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Zwei spanische Lehren für ganz Europa

Lesezeit: 5:00

Spanien ist für mich eines der liebenswertesten Länder Europas, in dem ich mich vor allem in jüngster Zeit immer sicherer und wohler gefühlt habe als an vielen Wiener Brennpunkten. Spanien steht aber politisch heute am Rand der Unregierbarkeit. Das wird auch für den Rest Europas gefährlich, auch wenn es dort im Brexit-Schock noch nicht so richtig begriffen wird. Das hat zwei klare Ursachen, die auch der Rest Europas erkennen und die richtigen Lehren daraus ziehen sollte.

Die eine Ursache ist das ungelöste Katalonien- und Basken-Problem. Zwei Völker im Nordosten werden vom kastilisch-andalusischen Spanien in imperialistisch-nationalistischer Zwangshaft gehalten und an der Ausübung des Selbstbestimmungsrechts gehindert. Das hat nicht nur zum jahrelangen baskischen Terrorismus geführt. Das ist auch eine Hauptursache der Blockade im spanischen Parlament.

Der nun schon zweite spanische Wahlgang im Abstand weniger Monate führt zum gleichen Ergebnis: Beide Male haben weder die zwei linken noch die zwei rechten Parteien eine Mehrheit errungen. Aber sie schaffen es auch nicht, irgendwie zusammenzukommen. Denn jedes Mal verhindern es die Mandate der autonomistischen/sezessionistischen Parteien aus dem Nordosten, dass einer der beiden Seiten die Mehrheit erringt.

Das ist eine der vielen dummen Folgen des Beharrens der spanischen Mehrheit auf der staatlichen Einheit um jeden Preis. Diese argumentiert mit der Verfassung. Als ob der Buchstabe von Gesetzen und der Mythos historischer Staatsgrenzen wichtiger wäre als der Wille der Bürger und das Funktionieren von Gesellschaften.

Ganz ähnlich dringend sollte auch die EU – will sie überleben – lernen, das Recht an diese beiden obersten Prioritäten auszurichten. Und nicht an zentralistische Gestaltungswut und Machtgier der Elite.

Selbstbestimmung wirkt fast immer positiv

Einige Beispiele zeigen, dass Spanien wohl ewig Probleme haben wird, wenn es nicht das friedliche und rechtlich geordnete Selbstbestimmungsrecht akzeptiert, dass dessen Anwendung fast immer klug ist – oder gewesen wäre:

  • Es ist in den letzten 70 Jahren in der ganzen Dritten Welt umgesetzt worden und hat viele blutige Befreiungskriege beendet (auch wenn es – siehe etwa Zimbabwe – nicht alle Staaten geschafft haben, dass es ihnen heute besser geht als zuvor).
  • Es hätte in der Dritten Welt noch viel besser funktioniert, wären die einst bei Diplomatenkonferenzen in Europa machtpolitisch gezogenen Kolonialgrenzen nicht für sakrosankt erklärt worden.
  • Es hat im Falle der einstigen Tschechoslowakei hervorragend und völlig reibungslos funktioniert; und es hat Tschechen und Slowaken nach der Trennung zu ganz engen Freunden gemacht.
  • Es hätte im Fall Jugoslawien bei rechtzeitiger, freiwilliger und geordneter Anwendung viele blutige Bürgerkriege erspart.
  • Es ist im Falle der Sowjetunion zwar durch einen historischen Zufall teilweise umgesetzt worden und findet heute in den 14 dabei neu entstandenen Staaten auch große Zustimmung. Es wird nur vom heute imperialistisch-militaristisch denkenden Russland leider nicht akzeptiert und hat von Georgien bis zur Ukraine und Moldawien zu blutigen militärischen Aggressionen durch Russland geführt.
  • Es hätte auch der Ukraine etwa in Hinblick auf die Krim viel erspart.
  • Es hätte auch Österreich und Europa zwei furchtbare Weltkriege und zwei furchtbare Totalitarismen erspart (sowie den Südtirolern ein Jahrhundert der Fremdherrschaft und Millionen Deutschen die Vertreibung nach 1945), hätte man es schon vor 1914 auch regional angewendet.

Aber immer haben nationaler Stolz und Hybris – oder individuelle Machtgier der Herrschenden die Selbstbestimmung verhindert. Dabei weiß heute nicht nur jeder Österreicher, dass man letztlich viel besser dasteht, wenn man die Regionen und Länder nicht mit Gewalt hält, die gehen wollen. Heute geht es ja vielfach den kleinen Staaten besser als den großen (wenn man die relativen Erfolgsgeschichten USA und Deutschland einmal ausklammert).

Der Stolz des Mariano Rajoy

Individueller Stolz ist aber auch die zweite Ursache der spanischen Malaise. Und das ist im Konkreten der Stolz von Mariano Rajoy, dem Ministerpräsidenten und Chef der konservativen Partido Popular. Er ist zwar zweimaliger Wahlsieger – aber nur relativer, nicht mehr absoluter wie früher. Und manches deutet darauf hin, dass unter seiner Person eine Regierungsbildung nicht gelingen kann, aber sehr wohl mit und unter seiner Partei. Trotz der Problematik der baskischen  und katalonischen Abgeordneten (die eben wegen ihres kastilisch-andalusischen Sezessionsstrebens quasi automatisch Opposition sind).

Da wäre es jetzt der richtige Zeitpunkt für Rajoy, im Interesse seines Landes abzutreten. Er könnte das mit erhobenem Haupt und dem Lorbeerkranz eines relativen Siegers, der seine Karriere für das Vaterland opfert. Statt stolz verbissen auf der persönlichen Machtausübung zu beharren.

