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Italien ginge es so gut - wenn nur die bösen Märkte nicht wären! drucken

Lesezeit: 7:00

Selten hat sich vor den Augen der ganzen Welt eine Verschwörungstheorie so atemberaubend schnell verbreitet wie in den letzten Wochen in Italien. Jenseits aller Fakten und Wahrheiten. Ihr Kern: Nicht die Italiener und ihr jahrzehntelanges Schuldenmachen seien an der Krise des Landes schuld, sondern die Deutschen und die Märkte. Das sollte Österreicher an eine fast hundert Jahre zurückliegende Periode der eigenen Geschichte erinnern. Auch noch ein weiterer Aspekt der gegenwärtigen Commedia degli intrighi politici Italiani erinnert an gleich zwei andere – kürzer zurückliegende – Episoden aus Österreich.

Er besteht in der Frage nach der Macht eines Staatspräsidenten im parlamentarischen System. Darf er, soll er etwa vorgeschlagene Minister ablehnen? Rein juristisch ist die Lage da wie dort klar: Er darf. In der politischen Machtanalyse wird man freilich zu ganz anderen Schlüssen kommen: Er soll, er kann das nur so lange, so lange die parlamentarische Mehrheit das auch duldet.

In Österreich hat sie das sowohl im Jahr 2000 wie auch 2017 getan. Beide Male hat ein Bundespräsident im Vorfeld einer Regierungsbildung Bedenken gegen einzelne potenzielle Minister signalisiert. Diese Bedenken wurden von den jeweiligen Koalitionsbastlern auch berücksichtigt – freilich eher hinter den Kulissen, also ohne es auf eine Kraftprobe ankommen zu lassen.

Dramatisch gescheitert ist Bundespräsident Klestil 2000 hingegen mit seinem in Zusammenarbeit mit SPÖ, Kronenzeitung und Raiffeisen schon weit vorangetriebenen Plan, eine schwarz-blaue Regierung komplett zu verhindern. Er hat damals im letzten Moment sein fertig ausgearbeitetes Projekt einer Beamtenregierung wieder fallengelassen. Diese hätte mit Sicherheit keine Parlamentsmehrheit gefunden und daher unvermeidlich zu sofortigen Neuwahlen geführt (übrigens berichten mehrere damalige Schlüsselakteure, dass ein Kommentar von mir mit einer scharfen Warnung Klestil zum Umdenken gebracht hätte; eine direkte Bestätigung dafür habe ich freilich keine, da Klestil mir seit damals hasserfüllt aus dem Weg gegangen ist).

Zurück nach Italien: Auch dort hat jetzt der Präsident ganz ähnlich den Plan einer sogenannten Expertenregierung entwickelt. Und auch dort hat er diesen wieder fallen lassen müssen, weil eine solche Regierung keine parlamentarische Chance gehabt hätte. Zumindest gilt das vorerst – in Italien erfindet sich die Welt der Politik ja täglich neu.

Zumindest vorerst ist der italienische Präsident aber auch mit seinem Plan gescheitert, einen Ministerkandidaten einer fast schon fertigen Populistenkoalition herauszuschießen. Das unterscheidet ihn ganz von Klestil und Van der Bellen – oder vielmehr die italienischen Koalitionbastler von den schwarzblauen in Österreich. Denn die beiden italienischen Parteien sind im Gegensatz zu ihren österreichischen Pendants bisher hart geblieben.

Wie diese commedia weitergehen wird, ist offen. Für Italiens Politiker ist ja die Dauerkrise ohnedies nur eine unendliche Komödie, mit ständig neuen Szenen vom plötzlichen Liebespartnerwechsel bis zu Meuchelmorden und Wiederauferstehungen. Eines ist jedoch jetzt schon klar: Solche Konflikte Präsident vs. parlamentarische Mehrheit sind exemplarisch, weit über Italien und Österreich hinaus. Sie werden viele künftige Geschichtsbücher intensiv beschäftigen.

Deren Analysen werden wohl die Parlamente als letztlich immer wichtiger denn Staatspräsidenten ansehen. Diese sollten daher nur dann auf die Bühne treten, wenn sich keine Parlamentsmehrheit finden lässt. Wie es jetzt etwa in Tschechien der Fall ist oder im Herbst in Deutschland der Fall war. Sonst sollten sich Präsidenten im Interesse der Stabilität eines Landes völlig zurückhalten, auch wenn ihre inhaltlichen Bedenken gegen Absichten der Regierung im Einzelfall berechtigt sein mögen. Ein Vorbild sollte etwa die englische Königin sein, die außer Small talk nur von dem (durch Parlamentsmehrheiten getragenen) Premierminister verfasste Texte von sich gibt. Die aber völlig im Diskreten die Regierungschefs berät.

Jedes andere Verhalten könnte zu lähmenden Machtkämpfen führen, zu einem unproduktiven Wettbewerb der Eitelkeiten. Die Geschichte zeigt überdies: Wenn ein Präsident zu stark wird, dann ist die Gefahr eines letalen Ausganges für Demokratie und Rechtsstaat gefährlich groß. Siehe etwa das Putin-Russland. Selbst in eindeutigen Demokratien wie den USA oder Frankreich wird ein verfassungsmäßig eigentlich sehr starker Präsident dann schwach, wenn die Parlamentsmehrheit gegen ihn ist.

Die Verschwörungstheorie

So sehr also in Sachen Ministerliste den beiden potenziellen Koalitionspartnern Italiens Recht zu geben ist, so sehr sind die von ihnen jetzt verbreiteten Verschwörungstheorien nur als absurd zu klassieren. Sie täten viel besser daran, die Verschwendungs- und Schuldenpolitik der letzten Jahre und Jahrzehnte sowie die Reformunwilligkeit der diversen Links- und Berlusconi-Regierungen oder auch der einstigen Christdemokraten zu geißeln, als die "Märkte" und die Deutschen.

Wenn kluge Menschen die Italiener jetzt vor den Reaktionen der Märkte warnen, dann sind diese Warnungen keine böse antiitalienische Verschwörung, sondern wohlmeinende Hinweise auf geradezu naturgesetzlichen Folgen der angekündigten Politik. Wer aufs Eis tanzen gehen will, sollte sich selber die Folgen zuschreiben, wenn er einbricht. Und nicht dem bösen Eis oder jenen, die vor dem Eis-Ausflug gewarnt haben. Das sollte doch auch ein italienischer Politiker verstehen.

Wenn Europas schwerst verschuldetes Land ankündigt, künftig noch viel mehr Geld ausgeben zu wollen, auf derzeitige Einnahmen zu verzichten, und die bisherigen Sparversprechungen ignorieren zu wollen (und zwar noch mehr, als diese schon bisher ignoriert worden sind), dann schockiert das zwangsläufig alle jene, die diesem Land eventuell noch Geld geben könnten. Dann werden sie Italien entweder überhaupt keinen Kredit mehr geben (was mehr als logisch wäre). Oder sie werden zumindest deutlich höhere Zinsen für das dramatisch erhöhte Risiko verlangen, das verliehene Geld nie wiederzusehen.

So reagiert jede vernünftige Familie, die überlegt, um ein paar Tausend ersparte Euro Staatsanleihen zu kaufen. So reagiert jede Versicherung, die das Geld der Versicherten für spätere Pensionszahlungen anzulegen hat. So werden etwa auch die Nationalbanken Chinas, Japans und Südkoreas reagieren, die ständig nach Investitionsmöglichkeiten suchen. Sie alle sind der "Markt".

Italien sollte, statt in der Außenwelt Schuldige zu suchen, lieber täglich Hochämter für alle Nationalheiligen feiern lassen, weil es die Europäische Zentralbank gibt. Und weil diese ganz "zufällig" von einem Italiener geleitet wird. Und weil diese EZB monatlich(!) satte zweistellige Milliardenbeträge an Anleihen vor allem der maroden Staaten aufkauft, obwohl es ziemlich wahrscheinlich ist, dass die EZB das meiste davon, was sie da fast hemmungslos verteilt, nie wieder sehen wird.

