch zu den Umfragen. Denn die FPÖ kann auch dann deutlich zulegen, selbst wenn sie nicht Nummer eins wird. Offen mag bleiben, ob die seit kurzem intensivierten, aber inhaltlich recht uneinheitlichen FPÖ-Attacken auf Kurz der richtige Weg dazu sind. Viele Werbestrategen sagen, das rücke (zusammen mit den ebenfalls auf Kurz konzentrierten Hassattacken von Christian Kern) Kurz erst recht in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und signalisiere nur FPÖ-Nervosität.

Der Paria-Status der FPÖ ist spätestens seit dem Zeitpunkt als propagandistisches Gespenst entlarvt, seit die SPÖ ihre diesbezügliche Wende gemacht hat. Damit stehen alle jene aus der Kunst-(Subventions-)Szene und aus der (selbsternannten) Intellektuellen-Szene rund um die Linksaußenmedien wie "Falter" oder "Profil", die die FPÖ gerne als Reinkarnation der Nationalsozialisten stigmatisiert haben, als ziemlich lächerlich da. Vor allem auch deshalb, weil sie jetzt wie auf Knopfdruck aus der SPÖ-Zentrale ihren antifaschistischen Furor entsorgt haben. Aber auch da ist nicht ganz so eindeutig, ob das Ende der Unberührbarkeit in der Szene der FPÖ auch wirklich hilft. Denn Attacken aus dem Establishment haben die FPÖ für viele erst so richtig als die Anti-Establishment-Partei bestätigt.

Aber jenseits dieser Problemkreise wird eine ganz andere, von der Öffentlichkeit noch gar nicht wirklich wahrgenommene Frage zentral. Sie lautet: Will die FPÖ überhaupt regieren?

Zwar antworten alle dazu befragten FPÖler ziemlich unisono: "Natürlich wollen wir das." Jedoch bangen viele hinter vorgehaltener Hand davor, was ihnen droht, wenn sie in der Regierung sind. Nämlich dass sie dann in der Wählergunst unweigerlich wieder steil abstürzen werden. Das ist ja schon zweimal passiert, als es blaue Minister gegeben hat.

Natürlich bangt insbesondere die FPÖ-Spitze auch angesichts der Erinnerung, dass diese Abstürze jeweils zu einer parteiinternen Revolution samt Austausch der gesamten Führungsmannschaft geführt haben. Einmal kam dann Jörg Haider als neuer Strahlemann, das nächste Mal H.C.Strache.

Manche Freiheitlichen glauben, aus der Geschichte gelernt zu haben, dass vor allem eine Partnerschaft mit den Schwarzen für sie ein Suizid wäre, wie die Jahre 2000ff gezeigt hätten. Andere befürchten, dass die FPÖ in Partnerschaft mit der SPÖ noch viel weniger eigene Inhalte durchbringen dürfte, mit Ausnahme solcher der sozialpolitischen Lizitation. Wieder andere argwöhnen: Als Nummer zwei werde man wohl in jeder Konstellation untergehen. Und wer noch länger nachdenkt im blauen Lager, kommt zur Erkenntnis, dass für die FPÖ überhaupt jede Regierungsbeteiligung eine Wahl später unweigerlich wieder zum massiven Stimmenverlust führen wird, selbst wenn die Partei Nummer eins und Kanzlerpartei würde. Aus mehreren Gründen:

  • Denn immer mehr Menschen haben in allen möglichen Beziehungen wachsende Ängste vor dauernden Bindungen. Viele Wähler europaweit wählen fast prinzipiell volatil und tendieren zu einem immer größeren Prozentsatz dazu, nie zweimal die gleiche Partei zu wählen.
  • Denn die FPÖ hat zum Unterschied von Rot und Schwarz kaum über die enge Funktionärswelt hinausgehende gefestigte Stammwähler.
  • Denn sie hat auch keine soziologische Kernzone, wie es etwa die Arbeiter sowie neuerdings die Türken bei der SPÖ sind, wie es etwa Bauern, Beamte sowie Gewerbetreibende bei der ÖVP sind (was selbst dann noch in all diesen Gruppen eine Restrelevanz hat, wenn viele Gruppenzugehörige zeitweise anders wählen, etwa die FPÖ).
  • Denn ehrlich analysierende Freiheitliche wissen, dass ein Gutteil der an sie in diversen Wählergruppen geknüpften Hoffnungen schlicht unerfüllbar ist, weil diese einander oft widersprechen, weil sie einfach unfinanzierbar sind, weil jede Koalition zu Kompromissen führen muss.
  • Und schließlich gibt es bei den FPÖ-Wählern viele typische Protestwähler, die immer gegen "die da oben" sind, die also nach einer Regierungsbeteiligung schon automatisch deshalb gegen die Freiheitlichen sein werden, weil die dann eben auch "da oben" sind.

Daher gibt es viele freiheitliche Abgeordnete, die durchaus nicht in die Regierung drängen, ohne das aber laut zu sagen. Denn in der Opposition hat man die besten Chancen, auch fünf Jahre später wiedergewählt zu werden (übrigens hat auch Jörg Haider im Jahr 2000 etliche parteiinterne Kritiker gehabt, die lieber in der Opposition geblieben wären).

Für sie stehen andere Strategien im Vordergrund:

  1. Die eine ist das Ziel einer Erringung eines Drittels der Mandate. Dann kann kein Verfassungsgesetz mehr gegen die FPÖ beschlossen werden. Dann können die Freiheitlichen auch immer wieder spannende Tauschgeschäfte eingehen, wenn die Regierenden unbedingt eine Verfassungsmehrheit brauchen. Etwa für Posten als Verfassungsrichter oder in der Hochbürokratie. Dann könnte es sich auch niemand mehr in den Regierungsparteien erlauben, die Freiheitlichen als unberührbar hinzustellen.
  2. Kurzfristiges Hineingehen in eine Regierung, um ein paar strategisch wichtige Dinge zu beschließen (wobei die meisten eher mit der ÖVP möglich wären). Dazu könnten beispielsweise zählen: Abschaffung der ORF-Gebühren, strafrechtliches Verbot von Bestechungsinseraten aus Steuergeldern, Senkung oder Streichung der WKO- und Arbeiterkammerbeiträge, Aufhebung der Meinungsfreiheits-Einschränkungen, deutliche Verschärfung der Asyl-, Islam-, Fremden- und Integrations-Gesetze sowie eine Reform der Bildungsgesetze in Richtung Vielfalt und Leistung samt Deutschlern-Klassen. Gleichzeitig plant man jedoch insgeheim, dass man nach ein oder zwei Jahren wieder aus irgendeinem Krach heraus die Regierung verlassen wird.
  3. Die gerade genannten Ziele könnte die FPÖ aber auch wie 1970/71 durch paktierte Duldung einer Minderheitsregierung zu erreichen hoffen, also ohne sich gleich ganz durch Machtpartizipation zu verbrennen.

Freilich: Strategie lässt sich nicht so genau vorausplanen wie hier in drei Varianten skizziert. Es ist etwa durchaus möglich, dass dann im Ernstfall die mit Regierungsjobs und -budgets verbundenen Möglichkeiten allzu verlockend sind, auch wenn man eigentlich ursprünglich anders wollte.

Selbst wenn keiner offen davon redet, so haben doch viele Freiheitliche im Hinterkopf solche Überlegungen. Man kann jedenfalls überhaupt nicht den Eindruck gewinnen, dass sich die FPÖ inhaltlich oder personell wirklich aufs Regieren vorbereiten würden. Das Leben als erfolgreiche Opposition ist durchaus attraktiv, haben viele Blaue entdeckt. Das war wohl auch ausschlaggebend, dass sie sich etwa zuletzt beim Bildungsthema kaum eingebracht haben.

