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Viel Ärger um das liebe Geld drucken

Das Thema Geld bewegte uns auch in dieser Woche in vielfältiger Weise.

Ärgerlich ist die Geld-Gier des ehemaligen blau-orangen Vizekanzlers Hubert Gorbach. Nicht nur Vorarlberg, sondern offensichtlich auch seine Brieftasche ist ihm „too small“ und so machte er sich auf, seine Politikerpension einzufordern – rückwirkend ab dem 57. Lebensjahr. Schlanke 450.000 Euro wären das gewesen, hätte das Land nicht vor ein paar Jahren das Bezügegesetz geändert und dadurch eine derart lukrative Frühpension unmöglich gemacht.

Dass Gorbach jetzt von verletztem Vertrauensschutz und einem Eingriff in seine wohlerworbenen Rechte faselt, ist nicht nur skurril - schließlich war er in jener schwarz-blauen Regierung tätig, die sich als einzige an eine (nach wie vor) bitter notwendige Pensionsreform herantraute, bei der ebenfalls in wohlerworbene Rechte eingegriffen werden musste – allerdings „nur“ in die Rechte der Bürger. Und so hat Gorbach mit seiner Aktion dem Ansehen des Politikerstands (das ohnehin kaum mehr existent ist) einen weiteren bösen Stoß versetzt. Das könnte einem egal sein, hieße es nicht auch, dass sich bald überhaupt kein junger Mensch mit Niveau mehr in die Politik begeben wird. Und das hat böse Folgen für das ganze Land.

Geld ist auch der Stolperstein für Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco. Interessanterweise wird von niemandem angezweifelt, dass sie eine schillernde und erfolgreiche Museumsleiterin war. Dass sie aber mit ihrem Salär von mehr als 260.000 Euro nicht das Auslangen fand, sondern sich auch noch die Reisekosten zwischen dem Kärntner Urlaubsdomizil und Wien ertrickste, ist ein Sittenbild für sich. Und so verliert sie ihren Direktorenposten wegen einer Reihe von Verstößen gegen die Compliance-Regeln des eigenen Hauses – weil sie Ressourcen ihres Museums für private Zwecke nutzte.

Ihr mag das kleinlich vorkommen, korrekt war es nicht. Dass die Affäre ausgerechnet kurz vor ihrer Vertragsverlängerung aufflog, hat sie wohl ihrem berühmt-berüchtigten herrischen Umgang mit ihren Mitarbeitern zuzuschreiben. Und das, obwohl uns doch die eifrigen Genderistinnen immer wieder versprechen, dass Frauen in Führungspositionen ein wunderbares Betriebsklima und absolute Sauberkeit in allen Finanz-Belangen garantieren...

Ums liebe Geld geht es schließlich auch bei dem unsäglichen Vorstoß eines sozialistischen Hinterbänklers, der die Wahlärzte abschaffen will. Unter dem Schlachtruf „Schluss mit der Zwei-Klassen-Medizin“ verlangte er, dass die kranken Kassen kein Scherflein mehr von dem Honorar refundieren sollen, das der Patient bei einem Wahlarzt hinblättern muss.

Als ob dadurch die ärztliche Versorgung besser würde. Die Einsparung wäre auch so gering, dass man damit keineswegs eine so große Zahl von zusätzlichen Kassenärzten finanzieren könnte, dass unser System wieder funktioniert. Die Menschen sind ja bereit, neben ihren hohen Beiträgen zur Sozialversicherung auch noch Wahlarzt-Honorare von 100, 150 Euro zu zahlen, damit sie den unzumutbar langen Wartezeiten auf einen Kassenarzt-Termin entgehen, damit sie sicher gehen können, dass sich der Arzt ausreichend Zeit für sie nimmt und meist auch über eine besser ausgestattete Ordination verfügt als sein Kollege mit Kassenvertrag.

Es gehört schon eine gehörige Portion Menschenverachtung dazu, als Ausweg aus einem Versagen des Gesundheitssystems das Verbot einer Alternative zu propagieren, statt die untätigen Minister der eigenen Partei zu längst überfälligen Reformen aufzufordern. Wundert es da noch jemanden, dass immer weniger Menschen diesen Regierungsparteien vertrauen?

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Frau Lisa von Gessler, hochwohlgeborene Stadträtin zu Graz drucken

Es sind oft kleine Dinge, an Hand derer man exemplarisch eine immer totalitärer  werdende Einstellung der Politik ablesen kann. Wobei die Grünen diesbezüglich weit an der Spitze stehen. Sie behandeln, kaum sind sie in Ämter gekommen, öffentliche Gelder und Entscheidungen als ihre privaten ideologischen Waffen, mit denen sie jeden Andersdenkenden in die Knie zwingen wollen.

Es geht im konkreten Beispiel um eine kleine Subvention von 1500 Euro durch den Grazer Gemeinderat, die der Verein „Klassik4Kids“ erbeten hat. Sein Ziel: Er will Kinder zur klassischen Musik heranholen. Lassen wir offen, ob diese Subvention notwendig ist. Angesichts der vielen Unsinnigkeiten, die sonst von Gemeinderäten zwischen Donau und Mur mit Steuergeld bedacht werden, scheint mir jedenfalls dieses Vorhaben noch zu den relativ sinnvolleren Subventionszielen zu gehören.

Skandalös ist jedenfalls die Begründung, mit der die zuständige grüne Stadträtin in Graz, eine gewisse Lisa Rücker, die Subvention abgelehnt hat. Sie begründet das allen Ernstes mit „Gender Mainstreaming“ und mit „Geschlechtergerechtigkeit“!

Wohlgemerkt: Es geht um klassische Musik! Der Verein will Kinder zu dieser hinführen, was in Zeiten ein sehr lobenswertes Ziel ist, da die Parteien selbst mit Millionen Steuergeldern irgendwelche Popkonzerte veranstalten. Und der Verein hat auch keineswegs angedeutet oder gar angekündigt, nur oder überwiegend Buben anzusprechen.

Dennoch verlangt die Frau Rücker wörtlich: „Mädchen müssen als solche angesprochen werden.“ Erst wenn das in einem neuen Ansuchen geschieht, ist sie bereit, „noch einmal über die Förderung zu reden.“ Sie gab in einer Gemeinderatssitzung auch ganz offen zu, dass sie in gleicher Art auch alle anderen ansuchenden Vereine vor den grünen Phrasen in die Knie zwingen wird.

In Graz müssen jetzt also alle Antragsteller einen Kotau vor der „Geschlechtergerechtigkeit“ machen. Was auch immer diese konkret bedeuten mag. Wahrscheinlich muss jetzt in jedem Antrag fünf Mal „Mädchen“ und „Frauen“ stehen, um Gnade vor den Augen der Dame zu finden. Offenbar muss halt auch ein Veranstalter von klassischer Musik Mädchen als solche „ansprechen“, wollen sie so subventioniert werden wie etwa migrantische Radfahrerinnen. Wie auch immer sich die Dame, die fremde Steuergelder verteilt, das genau vorstellen mag. Bei Geistesriesen wie dieser Frau Rücker wird die geforderte „Ansprache“ freilich sinnlos sein. Bei ihr geht wohl weder klassische Musik noch Vernunft hinein. Da ist alles voll mit verbissener Gender-Ideologie.

Dieser Vorfall erinnert mich lebhaft an die Universitäten im einstigen Ostblock: Dort musste in jeder Dissertation (ob diese nun der klassischen Musik oder der Vermehrung der Maikäfer gewidmet war) eine ausdrückliche Reverenz an den Marxismus-Leninismus enthalten sein. Im Nationalsozialismus wiederum war ein Hitler-Zitat Voraussetzung für die Annahme einer „wissenschaftlichen“ Arbeit. In Schillers „Wilhelm Tell“ gibt es den Gessler-Hut, den jeder Schweizer in Zeiten der Habsburger-Herrschaft demütig zu grüßen hatte. Maria Theresia wiederum ließ den Sakramentenempfang der Schulkinder kontrollieren.

Mag sein, dass sich die Grünen, die in ihrer Jugend von revolutionärer Durchlüftung und „Freiheit für Vietnam“ (was freilich in Wahrheit schon damals kommunistische Diktatur bedeutet hat) geschwätzt haben, in dieser Gesellschaft wohlfühlen. Mit Demokratie, Rechtsstaat oder gar Freiheit hat das Verhalten der Grünen jedenfalls ganz sicher gar nichts zu tun. Das ist nur totalitärer Gesinnungsdruck.

 

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Fragen Sie Ihren Arzt drucken

„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“. Im Rekordschnellsprechtempo heruntergelispelt quält dieser Satz alltäglich mehrfach alle jene, die noch fernsehen. Dabei ist dieser Satz ja im höchsten Maße politisch unkorrekt. Er müsste gerade von jenen Menschen, die solche Sätze als angeblich zwingend notwendig durchgesetzt haben, dringend ergänzt werden. Motto: Wenn schon Schwachsinn, dann bitte um den kompletten.

Das Frauenministerium (wo auch immer es gerade zur Stunde angedockt ist) sowie die zahllosen ebenso hochbezahlten wie überflüssigen Gleichstellungsbeauftragt*_innen (oder wie sie sich sonst gerade schreiben) und erst recht die sich progressiv vermehrenden Genderprofessor*_innen (welche wirre Theorien ohne jede Wissenschaftlichkeit sie auch sonst immer verzapfen) hätten dringenden Handlungsbedarf.

Denn in diesem Spruch, der nach jeder Werbung für ein Wässerchen oder eine Homöopathie-Pille ertönt, fehlen die Ärztinnen und Apothekerinnen! Unglaublich! Das ist ja lebensgefährlich! Und so etwas ist der alljährlich Millionen Steuergeld verschlingenden Genderlobby noch nicht aufgefallen.

Und auch nicht dem ORF. Dabei wird dort seit der Ära Wrabetz ja – wohl zur Eskalation der Hörer- und Seher-Vertreibung – munter gegendert. Gemäß der sich unter Wrabetz im ORF ausgebreitet habenden Genderlogik sind ja „Apotheker“ nur noch jene Wesen, die sich (derzeit) für das männliche Sozialgeschlecht entschieden haben. Alle anderen nicht. Die Zeiten, da intelligente Menschen noch zwischen grammatikalischem und sexuellem Geschlecht unterschieden haben, sind ja zumindest im Wrabetz-ORF vorbei.

Daher muss die Genderpolizei unbedingt diesen Spruch erweitern auf: „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin“.

PS: Und wenn wir schon politisch korrekt reden, dann müsste ja auch der Ausdruck „die Packungsbeilage“ gegendert werden. Eine solche Beilage könnte sich ja nach der Logik der Genderterrorist*_innen auch für das männliche Geschlecht entschieden haben. Daher ist es eine schwere Frauendiskriminierung, wenn all die grauslichen Dinge, die in Packungsbeilagen stehen, immer nur auf einem Zettel mit weiblichem Geschlecht stehen.

PPS: Weil wir gerade dabei sind, noch ein anderes Gender-Thema: Im Bundesdienst ist in den höchsten Gehaltsstufen der Frauenanteil auf über 34 Prozent gestiegen. Das hat vielerorts feministische Begeisterung ausgelöst, aber auch Rufe „Noch immer viel zu wenig“. Mir ist ja die Quote egal. Aber was mich entsetzt, ist der Umstand, dass keine einzige Redaktion gefragt hat: „Ist dadurch der Bundesdienst besser, effizienter, bürgernäher, sparsamer geworden – oder etwa gar schlechter?“ Offenbar wohlweislich im Wissen um die Antwort hat keiner der Jubler diese – in Wahrheit einzig entscheidende – Frage gestellt.

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"Fakten helfen!" - Was denn sonst? drucken

Abtreibung ist immer eine absolute Krise – nicht nur für das Ungeborene, sondern auch für die betroffene Frau. Und doch gibt es in Österreich keine Informationen über Häufigkeit oder Motivation. Was in allen anderen europäischen Ländern außer Luxemburg[1], und zwar völlig unabhängig davon, wie liberal oder konservativ die Abtreibungsgesetze sind, ganz normal ist, wird im österreichischen Parlament am 30. Juni 2016 in einem Hearing behandelt werden.

Die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ fordert den Nationalrat auf, die gesetzlichen Grundlagen für folgende 2 Anliegen zu schaffen:

  1. „eine bundesweite, anonyme Statistik über Schwangerschaftsabbrüche und deren jährliche Veröffentlichung sowie
  2. die regelmäßige wissenschaftliche und anonyme Erforschung der Gründe für Schwangerschaftsabbrüche als Basis für Prävention und bedarfsgerechte Hilfen.“[2]

Es geht hier nicht um eine bestimmte Ideologie, Weltanschauung oder persönliche Befindlichkeit, sondern einzig und allein darum, anonymisierte Fakten zu sammeln, um entsprechend handeln zu können. Ohne konkrete Zahlen kann man nicht wissen, wie viele Frauen tatsächlich betroffen sind. Und ohne die Ursachen zu kennen, kann man keine wirksame Hilfe oder Unterstützung anbieten.

Noch ist es nicht zu spät! Bis 29. Juni 2016 haben alle österreichischen Staatsbürger ab dem Alter von 16 Jahren die Möglichkeit, auf der Parlamentshomepage online zu unterzeichnen. Bitte nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit, um eine Enttabuisierung dieses sehr heiklen und stark emotional besetzten Themas durch eine wissenschaftliche Herangehensweise einzufordern.

Den Link zur Parlamentshomepage und weitere Informationen finden Sie auf www.fakten-helfen.at .

Birgit Friedrich hat Anglistik und Musikerziehung studiert, anschließend unterrichtet und ist momentan in unbezahlter Karenz, weil ihr Mann und sie der Meinung sind, dass es für ihre drei Kinder gut ist, wenn sie nach ein paar Stunden Kindergarten oder Schule wieder nach Hause kommen können.

Fußnoten:

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Marsch für die Familie 2016 - Bericht eines Mitveranstalters drucken

Im Vorfeld des heurigen Marsches für die Familie wurde ich gefragt, ob dieser tatsächlich zur selben Zeit wie die „Regenbogenparade“ und in unmittelbarer Nähe zu ihr stattfinden müsse und ob man das nicht woanders machen könne. Die Antwort ist Nein. Man muss (wenn irgendwie möglich) die Wahrheit dort bezeugen, wo die Lüge zelebriert wird. – Und das wurde gemacht.

Der von Rechtsanwalt Dr. Alfons Adam (Pro Vita – Verein für Menschenrecht auf Leben) ins Leben gerufene und heuer bereits zum fünften Mal durchgeführte Marsch für die Familie, ein Widerspruch gegen die „Regenbogenparade“, war mit etwa 200 Teilnehmern nur halb so gut besucht wie der Marsch im Vorjahr.

Ein Grund für die Halbierung war wohl der Marsch für Jesus beziehungsweise dessen Abschlußfest am Heldenplatz, das ungefähr um dieselbe Zeit wie der Marsch für die Familie begann. Einige Teilnehmer des Marsches für Jesus stießen zwar aufgrund der gemeinsamen Anliegen zu unserer Veranstaltung. Aber natürlich hatte die viel größere Veranstaltung mit 15.000 bis 18.000 Teilnehmern potentielle Mitstreiter abgezogen.

Ein anderer Grund für die verringerte Teilnehmerzahl ist sicher das verschärfte Klima der Einschüchterung gegen nicht-linke Manifestationen: Immerhin wird der Steinwurf auf die Teilnehmer der Demonstration der „Identitären“ eine Woche zuvor von der Polizei als Mordversuch gewertet. Lügenhafte Medienprodukte hatten den Marsch in Zusammenhang mit Faschismus und Antisemitismus gebracht – warum auch immer.

Wie aus Gesprächen hervorging, hatten potentielle Teilnehmer daher vor allem um ihre Kinder Angst. Daher waren ausgerechnet bei einem „Marsch für die Familie“ leider auch wenige Familien und wenige Kinder zu sehen.

Schließlich ist es ein Erfahrungswert, dass sich bedauerlich viele Zeitgenossen der aktuellen Problematiken nicht bewusst sind. Es ist tragisch, dass so viele Eltern keine adäquaten Vorstellungen vom laufenden Kampf um ihre Kinder haben. Von den kirchlichen Amtsträgern hört man auch kein Wort.

Allerdings wurde dieses Jahr mit der professionellen Bühne ein höherer Grad an Wirksamkeit erreicht. Die Tontechnik trug die Botschaft weit über den Albertinaplatz. Wie man Medienberichten entnehmen kann, wurde der Marsch durchaus registriert und dessen Anliegen im großen und ganzen richtig wiedergegeben.

