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Der Familienbetrieb

An sich ist es ja einzig Angelegenheit der Mitglieder, wer in einem Verein die Leitung hat. Ein wenig anders sollte es jedoch sein, wenn dieser Verein intensiv öffentlich präsent ist und vor allem, wenn er staatliche Subventionen erhält.

Daher ist es schon auffällig, wie es derzeit im „Kulturverein Österreichischer Roma“ zugeht. Das sollte auch die Subventionsgeber interessieren.

Denn nach dem Tod des langjährigen und immer überaus sympathisch wirkenden Vorsitzenden Rudolf Sarközi übernimmt sein Neffe den Verein. Und dessen Stellvertreter ist wiederum der Enkel des Verstorbenen.

Da muss man sich trotz aller Sympathie für die Roma nach ihrem traurigen Schicksal während der Nazi-Jahre schon fragen: Hallo, was ist da los? Gibt’s da außerhalb der einen Familie sonst noch irgendwelche Mitglieder? Ist das nur noch ein Familienbetrieb?

Das wäre ja eigentlich ein gutes Zeichen. Denn das würde bedeuten, dass die meisten der hiesigen Roma längst voll integriert sind und sich nicht mehr über einen Verein identifizieren. Dafür spricht ja auch die Tatsache, dass unangenehme Verhaltensweisen, die wir seit der Ostöffnung bei anreisenden slowakischen oder rumänischen Roma sehen, bei den österreichischen seit vielen Jahren völlig verschwunden waren.

Aber freilich: Bei einem mehr oder weniger reinen Ein-Familien-Verein müssten dann schon auch die Subventionen aus Steuergeldern überprüft werden. Was freilich auch bei den Tausenden anderen Vereinen, Plattformen und NGOs am Platze wäre, die nie wirklich überprüft am freizügigen Steuertropf hängen. Bei denen allen sich die Politik ja offensichtlich auch nie hinzuschauen traut, weil es sonst Proteste gäbe.

PS: Wer jetzt empört meint, bei einem Roma-Verein dürfe man doch nicht so kritisch schreiben, der ist in Wahrheit selbst ein reiner Rassist. Der meint ja, Roma-Vereine seien anders zu behandeln als sonstige Vereine.

 

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