Militärische Rüstung zwischen Markt und Plan

Autor: Andreas Tögel

Zuckerbrot und Peitsche

Autor: Leo Dorner

Grooming Gangs: Warum die Linke Frauen zum Freiwild erklärt

Autor: Werner Reichel

Österreich gegen Argentinien – ein ungleiches Match

Autor: Andreas Tögel

Feindbild der Linken ist der Reichtum, nicht die Armut

Autor: Andreas Tögel

Die Rückkehr der Apokalypse

Autor: Silvio Pötschner

Weltpolitik vom Unfeinsten

Autor: Leo Dorner

Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf

Autor: Andreas Tögel

IPCC, die Hure der Politik

Autor: Gerhard Kirchner

Von Wölfen, Bären und Muslimen: Wie linker Realitätsverlust Europa zerstört

Autor: Werner Reichel

Alle Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (13 Euro pro Monat/130 pro Jahr) ist jederzeit beendbar und endet einfach durch Nichtzahlung. 

weiterlesen

Reichtum durch mehr Bildung – aber welche?

Lange haben sich Österreichs Universitäten vehement dagegen verwehrt, dass die höheren Ausbildungen in Hinblick auf ihren wirtschaftlichen Nutzen überprüft werden. Heute hat sich ihre Argumentation ins Gegenteil verkehrt. Heute wird vor allem mit dem wirtschaftlichen Nutzen argumentiert, um mehr Geld für die Unis zu fordern. Und nicht mehr mit einem angeblichen Grundrecht. Je höher die Akademikerquote, umso höher das Wirtschaftswachstum, lautet die Botschaft.

Stimmt dieser Zusammenhang – der ja nicht ganz zufällig vor allem von (Uni-)Professoren betont wird –  wirklich so? Ist nicht eine funktionierende Infrastruktur, ist nicht eine bessere qualitative Auswahl der Zuwanderer, ist nicht Deregulierung, ist nicht die Flexibilität des Arbeitsmarktes, sind nicht gute Facharbeiter, sind nicht forschungs- und standortfreundliche Steuern, sind nicht viele Patente, sind nicht ausgeglichene Budgets viel wichtiger und relevanter dafür, ob Österreich seinen Wohlstandsvorsprung halten kann?

Dennoch ist auch bessere Bildung wichtig. Nur ist die Akademikerquote da wirklich nicht der Maßstab. Es gibt beispielsweise keinerlei Beweis oder auch nur Indiz, dass etwa die Kinderbetreuung besser würde, wenn Kindergärtnerinnen statt einer Berufsbildenden Höheren Schule ein langes und teures Studium absolvieren müssen. Im Gegenteil: Dann werden Menschen voller wirklichkeitsfremder Theorien, aber mit deutlich weniger Empathie auf unsere Kleinsten losgelassen werden.

Meine Zweifel am Sinn einer Akademikerquote stiegen noch mehr, als ich dreimal hintereinander Magister diverser geisteswissenschaftlicher Studien auf Sekretariatsposten engagierte. Sie hatten alle eine längere Phase prekärer Beschäftigung bei Projekten hinter sich und waren froh, eine fixe Anstellung zu erhalten, auch wenn dort eine Handelsschülerin ihre Chefin war (die trotzdem in jeder Hinsicht tüchtiger war). Noch mehr stiegen meine Zweifel am volkswirtschaftlichen Sinn eines Akademikerbooms, als ich in Gesprächen mit drei verschiedenen Historikern – durchwegs Magister! – daraufkam, dass sie weder mit den österreichischen Jahreszahlen 1927 oder 1934 noch mit den deutschen Kaisern irgendetwas anfangen konnten.

Was wir im Bildungssystem wirklich brauchen – das hat dieser Tage auch Voestalpine-Chef Wolfgang Eder zu Recht betont –, wären Schulen, die einmal allen Kindern Grunddisziplinen wie Lesen, Schreiben, Rechnen, Pünktlichkeit und Grüßen beibringen. Das wären funktionierende Volksschulen, sodass nicht mehr wie heute sogar schon an AHS(!) rund 30 Prozent der Erstklassler funktionelle Analphabeten sind. Das wären deutlich mehr Techniker und Naturwissenschaftler mit internationalem Spitzenniveau. Das wäre Qualität statt Quantität an den Universitäten.

Aber nur zu rufen „Mehr Geld für die Unis“,heißt lediglich, nur noch mehr von dem nicht vorhandenen Geld in den Bach schütten zu wollen.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung