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Fragen Sie Ihren Arzt

„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“. Im Rekordschnellsprechtempo heruntergelispelt quält dieser Satz alltäglich mehrfach alle jene, die noch fernsehen. Dabei ist dieser Satz ja im höchsten Maße politisch unkorrekt. Er müsste gerade von jenen Menschen, die solche Sätze als angeblich zwingend notwendig durchgesetzt haben, dringend ergänzt werden. Motto: Wenn schon Schwachsinn, dann bitte um den kompletten.

Das Frauenministerium (wo auch immer es gerade zur Stunde angedockt ist) sowie die zahllosen ebenso hochbezahlten wie überflüssigen Gleichstellungsbeauftragt*_innen (oder wie sie sich sonst gerade schreiben) und erst recht die sich progressiv vermehrenden Genderprofessor*_innen (welche wirre Theorien ohne jede Wissenschaftlichkeit sie auch sonst immer verzapfen) hätten dringenden Handlungsbedarf.

Denn in diesem Spruch, der nach jeder Werbung für ein Wässerchen oder eine Homöopathie-Pille ertönt, fehlen die Ärztinnen und Apothekerinnen! Unglaublich! Das ist ja lebensgefährlich! Und so etwas ist der alljährlich Millionen Steuergeld verschlingenden Genderlobby noch nicht aufgefallen.

Und auch nicht dem ORF. Dabei wird dort seit der Ära Wrabetz ja – wohl zur Eskalation der Hörer- und Seher-Vertreibung – munter gegendert. Gemäß der sich unter Wrabetz im ORF ausgebreitet habenden Genderlogik sind ja „Apotheker“ nur noch jene Wesen, die sich (derzeit) für das männliche Sozialgeschlecht entschieden haben. Alle anderen nicht. Die Zeiten, da intelligente Menschen noch zwischen grammatikalischem und sexuellem Geschlecht unterschieden haben, sind ja zumindest im Wrabetz-ORF vorbei.

Daher muss die Genderpolizei unbedingt diesen Spruch erweitern auf: „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin“.

PS: Und wenn wir schon politisch korrekt reden, dann müsste ja auch der Ausdruck „die Packungsbeilage“ gegendert werden. Eine solche Beilage könnte sich ja nach der Logik der Genderterrorist*_innen auch für das männliche Geschlecht entschieden haben. Daher ist es eine schwere Frauendiskriminierung, wenn all die grauslichen Dinge, die in Packungsbeilagen stehen, immer nur auf einem Zettel mit weiblichem Geschlecht stehen.

PPS: Weil wir gerade dabei sind, noch ein anderes Gender-Thema: Im Bundesdienst ist in den höchsten Gehaltsstufen der Frauenanteil auf über 34 Prozent gestiegen. Das hat vielerorts feministische Begeisterung ausgelöst, aber auch Rufe „Noch immer viel zu wenig“. Mir ist ja die Quote egal. Aber was mich entsetzt, ist der Umstand, dass keine einzige Redaktion gefragt hat: „Ist dadurch der Bundesdienst besser, effizienter, bürgernäher, sparsamer geworden – oder etwa gar schlechter?“ Offenbar wohlweislich im Wissen um die Antwort hat keiner der Jubler diese – in Wahrheit einzig entscheidende – Frage gestellt.

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