Graz: Die Feiglinge und die Hetzer

Lesezeit: 5:00

Nur wenige Stunden nach der blutigen Amokfahrt durch die Grazer Innenstadt mit drei Toten und über 30 Verletzten schließt der steirische Landespolizeidirektor Josef Klamminger in einer Pressekonferenz vor laufenden Kameras „Fanatismus“ als Tatmotiv dezidiert aus. Zu einem Zeitpunkt, als die Ermittlungen der Polizei nicht einmal richtig angelaufen, das Umfeld des Täters noch nicht durchleuchtet, keine Computerdaten und keine Telefongespräche ausgewertet und so gut wie keine Verhöre geführt worden sind.

Alle Mainstream-Medien, auch jene, die ansonsten jede Aussage der Polizei mindestens drei Mal überprüfen und kritisch hinterfragen, haben diese Feststellung völlig unkritisch übernommen und eins zu eins weiterverbreitet. Journalisten und Politiker waren der Polizei dankbar, dass sie die Situation richtig erkannt und richtig reagiert hat.

Keinem Journalisten und auch keinem Politiker kam es seltsam vor, dass die Polizei sofort nach der Tat ein ganz bestimmtes Tatmotiv ausschließen wollte und konnte. Viele Bürger merkten jedoch die Absicht und waren verstimmt.

Lediglich die Kronenzeitung scherte aus den dichtgeschlossenen Reihen der politisch-korrekten Meinungsmacher aus. In einem Bericht wurden die bosnischen Wurzeln des Täters erwähnt und ein religiöser oder terroristischer Hintergrund nicht von vorneherein ausgeschlossen.

FPÖ-Parteichef Heinz Christian Strache postet auf Facebook, in Anlehnung an die Kronenzeitung, dass ein religiöser Hintergrund nicht auszuschließen sei. Was für ein Frevel, was für ein schlimmes Verbrechen. Straches Posting löst zum Teil heftigere Reaktionen und größere Erschütterung aus als die brutale Bluttat in der Grazer Innenstadt.

Nicht etwa der 26-jährige Täter, nein, der FPÖ-Chef gefährdet die Illusion von der heimischen Multikulti-Idylle, weil er ein Motiv nicht ausschließen will. Sofort ergießt sich ein gewaltiger Shitstorm über Strache. Politiker, Journalisten und der politisch-korrekte Pöbel in den sozialen Medien geifert, hetzt und geißelt ihn als Rassisten, Hetzer, Nazi etc., weil er die von Politik und Medien ausgegebenen Sprach- und Denkregelungen bricht und etwas nicht ausschließt.

Wahrheit bzw. Wahrheitsfindung haben ausgedient, es geht vor allem darum, den Bürgern auch weiterhin eine heile Multikulti-Welt vorgaukeln zu können. Da scheinen sich alle politisch-korrekten Protagonisten einig zu sein. Hier stellt sich die Frage, was verantwortungsloser und widerlicher ist: Ohne Faktenbasis ein Tatmotiv aus politischen Gründen einfach auszuschließen, oder eben nicht.

Aber eine islamistisch motivierte Tat eines 26-jährigen Bosniers (mit österreichischem Pass), bei der unter anderem ein vierjähriges Kind ums Leben gekommen ist, kann sich die angeschlagene politisch-korrekte Elite in Politik und Medien samt Anhängerschaft und Günstlingen derzeit einfach nicht leisten. So was kann und darf nicht sein. Die Stimmung ist angesichts der rasant steigenden Arbeitslosigkeit und der Flüchtlingsströme ohnehin angespannt. Zwei Landtagswahlen haben SPÖ und ÖVP bereits verloren, zwei stehen unmittelbar bevor, eine davon ist die für SPÖ und Grüne so wichtige in Wien.

Ein Islamist, der unschuldige Menschen mit seinem SUV niedermäht, hätte die Stimmung endgültig zum Kippen bringen können, deshalb auch die vorschnelle Reaktion von Polizei und Politik. Wer Angst hat, macht Fehler. Deshalb auch die völlig überzogene und hysterische Reaktion auf das harmlose Strache-Posting.

Mit ihren Kommentaren und Hasspostings konnten die verunsicherten Politiker und ihre Anhängerschaft ihren Schock überwinden und ihre seit Jahrzehnten eingelernte Pose einnehmen: Sich empören, mit dem Finger auf andere zeigen und sich an den verhassten „Nazi“-Feinden moralisch emporranken. Das ist in einer solchen Situation wichtig für die Psychohygiene, weil es die Apologeten der politisch-korrekten Ideologie davon ablenkt, dass sie es unter gewissen Umständen selbst sein könnten, die mit ihrer Politik, ihren Utopien, ihrem Engagement und ihrer naiven Weltsicht für solche Taten mitverantwortlich sein könnten.

Deshalb hat man sich, bevor noch irgendwelche konkreten Ermittlungsergebnisse vorgelegen sind, darauf geeinigt: Der Täter ist einfach ein Irrer, ein Psychopath. Das ist die einfachste und bequemste Lösung. Die grausame Bluttat wird dadurch zu einer Art Naturereignis, Folge einer Krankheit, für die niemand etwas kann und wenn doch, dann die Gesellschaft, die fehlende Willkommenskultur, die ausländerfeindlichen Österreicher etc. Und schon ist die kleine politisch-korrekte Welt wieder in Ordnung. Opfer, Bösewichter und Helden, jeder hat wieder seinen ihm zugedachten und angestammten Platz.

Dabei ist der islamistische Hintergrund alles andere als an den Haaren herbeigezogen. IS-Führer und andere Islamisten haben bereits mehrmals ihre Gefolgschaft via Internet aufgefordert, in Europa, im Zentrum der Ungläubigen, genau solche Anschläge durchzuführen. Und einige sind diesen Aufforderungen bereits gefolgt. In Frankreich hat es im Dezember vergangenen Jahres zwei solcher Autoanschläge gegeben, einen in Dijon und einen in Nantes. In Israel muss man mit dieser Art des Terrors schon länger leben.

Wie auch immer, es geht nicht um irgendwelche wirren Theorien und Unterstellungen, es geht darum, dass tatsächlich in alle Richtungen ermittelt und nichts von vornherein ausgeschlossen wird. Doch das ist ganz offensichtlich nicht der Fall. Die brutale Tat, die Toten und die vielen Verletzen und die tatsächlichen Hintergründe interessieren Politik und Medien kaum. Was die politisch-korrekten Akteure wirklich interessiert, sind die politischen Konsequenzen und gesellschaftlichen Auswirkungen einer solchen Bluttat. Wie viele Prozentpunkte ein terroristischer Akt der eigenen Partei bei der nächsten Wahl kosten wird, wie sehr die FPÖ davon profitieren wird, wie man die Tat doch noch für seine eigenen Zwecke umdeuten und instrumentalisieren kann, wie man die Schuld und die Verantwortung dem politischen Gegner anhängen kann etc. Es geht nicht um die Opfer, es geht nicht um Prävention, es geht um Machterhalt, politische Strategien, um Selbstbetrug und einen ruhigen Schlaf.

Wer bei diesem feigen und widerlichen Spiel nicht mitmacht, an dem entladen sich der Frust und der Selbsthass der politisch-korrekten Lemminge und Angsthasen.

Werner Reichel ist Journalist und Autor aus Wien. Kürzlich sind seine neuen Bücher „Die Feinde der Freiheit“ und „Das Phänomen Conchita Wurst: Ein Hype und seine politischen Dimensionen“ erschienen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2015 11:01

    Die Grazer Polizei weiß gar nichts. Unsere Sozi-Bullen und die Sozi-Justiz haben die vorgefertigten Sprachregelungen für derlei Fälle bereits in Kuverts, die im Falle des Falles zu öffnen sind, vorliegen.

    Wenn ein Mohammedaner mordet, ist er IMMER "geistig verwirrt". Ebenso, wenn er Kirchen verwüster, oder Leute auf offener Straße absticht oder dem Brauch des islamischen Kopftretens huldigt.

