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Fußnote 333: Nicht nur ein großkoalitionäres Signal

Waldner nach Kärnten, Lopatka ins Außenamt: Was das alles bedeutet.

Wenn der bisherige Außenamts-Staatssekretär Wolfgang Waldner als schwarzer Spitzenmann nach Kärnten übersiedelt, dann ist das ein klares Signal: Parteichef Spindelegger hat erkannt, dass auch die seit einigen Wochen in Klagenfurt werkende Interimsführung keine Chance hat. Er traut überhaupt niemandem, der in Kärnten bisher irgendeine Funktion ausgeübt hat. Er schickt aber mit Waldner zugleich ein klares personelles Signal, dass es zumindest in Kärnten kein weiteres Blau-Schwarz geben wird. Ob ihm das insgesamt strategisch nutzen wird, ist freilich mehr als fraglich. Ebenso ob sich der Mann aus den noblen Welten der Diplomatie und Kultur in der Kärntner Bodenständigkeit bemerkbar machen kann. Reinhold Lopatka als Staatssekretär wiederum ist ein klares Zeichen einer innerparteilichen Frontbegradigung: Parteichef Spindelegger hatte nämlich anfangs den Paladin seiner drei Vorgänger für illoyal gehalten und kaltgestellt – auch als Teil des alten steirisch-niederösterreichischen Antagonismus. Aber längst ist das personelle Reservoir der Schwarzen viel zu klein, als dass man sich solches leisten könnte. Das hat etwa auch vor kurzem das Avancement von Michael Ikrath zum Justizsprecher gezeigt, der ja bei Klubobmann Kopf lange in Ungnade gefallen war.

 

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