Es gibt halt bisweilen Situationen, wo ein Politiker im Dienste seines Landes besser freiwillig abtritt. Wieder einige Beispiele:

  • Eines der vielen lobenswerten Exempel war der Verzicht Kurt Waldheims auf eine zweite Kandidatur, weil einfach der (wenn auch zutiefst verlogene und opportunistisch von der SPÖ ausgegangene) internationale Widerstand gegen ihn zu groß und letztlich unüberwindlich war (dass der Nachfolger in anderer Hinsicht problematisch wurde, ist wieder eine andere Geschichte).
  • Ein Gegenbeispiel ist hingegen Angela Merkel, die aus persönlichem Stolz nicht zugeben will, welch schweren Fehler sie in der Migrationspolitik verschuldet hat, der Europa in seine schwerste Krise gestürzt hat.
  • Ein weiteres Gegenbeispiel ist EU-Kommissionschef Juncker, der nach dem britischen Referendum nur die Wahlsieger emotional zu beschimpfen vermag, der sogar Gespräche mit den Briten verbietet und als „Geheimverhandlungen“ denunziert, der aber offenbar aus Stolz (oder Intelligenzmangel?) keinerlei eigenen Fehler zuzugeben bereit ist.
  • Und das krasseste Gegenbeispiel war Adolf Hitler, der auch dann noch einen Krieg weitergeführt und Millionen Menschen in Tod und Elend gestürzt hat, als die (für uns, aber nicht für ihn erfreuliche) Niederlage des Nationalsozialismus längst allen klar war, er aber selbst lieber Deutschland zerstört sehen wollte, als sein eigenes Scheitern einzugestehen.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2016 13:21

    Sehr richtig!
    "Ganz ähnlich dringend sollte auch die EU – will sie überleben – lernen, das Recht an diese beiden obersten Prioritäten auszurichten. Und nicht an zentralistischen Gestaltungswut und Machtgier der Elite."

    Dazu passend muss man den Artikel hier von pi-news verbreiten:
    Die EU-Bonzokratie hat noch nicht geschnallt, dass ihre Tage nach dem Brexit gezählt sind. Trunkenbold Juncker ist beleidigt, der Ex-Bürgermeister von Würselen, Schulz (SPD), befahl Großbritannien, dass gefälligst am Dienstag die Austrittspapiere in Brüssel vollzählig auf dem Tisch zu liegen hätten, sechs EU-Außenminister residierten gestern, wie es sich für Bonzen gehört, in der Villa Borsig in Berlin und ließen uns Pack und Pöbel gnädig von oben herab wissen, wie sie sich die EU in Zukunft vorstellen, und der völlig einflusslose Steinmeier faselte gar von Vertiefung. Auch das Merkel war noch kurz zum Friseur gegangen, bevor sie ihre Meinung an die dauernd in ihrem Allerwertesten herumschleimende, gleichgeschaltete Regierungspresse weitergab! Nix da! Aus die Maus! PI gibt mal die Richtung vor, was die EUdSSR zu tun hat, wenn sie als EU noch irgendwie überleben will:

    1. Sofortiger Rücktritt aller EU-Präsidenten und Kommissare vom Schlage
    Juncker, Tusk, Schulz, Dijsselbloem, Asselborn, Mogherini, Oettinger und Konsorten!
    Auflösung der ganzen EU-Kommission!
    Baldigster Rücktritt von Merkel, der Hauptschuldigen am Brexit und an der jahrelangen, gesetzlosen EUdSSR-Herrschaft.
    Zwei Drittel der 30.000 Eurokraten, Bürokraten und Nichtsnutze in Brüssel werden entlassen.
    Auflösung der EU-Gerichte. Urteile nicht bindend. Nationale Gerichte sind höchste Instanz.
    Ende der allmächtigen Draghi-EZB! Die EU-Währung darf nicht einem einzigen, undemokratischen Bonzen überlassen werden.
    Ende des Euros für alle! Ende der Euro-Rettung! Es darf und muss Austritte aus dem Euro geben. Langfristig neues Währungskonzept oder nationale Währungen!
    Ende der Staatenrettung. Jeder Staat ist für seine Finanzen allein zuständig und verantwortlich! Kein Land zahlt die Schulden anderer Länder!
    Schluß mit Deutschland und anderen als Zahlmeister der Dauersubventionen an andere Länder. Eigenverantwortung!
    Keine Abgabe weiterer staatlicher Souveränität an Brüssel, stattdessen Rückholung sämtlicher Souveränitätsrechte in die Nationalstaaten.
    EU wird eine lockere Wirtschaftsgemeinschaft, freier Handel und Güterverkehr, freier Personenverkehr, wobei nationale Grenzkontrollen, falls gewünscht, dem nicht widersprechen. Außengrenzen sichern.
    Freier Kapitalverkehr statt Steuerschnüffelei, keine Abschaffung des Bargelds.
    Schluß mit Erweiterung und Zentralisierung! Stattdessen Regionalisierung!
    Aber freie Zusammenarbeit jederzeit möglich, wenn sich mehrere EU-Staaten in bestimmten Punkten einig sind.
    Wir bleiben allen europäischen Staaten besonders verbunden und sind befreundet. Auch das EU-Parlament kann (mit weniger Diäten) weiter quasseln und Vorschläge machen, aber mehr nicht! Bei wichtigen Änderungen immer nationale Volksentscheide!

    Es lebe die Freiheit! Alles kapiert, Angela & Co? Und seid froh, dass ihr so gnädig davonkommt. Man muss ja nicht gleich an 1789 denken, aber nach einem Jahrzehnt an beispiellosen Rechtsbrüchen, an Aushebelung von Recht und Gesetz bis zur oligarchischen und geradezu diktatorischen Machtergreifung durch selbsternannte Eliten wäre eine juristische Aufarbeitung dieser Epoche durchaus denkbar!

  2. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2016 19:15

    O.T., und auch nur ganz kurz:
    Die präpotenten Idioten Juncker & Co wollen allen Ernstes den Abschluss des CETA - Abkommens (mit allen präjudiziellen Folgen für TTIP und folgendes!) ohne Einbindung der Mitgliedstaaten der EU durchziehen: Gehts noch dümmer? Adieu, Herr Juncker, tschüss, Herr Schultz. Ihr habt den Bogen überspannt. Für Schultz wird sich schon noch irgendeine Buchhandlung finden, die ihn anstellt. Aber was hat der Juncker eigentlich gelernt (ausser Saufen)?

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2016 20:33

    Es macht mich fassungslos zu erleben, wie Europa nach dem unerwünschten Abstimmungsergebnis mit den Briten Schlitten fährt. Beschämender für diese Akteure geht's wirklich nicht mehr. Man behandelt die Engländer plötzlich wie Schmuddelkinder.

