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Zehn erfreuliche Nachrichten aus aller Welt – sogar auch aus Österreich

Die Tage der sommerlichen Hitze scheinen längerfristig vorbei – und auch sonst stößt man in aller Herren Länder auf positive Nachrichten. Nur wenige sind es allerdings in Österreich. Hierzulande sollte man sich daher manches, was anderswo passiert, zum Vorbild nehmen. Etwa in Tschechien, der Slowakei, Italien, Dänemark und Schweden. Erfreulich sind aber auch Informationen, die aus Australien, Kasachstan, Saudi-Arabien, der Ukraine und Kuba kommen.

Die zehn positiven Vorgänge im Detail:

  1. Um mit dem Lieblingsthema vieler Medien zu beginnen: Das sind die Schreckensmeldungen zum Thema Umwelt. Aus Australien müsste aber jetzt in Hinblick auf das jahrelang medial breit ausgewalzte Korallensterben am "Great Barrier Reef" ebenso groß das Gegenteil berichtet werden. Denn dort gibt es ein erstaunlich heftiges Korallenwachstum. Natürlich wird man dennoch kaum positive Berichte finden, da es ja positive Nachrichten aus der Umwelt nicht geben darf. Medien fühlen sich, so wie zahlreiche NGOs und die Grünen desgleichen, den schlechten Nachrichten grundsätzlich verpflichtet. Daher werden sie lieber nach einem Eck des Riffs suchen, wo die Korallen noch nicht zurückgekommen sind.
  2. Die von Donald Trump (genauer gesagt seinem Schwiegersohn Kushner) eingeleitete und von der gemeinsamen Furcht vor den wirren iranischen Mullahs getriebene Aussöhnung zwischen Israel und Saudi-Arabien hat eine neue Stufe erreicht: Erstmals dürfen Flugzeuge, die nach Israel unterwegs sind (oder von dort kommen), den Luftraum des flächenmäßig größten Araberstaates überfliegen. Manchmal brauchen Normalität und Vernunft halt Jahrzehnte.
  3. Auch wenn man nie genau weiß, was hinter solchen Angeboten steckt, auch wenn das Land recht weit weg ist, so ist doch das Angebot aus Kasachstan hochinteressant: Das Land (aus dem Österreich jetzt schon viel Energie bezieht) bietet der EU sowohl Öl- wie auch Gaslieferungen an – und zwar auf neuen Lieferwegen unter Umgehung Russlands. Dabei ist Machthaber Tokajew erst vor wenigen Monaten durch russische Truppen vor der Bedrohung durch heftige Unruhen seiner eigenen Bürger gerettet worden. Dennoch deutet alles darauf hin, dass sich auch er jetzt aus einer Abhängigkeit von Russland loslösen will. Eine solche hat niemand gerne, der das Verhalten Moskaus kennengelernt oder beobachtet hat (Vielleicht schaffen das Westeuropas Rechts- und Linksradikale auch einmal …).
  4. Zumindest schmunzeln muss man darüber, dass die Ukraine nun einen Teil der erhaltenen Hilfe zurückzuzahlen versucht – nämlich durch Stromlieferungen. Das freut auch gewiss alle Österreicher, die vor dem nächsten Winter bangen. Wen von ihnen kümmert es da schon, dass die Ukraine weit mehr als die Hälfte ihres Stroms aus Atomkraft gewinnt, solange dieser bei ihnen aus der Steckdose kommt …
  5. Ist Kuba demokratischer als Österreich? Gute, wenn auch erstaunliche Frage. Jedenfalls wird auf Kuba Anfang September in einem Referendum über Homoehe und Leihmutterschaft abgestimmt. In Österreich hingegen werden solche Dinge weder von den Bürgern noch den von ihnen gewählten Volksvertretern, sondern von ein paar Damen und Herren im sogenannten Verfassungsgerichtshof hinter verschlossenen Türen entschieden. Sie biegen die Verfassung solange, bis Linksideologen daraus die jeweils gewünschte Richtung ablesen können. Diese Verfassungsrichter haben keinerlei demokratische Rechenschaft abzulegen, spielen sich aber dennoch immer mehr als die wahren Herrscher über Österreich auf.
  6. Italiens Ex-Premier Berlusconi hat wieder einmal gezeigt, dass er ein kluger Staatsmann ist. Er hat öffentlich die "beschämende Dämonisierung" der mit ihm verbündeten Rechtspopulistin Giorgia Meloni kritisiert. Diese Dämonisierung wird in Italien von den Medien voll hetzerischem Hass gegen jeden Politiker rechts der Mitte betrieben (was massiv an österreichische Bräuche erinnert). Früher war auch Berlusconi selbst Opfer der Medienkampagnen; und später dann der dritte Rechte im Bunde, Matteo Salvini. Dabei hat Melonis Partei durch ihren kometenartigen Aufstieg beiden Mitbewerbern deutlich Stimmen abgenommen. Aber Berlusconi kennt