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Wie sich die Arbeiterkammer selbst ad absurdum führt drucken

Lesezeit: 2:30

Die Arbeiterkammer hat sich bei einem nicht gerade fernstehenden Institut eine Umfrage zum Arbeitszeitthema bestellt. Und bekommen. Sie hat dabei aber offensichtlich nicht bemerkt, wie sehr sie mit dem Umfrageergebnis zugleich ein anderes ihrer ständigen Propagandathemen konterkariert.

Bei dieser Umfrage, die die jetzige SPÖ/ÖGB-Kampagne gegen die geplante (und in Wahrheit minimale) Neuregelung des Arbeitszeitrechts unterfüttern soll, wurde erforscht, ob man mehr oder weniger arbeiten wolle. Dabei wurden auch jene Menschen befragt, die derzeit Teilzeit arbeiten (also 34 Stunden und weniger). Und da antworteten elf Prozent, dass sie noch weniger, und nur 22 Prozent, dass sie mehr arbeiten wollen. Zwei Drittel sind jedoch mit ihrem Arbeitsausmaß zufrieden.

Seltsam: Wir haben noch dröhnend die jahrelange Kampagne von SPÖ und Genossen im Ohr, wie böse doch Teilzeit sei und dass sie eine böse Falle vor allem für Frauen sei (Teilzeit-Arbeitnehmer sind vor allem Frauen). Und jetzt ein solches Ergebnis! Jetzt will nicht einmal jeder vierte Teilzeit-Beschäftigte auch nur eine Stunde zusätzlich arbeiten. Das Ergebnis beweist wieder einmal, dass solche Kampagnen – wie die gegen Teilzeit, wie die gegen Überstunden – überhaupt nichts mehr mit den echten Problemen und Wünschen der Menschen zu tun haben, sondern reine Funktionärs-, Journalisten- und Agitationsthemen sind.

Wohl hat die Arbeiterkammer-Umfrage bei jenen, die mehr als 40 Stunden arbeiten, ergeben, dass drei Viertel gerne weniger zu arbeiten wünschen. Es wurde aber bezeichnenderweise das Entscheidende nicht zusätzlich gefragt (oder die Ergebnisse wurden nicht veröffentlicht), nämlich ob die Überstundenmacher auch dann weniger arbeiten wollen, wenn sie als Folge entsprechend weniger Geld bekommen.

Dann würde nämlich mit absoluter Sicherheit das Ergebnis einer sauberen Studie ganz anders aussehen. Und sollte jetzt ein AK-Apparatschik entgegnen: "Manche bekommen ja gar keine Überstunden bezahlt, die werden besonders ausgebeutet", dann kann man nur laut lachen. Denn natürlich bekommen fast alle Arbeitnehmer dafür mehr Geld, dass sie zu mehr Leistung bereit und imstande sind. Nur erfolgt die Bezahlung halt bei qualifizierten Berufen nicht durch eine mühsame Einzelabrechnung, sondern durch ein höheres Fixum, oder durch Prämien. Dazu kommt, dass viele Arbeitnehmer in Wahrheit aus den verschiedensten Gründen wie ein Unternehmer denken und gerne mehr arbeiten (weil sie am Betrieb beteiligt sind, weil sie mit dem Eigentümer verwandt sind, weil sie geradezu süchtig nach ihrer Arbeit sind, weil sie sich am Arbeitsplatz wohler fühlen als im eigenen Heim, weil sie einmal den Betrieb übernehmen werden, weil sie das Unternehmen – und damit den eigenen Job – sichern wollen, weil sie durch Erfolg am Arbeitsplatz eine eigene Karriere vorbereiten, usw).

Aber zugegeben: Mit Fremdwörtern wie Leistung oder Karriere soll man Gewerkschaftsfunktionären nicht kommen. Sie könnten einen nicht verstehen. So, wie sie den Schuss ins eigene Knie einer solchen Umfrage nicht verstanden haben.

Rätselhaft ist nur, warum die Arbeiterkammer fast täglich weitere Argumente liefert, die daran erinnern, wie unsinnig eine Zwangsmitgliedschaft bei ihr ist.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    27x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2018 01:42

    In Wahrheit geht es AK, ÖGB, ORF und all den anderen linken Vorfeldorganisationen ja nur sehr vordergründig um die Arbeitszeit. Tatsächlich geht es ihnen ausschließlich um eine Attacke auf die türkis-blaue Regierung und Einzementierung ihres eigenen schönen Lebens auf Kosten anderer.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2018 06:55

    WEG MIT DEN ZWANGSBEITRAEGEN!

    Von AK, WK UND ORF!!!

  3. Ausgezeichneter KommentatorBürgermeister
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2018 07:02

    Die AK kann ich erst dann wieder ernst nehmen wenn man Pensions-Exzesse wie in https://www.andreas-unterberger.at/2018/06/zehn-todsnden-der-unverschmtheit/#l2 beschrieben abgeschafft hat. RÜCKWIRKEND!

