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FN 641: Die Ukraine – klarer kann man es nicht sagen

Ein Königreich für auch nur einen einzigen österreichischen Politiker, der so klare Worte findet.

Wenn Staaten anfangen, „nach Teilen anderer Staaten zu greifen, dann werden wir in ein unglaubliches Unheil kommen. Das geht nicht. Das muss völlig klar sein, dass das nicht geht. Deshalb bin ich auch bei der Sache mit der Krim sehr streng." Aber es war kein österreichischer Politiker, der da so gesprochen hat. Es war nur Angela Merkel. Sie bringt es auf den Punkt: „Die territoriale Integrität ist der Pfeiler unserer europäischen Nachkriegsordnung". Warum versteht das in der Wiener Regierung niemand? Kann sich da gar niemand erinnern, mit welcher Klarheit einst ein Julius Raab, ein Leopold Figl oder ein Adolf Schärf immer gesprochen haben? Wohlgemerkt nach der Neutralitätserklärung.

PS: Ist die Konsequenz des russischen Vorwands dessen Unterstützern überhaupt bewusst? Moskau erklärt als Grund seines Eingreifens nämlich, dass es in der Ukraine um russisch sprechende Menschen ginge (wobei wir einmal die "Kleinigkeit" beiseite lassen, dass diese Menschen überhaupt nie in demokratischer Weise gefragt worden sind). Denn mit absolut der gleichen "Berechtigung" kann dann auch die Türkei zum angeblich notwendigen Schutz der türkisch sprechenden Menschen militärisch intervenieren. In Österreich, in Deutschland, in Bulgarien. Da braucht man dann nicht einmal die (ebenfalls legitimen) historischen Vergleiche, um die Ungeheuerlichkeit des russischen Vorgehens zu zeigen.

PPS: Jeden Tag wird auch klarer, dass Moskau auf der Ukraine die Täter aus jener Unterwelt vorschickt, die schon in Tschetschenien die Hände voller Blut bekommen habe.

 

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