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Amerika hui, Europa pfui

Lesezeit: 2:00

Die Wirtschaft der USA wird heuer um 1,7 statt wie bisher prophezeit um 2 Prozent wachsen. Wo bleibt da eigentlich die Schreckensbotschaft? Das ist jedenfalls alles andere als ein katastrophaler Wert.

Für Österreich und die Euro-Länder schauen die Prognosen viel schlechter aus. Selbst Deutschland hat nur eine Prognose von einem dürren 0,3 prozentigen Wachstum. Und davon, dass laut dem Internationalen Währungsfonds die USA im kommenden Jahr schon wieder um 3 Prozent wachsen dürften, können wir Europäer überhaupt nur träumen. Wir liegen derzeit ständig meilenweit hinter sämtlichen(!) anderen Weltregionen zurück, während die USA sich durchaus brauchbar schlagen. In Europa liegen alle Länder zurück, und zwar auch hinter Afrika oder Lateinamerika, auf die wir einst herabgeblickt hatten.

Der Grund: Die USA haben zwar auch arge Schulden gemacht, aber keine Absicht, dauern irgendjemanden zu "retten". Und sie nutzen auch ohne die in Europa unter dem Druck der Grünen ausgesprochenen sofortigen Generalverbote ihre neuentdeckten Gas- und Ölfunde.

Aber die wahre Sensation dieser günstigen Wirtschaftsentwicklung liegt gar nicht so sehr in diesen Aspekten, sondern im Kontrast der amerikanischen Realität zu völlig gegenläufigen Prognosen, die vor wenigen Wochen alle linken Schuldenfreaks gestellt haben: Sie prophezeiten nämlich den USA unter lautstarkem Medienecho den totalen Untergang und den Absturz in eine unerträglich schwere Wirtschaftskrise.

Der Anlass war der von den Republikanern und der ach so bösen Tea Party erzwungene Schuldenstopp. Seither darf die amerikanische Regierung keine neuen Schulden aufnehmen und muss quer durch das gesamte Budget kürzen. All das ist trotz der Panik-Warnungen passiert – aber die Welt dreht sich seltsamerweise dennoch.

Frage an den werten Leser: Hat er irgendwo ein reuiges Schuldeingeständnis gelesen, dass sich all die linken Politiker, Publizisten und Schuldenfreaks wieder einmal furchtbar geirrt haben? Keineswegs. Man redet und schreibt halt einfach nicht mehr vom herbeischwadronierten Untergang Amerikas. Und man verdrängt total, wenn auch wahrscheinlich zähneknirschend, dass die USA heute trotz aller Defizite besser dastehen als die gescheiten Europäer, die ihren Euro, ihren Wohlfahrtsstaat und ihre Umwelt ständig gerettet haben. Die sich aber selbst dabei kaputt gemacht haben.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2013 17:45

    Dazu passend aus Ortner Online:

    Die Europäischen Biedermänner zerstören UNS. Sie zerstören die Vielfalt, die Eigenverantwortung, den fairen Wettbewerb, die Marktwirtschaft, sie fallen über unsere Ersparnisse her wie die Heuschrecken. Sie konstruieren einen äußeren Feind, die USA, die BRICS, etc., um zusammenzuhalten, was nicht zusammengehört.

    Lassen wir uns das endlich nicht mehr gefallen!!!

    http://www.schweizermonat.ch/artikel/biedermann-und-die-euro-brandstifter

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfenstergucker
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2013 19:00

    Damit widerlegen die USA sämtliche europäischen Linkspolitiker und Linksökonomen, die gebetsmühlenartig predigen, daß Europa kaputtgespart wird.

    Zumal unsere Linksextremisten auch in den konjunkturstarken Jahren (1970 - 2000) das Geld mit vollen Händen beim Fenster rauswarfen und keinerlei Anstalten machten, für schlechtere Zeiten Reserven anzulegen - im Gegenteil.

    Tja, wann soll man dann einsparen und angehäufte Schuldenberge abtragen?
    Wenn der Staat zusammenbricht und dann nurmehr andere Länder mit Milliardenhilfen einspringen unter der Bedingung, daß auch Privatvermögen herhalten muß?
    Diebstahl an fremdem Eigentum ist das Lebensmotto der Linken und wir werden es bald ALLE zu spüren bekommen - die PIGSZ sind bereits überall!

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2013 19:21

    Je weniger Staat, desto besser geht es einem Land.

    Je weniger Linksparteien, desto mehr Freiheit haben die Bürger eines Landes, wobei ich damit nicht jene überzeugten Linken meine, die die Gesinnung pflegen, sondern jene Parteien, die diese linke Meinung mit Gewalt, List und Lüge anderen aufzwingen wollen.

    Je selbständiger und eigenverantwortlicher die Bürger eines Landes, desto größer die Fortschritte und desto sinnvoller die demokratischen Entscheidungen.

    Je realistischer und je transparenter die Entscheidungen und die Wahrheitsweitergabe, desto fundierter der Gesamtstaat.

    Je weniger Sozialismus, desto sozialer ist ein Staat.

    Europa geht an seinen Linken zugrunde, wobei da nicht nur die Linksparteien dazu gehören, Europa würde auch an anderen Ideologien (=Idiotien) zugrunde gehen, wären die vorherrschend, das war ja vor ca. 70 Jahren in Europa so, aber da waren das auch Sozialisten.

    Jedenfalls sieht man deutlich, wie positiv sich weniger Staat in den USA auswirkt, hoffentlich auch für den Schuldenstand, wenn weniger für den Staat ausgegeben wird.

    Wäre auch bei uns eine sinnvolle Maßnahme, den Staat einfach zu halbieren, zumindest ausgabemäßig, vieles würde uns erspart bleiben.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2013 21:02

    Was fällt mir zu den USA wirklich Positives ein? Rein gar nichts:

    -übergewichtige Bürger mit Cola und einer Tüte Pommes in der Hand,
    -grauenhafte Filme aus den Hollywood-Studios und grauenhafte Musik von den Musikproduzenten, Kulturzerstörung in Massenfertigung,
    -Verbote und Gebote überall wo man hinkommt,
    -verlogene und betrügerische Politiker, Bankiers und Anwälte,
    -Weltmachtgehabe mit Hochrüstung und alles finanziert mit frisch gedruckten Dollars,
    -in periodischen Abständen angezettelte Kriege um von den wahren Problemen abzulenken und die Waffenindustrie mit neuen Aufträgen zu versorgen,
    -und jetzt bettelt der Marionettenpräsident Obama um ausländische Investitionen um die marode Infrastruktur der Staaten vor dem endgültigen Zusammenbruch zu retten.

    Nein, verehrte Poster, dieses Amerika kann mir gestohlen bleiben, trotz wahrscheinlicher getürkter Wirtschaftszahlen.

    Ich wünsche allen Postern ein gesegnetes Osterfest und verbleibe
    mit freundlichen Grüßen
    terbuan@aon.at

  5. Ausgezeichneter KommentatorBeatrix
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2013 17:14

    Die Brüsseler Faschisten werden uns die Freiheit nicht kampflos wieder geben!

  6. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2013 22:18

    Wie meinte AU vor Kurzem sinngemäß: Ohne EU-Beitritt wäre Österreichs Wirtschaft in eine Katastrophe geschlittert. Wie recht er doch hatte, in der Schweiz und in Norwegen verhungern die Menschen wie die Fliegen...

    Unverbesserliche Kritiker monieren, wir bezahlen unsere Exporte in den europäischen Süden mit unseren eigenen Hilfs-Milliarden an diese Staaten. So What! Ein wunderbares modernes Perpetuum mobile wurde geschaffen. Anscheinend leidet das EU-Wirtschaftswachstum ein wenig. Aber man kann doch nicht alles haben - wo bleibt denn da die Bescheidenheit..

    Die USA haben ihren positiven Einfluss auf die Friedensnobelpreis würdige EU-Politik der immerwährenden finanziellen Solidarität verantwortungsvoll geltend gemacht. Lord Blankfein, der Philanthrop unter den amerikanischen Bankiers, hat der EU selbstlos dabei geholfen. Einer nur diesem Menschenschlage zierende Bescheidenheit verleihen seine Worte Ausdruck: “Ich bin bloß ein Banker, der Gottes Werk verrichtet".

    Einer milliardenschweren Investition der pfui-dreckigen VOEST, haben die Amerikaner selbstlos Asyl gewährt. Und gut ausgebildete europäische Spitzenkräfte, welche des arbeitsfrei-alimentierten Lebens im EU-Paradies überdrüssig sind, sind als Dauerleihgaben in den gastfreundlichen USA stets willkommen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorGeopolitics
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2013 21:05

    Herr Unterberger, die USA leben vom Rest der Welt:

    Industrie zum Großteil ausgelagert, 50 Millionen Lebensmittelmarkenbezieher, riesiges jahrzehntelanges Handelslbilanzdefizit, Petrodollar, der Welt aufgezwungene Weltreservewährung mit starken Absetzbewegungen der Brics-Nationen dh lange wird die Gleichung wertlose Papierscheine der FEDERAL RESERVE gegen Arbeit und Rohstoffe der Welt nicht mehr funktionieren. Die Verschuldung der USA, Bund, Bundesstaaten, Privathaushalte, Unternehmen machen die USA eigentlich konkursreif und mit der Lage des Britischen Weltreiches 1914 vergleichbar, ein wesentlicher Grund für die beiden Weltkriege.

    Europa ist Vassall der USA, Deutschland und Japan sind immer noch besetzt ("Schutz" wie die Mafia), was einen absoluten Anachronismus darstellt (Europa sollte sich nach Russland bzw. Eurasien orientieren, ein Alptraum von Geostrategen wie Brzezi?ski [These des Eurasian heartland].

    Vom Scheinwachsum mittels Statistikanpassungen, eigentlich Fälschungen, der USA, vom dem Sie noch in den 90ern als Presse-Chefredakteur geschwärmt haben, rede ich gar nicht (sogenannten Produktivitätswunder der 90er Jahre).
    Ebenso nicht von den imperialistischen Kriege dank von den zahlreichen Geheimdiensten gefaktem False Flagterror, den 700 Militärbasen, und dem Verlassen des Bodens des internationalen Rechts.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBeatrix
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2013 17:14

    Die Brüsseler Faschisten werden uns die Freiheit nicht kampflos wieder geben!


alle Kommentare

  1. Wilhelmina (kein Partner)
    17. März 2015 10:52

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  2. Mity (kein Partner)
  3. Titko (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:02

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  4. Mara (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:12

    This pontsig knocked my socks off

  5. Philips (kein Partner)
    31. März 2013 22:14

    Zentralbank von Zypern: Lüge auf offiziellem Briefpapier !

    Die Zentralbank von Zypern hat die Banken des Landes schriftlich über die bevorstehende Enteignung angelogen – schriftlich, auf offiziellem Briefpapier. Der Vorfall zeigt, dass die Geheim-Politik der Zentralbanken jedes Maß für das Zumutbare verloren hat.

