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FN 547: Das Hypo-Gutachten, das Liebscher nicht kennen will

Man muss es wirklich drei Mal lesen, so unglaublich ist die Antwort von Klaus Liebscher, der als „Fimbag“-Chef eigentlich die Interessen der Steuerzahler rund um die in Trümmer gegangene Kärntner Landesbank Hypo Alpe-Adria zu vertreten hätte.

Es geht um das in vielen Medien ausführlich berichtete Oliver-Wyman-Gutachten. Es hatte nochmals eindeutig klargemacht, was das Tagebuch bereits 2009 verlangt hatte: Eine Insolvenz der Hypo wäre für den Steuerzahler die weitaus günstigste Variante. Schon deshalb, weil dann die Kredite Bayerns an die Hypo nicht mehr zu zahlen wären. Allein dabei geht es um immerhin annähernd drei Milliarden Euro. Aber Liebscher behauptet im „Presse“-Gespräch, dass er das Gutachten nicht kenne. „Es hat mir nie jemand zur Verfügung gestellt. Ich lege auch keinen Wert mehr darauf.“ Augen zu, Ohren zu. Wir wollen von gar nichts wissen. Der Steuerzahler zahlt eh. Punkt. Aus. Man stelle sich einmal vor, jemand in der Privatwirtschaft würde so agieren: Wie viele Jahre wegen Untreue und Insolvenzverschleppung bekäme der?

PS: Ob ein solches Verhalten auch ein Motiv hat? Ein einziges: Das ist die Angst der Politik vor den negativen Schlagzeilen nach einer Insolvenz.

 

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