Mit einem Satz: Ohne die ständige EZB-Finanzierung aus der Notendruckerei wäre Italien mit seinen 2,3 Billionen Schulden schon längst pleite. Wohlgemerkt: Billionen, nicht Millionen, nicht Milliarden.

Aber statt dass die Italiener dafür ewig dankbar wären, beschimpfen sie jetzt Europa und insbesondere die Deutschen. Es sind wohlgemerkt "die Italiener" – fast alle –, die das tun. Es sind nicht nur ein paar Politiker, die offenbar nicht bis drei zählen können.

Kein Wunder, dass weltweit die Menschen an den Bankschaltern Gold zu kaufen begonnen haben.

Wer Literatur und die Bibel kennt, weiß freilich, dass das eigentlich eine alte Geschichte ist: Fast nie ist jener der Böse, der über seine Verhältnisse lebt und leichtsinnig Schulden macht, sondern immer nur der, der ihm in der daraufhin eintretenden Not hilft und Geld leiht. Der Grund: Dieser Gläubiger hat die Frechheit, sein Geld irgendwann einmal zurückhaben zu wollen …

Italien will aber diese Billionen nicht zurückgeben, obwohl es mit Sicherheit nicht durch irgendwelche unverschuldeten Schicksalsschläge oder Naturkatastrophen in Not geraten ist.

Freilich: Eines ist den Deutschen – speziell Angela Merkel –, aber auch anderen, etwa österreichischen Euro-Politikern der letzten zehn Jahre sehr wohl und ganz heftig vorzuwerfen: Dass sie es Italien, Griechenland & Co überhaupt erst ermöglicht haben, dauerhaft auf Schulden zu leben. Bei der Gründung des Euro war hingegen das Gegenteil vereinbart gewesen, also dass es ausdrücklich verboten ist, einem anderen Land aus einer Schuldenkrise zu helfen.

Die Merkels Europas haben nicht begriffen, dass ein Verhalten wie das Italiens nur durch ein Ende mit Schrecken beendet werden kann, nicht durch eine Politik der Konflikt- und Schmerzfreiheit. Denn wenn das versucht wird, gewöhnen sich die Schuldner daran, dass man ruhig disziplinlos sein kann, dass es eh immer einen Big Spender gibt.

Und was hat das mit dem Österreich der Zwanziger Jahre zu tun? Nun, Österreich war damals in einer sehr ähnlichen Lage wie Italien heute. Es hat dringend einen großen Kredit des Völkerbundes gebraucht. Es hat diesen aber nur mit sehr strengen Auflagen auch bekommen – ganz im Gegensatz zur Zahnlosigkeit der EZB. Diese damaligen Auflagen bestanden vor allem in einem strengen Völkerbundkommissar, der in Wien residiert und die gesamte Politik mit Vetorecht überwacht hat.

Seine strengen Auflagen haben binnen Kurzem zu einer eindrucksvollen Sanierung geführt. Das war damals freilich nur deshalb möglich, weil Österreich mit Ignaz Seipel einen überaus weisen Politiker hatte, der sehr froh war, im Völkerbundkommissar einen idealen Partner zur Reform des nach dem Krieg kaputten Landes an der Seite zu haben. Diese bis zur Weltwirtschaftskrise anhalten Sanierung hätte keine österreichische Regierung alleine geschafft – nicht nur weil die Sozialisten damals wild gegen die Völkerbundüberwachung opponiert haben.

Es klingt zwar erstaunlich, aber die politische Klasse des heutigen Italiens täte gut daran, sich an Seipel ein Vorbild zu nehmen.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2018 07:11

    Klestil, Karas, Busek - es erstaunt immer wieder, welche sonderbaren Lebensformen das Schwarze Biotop hervorbringt und sogar bis zur Geschlechtsreife bringt.

  2. Ausgezeichneter KommentatorTegernseer
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2018 06:33

    Die Ursache der ganzen Problematik liegt schon 17 Jahre zurück, als man die Kriterien so zurechtgebogen hat, dass auch Italien und in weiterer Folge sogar Griechenland an der Währungsunion teilnehmen konnten. Jeder vernünftige Volkswirtschaftler griff sich damals an den Kopf. Man könnte hier aus der historischen Perspektive die Lateinische Münzunion bemühen, die auch nie funktionierte und von den Südländern schamlos ausgenützt wurde (ich habe dazu einmal einen Artikel über Griechenland gelesen, der über hundert Jahre alt war und sich las wie aus der heutigen Zeit).

    In weiterer Folge wurde ein Fehler nach dem anderen gemacht (oder sind derartige Entwicklungen systemimmanent?): Negativzinsen, Staatsanleihenkäufe etc. Die katastrophalste Fehlentscheidung aber wiederum gelang der Regierung Merkel, indem sie Griechenland unbedingt retten musste. Damit war wiederum weder Griechenland noch dem nördlichen Steuerzahler geholfen und es war eigentlich logisch zu erwarten, dass sich demnächst auch andere Länder bequem zurücklehnen und sich retten lassen würden. Um es abzukürzen: "Whatever it takes" ist der Schlachtruf der EZB und Italien hat in dieser Comedia, in diesem Spiel die besseren Karten und wird gewinnen. Merkel wird wieder auf Zeit spielen und die Sparer und Steuerzahler werden die Leidtragenden sein.

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2018 09:20

    Eine Verschwörung ist da nicht dahinter, eher ist die Theorie von Herrn Unterberger arg an den Haaren herbeigezogen.
    Denn „Merkels Europa“ wird lange schon von der EZB geführt und die Schuldenmacherei ist Teil des Programms die EU zusammenzuhalten, ja sogar die Auflösung der Nationalstaaten immer weiter voranzutreiben. Merkel und Co wissen genau was sie tun!
    So gesehen haben die Italiener recht, seit Draghis „whatever it takes“, braucht man nur Anleihen ausgeben, die EZB wird alles kaufen, sonst zerbricht die EU. Dann noch die Bankenunion, genannt Einlagensicherung, und schon können die Regierungen agieren, als sei das Geld abgeschafft. Das ist ein wunderschöner Kreislauf! Deutschland und Co exportieren, die Regierungen besteuert dies, Italien und Co importieren auf Pump, die Regierungen besteuern dies. Man besteuert also ein nicht vorhandenes Geschäftsvolumen! Damit kann Merkel ein Nulldefizit vorweisen und damit so tun, als ob die Zuwanderung nichts kostet, können die Italiener eine gigantische Bürokratie finanzieren und auch so tun, als ob das nachhaltig wäre. Lediglich die Angestellten und Eigentümer der KMUs sind die Dummen, die werden halt irgend wann ohne Pension und Ersparnisse dastehen.

    Wir sollten also nicht über die Italiener schimpfen, den dortigen arbeitenden Menschen geht es genau wie uns! Zu hohe Steuern, zu viel Regulierung, zu viele Beamte, zu viele Zuwanderer, faule und ungerechte Gerichte, zu viele NGOs im Sozialbereich ...

  4. Ausgezeichneter KommentatorSabetta
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2018 07:45

    Die Italiener haben zusammengehalten und sich keinen IWF-Mann an die Spitze des Staates setzen lassen. Bravo!

    Italien - wie auch Griechenland und die anderen Südstaaten inkl. Frankreich - ist nicht sanierbar, nicht im Euro und nicht in einer Schuldenunion, die sich bald auf Wunsch der Nehmer noch mehr "vertiefen" wird.

