Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen



Fußnote 431: Wir wollen keine Ladenöffnung

Lesezeit: 1:00

Wenn Gewerkschafter den im Titel zitierten Satz aussprechen, ist ihr Ziel zwar auch falsch, weil konsumentenschädlich, aber zumindest subjektiv verständlich. Wenn aber ein Wirtschaftsminister diesen Satz (in der „Kleinen Zeitung“) sagt, ist das ebenso unverständlich wie ungeheuerlich.

Reinhold Mitterlehner kommt aus der Wirtschaftskammer; da muss er offenbar regelmäßig beweisen, dass er eh nichts mit der Freiheit der Unternehmer oder dem Markt im Sinne hat (so wie zuletzt etwa mit seiner völlig sinnlosen Benzinpreis-Bürokratie auf Befehl der Boulevardzeitungen). Und dass der Finanzministerin durch den Ladensperrzwang viel Geld entgeht, weil rings um Österreich die Geschäfte auch an Sonntagen offen sind, stört ihn offenbar nicht; ist er doch insgeheim maßlos eifersüchtig auf die Ministerin-ohne-Blattl-vorm-Mund. Aber irgendwer sollte in der ÖVP vielleicht doch einmal nachzudenken beginnen, wenn der theoretisch für die Wirtschaft zuständige Minister geradezu gezielt die letzte Sachkompetenz zu zerstören versucht, welche die ÖVP noch hatte. Nämlich eben jene für die Wirtschaft.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    20. April 2013 12:03

    Mit Fußnote 431: "Wir wollen keine Ladenöffnung" - von Dr. Unterberger ist einer der Fälle gegeben - was sehr selten ist - wo ich seine Meinung nicht teile und ihn auch nicht verstehe.
    Ich habe in den USA schon vor vielen Jahren offene Geschäfte am Sonntag kennengelernt und doch eigentlich nicht verstanden, warum das so sein muß. Wenn man einkaufen geht, kann dies ja auch am arbeitsfreien Samstag geschehen, man muß nur etwas Planen. Gerade zu planen und nicht dem Augenblickseinfall bei einem Kauf zu folgen würde unserer Gesellschaft viele Probleme ersparen. Ein Tag in der Woche, der Sonntag, der sich vom allgemeinen Ablauf der Woche unterscheidet, ist für die Familie und auch für den Einzelnen gut. Ganz abgesehen von religiösen Gründen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    20. April 2013 06:40

    Freiheit für den Unternehmer!
    Freigabe der Ladenzeiten!

  3. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    20. April 2013 08:16

    Ich brauche keine 24/7-Geschäfte, auch kein Offenhalten am Samstag nachmittag, wo die Lebensmittelgeschäfte ohnehin nur sehr schwach frequentiert sind. Aber es sollte jeder Unternehmer die Möglichkeit haben, dann zu öffnen, wenn es ihm beliebt. Wenn es keinen Bedarf dafür gibt, dann sperrt er ohnehin wieder zu. Zusätzliche Öffnungszeiten bringen nicht automatisch zusätzlichen Umsatz, er verteilt sich nur anders. Wer ins benachbarte Ausland einkaufen fährt, der macht dies aus anderen Gründen. Lediglich den Touristen kann man am Samstag nachmittags und Sonntag mehr Geld aus den Taschen ziehen, aber da gibt es ohnehin schon entsprechende Sonderregelungen. Wozu also das ganze Theater?

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    20. April 2013 14:08

    OT---Also sprach ..... Sebastian Kurz, der junge ÖVP-Hoffnungsträger, im Mittagsjournal als Gast bei Stefan Kappacher über diverse Koalitionsmöglichkeiten nach der NR-Wahl:

    "Also, ich hab' wenig Lust auf eine Koalition mit den Freiheitlichen; Sie kennen meine Meinung, daß ich eine SCHWARZ-GRÜNE Koalizion sehr positiv sehen würde. Von einer Koalition mit den Freiheitlichen halte ich nichts."

    Wer es bis jetzt noch nicht geglaubt hat, ist nun eines Besseren belehrt worden.

  5. Ausgezeichneter KommentatorLa Rochefoucauld
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    20. April 2013 09:17

    Wir wollen völlige Freiheit für die Ladenöffnung!

    Der Markt wird Erfolg oder Misserfolg regeln. Es ist ganz einfach und funktioniert immer. Die Politiker sollten das endlich einmal verstehen, auch die schwarzen Sozialisten.

  6. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    20. April 2013 10:33

    Herr Mitterlehner kommt eben aus jener Zwangsorganisation, die früher auch "Kammer der verderblichen Wirtschaft" genannt wurde. So etwas prägt.

  7. Ausgezeichneter KommentatorIgo
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    20. April 2013 05:33

    Ach geh, die haben doch alle von Tuten und Blasen keine Ahnung..warum soll da die ÖVP.
    Die bleibt, solange es sich mit den 50% noch ausgeht, gemütlich in ihren Ämtern sitzen und sagt Ja und Amen zu Allem. Bis auf einige seltene Ausnahmen sind die ÖVP Politiker Verrat am Bürger, sonst nichts. Wie hat mein Fussballtrainer immer gesagt: die sind froh, wenn sie ein Leiberl überziehen können um es dann auf dem Feld spazierentragen zu dürfen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcarambolage
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. April 2013 09:36

    Mir geht es genau so, dass ich mit Hr. A.U. fast immer mit seiner Meinung konform gehe. In diesem Falle jedoch überhaupt nicht.
    Der SONNTAG ist FAMILIENTAG! Das ist eine kulturelle Errungenschaft die außer in Katasthropen- bzw. Kriegszeiten geschützt werden muß.
    Wer so arm ist, dass er sich nichts besseres anzufangen weiß, als am Sonntag einzukaufen, der soll ruhig nach Bratislava fahren und dort relativ teuer shoppen.
    Bin selber wirtschaftlich denkender Mensch aber mit welcher Begründung sollte man dann anderen Gewerben ( Produktion, Bau, Handwerk etc.) die Sonntagsarbeit verweigern? Warum gibt es eine Nachtruhe, wo viele Menschen Nachtmenschen sind? Die Parkzonen könnte man auch noch auf das Wochenende erweitern u.s.w.
    Der linke Kampf gegen Familien und normalen Verhältnissen wäre hier wieder einmal Vorschub geleistet.
    Sport, kulturelle Zusammenkünfte, Familien- bzw. Feundesbesuche, Ausflüge, Wandern oder Spazierengehen und für die ganz "Braven" ein Kirchenbesuch sind an einem Tag in der Woche allemal noch g`scheiter als permanenter Konsum.
    Die Gesellschaft ist eh schon so krank!


alle Kommentare

  1. Schabeltierfresser (kein Partner)
    22. April 2013 14:18

    Wiseo sollte bitte die Wirtschaftskammer auch nur irgendwas mit der Freiheit der Unternehmer im Sinne haben? Dieser Zwangsverein war IMMER der Freiheit diametral entgegengesetzt.

    • F.V. (kein Partner)
      22. April 2013 14:34

      Die Frage war: Wie spät ist es?

      Sie erklären uns, daß die Sonne im Westen untergeht.

      Ich meine mit dieser Parabel, daß Sie das Problem nicht verstanden haben.

    • Schabeltierfresser (kein Partner)
      22. April 2013 23:59

      Ach so, es ist Mitternacht!

      Kommen Sie doch das nächste Mal gleich mit einer Ihrer Parablen!

  2. peter789 (kein Partner)
    22. April 2013 08:59

    Ich stimme (fast) immer Hrn. Unterberger zu.
    Aber hier definitiv nicht.
    Wer es nicht schafft, in 6 Tagen seine Sachen einzukaufen, der ist einfach zu blöd.
    Die Geschäfte haben oft bis 19:30 ! geöffnet, an manchen Tagen gar noch länger.
    Warum kann nicht am "Tag des Herren" einmal RUHE sein?

  3. Haider
    22. April 2013 00:34

    Solche Apparatschiks a la Mitterlehner reden von "Marktwirtschaft" und meinen "Zwangswirtschaft". REGULIERUNG ist das Götzenbild,vor dem sie ihren täglichen Kotau verrichten.
    Mir allerdings völlig unverständlich ist, warum genau die Leidtragenden den Geßlerhut so devot huldigen. Soviele Masochisten kann es doch gar nicht geben!

  4. help (kein Partner)
    21. April 2013 23:19

    Wenn ein Wirtschaftsminister derartiges sagt, >Wir wollen keine Ladenöffnung < dann ist das schon eine größere, höchst positive Sensation!
    Da beweist nämlich endlich "EINER" an der "Regierungsmacht" Rückgrat, Weitblick und Verantwortungsbewusstsein für die Allgemeinheit!
    Eigentlich ist es dann ja schon "Weisheit"!

    Von dieser ist dagegen "Dr." Unterberger ungefähr soweit entfernt, wie u. a. seine falschen Zähne vom nächsten weißen Zwerg da draußen in den Weiten des Universums --- also Lichtjahre!

