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FN 596: Der typische Denkfehler eines Professors

Lesezeit: 1:30

Was das Tagebuch schon oft geschrieben hat, bestätigt nun auch ein Universitätsprofessor mit Zahlen: Vor allem die gut ausgebildeten Österreicher, vor allem Junge, vor allem Männer wandern in erschreckender Menge ins Ausland. Nur ist schockierend dumm, was manche Professoren daraus folgern.

Denn sie verlangen primär noch höhere Ausgaben des Staates für Unis&Co. Das bedeutet aber unweigerlich noch höhere Steuern und Abgaben. Genau diese hohen Steuern sind jedoch der Hauptgrund, warum immer mehr der Besten abwandern. (In zweiter Linie dürfte wohl auch schon die wachsende Bevorzugung von Quotenfrauen mitspielen, weshalb es vor allem junge Männer sind, die auswandern). Aber wenn halt einmal das Hirn sozialdemokratisch deformiert ist, dann begreift man den Zusammenhang nicht mehr. Dann beklagt man zwar, dass die (gratis ausgebildeten!) Jungen weggehen, glaubt aber ernsthaft, sie durch noch mehr Geld hier halten zu können. Die gut Ausgebildeten und daher potentiell gut Verdienenden werden aber immer lieber dort arbeiten, wo ihnen mehr ihres Gehalts bleibt. Oder wollen die Damen und Herren Professoren wie einst im Kommunismus durch einen Eisernen Vorhang die Leistungsträger am Auswandern hindern? Wer nicht den Mut hat, an der Steuergrenze von 50 Prozent zu rütteln, dem ist in Wahrheit dieser katastrophale Brain drain wurscht.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2014 20:34

    Nachdem schon die "Spatzen von den Dächern pfeifen", daß es mit Österreich nach viel zu vielen Jahren rot-schwarzen Proporzes überall bergab geht, darf man sich nicht wundern, wenn die zielstrebigen, eigenverantwortlichen und hochbegabten jungen Menschen das Land verlassen.

    http://orf.at//stories/2221028/

    Nachdem man jetzt auch noch das Bildungssystem ruiniert, haben wir in Zukunft vermutlich keine Probleme mehr mit irgeneinem "Brain drain", weil wir kaum bestens ausgebildeten Nachwuchs hervorbringen werden.

    http://www.heute.at/news/politik/art23660,993526

    Dagegen hilft auch nicht, wenn wir noch so viele Milliarden mehr hineinbuttern, es müßten endlich die wirtschaftlichen, politischen und vor allem IDEOLOGISCHEN Rahmenbedingungen in unserem Land geändert werden, sonst brauchen wir uns gar nicht weiter den Kopf über weiteren intelektuellen Aderlaß zu zerbrechen!

  2. Ausgezeichneter KommentatorDieWahrheit
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    19. März 2014 07:17

    Ich bin erschüttert über den Brain-Drain, gebe aber zu, daß mein Mann und ich immer öfter daran denken, Österreich zu verlassen, wie es bereits seine hochgebildeten Geschwister (USA, Australien, Deutschland) getan haben. Mit steigen die Grausbirnen und die Wut auf, wenn ich daran denke, wieviel (von uns schwerverdientes) Geld wir bereits in den Rachen der Ärztekammer geschüttet haben. Für NULL und NICHTS.

    So wird wirklich alles Unternehmertum (eigene Ordination) zerstört.

    Traurige Zeiten...

  3. Ausgezeichneter KommentatorArundo.donax
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2014 23:24

    Nun, was sollte junge gut ausgebildete Menschen tatsächlich in Österreich halten?

    - Im Ausland gibt es mehr berufliche Möglichkeiten für sie. Große Firmen nehmen aus bekannten Gründen davon Abstand, sich hierzulande niederzulassen. Demzufolge stehen auch weniger Top-Jobs zur Verfügung.

    - Heimatliebe und Traditionsbewusstsein haben für die meisten jungen Menschen keinen Wert mehr. Der Multikulti-Wahn führt eben nicht dazu, dass man eine besondere emotionale Verbindung zu seinem Herkunftsland hat.

    - Gute Verkehrsverbindungen lassen auch große Entfernungen gering erscheinen. Familie und Freunde sind so schnell erreichbar.

    - Auslandserfahrung wird in vielen Spitzenjobs vorausgesetzt oder ist umbindest ein Karrierebonus. Junge familiär ungebundene Menschen tun sich damit leichter ... Und vielfach bringt sich nichts mehr dazu, in die Heimat zurückzukehren.

    - Steuerlich sind viele Länder interessanter als Österreich. Wer viel arbeitet, möchte auch etwas von seinem Verdienst haben.

    Mehr Geld für die Unis als alleinige Lösung dieses Problems anzusehen, ist wahrscheinlich nicht zielführend. Ein leck geschlagenes Boot wird durch mehr Wasser schöpfende Leute auch nicht am Absaufen gehindert. Die Ursache des Problems gehört beseitigt.

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2014 20:44

    Leider liegen Sie falsch Herr AU. Wenn es nur so einfach wäre!
    Die guten jungen Leute gehen nicht wegen der Steuern, sondern deren Verwendung.

    Der Beweis: Diese Leute gehen bevor sie das erste mal eine drastische Nachzahlung vom Finanzamt oder der Sozialversicherung erhalten.

    Kurzfristig überleben wird dies, solange halt China und Konsorten für Bits und Bytes in irgendwelchen Notenbankkonten noch 'Reales' liefern.

    Mittelfristig wird uns das Abwandern der guten, bestehenden Unternehmen töten. Wer einmal eine internationale Messe besucht, weiß wie viele Betriebsansiedlungsagenturen da werben und wirklich fast alle von denen können mit drastisch besseren Rahmenbedingungen aufwarten als wir hierzulande haben.

    Langfristig gibt es keine Erholung. Es fehlt der gute Nachwuchs.

    Aber, dies alles ist Wählerwille, wer Demokrat ist muss so etwas schlucken können (und sollte auf eine staatliche Pension nicht angewiesen sein).

  5. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2014 22:29

    Ich kann nur mit voller Überzeugung für Unis eintreten, die wie selbstständige Firmen agieren müssen, und die ihre Kosten auch selbst(ständig) einbringen/tragen müssen - sei es durch Studiengebühren, sei es durch Projekte oder durch beides.
    Das würde auch den Professoren gut tun, kommt mir vor, wenn man das hier gebrachte Beispiel liest.
    Außerdem: Es ist eine uralte Binsenweisheit, daß nicht geschätzt wird, was gratis ist! Nicht nur auf die Bildung bezogen.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2014 20:30

    Man sollte auch bei diesem Thema nicht zu sehr verallgemeinern.
    Die Ausbildung von Akademikern ist nicht so schlecht im Vergleich zu anderen Ländern, vor allem nicht im naturwissenschaftlichen Bereich.
    Es ist auch nicht immer die hohe steuerliche Belastung, die junge, gut ausgebildete Menschen ins Ausland abwandern lässt.

    Es sind vielmehr die Rahmenbedingungen abseits der 50% Steuerbelastung (in Wahrheit sind es ja 70%) und die geringeren Karrierechancen in unserem Kleinstaat.
    Heimatliebe und Sesshaftigkeit sind halt in unserer neuen Welt keine Kriterien mehr, um hier das Zentrum seiner Lebensinteressen und -Inhalte zu begründen und zu behalten.

    In meiner unmittelbarer Nähe musste ich das hautnah miterleben.
    Einer ging nach Deutschland, wo die Steuerbelastung gleich hoch ist wie hier, die Chancen eines beruflichen Aufstiegs waren einfach größer und die Liebe spielte auch eine nicht unwesentliche Rolle.

    Der andere ging nach Indien, wo er bessere Karrierechancen fand und bei einem internationalen Konzern erfolgreich tätig ist. Was er dort bisher erreichte, wäre ihm hier in Österreich sehr lange, wenn überhaupt, nicht gelungen.

    Als Vater ist das zwar sehr bedauerlich, aber man muss es eben akzeptieren.
    Andererseits, Reisen bildet und weitet den Horizont, Besuche sind für mich immer eine wertvolle Bereicherung!

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2014 20:10

    Ganz klar, dass die Besten und Klügsten weggehen, wenn sie besserbezahlte Karriere- Chancen im Ausland vorfinden!
    Allerdings sehe ich hier eine Diskrepanz: es wird auch von Wirtschaft und Industrie im besonderen eine bessere Dotierung der Hohen Schulen gefordert, um den Studenten ein besseres Rüstzeug für ihre spätere Laufbahn zu ermöglichen.

    Ganz kann ich daher dem Gedankengang unseres A.U. nicht folgen, gebe aber gerne zu, dass ich heute schon recht müde bin!
    Vielleicht durchschauen fittere und klügere Blogfreunde den Sinn der Sache!
    Ich ziehe mich mit einem Lyrikband in die Ruhezone zurück; ein alter Mann ist kein
    D-Zug!
    Guten Abend und Gute Nacht!

    (mail to: gerhard@michler.at)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoraristophanes
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    20. März 2014 18:16

    Die Hochgebildeten gehen weg, die nicht-einmal-Maturanten werden Bundeskanzler. Hauptsache, es reicht zum Subventionieren (durch Inserate auf Steuerzahlers Kosten) der Wiener Intelligenzmedien heute und ÖSTERREICH.


alle Kommentare

  1. aristophanes (kein Partner)
    20. März 2014 18:16

    Die Hochgebildeten gehen weg, die nicht-einmal-Maturanten werden Bundeskanzler. Hauptsache, es reicht zum Subventionieren (durch Inserate auf Steuerzahlers Kosten) der Wiener Intelligenzmedien heute und ÖSTERREICH.

  2. Aron Sperber (kein Partner)
    20. März 2014 17:13

    In Dänemark hat man die Möglichkeiten, den Sozialstaat auszunutzen, durch strengere Gesetze eingeschränkt.

    Seitdem hat die Zuwanderung nach Dänemark keineswegs nachgelassen.

    Allerdings ist es nun eine Zuwanderung, von der die Dänen profitieren, statt davon geschröpft zu werden:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/07/05/deutschland-was-bietest-du/

    Die Menschen verhalten sich rational.

    wenn man attraktive Bedingungen für Empfänger bietet, kommen eben die Empfänger.