Andererseits: Solange körpersprachlich ein nur beschränktes freiheitliches Interesse am Regieren erkennbar ist, werden die beiden anderen Parteien nur mit Rückversicherung die blaue Karte ins Spiel bringen.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2017 15:45

    Hat uns die FPÖ unter Strache schon einmal belogen?
    Hat uns die FPÖ unter Strache nicht vor allen Fehlentscheidungen der anderen Parteien gewarnt?
    Sind nicht alle Prophezeiungen der FPÖ unter Strache eingetreten.
    Wer nicht will das dieses Chaos zum Untergang führen soll, der wähle die FPÖ.

  2. Ausgezeichneter KommentatorRomana
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2017 09:29

    warum werden der FPÖ nur taktische und strategische Motive unterstellt? Kann es nicht sein, dass diese Partei, unabhähbig davon, ob sie in der Regierung ist, oder nicht, etwas in Österreich zum Besseren verändern, das zähe Agieren in der Flüchtlingsfrage beenden und Missstände wie Verarmung, Brüssel-Hörigkeit oder Benachteiligung von einheimischen beheben will?

  3. Ausgezeichneter KommentatorFranz77
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2017 08:39

    Die einfachste Methode an mehr Wählerstimmen zu kommen für die FPÖ wäre, ALLE Wahllokale mit Wahlhelfern zu besetzen und die Auszählung zu überwachen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2017 03:45

    Freiheitliche Funktionäre sind, aller Erfahrung nach , stets mißgestimmt. Meist über die Erfolge der eigenen Partei, die sie, wie stets wenn Kleinbürger wildgeworden sind, entweder als zu wenig weitgehend betrachten, oder als von unverdienten Personen genossen (Stichwort'Quereinsteiger') oder als von den falschen Zielen bestimmt, oder einfach den Kollegen mißgönnend noch nie entspannt genießen konnten, DENN: unglaublich aber wahr - jetzt muß man selbst einmal sagen, wo es lang geht. Plötzlich wird es still, an den sonst so laut tönenden Stammtischen. Denn die Zeit hat man ja im Wesentlichen damit verbracht, sich an den geheimwissenschaftlichen Untersuchungen regierungsamtlichen Versagens zu erfreuen, oder der eigenen - innerparteilichen - Machtposition zuzuarbeiten, meist durch Diskreditierungen völlig harmloser Kollegen, die möglicherweise das eine oder andere Talent zur politischen Arbeit gezeigt haben, sofort als Konkurrenten identifiziert wurden und daher mit äusserster Erbitterung bekämpft werden. Ja, es ist eine Tatsache: der freiheitliche Funktionär lebt schwer. Und kein anderer, als er selbst trägt daran Schuld. Noch kaum ist es der politische Gegner, dessen Unvermögen oder ideologisch irregeleiteten Vorstellungen es zu geisseln gilt - der Freiheitliche geisselt vorzugsweise sich selbst und seinen Sitznachbarn in der gemeinsamen Front gegen die Regierenden.

    Sacharbeit oder Programmarbeit ist fehl am Platz. Widersprüche in der eigenen politischen Linie stören nicht. Immer streng das Brett angeluvt, surft er hart am Wind und findet mit untrüglichem Instinkt heraus, was die jeweilige Strassenbahnbesatzung für besonders bedeutend hält: bestes Beispiel - Sicherheitspolitik und Neutralität . Anderen ein Bündnis zu empfehlen, sich selbst aber die Neutralität vorzubehalten - das ist wahrhaftiger Ausdruck außen- und sicherheitspolitischer Sachkompetenz. Für Wehrpflicht eintreten, aber Verfechtern des Berufsheeres die Repräsentanz und Lufthoheit in wehrpolitischen Fragen einzuräumen, das nächste Beispiel für die Politik des 'jeden Tag eine neue Welt' Stils. Und so wirr, wie in dieser Frage Zukunftsthemen beauskunftet werden, so wirr ist eben auch der Rest von dem, was als Programmatik ausgegeben wird, aber in Wahrheit auch an Kiosken unter dem Titel ' Schöner Leben' oder 'Das Wort zum Sonntagabend' verkauft werden könnte und über Großmutters
    unverbindliche Freundlichkeiten anlässlich einer länger geplanten regelmäßigen Familienzusammenkunft halt nicht hinausgeht. Inhaltlich betrachtet herrscht das Prinzip des Beamtenmikado. Wer sich als erster bewegt, der hat verloren. Nur keine Entscheidungen provozieren - da müsste man am Ende Kompetenz zeigen, Farbe bekennen, unter Umständen sogar (in produktiver Hinsicht) miteinander Ringen um die richtige Position. Stattdessen gilt gechilltes Abwarten, wann denn die GroKo Würstchen das nächste Fettnäpfchen im eingesprungenen Rittberger betreten als die Strategie der Wahl.

    Das wird nicht reichen, umd dem Wahlvolk und dessen (viel zu hohen) Erwartungen zu genügen. Und es wird nicht reichen, um erfolgversprechend regieren zu können. Und damit ist - angesichts der Sozialstruktur der Funktionärschaft - das nächste Knittelfeld vorprogrammiert.

    Aber die Partei kriegt halt ihr Gesäß nicht aus der Hängematte.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorelfenzauberin
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2017 07:46

    Als Bürgerlicher habe ich etliche Vorbehalte gegenüber der FPÖ. Allerdings muß man der FPÖ konzidieren, dass sie neben Team Stronach die einzige Partei war, die in der Flüchtlingsfrage immer eine konsequente Haltung vertrat. Die ÖVP hingegen hat wider besseren Wissen die Politik der SPÖ mitgetragen und damit der Republik großen Schaden zugefügt.

    Deswegen bin ich geneigt, eher der FPÖ meine Stimme zu geben, zumal sie auch gegen die Zwangsmitgliedschaft in den diversen Kammern und für Demokratie nach Schweizer Muster eintritt. Würde die ÖVP auch diese beiden Themen glaubwürdig besetzen, fiele es mir leichter, der ÖVP meine Stimme zu geben. Das Umfallen kann ich der ÖVP aber nur sehr schwer verzeihen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2017 14:39

    Ich verstehe den Zugang zur ÖVP nicht.
    Seit Kreisky hat sich die ÖVP sämtliche Forderungen der SPÖ (und der Grünen) zu Eigen gemacht.
    Das begann z.B. mit der Abtreibung. Die ÖVP war dagegen hat aber nichts unternommen um die flächendeckende Abtreibung zu verhindern. Heute ist die ÖVP eine Abtreibungspartei.
    Oder die Beteiligung von Mitarbeitern an Firmen. Das ist nichts Anderes als eine Enteignung. Wird von Leitl vertreten.
    In der Ausländerfrage unterscheidet sich die ÖVP in NICHTS (doch: in der Rhetorik) von der SPÖ oder den Grünen. Man sieht es am deutlichsten in Tirol - ÖVP Stammland.
    In der Schulfrage gibt es ein Bundesland, dass flächendeckend die Zwangstagsschule einführen will. Erraten: Ein ÖVP-Land.
    Wer hat die Bestrafung von Meinungsdelikten vorangetrieben? Ein ÖVP-Justizminister.
    Wer hat die Genderei an den Universitäten vorangetrieben? Ein ÖVP-Wissenschaftsminister.
    Was hat die ÖVP unternommen, um die Parteifinanzierung, die Kreisky eingeführt hat, rückgängig zu machen?
    Ich erinnere mich noch daran, wie empört ÖVP-Politiker reagierten, als Kreisky begann, für Politwerbung Millionen auszugeben. Was machen ÖVP-Politiker heute?
    Wenn ich noch lange nachdenke, fallen mir sicher noch mehr Dinge ein.

