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Die Polen wandern, die Griechen jammern

Aus Migrationsberichten kann man oft viel mehr herauslesen als aus fein gedrechselten Politikerworten.

Besonders aufschlussreich ist (schon auf Grund der Größe des Landes) etwa der deutsche Bericht. Er erfasst zwar vorerst nur 2013 – aber da war ja die europäische Wirtschaftslage nicht viel anders als in den Jahren davor und danach. Er zeigt: Es gibt Völker, wo viele Menschen Chancen ergreifen wollen und ohne Jammern dorthin ziehen, wo sie Jobs finden. Und es gibt andere Länder, wo vor allem gejammert wird, aber nur sehr wenige Bürger daran denken, trotz der hohen Arbeitslosenzahlen einen Arbeitsplatz im Ausland zu suchen. Obwohl das in der EU problemlos möglich wäre.

Seit ich die deutsche Statistik gelesen habe, hält sich mein Mitleid mit den Jammerländern in engen Grenzen. Daran können auch die zahllosen Politiker-Klagen und Tränendrüsen-Reportagen nichts ändern, die alle zeigen wollen, wie schlecht es doch den Griechen, Iren, Zyprioten, Franzosen, Italienern, Spaniern und Portugiesen ginge. Aus deutschem Verschulden natürlich.

Der deutsche Migrationsbericht zeigt jedoch ein verblüffendes Bild: nämlich, dass aus Polen weit mehr Menschen nach Deutschland gezogen sind (197.000) als aus all den genannten Krisenländern. Wohlgemerkt aus allen zusammen!

Warum hört man nie ein Klagen der Polen? Warum handeln sie einfach? Nun, wohl schon deshalb, weil sie gar nicht auf die Idee kommen, dass Jammern helfen könnte. Weil sie unter den Kommunisten noch viel Schlimmeres erlebt haben als Arbeitslosigkeit. Weil sie froh sind, dass sie frei in der ganzen EU einen Arbeitsplatz annehmen können.

Anderswo ist hingegen das soziale Netz offenbar noch immer so bequem, dass man lieber in diesem bleibt, statt die Mühsal einer Auswanderung auf sich zu nehmen. Neuerdings glaubt man sogar in etlichen Ländern, durch Wahl einer radikalen Protestpartei die eigenen Probleme lösen zu können, die durch ein schuldenfinanziertes Konsum-Jahrzehnt entstanden sind. Siehe die Linksparteien in Griechenland und Spanien. Siehe die rechtsradikalen in Frankreich.

Viele Krisenländer zerfließen vor Selbstmitleid, obwohl sie noch immer ein höheres Prokopfeinkommen haben als Polen. Die Menschen bleiben jedoch in ihrer meist schönen Heimat und warten, dass ihnen andere die Schulden zahlen. Was ja auch in hohem Ausmaß passiert ist und weiter passiert. Denn Deutschland begeht seit 2010 den folgenschweren Fehler, riesige Rettungsaktionen zu finanzieren (die dann notgedrungen auch die anderen mitfinanzieren müssen), statt der Eigenverantwortung und den daraus sich ergebenden – notwendigen! – Lernprozessen freie Bahn zu lassen. Die Deutschen haben immer Angst, dass man sie sonst Nazis heißen würde. Was ihnen freilich nichts half. Sie wurden ja dennoch beschimpft.

Zurück zur Statistik: Das Bild ist kaum anders, wenn man auf die Netto-Zahlen schaut (wenn man also von den nach Deutschland zuwandernden Menschen die in der Gegenrichtung auswandernden – oder heimkehrenden – abzieht). Auch da liegt Polen deutlich an der Spitze. Dahinter Rumänien und, immerhin, Italien.

Deutscher Netto-"Verlust" Richtung Österreich, Türkei und Schweiz

Interessantes zeigt sich auch, wenn man umgekehrt nach Ländern sucht, wohin netto mehr Menschen aus Deutschland auswandern als von dort zuzuziehen: Das ist bei Österreich der Fall (Netto-„Verlust“ für Deutschland: 1700 Menschen). Das verblüfft auf den ersten Blick. Das hängt aber mit der ständig steigenden Zahl von deutschen Numerus-Clausus-Flüchtlingen an den österreichischen Unis zusammen. In die Alpenrepublik hat es in den Jahren davor viel mehr Deutsche auch der Arbeit wegen gezogen, als der österreichische Arbeitsmarkt noch lebendiger war als der deutsche.

Einen Netto-„Verlust“ bilanziert Deutschland aber überraschenderweise auch bei der Türkei: Über 7000 mehr wandern ab als zu. Das heißt freilich noch nicht, dass der Anteil der Türken an der deutschen Wohnbevölkerung abnehmen würde: Denn durch die Geburtenentwicklung nimmt die Zahl der Türken in Deutschland (mit oder ohne deutschem Pass) proportional weiter zu. Das zeigt aber schon, dass sich die wirtschaftliche Lage in der Türkei deutlich verbessert hat. Dass also keine neuen Massen zuwandern wie in früheren Jahrzehnten.

Am stärksten ist der deutsche Netto-„Verlust“ mit über 9000 aber gegenüber der Schweiz. Das überrascht nicht. Denn auch wenn die deutsche Wirtschaft derzeit gut dasteht, existieren halt immer noch Länder, wo die Lage deutlich besser ist. Es gibt eben nicht nur einen Udo Jürgens, der sich einst ins Schweizer Steuerparadies abgesetzt hat, sondern weiterhin jedes Jahre viele Tausend.

Die Zahlen zeigen im übrigen für Deutschland noch eine problematische Entwicklung: Bereits jedes dritte Kind unter zehn Jahren hat einen Migrationshintergrund. Das ergibt eine klare Dynamik für die Zukunft: Denn bei der Bevölkerung insgesamt hat vorerst nur jeder Fünfte einen solchen Hintergrund. Die Dynamik steigt auch noch aus einem zweiten Grund rapide: 2013 hat die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland um nicht weniger als 70 Prozent gegenüber dem Jahr davor zugenommen.

PS.: Inzwischen hat der Drang vieler Polen nach Deutschland einen Konkurrenten bekommen: Das zeigen die (schon etwas aktuelleren) russischen Daten. Denn 2014 haben mehr als 100.000 Deutsche Russland den Rücken gekehrt. Viel mehr als Bürger jedes anderen Staates.  Um genau zu sein: Die russische Statistik zählt die Staatsbürgerschaft der Abwandernden, also etwas anderes als die zuvor erwähnte deutsche Statistik. Keinen Zweifel kann es aber über den Grund der Wanderung geben: Die sich rasch verschlechternde Wirtschaftslage Russlands, der tief gefallene Ölpreis und vor allem der Ukrainekrieg.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 09:21

    Die Polen sind ja auch katholisch. Das merkt man halt!

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 09:52

    Es gab zu anderen Zeiten, als Griechenland noch nicht bei der EU war, auch griechische Zuwanderung in Österreich, Frau Vassilakou ist in dieser Periode nach Österreich gekommen mit ihrem Vater.

    Die ausgewanderten Griechen haben sich allesamt als geschäftstüchtig erwiesen und ich habe mit meinem Freund schon mehrere Male an der griechisch orthodoxen Sonntagsmesse am Fleischmarkt teilgenommen und dort einige der griechischen Gemeinde in Wien kennengelernt.

    Die EU hat eigentlich Griechenland kaputtgemacht, sie hat dort den 'Fortschritt' gebracht, die 'Produktivität' suggeriert, das sagen alle. Ich habe das schon einmal geschrieben, die Siestastaaten ticken anders als die Mitteleuropäer, sie haben halt genommen, was ihnen präsentiert, ja förmlich aufgedrängt, wurde. Mein Freund war damals hoher Außenministeriumsbeamter in Griechenland und oft nach Brüssel unterwegs, er hat das schon damals gesagt, als noch nicht alles kaputt war.

    2008 begann Großbritannien die polnische Zuwanderung einzuschränken, es kamen in einem Schwall 300 000 und landeten dort in den großzügigen Sozialsystemen, die sie überstrapazierten.

    Ich habe polnische Auswanderer in Schweden getroffen, in Chicago, in Deutschland und in Österreich. Die meisten, die nicht wirklich sesshaft wurden, sondern nur gearbeitet haben, gehen nach Polen zurück, wenn sie in Pension sind, die meisten unterstützen ihre Familien zu Hause, oder ihre Verwandten. So auch mein Nachbar im 2. Stock, den Urlaub und die Feiertage verbringt er zu Hause in Polen. Ich hebe die Arbeitsmoral der Polen hervor, die meistens kooperativ, loyal, und als fleißig beschrieben wird. Für einen ordentlich bezahlten Job nehmen sie schon einiges an Strapazen auf sich.

    Deutsche Kellner trifft man fast in allen österreichischen Urlaubsgebieten, meist aus Ostdeutschland, auch Ungarn arbeiten dort fast überall und natürlich in ganz Ostösterreich, je näher zur Grenze desto dichter. In Wien mischen sich darunter auch Tschechen und Slowaken, die Südslawen bevölkern mehr den Bausektor.

    So meine subjektive Wahrnehmung, die ich nicht statistisch quantifizieren kann, denn solche Statistiken gibt es hier nicht oder ich kenne sie nicht.

    Ich meine halt, tüchtige Leute gibt es überall, fleißige Leute auch, die Polen natürlich haben speziell gelitten in den Kriegen und unter Stalin und dort wirken noch Generationen später natürlich die Zerstörungen an Gesellschaft und Material noch deutlich nach, ich führe diese Auswanderungsquote schon auch darauf zurück.

    Ich kenne auch fleißige Österreich, die man überall in der Welt findet und unter diesem Aspekt sehe ich die Zuwanderung nicht kritisch, kritisch ist für mich die Nichtintegration der nicht zu unserer Kulturpassenden Sozialzuwanderung, kritisch ist für mich deren Anspruch auf die Aufgabe unserer Kultur, deren Gewalt und Terror. Das würde etwa den Polen nie einfallen, was die hier aufführen.

    Und unsere P.C. würde NIE auf die christlich katholisch Kultur der Polen Rücksicht nehmen, nein die nimmt auf die Islamisten Rücksicht, die noch dazu nicht hierher gekommen sind um zu arbeiten, bzw. hier unbrauchbar sind.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 08:05

    Nun, die Polen sind ein geprüftes, und dadurch hart gewordenes Volk!
    Sie sind gewohnt zu arbeiten, und tun dies auch mehrheitlich!
    Die Nähe zu Deutschland und die gemeinsame Vergangenheit mit Österreich tragen natürlich viel zur polnischen Wanderungssituation bei; übrigens auch Ostschlesier mit deutschen Wurzeln!

    Die südeuropäischen Griechen vertrauen auf die dort üppig scheinende Sonne, verweisen auf ihre ruhmreiche Vergangenheit, die ganz Europa "erleuchtete", und lassen den Herrgott eben ganz selbstverständlich "einen guten Mann sein"!
    Hilfe nehmen sie gerne an, von Rückzahlungen wollen sie nicht allzu viel wissen!

    Ja, ja, unser Europa ist ein sehr bunt gemischter Kontinent!
    Arbeiten wir zusammen, halten wir zusammen, damit er uns auch in Zukunft in seiner sympathischen Vielfalt erhalten bleibt!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 01:35

    Es gibt kaum eine "Wissenschaft" mit der sich besser lügen als mit Statistik.
    Z.B.: Dort wo die meisten Kirchen stehen, passieren die meisten Verbrechen (in einer Großstadt gibt es absolut gesehen mehr Kirchen, mehr Menschen und daher auch mehr Gauner als in einer Dorfgemeinde). Ohne definierte/ausgewiesene Parameter ist alles Betrug.

  5. Ausgezeichneter KommentatorHerbert Sutter
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 09:56

    Ein wichtiges Grundprinzip bei allen Wanderungsbewegungen und bei der europa- bzw. weltweiten Migration ist: das "Diaspora-Prinzip".

    Dort wo schon eine Diaspora vorhanden ist, dort ziehen noch mehr Auswanderungswillige aus der Heimat hin weil sie dort ankern können: Also dort gibt es Netzwerke, Verbindungen, Freunde, Jobs usw. Es ergibt sich ein Multiplikatoreffekt.

    In Chicago gab es eine Diaspora von Burgenländern schon ca. ab 1900. Und bis in die 1960er-Jahre wanderten Burgenländer deshalb nach Chicago aus, weil der Onkel, der Cousin, der beste Freund vom Onkel usw. dort schon lebten und sich dort schon etabliert hatten.

    Beim bevölkerungsreichen Volk der Polen ist es sicher so:

    Über ganz Deutschland, ja eigentlich über ganz Westeuropa verteilt gibt es Polen-Gemeinden, also eine polnische Diaspora, mit polnischen Geschäftsleuten usw. wo es Jobs gibt bzw. wo zugezogene Polen rasch andocken können. Im heutigen Polen ist es ganz normal auszuwandern: Ein Jeder kennt einen der irgendwo in Europa oder Übersee zu Hause ist und dort erfolgreich Fuß gefasst hat.

    Wenn Sie mit Polen in Wien ganz einfach Kontakt aufnehmen wollen: Die polnische Kirche am Rennweg am Sonntag besuchen: http://www.kosciol.at/

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 04:00

    Lernen Sie Geschichte! Diese Migranten kommen aus den ehemaligen Österreichischen Kronländern, auch Lemberg gehörte dazu und aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten!
    "Heim ins Reich" lautete die Devise.

  7. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 09:46

    Da möchte ich jetzt die Südländer ein wenig in Schutz nehmen.
    Einmal wandern viele Spanier und Portugiesen in die ehemaligen Kolonien, und eben nicht nach Deutschland wo es ja eine Sprachbarriere gibt.

    Und einen zweiten Effekt sollte man sehen. Das Eigentum! In den Südländern ist die Rate der Immobilienbesitzer viel grösser als in Polen oder auch Deutschland. Durch die sinnlose Gelddruckerei sind die Preise erst in den Himmel geschossen, der Markt hat geboomt und nun ist komplette Flaute. Sprich das Eigenheim wird mangels Käufer nicht verkauft werden können.

    Auch die sehr vielen verschuldeten 'Eigen'heimbesitzer haben ein Problem. Sind sie erst weg, dann werden die Banken dies sofort ausnutzen und 'räumen'. Womit das Haus weg ist, ein Berg Schulden aber bleibt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorProf. Walter A. Schwarz
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2015 08:41

    Irgendwie kenne ich mich jetzt nicht aus: Hatte sich Hellas n i c h t mit geschönten (Budget-) und sonstigen Daten in die EWG bzw. EU geschwindelt? Wie steht es in GR mit der jahrzehntelang versprochenen Konsolidierung des Staatshaushaltes, der Verringerung öffentlich Bediensteter, der Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit, der Privatisierung des öffentlichen Dienstes, der Wirtschaftsförderung, der Umstrukturierung der überschuldeten staatlichen Rentenversicherung, der Reform des Gesundheits- und Bildungssystems, der Korruptionsbekämpfung und jener der illegalen Einwanderung sowie der Reduzierung der unverhältnismäßig hohen Militärausgaben aus?


alle Kommentare

  1. Torres (kein Partner)
    12. Februar 2015 13:18

    "... ohne deutscheM Pass.." Unterberger beweist, dass er noch schlechter Deutsch kann, als die türkischen und polnischen Migranten.

  2. Karl Martell (kein Partner)
    12. Februar 2015 10:28

    Neulich lief die Wiederholung der Fernsehdoku „Geschichte Mitteldeutschlands“ auf Phoenix. Es ging um Adelheid, die Gattin Ottos des Großen.
    Dauernd war von Burgund und Italien die Rede, doch wenn es um Ottos Heimat ging, hieß es durchweg entweder „Ottos Reich“, „Reich der Ottonen“ oder „Reich nördlich der Alpen“, nicht ein einziges Mal tauchte das Wort „Deutschland“ auf. Eine Meisterleistung, die selbst die redegewandten Historiker an den Rand ihrer Verdrehungskünste führte. Einmal wäre einer fast ausgerutscht, als man ihn stammeln hörte: „Und als Otto dann aus Italien kommend zurück nach ... ääh ... ins Reich nördlich der Alpen ...“ Kein Zweifel: Beinahe hätte er „Deutschland“ gesagt.

  3. Alternativlos (kein Partner)
    12. Februar 2015 09:54

    Wahnsinn Immigration:

    • Alternativlos (kein Partner)
      12. Februar 2015 09:56

      Wahnsinn Immigration:
      In sechs Jahren wäre der gesamte Kosovo in Deutschland

      Wenn selbst eine Botschaft vor einer Ausreisewelle warnt, dann brennt es bereits lichterloh unter dem Dach. Die deutsche Botschaft in Pristina fordert eine politische Hauruckaktion, um die drohenden 30.000 Kosovaren, die sich monatlich nach Deutschland aufmachen, abzuwehren. Bin­nen eines Jah­res wären dies etwa 300.000 Per­so­nen, ein Sechs­tel der Ge­samt­be­völ­ke­rung des Kosovo. Diese Ausreisewelle ist jedoch nicht auf den Kosovo beschränkt. Aus der halben Welt machen sich Menschen, meist Männer übrigens, auf, um ins angeblich gelobte Alemannia zu gelangen. Es sind die Gerüchte von einem Leben in Saus und Braus, ohne dafür je arbeiten zu müssen, von einem lebenslangen Aufgefangenwerden in einem paradiesischen Sozialsystem, das sämtliche Vorstellungen der Ausreisewilligen sprengt, die Menschen aller Coleur dazu bringen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Für diese Gerüchte sind einerseits reale Bedingungen verantwortlich von Sozialbezügen, die – umgerechnet auf die Herkunftsländer – oft weit über den qualifiziertesten Jobs wie denen von Medizinern oder Ingenieuren liegen. Doch wichtiger sind die Versprechungen bestimmter deutscher Politiker und Aysl-Organisationen, die ganz unverhohlen die Welt einladen, nach Deutschland zu kommen und sich dort niederzulassen. Diese Versprechungen sind unrealistisch, haben oft, wenn nicht gar meistens ein deutschenfeindliches Motiv und werden das Gesicht unseres Landes gründlicher ändern als es 1000 Jahre deutscher Geschichte vermochten. Mit den Kosovaren und Afrikanern, meist muslimischen Glaubens, wird ein ethnisches und religiöses Konfliktpotential importiert, die Deutschland sprengen werden. Die Anzeichen dafür sind jedem, der sehen kann, bereits heute ersichtlich.

      http://www.focus.de/politik/ausland/koennen-wir-die-lawine-aufhalten-taeglich-30-000-kosovaren-botschaft-warnt-vor-massenexodus-nach-deutschland_id_4461187.html

  4. Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
    12. Februar 2015 08:41

    Irgendwie kenne ich mich jetzt nicht aus: Hatte sich Hellas n i c h t mit geschönten (Budget-) und sonstigen Daten in die EWG bzw. EU geschwindelt? Wie steht es in GR mit der jahrzehntelang versprochenen Konsolidierung des Staatshaushaltes, der Verringerung öffentlich Bediensteter, der Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit, der Privatisierung des öffentlichen Dienstes, der Wirtschaftsförderung, der Umstrukturierung der überschuldeten staatlichen Rentenversicherung, der Reform des Gesundheits- und Bildungssystems, der Korruptionsbekämpfung und jener der illegalen Einwanderung sowie der Reduzierung der unverhältnismäßig hohen Militärausgaben aus?

  5. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      12. Februar 2015 08:34

      Bisher las ich immer nur von der gigantischen Arbeitslosigkeit in P, ES, F, I, UK, IRL, RO, BG, ... und auch in A (trotzt der geschönten Statistiken). Von der noch katastrophaleren Jugendarbeitslosigkeit nicht zu reden. Wie die schon früher gigantischen Arbeitslosenzahlen in D verringert wurden, weiß ich nicht im Einzelnen, aber ich nehme an, daß die ICH-Ags und 1,-Euro-„Jobs“ wesentlich dazu beigetragen haben wenigstens die Statistik zu schönen. Als weiter „Verbesserung“ stünde noch die Methode des US-/Chicago-Boys zur Verfügung: man spart sich überhaupt diesbezügliche Erhebungen, womit die Arbeitslosen gleich ganz verschwinden.

      Wohin sollten also die Bedauernswerten auswandern?

      Abgeseh

    • F.V. (kein Partner)
      12. Februar 2015 08:36

      ...
      Abgesehen davon: was ist das für eine Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik, die den Menschen zumutet, daß sie Heimat und Familie oft Hunderte, ja Tausende Kilometer verlassen, um gerade das nackte Überleben zu sichern?

      Wer solche trottelhaften „Lösungen“ vorschlägt ist nur ein Volltrottel. Ein Propagandist der Einen Welt.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      12. Februar 2015 08:48

      Mit der Empfehlung, wegen Arbeitsmangels etc. auszuwandern, entläßt man die den Staat lenkenden Politiker aus deren Verantwortung, für das menschenwürdige Leben der ihnen anvertrauten Gemeinschaft, das Staatsvolk,
      i m e i g e n e n Land zu sorgen!

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      12. Februar 2015 09:07

      Werter F.V., betr. die höchste Arbeitslosigkeit in Ö. seit Generationen mache ich mir keine Sorgen, haben wir doch mit SPÖ-BM Hundsdorfer, welcher selbst seit seinem 15. Lebensjahr im geschützten Bereich der SPÖ beschäftigt ist, einen sehr bemühten Politiker, welcher statistisch alles tut, um die heimische Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen. An seiner Qualifikation zweifeln könnte man jedoch dann, wenn man weiß, dass er am 8. September 2005 als Vertreter aller drei BAWAG-Aktionäre (Gewerkschafts-Stiftung, Vermögensverwaltung und ÖGB), unterschrieb, dass Verbindlichkeiten in Höhe von 1,53 Milliarden Euro der BAWAG dem ÖGB übertragen werden. Hundstorfer verschwieg dies bis Juni 2006 und rechtfertigte sich dann, als er von Medien mit seinem Handeln konfrontiert wurde, mit den Worten: „Ich wusste nicht, was ich da unterschrieb“. (Quelle: wikipedia).
      Freundschaft!

    • F.V. (kein Partner)
      12. Februar 2015 17:25

      Prof. Schwarz,

      man entläßt damit weniger die Politiker aus der "Verantwortung" (ohnedies nur eine leere Phrase), sondern iteriert einmal mehr die neo-liberale Wirtschaftsdoktrin.

      An anderer stelle verwies ich auf Binswanger und seine Erysichthon-Geschichte. Seine Kritik am gegenwärtigen Geldsystem ist lesenswert und wirklich erhellend.

  6. Waltraut Kupf
    10. Februar 2015 23:14

    Es ist für mich etwas erstaunlich, daß hier die Werbetrommel für die Migration gerührt wird. Statt daß die EU (deren Zerfall ich mir innig wünsche) dafür gesorgt hätte, daß alle Länder der angeblichen „Familie“ sich einander wirtschaftlich einigermaßen angleichen, wird nach dem Floriansprinzip empfohlen, woanders hinzugehen, was aber im Zeichen einer allgemein hohen Arbeitslosigkeit die Chancen für Zuwanderer nicht eben erhöhen dürfte. Nicht „die Griechen“ sind an ihrer wirtschaftlichen Misere schuld, sondern eine korrupte politische Clique, die Reeder als Steuervermeider und das nicht vorhandene Grundbuch, wohl auch Machenschaften der Banken. Es ist noch nicht abzusehen, wie weit Tsipras seine Versprechen umsetzen kann, jedenfalls ist mir jeder recht, der den inkompetenten EU-Klüngel zum Narren hält. Ich nehme an, Tsipras hat einen Plan B, falls nicht, so wäre das natürlich ein Problem. Man wird ihm letztlich entgegenkommen, wohl wissend, daß es die EU war, welche Griechenland in eine Schuldknechtschaft hineinbugsiert hat, hirnlos herumkommandiert, letztlich aber fürchten muß, daß es die EU im Hinblick auf Spanien, Portugal und vielleicht noch andere Länder zerreißen könnte, und die eherne Fessel, welche u.a. die Herren Kissinger und Brzezinsky gerne hätten, gesprengt wird. Faymann ist sich über das möglicherweise gar nicht im klaren, jedenfalls hat er durch das Verständnis für Tsipras faktisch eine der wenigen vernünftigen Handlungen gesetzt, wird allerdings möglicherweise wieder zurückrudern und sich als glühender Europäer gerieren. Paul Schulmeister hat im „Zentrum“ eindringlich geschildert, daß z.B. in einer ländlichen Gegend ein Mädchen mit gebrochenem Arm vom Tierarzt behandelt werden mußte, weil die Humanmediziner eingespart worden waren. Er meinte, für jeden vernünftigen Menschen einleuchtend, daß ein Medikament abgesetzt werden müsse, wenn der Patient davon nicht gesund würde. Die EU-verordneten Kuren setzen den Hebel an der falschen Stelle an.

  7. Herbert Sutter
    10. Februar 2015 09:56

    Ein wichtiges Grundprinzip bei allen Wanderungsbewegungen und bei der europa- bzw. weltweiten Migration ist: das "Diaspora-Prinzip".

    Dort wo schon eine Diaspora vorhanden ist, dort ziehen noch mehr Auswanderungswillige aus der Heimat hin weil sie dort ankern können: Also dort gibt es Netzwerke, Verbindungen, Freunde, Jobs usw. Es ergibt sich ein Multiplikatoreffekt.

    In Chicago gab es eine Diaspora von Burgenländern schon ca. ab 1900. Und bis in die 1960er-Jahre wanderten Burgenländer deshalb nach Chicago aus, weil der Onkel, der Cousin, der beste Freund vom Onkel usw. dort schon lebten und sich dort schon etabliert hatten.

    Beim bevölkerungsreichen Volk der Polen ist es sicher so:

    Über ganz Deutschland, ja eigentlich über ganz Westeuropa verteilt gibt es Polen-Gemeinden, also eine polnische Diaspora, mit polnischen Geschäftsleuten usw. wo es Jobs gibt bzw. wo zugezogene Polen rasch andocken können. Im heutigen Polen ist es ganz normal auszuwandern: Ein Jeder kennt einen der irgendwo in Europa oder Übersee zu Hause ist und dort erfolgreich Fuß gefasst hat.

    Wenn Sie mit Polen in Wien ganz einfach Kontakt aufnehmen wollen: Die polnische Kirche am Rennweg am Sonntag besuchen: http://www.kosciol.at/

  8. Josef Maierhofer
    10. Februar 2015 09:52

    Es gab zu anderen Zeiten, als Griechenland noch nicht bei der EU war, auch griechische Zuwanderung in Österreich, Frau Vassilakou ist in dieser Periode nach Österreich gekommen mit ihrem Vater.

    Die ausgewanderten Griechen haben sich allesamt als geschäftstüchtig erwiesen und ich habe mit meinem Freund schon mehrere Male an der griechisch orthodoxen Sonntagsmesse am Fleischmarkt teilgenommen und dort einige der griechischen Gemeinde in Wien kennengelernt.

    Die EU hat eigentlich Griechenland kaputtgemacht, sie hat dort den 'Fortschritt' gebracht, die 'Produktivität' suggeriert, das sagen alle. Ich habe das schon einmal geschrieben, die Siestastaaten ticken anders als die Mitteleuropäer, sie haben halt genommen, was ihnen präsentiert, ja förmlich aufgedrängt, wurde. Mein Freund war damals hoher Außenministeriumsbeamter in Griechenland und oft nach Brüssel unterwegs, er hat das schon damals gesagt, als noch nicht alles kaputt war.

    2008 begann Großbritannien die polnische Zuwanderung einzuschränken, es kamen in einem Schwall 300 000 und landeten dort in den großzügigen Sozialsystemen, die sie überstrapazierten.

    Ich habe polnische Auswanderer in Schweden getroffen, in Chicago, in Deutschland und in Österreich. Die meisten, die nicht wirklich sesshaft wurden, sondern nur gearbeitet haben, gehen nach Polen zurück, wenn sie in Pension sind, die meisten unterstützen ihre Familien zu Hause, oder ihre Verwandten. So auch mein Nachbar im 2. Stock, den Urlaub und die Feiertage verbringt er zu Hause in Polen. Ich hebe die Arbeitsmoral der Polen hervor, die meistens kooperativ, loyal, und als fleißig beschrieben wird. Für einen ordentlich bezahlten Job nehmen sie schon einiges an Strapazen auf sich.

    Deutsche Kellner trifft man fast in allen österreichischen Urlaubsgebieten, meist aus Ostdeutschland, auch Ungarn arbeiten dort fast überall und natürlich in ganz Ostösterreich, je näher zur Grenze desto dichter. In Wien mischen sich darunter auch Tschechen und Slowaken, die Südslawen bevölkern mehr den Bausektor.

    So meine subjektive Wahrnehmung, die ich nicht statistisch quantifizieren kann, denn solche Statistiken gibt es hier nicht oder ich kenne sie nicht.

    Ich meine halt, tüchtige Leute gibt es überall, fleißige Leute auch, die Polen natürlich haben speziell gelitten in den Kriegen und unter Stalin und dort wirken noch Generationen später natürlich die Zerstörungen an Gesellschaft und Material noch deutlich nach, ich führe diese Auswanderungsquote schon auch darauf zurück.

    Ich kenne auch fleißige Österreich, die man überall in der Welt findet und unter diesem Aspekt sehe ich die Zuwanderung nicht kritisch, kritisch ist für mich die Nichtintegration der nicht zu unserer Kulturpassenden Sozialzuwanderung, kritisch ist für mich deren Anspruch auf die Aufgabe unserer Kultur, deren Gewalt und Terror. Das würde etwa den Polen nie einfallen, was die hier aufführen.

    Und unsere P.C. würde NIE auf die christlich katholisch Kultur der Polen Rücksicht nehmen, nein die nimmt auf die Islamisten Rücksicht, die noch dazu nicht hierher gekommen sind um zu arbeiten, bzw. hier unbrauchbar sind.

    • Wertkonservativer
      10. Februar 2015 10:11

      Also, werter @ Josef Maierhofer,

      mit Ihrer Meinung im 3. Absatz, die EU hätte Griechenland "kaputtgemacht" stehen Sie wohl auch hier, im EU-kritischen Blog, sicher ziemlich allein da.

      Wenn die EU, und somit die europäische Völkerfamilien, Griechenland nicht jahrzehntelang extrem unter die Arme gegriffen hätte, wäre Griechenland heute ungleich ärmer und sowohl finanziell wie gesellschaftspolitisch weit mehr als derzeit "am Boden liegend"!
      Ihr griechischer Freund würde diesen meinen bescheidenen Befund Ihnen gegenüber höchstwahrscheinlich bestätigen, außer er wäre zufällig von der linkskommunistischen Tsipras-Sorte (was ich nicht annehme!).

    • Josef Maierhofer
      10. Februar 2015 10:59

      @ Wertkonservativer

      Dann fragen Sie halt die Griechen selbst, die meisten sagen das.

      Ich fahre zu Ostern wieder dorthin und werde berichten.

      Ich glaube, die Menschen hier sind der Meinung, wenn man Geld gibt, hat man geholfen. Dem ist leider dort nicht so.

      @ ...wäre Griechenland heute ungleich ärmer ...

      Das mag schon sein, aber ungleich glücklicher. Wie schon öfter hier geschrieben, die Siesta Staaten Menschen ticken anders als die fleißigen (und damit glücklichen) Mitteleuropäer, die brauchen nicht Geld für ihr Glück, denn das zerrinnt bei ihnen.

      Sie mögen schon recht haben, dass die Nutznießer der fragwürdigen 'Förderungen' da anderes sagen werden, ich aber treffe die kleinen Menschen.

      Und noch was, es wird jetzt, weil der EU die Puste bald ausgeht, auch wieder ärmer werden, was es ja auch schon geworden ist, denn die enorm vielen Kredite haben das dortige Volk nie erreicht und ich wage zu behaupten, wird es auch nie erreichen.

      Allerdings, wenn Sie Autobahnen und Straßen, wie in Spanien etwa, als 'Wohlstand' bezeichnen wollen, dann haben Sie wohl genauso recht, wie alle Menschen, die so denken wie die Mitteleuropäer. Auch ich zähle mich mit meinem Fleiß zu den Mitteleuropäern, denn ich habe lieber Ergebnisse als Ruhe.

      Übrigens: mein Freund ist so ähnlich wie ich, er kommt aus bäuerlichen Verhältnissen und hat sich hier in Wien sein Elektrotechnikstudium selbst finanziert. Er hat bei einer Bank hier gearbeitet. Ich habe ihm geholfen, damit er bei der VOEST eine attraktive Diplomarbeit ausführen konnte.

      Auch die Auslandsgriechen wissen das und werden Ihnen das Gleiche sagen, zumindest die meisten von Ihnen.

    • Wertkonservativer
      10. Februar 2015 12:08

      Also, lieber Herr Maierhofer,

      ich fühle mich ja wirklich geehrt, von Ihnen immer wieder derart ausführlich und komplett repliziert zu finden, doch muss es in Ihnen ja doch oft einmal so richtig wurlen, was ich Ihnen da an "Wertkonservativen"-Kontras zumute!

      Nun, wir sind - obwohl ganz sicher ziemlich ähnlich gestrickt - eben in etlichen landes- und weltwichtigen Themen konträrer Meinung;
      beim Thema Volkspartei könnten wir sicher "zusammenkommen"; bei der EU (samt der unseligen und peinlichen EU-Austritts-Initiative, dem Euro und beim russischen Möchtegern-Zaren Putin sicher nicht!
      In einem bin ich mir ganz sicher: auch unsere Nachkommen werden in unserem schönen EU-Land Österreich leben, mit Euros zahlen und mit den anderen EU-Mitgliedsländern grenzfreie Freundschaft halten!

      Beste Grüße,

      Gerhard Michler

    • Josef Maierhofer
      10. Februar 2015 13:13

      @ Wertkonservativer

      Dass sich der Euro 'derfangen' kann, scheint mir unmöglich, zu viele Billionen wurden da verheizt.

      Irgendwann werden die Menschen sich schon erinnern, dass es da sogar in Richtung EU-Austritt Initiativen gegeben hätte. Peinlich ist eher der Auftritt der EU mit samt allen negativen Auswirkungen auf die Mitglieder. Aber man soll die Hoffnung nie aufgeben, vielleicht schaffen es 'die Rechten' (damit Ihre heutige Sammlung komplett ist) dort genügend Einfluss zu nehmen und auch die EU 'derfangt' sich als Struktur, als Handelszone, aber auch so links kann es dort nicht weitergehen, das werden wir ja bald zu spüren bekommen, sogar Sie noch, wie ich annehme.

      Der 'Möchtegern Zar' Putin (ich empfehle auch russische Medien zu lesen) ist zumindest Nachfolger und Teil unseres Staatsvertrages, wie auch Frankreich, England und USA. Österreich würde es gut anstehen, sich neutral zu verhalten, denn an der damaligen Blocksituation hat sich bis heute nichts geändert, auch, wenn Sie behaupten, alles hätte sich geändert. Was ich geändert hat, damals war Europa zu Gänze besetzt, heute ist es nur noch Deutschland. Europa steht aber nach wie vor zwischen den Blöcken und beschreibt sich 'westlich', was es bisher gekostet hat (Sanktionen, Ukraine Hilfe, Bankenrückzug) und noch kosten wird der Spielball des 'Westens' zu sein, das wird auch sehr bald offen liegen.

      Teile der Ukraine sind Kriegsschauplatz und besetzt von Putintruppen. Ich halte nur einmal den letzten Versuch von Frau Merkel und Herrn Hollande fest mit Putin zu reden. Es klang tröstlich, was sie sagten. Kaum war Frau Merkel jetzt in Washington, klingt das alles wieder ganz anders. Ich mache mir schon mein eigenes Bild vom 'Möchtegern Zaren', der die Ukraine in ganz kurzer Zeit total okkupieren könnte, wenn er das wollte.

    • Wertkonservativer
      10. Februar 2015 18:17

      Nun, letztmals zu Ihrem Vorwurf, werter Herr Maierhofer, es stünde uns Österreichern schlecht an, Herrn Putin als das zu bezeichnen, was er erwiesenermaßen ist: ein Emporkömmlung aus KGB-Klüngeln und ein Landräuber!

      Was gibt's hier im Blog nicht alles an Verbalinjurien gegen westliche Staatsführer, von Obama bis Merkel , von den EU-Oberen bis zu unseren Staats-Verantwortlichen!!!
      Wenn Sie Fairness nach allen Seiten einfordern, müssten Sie und andere Mitblogger ebendiese Fairness gegen die westorientierten Staatsführer walten lassen.
      Dies nur als letzte Reaktion meinerseits!

    • Josef Maierhofer
      10. Februar 2015 19:41

      @ Wertkonservativer

      zur Klarstellung:
      jeder Österreicher kann Putin als das bezeichnen, was er glaubt.

      Wir Österreicher, damit meine ich unsere Repräsentation, die aber sollte neutral sein, wie wir sogar in unserer Verfassung stehen haben, nach dem Muster der Schweiz.

      Beobachtung der Vorgänge ist keine Verbalinjurie, sondern in den Medien zu lesen.

      Ich persönlich gehöre auch zu jenen, die die Neutralität Österreichs für ganz wichtig halten.

  9. dssm
    10. Februar 2015 09:46

    Da möchte ich jetzt die Südländer ein wenig in Schutz nehmen.
    Einmal wandern viele Spanier und Portugiesen in die ehemaligen Kolonien, und eben nicht nach Deutschland wo es ja eine Sprachbarriere gibt.

    Und einen zweiten Effekt sollte man sehen. Das Eigentum! In den Südländern ist die Rate der Immobilienbesitzer viel grösser als in Polen oder auch Deutschland. Durch die sinnlose Gelddruckerei sind die Preise erst in den Himmel geschossen, der Markt hat geboomt und nun ist komplette Flaute. Sprich das Eigenheim wird mangels Käufer nicht verkauft werden können.

    Auch die sehr vielen verschuldeten 'Eigen'heimbesitzer haben ein Problem. Sind sie erst weg, dann werden die Banken dies sofort ausnutzen und 'räumen'. Womit das Haus weg ist, ein Berg Schulden aber bleibt.

  10. socrates
    10. Februar 2015 09:36

    In Frankreich sind sehr viele Migranten aus Portugal, mehr als Polen. Das hängt mit der Sprache und der Geographie zusammen und entgeht A.U.

  11. Le Monde
    10. Februar 2015 09:21

    Die Polen sind ja auch katholisch. Das merkt man halt!

  12. Wertkonservativer
    10. Februar 2015 08:05

    Nun, die Polen sind ein geprüftes, und dadurch hart gewordenes Volk!
    Sie sind gewohnt zu arbeiten, und tun dies auch mehrheitlich!
    Die Nähe zu Deutschland und die gemeinsame Vergangenheit mit Österreich tragen natürlich viel zur polnischen Wanderungssituation bei; übrigens auch Ostschlesier mit deutschen Wurzeln!

    Die südeuropäischen Griechen vertrauen auf die dort üppig scheinende Sonne, verweisen auf ihre ruhmreiche Vergangenheit, die ganz Europa "erleuchtete", und lassen den Herrgott eben ganz selbstverständlich "einen guten Mann sein"!
    Hilfe nehmen sie gerne an, von Rückzahlungen wollen sie nicht allzu viel wissen!

    Ja, ja, unser Europa ist ein sehr bunt gemischter Kontinent!
    Arbeiten wir zusammen, halten wir zusammen, damit er uns auch in Zukunft in seiner sympathischen Vielfalt erhalten bleibt!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Herby
      10. Februar 2015 09:14

      Ich habe auch schon viele Polen in der Zeit des Kalten Kriegs, also in den Jahren vor 1989 kennen gelernt und mir ihre Geschichten angehört.

      Schon damals fiel mir auf wie reisefreudig und flexibel die Polen sind. Da war sich ein Akademiker nicht zu gut um als Fliesenleger oder als Maler zu arbeiten.

      Und immer wieder war das Thema: Handel, bzw. illegaler Handel, bzw. Schmuggel (aber keine Drogenschmuggel)!

      Die Polen haben damals - und auch heute - schon die besten & augefallendsten Ideen gehabt: Was wird in der und der Gegend gebraucht und was ist woanders günstig zu beschaffen. Die Polen waren in der Zeit des Kommunismus die Weltmeister wenn es um den Schmuggel (bzw. Handel) im Rucksack ging.

      Eins muss auch festgehalten werden:
      Schmuggel bedeutete in der Zeit des Unrechtsregimes der Kommunisten mit ihrer Mangelwirtschaft vor 1989 etwas ganz anderes als heute! Wer erinnert sich noch an die Fernsehbilder aus den 1980er-Jahren aus Polen: Polen war für die leeren Geschäftsregale berühmt.

    • Josef Maierhofer
      10. Februar 2015 12:05

      @ Herby

      Ja, ich erinnere mich. Wir wollten Milch kaufen in Zakopane 1977. Der Zimmerwirt sagte, dass der Milchwagen am Donnertag um 5 Uhr früh kommt, und dass man sich anstellen muss, wenn man eine haben will.

      Minus 12 Grad 5 Uhr Früh Zakopane, ein klappriger Tankwagen und 1/2 km Menschen in der Schlange. Denen wollten wir die Milch nicht wegtrinken, nein, wir gingen nach Hause und tranken Brennesseltee.

      Hotel Gubalovka: Tolles Abendprogramm, tolle Speisekarte, doch neben den Speisen verdächtige Kreuze. Die Frage an den Kellner ergab, es gibt nur das, wo kein Kreuz ist. Wir fanden 3 Speisen ohne Kreuz, das eine war Sauerkraut mit Kartoffel, das zweite war Konservensalat ohne nichts und das dritte waren so eine Art feste Grießknödel und Zwetschenröster. Wodka gab es, aber Fruchtsäfte nicht.

      Ja, ich kann mich erinnern an den Markt dort: hier die Menschen, die was verkaufen wollten, dort die, die das Ganze überwachten und hin und wieder Leute festnahmen. Ich habe heute noch die selbst geschnitzten Holzteller, denn anderes gab es nicht, ich habe sie möglichst vielen Menschen abgekauft.

      Es gab Zwangsumtausch an der Grenze und wir mussten 10 Dollar pro Tag wechseln. Wir bekamen dafür eine große Menge Zlotys, die wir trotz Skifahren und Abendveranstaltungen nicht ausgeben konnten. Wir überließen sie den überglücklichen Zimmerwirten, bei denen wir wohnten. Die Küche haben sie selbst bewohnt, das Schlafzimmer vermieteten sie. Sie haben gesagt, dass das ein Jahresgehalt wäre, was wir dort lassen mussten, denn Ausfuhr von Zlotys war verboten.

      Im Geschäft in Krakau gab es einen österreichischen Schianzug (Anba) für 7 US$ zu kaufen.

      Ja, ich kann mich auch erinnern an diese Zeiten dort.

  13. socrates
    10. Februar 2015 04:00

    Lernen Sie Geschichte! Diese Migranten kommen aus den ehemaligen Österreichischen Kronländern, auch Lemberg gehörte dazu und aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten!
    "Heim ins Reich" lautete die Devise.

  14. Haider
    10. Februar 2015 01:35

    Es gibt kaum eine "Wissenschaft" mit der sich besser lügen als mit Statistik.
    Z.B.: Dort wo die meisten Kirchen stehen, passieren die meisten Verbrechen (in einer Großstadt gibt es absolut gesehen mehr Kirchen, mehr Menschen und daher auch mehr Gauner als in einer Dorfgemeinde). Ohne definierte/ausgewiesene Parameter ist alles Betrug.

    • kritikos
      10. Februar 2015 01:51

      Ich habe seinerzeit gelernt, dass die Statistik keine reine, sondern eine Hilfswissenschaft wäre, d.h. man bedient sich ihrer zur fundierten Untermauerung, Erläuterung usw. von Erkenntnissen, Ergebnissen etc. anderer Wissenschaften. Und natürlich - auch bei übrigen Wissenschaften, mit oder ohne Anführungszeichen! - lässt sich Schindluder betreiben.
      Was ich aber keineswegs auf die Hinweise von unserem, Blogmeister beziehen möchte.
      Wetten, dass sich die Medien auf die von AU genannte, interessante Polarität nicht einlassen?





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