Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Die Korruption geht munter weiter

Die halbe Wahrheit ist schlimm genug: Die neuen Zahlen über die Bestechungsinserate der Politik sind aussagekräftig – und sagen doch noch lange nicht alles.

Im Schnitt haben die untersuchten österreichischen Tageszeitungen zuletzt schon zwölf Prozent ihres Anzeigenumsatzes mit öffentlichen Institutionen, staatsnahen Firmen und Parteien gemacht. Das hat der VÖZ, der Verband Österreichischer Zeitungen, nun interessanterweise selber veröffentlicht. Das ist schon an sich ein schlimmer Wert: Denn jeder, der sich nur halbwegs im Verlagsgeschäft auskennt, weiß, welche Abhängigkeiten bei einer solchen Dominanz einer einzigen Inserentengruppe entstehen.

Noch schlimmer ist, wenn man sich die einzelnen Zeitungen ansieht: Bei der Kronenzeitung ist dieser Wert 13, bei „Österreich“ sogar 19 Prozent und bei „Heute“ unfassbare 28 Prozent. Mit anderen Worten: Alle Österreicher und vor allem Wiener, die glauben, ihnen werde da etwas geschenkt, haben sich ihren U-Bahn-Begleiter über ihre Steuern, Fahrscheine, Stromgebühren usw. in einem hohen Ausmaß selbst finanziert.

Daher ist es auch kein Wunder, dass der plötzliche unfreiwillige Abgang des „Heute“-Chefredakteurs zu – natürlich nicht beweisbaren – Spekulationen über einen politischen Grund geführt haben. Waren doch in dem stark verbreiteten Blatt in den letzten Monaten einige dort ungewöhnliche Beiträge zu lesen gewesen. Dort wurde insbesondere der Selbstverteidigungsminister Darabos heftig attackiert. Es wurden auch einige Subventionsmissbrauchs-Skandale aus dem Dunstkreis des Wiener Rathauses enthüllt. Auch wenn offiziell ganz andere, nichtssagende Gründe für seinen Hinauswurf genannt werden, so wäre es doch zumindest naheliegend, dass Rathausgewaltige den (sich hinter einem Treuhänder versteckenden) Blatteigentümern signalisiert haben, dass bei einer solchen Berichterstattung der Inseratenstrom aufhören könnte. Jedenfalls war der Chefredakteur nach diesen Ansätzen einer unabhängigen Berichterstattung seinen Job los. Obwohl er ja früher durchaus brave SPÖ-Nähe gezeigt hat.

Aber zurück zu den vom VÖZ veröffentlichen Inseraten-Aufstellungen. Da keine Zeitung ihre wahren Umsätze verrät, wurden bei dieser Messung einfach die „Brutto-Werte“, also schlicht die Inseraten-Tarife multipliziert mit der Inseraten-Fläche verwendet. Jedoch wird in der ganzen Inseraten-Branche wie wild geschleudert. Wer nur 20 oder 30 Prozent Rabatt bekommt, hat schlecht verhandelt.

Lediglich eine Gruppe von Inserenten handelt so gut wie gar nicht: nämlich die öffentliche Hand. Sie tut dies vor allem dann nicht, wenn der Zweck des Inserats gar nicht primär die Werbung für ein Ministerium, einen ÖBB-Bahnhof oder einen Wiener Infrastrukturmonopolisten ist, sondern die Beeinflussung der – scheinbar unabhängigen – restlichen Berichterstattung der Zeitung. Daher wird von politischen Auftraggebern in der Regel mehr oder weniger der volle Tarif bezahlt.

Das heißt aber mit anderen Worten, dass der 12-prozentige Anteil der öffentlichen Hand sich nur auf die reine Inseratenfläche bezieht. In Hinblick auf die wahren Umsätze ist er naturgemäß viel größer. Denn die inserierenden Banken oder Handelsunternehmen feilschen natürlich mit großer Professionalität.

Aber auch das ist noch nicht die ganze Wahrheit: Denn die sogenannten Druckkostenbeiträge sind – aus welchen Gründen immer – vom Zeitungsverband in diese Aufstellung gar nicht aufgenommen worden. Und in diesem Bereich haben die öffentlichen Zahler mit Sicherheit einen noch viel höheren Anteil.

Dabei sind diese Druckkostenbeiträge vom journalistischen Ethos noch viel problematischer als Anzeigen (sofern diese als solche erkennbar sind): Denn da kauft sich ein Ministerium ganz direkt einen bestimmten Inhalt; dieser tritt dem Leser aber als scheinbar ganz unabhängige redaktionelle Berichterstattung gegenüber. Und nur wirkliche Profis finden dann auf einer einzigen Seite beispielsweise einer umfangreichen Forschungsbeilage (um nur einen Typus solcher "Kooperationen" zu nennen) den versteckten Hinweis, dass da ein Ministerium einen Druckkostenbeitrag gezahlt hat. Oder dass die Beilage in Zusammenarbeit mit diesem Ministerium entstanden ist.

In anderen Ländern weiter westlich wäre das alles längst als massive Untreue und Offizialdelikt vom Korruptionsstaatsanwalt aufgegriffen worden; und wegen der Verletzung des Mediengesetzes, das auch bei solchen „Kooperationen“ eine saubere und umfassende Kennzeichnung verlangt, vor dem Medienrichter.

Jetzt aber kommt ein Gesetz, das zur halbjährlichen Veröffentlichung der diesbezüglichen Ausgaben von Bundes- und Landes-Regierungen sowie von öffentlichen Betrieben zwingt. Klingt gut oder?

Leider nicht wirklich. Dieses Gesetz sieht nämlich weiterhin keine Begrenzung der politischen Werbeumsätze vor. Diese aber haben sich auf Bundesebene (samt ÖBB!) seit dem Eintritt von Werner Faymann in die Bundesregierung vervielfacht. Auch das „Spar“-Budget erzwingt keine Kürzung. Mit anderen Worten: Nachdem ja schon die bisherigen Inserate und Druckkostenbeilagen in aller Öffentlichkeit stattgefunden haben, wird man sich nur wenig genieren, wenn halt irgendwo auf einer Homepage dann auch der bezahlte Betrag steht. Da werden höchstens die Familie Fellner und die Familie Dichand genau schauen, dass der jeweils andere Clan nicht mehr bekommt als sie selber.

Das Gesetz sieht auch weiterhin keinen Zwang zur inhaltlichen Überprüfung der Notwendigkeit einer Information der Bürger durch die öffentliche Hand vor. Das könnten sehr leicht halbwegs unabhängige Gremien wie etwa der PR- oder Werberat machen. Wenn man schon annimmt, dass in bestimmten Fällen die Notwendigkeit einer Information durch die Politik gegeben sein könnte.

Auch sieht der Regierungsentwurf keine Ausschreibung der regierungsnahen Schaltungs- und Werbearbeit vor, die ansonsten bei jedem größeren öffentlichen Auftrag vorgeschrieben ist. Wenngleich man darauf hinweisen muss, dass die Regierung Faymann-Pröll skandalöserweise die Schwelle deutlich angehoben hat, ab der öffentliche Aufträge ausgeschrieben hat. Was die Steuerzahler teuer kommt, aber niemanden wirklich interessiert. Für jede Markenartikelfirma ist es jedenfalls eine selbstverständliche Routine, nur professionelle Schaltagenturen mit der Aufgabe zu betrauen, einen möglichst hohen Werbewert in der gewünschten Zielgruppe zu einem möglichst niedrigen Preis zu erzielen.

Aber nicht doch die Regierung. Trotz allem werden sich alle Beteiligten rühmen, wie hart sie gegen die eigene Korruption vorgingen. Diese aber wird in kaum veränderter Form munter weitergehen.

Erzählt man das Alles ausländischen Politikern oder Branchenexperten, dann schütteln sie den Kopf und höhnen: „Jetzt wissen wir, warum der Balkan schon in Wien beginnt.“

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2011 09:51

    Die verkommene landschaft der kriminellen tintenstrolche, die selbst korrupt bis auf die knochen sind, ist heute durch den KURIER bereichert worden, der die plagiats-jagd auf grasser eröffnet hat.
    Zumindest was der KURIER jetzt bietet, ist geradzu lächerlich und an den haaren herbeigezogen...grasser hat eine juristische arbeit mit zahlreichen quellenangaben geschrieben und ein paar quellen nicht exakt definiert...aus punktum...ich habe schon geschrieben, dass in 90% aller wissenschaftlichen arbeiten derartige fehler vorkommen, was einerseits in der unachtsamkeit der verfasser, andererseits in der notwendigen schaumschlägerei in diesen arbeiten begründet ist.
    Denn wenn man wort für wort dieser arbeiten mit der absicht durchgeht, dem verfasser zu schaden und irgendein "plagiat" zu finden, dann wird man bei jeder wissenschaftllichen arbeit fündig...und andere beweggründe hatte der Kurier ja nicht.

    Dem Brandstätter kann man ja leider derartiges nicht nachweisen, weil er ja als früh promovierter jurist überhaupt keine wissenschaftliche arbeit geschrieben hat und daher fein aus dem schneider ist.
    Sonst würde er sich eh nicht trauen, derartiges zu veröffentlichen.
    Der Kurier ist unter Brandstätter zu einem der verkommensten blätter Österreichs geworden, untergriffig, gemein und strotzend vor political correctness.

  2. Ausgezeichneter KommentatorNorman Bates
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2011 16:37

    Wir sollten uns des gegenwärtigen Systems bedienen anstatt es zu bekämpfen.

    Wir gründen einen Verein zur Förderung schwuler Nigerianer ohne Papiere, der die tägliche Gratis-U-Bahn-Zeitung "Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler Nigerianer" herausbringt.

    Die Gutmenschen werden uns lieben.

    Und wir kassieren zweimal. Erstens für den Verein, zweitens durch die Inserate.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2011 07:25

    Aus aktuellem Anlass ist hier wiederholt von hurtigen Damen die Rede.

    Etliche Presseorgane unseres Landes (und nicht die kleinsten) unterscheiden sich hinsichtlich Käuflichkeit und Anpassungsfähigkeit an die Wünsche der zahlenden Seite kaum von Rubicuore & Co. !

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2011 08:17

    Die Gratisschmierblätter "Österreich" und "Heute" sind die größten optischen und geistigen Umweltverschmutzer in der Stadt Wien und zwar mittlerweile flächendeckend, auf Schritt und Tritt liegt der Dreck herum!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2011 15:16

    Plagiatsjäger voran:
    Stolz berichtet der vizerrektor der Uni Klagenfurt, dass die Diplomarbeit von KHG
    aus dem Jahr 1991 !!!!! derzeit überprüft wird. Die Arbeit werde sowohl elektronisch als auch händisch kontrolliert - händisch auch deshalb, weil es im Jahr 1991 noch nicht jene elektronischen Mittel gab, die Studenten heute zur Verfügung stünden, so der vize Lengauer. Ein Ergebnis sei in etwa einer Woche zu erwarten.
    Man muss sich das vorstellen....diese uni-strolche, die immer jammern wie wenig mittel und ressourcen der uni-klagenfurt zur verfügung stehen, haben nichts anderes zu tun als die unbedeutende diplomarbeit eines abgehalfterten politikers HÄNDISCH so lange zu überprüfen, bis sie auf irgendwelche fehler stoßen, die es dann ermöglichen, grasser weiter hinzurichten......
    Ich bin überzeugt, wenn man die wissenschaftlichen arbeiten dieses herrn lengauer oder die des roten meyer ebenfalls wochenlang händisch abklopft, dass man dann ganz sicher auf ungereimtheiten stößt. Hoffentlich schauen sich die unis auch die wissenschaftlichen arbeiten des heinz fischer, des hannes androsch, des wiener bürgermeisters, der frau brandsteidl usw an........wenn schon, denn schon, die jagd ist eröffnet.....

  6. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2011 08:00

    Schöne Beschreibung des Innenlebens der sich entwickelnden parasitären Symbiose von Medien ohne Kunden und Parteien ohne Wähler mit dem Gemeinschaftszweck sich vom gemeinen Fußvolk unabhängig zu machen!

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2011 02:55

    Der durchschnittliche "Krone", "Heute", od. "Österreich" Leser("DKHÖL") realisiert wohl kaum die Inseratekorruption der Regierung, für den zählen lediglich Schlagzeilen um KHG, KTG, Ruby, etc..

    Der DKHÖL ist nicht an Informationen interessiert, liest keinen Unterberger Blog und glaubt an die "Wahrheiten" des ORF.

    Insofern, lassen wir diese Korruption ruhig weiterlaufen, Änderungen werden erst eintreten, wenn der "besagte Tropfen" fällt (od. wie ich es mit dem "Germteig" ausdrücke); wenn dem Einzelnen bewußt wird wieviel er für diese Unzulänglichkeiten der Politiker erarbeiten darf, bzw. wieviel weniger er durch diese Machenschaften im Börsel hat.

    Alleine dass "Korruptionsstaatsanwaltschaften" benötigt u. eingesetzt werden, erklärt die Verkommenheit der Systeme. Selbst diese Institutionen werden letztendlich erfolglos bleiben, denn wie heißt´s so schön? "S´Bacherl findt´an neuen Weg".

    Solange "wir" nicht "ägytische Verhältnisse auf westlich" herstellen, nämlich dass das Volk den Ton angibt, wird sich an den div. Gebarungen aber schon gar nichts ändern.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorblack
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. März 2011 07:21

    Solange die ehr- und würdelosen Tinten-Söldner ein sozialistisches Zentralorgan für Volksaufklärung und Propaganda imitieren, dürfen sie sich (Dank Dyck und Doff) an unserem Steuergeld bereichern - wie auch der so genannte Kunstbetrieb. Die Medien haben schon länger nicht mehr derart versagt wie gegenwärtig. P.S.: Wo logiert jetzt Peter Rabl?


alle Kommentare

  1. Karina (kein Partner)
  2. Rohit (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:45

    A little rationality lifts the quality of the debate here. Thanks for couittbnring!

  3. Fujima (kein Partner)
    19. Januar 2015 08:02

    What libntarieg knowledge. Give me liberty or give me death.

  4. Bimashofer (kein Partner)
    08. März 2011 13:29

    Ich armer Narr habe einmal versucht der Bundesregierung die Übernahme sämtlicher Anzeigenabwicklungen der Ministerien ab zu nehmen und dadurch Schaltrabatte und Bündelkonditionen von bestimmt 30 Prozent zu lukrieren. Aus den im Artikel erwähnten Gründen kam es nicht einmal zu ergänzenden Gesprächen. Das ist bestimmt sechs bis acht Jahre her. Das Schlimme ist nur: Bei uns wird nichts besser!

  5. Wilhelm Conrad (kein Partner)
    06. März 2011 00:55

    Kann mir jemand erklären, durch welche Eigenschaften sich unsere gegenwärtigen Politiker von einer korrupten Bande von Lügnern unterscheiden? Wie bitte? Wie war die Antwort? Danke, geahnt hab ich es.

  6. JEZ (kein Partner)
    04. März 2011 21:18

    Der Gipfel der Korruption im Medienbereich beginnt damit, jede(r) auch noch so unbedeutende Politiker und Politikerin hat zumindest 1 Pressesprecher. Vorwiegend Pressesprecherinnen.
    Dieses Heer von Publizistikabsolventen muß (natürlich gut bezahlt vom Steuerzahler) beschäftigt werden.
    Man braucht auch nicht selbst das Maul aufmachen - man läßt sprechen.
    Und kommt etwas nicht so gut an, hat man gleich eine Ausrede parat. Mißverstanden, ... usw.

  7. Zitate (kein Partner)
    04. März 2011 19:27

    Nachdem es heute einen herben Rückschlag für mehr Transparenz in der Kärntner Politik gab, ruhen die Hoffnungen eben wo anders. Beispielsweise beim Rechnungshof.

    Jener in Kärnten ist übrigens ein Unikat: Als einziges Kontrollorgan eines Landtages in Österreiuch wird ihm die Publikation jedweder Berichte verboten. Im Klartext: Wenn selbst die Berichte des Rechnungshofs geheim sind, drohen wenige unangenehme Fragen und Kontrolle führt sich ad absurdum. Wie die Kleine Zeitung am Sonntag berichtete, sollen Veränderungen seit einiger Zeit bereits im Landtag beschlossen worden sein. Die vom Verfassungsdienst bereits ausgearbeitete Novelle ruht dort, wo man sie vermutet: In einer Schreibtischlade der Regierung.
    Laufende Prüfungen in Kärnten

    Ein Leser machte mich heute aber auf zwei laufende Prüfungen des Kärntner Landesrechnungshofes (im Bild: Rechnungshof Präsident Heinrich Reithofer) aufmerksam, die einiges an Sprengkraft bergen könnten:

    * Überprüfung der Wahlkampfbroschüren der Kärntner Landesregierung
    * Überprüfung des Managements der Landesimmobiliengesellschaft Kärnten GmbH von Werbeprojekten landesnaher Unternehmungen

    Auch wenn die Prüfberichte an sich geheim sind, so kommen sie dennoch hin und wieder ans Licht der Öffentlichkeit. Im 21. Jahrhundert und bei all den neuen Möglichkeiten der Informationsverbreitung lassen sich höchstens Gesetzesvorlagen einfach wegsperren.
    Bundesrechnungshof prüft auch

    Dem Bericht von Kleine Zeitung-Kollegin Antonia Gössinger zufolge sollen auch zwei selbständige Prüfer-Teams des Bundesrechnungshofes die Finanzen des Landes Kärnten durchleuchten. Einerseits gibt es “Querschnittsprüfung der Finanzen von drei Bundesländern – Niederösterreich, Tirol, Kärnten – zu Vergleichszwecken und mit dem Schwerpunkt auf die Konsolidierungsmaßnahmen.” Andererseits sollen Landesholding und Zukunftsfonds durchleuchtet werden.

    Und hier wird atemberaubendes vermeldet: Die Landesholding soll sich querlegen, mit Gutachten der Verfassungsabteilung will man eben diese Prüfung verhindern.

    Aber, so die Kleine Zeitung weiter:

    Seit Oktober 2009 hat der Bundesrechnungshof die Kompetenz, alle “von der öffentlichen Hand beherrschten Unternehmen” zu prüfen. Vorher war eine Prüfung nur dann möglich, wenn die öffentliche Hand mehr als 50 Prozent an einem Unternehmen hielt. Der Bundesrechnungshof sieht bei der Landesholding und dem Zukunftsfonds die Prüfkriterien erfüllt.

    Ironie der Geschichte: Es waren BZÖ-Mandatare, die diesem Gesetz im Herbst 2009 zugestimmt haben. Die (damals noch nicht befreundeten) FPÖ-Mandatare wollten gar eine noch geringere Hürde auf eine 25-prozentige Beteiligung.
    Auch KWF wurde im Herbst geprüft

    Immer wieder hört man, dass auch der KWF – gemeinsam mit mehreren anderen Wirtschaftsförderungseinrichtungen in anderen Bundesländern – im Herbst geprüft wurde. Dabei soll es um die Transparenz von Förderungen und deren Verwendung gegangen sein. Ein Rohbericht könnte schon im März fertig sein. Mal sehen, ob man den bekommt …

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. März 2011 21:10

      Eigentlich sollte man ja sämtliche Politiker in Österreich erschießen. Ärgerlich, dass das illegal ist.

    • Josef Maierhofer
      06. März 2011 11:09

      @ Schnabeltierfresser

      Es soll auch solche geben, die nach der Legalität gar nicht fragen.

  8. Zitate (kein Partner)
    04. März 2011 19:26

    Erst gestern berichtete k2020, dass der Kärntner Rechnungshof die Wahlwerbung der Landesregierung für die Landtagswahl 2009 unter die Lupe nimmt. Eben meldete das Magazin News vorab via ots und auf seiner Website, dass morgen ein brisanter Artikel dazu erscheint.

    Die Kosten für die hochwertig produzierte und via Beilage zur Kärntner Woche an 200.000 Haushalte Broschüre sollen sich nach Schätzungen auf mindestens 500.000 Euro belaufen. Als die Aufregung groß war, hieß es aus dem BZÖ Kärnten (heute: FPK), man habe 15 Prozent aus der eigenen Kasse bezahlt. Einen Beleg dafür hat freilich vermutlich noch niemand gesehen. Wörtlich heißt es dazu laut News im RH-Bericht:

    “Das im Jahr 2008 (…) entwickelte Grundkonzept wurde zu Beginn des Jahres 2009 im Interesse einer wahlwerbenden Partei adaptiert und im Zuge des Wahlkampfes verwertet”. Der vom BZÖ getragene Kostenanteil “in Höhe von lediglich 15 % der Entwicklungskosten” erscheine “nicht angemessen”. Der Landesrechnungshof empfiehlt daher, “den Kostenanteil (…) neu zu bemessen”.

    Die weiteren Kritikpunkte des Rechnungshofs:

    * Darüber hinaus sei es nicht Aufgabe der Landesimmobiliengesellschaft (LIG), solche Broschüren zu produzieren.
    * Die Auftragsvergabe sei “nicht im Einklang mit den vergaberechtlichen Vorschriften abgewickelt”.

    Brisant: Die Anzeige wurde von der damaligen FPÖ-Kärnten eingebracht, drei der vier ehemaligen BZÖ-Politiker sind nun im FPK. Beim vierten dürfte es sich um Stefan Petzner handeln.

    Zur Erinnerung: Hier noch ein Foto der Jubelbroschüre.

    Wenn nun ein größerer Teil der Kosten für die Broschüre zurückgezahlt werden muss … ist das schon alles?

    Schon vor Monaten hat k2020 eine brisantere – vermutlich finanziell noch teurere – Frage aufgeworfen: Sind nicht Inserate das weit größere Problem? Auch die glichen sich ob gleichen Farben, Slogans und Schriften wie ein Ei dem anderen …

  9. Zitate (kein Partner)
    04. März 2011 19:23

    In Kärnten verspricht Gerhard Dörfler erklärt, in “einer der nächsten Regierungssitzungen wird beschlossen”: eine Begrenzung der Werbung pro Regierungsmitglied auf rund 400.000 Euro pro Jahr und Transparenz, wer wo wie viel schaltet. 2010 erhöhten Kärntner Regierungsmitglieder ihre Marketingbudgets noch kräftig.

    Endlich haben wir eine “offizielle” Zahl.

    Interessant, wir haben endlich eine Zahl, wie viel pro Jahr für Politiker-Werbung ausgegeben werden soll. Bislang wurden lediglich Zahlen kolportiert. Von rund zehn Millionen Euro pro Jahr war da hin und wieder zu hören.

    Sehr wahrscheinlich NICHT darin enthalten sind Werbekooperationen, die über Landesgesellschaften laufen. Rechnen wir dennoch kurz nach, was uns (den Steuerzahler) das kosten wird:

    Es gibt sieben Regierungsmitglieder, von denen jeder 400.000 für Inserate, Radioschaltungen, Plakate, Werbegeschenke etc. zur Verfügung hat. 7 x 400.000 = 2.800.000 Euro

    2011: 2.800.000 Euro
    2012: 2.800.000 Euro
    2013: 2.800.000 Euro
    2014: : 2.800.000 Euro
    Summe:: 11.200.000 Euro

    Weil – wie bereits erwähnt Werbekooperationen nicht enthalten sind, werden es wohl mehr als 11,2 Millionen Euro sein. Aber rechnen wir einmal damit.

    Mit solchen Summen kann kaum jemand etwas anfangen, daher brechen wir das doch einmal auf ein verständliches Maß herunter. Wie viel sind 11,2 Millionen Euro? Das ist richtig viel Geld! Sorry für den Vergleich, in Alter Währung wären das 154 Millionen Schilling (38,5 Millionen Schilling pro Jahr).

  10. Segestes (kein Partner)
    04. März 2011 17:57

    1. Schade dass es für Print-Produkte keine Werbe-Blocker gibt, wie wir es von den Browsern und dem Internet her kennen.

    2. Herr Unterberger reitet wieder einmal auf der roten "Bestechungsorgel" (ÖBB und Co) herum, vergisst aber die schwarzen Kolonnen, wie Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung. Von Raiffeisen-Konrad, ganz zu schweigen.

    3. Wäre Herr Unterberger heute noch Chefredakteur der "Presse", würde er sich dafür einsetzen, diese verkappte Form der Bestechung zu bekämpfen? Würde er seinen Arbeitsplatz riskieren und dem Herausgeber die Stirn bieten?
    Ich habe da meine Zweifel.

    Sei es aber wie es sei, die Medienlandschaft befindet sich ohnehin im totalen Umbruch.
    Die meisten Zeitungen werden dazu gezwungen sein, ihr Hauptaugenmerk auf das Internet zu richten.
    Und jetzt kommt die Pointe: Siehe nämlich Punkt 1. meiner Ausführungen.
    Problem gelöst, oder?

    • cmh (kein Partner)
      04. März 2011 18:08

      Was schert mich das Geschreibsel von Unterberger von gestern?

      Und wenn er mit demTeufel verheiratet gewesen wäre:

      Heute hat er recht!

      Und vor allem:
      Für den Schas im Netz brauche ich nicht bezahlen, egal ob ich ihn konsumiere oder nicht.

      Für den INseratenschas aber sehr wohl. Und darum gehts.

    • Anton Aushecker (kein Partner)
      04. März 2011 18:29

      Wie üblich nicht zu Ende gedacht. Jedes Medium, egal ob Internet oder klassisch Print, ist ein wirtschaftlich zu führendes Unternehmen oder Liebhaberei. In den allermeisten Fällen wohl erstes. "Bezahlt" wird die Informationsaufbereitung indirekt über Werbung. Wer nun die aufbereitete Information konsumieren möchte - also dafür nichts bezahlt - und dabei aber die indirekte Finanzierung über Adblocker unterbindet, darf sich nicht wundern, wenn es das Medium bald nicht mehr geben wird.
      Die Alternative wäre eine Form der Bezahlung für Online-Inhalte, was aber mit Sicherheit zu einer geringeren Vielfalt führen würde als es jetzt am (Informations-)Markt gibt.

      Auch der Blog-Autor hier könnte seinen Blog nicht betreiben ohne dass jemand dafür bezahlt. Hier eben (auch) durch Sponsoren. Bei mehr im Mainstream angeordneten Themenfeldern ist dies aber nicht möglich.

      Die Verwendung von Adblockern ist eigentlich Diebstahl an der Arbeitszeit der beteiligten Medienpersonen.

    • Segestes (kein Partner)
      04. März 2011 19:39

      Zitat: "Auch der Blog-Autor hier könnte seinen Blog nicht betreiben ohne dass jemand dafür bezahlt."

      Es gibt unzählige Blogs, Internetportale und Software-Projekte, die aus reinem Idealismus betrieben werden - sehr oft gehören diese zu den besten und wertvollsten überhaupt.
      Dass ausgerechnet der Pensionär Unterberger es nötig haben soll, für diesen Blog zu kassieren, ist absurd.
      Vielmehr will er seinen ehemaligen Kollegen beweisen, dass er sie und ihre angestaubten Strukturen nicht braucht, um journalistisch "Erfolg" zu haben. Und diesen "Erfolg" definiert jemand wie er, eben primär über den Geldsäckel - er kann halt nicht aus seiner Haut heraus.

      Einen Blog wie diesen zu betreiben, kostet einen feuchten Kehricht - dass kann sich selbst ein abgebrannter Student leisten (Wordpress ist gratis!).
      Das Problem des Herrn Unterberger ist bloß seine altersbedingte Unkenntnis der Technik.
      Leute wie er, für die das Netz ein Buch mit sieben Siegeln darstellt (und das ist kein Vorwurf, sondern eine reine Feststellung), sterben jedoch mit der Zeit automatisch aus. Junge Medienschaffende haben dieses Handicap nicht, und benötigen deshalb auch keinen EDV-Dienstleister, der einen Laden wie diesen, im Hintergrund schmeißt.

      Das Blocken von Werbung mittels Adblocker als "Diebstahl" zu bezeichnen, ist absurd. Ich schaue mir auch die Werbeblöcke im Fernsehen nicht an, sondern nutze die Zeit lieber für einen Gang auf den Lokus ^^

      Werbung stielt aber de facto den Medienkonsumenten Zeit, vor allem wenn sie in penetranter Art und Weise platziert wird.
      Und bei Internetverträgen die ein beschränktes Kontingent an Datenvolumen zulassen (heute meist im mobilen Bereich), verursacht Werbung auch noch Kosten.

      Es war also die aufdringliche, Kosten verursachende Werbung (Banner und Overlay Flash), die eine Nutzung von Adblockern geradezu erzwang.
      A. um Zeit und Geld zu sparen
      B. Um die Benutzbarkeit vieler Seiten überhaupt noch zu gewährleisten.

      Außerdem: Werbung ist nicht gleich Werbung.
      Google-Text-Werbung kann man z.B. nicht mit Flash und ähnlichen Zumutungen vergleichen.
      Ersteres wird weitaus seltener geblockt, wie letzteres.

      Es ist außerdem unsinnig zu meinen, bloß weil eine Branche nicht mehr als Goldesel funktioniert, würde sie sterben.
      Siehe die Softwarebranche - die ist auch nicht tot, trotz Open Source und Freeware.
      Von letzterem profitiert ja auch dieser Blog - den Wordpress ist, wie gesagt, gratis ^^
      Man sollte nie den Idealismus, den viele Menschen zum Glück noch besitzen, unterschätzen.
      Nicht jeder ist aufs Geld fixiert.
      Aber mir ist klar, dass man diese charakterliche Besonderheit, in diesem Forum den wenigsten Nutzern wird vermitteln wird können.

    • Segestes (kein Partner)
      04. März 2011 19:40

      @CMH: Es geht um Glaubwürdigkeit, und weniger darum, ob Unterberger Adenauer ist...

    • Hihihi (kein Partner)
      04. März 2011 20:15

      Du pass nur auf, gleich kommt Unterbergers EDV-Team vorbei und hackt sich in deinen Personal Computer. Anon ist nichts dagegen.

      Unterberger nutzt nur aus reiner Gutmenschlichkeit die Weichware von der Wörterpresse, ein wertkonservativliberaler Leistungsträger wie er könnte locker auch ein kostenpflichtiges Produkt nutzen!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. März 2011 20:55

      Sagt bloß, hat sich etwa wer von euch letztens in mein W-Lan gehackt und die Verschlüsselung geändert?

    • november_rain (kein Partner)
      04. März 2011 23:50

      Wie wärs mit http://www.kachingle.com/ ? Sieht man in letzter Zeit immer öfter, aber wahrscheinlich wird man auch nicht reich damit. Und ohne Helferlein wie AdBlocker wäre das Internet kaum erträglich. AdBlocker blockiert übrigens nur das Herunterladen der Werbung. Die Clicks werden dadurch nicht gestört, die Werbeeinmahmen fließen also trotzdem. Immer mehr Zeitungen setzen auf pay walls. So die Times of London, Wall Street Journal und demnächst auch die New York Times.

    • cmh (kein Partner)
      07. März 2011 23:47

      segestes:

      man soll keine fremden Zitate verwenden, das ist missverständlich. Das habe ich soeben bemerkt.

      Nicht dass Unterberger Adenauer wäre ist der Punkt, sondern dass man jede Information werten muss und auf ihren Inhalt prüfen muss.

      Unterberger ist in diesem Zusammenhang eine Quelle und keine Autorität. Leidergottes ist es üblich geworden, unter Umgehung der höheren Hirnfunktionen jede Quelle zur Autorität hochzustilisieren.

      Pathologisch wird es dann, wenn alles Gedruckte oder von der Partei oder von wem auch immer bekanntgegebene automatisch für bare Münze genommen wird.
      Den StarTrekkies ist auch immer alles kanonisch, wenn es nur in einer Sendung vorgekommen ist.

  11. Interessierter Leser
    04. März 2011 17:44

    Wer da jetzt die seinerzeitige(schwarz-blau) Kritik des Rechnungshofes (mit einer Reihe von Links) als Beweis nimmt, dass die damalige Regierung diese Art der Korruption erfunden hat, dem muss schon gesagt werden, dass es damals um ein anderes Thema gegangen ist, die Frage war: Wurde im Wahlkampf (Vorwahlkampf) die politische Position (Kanzler, Minister) ausgenützt, hat man Wahlwerbung durch die Art/Gestaltung der Inserate auf Kosten der Steuerzahler und nicht auf Kosten der Partei gemacht.
    Dass aber an sich im Wahlkampf Inserate geschalten werden, ist kein Versuch, Zeitungen - mit fast sinnlosen Inseraten - gefügig zu machen, wie dies derzeit Unterberger mit seinen Beispielen aufzeigt. Dass eine Regierung Öffentlichkeitsarbeit zu leisten hat, ihr Handeln erklären muss, finde ich fast eine Verpflichtung dem Wähler gegenüber, der von Gesetzen, Beschlüssen… meistens betroffen ist!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      05. März 2011 09:33

      Ähnliches habe ich ja schon andernorts geschrieben.

      Aber es geht nicht nur um die von Ihnen angesprochene Angelegenheit; ich weiß nicht, ob Sie in der ersten Hälfte der Nullerjahre in Österreich waren, aber die peinliche Dauerberieselung durch Inseratenkonterfeis von Gorbach, Sickl, Haupt et al. war schwer zu ertragen. Und sicher nicht ganz billig.

    • cmh (kein Partner)
      07. März 2011 23:56

      Einspruch Euer Ehren!

      Ich denke doch wohl, dass es Aufgabe der Medien ist, von den Schritten der Regierung mit Sachkenntnis zu berichten ohne dafür noch einen Schmattes von eben der beobachteten Regierung in Form von Inseraten zu bekommen.

      Eine Regierung hat keine Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, genausowenig wie es Aufgabe einer Aktiengesellschaft ist, in erster Linie Kurspflege zu betreiben. Es ist Aufgabe der Wähler, sich über die Regierung zu informieren, er bedient sich dazu der Medien.

      Bitte verzeihen Sie mir den heftigen Ausdruck, aber eine Ansicht wie die Ihre ist ein Symptom von staatsbedingter Hirnerweichung im Endstadium. Der Staat wäre dann nicht nur von der Wiege bis zur Bahre für alles zuständig, er wäre auch zuständig seinen Subjekten auch noch die richtigen Informationen zukommen zu lassen. Vielleicht liefert er auch noch die gefälligen Schlüsse dazu, dann ersparen wir uns alle das Denken.

      Und das STF-problem mit den Nullerjahren kommt daher, dass er das noch nicht gewohnt war. Die Geschichtsbücher in den Schulen waren damals auch schon rot bis zum gehtnichtmehr.

  12. dieba (kein Partner)
    04. März 2011 15:40

    Wie wurde eigentlich die WienerZeitung unter Andreas Unterberger finanziert?

    • Reinhard (kein Partner)
      04. März 2011 16:11

      Der Herausgeber der Wiener Zeitung ist die Republik Österreich, sie befindet sich nicht in Privathand, also was soll die dämliche Frage? Die WZ kann vom Staat nicht gekauft oder bestochen werden, weil sie dem Staat gehört.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. März 2011 20:57

      Irrtum. Unterbergers Mitarbeiter, also der eine, den ich so kenne, und wahrscheinlich er selbst, haben viel Wert darauf gelegt, dass sie eben kein Steuergeld kosten und sich die Zeitung selbst trägt.

      Dass sich diese aus Zwangsveröffentlichungen trägt, also eigentlich Steuern, steht freilich auf einem anderen Blatt. ;)

    • Reinhard (kein Partner)
      05. März 2011 10:07

      Bestechen kann ich jemand anderen, aber mich selbst nicht.
      Wenn der Staat also Inserate in Medien schaltet, die ihm nicht gehören, und damit einen gewissen Prozentsatz der Finanzierung dieser Medien übersteigt, liegt durchaus der Duft von Korruption in der Luft (vor Allem wenn die Berichterstattung in diesen Medien dann auffällig freundlich gegenüber den Inserenten ausfällt), schaltet der Staat Inserate in seinem eigenen Medium, ist das ganz normal, ja, sogar selbstverständlich.
      Was die Träumerei von der Unabhängigkeit vom Steuergeld angeht: Da jede Anzeige der Politik und der Ämter direkt oder indirekt aus Steuermitteln finanziert wird, zeugt die feste Überzeugung, niemals nicht mit Steuergeld in Verbindung gekommen zu sein, bei jeder Zeitung vom Standard bis zu den Hintertupfinger Waldnachrichten, von kompletter Realitätsverweigerung der betreffenden Person. Dass diese Realitätsverweigerung bei Beamten an der Tagesordnung steht, weiß inzwischen jeder, wenn sie aber schon die Redaktionsstuben von Amtsblättern erreicht hat, wäre zu überlegen, welche journalistische Befähigung die entsprechenden Personen haben.
      Außerdem sollte man betrachten, was passiert, wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen sollten - dann buttert der Eigentümer eben etwas dazu. Im Falle des Amtsblattes wieder die Steuerzahler. Auch das ist keine Korruption, sondern ein normaler Vorgang, ja sogar Pflicht des Eigentümers, der eventuelle Gewinne auch einstreift.

  13. Neppomuck (kein Partner)
    04. März 2011 13:19

    Werbung, verstanden als die „optimale Präsentation betrieblicher Leistung“ und Propaganda (lt. wiki der absichtliche und systematische Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion) sind eben grundverschieden, obwohl beides das Geld der „Kunden“ kostet.

    Wäre der Unterschied marginal, müsste der Grundsatz „reduziere im Bedarfsfall dein Werbeetat und stecke das derart zusätzlich verfügbare Kapital in die Produktgestaltung“ hie wie da gelten.

    Ist er aber nicht.
    Hier versucht man seine Produkte/Dienstleistungen hinsichtlich ihrer Marktreife zu optimieren, dort sichert man sich eine freundliche Berichterstattung, die durch die „Autorität“ der Journaille zusätzlichen Inhalt gewinnen soll.

    Merke: Auch Vertrauen ist ein endliches Gut, das, einmal überstrapaziert, nie mehr (oder nur sehr schwer) zurückzugewinnen ist.

  14. Amadeus (kein Partner)
    04. März 2011 12:25

    Presse-Artikel zum Abgang von Richard Schmitt als Chefredakteur von "Heute":

    ' ...Probleme mit Schmitts Führungsqualitäten .... '

    Vom 14.2.2011:
    http://diepresse.com/home/kultur/medien/634233/HeuteChefwechsel-wegen-mangelnder-Fuehrungsqualitaet-?from=suche.extern.google.at

    Vom 15.2.2011:
    http://diepresse.com/home/kultur/medien/634233/HeuteChefwechsel-wegen-mangelnder-Fuehrungsqualitaet-?from=suche.extern.google.at

    Ein kritischer Kommentar zum Pensionssystem des Ex-Chefredakteurs Richard Schmitt:
    http://www.heute.at/news/politik/Mit-25-in-Pension;art422,509492

    Schlagzeilen mit denen "Heute" aufmacht penibel aufgelistet:
    http://austria.selfip.org/Medien/Gratiszeitung-Heute/index.html

  15. Buntspecht
    04. März 2011 09:40

    Die Prozentzahlen liegen schon auch daran, dass fast niemand ein Inserat aufgibt, in einer Zeitung ohne Reichweite. Natürlich auch Zielgruppenorientiert. Nicht einmal eine Todesanzeige werde ich im Standard aufgeben, würde ja fast niemand lesen, das Geld wäre rausgeschmissen. Ein Gratisblatt, das aus Langweile jeder beim Straßen-, U-bahnfahren überfliegt ist hier wirkungsvoller. Das erklärt auch die lediglich 7% beim Standard, auf die er so stolz ist!!

    • Buntspecht
    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. März 2011 10:27

      Daher muss ja z.B. die Wiener Zeitung von Zwangsindseraten leben. Wer schaltet schon ein freiwilliges Inserat für 5 Leser?

    • Josef Maierhofer
      06. März 2011 11:20

      @ Schnabeltierfresser

      Müssen das unbedingt Zwangsinserate sein, kann man nicht das Papier dafür sparen und nur die Verlautbarungen veröffentlichen, wäre billiger ?

  16. Kumpelblase (kein Partner)
    04. März 2011 09:00

    Grundsätzlich ist dem Artikel weitgehend zuzustimmen. Bürgerinformationen müssen natürlich sein, die Werbung sollte allerdings stark beschnitten werden.

    Ich frage mich allerdings ob die Schwarz/Blau Einschaltungen für Unterberger auch in die Kategorie Bestechungsinserate und Korruption gefallen sind. Vermutlich nicht, die Hand die einen füttert beisst man nicht, nachdem die Hand gewechselt hat konnte er natürlich fröhlich zuschnappen - die Rechnung dafür hat er bekommen und im Endeffekt war sie nicht so übel, er konnte die frustrierten Sonderlinge einfach hierher transferieren, sie zahlen seinen Lebensabend und nehmen ihn noch dazu ernst. Mehr kann man sich an seiner Stelle wohl kaum wünschen, andere sitzen ganz unbürgerlich in den öffentlichen Verkehrsmitteln und schimpfen vor sich hin, A.U. kann das ganz gediegen vom PC aus erledigen.

    • brechstange
      04. März 2011 09:07

      Meines Erachtens braucht man auf "Schwarz/Blau-Bestechungsinserate", wie Sie das bezeichnen, nicht eingehen, da diese Information ja bei jeder Gelegenheit in den Medien breitgeschlagen wird, wobei der Skandal der jetzigen "Faymann/Ostermayer-Medienbeeinflussung mit Steuergeldern" komplett unter den Tisch fällt. Österreich lässt grüßen, nicht Ungarn. Das wird natürlich nicht thematisiert. Sehr bedenklich!

    • Kumpelblase (kein Partner)
      04. März 2011 09:31

      Ich bezeichne das nicht so, das ist Unterbergers Diktion. Und selbstverständlich sind die Inserate von schwarz/blau jetzt kalter Kaffee.
      Ich kann mich aber halt des Gefühls nicht erwehren, dass hier wie so oft der Unterbergersche Doppelstandard gilt. Wenn es der eigenen Ideologie dient ist es ok oder es herrscht Schweigen, wenn es der Gegner tut sind es korrupte Bestechnungsinserate.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. März 2011 10:26

      Na ja, mit den "Schwarz/Blau-Bestechungsinseraten" (siehe auch meine Links weiter unten) konnte sich ein nicht ganz unschwarzer Chefredakteur der nicht ganz unschwarzen Presse damals vermutlich ganz gut arrangieren. Warum auch nicht, Cash is cash?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. März 2011 10:28

      Und Doppelmoral ist inzwischen Standard in Bereichen, die mit Politik zu tun haben, machen Sie Sich nicht in die Hose.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. März 2011 10:39

      Ah ja, eines noch zur Moral:

      Von einem moralischen Gesichtspunkt aus hat sich der Fokus der "Regierungsinserate" schon deutlich verschoben. Während unter Schwarz-Blau noch die unerträgliche Selbstbeweihräucherung der Regierungsmitglieder im Mittelpunkt der Inserate stand, hat die erst SPÖ Faymann'scher Schule ganz klar den Faktor ökonomische Macht, sprich, potentielle Einflussnahme auf die Berichterstattung, ins Spiel gebracht.

      Das mag für den Steuerzahler aufs Gleiche rauskommen, politisch ist das aber schon eine andere Kategorie.

    • Josef Maierhofer
      04. März 2011 12:24

      @ Schnabeltierfresser

      Diese Kategorie sollte es überhaupt nicht geben, daß nämlich ein Amt, ein Ministerium politische Werbung macht, die haben die Arbeit zu tun und nicht herumzupolitisieren und manipulieren. Beamte haben Weisungspflicht. Politik ist ihre Privatmeinung.

      Wenn Sie darauf hinweisen, daß sich unter Schüssel Personen haben beweihräuchern lassen, die 'Publizität', die 'Präsenz' gehoben haben, so ist das der gleiche Sargnagel und genauso abzulehnen.

      Wir sollten ganz dringend sparen und die Korruption eindämmen, weglassen, oder bestrafen, was auch immer, aber nicht fördern oder die Typen oder Kategorien der Korruption ansprechen.

      Korruption ist abzulehnen. Österreich ist das drittkorrupteste Land der Welt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      04. März 2011 15:09

      Sagt wer, Herr Maierhofer?

    • Josef Maierhofer
      06. März 2011 11:23

      @ Neppomuck

      Wurde uns in den 2000-er jahren von Brüssel in Brpüssel offizell bestätigt, wir sind das 3. korrupste Land der Welt damals gewesen.

      Heute haben wir sicher schon Fortschritte erzielt und streben den ersten Platz an, fürchte ich.

  17. november_rain (kein Partner)
    04. März 2011 08:56

    Gibt es eigentlich einen Link zu der Veröffentlichung vom VÖZ? Mich würde interessieren, wie es mit den anderen Zeitungen aussieht.

  18. Francois Villon (kein Partner)
    04. März 2011 07:54

    Das ist nur die österreichische Seite der Medaille, über die Dr. Unterberger kenntnisreich berichtet. Die andere ist, daß es einen ebenso ungeschriebene Code gibt, welche Agenturmeldungen zu verbreiten sind, welche Nachrichten unter keinen Umständen an die Öffentlichkeit dürfen, etc.

    Aus diesem Sud bilden sich die Menschen - auch hier die Diskutanten - ihre Meinung. Das ist der Grund, daß die hier geäußerten Ansichten zur Welt- bzw. Geopolitik sich kaum von der der Mitzi-Tant´ aus Mistelbach unterscheiden.

    Habe bei einem anderen Strang zur "Revolution" in Libyen eine "andere" Sichtweise eingestellt, ein Artikel, der meine Ansicht bestätigt, daß die ganzen "Aufstände" vom CIA, Pentagon, ... gemacht worden sind, und unsere Nachrichten darüber gut orchestrierte Desinformation. Vorbereitung für einen "humanitären" Kriegseinsatz, mit Folgen, die schlimmer als jede noch so despotische Regierung des Landes.

    Die übliche amerikanische Methode; USA der wahre Feind der Menschheit.

    Im Unterberger TB, das wohl überwiegend aus Sympathiesanten der ÖVP besteht (die linken Kläffer vernachlässigt), will man nicht wahrhaben, daß die schöne "demklratische" Maske der "freiheitsliebenden" USA in Wahrheit die schlimmste Fratze diabolischer Weltherrschaft verbirgt.

    • cmh (kein Partner)
      04. März 2011 08:52

      Es gehören immer zwei dazu.

      Wenn die Europäer so dumm sind, es mit sich machen zu lassen wären die USA noch dümmer wenn sie es nicht machen würden.

      Außerdem:

      Man soll zwar nicht lügen, man sollte aber nie damit rechnen, die Wahrheit aufgetischt zu bekommen. Das sind zwei Dinge, die nicht miteinander vermischt werden sollten.

      Weiters gibt es einen Unterschied in den Nachrichten selbst. Am Beispiel des (militärischen) Lagebildes sei dies dargelegt.

      (1)

      Es strömen eine Vielzahl von Informationen ein. Manche sind wichtig, manche sind auffällig, manche sind das Gegenteil jeweils davon. Und diese Wertigkeiten können sich im Verlauf der Zeit auch ändern. Zusammen ist daraus das Lagebild festzustellen und Handlungsalternativen nebst Entscheidung für eine davon abzuleiten.

      Das ist so gesehen eine Menge Arbeit mit fast unendlichen Fehlermöglichkeiten.

      (2)

      Die Berichte "des Oberkommandos der Wehrmacht" sind demgegenüber in der Regel klar, eindeutig und falsch.

      Wenn sich daher die Mizzitant in Hinterflach ihr Weltbild aus den Meldungen der jeweiligen Oberkommanden übernimmt, ist sie selber schuld. Und um sich ein Lagebild über den Nahen Osten zu verschaffen ist ein Kluburlaub dort zuwenig.

    • Francois Villon (kein Partner)
      04. März 2011 09:56

      chm, das ist schon klar, aber ändert das etwas an dem von mir Gesagten?

      In Österreich werden wir nahezu ausschließlich mit pc-Nachrichten "versorgt". Dazu kommt noch die politisch präferierte Wunsch-Sichtweise, die meist für die REalität gehalten wird.

      Sie wissen das doch selbst am besten, und die Einträge im TB beweisen dies täglich.
      Natürlich sind eine erhebliche Zahl von klügeren Diskutanten darunter, aber jene vom Zuschnitt der Mitzi-Tant´ ist doch sehr beträchtlich.

      Und weil das Thema "Korruption" heißt, gleich ein recht "lustiges" Beispiel, das gestern in meiner Provinzzeitung stand. (Es wird den hier dominanten Mainstream nicht freuen, aber ma sollte auch im eigenen Laden einmal ans Ausmisten denken.)

      Abgeordnete will mit EU-Gage Schulden abstottern

      Von Sigrid BRANDSTATTER

      Im Jänner musste die steirische EU-Abgeordnete Hella Ranner als Unternehmerin brsolvenz anmelden. Sie hat aus ihrer Tätigkeit als Firmensaniererin Bankschulden von 4,5 Millionen Euro angesammelt.
      Unter den elf Kreditinstituten, die Ranner Geld geliehen haben, befinden sich übrigens die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, die Oberbank und die krisengeschüttelte Hypo Alpe Adria Bank. Dazu kommen mehr als 350.000 Euro, die die Anwaltskanzlei Saxin-ger, Chalupsky und Partner (SCWP) von der Ex-Partnerin zurückfordert.
      Die OÖN berichteten gestern.
      In dem den OÖNachrichten vorliegenden Antrag auf Sanierungsverfahren legt die VP-Politikerin offen, wie sie zumindest 20 Prozent der Schulden abstottern will. Und das ist recht aufschlussreich: So verweist Ranner darauf, dass sie zwölf Mal im Jahr 6300 Euro für ihre Tätigkeit als Abgeordnete zum Europaparlament erhält.
      Dazu kommt eine Witwenpension der Versicherungsanstalt der Beamten von 2216 Euro, 14 Mal im Jahr.
      Zu guter Letzt bekommt die 59-Jährige noch Spesen von der Europäschen Union, durchschnittlich 4000 Euro pro Monat. "Von diesem Spesenersatz entfallen 2500 Euro auf tatsächliche Spesen der Antragstellerin, sodass 1500 Euro monatlich zur Deckung der persönlichen Lebenshaltungskosten" blieben, wird erläutert.
      Damit sei die Juristin in der Lage, die Kosfen für Mietwohnung und Büro sowie die Leasingrate für den pKW den sie berufsbedingt benötige, zu bezahlen. Ein geringfügiger Rest verbleibt für eine bescheidene Lebensführung", heißt es im Antrag weiter.
      Ranner könne daher das volle Abgeordnetengehalt und ihre Pensionsbezüge, monat-lich also 8800 Euro zur Bedienung der Quote zur Verfügung stellen. Dass ein Rücktritt für die Politikerin nicht in Frage kommt, geht daraus hervor, dass sie ihr Einkommen bis zum Ende der Periode hochgerechnet hat.
      Bis August 2014 kämen also 387.200 Euro zusammen. Da für eine Firmensanierung mit den angebotenen 20 Prozent nur eine Zahlungsfrist von zwei Jahre vorgesehen ist, werde sich die Politikerin bis Ende März bemühen, einen zusätzlichen Finanzier zu fin-den. Gelingt dies nicht, muss Ranner den Sanierungsantrag zurückziehen - und in Kon-kurs gehen.

      OÖN 3. 3. 2011 S. 11

      Die Frage ist doch: wie kann ein Normalsterblicher solche Schulden akkumulieren, wenn er - hier freilich sie - außer einem Einzel-Berater-"Business" nichts hat, und wie kommt so eine Laus zu einer solchen Mezzie, wie es das EU-Faulbett darstellt?

    • cmh (kein Partner)
      04. März 2011 13:12

      Ich wollte meinen Beitrag als Aufforderung zum Selbstdenken und Selbertun verstanden wissen.

      Dem geht eine Analyse des Sachverhaltes voraus. Dazu am Beispiel Ihres "lustigen" Falles.

      1. Im Proemium kommt schon einmal Korruption vor und die Ankündiung, dass sich ÖVPler unangenehm berührt fühlen werden. Das ist bereits Interpretation und lenkt die Aufmerksamkeit beim weiteren Lesen. Man kriegt ein simples Vorurteil insinuiert. (Wenn da statt Ranner Gerharter gestanden wäre, hätte ich noch heftiger darauf hingewiesen.)

      2. Was hat die Insolvenz mit der EU-Abgeordnetentätigkeit zu tun? Möglicherweise hat Ranner dadurch leichter Gelder bekommen, es könnte aber auch ein Angestellter untreu gehandelt haben.

      3. Ihren Gläubigern ist es sicher egal, woher das Geld kommt.

      4. Ich kenne die Dame nicht, da ich in einer anderen Provinz lebe. Aber war sie als Saniererin erfolgreich?

      5. "Tatsächliche Spesen" lässt auf eine defraudante Spesenabrechnungsweise schießen. Es könnte sich aber um eine günstige Pauschalierung handeln.

      6. Wie kommt der Akt zur OÖN. Könnte ich mir den auch bei Gericht holen?

      Das wären einige der Fragen, die ich mir zur Erstellung eines Lagebildes stellen sollte, wobei das ERgebnis hier offen bleiben muss. Ich denke ja nicht daran, diesen FRagen auch tatsächlich nachzugehen.

      Derartige Fragen sollten im gedanklichen Hintergrund immer und laufend gestellt werden, bevor man mit einer Meinung herauskommt und damit die Meinungen anderer beeinflusst.

      Die USA würde ich nicht als Feind der Menschheit, sondern als Freund der Amerikaner bezeichnen. Damit kann ich etwas anfangen, denn demnach müssen sich Europäer hinter den Amiländern anstellen. Aber die Menschheit vor den Goa'uld (Stargate) zu retten ist - weil sinnlos - nicht mein Ding.

  19. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    04. März 2011 07:26

    Danke für die spannende Information. Schade nur, dass Sie immer vergessen, dazuzusagen, wer das System 'Regierungsinserate' in seiner heutigen Form mitsamt seinen blau-orangen Anhängseln erfunden hat... aber sei's d'rum.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/137553/Rechnungshof_Kritik-an-ParteiWerbung
    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/84432/OlympiaInserate-um-85000-Euro_Fuer-Schuessel-ganz-okay
    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/264787/Opposition-empoert-ueber-KanzlerInserate-der-VP

    • cmh (kein Partner)
      04. März 2011 09:00

      Natürlich - davor war die Welt ja noch in Ordnung und überhaupt viel besser.

      Die BAWAG war eine tolle Bank und der Verzetnitsch ein Arbeiterführer mit Platz auf der Ehrentribüne am 1.Mai.

      Wenn auch Schüssel von seinen langjährigen Regierungspartnern viel gelernt haben mag, vernadert hat er niemanden.

      Danke liebe Genossen, dass ihr uns endlich zeigt, wass die anderen für A****er sind, gegen die sogar ihr die Lichtgestalten miemen könnt.

      Ich erspare mir meinen wohl allen bekannten Kalauer.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. März 2011 10:23

      Schön, dass Sie es auch so sehen, dass nicht alles Schwarz und Rot ist.

    • cmh (kein Partner)
      04. März 2011 13:14

      etwas schwarz und vor allem rot mit blauen Punkten

    • Interessierter Leser
      04. März 2011 17:31

      Da geht es aber schon um ein anderes Thema: Wurde im Wahlkampf die politische Position (Kanzler, Minister) ausgenützt, hat man Wahlwerbung durch die Art der Inserate auf Kosten der Steuerzahler und nicht auf Kosten der Partei gemacht.
      Dass aber an sich im Wahlkampf Inserate geschalten werden, ist kein Versuch, Zeitungen - mit fast sinnlosen Inseraten - gefügig zu machen, wie dies derzeit Unterberger mit seinen Beispielen aufzeigt. Dass eine Regierung Öffentlichkeitsarbeit zu leisten hat, ihr Handeln erklären muss, finde ich fast eine Verpflichtung dem Wähler gegenüber, der von Gesetzen, Beschlüssen… meistens betroffen ist!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. März 2011 21:00

      Einverstanden, was äähnliches schreibe ich oben auch.
      http://www.andreas-unterberger.at/2011/03/die-korruption-geht-munter-weiter/#comment-107102

      Für den Steuerzahler kommt's trotzdem auf's Gleiche raus. Und die dauernden Sebstbeweihräucherungsinserate von FPÖ/BZÖ waren schon seeeehr peinlich.

  20. black (kein Partner)
    04. März 2011 07:21

    Solange die ehr- und würdelosen Tinten-Söldner ein sozialistisches Zentralorgan für Volksaufklärung und Propaganda imitieren, dürfen sie sich (Dank Dyck und Doff) an unserem Steuergeld bereichern - wie auch der so genannte Kunstbetrieb. Die Medien haben schon länger nicht mehr derart versagt wie gegenwärtig. P.S.: Wo logiert jetzt Peter Rabl?

  21. Richard Mer
    03. März 2011 22:38

    Anderes Thema: Bin ich der einzige, den interessiert, dass da in Deutschland ein Terroranschlag war, gestern? Hier in Amerika ist der Teufel los, Obama Spontanrede, Diskussionen, Schlagzeilen. Bei uns im ORF bekommt das Ding nichteinmal ein kleines Bild auf orf.at. Presse: Kein Wort. Standard: Ein wenig. Was ist da los?

  22. thomas lahnsteiner
    03. März 2011 19:38

    welche dummköpfe in den redaktionen des spiegels sitzen ersieht man aus folgender ganz wichtiger brandaktueller meldung auf seite 1 bei spiegel-online:

    "Plagiatsvorwurf gegen Gaddafi-Sohn
    Mitstudenten hielten Gaddafi junior nicht für besonders helle - trotzdem schaffte Saif al-Islam seinen Doktor an der Londoner Kaderschmiede LSE. Jetzt steht der Sohn des libyschen Diktators unter Plagiatsverdacht. Obendrein nahm die Elite-Uni nach seiner Promotion eine 350.000-Euro-Spende an."

    Hier spricht der spiegel das momentan wichtigste problem in libyen an...das wird die öffentlichkeit momentan sicher brennend interessieren.....aber die gemeinen strolche im spiegel sind von ihrer erfolgreichen gutenbergjagd so besoffen, dass sie aus der plagiatsschiene nicht mehr rauskommen......

    • byrig
      04. März 2011 00:11

      he,he-lahnsteiner,come down.
      der spiegel ist sicher tendenziell links.
      ich lese den spiegel regelmässig seit meinem 15. lebensjahr.
      und der spiegel ist sicher das beste,informativste magazin im deutschsprachigen raum,wobei er 2 schwächen hat:die innenpolitik und die (fast nicht vorhandene) berichterstattung über österreich.letztere war immer besonders links dominiert-aber von östereichischen journalisten.
      lass halt den spiegel auch darüber schreiben,das profil wirds 1 woche später tun.
      viel ärger ist,dass die sozis sich die presse in wien praktisch kaufen.und unterberger das erst jetzt schreiben kann.
      der blade häupl kam mir heute im fernsehen bei seiner präsentation im orf beim opernball wie ein "pate" vor.und so wirds auch sein.
      das ist der skandal,nicht der spiegel.

    • november_rain (kein Partner)
      04. März 2011 08:42

      Die englischen Medien berichten auch darüber, aber das ist was anderes. Bemerkenswert übrigens, dass der Rektor der LSE wegen dieser Sache zutückgetreten ist. In Österreich würde so etwas nie passieren. Aber bei uns hat ja auch keiner einen Ruf zu verlieren.

    • Undine
      04. März 2011 16:02

      @thomas lahnsteiner

      " Obendrein nahm die Elite-Uni nach seiner Promotion eine 350.000-Euro-Spende an."

      Ist ja ganz einfach: Der Gaddafi-Sohn legt den Dr. -Titel zurück, bzw. er eird ihm aberkannt (den braucht er eh in der libyschen Wüste nicht unbedingt!) und die Elite- Uni gibt die 350.000 Euro zurück.

  23. eudaimon
    03. März 2011 18:40

    Nun wir Steuerzahler müssen diese ganze politische und finanzielle "UNTREUE "
    dem Land und den Bürgern gegenüber noch teuer bezahlen und werden dazu noch als geizige" Neoliberale Kleinbürger "von Grün bis Rot beschimpft und verfolgt!
    Fragt man sich verwundert ,wie ist diese Mediendiktatur mitten in Europa möglich-
    so muss man sich nur unsere vielgerühmte Sozialpartnerschaft genau anschauen,die nur dazu da ist die Masse auffällig zu bedienen,damit die poli-
    tische Klasse von Rot und Schwarz in aller Ruhe und rechtens mit den Kapital-
    Sozialisten Macht und Geld abräumen kann!Für die naiven Moralisten müssen
    die Bettler,Migranten,Asylanten herhalten ,die via gefördeter NGO Multivereine
    zu jeder Zeit und Gelegenheit für jedwede Empörung mit gerichtlicher Anzeige
    gegen Alles und Jeden sorgen!
    Wer nicht mittut wird verfolgt,denunziert,entwürdigt und vieles andere mehr-
    ja wir erleben wieder eine herannahnende Massendiktatur -wie vor fast 100 Jahren im Namen der Freiheit,Gleichheit,Brüderlichkeit!!Wo bleiben die Künstler,
    Philosophen und Wissenschaftler ?? Freie unabhängige Presse- wooo??
    Schade-ich glaube sie sind in der Meinugsmasse ertrunken - tot!!

  24. Norman Bates
    03. März 2011 16:37

    Wir sollten uns des gegenwärtigen Systems bedienen anstatt es zu bekämpfen.

    Wir gründen einen Verein zur Förderung schwuler Nigerianer ohne Papiere, der die tägliche Gratis-U-Bahn-Zeitung "Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler Nigerianer" herausbringt.

    Die Gutmenschen werden uns lieben.

    Und wir kassieren zweimal. Erstens für den Verein, zweitens durch die Inserate.

    • brechstange
      03. März 2011 16:50

      Das probieren Sie mal. Sie werden dann erkennen, dass es zwei Klassen von Gutmenschen gibt.

    • Norman Bates
      03. März 2011 16:52

      Es gibt Bessermenschen?

    • brechstange
      03. März 2011 16:53

      @Norman Bates

      Zu diesen Bessermenschen gehören wir bestimmt nicht, da kann der Verein noch so sozial sein.

    • Norman Bates
      03. März 2011 17:04

      Sie meinen, dass wir als spießige, reaktionäre, stockkonservative und überalterte Wutbürger uns nicht soweit heran- und hochschleimen können, dass uns die pc-korrekten Bessermenschen, die sich diesen üppigen Kuchen derzeit teilen, ein paar Brosamen aus diesen Steuertöpfen gönnerhaft zusprechen?

    • Norman Bates
      03. März 2011 18:54

      Schade, dabei wären wir hervorragend aufgestellt!

      Dr. Unterberger schreibt täglich den Leitartikel für das "Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler Nigerianer" oder wir nehmen einfach den von hier und kopieren ihn rüber.

      thomas lahnsteiner übernimmt die Chefredaktion. Der Graf reimt oder würgt sich täglich einen runter. Der Wertkonservative übernimmt die Redaktionen "Fit im Alter" und Istrien. Josef Maierhofer bekommt eine eigene Kolumne. Undine das historische Ressort. Brigitte Imb die Kritikseite. Ressort Wirtschaft übernimmt Celian. Der kleine Nick kritisiert täglich den eigenen Grafen. Wissenschaftliche Betreuung durch durga. Finanzierung durch terbuan. Starl betreut uns rechtlich. Politisches Lobbying zur Sicherstellung des Geldflusses durch Laura R. Alexander Renneberg macht Supervision für Trolle. Unternehmerische Gesamtleitung durch Anton Volpini. Subversive Taktik und Strategie durch Johann Scheiber und Rupert Wenger. brechstange Lektorat. phaidros leitet den Verein ... und ich suche täglich das Bild für Seite 3.

      Mea culpa, ich habe sicher jemanden vergessen. Haben wir eigentlich einen schwulen Nigerianer unter uns? Das wäre vielleicht auch wichtig, so wegen Vereinszweck und so.

      Das kann gar nicht schief gehen! Bessermenschen wir kommen und schlagen Euch mit Euren eigenen Waffen! Troja und so … ;-)

    • Anton Volpini
      03. März 2011 19:13

      Bin dabei. Für jeden Spitzbubenstreich zu haben! :->))

    • brechstange
      03. März 2011 19:37

      @norman
      Mein Lektorat reicht für weitere Pisa-Erfolge, garantiert.

    • Brigitte Imb
      04. März 2011 01:14

      *I hau mi o*

      In unserem Operettenstaat könnten wir damit wirklich durchaus erfolgreich sein - wir müssten nur umdenken.

    • Celian
      04. März 2011 07:59

      genialer Text von Norman! 100 Punkte!

    • cmh (kein Partner)
      04. März 2011 09:06

      So nebenher ist Euch die Wortkreation "Bessermensch" gelungen.

      Das ist viel treffender als Gutmensch. Bitte stattdessen verwenden.

    • MJM
      04. März 2011 09:16

      Werter Herr Bates,

      ich melde mich für die täglich Beilage Gendering!

      Da ich der Einzige bin, dem aufgefallen ist, dass der Verein "Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler NigerianerInnen " heißen sollte um im Fördertopf aufzuschlagen, ergibt sich meine Qualifikation von selbst.

      Die Kontake zu den NigerianerInnen kann ich gerne herstellen. Ich beobachte sie praktisch täglich in S- und U-Bahn, während sie kleine Geschäfte anbahnen oder abwickeln.

      Wann findet unser Kick-Off statt? Ich kann es nicht erwarten endlich richtig reich zu werden!

      :)

    • numerus clausel (kein Partner)
      04. März 2011 09:22

      Auweh, den studienabbrecher Starl würd ich nicht für rechtliche Belange engagieren, das könnt in die Hose gehen. Lahnsteiner würd auch zu einem Tintenstrolch avancieren...
      Zudem würd ich "Nigerianer" streichen, nachdem die alle ohne Papiere kommen, kann man nicht genau sagen, woher die kommen, Schwarzafrikaner wär eine generellere Bezeichnung und spräche eine größere Masse an.
      Es sollte auch bedacht werden, dass man auch für jüngere Themen jemand engagieren sollte, das geschätzte Durchschnittsalter der hier postenden liegt doch sicher jenseits der 65.

    • Norman Bates
      04. März 2011 11:05

      Werte Freunde und Vorposter!

      Mit großer Freude sehe ich, dass unsere subversive Geschäftsidee des Anzapfens unserer eigenen Steuertöpfe durch die Gründung der täglichen Gratis-U-Bahnzeitung „Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler Nigerianer“ auf solch positive Resonanz stößt.

      Wir haben durch den enormen Kraftaufwand monatelangen Frustpostens bei A.U. als nunmehr anerkannte Wutbürger auch einen sozial abgesicherten Platz an unseren eigenen Steuertrögen redlich verdient und werden uns diesen sogenannten Steuertrogmarktanteil von den Bessermenschen, die sich derzeit aus diesem bedienen, holen.

      Leider muss ich aber Wutbürger MJM enttäuschen. Es wird keine Gender-Beilage geben, denn wir fahren unter dem Deckmantel der Entrüstung über die himmelschreiende Diskriminierung eine bein- und knallharte reaktionäre, konservative, bürgerliche und liberale Linie. Er könnte aber die Anti-Gender-Beilage übernehmen, wo wir uns ganz im Sinne Schopenhauers über die Weiber unterhalten werden.

      Auch numerus clausel muss ich enttäuschen und darauf beharren, dass unsere sehr geschätzten nigerianischen Freunde auf dem Titel erhalten bleiben. Ich freue mich stets über diesen netten Mails, die mir Angehörige von armen verstorbenen nigerianischen Nationalbankmitarbeitern übermitteln, in denen sie mich um Hilfe bei der Außerlandesbringung von Millionen Dollars ersuchen. Ich weiß, dass unser „Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler Nigerianer“ dieses unsägliche Leid, welches diesen armen Menschen in unserem schönen Österreich tagtäglich widerfährt nicht lindern kann, aber wir wollen es doch zumindest gemeinsam mit all unserer Kraft und vor allem mit unserem Steuergeld versuchen. Was ist schon Steuergeld?

      Das heißt also, dass unsere Mitbürger am morgendlichen Weg mit der U-Bahn unsere Zeitung aufschlagen und nach dem so verheißungsvoll sozialen und bessermenschlichen Titel sogleich auf Seite 2 mit unseren Ansichten konfrontiert werden.

      Es wird nun Zeit, um zur Tat zu schreiten. Zumindest eine 0er Ausgabe sollten wir als Pilotprojekt doch einmal in die U-Bahn bringen.

      Man könnte überlegen, ob unser sehr geschätzter A.U. bereit wäre, den ersten Leitartikel für das „Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler Nigerianer“ zu schreiben …

    • durga
      04. März 2011 12:04

      Dies ist ein großartiger Vorschlag!!!!

      Ich brenne darauf einen Beitrag dazu zu schreiben und denke u.a. dabei an eine Diskussion über Versuche, die vor rund 100 Jahren stattfanden mit dem Ziel zumindest die Problematik der Hautfarbe zu eliminieren: „As early as 1904, a chemist at the University of California designed a series of experiments using radium to "bleach the negro" and turn his skin white.“ (www.gutenberg-e.org/rentetzi; source: New York America, 10 January 1904.)

    • MJM
      04. März 2011 14:18

      Werter Herr Bates,

      ihr Projekt schreitet ja in Sieben-Meilen-Stiefel vorran! Man kann den ersehnten Trog schon förmlich richen.

      Gerne mache bin ich auch die "Anti Gendering" Beilage, abwechseld mit "Politisch unkorrekt - na und!".

      Außerdem stehe ich als Projektleiter für die "Abschaffung der Steuerpflicht"-Kampangne zur Verfügung. Hier haben wir schnell eine satte Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger hinter uns.

      Zuguter letzt möchte ich auch noch die Rubrik "Unfreiwillig komisch" anregen, wo wir von Seiten der Politik ja kostenfrei mit ausreichend Material versorgt werden. Korrektes Zitieren mit Quellenangabe ist hier unser einziger Aufwand.

    • Norman Bates
      04. März 2011 14:59

      Wir sind derzeit also bereits 9 Wutbürger und haben schon einige beachtliche Ideen für Beiträge, Rubriken und Beilagen entworfen.

      Großer Dank dafür, das sieht schon sehr vielversprechend aus.

      Unsere Mitbürger in den U-Bahnen werden begeistert sein. Die Bessermenschen sowieso.

      Ein baldiger "Call for Papers" für die Ausgabe 0 des "Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler Nigerianer" zeichnet sich bereits ab.

      Auch die organisatorischen Belange werden wir durchdenken und planen müssen.

      Gleichzeit werden wir noch den heutigen Tag abwarten, um zu sehen ob unsere geschätzten anderen Redaktionskollegen (die o.a. angeführten Wutbürger) auch noch zu uns hier finden.

    • Anton Volpini
      04. März 2011 16:41

      Das wird ein Spaß werden! :>))))

      Ich hab gute Freunde in der Papierindustrie, die werden uns natürlich günstig bedienen. Außerdem kenne ich viele Druckereien.
      Ich glaub, wir müssen noch in den anderen Beiträgen Marketing machen, daß hier die Post abgeht...

    • Undine
      04. März 2011 16:54

      @Norman Bates

      Soeben aus der Bundeshauptstadt wieder ins schöne OÖ heimgekehrt, finde ich Ihre famose Idee der Möglichkeit, sich etwas von den abgepreßten Steuern wieder zurückzuholen, einfach genial, fast möchte ich sagen: Das Ei des Kolumbus! Ich rieche schon förmlich den Futtertrog! Hmmm!!!

      Es ist mir eine große Ehre, als für das Resort "Geschichte" geeignet von Ihnen vorgeschlagen worden zu sein. Ich darf wohl hoffen, daß man mir nachsehen wird, daß ich NICHT den ganzen "Großen Ploetz" im Kopf habe. Aber ich werde mich einarbeiten, um etwaige vorhandene Wissenslücken rasch zu schließen.

      Zu bedenken gebe ich allerdings, daß die Bezeichnung "Nigerianer" zu einseitig ist und somit als rassistisch empfunden werden könnte. Was machen wir, wenn sich die Schwulen aus den umliegenden Nachbarländern Nigerias aufpudeln, weil sie im Titel der Zeitung nicht vorkommen!!! Der vor einiger Zeit noch PC-konforme Ausdruck "Schwarzafrikaner" ist längst nicht mehr aktuell. Ich würde daher raten, wieder zur alten, von der PC einst verworfenen Bezeichnung "Neger" zurückzukehren. Mittlerweile ist der Ausdruck wieder wie neu und makellos, weil er schon so lange nicht mehr gebraucht wurde. In der Mode greift man ja auch immer wieder auf Altes, längst Vergessenes zurück.

      Das mit dem Bild auf Seite 3 muß auch GUT überlegt sein: Männlein oder Weiblein oder irgendetwas dazwischen, außerdem: schwarz oder weiß (die Hautfarbe meine ich). Es sollte ehest eine Arbeitsgruppe zusammengestellt werden, damit wir Wutbürger endlich auch an die Reihe kommen! :-)

    • terbuan
      04. März 2011 17:21

      Werter Norman Bates,
      spät aber doch habe ich von diesem grandiosen Projekt erfahren!
      Natürlich bin ich dabei, bei den Finanzen mach ich mir keine Sorgen, mit dem Michi hab ich bereits kurz telefoniert, er hat sich vom Opernball schon erholt und ist begeistert von diesem Projekt, die Wiener Linien und die Wien Energie machen natürlich auch mit.
      Ich kann jetzt schon sagen, bis Jahresende ist das Projekt ausfinanziert!
      Einige Zusagen vermisse ich noch, aber bis jetzt sehe ich da ein geniales Team in Entstehung, den Philipp Starl hätte ich allerdings sehr gerne mit im Boot! :-)))

    • brechstange
      04. März 2011 17:28

      Wie wäre es mit

      "Schwule Menschen mit starker Pigmentierung" oder ist das zu allgemein?

    • Johann Scheiber
      04. März 2011 18:03

      Ich sehe hier eine revolutioäre Idee und Strategie heranreifen: Zerstörung der parasitären Gender- und Egallitätsbeschleunigungsmaschine durch zusätzliche, nicht kalkulierte, extern induzierte Beschleunigung!

      Velocifer muss und wird verglühen!

    • durga
      04. März 2011 18:09

      @brechstange

      "Schwule Menschen mit starker Pigmentierung" würde vielleicht den Kreis zu sehr auf die in südlichen Gefilden, in der Sonne bratenden Urlauber ausdehnen.

    • cmh (kein Partner)
      04. März 2011 18:13

      Undine

      Die Nostalgiewelle rollt wieder!

    • cmh (kein Partner)
      04. März 2011 18:15

      starke Pigmentierung würde auf NR Petzner auch zutreffen.

      Der hat sie aber aus dem Proletentoaster.

    • Brigitte Imb
      04. März 2011 18:48

      @ Undine

      Brauchen wir eine Hymne? Wär´schon schön.
      Ich bin für "Zehn kl. Negerlein"...

    • Johann Scheiber
      04. März 2011 19:15

      Eine Tesla-Waffe wäre vielleicht wirklich die Lösung: Wir steigen in die feindliche Bewegung ein, betätigen uns als Regenatoren und schaffen durch Zuführung von nur wenig zusätzlicher Energie einen exponentiellen Effekt der zur Zerstörung der feindlichen Bewegung führt.
      Heureka!

      Durch freien Fluß der Phantasie überbieten wir qualitativ und quantitativ die kriminelle Dummheit der Progressiven und schießen so die Bewegung durch die Decke!

      Sehr geehrter Norman Bates ihr Ansatz scheint in der Tat vielversprechend zu sein!

    • Johann Scheiber
      04. März 2011 19:17

      Regeneratoren!

    • Anton Volpini
      04. März 2011 20:00

      Hr.Norman Bates
      Sie haben da eine starke Bewegung gestartet. Sie müssen jetzt schon dran bleiben!
      Da Sie der spiritus rector sind erwarten wir weitere Anweisungen!

    • Undine
      04. März 2011 20:15

      @numerus clausel

      Ich muß Sie korrigieren: Der Starl hat längst sein Studium abgeschlossen. Mit seinem guten Mundwerk, das er jederzeit gerne bereit ist, einzusetzen, haut er uns spielend aus jeder Bredouille, in die wir als engagiertes Team möglicherweise geraten könnten, so souverän heraus, daß kein Auge trocken bleibt!

    • Undine
      04. März 2011 20:44

      @Brigitte Imb

      Doch, eine Hymne ist immer gut! Der Vorschlag wird bestimmt auf Zustimmung stoßen! Eine Vereinsfahne ist eher zweitrangig, denke ich. Kann ich ein Firmenauto beantragen? Einen dunkelblauen Porsche etwa; da wäre mein Sohn sicher begeistert.

    • Brigitte Imb
      04. März 2011 21:03

      @ Undine

      Klar doch, also vermutlich..., naja auf Schulden geht alles. Vereint werden wir das System schon richtig schaukeln.

      Brauchen schwule Nigerianer (sN) nicht dringend Hippotherapie? Meine Tochter hätt´ gern ein Pferd.

      Und einen knallroten Nerz - der Kontrast zur schwarzen Haut würde sicher hübsch ausschauen. Dass die sN den nicht tragen w(s)ollen ist wieder was anderes - ich borg ihn gern aus, auf Dauer.

      Jetzt wür´ich noch gern wissen was für Büdl auf die S. 3 kommt; sN od. Negerschnitten? Ich bin für Ersteres, das andere macht dick.

    • terbuan
      04. März 2011 21:11

      Undine & Brigitte
      Jetzt haben wir aber glatt auf die fosca vergessen, die sollten wir unbedingt integrieren, so eine tägliche Kolumne "Tipps & Tricks für Asylwerber", das wär doch was für sie, oder?

    • Norman Bates
      05. März 2011 00:02

      Sehr geschätzte Freunde und Wutbürger!

      Ich kehre soeben aus fernen südosteuropäischen Landen zurück und sehe es tut sich was im Staate Österreich.

      Das Manna aus unseren eigenen Steuertöpfen für unsere neuen Pferde, rote Nerze und Maseratis (nein, leider kein Porsche) wird bald für uns vom Himmel fallen. Dafür aber Maserati für alle, denn alles andere wäre natürlich – Sie wissen es bereits – himmelschreiend diskriminierend und daher dem Vereinszweck widersprechend.

      Vorher aber werden große Entbehrungen auf uns zukommen. Wir werden ein paar Zeilen für unsere Mitbürger in der U-Bahn schreiben müssen. Wir werden ein wenig unserer kostbaren Zeit opfern müssen, um unseren Mitbürgern unsere Zeilen zu übergeben. Wir werden unseren Notgroschen ein wenig angreifen müssen, um die neoliberalen und kapitalistischen Finanzspekulanten, die leider noch immer die Druckereien und die Papierindustrie besitzen, dazu zu bewegen, unsere Worte zu vervielfältigen.

      Dafür aber werden das Manna und die Ehre mit uns sein.

      Die Ehre, in einer ehrenhaften Publikation wie dem „Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler Nigerianer“ einen Beitrag veröffentlich zu haben. Journalist bei der Presse, beim Standard oder beim ORF ist bald jemand. Dem Vernehmen nach soll es dort wichtig sein, dass man sich nicht gegenseitig „anbrunzt“ und Jünglinge auf Steuergeld einkleidet und herumkutschiert, um längst vergessene Posen einzunehmen und Sprüche zu sagen. Eine Publikation beim „Echo“ ist dagegen eine besondere Auszeichnung.

      Schreiten wir zu den Taten.

      Wutbürger Anton Volpini hat dankenswerter Weise im nachfolgenden Tagebuchblatt einen kleinen Hinweis auf unsere bescheidenen Beiträge an dieser Stelle hier gelegt. Man könnte dies auch im morgigen Tagebuchblatt wiederholen, um einige unserer geschätzten Mitwutbürger, die aus unterschiedlichen Gründen noch nicht zu uns hier gefunden haben, ebenfalls anzusprechen. Man kann auch einfach den Link kopieren, der jeweils unter unseren Posting-Namen hinter Datum und Uhrzeit hinterlegt ist.

      Ich denke hier auch an fosca oder auch an den hervorragenden Kurt22, den wir schon länger vermissen und der uns sicher eine köstliche Kolumne über den Arbeitsmarkt 50+ schreiben könnte. Starl wurde schon erwähnt. Für die Jugend sorgen wir selbst, denn jung im Geist sind wir alle.

      Ich würde Euch um „word of mouth“ im Laufe des morgigen Tages ersuchen und melde mich morgen am Ende des Tages wieder.

      Mit wutbürgerlichem Gruß
      Norman

      PS: Die Verantwortung im Sinne von „Walle! walle Manche Strecke, daß, zum Zwecke, Wasser fließe“ habe ich erkannt und nehme ich – mit Eurem Einverständnis – gerne wahr.

    • Norman Bates
      05. März 2011 02:03

      Abschließend für heute möchte ich noch auf einige großartige Beiträge von heute eingehen.

      Nigerianer ist natürlich in keiner Art und Weise rassistisch. Ganz im Gegenteil, wir fühlen uns ja im Blatttitel dem Gegenteil absolut verpflichtet. Natürlich würden wir bei entsprechend ausreichender Finanzierung durch unsere eigenen Steuertöpfe sofort auch das „Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler Kameruner“ auflegen usw. usf.

      Die strategisch-taktischen Überlegungen in Richtung einer herbeigeführten Implosion der Gender- und Egalilitätsbeschleunigungsmaschine gehen einen guten Weg.

      Die „schwulen NigerianerInnen“ zumindest im Titel haben schon ihren Reiz. Die Anti-Gender-Beilage ist natürlich Pflicht.

      Die Diskussion über die wissenschaftlichen Ansätze mit der Entfärbung steht ohnehin außer Streit.

      Für die Finanzierung werden wir noch ein paar Inserate von der ÖBB für den neuen Bahnhof in Attnang-Puchheim, der im Jahr 2067 eröffnet werden soll, benötigen.

      Das Bild auf Seite 3 werde ich mir vorbehalten. Das muss wirklich durchdacht werden, so wie auch – Gott hab ihn selig – Onkel Hans seine Leserbriefseite gestaltet hat.

      Gute Nacht und bis morgen.

    • Undine
      05. März 2011 09:43

      @Norman Bates

      Mit großer Erleichterung stelle ich fest, daß Sie sich gedanklich mit der Verwirklichung der von Ihnen ins Leben gerufenen Initiative bereits sehr konkret beschäftigen. Daß Sie, sobald wir mit der Herausgabe des Qualitätsblattes "Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler Nigerianer" Fuß gefaßt haben, auch die schwulen Kameruner, Kongolesen, Sudanesen, Simbabwer, Ghanesen, und wie sie alle heißen, jeweils mit einer eigenen Zeitung bedenken, finde ich in Ordnung. Wir könnten es ja genauso machen wie der Onkel Hans mit der Krone; da hat ja auch jedes Bundesland ohne großen Aufwand seine "eigene" Krone.

      Mit dem Maserati bin ich einverstanden. Es ist für mich gehupft wie gesprungen, ob ich in einen Porsche oder Maserati einsteige, bzw. aussteige. Mit zunehmendem Alter tu ich mich bei beiden schwer, weil sie für meine Altersklasse etwas zu tief liegen. Ich hatte eigentlich nur an meinen Sohn und die beiden Schwiegersöhne gedacht.

      Die Inserate alleine für den neu zu gestaltenden Bahnhof Attnang-Puchheim dürften unser Projekt für lange Zeit finanziell absichern.

      Was die Verteilung des Blattes anbelangt, könnten wir auf die große Zahl (schwuler) Nigerianer zurückgreifen, die immer mit der "Kupferpfanne" oder wie das Blatt heißt, herumstehen. Zugleich könnten wir schon jetzt Kameruner, Ghanesen, Sudanesen , etc einbinden. Es kennt sie eh hier keiner auseinander, wovon die Ärzte ein Lied singen können, da manche E-CARD auch von 10 und mehr Leuten benützt wird, wie man so hört.

    • Anton Volpini
      05. März 2011 12:56

      Soeben wurde im Mittagsjournal verkündet, daß nächste Woche eine "Frauenbewegte Gratiszeitung" herauskommt.
      Ob die dem Hrn. Bates die Idee gestolen haben?

    • Norman Bates
      05. März 2011 13:41

      Das ist unmöglich, denn das Original entsteht gerade hier und jetzt. Alles andere sind nur billige Plagiate und allenfalls Trittbrettfahrer und Dünnbrettbohrer.

      Bis später heute!

    • Undine
      05. März 2011 17:26

      @Norman Bates

      "Das Bild auf Seite 3 werde ich mir vorbehalten. Das muss wirklich durchdacht werden, so wie auch – Gott hab ihn selig – Onkel Hans seine Leserbriefseite gestaltet hat."

      Eine Frage nur ganz unter uns: Obiges klingt ja beinahe so, als hätte der Onkel Hans die Bilder auf Seite 3 auch nach eigenem Gutdünken höchst persönlich ausgesucht? Oder interpretiere ich Sie da falsch...

    • Anton Volpini
      05. März 2011 18:01

      Hallooooo wo seit Ihr? Ist da jemand?
      Wer übernimmt heute die Marketingaufgabe. Wir sollten uns da abwechseln, schaut so besser aus!
      Ich hab da schon den @cmh gebeten, nachdem er den "Bessermensch" in einem Beitrag angewendet hat, aber der hört nicht.
      Auch sollte Mr. Bates geistige Errungenschaften gleich patentieren lassen, wie auch den köstlichen "Proletentoast" von @cmh.

      Ist da jemand?

    • Reinhard (kein Partner)
      05. März 2011 21:11

      Das Bild auf Seite 3 sollte zu extra Einnahmen durch Förderungen führen.
      Immerhin zeigt es arme junge Frauen, die nicht einmal etwas zum Anziehen haben, was mit erschütternden Fotoserien in HD-Qualität dokumentiert werden kann, die sich durch das ganze Blatt ziehen. Somit wird zusätzlich auf das Problem der zunehmenden Verarmung unter hübschen jungen ungarischen Bettlerinnen durch den zunehmenden Druck des kapitalistischen Patriarchats nach Zusammenbruch des geschlechtergerechten und fortschrittlichen Kommunismus aufmerksam gemacht, was uns Sonderpunkte bei caritativen Organisationen und feministischen Emanzenvereinen einbringt und Fördergelder von der Caritas, der Entwicklungshilfe, dem Frauenministerium und der KPÖ einbringt...

    • Norman Bates
      05. März 2011 21:22

      Es geht los.

      Alle, die an einem ersten Schritt interessiert sind und gerne mitmachen würden, melden sich bitte kurz per Mail an: derwegzurknechtschaft@gmail.com

      Der erste Schritt ist das Pilotprojekt, die Ausgabe 0 des "Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler NigerianerInnen" (so der Arbeitstitel).

      Wir werden uns außerhalb dieses Blogs koordinieren, da dies aufgrund der hier stets fliessenden und wechselnden Tagesaktualität nicht funktioniert.

      Diese Stelle hier im Blog können und sollten wir aber auch weiter nutzen, um Gleichgesinnte Mitwutbürger unter uns zu finden, die vielleicht ebenfalls einen kleinen Beitrag leisten und einen Artikel veröffentlichen möchten.

      Ich werde morgen am Ende des Tages wieder an dieser Stelle über dier Anzahl der Antworten berichten.

      Das wird ein Spaß werden! :>)))) (um mir einen Slogan von Anton Volpini auszuborgen) ;-)

    • Francois Villon (kein Partner)
      06. März 2011 09:59

      Norman Bates, ich würd´ ja gerne bei dem Projekt mitmachen, wenn Ihr mich laßt. Aber ich bin so ein Pessimist und fürchte, daß es in die Hose gehen könnte. Ich glaubte beispielsweise immer, wenn man etwas so gewaltig übertreibt, daß es sogar dem Dümmsten auffallen müsste, könne man echtes „Kabarett“ machen.

      ZB, wenn einem ein Fraß überhaupt nicht geschmeckt hat, den man dann über den grünen Klee lobt: Glauben Sie der Spott wäre angekommen? – Nein, die Köchin nahm´s für bare Münze und weil sie glaubte, wir seien ein wahrer Fan ihrer Kochkunst, bekamen wir´s beim nächsten Mal wieder.

      Die Idee von Scheiber, den Wahnsinn zu beschleunigen, klingt gut, aber auch hier bin ich wieder Pessimist: in der nach unten offenen Dummheits-Skala ist kein Ende abzusehen. Wenn´s in der Physik schon „Schwarze Löcher“ geben soll, wer garantiert uns, daß sie nicht im Bereich der politischen Korruption tatsächlich existieren?

      Aber gut, „no risk, no fun“, ich bin auch dabei und könnte einen Schwank über das „Muti“ beisteuern.

    • Norman Bates
      06. März 2011 22:54

      Werte Freunde, Mitwutbürger, Frustposter, sehr geschätzte arrogante und saturierte ständestaatlich geprägte Kulturbürger! [1]

      Wir wollen der bereits in Gründung befindlichen Redaktionsgruppe zur Findung eines „Claims“ (das heißt neu-denglisch so anstelle von „Wahlspruch“) noch etwas Zeit geben, die Gedanken fließen zu lassen und sich zu finden. Die ersten Ansätze und Ideen sind voll Esprit und Eleganz.

      Da eine unserer Grundregeln ganz nach dem fast schon vergessenen Prinzip „speed kills“ das Aufgreifen der erstbesten Ideen ist, sind Hymne und Logo bereits definiert.

      Mit der Fahne werden wir uns noch ein wenig Zeit lassen und zuerst die Reaktionen unserer geschätzten Mitbürger in den U-Bahnen auf die Ausgabe 0 unseres „Echo der himmelschreienden Diskriminierung schwuler NigerianerInnen“ in unseren Gremien ausführlich analysieren.

      Es freut mich außerordentlich bekanntgeben zu können, dass sich nur in einem Tag 14 (!) saturierte Mitwutbürger dazu aufraffen konnten und sich bereit erklärt haben, einen Artikel oder Beitrag für unser „Echo“ zu verfassen.

      Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, wie außerordentlich hoch die uns von unserem öffentlich-rechtlichen Journalismus vorgegebenen Qualitätskriterien („man soll sich nicht gegenseitig anbrunzen“) sind. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir über diese Latte (äh…) springen werden.

      Ich erlaube mir auch ein wenig die Bereitschaft des erlauchten Grafens hervorzuheben, der natürlich mit beinharter Kritik an seinem Versmaß aus den eigenen Reihen zu rechnen hat. Hier erblickt man aber auch einen kleinen Teil der wahren Größe unserer Bewegung.

      Es freut mich auch, dass die von uns gerufene aufstrebende rechtliche Instanz, die uns aus jeder Bredouille herausschlagen kann, sich bereit erklärt hat, unsere bevorstehenden Verurteilungen zu verhindern. Bis zum EGMR ist es aber ein langer Weg und sollten alle Stricke reißen, habe ich selbst ganz gute Kontakte zu Justiz und Strafvollzug und hoffe, dass uns ein gemeinsamer Vollzug gewährt wird. Das wäre aber auch ein Spaß, um erneut Mitwutbürger Volpini (korrekt) zu zitieren!

      Ich sage somit „Walle, walle, manche Strecke“ und meine aber auch Euch, denn wir werden uns die Bürde auf dem weiteren Weg teilen.

      Der nächste Schritt.

      Ich werde einen ersten Entwurf für ein kleines Konzept entwerfen und dieses am kommenden Dienstag am Abend verteilen können.

      Zwischenzeitlich können wir gemeinsam weitere Mitwutbürger unter uns in den nächsten Tagebuchblättern suchen. 14 haben sich zwar schon gefunden, man muss aber immer mit Rheuma oder sonstigen Altersbeschwerden und daher auch mit Ausfällen rechnen. Wir sind zwar rüstig, aber doch nicht mehr die Jüngsten.

      Wir lesen uns hier wieder zwischenzeitlich, spätestens aber am Dienstag.

      Mit wutbürgerlichem Gruß

      [1] Wir wollen korrekt zitieren: http://bit.ly/gpW9Br

    • Celian
      07. März 2011 14:13

      Bin mit allem einverstanden, nur nicht damit, daß phaidros den Verein leitet. Der sich als unwürdig erwiesen hat.

    • Norman Bates
      07. März 2011 23:06

      @Celian

      Das hier wird ein Projekt, ein Pilotprojekt.

      An dieser Stelle wechsle ich in den Politsprech. Wir werden die Ergebnisse des Pilotprojektes zu gegebener Zeit in unseren Gremien (die es derzeit nicht gibt ;-) beraten (oder anders gesprochen: das Gremium ist hier) und die erforderlichen Entscheidungen treffen.

      Bis morgen!

    • Norman Bates
      08. März 2011 23:40

      Sehr geschätzte arrogante und saturierte ständestaatlich geprägte Kulturbürger! [1]
      Conwutanten! [2]

      Der Fasching geht offensichtlich weiter in der Politik.

      Für uns aber endet an dieser Stelle leider der Fasching und die schnöde Arbeit beginnt. Wir schreiten zu den Taten und beginnen gemeinsam mit der Arbeit an der vorerst einmaligen Ausgabe 0 unserer Gratis-U-Bahn-Zeitung, die man aber auch vor dem Zauner in Bad Ischl, vor dem goldenen Dachl, in Graz oder an anderen Stellen in unserem schönen Österreich an unsere Mitbürger (die sogenannten not-yet-Conwutanten) verteilen kann.

      Die Arbeit an der Ausgabe 0 unseres „Echo der himmelschreienden Diskriminierung …“ (so der Arbeitstitel) kann beginnen.

      Es wird ein einfaches Pilotprojekt mit all der Kraft unserer Gedanken und Ideen.

      Mehrere Conwutanten [2] haben sich bereits gefunden. Ein erstes einfaches Grobkonzept entsteht gerade und wird an interessierte Conwutanten per mail an derwegzurknechtschaft@gmail.com in den nächsten beiden Tagen übermittelt werden.

      Mit wutbürgerlichem Gruß!
      Norman

      [1] Wir wollen heutzutage doch korrekt zitieren: http://bit.ly/gpW9Br
      [2] durga, Unterberger-Blog, Volksverdummungs-Begehren, http://bit.ly/giC4U2

  25. RR Prof. Reinhard Horner
    03. März 2011 15:56

    reinhard.horner@chello.at

    Nicht nur die Bezahlung mit dem Geld der Staatsbürger an die "Tintenstrolche" ist ein großes Problem. Ärger noch steht es um die Finanzierung des ORF! Der wird dann noch in seinem verludersten, nämlich im Informationsbereich mit Preisen ausgezeichnet.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      04. März 2011 02:51

      Reinhard.horner@chello.at

      Korrektur: "verludertsten"

      Ergänzung: In den ORF-Mitternachtsnahrichten am 3.3.2011 berichtete die Sprecherin zum Opernball, die Journalisten haben den diesjährigen Opernball als fad bezeichnet, weil wenig Skandale festzustellen waren. Solche Journalisten sind eine Pest. Und just die bekommen viel Zwangsgeld von den Bürgern.
      Diese Journalisten sind es übrigens, die so gerne über alles und jeden herfallen.

  26. thomas lahnsteiner
    03. März 2011 15:16

    Plagiatsjäger voran:
    Stolz berichtet der vizerrektor der Uni Klagenfurt, dass die Diplomarbeit von KHG
    aus dem Jahr 1991 !!!!! derzeit überprüft wird. Die Arbeit werde sowohl elektronisch als auch händisch kontrolliert - händisch auch deshalb, weil es im Jahr 1991 noch nicht jene elektronischen Mittel gab, die Studenten heute zur Verfügung stünden, so der vize Lengauer. Ein Ergebnis sei in etwa einer Woche zu erwarten.
    Man muss sich das vorstellen....diese uni-strolche, die immer jammern wie wenig mittel und ressourcen der uni-klagenfurt zur verfügung stehen, haben nichts anderes zu tun als die unbedeutende diplomarbeit eines abgehalfterten politikers HÄNDISCH so lange zu überprüfen, bis sie auf irgendwelche fehler stoßen, die es dann ermöglichen, grasser weiter hinzurichten......
    Ich bin überzeugt, wenn man die wissenschaftlichen arbeiten dieses herrn lengauer oder die des roten meyer ebenfalls wochenlang händisch abklopft, dass man dann ganz sicher auf ungereimtheiten stößt. Hoffentlich schauen sich die unis auch die wissenschaftlichen arbeiten des heinz fischer, des hannes androsch, des wiener bürgermeisters, der frau brandsteidl usw an........wenn schon, denn schon, die jagd ist eröffnet.....

    • Anton Volpini
      03. März 2011 18:25

      Das Schöne, unter anderem, an diesem Blog ist, daß ich keine österreichischen Zeitungen mehr lesen muß....., der Hr. Lahnsteiner und alle anderen tragen alles zusammen. Danke dafür!

    • byrig
      04. März 2011 00:19

      also,ich hab die diplomarbeit meiner frau durchgelesen:eine bessere maturaarbeit(gottseidank liest sie hier nicht mit).
      das hat der grasser sicher auch so geschafft,und damals dürfte er auch nicht so überlastet gewesen sein wie guttenberg als minister.der hats als politiker versucht-das war unredlich.meine frau war 23.grasser auch so ähnlich.

    • Verzweifler (kein Partner)
      04. März 2011 03:30

      Na gsd kann das ja den Lieblingsbundeskanzler Vaymann (vrei nach Niessl) und seine Spießgesellin Laura nicht treffen.

    • Reinhard (kein Partner)
      04. März 2011 07:00

      Herr Lahnsteiner, es kann ja sein, dass genau dieses finanzielle Problem rasch durch großzügige Finanzierungen aus den Steuertöpfen gelöst werden kann, wenn es die Uni Klagenfurt schafft, einen der Lieblingsfeinde der roten Jagdgesellschat zu erlegen. Wenn man keine Argumente mehr hat, welchen Nutzen man dem Geldgeber Politik verkaufen kann, muss man neue Geschäftsfelder eröffnen. Die linke Denunziantenbagage mit ihrer Lieblingsbeschäftigung, all jenen, denen sie argumentativ unterlegen sind, durch Wühlen in den Mülltonnen der Vergangenheit irgend etwas zu finden, womit man sie als Mensch fertig machen kann, hat ein neues Dienstleistungsgeschäftsfeld eröffnet: die universitäre Demontage der eigenen ehemaligen Abgänger.
      Zukünftige Studenten sollten sich momentan sehr genau anschauen, an welcher Universität sie studieren möchten, welche Universitäten ihre eigenen Absolventen im Nachhinein zu demontieren bereit sind, um sich bei Parteien anzubiedern und einzuschleimen. Wer immer Interesse daran hat, sich später politisch unkorrekt nichtlinks zu engagieren, sollte diese Universitäten meiden.

    • Undine
      04. März 2011 17:11

      @thomas lahnsteiner

      Ich bin auch dafür: Gleiches Recht für alle! Da muß auch allen anderen Politikern und den in ihrem Dunstkreis Agierenden die "gleiche Ehre" widerfahren und SÄMTLICHE Doktor- und Diplomarbeiten untersucht werden, ohne Ausnahme. Meinetwegen macht man das wie beim Reißverschlußsystem: Einmal ein Linker, einmal ein Rechter!

  27. Graf Berge von Grips
    03. März 2011 11:33

    Nr. 364
    Das Traurigste an dem Ganzen ist -
    Das Volks glaubt auch noch diesen Mist!

  28. durga
    03. März 2011 11:32

    Die Prostitution der Medien und der Unrat, den sie damit produzieren hat wirklich enormen Umfang angenommen – laut einer APA-Meldung wurden - Branchenschätzungen zufolge – rund 95 Mio € von Gebietskörperschaften und staatsnahen Betrieben für Anzeigenschaltungen ausgegeben, während die offizielle Presseförderung 2010 „nur“ 12,8 Mio € betrug.

    All dies wird auf Dauer den Niedergang vieler Print-Medien nicht aufhalten können. (Rückgang/Ausgabe zwischen 2008 und 2010 von besonders auf PC bedachten Magazinen wie zB: NEWS um rund 37 000 Exemplare, ORF-Nachlese um rund 20 000) In der aktuellen GfK Austria Jugendstudie (2.1.2011) zur Mediennutzung der 12 – 24 Jährigen ist das Internet das wichtigste Medium, das 2/3 von ihnen mehrmals täglich nutzen um zu wichtigen Informationen aber auch zu Unterhaltung zu kommen (Medium 2 ist das Handy, erst auf Platz 3 kommt TV). Ich kann mir nicht vorstellen, daß diese Generation zu Print-Medien zurückfinden kann, umsomehr als diese an Informationsgehalt zu einseitig sind, in keiner Weise an die Internet-Information herankommen und außerdem Kosten verursachen.

  29. thomas lahnsteiner
    03. März 2011 10:34

    So sieht sich das drecksblatt „heute“, das direkt und indirekt auch mit steuergeldern finanziert wird und der bereicherung der familie dichand dient, selbst:

    Blattlinie:
    Heute ist unabhängig von allen politischen Parteien, Institutionen und Interessensgruppen und steht daher für eine offene, unabhängige und ausgewogene Berichterstattung über alle Ereignisse von öffentlichem Interesse aus Politik, Kultur, Sport usw.

    Gesellschafter: Periodika Privatstiftung (FN 253784m), 1190 Wien, Heiligenstädter Lände 29 / Top 6 Fidelis Medien und Zeitschriftenverlags GmbH (FN 258481w), 1190 Wien, Heiligenstädter Lände 29 / Top 6.
    Medieninhaber (Verleger):
    AHVV Verlags GmbH, 1190 Wien, Heiligenstädter Lände 29 / Top 6
    Herausgeberin Dr. Eva Dichand

    Wenn das alles nicht so traurig wäre, müßte man ja herzlich lachen. Und wo bleibt da die korruptionsstaatsanwaltschaft ??

  30. thomas lahnsteiner
    03. März 2011 09:51

    Die verkommene landschaft der kriminellen tintenstrolche, die selbst korrupt bis auf die knochen sind, ist heute durch den KURIER bereichert worden, der die plagiats-jagd auf grasser eröffnet hat.
    Zumindest was der KURIER jetzt bietet, ist geradzu lächerlich und an den haaren herbeigezogen...grasser hat eine juristische arbeit mit zahlreichen quellenangaben geschrieben und ein paar quellen nicht exakt definiert...aus punktum...ich habe schon geschrieben, dass in 90% aller wissenschaftlichen arbeiten derartige fehler vorkommen, was einerseits in der unachtsamkeit der verfasser, andererseits in der notwendigen schaumschlägerei in diesen arbeiten begründet ist.
    Denn wenn man wort für wort dieser arbeiten mit der absicht durchgeht, dem verfasser zu schaden und irgendein "plagiat" zu finden, dann wird man bei jeder wissenschaftllichen arbeit fündig...und andere beweggründe hatte der Kurier ja nicht.

    Dem Brandstätter kann man ja leider derartiges nicht nachweisen, weil er ja als früh promovierter jurist überhaupt keine wissenschaftliche arbeit geschrieben hat und daher fein aus dem schneider ist.
    Sonst würde er sich eh nicht trauen, derartiges zu veröffentlichen.
    Der Kurier ist unter Brandstätter zu einem der verkommensten blätter Österreichs geworden, untergriffig, gemein und strotzend vor political correctness.

    • WFL
      03. März 2011 13:04

      Hr. Lahnsteiner, Sie haben (leider) völlig recht. Die Hasskampagne gegen Grasser, die seit vielen Monaten läuft und bei der der Kurier immer wieder an vorderster Front dabei war, hat heute einen weiteren Höhepunkt erreicht - dabei geht es nicht mal um eine Dissertation, sondern eine Diplomarbeit (!).
      Die Frage ist allerdings:
      Wieso fahren Kurier und profil, die beide dem (offiziell ÖVP-nahen) Raiffeisenverband zugerechnet werden, derart abstruse, hasserfüllte Kampagnen gegen einen Mann,
      dem die ÖVP maßgeblich einen ihrer größten Wahlsiege zu verdanken hat (Herbst 2002)?
      Warum soll ein Mann - der sich vor Jahren aus der Politik verabschiedet hat! - trotz alledem systematisch demontiert werden? Nur um, bei dessen allfälliger Rückkehr, schon vorausblickend einen ÖVP-Wahlsieg zu verhindern?
      Und das von Blättern, die einer angeblich ÖVP-nahen Organisation gehören?
      Die Frage ist doch:
      Welches Spiel spielt Raiffeisen bzw. dessen derzeitige Führung?
      Welcher deal läuft hier mit der SPÖ?
      Das wäre mal ein Recherche-Auftrag an tatsächlich kritische, bürgerliche Journalisten.

    • byrig
      04. März 2011 00:37

      volle übereinstimmung,t.l.
      ich kann aber nicht aufhören zu betonen,dass es ein besonderer skandal ist,dass ein hochgekommener banker wie christian konrad so eine linke berichterstattung in seinem zulässt.sogar erwin pröll muss auf diesen typen offensichtlich hören,denn konrad soll die kandidatur prölls zur bp-wahl verhindert haben.
      eigentlich unglaublich.ein upstart beeinflusst die politik dermassen,nochdazu zum nachteil der nichtlinken,obwohl es anders sein sollte.

    • Reinhard (kein Partner)
      04. März 2011 07:07

      Grasser war und wäre wieder ein Finanzminister mit Ahnung vom Fach; so einer muss bei den ganzen provinziellen Möchtergernpolitikern Hassgefühle auslösen. Raiffeisen hat mehr Interesse an einem ahnungsfreien nordostösterreichsichen Bauerntrampel aus den eigenen Reihen als einem wahltirolerischen Schickimicki-Yuppie.
      Der Erfolg der Partei ist zweitrangig gegenüber persönlichen Befindlichkeiten, das ist einer der Gründe für den Niedergang der Schwarzen. Bei den Roten ist es (noch) genau andersherum, deshalb vollzieht sich deren Sterben langsamer.

    • ja (kein Partner)
      04. März 2011 20:01

      lahnsteiner
      ich habe nach der kuriermeldung 1 kiste französischen champagner gewonnen, nachdem ich mit einem eher "linksorientierten" gewettet habe, daß khg der erste plagiatsverdächtige sein werde. fairerweise habe ich mich auf eine 2. wette eingelassen: er bekommt die kiste zurück, falls die aufdecker ein plagiat eines linken oder grünen politikers finden und die medien dies ebenso groß bringen. ich glaube aber, ich gewinne noch eine kiste.

      diese kampagne gegen grasser wäre eigentlich schön langsam langsam langweilig, wenn dahinter nicht ein widerliches konzept stünde und langfristig auf den - früher oder späteren -wahlkampf ausgerichtet wäre.
      ziel der kampagne gegen grasser, westenthaler , scheuch und in hinkunft noch gegen weitere aktive oder inaktive (oder tote wie haider) fpö und bzö- politiker und allmählich auch übergehend auf schüssel und mitglieder der ehemaligen schwarz/blau regierung ist es, diese derart anzupatzen, daß eine koalition der fpö(ev. sogar inklusive einer allenfalls wiedervereinten bzö) mit einer stark reduzierten und personell neu aufgestellten övp in jedem fall verhindert wird.
      damit ist m.M. die frage, welche beweggründe der kurier für diese kampagne hat, beantwortet. dahinter stehen mit sicherheit jene, die auf den kurier, auch ohne inserate, starken einfluß haben. wie z.b. raiffeisen -konrad, die nö -politclique wie onkel pröll etc., die alle nur eines wollen, um unter sich österreich aufteilen zu können: eine große koalition spö/övp. denn nur diese kann die unerwünschten reformen verhindern, angefangen bei der verwaltung, über gesundheit bis zur bildung.
      daß bei den nächsten wahlen die gefahr einer niederlage von övp und auch spö sehr groß ist und die fpö stärkste partei werden könnte, wissen die vorerwähnten kreise sehr wohl und werden alles tun, dies zu verhindern, sogar im einvernehmen mit den linken und deren "spindoktoren", wenn es sein muß.
      und herr brandstätter soll mithelfen, den bürgern und wählern in subtiler weise die "gegner" schlecht zu schreiben, zumal der kurier ja immer noch zu den sog. konservativen und seriösen zeitungen gehört. die betonung liegt auf noch!

  31. Josef Maierhofer
    03. März 2011 09:26

    Die Wahrheit.

    Mit der Wahrheit haben es unsere Politiker und politischen Parteien nicht so sehr, eher mit Machtabsicherung, mit Verstecken von Leichen im Keller, mit Propaganda, Manipulation und Lüge, etc., damit können sie gut umgehen.

    Es werden uns 'Heute', 'Österreich', mehrere Typen 'Bezirkszeitungen', etc. nachgeworfen und der Inhalt ist überall der gleiche. Verschweigen der Wahrheit, Propaganda, Werbung, Manipulation, Lüge.

    Richtig ist der Hinweis von Dr. Unterberger, daß wir das alles selbst bezahlen müssen, obwohl wir das weder bestellt haben, noch wollen.

    Die 'Antikorruptionsgesetze' werden dafür adaptiert, um das noch ausgefeilter und grenzenloser ausführen zu können. Bezahlen muß es der Bürger mit den Steuern und seine Kinder und Enkeln mit den Schuldenzahlungen, die irgendwann nicht mehr zahlbar sein werden.

    Ich fordere die Politik auf, diese Verschwendungen sofort einzustellen.

    Ich fordere die Wähler auf, dieser Politbagage zu zeigen, wen sie offen und niederträchtig berauben können, durch Abstrafung und Abwahl.

  32. socrates
    03. März 2011 09:01

    Jeder, der an die Ehrlichkeit der Politik glaubt, ist selbst schuld. Die Grundrechte des Staatsbürgers, an die er mangels juristischer Bildung glaubt, gelten nur für "Asylanten" und bestimmte Minderheiten. Dazu braucht es eine Medienkontrolle. Die Medien der Parteien gehen in der Freuderlwirtschaft unter, also kauft man zu. Außerdem muß das Volk dumm sein, daher keine Bildung, Umvolkung und Verbotsgesetze aller Art. Die Wahrheit war die Waffe Dichands und ist die von A.U., deshalb lese ich diesen Blog.
    Zur Warnung an Ehrliche (Banken sind nicht gemeint, für die gelten die Gesetze nicht oder werden in Nachhinein geändert):

    Wo und wie der Bayerntrojaner zum Einsatz kommt (heise.de)
    Peter Mühlbauer 03.03.2011
    Das verfassungsrechtlich umstrittene Instrument wird offenbar nicht nur auf den Rechnern von Terroristen und Schwerverbrechern installiert
    Sieht man sich die Einführungsbegründungen für europäische und amerikanische Gesetze aus den letzten 15 Jahren und ihre dann folgenden praktischen Anwendungen an, dann lassen sich bemerkenswerte Diskrepanzen feststellen. So wurde etwa die Vorratsdatenspeicherung erst als angebliches Ausnahmeinstrument gegen Terroristen beworben, dann sollten die gesammelten Daten nur bei "schweren Straftaten" verwendet werden und schließlich für alles, was via Telekommunikation geschieht. Anfang dieses Jahres war es schließlich so weit, dass ein "Cyberfahnder" im Spiegel indirekt zugab, dass die Behörden die Vorratsdatenspeicherung vor allem für Meinungsdelikte wie "Verunglimpfung" wiederhaben wollen.
    Ähnlich scheint es sich mit dem Staatstrojaner zu verhalten: Der, so dessen Befürworter, sollte eigentlich nur in "eng begrenzten Ausnahmefällen" (Wolfgang Schäuble) und bei "schwerster Kriminalität und Terrorismus" (Jörg Ziercke) eingesetzten werden. Nun kam heraus, dass das Instrument in Bayern sogar in einem Fall zum Einsatz kam, in dem umstritten ist, ob überhaupt eine Straftat vorliegt. Betroffen davon ist nicht etwa ein Islamist, sondern der Angestellte einer Firma, die nach Angaben seines Rechtsanwalts Patrick Schladt mit dem Handel von Pharmaprodukten zu tun hat, die in Deutschland nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (BtmG) fallen, unter Umständen aber bei der Ausfuhr juristisch zu Betäubungsmitteln "mutieren".
    Als 2009 eine Hausdurchsuchung bei ihm stattfand, erfuhr der Angestellte aus dem niederbayerischen Landshut, dass ein Ermittlungsverfahren gegen ihn läuft. Nachdem sein Anwalt Akteneinsicht beantragte und bekam, musste er feststellen, dass die Unterlagen nicht nur Telefonmitschnitte, sondern auch Screenshots vom Bildschirm seines Mandanten enthielten. Die, so erfuhr er, hatte ein Staatstrojaner angefertigt, der 2009 während einer Routinekontrolle am Franz-Josef-Strauß-Flughafen heimlich auf dessen Laptop installiert worden war.
    Als Begründung dafür hatte offenbar gereicht, dass der Angestellte Skype benutzte und die Beamten des bayerischen Landeskriminalamts sich beim Abhören seiner Festnetz- und Mobiltelefonate ärgerten, dass ihnen die Inhalte dieses Kommunikationsweges verschlossen blieben. Also beantragten sie beim Amtsgericht Landshut eine Genehmigung zur rechtlich umstrittenen so genannten Quellen-Telekommunikationsüberwachung ("Quellen-TKÜ") und bekamen sie unter Verweis auf den § 100a der Strafprozessordnung (StPO) als Rechtsgrundlage mit der Begründung erteilt, dass eine "weitere Ausforschung des Sachverhalts [...] ohne Quellen-TKÜ wesentlich erschwert" sei.
    Allerdings enthielt dieser Beschluss zur "Überwachung und Aufzeichnung des Telekommunikationsverkehrs" einschließlich verschlüsselter Varianten "über Messenger wie z. B. Skype" keine Erlaubnis zum Anfertigen von Bilddateien, weshalb der Trojanereinsatz zumindest in dieser Hinsicht rechtswidrig war. Diese Auffassung bekam Schladt mittlerweile auch von der Vierten Strafkammer des Landgerichts Landshut bestätigt, die eine vorangegangene andere Entscheidung des Amtsgerichts mit Verweis darauf verwarf, dass ein Telekommunikationsvorgang nicht mit dem Schreiben einer Email, sondern erst mit ihrem Absenden beginnt. Dies sei auch deshalb der Fall, weil eine Email vor dem Versenden durchaus geändert oder wieder gelöscht werden kann. In welchem Umfang dadurch die Zulassung der Überwaschungsergebnisse vor Gericht als Beweismittel beeinträchtigt ist, steht noch nicht fest.
    Laut Schladt handelt es sich bei dem in seinem Fall zum Einsatz gekommenen Programm anscheinend nicht um eine Monitoring-Software von der Stange, bei der die Fähigkeit zum Fertigen von Screenshots extra abgeschaltet werden müsste, sondern um ein maßgeschneidertes Tool. Dazu, welchen Leistungsumfang die Software konkret hat und inwieweit dieser vom LKA in Auftrag gegeben wurde, will man dort allerdings nichts sagen.
    Beim bayerischen Innenministerium und beim Justizministerium heißt es unisono, dass der Leistungsumfang solcher Programme alleinige Sache der genehmigenden Gerichte und des LKA sei und nicht mit den Ministerien abgesprochen werde. Diese Auskunft steht allerdings in einem gewissen Widerspruch zu einem angeblich aus dem Justizministerium stammenden Schreiben, das die Piratenpartei 2008 veröffentlichte und das ihrem damaligen Pressesprecher als "Zeugen" eine Hausdurchsuchung einbrachte: In dem Papier wird ein Staatstrojaner beschrieben, der nicht nur Skype-Gespräche aufzeichnen, sondern auch andere elektronische Kommunikationswege sowie Videos und Adressbücher ausspionieren kann.

    • Reinhard (kein Partner)
      04. März 2011 07:19

      Und die Leute diskutieren darüber, ob sie am Zebrastreifen oder auf der Autobahn von Videokameras überwacht werden dürfen, wollen den "gläsernen Menschen" verhindern und merken gar nicht, dass wir dank PC, Handy, Laptop längst viel durchsichtiger als Glas sind.
      Man muss nur mitlesen, was die kids heute über ihre Eltern freiwillig und öffentlich bei facebook posten und kann ganze Familien durchleuchten. Die nächste Generation wird sich keine Sorgen mehr machen und freiwillig alles online stellen...

  33. MJM
    03. März 2011 08:38

    Danke für diesen wichtigen Artikel, der ungüstiöse Zustände beschreibt, die nur einer kleinen Minderheit der Österreichern in vollem Umfang bewusst sind.

    Bedenkt man, dass "Heute" gar keine und "Österreich" fast keine zahlenden Leser haben, dann sind deren Prozentsätze dieser Inserate an den Gesamteinnahmen gar noch viel höher.

    Die Zeitungen haben sich auf eine Todesspirale eingelassen. Je mehr man sich in die Abhängigkeit der Regierungs- und staatsnahen Inserate begibt, desto mehr Leser werden vertrieben.

    Jedch größer die Abhängigkeit, desto größer aber auch der Druck, durch Hofberichterstattung um das eigene Überleben zu schreiben. Was aber letztlich wieder den Kundenkreis reduziert.

    Dazu kommt dass die Leser unaufhaltsam vom Print hin zu den Gratis-Webangeboten abwandern, jedoch die Internet-Werbeeinnahmen die Einbußen in der gedruckten Version bei weitem nicht kompensieren. Die Hoffnung, dass moderne Technologien wie Tablet-Computer oder Smartphones die Zahlungsbereitschaft der Leute für digitale Inhalte signifikant erhöhen, weicht nun auch schon wieder Ernüchterung.

    So ist also das Schicksal vieler österreichischer Verlage in hohem Maße mit dem Überleben des System F. verknüpft. Mein Bedauern dazu hält sich jedoch in Grenzen.

  34. terbuan
    03. März 2011 08:17

    Die Gratisschmierblätter "Österreich" und "Heute" sind die größten optischen und geistigen Umweltverschmutzer in der Stadt Wien und zwar mittlerweile flächendeckend, auf Schritt und Tritt liegt der Dreck herum!

    • Celian
      03. März 2011 12:37

      Die systematische geistige Vermüllung hat auch eine ganz materielle Komponente… die dümmste Ausrede ist, die Zeitung für den „Nächsten“ in Straßenbahn, Schnellbahn, etc. liegen zu lassen…

  35. Johann Scheiber
    03. März 2011 08:00

    Schöne Beschreibung des Innenlebens der sich entwickelnden parasitären Symbiose von Medien ohne Kunden und Parteien ohne Wähler mit dem Gemeinschaftszweck sich vom gemeinen Fußvolk unabhängig zu machen!

    • Anton Volpini
      03. März 2011 08:04

      Genau, der Trost aber ist, daß sich so ein Konstrukt nie lange gehalten hat....

  36. Anton Volpini
    03. März 2011 07:33

    Der Balkan beginnt seit jeher in Wien! Er geht übers Steinfeld und Burgenland Richtung Süden. Am Semmering ist aber seine westliche Grenze! :-))

  37. Wertkonservativer
    03. März 2011 07:25

    Aus aktuellem Anlass ist hier wiederholt von hurtigen Damen die Rede.

    Etliche Presseorgane unseres Landes (und nicht die kleinsten) unterscheiden sich hinsichtlich Käuflichkeit und Anpassungsfähigkeit an die Wünsche der zahlenden Seite kaum von Rubicuore & Co. !

    • Wertkonservativer
      03. März 2011 07:30

      soll wohl "Rubycuore" heissen (ist aber wohl nicht wichtig!)

  38. brechstange
    03. März 2011 07:22

    Was soll man in einem Land machen, wo die Taschenspielertricks von einer (halb)öffentlichen Hand in die andere (halb)öffentliche Hand als großes Wirtschaften dargestellt wird?

    Ein Beispiel:
    Viele wissen nicht, dass Kurzarbeit auch dem Unternehmer viel Geld und damit Substanz kostet.
    In einem Pressegespräch zw. Faymann und Magna-Wolf erwähnte Wolf, dass die Kurzarbeit dem Unternehmen sehr viel Geld kostet, wurde von Faymann ganz schnell weggewischt und in Eigenlob umgewandelt.
    Das geht jetzt soweit, dass subventionsabhängige NGOs Kurzarbeit verlangen, weil der Staat die Subventionen um ein 1/4 kürzen will. Ich nehme an, dass die NGOs nicht einmal kapieren, dass hier von einer Tasche in die andere geschoben werden würde.

  39. brechstange
    03. März 2011 07:13

    Es gibt einen Verbindungsknoten zwischen SPÖ und Gaddafi, Ben Ali, Mubarak, nämlich die Sozialistische Internationale.

  40. Brigitte Imb
    03. März 2011 02:55

    Der durchschnittliche "Krone", "Heute", od. "Österreich" Leser("DKHÖL") realisiert wohl kaum die Inseratekorruption der Regierung, für den zählen lediglich Schlagzeilen um KHG, KTG, Ruby, etc..

    Der DKHÖL ist nicht an Informationen interessiert, liest keinen Unterberger Blog und glaubt an die "Wahrheiten" des ORF.

    Insofern, lassen wir diese Korruption ruhig weiterlaufen, Änderungen werden erst eintreten, wenn der "besagte Tropfen" fällt (od. wie ich es mit dem "Germteig" ausdrücke); wenn dem Einzelnen bewußt wird wieviel er für diese Unzulänglichkeiten der Politiker erarbeiten darf, bzw. wieviel weniger er durch diese Machenschaften im Börsel hat.

    Alleine dass "Korruptionsstaatsanwaltschaften" benötigt u. eingesetzt werden, erklärt die Verkommenheit der Systeme. Selbst diese Institutionen werden letztendlich erfolglos bleiben, denn wie heißt´s so schön? "S´Bacherl findt´an neuen Weg".

    Solange "wir" nicht "ägytische Verhältnisse auf westlich" herstellen, nämlich dass das Volk den Ton angibt, wird sich an den div. Gebarungen aber schon gar nichts ändern.

    • HJR
      03. März 2011 07:08

      Bin ganz Ihrer Meinung. Habe hier schon mehrmals einen Tag des Zornes vorgeschlagen. Aber was würde es schon nützen, wenn die Teilnehmer an diesem Forum einen Tag lang zornis sind?!

    • Christoph
      03. März 2011 07:12

      Leider zählt bei einer Wahl die Stimme von einem DKHÖL gleich viel wie die von einem A.U. Leser.

    • Optimist
      03. März 2011 07:39

      Gott sei Dank zählen alle Stimmen gleich - sonst hätten wir bald Korruption im ganz anderen ausmaßen...

    • Optimist
    • Norbert Mühlhauser
      03. März 2011 11:01

      Auch das Korruptions-Bekämpfungs-Getue könnte zur reinen Beschäftigungstherapie und Abeitsplatzsicherungsmaßnahme ausarten. Dann nämlich, wenn man Beamte zur Verbrechern macht, weil sie sich zum Essen haben einladen lassen.

    • Norbert Mühlhauser
      03. März 2011 14:32

      Nachtrag/Korrektur:

      "... Dann nämlich, wenn man Beamte zu Verbrechern macht, weil sie sich etwa zum Essen haben einladen lassen."





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2020 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung