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FN 656: Die Meldungen und die Wahrheit

Tagelang wurden wir von allen möglichen Medien immer mit der gleichen „Meldung“ beglückt – bei der ganz offensichtlich die Wiener SP-Zentrale diktiert hat: Wie friedlich doch das Donauinselfest gewesen sei. Ein einziger Jubel.

Nach Ende dieses Festes sagte die Polizei jedoch ganz nüchtern: Es hat deutlich mehr Festnahmen und Anzeigen als im Vorjahr gegeben. Dabei hätten Regen und Sturm am Sonntag eigentlich eine deutliche Abkühlung bringen müssen (auch die wurden übrigens in diesen „Meldungen“ heruntergespielt). Angezeigt wurden nicht weniger als 340 Personen (im Vorjahr waren es hingegen nur 184). Und es gab 74 Festnahmen. Das müssen schon gewaltige Übeltäter gewesen sein. Denn Wiens Polizei ist ohnedies netter als die in wohl allen anderen Städten dieser Welt: Drei Polizisten wurden tätlich angegriffen – und dennoch begnügten sich die Ordnungshüter damit, den Namen und Wohnort des Täters festzustellen und ließen ihn dann wieder gehen. Man stelle sich vor: Irgendeine andere Partei würde es wagen, nach diesem Reigen an Rechtsbrüchen auch im nächsten Jahr wieder gewaltige Summen an Subventionen für dieses laut SPÖ (und damit offenbar automatisch fast alle Medien) so friedvolle Fest zu verlangen. Und bekommen.

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