    Wie sich herausstellt, gehört es seit der Zypern-Krise zum offiziellen Repertoire des Euro-Systems, dass schriftlich auf offiziellem Briefpapier gelogen wird. Der TV-Sender Sigma TV ist in den Besitz eines Schreibens der Notenbank von Zypern gelangt. Darin nimmt diese Bezug auf einen Artikel in der Financial Times. Es ging um eine neuartige Form der Bankenrettung. Als sie ruchbar wurde, setzte die Kapitalflucht ein (hier).

    Die FT hatte berichtet, dass die Troika einen Haircut für Bank-Guthaben in Zypern vorbereite. Der niederländische Zentralbanker Klaas Knot sagte, dass es solche Überlegungen schon seit längerem in Europa gäbe (hier).

    Der Kommunikations-Chef der Nationalbank von Zypern, George Georgiou, schrieb einen Brief an die Banker des Landes, in dem er den Bericht der FT dementierte. Er dementierte den Bericht jedoch nicht, wie man das professionell machen könnte. Sondern er log die Empfänger seines Briefes glatt an.

    Schwarz und weiß, noch dazu triefend vor Pathos.

    Georgiou schrieb: Ein solcher Haircut sei rechtlich verboten – daher werde darüber nicht einmal diskutiert. Er zitierte die Verfassung von Zypern und das Erste Protokoll der Europäischen Menschenrechts-Konvention: Niemals würde die Zentralbank so etwas machen.

    Das war am 11. Februar. Ein Monat später wurde genau der Beschluss gefasst: Haircut für alle Bank-Einlagen.

    Verfassung? Menschenrechte? Schnee von gestern.

    Es mag ja sein, dass es schwierig ist, bestimmte Dinge unter der Decke zu halten. Es mag auch sein, dass die Lage beim Geld besonders kritisch ist und man nicht alles beim Namen nennen kann.

    Glatte Lügen zerstören jedoch die Grundlage des Wirtschafts-Systems. Je mächtiger und je undurchschaubarer die Zentralbanken werden, desto nötiger wird es aus ihrer Sicht, zu lügen.

    Die Folgen sind verheerend.

    Wann immer Mario Draghi von jetzt an auftritt, wird man an Herrn Georgiou zu denken haben: Lächeln und lügen – ist es das, was der Mann gerade tut? Spielt es eine Rolle, was er wirklich sagt? Meint er das Gegenteil von dem, was er sagt?

    Wenn die unverfrorene Lüge bei den Zentralbanken zum legitimen Kommunikations-Mittel gehört, dann sollte man die Zentralbanken abschaffen. Sie haben in den vergangenen Jahren alles manipuliert, was man manipulieren kann. Sie haben ihre Markt-Verzerrungen mit irgendwelchen theoretischen Phrasen verbrämt, die kein Mensch versteht – und nun auch keiner mehr glauben kann. Sie haben immer mehr Rollen übernommen, die ihnen nicht zustehen. Die sie nicht beherrschen können.

    Die Zentralbanken nehmen für sich in Anspruch, anders zu sein, als normale Banken oder gar Wirtschafts-Betriebe. Das mag finanztechnisch sein.

    Doch die Zentralbanken sind mittlerweile das Herzstück der globalen Zentral-Wirtschaft. Ihre Entscheidungen haben eminente politische und wirtschaftliche Folgen.

    Es kann nicht sein, dass diese Institutionen nicht nach den Kriterien zu handeln brauchen, nach denen jeder ehrbare Kaufmann handeln muss: Treu und Glauben sind die einzigen Prinzipien, die für alle gelten müssen.

    Wer sie für sich außer Kraft setzt, hat die Schwelle zur kriminellen Vereinigung überschritten.

    Die Washington Post hat am Samstag den Vorabdruck eines Buchs über die entscheidenden Tage der Euro-Krise gebracht. Darin zitiert der Autor die Begründung der EZB, den Finanz-Ministern der Euro-Zone nichts vom beginnenden Ankauf der griechischen Staatsanleihen zu erzählen. Die Zentralbanker argumentierten, man dürfe den Politikern nicht sagen, dass die EZB interveniere, weil dann die Politiker in ihren Spar-Anstrengungen nachlassen würden.

    Die Zentralbanken entpuppen sich immer mehr als das Krebsgeschwür der Finanz-Krise: Sie sind merkwürdige Zwitter, halb Politik, halb Bank. Sie sind niemandem Rechenschaft schuldig. Es gibt keine Transparenz. Es gibt erst recht keine Kontrolle. Sie haben überall Komplizen: Als die Nachrichtenagentur Bloomberg wissen wollte, welche Rolle die EZB bei den dubiosen Goldman-Deals in Griechenland gespielt habe, urteilte der EUGH, dass das Interesse der EZB auf Verdunkelung höher sei als das Recht der Bürger auf Information.

    Früher einmal war Vertrauen das Fundament, auf der die Nationalbanken, etwas langweilig, agierten. Sie waren für die Geldwertstabilität zuständig – also für die Zinsen, und das war es.

    Heute sind die Zentralbanken die wichtigsten Spieler im globalen Hochgeschwindigkeits-Kasino. Sie sind fachlich damit überfordert.

    Das Beispiel der Lüge von Zypern zeigt: Die Zentralbanken sind auch moralisch den Anforderungen der Krise nicht gewachsen.
    hier der Brief:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/wp-content/uploads/2013/03/CCB-letter-e1364690367829.png

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/31/zentralbank-von-zypern-luege-auf-offiziellem-briefpapier/

    • F.V. (kein Partner)
      01. April 2013 06:54

      Es ist so weit.

      Bank-Run in Italien:

      Bürger von Siena retten ihre Ersparnisse

      Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten.de 31.03.2013 – Die Banca Monte dei Paschi di Siena muss einräumen, dass ihre Kunden Depots im Wert von mehreren Milliarden Euro aufgelöst haben. Die Italiener wollen damit einer Enteignung bei der ältesten Bank der Welt zuvorkommen.

      1472 gegründet, steht die Banca Monte dei Paschi di Siena heute vor dem Ruin. Eine Schlüsselrolle spielte der damalige italieni-sche Notenbank-Chef und Ex-Goldman-Ban-ker, Mario Draghi, heute EZB. Die Bank-Kunden haben reagiert – und Milliarden von ihren Konten abgezogen.

      Die italienische Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) hat auf ihrer Website mitgeteilt, dass es in den vergangenen Monaten offenbar eine dramatische Flucht aus der Bank gegeben haben muss. In einem Statement teilte die Bank mit, dass die Derivaten-Skandale und der damit verbundene Verlust der Reputation zum Abzug von „einigen Milliarden aus den Depots“ der Bank geführt haben.

      Bernardo Mingrone, CFO der MPS, hatte am Donnerstag die Lage noch verharmlost: Es habe einige Probleme gegeben, der Februar sei nicht so erfreulich gewesen, im März hätte es eine Erholung gegeben. Verräterisch: Mingrone wollte keine Aussage darüber treffen, wie viel Geld genau aus den Depots im ersten Quartal verschwunden ist. Dies ist vor allem für den März von Bedeutung: Offenbar haben die Italiener massiv auf die Ereignisse in Zypern reagiert und sich ihr Geld von der MPS geholt.

      Der Fall der MPS zeigt beispielhaft, wie sich die europäischen Banken-Restruk-turierung abspielen dürfte: Zunächst ist die Bank gemeinsam von den lokalen Politi-kern und den Investment-Banken in den Abgrund geritten worden. Die italie-nische Finanzaufsicht hat unter der Federführung des heutigen EZB-Chefs Mario Draghi kläglich versagt (hier), bestreitet aber jede Verantwortung. Der Gold-man-Premier Mario Monti hat die Bank mit vier Milliarden aus Steuergeldern am Leben erhalten.

      Keine der Kapitalspritzen hat geholfen. Die MPS gilt immer noch als in ihrer Existenz gefährdet. Daher werden die Italiener besonders aufmerksam verfolgt haben, wie die normalen Bank-Guthaben in Zypern enteignet wurden (hier). Und sie werden noch aufmerksamer vernommen haben, dass zunächst der Euro-Gruppenführer Jereon Dijssel-bloem (hier) und dann der niederländische EZB-Banker Klaas Knot (hier) bestätigt haben: Der Fall Zypern ist eine Blaupause für die europäischen Banken-Rettungen.

      Die Kunden der MPS dürften schneller reagiert haben als andere Bankkunden. Möglicherweise waren für sie die erst vor kurzem aufgeflogenen Skandale ein Glücksfall: Sie wussten, dass mit ihrer Bank etwas nicht stimmt – auch wenn es sich um die älteste Bank der Welt handelt.

      Die Kunden konnten sich ausrechnen, dass ihre Guthaben bei einer ausgewiesen schwachen Bank nicht besonders sicher sind. Und seit Zypern wissen sie: Im Crash-Fall wird jeder Bank-Kunde zur Kasse gebeten, wenn er mehr als 100.000 Euro auf der Bank liegen hat.

      Für die meisten europäischen Bank-Kunden ist noch nicht klar, wie die Lage bei jenem Institut ist, dem sie ihr Geld anvertraut haben. Sie wären jedoch gut beraten, sich damit zu beschäftigen.

      Sie sollten sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass in Zeiten der schlummern-den Derivaten-Bomben im Grunde jede Bank eine Bad-Bank ist – nicht nur in den Pleiteländern!

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/31/bank-run-in-italien-buerger-von-siena-retten-ihre-ersparnisse/

  6. Ulrich Rapp (kein Partner)
    31. März 2013 17:35

    Wie geht es eigentlich der fiscal clipp? Lebt sie noch?

    • F.V. (kein Partner)
      01. April 2013 06:56

      Herr Rapp,

      wie können Sie das fragen, wo doch Guru Unterberger gerade in seiner Märchenstunde erzählt hat, daß in Amerika alles "hui" sei. - Was immer das ist.

    • Pius (kein Partner)
      01. April 2013 14:18

      Es gilt aber das alte Sprichwort: "außen hui - innen pfui"!!!!

  7. RS (kein Partner)
    31. März 2013 01:23

    Herr Dr.Unterberger wird immer eigenartiger in seinen Ansichten. Es könnte daran liegen, dass er nicht sehen will wie das Finanz/Geldsystem am Ende seines Lebenszyklus angekommen ist. ( Stichwort: Zinseszins, Exponentialfunktion usw. )

    Bin gespannt wie die hochgelobte Tea Party reagiert, wenn sie merkt, dass nach dem Schuldenstopp auch ein herunterfahren der Militärausgaben notwendig wird.
    Was machen sie dann, wenn wieder böse Länder ( z.B. Iran ) ihr Öl in Juan oder Rubel verkaufen wollen. ( Euro dürfte keine Gefahr mehr sein )
    Oder wenn wieder einmal das Thema Fiskal Cliff und deren vollen (!) Auswirkungen
    auf der Tagesordnung stehen.

    Übrigens: Wirtschaftswachstum von Afrika kann nicht wirklich mit jenem von Europa vergleichen werden. Das versteht jeder der jemals Umsatzverantwortung gehabt hat.

  8. Gasthörer (kein Partner)
    30. März 2013 22:18

    Wie meinte AU vor Kurzem sinngemäß: Ohne EU-Beitritt wäre Österreichs Wirtschaft in eine Katastrophe geschlittert. Wie recht er doch hatte, in der Schweiz und in Norwegen verhungern die Menschen wie die Fliegen...

    Unverbesserliche Kritiker monieren, wir bezahlen unsere Exporte in den europäischen Süden mit unseren eigenen Hilfs-Milliarden an diese Staaten. So What! Ein wunderbares modernes Perpetuum mobile wurde geschaffen. Anscheinend leidet das EU-Wirtschaftswachstum ein wenig. Aber man kann doch nicht alles haben - wo bleibt denn da die Bescheidenheit..

    Die USA haben ihren positiven Einfluss auf die Friedensnobelpreis würdige EU-Politik der immerwährenden finanziellen Solidarität verantwortungsvoll geltend gemacht. Lord Blankfein, der Philanthrop unter den amerikanischen Bankiers, hat der EU selbstlos dabei geholfen. Einer nur diesem Menschenschlage zierende Bescheidenheit verleihen seine Worte Ausdruck: “Ich bin bloß ein Banker, der Gottes Werk verrichtet".

    Einer milliardenschweren Investition der pfui-dreckigen VOEST, haben die Amerikaner selbstlos Asyl gewährt. Und gut ausgebildete europäische Spitzenkräfte, welche des arbeitsfrei-alimentierten Lebens im EU-Paradies überdrüssig sind, sind als Dauerleihgaben in den gastfreundlichen USA stets willkommen.

    • Leilt-Fan (kein Partner)
      31. März 2013 09:19

      LOL

      Das erinnert mich an den WKÖ-Leitl, der immer gepredigt hat, wie unsere Währung jetzt geschüttelt würde, wenn wir nicht beim Euro wären. Wohl so wie die Cechenkrone oder der Schweizerfranken. Nicht auszuhalten. Verhungern wie die Fliegen ...

    • Pius (kein Partner)
      31. März 2013 10:51

      Gasthörer (kein Partner)
      *********** !!

    • Neppomuck (kein Partner)
      31. März 2013 11:43

      Unverbesserliche Kritiker meinen auch, dass die "Geschäftsart Schenkung" zwar mengenmäßig beachtliche Absatzsteigerungen zur Folge hat, die Ertragslage eines Unternehmens aber nicht besonders positiv beeinflusst.
      Es sei denn, man überlässt die Bezahlung seiner Lieferungen dem eigenen Volk.

      Auch eine Art der Umverteilung, allerdings nicht zum Nutzen der Gemeinschaft.
      Zumal Umverteilung grundsätzlich sehr schnell an die Grenzen der Machbarkeit stößt.
      Sozusagen als ein "worst practice-Modell" aus der Schublade des Kommunismus.

    • phaidros
      31. März 2013 14:53

      Genau! Die Schweiz und Norwegen sind ja auch prakltisch das staatstechnische Pendant zu eineiigen Zwillingen Österreichs! Der Finanzplatz Wien hat ja praktisch denselben Weltruf wie das Öl im Marchfeld…

  9. Hannibal (kein Partner)
    30. März 2013 21:20

    Ich glaube nicht, dass das Wirtschaftswachstum in Österreich auch nur um einen kleinen Teil steigen wird. Höchstens wird es noch um einen großen Teil sinken, falls da noch genug Platz zum Sinken ist.
    Und die USA werden weiterhin zu den dominanten Wirtschaftsmächten gehören und sich ihren Status als imperialistische Weltmacht sichern und auch immer sich überall einmischen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      31. März 2013 12:11

      Wer das Vertrauen in seine eigene Währung, die auch als weltweite Leitwährung gelten soll, mit Kriegen erzwingt, die er sich nicht leisten kann, gewht keiner besonders rosigen Zukunft entgegen.
      Da nützt auch das ausgestreute Misstrauen in Weltleitwährungssubstitute wie den Euro wenig.
      Schnell bildet sich eine neue Alternative zum Fed.Res.-Klopapier.
      Siehe BRICS.

    • Pius (kein Partner)
      31. März 2013 13:53

      Neppomuck (kein Partner)
      ************ Fed.Res.-Klopapier - dafür nochmal ********!!!

  10. Geopolitics (kein Partner)
    30. März 2013 21:05

    Herr Unterberger, die USA leben vom Rest der Welt:

    Industrie zum Großteil ausgelagert, 50 Millionen Lebensmittelmarkenbezieher, riesiges jahrzehntelanges Handelslbilanzdefizit, Petrodollar, der Welt aufgezwungene Weltreservewährung mit starken Absetzbewegungen der Brics-Nationen dh lange wird die Gleichung wertlose Papierscheine der FEDERAL RESERVE gegen Arbeit und Rohstoffe der Welt nicht mehr funktionieren. Die Verschuldung der USA, Bund, Bundesstaaten, Privathaushalte, Unternehmen machen die USA eigentlich konkursreif und mit der Lage des Britischen Weltreiches 1914 vergleichbar, ein wesentlicher Grund für die beiden Weltkriege.

    Europa ist Vassall der USA, Deutschland und Japan sind immer noch besetzt ("Schutz" wie die Mafia), was einen absoluten Anachronismus darstellt (Europa sollte sich nach Russland bzw. Eurasien orientieren, ein Alptraum von Geostrategen wie Brzezi?ski [These des Eurasian heartland].

    Vom Scheinwachsum mittels Statistikanpassungen, eigentlich Fälschungen, der USA, vom dem Sie noch in den 90ern als Presse-Chefredakteur geschwärmt haben, rede ich gar nicht (sogenannten Produktivitätswunder der 90er Jahre).
    Ebenso nicht von den imperialistischen Kriege dank von den zahlreichen Geheimdiensten gefaktem False Flagterror, den 700 Militärbasen, und dem Verlassen des Bodens des internationalen Rechts.

    • Hannibal (kein Partner)
      30. März 2013 21:23

      Die USA wird, wie ich oben schon erwähnte, ihren Status als Weltmacht beibehalten. Ihre Unternehmen, setzen sich überall durch, man denke an KFC, Burger King, McDonald's, Abercrombie and Fitch,...
      Und wir müssen übernehmen amerikanische Unsitten, dafür aber keine Sitten...

    • F.V. (kein Partner)
      30. März 2013 21:58

      Die "Nützlichkeit" des UTB besteht nicht in den meist irreführenden um nicht zu sagen falschen Exegesen der Weltereignisse durch den großen Guru, sondern darin, daß der von Unterberger fabrizierte Unsinn zu vernichtenden Kritiken und Korrekturen herausfordert.

      Die Leute merken´s langsam.

      Bedauerlich nur, daß man sie oft erst mit der Nase drauf stoßen muß, denn die ersten Kommentare sind ja noch überwiegend Apologien.

      Eigentlich sind solche Beiträge wie dieser eine Beleidigung der zahlenden und nicht zahlenden Klientel, denn er unterstellt, daß sie dumm genbug sind, die billige Apologie und Tatsachenverdrehung nicht zu merken.

    • Pius (kein Partner)
      31. März 2013 10:54

      Geopolitics (kein Partner)
      ********** !!!
      F.V.
      ********** !!!

  11. Philips (kein Partner)
    30. März 2013 19:06

    Ich beurteile die Beiträge des Herrn Unterberger sonst nie, aber diesesmal muss ich.
    Entschuldigung vielmals!
    Mit diesem Beitrag hat er sich wirklich selbst disqualifiziert! Er verschweigt die unmöglichen Zustände, die in den USA herrschen.

  12. Francois Villon (kein Partner)
    30. März 2013 19:03

    Was Unterberger hier verkündigt hat, scheint mir eine Parole zu sein, auf die die Unterberger-Kommune pflichtschuldigst mit den richtigen Antworten reagiert.

    Aber erstens müssen solche makroskopischen Meldungen nicht richtig sein; die US-Statistiken sind seit Jahrzehnten reine Fälschungen oder manche Daten, wie die Geldmenge, wird gar nicht mehr berichtet.

    Zweitens ist ja die noch nie beantwortete Frage zu stellen, wieso alle glauben, daß das Wachstums-Dogma eine gute Sache sei. Exponentielles Wachstum ist in einer endlichen Welt nicht möglich; wir treiben Raubbau an den Ressourcen und schädigen damit die Zukunft unserer Kinder und Enkel, wir ersticken im Müll – und wir weichen, kaum daß irgendwer wieder „Wachstum“ verkündet, den wirtschaftlichen, Währungs- und Finanzfragen einfach aus. - Aber deswegen verschwinden sie nicht.

    Wenn bis vor kurzem die De-Industrialisierung der USA eine Tatsache war, so ist nicht recht glaubhaft, wie dieser Zustand sich über Nacht geändert haben könnte. – Er hat natürlich nicht!

    Wenn die USA als einzige Nation der Welt das „Recht“ hat Dollar zu fabrizieren, so ist mit diesem Räuber-Privileg keine Wirtschaftspolitik zu machen, die andere Nationen nachahmen könnten.

    Wenn über dies Unterberger den Anschein zu erwecken sucht, daß in den USA „weniger Staat“ herrsche, so kann mich das nur wundern.

    Der „militärisch-industrielle Komplex“ im Verein mit der Bundesregierung ist ja wohl kaum als „Privatwirtschaft“ oder „staatsfern bzw. –frei“ zu bezeichnen. Dieser Bereich ist aber der größte Moloch überhaupt. Was sonst der Staat per Executive Orders, Homeland Defense Department, Duzende Geheimdienste unter striktester Kontrolle hält, ist die Potenzierung von stalinistischem Kommunismus. – Weniger Staat, daß ich nicht lache!

    Der Artikel Unterbergers ist eine wirklich jämmerliche Propaganda mit einem e i n z i g e n als Wahrheit ausgegebenen Statistikwert, als ob der etwas über die wirkliche Lage aussagen könnte.

    Verehrte Freunde, laßt Euch doch kein X für ein U vormachen. Das war neo-liberales Geschwafel ohne den geringsten Wahrheitsgehalt.

    • Philips (kein Partner)
      30. März 2013 19:16

      Francois Villon (kein Partner)
      ********* !!
      Heute ist mir klar geworden, dass die Informationen die einige Kommentatoren hier verlinken, scheinbar negiert werden und es die Leute gar nicht interessiert was so auf der Welt vorgeht. Sie können dann gar nicht erkennen, dass alles miteinander zu tun hat.

    • Wertkonservativer
      31. März 2013 13:50

      @ Francois Villon alias F.V.:

      Warum eigentlich, werter Herr, machen Sie nicht einen eigenen Blog auf, wenn Ihnen die versammelte Blog-Anhängerschaft samt Blogger Dr. Unterberger zu doof und unbedarf sind!
      Stimmt, dass Ihre "Klugheiten" oft schwer verdaulich und für normale Gemüter viellecht manchmal nicht einsichtig sind, doch in einer Plattform unter Ihrer Führung könnten Sie dann eine Schar Ihnen einigermaßen "gewachsener" Personen mit Ihren Ein- und Aussichten beglücken!
      Das wär' doch was, oder?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Pius (kein Partner)
      31. März 2013 14:07

      Francois Villon (kein Partner)

      Einige Menschen handeln in etwa so:
      Eine Mutter hat 2 Kinder (nennen wir sie Max und Moritz), die im Wohnzimmer spielen, während sie in der Küche das Essen zubereitet. Plötzlich beginnt Moritz zu weinen und schreit hysterisch. Die Mutter eilt zu den beiden Kindern. Sie hört sich Moritz an. Dieser erzählt ihr, dass Max ihn geschlagen hätte.
      Ohne sich Max's Darstellung der Dinge anzuhören, bestraft sie Max dafür. Hätte sie sich aber Max ebenfalls angehört, so hätte sie erfahren, dass Moritz zuerst auf Max eingeschlagen hat.

      Viele Menschen sind so darauf programmiert nur die Sicht der Massenmedien und etablierten Politiker zu übernehmen. Sie lassen sich beeinflussen (bilden) und haben verlernt die Dinge selbst zu hinterfragen. Alles was von den Mächtigen zur Religion (Holo-Klaus, Klima, Wirtschaft, Geldsystem etc.) erklärt wird "ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit". Eine andere wird nicht geduldet.

    • Philips (kein Partner)
      31. März 2013 14:56

      Viel zu heiß
      Wie wir uns gegen die Wahrheit immun machen, warum man nur Deutsche verprügelt, und wieso politische Mythen so wertvoll sind / Der Wochenrückblick mit Hans Heckel

      Was wohl passieren würde, wenn auf einmal alles ans Licht käme? Stellen Sie sich vor, es macht „Plopp!“ und alle Mythen und Legenden, sämtliche Wahlkampflügen und Politiker-Märchen fliegen auf und jeder kann mit eigenen Augen sehen, was wirklich los ist. Generationen von selbsternannten Wahrheitsverbreitern und Lügenentlarvern haben sich daran abgearbeitet, den Schleier der Verblendung zu zerreißen und den Menschen die verklebten Augen zu öffnen, vergeblich. Für diese armen Leute wäre das der Tag aller Tage.
      Eine ungeheuer reizvolle Vorstellung. Indes, auch eine beunruhigende: Nicht bloß, dass die Mythenenthüller über Nacht ihre Bestimmung verloren hätten und in ein tiefes Loch der Sinnlosigkeit fielen. Auch ist ja kaum absehbar, ob die eben noch ahnungslosen Zeitgenossen die Lawine an Einsichten überhaupt verkraften.
      Zum Glück ist das alles bloße Phantasie, wir Menschen wissen nämlich um den Wert der Legenden und haben ein intaktes Immunsystem gegen die Wahrheit entwickelt, das sogar großer Kälte standhält und das selbst dann noch, wenn uns die Wahrheit buchstäblich um die Ohren weht.
      Kostprobe gefällig? Gern: Vergangenen Sonnabend war wieder „Earth Hour Day“. Zur „Stunde der Erde“ machen seit 2007 klimabewusste Menschen für eine Stunde demonstrativ das Licht aus, um etwas zu tun gegen die Erderwärmung. In Hamburg haben besonders Engagierte den Schriftzug „Earth Day“ mit kleinen Windlichtern auf dem Rathausmarkt gebildet, um ein Zeichen zu setzen gegen den vom Menschen verursachten Hitzetod unseres Planeten.
      Dass ihnen beim Anzünden der Lichtlein im eiskalten Ostwind beinahe die Finger abgefroren wären, hat sie nicht im Mindesten daran zweifeln lassen, dass es immer heißer wird auf der Erde. Auch dass die Messdaten nachweisen, dass die globale Durchschnittstemperatur seit 15 Jahren nicht mehr steigt, obwohl die CO2-Ausstöße weiter zugelegt haben, erschüttert ihre Überzeugung keinen Deut. Wir sehen also: Vor der Wahrheit brauchen wir uns nicht zu fürchten. Selbst wenn Messdaten und sogar das ganz persönliche Erleben das Gegenteil belegen – solange die Tagesschau, Greenpeace und Aiman Abdallah von „Galileo“ sagen, dass es wärmer wird, dann wird es eben wärmer, auch wenn ich seit einer Viertelestunde meine Füße nicht mehr spüre.
      „Galileo“ kennen Sie, das ist dieses beliebte „Wissensmagazin“ auf Pro7, das uns jeden Tag ein bisschen schlauer macht. Die können sogar in die Zukunft gucken. Neulich haben sie uns erleben lassen, was passiert, wenn die D-Mark wiederkommt. Was wir geahnt haben – es wird entsetzlich: Dann verlieren wir alle unsere Arbeit, die Grenzen gehen zu, Elend, Angst und vor allem: Hass auf Deutschland erfassen ganz Europa. So haben wir’s bei „Galileo“ mit eigenen Augen sehen können, „ganz wie in echt“.
      Oder anders gesagt: Das fiktive Filmchen war ein Meisterwerk der politischen Legendenproduktion. Wir können nicht mehr verreisen, wenn wir keinen Euro mehr haben, weil wir uns dann allen unseren Nachbarn entfremdet hätten, wird uns da eingeredet. Aha? Unsere Nachbarn Dänemark, Polen, Tschechien und die Schweiz haben die Einheitswährung gar nicht. Warum sollten die uns böse sein, wenn wir sie auch nicht mehr haben? Das erklärt „Galileo“ nicht. Man lässt auch ganz geschickt unter den Tisch fallen, dass die Pass-lose Reise mit dem Euro rein gar nichts zu tun hat, sondern mit dem Schengener Abkommen, das es schon lange vor dem Euro gab und dem auch Nicht-Euro-Länder wie die vier genannten beigetreten sind, von denen eines, die Schweiz, nicht einmal in der EU ist.
      Aber das macht alles nichts, nach dem „Galileo“-Filmchen werden wir nicht mehr daran zweifeln, dass wir ohne Euro mit einem Bein im Dritten Weltkrieg stehen, und nur darum ging es den Machern. Sie wissen wie die Klimaerwärmer: Man muss seinen Kram nur oft und eindringlich genug wiederholen. Irgendwann glauben einem die Leute mehr, als sie sich selbst vertrauen.
      Kein politisch wohlerzogener Deutscher wird beispielsweise bestreiten, dass die Behauptung, es gebe hierzulande „Rassismus gegen Deutsche“, eine böse rechte Lüge ist, auch wenn er schon x-mal als „Sch... Deutscher“ beschimpft wurde. Wenn Ausländer Deutsche verprügeln, hat das immer nur soziale Gründe, nie hat das was damit zu tun, dass sie über Deutsche herfallen wollen.
      Wie in Garbsen bei Hannover: Dort haben vier „Südländer“ einen Jugendlichen furchtbar vermöbelt. Nach 14 Monaten U-Haft zeigte sich der Haupttäter wahrhaft reumütig. Er hat sich sogar beim Opfer entschuldigt. Es sei ein tragischer Irrtum gewesen, denn: „Ich dachte, du wärst Deutscher!“ Soll heißen: Wenn er gewusst hätte, dass sein Opfer nichtdeutscher Herkunft ist, hätte er den jungen Mann nicht verprügelt. Die Richterin war von so viel Einsicht überzeugt; sie entließ den Prügler unter Bewährungsauflagen in die Freiheit.
      Man stelle sich vor, die Sache wäre umgekehrt gelaufen. Ein deutscher Täter hätte sich bei seinem (deutschen) Opfer mit den Worten „Ich dachte, du wärst Ausländer“ entschuldigt, und die Richterin hätte ihn trotzdem auf freien Fuß gesetzt! Über die Frau wäre ein Sturm der Entrüstung hereingebrochen.
      Da sind wir nämlich sehr sensibel, selbst wenn der Auslöser unserer Empörung nur ein paar Zentimeter groß ist wie in diesem Fall: Beim Verfassungsschutz gibt es schon wieder einen Skandal, vor dem Deutschland den Atem anhält. Wie dieser Tage bundesweit bekannt wurde, hatte ein Mitarbeiter einen Spielzeug-Kreuzritter auf seinem Schreibtisch stehen, dessen Schwert auf eine klitzekleine Moschee weist.
      Kreuzritter, Sie wissen doch: Das waren diese Leute, die ab Ende des 12. Jahrhunderts das Heilige Land erobern wollten. Indes: Eigentlich müsste es heißen, „zurück“-erobern wollten, denn die Heere Mohameds waren im Jahre 636 ebenfalls gewaltsam in das Gebiet eingefallen, das bis dahin zum christlichen Byzanz gehört hatte. Das wollten die Kreuzritter sozusagen rückabwickeln. Doch diesen Aspekt der Geschichte lassen wir lieber weg, weil er die Gefühle mancher Migranten verletzen könnte.
      Eigene Gefühle, die jemand verletzen könnte, haben wir nicht (zu haben). Daher finden wir es natürlich völlig in Ordnung, dass die Muslime die Eroberer ihrer Frühzeit noch heute als große Helden feiern, nach denen sie gern prächtige Moscheen benennen. Unerträglich hingegen ist es, wenn ein deutscher Beamter einen christlichen Ritter des Mittelalters in Plastik auf dem Schreibtisch stehen hat. Kenan Kolat, der Vorsitzende der „Türkischen Gemeinde in Deutschland“, schnaubt, das mit der Kreuzritterfigur sei „institutioneller Rassismus“. Wir sind beschämt.
      Die Verantwortlichen beim Inlandsgeheimdienst versuchen nun alles, um den Imageschaden so klein wie möglich zu halten. Doch Kolat besänftigt das nicht. Der Verfassungsschutz erscheine ihm „als rein deutsche Institution“, empört er sich. Wenn wir das gewusst hätten: Im deutschen Inlandsgeheimdienst wimmelt es nur so von Deutschen! Man stelle sich vor, der türkische Inlandsgeheimdienst sei eine „rein türkische Institution“!
      Wieso? Sehr wahrscheinlich ist er das sogar. Ja – sicher, aber das mit einander zu vergleichen ist ja schon an sich rassistisch.
      Ach, warum denn?
      Sehen Sie: Genau aus diesem Grunde sind politische Mythen und Legenden so wertvoll. Nicht nur, dass sie uns das politisch gewünschte Weltbild einimpfen. Sie trainieren uns – und das ist das Wichtigste – auch darin, unseren Verstand unterzupflügen. Der Verstand bringt uns nämlich unablässig auf gefährliche Gedanken, die wir mit Argumenten kaum noch aus dem Kopf bekommen. Daher sagen Sie es sich jeden Morgen mindestens zehnmal auf: Es ist heiß draußen, viel zu heiß!
      http://www.preussische-allgemeine.de/

    • F.V. (kein Partner)
      31. März 2013 16:21

      @Wertkonservativer,

      wo alle schon katholisch sind zu missionieren wäre ziemlich einfach, wahrscheinlich sogar überflüssig. Aber wo noch tiefster Aberglaube herrscht, da lohnt es sich.

      Stellen sie sich vor, außer mir verzichteten noch etliche andere (die mehr oder weniger dasselbe wie ich sagen) auf das Schreiben von Anmerkungen im UTB, was das für eine Inzucht an gleichgeschalteten Ansichten gäbe. Woher bekämen Sie die Anregungen über die Dinge des Lebens doch noch einmal, und gründlicher, nachzudenken?