In Anbetracht der Umstände muß man die Veranstaltung daher als Erfolg bezeichnen. Es handelte sich zwar um keinen gesellschaftspolitischen Durchbruch und keine Massenmobilisation, aber wiederum wurde hörbar gegen Zwangssexualisierung an den Schulen, staatlich verordnete Genderideologie, Familienzerstörung und den Mord an ungeborenen Kindern aufgetreten. Wiederum hatte eine kleine Gruppe den Mut, öffentlich einer politisch oktroyierten „Regenbogenparade“ mit ihren vielen Teilnehmern und ihrer suggestiven Propaganda zu widersprechen.

Flexibilität im Organisatorischen – Klarheit in der Botschaft

Aufgrund administrativer, polizeilicher und vermutlich politischer, aber hier nicht näher zu analysierender Umstände konnte der ursprüngliche Plan, vom Stephansplatz zur Albertina zu marschieren, nicht umgesetzt werden. Daher entschied man sich für eine Standkundgebung vor dem Brunnen bei der Albertina, der ein kurzer Umzug zum Palais Lobkowicz und über Führichgasse und Tegetthoffstraße zurück zur Bühne mit den Abschlussstatements folgte.

Aus Platzgründen nur summarisch:

Die Hauptredner waren wie im Vorjahr Dr. Ján ?arnogurský, Ministerpräsident der Slowakischen Republik a. D., Chorepiskopos Dr. Emanuel Aydin von der Syrisch-orthodoxen Kirche in Österreich und Dr. Marcus Franz, Facharzt für Innere Medizin und Abgeordneter zum Nationalrat. Neu dazugekommen war der ehemalige Sprecher von PEGIDA Österreich, Georg Immanuel Nagel. Mag. Christian Zeitz vom Wiener Akademikerbund gab als Mitveranstalter ebenfalls eine Stellungnahme und leitete durch das Programm. Graf Peter zu Stolberg-Stolberg verlas die Grußworte von Stadträtin Ursula Stenzel, die sich angesagt hatte, aber aus privaten Gründen doch nicht kommen konnte.

Danach sprach der emeritierte Universitätsdozent für Anatomie Dr. Johann Wilde von der Plattform Ärzte für das Leben. Er erzählte, dass er als Student Augenzeuge der grauenhaften Abtreibung eines ungeborenen Kindes im fünften Monat werden musste. Das Kind wurde per Kaiserschnitt geholt und in einer Nierenschale sterben gelassen. Da in diesem Alter der Stimmapparat ausgebildet ist, wimmerte das Kind, bis es starb. Das motivierte ihn, sich gegen die Abtreibung einzusetzen.

Das ist die Realität der Abtreibung, nicht die abstrakten Phrasen irregeleiteter Ideologen!

Die Veranstaltung schloss mit dem Segen des aus dem Kärntnerischen Moosburg mit einer Gruppe angereisten Pfarrers und Dechanten GR Mag. Josef Scharf.

Widerspruch aus dem Schlund der Hölle: Lügen, Beschimpfungen, Blasphemien

Charakteristisch für unsere Zeit ist die Tatsache, daSs man eine Kundgebung für das Normale, Schöpfungsgemäße und Selbstverständliche nur unter massivem Polizeischutz durchführen kann. Diejenigen, die seit Jahrzehnten die Gesellschaft revolutionieren, haben erreicht, dass sich junge (und nicht mehr so junge) Leute als Gegendemonstranten missbrauchen lassen – und sich dabei zum Narren machen. Das Verhalten dieser Leute wirkt ferngesteuert, programmiert und indoktriniert, manchmal zombiehaft.

Die Menschenwürde wird bekanntlich durch würdeloses Verhalten beschädigt, damit auch die Selbstachtung. Daher sind solcherart beeinflußte Menschen leicht zu steuern.

Andererseits hat man den Eindruck, dass unsere Gegendemonstranten und Störer auch nach etwas suchen. Vielleicht spüren sie – oder doch zumindest einige von ihnen –, dass sie in einer Lüge leben. Der Ausweg aus diesem beklemmenden und deprimierenden Lebensstil wäre die Wahrheit, die sie vielleicht unbewusst wiederum bei unserer Kundgebung zu finden erhofften.

Bizarr ist auch das lügenhafte Schwingen der Nazi-Keule. Auf der Netzseite der „Sozialistischen Linkspartei“, einer fanatischen trotzkistischen Gruppe, äußerte man im Vorfeld die Vermutung, dass wir sicher auch das Denkmal des straßenwaschenden Juden am Albertina-Platz schänden würden:

„Das sind keine harmlosen Spinner, sondern da nehmen auch gewaltbereite Rechtsextreme und Neonazis, Holocaustleugner und Antisemiten teil. Es droht nicht nur eine Schändung des Denkmals, sondern auch Übergriffe auf all jene, die die Rechte von Frauen, LGBTQ-Personen und Nicht-ChristInnen verteidigen.“

Vielleicht liegt hier ein psychiatrisches Problem vor.

Wie auch immer es sich damit verhält – klar ist, woher letztlich der Widerspruch gegen die Schöpfungsordnung und gegen die, die sie verteidigen, kommt, nämlich „aus dem Schlund der Hölle“, wie Christian Zeitz bei seiner Ansprache zutreffend formulierte.

Die ausgespieenen Blasphemien und Verhöhnungen des Heiligen lassen ihren Ursprung ohne weiteres erkennen.

Widerstand leisten, wo es nötig ist

Es war richtig und wichtig, den Widerspruch in der Nähe der Lüge zu artikulieren: Der Feminismus ist eine Lüge. Die Homosexualität ist eine Lüge. Die Genderideologie ist eine Lüge. Nur die Wahrheit macht frei.

Nur die Wahrheit kann auch politische Freiheit garantieren.

Diese zu verteidigen, ist jedes Opfer wert. Am besten wäre es, wenn der Marsch für die Familie nicht mehr nötig wäre.

Die Reden und weitere Filmberichte finden sich auf: https://gloria.tv/Marsch%20f%c3%bcr%20die%20Familie%2c%20Wien

MMag. Wolfram Schrems, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist, Mitveranstalter des Marsches für die Familie 2016 www.marschfuerdiefamilie.at

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Historisches EGMR-Urteil kontra Schwulenehe drucken

Es ist das wichtigste Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte seit vielen Jahren. Es wird aber seit fast einer Woche von den österreichischen Medien verschwiegen. Aus Dummheit oder Absicht? Das Urteil ist jedenfalls historisch. Denn es erklärt, dass die Einführung der Schwulenehe keineswegs menschenrechtlich geboten ist. Das aber zieht der gesamten, die medialen Stammtische und den Verfassungsgerichtshof dominierenden Argumentation der Linken  den Boden unter den Füßen weg.

Die in Österreich von der Koalition beschlossene Schwulenverpartnerung und die Freigabe der Adoption fremder Kinder durch homosexuelle Pärchen kann damit künftig in keiner Weise mit den Menschenrechten begründet werden. Dabei war genau das die einzige und ständige Argumentationslinie bei diesen Schritten.

Diese Kinderadoption durch Schwule ist ja sicher die übelste Folge dieser Fehlentwicklung, weil sie die Rechte eines unschuldigen Kindes betrifft. Diese Adoptions-Frage ist vom Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) allerdings – noch – nicht als eigenes Thema behandelt worden.

Ebensowenig hat er sich bisher mit dem zweiten skandalösen Aspekt der Schwulenehe befasst: Das ist die Tatsache, dass in Österreich wie in einigen anderen europäischen Ländern schwule Partner seit Einführung der Verpartnerung einen Anspruch auf eine Witwenrente haben. Obwohl sie dafür nie etwas ins Versicherungssystem einbezahlt haben. Obwohl die einzige Rechtfertigung des Erhalts einer lebenslangen Witwenrente auf Kosten der Allgemeinheit auch bei normalen Ehen nur in der (gesellschaftlich wichtigen) Aufzucht von Kindern liegen kann. Es gibt keine andere Begründung, warum wir alle viel Geld für Witwenrenten zahlen müssen – es sei denn, der Staat hätte das Recht, seine Bürger willkürlich zu Sklavenarbeit zugunsten anderer zu zwingen.

Entsprechend kann übrigens auch bei kinderlosen Ehepartnern die Auszahlung einer Witwenrente absolut nicht gerechtfertigt werden (das war nur historisch nicht so aufgefallen, weil einst fast alle Ehen in Kindern gemündet haben). Es wird jedenfalls spannend, wie eines Tages der EGMR zu den Witwenrenten – die ja seit einigen Jahren auch männliche Witwer kassieren dürfen – urteilen wird.

Allerdings kann eine normale Ehe zumindest prinzipiell zu Kindern führen. Daher gäbe es wenigstens für die normale Witwenrente auch bei Kinderlosen ein – wenn auch recht artifizielles – Argument. Bei schwulen Partnerschaften fällt hingegen auch diese Rechtfertigung weg. Dennoch geben sie seit Faymann/Pröll dem Überlebenden das Anrecht, bis zum eigenen Tod auf Kosten der restlichen Bevölkerung zu leben. Moralisch ist das eine grundlose Bereicherung. Auch schon deshalb, weil bei schwulen Partnern ja beide problemlos arbeiten und eigene Pensionsansprüche erwerben können. Könnten. Denn es gibt etliche Partnerschaften älterer Karrieremänner mit jungen willigen Knaben aus Asien, die keiner geregelten Arbeit nachgehen.

Aber zurück zum Fall, über den der EGMR in Straßburg nun als allerletzte „Instanz“ entschieden hat (ich weiß schon, rein formalrechtlich ist er keine Instanz, aber hier geht’s um Wichtigeres als juristische Erbsenklauberei).

Es geht um ein französisches Paar namens Stéphane Chapin und Bertrand Charpentier. Ihr Fall hat sich über mehr als ein Jahrzehnt gezogen. Sie hatten sich durch alle französischen Instanzen durchgeklagt und das Recht auf Eintragung ihrer Verheiratung in das offizielle französische Personalregister verlangt. Das war in Frankreich von den meisten Instanzen jedoch abgelehnt worden.

Und nun hat das auch der EGMR abgelehnt. Das deckt sich zwar auch mit viele Jahre zurückliegenden früheren Entscheidungen des Gerichtshofs. Das ist aber angesichts der Hysterisierung der Thematik in den letzten Jahren und des lauten Drucks von schwulen Pressure Groups besonders wichtig.

Verbot der Schwulenehe ist keine Diskriminierung

  • Der EGMR hält fest, dass das „Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens“ durch das Verhalten der französischen Behörden nicht verletzt wird. (Artikel 8 der Menschenrechtskonvention: „Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz.“)
  • Weiters hält er fest, dass auch das „Diskriminierungsverbot“ des Artikels 14 kein Recht auf Schwulenehe gibt. (Dieser lautet: „Der Genuss der in dieser Konvention anerkannten Rechte und Freiheiten ist ohne Diskriminierung insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder eines sonstigen Status zu gewährleisten.“)
  • Ebenso hält er schließlich fest, dass durch das französische Verhalten auch das „Recht auf Eheschließung“ nicht verletzt wird. Genau das steht ja eigentlich ohnedies schon ausdrücklich im Artikel 12 der EMRK: „Männer und Frauen im heiratsfähigen Alter haben das Recht, nach den innerstaatlichen Gesetzen, welche die Ausübung dieses Rechts regeln, eine Ehe einzugehen und eine Familie zu gründen."

Aber der österreichische VfGH liest diese Artikel irgendwie anders (oder gar nicht – weil dort haben ja die Ideologen und nicht mehr die Juristen das Sagen).

Es ist jedenfalls erfrischend und erleichternd, von allerhöchster juristischer Stelle zu hören, dass „Männer und Frauen“ auch wirklich Männer und Frauen sind. Und sonst nichts. Das klingt angesichts des in letzter Zeit akkumulierten Schwachsinns aus dem Munde österreichischer Politiker, Verfassungsrichter, mancher Bischöfe und linker Journalisten fast schon mutig. Obwohl es eigentlich eine logische Selbstverständlichkeit ist.

Der EGMR hat einstimmig gehandelt

Noch erfrischender ist, dass dieses Erkenntnis des Menschrechtsgerichtshofs einstimmig gefallen ist! Es gibt damit absolut keine Perspektive, dass sich diese Judikatur in den nächsten Jahrzehnten ändern wird.

Damit hat die EGMR wieder einmal absolut historische Bedeutung errungen. Das Straßburger Gericht kann ja auch noch in einer anderen Hinsicht nicht hoch genug gepriesen werden: Er ist der einzige Garant der Meinungsfreiheit. Das wird gerade für Österreich immer wichtiger.

Zum Unterschied vom EGMR (der ja älter ist als die EU/EG/EWG und mit dieser absolut nichts zu tun hat!) versuchen die EU und auch der österreichische Gesetzgeber – zuletzt im Vorjahr unter Justizminister Brandstetter, der offenbar um die Bezeichnung „Metternichscher Zensurminister“ rittert, – die Meinungsfreiheit ständig weiter einzuschränken. Etwa durch den neuen Verhetzungsparagraphen. Wegen dessen Verletzung schleppt Brandstetters Staatsanwaltschaft Hand in Hand mit den Grünen, die fast Tag und Nacht einschlägige Anzeigen produzieren, jetzt munter zahllose Staatsbürger vors Strafgericht. Ihre Taten, auf denen unter Umständen jahrelange Haft steht, waren lediglich irgendwelche unkorrekten Äußerung in irgendeinem Internet-Forum.

Dieses eines freien Rechtsstaats unwürdige Verhalten der heimischen Justiz wird mit großer Wahrscheinlichkeit am EGMR zerschellen. Freilich: Das wird wohl zehn Jahre dauern, so wie im Fall des französischen Paares, das nun ohne Registereintragung künftig wohl ein total freudloses Leben fristen muss. Aber so lange brauchen die Straßburger Mühlen meist auch in anderen Fällen. Sie sind durch Tausende Verfahren gegen die russischen Diktatur-Maßnahmen heillos überlastet.

Hinter diesen beiden großen Leistungen des EGMR verblassen alle Kritikpunkte, die man da und dort haben muss (etwa in der Asylfrage).

Was heißt das Straßburger Urteil aber nun für Österreich? Es heißt NICHT, dass die schwule Verpartnerung und die weiteren Pro-Schwulen-Gesetze automatisch aufgehoben werden. Soweit wird der EGMR wohl nicht gehen, dass er die Länder dazu zwingt. Das Urteil heißt aber sehr wohl, dass die gesamte Argumentationslinie des VfGH, der immer vorgegeben hat, seine pro-Schwulen Judikatur wäre durch die Menschenrechtskonvention geboten, wie ein Kartenhaus in sich zusammengestürzt ist. Denn auch der VfGH ist an die Judikatur des EGMR gebunden!

Das Absurde ist: Die ÖVP hat dem rotgrünen Druck in Sachen Schwulen mit einer einzigen, ständig wiederholten Argumentation nachgegeben: Bevor uns die Gerichte dazu zwingen, machen wir halt – wenn auch widerwillig – gleich selber solche Gesetze.

Seit voriger Woche kann man über diese Argumentation nur noch lachen – wäre es nicht so schwierig, gesetzgeberische Fehlentwicklungen wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

PS: Das komplette Schweigen der österreichischen Medien zu diesem EGMR-Erkenntnis hängt wohl mit der APA zusammen, die sich in den letzten Jahren extrem weit nach links entwickelt hat. Von der aber die meisten Medien in ihrer finanziellen Not immer direkter abschreiben und abhängen. Es hätte sicher Medien gegeben, die über dieses wegweisende Urteil berichtet hätten, hätten sie überhaupt davon erfahren (österreichische Korrespondenten in Straßburg gibt es ja keinen). Freilich sind die Medien nicht nur Opfer dieser Linksentwicklung der APA. Sie sind auch selbst mitschuld daran. Denn sie zahlen der APA weiterhin teuer für deren immer schlechter werdenden Dienste. Sie sind teilweise auch deren Miteigentümer (Haupteigentümer ist der ORF, der natürlich keine Probleme mit der linken Einseitigkeit der APA hat). Aber sie ignorieren vorerst diese und viele andere Fehlleistungen in der APA.

PPS: Apropos APA: Bei der letzten Arbeiterkammerwahl haben in den Medien rote, rotrote und grüne Listen in allen Medien mehr als zwei Drittel der Stimmen errungen – den weitaus höchsten Prozentsatz haben die linken Listen aber in der APA errungen. Dementsprechend schaut sie heute aus.

PPPS: Das Aktenzeichen der vorerst nur in Französisch vorliegenden Entscheidung des EGMR 40183/07.

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Internationaler Biologenkongress: "Gender-Theorie ist Pseudowissenschaft" drucken

Wenig ist medial die Tatsache durchgedrungen, dass sich einige tausend Biologen in San Jose, Kalifornien, versammelt haben. Als Schlussresolution wurde die Gender-Theorie bzw. Gender-Studien als Pseudowissenschaft zurückgewiesen.