    Das erinnert mich stark daran, als die EU über uns Sanktionen verhängte, nur weil die FPÖ, eine normale demokratisch gewählte Partei, in die Regierung kam. Und es erinnert mich ebenso stark an die von Haß betriebene Kampagne gegen Waldheim, die jeder Grundlage entbehrte.

    Dieses schäbige Verhalten jetzt gegenüber England, bzw. seinerzeit gegen Waldheim oder gegen die FPÖ dürfte aus der GLEICHEN QUELLE gespeist werden/worden sein---denn diese drei Ereignisse gehen offensichtlich den "INTERSOZIS" gegen den Strich und ebenso der HOCHFINANZ und verzögern die Schaffung der NWO.

    Was haben die Engländer denn angestellt? Sie wollten nicht mehr in der EU bleiben---na und? Sie hatten eben ihre Gründe! Aber sie deshalb aus Wut wie AUSSÄTZIGE zu behandeln ist beschämend für die HETZER!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorzweyfus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2016 19:14

    Die Ukraine ist eine Ausnahme, dort darf den immerhin etwa 25% Russen kein Selbstbestimmungsrecht gewährt werden, weil es die Rechte der Oligarchen empfindlich beeinträchtigen würde. Das gilt auch für die Krim, darum fordern die westlichen Medien und einige Blogbetreiber eine sofortige Rückgabe der Krim an die Oligarchen.

    Merke: Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2016 18:02

    In der Tschechoslowakei wird hier auf die Vertreibung von Deutschen und Ungarn vergessen. Die Lienzer Kosaken wurden von den Engländern ausgeliefert und von Stalin getötet. Das weiß sogar James Bond.
    Die Armenier, Hutus, Tutsis, Watussis, Feuerlandindianer, ....... mußten sterben und wurden nicht in die Selbstständigkeit entlassen.
    Ein russischer Soldat in der Ukraine ist das Sinnbild des Bösen, die paar Divisionen der NATO im Nahen Osten und Lybien und Afrika können gar nicht so böse sein. Lügenpresse!

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2016 22:52

    Soeben in der ZiB2 gesehen: JUNCKER schreit Nigel FARAGE an: Warum sind Sie überhaupt hier?
    Ja, ist denn dieser B'suff noch ganz bei Trost?
    Nigel FARAGE hat diese abgrundtiefe Frechheit mit Fassung getragen---er scheint die bessere Kinderstube zu haben.

    Auf jeden Fall kann man anhand dieser Schmierenkomödie wunderbar die CHARAKTERE der handelnden Personen studieren; ich stelle für mich fest: Keinem dieser EU-Leute würde ich über den Weg trauen, mit keinem möchte ich persönlich verkehren müssen---sie sind durch die Bank das LETZTE! Und doch bestimmen sie über unser aller Schicksal. Grund genug, über einen Austritt nachzudenken.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2016 14:37

    Eine zutreffende historische Theorie und Predigt pro Föderalismus. Nur verstehe ich den diesmaligen Schlenker gegen Putin nicht.
    Zuallererst schickten die US tausende Soldaten nach Georgien und bewirkten den Regimewechsel von Shevardnaze zu Saakashvili (heute auch in der Ukraine) der die Annäherung an die Nato betrieb und den Russen der Grenzregionen Ossetien und Abchasien die Autonomie verweigerte (Gori liegt inOssetien)
    Nach dem den US endlich der Regimewechsel auch in der Ukraine gelungen war, schickten Jazenzuk und Poroschenko gegen die Kleinrussen,Saporoschjer und Donkosaken schwere Waffen, Banderas und Petljuras antisemitische Freischärler und verboten die russische Sprache. Die Abstimmung auf der Krim gelang zwar wird aber nicht anerkannt.
    Im Juli wird die Nato die Partnerschaft mit Georgien und der Ukraine besiegeln.
    Zweierlei Mass halt, wenn es sich um Putin handelt! Aber auch AU kann uns nicht sagen wer die Scharfschützen auf dem Maidan bezahlt hat!


alle Kommentare

  1. mentor (kein Partner)
    30. Juni 2016 23:45

    Wäre Spanien aufgrund seiner Größe und seiner differenten Bevölkerungsstruktur nicht ein wunderbares Beispiel ein USA-ähnliches Staatsgebilde zu gründen, die Vereinigten Staaten von Iberien ? Ein neu zu formierender Bund von Teilstaaten mit jeweils eigenen Gesetzen nach dem Vorbild der USA, angepasst natürlich an die jeweiligen Eigenheiten des Bundesstaates insbesondere in Bezug auf die jeweilige Sprache und regionale Besonderheiten mit Madrid als "Washington" und Kastilisch als "lingua franca".

  2. Wicca343 (kein Partner)
    30. Juni 2016 20:57

    Es ist gut, wenn einige Regionen unabhängig werden. Aber die Regionalisierung darf nicht zu weit gehen. Sonst führt es zu Problemen.
    Im Übrigen müssen die Generationen voneinander getrennt werden, sofern dies problemlos möglich ist.
    Das Christentum muss durch Wicca ergänzt oder ersetzt werden. Immer mehr Menschen gelangen durch luzide Träume zu mystischen Erfahrungen.

  3. Thomas F. (kein Partner)
    30. Juni 2016 16:46

    Die Zeit der Stadtstaaten war historisch immer die blühendste und produktivste in Ländern, wo es so ein Phase gegeben hat. Der Wettbewerb einer Mehrzahl kleiner, überschaubarer Staatsgebilde nebeneinander scheint eine befruchtende Wirkung zu haben.
    Und für einen gemeinsamen Markt braucht man keine gemeinsame Regierung.

  4. Undine
    28. Juni 2016 22:52

    Soeben in der ZiB2 gesehen: JUNCKER schreit Nigel FARAGE an: Warum sind Sie überhaupt hier?
    Ja, ist denn dieser B'suff noch ganz bei Trost?
    Nigel FARAGE hat diese abgrundtiefe Frechheit mit Fassung getragen---er scheint die bessere Kinderstube zu haben.