    Italien ist ein Weichwährungsland. Das Abwerten fördert die Exporte und man kauft vermehrt heimische Waren, was zu einer Sanierung führen kann. Mit dem Euro hängt der Patient permanent am Tropf, kann aber nie mehr aufstehen. Italien wurde ebenso wie Griechenland und andere in den Deutsch(Hartwährungs)-Euro gepresst und dort unnatürlich gehalten. Die "Märkte" trugen und tragen das Ihrige u.a. mit seltsamen Wetten auf Pleiten oder Kurse und Anleihekäufen (von fauligen Sachen). Sie alle verdienen sich dumm und dämlich mit der Erfindung von Geld, das es nie geben wird. Dafür können sie sich aber viel kaufen, besonders Menschen, und in Luxus leben.

    Natürlich haben die Italiener Schulden gemacht wie alle anderen ja auch, ABER das wurde von der EU und besonders Deutschland gefördert. Das ist ja das Gleiche wie bei den Entwicklungsländern. Die werden immer einen Grund finden, weshalb man sie fördern sollte und deshalb entwickeln sie sich auch nicht. Wozu auch? Wozu auf eigenen Beinen stehen, wenn man jemanden hat, der einen trägt? Also, es ist nicht Italiens Schuld, sondern die der Leute, die den Euro unbedingt wollen, weil er der Weg zu einer neuen Sowjetunion ist.

    Solange man die Völker Europas nicht wieder freilässt, werden sie sich nie wieder erfangen. Wir sind in den Krallen der Hochfinanz, der Konzerne, der lallenden Schnapskasperln und anderen gestörten Persönlichkeiten...

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2018 03:13

    Richtig ist, daß es Italien in einem freien Markt besser ginge. Aber heute werden die Embargos hochgehalten und diejenigen, die versuchen sich nicht an diese zu halten und anders wâhlen, nur weil sie an Demokratie glauben, damit sie wieder freie Märkte haben, die werden abgestraft.
    Auch den ehemaligen Oststaaten vertraut Brüssel nicht mehr. Was Freiheit ist wird von der Ostküste und ihren Machtstrukturen bestimmt. Gemeiner Weise stehen die Chinesen und die Russen mit Gewehr bei Fuß um die US Embargos gegen den Iran abzufedern. Die "Liberalen" - nach eigener Definition - können niemand mehr trauen. Arm!

  6. Ausgezeichneter KommentatorBürgermeister
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2018 06:28

    In den mezzogiorno steckt man seit Jahrzehnten Milliarden rein - es kommt nichts dabei raus. Sinnlos verpulvertes Geld das man im Norden und am internationalen Markt einsammelt. Der österreichische mezzogiorno (Wien) wird langfristig ähnliche Auswirkungen auf die Bundesfinanzen haben.

    Man sollte sich die Vorschläge von 5 Stelle genau anschauen. Es sind radikale Vorschläge aber die "Eliten" haben das Land in die Situation gebracht in der es heute ist. Sie kriegen es aber nicht mehr raus, von denen kommt nur ein hirnloses "weiter wie bisher".

    Zu Seipel kann man stehen wie man will. Die Finanzen saniert zu haben, aber ein politisch ruiniertes und gespaltenes Land mit einer verarmten Bevölkerung zurückgelassen zu haben ist genau das, was man in Italien nicht will.

  7. Ausgezeichneter KommentatorKlimaleugner
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2018 08:36

    Ein Land in dem das „dolce Vita“ zum Lebenskonzept der Bürger wurde muss es mit dem Euro schwer haben. Die Teilnahme erfordert Disziplin und Fleiß, Eigenschaften, die südlich der Alpen (vor allem in Mittel-und Süditalien) nicht so verbreitet sind.
    Italien hat seit 1999, also seit fast 2 Jahrzehnten den Euro. Vorher hat das Land ungefähr alle zwei Jahre seine frühere Währung – die Lira – abwerten müssen, um seine Waren, die schon immer weniger konkurrenzfähig waren als die der „Nordländer“ überhaupt an den Mann zu bringen. Es war von vorn herein klar, dass dieses Experiment am lebenden Körper namens EURO nicht funktionieren wird. Viele Experten haben das auch prophezeit.

    Es besteht nun ein extrem ungesunder Zustand: für Länder wie Spanien, Portugal eben Italien und Griechenland, aber auch Frankreich ist der Euro immer noch viel zu hoch bewertet, während er im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft viel zu niedrig bewertet ist, sodass Deutschland dadurch zum „Exportweltmeister“ wird.

    Die traurigen Folgen dieser Missgeburt namens Euro sind:
    • Extreme Jugendarbeitslosigkeit in den „Südstaaten“
    • Entstehung einer "lost generation" in den Südstaaten - Abwanderung der Jungen
    • Nachdem überall Sozialisten und Etatisten an der Macht sind erfolgt das Gegensteuern durch Staatsausgaben, die durch das Gelddrucken der EZB (= niedrige Zinsen für die Staatsverschuldung, Kauf von italienischen Staatspapieren) erst ermöglicht werden
    • Die Staatsverschuldung nimmt natürlich zu, weil was kann man von Politikern schon erwarten, wenn die Zinsen niedrig sind?
    • Ein wesentlicher Grund für die Maßnahmen der USA wie die Einführung von Zöllen auf z.B. Autos aus Europa ist das künstliche Niedrighalten des €-Kurses durch die EZB, was von den USA zu Recht als Subvention gesehen wird – möglicherweise ein heilsamer Hinweis für Europa
    • Zinsen sind der Preis für Kapital. Der von der EZB künstlich niedrig gehaltene Zins führt zu falschen Anreizen – es wird investiert, nicht weil ein Produkt gut ist und Marktchancen hat, sondern weil die Zinsen niedrig sind.
    • Die Zahl der „Zombie-Unternehmen“ steigt, weil die Banken die Kredite nicht abschreiben wollen (oder können!!??) und die Zinsen eben niedrig sind, der einzige Grund warum der Konkurs noch nicht eingetreten ist. Sobald aber die Zinsen steigen – und sie werden steigen – wird die Konkurswelle kommen und die Banken werden krachen.

    Also SCHLUSS MIT DEM DOLCE FAR NIENTE – BESSER FRÜHER WIE SPÄTER!!!!!!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKnut
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2018 07:33

    Man sollte in Europa endlich einmal anfangen, dieses Schmierentheater, wir seien eine Demokratie, aufzuhören. Dann könnte man endlich mit offenen Karten spielen und Nägel mit Köpfen machen.

    In Italien könne man derzeit genau so gut die Mafia regieren lassen - schlechter würde es kaum laufen - bestimmt sogar besser.

    In Österreich wären dann die Sozis wieder offiziell an der Macht (hintenrum über Medien, ORF und linker Staatsanwaltschaft sind sie es ja immer noch) und man könnte das Volk noch mehr ausplündern und das Geld an die Klimaflüchtlinge oder wie auch immer die Invasoren jetzt genannt werden, mit Geschenken überfluten, während die Rentner am Hungertuch nagen.

    Österreich war frei!

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  1. astuga (kein Partner)
    04. Juni 2018 12:59

    Allerdings weiß man auch wie die geschichte für österreich politisch ausgegangen ist. Eher nicht so gut... Die "hilfe" war auch nicht selbstlos, diente sie doch auch zur bedienung der reparationszahlungen aus dem 1. WK. die von allen nachfolgestaaten der monarchie alleine der 1. republik auferlegt wurden. Der völkerbundkommissar hieß, wenn ich mich recht erinnere, übrigens Morgenthau. Der selbe von dem später der sog. Morgenthau-Plan zur deindustrialisierung deutschlands stammte.

  2. Melder (kein Partner)
    04. Juni 2018 01:10

    "Macht eines Staatspräsidenten im parlamentarischen System. Darf er, soll er etwa vorgeschlagene Minister ablehnen? Rein juristisch ist die Lage da wie dort klar: Er darf. In der politischen Machtanalyse wird man freilich zu ganz anderen Schlüssen kommen: Er soll, er kann das nur so lange, so lange die parlamentarische Mehrheit das auch duldet.

    In Österreich hat sie das sowohl im Jahr 2000 wie auch 2017 getan."

    Zu den Ablehnungen Jahre 2017 wurde bisher nur bekannt, daß die Herren Vilimsky und Gudenus abgelehnt wurden.

    Es wurden jedoch noch weitere 2 Männer als Minister abgelehnt! Darüber las ich keinen Medienbericht.
    Ebenso wurde die Bildung eines bestimmten Ministeriums abgelehnt,

  3. cosinus (kein Partner)
    02. Juni 2018 22:19

    Unbestritten ist in erster Linie der Schuldner für seine Lage verantwortlich. Gleich danach aber die "Investoren", die wider besseres Wissen immer neues Geld zuschießen. Und nicht zuletzt jene Masochisten, die - ebenfalls wider besseres Wissen - als Bürgen auftreten.
    Und eines sollte auch A.U. erkennen: Wer sich so hoch verschuldet hat, dass er sich mit Sicherheit niemals mehr entschulden kann, tut gut daran, formal seine Zahlungsunfähigkeit zu erklären. Sonst sitzt er auf ewig in der Schuldenfalle. Man mag dies als unmoralisch ansehen, aber es ist rational nachvollziehbar.

  4. bürgerIn (kein Partner)
    02. Juni 2018 12:41

    die deutschen glauben offenbar tatsächlich an das, was sie sagen - ergo, glauben sie, die italiener werden ihre staatsschulden - zumindest teilweise - zurückzahlen. die italiener sagen nicht, was sie glauben und leben am allerbesten auf kosten der schuldenunion.

    ad seipel: 100% einverstanden. aber au, die sozialisten würden ihre besten historiker (zb einen rathkolb) aufbieten, um diese these zu entkräften, sie werden nasse fetzen nach ihnen schmeißen, denn einen seipel darf man nicht loben geschweige ihn ein vorbild nennen. renner war da halt ein anderes kaliber, tja. die deutungshochheit zeigt, wo die macht wohnt.

  5. AppolloniO (kein Partner)
    02. Juni 2018 12:12

    Italien hat sich noch nie ein (gutes) Beispiel genommen und ist immer den einfachsten Weg begangen.
    Schon früher lebte man auf Pump (Wähler- Bestechung) und glich Schulden über Inflation aus. Heute holt man sich das Geld von der EZB (und italienischen Institutionen).
    Auf welcher Seite begann Italien den Ersten Weltkrieg? Richtig, als V e r b ü n d e t e
    Deutschlands und Österreich. Und wo beendeten sie den 1.WK? Auf der anderen Seite, der der Siegermächte!
    Und im 2. Weltkrieg? Haargenau das gleiche Spiel.
    Italien wird also immer ganz einfache Wege zum Erfolg wählen.
    PS: Hat eigentlich Italien schon einmal einen Krieg auf der Seite beendet an der es ihn angefangen hat?

  6. fxs (kein Partner)
    02. Juni 2018 11:20

    Vor Jahren, noch bevor es den Euro gab, wurden die Währungen der südeuropäischen Länder jährlich regelmäßig abgewertet. Diese Abwertungen spiegelten das Produktivitätsdefizit dieser Staaten wieder, die Staaten refinanzierten sich auf Kosten der Sparer, die ihrerseits durch hohe Zinsen entschädigt wurden und alles lief glatt. Mit Einführung des Euros wurden den Staaten die Möglichkeit der Abwertung genommen und das Produktivitätsdefizit wird zum Handelsdefizit und zur Staatsschuld. So falsch ist also der Ansatz nicht, dass die EU insbesondere der Euro Schuld am Dilemma ist.

  7. Der Notar (kein Partner)
    02. Juni 2018 10:57

    LERNEN´S GESCHICHTE Herr Redakteur! Was AU unter den Tisch fallen lässt, waren die Kämpfe und Krämpfe die bei dieser "Sanierung" mit den Roten vor allem mit Bauer auszufechten waren. UND - kaum ließ der Druck ein bischen nach, erlahmte auch die Sanierungsbereitschaft der Österreicher. Gut man könnte fast philosophisch werden: mit dem Ersparten züchtete man AH hoch und AH übernahm auch die Kasse nach dem 12.3.1938. Er selbst war zu dem Zeitpunkt bereits mehr als klamm. Ohne Grundkonsens im Volk wird jede Sanierung scheitern. Vernunft muss in den Volksgenen liegen, wie zb bei den Schweizern.

  8. Torres (kein Partner)
    02. Juni 2018 10:56

    Ganz recht hat Unterberger nicht mit der "harten" Haltung der italienischen Regierungsparteien: Sie haben zwar den Minister Savona durchgebracht, allerdings nicht als Finanzminister (was Präsident Mattarella ja abgelehnt hat), sondern als Europaminister (was ja bei einem ausgewiesenen EU-Skeptiker besonders eigenartig ist).
    Immerhin hat Salvini angekündigt, dass er 5 Mrd. bei den Flüchtlingen einsparen will.

  9. McErdal (kein Partner)
    02. Juni 2018 09:23

    **********Müssen alle Euro-Scheine eingestampft werden?*************
    Krebsgefahr
    w w w .bild.de/geld/wirtschaft/krebs/krebsgefahr-muessen-alle-euro-scheine-eingestampft-werden-55869144.bild.html

    Ich fürchte wir müssen jetzt alle bargeldlos zahlen, sonst bekommen wir den bösen Krebs.....

    Ein Witz für völlig enthirnte - hihi................

  10. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    02. Juni 2018 08:31

    O je, da sind gleich drei Dinge daneben gegangen. Das erste, kein Wunder, Putin. Es scheint kein Thema zu geben, in das Putin nicht hineinreklamiert werden könnte, und wenn man dafür reine Präsidialsysteme mit den nutzlosen Präsidenterln Österreichs oder Deutschlands vergleicht.

    Das nächste sind die Warner, die vor allem und jedem warnen und die fast keiner mehr hören kann, ohne Brechreiz zu empfinden.

    Das letzte sind die Beispiele, die einem vor die Nase gehalten werden, mit der Anregung, es nachzumachen. Der einzig brauchbare Rat fehlt natürlich: allen Ratgebern aus dem Weg zu gehen oder ihnen den vorlauten Mund zu verbieten, udn zwar grob.

  11. Knut (kein Partner)
    02. Juni 2018 07:33

    Man sollte in Europa endlich einmal anfangen, dieses Schmierentheater, wir seien eine Demokratie, aufzuhören. Dann könnte man endlich mit offenen Karten spielen und Nägel mit Köpfen machen.

    In Italien könne man derzeit genau so gut die Mafia regieren lassen - schlechter würde es kaum laufen - bestimmt sogar besser.

    In Österreich wären dann die Sozis wieder offiziell an der Macht (hintenrum über Medien, ORF und linker Staatsanwaltschaft sind sie es ja immer noch) und man könnte das Volk noch mehr ausplündern und das Geld an die Klimaflüchtlinge oder wie auch immer die Invasoren jetzt genannt werden, mit Geschenken überfluten, während die Rentner am Hungertuch nagen.

    Österreich war frei!

    • McErdal (kein Partner)
      02. Juni 2018 09:16

      @ Knut
      Aus Ihrem Post: Österreich war frei!

      Kommentar: ja, ist frei von ALLEM !!!

      Spaß beseite: Österreich war noch nie frei......auch nicht nach dem bekannten Figl Sager.. Wir gehören nach wie vor zu Deutschland !

      Und die BEFREIER waren keine Befreier - sie haben uns nur befreit von allem unnötigen Zeugs - hihi...........

  12. McErdal (kein Partner)
    02. Juni 2018 07:17

    ***Nestlé und Coca Cola privatisieren größtes Wasserreservoir in Südamerika*****
    w w w . neopresse.com/essenundtrinken/konzerne-wollen-weltweite-kontrolle-ueber-trinkwasser-wasser-ist-kein-oeffentliches-gut/

    Und das ist jetzt ungewollt - oder was ????

  13. McErdal (kein Partner)
    02. Juni 2018 07:15

    Für Christen der Bibel wird's jetzt schön langsam eng - die Endzeit nimmt Fahrt auf:
    ********w w w . universalpictures.at/papstfranziskus*************

    Sehr viele wird er damit auf seine Seite ziehen und noch unendlich viele mehr

    werden sich dabei regelrecht einnässen.........

    ***************DER VERSTEHT SEIN HANDWERK !********************

    • McErdal (kein Partner)
      02. Juni 2018 08:55

      Nachtrag zum Film:
      In PAPST FRANZISKUS – EIN MANN SEINES WORTES begleitet Wenders das Publikum auf einer persönlichen Reise mit Papst Franziskus. Im Zentrum dieses Porträts stehen die Gedanken des Papstes, alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformbestreben innerhalb der Kirche.
      Das visuelle Konzept des Filmes lässt den Zuschauer mit dem Papst von Angesicht zu Angesicht sein. Ein Gespräch zwischen ihm und – im wahrsten Sinne – der Welt entsteht. Papst Franziskus teilt seine Vision einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätze

  14. Maesi (kein Partner)
    02. Juni 2018 02:23

    Ja, werter Herr Unterberger, die Italiener sind schuld an ihren hohen Schulden. Und die Deutschen, Österreicher, Niederländer etc. sind schuld, dass sie für die italienischen Schulden haften, denn schliesslich haben sie zu allen Rettungsmassnahmen ja gesagt und sämtliche Entscheidungen der EZB brav abgenickt.

    Meine Sympathie gilt den Italienern. Mögen sie den treudoofen Bürgen (Deutsche, Österreicher, Niederländer), die jetzt grimmig mit den Zähnen knirschen, so richtig schön das Fell über die Ohren ziehen. Dummheit kann man juristisch nicht bestrafen - aber manchmal bestraft das Leben die Dummen.

  15. Riese35
    01. Juni 2018 07:45

    Solange die USA nach Belieben Embargos verhängen und diese der ganzen Welt aufzuzwingen versuchen, ist es nur Hohn, von Freihandel zu sprechen. Ganz im Sinne echten Freihandels sollten wir Staaten, die durch Embargos den Freihandel blockieren oder sich solchen Embargos anschließen, wirtschaftlich isolieren, d.h. ihnen eine analoge Antwort geben.

  16. zweiblum
    31. Mai 2018 21:31

    Italien hat immer gewußtt wann es Zeit ist auszusteigen. Embargo weg, Lira her und schon funktioniert der freie Markt im Gegensatz zum "Freihandel".

  17. oberösi
    31. Mai 2018 16:56

    Das einzige, was Italien noch halbwegs am Laufen hält: die Strukturen der Mafia.
    Dort gelten Gesetze, ein Handschlag und eine Vereinbarung noch: du kriegst, wofür du bezahlst.
    Beim demokratischen Staat hingegen gilt (nicht nur in Italien): Wir sind Partner, aber ich mach die Gesetze. Wenn du dich weigerst, das anzuerkennen, wird dir bürgerliche Ehre, iwrtschftliche Existenzgrundlage und sogar die Freiheit genommen.
    Was für dich heißt: wir bestimmen, wieviel du jedes Jahr zu zahlen hast und was du dafür von uns dafür kriegst.
    Jedenfalls kriegst du dafür immer weniger, weil wir, dein Partner, der Staat, einseitig jederzeit die Konditionen neu zu unseren Gunsten festlegen und die Steuerlast höher schrauben können wie es uns beliebt.

    Selbstverständlich stehen dir, dem p.t. Steueresel, in unseren Demokratien dagegen sämtliche Rechtsmittel zur Verfügung, schließlich leben wir doch in einer Demokratie und nicht in einem Unrechtsstaat wie RUS z.B. einer ist. Daher haben wir unabhängige Gerichte. Deren Gremien zur Festschreibung der Gesetze, Gerichte und Richter jedoch von uns, deinem Vertragspartner monopolartig verwaltet werden.

    Im Vergleich zur Gebarung unserer demokratischen Rechtsstaaten ist die Mafia also tatsächlich eine ehrenwerte Gesellschaft.

    Zum Thema: sowenig wie Italien oder gar Griechenland unter das Euro-Regime gepfercht werden können, sowenig hat FRA in einer Währungsunion mit den Hartwährungsländern DE, NL, DK und Ösiland etwas verloren.

    Aber das Kalkül hinter dem Euro war von Anfang an:

    * FRA bekommt im Austausch zum Ja zur Wiedervereinigung eine gemeinsame Währung mit DE, was auf Dauer die Alimentierung seiner moribunden Volkswirtschaft auf Kosten des Erbfeindes und dessen verläßliche Schwächung bedeutet.

    * Dem Hegemon bleibt ein DE erspart, das aufgrund seiner wirtschaftlichen und technologischen Überlegenheit à la longue zum dominierenden Faktor Europas werden muß und seine Vormachtstellung in Europa gefährdet. Vor allem, wenn dieses erwachende, starke DE auf die Idee kommen sollte, sich von seinem Beschützer zu emanzipieren und sich seinem historisch gewachsenen Nachbarn, Rus, und in Folge der Seidenstraße und China anzunähern.

    * Der wichtigste Aspekt aber: ein vergemeinschaftetes Europa dient dem exklusiven Zirkel der globalen Finanzelite als perfekte Einflugschneise, ohne hinderliche, holprige, nationale Grenzen und Rücksichtnahmen auf der planierten Landepiste.

    Was ja nun wohl das wichtigste an der ganzen Sache ist...

  18. Brigitte Imb
    31. Mai 2018 16:04

    Die Italiener haben einfach falsch gewählt, aus basta. An der Intrighi Draghi und der EU wird sich nichts ändern.

    OT - Pilz ginge es auch besser, wenn die Frauen nicht wären. Nun müßte wieder eine Frau auf ihr Mandat verzichten. ;-)

    http://orf.at/stories/2440809/2440813/

  19. Dr. Faust
    31. Mai 2018 14:15

    A.U. schreibt: "...Dann werden sie Italien entweder überhaupt keinen Kredit mehr geben (was mehr als logisch wäre). Oder sie werden zumindest deutlich höhere Zinsen für das dramatisch erhöhte Risiko verlangen, das verliehene Geld nie wiederzusehen. ..."

    Das wäre bei einem funktionierenden Finanzmarkt so. Da aber die EZB wie wild Staatsanleihen kauft, werden Italien, wie Griechenland sich weiterhin über niedrig verzinste Staatsanleihen finanzieren können. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

  20. Dr. Faust
    31. Mai 2018 14:13

    A.U. schreibt: "...Dann werden sie Italien entweder überhaupt keinen Kredit mehr geben (was mehr als logisch wäre). Oder sie werden zumindest deutlich höhere Zinsen für das dramatisch erhöhte Risiko verlangen, das verliehene Geld nie wiederzusehen. ..."

    Das wäre in bei einem funktionierenden Finanzmarkt so. Da aber die EZB wie wild Staatsanleihen kauft, werden Italien, wie Griechenland sich weiterhin über niedrigt verzinste Staatsanleihen finanzieren können. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

  21. pressburger
    31. Mai 2018 10:04

    Die Zeiten, in denen es Italien besser gegangen ist, sind vorbei. Ein point of no return, nicht nur für Italien, sondern auch für die, von Apparatschiks ohne ökomischen Verstand, geführte EU. Jeder, der bereit war es zu wissen, hat gewusst wohin Italien mit dem Euro als Währung und unter dem Diktat aus Brüssel, steuert. Das Griechen Desaster hat keinen Lerneffekt gezeigt, ausser, dass seither die Druckmaschinen schneller laufen und mehr wertloses Geld produzieren.
    Die EU, bereits jetzt schon konkursreif, leistet sich weiter finanzielle Eskapaden, als ob in den Bürohäusern im Brüssel hunderte von Goldeseln fleissig ihre Funktionen erledigen würden.
    Keine Einsicht, keine Bereitschaft mit dem anvertrauten Geld verantwortungsvoll umzugehen. Kein Umdenken nach Griechenland, kein Umdenken nach dem Brexit, im Gegenteil, das bereits jetzt überblähtes Budget, wird weiter aufgebläht. Die EU leistet sich den Luxus Millionen von unqualifizierten Eindringlingen mit dem Versprechen einer lebenslangen Versorgung, anzulocken.
    Interessant die Reaktion Merkels auf die systemimmanenten Krisen, der von ihr bis jetzt gesteuerten Organisation. Nämlich keine. Merkel auf Tauchstation. Wäre eine gute Nachricht, könnte bedeuten, Merkel verspürt so etwas wie Scham für ihre Lügen. Aber, sicher weit gefehlt. Der Kurs wird, auch wenn aus dem Untergrund gesteuert, beibehalten. Die treue Besatzung, Altmayer, Seehofer, Scholz, V.D.Leyen, am Deck des leckenden Kahns, geht lieber unter als sich von ihrer Chefin abzusetzen und anfangen selbständig zu denken.

  22. Rau
    31. Mai 2018 10:03

    Könnte der Schiffbruch des Euro auch damit zusammenhängen, dass der Irak nicht zu einem Europäischen "Saudiarabien" geworden ist. Immerhin hatte man mit Saddam grosse Pläne. Ich weiss, auch so eine Verschörungstheorie.

  23. HDW
    31. Mai 2018 09:52

    Drei Anmerkungen :
    1.Welche Demokratie Russlands vor Putin meint AU bei seinem täglichen Schlenker?
    2.Der Schuldenberg Italiens stammt nicht von Berlusconi sondern vom Gratis Gesundheitsdienst aus dem "Historischen Kompromiss", gegen dessen beide Vertreter Mordanschläge verübt wurden, einer davon erfolgreich.
    3.Die Lega hat besonders im Norden Italiens gewonnen, den sie seit Jahren erfolgreich verwaltet.
    4.Berlusconis Hauptaufgabe waren die Machtübernahme durch den PCI zu blockieren, nachdem die kommunistischen Staatsanwälte die beiden Konkurrenzpartein DC und SP vernichtet hatten. Gründer der Grillo Partei waren und sind der Kommunist Casaleggio Ass. and Enrico Sassoon-Rothschild.
    Under jetzt weiter gegen die Kazzelmacher, schliesslich hat Mussolini ja die schwarzen Antidemokraten Schuschniggs verraten.

  24. dssm
    31. Mai 2018 09:20

    Eine Verschwörung ist da nicht dahinter, eher ist die Theorie von Herrn Unterberger arg an den Haaren herbeigezogen.
    Denn „Merkels Europa“ wird lange schon von der EZB geführt und die Schuldenmacherei ist Teil des Programms die EU zusammenzuhalten, ja sogar die Auflösung der Nationalstaaten immer weiter voranzutreiben. Merkel und Co wissen genau was sie tun!
    So gesehen haben die Italiener recht, seit Draghis „whatever it takes“, braucht man nur Anleihen ausgeben, die EZB wird alles kaufen, sonst zerbricht die EU. Dann noch die Bankenunion, genannt Einlagensicherung, und schon können die Regierungen agieren, als sei das Geld abgeschafft. Das ist ein wunderschöner Kreislauf! Deutschland und Co exportieren, die Regierungen besteuert dies, Italien und Co importieren auf Pump, die Regierungen besteuern dies. Man besteuert also ein nicht vorhandenes Geschäftsvolumen! Damit kann Merkel ein Nulldefizit vorweisen und damit so tun, als ob die Zuwanderung nichts kostet, können die Italiener eine gigantische Bürokratie finanzieren und auch so tun, als ob das nachhaltig wäre. Lediglich die Angestellten und Eigentümer der KMUs sind die Dummen, die werden halt irgend wann ohne Pension und Ersparnisse dastehen.

    Wir sollten also nicht über die Italiener schimpfen, den dortigen arbeitenden Menschen geht es genau wie uns! Zu hohe Steuern, zu viel Regulierung, zu viele Beamte, zu viele Zuwanderer, faule und ungerechte Gerichte, zu viele NGOs im Sozialbereich ...

    • brechstange
      31. Mai 2018 10:00

      Sehr gut auf den Punkt gebracht. Wir brauchen Eigenverantwortung statt "Nanny"tum, wir brauchen Dezentralisierung statt Zentralisierung, wir brauchen eine Struktur, wo Haftung und Verantwortung zusammen sind. Nicht mehr und nicht weniger.

    • HDW
      31. Mai 2018 12:05

      Und wer steckt letztendlich die Zinsen für die richtig benannte und alles treibende Schuldenmacherei ein? (Rhetorische Frage)

    • Pennpatrik
      31. Mai 2018 13:18

      Deprimierend, aber jedes Wort wahr. ***

  25. W. Mandl
    31. Mai 2018 08:45

    Vielleicht sollte Österreich doch einen Plan B für Südtirol in der Schublade haben.

    • dssm
      31. Mai 2018 09:22

      Die Steuern in Italien sind so viel niedriger als in Österreich, da werden die Südtiroler sich wohl eher an die Schweiz wenden, denn dort sind die Steuern niedrig und die Verwaltung effizient! (Und wenn die Nord- und Osttiroler ein Hirn haben, dann die auch)

    • brechstange
    • Rau
      31. Mai 2018 10:25

      Sofortiger Stopp der Beitragszahlungen aller Nettozahler! Dann schaun wir was von den niedrigen Steuern in Italien noch übrigbleibt. Ein Währungsraum aber derart unterschiedliche Steuergesetzgebung. Daran allein müsste man die hirnlosse einführung des Euros schon erkennen. Einen Währungsraum kann es natürlich auch nur unter den gleichen steuerlichen Voraussetzungen geben.

    • Pennpatrik
      31. Mai 2018 13:20

      @Rau
      Ein einheitlicher Steuerraum hieße, dass wir alle sofort unser Vermögen verlieren.

    • Franz77
      31. Mai 2018 15:57

      @dssm - die Nordtiroler haben kein Hirn, sie haben einen GrünInner Taugenichts zum Bürgermeister von Innnsbruck gemacht.

  26. Das Pingerle
    31. Mai 2018 08:44

    Bei der Einführung des Euros dachte ich mir, hmm.., klingt nicht schlecht, aber Weichwährungsländer und Hartwährungsländer mit einer gemeinsamen Währung..., kann das gut gehen...?!? Aber kluge Köpfe hatten sich das überlegt, also wird es wohl passen.

    Nichts passt. Das normale Bauchgefühl jedes Greißlers ist valider als die hochgestochenen Analysen irgendwelcher Finanzexperten.

    • brechstange
      31. Mai 2018 10:03

      Kluge Leute waren bereits damals dagegen. Nur diese klugen Leute wurde untergebuttert. Heute ist es nicht anders. Die am Futtertrog sitzen, verteidigen diesen mit allen Mitteln, die meisten Medien spielen mit, weil sie vergessen haben, wer sie finanziert bzw. diese mit Geld untertan gemacht wird.