Als Teilnehmer hat nun Univ. Prof. Dr. Ulrich Kutschera (Kassel, Deutschland, und Stanford-University, Kalifornien) die erste große biologische wissenschaftliche Studie zur Widerlegung der Gender-Theorien im Spätwinter 2016 im deutschen Sprachraum als Buch herausgegeben. Als „Paradoxon“ bezeichnet er die vielen inneren Widersprüche der Gendertheorie gegenüber der seriösen Wissenschaft.

  1. Der große Erfolg des Gendermainstreamings (GM) verdankt sich der für Laien vorgegebenen Ansicht, dass GM dazu da sei, „die Gleichstellung von Mann und Frau zu fördern.“ Die Gendertheorie ist aber etwas ganz anderes.
  2. Zusammenfassend seien wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse der Biologie dargestellt (damit man nicht unbedingt ein Buch mit 445 Seiten lesen muss): Die gesamte biologische Forschung seit Charles Darwin bis zu den letzten Entdeckungen der wissenschaftlichen Biologie auf diesem Gebiet (2005) ergibt ein eindeutig, völlig klares und biologisch unwidersprochenes Bild: Sie alle widerlegen in ganzer Breite die Gender-Theorie.

„Das Fundamental-Dogma aller Gender Studies ist die Annahme, das Geschlecht des Menschen sowie andere gesellschaftliche Phänomene würden `sozial konstruiert` werden.“ Nochmals anders gesagt: Die unbewiesene, aber umso häufiger nachgebetete, Grund-Annahme der Gender-Theorie besagt, dass bei der Geburt eines Menschen das Geschlecht keinesfalls feststehe, sondern je nach sozialer-kultureller Erziehung erst dann zu einem Buben/Mann oder Mädchen/Frau „konstruiert“ werde. Die harten Genderisten behaupten sogar, dass die bei der Geburt eindeutig sichtbaren primären Geschlechtsmerkmale gesellschaftlich-historisch entstanden seien. Die weichen Genderisten behaupten, dass zwar sichtbare Unterschiede bei der Geburt vorhanden wären, aber dann beliebig verschiedene Geschlechter werden können.

2.1 Dagegen der eindeutige biologisch-wissenschaftliche Befund: Von der Befruchtung zur Zygote bis zur 6. Woche des Embryo ist das Primärgeschlecht weiblich. Erst durch kompliziert ablaufende chemische Vorgänge im Embryo tritt bei etwa der Hälfte das Hormon Testosteron zutage und bewirkt unwiderruflich die Entstehung eines winzigen Buben. Dieses Wachstum zu einem Mann ist von Natur aus nicht mehr veränderbar. Über 99% aller geborenen Babys seien entweder Buben oder Mädchen. Weniger als 1% seien durch einen Fehler der Natur (diese gibt es überall) Zwitter, wissenschaftliche genannt „Hermaphroditen“. Dies sei aber keine tolle neue Möglichkeit, sondern durch den Fehler der Natur ein leidvoller Lebensweg.

2.2. Alle Körperzellen eines Mannes sind XY-Chromosomen, alle Zellen einer Frau XX-Chromosomen, für immer. Das Gehirn von Mann und Frau erweist die Gehirnforschung als klar unterschieden und dessen Folge sind die verschiedenen Schwerpunkt-Fähigkeiten von Mann und Frau. 2005 eine revolutionäre Entdeckung: bisher meinte man die Gene von Mann und Frau seien nur 0,5% verschieden. Dann der Nachweis, dass sie 1,5% verschieden sind (die Genderisten nehmen diese Tatsache bis heute nicht zur Kenntnis).

Als Laie könnte man meinen, dass sei unerheblich. Aber in der Biologie ist das revolutionär und ein Unterschied von Welten. Denn die dem Menschen genetisch nächstähnliche Tierart(Schimpanse) ist ebenfalls 1,5% vom Menschen verschieden.

Die vielen Charakter-Unterschiede zwischen Mann und Frau auf verschiedenen Ebenen sind statistisch und wissenschaftlich erhärtet. Einige biologisch erforschte Durchschnittsunterschiede: verschiedene Interessen bei manchen Berufen, verschiedene Behaarung, verschiedene Körperfettmasse von Anfang an, die durchschnittlich verschiedene Körpergröße, die durchgängig verschiedenen geschlechtsspezifischen Hormone, die höhere Grundstoffwechselrate beim Mann, mehr Muskelmasse beim Mann, Barr-Körper bei den Spermien, das Mosaik-Gewebe der Frau, und das wichtigste: der Sexual-Dimorphismus beim Menschen.

2.3. Der Sexual-Dimorphismus (Zweigeschlechtlichkeit) setzte vor 500 Millionen Jahren in der Evolutionsgeschichte ein und brachte einen entscheidenden Vorteil: während andere Fortpflanzungsarten (Selbstklonung…) leicht zum Absterben von Arten führten, brachte die zweigeschlechtliche Fortpflanzung eine viel höhere Anpassungsmöglichkeit der diversen Tierarten und bewahrte sie vorm Aussterben. So ist auch die Menschengattung evolviert als Mann und Frau, vor rund 2 Millionen Jahren sehr erfolgreich entstanden. Die Grundthese der Gendertheorie, dies alles sei kurzfristig durch die Gesellschaft konstruiert worden, wirkt deshalb einfach lächerlich.

  1. Kurz zur Entstehung der Gender-Theorie: Der US-Soziologe und Erzieher Dr. John Money behauptete ohne jeglichen Nachweis (1958), dass das Geschlecht nach der Geburt problemlos formbar und gewählt werden könne. Der pädophil-aktive Money brachte einen sogenannten Nachweis mit einem furchtbar endenden Experiment: Verzweifelte Eltern von eineiigen Zwillingsbrüdern wandten sich 1965 an Prof. Money, weil bei einem Buben, Bruce Leimer, bei einer Vorhautbeschneidung der ganze Penis verbrannt wurde. Money ließ ihn als Mädchen erziehen, weibliche Hormone spritzen, eine Vagina einoperieren usw. Trotz ständiger Kontrolle (und vermuteten pädophilen Missbrauch durch Money) fühlte sich Bruce als Mann. Schwer geschädigt beging er als Erwachsener Selbstmord. Ein Jahr darauf wegen tiefen Kummer darüber auch sein Zwillingsbruder.

Trotzdem verkaufte Money sein Experiment als Beweis seiner Gendertheorie. Judith Butler, eine lesbische Sprachwissenschafterin in den USA, übernahm 1995 in ihrer inzwischen als Gender-Bibel angesehenen Schrift „Unbehagen der Geschlechter“, die These von Money.

3.1. Durch massive Lobbyarbeit wurde ohne irgendeine parlamentarische Entscheidung in vielen westlichen Ländern die Gendertheorie eingeführt und durch ungeheuer viel Geld gepusht (in Deutschland gibt es rund 200 Lehrstühle für Genderstudies). Die Regierungen drücken ohne Befragung der Bevölkerung im Gendermainstreaming diese Sichtweisen durch und es ist inzwischen Tabu, auch nur irgendeine sachliche Kritik anzumelden.

  1. Prof. Kutschera ist als strammer Atheist (die evangelikalen Fundamentalisten setzten ihm sehr zu, weil er ihrer Ideologie, dass das Universum erst 6000 Jahre alt sei, widersprach) ist christlich völlig unverdächtig. Durch seine Veröffentlichung stützt er aber die klaren Verurteilungen des Gendermainstreamings durch Papst Franziskus („dämonisch“) und verschiedener Bischofskonferenzen (wie Polen, Slowakei, Portugal). Leider ist dies im deutschen Sprachraum noch nicht erfolgt.
  2. Als Theologe und katholischer Pfarrer hätte ich im Studium der christlichen Anthropologie nie gedacht, dass die biblische Sichtweise, dass Gott den Menschen als Mann und als Frau erschuf, einmal auch eine Glaubenssache werden könnte. Zu evident ist der Unterschied zwischen Mann und Frau und die Tatsache, dass der Mensch so verfasst ist. Ich dachte immer, es braucht keinen christlichen Glauben dafür, denn alle Kulturen der Menschheit haben immer Mann und Frau als Grundgegebenheiten der Natur/Schöpfung gesehen. Dass dies im 21.Jahrhundert auf einmal alles falsch sein soll und die Politik sich angestrengt nach dieser Ideologie richtet und damit enorme Geldsummen vertut, aber noch mehr Schaden über Kinder bringt, das hätte wohl vor 70 Jahren niemand für möglich gehalten.

(Ulrich Kutschera, Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen, Lit-Verlag Dr. W. Hopf, Berlin 2016, ISBN 978-3-643-13297-0) 
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Mag. Franz Spaller, CRL, Stift St. Florian

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Widerstand wirkt (solange er nicht nachlässt) drucken

Dieser Blog und viele andere (vor allem Eltern-)Initiativen haben es – vorerst – geschafft: In Wien konnte eine schwule Propagandwelle in den Schulen verhindert werden. Im Salzburg Bildungsbetrieb hingegen konnte eine andere ungute Aktion – ebenso vorerst – nicht gestoppt werden.

In Wien sind auf Grund der Proteste 3500 schon seit Oktober fertige Plakat- und Postkartensujets, die in Schulen aufgehängt und verteilt werden sollten, nicht aufgehängt und verteilt worden. Sie hätten die Schüler mit solchen Sprüchen indoktrinieren sollen wie: „Die Eltern sind zwei Väter“, „Frau Lehrerin hat eine Frau“ oder: „Sie ist in ein Mädchen verliebt“. Die Initiative war von einem Verein ausgegangen, der vorgibt „schwule, lesbische, bi & trans*“ Lehrer zu vertreten. Sie ist jedenfalls vom roten Stadtschulrat erlaubt worden. Aber kein Direktor hat es gewagt, oder gewollt, diese Aktion in seiner Schule auch umzusetzen.

Das ist ein Sieg des Bürgermuts vor schwulen-genderistischen Ideologenthronen. Freilich, dieser Etappenerfolg ist alles andere als ein endgültiger. Denn jetzt gibt es zwei Jahre keine Wahlen. Denn schon seit längerem wird in Österreich wie in Deutschland über diverse Schulbücher versucht, schwule und Gender-Propaganda unterschwellig oder auch schon direkt an die Kinder und Jugendlichen zu bringen. Diese sind ja ein ganz besonders beliebtes Ziel einschlägiger Aktivitäten. Obwohl oder weil sie in einem noch stark prägungsfähigen und Orientierung suchenden Alter sind.

Auf eine andere einschlägige, ganz besonders üble Aktivität hat mich jetzt ein Salzburger Lehrer aufmerksam gemacht. Bei der Lehrerfortbildung der PH Salzburg werden Unterlagen verwendet, in denen die Pädagogen aufgefordert werden, die eigenen Kollegen und Schüler bezüglich ihrer sexuellen Orientierung „unter die Lupe zu nehmen“. Dabei werden „heterosexuell“, „homosexuell“ und „transgender“ als Möglichkeiten angeboten. Der Auftrag, den man wohl auch als Anstiften zum Spionieren im Privatleben anderer bezeichnen kann, interessiert sich unter vielem anderen etwa auch dafür, ob Kollegen „aus armen Verhältnissen“ kommen oder ob sie Gewerkschaftsmitglieder sind…

Ob sich der Gesetzgeber einen solchen Schmarrn vorgestellt hat, als er die Lehrerfortbildung immer stärker zur Pflicht gemacht hat?

Wie der Leser schreibt, stammen diese inquisitorischen Methoden vor allem von einer gebürtigen Amerikanerin, die Liebkind der jetzt geschassten Ministerin war, die aber bis auf ein zweijähriges Praktikum in Österreich noch nie unterrichtet hat. Sie lebt von einschlägigen steuerfinanzierten Aufträgen des Unterrichtsministeriums und der (diesem unterstehenden) Pädagogischen Hochschulen.

Ganz unabhängig davon, auch ob die neue Ministerin so wie ihre Vorgängerinnen (neben einer ständigen Niveausenkung der Bildungsqualität durch linke Antidiskriminierungs-Rhetorik) die schwul-genderistische Propaganda zu ihren Herzensanliegen zählt, was man noch nicht erkennen kann: Das Wiener Beispiel zeigt, dass Widerstand wirkt. Man muss nur die nötige Zivilcourage und Zähigkeit dazu haben.

Dabei sind ja die Leitungen der Wiener Schulen, neben denen im Burgenland, am heftigsten ideologisch eingefärbt. Und die doch viel bodenständigeren und vernünftigeren Salzburger Lehrer lassen sich das gefallen?

 

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Abtreibung als Grundrecht? - "Mein Bauch gehört mir!" - "Mein Gehirn vor dem Beischlaf auch?" drucken

Die Bestrebungen der polnischen Regierung, eine Verschärfung des Abtreibungsverbotes einführen zu wollen, lösen zurzeit heftige Diskussionen aus. Nicht nur in Polen. Und der wortgewaltige US-Präsidentschafts-Bewerber Donald Trump verkündete, dass Frauen in den USA für Abtreibungen bestraft werden sollten. Etwas später meinte sein Wahlkampfteam, die Ärzte sollten bestraft werden, nicht die Frauen, Trump sei falsch verstanden worden. Grund genug, sich unabhängig von den Bestrebungen in Polen oder den USA mit diesem Thema auch in Österreich öffentlich auseinander zu setzen.

So setzte in einigen Medien rasch die Diskussion ein, dass so „ein hart erkämpftes Recht der Frauen in Gefahr gerät“. Konkret äußert sich zum Beispiel eine Redakteurin in ihrer Kolumne ‚Frauensache’ (Rheinische Post vom 6.4.2016) und konkretisiert: „Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper war so etwas wie die Mondlandung der Frauenbewegung. Dieses Recht infrage zu stellen, mag für die Rechtspopulisten nur ein kleiner Schritt sein, für eine gleichberechtigte Gesellschaft aber ist es ein großer Rückschritt.“

Sollte es eine Verschärfung des Lebensschutzes geben?

Nun gibt es sicherlich etliche Gründe, eine – wie in Polen oder den USA geplante – Verschärfung des Abtreibungsverbotes zu kritisieren. Und es gibt noch mehr äußerst gewichtige Gründe, „das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper“ nicht anzutasten. Aber die Frage, was ein Abtreibungsverbot bzw. Bestrebungen zu einer drastischen Reduzierung von Tötungen im Mutterleib mit einem „Rückfall in alte Rollenbilder“, einer Beschneidung des „Selbstbestimmungsrechtes von Frauen“ und einer Reduzierung von ‚Gleichberechtigung’ zu tun hat, ist für denkende Leserinnen und Leser nicht nachvollziehbar.

Schon der Slogan der Frauenbewegung: „Mein Bauch gehört mir“, mit dem in etlichen Ländern die Abschaffung des Abtreibungsverbotes gefordert wurde, war so hohl, dass man sich wunderte, wieso er von den sich in die Öffentlichkeit zu katapultieren versuchenden Protagonistinnen so deutlich eingebracht wurde.

Vom Grundsatz her ist einem Aufruf: „Mein Bauch gehört mir“ nur zuzustimmen, wenn damit die Zeitspanne vor dem Beischlaf gemeint ist. Kein Mann sollte sich dem „Bauch“ – oder anderen Intimbereichen – einer Frau für einen angepeilten Sexualkontakt nähern, ohne das die „Bauchbesitzerin“ dem zustimmt. Lehnt sie diesen nicht ab oder stimmt sie ihm offensiv zu, dann ist damit gleichzeitig das Selbstbestimmungsrecht der Frau, Wochen später alleine über den Abbruch einer Schwangerschaft als Folgen dieses „Aktes“ entscheiden zu können, verwirkt.

Ging es dabei um einen einvernehmlichen Sexualkontakt, würde ihr für sich reklamiertes Recht auf Selbstbestimmung auch dadurch reduziert, dass der Mann ein 50-prozentiges Mitspracherecht hätte. Diese Zusammenhänge scheinen die Protagonistinnen von „Mein Bauch gehört mir“ konsequent auszublenden.

Statt dessen existiert in großen Teilen der Frauenbewegung folgender Denkansatz: Für eine Abtreibung besitzt eine Frau das alleinige Entscheidungs-Recht; die Kosten dieser persönlichen Entscheidung (für Lohnfortzahlung und evtl. später notwendig werden psychotherapeutische Aufarbeitungen) werden aber ungefragt der Solidargemeinschaft aufgehalst; und bei einer nicht vorgenommen Abtreibung wird eine 100-prozentige Zuständigkeit für die Zahlung von Alimenten beim Kinds-Erzeuger vorausgesetzt.

Mein Bauch gehört mir – Vor oder nach dem Beischlaf?

Es geht hier nicht um eine moralische Beurteilung von Beischlaf-Situationen vor, außerhalb oder innerhalb von auf Ehe oder sonstwie auf Zukunft angelegten Beziehungen, sondern es geht um die Verantwortung der Auswirkungen von eingegangenen Sexualkontakten gegenüber dem Partner beziehungsweise der Partnerin und um die Verantwortung, ob die Entstehung neuen Lebens eingeplant wird oder ausgeschlossen werden soll. Eigentlich müsste es entbehrlich sein, hier noch einmal auf die verschiedenen Methoden oder Wege der Empfängnis-Vermeidung bzw. Empfängnis-Verhütung hinzuweisen.

Dass dennoch einige Verdeutlichungen notwendig zu sein scheinen, hängt wohl damit zusammen, das bestimmte politische Kreise uns kollektiv viel zu lange ins Hirn einzuträufeln versucht haben, das die Abtreibung eine – halt etwas später organisierte – Geburten-Planungs-Methode sei. Wer auf diesen – jede Logik entbehrenden – Denkansatz reinfällt, wird vielleicht morgen auch andere Menschen, von denen sich jemand im persönlich beanspruchten Freiraum beeinträchtigt sieht, per Tötung „entsorgen“ wollen.

„Schwangerschafts-Unterbrechung“ oder Abtreibung?

Wie stark die Diskussionen zur Freigabe der Abtreibung zu kaschieren gesucht wurden, wurde auch durch den von Frauenrechtlerinnen gerne verwendeten Begriff „Schwangerschafts-Unterbrechung“ deutlich, weil sich Abtreibung ja wirklich wie ‚Abort’, ‚weg damit’ oder ‚abtöten’ anhört. Aber was ist das für eine Unterbrechung, die mit dem Tod endet? Es dauerte, bis erste Stimmen die Wort-Gaukelei offenkundig werden ließen, indem sie mutig fragten, wann denn die Unterbrechung beendet und die Schwangerschaft fortgesetzt würde? 

Was die meisten Menschen nicht zu wissen scheinen: Auch nach der Strafrechtsreform zur Abtreibungs-Gesetzgebung gibt es kein Recht auf Abtreibung, wie dies im § 96 StGB klar zum Ausdruck gebracht wird. Stattdessen wird im § 97 StGB Absatz 1 geregelt, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, dass die Tat nach § 96 nicht strafbar ist:

  • „wenn der Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der Schwangerschaft nach vorhergehender ärztlicher Beratung von einem Arzt vorgenommen wird; oder
  • wenn der Schwangerschaftsabbruch zur Abwendung einer nicht anders abwendbaren ernsten Gefahr für das Leben oder eines schweren Schadens für die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren erforderlich ist oder eine ernste Gefahr besteht, daß das Kind geistig oder körperlich schwer geschädigt sein werde, oder die Schwangere zur Zeit der Schwängerung unmündig gewesen ist und in allen diesen Fällen der Abbruch von einem Arzt vorgenommen wird; oder
  • wenn der Schwangerschaftsabbruch zur Rettung der Schwangeren aus einer unmittelbaren, nicht anders abwendbaren Lebensgefahr unter Umständen vorgenommen wird, unter denen ärztliche Hilfe nicht rechtzeitig zu erlangen ist.“

Dass öffentliche Institutionen in Österreich diesen gesetzlichen Rahmen unter positivem Vorzeichen als besonders „restriktionsfrei“ herausstellen und wertschätzend hervorheben, dass so die Beratung und Begleitung ausschließlich an den „individuell sehr verschiedenen Bedürfnissen der betroffenen Frauen auszurichten“ würde, ist keinesfalls ein Beleg dafür, dass dem Schutz des ungeborenen Lebens keine eigene Bedeutung zukommt.

Auch die Anmerkung der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung, dass die Entscheidung einer Frau oder eines Paar für einen Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich „ein wohlüberlegter Entschluss“ sei, „der von anderen nicht in Frage gestellt werden soll“, greift zu kurz. Denn welche Entscheidung – erst recht in einer Konfliktsituation – wird so klar getroffen, dass nicht selten schon nach kurzer Zeit starke Selbstzweifel einsetzen können? Und die vielen Schulgefühle, welche nicht wenige Frauen oft über viele Jahre an psychotherapeutische Praxen binden, sind auch kein Beleg für eine richtig abgewogene Entscheidung. 

Eine Ethik der Verantwortung ist nicht an eine Religion gebunden

Beim Thema Abtreibung geht es nicht um moralische Appelle, sich an christlichen, jüdischen, muslimischen oder fernöstlichen Religionen orientieren zu sollen, sondern darum, die uns – als Konsequenz unserer Freiheit – auferlegte Verantwortung deutlicher wahr zu nehmen. Dies macht z.B. Hans Jonas in seiner zum Lebenswerk gewordenen „Ethik der Verantwortung“ deutlich und Hans Küng engagiert sich seit Jahren mit vielen Gleichgesinnten – auch jenseits christlicher Wertvorstellen – um eine ‚Welt-Ethos-Basis’.

Je intensiver Handlungen des Einzelnen das Leben anderer sowie den Umgang mit der uns zur Verfügung gestellten Schöpfung betreffen, desto umfangreicher sind allgemeinverbindliche ethische Standards zu berücksichtigen. Auch wenn viele Zeitgeist-Menschen Sexualkontakte als Spaß sehen und Erotik konsumieren wollen, bei der Abtreibung geht es um Leben oder Tod. Das haben alle Menschen – egal ob mit oder ohne religiöse Basis – zu berücksichtigen. Und wenn sich Egoisten dieser Verantwortung entziehen, haben die Gesellschaft und der staatliche Gesetzesrahmen darauf deutlich zu reagieren.

In meinen Hochschul-Vorlesungen „Einführung in die Ethik“ begreifen dies nicht nur die christlich Orientierten, sondern alle. Dass die Übertragung in den Alltag oft nicht so wie gewollt oder notwendig klappt, wird immer wieder deutlich.

Töten per Abtreibung ist kein Menschenrecht

Wer in einer festen Partnerschaft lebt, hat in der Regel das Thema Geburten-Planung zu einer passenden Zeit thematisiert und geklärt. Fehlt diese Basis – vielleicht weil ein sexueller Kontakt ohne Beziehungsperspektive eingegangen wird – und trotzdem ein zeugungsfähiger Akt gewollt ist, dann muss halt die Möglichkeit der Entstehung neuen Lebens wenigsten verhütet werden. Auch Paare, welche nur für einen Kurz-Intervall ihre Körper vereinen wollen, haben eine große Verantwortung für ihr Tun: Dass keiner gegen den Willen des Anderen handelt bzw. keine Gewalt zum Einsatz kommt, dass ein Gegenüber nicht durch fehlende Achtsamkeit mit einer Krankheit infiziert wird und dass nicht leichtfertig ungewollt neues Leben entsteht.

Die meisten Abtreibungen werden übrigens nicht in der Folge von Vergewaltigungen oder Kurzzeit-Beziehungen, sondern in 'ganz normalen auf Dauer angelegten Beziehungen' vorgenommen, weil halt ein weiteres Kind nicht mehr vorgesehen war und eine in Verantwortung gelebte Empfängnisregelung ausgeblendet wurde. Diese in Statistiken nachlesbaren Fakten und auch nach Gesprächen mit Schwangerschaft-Konfliktberaterinnen erhalten Infos machen Menschen mit einer durchschnittlichen Empathie einfach sprachlos.

Ja, das hart erkämpfte Selbstbestimmungsrecht der Frauen darf nicht torpediert werden! Ja, alle Menschen – ob winzig-klein oder über-groß, jung oder alt, weniger oder mehr begabt, arm oder reich haben gleichermaßen das Recht, dass ihr Körper – aber auch ihre Seele – in guter Vorsorge und Umsicht geschützt wird. Ja, alle Menschen haben sich für eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern immer neu einzusetzen. Und der Staat hat durch klar gefasste Gesetze dafür zu sorgen, dass diese Rechte den Lebensalltag prägen.

Aber ein Recht auf Tötung, welches aufgrund einer fahrlässigen oder grob fahrlässigen Ausklammerung der eigenen Verantwortung für die Folgen eines Zeugungsvorgangs für sich zu reklamieren gesucht wird, meist auf Eigennutz basierend, ist ein nicht hinnehmbarer gesellschaftlicher Rückschritt. Die Konsequenz: Ja, auch ein ungeborenes kleines Kind hat ein Lebens-Recht.

Dr. Albert Wunsch ist Psychologe, Diplom-Sozialpädagoge, Diplom-Pädagoge sowie promovierter Erziehungswissenschaftler. Bevor er 2004 eine Lehrtätigkeit an der Katholischen Hochschule NRW in Köln (Bereich Sozialwesen) begann, leitete er ca. 25 Jahre das Katholische Jugendamt in Neuss. Im Jahre 2013 begann er eine hauptamtliche Lehrtätigkeit an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Essen / Neuss. Außerdem hat er seit vielen Jahren einen Lehrauftrag an der Philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf und arbeitet in eigener Praxis als Paar-, Erziehungs-, Lebens- und Konflikt-Berater sowie als Supervisor und Konflikt-Coach (DGSv). Er ist Vater von 2 Söhnen und Großvater von 3 Enkeltöchtern.

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Schutz nur für Linke? drucken

Während in Wien christliche, konservative und freiheitliche Veranstaltungen regelmäßig durch von der Polizei in unmittelbarer Nähe genehmigte Veranstaltungen gestört werden, will die Wiener SPÖ jetzt permanente Schutzzonen um Abtreibungskliniken, damit es dort keine Kundgebungen von Lebensschützern mehr geben kann.

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Es gibt ihn doch, den Unterschied drucken

Für die große Mehrheit der Menschen und für die gesamte empirische Wissenschaft ist es klar: Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind in vielen Bereichen nachweisbar. Erstaunlich ist nur, dass das jetzt auch in der "Süddeutschen" stehen darf - trotz 200 Gender-Professuren alleine in Deutschland, die davon leben, nachweisbare Fakten zu leugnen.

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Gegen "diskriminierende Werbung" - falsches Lächeln verboten! drucken

Die 19,5-Prozent-Partei SPD will 2016 zum „Jahr der Frauen“ machen. Das hat der Parteivorstand bereits im Januar beschlossen, nun zieht das Bundesjustizministerium von Herrn Maas mit einem Gesetzentwurf für das Verbot geschlechterdiskriminierender Werbung nach.

Klar, gegen Diskriminierung sind wir alle, aber wer entscheidet denn zukünftig, wann die Grenze zu Sexismus überschritten wird? Die Gender-Abteilung des Frauen-Ministeriums? Der Verfassungsschutz? Die SPD ist drauf und dran, die Grünen in Sachen Verbotswahn und Spießigkeit zu über- und ihre schlechtesten Wahlergebnisse zu untertreffen. Vom „Veggie Day“ bis zur „gendergerechten Sprache“ wollen rote und grüne Ideologen ein ganzes Volk umerziehen. Wohlgemerkt, es geht hier nicht um eine Verbot der Pornografie oder von sexueller Gewalt. Die Umerzieher wollen zum Beispiel die Farbe „rosa“ verbannen, weil sie das klassische Mädchenbild abschaffen soll. Aber alle kleinen Mädchen lieben Rosa. Und Millionen Teenager schauen Heidi Klum zu, wenn sie Deutschlands nächstes Top-Model ausbildet. Dies ist eine freie und weltoffene Gesellschaft. Wir brauchen keinen Staat und keine Politiker, die uns vorschreiben, wie wir zu leben haben. Gender ist eine menschenverachtende Ideologie, die in das Leben von uns allen eindringen soll. Ohne dass es jemals im Bundestag beschlossen wurde, wird die Umerziehung unseres Volkes auf allen Ebenen mit Millionen-Etats gefördert. Tausende Hauptamtliche beschäftigen sich in den öffentlichen Verwaltungen mit Unsinn wie dem „Binnen-I“, mit dem Verhunzen unserer Sprache und dem Nachzählen, ob Menschen 40 oder 4.000 Geschlechter haben.

Eine Gesellschaft, die sich tagelang mit dem Streit der Herren Böhmermann und Erdogan beschäftigt, kann keine wirklichen Probleme haben. Aber eine Gesellschaft, die widerstandslos hinnimmt, dass sie von Vertretern einer unfassbar dümmlichen Ideologie umerzogen wird, hat ein existenzielles Problem.

Im Berliner Bezirk Kreuzberg wurde „sexistische Werbung“ bereits im Jahr 2014 im öffentlichen Raum verboten. Die zuständige „Arbeitsgruppe gegen frauenfeindliche Werbung“ legte fest, was verboten ist. Ein „Körper darf nicht betont bekleidet sein“ und Frauen dürfen „nicht ohne Anlass lächelnd inszeniert sein“ lesen wir da. Ein Staat, in dem Politiker das Lächeln von Menschen reglementieren wollen, ist neben Kreuzberg höchstens noch Nord-Korea.

Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.

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Schwulenpropaganda beim Theater der Jugend drucken

Resümee eines Theaterabends: Werde schwul/lesbisch, und alles wird gut! Renaissance-Theater, Abonnement- Vorstellung, britische Komödie: Beautiful Thing von Jonathan Harvey. Meine Tochter, Anfang zwanzig, Studentin, und ich springen ersatzweise für meine Partnerin und deren Freundin ein, damit die Karten nicht verfallen. Vor dem Beginn der Vorstellung entdecke ich auch eine Gruppe Halbwüchsiger mit Begleitung. Theater der Jugend, das Stück ist für Zuschauer ab 13 Jahren freigegeben.

Die Handlung entpuppt sich als etwas dünn und dreht sich hauptsächlich um zwei Jugendliche, die Tür an Tür in schwierigen familiären Verhältnissen leben und sich in neunzig Minuten Spieldauer auf mannigfache Weise näher kommen. Am Ende haben wir glückliche junge Männer und eine alleinerziehende Mutter, die – vom letzten Lover enttäuscht – auch mal das andere Ufer besuchen will. Und das mit der (minderjährigen) Tochter der Nachbarin.

Ich hätte es wissen müssen: Regie führt – quelle surprise – Werner Sobotka. Das Theaterprogramm enthält übrigens die Warnung, dass „aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht wird“ (huch!). Eine Warnung vor möglicherweise im Stück versteckten subtilen Botschaften fehlt jedoch.

Meine Tochter fasst ihre Kritik auf dem Heimweg zusammen: „Also, zahlen würde ich für die Theaterkarten nicht.“ Mein väterlicher Stolz ob dieser vernünftigen Sichtweise wird jedoch von einer düsteren Vorahnung getrübt: Werden wir in ein bis zwei Jahrzehnten nicht bereits solcher moralischen und gesellschaftlicher Sorgen enthoben sein? Wird dann ein anderes Rechtssystem in Kraft sein und solche Theaterabende nur mehr verklärte Nostalgie? Die Heimfahrt mit den Wiener Linien verstärkt dieses Gefühl.

Alexander Geiger ist 51 Jahre alt, gebürtiger Wiener, seit mehr als 20 Jahren in Traiskirchen wohnhaft, Vater von vier erwachsenen Töchtern, kaufmännischer Angestellter.

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Wofür die Unis Steuergeld ausgeben drucken

Ein Beispiel von vielen: ein skurriler Sprach-Vergenderungs-Leitfaden. Das sind die Sorgen der österreichischen Universitäten...

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Verdummung, Einfältigkeit, Naivität - Bischöfe sorgen für Gegenwind gegen den Gender-Schwachsinn drucken

Das ich das nochmal erleben darf… In der Deutschen Bischofskonferenz regt sich Unmut, und zwar massiv. Grund ist ein Flyer mit dem Titel „Geschlechtersensibel: Gender katholisch gelesen“, mit dem der dümmlichen Ideologie von den Hunderten Geschlechtern, die es angeblich geben soll, auch in katholischen Kreisen zum Durchbruch verholfen werden soll. Dass ein solches Heftchen überhaupt unter dem Logo der Bischofskonferenz erscheinen konnte, ist schon skandalös, denn bekanntermaßen heißt es in der Bibel, dass Gott den Menschen als Mann und Frau schuf. Sexuelle Orientierungen anderer Art, die zu Geschlechtern werden könnten, wurden da nicht erwähnt.

Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen erklärte sich zu dem DBK-Flyer nun in deutlichen Worten. Er sei „verärgert“, berichtete das katholische Nachrichtenportal kath.net jetzt und in der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ wurde er zitiert: „Ich bin in keinem Fall nach meinem placet gefragt worden. Und das gilt für die Bischöfe ebenso, mit denen ich in den vergangenen Tagen Kontakt aufgenommen habe. Wer also spricht da für die Bischofskonferenz?“ Dass der Flyer das DBK-Logo zeige sei ein „Akt der Anmaßung“. „Was ist von katholischen Verbänden und Einrichtungen zu halten, die nicht mehr fähig sind, die Differenz zwischen der grundsätzlich geschenkten gleichen Würde von Mann und Frau einerseits und der geplanten Gesellschaft ohne Geschlechterunterschiede andererseits zu akzeptieren?“, fragte Algermissen.

Der Fuldaer Bischof ist mit seiner Kritik nicht allein. Auch der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer meldete sich zu Wort. Er empahl als Alternative zu dem Flyer den Glaubens-Kompass der Organisation „kirche in Not“: „Gender-Ideologie. Ein Leitfaden.“

Nicht minder eindeutig erklärte sich Kardinal Paul Josef Cordes gegenüber kath.net: „Was treibt Redakteure und Verbreiter dieses oberflächlichen Flugblatts? Einfältige Naivität – politischer Opportunismus – unverantwortliche Verdummung oder einfach antirömische Überheblichkeit?“.

Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.

 

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Der Papst gibt sich selbst ein gutes Beispiel drucken

Das ist wirklich ein erfreuliches Zeichen der katholischen Kirche. Das sollte auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens Schule machen, wo die Kirche aktiv geworden ist.

Ohne dass hier der Ort für diffizile theologische Anmerkungen wäre, so scheint eindeutig: Das neue kirchliche Schreiben zum Themenbereich Familie, Sexualität und Ehe ist hervorragend gelungen.

  1. Es gelang, den hohen Stellenwert der Ehe aufrechtzuerhalten;
  2. für den Umgang mit homoesexuellen Menschen wird Respekt verlangt, aber jede Gleichstellung mit der Ehe abgelehnt;
  3. in allen Fällen, wie insbesondere denen der vielen wiederverheirateten Geschiedenen, wird die Notwendigkeit einer individuellen Bewertung betont, die nicht durch ein allgemeines Gesetz unmöglich gemacht werden soll;
  4. deren Exkommunikation wird zurückgenommen;
  5. es gibt erstmals positive Worte der Kirche für Leidenschaft und Erotik;
  6. noch überraschender sind massiv kritische Worte zum Zölibat (ohne aber, dass dieser abgebaut wird);
  7. und es kann, so eine zentrale Botschaft, keine ewige Verurteilung einzelner Menschen geben.

Die Kirche hat damit die unendliche Vielfalt individueller Situationen anerkannt. Und sie hat sich damit auf ihren Gründer zurückbesonnen: Wer ohne Fehler, der werfe den ersten Stein. Das ist gerade auch deshalb als öffentliche Botschaft angebracht, weil die letzten Jahre auch viele Verfehlungen von Priestern offenkundig gemacht haben.

Die katholische Kirche hat mit diesem Rundschreiben einen Riesenschritt weg vom Dogmatismus gemacht, in dem ein Kirchengesetzgeber kleinlich, beckmesserisch und kasuistisch alle möglichen menschlichen Verhaltensformen über einen Leisten zu schlagen versucht hat. Diese Botschaft wird bei den Menschen gut ankommen und könnte die Kirche aus ihrer jahrelangen Rückzugsposition herausbringen.

Um das wirklich zu erreichen, sollte die Kirche freilich ebenso auf anderen Gebieten das gleiche Prinzip anwenden. Vor allem auf solchen, wo sie keinerlei Kompetenz und Auftrag ihres Gründers vorweisen kann. Das sollte sie schon aus wohlverstandenem Pastoralinteresse tun. Sie sollte sich mit generellen Aussagen zurückzunehmen, sei es zu Wirtschaft (Marktwirtschaft sei „Mord“), sei es zur Völkerwanderung.

Gerade zu letztgenanntem Punkt wird es daher immer fragwürdiger und widersprüchlicher, was der offenbar bevorstehende Besuch des Papstes auf Lesbos soll:

  • Warum lässt er sich da blindlings vor den Karren der oft auch moralisch extrem bedenklich agierenden und anarchistischen Migrationsindustrie spannen?
  • Begreift er denn nicht, dass er mit diesem Besuch (ganz im Gegensatz zum Großteil der Gläubigen) die Position unterstützt, dass jeder, der will, nach Europa einwandern soll?
  • Begreift er denn nicht, wie sehr eine rapide Islamisierung Europas gerade den Christen schadet und sie bedroht?
  • Oder will er nur ein Zeichen setzen, dass man mit Kriegsopfern gut umgehen soll?

Letzteres wäre legitim. Aber dann wäre ein „Barmherzigkeits“-Besuch in den Flüchtlingslagern rund um Syrien – und IN Syrien – viel eher angebracht. Und eine weltweite Spendensammlung für diese Lager. Denn dort kann neunzehn Mal effizienter geholfen werden als in Europa. Außerdem: Nur dort leben die vielen wirklich armen Menschen, die sich die Dienste eines Schleppers nach Europa nicht leisten können.

 

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Liebe/r Leser*in drucken

Die Autorin muss offen zugeben, dass alle Versuche, eine feministische Sprache zu verwenden, gescheitert sind. Nämlich an der deutschen Sprache selbst.

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Wie der Feminismus die Unis zerstört und den Frauen schadet drucken

Nach einer Vielzahl von Professorenbestellungen, die eher durch das Geschlecht als durch die (forschende oder lehrende) Qualität der Berufenen erklärbar waren, hat der real existierende Genderismus jetzt einen nächsten Schritt in die Skurrilität getan. Und damit einen weiteren Beitrag zur Zerstörung der einstigen Qualität der Unis getan.

An der Technischen Universität Wien werden neuerdings bei der Aufnahmeprüfung für Informatik bestimmte Inhalte wie räumliches Verstehen nicht mehr geprüft. Offizielle Begründung durch die dortige Studiendekanin, einer Frau Hilde Tellioglu: Frauen würden durch das Abprüfen dieser Inhalte benachteiligt. Was dem Ziel widerspräche, mehr Frauen in der Informatik haben zu wollen (sie stellen dort derzeit nur ein Fünftel der Studenten).

Tiefer geht’s wohl nimmer: Man lässt einfach all das weg, was Frauen – angeblich – behindert und wundert sich dann, dass das wissenschaftliche Niveau der Universitäten immer tiefer sinkt. Hätte Frau Tellioglu argumentiert, man lasse bestimmte Inhalte deshalb weg, weil sie unwichtig seien, wäre das ja noch nachvollziehbar. Aber eine angebliche Benachteiligung von Frauen als Begründung einer solchen Maßnahme zu nennen, ist wirklich ungeheuerlich.

Die TU merkt offenbar nicht, wie frauenfeindlich das in Wahrheit ist: Frauen werden durch solche Maßnahmen wieder zu armen schutzbedürftigen Haserln gestempelt, die halt vieles nicht begreifen würden, denen man vieles daher nicht zumuten darf. Genau so haben die Männer im 19. Jahrhundert argumentiert – bis dann die Gleichheit aller vor dem Gesetz durchgesetzt worden ist.

 

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Blüten der Diskriminierung drucken

Immerhin: Der "Kurier" wagt das Thema der Diskriminierung von Männern aufzugreifen. Freilich: In den angerufenen Gleichbehandlungskommissionen sitzen fast nur Frauen...

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Pfadfinder auf Kindervertreibung drucken

Das wird die Nachwuchsprobleme der österreichischen Pfadfinder mit einem Schlag lösen: Sie werden überhaupt keinen Nachwuchs mehr haben. Eltern werden sich hüten, ihre Kinder den Pfadfindern anzuvertrauen.

Mütter und Väter sind in den letzten Jahren ja zu Recht viel misstrauischer geworden. Allzuviel ist bei katholischen, evangelischen, roten und grünen Institutionen passiert, wo Kinder von „Erziehern“ in irgendeiner Form als Sexualobjekte missbraucht worden sind. Eltern fragen daher in letzter Zeit ihre Kinder mit gutem Grund immer viel genauer, was denn so auf Lagern und in Heimen passiert.

Seit einigen Tagen agitiert nun mit großem medialem Begleitschutz eine „Initiative für lesbische, schwule, bisexuelle und transsexuelle Pfadfinder“, die mit einer „Methodenbox“ unter dem tarnenden Schlagwort „rainbowscouting“ Agitation für ihre Ziele betreibt, um ihr Thema „ganz entspannt“ zu vermitteln. Und das bei einer Aktion, die Kinder ab dem fünften Lebensjahr haben will.

Nicht nur Eltern, auch Steuerzahler werden dadurch provoziert: Die Propagandaaktion wird von der Gemeinde Wien (wie fast immer bei diesen Themen die Stadträtin Frauenberger) mit 4500 Euro gefördert, die das Material auch an alle Wiener Gruppen verteilt.

Gewiss: Auf der offiziellen Webseite der österreichischen Pfadfinder findet sich keine Zeile über diese seltsame Initiative. Aber es findet sich auch keine Zeile der Distanzierung davon. Daher kann das nicht beruhigen. Betretenes Schweigen, Ignorieren ist angesichts solcher Umtriebe die absolut falsche Reaktion. Sie ist jedenfalls dann völlig unzureichend, wenn es um eine Organisation geht, der Eltern Kinder und Jugendliche anvertrauen sollen.

Solches Schweigen zeigt, dass die Pfadfinder-Führung zumindest verunsichert und überfordert ist. Solches Schweigen wird jedenfalls keinen einzigen Vater, keine einzige Mutter beruhigen.

Es ist aber noch viel schlimmer: Ein Teil der in den letzten Jahren (etwa durch Kooperation mit "Zara") ganz auf linke Political correctness eingeschwenkten Pfadfinder-Führung sympathisiert offen damit. Im „Kurier“ begrüßt der Pfadfinder-Präsident Dominik Habsburg die Aktion und begründet das mit dem Satz: „Vielfalt ist unsere große Stärke.“

Na dann, viel Spaß beim nächsten Vielfalts-Lager.

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Die Familie - ein sensationelles Comeback drucken

Der linke „Spiegel“ schäumt und beschimpft die Entwicklung zwar als „reaktionär“ und „düster“. Er gesteht aber offen ein: Immer mehr junge Frauen, besonders solche mit einem hohen Bildungshintergrund, entscheiden sich bewusst, freudig und freiwillig dafür, einige Jahre ohne Beruf ganz dem Heranwachsen der eigenen Kinder zu widmen. Das ist in Wahrheit freilich – ganz im Gegensatz zur „Spiegel“-Hetze – eine ganz hervorragende Entwicklung.

Oder vorsichtiger formuliert: Das wäre eine hervorragende Entwicklung, wenn sie sich auch wirklich als echte Trendwende in der Statistik niederschlagen sollte, wenn wirklich der katastrophale Babystreik gerade der Akademikerinnen während der letzten Generation zu einem weitgehenden Ende käme. Denn nach derzeit bekannten Daten bekommen in Deutschland wie in Österreich rund 40 Prozent von ihnen kein Kind. Die vom „Spiegel“ beklagte Trendwende sehe zwar auch ich in vielen Einzelbeobachtungen, aber eben noch nicht eindeutig in der Statistik.

Natürlich ist es eine freie Entscheidung, auf Kinder zu verzichten, die niemanden etwas angeht. Aber dennoch ist gesamtgesellschaftlich klar: Wenn es viele tun, bedeutet das für die demographische Zukunft – oder vielfach schon Gegenwart – unserer Kultur nichts Gutes. Denn gerade gebildete Frauen sind die besten Mütter, die am besten jene nächsten Generationen an stabilen, bildungs- und leistungsorientierten Kindern heranziehen können, die unsere hochqualifiziert gewordenen Gesellschaften so dringend in (wieder) größerem Umfang brauchen.

Das bestätigen viele Indizien. Sie reichen von dem von allen Genetikern bestätigten hohen Ausmaß der Vererbung von Intelligenz bis zu der für den ganzen Lebensweg wichtigen Erziehung mit Liebe, Zuwendung und Förderung während der ersten vier Lebensjahre. Was der Konsens fast aller Pädagogen ist. Der vom „Spiegel“ mit linksfeministischem Schauder kritisierte Trend zurück zur klassischen Familie ist auch noch aus einem weiteren Grund hilfreich für die Qualität dieser Erziehung: Wenn sich Mütter mit Freude und freiwillig – und nicht durch irgendeinen etwa ökonomischen Umstand gezwungen – dieser Aufgabe widmen, dann ist das doppelt gut für die Kinder. Diese Mütter tun es zwar sicherlich für sich und ihre Familie, aber die ganze Gesellschaft profitiert davon. Und sollte das daher auch honorieren.

Umgekehrt hat es sich als katastrophale Illusion erwiesen zu glauben, dass türkische oder arabische Zuwanderer mit ihrer Geburtenfreudigkeit den Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften der Zukunft decken können. Vor allem in Österreich gelingt das auch in der zweiten und dritten Generation nicht.

Ich selbst habe in Redaktionen immer wieder miterlebt, dass junge Frauen vor der Geburt des Kindes davon reden, bald wieder arbeiten gehen zu wollen. Aber sobald das Kind da ist, verschieben sich die Prioritäten ganz stark zum Kind und Daheimbleiben. Typische Sätze: „Ich will meinem Kind das nicht antun, dass ich es mit einem Jahr in den Hort stecke“; oder: „Ich will die Zeit mit meinem Kind genießen“; oder: „Ich wusste gar nicht, wie schön das ist“.

Zurück zum „Spiegel“: Wenn dessen Beobachtungen stimmen, dann haben junge Frauen trotz – wieso eigentlich „trotz“? – eines akademischen Studiums heute sogar schon von vornherein das klare Ziel, sich ein paar Jahre den Kindern zu widmen. Was erfreulich ist und für ihr Selbstbewusstsein spricht, auch wenn die ganze feministische Front schäumt. Reihenweise wird im Hamburger Magazin ihr Frust ob des Scheiterns ihrer Gesellschaftsveränderungs-Ambitionen zitiert. „Ein grundsätzlicher Wandel der Geschlechterrollen in Familie und Paarbeziehung hat nicht stattgefunden.“ „Eine ideologische Wiederkehr des bürgerlichen Familienmodells“. „Comeback der traditionellen Frauenrolle“.

Man ist ohne Doppelbeastung zufriedener

Aber auch der „Spiegel“ muss zugeben, „dass Teilzeit- und nichtberufstätige Mütter mit ihrem Leben zufriedener sind als Mütter, die in egalitären Modellen leben, weil sie nicht oder weniger unter der Doppelbelastung leiden.“ Und dass es „eine Sehnsucht nach Entschleunigung“ gibt.

Die Arbeitswelt verliert ja für viele, sobald man sie einmal von innen erlebt, viel von ihrem Reiz. Dort regieren Routine, Intrigen, (trotz Quoten) ausbleibende Karrieresprünge und vor allem die Frage: „Und was ist der Sinn von all dem, was ich da tue? Was bleibt?“

Jedenfalls, so muss man hinzufügen, können sich viele gerade der Akademikerinnen das Daheimbleiben durchaus leisten. Auch wenn gerne über das Gegenteil gejammert wird: Die Realeinkommen sind höher denn je in der Geschichte. Das merken nur viele nicht, weil sie das Zweiteinkommen einer Familie fast zur Gänze für Kinderbetreuung und Haushaltshilfe ausgeben müssen.

Was freilich bei aller Attraktivität des Lebensmodells Familie doch auch von den jungen Frauen (und ihren Partnern) stärker beachtet werden muss, ist die Absicherung für den Fall, dass die Ehe schief geht. Was ja auch bei solchen stressreduzierten Familienmodellen durchaus passieren kann. Aber um diese Gefahr zu relativieren, müssen Frauen nicht unbedingt die Doppelbelastung der letzten Generation auf sich nehmen. Jedoch sollten sie folgende drei Aspekte beachten:

  • Eine eigene abgeschlossene Berufsausbildung, wobei die Studienwahl vieler Frauen berufsorientierter als bisher ausfallen sollte, da für die vielen Absolventinnen von Kultur- oder geisteswissenschaftlichen Studien, von Publizistik, Genderistik oder Pferdewissenschaften nur ein sehr enger Arbeitsmarkt vorhanden ist;
  • Abschluss eines Ehepakts vor der Heirat, der viele potenziell heikle Themen von vornherein in harmonischer Atmosphäre außer Streit stellt;
  • und eine (in Österreich mögliche) Vereinbarung über das Pensionssplitting, dass in den Jahren, in denen eine Frau daheim bleibt, die Versicherungsbeiträge des Mannes beiden gut geschrieben werden.

Soll das heißen, dass all die vielen alternativen Ehemodelle, dass all die ständigen Bemühungen der Politik, die Väter mehr in die Kinderbetreuung zu bringen, sinnlos sind? Jein. Zwang wäre immer schlecht. Aber wenn sich zwei Partner im guten Konsens auf etwas Alternatives einigen, soll das in voller Wahlfreiheit genauso möglich sein.

Jedenfalls aber bestätigen auch viele Umfragen: Das gute alte Familienmodell ist kein Auslaufmodell, sondern gerade bei jungen Menschen beliebter denn je.

Das sollte irgendwann auch die Politik mitkriegen. Sie sollte sich, wenn sie endlich wieder ein wenig näher bei den Menschen landen will, viel mehr für das interessieren, was die große Mehrheit ihrer Wähler will, als sich ständig nur für marginale Randerscheinungen zu engagieren.

Als solche hat sich etwa eindeutig die Schwulenehe entpuppt. Dabei ist diese in den letzten zehn Jahren für viele Parteien das absolut Wichtigste in der Familien- und Gesellschaftspolitik gewesen. Aber die soeben veröffentlichte Statistik für 2015 bestätigt wie auch die Jahre davor: Schwule Verpartnerungen machen nur rund ein einziges Prozent der Zahl der Eheschließungen aus. Ihre Dimension ist also weit weg von den zehn Prozent, von denen linke und schwule Lobbys einst gesprochen hatten, die sich ohne Möglichkeit einer Verpartnerung härmen müssten.

Ein kluger Politiker müsste daher endlich wieder zu dem Schluss kommen: Kümmern wir uns wieder um das, was die Menschen wirklich bewegt. Und was für die Zukunft entscheidend ist: Das ist eindeutig die gute alte Vater-Mutter-Kind-Familie.

PS: Irgendwann wird hoffentlich auch die Wirtschaft begreifen, dass es langfristig überhaupt die beste Investition in die Zukunft (auch) der Betriebe ist, wenn möglichst viele gebildete Frauen einige Jahre in die Erziehung ihrer Kinder investieren. Denn das sind die Schlüsselarbeitskräfte von morgen. Und die Unternehmer. Und die Politiker. Und die Journalisten. Und die Opernsänger.

 

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Feminismus: Diskriminierung ohne Diskriminierte drucken

Das war zweifellos österreichischer Rekord: 16 Seiten einer einzigen Ausgabe des „Standard“ wurden zum Weltfrauentag Themen rund um Genderismus und Feminismus gewidmet. Dabei ist den Blattmachern wohl gar nicht aufgefallen, wie sehr sie gleichzeitig selbst durch eine enthüllende Passage ihrer „Geschlechterverhältnisse“-Marathonstrecke den eigenen Stereotypen den Teppich unter den Füßen weggezogen haben.

Diese Passage findet man freilich erst versteckt auf Seite 14. Eine Begründung für diesen Frauentags-Marathons bekommt der Leser weder davor noch danach. Dabei ist der Frauentag ja nur einer von Hunderten sich alljährlich wiederholenden Gedenktagen (oder sind‘s schon Tausende?). Kein anderer Gedenktag bekommt auch nur annähernd so viel Platz.

Ebenso wenig bekommen den die wirklich wichtigen und aktuellen Ereignisse der Weltgeschichte. Gleichgültig, ob das der Anfang oder das Ende eines blutigen Krieges ist, ob das die Millionen an der Malaria verreckten Menschen sind, ob das der nach hundert Jahren gefundene spektakuläre Beweis der Relativitätstheorie, oder ob das die steigende Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit in Österreich ist.

Das sind alles unbedeutende Kleinigkeiten. Nur die G'schichterl von den bösen Männern und den armen diskriminierten Frauen und die Forderung nach einer „geschlechtergerechten“ Sprachverstümmelung (die der „Standard“ interessanterweise sonst selbst fast nie praktiziert) ist ununterbrochen so viel Platz wert.

Nun gut. Es ist Sache jeder Redaktion, jedes Verlags selber, den Leser- und Auflagenverlust zu beschleunigen. Das kann der Außenwelt relativ wurscht sein – zumindest wenn sie großzügig die 4,8 Millionen Euro an Steuergeldern ignoriert, die alleine der „Standard“ alleine 2014 für Medienkooperationen (meist Inseraten) aus dem Staatsbereich bekommen hat.

Beschränken wir die weitere Befassung mit dieser Frauenstrecke auf eine Meinungsumfrage, die der „Standard“ selbst in Auftrag gegeben hat. Diese scheint auf den ersten Blick eine arge Frauendiskriminierung zu bestätigen: 58 Prozent der Frauen sagen der Umfrage zufolge, dass die Männer mehr Chancen haben, „gerecht behandelt zu werden“. Und nur 2 Prozent sehen Vorteile für die Frauen. So weit, so eindeutig auf der Linie der ständigen feministischen Klagen durch „Standard“, ORF, Falter & Co.

Die jungen und alten Frauen werden offenbar nicht diskriminiert

Interessanterweise wird aber das Bild total anders, sobald die Meinungsforscher von „market“ danach fragen, wie es bei den jungen Menschen, den rund Zwanzigjährigen ausschaut: Bei dieser Altersgruppe sehen plötzlich nur noch 27 Prozent aller Frauen eine Frauendiskriminierung. Also nicht einmal die Hälfte derer, die ohne Altershinweis eine Diskriminierung sehen. Und 14 Prozent sehen sogar mehr Vorteile für die Frauen als für die Männer.

Der Grund für diese radikale Meinungsänderung sind zweifellos die Erfahrungen mit immer mehr Männerdiskriminierungen, die zur Objektivität bereite Frauen durchaus sehen. Besonders Mütter von Söhnen müssen sie auch bei Schule und Berufswahl miterleben:

  • durch leistungsfeindliche Quoten, die zur Diskriminierung von eigentlich für einen konkreten Job besser geeigneten Männern führen;
  • durch viele einseitige Frauenförderungsprogramme aus Steuergeldern;
  • durch die vielen auf Kosten der Steuerzahler oder der Wirtschaft lebenden Frauenbeauftragten;
  • durch die feministische Universitäts-Umformung mit zahllosen Jobs für einschlägige Aktivistinnen;
  • durch die offensichtlich ungleiche Behandlung bei den Schulnoten (Mädchen bekommen weit bessere Zensuren, während die männlichen Schüler nur bei objektivierten Tests Oberwasser bekommen) usw.

Ebenfalls erstaunlich: Ganz ähnliche Werte finden sich, sobald nach den älteren Menschen ab etwa 60 gefragt wird. Auch da sehen 28 Prozent (wieder: aller befragten Altersstufen) Vorteile für Männer und 15 Prozent Vorteile für Frauen.

In diesem Teil der Antworten versteckt sich mit Sicherheit vor allem das frühere Pensionsantrittsalter von Frauen.

„Und wie ist das bei Ihnen persönlich?“

Noch viel stärker wird das durch die ständigen Klagen der Frauenaktivistinnen gezeichnete Bild ins Gegenteil verkehrt, wenn nach den eigenen Erfahrungen der Befragten geforscht wird. „Und wie ist das bei Ihnen persönlich, ich meine: in ihrem eigenen Leben? Werden Sie alles in allem gerecht behandelt oder ist das eher nicht der Fall?“ Da sagen plötzlich 81 Prozent der Frauen, dass sie sich im eigenen Leben persönlich sehr wohl gerecht behandelt fühlen!

Das lässt nur eine einzige Interpretation zu: Die Klagen über angebliche Diskriminierung von Frauen im allgemeinen werden nur deshalb von mehr als der Hälfte der Frauen geteilt, weil Hunderte weibliche Journalisten in fast allen Medien und viele SPÖ-nahe Organisationen wie die Statistik Austria ihnen das ständig vorbeten. Etwa durch ständige Veröffentlichung von Gehaltsstatistiken, in denen regelmäßig Äpfel mit Schottersteinen verglichen werden. Selber hingegen haben vier von fünf Frauen keine Diskriminierungs-Erfahrung gemacht.

Womit wohl bewiesen ist: Die allgemeinen Klagen über Frauen-Diskriminierung entsprechen zwar dem Zeitgeist, aber nicht den Tatsachen. Sonst müsste es ja zumindest im gleichen Umfang auch diskriminierte Frauen geben.

Jetzt werden einige Kampffeministinnen empört einwenden: Aber 19 Prozent, die sich nicht gerecht behandelt fühlen, seien ja noch immer viel. Dann kann man ihnen empfehlen: Sie sollten auch die zweite im „Standard“ dazu stehende Zahl lesen. Bei allen Österreichern zusammen nämlich, also Frauen plus Männer, beträgt die Zahl jener, die sich im eigenen Leben gerecht behandelt fühlen, nur 71 Prozent. Das zeigt: Von den Männern fühlt sich im Leben ein doppelt so hoher Anteil schlecht behandelt wie bei den Frauen!

Ist es immer ungerecht, wenn man einen Job nicht bekommt?

Dennoch gibt es interessanterweise keine Männerbewegung, die für sich Dutzende Lehrkanzeln, Quoten und viele hundert Männerbeauftragtenposten verlangt.

Dazu kommt noch ein ganz anderer Aspekt: Nicht jeder Mensch, der sich ungerecht behandelt fühlt – also etwa klagt, weil er einen begehrten Posten nicht bekommen hat, – ist wirklich Opfer einer sexuellen Diskriminierung. Manchmal soll es ja auch schon vorgekommen sein, dass ein Konkurrent für den gewünschten Job einfach besser qualifiziert ist.

Aber freilich: Wenn man die Ursache bei Misserfolgen nie bei sich selber sucht, sondern stets bei einer archaischen Verschwörung eines düsteren Patriarchats, dann ist das gut für das eigene Selbstwertgefühl.

 

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Homo-Propaganda bereits in der Volksschule drucken

Ein Kind fragt seine homosexuellen „Eltern“ Felix und Jonas: „Wo ist meine Mama?“ Felix und Jonas müssen dann entweder Schweigen oder Lügen!

Der 2014 gegründete Wiener Verein „Ausgesprochen“, unterstützt vom Unterrichtsministerium und der Stadt Wien, will mit einer Plakataktion an 700 Wiener Schulen auf die Situation der schwulen, lesbischen, bi, trans und inter* Lehrer_innen aufmerksam machen und für mehr Akzeptanz und Vielfalt werben. Auf der Homepage heißt es: „Schule ist gelebte Heterosexualität, LGBTI ebendort bestenfalls ein Konjunktiv I. Damit soll der Umstand der allgegenwärtigen Dominanz heterosexueller Kultur ausgedrückt werden.“

Darüber hinaus will man die „allgegenwärtige Dominanz heterosexueller Kultur“ brechen und schreckt nicht davor zurück, mit Botschaften wie „Die Eltern sind zwei Männer“, unsere Kinder zu belügen! Zwei homosexuelle Männer sind keine Eltern, sondern eine „Ich-AG“ und hinter dem Kinderwunsch einer lesbischen Frau versteckt sich oft eine größere Liebe zu sich selbst, als Liebe zum Kind, dem sie den Vater aus einer Phobie dem anderen Geschlecht gegenüber heraus vorenthält.

Hass gegenüber LGBTI ist entschieden abzulehnen, aber die allgegenwärtige Dominanz der Antidiskriminierungspropaganda von LGBTI fördert weder Akzeptanz noch Vielfalt, sondern stiftet nur Verwirrung und Verunsicherung. Am wenigsten wird dabei offensichtlich an die Kinder gedacht, denn mit solchen LGBTI-Botschaften werden Kinder total überfordert und jene mit eigenen Missbrauchserfahrungen könnten glauben, diese Form einer sexuellen Beziehung sei sogar erstrebenswert!

Schwule, lesbische, bi & transgender Protagonisten wollen nach meiner Erfahrung verehrt, respektiert und oft grenzenlos geliebt werden und fühlen sich als Opfer einer hinterlistigen Welt, dessen Unrecht es zu beseitigen gilt. Die Gerechtigkeit wird allerdings auf den Kopf gestellt, denn sie verstehen Gerechtigkeit als die Verpflichtung, ihnen zuzuerkennen, was sie ohne Änderung ihres Lebensstiles nicht erreichen können, nämlich Eltern zu werden.

Die Lösung für die Situation der schwulen, lesbischen, bi, trans und inter* Lehrer_innen kann mit Sicherheit nicht darin liegen, die Elternrolle umzudefinieren und die Wörter Vater und Mutter abzuschaffen. Das Familienforum lehnt daher die geplante Plakataktion entschieden ab.

Josef Gundacker
Familienforum Österreich

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Frauenaltersarmut prolongiert drucken

Wenn unsere Politiker nur einsehen könnte, dass genau das niedrige Frauenpensionsalter zur Frauenarmut im Alter führt. Und das feiern sie!

Frauen sind durchschnittlich höher gebildet als früher, Frauen arbeiten – und bekommen Kinder (wenn überhaupt) immer später. Um auch die Kinder im eigenen Sinn erziehen zu können, nehmen sich diese Frauen möglicherweise längere Karenz und arbeiten – zeitweilig – halbtags. Während dieser Zeit wächst dann das Pensionskonto nicht so rasch an.

In den Firmen wird oft mit der früheren Pension von Frauen gerechnet – daher wird ab dem 40. bestenfalls ab dem 45. Lebensjahr nicht mehr gerne in ihre Weiterbildung investiert. Damit können Sie sich auch nicht für „Karrierejobs“ bewerben und kommen immer mehr ins Hintertreffen.

Außerdem ist zu bedenken, dass Frauen mit Familie beruflich ab 40 beziehungsweise 45, „wenn die Kinder aus dem Ärgsten“ draußen sind, sich gerne und voll in den Beruf einbringen könnten.

Aber daran werden sie durch dieses „Privileg“ (aus Sicht der Frauenministerin) behindert.

Daher: Frauenaltersarmut prolongiert!

Dr. Christa Chorherr ist Ökonomin, EDV-Expertin und Publizistin in Wien, die sich in den letzten Jahren vor allem mit islamischen Themen befasst hat. Zuletzt erschien ihr Buch „Halbmond über Österreich? 

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Linz wird zu Köln drucken

Zwar werden die Vorgänge in den meisten österreichischen Medien in der üblichen Gutmensch-Vertuschungs-Tour nicht oder nur ganz klein gespielt, in internationalen Medien umso mehr. Der Linzer Hauptbahnhof löst zunehmend den Kölner Hauptbahnhof als Symbol des internationalen Völkerwanderungs-Schreckens ab.

Frauen müssen auf der österreichischen Bahnstation Spießruten laufen“, heißt es etwa in der weit verbreiteten „Daily Mail“. Es wird sogar von „No-Go-Zonen“ für österreichische Frauen berichtet. Ähnliche Stories laufen auch auf verbreiteten amerikanischen Nachrichten-Agenturen. 

Wahrscheinlich dürfte der in den Berichten hergestellte Zusammenhang stimmen, dass sich auf dem „Bahnhof des Schreckens“ vor allem solche Migranten sammeln, die von Deutschland wieder abgeschoben worden sind, weil sie aus Ländern wie Marokko kommen, die von Deutschlands Politik der offenen Tür nicht (mehr) erfasst sind. Jedenfalls werden Schlägereien untereinander berichtet, Attacken auf Frauen, sexuelle Belästigungen, Verletzung mehrerer Rotkreuz-Helfer, Alkoholexzesse, Verunreinigung durch Fäkalien und ähnliches.

Gewiss kann ich nicht die Details dieser Berichte nachprüfen, da ich schon länger nicht in Linz gewesen bin. Aber jedenfalls ist schon die internationale Verbreitung solcher Berichte ein unbestreitbares Faktum. Und jedenfalls hat Deutschland – ja genau, jenes Deutschland, das derzeit Österreich moralische Lehren erteilen will! – Hunderte Marokkaner nach Österreich abgeschoben, wo die Behörden nun überhaupt nicht wissen, was sie mit denen tun sollen.

Eine Verstärkung der Polizeipräsenz am Bahnhof kann ja nicht alles sein, was Österreich tut! Es mag sein, dass den von einem linken Obergutmenschen geleiteten ÖBB die Zustände auf den Bahnhöfen und die nach vielen Berichten eindeutigen (wenn auch offiziell nie zugegebenen) Fahrgastverluste der Bahn gleichgültig sind; dass sie davon ausgehen, dass am Schluss immer eh die Steuerzahler alle Verluste tragen. Aber es ist mehr als erstaunlich, dass weder der oberösterreichische Landeshauptmann noch die schwarz-blaue Mehrheit in Oberösterreich noch der rote Bürgermeister massiv öffentlich aktiv werden.

Auch wenn jetzt linke und katholische Gutmenschen aufjaulen: Solange Österreich nicht imstande ist, die Marokkaner-Horden abzuschieben (Marokko reißt sich ja nicht gerade um diese Menschen), solange die EU ihre vertragliche Pflicht zum Abschluss von solchen Abschieb-Verträgen erfüllt, solange wird nichts anderes übrigbleiben, als sie in Lager zu internieren, bis die jungen Männer freiwillig ausreisen (es sind nur solche). Wobei es dann an den Ticketkosten nicht scheitern sollte. Haben ja die ÖBB Zehntausende Migranten schon gratis auf ihrer „Flucht“ transportiert. Da sind die Ticketkosten auch kein Thema gewesen.

Eine solche Internierung wäre gesetzwidrig? Und Österreichs liberale Justiz verurteilt eventuell geschnappte Täter – ähnlich wie die deutsche – immer nur zu völlig wirkungslosen Bewährungsstrafen? Gewiss, gewiss: Aber Gesetze können geändert werden, sogar sehr schnell. Und eigentlich müssten sie sogar geändert werden, wenn für die Bevölkerung an immer mehr Orten der Republik so untragbare Zustände herrschen.

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Verspektiven 2015/35 drucken

Wie kann ein Chef sich heutzutage trauen
und nimmt nicht ganz genau die Hälfte Frauen?! –
Die Forderung entsprechend auch ergibt sich,
weil jeder Zweite misst mehr als eins-siebzig;
wird man dem auch mit Quote Rechnung tragen?

Man sollte konsequent auch etwa wagen,
all die Regierungen nur zu beschicken
mit zur Hälfte (das ist Schnitt) – und nicht mehr – Dicken!
Rund zwölf Prozent der Frauen sind Blondinen,
und keiner sollte Unrecht tun gar ihnen.

Und welchen Anteil haben Glatzenträger?
Und Arbeitslose oder Wildschweinjäger? -
Doch: welchen kann man wirklich denn vertrauen,
dass sie „die Besten“ sind? Warum grad Frauen?
Man nehme den, der optimal geeignet -
nicht objektiv ist, wer das jemals leugnet.

Dr. Günther Voith ist Jurist und Unternehmer. Er hat lange die Inzersdsorfer Nahrungsmittelwerke geführt, war Vorstandsmitglied der Industriellenvereinigung, Mitglied des Österreich-Konvents, der Staatsaufgaben-Reformkommission und Lehrbeauftragter. Er hat ein 600-Seiten-Buch „Reimekraut und Schüttelrübern" herausgebracht mit Alltags-Gedichten und Schüttelversen. Sie sind kritisch, persönlich, menschlich, politisch, zum Besinnen und zum Schmunzeln, jedenfalls unterhaltsam, aber keine Lyrik. Zu beziehen um € 28,- inkl. Versand via E-Mail: guenter.voith@chello.at.

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Chuzpe und Heuchelei nach Rathausart drucken

Es waren die wohl grässlichsten Geschehnisse während der letzten Jahrzehnte in Wien. Tausende Kinder – mindestens 2.700 – sind in Anstalten der Gemeinde Wien, vor allem im Kinder-„Heim“ Wilhelminenberg, sexuell schwer missbraucht und misshandelt worden. Es gibt auch massive Anzeichen, dass die Kinder dort wie in einem Bordell verfügbar gehalten worden sind, dass Machtträger von der Zwangsprostitution der Kinder finanziell profitiert haben. So widerlich das alles war, so erfolgreich war das Rathaus in den letzten Jahren mit seiner Strategie, das alles weitestgehend unter dem Teppich zu halten.

Es gab zwar irgendwelche Untersuchungen hinter dicht verschlossenen Türen und es gab in etlichen Fällen auch Entschädigungen für Opfer.

Aber was ist mit den Tätern? Nein Täter hat es offenbar nie gegeben. Nur Opfer.

Zum Unterschied von Vorfällen im christlichen Internatsbereich wurde jedenfalls kein einziger Täter direkt oder indirekt genannt, bestraft oder an den Pranger gestellt. Was unabhängig von der rein juristischen Verjährung doch ziemlich seltsam ist. Dabei übertrafen die Vorfälle am Wilhelminenberg jene im kirchlichen Bereich durch die geradezu industrielle Ausbeutung der wehrlosen Heimkinder bei weitem.

Mit Hilfe der befreundeten Genossen im ORF gelang es auch, die Fernseh-Berichterstattung über die Wiener Missbrauchsskandale auf ein Bruchteil der ORF-Berichte über kirchliche Affären zu reduzieren.

In einer unglaublichen Volte von „Experten“ im Dienste des Rathauses wurde dann sogar dem Nationalsozialismus die Schuld an den Verbrechen zugeschoben, um die SPÖ reinzuwaschen. Nun, dieser war gewiss das Allerschlimmste, was je auf österreichischem Boden stattgefunden hat. Aber meines Wissens war er im Wien der 50er- und 60er-Jahre nicht mehr an der Macht, als sich all diese Vorfälle ereigneten. Daher ist das eine genauso billige wie miese Ausrede.

Wenn dann jedoch von den Wiener Rathauspropagandisten argumentiert wird, dass sich der nationalsozialistische (Un-)Geist eben weiter gehalten hätte, dann wird damit ja in Wahrheit noch viel Ungeheuerlicheres zugegeben: Zwischen dem Hitlerschen Nationalsozialismus und dem SPÖ-Sozialismus in Wien hat es viel mehr Ähnlichkeiten gegeben als nur die einer verteufelt ähnlichen Partei- und Ideologiebezeichnung.

Freilich: Würde man das endlich einmal offen eingestehen, dann müsste die braune Nachkriegs-Geschichte der SPÖ in Wien und Österreich viel intensiver aufgearbeitet werden als bisher geschehen. Vor allem deshalb, weil Querverbindungen zum Nazi-Gedankengut NACH dem Holocaust tausendmal schlimmer sind als der Umstand, dass Jahrzehnte VORHER der Bürgermeister Lueger üble antisemitische Töne von sich gegeben hat. Und wenn die heutige SPÖ Straßenbezeichnungen nach Lueger abmontieren lässt, dann müsste sie das tausend Mal mehr bei allen Nachkriegs-Bürgermeistern und Stadträten machen. Auch wenn diese allesamt aus den SPÖ-Reihen gekommen sind.

Alles andere wäre pure Heuchelei.

Aber genau die regiert in Wien. Die rotgrüne Rathaus-Herrschaft denkt gar nicht daran, ihr Verhalten zu ändern. Ganz im Gegenteil. Sie setzt zwei weitere schlimme Zeichen:

  • Erstens verhängt sie einen Anmeldeschluss für alle Opfer, die sich noch nicht gemeldet haben (eine solche Meldung ist freilich wegen der schweren Traumatisierung für die Betroffenen oft psychologisch unendlich schwierig).
  • Zweitens schlägt die zuständige Stadträtin Wehsely jetzt allen Ernstes vor, dass der Bund eine „nationale Gedenkzeremonie“ für die missbrauchten Kinder setzt. Das ist nun wirklich Chuzpe zur Potenz. Jetzt auf einmal soll der Bund für Reue-Aktionen ob der Verbrechen der Gemeinde zuständig und damit natürlich in den Augen vieler – über die genaue Schuldlage uninformierter – Menschen zum Mitschuldigen werden.

 Das ist wirklich ungeheuerlich.

  1. Denn zum einen waren diese „Heime“ und „Wohl“-Fahrtseinrichtungen einzig und allein Kompetenz der Gemeinde Wien.
  2. Zum zweiten sind aus den allermeisten anderen Bundesländern keinerlei Verbrechen dieser Dimension bekanntgeworden.
  3. Und zum Dritten ist gerade die Gemeinde Wien sonst immer eifersüchtig darauf bedacht, den Bund aus all ihren Angelegenheiten total fernzuhalten. Michael Häupl hat in Richtung Bund sogar mehrfach gesagt: „Wir machen, was wir wollen“. In Hinblick auf die vom Bund kritisierten üppigen und weit über dem Rest Österreichs liegenden Beamtengehälter der Stadt Wien ebenso wie in Hinblick auf die exzessiven Wiener Bestechungsinserate.

Aber wenn’s um Schuldbekenntnisse geht, dann wird auf einmal der Bund herbeigewünscht.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

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Eine ganze Ladung voller Lob (Ja, auch für Politiker) drucken

In schlechten Zeiten tut es besonders gut, wenn man an vielen Ecken auch Vernunft, Ehrlichkeit und vor allem Mut aufflackern sieht. Ob das nun in Frankreich, Argentinien oder der Türkei ist. Ob einem die Namen Doskozil, Naderer, Jank, Kurz, Alm, Juraczka, Rupprechter oder Fassmann dazu einfallen.

Da diesmal – wer hätte das gedacht – im Inland mehr positive Nachrichten zu finden waren, sei mit dem Ausland angefangen.

Türkei

Der türkische Präsident Erdogan, also ein Mann, der bisher Europa ständig am Schmäh geführt hat, der als erster Staatschef in diesem blutigen Raum grenzübergreifende Gewaltakte gesetzt hat und der an der Syrien/Irak/&Terror-Katastrophe zu einem Gutteil mitschuld ist, hat jetzt in Hinblick auf die Völkerwanderung eine erstaunliche, wenn auch bittere Wahrheit gesagt. „Egal, wie grob, wie gnadenlos, wie gewissenlos die westlichen Länder sich verhalten, sie haben keine Chance, diesen Strom unter Kontrolle zu halten.“ Die Türkei kann und werde syrische Flüchtlinge nicht zum Bleiben zwingen.

Damit ist endgültig ausgesprochen: Die türkische Karte, auf die Angela Merkel in ihrer Naivität zur Unterbrechung des Völkerwanderungs-Stroms gesetzt hat und deretwegen sie der Türkei Milliarden zuschieben wollte, sticht nicht. Erdogan nimmt sich selbst aus dem Völkerwanderungs-Spiel (bezeichnenderweise lässt Ankara jetzt fast gleichzeitig unter dem Vorwand eines Terroranschlags einen Flüchtlings-Gipfel Türkei–EU platzen).

Damit ist hoffentlich jetzt auch für Merkel klar: Europa hat nur zwei Optionen. Entweder es zieht raschest Mauern hoch und folgt mit allen Konsequenzen dem australischen Migranten-Abschreckungs-Beispiel. Oder jedes EU-Land muss auf sich selber schauen (wie es nun sogar Österreichs Regierung nach einem Jahr der Unterbrechung ihrer Tätigkeit versucht).

Die Schmähstunde ist aus. Danke, Herr Erdogan.

Argentinien

Nach 14 Jahren hat das Land (in dem der jetzige Papst früher seine seltsame wirtschaftspolitische Prägung bekommen hat) nun endlich Vernunft angenommen: Argentinien hat sich mit seinen Gläubigern geeinigt und zahlt ihnen 6,5 Milliarden Dollar für alte Schulden. Das ist eine gute Nachricht, nachdem Argentinien jahrzehntelang einfach geglaubt hat, dass man lange ständig auf Pump leben kann, dennoch nie die Zeche zahlen muss, indem man die Schulden einfach einseitig für ungültig erklärt. Das schloss Argentinien aber von fast allen wichtigen Finanzmärkten ab. Das ist auch für viele andere Länder, die an die sozialistische Schulden-machen-aber-nie-zurückzahlen-Philosophie glauben, eine gute, wenn auch harte Lehre. Irgendwann wird sie auch in Kärnten und der Republik Österreich ankommen – in Sachen Hypo, in Sachen Staatsverschuldung.

Frankreich

Noch nie haben sich so viele Franzosen für die Tätigkeit als Polizist beworben. Die Behörden haben über 35.000 Anträge für diesen Beruf bekommen. Das zeigt: Frankreich ist noch nicht tot. Seine Menschen wehren sich. Der französische Nationalismus – absolut ein Nationalismus im guten Sinn, der nichts (mehr) erobern und niemanden bedrohen will, – tritt zum Kampf gegen die tödliche Herausforderung durch den islamischen Terrorismus an.

Wechsel nach Österreich:

Doskozil (SPÖ)

Der neue Verteidigungsminister lässt täglich mehr staunen: zum ersten Mal, seit es diese Regierung gibt, hat da jetzt wirklich kein Blatt Platz zwischen einem roten und einem schwarzen Minister. Es gibt keine Intrigen und Bosheiten. Hans Peter Doskozil begrüßt jetzt auch ausdrücklich die von der Innenministerin verkündete Tages-Obergrenze für die Aufnahme von Asylwerbern. Und das Beste: Er tut bisher mit jeder seiner Aktionen haargenau das Gegenteil von dem, wofür all seine Parteigenossen zwischen Rathaus und Kanzleramt bisher gestanden sind.

Naderer (Team Stronach)

Nach langem lässt die Schrumpfpartei wieder einmal positiv aufhorchen: Ihr Abgeordneter Naderer hat im Salzburger Landtag beantragt, in allen amtlichen Texten künftig auf die Verwendung von Binnen-I und Schrägstrichen zu verzichten (was den Bürgern erstmals wieder die Chance geben würde, amtliche Schriften und Anordnungen auch sinnerfassend zu verstehen). Lobenswert. Umso dümmer, dass nicht nur Rot und Grün, sondern auch die ÖVP in Salzburg dagegen gestimmt hat.

Jank (ÖVP)

Äußerst lobenswert ist auch, dass die ÖVP-Bildungssprecherin Brigitte Jank sofort die neueste Groteske aus dem Ministerium von Frau Heinisch-Hosek vom Tisch gewischt hat. Diese wollte die Leistungsanforderungen in den Schulen noch weiter senken – offenbar als Bestätigung, dass die Linke wirklich die Gratis-Matura für alle will. Sie wollte es unmöglich machen, dass in den ersten drei Volksschulklassen auch nur ein Kind durchfallen muss. Bei diesem neuen Anschlag der SPÖ auf Schulqualität, Leistungsorientierung und Vielfalt zieht die ÖVP diesmal nicht mit. Freilich: Noch ist die Gefahr nicht ausgeschlossen, dass das schwarze Duo infernal in der Regierung, also die Herren Mitterlehner und Mahrer, nicht doch wieder umfällt.

Juraczka (ÖVP)

In der Wiener ÖVP weht unter dem neuen Obmann Blümel ein erfrischender neuer Wind – der auch dem zum Klubobmann abgestiegenen Wahlverlierer Manfred Juraczka neue Flügel verliehen hat: Er lehnte für die ÖVP im Gemeinderat die Subventionierung der radikalen Schwulenlobby "Hosi" aus Steuermitteln ab. Nicht, dass das Rotgrünpink deswegen nicht dennoch durchgedrückt hätte. Aber damit hat die ÖVP erstens früher unbekannten Mut gezeigt. Zweitens scheint sie sich endlich wieder ihrer (verbliebenen wie auch verlorenen) Wähler zu besinnen. Damit erfährt man aber drittens den unglaublichen Skandal, dass ein Verein wie die Hosi überhaupt Geld bekommt.

Das ist völlig unverständlich. Sind doch die Schwulen der bestverdienende Teil der Bevölkerung (die künftigen Steuer- und Pensionszahler zu ernähren, ist ja den als faschistoid verachteten Heterosexuellen überlassen). Der einzige Grund, den man für die Subventionierung der Hosi erkennen kann: Der Verein beschimpft in den wildesten Tönen und Verleumdungen alles Bürgerliche, Konservative, Schwarze, Blaue, Kirchliche und was sonst noch ihre rotgrünen Geldgeber stören könnte. Hoffentlich ist das keine Eintagsfliege und die ÖVP lehnt zusammen mit den Freiheitlichen auch noch viele weitere der angeblich über 3000 (Dreitausend!) von der Stadt vergebenen Subventionen ab.

Eine Oppositionspartei darf doch keine Helfershelferin bei den Schweinereien der Regierenden sein.

Alm (Neos)

Der Neos-Mediensprecher Niko Alm hat das bisher beste – und mutigste – Medienkonzept vorgelegt, das je eine österreichische Partei produziert hat. Damit lassen die Neos endlich nach Monaten einer Rotgrün noch übertreffenden Willkommenseuphorie erstmals auch wieder positiv aufhorchen. Da sich Alm aber mit seinen Forderungen bei absolut keinem Medium Freunde machen wird, ist sein Mut gleich doppelt zu loben und preisen. Denn er verlangt, die Werbeausgaben der öffentlichen Hand (= Die Bestechungsinserate aus Steuermitteln) von 200 auf 10 Millionen zu reduzieren. Ähnliches soll bei den GIS-Abgaben für den ORF passieren. Auch inhaltlich ist da viel Kluges dabei. Und personalpolitisch hat er ebenfalls gute Ideen: An die Spitze des ORF sollte ein internationaler Medienmanager geholt werden.

Freilich weiß ich nicht: Ob er's nur aushält, der Alm…

Kurz (ÖVP)

Außenminister Sebastian Kurz startet etwas sehr Sinnvolles neu, was das Bundeskanzleramt total einschlafen hat lassen (wohl weil man das Geld den Faymann-Jublern am Boulevard zuschieben wollte): 100 Entscheidungsträger und künftige Führungspersönlichkeiten sollen jährlich nach Österreich eingeladen werden. Das ist gerade für ein kleines Land ein kluges und notwendiges Unterfangen – das freilich mit einem herzeigbaren Bundeskanzler noch viel besser gelingen würde.