    Auf jeden Fall kann man anhand dieser Schmierenkomödie wunderbar die CHARAKTERE der handelnden Personen studieren; ich stelle für mich fest: Keinem dieser EU-Leute würde ich über den Weg trauen, mit keinem möchte ich persönlich verkehren müssen---sie sind durch die Bank das LETZTE! Und doch bestimmen sie über unser aller Schicksal. Grund genug, über einen Austritt nachzudenken.

    • Riese35
      29. Juni 2016 07:07

      Es genügt bei den heute handelnden Personen, daß man sachlich eine andere Ansicht vertritt, und schon ist man vogelfrei, wird beschimpft, angepöbelt und vernichtet.

      Nicht umsonst beschäftigt sich die "Zeit"geschichte eher mit Perioden, von denen niemand mehr heute lebt, sich also niemand mehr wehren kann, und ist in erster Linie an Schuldzuweisungen interessiert denn an sachlicher Aufarbeitung, mehr im Dienste aktiver Politik denn an Wahrheitsfindung, denn Wahrheit ist ohnedies nur, was politisch nützt.

      So viele Fehler Christen in vergangenen Jahrhunderten gemacht haben, die man sachlich ansprechen und darlegen können soll, so sehr übersieht man, daß die christliche Lehre ein ...

    • Riese35
      29. Juni 2016 07:17

      ... Korrektiv und eine Leitlinie dargestellt hat, die heute fehlen. Man wollte das öffentliche Leben von allen christlichen Tugenden, von der Mäßigung, Klugheit, Stärke, Gerechtigkeit, die schon die griechischen Philosophen kannten, befreien, und übrig geblieben ist nur mehr das Maß der Nützlichkeit. Der Mensch und sein politischer Wille erhebt sich über Gott. Ohren zu, Mund auf.

      Wohin das geführt hat, haben wir in der französischen Revolution und den nachfolgenden Revolutionen gesehen: Viel Blut und massenhaftes Elend.

    • Riese35
      29. Juni 2016 07:20

      Und heute fällt man wieder in fürchterliche Zeiten zurück, nur ohne diese damaligen Korrektive, denn als einziges Maß bleibt die Nützlichkeit. Nicht zufällig wird die Vergangenheit politisch dazu mißbraucht, von den aktuellen Ähnlichkeiten abzulenken.

    • Zraxl (kein Partner)
      30. Juni 2016 16:22

      @ Riese35
      Zur Französischen Revolution muss man anmerken, dass hier die Geschichtsschreibung noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Denn eigentlich war diese sogenannte Revolution ein friedlicher Protestmarsch der Jakobiner gegen den unverschämten Terror von Königshaus und Kirche. Nur durch die konsequente Aufklärung der Massen über die Verbrechen des Adelsstandes konnten die Girondisten letztlich durch passiven Widerstand in die Knie gezwungen werden. Nach der Machtübernahme durch das Volk (der Jakobiner) wurden Untersuchungsausschüsse gebildet, um die Verbrechen der Adeligen je nach Schwere der Belastung mit Ämterverbot und Freiheitsstrafen zu ahnden.

  5. Haider
    28. Juni 2016 22:45

    Juncker dürfte als schwerer Alkoholiker längst nicht mehr für voll genommen werden. Nur wer wirft den ersten Stein?

  6. Undine
    28. Juni 2016 20:33

    Es macht mich fassungslos zu erleben, wie Europa nach dem unerwünschten Abstimmungsergebnis mit den Briten Schlitten fährt. Beschämender für diese Akteure geht's wirklich nicht mehr. Man behandelt die Engländer plötzlich wie Schmuddelkinder.

    Das erinnert mich stark daran, als die EU über uns Sanktionen verhängte, nur weil die FPÖ, eine normale demokratisch gewählte Partei, in die Regierung kam. Und es erinnert mich ebenso stark an die von Haß betriebene Kampagne gegen Waldheim, die jeder Grundlage entbehrte.

    Dieses schäbige Verhalten jetzt gegenüber England, bzw. seinerzeit gegen Waldheim oder gegen die FPÖ dürfte aus der GLEICHEN QUELLE gespeist werden/worden sein---denn diese drei Ereignisse gehen offensichtlich den "INTERSOZIS" gegen den Strich und ebenso der HOCHFINANZ und verzögern die Schaffung der NWO.

    Was haben die Engländer denn angestellt? Sie wollten nicht mehr in der EU bleiben---na und? Sie hatten eben ihre Gründe! Aber sie deshalb aus Wut wie AUSSÄTZIGE zu behandeln ist beschämend für die HETZER!

    • HDW
      28. Juni 2016 23:12

      ***************
      ..... aus derselben Quelle? Das haltlose Benehmen Paul Michels (Sohn der seinem Vater wie ein Ei dem anderen gleicht, ihm wahrsten lookism-Sinne) und Moskivicis Verhalten gegenüber dem Brexit, zeigen ja aus welcher Quelle, und nimmt man noch den alten 68 Quaqaraqua von Kohn-Bendit dazu, weiss mans eh! Juncker kann sich wenigstens, wie Häupl, auf sein organisches Psychosyndrom berufen!

    • Undine
      29. Juni 2016 09:02

      Diese beiden, Charles MICHEL und MOSKOVICI, fallen mir auch als ganz besonders unsympathisch und "einseitig" auf. Sie fallen auch in diese Kategorie und gehören zu jener Macht, die ihre Leute überall dort einsetzt, wo die Schalthebel der Macht bedient werden.

  7. Gandalf
    28. Juni 2016 19:15

    O.T., und auch nur ganz kurz:
    Die präpotenten Idioten Juncker & Co wollen allen Ernstes den Abschluss des CETA - Abkommens (mit allen präjudiziellen Folgen für TTIP und folgendes!) ohne Einbindung der Mitgliedstaaten der EU durchziehen: Gehts noch dümmer? Adieu, Herr Juncker, tschüss, Herr Schultz. Ihr habt den Bogen überspannt. Für Schultz wird sich schon noch irgendeine Buchhandlung finden, die ihn anstellt. Aber was hat der Juncker eigentlich gelernt (ausser Saufen)?

  8. zweyfus
    28. Juni 2016 19:14

    Die Ukraine ist eine Ausnahme, dort darf den immerhin etwa 25% Russen kein Selbstbestimmungsrecht gewährt werden, weil es die Rechte der Oligarchen empfindlich beeinträchtigen würde. Das gilt auch für die Krim, darum fordern die westlichen Medien und einige Blogbetreiber eine sofortige Rückgabe der Krim an die Oligarchen.

    Merke: Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe!

  9. Brigitte Imb
    28. Juni 2016 19:13

    Die Selbstbestimmung wird zu Grabe getragen, in Spanien, in der gesamten EU.

    Diktatorisch, ohne Einbindung der nationalen Parlamente, soll CETA durchgedrückt werden.

    http://orf.at/#/stories/2347130/

  10. dssm
    28. Juni 2016 19:04

    Ein Blick zurück in die Geschichte lehrt uns: Franco war ein intelligenter Mensch! Er hat die Monarchie wieder eingeführt!
    Die Staaten Spaniens sind durch die Reconquista (darf man das heute noch ansprechen?) groß geworden und haben dann diplomatisch und durch Ehen, jedenfalls ohne Mord und Totschlag, fusioniert.

    Wäre es nicht an der Zeit, daß der König nun die Zügel in die Hand nimmt? Es gibt dann ein Königreich Spanien mit den selben Grenzen wie heute, aber darunter gibt es mehrere demokratische Staaten, verbunden durch die Personalunion. Es gibt eine Bundessteuer (z.B. die Mehrwertsteuer), davon wird die Armee und die Diplomatie bezahlt und der Rest ist Aufgabe der Teilstaaten. Es würde ein wunderbarer Steuerwettbewerb entstehen, es würden die tödlichen Transferzahlungen aufhören und die kleineren Einheiten könnten auch viel demokratischer sein, da man ja viel lokalere Probleme hat.

    Wer dem Gedanken folgt wird feststellen: In einem großen monarchischen Bundesstaat ist viel mehr Demokratie möglich als in allen großen Republiken!

    • Ambra
      28. Juni 2016 21:30

      dssm: trauen Sie das dem spanischen König zu ? Und wenn ja, aufgrund welcher Fakten ? Was hat er bisher an Fähigkeiten bewiesen ?

    • Riese35
      28. Juni 2016 21:43

      @dssm:

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      Kurz! Treffend! Wahr! Alles gesagt!

    • Undine
      28. Juni 2016 22:35

      Immerhin hatte König Juan Carlos seinen "Posten" ausschliesslich FRANCO zu verdanken!

    • HDW
      29. Juni 2016 00:13

      @Undine
      Nein, nicht nur! Auch der gelungenen Neutralisierung der nationalklerikalen Carlisten. Das war ja Francos Schachzug. Prompt hat Juan Carlos die Konstitution 1981 gegen den wilden Putsch der Guarda Civil verteidigt, dessen Misserfolg gleichermassen Santiago Carillo und die Kommunisten, die Carlisten und Falange Nationalisten in die Bedeutungslosget trieb. Spanien hat genug von Bürgerkriegen! Es ist zu hoffen, dass im kollekten Bewusstsein davon noch was übrig geblieben ist!

    • Wyatt
      29. Juni 2016 07:05

      @dssm:****************************
      @ HDW:****************************

  11. Riese35
    28. Juni 2016 18:47

    "... die einst bei Diplomatenkonferenzen in Europa machtpolitisch gezogenen Kolonialgrenzen nicht für sakrosankt erklärt worden."

    Sehr ähnlich ist die Ukraine entstanden. Machtpolitisch gezogene Grenzen am Reißbrett. Der heute umkämpfte Osten hat nie zur Rzeczpospolita gehört. Die ganze Auseinandersetzung an der Ostgrenze haben wir nur, weil diese vom Westen und der Ukraine für sakrosankt erklärt wird, obwohl man sich dort mehr zu Rußland zugehörig fühlt. Warum soll man dort das nicht schaffen, was Tschechien und die Slowakei geschafft haben. Westlicher Kolonialismus pur.

  12. socrates
    28. Juni 2016 18:02

    In der Tschechoslowakei wird hier auf die Vertreibung von Deutschen und Ungarn vergessen. Die Lienzer Kosaken wurden von den Engländern ausgeliefert und von Stalin getötet. Das weiß sogar James Bond.
    Die Armenier, Hutus, Tutsis, Watussis, Feuerlandindianer, ....... mußten sterben und wurden nicht in die Selbstständigkeit entlassen.
    Ein russischer Soldat in der Ukraine ist das Sinnbild des Bösen, die paar Divisionen der NATO im Nahen Osten und Lybien und Afrika können gar nicht so böse sein. Lügenpresse!

  13. Ingrid Bittner
    28. Juni 2016 17:29

    Mir fällt sofort ein Politiker ein - der nicht im Interesse seines Landes - sondern im Interesse vieler Länder, sofort zurücktreten sollte: Juncker.
    Man fragt sich, wie dieser Mensch, der immer den Eindruck eines Besoffenen vermittelt, an die Spitze der EU kommen konnte. Und wenn ich mir das so anschau, der kann seine Hände nicht bei sich behalten, dauernd tatscht er wem ab, widerlich.
    Und zur Sicherheit in Spanien:
    eigentlich hab ich mich auch immer ganz sicher gefühlt, ich hatte allerdings nie was dagegen, dass an jedem Straßeneck eine Kamera hängt. Man muss halt wissen, was man will: Überwachung und Sicherheit oder Anonymität und weniger Sicherheit.
    Ich war auch nächtens häufig unterwegs, war kein Problem.
    Was allerdings schon prob lematisch war, das waren die Diebstähle. Ich konnte meinen Gästen alle Tricks erzählen, mit denen gearbeitet wird, aber bestohlen worden sind sie immer wieder. Tja wenn man über Monate und das immer wieder in einem Land ist, erlebt man viel.
    Ich würde mir wünschen, dass Österreich kein Vorbild braucht, dass Österreichs Parteien Parteichefs haben, die ehrlich und standfest sind, dass Österreich eine objektive Presse hat und dass diese unseligen Umfragen endlich aufhören.
    Heute liest man doch wider so einen Unsinn: der neue Kanzler hat die meiste Glaubwürdigkeit, abgefragt bei ein paar hundert Leuten und die Umfrage war vor mehr als drei Wochen zu Ende. Seither hat uns dieser Herr nur Blabla aufgetischt und hinterfragen darf man keinen einzigen Satz, aber er wird als der glaubwürdigste Politiker verkauft, es ist zum Haare raufen.