      Zwar verstehe ich, daß Sie manche Analyse beunruhigt und manche Bemerkung ärgert, aber so ist das Leben. Das „Selig die Armen im Geiste ...“ ist ja nur der letzte Trost für die Einfältigen wenigstens den Himmel nicht zu verpassen, aber wir sind auch im Diesseits aufgefordert ein anständiges Leben zu führen. Und Herr Scheiber wies eben darauf hin, daß auch der Glaube die Vernunft fordert: es geht nicht um´s blinde (= irrationale) Vertrauen, sondern auch um die Einsicht, das Ver-nehmen dessen, was geglaubt werden soll.

      Eine eigene Internet-Plattform einzurichten ist mir – ehrlich gestanden (und in meinem Alter) - zu mühsam; ich fand - und finde - es praktischer mich vorhandener Einrichtungen zu bedienen.

      Wenn Ihnen aber meine Geschreibsel nicht passen, so übergehen Sie diese einfach. Inzwischen ahnen Sie ja schon was Sie da jeweils erwarten würde. Ich mache das übrigens auch so: die bekannten Schwätzer lasse ich links liegen – und empfehle dies auch jenen, die ernsthaft ein Thema diskutieren wollen.

      Ich bin ja auch für geistige Hygiene.

    • F.V. (kein Partner)
      31. März 2013 17:38

      Nochmals zum Wertkonservativen:

      Stalin: “Wir werden unseren Bürgern das selbstständige Denken aberziehen”

      Linken ist seit Stalin selbständiges Denken der Bürger verhasst

      Michael Mannheimer Blog, 27.3.13 – Unsere Systemmedien sind linksverseucht. Und als solche haben sie nicht nur hier in Deutschland, sondern in so gut wie allen westli-chen Ländern, ihre Leser einem gigantischen linken Umerziehungsprogramm unter-worfen.

      Opfer werden zu Tätern, Täter zu Opfern. Nachrichten, die nicht in die Welt der Lin-ken passen, werden systematisch unterdrückt. Was nicht unterdrückt werden kann, wird gnadenlos verfälscht. Leserkommentare, die dies aufdecken werden genauso gelöscht wie solche, die nicht mit der linken Gesinnung übereinstimmen. Political correctness und Genderismus sind nur die bekanntesten Begriffe, unter denen diese sozialistische Umerziehung vonstatten geht.

      "Gedanken sind mächtiger als Waffen. Wir erlauben es unseren Bürgern nicht, Waffen zu führen - warum sollten wir es ihnen erlauben, selbständig zu denken ?"
      Josef Stalin

      Nahezu alle Medien sind in der Tradition des Stalin'schen Gedankenterrors
      Aktuelle Nachfolger der Stalin'schen Gedankenkontrolle sind: Nahezu alle unsere Ta-geszeitungen, Wochen- und Monatszeitschriften, alle öffentlich-rechtlichen Sender, nahezu alle Verlage, jede Menge Lehrer in den Fächern Geschichte, Gemeinschafts-kunde, Religion, Deutsch, zahllose Theologen (besonders evangelische), alle linken Parteien von der Linkspartei bis tief in die Mitte der SPD, weite Teile der übrigen Par-teien (CDU, FDP), fast alle Gewerkschaften (Spitzenkandidat für Stalins Nachfolge: Verdi).

      Allen oben Genannten belügen ihr Volk über die Gefahr, die vom Islam auf unsere freiheitliches Gesellschaft ausgeht, über das Ausmaß der Islamisierung, über den Hintergrund der Moscheen, die hier wie Pilze aus dem Boden sprießen, über die Bedro-hung von Leib und Leben von Deutschen durch hier zugewanderte Muslime, über die Verfassungwidrigkeit der Abschaffung deutscher Souveränität und Hoheitsrechte und deren Transfer nach Brüssel.

      Alle oben Genannten sind schuldig, was die Abschaffung Deutschlands, die immanen-te Deutschenfeindlichkeit durch Deutsche, den Generalverdacht von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, dem Deutsche wahrheitswirdig unterzogen werden und der Hei-ligsprechung eines der furchtbarsten und mörderischsten Totalitarismus der Weltge-schichte: des Islam, angeht.

      Sie sind die geistigen Nachfolger des stalinistischen Gedankenterrors. Schande über sie.

      Hin und wieder traut sich ein Redakteur, die Wahrheit auszusprechen über die linke Gesinnungsdiktatur, die unsere Medien wie eine Seuche befallen hat. Noch seltener ist der Fall, dass dies ein Chefredakteur tut - wie etwa Roland Tichy*, Chefredakteur der "Wirtschaftswoche":

      „Zu viele deutsche Medien sind zu rot-grünen Umerziehungslagern verkommen. Deswegen will man deren Phantasmorgasmen nicht mehr lesen.“
      Quelle: “Die Zeit” 48/2012, S. 26

  13. Pius (kein Partner)
    30. März 2013 17:51

    EU-Troka/Zypern:
    „Leute die zu nichts fähig sind, sind zu allem fähig“. (John Steinbeck)

    Fanal auf Zypern – eine Insel wird geschlachtet.
    Interviewgespräch mit Dr. Otmar Pregetter, Wien

    Moderation: Josch
    JungledrumRadio

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=QQf8wEFGvNM

    • Marco Lorenz (kein Partner)
      30. März 2013 18:47

      Pius (kein Partner)
      ************ eine unglaublich tolle Sendung!!!!

  14. november (kein Partner)
    30. März 2013 17:23

    Ganz schwacher Versuch, Herr Unterberger. Die amerikanische Wirtschaft verzeichnet ein höheres Wachstum, weil die Amerikaner weniger Austerität betreiben als wir Europäer. Vielleicht könnte man sich einmal die Staatsschuldenquote und das Budgetdefizit der USA anschauen. Und natürlich werden dort ständig einzelne Bundesstaaten gerettet, man merkt es nur nicht so, weil es automatisch abläuft. Die Dollarzone ist nämlich auch eine Fiskal- und Transferunion mit Bankenunion inklusive amerikaweiter Einlagensicherung und Aufsicht.

    • november (kein Partner)
      30. März 2013 17:53

      Ach ja, selbstredend verfügt die Dollarzone über ein eigenes Budget und finanziert sich über gemeinsame Dollarbonds.

    • werauchimmer
      30. März 2013 23:21

      Die Dollarzone ist nämlich auch eine Fiskal- und Transferunion ...

      Ach ja?! Das mit den Gehaltskürzungen bzw -aussetzungen für öffentlich-rechtl Angestellte in Kalifornien noch unter Schwarzenegger war also heimtückische Desinformation vom Unterberger?

    • november (kein Partner)
      31. März 2013 00:48

      Die Dollarzone ist nämlich auch eine Fiskal- und Transferunion ...

      Ach ja?!


      Selbstverständlich. Medicare, Medicaid, Arbeitslosenunterstützung, Militärausgaben und vielleicht noch einiges mehr laufen über das Bundesbudget in Washington. Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, dass auch das Lehrpersonal in öffentlichen Schulen zumindest teilweise über Washington bezahlt wird. Für die Schulden der gesamten USA haften alle US-Bürger, die amerikanische Einlagensicherung bringt Stabilität im Bankensektor. Das sind nur ein paar Gründe, warum einzelne Bundestaaten bei Zahlungsunfägihkeit nicht komplett abstürzen, anders als in der Eurozone.

    • werauchimmer
      01. April 2013 01:21

      @ November:
      Ihre Angaben widersprechen meinem Wissensstand und den aktuellen Recherchen. Dass Programme/Ressorts staatenübergreifend aufgestellt bzw finanziert werden, bedeutet noch lange nicht eine Fiskal- und Transferunion. Außerdem ist Medicare zumindest tlw. von der Gesamtheit von Individuen beitragsfinanziert.

      Die USA haben im Rahmen des "American Recovery and Reinvestment Act of 2009" außerodentliche Finanzhilfen für die Teilstaaten lockergemacht, aber nur um die Folgen der Rezession nach der Finanzkrise 2007/2008 abzufedern.

      Die US-Teilstaaten haben weitgehende Autonomien und können Steuern einheben. Die insgesamt 144 Mrd $ für die Teilstaaten seitens der Nationalregierung wurden u.a. gewährt, damit diese nicht Steuern anheben müssen. Das unterscheidet sich deutlich von dem 750 Mrd Euro Solidaritätsfonds namens EMS und den anvisierten Solidarhaftungen durch Eurobonds für alle Ewigkeit .

      So etwa obliegt die Bildung in dem konföderalen US-System den Teilstaaten, und das nationale Bildungsministerium hat nur einen beschränkten Aufgabenbereich.

      Quellen:

      en.wikipedia.org/wiki/United_States_Department_of_Education

      en.wikipedia.org/wiki/American_Recovery_and_Reinvestment_Act_of_2009

      en.wikipedia.org/wiki/2010_United_States_federal_budget

    • brechstange
      01. April 2013 10:49

      Herr november,

      Sie sollten sich besser informieren. Die Bundesstaaten müssen ihre Targetsalden jährlich mit Werthaltigem ausgleichen, etc. etc.

    • phaidros
      01. April 2013 12:48

      Also, ich verstehe davon nichts, aber das hier liest sich anders, liebe brechstange, werter werauchimmer:

      http://www.andreas-unterberger.at/2013/03/amerika-hui-europa-pfui/

      Daraus:
      ›Wie Amerika dem bankrotten New York zu Hilfe eilte‹

      ›In den USA gibt es immer wieder ähnliche Konflikte. Sie werden aber gelöst, ohne dass der Dollar leidet.‹

      ›Innerhalb der USA gibt es einen Finanzausgleich, der dafür sorgt, dass über das nationale Budget Geld von produktiveren zu weniger produktiveren Bundesstaaten fliesst. Es ist ähnlich wie in der Schweiz: Die Finanzlage eines einzelnen Kantons hat keinen Einfluss auf den Zustand des Frankens.‹

      ›«Das Verrückte ist: Die Europäische Zentralbank ist schlicht nicht in der Lage, den Sozialstaat Griechenland zu beschneiden, die Demografie zu verändern oder die griechischen Arbeiter produktiver zu machen», stellt der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson in der «NZZ am Sonntag» fest. «Die einzige Lösung besteht darin, eine gemeinsame Finanzpolitik aufzubauen, die Vereinigten Staaten des Euro analog den USA.»‹

      ›Kein Finanzausgleich in Euroland – Ein solcher Ausgleich fehlt in Euroland; und es gibt auch keine Regelung, wie Länder, die sich zu stark verschulden, durch die Europäische Zentralbank gerettet oder aus der Währungsunion ausgeschlossen werden können.‹

      ›Doch Griechenland kann höchstens davon träumen, wie Kalifornien in den USA behandelt zu werden. «Das würde bedeuten, dass reiche Länder wie Deutschland riesige Summen an die schwächeren Staaten überweisen», sagt Ferguson.‹


      Usw. usw.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
    • werauchimmer
      01. April 2013 13:08

      @ Phaidros:

      Daraus:

      ??? Wenn Sie schon einen Widerspruch belegen wollen, dann bitte mit der richtigen Gegenüberstellung!

      Ihre Wiedergaben sind in dem genannten link (=dieses Subforum) nicht zu finden!

      Jedenfalls beeile ich mich festzuhalten, dass diese Ihre Zitierungen nicht meiner Feder entstammen ;-)

      Ich empfehle Ihnen auch, sich mit dem US-Budget zu befassen (s.o.). Dort gibt es keine Position für einen Finanzausgleich - bzw nichts, was auf Teilstaaten hinweist.

    • phaidros
      01. April 2013 13:17

      Hat sich wohl überschnitten, werauchimmer, habe den richtigen Link bereits nachgeliefert (s.o.).

    • november (kein Partner)
      02. April 2013 13:19

      Danke phaidros. Ich bin kein Finanzexperte, aber der Tagesanzeiger fasst gut zusammen, was ich gemeint habe. Wissbegierige Menschen fragen sich eben irgendwann, wass denn der wirkliche Unterschied zwischen USA und EU ist.

      Ungeachtet der mir bekannten Steuerautonomie der Bundesstaaten, haben die USA übrigens ein Bundesbudget in Höhe von 2,45 Bill $. Das unterscheidet sich deutlich vom 750 Mrd € Stabilitätsfonds namens EMS.

    • werauchimmer
      02. April 2013 13:53

      !!! Berichtigung !!!

      Es gibt tatsächlich einen Finanzausgleich in den USA, er wird dort als "intergovernmental grants" bezeichnet. Der Ausgleich machte 2010 37 % der Einnahmen der US-Teilstaaten aus. Es gibt allerdings zweierlei Kategorien: matching und non-matching grants. Die erstere handelt von Zuschüssen, die die Kosten für öffentliche Dienstleistungen reduzieren. Die non-matching grants stellen zwar eine fiskalische Bereicherung dar, da sie nicht preissenkend sind, sind aber ebenfalls zweckgewidmet.
      Matching grants unterteilen sich wiederum in open-ended und closed-ended grants. Open-ended grants müssen vom US-Teilstaat in gleicher Höhe auch aus Eigenem finanziert (verdoppelt) werden.
      Alle grants betreffen Wohlfahrt, Education, Autobahnen, und den Rest, wobei die Wohlfahrt mit gut 60 % die Masse bildet.
      Leider habe ich nicht die Zeit weitere Einzelheiten über diesen Mechanismus zu recherchieren, vor allem über die Verteilungsmodalitäten zwischen den Teilstaaten, oder was davon auf Sozialversicherung entfällt. Falls er Medicaid/Medicare beinhaltet, müsste man es für Vergleiche herausrechnen, denn das wäre ja eine Selbstverständlichkeit.

      Quellen:
      http://www.brookings.edu/research/papers/2012/03/states-budgets-gordon

      http://tinyurl.com/cmezvrr

      http://www2.econ.iastate.edu/classes/econ344/otto/documents/wk10-locgovt08.ppt

      Phaidros:
      Ihrem Herrn Löpfe sei in's Stammbuch geschrieben, dass auch die EU einen mehrfachen Finanzausgleich hat: Über die ungbührlich niedrigen Zinsen für wirtschaftsschwache Staaten, und die Solidarlasten, die der Euro und alle Anleiheemittenten in anderen Ländern dafür tragen müssen.

      Hinzu kommen folgende Griechenland-Hilfen als "Finanzausgleiche":

      EU-Fonds (langjährig): 141 Mrd EU
      GR-Darlehen I der EU (ohne IWF): 73 Mrd EUR
      EZB-Ankauf v GR-Anleihen: 45 Mrd EUR
      GR-Darlehen II der EU (ohne IWF): 144,7 Mrd EUR
      Schuldennachlass ("Haircut"): 100 Mrd EUR
      Refinanzierungskredite für GR-Banken (LTRO): 80 Mrd EUR
      Notfallkredit für griech. EZB-Zweigstelle (ELA): 109 Mrd EUR
      Außenhandel-Defizite der GR-Notenbank (Target II): 104 Mrd EUR **)

      796,7 EUR, somit rd 800 Mrd EUR, hat Griechenland also bis jetzt die EU-Steuerzahler und/oder Banken/Sparer/Investoren gekostet.
      Diese Angaben zur Griechenland-Hilfe sind unter anderem einem Artikel auf unzensuriert.at zu entnehmen, geschrieben vom ehemaligen slowakischen Parlamentspräsidenten Richard Sulik. Wobei dieser allerdings "Haircut"-Verluste ausblendete und IWF-Kredite hinzurechnete.

      Quelle:
      http://www.unzensuriert.at/content/008650-Solidarit-t-mit-Griechenland-konkreten-Zahlen

    • phaidros
      02. April 2013 14:26

      Ihrem Herrn Löpfe sei in's Stammbuch geschrieben,…

      Ich bewundere ein ums andere mal die treffsichere Selbsteinschätzung (es ist immer schlecht, wenn Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein auseinander laufen).

      Löpfe war in der Schweiz Wirtschaftsjournalist des Jahres 2012, aber was wissen diese linxversifften Eidgenossen schon…

    • werauchimmer
      02. April 2013 23:09

      Ungeachtet der mir bekannten Steuerautonomie der Bundesstaaten, haben die USA übrigens ein Bundesbudget in Höhe von 2,45 Bill $. Das unterscheidet sich deutlich vom 750 Mrd € Stabilitätsfonds namens EMS.

      @ November:

      Ihnen sollte auch geläufig sein, dass dem US-Bundesbudget nicht einfach dar EMS-Topf gegenübergestellt werden kann, sondern wenn schon dann die Summe aller Euro-Nationalbudgets plus EMS-Faszilitäten!

    • werauchimmer
      04. April 2013 01:46

      Hoppala - EMS steht hier immer für ESM, selbstredend!

  15. Beatrix (kein Partner)
    30. März 2013 17:14

    Die Brüsseler Faschisten werden uns die Freiheit nicht kampflos wieder geben!

  16. socrates
    30. März 2013 10:44

    Unsere Sozis hätten bei Kreisky kein Leiberl gehabt! Wo ist Wunder?
    Wenn man die Statistik betrachtet, sind die kapitalistisch gesteuerten Länder in den unteren Rängen. Es führt China vor Afrika, Brasilien, Rußland & Co. Die Welt ohne EU-27 hat 4,3%, Die EU-27 nur 1,3%. Wenn man die Statistik liest, sieht es für liberale kapitalistische Länder schlecht aus: http://wko.at/statistik/jahrbuch/worldGDP.pdf

  17. terbuan
    29. März 2013 21:02

    Was fällt mir zu den USA wirklich Positives ein? Rein gar nichts:

    -übergewichtige Bürger mit Cola und einer Tüte Pommes in der Hand,
    -grauenhafte Filme aus den Hollywood-Studios und grauenhafte Musik von den Musikproduzenten, Kulturzerstörung in Massenfertigung,
    -Verbote und Gebote überall wo man hinkommt,
    -verlogene und betrügerische Politiker, Bankiers und Anwälte,
    -Weltmachtgehabe mit Hochrüstung und alles finanziert mit frisch gedruckten Dollars,
    -in periodischen Abständen angezettelte Kriege um von den wahren Problemen abzulenken und die Waffenindustrie mit neuen Aufträgen zu versorgen,
    -und jetzt bettelt der Marionettenpräsident Obama um ausländische Investitionen um die marode Infrastruktur der Staaten vor dem endgültigen Zusammenbruch zu retten.

    Nein, verehrte Poster, dieses Amerika kann mir gestohlen bleiben, trotz wahrscheinlicher getürkter Wirtschaftszahlen.

    Ich wünsche allen Postern ein gesegnetes Osterfest und verbleibe
    mit freundlichen Grüßen
    terbuan@aon.at

    • phaidros
      30. März 2013 00:23

      Immer dicker werden wir allerdings auch, und neben miesen gibt es dort wenigstens auch gute Filme, während aus Europa praktisch nichts Wahrnehmbares mehr kommt.

      Die USA haben den 2.Weltkrieg entscheidend beeinflusst, waren das Rückgrat der Alliierten und haben den Balkankrieg beendet, weil Europa dazu nicht im Stande war. (Was für eine Schande!)

      Einzig die Amerikaner waren in der Lage, den Mond zu betreten; sie haben Spitzenforschung. Ca. die Hälfte aller Nobelpreise gehen in die USA – siehe http://www.science-blog.at/2011/07/grundlagenforschung-in-osterreich-erkennen-von-exzellenz/

      Politiker und Banker sind bei uns nicht weniger verlogen und betrügerisch, das ist nichts Amerikanisches.

      Und was man keineswegs vergessen darf: im Global Game sind sie unsere Cousins: wer stünde uns im Gerangel der Kulturen um die weltweite Vorherrschaft näher als die Amerikaner? Die Chinesen? Oder die Russen?

      Die einen, die gerade jüngst Europa nicht halfen, oder die anderen, die zeitweise das Gas abdrehen, weil ihnen danach ist? Und beide mit kommunistischen Vergangenheiten, die in eher seltsame Blütentriebe, aber sicher keine freie Gesellschaften umgekippt ist.

      Man darf nicht nur das Negative heraus stellen, das es unbestritten gibt, aber da ist durchaus auch geung Positives.

    • Wafthrudnir
      30. März 2013 00:43

      Übergewichtige Bürger mit Cola und Pommer sind eine traurige Angelegenheit, allerdings steht es jedem frei, beides nicht zu konsumieren.
      Grauenhafte Filme sind, wie gesagt, grauenhaft, aber niemand ist gezwungen, sie anzusehen.
      Verbote und Gebote gibt es dort wahrscheinlich nicht mehr als bei uns, nur fallen sie europäischen Touristen mehr auf, da sie nicht gewohnt sind.
      Dem Weltmachtsgehabe haben wir es zu verdanken, daß wir keine sowjetischen Satellitenstaaten geworden sind, und auch, daß unsere islamistischen Freunde nicht den direkten Weg zur Weltherrschaft gehen können (statt dessen müssen sie sich der Mühe unterziehen, uns langsam zu unterwandern, aber das steht auf einem anderen Blatt).
      Korrupte und betrügerische sowie peinlich um Investitionen bettelnde Politiker haben wir hier auch zur Genüge.
      Niemand behauptet, daß die USA auch nur im entferntesten ein Paradies wären, aber es ist ihnen gelungen, den Sozialismus und die Probleme, die sich daraus ergeben, etwas besser zu meiden als die Europäer - bis jetzt zumindestens.

    • werauchimmer
      30. März 2013 03:01

      Die einen, die gerade jüngst Europa nicht halfen, oder die anderen, die zeitweise das Gas abdrehen, weil ihnen danach ist?

      Ich empfehle hier ein wenig Recherche statt gestrengem geostrategischen Russland-bashing:
      "Die Gas" (wienerisch, hum.) wurde nicht abgedreht, weil dem Herrn des Kremls mal so einfach danach war, sondern weil Russland Gaslieferungen in die Ukraine nach neuen, marktwirtschaftorientierten Preisen aushandeln wollte, was der holden Timoschenko nicht konvenierte, weshalb die Aushandlung eines Gasliefervertrages für 2006 unterblieb und Russland sich nicht mehr zu Folgelieferungen verpflichtet sah, wodurch auch Pipelines von der Ukraine nach Europa nicht mehr beschickt werden konnten.

      Wer Augen hat zu gucken, der gucke mal:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-ukrainischer_Gasstreit

    • phaidros
      30. März 2013 08:37

      sondern weil Russland Gaslieferungen in die Ukraine nach neuen, marktwirtschaftorientierten Preisen aushandeln wollte,

      Wie definieren SIe denn »weil Ihnen danach war«?

    • Undine
      30. März 2013 09:19

      @phaidros

      "Einzig die Amerikaner waren in der Lage, den Mond zu betreten; sie haben Spitzenforschung"

      Da muß ich aber schon heftig widersprechen: Die Amerikaner waren nur deshalb die Ersten auf dem Mond, weil sie sich ungehindert und ungeniert ihrer wertvollsten KRIEGSBEUTE --- Wernher von BRAUN--- bedienen konnten. Dem Deutschen Wernher von Braun, seinen Mannen und der ungeheuren Vorleistung, die diese noch unter deutscher Flagge erbracht hatten, verdanken die USA diesen Triumph!

      Und das ist beileibe nicht die einzige grandiose Leistung der USA, die "Deutsche Väter" hat, denn unter der wirklich sagenhaft großen Kriegsbeute aus dem WKII waren UNZÄHLIGE, noch unveröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten und Patente, die von Deutschen ausgebrütet waren.

      PS.: Der andere Teil der deutschen Spitzenwissenschafter, die das Pech hatten, den Russen als Kriegsbeute in die Hände zu fallen, leisteten ebenfalls ihren riesigen Anteil, um den Russen ins Weltall zu verhelfen.

    • phaidros
      30. März 2013 09:36

      Liebe undine,

      was die Wissenschaft betrifft, haben Sie natürlich recht, aber das gab nur den Ausschlag.

      Keine andere Nation wäre in der Lage gewesen (oder wäre es heute), die Anstrengung zu stemmen. Und gerne wird auch übersehen, wieso von Braun eigentlích so gute Raketen bauen konnte, und woran und mit welchen Mitteln er in Peenemünde eigentlich geforscht hatte. Das lässt die im Nachhinein hehre Leistung in einem weit weniger brillanten Licht erstrahlen. Die wissenschaftliche Leistung zu erbringen war ja nur ein Aspekt an der Gesamtaufgabe, und das hätte einem anderen ohne deutsche Wurzeln auch gelingen können: Koroljow.

      Wie auch immer also, es waren als einzige die Amerikaner in der Lage, den Mond zu betreten, sonst war noch keiner dort. Und nicht, weil es sonst keiner versucht hätte.

    • Undine
      30. März 2013 13:32

      "Und gerne wird auch übersehen, wieso von Braun eigentlích so gute Raketen bauen konnte, und woran und mit welchen Mitteln er in Peenemünde eigentlich geforscht hatte. Das lässt die im Nachhinein hehre Leistung in einem weit weniger brillanten Licht erstrahlen"

      Nein, lieber @phaidros, da erhebe ich nochmals Einspruch! Woher die Mittel damals stammten und daß die Forschungen unterm Hakenkreuz betrieben wurden---das ist es wohl, was Sie mit "weniger brillantem Licht" meinen--- schmälert in keinem Fall die exorbitanten wissenschaftlichen und technischen Leistungen, die deutscher Forscherdrang hervorgebracht haben. Finanzielle Mittel alleine machen noch kein Forschergenie; da muß schon wesentlich mehr dahinter stecken---und darüber verfügte Wernher von Braun ---und nicht nur er---in hohem Maße.

    • phaidros
      30. März 2013 13:53

      Liebe Undine, der Einspruch greift zu kurz.

      Ich habe nicht von Brauns wissenschaftliches Können infrage gestellt, sondern rede davon, dass er hoher Offizier der SS war (Sturmbandführer, entspricht Major), der in den allerhöchsten Etagen in Berlin ein- und ausging. Und der wissentlich (das gilt als gesichert) Zwangsarbeiter in den Tunnelanlagen von Peenmünde unter menschenverachtenden Bedingungen Raketentreibstoff produzieren ließ. Verletzungen, Vergiftungen und Unfälle waren an der Tagesordnung. Auch tödliche.

      Ich rede keineswegs nur vom Geld. Und ich rede damit nicht seine wissenschaftlichen Leistungen klein.

      Fakt ist aber auch, dass auch nach ihrer »Entnazifizierung« durch die amerikanischen Behörden die gesamte deutsche Ingenieur- und Wissenschaftlertruppe in Huntsville de facto kaltgestellt wurde. Von Braun musste seine Dienste anbieten wie sauer Bier, bevor auf ihn und seine Leute überhaupt zurückgegriffen wurde. Nach Abschluss (Abbruch) des Apollo-Programms tingelte er durch das Land und versuchte Mittel für weitere Forschung und Entwicklung mobilisieren, aber mit nicht allzu großem Erfolg. Über seine gesamte Zeit in den Staaten erwies er sich als vortrefflicher US-Amerikaner, der auch die Staatsbürgerschaft annahm und schlicht einer war, der zwar seine Ziele verfolgte, aber dabei immer seinem Fürsten folgte.

      Nochmals: das schmälert nicht die technisch/wissenschaftlichen Leistungen als solche, aber die Amerikaner hätten es zweifelsfrei auch ohne die Deutschen geschafft. Die Russen haben es auch mit ihnen nicht geschafft.

    • terbuan
      30. März 2013 17:52

      Na wumm, das war jetzt aber eine geballte Ladung an Liebeserklärungen für den "American way of life", ich muss gestehen, ich gehörte auch einmal zu den glühenden Verehrern, liebte die Musik und den Film. bewunderte die GI's und die Helden aus den vielen gewonnenen Kriegen.

      Mittlerweile ist der Lack jedoch ab, ich sehe nur mir die Fehler und Nachteile der Firma "United States of America". Viele Poster haben hier schon die Probleme dieses Landes in langen Beiträgen abgehandelt.

      Ich fasse hier nur zusammen, die amerikanische Leitkultur ruiniert unsere europäische, die Anglifizierung zerstört unsere Sprache und die auf absoluten Gewinn aufgebaute raffgierige Bankenindustrie bringt unsere Wirtschaft, unsere Banken und unsere Gesellschaft immer näher an den Rand des Abgrunds. Und das nicht zum ersten Mal!

      Es sind nicht die Amerikaner, die ich nicht mag, sondern ihre Naivität, wie sie sich von einem Klüngel an Politikern und Managern an der Nase herumführen lassen!

    • phaidros
      30. März 2013 18:07

      Und bei allem Bewusstsein für das Heikle wiederhole ich die Frage: wer steht uns nach Deinem Dafürhalten im Gerangel der Kulturen um die Vorherrschaft näher?

      Nehmen wir einmal an, die Amerikaner fallen (was sie noch lange, lange nicht tun, dafür sind sie viel zu groß).

      Sie werden ersetzt werden durch einen, der dann der Welt seinen Stempel aufprägt.

      Wer soll das sein? Muslime? Die Russen? Chinesen? Inder? Südamerikaner? Afrikaner (der Vollständigkeit und Fairness halber)?

    • phaidros
      30. März 2013 18:10

      …Eines steht jedenfalls fest: die Europäer werden es nicht sein, denn statt dass sie den Schulterschluss vollziehen keifen Sie über die Einschränkungen im privaten Leben, der sich aus Glühirndeln und graden Gurken ergibt.

    • terbuan
      30. März 2013 18:48

      Warten wir es ab phaidros, noch ist nicht aller Tage Abend, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich immer zuletzt,
      Europa hatte nach der Völkerwanderung und nach dem 30-jährigen Krieg einen sehr großen Aderlass, und ist wieder auferstanden zu neuer Größe, ich glaube an Europa und seine Kultur und ich glaube nicht an die seichte amerikanische (Leid)Leitkultur!

      Ich glaube jedoch nicht an eine europäische Melange-Einheitskultur sondern an eine Kultur der gewachsenen Völker!

    • Pius (kein Partner)
      30. März 2013 18:56

      terbuan
      ********** großartig!!!

      Undine
      ******** großartig!!!!!

    • phaidros
      30. März 2013 19:01

      terbuan, das klingt sehr großartig, aber wie stellst Du Dir das vor in einem Europa der Nationalstaaten, in dem ein Chinese 27 Wirtschaftsminister anrufen muss, wenn er ein Detail klären will?

      Ersetzt kann die ›Leitkultur‹ durch so eine nicht-Konstruktion auf keinen Fall werden, insbesondere wenn Konstruktionen mitrittern. (Muslime, Russen, Chinesen,…), das ist einfach nicht plausiblel, Hoffnung hin, Hoffnung her.

    • terbuan
      30. März 2013 20:24

      phaidros,
      wenn ich die Geschichte Europas seit dem Ende des römischen Reiches in Zeitraffer an mir wie einen Film vorbeilaufen lasse, dann kann ich mir sehr vieles vorstellen, was kurz vor den wichtigsten Eckpunkten und Katastrophen der europäischen Geschichte völlig undenkbar war.....
      So wird es auch heute und morgen sein, vielleicht werden wir untergehen, vielleicht aber auch als Gewinner überbleiben oder auch überleben, wer weiß?

    • phaidros
      30. März 2013 20:32

      Gerade, wenn Du die Geschichte anrufst, müsstest Du Wafthrudnirs Argument anerkennen, dass einzig und allein Amerikas Großmachtgehabe uns vom Ostblock bewahrt hat.

      Und Europas Geschichte seit den Römern halte ich für nicht vergleichbar mit der heutigen Situation, weil es außerhalb keine Machtblöcke in Reichweite gab, so wie heute.

    • terbuan
      30. März 2013 20:56

      Ja phaidros, ich kenne die Geschichte relativ gut, ob der NATO-Doppelbeschluss oder das wirtschaftliche Desaster des Ostblocks die Ursache des Zusammenbruchs war, man kann sich darüber ewig streiten, ich halte es eher als eine glückliche Fügung des Schicksals, ohne jedwede Verschwörungstheorie.

      Und zu den außereuropäischen Mächte, neben den Hunnen waren es auch noch die Osmanen (Türken), welche den europäischen Mächten und Christen bis in das 18. Jh zu schaffen machten! Oder etwa nicht?

    • phaidros
      30. März 2013 21:06

      Und standen den Türken nicht große Blöcke entgegen? Während die Kleinen »unterwegs« unter die Räder kamen?

      Und Wafthrudnir redete nicht vom NATO-Doppelbeschluss, sondern von den Gründen, warum Österreich kein Ostblockstaat wurde.

      Aber wie dem auch sei, die eigentlich Frage bleibt doch: wenn Amerika fallen sollte, wer soll deren Stelle einnehmen? Wer kann es überhaupt? Wie sieht die Welt aus, die wir uns für diesen Fall wünschen würden? Russisch? Chinesisch?

    • Carlo (kein Partner)
      31. März 2013 15:21

      Ach, Undine, selbst am Tag der Auferstehung werden Sie nicht mehr erleuchtet werden. Wernher von Braun war gewiss ein exzellenter Wissenschaftler, aber beileibe nicht der einzige. Den größten Aderlass haben sich die Deutschen wie auch die Österreicher doch selbst zuzuschreiben. Auf geniale Köpfe wie Einstein und viele andere mehr konnten sie gut und gerne verzichten in ihrem Wahn. Nun, in den Staaten haben nicht wenige von denen dann doch Karriere gemacht und konnten den einen oder anderen Nobelpreis einheimsen.

  18. Undine
    29. März 2013 20:54

    Es wird, so wie's jetzt aussieht, wieder eine Zeit kommen, wo wir froh wären, könnten wir uns "selbst versorgen". Seit zwei, drei Jahren tun wir unter EU-Befehl nichts anderes, als der Reihe nach Länder, die es nie gelernt haben, effizient zu wirtschaften, finanziell aufzupäppeln---ziemlich erfolglos, wie man sehen kann. Und es werden immer mehr, die die Hand aufhalten, um sich's vom Ertrag der Arbeit UNSERER Leute wohlsein zu lassen. Der Staat weiß auf den Cent genau, wie hoch die Spareinlagen der Österreicher sind---und das ist SEHR schlecht, denn er verpfändet es rücksichtslos.

    Es wäre eine Beruhigung, wenn wir nicht so abhängig von Lebensmittel-Importen wären. Leider haben wir unsere Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten auf ein Minimum reduziert und bezahlen unsere Bauern fürs Brachliegen der fruchtbaren Felder. Da karrt man lieber die bäuerlichen Produkte um teures Geld kreuz und quer durch Europa---alles wegen der ungerechten Subventionen.

    Österreich könnte sich spielend selbst versorgen, aber das wird nicht angestrebt. Lieber lassen wir uns erpressen. Wehe uns, wenn im Nahen Osten wieder ein Krieg ausbrechen sollte---gezündelt wird ja munter!---und die Ölpreise steigen wieder an. Dieses Szenario müßte man aber immer vor Augen haben.
    Aber unsere tölpelhaften Politiker sehen bestenfalls bis zur nächsten Wahl und sorgen sich um ihre Macht----und stimmen immer wieder zu, wenn in Brüssel diktiert wird, daß wieder einmal das Füllhorn ausgeschüttet werden muß---über andere Länder.

  19. Josef Maierhofer
    29. März 2013 19:21

    Je weniger Staat, desto besser geht es einem Land.

    Je weniger Linksparteien, desto mehr Freiheit haben die Bürger eines Landes, wobei ich damit nicht jene überzeugten Linken meine, die die Gesinnung pflegen, sondern jene Parteien, die diese linke Meinung mit Gewalt, List und Lüge anderen aufzwingen wollen.

    Je selbständiger und eigenverantwortlicher die Bürger eines Landes, desto größer die Fortschritte und desto sinnvoller die demokratischen Entscheidungen.

    Je realistischer und je transparenter die Entscheidungen und die Wahrheitsweitergabe, desto fundierter der Gesamtstaat.

    Je weniger Sozialismus, desto sozialer ist ein Staat.

    Europa geht an seinen Linken zugrunde, wobei da nicht nur die Linksparteien dazu gehören, Europa würde auch an anderen Ideologien (=Idiotien) zugrunde gehen, wären die vorherrschend, das war ja vor ca. 70 Jahren in Europa so, aber da waren das auch Sozialisten.

    Jedenfalls sieht man deutlich, wie positiv sich weniger Staat in den USA auswirkt, hoffentlich auch für den Schuldenstand, wenn weniger für den Staat ausgegeben wird.

    Wäre auch bei uns eine sinnvolle Maßnahme, den Staat einfach zu halbieren, zumindest ausgabemäßig, vieles würde uns erspart bleiben.

    • Nona (kein Partner)
      30. März 2013 16:51

      Je weniger Staat, desto besser geht es einem Land.
      Somalia, Liberia, Sudan, Angola...

    • Sensenmann
      31. März 2013 15:27

      @Josef Maierhofer
      Korrekt. Und den östrr. Staat kann man halbieren, ohne daß es irgendwem - außer unnötigen Bonzen und Parasiten - an irgendwas mangelte. Das ist durchgerechnet und führt uns sehr schnell aus der Schuldknechtschaft.
      Es gäbe keinen Österreicher, dem es dadurch nicht sofort besser ginge und dessen verfügbares Einkommen nicht sofort gesteigert wäre.
      Ein Schuldenstopp wie in den USA wäre auch sehr heilsam.

      @Nona
      Weniger Staat heißt nicht Anarchie, heißt nicht Abschaffung jeglichen Korrektives!
      Das Museum der Gegenbeispiele, also der totale Staat, der das Leben des Einzelnen bis ins Detail regelt, findet sich gerade Nordkorea...

    • Josef Maierhofer
      01. April 2013 10:52

      @ Sensenmann

      Danke, Sie haben für mich die Antwort geschrieben !

  20. Jewgeni Gorowikow
    29. März 2013 19:11

    Früher einmal - das ist aber Jahrzehnte her, noch zu DM-Zeiten - gab es die Formel:

    Wenn die Konjunkturlokomitive USA in Schwung kommt, dann wird die Exportnation Deutschland automatisch mitgezogen - weil Deutschland halt Autos, Maschinen, Werkzeugmaschinen u.v.a. in so einer Situation viel besser exportieren kann.

    Wie gesagt so eine "Formel" gab es einmal. Mittlerweile werden die BMW, Mercedes und VW alle schon direkt in den USA gefertigt. Und die US-Politik war oftmals schon daran interessiert den US-Dollar 'hinunter zu inflationieren' (sprich: quasi abwerten).

    Meine Hoffnung: Vielleicht kaufen uns Europäern die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, VR China, Südafrika) unsere Exportgüter vermehrt ab - hoffentlich!

    • phaidros
      29. März 2013 19:14

      Darauf würde ich nicht wetten. Brasilien: Landwirtschaft, Russland: Rohstoffe, Indien: Dienstleistung, China: Industrie.

      Die werden sich ihren Krempel selber machen, wir werden vermehrt auf uns gestellt sein.

    • Josef Maierhofer
      29. März 2013 19:33

      @ phaidros

      Korrekt, sehe ich auch so, wir selbst müssen uns erhalten können bei uns, denn die Exportzeiten gehen dem Ende zu, solange es sich um Dutzendware handelt.

      Darum wären auch zündende Ideen gefragt, die einen solchen Export trotzdem gewährleisten können. Dazu aber wäre ein hervorragendes Schulsystem nötig, das entsprechende talente fördern und entsprechende Absolventen liefern kann, und nicht die 'Gesamtschule' der Linken, wohin selbst die Linken ihre Kinder nicht mehr schicken. Sogar die Schule selbst kann ein Exportartikel werden, ist sie hervorragend, und das waren wir ja auch einmal, vor 2-3 Generationen allerdings.

      Ich habe ein Leben lang in Hochtechnologie gearbeitet und unterrichte auch an Hochschulen, ich kann daher schon sagen, was man exportieren kann auf die Technologien bezogen und wo es Probleme gibt mit dem Nachwuchs auf die Schulen bezogen, nämlich genau bei uns mit unseren drittklassigen Gesamtschulen.

      Wir braten immer im eigenen Saft.

    • phaidros
      29. März 2013 19:57

      Darum wären auch zündende Ideen gefragt, …
      …wo es Probleme gibt … nämlich genau bei uns mit unseren drittklassigen Gesamtschulen.


      Ganz meine Meinung.

      Spitzenprodukte werden es auch immer schaffen, das ist klar, aber im Großen und Ganzen werden die Nischen weniger und enger werden.

      Ob dann noch Sängerknaben, Sympathie und Salzburger Nockerln als Geschäftsmodell reichen, um genug Touristen ins Land zu holen, um uns allen ein schönes Leben zu finanzieren – ich habe da so meine Zweifel. Swarovski, List und Engel gefallen mir da weit besser.

  21. Wertkonservativer
    29. März 2013 19:04

    Heute lasse ich mir weder von unserem Dr. Unterberger, noch von der mutigen und wutigen @brechstange den Osterfrieden stören.
    Als lebenslanger und unverbesserlicher Optimist glaube ich weiterhin an eine gute Zukunft unseres Landes und Europas!
    Ihnen allen schöne und friedvolle Osterfeiertage!

    Herzlich

    Gerhard Michler

    (mail to: gerhard@michler.at)

  22. fenstergucker
    29. März 2013 19:00

    Damit widerlegen die USA sämtliche europäischen Linkspolitiker und Linksökonomen, die gebetsmühlenartig predigen, daß Europa kaputtgespart wird.

    Zumal unsere Linksextremisten auch in den konjunkturstarken Jahren (1970 - 2000) das Geld mit vollen Händen beim Fenster rauswarfen und keinerlei Anstalten machten, für schlechtere Zeiten Reserven anzulegen - im Gegenteil.

    Tja, wann soll man dann einsparen und angehäufte Schuldenberge abtragen?
    Wenn der Staat zusammenbricht und dann nurmehr andere Länder mit Milliardenhilfen einspringen unter der Bedingung, daß auch Privatvermögen herhalten muß?
    Diebstahl an fremdem Eigentum ist das Lebensmotto der Linken und wir werden es bald ALLE zu spüren bekommen - die PIGSZ sind bereits überall!

    • RS (kein Partner)
      02. April 2013 23:50

      Leider ist die Welt nicht so leicht. Wenn es nur so wäre, dass nur die Linken
      Schulden machen. dann müssten wir nur die Konservativen wählen und alles wäre in bester Ordnung. Aber die sind nichts besser. Stichwort ESM !! Der übertrifft alles was bisher da gewesen ist.
      Fekter Mizi und ihre Freunde in Brüssel geben uns gerade den Gnadenstoß.
      Da waren alle vor ihr Vasal.

  23. brechstange
    29. März 2013 17:45

    Dazu passend aus Ortner Online:

    Die Europäischen Biedermänner zerstören UNS. Sie zerstören die Vielfalt, die Eigenverantwortung, den fairen Wettbewerb, die Marktwirtschaft, sie fallen über unsere Ersparnisse her wie die Heuschrecken. Sie konstruieren einen äußeren Feind, die USA, die BRICS, etc., um zusammenzuhalten, was nicht zusammengehört.

    Lassen wir uns das endlich nicht mehr gefallen!!!

    http://www.schweizermonat.ch/artikel/biedermann-und-die-euro-brandstifter

    • brechstange
      29. März 2013 17:46

      Dazu passend aus Ortner Online gehört zum Link.

    • phaidros
      29. März 2013 18:11

      Liebe brechstaqnde, diese »Bedrohung« ist zwar keine direkte, feindselige, aber dennoch alles andere als konstruiert. Warum werden den die BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) gegründet, wenn nicht, um sich im Weltgeschehen besser behaupten zu können?

      Und es wird eine starke Vereinigung werden: Brasilien: Landwirtschaft, Russland: Rohstoffe, Indien: Dienstleistung, China: Industrie, Südafrika: keine Ahunung, vielleicht wegen des Seewegs.

      That's the game!

    • phaidros
      29. März 2013 19:02

      'tschuldigung, das ging ordentlich schief: liebe brechstaNGe.





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