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Willkommen, liebe Spanierinnen!

Lesezeit: 2:30

Wie krank dieses Europa durch seine wohlfahrtsstaatliche Degeneration schon geworden ist, zeigt der gleichzeitige Blick auf Spanien und Griechenland einerseits, sowie Deutschland und Österreich andererseits. Genauer gesagt auf das, was zwischen diesen Ländern nicht stattfindet.

Es gibt nämlich keine Massenmigration von Süd nach Nord. Dabei sind in Spanien 45 Prozent der Jugendlichen arbeitslos. Dabei wandern nach Österreich alljährlich 105.000 Menschen auf der Flucht vor Armut und Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat ein – aber es sind kaum Spanier, Portugiesen, Griechen oder Iren darunter.

Auf diese erstaunliche Diskrepanz machte mich nun eine Diskussion im Karl-Kummer-Institut aufmerksam. Diese Nichtmigration innerhalb der EU widerspricht den ständigen Beteuerungen, wie wichtig doch die Freiheit der Arbeitsmärkte in der EU als Ausgleichsmechanismus bei sozialen Disparitäten sei (vor der sich die Arbeiterkammer so fürchtet). Diese Nichtmigration widerspricht auch der historischen Tradition dieser Völker: Nord- wie Südamerika wären recht menschenleer, wenn nicht junge Spanier, Portugiesen, Iren und auch Griechen zu Millionen dorthin ausgewandert wären, als sie daheim keine gute Zukunft gesehen haben.

Die jungen Südeuropäer wandern jedoch heute nicht mehr. Sie demonstrieren zwar tagsüber lustvoll gegen ihre Arbeitslosigkeit und begeilen sich an den Berichten der Journalisten, die sich wieder an der Hoffnung auf eine turbulente Revolution mit vielen bunten Bildern und linker Wirr-Rhetorik begeilen. Aber am Abend gehen die jungen Damen und Herren zurück ins gemütliche Hotel Mama zu Paella und Rioja. Und die Journalisten sitzen sowieso jeden Abend in den noblen Lokalen.

Keiner jener jugendlichen Arbeitslosen aus Südeuropa denkt daran, wirklich etwas an der eigenen Lage zu ändern (am ehesten tun das noch die Iren). Denn das soziale Netz in allen westlichen EU-Staaten ist längst so dicht, dass es sich auch ohne Arbeit ganz offensichtlich sehr gut leben lässt. In mancherlei Hinsicht sogar besser.

Aber auch Länder wie Österreich denken nicht daran, die meist gut ausgebildeten Miteuropäer gezielt anzuwerben. Dabei haben diese formal meist eine sehr gute Ausbildung – auch wenn natürlich klar ist, dass diese auf Grund der in den Krisenländern obligaten Gesamtschulpflicht lange nicht so gut ist, wie sie klingt. Aber trotzdem sind die durchschnittlichen Schulabsolventen aus jenen Länder noch immer um Welten besser ausgebildet als etwa die jungen Türkinnen, die Österreich nach wie vor massenweise auf Grund der angeblich so humanen Familienzusammenführung hereinlässt, obwohl die meisten von ihnen hier nur als Gebärmaschinen ihrer Cousins möglichst hohe Familienbeihilfe lukrieren sollen.

Politisch korrekte Menschen werden in ihrer Schlichtheit die Aufforderung natürlich sofort empört zurückweisen, dass die jungen Meeresanrainer Europas so wie ihre Vorfahren initiativ werden sollen. Genauso, wie es etwa die Sozialdemokraten immer empört abgelehnt haben, dass Wasserwerke oder Flughäfen privatisiert werden. Das aber muss nun in Griechenland geschehen. Und mit Sicherheit werden die Airports genauso wie die Wasserleitungen in absehbarer Zeit besser funktionieren – und zwar zu deutlich geringeren Kosten.

Ich jedenfalls würde die jungen Iren und Portugiesen mit Freude hier willkommen heißen. Und die Spanierinnen sowieso.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 07:06

    Das Problem der mangelnden Arbeitsmotivation ist ja nicht nur bei südländischen Jugendlichen, sondern auch in NMitteleuropa sehr stark verbreitet. Schon in der Mitttelschule wird den Schülern von den reichlich vorhandenen rot-grünen Pädagogen eingebleut, dass Wirtschaft ja etwas Ekliges ist und man sich gefälligst den progressiven Studienrichtungen
    zuzuwenden habe wie zB:
    Politikwissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Soziologie
    Umweltpädagogik, Frauen- und Geschlechtergeschichte,
    Gender Studies,
    Zeitgenössischer Bühnentanz,
    etc

    Und das Ergebnis dieser Gehirnwäsche sind dann Leute wie Laura Rudas und Nico Pelinka, die schon in jungen Jahren ausschließlich als Parteibefürsorgte tätig sind und nicht die geringste Ahnung vom Wirtschaftsleben haben...
    Wenn sie dann noch so strohdumm wie Laura Rudas sind, dann ist das wirklich eine Katastrophe
    Oder der/die ÖH-PolitrukIn Sigrid Maurer, die schon ihr drittes Studium begonnen hat, ohne sich je in der freien Wirtschaft auch nur einen Tag zu betätigen.....

    Und ähnliche Typen wird es auch in Europas Süden geben, die vor allem demonstrieren, etwas Progressives studieren und sich sonst in der breiten sozialen und familiären Hängematte bequem gemacht haben......
    und an einen Job in der bösen Wirtschaft nicht im Entferntesten denken.....
    Einer Karriere als NGO-Befürworter, konstrukiver Wutbürger oder militanter Tierschützer steht dann nichts im Wege.....

    Auf die jungen, feschen Spanierinnen wird man daher in Mitteleuropa leider verzichten müssen........

  2. Ausgezeichneter KommentatorNorman Bates
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 12:08

    Auch in der Gegenrichtung (Österreicher nach Spanien) funktioniert es kaum.

    Ein Beispiel aus meinem Umfeld vor ein paar Monaten: Top-ausgebildete Wirtschaftsabsolventin, perfektes Spanisch, mehrere Jahre erfolgreiche Berufstätigkeit, einige Angehörige bereits in Spanien, versuchte über Monate hinweg erfolglos, einen Job in Spanien zu bekommen.

    Es sieht so aus, als ob die Bevölkerung der alten und etablierten EU-Staaten nicht bereit für Migration von Eliten oder Leistungsträgern ist. Man bleibt lieber unter sich und schottet sich ab.

    Zusätzlich werden in gehobener Position auch noch die Sprachkenntnisse als Riegel oder Bollwerk eingesetzt. In Frankreich ohne ausgezeichnetes Französisch geht gar nicht, aber auch umgekehrt haben es Spanier ohne gute Deutsch-Kenntnisse bei uns auch nicht wirklich leicht.

    Einzige Ausnahme sind unsere Konzerne, zwischen deren Ländereinheiten zumindest etwas Austausch doch möglich oder auch manchmal gefördert wird. Da diese Konzerne (siehe Banken, Versicherungen oder Telekommunikation) aber hauptsächlich in CEE und eher nicht in Spanien oder Frankreich tätig sind, sieht es eben so aus, wie es aussieht.

    Wir haben Migration im Promillebereich bei Eliten und Leistungsträgern (z.B. Unis oder im Top-Management, vielleicht noch in der Diplomatie, bei UNO oder anderen Organisationen) und sonst hauptsächlich Migration der arbeitenden Klassen (Bau, Kellner, Reinigung, etc.) oder Migration in die Sozialsysteme.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 12:38

    Da paßt sehr gut die neueste Schlagzeile:

    http://www.orf.at/stories/2059848/

    Und dazu die absolut richtige Analyse von A. U., dann sieht man was dabei herauskommt, wenn der Sozialstaat ausufert.

    Man erreicht nämlich genau das Gegenteil von dem, was man vorgibt erreichen zu wollen: satte, bequeme junge Menschen, denen es an Leistungswille und Eigenverantwortung mangelt.

    Schönes neues Europa - wir werden uns in Zukunft von dem immer wieder angeführten Friedensargument als Rechtfertigung des aufgeblähten EU-Apparates verabschieden dürfen!

  4. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 15:55

    Die spanischen Jugendlichen sehen nun zunehmend ein, daß die Zukunft nicht so rosig ist, wie von den Sozialisten versprochen. Die früher Versorgten sehen sich als die zukünftig Entsorgten. Tja, die rosige Zukunft ist halt auch nicht mehr das, was sie einmal war.

    Wenn der letzte Transfer-Euro verkonsumiert und das Sozialfüllhorn verebbt ist, werden auch die Spanier herunter kommen von ihrer hohen Zeitpräferenz und anfangen zu sparen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 06:58

    Die arbeitslosen Mittelmeeranrainer kommen deswegen nicht nach Mittel- und Nordeuropa, weil es ihnen doch zu Hause noch relativ gut geht (staatliche und familiere Unterstützung, angenehmes Klima usw.) und ein starkes Heimatgefühl besitzen. Auch die noch immer ausgeprägten "christlichen Wurzeln" dürften da eine Rolle spielen. Das unterscheidet sie im wesentlichen von den Afrikanern, welche nun nach Europa strömen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 09:09

    bienvenidos senores y senoritas! una idea muy buena, senor del monte bajo!

  7. Ausgezeichneter KommentatorGOP
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 09:34

    Eigentlich müsste - politically correct - die Überschrift dieses Artikels "Willkommen liebe SpanierInnen" lauten. Denn es warten hier auch betagte Frauen und Homos auf feurige Spanier, welche man nicht mehr diskreditieren darf. Besondewrs dann, wenn gerade wieder in Wien der Lifeball stattgefunden hat. :-)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorgerdo
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Mai 2011 09:11

    Erstrebenswert ist das sicher nicht-aber auch keine Qual.Und wenn man hier alle Abrbeitsbeschaffungsmassnahemn etc. rausstreichen würde hätten wir bestimmt auch 30 % Arbeitslose J.

    Das Bulgarien und Rumänien nicht in die EU passen ist wohl jedem klar.Nur verrückte konnten dafür sein!
    In Rumänien sagt man zwar für etwas gut machen"etwas deutsch machen"aber die Deutschen sind alle abgehauen.Nun sagt man wohl eher nache Deutschland rübermachen....

  2. Ausgezeichneter Kommentatormirko
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2011 21:44

    Ja da gabs letztens auch einen BEricht im TV-die Spanischen Jugendlichen Arbeiten nur soviel das es zum PArty machen reicht und da sie meistens bei den Eltern wohnen ist das nicht viel.
    Hab aber bisher nur nette Spanier kennengelernt im Gegesatz zu manch anderen Völkern...

alle Kommentare

  1. Shailendra (kein Partner)
    21. Januar 2015 15:58

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  4. gerdo (kein Partner)
    30. Mai 2011 09:11

    Erstrebenswert ist das sicher nicht-aber auch keine Qual.Und wenn man hier alle Abrbeitsbeschaffungsmassnahemn etc. rausstreichen würde hätten wir bestimmt auch 30 % Arbeitslose J.

    Das Bulgarien und Rumänien nicht in die EU passen ist wohl jedem klar.Nur verrückte konnten dafür sein!
    In Rumänien sagt man zwar für etwas gut machen"etwas deutsch machen"aber die Deutschen sind alle abgehauen.Nun sagt man wohl eher nache Deutschland rübermachen....

  5. mirko (kein Partner)
    28. Mai 2011 21:44

    Ja da gabs letztens auch einen BEricht im TV-die Spanischen Jugendlichen Arbeiten nur soviel das es zum PArty machen reicht und da sie meistens bei den Eltern wohnen ist das nicht viel.
    Hab aber bisher nur nette Spanier kennengelernt im Gegesatz zu manch anderen Völkern...

  6. Jacky (kein Partner)
    26. Mai 2011 15:43

    "Und mit Sicherheit werden die Wasserleitungen in absehbarer Zeit besser funktionieren – und zwar zu deutlich geringeren Kosten."

    Nein, das werden sie nicht. Weder besser noch billiger. Abschreckende Beispiele aus der Geschichte gibt es genug.

    • Trollfresser (kein Partner)
      26. Mai 2011 17:04

      Man darf halt die heimlichen Roten nicht drinnen lassen.

  7. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    26. Mai 2011 14:01

    Spanierinnen sind mir tendenziell zu klein udn außerdem bauen sie ab 30 rapide ab. Geht gar nicht.

    • Trollfresser (kein Partner)
      26. Mai 2011 17:03

      Spar Dir Deine rassistischen Bemerkungen.

      Es ist doch unglaubliich, welche rüden Bemerkungen gegenüber Ausländern und noch dazu gegen Frauen man sich hier anhören muss. Du solltest Dich schämen für Deinen grenzenlosen Hass auf AusländerInnen, und Deine sexistischen Vorurteile kannst Du Dir auch sparen.

      Oder willst Du das alles nicht so gemeint haben. Na macht nichts, geht anderen gleich.

    • Segestes (kein Partner)
      26. Mai 2011 22:12

      Du bist ein ironiebefreiter Wortpolizist, gell, Trollfresser?

      PS: Mich stört optisch an Südländerinnen übrigens der weit verbreitete Damenbart :)

      http://3.bp.blogspot.com/-H5nFus9ojLw/TZZLmZ9bdDI/AAAAAAAAAMg/6xbzj_fzHYM/s1600/url.jpg

    • contra
      27. Mai 2011 00:37

      @Segestes

      Na, hallo - auch wenn es nicht Ihrem Geschmack entspricht, aber die Frida Kahlo war eine wunderschöne, hochbegabte, hochintelligente Frau.
      Daher kein sehr gutes Beispiel!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. Mai 2011 06:50

      Aber Kahlo war auch linkslinksgrünmarxistisch und knallfeministisch, also Obacht! Musste einmal gesagt werden.

      @ Trollfresser:
      Ich wollte nicht die Spanierinnen diskriminieren, eigentlich gild das für alle Anrainerinnen des Mittelmeerraums, Italienerinnen, Kroatinnen, Griechinnen, Türkinnen. Nur die Französinnen halten sich auf Dauer besser. ;)

    • Kapuzerer (kein Partner)
      27. Mai 2011 08:02

      @Trollfresser
      Wenn jemand sagt ihm gefallen Spanierinnen nicht, oder er mag sie halt ganz einfach nicht, so ist das noch lange kein Hass!
      Ich frage mich immer wieder im Zusammenhang mit der ganzen Ausländerproblematik warum ihr Linken, wenn jemand drauf hinweist dass wir nicht alle aufnehmen können, von Ausländerhass sprecht! Das ist noch lange kein Hass!

    • Kritiker (kein Partner)
      27. Mai 2011 08:55

      Der gleiche Spruch aus dem Munde eines kleinen Mitarbeiters von Graf oder Strache hätte die gleichen Möchtegernkomiker zu einem kollektiven Aufschrei über die Menschenverachtung und den Rassismus der bösen Rechtsextremen und dem Ruf nach einem Kerzerlmarsch, dem Staatsanwalt oder wahlweise gleich der Guillotine verleitet.
      Aber wenn die Linken im Parlament den Hitlergruß schreien, sind es eben nur Spaßvögel, gelle?
      Und was Spaß ist, legen natürlich nur diese fest!

    • Trollfresser (kein Partner)
      28. Mai 2011 21:36

      Segestes

      bin ich nicht. STF und ich haben hier offensichtlich Luftgitarre gegeneinander gespielt.

      Ich würde mir aber eine Frau vorstellen, die

      Maritis magis quam parentis animo, neque victa in lacrimis, neque voce supplex.

      wie glaublich Tacitus Deine Tochter schildert.

      Woher ein solches Prachtweib dann kommen mag, wäre mir egal. Da ich aber schon verheiratet bin, wird es nichts mit Dir als Schwiegerpapa.

      Außerdem scheint mit die einzige, die diese Tugenden derzeit aufweist Ruth Elsner zu sein

  8. Karl Rinnhofer
    26. Mai 2011 12:03

    Persönliche Analyse des Gegenwartsstatus an dieser Stelle anhand der Unterscheidung von Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat. Ich ersuche die geschätzten Mit-Bloger für den großen Umfang um Verständnis, begründe ihn mit der Sorge um die Konkurrenzfähigkeit unseres Staates, aber auch „Europas“, deren „Zukunftstauglichkeit“ trotz Friedenszeit und Ausbleiben externer Katastrophen leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird.

    Kriterium der Unterscheidung von (wünschenswertem) SOZIALSTAAT zu (abzulehnenden) WOHLFAHRTSSTAAT:

    A. SOZIALSTAAT: Nach dem unbestrittenen und grundsätzlich nicht zur Disposition zu stellenden Gebot der Solidarität greift das Gemeinwesen Bürgern unter die Arme, die unverschuldet in Not geraten sind, oder, wenn die Folgen eigenen Verschuldens unverhältnismäßig sind.

    B. WOHLFAHRTSSTAAT: Degeneration von „A“, wenn aus punktuell-temporärer oder anlassbezogener „Hilfe zur Selbsthilfe“ ein Dauer-Alimentierungsprinzip mit negativem Aufforderungscharakter zu Leistungseinbringung in das Gemeinwesen wird. Kennzeichen ist, dass artikulierbare „soziale Bedürftigkeit“ bewusst herbeigeführt werden kann und sich „selbstbewusst“ – eigendynamisch mit immer unerschämteren Forderungen ohne Bedeckungsbereitschaft erschöpft. Voraussehbare Folge ist der Run, zur politisch umworbenen, da Wählerkauf-affinen Gruppe des „kleinen Mannes“ zu gehören. Planbare „Hängematten-Strategie“ hat durchaus Aussicht auf Erfolg, durch das Zusammenspiel von gleichzeitigen Steuer- und Abgaben-Befreiungen bzw. -Reduzierungen bei gleichzeitigem Lukrieren einkommensabhängiger, kumulierbaren Transferzahlungen Netto-Lebensverdienstsummen von Mittelstands-Leistungsträgern nicht nur (annähernd) zu erreichen, sondern durchaus zu übertreffen.
    Gestützt wird das Funktionieren eben erwähnter Strategien durch Pervertierung der Wertehaltungen: Leistungsbereite gelten als „Besserverdiener“, auf die sich der hierzulende besonders leicht stimulierbare Neid der von ihnen Alimentierten durch flächendeckende Verachtung fokussiert. Gestützt wird es auch durch weiteren semantischen Betrug pervertierter Begrifflichkeit: „Soziale Gerechtigkeit“, „Solidarität“, „christliche Werthaltung“ werden zu Immunisierung unverschämter Robin-Hood-Mentalitäten samt de-facto-Enteignung missbraucht; Leistungsverweigerer werden dagegen mit dem verharmlosenden Etikett „sozial Schwacher“ belegt; potentiell Leistungsfähige werden in Abhängigkeiten getrieben, ihrer Würde beraubt; verantwortungsvoll Sparende werden der begrifflichen Stigmatisierung des „Reichen“ unterworfen, der „selbst-verständlich“ für alles zahlen, nichts bekommen dürfe. Selbst äußerst maßvolle Redimensionierungen von „Sozial“-Leistungen (die realiter längst Zwangsbeglückungen der „Wohlfahrts“-Degeneration sind) werden als „sozialer Kahlschlag“ stigmatisiert und damit völlig ungerechtfertigte Massenproteste stimuliert, die erst recht Produktivitätspotentiale unterminieren.

    DIE FOLGEN: Aus verhängnisvoller Gleichsetzung zweier völlig unterschiedlicher Konzepte ergeben sich: In der ersten Stufe Unfinanzierbarkeit trotz unverschämt-demotivierender Abgabenbelastung der Leistunsträger bei gleichzeitig weitgehendem Vorenthalten aller Transferleistungen mit nachfolgendem Delegieren der Bedeckung ausufernder Schuldenlasten durch Inflationierung (als Sekundärbelastung verantwortungsvoll Sparender), auf spätere Generationen oder durch Verschieben eines imaginär-virtuellen künftigen „Wirtschaftswachstums“, das die Probleme „von selbst lösen wird“ - nach Art eines Pyramidenspiels bei gleichzeitig kontraproduktiven Maßnahmen eben gegen dieses Wachstum durch Unterwanderung von Effizienz und Demotivation von Leistungspotentialen. In zweite Stufe ist noch fataler: Nicht auf Änderung der eigenen Situation durch Leistungs-, Qualifikations-, Verzichts-, Verantwortungs-, allfällig auch Risikobereitschaft werden die Denkressourcen und notwendigen Bestärkungen gelenkt, sondern auf Maximierung des zu Lukrierenden ohne Konnex zu eingebrachter Leistung. Letztere gilt bereits in der Schule als „verdächtig“, nicht wirklich zum „System“ passend, das doch soziale Chancen und materielle Ressourcen nach ganz andren Kriterien verteilt. Der auf seine persönliche Kompeten zu Setzende wird gedemütigt, allseits geneppt, zumindest verunsichert, weitgehend verachtet. „Jedem nach seinen (artikulierten) Bedürfnissen“ ... „Eigentum ist Diebstahl“. Dieser Kampfschrei des „realen Sozialismus“ (Kommunismus) richtete ganze selbst mit Rohstoffressourcen und grundsätzlichbegabter Bevölkerung vermeintlich privilegierte Staatenblöcke nachhaltig zu Grunde. Die verdorbenen Mentalitäten mit ihrem prolongierten „Anspruchs-Reflexen“ reichen weit in die mittlerweile geänderten Gesellschaftsstrukturen hinein; manche Ex-DDR-Bundesländer berauben sich so selbst ihrer Befreiung von Alimentierungen, Abhängigkeiten, Konkurrenz-Fähigkeiten.

    So führt sich das soziale System aus ursprünglich guten Anfängen tragisch selbst ad absurdum: Mangels Leistungsträgern durch Rückzug der „Nettozahler“ kann das Gemeinwesen nicht mehr konkurrenzfähig sein, ist am Ende nicht einmal mehr in der Lage, Leistungen des Sozialstaates an wirklich Bedürftige zu erbringen.

    All dies gilt nicht nur im staatlichen Kontext, sondern im internationalen Zusammenhang.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Mai 2011 12:31

      Wie wahr, wie wahr.

      Und dieser Unterbruch der Kette namens „persönliche Verantwortung“ - als charakterbildendes Element über Generationen wirksam - wird eine Lücke auftun, an der wir noch Jahrzehnte lang zu knabbern haben werden, wenn wir das alles überhaupt einigermaßen unbeschadet überstehen.

      Das sollte eigentlich den dafür Verantwortlichen auch bewusst sein.
      So blöd kann man ja nicht sein, dies nicht wahrzunehmen, wenn man es sogar schafft, gewählt zu werden.

      Füglich tippe ich auf „Vorsatz“.
      Was im Allgemeinen strafverschärfende Wirkung hat.

    • ProConsul
      26. Mai 2011 15:08

      ausgezeichneter Kommentar!

    • terbuan
      26. Mai 2011 19:02

      Karl R.
      wieder einmal, großartig, keiner kann es Dir gleichtun!*****

    • Kritiker (kein Partner)
      27. Mai 2011 10:00

      Wirtschaftlich gebildete Leute kennen das einfache "Pareto-Prinzip":
      20% der Menschen eines Staates besitzen 80% des Eigentums; die restlichen 80% nur 20% davon.
      Das gleiche Prinzip gilt bei der Leistung.
      20% der Menschen erbringen 80% der Leistung und umgekehrt.
      Was die Sozen tun, ist jenen 80%, die nur 20% der Gesamtleistung erbringen, einzureden, ihnen würde aus "Fairness" und "Gerechtigkeit" auch 80% des Eigentums zustehen. Dabei vergessen sie geflissentlich, dass dann die Leistung auch entsprechend angepasst gehört; ganz im Gegenteil bezeichnen sie das Einfordern einer Leistung als "menschenverachtend".
      So lukriert man eine Wählermasse, auch wenn man damit Armeen von dauerfordernden Leistungsverweigerern züchtet, die zu selbstständigem Leben und Eigenverantwortung gar nicht mehr in der Lage sind. Da die Züchter selbst den Mist nicht bezahlen müssen sondern wieder bei der malochenden Minderheit abladen, können sie nur dabei gewinnen.
      Der Mensch, ein Mensch, ist ein intelligentes Wesen.
      Aber sowie eine Masse zusammenkommt, blüht die Dummheit auf.
      Deshalb funktioniert es bis heute, dass Wenige über Viele nach Belieben herrschen und sie hemmungslso ausbeuten können. Denn die kurzsichtige Gier der Gruppen, aufgestachelt durch hetzerische Einpeitscher, ist grenzenlos, das vernunftgeleitete Nachdenken über die Folgen bleibt aber auf der Strecke.

  9. Torres (kein Partner)
    26. Mai 2011 10:38

    Hier zeigt Unterberger wieder einmal seine irrationale Ablehnung gewisser Völker: Spanierinnen (nicht integriert, kein Deutsch) sind willkommen, andere (z.B. Arigona, voll integriert, perfekt Deutsch) sind abzuschieben.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Mai 2011 11:08

      "Torres" hat einen kaum zu übersehenden spanischen "touch".
      Wohl weil ihm alles so vorkommt.

    • AGLT (kein Partner)
      26. Mai 2011 11:27

      Arigona + Sippe: Illegale, die jahrelang Österreich und seine nicht linken Bewohner verarschte

      Spanierinnen: 1. EU-Bürgerinnen mit westlichem Background, 2. wieso sollten die kein Deutsch können bzw. lernen (wollen)? Und von Nichtintegration kann keine Rede sein. Nichtintegrierte (auf eigenen Wunsch) findet man NUR bei Türken und anderen Mohammendanhängern.

      ¿ya?

    • Torres (kein Partner)
      26. Mai 2011 19:38

      @AGLT
      Nochmals, zum besseren Verständnis: Arigona: kann schon Deutsch (ob die Spanierin das überhaupt lernen können/wollen?), ist voll (österreichisch, nicht nur "westeuropäischer Background") integriert, ist praktisch Österreicherin. Und ja, übrigens: Arigona ist seit längerer Zeit wieder in Österreich, wird wohl bleiben. Das Gescheiteste, was passieren konnte. Oder sollte man sie, nachdem sie hier die Schule besucht hat (also nachdem Österreich viel Geld in sie investiert hat), rein aus Rache für die Fehler ihrer Eltern (sie selbst war ja viel zu klein/zu jung, um gegen Gesetze, Abschiebung usw. zu verstoßen), sozusagen als "Sippenhaftung" abschieben? Das wäre menschenverachtend und niederträchtig. Zum Glück (und zum Ärger von Unterberger und seinen kritiklosen Bewunderern) hat man sich eines Besseren besonnen.

    • terbuan
      26. Mai 2011 20:58

      Torres
      Und was soll sie jetzt werden? Ein glühendes Vorbild für eine ganze Generation junger Mädchen aus fernen Ländern, denen es Arigona gezeigt hat, wie man den Sozialstaat Österreich benutzen kann, um aus ärmlichen Verhältnissen zu Wohlstand zu gelangen, unter Umgehung des geltenden Rechts? Na Bravo, auf Ihrem Rechtsverständnis bauen wir unsere Zukunft auf, am besten wir werfen sie gleich weg!

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Mai 2011 22:12

      Aus der Beugung oder dem Bruch eines Rechts (Asylrecht) kann kein Anspruch erwachsen. Bestenfalls einer auf Strafe.

      Wer das nicht schnallt, dem ist nicht zu helfen.

  10. cmh (kein Partner)
    26. Mai 2011 10:02

    Die Leute aus Mitteldeutschland sind aber sehr wohl im Gastgewerbe und auch auf Alpenvereinshütten zu finden.

    Es kann also nicht nur am Rioja und am Reiseintopf liegen.

    Unser politisches Establishment hat halt lieber die Kopftüchln. (NB: Mietverträge schließen sich in Fafürlüten meist mit Kopftüchln und nicht mit Pashas.)

    Man stelle sich vor, die Iren würden uns derart überfuten. Die täten dann auch noch glatt am Sonntag in die Mess' gehen!

  11. byrig
    25. Mai 2011 23:31

    unterberger zeigt schön auf,wo das wirkliche problem europas liegt.es sind nicht die offenen grenzen innerhalb europas und seiner völker,die probleme machen.
    der bevölkerungsaustausch innerhalb europas zwischen den angestammten völkern ist problemlos und wünschenswert.
    jeder ire oder luxemburger wird problemlos überall in europa anerkannt und aufgenommen werden,und vice versa.
    die probleme entstehen durch die massive zuwanderung von menschen und völkern,die ausserhalb unseres kontinents kommen,mit völlig anderer kultur und meist auch religion.
    und hier haben sich europas politiker schuldig gemacht,haben gegen die interessen ihrer länder gehandelt,haben partei-und wirtschaftsinteressen vor die ihrer länder gestellt.
    ohne diese "fremdartigen" zuwanderer hätte europa wohl kaum ein problem bezüglich migration oder wanderung,es wäre ähnlich wie z.b. in usa.
    dort gibt es sicher keine schlagzeilen,wenn 10 texaner nach wyoming ziehen.
    die aufnahme von millionen moslems in europa ist da von ganz anderer,negativer qualität.da kann dann schon ein islamistischer türkischer premierminister nach deutschland kommen und in köln vör zehntausenden sogenannten deutschtürken behaupten,diese wären seine islamischen soldaten,die moscheen im "feindesland" kasernen und die minarette raketen.
    und über schwedische oder dänische zuwanderung würde ich mich besonders freuen.

    • Susanna (kein Partner)
      26. Mai 2011 08:50

      Sind wirklich die Politiker schuld? Das souveräne Volk hat entschieden: So ist das, wenn Meinungen nicht gewogen, sondern gezählt werden...

    • cmh (kein Partner)
      26. Mai 2011 09:54

      @Susanna

      Einerseits ja, aber andererseits stinkt der Fisch vom Kopf.

      Ich würde mir folgende Aufteilung vorstellen:

      Der Souveränt trägt die Verantwortung und die Lasten für sein gedankenloses Entscheiden. Die Politiker werden mit nassen Fetzen für ihre Lügen von Brüssel nach Lampedusa oder Istanbul geprügelt.

      Obwohl es würde Eisenstadt-Eberau genügen.

    • Kritiker (kein Partner)
      26. Mai 2011 10:03

      Susanna, die Mehrheit hat entschieden, dass keiner der zur Wahl Stehenden ihre Stimme verdient.
      Die von diesen Politikern selbst geschaffene Rechtslage der persönlichen Unantastbarkeit hat dazu geführt, dass selbst eine Stimmverweigerung von 99 Prozent keinerlei Konsequenzen für die dergestalt Abgewatschten bedeutet.
      Das Volk kann entscheiden, was es will, unsere Form der Demokratie ist nur eine scheindemokratische Parteiendiktatur und unbrauchbar. Nur eine direkte Demokratie und ein politisch wieder interessiertes Volk können zu brauchbaren Regierungsformen führen. Wir enden in einer Ochlokratie.

  12. terbuan
    25. Mai 2011 22:11

    OT
    Es ist zwar nicht meine Lieblingsmannschaft, aber Gratulation und Respekt vor dem neuen Meister Sturm-Graz, die Steirer jubeln, es sei Ihnen gegönnt!

  13. terbuan
    25. Mai 2011 19:59

    Jetzt werde ich auch ganz OT, aber es muß sein:
    Kurz präsentiert ein Maßnahmenpaket zur Migration und HBP gibt scheinheilig seinen entbehrlichen Senf dazu:
    "
    Menschenwürde und Menschenrechte seien Werte, „die nicht an der Grenze eines Landes oder einer Region ihre Gültigkeit verlieren“. Wer nationale oder andere Emotionen gegen Menschen mit anderer Sprache oder Religion in Stellung bringe, ignoriere wichtige Grundsätze der Menschlichkeit – „und fügt letzten Endes auch der eigenen Bevölkerung Schaden zu“.

    Bla, bla, bla und ein Poster schreibt treffend dazu:
    Gast: Die Elite zittert vor den Leserbriefen

    Was glaubt ihr, wie Eure Kommentare den Entscheidern jucken?
    Das interessiert diesen Herrschaften nicht die Bohne. Sie wissen zudem, daß ein beträchtlicher Teil, auf jeden Fall die Mehrheit der Wähler, vom Staat lebt. Glaubt wirklich irgendjemand, daß Leserbriefe irgendetwas ändern können? Und mehr kriegt man hierzulande nicht mehr zustande. Die Politiker freut es derweil, daß der Frust über die Tastatur abgeladen wird, anstatt in brennenden Barrikaden.

    Und so wird alles so bleiben, wie es ist. Bis der Staat bankrott ist. Und am Ende seid ihr noch Rentner und verteidigt das System, weil es auch für euch so viel zu verlieren gibt.

    Es ist wirklich Zeit, mehr zu tun als nur den Frust abzuladen!
    Einen schönen Abend noch,

  14. Celian
    25. Mai 2011 15:55

    Die spanischen Jugendlichen sehen nun zunehmend ein, daß die Zukunft nicht so rosig ist, wie von den Sozialisten versprochen. Die früher Versorgten sehen sich als die zukünftig Entsorgten. Tja, die rosige Zukunft ist halt auch nicht mehr das, was sie einmal war.

    Wenn der letzte Transfer-Euro verkonsumiert und das Sozialfüllhorn verebbt ist, werden auch die Spanier herunter kommen von ihrer hohen Zeitpräferenz und anfangen zu sparen.

  15. alfons adam
    25. Mai 2011 15:32

    Vieles, was hier gesagt wird, regt im positiven Sinn zum Nachdenken an. Was fehlt, sind Überlegungen zur Verbesserung unseres Zusammenlebens. Ein Gesamtkonzept zu erwarten, ist sicher zu viel verlangt. Aber ansatzweise sollten Konzepte für eine bessere Gesellschaft vorgelegt bzw. diskutiert werden. Die Diagnose ist wichtig, die richtige Diagnose ist sogar Voraussetzung für eine wirksame Therapie. Hier ein Versuch meinerseits, dem ich ein Zitat von Jürgen Habermas vorausschicke:
    "Die weltanschauliche Neutralität der Staatsgewalt, die gleiche ethische Freiheiten für jeden Bürger garantiert, ist unvereinbar mit der politischen Verallgemeinerung einer säkularistischen Weltsicht. Säkularisierte Bürger dürfen, soweit sie in ihrer Rolle als Staatsbürger auftreten, weder religiösen Weltbildern grundsätzlich ein Wahrheitspotential absprechen, noch den gläubigen Mitbürgern das Recht bestreiten, in religiöser Sprache Beiträge zu öffentlichen Diskussionen zu machen. Eine liberale politische Kultur kann sogar von den säkularisierten Bürgern erwarten, daß sie sich an Anstrengungen beteiligen, relevante Beiträge aus der religiösen in eine öffentlich zugängliche Sprache zu übersetzen."
    Nun denn: Wenn wir davon ausgehen, daß Wert und Würde des Menschen in seiner Gottebenbildlichkeit begründet sind, dann müssen wir den absoluten (verfassungsmäßigen) Schutz des Menschenlebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod fordern. Also weg mit der "Fristenregelung". Die rechtlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen wären gewaltig. Daran anschließend die Überlegung, daß Kinder nicht nur das Recht haben müssen, ihren Geburtstag zu erleben, sondern intakte Familien brauchen, um an Leib und Seele gesund heranwachsen zu können. Und weil sie in den ersten Lebensjahren dazu ausschließlich die Mutter als Bezugsperson brauchen, ist eine radikale Änderung des Ehe- und Familienrechts erforderlich. Alleinverdienende Väter müssen ihrer Familie den üblichen Lebensstandard bieten können, die Rechte der Ehefrauen und Mütter müssen gestärkt werden. In Bildung und Erziehung ist gegen die Verhütungs- und Abtreibungsmentalität vorzugehen und eine Änderung der Einstellung zu Sexualität anzustreben. Unter solchen Voraussetzungen kann auch wieder der Stellenwert jener vier Kardinaltugenden betont werden, die schon in vorchristlicher Zeit als unerläßlich für ein funktionierendes Gemeinwesen erachtet wurden, nämlich Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung.
    Ich halte die Konsequenzen aus diesen Gedankengängen für mehrheitsfähig. Doch es müßten sich Menschen finden, die den Zusammenhang der Außerachtlassung all dessen zur heutigen Misere erklären können und wollen und die die Auswege aufzeigen. Ich bin dabei, Mitstreiter zu suchen.

    • Kapuzerer (kein Partner)
      26. Mai 2011 08:36

      Dank an Herrn Alfons Adam!
      Die sogenannte Fristenlösung ist ein ungeheures Verbrechen!
      Diese und die Verhütungsmentalität sind die Ursachen der gegenwärtigen Malaise und diese wird sich rasant verschlimmern! Die Regierenden und leider ein großer Teil der Bevölkerung machen tapfer Augen und Ohren zu um nicht sehen und hören zu müssen dass wir längst am Abgrund dahinschrammen!
      Umkehr kommt natürlich überhaupt nicht in Frage! Da veranstaltet man schon lieber einen Life-Ball und sonstige Blödheiten und macht weiter wie bisher!

  16. inside
    25. Mai 2011 15:13

    OT
    Aus dem Ortner Blog von heute:

    ...“…Die Europäische Zentralbank (EZB) schweigt zu dem Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” über mögliche Bilanzrisiken in Milliardenhöhe. Das Blatt hatte am Montag ohne Angabe von Quellen berichtet, verschiedene Zentralbanken der Euro-Zone hätten Geschäftsbanken Kredite gegen höchst zweifelhafte Sicherheiten gewährt. Als Folge drohten den Notenbanken und der EZB potenzielle Risiken im hohen Milliardenvolumen. Bei der Euro-Notenbank hieß es dazu auf Anfrage lediglich: “Kein Kommentar.” (FTD)...

    Weiss mittlerweile jemand hier mehr?

    • terbuan
      25. Mai 2011 15:25

      Tja, das Pyramidenspiel strebt dem Höhepunkt zu, warm anziehen!
      mehr..
      http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:schuldenkrise-der-spiegel-bericht-die-ezb-und-ihr-schweigen/60056330.html
      Es wird nur mehr gelogen, durchgeschwindelt, Loch auf Loch zu, etc.
      Wie ein Poster schon richtig bemerkt hat: "Die Überraschung kommt dann über Nacht!"
      Ein gewisser Bargeldvorrat unter der Matratze könnte nicht schaden, denn alle Bankomaten werden dann anzeigen: Störung, derzeit keine Abhebung möglich!

    • terbuan
      25. Mai 2011 15:34

      Der Goldpreis hat übrigens heute in Euro mit 1.084,13/oz einen neuerlichen Höchststand erreicht, was von einem anhaltenden Vertrauensverlust in die aufgeblähten Papierwährungen zeugt!

    • brechstange
      25. Mai 2011 18:25

      Axel Weber ist nicht umsonst zurückgetreten. Köhler auch nicht.

  17. terbuan
    25. Mai 2011 14:26

    Nach den bisherigen Kommentaren kann ich mich sehr gut in Lage griechischer und spanischer Gewerkschafter versetzen:
    Sie schüren den Neid und wollen politisches Kleingeld machen:
    "Ihr bekommt mickrige 400-500 Euro Mindestsicherung fürs Nichtstun, in Deutschland, Österreich und anderen Ländern gibt es mehr als Doppelte!
    Geht auf die Straße und holt Euch die Differenz, unsere Schulden sind uns egal, das sollen die fetten und reichen Deutschen, Niederländer und Österreicher bezahlen, die haben doch genug! "
    Ein Schelm ist, wer böses dabei denkt!

    • brechstange
      25. Mai 2011 18:26

      Und dazu kommt, dass Deutschland und Co maximalen Gewinn mit den armen Südländern machte. So einfach ist populistisches Geschrei.

  18. terbuan
    25. Mai 2011 13:31

    Weil heute schon sehr viel Humor ins Forum gebracht wurde, dem Grafen, Cotopaxi und Simplicissimus sei Dank, ein Witz aus Spanien, ins Deutsche übertragen:

    Am Abend des 6. Tages sah sich der Liebe Gott sein Werk an. Alles schien schön - aber da war ein Pärchen, das traurig aussah: die Andalusier. "Wir haben kein Land...", klagten sie.
    "Haben wir gleich!" sagte der Herr. "Was wollt ihr haben?"
    "Oh, schöne Strände - grüne Auen - viel Sonne - aber auch genügend Regen - sanfte Hügel - hohe Berge mit ewigem Schnee - grosse Flüsse - kleine Bäche - Wälder - Seen - schöne Kühe - Schafe - tolle Pferde - liebe Leute - grosse Städte - weisse Dörfer - auch etwas Wüste wäre schön - gute Reben ..." zählten sie abwechselnd auf, und zu jedem Punkt sagte der Herr: "Es sei!"
    So entstand das Meisterwerk Andalusien. Doch dann fiel dem Andalusier noch etwas ein:
    "Ach, und, bitte, immer eine gute Regierung!"
    Der Liebe Gott hatte schon das "Es sei!" auf der Zungenspitze, aber dann fiel ihm etwas auf:
    "Oh nein!" lachte er. "Wenn ihr zu allem, was ihr schon habt, auch noch eine Garantie für gute Regierung wollt, dann wäre das ja das Paradies! Und DAS gibt es nicht!"

    -----------------------
    España está más allá de la playa...

    • simplicissimus
      25. Mai 2011 14:14

      ... pero para siempre se pondra a bailar!

      noch ist spanien nicht verloren, ojala!

      danke für den witz terbuan.

    • terbuan
      25. Mai 2011 14:38

      tal como es..muchas gracias simplicissimus

  19. libertus
    25. Mai 2011 12:38

    Da paßt sehr gut die neueste Schlagzeile:

    http://www.orf.at/stories/2059848/

    Und dazu die absolut richtige Analyse von A. U., dann sieht man was dabei herauskommt, wenn der Sozialstaat ausufert.

    Man erreicht nämlich genau das Gegenteil von dem, was man vorgibt erreichen zu wollen: satte, bequeme junge Menschen, denen es an Leistungswille und Eigenverantwortung mangelt.

    Schönes neues Europa - wir werden uns in Zukunft von dem immer wieder angeführten Friedensargument als Rechtfertigung des aufgeblähten EU-Apparates verabschieden dürfen!

  20. Martin Bauer
    25. Mai 2011 12:25

    Erich Bauer:

    OT
    Am Montag wurde in Wels ein Insolvenzverfahren eröffnet. Trotz Schliessung von 5 der 16 Filialen, war die Sanierung nicht möglich.

    Richtig.
    Wir sprechen von der letzten Arbeiter-Konsumgenossenschaft!

    • terbuan
      25. Mai 2011 12:57

      Es handelt sich dabei um die Konsumgenossenschaft Salzkammergut, die früher auch im Ausseerland Filialen hatte, die jetzt von Franchisepartnern der Unimarkt-Gruppe weitergeführt werden.
      Angesichts der Marktdominanz von REWE und Spar ist ein Überleben von derart kleinen Lebensmittelfilialisten fast unmöglich, muß man fairerweise anmerken.

    • brechstange
      25. Mai 2011 18:32

      @terbuan
      Jedes Wettbewerbs- und Kartellrecht wurde in den letzten Jahrzehnten mit den Füßen getreten. Die Folgen spüren wir jetzt drastisch.

  21. Norman Bates
    25. Mai 2011 12:08

    Auch in der Gegenrichtung (Österreicher nach Spanien) funktioniert es kaum.

    Ein Beispiel aus meinem Umfeld vor ein paar Monaten: Top-ausgebildete Wirtschaftsabsolventin, perfektes Spanisch, mehrere Jahre erfolgreiche Berufstätigkeit, einige Angehörige bereits in Spanien, versuchte über Monate hinweg erfolglos, einen Job in Spanien zu bekommen.

    Es sieht so aus, als ob die Bevölkerung der alten und etablierten EU-Staaten nicht bereit für Migration von Eliten oder Leistungsträgern ist. Man bleibt lieber unter sich und schottet sich ab.

    Zusätzlich werden in gehobener Position auch noch die Sprachkenntnisse als Riegel oder Bollwerk eingesetzt. In Frankreich ohne ausgezeichnetes Französisch geht gar nicht, aber auch umgekehrt haben es Spanier ohne gute Deutsch-Kenntnisse bei uns auch nicht wirklich leicht.

    Einzige Ausnahme sind unsere Konzerne, zwischen deren Ländereinheiten zumindest etwas Austausch doch möglich oder auch manchmal gefördert wird. Da diese Konzerne (siehe Banken, Versicherungen oder Telekommunikation) aber hauptsächlich in CEE und eher nicht in Spanien oder Frankreich tätig sind, sieht es eben so aus, wie es aussieht.

    Wir haben Migration im Promillebereich bei Eliten und Leistungsträgern (z.B. Unis oder im Top-Management, vielleicht noch in der Diplomatie, bei UNO oder anderen Organisationen) und sonst hauptsächlich Migration der arbeitenden Klassen (Bau, Kellner, Reinigung, etc.) oder Migration in die Sozialsysteme.

    • simplicissimus
      25. Mai 2011 12:25

      sie haben recht, aber wenn ich von allem die schnauze voll hab, mach ich einen wiener würstelstand in madrid auf. erfolg garantiert, gerade bei der kommenden superkrise.
      selbst ist das pc-männchen heutzutage.

    • Norman Bates
      25. Mai 2011 12:44

      Wiener Würstelstand in Madrid klingt nach einer guten Idee. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die dort so auf Kebab und Pizza stehen ;-)

      Aber natürlich, Ihre Idee würde schon funktionieren. Wenn Sie Ihre Reichtümer gleich mitbringen und sich dort eine Finca kaufen, oder wenn Sie sich selbst mit einem Geschäft versorgen können, haben sie es sicher etwas einfacher.

      Unerwünschter ist die Migration in den gehobenen Arbeitsmarkt und offensichtlich etwas schlechter als bei uns gestellt, ist die Migration in die Sozialsysteme.

      Deshalb wäre es ein Zeichen der Zeit, wenn man die Migration von Eliten und Leistungsträgern fördern würde. Die Migration der Arbeiterklassen funktioniert ohnehin bereits ausreichend. Last, but not least, wäre die Migration in die Sozialsysteme deutlich zu reduzieren.

    • simplicissimus
      25. Mai 2011 13:02

      völlige zustimmung.

    • cmh (kein Partner)
      26. Mai 2011 10:11

      Bei der Gelegenheit fällt mir noch ein Unterschied auf:

      Wenn ein EU-Bürger (!) in ein anderes EU-Land (!) zieht, dann hat er ohne exzellente Sprachkenntnisse kein Leiberl. Nur so lala Deutschkurse um die Ausschilderung zur Förderstelle zu finden genügen da nicht.

      Und da muss man sich doch noch tatsächlich hinstellen, und mit irgenwelchen GutmenschInnen (gut nur nicht im Hirn) doch tatsächlich darüber diskutieren, ob man es unseren noblen Immigranten überhaupt zumuten kann, Deutsch zu lernen. Von Deutsch können ist dabei selbstmurmelnd noch nicht die Rede.

      Unsere Probleme werden nicht in Istanbul oder Ostanatolien gemacht, sondern in der Lö, der Argentinierstraße, der Prinz-Eugen-Straße und am Rooseveltplatz.

    • Norman Bates
      26. Mai 2011 21:06

      @cmh

      Das ist richtig, leider. Die Eliten diskriminieren und darunter sind auch die Gutmenschen-Eliten zu subsummieren, die den Wettbewerb eben auch fürchten.

  22. Erich Bauer
    25. Mai 2011 12:00

    Theorie der Wohlfahrt.

    Die Dienstleistungsgesellschaft führt über kurz oder lang in die "Beschäftigungsgesellschaft". Die "Dienstleistungsgesellschaft" löst fürs Erste einmal die Industriegesellschaft ab. Damit wird das Gewerbe als Zulieferer und Zuarbeiter nicht mehr in diesem Ausmaß gebraucht. Die "Dienstleister" werden dadurch naturgemäß mehr an der Zahl. Allerdings, ohne ARBEIT... Nun, fühlt sich die POLITIK "gefordert". Sie nimmt die "Herausforderung" an und schafft "Beschäftigungsstätten" sonder Zahl. Ministerien, Staatssekreteriate, NGO-Institutionen, unzählige andere "Anstalten" und öffentliche Einrichtungen. Die meisten dieser "Anstalten" sind "l'art pour l'art"... Es ist dort ziemlich unerheblich ob die dort BESCHÄFTIGTEN auf Urlaub, Krankenstand, Bildungskarenz etc. sind. Damit geht die Dienstleistungsgesellschaft stufenlos in die "Beschäftigungsgesellschaft" über. Noch ist das ZIEL aber nicht erreicht - die VOLLBESCHÄFTIGUNG!

    Daher "beschäftigt" sich eine wachsende Anzahl in den "Anstalten" mit restriktiven Vorschriften, Bestimmungen, Quotenregeln und vor allem Steuereintreibungen FÜR die noch sich regenden Gewerbebetriebe. Das "Endziel" ist dann erreicht, wenn das "Gewerbe- und Industriemuseum" errichtet und ALLE "beschäftigt" sind...

    "Die Wirtschaft aus dem die Schuldenträume sind..."

    • brechstange
      25. Mai 2011 12:08

      Ein weitere fataler Irrtum der Ökonomen und Volkswirte:

      Das die Industriegesellschaft durch die Dienstleistungsgesellschaft abgelöst wird. Dabei kann es nur ein Miteinander und ein bisschen Nebeneinander geben.

      Die Politiker sind bzw. waren zu "blöd" - um es mit Treichl zu halten - diese Irrtümer zu erkennen.

    • Martin Bauer
      25. Mai 2011 12:09

      Erich Bauer

      Wieso Theorie? ... :-)

    • Erich Bauer
      25. Mai 2011 12:39

      Martin Bauer,

      Das ist die "Theorie"! Leider muß ich darauf bestehen. :-) Wir befinden uns noch immer in der "Experimentphase"... Wenngleich wir das bald schon abgeschlossen haben. :-) Viele Versuchskarnickel liegen schon reichlich desorientiert herum... Und die jungen Häschen finden keine PERSPEKTIVE.

      Die Projektwissenschaftler schauen auch schon ziemlich blöd. Verständnislos und ein bißchen ängstlich dokumentieren sie das "Ultra"-Phänomen. Dabei haben sie diese Wohlfahrt-Fan-Karnickel immer besonders gut behandelt und gestreichelt...

    • Martin Bauer
      25. Mai 2011 12:55

      Erich Bauer

      ... Dabei haben sie diese Wohlfahrt-Fan-Karnickel immer besonders gut behandelt und gestreichelt...
      ...
      Na geh'. Sein's net so streng mit denan Religionsausübern. Die haben ja eh' 4 verhaftet und 40 ausgeforscht...... Pech nur, dass das wahrscheinlich alle panatinaikos'sche Griechen sind....

  23. terbuan
    25. Mai 2011 11:56

    Wie trist die Lage in Spanien angesichts einer Arbeitslosenquote von 21% ist (jeder 2. Jugendliche ist ohne Beschäftigung) zeigt folgende Aussage:

    Pedro Videla, Wirtschaftsprofessor an der IESE Business School in Barcelona, beantwortet die Frage, wann das Land wieder das Niveau von Mitte der 2000er Jahre erreichen könnte, so: "Vielleicht in 150 Jahren - oder auch nie mehr."

    mehr.....
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,759738,00.html

    Deutschland wirbt übrigens jetzt um arbeitslose spanische Ingenieure, das Haupthindernis sind jedoch mangelnde Sprachkenntnisse!

    http://www.moz.de/wirtschaft/wirtschaft/artikel-ansicht/dg/0/1/300780/

    Wir werden noch ein Riesenproblem haben mit diesem Land, denn Spanien ist nicht Griechenland oder Portugal, das Land hat fast 50 Mio. Einwohner!

    • brechstange
      25. Mai 2011 12:04

      Auch Spanien ist ein typischer Fall für den misslungenen Euro-Wirtschaftsraum. , 1999 wurde der Euro als Buchgeld eingeführt.

      Die Organisierte Kriminalität lastet auf Spanien. In Barcelona werden Drogen angeboten, wie Kaffee, Würstel, Tee bei uns am Bahnhof. Ganz offen und das ist nur der sichtbare Teil der Ehrenwerten Gesellschaft.

  24. brechstange
    25. Mai 2011 11:28

    Für die Kurz'schen "Top 100 Migranten" werden sie aber zu spät kommen.

    Es geht weiter im Stil des Geil-o-Mobils und das nun ganz offiziell auf Steuerzahlers Kosten.

    Enttäuschend!

  25. Stadtindianer
    25. Mai 2011 09:54

    Die Situation erfüllt mich mit Sorge! Dass hier die Politik versagt hat - zumindest in SP und GR - ist offensichtlich. Dass hier die geschichtliche Entwicklung mit Bürgerkrieg, Diktaturen, Sozialismus und starkem Euro-Kommunismus eine Rolle spielt, nehme ich fix an.
    Zur Abrundung des Artikels: In meinem Betrieb (eh Betrieb in dem ich arbeite) arbeiten mehrere SpanierInnen, seit kurzem. Sie sind sehr gut ausgebildet, viel Auslandserfahrung und mehrsprachig. Trotz dieser Qualifikationen ist es für sie nicht leicht fixe Verträge zu bekommen. - Die Idee, anstatt Sozialfälle bestausgebildete Spanier (und auch Griechen) bei uns anzuwerben, hat ihre charmanten Seiten. Spanier und Griechen sind für uns jedenfalls eine Bereicherung.

  26. Graf Berge von Grips
    25. Mai 2011 09:48

    Nr,383
    Ich seh' seit langem aus Alemaaaanien
    eher eine Landflucht Richtung Spanien!

    • terbuan
      25. Mai 2011 10:04

      Danke lieber Graf, aber leider

      "Mallorca ist schon voll,
      das find ich gar nicht toll!"

    • Graf Berge von Grips
      25. Mai 2011 10:26

      terbuan

      Immer noch besser als die Rheinland-Pfalzer
      tanzen in Wien ihren Geriatrik-Walzer... :-)

    • Cotopaxi
      25. Mai 2011 10:27

      Bevor ich zu den Ballermanns reiss aus
      besuch ich Sprachkurs in Wien-Fünfhaus

    • simplicissimus
      25. Mai 2011 12:16

      del aleman quien pide cola
      se rie mucho la espanola!

    • Alfred E. Neumann
      25. Mai 2011 12:57

      Alle miteinander *****!

  27. GOP
    25. Mai 2011 09:34

    Eigentlich müsste - politically correct - die Überschrift dieses Artikels "Willkommen liebe SpanierInnen" lauten. Denn es warten hier auch betagte Frauen und Homos auf feurige Spanier, welche man nicht mehr diskreditieren darf. Besondewrs dann, wenn gerade wieder in Wien der Lifeball stattgefunden hat. :-)

    • simplicissimus
      25. Mai 2011 10:44

      im pc-sinn schlage ich lieber senoritas und - das bisher nicht existierende - senoritos vor. solchermassen abgewertet erspart sich der caballero das binnen I und gibt artig und eindeutig sein gleichsein mit den guapas (hübschen) zu erkennen.
      die lateinamerikanische frage, was wohl stärker wäre, der machismo oder die celos (gemeint ist weibliche eifersucht) wäre damit gelöst.

  28. simplicissimus
    25. Mai 2011 09:09

    bienvenidos senores y senoritas! una idea muy buena, senor del monte bajo!

    • terbuan
      25. Mai 2011 09:37

      Gracias Senor!

      Der spanische Unterberger ist einfach köstlich :-)

    • simplicissimus
      25. Mai 2011 10:32

      eine vielleicht bessere variante wäre:andreas bajamontana. monte bajo heisst eigentlich buschwald.
      mein spanisch ist nicht das allerfrischeste mehr, daher her mit den spaniern und spanierinnen!

    • terbuan
      25. Mai 2011 10:55

      Andreas en la Montana wäre vielleicht auch eine Variante, aber die mit dem Buschwald paßt schon, denn er weiß immer, wenn etwas im Busch ist!

    • simplicissimus
      25. Mai 2011 11:35

      terbuan: :-)

  29. terbuan
    25. Mai 2011 09:07

    Habe etwas recherchiert im Internet und dabei folgendes ermittelt:

    Derzeit leben etwa 1,5 Mio. Spanier im Ausland, die Mehrheit in Südamerika (ca. 900.000), in Europa die meisten in Frankreich (130.000), Deutschland (100.000) und der Schweiz (90.000).
    http://www.spanien-bilder.com/lexikon/spanier-im-ausland.htmHinsicht

    Hinsichtlich Sozialleistungen sieht es so aus:
    Sozialhilfe/Arbeitslosengeld liegt meist um die EUR 400, die Höchstgrenze liegt 2011 etwa bei EUR 532 (IPREM) Bemessungsgrundlage für viele Hilfsleistungen)
    http://www.madrid.diplo.de/contentblob/2342656/Daten/1183491/DDateiSozialhilfeInSpanien.pdf

    Also brüllend sind diese Leistungen nicht, da fragt man sich schon, liegt es an der mangelnden Mobilität, Qualifikation und oder den Sprachbarrieren, dass so wenige das Glück in anderen Ländern der EU suchen?

    Dabei sind sehr viele der jungen Spanierinnen ein überaus erfreulicher Anblick! :-)

    • Kapuzerer (kein Partner)
      26. Mai 2011 08:42

      @ terbuan

      "Dabei sind sehr viele der jungen Spanierinnen ein überaus erfreulicher Anblick! :-)"

      Sie ahnen gar nicht welch ein Schelm ich bin!

  30. stachel
    25. Mai 2011 08:17

    Es "feiern" nicht nur die Mittelmeeranrainer statt zu arbeiten, sondern etwa auch die Bulgaren. Eben aus Bulgarien heimgekehrt ist festzustellen, daß die Ära der Kommunisten nach wie vor nicht überwunden ist. Die Aufnahme der Bulgaren in die EU war ein eklatanter Mißgriff. Investierten nicht ausländische Unternehmen, hätte sich in Bugarien überhaupt nichts geändert. Die Mentalität heißt " Hand aufhalten und warten, daß einem geholfen wird." Es waren Politiker, auch Österreicher, die wider besseres Wissen Rumänien und Bulgarien in die EU brachten. Gleiches passiert jetzt mit Kroatien, es hat sich dort doch im Hinblick auf Korruption und Klientelpolitik nichts geändert. Mit Wirtschaftsinteressen allein die Aufnahme in die EU zu begründen, reicht nicht. Das (leider) konsequent falsche Verhalten der ÖVP in dieser Frage, vom Vizekanzler, Außenminister und Parteiobmann fortgesetzt, wird die Volkspartei weiter auf der Verliererstraße halten.

    • Reconquista_2012 (kein Partner)
      26. Mai 2011 10:47

      Kann ihnen nur beipflichten, arbeite sehr viel mit Rumänen zusammen auch vor Ort. Diesselbe Mentalität auch im Job, Hand aufhalten und warten bis es der Österreicher richtet

  31. thomas lahnsteirer
    25. Mai 2011 07:06

    Das Problem der mangelnden Arbeitsmotivation ist ja nicht nur bei südländischen Jugendlichen, sondern auch in NMitteleuropa sehr stark verbreitet. Schon in der Mitttelschule wird den Schülern von den reichlich vorhandenen rot-grünen Pädagogen eingebleut, dass Wirtschaft ja etwas Ekliges ist und man sich gefälligst den progressiven Studienrichtungen
    zuzuwenden habe wie zB:
    Politikwissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Soziologie
    Umweltpädagogik, Frauen- und Geschlechtergeschichte,
    Gender Studies,
    Zeitgenössischer Bühnentanz,
    etc

    Und das Ergebnis dieser Gehirnwäsche sind dann Leute wie Laura Rudas und Nico Pelinka, die schon in jungen Jahren ausschließlich als Parteibefürsorgte tätig sind und nicht die geringste Ahnung vom Wirtschaftsleben haben...
    Wenn sie dann noch so strohdumm wie Laura Rudas sind, dann ist das wirklich eine Katastrophe
    Oder der/die ÖH-PolitrukIn Sigrid Maurer, die schon ihr drittes Studium begonnen hat, ohne sich je in der freien Wirtschaft auch nur einen Tag zu betätigen.....

    Und ähnliche Typen wird es auch in Europas Süden geben, die vor allem demonstrieren, etwas Progressives studieren und sich sonst in der breiten sozialen und familiären Hängematte bequem gemacht haben......
    und an einen Job in der bösen Wirtschaft nicht im Entferntesten denken.....
    Einer Karriere als NGO-Befürworter, konstrukiver Wutbürger oder militanter Tierschützer steht dann nichts im Wege.....

    Auf die jungen, feschen Spanierinnen wird man daher in Mitteleuropa leider verzichten müssen........

    • mike1
      25. Mai 2011 07:20

      es ist natürlich eine frage der zeit, bis auch uns allen da geld ausgehen und die soziale hängematte sehr löchrig sein wird, da werden auch die genannten studienrichtungen, wie sie die rotgrünlinkschaoten bevorzugen, nichts ändern können.

    • brechstange
      25. Mai 2011 08:49

      Ein Tropfen auf dem heißen Stein:

      Wir gehen zwei Nachmittage in die Schule und werden dem Lehrerkollegium Technik näher bringen, damit diese dann bei den Schülern das Interesse für Technik wecken können.

    • terbuan
      25. Mai 2011 16:13

      Der Beitrag war richtig und gut, aber etwas weit weg vom Thema, den Zusammenhang zwischen Rudas und Pelinka mit den arbeitslosen Spaniern ist wohl etwas konstruiert?

  32. Anton Volpini
    25. Mai 2011 07:04

    Es ist halt in Spanien, Griechenland, Deutschland und Österreich das Gleiche! Der geringe Unterschied besteht nur im zeitlichen Stadium.

    Die ewig Unzufriedenen, die ewigen Neider, die, die immer die Schuld bei den anderen suchen, und dabei nicht imstande sind, einen Schritt nach dem anderen richtig zu setzen, also kurz gesagt jene, die sich als Programm den Sozialismus gegeben haben, wobei es egal ist welche Farbe er hat, jene wirtschaften jeden Staat herunter!
    Und wenn die dann, nach Heimito von Doderer, nach dem "...ungeheuren Aufwand zum Wohle der Menschheit, der sich selbst so restlos konsumiert, das am Schluß jeder alles, nämlich das übriggebliebene Nichts hat" vor dem selbst angerichteten chaotischen Nichts stehen, dann schreien sie lieber um Hilfe als nach Lösungen zu suchen. Zum Denken wurden sie ja nicht erzogen!

    • Akire (kein Partner)
      26. Mai 2011 13:22

      Gratulation, Anton Volpini, für diesen brillanten Kommentar, Sie bringen die Sache wahrlich auf den Punkt!

  33. Observer
    25. Mai 2011 06:58

    Die arbeitslosen Mittelmeeranrainer kommen deswegen nicht nach Mittel- und Nordeuropa, weil es ihnen doch zu Hause noch relativ gut geht (staatliche und familiere Unterstützung, angenehmes Klima usw.) und ein starkes Heimatgefühl besitzen. Auch die noch immer ausgeprägten "christlichen Wurzeln" dürften da eine Rolle spielen. Das unterscheidet sie im wesentlichen von den Afrikanern, welche nun nach Europa strömen.

  34. Wertkonservativer
    25. Mai 2011 05:30

    Die Dichtheit des sozialen Netzes in den meisten Staaten Europas ist sicher mitbestimmend an dem Umstand, dass die jungen Europäer lieber zu Hause bei Mama und Papa ihre gewohnte Umgebung geniessen; ein Neustart in anderen EU-Ländern oder noch weiter weg ist immer mit Umstellungen und Risken verbunden.

    Und was die jungen Spanierinnen betrifft: die wären mir - wenn sie kämen - immer noch lieber, als halb- oder ganz verschleierte Türkinnen, die direkt aus dem Mittelalter in unsere (wenn auch unvollkommene) Westwelt kommen!

    Ole' !

    • RB (kein Partner)
      26. Mai 2011 08:22

      Ich bin erstaunt, warum reden hier alle von den "Spanierinnen"? Was soll das ?
      Warum sollten gerade die Frauen aus Spanien zu kommen? Versteh ich nicht.
      Und bei 45 % Jungendarbeitslosigkeit (wenn es denn stimmen sollte) in Spanien,
      ist die Situation schon sehr schlimm.
      Sozialhilfeempfänger, Hotel Mama sind sicher für den Großteil der jungen
      Spanier kein erstrebenswertes Ziel. Viele stellen es hier aber so dar. Teile diese
      Meinung nicht.





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