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Die Akademikerflut

Viele Menschen meinen, im Bildungssystem würde sich nichts verändern. Ein völliger Unsinn. Die Frage ist nur: In welche Richtung sind die Veränderungen gegangen? Ist etwa die dramatische Erhöhung der Akademikerquote unbedingt eine positive Veränderung? Damit wäre ja eine zentrale Forderung von linken „Experten“ wie Androsch, Salcher oder Schilcher schon erfüllt. Und es müsste positive Auswirkungen geben.

Die OECD-Statistik zeigt einen dramatischen Zuwachs der jungen Menschen, die einen tertiären Abschluss (im Insider-Slang der Bildungsbürokraten: „Isced 5A“) erworben haben. 1995 waren das in Österreich nur 10 Prozent. 2012 sind es hingegen 39 Prozent!

Ist Österreich dadurch wirklich gescheiter, klüger, effizienter geworden? Oder gar vier Mal so viel? Natürlich nicht. Das wäre nur dann der Fall, wenn jeder Abschluss damals und heute gleich viel wert, gleich anfordernd wäre. Oder noch viel anspruchsvoller. Was ja angesichts einer immer vielfältiger, immer komplizierter werdenden Welt und Technik eigentlich nötig wäre.

Aber in Wahrheit hat man von der Volksschule bis zu den Universitäten alles nur immer einfacher und leichter gemacht. Blauäugig glauben viele, dass eine Erhöhung irgendwelcher Abschlussquoten schon an sich ein Wert, eine Verbesserung wäre. Das ist sie aber nicht. Denn in Wirklichkeit sind heute fast alle Abschlüsse leichter geworden. Gleichzeitig aber ist das Bildungssystem, in dem die jungen Menschen so viele Jahre länger stecken, dementsprechend teurer geworden.

Mit all den vielen populistisch motivierten „Entrümpelungen“, der Beseitigung von Noten, Hürden und angeblichen Diskriminierungen ist auch für jene jungen Menschen der Abschluss entwertet worden, die an sich leistungswillig und fähig sind. Natürlich gibt es auch heute noch durchaus Studien und Studienrichtungen, die anspruchsvoll, leistungsbezogen und auf der Höhe globaler Entwicklungen sind. Nur: Der wirkliche Wert eines Diploms ist für potenzielle Arbeitgeber zunehmend schwerer erkennbar geworden. Ein paar akademisch klingende Buchstaben, die sich immer mehr Menschen vor oder hinter den Namen stellen können, bedeuten an sich heute gar nichts mehr.

Ja, ganz im Gegenteil: Österreich hat heute sogar eine höhere Arbeitslosigkeit bei jungen Akademikern als bei Absolventen mittlerer Abschlüsse.

Man kann den Qualitätsverfall freilich nicht den Universitäten allein in die Schuhe schieben. Dort sind zwar in den Jahren der Drittelparität (bis 2002) viele unfähige Menschen zu Professuren gekommen. Aber der Hauptfehler liegt sicher in der Politik. Diese hat keine sinnvollen Leistungs-Maßstäbe gefunden, wie das Steuergeld auf einzelne Unis aufgeteilt wird. Diese ist sehr froh, in den Unis einen Parkplatz für zehntausende arbeitslose Jugendliche zu haben. Daher werden – vor allem von der SPÖ – alle Zugangsbeschränkungen bekämpft.

Es klingt ja auch viel besser zu sagen, dass jemand studiere, als zuzugeben, dass er arbeitslos ist. Dass die Unis längst ein riesiger Arbeitslosen-Parkplatz sind, zeigt etwa die Tatsache, dass nur 50 Prozent der rund 300.000 Studenten prüfungsaktiv sind. Dabei ist die Definition von „prüfungsaktiv“ ohnedies sehr weitgefasst, wie der frühere Universitäten-Chef Christoph Badelt unlängst bei einer WKO-Veranstaltung kritisch analysiert hat.

Dazu kommt die rapide Zunahme von Senior-Studenten. So positiv es subjektiv auch ist, in der Pension noch ein interessantes Gratisstudium absolvieren zu können, so wenig ist das doch eine Verbesserung der künftigen Produktivität einer Gesellschaft. Mit dieser wird aber immer der steigende Geldbedarf der Unis begründet. Und an den Unis selbst werden dadurch überdies die Betreuungs-Relationen Studenten-Professoren nur noch weiter verschlechtert.

Gleichzeitig haben wir einen dramatisch wachsenden Engpass bei den Facharbeitern. Klar: Wenn ein 15-Jähriger zehn weitere Jahre problemlos und noch dazu gesellschaftlich angesehen in geheizten Klassenzimmern sitzen kann, dann werden das viele trotz aller Perspektivenarmut mancher Studien als angenehmer vorziehen. Die Alternative hieße ja, sich in irgendeiner Lehre eventuell auch die Finger schmutzig zu machen.

Dieser Prozess wird weitergehen. Zumindest solange, da es keine Aufnahmeprüfungen sowohl vor jedem Studium wie vor jedem Gymnasium und anderen Schulen gibt. Solange die Qualität einzelner Abschlüsse von niemandem objektiv überprüft wird. Und solange die EU weiter auf hohe Akademikerquoten drängt statt darauf, dass jede Ausbildung hochqualitativ und anspruchsvoll ist.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2014 07:32

    Da fällt mir eine Untersuchung ein, die ich vor kurzer Zeit gelesen habe:

    Demnach hatte der Durchschnitt der österreichischen Handwerkermeister in den 1950-er Jahren einen gleich hohen IQ wie der Durchschnitt der heutigen Uniabsolventen.

    Vom durchschnittlichen IQ der Bundeskanzler und Minister der damaligen Zeit mit dem heutigen Bundeskanzler und seiner Ministerinnen möchte ich gar nicht erst sprechen. ;-)

  2. Ausgezeichneter Kommentatoraw70
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2014 09:50

    Kleine Ergänzung: in den Jahren der Drittelparität sind in der Tat viele unfähige Menschen zu Professuren gekommen. Aber es hat sich seitdem nicht viel geändert, weil die Universitäten derzeit fest in der Hand von genau der Generation sind, die damals nach oben gekommen ist. Die Zeit der Drittelparität war lang, und die Schaltstellen der Unis sind im Moment allesamt mit Leuten besetzt, die damals nach oben gekommen sind. Und die holen nur Leute nach, die ihnen zu Gesicht stehen. Es wird sich also lange nichts ändern - das geistige Klima an den Unis ist leider weit schlechter, als man denken würde.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2014 10:51

    Es ist der Mensch, der Einzelne für sich und seine Zukunft verantwortlich.

    Ich habe 1968 zu studieren begonnen. Es gab Disziplin, Anforderungen, etc. soviel zum Äußeren. Aber da gab es ja auch noch mich, meinen eisernen Willen, meine Kraft, das alles zu erwerben UND praktisch bei Firmen auszutesten. Als Arbeiterkind aus einer Familie mit 8 Kindern musste ich selbst wissen, was ich will und was ich brauche. Ich habe das in Maturantenberatungen als Hochschülerschaftsfunktionär unzähligen Interessierten und sehr oft auch deren Eltern erklärt oder versucht zu erklären.

    Bereits 1974 gab es derart viele 'leichte' Studienrichtungen, die 'modern' waren und die sofort überlaufen waren. 'Der Weg des geringsten Widerstandes', dort fließt der Strom für den Elektrotechniker, von denen übrigens auch heute, wie damals, mehr gebraucht werden, als es die Studenten wirklich studieren wollen, meist nur solche, die das sehr stark wollen und sich alles selbst und eigenverantwortlich aneignen.

    Ich habe auch damals schon immer wieder gepredigt, betrachten Sie bitte die Studienpläne als Inhaltsverzeichnis und suchen Sie darin, was Sie persönlich für Ihre Vorhaben benötigen. Das Systematische machen Sie halt auch mit, kann nicht schaden.

    Die Vorhaben der meisten Studenten heute sind diffus, eine gute Bezahlung, ein sicherer Job, ein angesehener Titel, statt zu fragen, was brauchen die Firmen, was werden sie sehr lange brauchen, und was kann ich dazu beitragen.

    Auch damals gab es Nieten unter den Professoren, so kam es schon öfter vor, dass ein Professor bei einer Prüfung staunend zuhören musste. Schon gut Theorie, mathematische Methodik, etc. sind wichtig, aber genau so wichtig ist die Praxis dazu. Das führte dazu, dass mir die Idee einer Fachhochschule gefallen hat. Bei meinem Abschied von der Fachhochschule im Juni habe ich gesagt, 'möge es gelingen, dass die Fachhochschule wieder zu ihren ursprünglichen Zielen zurückfindet.' Unzählige unnötige Fächer, wie Persönlichkeitsbildung, Gendern, usw., vorgetragen von unfähigen Systemerhaltern nehmen die Zeit weg von Elektrotechnik, Mathematik, etc., die wirklichen Absolventen sagen das auch, die Mehrheit allerdings kann die Frage nach dem 'warum sind Sie hier' nicht mehr mit Zielen belegen, sie gehen mit diesem unnötigen System, getragen von Politik und Parteien, vorgetragen von unfähigen Blinden, Tauben und sonstigen Behinderten ohne Ziele, geprüft ohne Anfordergen, etc. unter.

    Das führt zum angeführten Status Quo.

    Raus mit der Politik, raus mit der Ideologie aus der Schule.

    Wie in der Grundschule die Absolventen weder lesen, schreiben, noch rechnen können, weil Antifaschismus, Genderismus, etc. wichtiger sind, genauso ist es jetzt an den Unis, die tatsächlich zu Wärmestuben für Arbeitslose und Orientierungslose geworden sind.

    Die Minderheit der wirklichen Studenten, die selbst handeln, denen ist die Uni inzwischen egal, sie eignen sich das Wissen an, legen die Prüfungen ab, hören mal in den Betrieb hinein und schauen, was die einzelnen 'Sumpfpflanzen' an Professoren so für Vorlieben haben, etwa Gendern ist immer wichtig, Emazipation der Frau, etc. verfassen ihre Diplomarbeiten nach dem Willen ihrer Betreuer, schön muss es sein und die unwichtigsten Fragen müssen betont werden, arbeiten aber bei Firmen und kennen den dortigen Bedarf und stellen dort immer mehr und immer besser ihren Mann. Der Grund, warum sie sich tatsächlich so ein inzwischen zur Unwichtigkeit verkommenes Studium in Österreichs Parteienlandschaft antun, ist auch vielfältig, viele wollen einen Titel, weil die starren gewerkschaftlichen Gehaltsschemen, wie bei den Beamten, dann eine bessere Bezahlung zulassen, oft sind es auch die Geld sparenden Firmen, die den Lohn erst nach einem Diplom herausrücken (noch immer gibt es solche Systembetriebe), ich kenne aber auch Leistungsbetriebe, die unter Garantie nicht untergehen werden, die sich ihre Leute inzwischen selbst ausbilden, bzw. selbst austesten mit Probezeiten bis zu einem Jahr.

    Also auch damit stimme ich überein, dass man den Unis allein nicht die Schuld geben kann, sehr wohl aber den Politikern und der Parteibuchwirtschaft und der Faulheit, den Weg des geringsten Widerstandes zu suchen und der Firmenmentalität, auf ein Diplom zu pochen.

    Ich habe in Schweden gearbeitet, der Cheftechniker hatte eine HTL absolviert, Titel gab es dort nicht und alle haben das bekommen, was sie sich erarbeitet hatten, nach ihren Einsätzen und Fähigkeiten und die Zufriedenheit kam bei Fisch mit Kartoffel und Milch in der Kantine im Gespräch schon heraus.

    Ich habe in USA gearbeitet, auch dort bekommt man über kurz oder lang den gerechten Lohn, für das, was man für die Firma leistet.

    Na, und bei uns ? Da bekommt man den ungerechten Lohn für das, was man sich leistet und nimmt das Geld von den wenigen Fähigen, die man ausbeutet, weil sie nicht parteikonform sind. Ein Paradebeispiel ist da bei uns in Österreich die Gemeinde Wien.

    Das nenne ich die 'Faymann-Hundstorfer'sche Gerechtigkeit', die Arbeitsplätze vernichtet und Parteigänger privilegiert auf Kosten der Allgemeinheit, der Mitarbeiter, etc. Viele Fähige verzweifeln daran und gehen ins Ausland, die Kuhhirten holen sie herein ins Land zu tausenden ins Sozialsystem, diese Linken, aber Kuhhirten haben wir selbst genug bei dem Schulsystem, bzw. dessen Ideologisierung auf Kosten des Stoffes und des notwendigen Lernens.

    Sozialismus ist ungerecht und falsch wegen der Gleichmacherei, er fördert die Trägheit. Parteien und Ideologien haben in Bildungseinrichtungen nichts verloren und auch Posten dürfen nicht durch Parteigänger besetzt werden, sondern nach wirklicher Qualifikation, nicht durch einseitig oder paritätisch besetzte 'Kommissionen'.

    Es gibt keine gleichen Menschen, aber es soll jeder seinem Können, nach seinen Fähigkeiten und nach seinem Wollen einen Platz im Leben finden.

    PS: Hat mir sehr gefallen in USA heute, man hat unvermittelbare Arbeitslose zu Packern an den Supermarktkassen ausgebildet und die Ware wird von denen fachgerecht an der Kasse verpackt. Es gibt auch Automatenkassen, wo die Waren geringfügig billiger sind. Die allermeisten Menschen gehen aber durch die Kassen, die die Packer zahlen. Ist ja auch ein Zeit sparendes Service.

    Bei uns sind dagegen die Mindestsicherungen höher als die Arbeitslöhne .... ... das nennt man bei uns 'gerecht'.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2014 01:12

    Ich beobachte zunehmend, dass die Jugend und deren Eltern auf zukunftsträchtige Berufe und Studien setzen. Die Menschen sind weit findiger als Politiker glauben. Problematisch ist die massive Werbung für nicht zukunftsträchtige Ausbildungen, die sehr zur Verwirrung der Jugendlichen samt Eltern beiträgt.

    Eine Ausbildung zum Innovationsmanager zB ist meines Erachtens ein Riesenirrweg.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2014 10:26

    Noch vor wenigen Jahrzehnten gehörte unser Bildungssystem zur Weltspitze.

    Buffalo Bill reiste Ende des 19. Jahrhunderts durch Europa und verkaufte nach Zirkusart die Ausrottung der Büffelherden in Nordamerika auch noch als Heldentaten.
    DIESE AUSROTTUNG DER BÜFFELHERDEN WAR EIN VERBRECHEN, WELCHES LEBENSGRUNDLAGE UND EXISTENZWEISE DER INDIANISCHEN UREINWOHNER ZERSTÖRTE.

    Bereits in den 60er - Jahren des vorigen Jahrhunderts konnte man lesen daß sich die Interessen der US - Wirtschaftseliten vom Atlantik in den Pazifik verlagern.

    ° Die Globalisierung zerstörte den großen Technolgie-Vorsprung zugunsten Asiens.

    ° Sozialistische Weichenstellungen in der Bildungspolitik zerstörten, wie aktuelle Fakten belegen, die hohe Überlegenheit europäischer Bildung.

    GROSSER VORSPRUNG AN TECHNOLOGIE UND BILDUNG WAREN, WIE FÜR DIE INDIANER DIE BÜFFELHERDEN, EXISTENZGRUNDLAG DER ROHSTOFFARMEN EUROPÄISCHEN STAATEN.

    DIESER VORSPRUNG IST LEIDER UNWIEDERBRINGLICH ZERSTÖRT !


    Es wäre natürlich eine Verschwörungstheorie, würde man da böse Absicht
    unterstellen. ALSO BLEIBT ALS KAUSALWURZEL NUR DIE DUMMHEIT !

  6. Ausgezeichneter KommentatorWafthrudnir
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2014 18:09

    Hier drängt sich eine kleine Anekdote aus dem Universitätsalltag auf:
    Ein technischer Assistent (also eine Fachkraft ohne Hochschulstudium), der an der Universität Wien arbeitet, überlegt, ein Studium zu beginnen. Er läßt sich bei der Studienwahl von der Abteilung für Personalentwicklung beraten. Diese fragt, ob er die Absicht hätte, parallel zum Studium weiterhin vierzig Stunden zu arbeiten. Als er bejaht, wird ihm Völkerkunde (kurz danach in Sozialanthropologie umbenannt) empfohlen, denn (Zitat!) "da können Sie einen Abschluss machen, ohne sich groß anzustrengen."
    Zur Ehre des besagten technischen Assistenten sei hinzugefügt, daß er sich nach dieser "Beratung" für eine Ausbildung außerhalb der Universität entschlossen hat, die allerdings kostenpflichtig und nur nach Aufnahmeverfahren zugänglich war.

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2014 14:29

    OT---aber wer gestern im Mittags-Journal Hubert Armin ELLISSENS "grüne" Worte zum EU-Klimagipfel beim Interview mit Jürgen Schneider vernommen hat, wird sich das Seine gedacht haben:

    http://oe1.orf.at/programm/385508

    Bessere Kritikworte als Werner REICHEL unter dem Titel:

    ..............ORF und EU retten das KLIMA".................................

    ......könnte man nicht finden:

    "Hurra, Europa rettet wieder einmal im Alleingang die Welt. Die EU-Staaten haben sich geeinigt: Der CO2-Ausstoß wird bis 2030 um 40% reduziert. Dem Klima, das sich seit Ur-Zeiten kontinuierlich verändert, wird das ziemlich egal sein, dafür freuen sich die USA und Asien umso mehr. Schön, wenn sich ein Konkurrent freiwillig aus dem Rennen nimmt. Schon jetzt läuft die US-Wirtschaft auf Hochtouren und lockt immer mehr europäische Konzerne an. Die VOEST investiert gerade in Texas, auch andere schielen auf das Land, in dem die Energiepreise um zwei Drittel niedriger als in Europa sind. Auch Semperit-Chef Thomas Fahnemann hat vor wenigen Tagen in einem Interview mit der Presse gemeint: „Es ist kein Problem, woanders hinzugehen". Alles nicht so wichtig, man sei die Vorhut und gehe voran, heißt es aus Brüssel. Die Frage ist nur, ob irgendwer nachkommt.

    Aber vielleicht ist das ja der schlaue Plan der EU: CO2-Reduktion durch Deindustrialisierung. Funktioniert garantiert. Jedenfalls sind die EU, Bundeskanzler Faymann und sogar sein Vize Mitterlehner, angeblich ein Mann der Wirtschaft, mit dem Kompromiss zufrieden, der da lautet, wir würgen die Industrie in Europa nicht brutal ab, sondern erdrosseln sie langsam.

    Aber nicht alle sehen das so positiv wie das Duo Faymann/Mitterlehner. Den globalen Spendenkonzernen, den Umwelt-NGOs, geht das nicht weit genug. Die hätten sich mehr erwartet. Da ist von einem schwachen Kompromiss die Rede. Und wo steht der ORF? Eine rhetorische Frage. Im Ö1-Mittagsjournal berichtet man ausschließlich aus der Perspektive der grünen Spendenkeiler. Sie kommen gleich mehrfach zu Wort. Die böse Industrielobby habe sich durchgesetzt, klagt man. So mächtig, dass sie im heimischen Staatsfunk zu Wort kommt, ist sie dann aber doch nicht.

    Der Moderator des Journals ist hörbar empört über den faulen EU-Kompromiss und spricht wie ein alter Hopi-Indianer im besten Greenpeace-Jargon von „Mutter Erde“, die es schließlich nur einmal gibt. Dann bittet er sogar noch den Leiter des Umweltbundesamtes sehr emotional live auf Sendung, „im Namen der Jugend“ dranzubleiben und die Welt zu retten. Toll dieser engagierte Einsatz für „die Jugend“.

    Die freut sich sicher, dass sie unter anderem dank solch weltfremder politisch-korrekter Ö1-Journalisten in einem deindustrialisierten, verarmten und von religiösen und ethnischen Konflikten geprägten Multikulti-Europa aufwachsen darf. Auf dieses Engagement kann die Jugend sicher gut verzichten."

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2014 15:46

    AU schafft es, einen Beitrag über die UNI zu schreiben und das Hauptproblem nicht in einem Wort zu erwähnen. An unseren Unis sind neben 220T einheimischen Studis (Migranten sind hier willkommen und einbezogen) 80T Gaststudenten. Zumindest an der Wiener Hauptuni ist ein normales Studieren kaum mehr möglich. Wir sind ein Studienstandort, der 7 Mrd Erdenbürgern ein Gratisstudium anbietet, das ist pervers. Das Studentenviusum ist auch so leicht zu bekommen, dass es gern zur Einwanderung missbraucht wird. Aber noch einmal zurück zu AUs Zahlen. 1995=10%, 2012=39% Absolventen. Warum? Die Bevölkerungszahl ist relativ konstant, die Zahl der Gaststudis ist explodiert, daher sind diese 39% nicht valide


alle Kommentare

  1. Zak (kein Partner)
    07. März 2015 07:35

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  2. BHBlog (kein Partner)
    29. Oktober 2014 17:18

    Also ich gehöre zu den stolzen 61% die ISCED 4A oder niedriger haben^^.
    Als ich ein Jugendlicher war, haben meine Mutter und meine Großeltern gesagt ich solle eine HTL machen, denn damit hat man einen Job-Garant.
    Wie sich rausgestellt hat, haben viele der Kollegen welche einst die Ausbildung abgeschlossen hatten (und viel bessere Noten hatten) anschließend studiert.
    Nicht wenige auch in Übersee.
    Mir war klar, dass es zuviel organisatorischer (allgemein bei Universitäten) und bürokratischer (Uni Wien) Aufwand wäre, also hab ich lieber Arbeit gesucht.
    Ich seit 2009 3 Jobs in der Privatwirtschaft und einen im politischen.
    Privatwirtschaft: Berufserfahrung 3 Monate und 8 Tage
    politisch: 2 Jahre

    • BHBlog (kein Partner)
      29. Oktober 2014 17:27

      Und um nun zum Ende zu kommen (ich kann auch nichts dafür das es eine Zeichenlimitierung gibt):
      Die Wirtschaft brüstet sich immer damit die meisten Jobs zu schaffen.
      Wenn es aber ernst wird und die Zeitungen von Fachkräftemängel sprechen dann verlieren Sie den Mut.

      Statt Cochones zu haben und jemanden der wirklich beruflich interessiert ist anzustellen, entscheiden sie sich entweder für jemanden der ein Multitalent ist oder der Job wird erst gar nicht besetzt da man nicht bereit ist für die Einschulung zusätzliches Geld auszugeben.

      Meine sehr subjektive, vorurteilsbehaftete Meinung über die Wirtschaft (abgesehen von den einen der 3 Arbeitgeber wo alles super funktioniert hat, es war nämlich ein ein kleineres Projekt an dem ich mithalf)ist, dass deren Definition von Fachkraft folgende ist:
      Gib 1000 Euro in einen "Fachkräfte-Automat" und rausspringt ein Inder der jung ist, alles weiß, alles devot macht, keine eigene Meinung hat, keine Kritik übt und keine Gehaltserhöhung verlangt.
      Ich bin GEGEN WENIGER STAAT!

      Aber dennoch ein stärkerer Kündigungsschutz wäre das Gebot der Stunde, denn dann würde es sofort auffallen, da das Unternehmen nur die Wahl zwischen niemanden einstellen(es würden immer weniger Arbeitsplätze existieren was indirekt einen Rückgang des BIP zur Folge haben könnte) und jemanden einstellen der auch will, hat.
      Dann wäre die Wirtschaft (auch Arbeitnehmer sind Teil der Wirtschaft) wirklich entfesselt.

    • korrektur (kein Partner)
      29. Oktober 2014 17:30

      Der Satz " Ich bin GEGEN WENIGER STAAT!" sollte in Wahrheit:
      Ich bin GEGEN MEHR STAAT bedeuten....
      Sonst bräuchte es mein "Aber" nicht...
      Bin ja kein Sozi oder Kummerl.

  3. Michael Wüst (kein Partner)
    27. Oktober 2014 18:05

    Gibt es einen empirisch belegten Beweis dafür, dass die Höhe des Akademikeranteiles wirklich so entscheidend für unsere Wirtschaft ist? Ist das nur ein aufgeblasener Stehsatz der "Studierten" und deren Ausbildern, um deren Gewichtigkeit zu unterstreichen? Werden Werte nicht eher in der Realwirtschaft erzeugt?

  4. Michael Wüst (kein Partner)
    27. Oktober 2014 17:57

    Meine Rede! Dort wo die Fähigkeiten gefragt sind, also, am Arbeitsplatz, an der Uni, am Gymnasium, etc. Sollen Aufnahms- und Befähigungsprüfungen die unglücklichen Abschlusszeugnisse ersetzen. Die Ausbildungsstätten, so, wie die Ausbildungsarten würden sich schlagartig ändern! Ausnahmen natürlich für einzelne Berufsgruppen vorausgesetzt (Ärzte, z.B), sicher auch noch ähnliche Anwendungsfälle definierbar! lg.

  5. Tik Tak (kein Partner)
    27. Oktober 2014 13:46

    Witzigerweise kommt dieser Kommentar von einem, der sich seinen Dr. iur. ersessen und nicht etwa durch Leistung wie eine Dissertation verdient hat.

    Viel besser als der Master in "Irgendwas mit Medien oder Politik" ist der Titel vom Unterberger auch nicht.

    Übrigens wurde gestern der Bundestaxler auf einer Hinweistafel im Kanzleramt als "Dr. Faymann" beworben.
    Da sieht man wieder, daß ein Dr. Grad nicht viel wert sein dürfte, wenn ihn der Unterberger und der Faymann gemeinsam haben ;-)

  6. ashanyan (kein Partner)
    27. Oktober 2014 10:03

    Das durchschnittliche Monatseinkommen netto eines Facharbeiters beträgt je nach Fach zwischen 1200.- und 1400.- Euro. Damit kann keine Familie gegründet werden.

    Vor 30 Jahren konnte ein Facharbeiter eine Familie erhalten, Wohnung, Auto und Urlaub waren finanzierbar, heute kann ein Facharbeiter nur durch Schwarzarbeit oder durch das Sozialamt einen vernünftigen Standard finanzieren. Es kann weder Eigentum geschaffen werden noch für die Pension vorgesorgt werden.

    Wer kann guten Gewissens seinen Kindern raten, Facharbeiter zu werden ?

    Ein akademisches Studium - auch wenn es sinnlos ist - eröffnet wenigstens die Chance eines vernünftigen Lebenseinkommens. Etwa in der Gutmenschenindustrie.

  7. Prinz Eugen (kein Partner)
    26. Oktober 2014 17:41

    In Deutschland hat die Industrie bewiesen, dass eine weitere Erhöhung der Akademikerquote nicht nur nichts nützt, sondern ganz im Gegenteil, sogar sehr schädlich für die Wirtschaft und Gesellschaf ist. Daraufhin wurden tausende von Studienplätze eingespart. Wann wird man in Österreich einmal den Mut aufbringen das Gleiche und damit das Richtige zu tun?

  8. fxs (kein Partner)
    26. Oktober 2014 16:30

    Natürlich soll die Steigerung des Anteils Gebildeter auch die Innovationskraft und Konkurrenzfähigkeit einer Volkswirtschaft steigern. Zahlreiche internationale Studien stellen einen Zusammenhang zwischen Wirtschaftserfolgt und Bildungniveau her. (Schlagwort Bildungsrenditen) Die Volkswirtschaftlehre widmert dem Thema eine eigenen Theorie, die Theorie vom "Humankapital". Diese Theorie unterscheidet aber sehr wohl zwischen eine Bildung die "Investition" ist und einer Bildung die "Konsum" ist. Wie so oft, bei solchen Theorien hapert es auch hier bei der Datenerhebung. Relativ einfach ist es zu zählen, wieviele Leute wie lange Bildung genossen haben. Daher kommen dann die dummen Forderungen nach "Steigerung der Akademikerquote", weil man eben zu faul ist, nachzufragen, was dabei eigentlich gelern wird, und inwiefern das für Innovationskraft und Konkurrenzfähigkeit der Volkswirtschaft relevant sein soll.

    • Pennpatrik
      26. Oktober 2014 23:44

      Wobei Bildung und Wissen 2 Paar Schuhe sind.
      Von den Dumpfbacken in der Politik wird das gerne verwechselt.

  9. Gasthörer (kein Partner)
    26. Oktober 2014 15:46

    AU schafft es, einen Beitrag über die UNI zu schreiben und das Hauptproblem nicht in einem Wort zu erwähnen. An unseren Unis sind neben 220T einheimischen Studis (Migranten sind hier willkommen und einbezogen) 80T Gaststudenten. Zumindest an der Wiener Hauptuni ist ein normales Studieren kaum mehr möglich. Wir sind ein Studienstandort, der 7 Mrd Erdenbürgern ein Gratisstudium anbietet, das ist pervers. Das Studentenviusum ist auch so leicht zu bekommen, dass es gern zur Einwanderung missbraucht wird. Aber noch einmal zurück zu AUs Zahlen. 1995=10%, 2012=39% Absolventen. Warum? Die Bevölkerungszahl ist relativ konstant, die Zahl der Gaststudis ist explodiert, daher sind diese 39% nicht valide

  10. Wafthrudnir
    25. Oktober 2014 18:09

    Hier drängt sich eine kleine Anekdote aus dem Universitätsalltag auf:
    Ein technischer Assistent (also eine Fachkraft ohne Hochschulstudium), der an der Universität Wien arbeitet, überlegt, ein Studium zu beginnen. Er läßt sich bei der Studienwahl von der Abteilung für Personalentwicklung beraten. Diese fragt, ob er die Absicht hätte, parallel zum Studium weiterhin vierzig Stunden zu arbeiten. Als er bejaht, wird ihm Völkerkunde (kurz danach in Sozialanthropologie umbenannt) empfohlen, denn (Zitat!) "da können Sie einen Abschluss machen, ohne sich groß anzustrengen."
    Zur Ehre des besagten technischen Assistenten sei hinzugefügt, daß er sich nach dieser "Beratung" für eine Ausbildung außerhalb der Universität entschlossen hat, die allerdings kostenpflichtig und nur nach Aufnahmeverfahren zugänglich war.

  11. Undine
    25. Oktober 2014 14:29

    OT---aber wer gestern im Mittags-Journal Hubert Armin ELLISSENS "grüne" Worte zum EU-Klimagipfel beim Interview mit Jürgen Schneider vernommen hat, wird sich das Seine gedacht haben:

    http://oe1.orf.at/programm/385508

    Bessere Kritikworte als Werner REICHEL unter dem Titel:

    ..............ORF und EU retten das KLIMA".................................

    ......könnte man nicht finden:

    "Hurra, Europa rettet wieder einmal im Alleingang die Welt. Die EU-Staaten haben sich geeinigt: Der CO2-Ausstoß wird bis 2030 um 40% reduziert. Dem Klima, das sich seit Ur-Zeiten kontinuierlich verändert, wird das ziemlich egal sein, dafür freuen sich die USA und Asien umso mehr. Schön, wenn sich ein Konkurrent freiwillig aus dem Rennen nimmt. Schon jetzt läuft die US-Wirtschaft auf Hochtouren und lockt immer mehr europäische Konzerne an. Die VOEST investiert gerade in Texas, auch andere schielen auf das Land, in dem die Energiepreise um zwei Drittel niedriger als in Europa sind. Auch Semperit-Chef Thomas Fahnemann hat vor wenigen Tagen in einem Interview mit der Presse gemeint: „Es ist kein Problem, woanders hinzugehen". Alles nicht so wichtig, man sei die Vorhut und gehe voran, heißt es aus Brüssel. Die Frage ist nur, ob irgendwer nachkommt.

    Aber vielleicht ist das ja der schlaue Plan der EU: CO2-Reduktion durch Deindustrialisierung. Funktioniert garantiert. Jedenfalls sind die EU, Bundeskanzler Faymann und sogar sein Vize Mitterlehner, angeblich ein Mann der Wirtschaft, mit dem Kompromiss zufrieden, der da lautet, wir würgen die Industrie in Europa nicht brutal ab, sondern erdrosseln sie langsam.

    Aber nicht alle sehen das so positiv wie das Duo Faymann/Mitterlehner. Den globalen Spendenkonzernen, den Umwelt-NGOs, geht das nicht weit genug. Die hätten sich mehr erwartet. Da ist von einem schwachen Kompromiss die Rede. Und wo steht der ORF? Eine rhetorische Frage. Im Ö1-Mittagsjournal berichtet man ausschließlich aus der Perspektive der grünen Spendenkeiler. Sie kommen gleich mehrfach zu Wort. Die böse Industrielobby habe sich durchgesetzt, klagt man. So mächtig, dass sie im heimischen Staatsfunk zu Wort kommt, ist sie dann aber doch nicht.

    Der Moderator des Journals ist hörbar empört über den faulen EU-Kompromiss und spricht wie ein alter Hopi-Indianer im besten Greenpeace-Jargon von „Mutter Erde“, die es schließlich nur einmal gibt. Dann bittet er sogar noch den Leiter des Umweltbundesamtes sehr emotional live auf Sendung, „im Namen der Jugend“ dranzubleiben und die Welt zu retten. Toll dieser engagierte Einsatz für „die Jugend“.

    Die freut sich sicher, dass sie unter anderem dank solch weltfremder politisch-korrekter Ö1-Journalisten in einem deindustrialisierten, verarmten und von religiösen und ethnischen Konflikten geprägten Multikulti-Europa aufwachsen darf. Auf dieses Engagement kann die Jugend sicher gut verzichten."

    • Wyatt
      25. Oktober 2014 18:27

      Undine,
      ****************!
      das 1/2 Sternderl ist sicher von dem hier im Blog - seit Anbeginn - angesetzten professionellen Beobachter u. Klimaschützer und dient selbstverständlich dem Klimaschutz. (Was immer das auch sein mag.)

    • cmh (kein Partner)
      26. Oktober 2014 14:52

      ad NGOs

      Ich bin dafür, wir unterstützen alle NGOs mit der Hälfte der Summe, mit der sie von Saudiarabien oder China unterstützt werden. (Höchstens jedoch mit der bisherigen Summe. Ansonsten halt mit einem Drittel.)

  12. aw70
    25. Oktober 2014 14:25

    Ein Nachsatz zu meinem Posting weiter unten, in dem ich sage, dass die Unis fest in der Hand der Leute aus der Zeit der Drittelparität sind.

    Ein meiner Meinung nach zum Verständnis recht wichtiger Punkt ist, dass diese Leute oft nicht direkt bösartig oder destruktiv sind. Das übersieht man angesichts des Gesamtzustandes der Unis leicht: es liegt angesichts des Resultats nahe, Vorsatz zu unterstellen. Das ist aber oft gar nicht einmal der Fall.

    Beispiel: ein technisches Studium an der TU Wien (es bleibe anonym - aber Eingeweihte werden wissen, von welchem ich rede). Die Fakultät, die dieses Studium kontrolliert, ist innerhalb der TU relativ jung. Und das Schlüsselpersonal ist praktisch ausschliesslich in den „schlechten Jahren“ auf seine Positionen gekommen. Ergebnis: die Leitungsfunktionen (Professuren) sind praktisch ausschliesslich mit Leuten besetzt, die noch nie einen Tag ausserhalb der Uni tätig waren, und die international meist ziemlich bedeutungslos sind. Der Dekan hat sogar nicht einmal ansatzweise das studiert, was die Fakultät eigentlich lehrt: ein klassischer Fall aus der Rubrik „was ein Parteibuch in diesem schönen Land nicht alles möglich macht“. Dabei ist der Dekan an sich ein gescheiter Mann: aber er ist halt absolut kein Techniker. Was für den Dekan einer solchen Fakultät höchst bizarr ist.

    Was zu einer interessanten sozialen Dynamik an der Fakultät führt: die „Leute aus den schlechten Jahren“ (sprich: die Professoren) sind nicht grundsätzlich böse - aber sie sind auch trotz aller anderslautenden Wortspenden auch peinlich darauf bedacht, niemand hoch kommen zu lassen, der sie blöd aussehen lassen könnte. Was in manchen Fällen nicht schwer ist: es gibt da Leute, die seit 30 Jahren nicht mehr forschend tätig waren. Was in der Informatik eine Ewigkeit ist. Als Doktoranden sind natürlich hervorragende Leute sehr gefragt (irgendwer muss ja schliesslich forschen) - aber über dieser Ebene stellen sie eine Gefahr da. Da werden (vornehm formuliert) besser handhabbare Durchschnittstalente bevorzugt. Was für die „Exzellenz“ des Standortes ungefähr so gut ist wie Ebola für die Demographie.

    Ich hatte in den letzten Monaten einmal die Gelegenheit, bei einer Veranstaltung mit meinen ehemaligen Chef, der immer noch an dieser Fakultät Institutsvorstand ist, zu reden. Es war erhellend, ihm zuzuhören: in seiner Welt gibt es keine Probleme mit dem akademischen Nachwuchs, oder mit der Ausrichtung des Studiums. Oder mit der Qualität des wissenschaftlichen Outputs. Nein, es ist an der TU alles perfekt.