    Solange dies nicht geschieht muss man die ganzen "Tätigkeitsfelder" dieser Organisation (inkl. Umfragen und öffentliche Auftritte) primär als Scheinaktivität zur Verdeckung des eigenen Privilegiensumpfes einstufen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2018 08:56

    Wenn wir schon beim Thema AK sind! Als die WKO die Beiträge gesenkt hat, da war auch von einer ähnlichen Reaktion bei der AK die Rede, wo ist diese? Unsere Regierung könnte da alte Versprechen einfordern und damit der SPÖ ordentlich in die Suppe spucken, denn auch ohne große Umfrage bin ich mir sicher, mehr netto ist dem typischen Arbeitnehmer lieber, als ein paar rote Bonzen zu finanzieren.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlogiker2
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2018 07:24

    Hirn und Intelligenz sind bei diesen roten Vereinen auszuschließen, geht es einzig und allein um den Scheinkampf gegen die Ausbeutung der Arbeitnehmer, in Wirklichkeit um die Verteidigung ihrer leistungslosen Privilegien.

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2018 11:54

    OT---aber wenn Sie wissen wollen, was mit Ihrer Spende an das ROTE KREUZ geschieht, dann wird Sie wahrscheinlich dieser Bericht eines besseren belehren:

    "Spanien: „Aquarius-Flüchtlinge“ schmeißen Spenden in den Müll und gehen feiern"

    https://www.journalistenwatch.com/2018/06/26/spanien-aquarius-fluechtlinge/

  7. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2018 09:46

    Durch lange Inzucht im Machtgefüge der SPÖ ist die Bildung und Intelligenz ihrer Führung stark zurückgegangen. Die Arbeiterkammer war schon immer eine Mißgeburt und erfüllte Aufgaben der Gewerkschaften. Die Roten wollten ihre Macht im Staat ausbauen und Posten an die Genossen verteilen. Einst war es schwierig alle Kollektivverträge zu beherrschen, aber durch den PC ist sie verschwunden. Seit damals gehört die Arbeiterkammer wegrationalisiert. Einige andere Kammern auch.

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  1. Wernervt (kein Partner)
    28. Juni 2018 09:18

    Hat vielleicht auch jemand schon einmal daran gedacht, dass eventuell viele deshalb nicht mehr arbeiten wollen, weil ihnen aufgrund der Abgabenquote von dem mehr verdienten Geld eh kaum etwas übrig bleibt?!?

  2. pressburger
    26. Juni 2018 20:04

    Hat es vor den Wahlen eine Ankündigung gegeben, die Zwangsmitgliedschaft in den Kammern wird entsorgt ? Würde zu einen demokratischen Staat eigentlich gut passen. Zwangsmitgliedschaften und der Zwang linke Propaganda zu konsumieren, sind eigentlich Relikte aus Zeiten der Diktaturen. Wieso werden diese Relikte, auch der ORF und der ÖGB gehören dazu, künstlich mit dem Geld des Steuerzahlers am Leben erhalten.

  3. Ausgebeuteter
    26. Juni 2018 19:32

    Zur Erinnerung:
    Die Arbeiterkammern haben durch die Pflichtbeiträge - welche bei Erhöhungen von Löhnen bzw. Höchstbemessungsgrundlagen immer mehr werden - viele Euro-Millionen an Reserven angehäuft.

    Was die Spenden an NGOs (Rotes Kreuz, Caritas, Ärzte ohne Grenzen usw.) betrifft, so geht ein großer Teil für Administration und Werbung "drauf". Und in nicht wenigen Fällen, werden die Mittel falsch eingesetzt - siehe Wegwerfen der Sachgüter durch sog. Flüchtlinge.

    Ich erinnere mich noch an die sog. Kulturbereicherer, welche während der Transitfahrt im Herbst 2015 von Spielfeld nach Salzburg die ÖBB-Eisenbahnwagen versaut und demoliert hatten. Aber auch aus Frankreich kam eben auch so ein Bericht. Siehe:

    http://www.imagenetz.de/ff990f3d0/Migrants.pps.html (2 MB)

    Alles doch Ingenieure, Ärzte und Wissenschaftler, oder doch nicht?

  4. Undine
    26. Juni 2018 11:54

    OT---aber wenn Sie wissen wollen, was mit Ihrer Spende an das ROTE KREUZ geschieht, dann wird Sie wahrscheinlich dieser Bericht eines besseren belehren:

    "Spanien: „Aquarius-Flüchtlinge“ schmeißen Spenden in den Müll und gehen feiern"

    https://www.journalistenwatch.com/2018/06/26/spanien-aquarius-fluechtlinge/

    • glockenblumen
      26. Juni 2018 13:48

      Deutlicher kann man ja nicht zeigen, daß es sich KEINESFALLS um "Flüchtlinge" handelt - was normal denkende Menschen sowieso wissen!
      Doch das war auch schon 2015 bei uns so. Da lagen auch Berge von Spenden jedweder Art im Straßengraben, aber Hauptsache der Pizzabote und das damalige Kanzleroid haben durchgewinkt bis zum Abwinken.. :-(((
      Warum lassen sich die Leute noch immer so ver.rschen???

    • pressburger
      26. Juni 2018 19:58

      Aber die Gutmenschen werden sich auch in der Zukunft, von ihrer Wahnvorstellung unbedingt weitere Eindringlinge beglücken zu müssen, trennen. Fakten, nicht wichtig, hoch lebe die internationale Solidarität.

  5. socrates
    26. Juni 2018 09:46

    Durch lange Inzucht im Machtgefüge der SPÖ ist die Bildung und Intelligenz ihrer Führung stark zurückgegangen. Die Arbeiterkammer war schon immer eine Mißgeburt und erfüllte Aufgaben der Gewerkschaften. Die Roten wollten ihre Macht im Staat ausbauen und Posten an die Genossen verteilen. Einst war es schwierig alle Kollektivverträge zu beherrschen, aber durch den PC ist sie verschwunden. Seit damals gehört die Arbeiterkammer wegrationalisiert. Einige andere Kammern auch.

  6. dssm
    26. Juni 2018 08:56

    Wenn wir schon beim Thema AK sind! Als die WKO die Beiträge gesenkt hat, da war auch von einer ähnlichen Reaktion bei der AK die Rede, wo ist diese? Unsere Regierung könnte da alte Versprechen einfordern und damit der SPÖ ordentlich in die Suppe spucken, denn auch ohne große Umfrage bin ich mir sicher, mehr netto ist dem typischen Arbeitnehmer lieber, als ein paar rote Bonzen zu finanzieren.

  7. logiker2
    26. Juni 2018 07:24

    Hirn und Intelligenz sind bei diesen roten Vereinen auszuschließen, geht es einzig und allein um den Scheinkampf gegen die Ausbeutung der Arbeitnehmer, in Wirklichkeit um die Verteidigung ihrer leistungslosen Privilegien.

  8. Bürgermeister
    26. Juni 2018 07:02

    Die AK kann ich erst dann wieder ernst nehmen wenn man Pensions-Exzesse wie in https://www.andreas-unterberger.at/2018/06/zehn-todsnden-der-unverschmtheit/#l2 beschrieben abgeschafft hat. RÜCKWIRKEND!

    Solange dies nicht geschieht muss man die ganzen "Tätigkeitsfelder" dieser Organisation (inkl. Umfragen und öffentliche Auftritte) primär als Scheinaktivität zur Verdeckung des eigenen Privilegiensumpfes einstufen.

  9. simplicissimus
    26. Juni 2018 06:55

    WEG MIT DEN ZWANGSBEITRAEGEN!

    Von AK, WK UND ORF!!!

  10. Haider
    26. Juni 2018 01:42

    In Wahrheit geht es AK, ÖGB, ORF und all den anderen linken Vorfeldorganisationen ja nur sehr vordergründig um die Arbeitszeit. Tatsächlich geht es ihnen ausschließlich um eine Attacke auf die türkis-blaue Regierung und Einzementierung ihres eigenen schönen Lebens auf Kosten anderer.

    • simplicissimus
      26. Juni 2018 06:55

      Genau das ist es.

    • Franz77
      26. Juni 2018 09:34

      Jepp! ********

    • glockenblumen
      26. Juni 2018 13:43

      @ Haider

      Genau so ist es!!! Nur Quertreiben, keine Lösungen, proletenhafte Aussagen und infantiles Gezeter, wie sie es seit Jahrzehnten machen....

    • Undine
      26. Juni 2018 17:35

      In knappen Worten auf den Punkt gebracht!***********************!

    • Weinkopf
      26. Juni 2018 20:21

      Auf den Punkt gebracht. Danke.

    • AppolloniO (kein Partner)
      28. Juni 2018 13:26

      ...und vor allem müssen diese drei Linksorganisationen für das Versagen von Kern, SPÖ und Co antreten....auf zum letzten Gefecht...

    • Gast (kein Partner)
      29. Juni 2018 07:07

      Na da werden sie am Samstag wieder wie dir Irren durch die Mariahilferstraße brüllen, die Linken Marionetten. Selbständiges Denken ist denen ja fremd. Ihre Vereine und Organisationen treiben sie wieder auf die Straße, die nur ihnen gehört, denn alle anderen Demonstranten werden ja mit "Gegendemonstrationen" mundtot zu machen versucht. SO stellen sich Linke eben "Demokratie" vor. Was nicht von ihnen kommt, muss niedergemacht und schlechtgeredet werden.
      SPÖ- selber schon lange den 12 Stundentag hinter den Kulissen im Visier. Die Leute sind dumm und meinen, dass 12 Stunden, 60 Wochenstunden bedeuten. Konnte vor kurzem eine Verkäuferin aufklären, die seit Jahren schon "flexible" Arbeitszeit hat





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