erstens nur zu gut die Methoden der Mainstreammedien; und er weiß zweitens, dass die Rechtsparteien nur deshalb derzeit großer Favorit für die Wahlen sind, weil sie eindrucksvoll geschlossen auftreten und sich nicht von den üblichen Sprengminen der Linken irritieren lassen (hierzulande als wöchentliche "Entlarvung" alter Liederbücher oder neuer Rattengedichte bekannt). Die österreichischen Rechtsparteien könnten von dem alten Mann mit den eingesetzten Haaren viel lernen: nämlich gegenseitige Solidarität gegen Angriffe von außen. Dies gilt etwa ganz besonders für Herbert Kickl mit seinen täglichen Hasstiraden gegen die ÖVP, oder für Sebastian Kurz, der in seiner schwarz-blauen Regierungszeit nicht imstande gewesen ist, die Inszenierung der "Einzelfall"-Hysterie der Linksparteien zu durchschauen und daher zu ignorieren. Berlusconi hingegen ist imstande, über die Chefin einer anderen Rechtspartei voll Wohlwollen zu sagen: "Sie hat der Rechten in Italien eine neue Perspektive gegeben." Bei uns würde ihnen eher die Zunge abfallen, als so etwas zu sagen …
  7. Wechsel zu den nördlichen Nachbarn: Ab September wird die Luftwaffe Tschechiens das Nachbarland Slowakei verteidigen und dessen Luftraum sichern. Das ist doppelt vorbildlich, weil die Slowakei ihre russischen MIG 29 der Ukraine zu deren eigenen Verteidigung überlassen hat. Auch Österreich könnte eigentlich kostengünstig und zugleich effizient (wenn auch gewiss nicht zum Nulltarif) die eigene Luftraumverteidigung zu einem nachbarschaftlichen Kooperationsprojekt machen. Es könnte – wäre da nicht die dumme Neutralität, die Österreich theoretisch verpflichtet, die gesamte Landesverteidigung total eigenständig zu organisieren. Was es freilich nicht tut, ist doch fast nie genug Geld für das Bundesheer in der Staatskasse, haben doch die Herren Gusenbauer und Darabos die österreichischen Eurofighter zu jämmerlichen Eunuchen gemacht.
  8. Apropos Luft, apropos Vorbild für Österreich: Schweden und Dänemark schicken die gemeinsame Luftlinie SAS in eine geordnete Insolvenz (nach US-Recht). Das soll die Sanierung, also das Gesundsparen von SAS ohne Gläubigerdruck ermöglichen. Das ist aber auch die Antwort zweier sozialdemokratischer(!) Regierungen auf einen Streik der Pilotengewerkschaft. Was für ein Unterschied zu Österreich und der AUA, die ständig den Gewerkschaftsforderungen nachgegeben haben, zu deren Gunsten die Regierung hunderte Millionen Steuergeld verbrannt hat, und die dann an die Deutschen verschenkt worden ist. Auch kennt niemand einen SPÖ-Mann, der das Wort "Sparen" auszusprechen vermocht hat, ohne zugleich verächtlich auszuspucken.
  9. Da wir jetzt an Hand etlicher eigentlich modellhafter Vorgänge in anderen Ländern indirekt längst in Österreich gelandet sind, sei auch aus dem eigenen Land etwas massiv gelobt: Das ist ein zum kommenden Jahreswechsel in Kraft tretendes Verfassungsgesetz (das interessanterweise von den krawallorientierten Medien des Landes kaum berichtet worden ist): Alle "Studien, Gutachten und Umfragen", die mit Steuergeld finanziert werden, müssen künftig – samt Kosten – komplett veröffentlicht werden. Damit darf es künftig kein von uns finanziertes Geheimwissen der Politik mehr geben. Besonders positiv ist, dass das auch für Länder und Gemeinden gilt. Noch viel positiver wäre es allerdings, wenn es auch in Hinblick auf Inserate, Kooperationen und sonstwie getarnte Geldflüsse an Medien detaillierte Transparenz geben würde, und wenn Geld an Medien nur dann fließen dürfte, wenn es zuerst eine öffentliche Ausschreibung der Inserate &Co und dann Vergabe an den Bestbieter geben würde sowie eine Prüfung des Inserateninhaltes auf seine Notwendigkeit.
  10. Und noch etwas zweites Positives aus Österreich: Zumindest in Teilen der ÖVP hat ein Umdenken über das irre Pflichtpensionssystem eingesetzt. Dieses sieht ja vor, dass Pensionisten, wenn sie trotzdem arbeiten, bis zu 22,8 Prozent an Pensionsbeiträgen zahlen müssen. Was natürlich viele vom Weiterarbeiten abhält. Was nicht nur ungerecht ist, sondern in Zeiten ein besonderer Wahnsinn, da uns hinten und vorne die Arbeitskräfte ausgehen. Freilich: Vorsichtiges Umdenken ist noch keine parlamentarische Mehrheit …

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