  27. Klimaleugner
    31. Mai 2018 08:36

    Ein Land in dem das „dolce Vita“ zum Lebenskonzept der Bürger wurde muss es mit dem Euro schwer haben. Die Teilnahme erfordert Disziplin und Fleiß, Eigenschaften, die südlich der Alpen (vor allem in Mittel-und Süditalien) nicht so verbreitet sind.
    Italien hat seit 1999, also seit fast 2 Jahrzehnten den Euro. Vorher hat das Land ungefähr alle zwei Jahre seine frühere Währung – die Lira – abwerten müssen, um seine Waren, die schon immer weniger konkurrenzfähig waren als die der „Nordländer“ überhaupt an den Mann zu bringen. Es war von vorn herein klar, dass dieses Experiment am lebenden Körper namens EURO nicht funktionieren wird. Viele Experten haben das auch prophezeit.

    Es besteht nun ein extrem ungesunder Zustand: für Länder wie Spanien, Portugal eben Italien und Griechenland, aber auch Frankreich ist der Euro immer noch viel zu hoch bewertet, während er im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft viel zu niedrig bewertet ist, sodass Deutschland dadurch zum „Exportweltmeister“ wird.

    Die traurigen Folgen dieser Missgeburt namens Euro sind:
    • Extreme Jugendarbeitslosigkeit in den „Südstaaten“
    • Entstehung einer "lost generation" in den Südstaaten - Abwanderung der Jungen
    • Nachdem überall Sozialisten und Etatisten an der Macht sind erfolgt das Gegensteuern durch Staatsausgaben, die durch das Gelddrucken der EZB (= niedrige Zinsen für die Staatsverschuldung, Kauf von italienischen Staatspapieren) erst ermöglicht werden
    • Die Staatsverschuldung nimmt natürlich zu, weil was kann man von Politikern schon erwarten, wenn die Zinsen niedrig sind?
    • Ein wesentlicher Grund für die Maßnahmen der USA wie die Einführung von Zöllen auf z.B. Autos aus Europa ist das künstliche Niedrighalten des €-Kurses durch die EZB, was von den USA zu Recht als Subvention gesehen wird – möglicherweise ein heilsamer Hinweis für Europa
    • Zinsen sind der Preis für Kapital. Der von der EZB künstlich niedrig gehaltene Zins führt zu falschen Anreizen – es wird investiert, nicht weil ein Produkt gut ist und Marktchancen hat, sondern weil die Zinsen niedrig sind.
    • Die Zahl der „Zombie-Unternehmen“ steigt, weil die Banken die Kredite nicht abschreiben wollen (oder können!!??) und die Zinsen eben niedrig sind, der einzige Grund warum der Konkurs noch nicht eingetreten ist. Sobald aber die Zinsen steigen – und sie werden steigen – wird die Konkurswelle kommen und die Banken werden krachen.

    Also SCHLUSS MIT DEM DOLCE FAR NIENTE – BESSER FRÜHER WIE SPÄTER!!!!!!

  28. glockenblumen
    31. Mai 2018 08:23

    OT

    Migrationsproblem interessant erklärt:

    https://www.youtube.com/watch?v=yblaiX1JZeI

    Wann wachen die Leute in Europa endlich aus ihrer Lethargie auf?

  29. Sabetta
    31. Mai 2018 07:45

    Die Italiener haben zusammengehalten und sich keinen IWF-Mann an die Spitze des Staates setzen lassen. Bravo!

    Italien - wie auch Griechenland und die anderen Südstaaten inkl. Frankreich - ist nicht sanierbar, nicht im Euro und nicht in einer Schuldenunion, die sich bald auf Wunsch der Nehmer noch mehr "vertiefen" wird.

    Italien ist ein Weichwährungsland. Das Abwerten fördert die Exporte und man kauft vermehrt heimische Waren, was zu einer Sanierung führen kann. Mit dem Euro hängt der Patient permanent am Tropf, kann aber nie mehr aufstehen. Italien wurde ebenso wie Griechenland und andere in den Deutsch(Hartwährungs)-Euro gepresst und dort unnatürlich gehalten. Die "Märkte" trugen und tragen das Ihrige u.a. mit seltsamen Wetten auf Pleiten oder Kurse und Anleihekäufen (von fauligen Sachen). Sie alle verdienen sich dumm und dämlich mit der Erfindung von Geld, das es nie geben wird. Dafür können sie sich aber viel kaufen, besonders Menschen, und in Luxus leben.

    Natürlich haben die Italiener Schulden gemacht wie alle anderen ja auch, ABER das wurde von der EU und besonders Deutschland gefördert. Das ist ja das Gleiche wie bei den Entwicklungsländern. Die werden immer einen Grund finden, weshalb man sie fördern sollte und deshalb entwickeln sie sich auch nicht. Wozu auch? Wozu auf eigenen Beinen stehen, wenn man jemanden hat, der einen trägt? Also, es ist nicht Italiens Schuld, sondern die der Leute, die den Euro unbedingt wollen, weil er der Weg zu einer neuen Sowjetunion ist.

    Solange man die Völker Europas nicht wieder freilässt, werden sie sich nie wieder erfangen. Wir sind in den Krallen der Hochfinanz, der Konzerne, der lallenden Schnapskasperln und anderen gestörten Persönlichkeiten...

    • Tegernseer
      31. Mai 2018 08:10

      Stimme Ihrer Analyse fast gänzlich zu mit einer Einschränkung: Italien oder zumindest die damals herrschenden Eliten wollten unbedingt auch zur Euro-Zone gehören.

    • Sabetta
      31. Mai 2018 08:19

      Ja, man setzte damals auf "Inflationsbekämpfung, Kostensenkung und weniger Staatsausgaben" und vor allem auf die Tugendhaftigkeit...

  30. Abaelaard
    31. Mai 2018 07:40

    Nur eines scheint mir sicher, nämlich daß die Italiener dieses Match gewinnen. Diese sind aus einem anderen Holz geschnitzt als der belämmerte Deutsche der sich noch dazu mit medialen Ausscheidungen bewerfen lässt und Danke sagt.

    Was kümmert den Italiener wo das Geld herkommt wichtig er hat welches in der Tasche um damit leben zu können. Und wer will das verdenken, die Italianos als Staat waren pleite derweil ich denken kann und haben auch nicht schlecht gelebt .

    Die sogenannten Eliten stehen da wie die begossenen Pudel und sollten beginnen sich zu fürchten denn da kommt nun einiges auf sie zu.
    Mit ökonomischen Hausverstand hat das alles nichts zu tun aber dieser wurde ohnehin schon mit den Unionsverträgen und der Euroschaffung versenkt.

    • dssm
      31. Mai 2018 09:29

      @Abaelaard
      Ist nicht jeder kurzfristige Sieg der Italiener, eine gigantische Niederlage gleichzeitig. Denn wenn es weiter geschenktes Geld gibt, dann wird die Bürokratie immer grösser, die Realwirtschaft immer kleiner. Die Jugend muss mangels Perspektive das Land verlassen, die KMUs werden zu Tode drangsaliert, die Reallöhne sinken … ob das ein Sieg ist?

    • Mentor (kein Partner)
      02. Juni 2018 06:51

      "..die belämmerten Deutschen".
      Eine Anmerkung dazu: Der persönliche "Reichtum" des Durchschnittsitalieners" liegt beim Faktor 2 im Vergleich zum Deutschen Bürger. (samt dem ARMEN Süden!!!!)
      Ich muss die Quelle dafür schuldig bleiben.
      Wer es nicht glaubt sollte Urlaub an der ligurischen Küste machen.

      Zum belämmerten Deutschen: Von denen sind nur mehr 16,5 Millionen echte Steuerzahler. (Beamte, Ärzte.. etc. abgezogen) und manche Noch-Steuerzahler sitzen im Ruhrgebiet auf ihrem 4qm Balkon und zahlen dem Großbauer im Allgäu das Zubrot für tausende qm Solarfläche auf seinen Scheunen.

  31. Cotopaxi
    31. Mai 2018 07:11

    Klestil, Karas, Busek - es erstaunt immer wieder, welche sonderbaren Lebensformen das Schwarze Biotop hervorbringt und sogar bis zur Geschlechtsreife bringt.

    • Franz77
      31. Mai 2018 07:35

      Fischler - vergessen. Diese Sch.... Freimaurerei gehört verboten!

    • Cotopaxi
      31. Mai 2018 07:43

      Eine gesunde demokratische Gesellschaft sollte derartige Geheimbünde zum Eigenschutz und zum Zwecke der politischen Hygiene verbieten. Der Bürger hat ein Recht auf weitgehende Transparenz der Willensbildung auf allen Ebenen.

    • Freisinn
      31. Mai 2018 10:05

      plus ein Extrasternderl für witzige Formulierung

    • logiker2
      31. Mai 2018 20:37

      sie zählen nur Männer auf, wahrscheinlich sind sie ein Gentlemann?

    • Cotopaxi
      01. Juni 2018 11:18

      @ logiker2

      Nicht immer, aber immer öfter....

  32. Josef Maierhofer
    31. Mai 2018 06:54

    Ist ja bei uns heute auch nicht viel anders. Wann können wir jemals unsere Schulden zurückzahlen ? Bei uns sind es zwar 'nur' 300 Milliarden im Vergleich zu 2300 Milliarden in Italien, aber auch hier ist von Rückzahlungen keine Rede und auch wir jammern gegen die amerikanischen Banken, die ihr Geld zurückverlangen.

    Ich kann eben nicht mehr ausgeben, als ich einnehme.

    • Josef Maierhofer
      31. Mai 2018 06:55

      PS: Werde 2 Wochen in Urlaub sein.

    • Franz77
      31. Mai 2018 07:41

      Stimmt so nicht lieber Josef. Schuldenmaximierung ist angesagt. Wenn man ein bissi Schulden hat, dann rebelliert das System. Sobald man aber 1 Million Eumel Schulden hat, ist alles wurscht.

    • Franz77
      31. Mai 2018 07:41

      Achja, schönen Urlaub!

  33. Tegernseer
    31. Mai 2018 06:33

    Die Ursache der ganzen Problematik liegt schon 17 Jahre zurück, als man die Kriterien so zurechtgebogen hat, dass auch Italien und in weiterer Folge sogar Griechenland an der Währungsunion teilnehmen konnten. Jeder vernünftige Volkswirtschaftler griff sich damals an den Kopf. Man könnte hier aus der historischen Perspektive die Lateinische Münzunion bemühen, die auch nie funktionierte und von den Südländern schamlos ausgenützt wurde (ich habe dazu einmal einen Artikel über Griechenland gelesen, der über hundert Jahre alt war und sich las wie aus der heutigen Zeit).

    In weiterer Folge wurde ein Fehler nach dem anderen gemacht (oder sind derartige Entwicklungen systemimmanent?): Negativzinsen, Staatsanleihenkäufe etc. Die katastrophalste Fehlentscheidung aber wiederum gelang der Regierung Merkel, indem sie Griechenland unbedingt retten musste. Damit war wiederum weder Griechenland noch dem nördlichen Steuerzahler geholfen und es war eigentlich logisch zu erwarten, dass sich demnächst auch andere Länder bequem zurücklehnen und sich retten lassen würden. Um es abzukürzen: "Whatever it takes" ist der Schlachtruf der EZB und Italien hat in dieser Comedia, in diesem Spiel die besseren Karten und wird gewinnen. Merkel wird wieder auf Zeit spielen und die Sparer und Steuerzahler werden die Leidtragenden sein.

    • Franz77
      31. Mai 2018 07:45

      Die Piefkes werden das nicht schultern - HEUREKA - was freu ich mich diesen EU ....haufen auseinander brechen zu sehen.

    • Sabetta
      31. Mai 2018 08:30

      Der Haufen verdichtet sich leider immer mehr zu einer Diktatur noch nie dagewesenen Ausmaßes. Mit den heutigen technischen Mitteln ist ein Eiserner Vorhang nicht mehr notwendig. Die Leute wachen nicht auf. Sie trauen sich nicht. Keiner möchte als "Nazi" oder "Rechtsextremer" gelten oder gar eingesperrt werden. So werden sie eingeschüchtert, ihre Meinung offen zu sagen. Es ist wie mit dem Frosch, den man in kaltes Wasser setzt und dieses langsam erhitzt. Als er es merkte, war es zu spät.

      Zu spät ist es natürlich nie, aber zu spät, noch ohne weiteren Schaden freizukommen. Dafür ist es zu spät. Und jetzt wird man warten, bis es absolut unerträglich wird und dann ist der Schaden maximal...

    • pressburger
      01. Juni 2018 00:02

      Das waren keine Fehler, das war so gewollt. Die Vergesellschaftung des Elends.
      EU Sozialismus.

  34. Bürgermeister
    31. Mai 2018 06:28

    In den mezzogiorno steckt man seit Jahrzehnten Milliarden rein - es kommt nichts dabei raus. Sinnlos verpulvertes Geld das man im Norden und am internationalen Markt einsammelt. Der österreichische mezzogiorno (Wien) wird langfristig ähnliche Auswirkungen auf die Bundesfinanzen haben.

    Man sollte sich die Vorschläge von 5 Stelle genau anschauen. Es sind radikale Vorschläge aber die "Eliten" haben das Land in die Situation gebracht in der es heute ist. Sie kriegen es aber nicht mehr raus, von denen kommt nur ein hirnloses "weiter wie bisher".

    Zu Seipel kann man stehen wie man will. Die Finanzen saniert zu haben, aber ein politisch ruiniertes und gespaltenes Land mit einer verarmten Bevölkerung zurückgelassen zu haben ist genau das, was man in Italien nicht will.

    • Tegernseer
      31. Mai 2018 06:36

      Sie haben vollkommen recht: alle suchen ihr Heil in einer noch größeren politischen Union. Am Beispiel Nord- und Süditalien kann man klar erkennen, dass dies noch keine Garantie für einen Erfolg ist.

    • Tegernseer
      31. Mai 2018 06:44

      In D ist heißt der Mezzogiorno Berlin: 4,2 Mrd bekam dieser Moloch im Finanzausgleich letztes Jahr zugewiesen. Das sind über 1000 Euro pro Einwohner!

    • Franz77
      31. Mai 2018 07:48

      Tja, wenn man die Lizenz zum Gelddrucken hat, geht es nur um Macht. Hier: http://www.wfg-gk.de/verschwoerung44.html

    • dssm
      31. Mai 2018 09:38

      @Bürgermeister
      Das Problem bei der Betrachtung der Regierung Seipel ist der Gründungsmythos des nach WKII Österreichs. Denn Österreich musste(!) ein von Arbeits- und Perspektivlosigkeit geprägtes Land sein, damit wird der Umschwung zu den Nazis schön geredet. In Wahrheit war Österreich ein Land mit extremen Wachstum, guten Exporten, unsere Elektroindustrie wurde damals groß, daneben noch Tourismus und die große Filmindustrie. Nicht umsonst brauchte es die 1000 Mark-Sperre.

    • Almut
      31. Mai 2018 11:49

      @ Franz77
      Danke für den Link!

  35. socrates
    31. Mai 2018 03:13

    Richtig ist, daß es Italien in einem freien Markt besser ginge. Aber heute werden die Embargos hochgehalten und diejenigen, die versuchen sich nicht an diese zu halten und anders wâhlen, nur weil sie an Demokratie glauben, damit sie wieder freie Märkte haben, die werden abgestraft.
    Auch den ehemaligen Oststaaten vertraut Brüssel nicht mehr. Was Freiheit ist wird von der Ostküste und ihren Machtstrukturen bestimmt. Gemeiner Weise stehen die Chinesen und die Russen mit Gewehr bei Fuß um die US Embargos gegen den Iran abzufedern. Die "Liberalen" - nach eigener Definition - können niemand mehr trauen. Arm!





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