    • socrates
      28. Juni 2016 18:05

      Die Jugend ist gegen den BREXIT tönt es allenthalben: Junker, Merkel, Schulz, Moscovici, ... und alle über 60 in Brüssel und Deutschland.

    • socrates
      28. Juni 2016 18:07

      Schäuble ist auch schon 72 und Draghi wächst auch nicht mehr....

  14. Helmut Oswald
    28. Juni 2016 17:09

    Sehr richtig!

    Der Rest - siehe @Sensenmann.

  15. Erich Bauer
    28. Juni 2016 16:26

    Zitat A.U.): "...Das wird auch für den Rest Europas gefährlich, auch wenn es dort im Brexit-Schock noch nicht so richtig begriffen wird..."

    Der BREXIT teilt die Geopolitik neu auf
    http://www.voltairenet.org/article192536.html
    (sehr lesenswert)

    AUSZÜGE:
    „Während die internationale Presse auf der Suche nach Möglichkeiten zum Wiederbeleben Europas ist, aber immer noch ohne Russland und jetzt auch ohne das Vereinigte Königreich, denkt Thierry Meyssan, dass nichts mehr den Zusammenbruch des Systems verhindern kann. Jedoch, unterstreicht er, was auf dem Spiel steht, ist nicht die Europäische Union selbst, sondern die gesamten Institutionen, die die Dominanz der Vereinigten Staaten in der Welt und die Integrität der Vereinigten Staaten selbst erlauben…“

    „Entgegen dem, was die europäische Presse sagt, wird der Austritt der Briten aus der EU nicht langsam vor sich gehen, weil die EU schneller zusammenbrechen wird als die nötige Zeit für die bürokratischen Verhandlungen über ihren Abgang…“

    „Die internationale Landschaft kann sich gemäß den Reaktionen, die folgen werden, auf sehr unterschiedliche Weise entwickeln. Selbst wenn das für manche Völker schief gehen sollte, ist es immer besser, an der Realität festzuhalten, wie es die Briten tun, anstatt in einem Traum zu beharren, bis er zerbricht…“

  16. franz-josef
    28. Juni 2016 16:18

    Es tut sich was - im "Osten": Der ungarische Außenminister nach dem gestrigen Visegrad-Treffen:

    Schnell hereinkopiert:

    "Eine weitere Lehre sei, dass die europäische Politik nicht in einer Weise fortgeführt werden könne, die die Meinung der Menschen in Europa missachte, sagte Szijjarto.

    "Die Europäer wollen selbst über ihr Leben und ihre Zukunft entscheiden und wollen nicht akzeptieren, dass die Entscheidungen über die Zukunft Europas irgendwo in Brüssel in privaten Kreisen und hinter verschlossenen Türen von Bürokraten getroffen werden", erklärte er gegenüber der ungarischen Nachrichtenagentur MTI.

    Weiters werde in Europa eine ernsthafte Politik benötigt, anstatt einer scheinheiligen: "Wir müssen einen Spaten einen Spaten nennen und echte Lösungen für echte Probleme machen."

    http://www.krone.at/Welt/Ungarn_Bruesseler_Einwanderungspolitik_beenden-Nach_Brexit-Votum-Story-517321

    • dssm
      28. Juni 2016 19:10

      Nebenbei: Wie steht eigentlich die FPÖ zur Visegrad-Gruppe? Nachdem die ja wohl kaum aus zukünftigen Regierung wegzudenken sind wird das langsam wichtig.

  17. franz-josef
    28. Juni 2016 16:00

    Die Herrschaften werden einfach nicht gscheiter, die Nationen sollen nun noch enger zusammengespannt werden. Aus jedweder Art von Krise folgt wie das Amen im Gebet in Brüssel immer dieselbe Erkenntnis: Die EU muß vertieft werden. Anwandlungen zu flexibler Selbständigkeit müssen sofort unterdrückt werden.

    "Geheimdokument: "Europäischer Superstaat" in Planung
    Eine echte Schuldenunion, eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik und eine gemeinsame EU-Armee:

    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Amtskollege ziehen ihre ganz eigenen Schlüsse aus dem Brexit-Referendum.

    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und sein französischer Amtskollege Jean-Marc Ayrault haben in einem neunseitigen Positionspapier Forderungen nach einer "politischen Union" in Europa vorgelegt. Die Vorschläge scheinen dabei mit Bundeskanzlerin Merkel abgestimmt zu sein.

    Merkel sagte in einer Regierungserklärung am Vormittag vor dem Bundestag, dass sie

    sich mit dem französischen Präsidenten François Hollande und dem italienischen

    Ministerpräsidenten Matteo Renzi auf eine Vertiefung der EU geeinigt habe.

    Das Dokument von Steinmeier und Ayrault macht konkrete Vorschläge für eine solche Vertiefung. Zwar heißt es in der Einleitung, dass ein "einfacher Ruf nach mehr Europa" nicht die Lösung der Probleme nach dem Brexit-Referendum sein könne. Doch in ihren konkreten Vorschlägen fordern Steinmeier und Ayrault dann genau das: Weniger nationale Kompetenzen und mehr Entscheidungshoheit für die EU-Bürokratie.