Rupprechter (ÖVP)

Nie hätte ich gedacht, dass ich jemals an Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter etwas Lobenswertes finden werde. Aber er hat sich jetzt ausdrücklich und mutig gegen die großflächige Besiedlung Österreichs mit Wölfen und Bären gewendet. Was ich absolut richtig finde. Damit wagt er es, sich mächtigen Gegnern zu stellen: den Grünen, fast allen NGOs mit dem WWF an der Spitze, vielen Medien und romantischen Städtern, die nie mit ihren Kindern in den Bergen wandern gehen, die null Verständnis für die Sorgen der Bauern um ihre Tiere haben, die die Natur mit einem Zoo verwechseln. Daher muss man Rupprechter umso mehr loben. Auch wenn seine eigene(!) Pressesprecherin in der typisch knieweichen Art von ÖVP-Vorzimmermenschen ihn gegenüber Journalisten postwendend desavouierte, indem sie die Äußerungen Rupprechters als überzogen bezeichnete. Wäre ich Politiker, würde ich die Dame  noch fragen, wann sie bei den Grünen anheuert, weil ich so jemanden nicht brauche.

Fassmann (Migrationsexperte)

Ebenfalls erstaunlich mutig ist das, was der Migrationsexperte Heinz Fassmann jetzt bei einer Veranstaltung des Management Clubs so alles sagte. Vor allem auch, weil es ungefähr zehn Mal vernünftiger klang als das, was man von Fassmann aus früheren Jahren in Erinnerung hat. Die Highlights: Österreich müsse seine Attraktivität für die Migranten (etwa durch die weit über Deutschland liegende Mindestsicherung) senken. Man solle den Arbeitsmarkt nicht für bloße Asylwerber öffnen. Zuviel an Einwanderung habe einen strukturkonservativen Effekt. In der Asylantenwelle kämen Menschen nach Österreich, die das Land nicht braucht. Angela Merkel beschädige ihr eigenes Denkmal und habe keinen Plan B. Wer Asyl bekommt, werde in Österreich bleiben wollen und auch nach Kriegsende nicht nach Syrien zurückkehren. Wir haben uns geirrt, als wir geglaubt haben, dass wir mit der Rot-Weiß-Rot-Card Hochqualifizierte nach Österreich locken können – das haben schon die hohen Steuern verhindert.

An manchen Tagen bekommt man fast das akkumulierte Gefühl, dass etliche Politiker wie auch Professoren doch sowohl mutig wie klug sind. Ein gutes Gefühl.

PS: Reiner Zufall, dass in dieser Aufzählung heute kein FPÖ-Exponent dabei ist. Aber die Freiheitlichen haben es ja irgendwie leicht: Denn sie haben in Sachen Migration, Schule und Familie fast immer Recht. In Sachen Russland, Wirtschaft und Sozialstaat hingegen fast nie.

 

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Gender im Wiener Bildungsplan? Beste Betreuung für unsere Kinder - keine Ideologie! drucken

Was hat es nun wirklich mit der Diskussion um den Wiener Bildungsplan auf sich? Ist er überhaupt tragbar? Was ist die Haltung der ÖVP zum Thema Gender?

Erlauben Sie mir einen Versuch, etwas von der Verwirrung abzubauen, die durch unvollständige Informationen in einem auf diesem Tagebuch veröffentlichten Artikel entstanden ist. Also, der Reihe nach:

Was ist der Wiener Bildungsplan?

Der Bildungsplan stammt schon aus dem Jahr 2006 und konkretisiert die Aufgaben des Kindergartens in den Bereichen Bildung, Erziehung und Betreuung auf 67 Seiten. Während der Großteil des Bildungsplans annehmbar ist, und sich z.B. nicht gegen das Begehen von christlichen Feiertagen ausspricht, ist der Text zu Sexualerziehung und Gender untragbar, ideologisch motiviert und unwissenschaftlich.

Wo wird der Wiener Bildungsplan eingesetzt?

In den 1600 Kindergärten in Wien gilt der Wiener Bildungsplan bereits seit fast zehn Jahren. Darunter befinden sich auch die katholischen Kindergärten, die bisher keine Schwierigkeiten aufgrund der problematischen Gender-Stellen hatten. Für die 682 Kindergruppen (Unterschied zu Kindergärten sind die kleinere Gruppengrößen und die geringeren Ausbildungserfordernisse für das Personal) gab es bisher keinen Bildungsplan für die inhaltliche Ausrichtung.

Was hat der Wiener Landtag am 29.1. beschlossen?

Vor dem Hintergrund der Missstände in islamischen Kinderbetreuungseinrichtungen wurde beschlossen, dass der Bildungsplan nun nicht nur wie bisher für die Kindergärten sondern auch für Kindergruppen gelten sollte. Denn von den insgesamt 682 Kindergruppen sind 450(!) islamisch.

Warum hat die ÖVP dafür gestimmt?

Das Argument gegen den Bildungsplan war die Gendertheorie, das Argument dafür die Missstände in den islamischen Kindergruppen. Da es für diese keinerlei inhaltliche Vorschriften gab, war dort alles möglich, was Prof. Aslan in seiner Studie anprangerte. Stichwort: Fehlende Sprachvermittlung; religiöse Indoktrination, Heiliger Krieg, etc. 60 Prozent der Kindergartenanfänger haben in Wien keine deutsche Muttersprache. Die Integration funktioniert oft nur schwerlich.

Findet die ÖVP Gender Mainstreaming gut?

Nein! Wichtig war, dass die islamischen Kindergruppen nicht im rechtsfreien Raum bleiben. Der Bildungsplan selbst wurde nie dem demokratisch gewählten Gemeinderat vorgelegt. Bisher gab es noch keine Möglichkeit, über die Inhalte des Bildungsplans abzustimmen. Ich habe deshalb in meiner Rede gegen Gender im Wiener Bildungsplan festgehalten, dass wir den Bildungsplan nur als Leitfaden verstehen und solch umstrittene Passagen wie die zum Gender Mainstreaming nicht wörtlich anzuwenden sind.

Was denkt Gudrun Kugler über Gender Mainstreaming?

In der aktuellen Ausgabe der Academia (1/2016) erkläre ich im Detail das Problem mit der Gendertheorie: „Wenn Hirsch_*/Innen nicht mehr röhren dürfen, Über Absichten und Auswirkungen des Gender Mainstreaming“.

Meine engagierte Rede gegen Gender im Wiener Bildungsplan hat die rot-grünen Köpfe zum ziemlich rot werden lassen. Hier ein Auszug aus meiner Rede vom 29.1.:

„Es besteht ein Widerspruch zwischen Biologie und der Gendertheorie: Gender Theoretiker nennen das so: „Anatomie ist ein soziales Konstrukt.“ (Judith Butler). Aha?! Und weiter: „Es ist Willkür, wenn Menschen nach ihren Geschlechtsteilen sortiert werden, genauso gut könnte man die Größe nehmen oder die Haarfarbe.“ Sie unterstellen der Hebamme also Willkür, wenn sie ausruft: „Gratulation! Ein Mädchen!“ – Es wäre also genauso relevant auszurufen, „Gratulation, 51 cm“! Das ist ja absurd! Der Hauptfehler der Gendertheorie ist die Annahme, dass sich das biologische Geschlecht nicht auf die Psyche auswirkt. Das ist wissenschaftlich unhaltbar. Diese falsche Grundannahme ist – höflich formuliert – „unökologisch“.

Ist die ÖVP die „Homoehe-Gesamtschul-Frühsexualisierungs-und-Österreichzerstörungs-Partei“? Mitarbeiten statt schmollen!

In einem Posting zum ursprünglichen Verwirrungsartikel lese ich, die ÖVP sei die „Homoehe-Gesamtschul-Frühsexualisierungs-und-Österreichzerstörungs-Partei“. Es gibt niemanden, der alles gut heißt, was die ÖVP - oder sonst eine Partei - macht. Aber der Fairness halber sollte man sagen, dass es nur einen Grund gibt, warum wir in Österreich keine Homo-„Ehe“, keine flächendeckende Gesamtschule und kein Levelling Up (verstärkte Anti-Diskriminierungsgesetze) haben: die Haltung der ÖVP. Lobenswert war auch das Engagement der ÖVP gegen staatlich verordnete Sexualerziehung wie z.B. gegen die Broschüre „Ganz schön intim“. Dass es noch viel Handlungsbedarf gibt, heißt für mich nur eines: mitarbeiten statt schmollen.

Außerdem sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass die ÖVP-Wien am 28.1. gegen die Förderung der Homosexuellen Initiative Wien gestimmt hat. Klubobmann Manfred Juraczka hat zur Haltung der HOSI eine engagierte Rede gehalten. Die beleidigte Reaktion der HOSI ist einen Blick wert.

Ich schließe diesen Beitrag so wie ich meine Rede gegen Gender im Wiener Gemeinderat beendet habe:

„Die Gendertheorie ist keine Wissenschaft, sondern eine Weltanschauung, die derzeit fundamentalistisch und totalitär auftritt. Die Gendertheorie widerspricht der persönlichen Erfahrung des Menschen. Wir werden weiterhin gegen die Benachteiligung von Frauen kämpfen! Aber an der richtigen Front - nicht durch die Abschaffung der Frau! Unsere Kinder brauchen beste Betreuung und Bildung, nicht Ideologie.“

Die Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete MMag. Dr. Gudrun Kugler, MMF, ist ÖVP-Wien Bereichssprecherin für Integration, Europa und Menschenrechte. Die promovierte Juristin, Master der Theologischen Studien zu Ehe und Familie und Magistra der Gender Studies ist verheiratet und Mutter von vier Kindern.
Weitere Informationen: www.gudrunkugler.at

 

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Ewige Feindschaft zwischen Röstkaffee und der Brüsseler "Familienpolitik"? drucken

Wien zeigt sich von seiner besten Seite. Es ist Kaiserwetter und fernab der Touristenhorden, die auf breiten Straßen in der Innenstadt anzutreffen sind, steuere ich mein Café an. Beim Aufstoßen der Tür weht mir der Duft von Röstkaffee und feinem Gebäck entgegen.

Kaffeekultur. Das bequeme Wien.

Es bleibt Gott sei Dank alles so wie es ist, immer war und immer sein wird. Abgesehen davon, dass der kleine, brave Sklave – mein Handy – das sinnliche Zeitunglesen durch ein unaufmerksames Scrollen durch verschiedene Social Networks ersetzt. Neben Sinnigem und Unsinnigem spicken Photos von blauen und pinken Transparenten und Schildern in Paris und Stuttgart meine Facebook wall.

Massen an Eltern, die an der Hand quirlige Kinder halten, junge Mütter und Väter mit Kinderwagen, tausende Jugendliche, die Transparente mit der Aufschrift  wie „Et il est où ton papas? Et elle est où ta maman?“ in die Höhe strecken, sind uns, wenn man nicht das Glück hat, in Paris zu wohnen, nur aus Fernsehen und Zeitung bekannt.

Das Phänomen, dass Massen nicht nur für Lohnerhöhung und gegen Rentenkürzungen, sondern für die Rechte und den Schutz der Familie auf die Straßen strömen, tritt auch in anderen Ländern zutage. Auf Paris und Stuttgart folgt Rom. Auch hier reihen sich alle Schichten der Gesellschaft aneinander, um das zu verteidigen, was ihr Lebensursprung ist: Die Familie, bestehend aus der natürlichen Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau und deren Nachkommen.

Die Familie ist die älteste aller Gemeinschaften und die einzige natürliche.
Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778)

Ich würde hinzufügen: „…und die einzige, die den Fortbestand eines Staates ermöglicht.“ Und das sollte unserem Staat, in dem wir wohnen, verdammt nochmal von höchstem Interesse sein, denn so jung ist er auch nicht mehr. Der Staat interessiert sich freilich nicht für unsere Gefühle. Er ist interessiert an seinem Fortbestand. Und wenn der Staat Ehe und Familie Schutz und rechtliche Anerkennung zusichert und gewährt, dann weil sie sein eigener Nabel sind. Doch was kümmert mich Brüssel? Da wende ich mich lieber meiner Mélange zu.  

Zugegeben, eine steigende Anzahl an EU-Mitgliedstaaten übernimmt eine Gesetzgebung, die gleichgeschlechtliche Ehen zwischen zwei Männern oder zwei Frauen erlaubt, womit sie allerdings dem Subsidiaritätsprinzip folgt: Gesetze, die Familie oder Ehe betreffen, fallen in die Zuständigkeit der jeweiligen 28 Mitgliedstaaten.

Doch seit einiger Zeit wird in den Rechtsakten der Europäischen Union immer häufiger auf die Familie Bezug genommen. Und dabei geht man sogar so weit, den Familienbegriff ausweiten zu wollen. Doch diese Definitionen, was Familie und Ehe sind, unterscheiden sich von einem Text zum anderen (z.B. den Nachzug von Familien oder das Ansiedeln in einem anderen EU-Land betreffend).

Darüber hinaus hat das Europäische Parlament in den letzten Jahren viele Initiativberichte z.B. über „reproduktive Rechte“ beschlossen. In dieser Entwicklung ist die Negierung der Verknüpfung von Ehe und ihres natürlichen Zweckes, der Fortpflanzung, impliziert. Das heißt, wenn Ehe eine Verbindung von Menschen sein kann, die das gleiche Geschlecht haben und sich folglich nicht fortpflanzen können, dann kann die Ehe nicht an Fortpflanzung geknüpft sein. Doch warum bitteschön ist das der EU von Interesse? Geht es ihr also doch mehr um die Gefühle einer Minderheit mit lauter Stimme?

In der Tat nehmen wir die Entstehung von künstlichen Familien durch In-Vitro-Fertilisation mit Samen-/Eizellenspenden und Leihmutterschaft (nichts anderes als Ausbeutung und Menschenhandel) wahr: auf Grundlage des vorgegebenen Rechtes auf ein Kind (Recht auf einen Menschen?). In der höchst emotionalen Diskussion um die rechtliche Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften als Ehe kommen sachliche Argumente mit Weitblick zu kurz.

Was auch zu kurz kommt, sind die Folgen! Die Leihmutterschaft ist nichts anderes als teurer Menschenhandel, der nicht nur pervers, sondern auch sozial ungerecht ist. Wer das nötige Kleingeld hat und sich an einem Kind erfreuen mag, geht es halt einkaufen. Im Osten sind genügend Frauen, die aufgrund wirtschaftlicher Misslage ihren Körper hergeben. Und dabei müssen sie die aufkommenden mütterlichen Gefühle für das heranwachsende Leben in ihrem Körper unterbinden. Aber Frau, man gewöhnt sich ja an alles mit der Zeit.

In-Vitro-Fertilisation wird industriell. Damit es auch ganz sicher mit dem Nachwuchs klappt, werden natürlich mehrere Eizellen befruchtet. Man darf den Kunden ja nicht enttäuschen. Nur das Beste. Der Rest wird weggeworfen oder landet in der Kosmetikbranche. Wer will schon Falten? Doch langsam werde ich emotional. Und leider wird es noch emotionaler, da wir nun bei den Betroffenen selbst anlangen: den Kindern!

Die Kinder, die produziert werden, werden ihres Aufwachsens mit, der Erziehung durch und ihres Wissens um die Identität ihrer echten Eltern beraubt! Die Familie entwickelt sich von etwas Natürlichem zu etwas Künstlichem und unterliegt einer willkürlichen Definition, die jederzeit ausweitbar ist. Das Trojanische Pferd der Selbstbestimmung öffnet die Tore für willkürliche Neudefinierungen auf Grundlage des Befindens einer Minderheit. Das Subsidiaritätsprinzip muss bestehen bleiben und eine klare Definition zum Schutz des Ehebegriffs in seinem natürlichen Ursprung angestrebt werden!

Deshalb formiert sich eine europaweite Bürgerinitiative „Mum, Dad, Kids“, zu Deutsch „Vater, Mutter, Kind“, deren Anliegen es ist, der eher stillen Bevölkerung eine Stimme zu verleihen und die Einzigartigkeit von Ehe und daraus resultierend die Familie zu schützen. Auch Österreich muss mitreden.

https://mumdadkidsde.wordpress.com/

Ein Jahr lang haben wir Zeit, dieses Anliegen mit einer Unterschrift zu unterstützen und uns für die Initiative zu engagieren. Die Sache hat auch keinen Haken. Denn die Kaffeehausgemütlichkeit bleibt dennoch erhalten, trotz der Politik oben im Norden. Versprochen.

Die Familie ist es, die unsren Zeiten nottut.
Adalbert Stifter (1805-1868), österreichischer Erzähler, Romanschriftsteller und Maler

Hanna-Lisa Karsch ist die österreichische Koordinatorin der europäischen Bürgerinitiative "Mum, Dads, Kids". Sie ist Studentin und beendet gerade den Master Alte Geschichte und den Master Numismatik und Geldgeschichte in Wien.

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