    Wenn ein Mohammedaner den Befehlen eines Terroristenchefs, die Ungläubigen mit dem Auto in Einkaufsstraßen neiderzufahren oder sie sonstwie zu schlachten wortgenau folgt, hat das natürlich nichts mit dem Islam zu tun.

    Im Falle dieses Täters wird schon jetzt das Bild des "geistig verwirrten Einzeltäters" aufgebaut, um dann den Freispruch durch die Sozi-Justiz begründen zu können.

    Wir haben ja gelernt:

    Ein von einem mehrfach vorbestraften, bekifften Rattler totgefahrener Polizist und Familienvater bringt 20 Monate Haft.
    Das Verhungernlassen von 3 Hunden 9 Monate

    Der Wert eines Menschen ist für den Sozi-Richter daher per Weisung offenbar wie folgt zu berechnen:
    3 Hunde = 9 Monate.
    20 / 9 = 2,22
    Ein Mensch = 6,66 Hunde

    Wir runden auf 7 auf.

    Für den Moslem-Terroristen gilt daher:

    Drei Menschen totgefahren = 21 Hunde = 63 Monate = 5Jahre, 3 Monate Haft.
    Die Anhebung wegen der 34 Verletzten (1 Verletzter Mensch = 1 toter Hund= 3 Monate) wird das Strafmaß um 34 * 3= 102 Monate um 8 Jahre, 6 Monate und daher auf 13 Jahre 9 Monate anheben.

    Diese Rechnung stimmte bisher immer bei Delikten gegen Leib und Leben.

    Danke, Justizminister, damit wissen wir, was wir für die Sozi-Justiz wert sind.
    Keine 7 Köter.

    Was diese Berechnung islamisch Korrekt in "Affen und Schweinen" ist, die wir nach den Worten ihres "Propheten" ja sind, ist leicht auszurechnen: 0.

  2. Ausgezeichneter KommentatorSozialrat
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2015 09:54

    Ob der reflexartige Rassistenfilter greift oder nicht greift, kann man bei zwei durchaus vergleichbaren "Wahnsinnstaten" beobachten.

    Der "Blonde Weisse", der in einer Kirche "Schwarze" mit einer Schusswaffe hinmetzelt ist klarerweise und erklärterweise ein Rassist und seie Tat eindeutig rassistisch mortiviert. Das hören wir tagelang im Radio, sehen wir im TV, lesen wir in den Zeitungen.

    Ein "muslimischer Bosnier", der in der Grazer Innenstadt dutzende "Weisse" mit seinem Auto niedermäht hat leider eine Psychose, die eine fünf Wochen zurückliegende Wegweisung ausgelöst haben muss. Auch das hören wir tagelang im Radio, sehen wir im TV, lesen wir in den Zeitungen.

    Ist diese Gesellschaft, sind diese Medien, ist diese Politik nicht krank?

  3. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2015 08:21

    Nicht 'nach wenigen Stunden' - bereits nach 45 Minuten wusste die Grazer Polizei, dass der Täter unter 'akuter Psychose' handelte!
    Ich frage mich, wieso dann beim U-Richter eine akademischer Psychiater noch stundenlang den MUTMASSLICHEN Täter untersuchen musste, und von einem solchen 'akuten' Zustand nichts bemerkte und ihn für voll U-Haft fähig erklärte ...

    Leben wir wirklich schon in einer Diktatur, wo unliebsame und das System störende Verbrecher automatisch zu Geisteskranken gestempelt werden?

    Genügt es nicht, dass wir von Politikern regiert werden, bei denen mehr als einmal eine 'akute' Verwirrung des Geisteszustands festzzustellen wäre?

  4. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2015 10:41

    Durch die eklatante Fehlleistung des Steirischen Sicherheitsdirektors Klamminger bei der Pressekonferenz ist das Vertrauen der Öffentlichkeit in eine objektive Amtsführung tief erschüttert.
    Wäre hier nicht die Einleitung eines Disziplinarverfahrens zu überdenken? ;-)

  5. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2015 08:41

    Es ist und war schon immer so,
    wenn kurz u.sofort nach katastrophalen Ereignissen verkündet wird - (nicht nur bei Flugkatastrophen) - was nicht alles an Ursache und Verursacher mit 100-prozentiger Sicherheit auszuschließen sei - (aufgrund welcher Fakten auszuschließen sei?) der eindeutige Hinweis geliefert wird, dass dem mit 100-prozentiger Sicherheit - nicht so ist !

  6. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    4x Ausgezeichneter Kommentar
  7. Ausgezeichneter KommentatorMaigret
    2x Ausgezeichneter Kommentar

alle Kommentare

  1. Tagebuchleser (kein Partner)
    30. Juni 2015 18:59

    was mich beruhigt, alles nach der Tat alles nach Drehbuch gelaufen ist . die Meldung der Polizei, eine Quick-Psycho-Ferndiagnose, die Medien haben das brav übernommen, nicht nachgefragt woher und warum auch...
    und
    ich wurde auch wieder einmal misstrauisch, wie Herr Reichel. Rasch kann man im Internet 1+1 zusammenzählen und abwarten.

    Ich fühle mich daher gut aufgehoben, alles läuft nach Drehbuch und man kann vertrauen auf das was man vermutet.

    Danke Herr Reichel!

  2. Der Turm (kein Partner)
    30. Juni 2015 11:45

    Fakt ist: Der innenstadtspritztourfahrende Kulturbereichler von Graz hat mehr als 300 Facebook-Kontakte in islamistische Länder, und ebenso viele Twitter-Kontakte.

    Das hat natürlich alles nichts mit dem Islam zu tun!

  3. Martin W. (kein Partner)
    29. Juni 2015 12:57

    Klar, wer auf Basis von Vorurteilen gegen andere hetzt, bezeichnet sich selbst als mutig. Es gehört schon viel Zivilcourage dazu, öffentlich auf andere hinzutreten.

    Ein bisschen andere Menschen abwerten, sich selbst dabei aufwerten, und schon kann man aus einem Reservoir an Dummheit schöpfen und politische Bedeutung erlangen, um dann wieder den Staat zu plündern ...

    Mir kommt nur mehr das Kotzen, auch weil AU so etwas in seinen Blog aufnimmt. Noch schlimmer, was manche Kampfposter verzapfen.

    • Maigret
      29. Juni 2015 14:25

      Welche anderen Menschen wertet der Autor ab?

    • Günther (kein Partner)
      29. Juni 2015 16:44

      Ja, es gehört heutzutage tatsächlich sehr viel Zivilcourage dazu, auch einen möglichen mohammedanischen Terroranschlag nicht auszuschliessen.
      In diesen Zeiten lauert überall ein Staatsanwalt zur Verfolgung von ( wohlbegründeten ) Meinungsdelikten.

  4. Maigret
    29. Juni 2015 12:46

    Und während unsere Politclowns in Graz hohle Phrasen absondenr, bereitet der IS gerade den Krieg in Europa vor:

    http://www.welt.de/politik/ausland/article143186475/Das-naechste-grosse-Schlachtfeld-ist-Europa.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_facebook

    "Alles, was Terroristen für die Aufnahme brauchen, ist ein syrischer Pass. Er garantiert nahezu automatisch Asyl. Man kann ihn auf dem Schwarzmarkt für umgerechnet 1200 Euro inklusive Personalausweis jederzeit kaufen. Das Dokument ist echt. Aber der IS kann wahrscheinlich auch selbst Pässe herstellen, seitdem er Provinzhauptstädte und ihre Meldeämter beherrscht."

    • fewe (kein Partner)
      29. Juni 2015 17:13

      Asyl steht Syrern aber eigentlich nur dann zu, wenn sie keine Islamisten/Mohamedaner sind. Die Christen und andere Religionen werden ja dort bedroht, aber doch nicht Mohamedaner.

      Ich verstehe nicht, wenn man denen Asyl gewährt. Die sind dort doch sicher.

    • Der Turm (kein Partner)
      30. Juni 2015 11:48

      Noch weniger ist zu verstehen, dass Asylwerber regelmäßig in ihre Heimat auf Urlaub fliegen, um nach ihrer Rückkehr das Asylverfahren weiter zu verschleppen.

      Macht aber nichts, das gehört sich so in der Sozialdemokratie...

    • Rado (kein Partner)
      02. Juli 2015 10:39

      @fewe
      Das sind doch die syrischen Zivildiener!

  5. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      29. Juni 2015 09:17

      Die Dressur funktioniert aber nicht mehr so zuverlässig, wie die Qualitätsmedien und die politische Elite glauben machen wollen.

      Wenn also der 8-klassige Volxschüler davon spricht, das Grazer Verbrechen nicht für Haß-tiraden zu mißbrauchen – und er damit auf die FPÖ hinprügelt, dann ist das nur ein weiterer Sargnagel für „Seine Peinlichkeit“, den „Herrn“ Bundeskanzler. Zu offensichtlich sind Tat und Hintergründe und die in kurzer Folge in anderen Ländern getätigten Mordtaten von Islamisten. – Die Menschen merken inzwischen wohin die Reise geht, wenn man mit diesen Sprechblasen glaubt „Politik“ machen zu können.

      Was allerdings an der Grazer „Trauer“-Kundgebung bemerkenswert ist, ist die frappierende Ähnlichkeit mit jener von Paris nach „Charlie Hebdo“. ALLE ware sie da – in erster Reihe, und der Schützenhofer hat sogar geweint. Die vereinigte Weltkirche a la Hans Küng (Welt-Ethos) war auch zugegen: besonders wichtig die Islamische Kultusgemeinde, deren religiös-politischer Ideologie doch all diese Verbrechen zu danken sind, auch in „Trauer vereint“.

      Und die Schmeißfliegen des Betroffenheits-, Krisen- und Trauerarbeits-Business sind auch im Einsatz. Angeblich sollen 70 des Kriseninterventionsteams den Zug gesäumt haben. Wenn ich mir vorstelle wie viel Futter ein KMU mit 70 Mitarbeitern monatlich am Markt herbeischaffen muß um so eine Truppe in Kompaniestärke zu füttern, dann kann man diesem „gemeinnützigen“ Verein nur wünschen, daß mindestens täglich solche „Krisen“ stattfinden, denn was sollten die Armen andernfalls schon tun?

      Was hier sichtbar wird, ist die Funktionsweise von Massenpsychosen. – Wer glaubt denn schon an die „Trauer“ und „Betroffenheit“ dieser anonymen Massen, denen in Wahrheit alles völlig Wurscht ist, außer der eigene Spaß und das Wohlleben. Wie man auch – flüchtig – sehen konnte, wurde das Trauerspektakel auch kräftig mit Werbe-Flyern und wohl auch in den „sozialen Netzen“ beworben.

      Dieses Betroffenheits-Ritual funktioniert noch, wie die politische Elite mit Freuden feststellen konnte.

  6. Maigret
    • Politicus1
      27. Juni 2015 22:01

      ab sofort hat der ORF eine neue Nahost- und Islamexpertin ...

    • hamburger zimmermann
      28. Juni 2015 17:51

      @Politicus1

      na, das glaub ich nicht! eher im gegenteil: diese mutige dame wird sich das honorar für künftige orf-auftritte in die haare schmieren können. wer gar so widerborstig die staatlich verordnete und von den gratis-wc-blatteln verkündete reichseinheitsmeinung als vertrottelt darstellt...
      .

  7. Sensenmann
    27. Juni 2015 11:01

    Die Grazer Polizei weiß gar nichts. Unsere Sozi-Bullen und die Sozi-Justiz haben die vorgefertigten Sprachregelungen für derlei Fälle bereits in Kuverts, die im Falle des Falles zu öffnen sind, vorliegen.

    Wenn ein Mohammedaner mordet, ist er IMMER "geistig verwirrt". Ebenso, wenn er Kirchen verwüster, oder Leute auf offener Straße absticht oder dem Brauch des islamischen Kopftretens huldigt.

    Wenn ein Mohammedaner den Befehlen eines Terroristenchefs, die Ungläubigen mit dem Auto in Einkaufsstraßen neiderzufahren oder sie sonstwie zu schlachten wortgenau folgt, hat das natürlich nichts mit dem Islam zu tun.

    Im Falle dieses Täters wird schon jetzt das Bild des "geistig verwirrten Einzeltäters" aufgebaut, um dann den Freispruch durch die Sozi-Justiz begründen zu können.

    Wir haben ja gelernt:

    Ein von einem mehrfach vorbestraften, bekifften Rattler totgefahrener Polizist und Familienvater bringt 20 Monate Haft.
    Das Verhungernlassen von 3 Hunden 9 Monate

    Der Wert eines Menschen ist für den Sozi-Richter daher per Weisung offenbar wie folgt zu berechnen:
    3 Hunde = 9 Monate.
    20 / 9 = 2,22
    Ein Mensch = 6,66 Hunde

    Wir runden auf 7 auf.

    Für den Moslem-Terroristen gilt daher:

    Drei Menschen totgefahren = 21 Hunde = 63 Monate = 5Jahre, 3 Monate Haft.
    Die Anhebung wegen der 34 Verletzten (1 Verletzter Mensch = 1 toter Hund= 3 Monate) wird das Strafmaß um 34 * 3= 102 Monate um 8 Jahre, 6 Monate und daher auf 13 Jahre 9 Monate anheben.

    Diese Rechnung stimmte bisher immer bei Delikten gegen Leib und Leben.

    Danke, Justizminister, damit wissen wir, was wir für die Sozi-Justiz wert sind.
    Keine 7 Köter.

    Was diese Berechnung islamisch Korrekt in "Affen und Schweinen" ist, die wir nach den Worten ihres "Propheten" ja sind, ist leicht auszurechnen: 0.

  8. Cotopaxi
    27. Juni 2015 10:41

    Durch die eklatante Fehlleistung des Steirischen Sicherheitsdirektors Klamminger bei der Pressekonferenz ist das Vertrauen der Öffentlichkeit in eine objektive Amtsführung tief erschüttert.
    Wäre hier nicht die Einleitung eines Disziplinarverfahrens zu überdenken? ;-)

    • Elisabeth Mudra
      28. Juni 2015 17:53

      Von der Frau Mikl? Von der erwartet dieser beförderungsgeile Biamte eher einen großen blinken Orden.
      .

    • fewe (kein Partner)
      29. Juni 2015 17:15

      Name merken genügt, ist dann für den Nürnberger Prozess 2.0 wichtig.

  9. Sozialrat
    27. Juni 2015 09:54

    Ob der reflexartige Rassistenfilter greift oder nicht greift, kann man bei zwei durchaus vergleichbaren "Wahnsinnstaten" beobachten.

    Der "Blonde Weisse", der in einer Kirche "Schwarze" mit einer Schusswaffe hinmetzelt ist klarerweise und erklärterweise ein Rassist und seie Tat eindeutig rassistisch mortiviert. Das hören wir tagelang im Radio, sehen wir im TV, lesen wir in den Zeitungen.

    Ein "muslimischer Bosnier", der in der Grazer Innenstadt dutzende "Weisse" mit seinem Auto niedermäht hat leider eine Psychose, die eine fünf Wochen zurückliegende Wegweisung ausgelöst haben muss. Auch das hören wir tagelang im Radio, sehen wir im TV, lesen wir in den Zeitungen.

    Ist diese Gesellschaft, sind diese Medien, ist diese Politik nicht krank?

    • Sozialrat
      27. Juni 2015 09:56

      Korrektur: ... motiviert, .... seine Tat .... sorry.

    • haro
      30. Juni 2015 21:22

      Ergänzung : Der muslimische gebürtige Bosnier -dem Flüchtlingskind dem samt seiner Familie in Österreich großzügig Asyl gewährt wurde (und der dann auch problemlos eine Braut samt Familie aus Bosnien nach Österreich holen konnte - ist das richtig?) - wurde zuerst nur als Österreicher und Steirer bezeichnet. Sein Name, seine Herkunft und seine Religion konnten allerdings nicht auf Dauer verheimlicht werden.
      Gibt es doch eine Lügenpresse oder eine die statt Information nur Desinformation betreibt?

  10. Wyatt
    27. Juni 2015 08:41

    Es ist und war schon immer so,
    wenn kurz u.sofort nach katastrophalen Ereignissen verkündet wird - (nicht nur bei Flugkatastrophen) - was nicht alles an Ursache und Verursacher mit 100-prozentiger Sicherheit auszuschließen sei - (aufgrund welcher Fakten auszuschließen sei?) der eindeutige Hinweis geliefert wird, dass dem mit 100-prozentiger Sicherheit - nicht so ist !

  11. Politicus1
    27. Juni 2015 08:21

    Nicht 'nach wenigen Stunden' - bereits nach 45 Minuten wusste die Grazer Polizei, dass der Täter unter 'akuter Psychose' handelte!
    Ich frage mich, wieso dann beim U-Richter eine akademischer Psychiater noch stundenlang den MUTMASSLICHEN Täter untersuchen musste, und von einem solchen 'akuten' Zustand nichts bemerkte und ihn für voll U-Haft fähig erklärte ...

    Leben wir wirklich schon in einer Diktatur, wo unliebsame und das System störende Verbrecher automatisch zu Geisteskranken gestempelt werden?

    Genügt es nicht, dass wir von Politikern regiert werden, bei denen mehr als einmal eine 'akute' Verwirrung des Geisteszustands festzzustellen wäre?

    • Pennpatrik
      29. Juni 2015 10:53

      Leben wir wirklich schon in einer Diktatur, wo unliebsame und das System störende Verbrecher automatisch zu Geisteskranken gestempelt werden?

      Natürlich: z.B. Homophob für jede kritische Anmerkung zu sexuellen Perversionen.

    • Pennpatrik
      29. Juni 2015 11:12

      ERGÄNZUNG:
      Wenn Sie den Gastkommentar von Angelo Peer lesen: "Abschasseln statt argumentieren ", werden Sie sehen, dass z.B. der Chefredakteur einer einstmals großen Zeitschrift bereits das Stellen von (falschen) Fragen als Ausgeburt einer kranken Psyche bezeichnet.

      Wenn Sie sich an die Diktaturen rund um uns erinnern (ich war z.B. oft in Jugoslawien), werden Sie feststellen, dass sie natürlich nicht so waren, wie es in der Propaganda dargestellt wird. Die Diktatur beginnt nicht, wenn hinter jedem Bürger ein Büttel mit einer Bullenpeitsche steht und regelmäßig Schläge austeilt. Die meisten Menschen können in einer Diktatur wie andere in einer freien Gesellschaft leben.

      Eine Diktatur kann auch durch die Kriminalisierung der Bevölkerung entstehen (jeder macht sich strafbar, z.B. durch unübersichtliche Gesetze), die dann Willkürmaßnahmen ermöglichen.
      Der Durchschnittsbürger merkt oft nicht, dass er in einer Diktatur lebt, weil er natürlich auch dort seine Arbeit hat, seine Wohnung, seinen Schrebergarten und den Urlaub. Auch in Dikaturen gibt es Schulen, Universitäten, Zahnärzte und Installateure.

      Diktaturen entstehen oft einfach durch zu viele Vorschriften (z.B. wieviel Wasser ich im WC verbrauchen darf, was ich denken muss und wie ich mich innerhalb meiner Familie zu verhalten habe), die einfach keinen politikfreien Raum mehr ermöglichen.

      Diktaturen sind auch Gesellschaften, die vorschreiben, wie man "richtig" zu denken hat. In diesem Sinn ist eine Gesellschaft, die "alle Bereiche des Lebens mit Demokratie durchflutet" (Kreisky) natürlich auch eine Diktatur, weil sie den eigenständigen, eigenverantwortlichen und selbst entscheidenden Menschen unterdrükt, ja unterdrücken muss.

      Doch, ja, ich denke schon, dass wir viele Elemente der ehmenaligen Diktaturen des europäischen Ostblocks übernommen haben. Gemessen an den Freiheiten der 60er Jahre würde ich unsere Gesellschaft nicht mehr als eine "freie" bezeichnen. Vor allem der Weg geht meiner Meinung nach stark in Richtung Diktatur oder eben in eine Gesellschaft des "realen Sozialismus", was meiner Meinung nach ein Pleonasmus ist.





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