    Und das traurige daran: er glaubt das wirklich. Und zwar deswegen, weil ihm ja jeder Maßstab und Vergleich fehlt. Wer so wie er selbst kein Wissenschaftler ist, kann in anderen weder Exzellenz noch Unfähigkeit erkennen. Wenn man so will, dann ist der derzeitige Zustand unserer Universitäten ein einziges, riesiges Experiment zum Dunning-Kruger-Effekt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt

    DAS ist die wahre Drachensaat der „schlechten Jahre“: wenn eine Universität erst einmal mehrheitlich von Leuten beherrscht wird, die Exzellenz in anderen nicht einmal dann erkennen könnten, wenn sie es wollten (was ohnehin fraglich ist), dann kann es nur mehr sehr, sehr schwer aufwärts gehen.

  13. Josef Maierhofer
    25. Oktober 2014 10:51

    Es ist der Mensch, der Einzelne für sich und seine Zukunft verantwortlich.

    Ich habe 1968 zu studieren begonnen. Es gab Disziplin, Anforderungen, etc. soviel zum Äußeren. Aber da gab es ja auch noch mich, meinen eisernen Willen, meine Kraft, das alles zu erwerben UND praktisch bei Firmen auszutesten. Als Arbeiterkind aus einer Familie mit 8 Kindern musste ich selbst wissen, was ich will und was ich brauche. Ich habe das in Maturantenberatungen als Hochschülerschaftsfunktionär unzähligen Interessierten und sehr oft auch deren Eltern erklärt oder versucht zu erklären.

    Bereits 1974 gab es derart viele 'leichte' Studienrichtungen, die 'modern' waren und die sofort überlaufen waren. 'Der Weg des geringsten Widerstandes', dort fließt der Strom für den Elektrotechniker, von denen übrigens auch heute, wie damals, mehr gebraucht werden, als es die Studenten wirklich studieren wollen, meist nur solche, die das sehr stark wollen und sich alles selbst und eigenverantwortlich aneignen.

    Ich habe auch damals schon immer wieder gepredigt, betrachten Sie bitte die Studienpläne als Inhaltsverzeichnis und suchen Sie darin, was Sie persönlich für Ihre Vorhaben benötigen. Das Systematische machen Sie halt auch mit, kann nicht schaden.

    Die Vorhaben der meisten Studenten heute sind diffus, eine gute Bezahlung, ein sicherer Job, ein angesehener Titel, statt zu fragen, was brauchen die Firmen, was werden sie sehr lange brauchen, und was kann ich dazu beitragen.

    Auch damals gab es Nieten unter den Professoren, so kam es schon öfter vor, dass ein Professor bei einer Prüfung staunend zuhören musste. Schon gut Theorie, mathematische Methodik, etc. sind wichtig, aber genau so wichtig ist die Praxis dazu. Das führte dazu, dass mir die Idee einer Fachhochschule gefallen hat. Bei meinem Abschied von der Fachhochschule im Juni habe ich gesagt, 'möge es gelingen, dass die Fachhochschule wieder zu ihren ursprünglichen Zielen zurückfindet.' Unzählige unnötige Fächer, wie Persönlichkeitsbildung, Gendern, usw., vorgetragen von unfähigen Systemerhaltern nehmen die Zeit weg von Elektrotechnik, Mathematik, etc., die wirklichen Absolventen sagen das auch, die Mehrheit allerdings kann die Frage nach dem 'warum sind Sie hier' nicht mehr mit Zielen belegen, sie gehen mit diesem unnötigen System, getragen von Politik und Parteien, vorgetragen von unfähigen Blinden, Tauben und sonstigen Behinderten ohne Ziele, geprüft ohne Anfordergen, etc. unter.

    Das führt zum angeführten Status Quo.

    Raus mit der Politik, raus mit der Ideologie aus der Schule.

    Wie in der Grundschule die Absolventen weder lesen, schreiben, noch rechnen können, weil Antifaschismus, Genderismus, etc. wichtiger sind, genauso ist es jetzt an den Unis, die tatsächlich zu Wärmestuben für Arbeitslose und Orientierungslose geworden sind.

    Die Minderheit der wirklichen Studenten, die selbst handeln, denen ist die Uni inzwischen egal, sie eignen sich das Wissen an, legen die Prüfungen ab, hören mal in den Betrieb hinein und schauen, was die einzelnen 'Sumpfpflanzen' an Professoren so für Vorlieben haben, etwa Gendern ist immer wichtig, Emazipation der Frau, etc. verfassen ihre Diplomarbeiten nach dem Willen ihrer Betreuer, schön muss es sein und die unwichtigsten Fragen müssen betont werden, arbeiten aber bei Firmen und kennen den dortigen Bedarf und stellen dort immer mehr und immer besser ihren Mann. Der Grund, warum sie sich tatsächlich so ein inzwischen zur Unwichtigkeit verkommenes Studium in Österreichs Parteienlandschaft antun, ist auch vielfältig, viele wollen einen Titel, weil die starren gewerkschaftlichen Gehaltsschemen, wie bei den Beamten, dann eine bessere Bezahlung zulassen, oft sind es auch die Geld sparenden Firmen, die den Lohn erst nach einem Diplom herausrücken (noch immer gibt es solche Systembetriebe), ich kenne aber auch Leistungsbetriebe, die unter Garantie nicht untergehen werden, die sich ihre Leute inzwischen selbst ausbilden, bzw. selbst austesten mit Probezeiten bis zu einem Jahr.

    Also auch damit stimme ich überein, dass man den Unis allein nicht die Schuld geben kann, sehr wohl aber den Politikern und der Parteibuchwirtschaft und der Faulheit, den Weg des geringsten Widerstandes zu suchen und der Firmenmentalität, auf ein Diplom zu pochen.

    Ich habe in Schweden gearbeitet, der Cheftechniker hatte eine HTL absolviert, Titel gab es dort nicht und alle haben das bekommen, was sie sich erarbeitet hatten, nach ihren Einsätzen und Fähigkeiten und die Zufriedenheit kam bei Fisch mit Kartoffel und Milch in der Kantine im Gespräch schon heraus.

    Ich habe in USA gearbeitet, auch dort bekommt man über kurz oder lang den gerechten Lohn, für das, was man für die Firma leistet.

    Na, und bei uns ? Da bekommt man den ungerechten Lohn für das, was man sich leistet und nimmt das Geld von den wenigen Fähigen, die man ausbeutet, weil sie nicht parteikonform sind. Ein Paradebeispiel ist da bei uns in Österreich die Gemeinde Wien.

    Das nenne ich die 'Faymann-Hundstorfer'sche Gerechtigkeit', die Arbeitsplätze vernichtet und Parteigänger privilegiert auf Kosten der Allgemeinheit, der Mitarbeiter, etc. Viele Fähige verzweifeln daran und gehen ins Ausland, die Kuhhirten holen sie herein ins Land zu tausenden ins Sozialsystem, diese Linken, aber Kuhhirten haben wir selbst genug bei dem Schulsystem, bzw. dessen Ideologisierung auf Kosten des Stoffes und des notwendigen Lernens.

    Sozialismus ist ungerecht und falsch wegen der Gleichmacherei, er fördert die Trägheit. Parteien und Ideologien haben in Bildungseinrichtungen nichts verloren und auch Posten dürfen nicht durch Parteigänger besetzt werden, sondern nach wirklicher Qualifikation, nicht durch einseitig oder paritätisch besetzte 'Kommissionen'.

    Es gibt keine gleichen Menschen, aber es soll jeder seinem Können, nach seinen Fähigkeiten und nach seinem Wollen einen Platz im Leben finden.

    PS: Hat mir sehr gefallen in USA heute, man hat unvermittelbare Arbeitslose zu Packern an den Supermarktkassen ausgebildet und die Ware wird von denen fachgerecht an der Kasse verpackt. Es gibt auch Automatenkassen, wo die Waren geringfügig billiger sind. Die allermeisten Menschen gehen aber durch die Kassen, die die Packer zahlen. Ist ja auch ein Zeit sparendes Service.

    Bei uns sind dagegen die Mindestsicherungen höher als die Arbeitslöhne .... ... das nennt man bei uns 'gerecht'.

    • Erythrozyt (kein Partner)
      27. Oktober 2014 10:36

      Wie hat doch der Papst vor einigen Tagen gesagt:
      "Ich warne vor den zerstörerischen Gutmenschen, die in ihrer falschen Barmherzigkeit Wunden verbinden, ohne diese vorher zu versorgen!"

  14. Pumuckl
    25. Oktober 2014 10:26

    Noch vor wenigen Jahrzehnten gehörte unser Bildungssystem zur Weltspitze.

    Buffalo Bill reiste Ende des 19. Jahrhunderts durch Europa und verkaufte nach Zirkusart die Ausrottung der Büffelherden in Nordamerika auch noch als Heldentaten.
    DIESE AUSROTTUNG DER BÜFFELHERDEN WAR EIN VERBRECHEN, WELCHES LEBENSGRUNDLAGE UND EXISTENZWEISE DER INDIANISCHEN UREINWOHNER ZERSTÖRTE.

    Bereits in den 60er - Jahren des vorigen Jahrhunderts konnte man lesen daß sich die Interessen der US - Wirtschaftseliten vom Atlantik in den Pazifik verlagern.

    ° Die Globalisierung zerstörte den großen Technolgie-Vorsprung zugunsten Asiens.

    ° Sozialistische Weichenstellungen in der Bildungspolitik zerstörten, wie aktuelle Fakten belegen, die hohe Überlegenheit europäischer Bildung.

    GROSSER VORSPRUNG AN TECHNOLOGIE UND BILDUNG WAREN, WIE FÜR DIE INDIANER DIE BÜFFELHERDEN, EXISTENZGRUNDLAG DER ROHSTOFFARMEN EUROPÄISCHEN STAATEN.

    DIESER VORSPRUNG IST LEIDER UNWIEDERBRINGLICH ZERSTÖRT !


    Es wäre natürlich eine Verschwörungstheorie, würde man da böse Absicht
    unterstellen. ALSO BLEIBT ALS KAUSALWURZEL NUR DIE DUMMHEIT !

  15. aw70
    25. Oktober 2014 09:50

    Kleine Ergänzung: in den Jahren der Drittelparität sind in der Tat viele unfähige Menschen zu Professuren gekommen. Aber es hat sich seitdem nicht viel geändert, weil die Universitäten derzeit fest in der Hand von genau der Generation sind, die damals nach oben gekommen ist. Die Zeit der Drittelparität war lang, und die Schaltstellen der Unis sind im Moment allesamt mit Leuten besetzt, die damals nach oben gekommen sind. Und die holen nur Leute nach, die ihnen zu Gesicht stehen. Es wird sich also lange nichts ändern - das geistige Klima an den Unis ist leider weit schlechter, als man denken würde.

  16. Cotopaxi
    25. Oktober 2014 07:32

    Da fällt mir eine Untersuchung ein, die ich vor kurzer Zeit gelesen habe:

    Demnach hatte der Durchschnitt der österreichischen Handwerkermeister in den 1950-er Jahren einen gleich hohen IQ wie der Durchschnitt der heutigen Uniabsolventen.

    Vom durchschnittlichen IQ der Bundeskanzler und Minister der damaligen Zeit mit dem heutigen Bundeskanzler und seiner Ministerinnen möchte ich gar nicht erst sprechen. ;-)

    • Rosi
      25. Oktober 2014 09:05

      Ja, das habe ich mir eh gedacht - was zu Zeiten unserer Eltern ein Hauptschulabschluß wert war, ist niveaumäßig jetzt ein Uniabschluß - wenn man Glück hat ;-)

    • Undine
      25. Oktober 2014 14:04

      @Cotopaxi
      @Rosi

      **********!
      Und wenn man dann noch bedenkt, wie minimal der Finanzbedarf des damaligen Schulwesens war, während heute eine Million € nach der anderen in die Schulbildung gebuttert wird---und das Niveau wird dennoch immer niedriger!---da kann man nur zornig fordern: Raus mit der Politik aus der Schule, aus der Universität!

    • Herzogberg (kein Partner)
      26. Oktober 2014 21:28

      Da müssen Sie nur im Science-Bloc nachschauen, dort wird das geschildert
      ( Intelligenz ).

  17. brechstange
    25. Oktober 2014 01:12

    Ich beobachte zunehmend, dass die Jugend und deren Eltern auf zukunftsträchtige Berufe und Studien setzen. Die Menschen sind weit findiger als Politiker glauben. Problematisch ist die massive Werbung für nicht zukunftsträchtige Ausbildungen, die sehr zur Verwirrung der Jugendlichen samt Eltern beiträgt.

    Eine Ausbildung zum Innovationsmanager zB ist meines Erachtens ein Riesenirrweg.





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