    Ich bin sicher, dass uns die ÖVP nicht vor der Einführung der Vermögens- und Erbschaftssteuer schützen wird, die übrigens nur durch einen Irrtum abgeschafft wurden.

    Dann wähle ich doch gleich die Sozialisten.

  7. Ausgezeichneter KommentatorAusgebeuteter
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2017 08:29

    Frage: Was will die FPÖ eigentlich?
    Antwort dazu: abwarten, wie sich die Mitbewerber selbst schädigen.

    SPÖ: mit Kern an der Spitze verliert sie weiterhin Stammwähler
    ÖVP: der Kurz-Hype hat ein Ablaufdatum - noch vor der NR-Wahl
    Grüne: weiterhin sehr erfolgreich beim Abstieg
    TS: Suche nach zugkräftigen Spitzenkandidaten mit tollen Programm erfolglos, daher nur verlorene Stimmen, Zeit und Geld

    Daher ist für die FPÖ das Beste, bis kurz vor der Wahl schweigsam zu sein und die Frustrierten der anderen Parteien als Wähler "einzusammeln".

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  1. Der Realist (kein Partner)
    29. Juni 2017 07:42

    diese Frage habe ich auch schon an Herrn Kickl gestellt, allerdings noch keine Antwort bekommen.
    wenn Herr Unterberger über Linksaußenmedien schreibt, dann darf er aber auch den "Standard" nicht vergessen, und schon gar nicht wenn es um die FPÖ geht

  2. bürgerIn (kein Partner)
    29. Juni 2017 06:41

    ein schwerer fehler der fpö mit rot-grün die anhebung des uni-budgets zu beschließen - ohne flankierende maßnahmen (wie die övp richtig forderte). fpö als steigbügelhalter der grünkern-politik? noch ein paar solche fehler und der strache geht unter 20 prozent....

  3. Kapuzerer (kein Partner)
    28. Juni 2017 20:09

    Auf ORF III wurde heute den ganzen Tag aus dem Parlament übertragen. Nachmittag gab es dann die Abstimmung über die Anträge der FPÖ (Mölzer und Kollegen) - allesamt sehr vernünftige Anträge die jeder normale Mensch ungschaut befürwortet - dachte ich! Was geschah? Alles niedergestimmt, auch von der ÖVP!

  4. monofavoriten (kein Partner)
    28. Juni 2017 13:35

    das problem der fpö ist der konsens des medial-industriellen komplexes, über fpö nur dann zu berichten, wenn die geschichte einen möglichst negativen spin möglich macht. sonst liest man niemals von dieser partei. wohlfühl-artikel wie über grünpolitiker sind gänzlich unbekannt. sympathiestiftende homestories gibt es genauso wenig, wie sachbezogene, pragmatisch-programmatisches. halt so, wie bei trump, afd, wilders und all die anderen "gefährder" des zionistischen großen plans.

  5. Franz77
    27. Juni 2017 20:12

    Liest noch jemand ältere Beiträge? Gerade gefunden im Freimaurer-Organ Kurier. https://m.kurier.at/chronik/oesterreich/haider-gedenkstaette-ist-verwaist/271.937.249
    Wenn ich das Foto anschaue, es ist alles andere als verwaist. Bitte Fotos bringen von den Lichtgestalten Zilk, Kreisky, ach ich höre auf. Von Gedenkstätten. Und dabei ist nicht das Grab gemeint, sondern eine willkürliche "Gedenkstätte". Dieser Schweinejournalismus ist nur noch zum Kotzen.

    • pro veritate (kein Partner)
      28. Juni 2017 07:36

      Die Gedenkstätte wird nach wie vor von (ausschließlich!) privater Seite (ohne Förderung seitens der öffentlichen Hand oder irgendeiner Partei) gepflegt. In Wirklichkeit wollen bestimmte Kreise eine solche "Verwaisung" "herbeischreiben". Auch hier wird noch gelogen, dass sich "die Balken biegen" - von den Lügen um das Ableben Jörg Haiders gar nicht zu reden. Ich kann dies als "Eingeweihter" bestätigen.

  6. Cato
    27. Juni 2017 10:51

    Richtig - man muss Strache nicht so sympathish finden wie Kurz.

    Ehrlich ist seine Politik allemal. Und nur das sollte zählen.

    Wie überhaupt die Führungsriege nicht telegene Werbeträger ihrer Ideen und Grundsätze sind.

  7. Helmut Oswald
    26. Juni 2017 19:22

    HDW - lesen sie einmal nach, über welche Mittel aus der Parteinförderung (Gott sei Dank) auch die FPÖ verfügt. Und sagen Sie mir dann, daß die von mir mit Priorität vorgeschlagenen 'Hausaufgaben' nicht leistbar wären, zumal letztere mehr von geistigen, als von materiellen Ressourcen abhängig sind. Die FPÖ ist gemessen am Mittelumsatz ihres politischen Personals - österreichweit betrachtet - ein Großbetrieb - und kein Bettelorden. Jedesmal dieses larmoyante Getue. Zu anderen Zeiten hat man den Feind mit weit weniger Flieder in den Taschen furchtbarer geschlagen, als er es sich überhaupt vorstellen konnte. Zugegeben, mit einem Haider an der Spitze (der aber auch nicht nur Sonnenseiten hatte, wie manche bestätigen können, die mit ihm näher zu tun hatten). Macht mobil, ihr Schlafmützen!

  8. machmuss verschiebnix
    26. Juni 2017 18:15

    Wenn Güne welken, wie werden sie dann - bra-aun , baaaun, BRAUN [kudder]

  9. 57er
    26. Juni 2017 16:58

    Zu Punkt 2 - Sollte mich freuen, wenn die ÖVP all das mit der FPÖ umsetzt:
    Abschaffung der ORF-Gebühren, strafrechtliches Verbot von Bestechungsinseraten aus Steuergeldern, Senkung oder Streichung der WKO- und Arbeiterkammerbeiträge, Aufhebung der Meinungsfreiheits-Einschränkungen, deutliche Verschärfung der Asyl-, Islam-, Fremden- und Integrations-Gesetze sowie eine Reform der Bildungsgesetze in Richtung Vielfalt und Leistung samt Deutschlern-Klassen.

  10. Bob
    26. Juni 2017 15:45

    Hat uns die FPÖ unter Strache schon einmal belogen?
    Hat uns die FPÖ unter Strache nicht vor allen Fehlentscheidungen der anderen Parteien gewarnt?
    Sind nicht alle Prophezeiungen der FPÖ unter Strache eingetreten.
    Wer nicht will das dieses Chaos zum Untergang führen soll, der wähle die FPÖ.

    • Cato
      27. Juni 2017 07:52

      Richtig - man muss Strache nicht so sympathish finden wie Kurz.

      Ehrlich ist seine Politik allemal. Und nur das sollte zählen.

      Wie überhaupt die Führungsriege nicht telegene Werbeträger ihrer Ideen und Grundsätze sind.

  11. Pennpatrik
    26. Juni 2017 14:39

    Ich verstehe den Zugang zur ÖVP nicht.
    Seit Kreisky hat sich die ÖVP sämtliche Forderungen der SPÖ (und der Grünen) zu Eigen gemacht.
    Das begann z.B. mit der Abtreibung. Die ÖVP war dagegen hat aber nichts unternommen um die flächendeckende Abtreibung zu verhindern. Heute ist die ÖVP eine Abtreibungspartei.
    Oder die Beteiligung von Mitarbeitern an Firmen. Das ist nichts Anderes als eine Enteignung. Wird von Leitl vertreten.
    In der Ausländerfrage unterscheidet sich die ÖVP in NICHTS (doch: in der Rhetorik) von der SPÖ oder den Grünen. Man sieht es am deutlichsten in Tirol - ÖVP Stammland.
    In der Schulfrage gibt es ein Bundesland, dass flächendeckend die Zwangstagsschule einführen will. Erraten: Ein ÖVP-Land.
    Wer hat die Bestrafung von Meinungsdelikten vorangetrieben? Ein ÖVP-Justizminister.
    Wer hat die Genderei an den Universitäten vorangetrieben? Ein ÖVP-Wissenschaftsminister.
    Was hat die ÖVP unternommen, um die Parteifinanzierung, die Kreisky eingeführt hat, rückgängig zu machen?
    Ich erinnere mich noch daran, wie empört ÖVP-Politiker reagierten, als Kreisky begann, für Politwerbung Millionen auszugeben. Was machen ÖVP-Politiker heute?
    Wenn ich noch lange nachdenke, fallen mir sicher noch mehr Dinge ein.

    Ich bin sicher, dass uns die ÖVP nicht vor der Einführung der Vermögens- und Erbschaftssteuer schützen wird, die übrigens nur durch einen Irrtum abgeschafft wurden.

    Dann wähle ich doch gleich die Sozialisten.

  12. Josef Maierhofer
    26. Juni 2017 10:26

    Der Artikel zeigt genau die Frage auf, ob und wie es in Österreich weitergehen soll.

    Die SPÖ Quasianbiederung, der Kriterienkatalog, wurde eher lasch beantwortet, der Grundsatz der FPÖ dazu lautet, über Koalitionen kann man nach den Wahlen reden und, solange die SPÖ ihren Grundsatzbeschluss nicht revidiert, kann man diesen Katalog nicht ernst nehmen.

    Die ÖVP kopiert alle Jahrzehnte lang gemachten Vorschläge der FPÖ und wird vermutlich in einer Koalition mit der FPÖ das alles auch durchsetzen können, wenn sie überhaupt will, denn bis jetzt hat sie ihre eigenen Anträge, neuerlich eingebracht von der FPÖ (natürlich von der FPÖ schon mehrmals vorher eingebracht und abgelehnt, diesmal aber die eigenen), also ihre eigenen Anträge abgelehnt.

    Also die Frage, was wollen die Parteien, wurde genau gestern von meinem Freund aus Chicago gestellt, wörtlich hat er gefragt, was ist denn los mit der SPÖ, in seinen Gedanken ist die FPÖ nicht existent, er ging in den 1970-er Jahren nach USA.

    Nun, auch die FPÖ wird vor den Wahlen sagen müssen, was sie will, wie alle anderen auch, die sagen das ja auch (noch ?) nicht.

    Sie alle kennen das Wahlvolk gut genug, man merkt sich Dinge gerade einmal maximal 3 Tage.

    Aber Dr. Unterberger fragt schon richtig, was ist der Katalog, den man wählen kann. Diese Frage ist von keiner Partei beantwortet. Noch nicht.

    Man hängt sich ein und, wenn die FPÖ was sagt, dann sind alle dagegen, so vernünftig es auch ist, auch wenn man, siehe weiter oben, seine eigenen Anträge ablehnt.

    Das, glaube ich, ist der Grund, warum man da nicht vorprescht, Parteitaktik bei allen.

    Nun zum Wahlvolk. Das Wahlvolk entscheidet, wie es weitergehen soll, auch das freiheitliche.

    Das träge, satte, angefütterte Wahlvolk ist 'treu', 'unzufrieden', aber sattgefressen an den gemachten Schulden (nach dem Steuermissbrauch durch die Politik) und wird, das weiß auch die FPÖ natürlich, nicht viel anders wählen als bisher. Möglich, dass der FPÖ mehr Stimmen zukommen, möglich, dass sie zwar erste Kraft wird, aber Koalitionen eingehen muss, eine Revolution wie in Frankreich, England ist bei uns nicht zu erwarten, etwa eine 2/3 Mehrheit für die FPÖ, die einzige Pille, die die Rettung Österreichs einläuten könnte. Dann wären alle genannten und viele andere mehr Reformen machbar, oder einläutbar. Auch Staatsanwälte könnten zusätzlich für die ganzen damals und heute unter den Koalitionsteppich gekehrten Leichen der Jahrzehnte langen Koalition untersuchen, auch Richter könnten dazukommen, auch die Verwaltungsreform zur Pensionssicherung (eine Jahrzehnte lange Forderung der FPÖ) könnte in Angriff genommen werden, die Wahrheit könnte Platz greifen in Österreich ...

    Das würde ein Umdenken des Wahlvolkes erfordern und dann den ganzen Einsatz, dieses Umdenken zu festigen. Gelingt dies ein bis zwei Perioden lang, dann kann man sagen die FPÖ hat die Rettung Österreichs eingeläutet.

    Bei Koalitionen bleiben die halben Leichen im Keller, die des Koalitionspartners nämlich, bei Koalitionen fallen die halben und wichtigsten Reformen unter den Tisch. Die Leichen der FPÖ wurden schon jahrelang durch die Mediengezerrt, da gibt es keine mehr zum Unterschied von Rot, Schwarz, Grün.

    Na, und bei der heutigen Medienhetze betrieben von Links, wird das Wahlvolk mit Lügen und Hetze vollgestopft und blöd gemacht, alles gegen die FPÖ, nach wie vor, das hat sich nicht geändert.

    Ja, das Wichtigste wäre wohl die 34% Hürde für die FPÖ, wegen der Verfassungsgesetze.

    Die Wahlen werden im September geschlagen, die Untergriffe im Sommer vorbereitet, und das Ergebnis ist medienbeeinflusst, und zwar massiv, weil das Wahlvolk sich nicht selbst hinsetzt um Lüge von Wahrheit zu unterscheiden.

    Was will die FPÖ, das was sie Jahrzehnte lang beantragt hat, unter anderem auch die von Dr. Unterberger genannten anstehenden Reformen. Die FPÖ will Österreich retten, dazu braucht sie aber eine 2/3 Mehrheit, mit Koalitionen gibt es nur halbe Sachen.

    Die FPÖ will Wahrheit und ist grundehrlich. Ich habe mich anlässlich einer Schlusskundgebung am Viktor Adlermarkt mit den Leuten dort unterhalten, ganz normale Bürger, ehrlich fleißig, arm, reich, alle Schichten vertreten, also Österreicher. Der Mitbewerber SPÖ hat außer der Beamtenklientel zu Wien fast nur noch ausländische Vereinigungen, die das Wahlvolk stellen, die ÖVP, die Bauern, teilweise die Gewerbetreibenden (wie lange noch ?), und die geht auch bei den Islamvereinen wildern.

    Das heißt, die Österreicher sind bei der FPÖ unter sich, die Österreicher, die wissen, was Freiheit ist, was liberal ist, was Fleiß ist, was Werte sind, die trifft man dort. Aber gibt es noch genug, die das überhaupt sehen bei dem Medientheater, das da aufgeführt wird von Links.

  13. Romana
    26. Juni 2017 09:29

    warum werden der FPÖ nur taktische und strategische Motive unterstellt? Kann es nicht sein, dass diese Partei, unabhähbig davon, ob sie in der Regierung ist, oder nicht, etwas in Österreich zum Besseren verändern, das zähe Agieren in der Flüchtlingsfrage beenden und Missstände wie Verarmung, Brüssel-Hörigkeit oder Benachteiligung von einheimischen beheben will?

    • Erich Bauer
      26. Juni 2017 09:33

      "Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind... (Faust I)

    • Bob
      26. Juni 2017 15:57

      Romana
      **************************************************+

    • HDW
      26. Juni 2017 16:29

      @Romana
      ******************************
      ******************************
      ******************************
      Den Nagel auf den Kopf getroffen!

  14. HDW
    26. Juni 2017 09:21

    Absolut faszinierend wie der ÖVP affine Chor hier die Rolle der Opposition in einer Demokratie als einzigen Damm gegen die Diktatur, hier des GROKO Syndikats, abzuwerten versucht. Man wünscht sich wirklich eine Minderheitsregierung von entweder Rot oder Schwarz mit parlamentarischer Stützung durch die FPÖ um den Geruch von 1927/34/38 endich wegzubekommen.

  15. Franz77
    26. Juni 2017 08:39

    Die einfachste Methode an mehr Wählerstimmen zu kommen für die FPÖ wäre, ALLE Wahllokale mit Wahlhelfern zu besetzen und die Auszählung zu überwachen.

    • Politicus1
      26. Juni 2017 09:00

      Ich war selbst viele Jahre Wahlbeisitzer.
      Ich glaube nicht, dass selbst bei Abwesenheit freiheitlicher Beisitzer zum Nachteil der FPÖ gezählt wurde und wird.
      Um so mehr, als die Zeit strittiger Stimmzettel Vergangenheit ist. Der Wähler weiß heute, wo und wie er sein Kreuzerl machen muss.

    • simplicissimus
      26. Juni 2017 09:32

      Ich hoffe doch, dass in JEDEM Wahllokal FPOe-Beisitzer sind, ist das denn nicht so?

    • Gandalf
      26. Juni 2017 12:32

      @ Franz77:
      Aus eigener Erfahrung kann ich die Aussage von Politicus1 nur vollinhaltlich bestätigen. Die wahren (und durchaus wirksamen!) Wahlbetrügereien passieren nicht in den relativ gut kontrollierten Wahllokalen, sondern in Altersheimen, Krankenhäusern etc., vor allem aber bei der Briefwahl. Dort wird geschummelt, was geht: sosehr, dass es sich sogar bis zur Katharina Stemberger herumgesprochen hat, die es dann öffentlich im Konzerthaus (wo denn sonst?) ausgeplaudert hat...

    • Franz77
      26. Juni 2017 18:09

      Kleine Frage: Darf man die Auszählung der Briefwahl nicht kontrollieren? Die Briefwahl ist in der Tat höchst gefährlich ... wie Gandalf erwähnte. Vor allem Wien, wo der linke Besensturm - ähnlich den Heuschrecken - über Seniorenheime, Pflegeheime usw usf herfällt und die Menschen nötigt.

    • Sensenmann
      27. Juni 2017 09:01

      Wichtiger wäre es, die angeblich 90tsd illegalen Staatsbürger alleine unter den Turken von der Wahl auszuschließen.
      Wenn das bis zum Herbst nicht sicher gestellt ist, ist - wie an sich schon bisher - jede Wahl hier ungültig!

  16. Politicus1
    26. Juni 2017 08:32

    Wäre Strache schlecht beraten, endlich ein paar Namen ministrabler Personen in die Öffentlichkeit fließen zu lassen?
    Damit würde er dem Vorwurf entgegnen, dass außer ihm niemand für ein Regierungsamt in Betracht komme.
    Für die Ressorts Justiz, Innen, Bildung, Wirtschaft, Verteidigung ...

    PS: mit dem Abschuss des Peter Pilz haben die GrünInnen gleichzeitig ihren Spitzenkandidaten für den Innenminister entsorgt ...

  17. Ausgebeuteter
    26. Juni 2017 08:29

    Frage: Was will die FPÖ eigentlich?
    Antwort dazu: abwarten, wie sich die Mitbewerber selbst schädigen.

    SPÖ: mit Kern an der Spitze verliert sie weiterhin Stammwähler
    ÖVP: der Kurz-Hype hat ein Ablaufdatum - noch vor der NR-Wahl
    Grüne: weiterhin sehr erfolgreich beim Abstieg
    TS: Suche nach zugkräftigen Spitzenkandidaten mit tollen Programm erfolglos, daher nur verlorene Stimmen, Zeit und Geld

    Daher ist für die FPÖ das Beste, bis kurz vor der Wahl schweigsam zu sein und die Frustrierten der anderen Parteien als Wähler "einzusammeln".

    • simplicissimus
      26. Juni 2017 09:31

      Selbstverstaendlich ist die FPOe das Beste.
      Kurz traue ich allerdings zu, dass er im richtigen Moment vor der Wahl ein Kaninchen hervorzaubert und eine ca. 1/3 Mehrheit einfaehrt.
      Man wird sehen.

    • Ausgebeuteter
      26. Juni 2017 11:33

      simplicissimus:
      Ja, alles geht Richtung drei mal dreißig Prozent für FPÖ, ÖVP und SPÖ. Dies bedeutet, die Nummer 1 wird sich aussuchen können, ob sie mit Nr. 2 oder Nr. 3 koalieren will. Es kann aber auch sein, dass die Nr. 1 keinen Partner findet, um die Mehrheit im Plenum zu bekommen. Dann ist eben 2 plus 3 angesagt.

      Eines steht aber schon jetzt fest: viele "Wahlversprechen" der beiden Koalitionäre können "mit Rücksicht auf den jeweiligen Partner" nicht umgesetzt werden.

      The same procedure as after every election!

  18. Erich Bauer
    26. Juni 2017 07:57

    A.U. und @Helmut Oswald haben bereits klar und deutlich ausgesprochen, dass die "Hoffnung" auf die FPÖ unbegründet, ja sogar trügerisch ist... Es ist jedenfalls WICHTIG das zu WISSEN.

    Die Beschreibung von @Helmut Oswald über die innerparteiliche Verfasstheit - treffender noch: "Zustände" - der FPÖ, ist absolut deckungsgleich mit meinen Erfahrungen...

  19. elfenzauberin
    26. Juni 2017 07:46

    Als Bürgerlicher habe ich etliche Vorbehalte gegenüber der FPÖ. Allerdings muß man der FPÖ konzidieren, dass sie neben Team Stronach die einzige Partei war, die in der Flüchtlingsfrage immer eine konsequente Haltung vertrat. Die ÖVP hingegen hat wider besseren Wissen die Politik der SPÖ mitgetragen und damit der Republik großen Schaden zugefügt.

    Deswegen bin ich geneigt, eher der FPÖ meine Stimme zu geben, zumal sie auch gegen die Zwangsmitgliedschaft in den diversen Kammern und für Demokratie nach Schweizer Muster eintritt. Würde die ÖVP auch diese beiden Themen glaubwürdig besetzen, fiele es mir leichter, der ÖVP meine Stimme zu geben. Das Umfallen kann ich der ÖVP aber nur sehr schwer verzeihen.

    • blaue Blume
      26. Juni 2017 10:40

      Ich habe auch Vorbehalte gegenüber der FPÖ. Allerdings sind meine Vorbehalte gegenüber allen anderen Parteien um ein vielfaches größer.

    • Cato
      26. Juni 2017 12:25

      Welche Vorbehalte sind das?

      Das wäre interessant zu wissen und zu diskutieren!

    • Ingrid Bittner
      26. Juni 2017 12:46

      Es wird nicht mehr lange dauern und Kurz kommt drauf, dass er bei der FPÖ noch ein paar Themen abkupfern kann. Ich glaub, das ist greifbar. So wie alles, was Kurz bisher geboten hat, eigentlich von der FPÖ kommt.
      Mit Ausnahme des Sagers "Gesegneter Ramadan" am Christi Himmelfahrtstag, das würde einem FPÖler nie eingefallen sein und das kann der gute Kurz auch nicht mehr vertuschen. Was liegt des pickt.

    • Erich Bauer
      26. Juni 2017 13:10

      Für Polit-Schlagworte gibt's kein Copyright...

    • Gerald (kein Partner)
      28. Juni 2017 10:08

      @elfenzauberin

      Neben den von Ihnen genannten Gründen, schreckt mich vor allem ein Aspekt ab Kurz zu wählen. Denn fast eben so oft wie für die Stoppung der illegalen Migration hat er sich für Resettlement-Programme als Alternative ausgesprochen. Das Letzte was ich will, ist aber, dass man die eine Zuwanderungsart abdreht, nur um postwendend auf anderem Weg kulturfremde Völker hier "anzusiedeln" (was resettlement auf Deutsch bedeutet). Österreich hat schon genug aufgenommen und muss erst einmal die jetzigen Zuwanderermassen integrieren bzw. Nichtintegrationsfähige konsequent ausschaffen, aber nicht schon an weitere Aufnahme denken.

  20. simplicissimus
    26. Juni 2017 07:38

    Ohne Kurz zu waehlen, bin ich ueberzeugt, dass er die Wahl gewinnen wird.
    Die 1/3 Mehrheit der FP ist Geschichte, die Frage ist nur, wird die FP oder die SP Nummer 2?

    Die Analyse ist sehr ernuechternd, ist diese zerstoererische Politik der letzten Jahre noch reformierbar oder ist unsere Gesellschaft bis in die Opposition so tief krank, vergammelt und verkommen, das der absolute Niedergang unvermeidlich ist?

    Ist Kurz tatseachlich ein gegaengeltes Produkt des Establishments, ein trojanisches Pferd eines "Deep State", wie hier manche meinen?
    Oder auch nur ein Mainstreampolitiker, der die Macht mit kraeftigen Argumenten eringen moechte, ohne sie dann umzusetzen?

    Ich wuensche mir mehr kraftvolle konstruktive Aussagen von Strache, manchmal hoert man sie, wird er meist totgeschwiegen oder fuehlt er sich in der Opposition pudelwohl?

    Wartet wirklich alles, bis die Ereignisse uns ueberwuchern und alles aus dem Ruder laeuft?

  21. Rübezahl
    26. Juni 2017 05:12

    Das Hauptproblem ist das Haupt der FPÖ: H.C. hat seinen Zenit überschritten. All zu deutlich kann jeder seine Grenzen sehen.
    Wäre noch Jörg Haider an der Spitze, regierte die FPÖ mit der Absoluten im Lande.
    Oder anders gesagt. Wäre Kurz ein FPÖler wäre dies genau so der Fall.
    Daran erkennt man, dass die Wähler den Personen der FPÖ etwas zutraut.
    Allein die richtigen Themen zu besetzen ist zu wenig.
    Unter durchschnittlich begabten Führungspersönlichkeiten, wird die FPÖ immer nur Protestwähler anziehen.
    Vor allem dann, wenn sie ausgegrenzt ist.
    Verliert sie den "das böse Krokodil Staus" , kann man auch sie nicht mehr als Signal verwenden!
    Daher ist der kometenhafte Aufstieg von Kurz nicht mehr zu stoppen.
    Der Abstieg der FPÖ hat bereits begonnen.
    Die SPÖ wird die Talsohle erreichen. Zurecht!

    • Wyatt
      26. Juni 2017 06:30

      .......Die SPÖ wird die Talsohle erreichen, aber "unbeugsam" als Koalitionspartner ohne FPÖ festhalten.

    • simplicissimus
      26. Juni 2017 09:16

      Ich fuerchte, Sie koennten recht haben, Ruebezahl.

  22. Helmut Oswald
    26. Juni 2017 03:45

    Freiheitliche Funktionäre sind, aller Erfahrung nach , stets mißgestimmt. Meist über die Erfolge der eigenen Partei, die sie, wie stets wenn Kleinbürger wildgeworden sind, entweder als zu wenig weitgehend betrachten, oder als von unverdienten Personen genossen (Stichwort'Quereinsteiger') oder als von den falschen Zielen bestimmt, oder einfach den Kollegen mißgönnend noch nie entspannt genießen konnten, DENN: unglaublich aber wahr - jetzt muß man selbst einmal sagen, wo es lang geht. Plötzlich wird es still, an den sonst so laut tönenden Stammtischen. Denn die Zeit hat man ja im Wesentlichen damit verbracht, sich an den geheimwissenschaftlichen Untersuchungen regierungsamtlichen Versagens zu erfreuen, oder der eigenen - innerparteilichen - Machtposition zuzuarbeiten, meist durch Diskreditierungen völlig harmloser Kollegen, die möglicherweise das eine oder andere Talent zur politischen Arbeit gezeigt haben, sofort als Konkurrenten identifiziert wurden und daher mit äusserster Erbitterung bekämpft werden. Ja, es ist eine Tatsache: der freiheitliche Funktionär lebt schwer. Und kein anderer, als er selbst trägt daran Schuld. Noch kaum ist es der politische Gegner, dessen Unvermögen oder ideologisch irregeleiteten Vorstellungen es zu geisseln gilt - der Freiheitliche geisselt vorzugsweise sich selbst und seinen Sitznachbarn in der gemeinsamen Front gegen die Regierenden.

    Sacharbeit oder Programmarbeit ist fehl am Platz. Widersprüche in der eigenen politischen Linie stören nicht. Immer streng das Brett angeluvt, surft er hart am Wind und findet mit untrüglichem Instinkt heraus, was die jeweilige Strassenbahnbesatzung für besonders bedeutend hält: bestes Beispiel - Sicherheitspolitik und Neutralität . Anderen ein Bündnis zu empfehlen, sich selbst aber die Neutralität vorzubehalten - das ist wahrhaftiger Ausdruck außen- und sicherheitspolitischer Sachkompetenz. Für Wehrpflicht eintreten, aber Verfechtern des Berufsheeres die Repräsentanz und Lufthoheit in wehrpolitischen Fragen einzuräumen, das nächste Beispiel für die Politik des 'jeden Tag eine neue Welt' Stils. Und so wirr, wie in dieser Frage Zukunftsthemen beauskunftet werden, so wirr ist eben auch der Rest von dem, was als Programmatik ausgegeben wird, aber in Wahrheit auch an Kiosken unter dem Titel ' Schöner Leben' oder 'Das Wort zum Sonntagabend' verkauft werden könnte und über Großmutters
    unverbindliche Freundlichkeiten anlässlich einer länger geplanten regelmäßigen Familienzusammenkunft halt nicht hinausgeht. Inhaltlich betrachtet herrscht das Prinzip des Beamtenmikado. Wer sich als erster bewegt, der hat verloren. Nur keine Entscheidungen provozieren - da müsste man am Ende Kompetenz zeigen, Farbe bekennen, unter Umständen sogar (in produktiver Hinsicht) miteinander Ringen um die richtige Position. Stattdessen gilt gechilltes Abwarten, wann denn die GroKo Würstchen das nächste Fettnäpfchen im eingesprungenen Rittberger betreten als die Strategie der Wahl.

    Das wird nicht reichen, umd dem Wahlvolk und dessen (viel zu hohen) Erwartungen zu genügen. Und es wird nicht reichen, um erfolgversprechend regieren zu können. Und damit ist - angesichts der Sozialstruktur der Funktionärschaft - das nächste Knittelfeld vorprogrammiert.

    Aber die Partei kriegt halt ihr Gesäß nicht aus der Hängematte.

    • simplicissimus
      26. Juni 2017 07:25

      Werter Helmut Oswald, wie Du hier die FP beschreibst erinnert mich das an afrikanische Politzustaende:
      "Wer sich als erster bewegt, der hat verloren. Nur keine Entscheidungen provozieren - da müsste man am Ende Kompetenz zeigen, Farbe bekennen, unter Umständen sogar (in produktiver Hinsicht) miteinander Ringen um die richtige Position."

      Die Beschreibung ist sehr ernuechternd, was koennte/sollte geschehen um die Situation zu verbessern?

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 09:00

      Simplicissimus (1) wäre ich nicht so tief im national-liberalen Lager verwurzelt, könnte mir der Zustand der FPÖ gleichgültig sein. Fakt ist, daß, bevor Kurz erschienen ist, der sich aber mEn bald als trügerische Hoffnung herausstellen wird, diese Partei die einzige - und noch dazu mit außergewöhnlich tiefgehenden Erwartungshaltungen der Wählerschaft befrachtete - politische Kraft dieses Landes ist. Die Mischung aus Larmoyanz einerseits (Stichwort: die Medien sind ungerecht zu uns) und messianischer Kleinkariertheit in Verbindung mit einer profunden Nicht-wahrnehmung zentraler Vorbereitungsarbeit auf die Verantwortungsübernahme und: auch daß leider - Faulheit und Angst - sind epochal.

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 09:10

      Simplicissimus (2) es wäre mEn den Versuch wert, der Funktionärschaft bessere Stimmung und Lust an einer Riesenportion Sacharbeit schmackhaft zu machen, ihr die Angst vor dem Ausgebootet werden, vor ungerechten Entscheidungen, Willlkür zu nehmen, ihnen nachvollziehbare Laufbahnen 'Karrierepläne' anzubieten, gleichzeitig aber auch den unglaublich wertvollen Schatz an Kompetenzen zu heben, den die vielen im Zivil erfolgreichen Persönlichkeiten aus Mitgliedern und Sympathisanten repräsentieren, dem Apparat Versagensängste zu nehmen, einfach einen besseren Politikstil zu machen. Aber woher soll der kommen, wenn ihn noch nie einer vorgelebt hat, der es erfolgreich zum Obmann gebracht hat?

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 09:19

      Simplicissimus (3) es muß eine Bildungsoffensive gestartet werden, deren Inhalte die Landes- und Bezirksführungen mit Kompetenzen in den wichtigsten Sachbereichen durchflutet. Es muß eine auf Kante genähte Programmatik her, die für den Wähler ZÄHLBARE, MESSBARE, KLARE, NACHVOLLZIEHBARE und EINFORDER-BARE ZIELE kennt, die den Kulturmarxismus, die Fäulnis der Frankfurter Schule und ihrer Priesterschaft, die bolschewisierte Geschichtslehre maW den Linkssozialismus KOMPROMISSLOS HERAUSFORDERT und jede giftige Blase, in Justiz, Medien und Gesellschaft aufsticht, desinfiziert und wundversorgt. Personalpools für Regierung-sämter sind zu bilden, Sofortmaßnahmen zu planen ...

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 09:25

      (4) wie beispielsweise eine LANGE LISTE AN ABZUSCHAFFENDEN GESETZEN die allesamt Ausdruck des sozialistischen Unrechtssystems sind. Die wichtigsten Ämter in Justiz und Verwaltung, die entweder ersatzlos abzuschaffen oder NEU zu besetzen sind, geeignete Kandidaten dafür sind vorzusehen, listenmäßig zu erfassen um ihre Vorschläge für Verbesserungen einzufordern und, und , und , und ... DANN garantiere ich Ihnen, fürchtet sich nur noch eine Gruppe vor der Übernahme von Regierungsverantwortung: die Hoch- und Landesverräter, die bisher an zentralen Schaltstellen ihre Politik des nationalen Suizids gemacht haben. Also, Sprung auf, marsch marsch ...

    • simplicissimus
      26. Juni 2017 09:28

      Danke fuer die Erklaerung, bin kein FPOe Insider.Ich wuensche der FPOe einen moeglichst starken/erstarkten Obmann, mehr bleibt mir persoenlich derzeit nicht uebrig.

    • Erich Bauer
      26. Juni 2017 10:30

      Das mit der Bildung wäre ohne viel Federlesens zu bewerkstelligen. Ich denke dabei an das "Roland" Ausbildung/Lern-System. Begleitend mit flächendeckender Privatisierung. Natürlich hat das auch mit Schulgeld zu tun. Ich weiß schon, wenn div. Bürgeleins '"Roland" in diesem Zusammenhang hören, ist Feuer am Dach und der Hubertus-Hut brennt. Jedenfalls ist dieses System schon jetzt erfolgreicher als alle staatlichen Experimente.

    • Erich Bauer
      26. Juni 2017 10:35

      Bei der FPÖ vermisse ich ein Programm über die "Neutralisierung" von Gesetzen wie, Gender-Vorschriften, Abschaffung von Meinungsdelikten (Verhetzungsparagraphen), gesetzliche Vorschreibung von Quoten... und Vieles, Vieles mehr!

      Warum sich die FPÖ dabei so bedeckt hält, kann ich nicht begreifen. Mit diesen "Daumenschrauben" wäre ihr jedenfalls der mediale Rummel gewiss.

    • Erich Bauer
      26. Juni 2017 11:19

      Die FPÖ zu "unterwandern" das hätte schon was. Ein Langzeit-Projekt jedenfalls. Ich möchte festhalten, dass mir die selbstauferlegte Rolle des "advocatus diaboli" überhaupt nicht zusagt. Ich fühle mich darin auch überhaupt nicht wohl. Hier steh ich nun und kann nicht anders...

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 12:19

      @ Erich Bauer *************************************************** !

    • Ingrid Bittner
      26. Juni 2017 12:50

      @Helmut Oswald "Freiheitliche Funktionäre sind, aller Erfahrung nach , stets mißgestimmt." Woran machen Sie das fest?? Ich weiss nicht, die Missstimmung ist mir noch nie aufgefallen. Na ja, vielleicht hab ich eine andere Wahrnehmung.

    • HDW
      26. Juni 2017 15:02

      Und wie soll der FPÖ eine Elitenbildung gelingen, in einem Gesellschaftskörper der legalisierten Korruption und der präpotenten Parteienfinanzierung, fast genetisch angelegt. Selbst in Kärnten waren zu Haiders Zeiten von den Roten schon alle Primariate und Schuldirektorsposten auf Jahre hinaus vergeben.

    • Bob
      26. Juni 2017 16:17

      HDW
      ***************************************

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 19:11

      Liebe Ingrid Bittner, ein Landtagssitz mindestens ist Ihnen gewiss, so tapfer wie sie sich vor ihre Liebsten stellen. Ich gönne Ihnen den von ganzem Herzen. Wie auch unserem Simplicissimus, HDW und vielen anderen, die guten Glaubens sind. Ihr seid gewiss nicht das Problem dieser Partei. Und da und dort wird schon noch 'a bissal der Schmäh rennen' - glaublich. Was es aber noch dazu mEn dringend zu sagen gibt, teile ich Euch gerne bei Kerzenschein mit - falls es euch jemals ernsthaft interessieren sollte. Ganz bestimmt gibt es hier nicht, zur Freude aller Systemlarven, eine öffentliche Schwachstellen-analyse von jemandem, der sich hinlänglich 'auskennt'. Nur seine Feinde warnt man nicht.

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 19:22

      HDW - lesen sie einmal nach, über welche Mittel aus der Parteinförderung (Gott sei Dank) auch die FPÖ verfügt. Und sagen Sie mir dann, daß die von mir mit Priorität vorgeschlagenen 'Hausaufgaben' nicht leistbar wären, zumal letztere mehr von geistigen, als von materiellen Ressourcen abhängig sind. Die FPÖ ist gemessen am Mittelumsatz ihres politischen Personals - österreichweit betrachtet - ein Großbetrieb - und kein Bettelorden. Jedesmal dieses larmoyante Getue. Zu anderen Zeiten hat man den Feind mit weit weniger Flieder in den Taschen furchtbarer geschlagen, als er es sich überhaupt vorstellen konnte. Zugegeben, mit einem Haider an der Spitze (der aber auch nicht nur Sonnenseiten hatte, w

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 19:25

      HDW 2 - hatte, wie all jene, die mit ihm zu tun hatten, bestätigen können.)
      Also macht endlich mobil, ihr Schlafmützen. Und holt euch ein paar Querdenker an Bord, die nicht aus der Schaukelwiege der Funktionärsschule hochgezüchtet die üblichen Trampelpfade nicht verlassen können.

    • HDW
      26. Juni 2017 22:26

      1)Ihrer gustiösen Satire ist natürlich zuzustimmen, sowohl inhaltlich wie formal. Nur habe ich und wahrscheinlich die denunzierten Funktionäre auch nicht zu Unrecht das dumpfe Gefühl, nach Erledigung ihrer korrekt aufgezählten Hausaufgaben wieder als 3% Partei dazustehen.
      Dann wenigstens eine verfassungrelevante Drittelstärke im Parlament und aus der Opposition mit einigen gescheiten Leuten bei wichtigen Themen die Regierung konditionieren.
      Die Nationalliberalen mit ihren guten Ideen zerbröselts ja wenn sie regieren sollen regelmässig, bei uns käme noch die internationale Nazikeule dazu. Die Bierzeltwählerschaft wäre auch dahin und bei der Geschichtsverlorenheit der jetzigen Generation

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 22:40

      HDW (1) ach nein, die Hausaufgaben müssen mitlaufen, geräuschlos gleichsam, im Hintergrund - das kostet keine Stimmen, aber stärkt das Selbstbewusstsein. Wir wissen doch noch alle, wie das 2000 war. Da wurden verzweifelt im letzten Moment Minister gesucht (ein paar von denne verschwanden nach ein paar Tagen wieder aus dem Amt, ohne daß man nur ein vernünftiges Wort wenigstens gehört hätte) und kaum saßen die am Schreibtisch, begannen sie statt ihrer Checklisten und Personaldossiers (die sie nicht hatten weil sie GENAU NICHTS vorbereitet hatten) ihre Butterbrotpapiere auszupacken und sahen zu, wie die roten Saboteure ihnen vor Ihren Augen den Stecker und die Datenkabel aus dem PC zogen.

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 22:42

      HDW (2) die denunzierten Funktionäre sind herzlich eingeladen, sich auf den nächsten Durchgang professionell vorzubereiten. Und - bei aller Liebe - aber ohne Arbeit und Verstand geht das nicht. Und bitte nicht sagen, das kostet Stimmen. In Wahrheit kostet es ein wenig innerorganisatorische anspannung. Dafür gibts Handlungsfreiheit, statt voller Hosen, wenns darum geht, Verantwortung zu übernehmen.

    • HDW
      26. Juni 2017 22:54

      2) die dann Neo-Neo-Marxisten dieses Erbe kassieren. Mir schwebt was anderes vor: Italien das uns politisch viel näher steht als man glaubt, geht diesen Weg gerade: Bei den gestrigen Kommunalwahlen wurden Kommunisten durch einen gewaltigen Rechsruck aus ihren traditonellen Hochburgen geworfen, von Bürgermeistern der Nationalliberalen Koalition Berlusconi Salvini und Meloni. Das Geheimnis der wirklichen Bürgernähe sind die lösbaren Hausaufgaben auf kommunaler Ebene. Die grossen Versprechen zur Lösung sogar universeller Probleme haben die 5Sterne Bewegung nach deren Ideator Tod, des Bolschewisten Casaleggio, nicht Grillos, abrupt beendet. Im Norden regiert diese Koalition auf Ländebene schon

    • HDW
      26. Juni 2017 23:09

      3) länger erfolgreich. Die grossen Entwürfe für Reformen von denen die vierte oktroyierte Regierung der Nachfolgepartei des PCI und deren Medien immerfort schwafeln, berührt diese neue Rechte gar nicht. Sie konzentriert sich auf die Probleme der Menschen. Allerdings und damit haben sie gegenüber den Funktionären der FPÖ natürlich recht, muss man dafür seinen Arsch erheben und auch riskieren.

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2017 23:26

      HDW - Gute Nachrichten aus dem Süden ? MAl sehen. Die Mediterranen sind halt immer etwas unstet und die Geschmeidigkeit der dortigen Verhältnisse wirkt dann auch oft wieder trügerisch ... aber immerhin. Dann heben wir halt einen drauf. Und schaumamal ... was im Herbst geht.

    • HDW
      26. Juni 2017 23:30

      4) Abschliessend und in Bezug auf ihre richtige Darstellung der kläglichen Performance der letzten Regierungsbeteiligung der FPÖ, eben als Einmannpartie erwarte ich, dass sie zwar genug Mandate erhalten um als Opposition mitzuregieren aber keiner Regierung beitreten sondern, siehe oben.

  23. kritikos
    26. Juni 2017 01:35

    Das wird ein spannender Herbst. Wird die unverwüstliche Merkel hoch gewinnen? Bleibt Schulz weiterhin SPD-Sitze und mit wie großem Background? Wer wird in Österreich an der Spitze nach der Wahl stehen? Was wird das SPÖ-Volk zur möglichen Beteiligung der FPÖ sagen? Was ist, wenn es nein sagt? Sind die FPÖ-Ziele (ORF, AK etc.) überhaupt in der SPÖ verkäuflich? Und was ist tatsächlich wichtiger, das Durchsetzen der Ziele oder der sichere Mandatsstand? Wie wird Kurz die Schlacht - die es ja faktisch ist - überstehen? Wie unisono ist die ÖVP wirklich hinter ihm?
    Ich lasse die Wahl-Schlacht vorbeigleiten und freue mich auf die Schlacht um die Regierung.

    • Wyatt
      26. Juni 2017 06:25

      ....ich freu' mich weniger, eher graut mir vor der Zukunft .
      (und einen geeigneteren als Schulz - innerhalb der vereinigten "Linken" - gibt es wohl kaum, der Merkels Wahlerfolg garantiert.)





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