    Konkret schlagen Steinmeier und Ayrault eine engere Kooperation in drei Bereichen vor:

    eine gemeinsame europäische Sicherheits- und Außenpolitik
    eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik
    eine "Vollendung" der Wirtschafts- und Währungsunion

    Im Folgenden einige der Kernforderungen aus dem Dokument:

    http://www.godmode-trader.de/artikel/geheimdokument-europaeischer-superstaat-nimmt-form-an,4750665

  18. socrates
    28. Juni 2016 15:34

    Als schlechtes Beispiel ist Hitler fast immer nützlich. Aber er hat sich um ein Ende des Krieges bemüht, seinen Stellvertreter Rudolf Hess nach GB geschickt, aber Churchill wollte nicht. Diverse Versuche liefen über Schweden, vergeblich. Sind erste Frage nach dem Attentat Juli 1944 war: "Hätten sie einen Frieden bekommen?" Alle Versuche, auch die von Habsburg, scheiterten an der bedingungslosen Kapitulation und dann Vollzug des Morgentauplanes.
    " Bedingungslose Kapitulation" ist die Devise der englischsprechenden Eroberer. Im Nahen Osten und Lybien wisse alle ein Lied davon zu singen.
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines demokratisch gewählten Staatsoberhauptes eines Landes, das an Erdöl und Bodenschätzen reich ist, zu überleben?

  19. werauchimmer
    28. Juni 2016 15:32

    Ganz so einfach verhält es sich mit Sezessionen aber auch wieder nicht.

    Wenn nämlich rund 50 % bleiben wollen, dann kann es von der Laune des Abstimmungstages abhängen, wer wen durch ein Plebiszit vergewaltigt. Und da sich eine Abspaltung, anders als ein Austritt aus einem Staatenbund, kaum mehr rückgängig machen lässt, sollte es für Autonomieplebiszite eine qualifizierte Mehrheit geben, etwa 60 %, meine ich.

  20. Pennpatrik
    28. Juni 2016 15:28

    Der modernste Autor: Friedrich von Schiller
    "ES HEBT DIE FREIHEIT SIEGREICH IHRE FAHNE!"

    "Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, und würd' in Ketten er geboren."

  21. Pennpatrik
    28. Juni 2016 15:14

    Sollte sich eine "Los von Wien-" Bewegung gründen, würde ich gern Gründungsmitglied werden.

  22. HDW
    28. Juni 2016 14:37

    Eine zutreffende historische Theorie und Predigt pro Föderalismus. Nur verstehe ich den diesmaligen Schlenker gegen Putin nicht.
    Zuallererst schickten die US tausende Soldaten nach Georgien und bewirkten den Regimewechsel von Shevardnaze zu Saakashvili (heute auch in der Ukraine) der die Annäherung an die Nato betrieb und den Russen der Grenzregionen Ossetien und Abchasien die Autonomie verweigerte (Gori liegt inOssetien)
    Nach dem den US endlich der Regimewechsel auch in der Ukraine gelungen war, schickten Jazenzuk und Poroschenko gegen die Kleinrussen,Saporoschjer und Donkosaken schwere Waffen, Banderas und Petljuras antisemitische Freischärler und verboten die russische Sprache. Die Abstimmung auf der Krim gelang zwar wird aber nicht anerkannt.
    Im Juli wird die Nato die Partnerschaft mit Georgien und der Ukraine besiegeln.
    Zweierlei Mass halt, wenn es sich um Putin handelt! Aber auch AU kann uns nicht sagen wer die Scharfschützen auf dem Maidan bezahlt hat!

  23. Bob
    28. Juni 2016 14:28

    Habe ich schon wieder etwas verschlafen?
    AU:"Es ist im Falle der Sowjetunion zwar durch einen historischen Zufall teilweise umgesetzt worden und findet heute in den 14 dabei neu entstandenen Staaten auch große Zustimmung. Es wird nur vom heute imperialistisch-militaristisch denkenden Russland leider nicht akzeptiert und hat von Georgien bis zur Ukraine und Moldawien zu blutigen militärischen Aggressionen durch Russland geführt.
    Was hat Russland schon wieder angestellt?
    Alle müßen sich vor den Imperator Putin so fürchten, das die gut NATO versucht die dunklen Mächte der Hölle einzukesseln.

  24. Erich Bauer
    28. Juni 2016 13:55

    https://youtu.be/ayojl7Op37A

    Nigel Farage 20years ago you laughed at me, you are not laughing now (28.6.2016, EU-Parlament)

    • Pennpatrik
      28. Juni 2016 15:24

      Die Linken können, auch wenn sie im Parlament sitzen, nichts anderes, als zu versuchen, freie Menschen an freier Rede zu hindern.

  25. Sensenmann
    28. Juni 2016 13:21

    Sehr richtig!
    "Ganz ähnlich dringend sollte auch die EU – will sie überleben – lernen, das Recht an diese beiden obersten Prioritäten auszurichten. Und nicht an zentralistischen Gestaltungswut und Machtgier der Elite."

    Dazu passend muss man den Artikel hier von pi-news verbreiten:
    Die EU-Bonzokratie hat noch nicht geschnallt, dass ihre Tage nach dem Brexit gezählt sind. Trunkenbold Juncker ist beleidigt, der Ex-Bürgermeister von Würselen, Schulz (SPD), befahl Großbritannien, dass gefälligst am Dienstag die Austrittspapiere in Brüssel vollzählig auf dem Tisch zu liegen hätten, sechs EU-Außenminister residierten gestern, wie es sich für Bonzen gehört, in der Villa Borsig in Berlin und ließen uns Pack und Pöbel gnädig von oben herab wissen, wie sie sich die EU in Zukunft vorstellen, und der völlig einflusslose Steinmeier faselte gar von Vertiefung. Auch das Merkel war noch kurz zum Friseur gegangen, bevor sie ihre Meinung an die dauernd in ihrem Allerwertesten herumschleimende, gleichgeschaltete Regierungspresse weitergab! Nix da! Aus die Maus! PI gibt mal die Richtung vor, was die EUdSSR zu tun hat, wenn sie als EU noch irgendwie überleben will:

    1. Sofortiger Rücktritt aller EU-Präsidenten und Kommissare vom Schlage
    Juncker, Tusk, Schulz, Dijsselbloem, Asselborn, Mogherini, Oettinger und Konsorten!
    Auflösung der ganzen EU-Kommission!
    Baldigster Rücktritt von Merkel, der Hauptschuldigen am Brexit und an der jahrelangen, gesetzlosen EUdSSR-Herrschaft.
    Zwei Drittel der 30.000 Eurokraten, Bürokraten und Nichtsnutze in Brüssel werden entlassen.
    Auflösung der EU-Gerichte. Urteile nicht bindend. Nationale Gerichte sind höchste Instanz.
    Ende der allmächtigen Draghi-EZB! Die EU-Währung darf nicht einem einzigen, undemokratischen Bonzen überlassen werden.
    Ende des Euros für alle! Ende der Euro-Rettung! Es darf und muss Austritte aus dem Euro geben. Langfristig neues Währungskonzept oder nationale Währungen!
    Ende der Staatenrettung. Jeder Staat ist für seine Finanzen allein zuständig und verantwortlich! Kein Land zahlt die Schulden anderer Länder!
    Schluß mit Deutschland und anderen als Zahlmeister der Dauersubventionen an andere Länder. Eigenverantwortung!
    Keine Abgabe weiterer staatlicher Souveränität an Brüssel, stattdessen Rückholung sämtlicher Souveränitätsrechte in die Nationalstaaten.
    EU wird eine lockere Wirtschaftsgemeinschaft, freier Handel und Güterverkehr, freier Personenverkehr, wobei nationale Grenzkontrollen, falls gewünscht, dem nicht widersprechen. Außengrenzen sichern.
    Freier Kapitalverkehr statt Steuerschnüffelei, keine Abschaffung des Bargelds.
    Schluß mit Erweiterung und Zentralisierung! Stattdessen Regionalisierung!
    Aber freie Zusammenarbeit jederzeit möglich, wenn sich mehrere EU-Staaten in bestimmten Punkten einig sind.
    Wir bleiben allen europäischen Staaten besonders verbunden und sind befreundet. Auch das EU-Parlament kann (mit weniger Diäten) weiter quasseln und Vorschläge machen, aber mehr nicht! Bei wichtigen Änderungen immer nationale Volksentscheide!

    Es lebe die Freiheit! Alles kapiert, Angela & Co? Und seid froh, dass ihr so gnädig davonkommt. Man muss ja nicht gleich an 1789 denken, aber nach einem Jahrzehnt an beispiellosen Rechtsbrüchen, an Aushebelung von Recht und Gesetz bis zur oligarchischen und geradezu diktatorischen Machtergreifung durch selbsternannte Eliten wäre eine juristische Aufarbeitung dieser Epoche durchaus denkbar!

    • Erich Bauer
      28. Juni 2016 14:24

      @"...herumschleimende, gleichgeschaltete Regierungspresse..."

      ÖSTERREICH titelt auf Seite 4: EU stellt Briten Ultimatum!

      Wann „zurückgeschossen" wird steht natürlich noch nicht fest - da geheim. Aber, lange lässt sich die EU nicht mehr von den Briten „provozieren“.

      Unsere Medienhäuser sind zwar nur noch Ruinen, dennoch arbeiten unsere Medien noch immer wie besessen. Und das unter schwierigsten Umständen. Auch die allerjüngsten und natürlich noch unerfahrenen Pimpfen aus den „Fulbright“ Kaderschmieden müssen jetzt ran! Die Schlichtheit dieses „Outputs“ tut eigentlich nur noch weh.

    • Erich Bauer
      28. Juni 2016 14:24

      Man muss zwangsläufig zu der ÜBERZEUGUNG kommen, dass GRÜN/Links keineswegs der "Bildungsschicht" zugehörig sein KANN, wie die "Medien-Ruinen" es darzustellen pflegen…

    • Undine
      28. Juni 2016 21:20

      @Sensenmann
      @Erich Bauer

      *****************!

  26. Politicus1
    28. Juni 2016 13:17

    Viele Parteien und keine absoluten Mehrheiten bringen es mit sich, dass es immer schwieriger wird, handlungsfähige Regierungen auf die Beine zu bringen.

    Vielleicht ist es an der Zeit sich Gedanken über Wahlmodi zu machen. Wie kann der Bürger in Koalitionsentscheidungen eingebunden werden?
    Präferenzen mit dem Stimmzettel erfragen?
    Aber, was nützt es, wenn dann BlauRot herauskommt - aber Rot nicht mitspielt.

    Sinowatz hatte schon recht - es ist alles sehr kompliziert ...

  27. Josef Maierhofer
    28. Juni 2016 13:00

    Das ist ein sehr wichtiger Artikel, der zeigt, wie sehr Einzelpersonen, wenn sie sich durchgesetzt haben, gefährdet sind, solche Fehler zu begehen.

    Es geht um Machterhalt, Imageerhalt, Stolz, wie beschrieben, aber es geht auch um die mühsame Kommunikation mit allen Meinungsklassen und Gesellschaftsklassen-

    Klar, man kann es nicht allen recht machen, aber in einer Demokratie sollte man doch so weit kommunikationsfähig sein, dass man Regionen anerkennt und deren Mehrheiten.

    Da ist die EU wohl das schlimmste Beispiel. Gegen alle Kulturen und Eigenschaften und Eigenheiten der europäischen Völker wird einfach mit Ideologie, die noch dazu haarsträubende Fehler hat, macht und gemacht hat, eine Gemeinschaftsideologie jenseits der Menschen verfolgt und über alles drübergefahren. Das haben zum Beispiel die Briten zuletzt bezüglich EU gesagt und sogar abgestimmt.

    Als Demokrat kann man es nicht allen recht machen, auch, wenn man noch so sehr will, aber als Demokrat muss man die Zeit erkennen, wann ein Wechsel notwendig ist.

    Und wie ist das in Österreich ? Ich denke auch hier ist es nicht viel anders, eine Mehrheit will Veränderung zum Guten und eine (inzwischen Minderheit) kämpft mit allen Mitteln um Machterhalt und Diktatur zum Schlechten und schaltet die Demokratie aus, solange sie kann.

    Der ideologische Eifer erwürgt alles und hat Österreichs ans Ende geführt.

    Wie Dr. Unterberger schreibt, manchmal ist es besser den Weg für bessere oder andere Politik frei zu machen, denn Freiheit sollte auch ein wesentliches Merkmal einer Demokratie sein, mit allen Facetten der Freiheit, die auch Verantwortung bedeutet und dort endet, wo die Freiheit des anderen beginnt.

    • Josef Maierhofer
      28. Juni 2016 13:09

      Zusatz:
      Man sollte immer wissen, wann es genug ist, Die Tiere wissen das.





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