  5. Hans-Peter (kein Partner)
    21. April 2013 12:58

    Eine Wertediskussion

    Wohlstand.
    Das ist im Prinzip nichts Unanständiges. Ein Dach über dem Kopf, eine Tür, die man verriegeln kann, Fenster, die Raum für Sonne lassen, Essensvorräte im Schrank, Heizmaterial im Keller, einen Barden, der einem Geschichten von der Welt erzählt, eine Familie, für die man Zeit hat – an unseren Bedürfnissen hat sich nicht viel geändert. Gut – der Barde ist durch Technik verdrängt worden, aber unsere Lust an spannenden Geschichten nicht. Wohlstand ist auch die Grundlage für Frieden, Glück und Fortschritt.

    Dann wäre da noch

    Gerechtigkeit
    Wir waren alle mal Selbstversorger. Wir haben uns auf einen großen Deal eingelassen: wir geben unsere kleinen verstreuten Parzellen ab, fügten sie zu ertragreicheren Riesenfeldern zusammen und erlangen so: Wohlstand. Das hat hervorragend geklappt, nur vergessen manche Damen und Herren diesen Deal zu oft. Zu dem Geschäft gehört nämlich auch, das die, die ihre unwirtschaftlichen Selbstversorgerparzellen abgegeben haben, weiterhin Nahrung erhalten. Das ist auch kein Problem, denn wir erwirtschaften ja enorme Überschüsse. Aktuell ist es aber ein Problem, das die Verteilung der Erträge dem ursprünglichem Vertrag nicht mehr gerecht wird: die wenigsten können deshalb noch ein sicheres freies Leben in Wohlstand führen.

    Frieden
    Hört sich selbstverständlich an. In Deutschland hatten wir jahrzehntelang Frieden, bis die rot-grüne Regierung andere Länder angegriffen hat. Primär rede ich aber vom Frieden im Inland, der wieder höchstes Gut der Regierung zu werden hat. In einem Land, in dem Bürger fürchten müssen, das andere ihnen von heute auf morgen Nahrung, Obdach und Wärme nehmen und sie zum qualvollen Tod auf der Straße verurteilen können, gibt es keinen Frieden. Frieden heißt aber auch: nicht von Tag zu Tag neuen Job´s hinterherjagen zu müssen, vom Finanzamt, Lehrern oder Sachbearbeitern jeglicher Art gegängelt oder von hinterlistigster Werbung zu größtem Unsinn verführt zu werden.

    Sicherheit
    Man vermisst sie erst, wenn sie nicht mehr da ist, manchen fehlt sie an allen Ecken und Enden: die Sicherheit. Jeder Großkonzern fordert sie als Selbstverständlichkeit für sich ein und bezahlt die Politik dafür, das er sie bekommt. Sie brauchen Planungssicherheit, Verkehrssicherheit, Rechtssicherheit – sonst laufen ihre Geschäfte nicht, weil das Land zum Krisengebiet wurde. Diese Sicherheit brauchen aber auch die Bürger, wer sie gefährdet, muss in die Schranken gewiesen werden – und das ist der Bankberater, der einem zum eigenen Nutzen Papiere andreht, die nur ihm Gewinn bringen, genauso wie der Politiker, der Sanktionen für Arbeitslose fordert oder der Arbeitsorganisator (ehem Fabrikbesitzer), der sich an Billiglöhnen ergötzt. Es wird Zeit, das jeder Mensch die gleiche Sicherheit wie eine Firma bekommt – damit er sein Leben langfristig planen kann. Und letztlich: ist die Sicherheit eine Voraussetzung für Gerechtigkeit und Wohlstand.

    Freiheit
    Das größte Glück auf Erden, eine Selbstverständlichkeit für Demokratien. Und wie viel Freiheit haben wir? Wer keinen Chef hat, der mittlerweile oft auch weit in den privaten Bereich hineinregiert (Kleidung, Geruch, Haarschnitt, Freizeitgestaltung, Genussmittelgebrauch), der hat jetzt vom Staat einen Jobcentermitarbeiter bekommen, der die komplett Ausrangierten beherrscht. Der Betriebsstoff für Freiheit in Industriegesellschaften, das Geld, wird von Staat und Wirtschaft abgegriffen, wo es nur geht – auf Kosten der Freiheit der Bürger, die Einschränkungen in ihrer Wohnraumgestaltung, Stadtplanung, Reisefreiheit, Lärmfreiheit und Nahrungsmittelversorgung hinnehmen müssen: ein gesundes Leben mit frischer Luft in der Ruhe der Natur ist nur noch einer Handvoll Menschen möglich – aber ganz viele könnten das dringend gebrauchen. Natürlich bedeutet Freiheit auch unternehmerischer Freiheit – aber um die optimal gestalten zu können, brauchen wir den Wohlstand der Kunden. Sind die arm, landen wir bald in der Warenvielfalt einer Staatswirtschaft, die von wenigen großen Anbietern kontrolliert wird.

    Was braucht also die Freiheit, um gelebt werden zu können? Wohlstand, sonst regiert die Not. Sicherheit, sonst regiert die Angst. Gerechtigkeit, sonst regiert die Gier. Und Frieden – sonst regieren Not, Angst und Gier gleichzeitig.

    Kann man die Werte durch Wahlen in die Parlamente tragen? Nicht, so lange Abgeordnete automatisch durch Diäten zu den reichsten Menschen gehören.

    http://brd-schwindel.org/eine-wertediskussion-mit-bitte-um-beteiligung/

    • F.V. (kein Partner)
      21. April 2013 13:50

      Ein Staat wird aus einer Vielheit konstituierender Prinzipien – den „obersten Werten“ – gebildet, außerhalb derer weder ein Verstehen noch die Existenz des Staates möglich ist.

      Das Prinzip, auf das der Staat in erster Linie hinzielt ist der F r i e d e. Und zwar innerhalb als auch im Verhältnis zu andern Staaten.

      Wo Krieg wütet herrscht das C h a o s, die Vernichtung der O r d n u n g, die aber dem obersten Prinzip, dem Frieden, seine nähere Bestimmung gibt. Sie ist das Grenzsystem das die Aktivitäten einzelner wie auch von Gruppen limitiert und reguliert.

      Wo Krieg und Chaos herrschen, also Leidenschaften und Triebe sich austoben, herrscht I l l u s i o n. Das Prinzip das ihr entgegentritt ist die L e g i t i m i t ä t der Macht(-wirklichkeit).

      Wo K r i e g zwischen Einzelnen, Gruppen oder Mächten geführt, die Ordnung vernichtet wird, stellt sich als Folge die A r m u t ein. Mit dem F r i e d e n wird daher die materielle O r d n u n g des Staatsganzen und damit die W o h l f a h r t beabsichtigt. Diese ist nicht von der Einzelexistenz des Bürgers losgelöst, weil eine Wohlfahrt bei der der Einzelne auf Dauer der äußersten Not ausgesetzt ist, eine Fiktion wäre. A l l g e m e i n e s und e i n z e l n e s Wohl stehen in einem dialektischen Verhältnis, und ohne identisch zu sein, hat das eine Sinn und Möglichkeit nur durch das andere.

      Dies erinnert an – weitgehend – völlig idente Grundsätze der Staatsphilosophie des schon erwähnten Clemens Wenzel Fürst Metternich, die er in seinem Politischen Testament (Karolinger Verlag) dargelegt hatte:

      Er sei ein Mann der w a h r e n Freiheit (im Gegensatz zu jener, die als P a r o l e für andere politische Absichten vorangetragen würde), aber diese sei nicht ein Ausgangspunkt, sondern der E n d-(oder A n k u n f t s-)punkt. Der A u s g a n g s punkt sei die O r d n u n g, welche die Voraussetzung für einen ruhigen (= gleichmäßigen) Gang der Dinge und der Entwicklung des Staates ist, auf der allein der Kredit beruhe; d.h. mit anderen Worten, die allein zu wirtschaftlicher Prosperität (= Wohlfahrt) führe.

      "... Eine Erwägung, welche (man) gewöhnlich außer Acht läßt und die in ihren Folgen dennoch zu den gewichtigsten gehört, ist die des Unterschiedes, welcher sich praktisch in Staaten wie im Leben der Individuen zwischen dem Vorschreiten der Dinge in gemessenem Gange und in Sprüngen ergibt. In ersteren entwickeln sich die Bedingungen in einer logischen naturgerechten Konsequenz, während letztere den Zusammenhang unter diesen Bedingungen zerreißen. Alles in der Natur verfolgt den Weg der Entwicklung, des Aneinanderreihens der Sachen; bei solchem Gange allein ist das Ausscheiden der schlechten Stoffe und die Ausbildung der guten denkbar. Sprungweise Übergänge bedingen stets neue Schöpfungen, und schaffen können die Menschen - Nichts. ...."

      Zum Wesen des Staates noch eine Bemerkung: Was mit der Materie rezipiert wird, wird nicht vom Material sondern vom Ziel her sinnvoll. Das Ziel (in Bezug auf die „Materie“) macht das Wesen des Staates aus.