  3. Gerald (kein Partner)
    20. März 2014 09:46

    Zur Abwanderung wegen idiotischem Quotengetue kann ich ein Beispiel beisteuern. Ein naher männlicher Verwandter absolvierte das Studium der Montanistik. Der Frauenanteil in diesem Studium ist verschwindend gering, die jährlichen Absolventinnen kann man an einer Hand abzählen, oft sogar an einem Finger.
    Als mein Verwandter kurz nach Abschluss des Studiums auf Jobsuche war, wurde er von einem österreichischen Bergbaubetrieb kontaktiert und zu einer Bewerbung eingeladen. Da die Gesamtanzahl der Montanistik-Absolventen auch eher überschaubar ist, wusste er allerdings schon, dass eben dieser Betrieb gerade erst eine Absolventin seines Jahrganges eingestellt hatte. Beim Bewerbungsgespräch stellte sich heraus, dass man ihm den Stellvertreterposten anbot. Auf seine Frage warum dies überhaupt nötig sei, da die beschriebene Arbeit ja seine Kollegin als Leiterin erledigen sollte, wurde ihm erklärt: "Ja, wissen Sie, die Fr. DI soundso hat leider Platzangst." Womit sie als Montanistik-Absolventin für den Untertagsbergbau nicht zu gebrauchen ist. Da es aber kaum Frauen in dieser Sparte gibt, hatte man sie trotzdem als Leiterin angestellt und mein Verwandter sollte die tatsächliche Arbeit als Stellvertreter erledigen. Man bot zwar das gleiche Gehalt, mein Verwandter hat aber dennoch dankend abgelehnt und ist dann in die USA gegangen.
    Von einem anderen österreichischem Bergbaubetrieb wurde ihm übrigens bei seiner Bewerbung mitgeteilt, dass sie im Augenblick generellen Aufnahmestopp hätten, außer er wäre eine Frau, dann nähme man ihn jederzeit.

  4. kremser (kein Partner)
    20. März 2014 09:23

    Die hohe Steuerlast ist mitunter auch ein Grund, warum Leute auswandern. Der Hauptgrund ist einfach, daß es keine adäquaten Jobs mehr gibt. Mein subjektiver Eindruck ist, dass wenn man nicht Medizin, Jus oder Wirtschaft studiert hat, wird es ganz schwierig, vor allem mit einer naturwissenschaftlichen Ausbildung. Ohne Beziehungen ist die Jobsuche aussichtslos. Man sollte zumindest der Sohn der Chefsekretärin sein. Das größere Problem ist, ich sehe keine Möglichkeit oder irgendein Anzeichen, wie sich das in Ö ändern soll. Der einzige Ausweg in Ö ist dann noch die Selbständigkeit, wer es sich zutraut.

  5. Julia (kein Partner)
    20. März 2014 08:46

    MEP Ewald Stadler über sinnlose EU-Regeln und "Wehrt Euch!" - Interview am 13.03.2014
    http://www.youtube.com/watch?v=Y3SR3eBWs7o#t=25

    Russland pfeift auf die Sanktionen des Westens
    http://www.youtube.com/watch?v=VmCIC23msDQ

  6. Sonnenschein (kein Partner)
    20. März 2014 00:27

    Danke, lieber Herr Unterberger, für das damalige Heinlügen in die EU und der daraus folgende Abbau der Grenzkontrollen. Danke auch an die Caritas, dass sie dafür sorgt, dass weiterhin viele dieser Menschen hier Aufnahme finden werden. Die haben uns wirklich gefehlt.

    http://kurier.at/chronik/wien/wien-zwei-smartphone-banden-in-haft/56.663.177

    Bei der größeren Bande (17 mutmaßliche Mitglieder) fahndet die Exekutive allerdings noch nach dem Haupttäter und Bandenchef (siehe Foto). Der aus Afghanistan stammende 17-Jährige ist für seine Brutalität und sein kriminelles Potential bekannt. Zur Zeit ist nur sein Spitzname „Manzur“ bekannt. Der Jugendliche war nach dem derzeitigen Erkenntnisstand der Kriminalisten an mindestens vier (bewaffneten) Raubüberfällen beteiligt.

    Der flüchtige Afghane und seine Komplizen werden auch zu drei Raubüberfällen – mit zum Teil schwer verletzten Opfern – überprüft. Wie berichtet wurden seit Jahresbeginn drei Passanten bei Smartphone-Rauben jeweils in den Bauch gestochen. Alle drei Opfer überlebten, nach Operationen, die Messer-Attacken.

    • Onkel Hans (kein Partner)
      20. März 2014 09:06

      Schade, dass man beim US-Linzenzblattl KURIER seine Meinung nicht posten darf.

      Aber eh wurscht: die Realität treibt alles in einem nicht mehr umzukehrenden Prozess der FPÖ zu, da können die Lizenzblattln lügen wie sie wollen.

    • Torres (kein Partner)
      20. März 2014 10:08

      Es nützen auch die (zumindest theoretischen) EU-Grenzkontrollen wenig. Gerade eben wurden wieder 2000 afrikanische "Flüchtlinge" von der italienischen Küstenwache vor Lampedusa und Sizilien "gerettet", über 10.000 seit Oktober 2013. Angeblich kommen gerade jetzt "wegen des guten Wetters" besonders viele Boote nach Europa, die dann kurz vor der italienischen (oder auch griechischen ) Küste in "Seenot" geraten und dann natürlich von den EU-Gutmenschen gererettet werden müssen und dann offenbar entweder mit Dokumenten ausgerüstet und in die EU losgelassen werden oder jahre- bzw. jahrzehntelang in Lagern mit Geldern der EU erhalten werden müssen. Die 500, die vor ein paar Tagen in die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla engedrungen sind, befinden sich ja auch jetzt endgültig in der EU.

    • Sonnenschein (kein Partner)
      20. März 2014 12:30

      Torres:
      Ich meinte halt, dass diese "Flüchtlinge" bei Bestehen von Grenzkontrollen zurück ins sichere Drittland geschickt werden würden. Sie würden schlichtweg nie österr. Boden betreten und könnten hier nie Asyl oder subsidiären Schutz (das bekommen ja zur Zeit fast alle) erhalten.

      Zurück nach z.B. Italien. Und Italien würde sich sehr gut überlegen, ob sie diese Leute weiterhin reinlassen, wenn Italien dann auch für diese Leute zu sorgen hätte, und sie nicht nach Norden weiterschicken kann. Die EU ist sehr wohl ein Staubsauger für "Flüchtlinge". Das ist natürlich gewollt.

      "Der UN-Sonderbeauftragte für Migration [Peter Sutherland] hat die EU aufgefordert, “ihr Bestes zu tun”, die “Homogenität” der Mitgliedsstaaten zu “untergraben”.

  7. Haider
    19. März 2014 22:27

    Also ganz verstehe ich den Aufschrei nicht. Die Linken ersetzen doch mit ihrer Politik die "Republikflüchtlinge" durch anatolische Kulturbereicherer. Im Kommunismus zählt eben ausschließlich Masse und nicht Qualität!!

  8. BHBLog (kein Partner)
    19. März 2014 21:00

    Sehr kontroverses Thema,gut dass Sie es beim Namen nennen.
    Bin kein Student also nur durchschnittlich gebildet ,hätte ich
    ein Job-Angebot(welches hoffentlich nicht wie in austria hire&Fire artig schnell endet ) im Ausland und die gewissheit auch eine Wohnung zu erhalten
    wäre ich auch weg. Allerdings nicht wegen der Steuern. Ich will nicht ewig in den Kaffees und Muttis Wohnung hier mein Dasein fristen. Ich will die Spitze der Maslov-Pyramide erreichen.

    • BHBLog (kein Partner)
      19. März 2014 21:06

      Allerdings würde mir bolschoje rossiya vorschweben die russische sprache kann magische anziehung auf einen mann wie mich ausüben.
      Ach kann das leben schön sein ...

  9. Dr. Knölge (kein Partner)
    19. März 2014 20:37

    Die Lösung des Problems ist doch ganz einfach. Erst einmal muß man sich von der scheinbaren Logik freimachen, daß mehr Geld für die Unis auch zu höheren Steuern führt. Man kann das nötige Geld schließlich auch irgendwo einsparen im quasisozialistischen Steuernverteilungsparadies.

    Die Unis benötigen das Geld dringend, um fähigen Nachwuchskräften gute Verträge, also eine auskömmliche und leistungsgerechte Bezahlung bei nicht zu kurzer Laufzeit und ausreichende Mittel für deren Forschung anzubieten. Wenn dann noch das gesamte Umfeld wissenschaftsfreundlich gestaltet wird, werden sich gute Leute genau überlegen, ob sie bleiben oder nicht. Der Informationsaustausch und persönliche Kontakte mit der Industrie werden sich fast von selbst einstellen, so daß diese Wissenschaftler beste Chancen bekommen, auf gut dotierte Posten in die Wirtschaft zu wechseln.

    Warum behandeln Politiker diese Aufgabenstellung so stiefmütterlich?

  10. Julia (kein Partner)
    19. März 2014 19:46

    Ewald Stadler heute ab 20,00h bei Okitalk-Radio
    Wer Lust hat kann direkt Fragen an Ewald Stadler stellen.
    http://www.okitalk.com/

  11. Erich Bauer
    19. März 2014 12:35

    Eine neue Formel zur Erhöhung des BIP (damit das mit den Schulden nicht so blöd ausschaut) ist im Anmarsch…

    Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gelten hinkünftig nicht mehr als Vorleistungen, sondern als Investitionen… Und siehe da, der erwähnte Professor tut recht daran mehr Geld für „Bildung“ einzufordern.

    Ich sehe goldene Zeiten für Gender-, Transsex-, Rassismus-, Faschismus- und noch viel mehr FORSCHUNGSPROJEKTE heraufkommen.

    http://www.nzz.ch/wirtschaft/kommentare/ploetzlich-schrumpfen-die-schuldenquoten-1.18265768

  12. Le Monde
    19. März 2014 11:55

    Passt doch perfekt, wenn im Gegenzug bildungsresistente Unterschichten den Sozialstaat stürmen und in den Schulen die Bildung an die Wand fahren!

    Schließlich lebt es sich in der Hängematte mit ein paar Kindern recht gemütlich, die dann wiederum der Hängematte zugeführt werden!

  13. socrates
    19. März 2014 10:44

    Ein Professor kommt kaum in die 50% Klasse, wenn er nicht gerade Arzt ist. Daher sind ihm die Sorgen der Spitzenverdiener fremd. Die jungen Akademiker, Ärzte, Lehrer, Techniker, Handwerker, .... haben diese Sorgen auch nicht. Hingegen der Genderismus, der die Aufstiegschancen einschränkungt und Bürokratie, die alles genehmigungspflichtig macht, was weltweit frei ist und mangelnde politische Beziehungen, machen es den jungen Leistungsträgern leicht zu gehen.

  14. Erich Bauer
    19. März 2014 10:03

    Ayn Rands ("Atlas shrugged") Sience-Fiction Roman wird durch die Nichtbeachtung der "Laffer-Kurve" zur Realität...

    Die jungen Produktiven, bzw. potentiell Produktiven, ziehen sich zurück. Die "Hochgebildeten" Theaterwissenschaftler und Gender-Bätschler (FH) schauen blöd, da ihnen die egoistischen, und suspekt erscheinenden Unternehmer, die man viel lieber abfällig als "Entrepreneure" bezeichnen möchte, abhanden kommen... Und daher niemand mehr da ist, den man mit "schlechten Gewissen" ausstatten kann und auf diese Weise unbegrenzte Zahlungswilligkeit - zu "Recht" - erwarten darf.

    In Rands Roman kontrollieren die FÄHIGEN den geschäftlichen Verhaltenskodex, die Unfähigen jedoch den "moralischen"...

    Es ist Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen. Denn hierzulande ist nur noch sozialistische Wüste vorhanden... angereichert mit Spieß- und Klein(laut)bürgern. Eurasien wartet... :-)

    • Erich Bauer
      19. März 2014 11:44

      Ich erlaube mir, hier einen Text aus Ayn Rands Buch reinzustellen... Ich finde ihn passend zum AU Artikel.

      Francisco d'Anconia (Romanfigur) beim Dozieren über Produktivität:

      „Sie sagen, dass die Starken sich auf Kosten der Schwachen bereichern? Aber Sie meinen doch nicht Waffengewalt oder Muskelkraft? Reichtum ist das Produkt der menschlichen Fähigkeit zu denken. Und Sie wollen doch nicht behaupten, dass der Erfinder eines Motors sich auf Kosten derer bereichert, die ihn nicht erfunden haben? Dass die Intelligenten sich auf Kosten der Dummköpfe bereichern? Die Fähigen auf Kosten der Unfähigen? Die Ehrgeizigen auf Kosten der Faulpelze? Geld muss erst einmal durch ehrliche Arbeit erworben werden, bevor andere den rechtmäßigen Besitzer anschnorren oder ausplündern können. Wie viel einer erwirbt, hängt von seinen Leistungen ab. Wer ehrlich ist, erwartet nicht, dass er mehr konsumieren kann, als er produziert.“ (aus „Atlas shrugged“)

  15. Nemo
    19. März 2014 08:52

    Wahrscheinlich finden in manchen Fällen gut ausgebildete Leute keine adequate Anstellung in einer adequaten Umgebung in Österreich.

  16. Politicus1
    19. März 2014 08:07

    Ausland ist nicht immer echtes Ausland ...
    Durch die Globalisierung und Auslagerung österreichischer Firmen vor allem in unsere Nachbarländer arbeiten Österreicher vermehrt unter österr. Firmenfahne im Ausland.
    Werden diese auch als "ins Ausland abgewanderte" gezählt?

  17. DieWahrheit
    19. März 2014 07:17

    Ich bin erschüttert über den Brain-Drain, gebe aber zu, daß mein Mann und ich immer öfter daran denken, Österreich zu verlassen, wie es bereits seine hochgebildeten Geschwister (USA, Australien, Deutschland) getan haben. Mit steigen die Grausbirnen und die Wut auf, wenn ich daran denke, wieviel (von uns schwerverdientes) Geld wir bereits in den Rachen der Ärztekammer geschüttet haben. Für NULL und NICHTS.

    So wird wirklich alles Unternehmertum (eigene Ordination) zerstört.

    Traurige Zeiten...

    • Cotopaxi
      19. März 2014 07:28

      Aus nahöstlichen Ländern zugewanderte Ärzte werden den freigewordenen Platz gerne übernehmen.
      Auch bei Apotheken tut sich einiges, in meinem Bezirk wurden in den letzten Monaten mindestens 3 Apotheken von Zuwanderern übernommen.

    • Wyatt
      19. März 2014 08:30

      Cotopaxi,
      das scheint der Sinn der Sache: Austausch der Bevölkerung!

  18. Ai Weiwei
    19. März 2014 06:05

    Der ORF bringt auch mehrere Artikel zum Thema Braindrain aus Österreich der durch Daten der Statistik Austria untermauert ist:

    http://orf.at/stories/2222565/2222564/

  19. Arundo.donax
    18. März 2014 23:24

    Nun, was sollte junge gut ausgebildete Menschen tatsächlich in Österreich halten?

    - Im Ausland gibt es mehr berufliche Möglichkeiten für sie. Große Firmen nehmen aus bekannten Gründen davon Abstand, sich hierzulande niederzulassen. Demzufolge stehen auch weniger Top-Jobs zur Verfügung.

    - Heimatliebe und Traditionsbewusstsein haben für die meisten jungen Menschen keinen Wert mehr. Der Multikulti-Wahn führt eben nicht dazu, dass man eine besondere emotionale Verbindung zu seinem Herkunftsland hat.

    - Gute Verkehrsverbindungen lassen auch große Entfernungen gering erscheinen. Familie und Freunde sind so schnell erreichbar.

    - Auslandserfahrung wird in vielen Spitzenjobs vorausgesetzt oder ist umbindest ein Karrierebonus. Junge familiär ungebundene Menschen tun sich damit leichter ... Und vielfach bringt sich nichts mehr dazu, in die Heimat zurückzukehren.

    - Steuerlich sind viele Länder interessanter als Österreich. Wer viel arbeitet, möchte auch etwas von seinem Verdienst haben.

    Mehr Geld für die Unis als alleinige Lösung dieses Problems anzusehen, ist wahrscheinlich nicht zielführend. Ein leck geschlagenes Boot wird durch mehr Wasser schöpfende Leute auch nicht am Absaufen gehindert. Die Ursache des Problems gehört beseitigt.

    • Arundo.donax
      18. März 2014 23:25

      ... "zumindest" sollte es heißen ;-)

    • DB (kein Partner)
      20. März 2014 09:19

      Und ich hätte Ihnen beinahe schon abgekauft, das "umbindest" eine veralteter Ausdruck ist, den ich nicht kannte. :o)

  20. 1
    18. März 2014 23:00

    Da spielen natürlich viele Faktoren mit. aber selbst in Deutschland ist die Steuerbelastung eindeutig niedriger als in Österreich

  21. Rosi
    18. März 2014 22:29

    Ich kann nur mit voller Überzeugung für Unis eintreten, die wie selbstständige Firmen agieren müssen, und die ihre Kosten auch selbst(ständig) einbringen/tragen müssen - sei es durch Studiengebühren, sei es durch Projekte oder durch beides.
    Das würde auch den Professoren gut tun, kommt mir vor, wenn man das hier gebrachte Beispiel liest.
    Außerdem: Es ist eine uralte Binsenweisheit, daß nicht geschätzt wird, was gratis ist! Nicht nur auf die Bildung bezogen.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  22. machmuss verschiebnix
    18. März 2014 22:10

    OT :

    Auf Ortner-Online gibt's dieses Foto unter dem Titel "Lage der Nation ...".
    Ein ziemlich bedrückender Eindruck - warum bloß zuckte mir dabei sofort
    der Titel Das schweigen der Lämmer durch den Kopf ?

    http://www.ortneronline.at/wp-content/uploads/2014/03/Foto.jpg

    .

    • Gandalf
      18. März 2014 23:10

      No ja, Lämmer sind die beiden ja wohl wahrhaft keine; wie wär's mit: "Das Schweigen der Hammel"?

  23. dssm
    18. März 2014 20:44

    Leider liegen Sie falsch Herr AU. Wenn es nur so einfach wäre!
    Die guten jungen Leute gehen nicht wegen der Steuern, sondern deren Verwendung.

    Der Beweis: Diese Leute gehen bevor sie das erste mal eine drastische Nachzahlung vom Finanzamt oder der Sozialversicherung erhalten.

    Kurzfristig überleben wird dies, solange halt China und Konsorten für Bits und Bytes in irgendwelchen Notenbankkonten noch 'Reales' liefern.

    Mittelfristig wird uns das Abwandern der guten, bestehenden Unternehmen töten. Wer einmal eine internationale Messe besucht, weiß wie viele Betriebsansiedlungsagenturen da werben und wirklich fast alle von denen können mit drastisch besseren Rahmenbedingungen aufwarten als wir hierzulande haben.

    Langfristig gibt es keine Erholung. Es fehlt der gute Nachwuchs.

    Aber, dies alles ist Wählerwille, wer Demokrat ist muss so etwas schlucken können (und sollte auf eine staatliche Pension nicht angewiesen sein).

    • Nestor 1937
      19. März 2014 09:50

      "... nicht wegen der Steuern, sondern deren Verwendung"

      Richtig!

    • Konrad Loräntz
      19. März 2014 14:17

      Wer Demokrat ist ...

      Vince Ebert definiert das so: "Demokratie ist, wenn 10 Füchse und 1 Hase wählen, was es zum Nachtmahl gibt"
      Anders gesagt: D. ist die Gängelung und Ausbeutung der Tüchtigen durch die Untüchtigen, Desinteressierten und Dummen, deren Zahl durch positive Rückkoppelung auch immer grösser wird.

  24. mischu
    18. März 2014 20:34

    Nachdem schon die "Spatzen von den Dächern pfeifen", daß es mit Österreich nach viel zu vielen Jahren rot-schwarzen Proporzes überall bergab geht, darf man sich nicht wundern, wenn die zielstrebigen, eigenverantwortlichen und hochbegabten jungen Menschen das Land verlassen.

    http://orf.at//stories/2221028/

    Nachdem man jetzt auch noch das Bildungssystem ruiniert, haben wir in Zukunft vermutlich keine Probleme mehr mit irgeneinem "Brain drain", weil wir kaum bestens ausgebildeten Nachwuchs hervorbringen werden.

    http://www.heute.at/news/politik/art23660,993526

    Dagegen hilft auch nicht, wenn wir noch so viele Milliarden mehr hineinbuttern, es müßten endlich die wirtschaftlichen, politischen und vor allem IDEOLOGISCHEN Rahmenbedingungen in unserem Land geändert werden, sonst brauchen wir uns gar nicht weiter den Kopf über weiteren intelektuellen Aderlaß zu zerbrechen!

    • dssm
      18. März 2014 20:46

      @mischu
      Ich könnte mich aber nicht erinnern, daß es unter Schwarz/Blau anders gewesen wäre.
      Die Probleme sind systemimmanent, die kriegen Sie durch keine 'andere' Wahlentscheidung weg.

    • mischu
      18. März 2014 20:52

      @dssm

      Dazu war Schwarz/Blau viel zu kurz in Amt und Würden, um das zu beurteilen.
      Rot-Schwarz haben jedoch jetzt schon Jahrzehnte Zeit etwas zum Positiven zu ändern, aber diese Hoffnung kann man aufgeben - es wird immer schlechter!

      Nach meiner Meinung ist eine Systemänderung nur durch einen größeren politischen und gesellschaftsideologischen Umbruch möglich, oder was glauben Sie?

    • dssm
      18. März 2014 21:20

      @mischu
      Ich habe persönlich die Tragik von Minister Haupt gesehen, das hat weh getan, hätte sich aber in Jahrzehnten Schwarz/Blauer Politik nicht geändert.
      Aber gegen die Phalanx aus unkündbaren Beamten kommt niemand an, ausser man folgt einem Spruch den der damalige Minister wörtlich neben seinen Beamten getan hat: 'Soll ich sie denn alle an die Wand stellen lassen'.
      Wenn man von Lokalpolitikern wie Katschtaler (grenzenlos unfähig, aber einfach ein ehrlicher und anständiger Mensch, den treffe ich heute noch gerne!) und Eberle (um die ist es wirklich schade!) absieht, habe ich eigentlich nur in Haupt einen Bundespolitiker (glaublich, denn für Kirschschläger bin ich wohl zu jung) getroffen der kompetent und anständig war, und genau den haben die Beamten erdolcht; vielleicht weil er anständig war, was aber die schlimmst mögliche Systemkritik wäre.
      Mit anderen Worten, eine Sanierung aus und mit dem System ist nicht möglich.

    • Konrad Loräntz
      19. März 2014 14:19

      .... über Kirchschläger konnte ich aber seinerzeit auch Dinge hören, die sein Saubermannbild zerfetzt hätten. Angeblich führte er noch in den letzten Kriegswochen halbe Buben ins letzte Gefecht - vielleicht weiss hier jemand mehr darüber.

  25. terbuan
    18. März 2014 20:30

    Man sollte auch bei diesem Thema nicht zu sehr verallgemeinern.
    Die Ausbildung von Akademikern ist nicht so schlecht im Vergleich zu anderen Ländern, vor allem nicht im naturwissenschaftlichen Bereich.
    Es ist auch nicht immer die hohe steuerliche Belastung, die junge, gut ausgebildete Menschen ins Ausland abwandern lässt.

    Es sind vielmehr die Rahmenbedingungen abseits der 50% Steuerbelastung (in Wahrheit sind es ja 70%) und die geringeren Karrierechancen in unserem Kleinstaat.
    Heimatliebe und Sesshaftigkeit sind halt in unserer neuen Welt keine Kriterien mehr, um hier das Zentrum seiner Lebensinteressen und -Inhalte zu begründen und zu behalten.

    In meiner unmittelbarer Nähe musste ich das hautnah miterleben.
    Einer ging nach Deutschland, wo die Steuerbelastung gleich hoch ist wie hier, die Chancen eines beruflichen Aufstiegs waren einfach größer und die Liebe spielte auch eine nicht unwesentliche Rolle.

    Der andere ging nach Indien, wo er bessere Karrierechancen fand und bei einem internationalen Konzern erfolgreich tätig ist. Was er dort bisher erreichte, wäre ihm hier in Österreich sehr lange, wenn überhaupt, nicht gelungen.

    Als Vater ist das zwar sehr bedauerlich, aber man muss es eben akzeptieren.
    Andererseits, Reisen bildet und weitet den Horizont, Besuche sind für mich immer eine wertvolle Bereicherung!

  26. RR Prof. Reinhard Horner
    18. März 2014 20:13

    reinhard.horner@chello.at

    Gibt es sozialdemokratisch, nur sozialdemokratisch deformierte Gehirne? In der Tat, an welchen Deformationen leiden unsozial und undemokratisch entwickelte Leute?

    Ich kenne junge Auswanderer, die anderswo Lebenssinn und entsprechende Arbeit suchen und finden, nicht bloß -wie angeblich liberal und konservativ geformte oder tatsächlich verformte Personen - bloß mehr Netto vom Brutto.

  27. Ai Weiwei
    18. März 2014 20:13

    Es ist der Vizerektor der Uni Wien, Heinz Faßmann der sich zu dem Thema Brain-Drain äußerte.

    Im KURIER ist ein Artikel dazu:

    Österreich hat ein "Brain-Drain-Problem"

    Schon seit Jahren würden mehr Spitzenkräfte aus Österreich wegziehen als wieder zurückkommen, kritisieren Experten.


    ... "Wenn man vom Start weg 35 Prozent Steuern zahlt, fragt man sich, warum man arbeitet."

    Gerade junge, gut ausgebildete Leute wollten Freiräume: "Die sagen, wenn ich die Arbeitszusatzkosten sehe, dann gehe ich nach Katar, Singapur oder Pressburg, London oder Birmingham." ...


    http://kurier.at/politik/inland/rot-weiss-rot-card-oesterreich-hat-ein-brain-drain-problem/56.525.435

    • dssm
      18. März 2014 20:55

      Und wieder hat sich einer geäussert der selber nicht in der realen Wirtschaft arbeitet. Können wir diese 'Experten', auch wenn Sie einmal wie das blinde Huhn ..., nicht einfach weglassen.
      Es ist schlimm genug, daß ich diese 'Experten' zahlen muss, da will ich nicht auch noch deren Meinungen konfrontiert werden, am Ende glaube ich einmal etwas und gehe dann in Konkurs.

  28. Gerhard Pascher
    18. März 2014 20:11

    Ich lese aus der APA-Presseaussendung 0150 heraus, dass der Vizedirektor der Uni-Wien, Heinz Faßmann in erster Linie klagt, dass sich zu wenig Absolventen später für Jobs an den Unis und Hochschulen bewerben, da die dortigen Gehälter zu gering wären. Natürlich wird auch darauf hingewiesen, dass Österreich ein Hochsteuerland ist und dadurch dieser große Brain-Drain stattfindet.

    Beim rund Viertel an ausländischen Studenten (sogar 38 % der Studienanfänger) darf man sich nicht wundern, dass diese nach (von Österreich finanziertem!) Studium wieder abhauen. Lediglich 20 % der Absolventen aus Nicht-EU-Ländern beantragen eine weitere Aufenthaltserlaubnis und noch viel weniger machen von der sog. Rot-Weiß-Rot-Card Gebrauch, welche laut Rektor Engl und Voest-Alpine-Chef Eder eigentlich die gestellten Erwartungen nicht erfüllte..

    Der Wunsch, dass mehr Absolventen von diesen Hochschulen weiterhin in Österreich bleiben bzw. nach Auslandspraxis (Brain Circulation), wird sich auch mit höheren Finanzspritzen seitens des Bundes nicht erfüllen, auch wenn mit verschiedenen Maßnahmen (z.B. dzt. 60 zusätzliche Planstellen als sog. assoziierte Professoren, künftig 90) da schon einiges Geld verbraten wird.

    Die Hauptgründe dieser Misere sind und bleiben die fehlenden Studiengebühren sowie die hohen Lohn/Einkommenssteuern für die fertigen Akademiker. Österreich wird im Ausland neben Mozartkugel- und Walzermentalität künftig auch wegen der „günstigen“ Studienmöglichkeiten geschätzt werden.

  29. Wertkonservativer
    18. März 2014 20:10

    Ganz klar, dass die Besten und Klügsten weggehen, wenn sie besserbezahlte Karriere- Chancen im Ausland vorfinden!
    Allerdings sehe ich hier eine Diskrepanz: es wird auch von Wirtschaft und Industrie im besonderen eine bessere Dotierung der Hohen Schulen gefordert, um den Studenten ein besseres Rüstzeug für ihre spätere Laufbahn zu ermöglichen.

    Ganz kann ich daher dem Gedankengang unseres A.U. nicht folgen, gebe aber gerne zu, dass ich heute schon recht müde bin!
    Vielleicht durchschauen fittere und klügere Blogfreunde den Sinn der Sache!
    Ich ziehe mich mit einem Lyrikband in die Ruhezone zurück; ein alter Mann ist kein
    D-Zug!
    Guten Abend und Gute Nacht!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • dssm
      18. März 2014 21:07

      Der ganze Bildungswahn ist längst ein Selbstläufer.
      Bei Audits wird die Anzahl der akademisch gebildeten 'Fachkräfte' überprüft. Völlig egal ob die Arbeit gut gemacht wird, wichtig ist das Formale.
      Dazu ein 'lustiges' Erlebnis.
      Die britische TESCO sandte einen Auditor um den Schlachthof Salzburg zu kontrollieren, Akademiker (und nicht Metzger) versteht sich, um sicher zu stellen, daß der auch was kann, hat eine internationale Agentur für Audits einen Auditor dem Auditor beigestellt, eine Polin, Tierarzt.
      Als der Engländer hörte, daß die Tiere bei uns im Freien herumlaufen, war er arg besorgt, da könnten sich die ja mit allem möglichen infizieren! Die Polin, eine resolute Frau, hat ihn aufgeklärt, daß die Menschheit dies nun bereits seit einigen Jahrtausenden relativ unbeschadet überlebt.
      Überflüssig zu erwähnen, der Engländer verdiente das Dreifache der Polin!

      Lyrik passt da gut dazu, ich werde mich Trakl widmen, aber nicht Grotek, dies ist momentan zu politisch.

    • Wertkonservativer
      19. März 2014 16:04

      @ dssm:

      Trakl ist - neben Rilke, Weinheber und Leifhelm - mein "Nonplusultra" in der deutschsprachigen Lyrik des 20. Jahrhunderts!
      "Grodek" zeigt DAS Wahnsinns-Szenario des 1. Weltkrieges!
      Unheimlich und erschütternd! Trakl hat die Kriegsgreuel an der galizischen Front nervlich nicht ausgehalten und kurz nach Schreiben des Gedichtes den Freitod gewählt!
      EIN Menschenschicksal: Millionen und Millionen folgten ihm in diesem fürchterlichsten Kriegsjahrhundert nach!
      Furchtbar!

      (mail to: gerhard@michler.at)





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