      Wie auch ein Kunstwerk nicht von dem Material, aus dem es gemacht wurde, verständlich wird, - oder man meint etwas anderes als die Kunst -, ebensowenig kann man das Wesen des Staates von seiner Materialität - z.B. der Wirtschaft – her erschließen. Dieses (Wesen) wird erst vom „Sinn des Ganzen“ her verstehbar.

      Es hat aber den Anschein, als ob heute die Politik nur noch aus dem Ökonomischen Kalkül bestünde. Aber das ist eben fundamental falsch.

    • F.V. (kein Partner)
      21. April 2013 13:52

      Der Vorspann ist „hängen geblieben“.

      Herr Hans-Peter,

      Sie treffen ganz gut worum es im sittlichen Staat geht.

      Man muß sich nur klar werden, daß im „liberalen“ (= individualistischen) Paradigma die Freiheit der höchste Wert ist, im ganzheitlichen (= universalistischen) die Gerechtigkeit.

      Erreichen kann man beides aber nur in einem Gemeinwesen, daß auf christlicher Grundlage aufgebaut ist. Ohne diese weder das eine noch andre. Das heutige Geschwätz über diese Fragen muß man nicht für bare Münze nehmen (Ausnahmen, wie F. Romig zum Beispiel, natürlich ausgenommen; aber er und andere seines Formats beziehen sich ja durchwegs auf die alten Denker und die philosophia perrenis). Wesentliches und Grundsätzliches ist ja von älteren Autoren längst gesagt worden.

      Um sich zu orientieren sind zu empfehlen: Donoso Cortes, Essay über den Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus, oder J. J. Kindt-Kiefer, Fundamentalstruktur des Staates, und natürlich immer auch Carl Schmitts gesamtes Werk.

      Das ganze mechanistische und pseudo-ökonomische Blah-blah ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht, und es ist schade um die Zeit, sich damit zu befassen. Zur „Feind“-Aufklärung genügen ein, zwei,... Autoren, der Rest ist Variation des Gleichen.

    • Haider
      22. April 2013 00:44

      Die Rechtssicherheit fehlt leider in Ihrer Aufzählung.
      Wir haben tausende Gesetze, Vorschriften, Gebote, Normen ... und keinen kümmert's, wenn es um den Bürger geht. Konzerne richten sich's, Parteien richten sich's, die Nomenklatura richtet sich's, aber der vielzitierte "kleine Mann von der Straße" bleibt im Gestrüpp der Machtinteressen auf der Strecke!
      Und die Herrscher wagen es, dieses System DEMOKRATIE [Volksherrschaft] zu nennen!

  6. eudaimon
    21. April 2013 12:08

    An Sonn u.-Feiertagen fünktioniert der öffentliche -wie der private Bereich ebenso

    familien und-religionsfeindlich in Institutionen wie-Kirchen,Spitäler,Verkehr,

    Gastronomie,Medien,Politik Kunst -Kultur-Wissenschaft- ja wirklich Tag und Nacht!

    Nur die Gewrkschaft mit ihren fragwürdigen opportunistischen Anliegen

    wollen eine Regel immer wieder durchsetzen:Die Wenigverdiener müssen mehr

    bekommen bei gleicher Leistung als die Bessrverdiener mit Mehrleistungen

    auch Tag und Nacht rund um die Uhr,dafür sollen letztere aber mehr Steuern

    in den öffentlichen sozialen bis sozialistischen Säckeln pumpen ohne

    Transferzahlungen zu beanspruchen;ist dann der Besserverdienende noch

    in der Lage aufgrund seiner Mehrleistungen etwas zu sparen,Vermögen

    aufzubauen-dann-ja dann ist er einer ,der bestraft werden muss wegen seiner

    Gier (Ausnahmen sind da nur die ,die im social(ism) network eingebunden

    dh.politisch/medienopportunistisch -von Gemeinde bis EU Ebene-!) und man

    muss sich in Zeiten wie diesen gewerkschaftlich kümmern,wie diese Gier

    der proletarischen Masse und deren Umverteilern auf legalen Wegen zum Vorteil

    werden kann;man denkt an 6.Urlaubswoche,Ausdehnung des Pflege und Kur-

    Anspruches,an verpflichtendes Mentoring-Coaching im Rahmen der betrieb-

    lichen Rundumversorgung uvam.

    Samstag -Sonntag arbeiten pfui ,aber mehr verdienen Ja gut -die andern sollns

    zahlen -die Reichen!!

    • F.V. (kein Partner)
      21. April 2013 13:02

      Ach, Glückseligkeit,

      Ihr definiert sie wohl auch nur materislistisch - wie Unterberger.

      Auf der Ebene sind keine Lösungen möglich.

    • Erich (kein Partner)
      21. April 2013 13:05

      Pervers ist, dass jene, die die Welt zerstören, vorgeben diese retten zu wollen..!!!

  7. dickbrettbohrer (kein Partner)
    21. April 2013 10:29

    "Wir wollen keine Ladenöffnung."

    Wer ist "wir"?

    Immer, wenn ein Politiker den Majestätsplural gebraucht, sollte man sehr hellhörig werden.

  8. Francois Villon (kein Partner)
    21. April 2013 09:56

    Die geistige Beschränktheit, die aus dem Plädoyer für die Sonntags-Öffnung der Geschäfte spricht, ist Folge einer neo-liberalen Ideologie, die das Ökonomische Kalkül (ÖK) als obersten Wert setzt.

    Abgesehen davon, daß das für den Konsum verfügbare Geld nicht mehr wird, wenn am Sonntag auch offen gehalten wird, sind die erhöhten Kosten, die wohl geringere Frequenz nicht einmal ökonomisch zu rechtfertigen. Höchstens, wenn damit ein Verdränguns-Wettbewerb gelingt, der die kleinen Geschäfte ins Out drängt. Das sind meist jene, die noch in der Stadt ihren Standort haben und nicht gegen die großen Märkte konkurrieren können; die Städte veröden, die Wege für jene ohne Auto werden ungangbar.

    Solcher Wettbewerb ist ruinös und die Gesellschaft hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht neben dem ÖK (für Konzerne) auch das Wohl einer Gesellschaft ins Kalkül zu nehmen. Dies auch mit Rücksicht auf jene bedauernswerten Beschäftigten, die auch am Sonntag noch genötigt werden ihren Familien fern zu sein.

    Es ist dies im Grunde der schlimmste und finale Angriff auf eine funktionierende Familie. Wie ein Staat so überleben können soll, weiß wohl niemand. Er ist damit auch dem Untergang preisgegeben.

    Aber von dem abgesehen, sind wir im – noch – christlichen Abendland. Im Dekalog heißt es: „Du sollst den Tag des Herrn heiligen!“ Dieses Gebot ist außerhalb der Willkür „dämokratischer“, positivistischer Beliebigkeit.

    Doz. Romig – den ich mir hier zu zitieren erlaube – meinte in einem thesenhaften Vortrag in seiner ersten These: „Das Wohl und Wehe eines Staates (einer Gesellschaft) hänge von der Art und Weise seiner Gottesverehrung ab!“

    Das kann man durch alle Zeitläufte der Geschichte als bestätigt ansehen. Der Angriff – oder richtiger gesagt: Untergriff - Unterbergers ist daher nicht nur dumm, sondern zeigt, daß er von den Grundlagen unserer Kultur und Existenz keine Ahnung hat. Sein „Weltbild“ hat eine so verquere Ideologie zur Grundlage, die man nicht widerlegt sondern verachtet.

    • Rudolf (kein Partner)
      21. April 2013 12:41

      Francois Villon (kein Partner)
      ************

      Schon unter dem Aspekt "Klimaschutz", den unsere guten Menschen ja so hingebungsvoll propagieren und damit viel Geld verdienen, ist die Forderung ein Widerspruch in sich.
      Würden es die falschen Propheten ernst mit dem Klima- und Umweltschutz meinen, so müssten sofort die guten Menschen aufschreien.
      Wird doch dadurch der Verkehr (Stau's) und damit der CO2-Ausstoß auch am Sonntag erhöht, weil man die Menschen in diese Einkaufstempel lockt.
      Ebenso wird Energie (Strom, Öl) unnötig verbraucht. Uns zwingt man stromsparende Geräte zu kaufen (giftige Sparlampen uvm.), aber hier scheint die Umwelt nicht so wichtig sein. Wichtig ist Profit und Wirtschaftswachstum.
      Da werden Menschen dazu verleitet immer mehr Plastik, Elektroschrott (da keine Reparaturen) zu produzieren, den diese Heuchler dann nicht wie propagiert wiederverwerten, sondern an den Stränden der 3. Welt abladen. Google "der Plastikplanet" oder "Elektroschrott". Es gibt einige Vorzeigeprojekte mit denen man uns beruhigt.
      Zudem verleitet man die Menschen mehr Geld auszugeben als sie haben. Dank Bankomat- oder Kreditkarte ist das ja kein Problem. Gerade junge Menschen erliegen dieser Verführung, da durch die Karten der Überblick verloren geht und die Sehnsucht nach dem beliebten "Ramsch" größer ist.

      Durch diese Spiel- und Spaßgesellschaft geht jeder gesunde Hausverstand verloren und die Menschen diskutieren nur das, was ihnen als Brotkrümel hingeworfen wird. So lenkt man die Gesellschaft in die Richtung, wo man sie haben will.

  9. carambolage (kein Partner)
    21. April 2013 09:36

    Mir geht es genau so, dass ich mit Hr. A.U. fast immer mit seiner Meinung konform gehe. In diesem Falle jedoch überhaupt nicht.
    Der SONNTAG ist FAMILIENTAG! Das ist eine kulturelle Errungenschaft die außer in Katasthropen- bzw. Kriegszeiten geschützt werden muß.
    Wer so arm ist, dass er sich nichts besseres anzufangen weiß, als am Sonntag einzukaufen, der soll ruhig nach Bratislava fahren und dort relativ teuer shoppen.
    Bin selber wirtschaftlich denkender Mensch aber mit welcher Begründung sollte man dann anderen Gewerben ( Produktion, Bau, Handwerk etc.) die Sonntagsarbeit verweigern? Warum gibt es eine Nachtruhe, wo viele Menschen Nachtmenschen sind? Die Parkzonen könnte man auch noch auf das Wochenende erweitern u.s.w.
    Der linke Kampf gegen Familien und normalen Verhältnissen wäre hier wieder einmal Vorschub geleistet.
    Sport, kulturelle Zusammenkünfte, Familien- bzw. Feundesbesuche, Ausflüge, Wandern oder Spazierengehen und für die ganz "Braven" ein Kirchenbesuch sind an einem Tag in der Woche allemal noch g`scheiter als permanenter Konsum.
    Die Gesellschaft ist eh schon so krank!

  10. byrig
    20. April 2013 23:15

    es gibt seit jahren durchgehend den "langen samstag",wo man shoppen kann,bummeln und sich beim einkaufen vergnügen.das ist eine errungenschaft und wird viel genutzt.
    am sonntag soll aber endlich ruhe sein,alleine schon des verkehrs wegen.es wäre auch eine deutliche verminderung der lebensqualität,würde dieses "sonntags-feeling" nicht mehr existieren!
    nicht zuletzt ist diese sonntagsruhe eine tief verwurzelte tradition,die wesentlich wertvoller ist als die (vielleicht gar nicht wirklich vorhandenen) profitinteressen des handels oder der behandlung der langeweile einiger potentieller käufer,die mit der nicht-action am sonntag probleme haben.
    zumal hunderttausende sowieso am sonntag arbeiten müssen.(mich eingeschlossen).
    der sonntag soll so bleiben,wie er ist!

    • Igo
      21. April 2013 06:49

      Nur weil es mich interessiert, Tradition und so: ist es jetzt auch Tradition (tradere „hinüber-geben“ bzw. traditio „Übergabe“, „Auslieferung“, „Überlieferung“) im Internet alles klein zu schreiben? Ich wäre ja nur neugierig, woher dazu die Motivation kommt.
      Bitte nicht falsch verstehen: ich bin auch geneigt dazu überzugehen, aber, ist das dann nicht noch einer weitere Anglifizierung unserer schwer gebeutelten, jedoch geliebten deutschen Sprache?
      Ja, ich gebe zu: der Zwiespalt, hie konservatives Verhalten, da "modernes" Schreiben ("sonntags-feeling", "nicht-action (non-action maybe, oder doch nur "fifty-fifty), ja fast progressiv, ja, dieser Zwiespalt hat mich dazu veranlasst ganz zart einmal zu hinterfragen.

    • byrig
      21. April 2013 17:03

      igo-reine bequemlichkeit,es stehen keinerlei revolutionäre tendenzen dahinter.und es wird verstanden!
      meine tippfähigkeiten sind eh sehr bescheiden,und so schreib ich halt klein.
      aber ja,ich bin auch englisch-fan,lese laufend englische bücher,sodass mich die kleinschreibung vielleicht deshalb noch weniger stört.
      aber nochmals:meine kleinschreibung ist durch keinerlei ideologie veranlasst,lediglich bequemlichkeit,und ich verwende selbige auch nur im internet.

    • Igo
      21. April 2013 17:41

      Leuchtet ein! Bin ja selber auf der Kippe..weil ich nicht ganz sattelfest bin mit groß und klein und es schneller geht! Danke.

  11. Brigitte Kashofer
    20. April 2013 22:05

    Einkaufen kann nicht der alleinige Lebenszweck sein! Und niemand hat mehr Geld zur Verfügung, nur weil er auch am Sonntag einkaufen kann.
    Vor einigen Jahren sperrten die Geschäfte wochentags pünktlich um 18 Uhr und Samstag bereits zu Mittag zu. Einkaufen war für Berufstätige ein Wettlauf mit der Zeit. Doch heute haben die Geschäfte wesentlich länger offen, als die wöchentliche Arbeitszeit des einzelnen Arbeitnehmers ausmacht. Daher ist es jedem stressfrei möglich, alles einzukaufen, was er braucht.
    Der gemeinsame Sonntag bringt vor allem den Familien mehr gemeinsame Zeit. Diese Zeit ist zu kostbar, um sie mit Einkaufen zu verschwenden. Dafür machen Gastwirte und die Tourismusbranche am Sonntag mehr Umsatz, wodurch sich ihr Arbeitseinsatz erst lohnt.

    • Undine
      20. April 2013 23:13

      @Brigitte Kashofer

      "Einkaufen kann nicht der alleinige Lebenszweck sein!"

      Frau Kashofer, so traurig es ist, aber die Freizeitbeschäftigung vieler Menschen ist das Einkaufen, zeitgemäßer ausgedrückt: Das "Shoppen"!
      Familien mit kleinen Kindern vertreiben sich die Zeit am Samstagnachmittag mit einem "Ausflug" in ein Einkaufszentrum! Und damit die Kinderchen, denen das eher langweilig ist, wenn sie noch unverdorben sind, nicht dauernd quengeln, werden sie mit Spielsachen und Süßigkeiten halbwegs ruhiggestellt! Mir tun da immer die Säuglinge im Kinderwagen leid, wenn sie permanent mit dieser gräßlichen Geräuschkulisse gequält werden. Ein Albtraum, wenn man denkt, daß diese (eh leider kleinen) Familien an einem Samstagnachmittag nichts Besseres zu tun wissen, als stundenlang durch ein Großkaufhaus zu hatschen! Ein Waldspaziergang ---auf so eine Idee kommt man heute gar nicht mehr.
      Mich wundert dann nur immer, wenn es heißt, die Leute hätten kein Geld. Man muß sich nur anschauen, wohin es getragen wird---und zwar mit Vergnügen; SHOPPEN, DAS Freizeitvergnügen!

    • byrig
      20. April 2013 23:17

      ja,undine,so ist es!

      schlagwort: "gemma lugner"

    • Brigitte Kashofer
      21. April 2013 11:17

      Sg. Undine, genau Ihre Argumente sprechen dagegen, das zweifelhafte "Einkaufsvergnügen" auch noch auf den Sonntag auszudehnen.
      Tierparks und Wanderwege sind an Sonntagen sehr wohl stark frequentiert, vor allem von Familien!

    • Undine
      21. April 2013 12:41

      @Brigitte Kashofer

      Ich kann mir den Drang zum "Shoppen" ---damit meine ich die fast zwanghafte Neigung sehr vieler Leute (va aber von Frauen!), der psychologisch höchst effizient arbeitenden Werbebranche im FS auf den Leim zu gehen---nur so erklären, daß in den Menschen eine ungeheure geistige und seelische Leere herrscht. Man geht "shoppen", ohne eigentlich etwas zu brauchen; man belohnt sich für irgendwelche (seelische) Mankos---das Gekaufte macht aber dann zuhause bei vielen Menschen gar keine Freude, sondern ein schlechtes Gewissen---aber das Geld ist weg.

  12. Undine
    20. April 2013 14:08

    OT---Also sprach ..... Sebastian Kurz, der junge ÖVP-Hoffnungsträger, im Mittagsjournal als Gast bei Stefan Kappacher über diverse Koalitionsmöglichkeiten nach der NR-Wahl:

    "Also, ich hab' wenig Lust auf eine Koalition mit den Freiheitlichen; Sie kennen meine Meinung, daß ich eine SCHWARZ-GRÜNE Koalizion sehr positiv sehen würde. Von einer Koalition mit den Freiheitlichen halte ich nichts."

    Wer es bis jetzt noch nicht geglaubt hat, ist nun eines Besseren belehrt worden.

    • terbuan
      20. April 2013 14:30

      @Undine
      Bei der SCHWARZ-GRÜNEN Koalizion hat sich wohl irgendwie der Gedanke an "Kotzen" eingeschlichen. Besser wäre vielleicht "Kotzunion" :-)

    • Riese35
      20. April 2013 15:02

      Damit ist klar, daß eine Stimme für die ÖVP dasselbe bewirkt wie eine Stimme für die Grünen. Daher: Wenn man eine Änderung will, den Schmied und nicht den Schmiedl wählen.

    • Undine
      20. April 2013 15:17

      @terbuan

      In der Tat, eine schwarz-grüne "Koalizion" wäre zum Kotzen! :-)
      Sieht denn der junge Mann nicht, was eine Koalition mit den Grünen bedeutet?--- Eine Kotzunion (copyright: @terbuan)!

    • Cotopaxi
      20. April 2013 16:38

      Im Mittagsjournal war Kappacher wieder dabei, in Rage zu geraten und Kurz anzuschreien, wie einst Strache.
      Kappachers Stimme schlug jedoch schnell um und wurde fast zärtlich, nachdem sich Kurz gerettet hatte, indem er über die Blauen herzog.
      So funktioniert also die Konditionierung der Politiker durch die sogenannten 4. Gewalt im Staate Österreich.

    • Buntspecht
      20. April 2013 17:13

      Kirche im Dorf lassen, wär auch nicht schlecht!
      In Oberösterreich gibt es seit Jahren Schwarz-Grün und es funktioniert hervorragend.
      Natürlich braucht es da eine starke (auch stimmenstarke) ÖVP, aber die müsste es auch geben, sollte Schwarz-Blau nur einigermaßen funktionieren. Allerdings habe ich bei Blau meine Bedenken, wenn ich mir ins Gedächtnis rufe, wie dünn - um nicht zu sagen schwachbrüstig - damals die Personaldecke der blauen Riege war, obwohl Haider ein überaus kluger blauen Kopf war, der der FPÖ heute gänzlich fehlt. Die Roten sind in OÖ vom Tisch, die ÖVP macht gute Politik. Selbiges erwarte ich mir von einer Koalition a la Kurz. Dazu muss man jedoch die ÖVP stärken und nicht seine Stimme an Möchtegern-Splitterparteien oder gekaufte Hinterbänkler verschenken.

    • F.V. (kein Partner)
      21. April 2013 10:42

      Ich finde es zum Kotzen, wenn Berufsjugendliche in höchste Staatsämter gehievt werden, mit dem Attribut „Hoffnungsträger“. Jemand der sein Studium noch nicht abgeschlossen hat, daher auch noch nie einen Beruf hatte, über keinerlei nennenswerte Erfahrung verfügt, von Bewährung ganz zu schweigen, sollte die Luft anhalten und die Klugschießerei lassen.

      Er ist eine Zumutung für jeden, der an den Staat berechtigte Erwartungen bzw. Forderungen hat, weil sie das Bubi ganz einfach nicht erfüllen kann. Die Mode mit der Buberlpartie begann mit Jörg Haider – und war auch dort eine Katastrophe. Die Absicht ist durchsichtig: Methode Rattenfänger von Hameln; aber das ist auch schon das ganze politische Klakül.

      Wenn Bubi Kurz nun gelernt hat „mit den Wölfen zu heulen“, so scheint dies die einzige „Erfahrung“ zu sein über die er verfügt. Wobei die „Wölfe“ wahrscheinlich eine Überschätzung implizieren und man besser sagte: er hat mit den Schafen zu blöken gelernt.
      Das ist ja auch die wichtigste Lektion die einer kapieren muß, wenn er „Berufspolitiker“ werden möchte.

      Also drischt er auf die FPÖ (ohne zu wissen warum) und „kann sich eine Koalition mit den Grünen vorstellen“ (ohne zu wissen, was er damit sagt). Solche Ansichten bezeichnet man zurecht als saudumm. Dem der sie äußert darf man allerdings nicht als saudumm bezeichnen, denn das wäre eine Ehrenbeleidigung.

      Manche meinen für die Sau. Womit sie wahrscheinlich auch nicht unrecht haben.

    • Undine
      21. April 2013 12:51

      @F.V.

      Ich fürchte, Sie haben mich falsch verstanden: Für MICH ist der schwarze Jungpolitiker keine "Zukunftshoffnung"! Aber als solcher gilt er. Und er hat schon längst gelernt, sich zu krümmen. Das war offenbar seine erste Lektion. Außerdem ist sein Posten unnötig. Es IST Sache der Zugewanderten, selbst dafür zu sorgen, sich zu integrieren, nicht unsere.

    • F.V. (kein Partner)
      22. April 2013 12:49

      Undine,

      das war keine Kritik an Ihrem Beitrag, sondern eine zusätzliche Anmerkung zu diesem Übel - und Nichtsnutz.

  13. Geheimrat
    20. April 2013 14:02

    Ein bisschen OT ist doch erlaubt, weil es doch so eine schöne Geschichte ist.....

    Spindeleggers Gattin bezieht einige Extras.

    Die Frau des Außenministers ist als EU-Beamtin nach Wien entsandt und erhält die Differenz zum höheren Gehalt ausbezahlt.

    http://kurier.at/politik/inland/spindeleggers-gattin-bezieht-einige-extras/9.735.980

    • Brigitte Imb
      20. April 2013 17:37

      Die politische Landschaft entwickelt sich zu div. Familienbetrieben, man könnte beinahe vom Politadel sprechen.

  14. Herby
    20. April 2013 13:49

    Eine ganze Menge

    österreichischer Verkaufsmanager,
    österreichischer Handelsberater,
    österreichischer Finanzmanager,
    österreichischer Investoren sowie Unternehmer usw.

    also alles Fachleute die die Begebenheiten in Österreich von der Wirtschaftskammer bis zur Handelsgewerkschaft, Arbeiterkammer und ÖGB genauestens kennen verdienen sich eine goldene Nase indem Sie in Bratislava (Pressburg), Znojmo (Znaim), Brno (Brünn), Sopron (Ödenburg) und in anderen grenznahen Städten ihr Know-How anbieten und wertvollste Beratertätigkeiten ausüben bzw. selber dort direkt als Investoren auftreten.

    Der ÖGB und die Wirtschaftskammer werden sich um keinen Millimeter bewegen und sind daher Fixgrößen in den Kalkulationen bei jedem neuen Einkaufszentrum jenseits der Grenze.

    Bratislava (Pressburg) z.B. geht seit Jahren den erfolgreichen Weg als "Stadt der modernen Einkaufszentren" die an jedem Tag, auch Sonn- und Feiertagen offen haben.

    Die Namen: Eurovea, Aupark, Polus City Center und Avion Shopping Park stehen für diesen Erfolg, der auch durch die gemeinsame Währung Euro begünstigt wird, siehe auch:

    http://visit.bratislava.sk/de/vismo/dokumenty2.asp?id_org=700018&id=1273&p1=1455

    Bratislava ist Österreich und insbesondere der Sozialpartnerschaft sehr dankbar für diese Vorteile!

  15. Konrad Loräntz
    20. April 2013 13:34

    Widerspruch, sehr geehrter Herr Unterberg. Es ist für Familien höchst wohltuend, wenn am Sonntag bestimmt niemand Dienst hat und wenn bestimmt niemand auf die Idee kommen kann, "Shoppen" gehen zu wollen.
    Alle Religionen schreiben den Menschen einen Ruhetag vor und das erscheint mir zum erhaltenswerten Teil des religiösen Erbes zu gehören.
    Für die ganz wenigen "Not"-Situationen, gibt es ja Bahnhöfe und Tankstellen.
    Der vielgepriesene Markt regelt hier möglicherweise gar nix, da sich wahrscheinlich die Mehrkosten mit dem Mehrkonsum ziemlich die Waage halten werden, sodass es wiederum nur eine weitere Front des Verdrängungswettwerbes von Klein- und Grosshandel wäre. Für Fremdenverkehrsorte soll es Ausnahmen geben und es gibt sie ja bereits.

  16. RR Prof. Reinhard Horner
    20. April 2013 13:28

    reinhard.horner@chello.at

    "Unverständlich und ungeheuerlich"?

    Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur? Alles ist Wirtschaft! Und Wirtschaft ist aktuell maximaler Profit! Dann ist´s natürlich unverständlich und ungeheuerlich.

    Was ist nun tatsächlich unverständlich und ungeheuerlich und für wen?

  17. Wolfgang Bauer
    20. April 2013 13:11

    Mitterlehner ist ein eitler Sargnagel für ÖVP und Österreich. Er versucht jetzt mit allen Mitteln ÖVP Chef zu werden oder zumindest das Finanzministerium zu "resozialisieren".

    • byrig
      20. April 2013 22:55

      und offensichtlich ist er auch treuer diener seines nur mehr als links zu bezeichnenden (ex?) cefs leitl.

  18. Josef Maierhofer
    20. April 2013 12:05

    Kann man ruhig zu den Sozis zählen.

    Ich weiß, dass man in der ÖVP seit den 1970-er Jahren mit einer einzigen Ausnahme, nämlich Dr. Schüssel, allzu viele 'linke Bazillen' für Ämter ausgewählt hat.

    Darum trete ich für die totale Abwahl dieser unseligen Linkskoalition ein und hoffe, die Pfründe gehen dann anderswo hin, auch Rot-Grün darf sich nicht ausgehen, denn das wäre wohl das gleiche.

    Bloß, wenn völlig neue gewählt werden, haben wir Hoffnung auf Änderung und Hinwendung der etablierten Parteien zum Volk und Abwendung von Volksverrat und Volksverkauf, von Selbstbedienung und Klientelbedienung, denn dann 'brennt der Hut' bei den 'Etablierten' ... für mindestens eine Legislaturperiode.

    Wäre sehr heilsam für diese 'Kaste'. Aber glauben wir nicht, dass die Linken allein nicht noch schlimmer sind als diese 'Linkskoalition'.

    Schön langsam löst sich Österreich auf, wenn wir das wieder zulassen.

  19. A.K.
    20. April 2013 12:03

    Mit Fußnote 431: "Wir wollen keine Ladenöffnung" - von Dr. Unterberger ist einer der Fälle gegeben - was sehr selten ist - wo ich seine Meinung nicht teile und ihn auch nicht verstehe.
    Ich habe in den USA schon vor vielen Jahren offene Geschäfte am Sonntag kennengelernt und doch eigentlich nicht verstanden, warum das so sein muß. Wenn man einkaufen geht, kann dies ja auch am arbeitsfreien Samstag geschehen, man muß nur etwas Planen. Gerade zu planen und nicht dem Augenblickseinfall bei einem Kauf zu folgen würde unserer Gesellschaft viele Probleme ersparen. Ein Tag in der Woche, der Sonntag, der sich vom allgemeinen Ablauf der Woche unterscheidet, ist für die Familie und auch für den Einzelnen gut. Ganz abgesehen von religiösen Gründen.

    • Riese35
      20. April 2013 12:50

      ******************!

      Siehe meinen Kommentar unten. Und bitte einen Blick nach Israel! Dort ist die absolute Sabbatruhe sicher keine Folge von Marxismus und Gewerkschaften.

    • byrig
      20. April 2013 23:01

      wenn die milch ausgegangen ist,oder brot fehlt,bekommt man das in diversen tankstellen.für eine sonntagsöffnung besteht kein grund.
      ausserdem ist der viel geringere verkehr eine psychische und physische wohltat.

      ausserdem müssen sowieso genügend menschen auch am sonntag arbeiten.
      das normale einkaufen-können am sonntag ist unnötig und abzulehnen!

    • AppolloniO (kein Partner)
      21. April 2013 10:52

      Lauter Gedankenfehler. A. K. hat also nicht verstanden warum in den USA immer geöffnet sein muss. Aufwachen, keiner MUSS offen haben. Er kann wenn er will. Er wirdc aber nur wollen wenn auch Einkäufer kommen. Auch solche die nichts planen wollen, warum auch?
      Und Religion gehört sowieso vom Staat getrennt.

    • Torres (kein Partner)
      21. April 2013 11:00

      So ganz haben sie wohl die freie Wirtschaft nicht verstanden. Dort "muss" nämlich gar nichts, es "kann" und "darf" aber praktisch alles sein. Niemand, der es nicht will, muss also am Sonntag offen halten; in einer freien Wirtschaft darf (dürfte!) der Staat es allerdings keinem Unternehmer vorschreiben, wann er seine Waren anbieten will. Es muss auch niemand am Sonntag einkaufen - wer es aber will, muss natürlich die Möglichkeit dazu haben. In Ländern mit freier Wirtschaft, wie den USA und auch den ehemaligen kommunistischen Ländern, die Österreich in dieser Hinsicht jedenfalls weit übertroffen haben, versteht kein Mensch, dass der Staat den Menschen vorschreiben darf, wann sie ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten ausüben dürfen - das erinnert stark an Kommunismus und ähnliche Diktaturen. Und der Bedarf ist auch jedenfalls da: schauen Sie sich einmal die Billa-Filiale am Praterstern am Sonntag an, da stehen sie zu jeder Tages- und Nachtzeit eine halbe Stunde lang an der Kassa. Und warum hat wohl Spar in einer Tankstellen-Kette eigene (kleine) Filialen aufgemacht? Und übrigens: warum dürfen eigentlich Theater, Kinos, Oper usw. am Sonntag offen halten? Sind die etwa lebensnotwendig? Wohl eindeutig weniger als Lebensmittelgeschäfte; ins Kino kann man ja auch an Wochentagen und am Samstag gehen. Und Gasthäuser? Wenn ich schon Hunger habe und zu Hause nichts zu essen - da werde ich gezwungen, im Gasthaus 20 Euro abzulegen, darf mir aber nicht im Supermarkt etwas um 4,90 kaufen? Und öffentliche Verkehrsmittel? In Israel verkehren am Sabbath (Samstag) überhaupt keine öffentlichen Verkehrsmittel - und es funktioniert auch. Wenn also Sonntagsruhe (oder so ähnlich), dann bitte konsequent - oder gar nicht.

    • Wafthrudnir
      21. April 2013 17:11

      "Ich habe ... eigentlich nicht verstanden, warum das so sein muß." Sein MÜSSEN tut überhaupt nichts. Jedem ist es vergönnt, am Sonntag nicht einkaufen zu gehen, sein Geschäft nicht offenzuhalten, oder nicht zu arbeiten. Worum es hier vielmehr geht, ist, daß es die Allgemeinheit einfach nichts angeht, welchen Zeitpunkt sich ein Käufer und Verkäufer für ihre Transaktion aussuchen. Beide wissen vermutlich selbst am besten, wann sie kaufen oder verkaufen wollen - und wenn sie sich dabei irren sollten, ist es immer noch ihr Wochenende, das verloren geht, nicht meines und nicht Ihres. Der tatsächliche Schaden, den die gesetzliche Verpflichtung zur Sonntagsruhe direkt anrichtet, ist wahrscheinlich verschwindend gering, da haben Sie schon recht. Aber die Geisteshaltung dahinter - nicht Sie wissen, wann Sie wo zu welchen Bedingungen arbeiten oder einkaufen wollen, sondern der Staat weiß es viel besser - ist einer der Hauptgründe für den unbestreitbaren Niedergang unserer Gesellschaft.

    • A.K.
      24. April 2013 12:43

      @AppolloniO , Torres, Wafthrudnir:
      Sie sprechen mir "Lauter Gedankenfehler" zu. Nun es gibt eine einfache Erklärung dafür:
      Ich glaube, daß es objektive Wahrheit gibt, daß man also zwischen "Richtig" und "Falsch" unterscheiden kann - und muß. Akzeptiert man dies nicht - wie es der ethische Relativismus tut - dann darf nicht einmal denken, daß man objektive Wahrheit erkennen kann. Stimmt man dem zu, dann kommt man zu dem Schluß (Zitat Torres) "... Dort "muss" nämlich gar nichts, es "kann" und "darf" aber praktisch alles sein." Man tut dann was politisch korrekt ist, weil dies die dann nur verbleibende Richtschnur ist. Ich schlage vor, Torres möge die gesamten Folgen überprüfen, wenn er/sie sagt: " ...es "kann" und "darf" aber praktisch alles sein."

  20. fokus
    20. April 2013 11:46

    Leitl und Mitterlehner marschieren Hand in Hand gegen die eigene Klientel!

    Ein typisches Verhaltensmuster der ÖVP, seit sie sich auf Gedeih und Verderb mit den Sozis ins koalitionäre Faulbett gelegt hat.

    Und wenn dann nach den Wahlen noch die Grünen dazukommen, ist es sowieso vorbei mit jeglicher Freiheit für die Unternehmer, denn die sind doch der Klassenfeind und müssen zwar fest an die Leine genommen, aber selbstverständlich bis zum Umfallen "gemolken" werden!

  21. Wyatt
    20. April 2013 10:36

    Wir wollen keine Ladenöffnung, -
    denn das würde den Umsätzen der "rund um die Uhr offenen" Tankstellen Läden schaden. Und die Petroleumlobby müsste sich "Neues" für ihre Pächter einfallen lassen, welche an den hohen Spritpreisen nicht den geringste Anteil haben.

  22. Gandalf
    20. April 2013 10:33

    Herr Mitterlehner kommt eben aus jener Zwangsorganisation, die früher auch "Kammer der verderblichen Wirtschaft" genannt wurde. So etwas prägt.

  23. machmuss verschiebnix
    20. April 2013 10:23

    Zwar würde ich persönlikch viel drum geben, mir den einzigen freien Tag in der
    Woche zu bewahren, jedoch soll's meinetwegen eine Freigabe der Öffnungszeiten
    geben, damit all jene die sonst den "mörder Umsatz" zu versäumen glauben,
    eines Besseren belehrt werden - was nämlich unterm Strich übrig bleibt wird
    schon wegen der zusätzlichen Personalkosten (Wochenend-Tarife) bestenfalls
    ein "Nasenramml" sein (wenn überhaupt).

    Wenn die Leute über die Grenze zu den Nachbarn fahren, dann werden das wohl
    durchwegs solche sein, die sowieso einmal in der Wochen einen kleinen Abstecher
    dorthin machen würden - wer sonst vergeudet Treibstoff um € 40,- wegen 0.40 Cent Preisunterschied bei irgendwelchen Schnäppchen.

    irgendwelchen Lebensmittel

  24. Helmut Oswald
    20. April 2013 10:08

    Freie Menschen - freie Märkte - freie Meinung. Freidemokraten.

  25. La Rochefoucauld
    20. April 2013 09:17

    Wir wollen völlige Freiheit für die Ladenöffnung!

    Der Markt wird Erfolg oder Misserfolg regeln. Es ist ganz einfach und funktioniert immer. Die Politiker sollten das endlich einmal verstehen, auch die schwarzen Sozialisten.

    • Riese35
      20. April 2013 13:18

      Nicht "wir", sondern "Sie". Sprechen Sie nicht von Ihnen selbst im Majestätsplural. Geregelte Ladenöffnungs- und Arbeitsruhezeiten mit Sozialismus gleichzusetzen, ist unsachlich. Werfen Sie einmal einen Blick nach Israel, um diese Unterschiede zu verstehen. Beim Sozialismus und der Sabbatruhe geht es um grundverschiedene Voraussetzungen.

      Und "völlige Freiheit" und "Markt" auf den Sicherheitsbereich angewandt, bedeutete das Faustrecht. Bitte einen Blick in den Irak oder nach Syrien. Dort regelt sich derzeit auch alles selbst durch den "Markt". Ideale Bedingungen für die Wirtschaft!?

    • La Rochefoucauld
      20. April 2013 15:11

      Das ist ein unzulässiger Vergleich. Wer redet hier vom Sicherheitsbereich? Wir reden hier nur von Ladenschlusszeiten. Die Vermischung dieser höchst unterschiedlichen Themen ist etwas unsachlich.

      Wer "wir" ist können Sie sich gerne aussuchen. Entweder meine Gattin und ich oder auch gerne mehrere Partner hier im Blog. Da sind sicher einige dieser Meinung, wie die meisten Kommentare hier nahelegen.

    • Riese35
      20. April 2013 15:53

      Ich beeinspruche zwei Ihrer Aussagen:
      a) "Der Markt ... funktioniert immer."
      b) "... schwarzen Sozialisten."

      ad a) Diese Aussage ist, siehe z.B. im Sicherheitsbereich, nicht allgemein gültig. Das hat soeben Ihre Antwort bestätigt. Auch die Wirtschaft und der "Markt" brauchen Grenzen und feste Rahmenbedingungen. Natürlich kann man das auch anders sehen, nur darf man sich dann nicht wundern, wenn vielleicht Unerwünschtes herauskommt. Ob man die "Freiheit" in Syrien oder dem Irak wirklich "genießen" kann, wage ich zu bezweifeln, auch wenn so mancher Freiheitsfanatiker das so sehen möge.

      ad b) Gerade beim Thema Sonntagsöffnung ist Ihr Vergleich mit dem Sozialismus unpassend. Ich meine nicht Ladenöffnungszeiten generell, sondern Arbeit am Sonntag. Ich stimme ja Ihren Aussagen zu, soweit nicht ein in unseren Kulturen verankerter, religiöser Grundwert verletzt wird. Natürlich bin ich auch für weitgehende Deregulierung und Markt und gegen gewerkschaftliche Tendenzen, alles und jedes überregeln zu müssen. Nur hat das seine Grenzen im 3. Gebot.

      Beim 3. Gebot geht es um das geistige Fundament. Und das steht für mich eindeutig über einem freien Markt. Über Jahrhunderte haben die 10 Gebote den Rahmen gegeben, in dem sich alles andere frei entfalten konnte. Durch die 10 Gebote sind aber der Freiheit Grenzen gesetzt.

      Die Wirtschaft (Tage 1 bis 6 der Schöpfung) soll ja dem Menschen dienen und ihm jene irdischen Güter bereitstellen, die er zum Leben benötigt. Nicht umgekehrt. Der Mensch soll kein Sklave der Wirtschaft werden. Der Mensch ist in erster Linie ein geistiges Wesen. Und darum soll der Tag des Herrn geheiligt werden. Das hat nichts mit Sozialismus zu tun, der stets versucht, das Paradies auf Erden zu schaffen und stets das Gegenteil erreicht, wenn er zu viel Macht bekommt. Es geht um diese geistige Dimension des Menschen.

      Den unbeschränkten Kaufrausch in unseren Nachbarländern halte ich auch nicht für zielführend.

    • La Rochefoucauld
      20. April 2013 20:17

      Ich bemühe mich, Ihre Argumentation zu verstehen, als Atheist tue ich mir aber recht schwer damit.

    • La Rochefoucauld
      20. April 2013 21:09

      Nachtrag: Beim Bellaflora heute kurz vor 18 Uhr. Morgen ist offen und vorbereitend werden ganze Warengruppen mit dem Hinweis, dass morgen keine Deko-Waren aufgrund gesetzlicher Bestimmungen verkauft werden dürfen, mit Schildern und roten Baustellen-Absperrbändern abgesperrt. Starkl in Tulln hat am Sonntag immer offen und Deko-Waren konnte ich dort auch kaufen.

      Absurd. Sonntag und Mammon hin und her, oder?

    • La Rochefoucauld
      20. April 2013 21:09

      Nachtrag: Beim Bellaflora heute kurz vor 18 Uhr. Morgen ist offen und vorbereitend werden ganze Warengruppen mit dem Hinweis, dass morgen keine Deko-Waren aufgrund gesetzlicher Bestimmungen verkauft werden dürfen, mit Schildern und roten Baustellen-Absperrbändern abgesperrt. Starkl in Tulln hat am Sonntag immer offen und Deko-Waren konnte ich dort auch kaufen.

      Absurd. Sonntag und Mammon hin und her, oder?

    • La Rochefoucauld
      20. April 2013 21:09

      Nachtrag: Beim Bellaflora heute kurz vor 18 Uhr. Morgen ist offen und vorbereitend werden ganze Warengruppen mit dem Hinweis, dass morgen keine Deko-Waren aufgrund gesetzlicher Bestimmungen verkauft werden dürfen, mit Schildern und roten Baustellen-Absperrbändern abgesperrt. Starkl in Tulln hat am Sonntag immer offen und Deko-Waren konnte ich dort auch kaufen.

      Absurd. Sonntag und Mammon hin und her, oder?

  26. Observer
    20. April 2013 08:16

    Ich brauche keine 24/7-Geschäfte, auch kein Offenhalten am Samstag nachmittag, wo die Lebensmittelgeschäfte ohnehin nur sehr schwach frequentiert sind. Aber es sollte jeder Unternehmer die Möglichkeit haben, dann zu öffnen, wenn es ihm beliebt. Wenn es keinen Bedarf dafür gibt, dann sperrt er ohnehin wieder zu. Zusätzliche Öffnungszeiten bringen nicht automatisch zusätzlichen Umsatz, er verteilt sich nur anders. Wer ins benachbarte Ausland einkaufen fährt, der macht dies aus anderen Gründen. Lediglich den Touristen kann man am Samstag nachmittags und Sonntag mehr Geld aus den Taschen ziehen, aber da gibt es ohnehin schon entsprechende Sonderregelungen. Wozu also das ganze Theater?

    • Wertkonservativer
      20. April 2013 09:19

      Bravo, lieber @ Observer!
      Total d'accord!
      Da erspare ich mir gerne einen eigenen Beitrag!

      Grüße,

      Gerhard Michler

    • Riese35
      20. April 2013 10:18

      So sehr ich für Markt und freies Unternehmertum bin, braucht es aber auch Regeln und Grenzen. Jede Regel oder Grenze stellt Zwang und Einschränkung dar.

      Bei der Sonntagsöffnung teile ich AUs Standpunkt nicht. Es ist eine Frage der Interessensabwägung. Auch die religiösen Feiertage wie Christi Himmelfahrt und Fronleichnam stellen einen ideellen Wert dar. Ich kenne die Situation aus anderen Staaten wie z.B. den USA. Selbst wenn man als Katholik z.B. zu Christi Himmelfahrt den Gottesdienst besuchen möchte, kann man dem Druck zu arbeiten (z.B. Universität, Lehrer, Geschäftstätigkeit) kaum oder nicht entkommen.

      Jede Gesellschaft braucht Regeln und ist auf festen Grundlagen aufgebaut, will sie nicht ins Chaos stürzen. Europa ist auf der Grundlage des Christentums, auf AT und NT aufgebaut. In der Osternacht wird jedes Jahr Gen 1 gelesen. Die Lesung endet mit Gen 2,2: "Complevitque Deus die septimo opus suum, quod fecerat, et requievit die septimo ab universo opere, quod patrarat." Diese Grundlage sollte uns heilig sein. Daran sollten wir nicht rütteln. In dieser Hinsicht darf nichts zur Disposition stehen.

      Es genügt ein Blick nach Israel, um zu verstehen, wie heilig der Bevölkerung die "Sabbatruhe" ist. Dort ruht selbst der öffentliche Verkehr von Freitag etwa 1400 UHR bis Samstag etwa 2000 UHR: keine Autobusse, keine Eisenbahn, keine Shopping Malls. Und diese Sabbatruhe in Israel ist sicher keine Erfindung der Gewerkschaften und Marxisten. Ich würde mir eher daran ein Vorbild nehmen.

    • terbuan
      20. April 2013 10:37

      Im wesentlichen teile ich die Meinung von @observer und @Riese 35,
      daher kein eigener Kommentar.
      Wer sich einen Überblick machen möchte, wie unterschiedlich die Ladenöffnungszeiten in den verschiedenen Ländern sind, hier ein Link zu Wiki:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Laden%C3%B6ffnungszeit
      (Eine durchgehende, völlig liberalisierte 7/24 Regelung gibt es nur in wenigen Ländern!)

    • A.K.
      20. April 2013 11:52

      @Riese35:
      Bravo! Vor allem für Ihr Zitat:
      "Jede Gesellschaft braucht Regeln und ist auf festen Grundlagen aufgebaut, will sie nicht ins Chaos stürzen. Europa ist auf der Grundlage des Christentums, auf AT und NT aufgebaut. In der Osternacht wird jedes Jahr Gen 1 gelesen. Die Lesung endet mit Gen 2,2: "Complevitque Deus die septimo opus suum, quod fecerat, et requievit die septimo ab universo opere, quod patrarat." Diese Grundlage sollte uns heilig sein. Daran sollten wir nicht rütteln. In dieser Hinsicht darf nichts zur Disposition stehen."
      Auch in Deutsch aus der Luther-Bibel (um ökumenisch offen zu sein):
      "...Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum daß er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte."

    • Susa
      20. April 2013 13:39

      @Riese35

      "Es genügt ein Blick nach Israel, um zu verstehen, wie heilig der Bevölkerung die "Sabbatruhe" ist. Dort ruht selbst der öffentliche Verkehr von Freitag etwa 1400 UHR bis Samstag etwa 2000 UHR: keine Autobusse, keine Eisenbahn, keine Shopping Malls. Und diese Sabbatruhe in Israel ist sicher keine Erfindung der Gewerkschaften und Marxisten"

      Die lückenlose Einhaltung der Sabbatruhe ist aber schon zum Teil kabarettreif und eine Augenauswischerei, mit der sie mittels Chuzpe ihren Gott übel betrügen!

      http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/349077/Wien_Orthodoxe-Juden-bauen-virtuelle-Stadtmauer

      "Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) plant die "symbolische Umzäunung" der Wiener Innenbezirke. Entstehen soll dadurch ein sogenannter Eruv. Ziel des Projekts sind Erleichterungen für streng gläubige Juden, die am Sabbat weder Kinderwagen noch Rollstühle außerhalb des Privatraums benutzen dürfen. Mit einem "Eruv" wird öffentlicher Raum nämlich symbolisch zu einem Privatbereich gemacht."

    • Riese35
      20. April 2013 15:10

      @Susa: Ich habe nicht von der IKG in Wien, sondern von Israel gesprochen. Haben Sie einmal die Sabbatruhe in Israel erlebt? Haben Sie einmal versucht, in Israel am Freitag nach 1400 UHR einkaufen zu gehen? Oder mit dem Flugzeug in Tel Aviv anzukommen und dann mit der Bahn nach Jerusalem oder Haifa zu fahren?

    • GOP
      20. April 2013 16:21

      Zu Israel:
      Viele Jugendliche nehmen die Sabbatruhe nicht sehr genau. In Jerusalem habe ich erlebt, dass manche davon eben am Freitag, Samstag und Sonntag in die jeweils anderen "offenen" Viertel gehen, um den Wünschen nach Discos usw. zu erfüllen. Bekanntlich haben die Moslems am Freitag, die Juden am Samstag und die Christen am Sonntag ihren heiligen Ruhetag.

    • Torres (kein Partner)
      21. April 2013 14:59

      @Riese35
      Da ich bisher bereits etwa 10 Mal in Israel war, kenne ich die Situation dort sehr gut. Tatsächlich ruht am Sabbath der öffentliche Verkehr und auch (die meisten, aber bei weitem nicht alle!) Geschäfte sind zu. Allerdings gibt es da einen gewaltigen Unterschied zur Sonntagsregelung bei uns: die Privaten dürfen selbstverständlich tun, was sie wollen. D.h., es fahren erstens jede Menge Taxis, und vor allem sind die zahlreichen von Arabern und Drusen geführten Geschäfte, einschließlich großer Lebensmittelsupermärkte, selbstverständlich auch an Samstagen offen (dafür meist freitags geschlossen). Dazu kommen noch von christlichen (oder nichtreligiösen jüdischen) Russen geführte Läden (die übrigens auch Schweinefleisch anbieten). Hier ist der grundsätzliche Unterschied: bei uns "müssen" auch die Privaten am Sonntag zusperren, in Israel dürfen sie, müssen aber nicht.

  27. Buntspecht
    20. April 2013 07:37

    Ob man (besonders als Christpolitiker) wirklich alles dem Mammon opfern soll, da hab ich meine berechtigten Zweifel. Und A.U., der gerade in den Salzburger Nachrichten gegen die „Kirchenprivilegien-Begehrler“ - berechtigt – ins Feld gezogen ist, erzeugt in mir ein gewissen Unverständnis für diesen Artikel.

    • gh57.at
      20. April 2013 10:10

      Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!

      In Bezug auf die Benzinpreisregulierungen kann ich nur sagen, dass es im besten Interesse der Konsumenten ist, wenn die Benzinpreis-Oligopolisten zu einer sinnvollen Preisauszeichnungspflicht gezwungen werden.

      Wenn es den Konzernen erlaubt wird, ihre Preise stündlich zu ändern, führt sich jede Suche nach der billigsten Tankstelle ad absurdum. Eine einzige vergebliche Anfahrt zu einer Tankstelle frustiert 3 bis 5 Euro (je nachdem, welche Tour-/Retourstrecke anfällt, und wie die verlorene (Frei-)Zeit zu bewerten ist.)

      Ich vertrete daher den Standpunkt, dass die Verpflichtung der Konzerne, die Preise während eines Werktages bzw. während eines Wochenendes konstant zu halten, den Konsumenten zu einer sinnvollen Preisvergleichsmöglichkeit verhilft und dadurch - insgesamt betrachtet - zu einer Preisdämpfung und Kostensenkung führt.

    • terbuan
      20. April 2013 11:53

      Zustimmung gh57.at
      Mit dem Spritpreisrechner z.B. den des ÖAMTC
      http://www.oeamtc.at/?id=2500,,,11156
      kann man sich jeweils eine günstige Tankstelle in der Nähe aussuchen, mit der Gewissheit, dass die Preise zumindest bis 12 Uhr unverändert bleiben!

  28. simplicissimus
    20. April 2013 06:40

    Freiheit für den Unternehmer!
    Freigabe der Ladenzeiten!

  29. Igo
    20. April 2013 05:33

    Ach geh, die haben doch alle von Tuten und Blasen keine Ahnung..warum soll da die ÖVP.
    Die bleibt, solange es sich mit den 50% noch ausgeht, gemütlich in ihren Ämtern sitzen und sagt Ja und Amen zu Allem. Bis auf einige seltene Ausnahmen sind die ÖVP Politiker Verrat am Bürger, sonst nichts. Wie hat mein Fussballtrainer immer gesagt: die sind froh, wenn sie ein Leiberl überziehen können um es dann auf dem Feld spazierentragen zu dürfen!

    • Riese35
      20. April 2013 13:06

      Mag sein, daß Sie recht haben. Alle in einen Topf zu werfen, zeugt aber nicht von Sachlichkeit. Wo bleiben Ihre konkreten, sachlichen Argumente auf AUs Kommentar? Es gibt sehr viele und vernünftige Argumente, die gegen 7x24 sprechen, die sich nicht so einfach in ein schwarz-weiß-Schema pressen lassen. Nur weil Sie in dieser Sachfrage andere Präferenzen haben, läßt noch nicht den Schluß zu, den Sie daraus ziehen. Ich habe auch große Zweifel an der derzeitigen ÖVP, aber nicht wegen des Widerstands in dieser Sachfrage. Wo bleiben Ihre Sachargumente? Haben Sie die Auswirkungen bedacht? Wollen Sie diese in Kauf nehmen?

      Eine freie Wirtschaft braucht auch Rahmenbedingungen, die man als Einschränkungen auffassen kann. Vielleicht legen Sie einen falschen Freiheitsbegriff zu Grunde. Freiheit heißt nicht, tun und lassen können, was man will.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2020 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung