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Es ist doch noch möglich: der ORF kann noch röter werden

Die Einparteiendiktatur im ORF wird immer brutaler. Das zeigen die jüngsten Personalentscheidungen, die schon gefallenen und die mit Sicherheit noch bevorstehenden.

Und man kann wetten: Bei der bevorstehenden Kür eines neuen Hörfunkdirektors wird mit Sicherheit jener Mann auch die (direkte oder indirekte) Hilfe des Kirchenvertreters im Stiftungsrat bekommen, der hauptverantwortlich für die Antikirchen-Kampagne des Fernsehens während der letzten Monate gewesen ist. Aber bei der knieweichen Kirchenführung in Österreich  wundert ohnedies schon lange nichts mehr.

Begonnen hat es damit, dass der Hörfunkdirektor Willi Mitsche schon fast eineinhalb Jahre krank war und nun endgültig aufgeben muss. Was für den netten Kärntner tragisch ist. Aber halt: Ganz aufgeben muss Mitsche nicht. Er bekommt einen Vertrag mit einem Gehalt in der Höhe eines Landesdirektors! Ohne dass damit irgendeine nennenswerte Aufgabe verbunden wäre. Ja, Mitsche soll nicht einmal eine Anwesenheitspflicht haben. In der politischen Zoologie nennt man das einen Weißen Elefanten.

Na, ist das nicht sozial? Für Mitsche schon, für die vielen anderen ORF-Mitarbeiter, die vorzeitig in Pension gedrängt werden, obwohl sie noch voll arbeitsfähig sind, kann sich das Unternehmen solche sozialen Gesten freilich nicht leisten.

Nun ist Mitsche nicht wirklich abgegangen: Der Kärntner hatte – schon auf Grund seines als BZÖ-nahe geltenden Hintergrunds – auch in seiner gesunden Zeit nicht viel zu reden. Während seiner Krankheit sind die Werbeeinnahmen des Hörfunks sogar gestiegen. Was auch die Überflüssigkeit des Postens zeigt. Dennoch wird er nachbesetzt.

Einer Nachbesetzung stünde nach allen Gesetzen der Logik auch die Tatsache entgegen, dass laut ORF-Gesetz bei der nächsten Direktion ohnedies zwei Posten eingespart werden müssen. Da wäre es ja geradezu zwingend, gleich mit dem von Mitsche anzufangen.

Aber für die Bestellung eines zukunftsträchtigen Genossen muss allemal noch Geld in den leeren Kassen sein, wie wir am kommenden Donnerstag erfahren werden. Insbesondere wenn der Nachfolger Karl Amon sich in extremem Ausmaß für die SPÖ verdient gemacht hat. Zuerst schon als Informationsverantwortlicher im Landesstudio Wien, das er in eine reine Außenstelle der Wiener SPÖ verwandelt hat, und dann als mächtiger Fernseh-Chefredakteur, der Zeit im Bild & Co zu reinen SPÖ-Belangsendungen (mit grünen Einsprengseln) gemacht hat, in der Schwarz, Blau und Orange nur mit kritischem Unterton, Rot und Grün hingegen fast immer nur positiv vorkommen. In der vor allem die Bewertung, das Agenda setting, von einer rein linken Perspektive geprägt ist. Von der einseitigen Zusammensetzung zahlreicher Diskussionsrunden wollen wir gar nicht reden . . .

Noch viel wichtiger ist aber, dass ein anderer Karrierist aus der Wiener SPÖ schon mehrfach geplant hat, den obersten ORF-Chef Alexander Wrabetz durch Amon zu ersetzen: nämlich Werner Faymann. Der hat das Projekt dann zwar abgebrochen, weil zu mühsam, es aber im Grunde wohl nur aufgeschoben.

Da bietet sich nun die perfekte Chance, Amon auf eine noch höhere Ebene zu heben, wo er dann umso leichter den Sprung auf den höchsten ORF-Sessel machen kann. Wrabetz selbst, der ja seit Amtsantritt Tag und Nacht um seine Wiederwahl zittert, hat ohnedies keine Alternative, als jeden Wunsch der Partei zu erfüllen, und er hat daher Amon nominiert. Vielleicht hofft Wrabetz in seiner naiven Art auch, solcherart einen gefährlichen Rivalen auf ein Abstellgeleise zu bringen.

Die Herrschaften agieren mittlerweile schon völlig ungeniert. Was sich daran zeigt, dass sie bereits in der abgelaufenen Woche eine weitere ORF-Schlüsselstelle ganz im Sinn der SPÖ besetzt haben: Stefan Ströbitzer, seit vielen Jahren treuer Adlatus Amons und als dessen Stellvertreter Mitschuldiger am Linksdrall und am schweren Seherverlust der ZiB wurde zum Hörfunk-Chefredakteur bestellt. Dabei hatte sich dort bei einer Abstimmung die Redaktion – Wunder über Wunder –  für einen bürgerlichen Kandidaten ausgesprochen, der noch dazu direkt aus den Hörfunkjournalen kommt. Und nicht wie Ströbitzer seine Hörfunkerfahrung ausgerechnet bei Ö3 gemacht hat. Was für die Nachrichtensendungen (das einzige, was in Ö1 gehört wird) eine deprimierende Perspektive ist.

Wetten, dass natürlich auch im Fernsehen die Nachbesetzung der beiden nun freiwerdenden Posten im Fernsehen zu stramm linken Ergebnissen führen wird? Das System kann durchaus noch etliche Jahre funktionieren, hat doch die geniale Medienpolitik der ÖVP vor kurzem dem ORF 160 Millionen zugeschoben. Offenbar nur damit die SPÖ dort ungeniert ihre Spielchen spielen kann.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDer kleine Nick
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    05. September 2010 14:00

    Wenn man sich die Medienpolitik der ÖVP anschaut, denkt man unweigerlich an den alten Spruch: Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.

    Wie viele 160-Millionen-Geschenke wird Herr Pröll auf dem Weg zur Schlachtbank noch verteilen?

  2. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    05. September 2010 10:45

    die umfärbung österreichs ist in vollem gange....
    die diktatur der pc wird immer weiter ausgebaut, parteien wie die övp zur blockpartei degradiert...
    auch die justiz wird immer mehr zum büttel dieser diktatur....ist doch die justiz wie ns-zeit und ddr-zeit beweisen immer besonders anfällig für gesinnungsterror und gesinnungsschnüffelei...den vogel schießt wieder einmal die staatsanwaltschaft graz ab, die das zugegebenermaßen dumme und provokante minarettspiel verboten hat....sind wir im iran und sitzen die obersten religionswächter jetzt in graz ?..eine gefestigte weltliche demokratie muss doch das dumme spiel locker aushalten können....aber die republik versinkt zusehends in gesinnungsschnüffelei, grünem denunziantentum und rotem machtrausch...demokratie ade !!

  3. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA Partner Homepage
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    05. September 2010 08:55

    Vielleicht kann man in diesem Forum ja einmal posten, wie man als Kunde den ORF los wird. Auch der Herr Dr. Unterberger könnt da mal einen Artikel dazu schreiben…
    Stichwort: Der Kunde ist König :-)
    Herzlichen Dank!

  4. Ausgezeichneter KommentatorFranz L
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    05. September 2010 11:44

    Herr Dr. Unterberger,
    initieren Sie ein Volksbegehren zur Abschaffung der ORF-Zwangsgebühren.
    Wer diesen unerträglichen Rotfunk sehen möchte, sollte dies mittels Smartcard
    tun.

  5. Ausgezeichneter KommentatorAmtsbekannt
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    05. September 2010 13:59

    der orf ist für mich so unerträglich zu politischen belangsendung verkommen, daß ich mich von der GIS abgemeldet habe. ich brauch keinen orf mehr.

    fast genauso unerträglich wird für mich als vp-mitglied aber auch ein gewisser herr namens pröll, vize von onkels gnaden; sozusagen der gusi der vp;

    und wenn die vp nicht aufpasst und diesen möchtegern vize bald in die wüste schickt, werde ICH mich bald vertschüssen.

    ich habe es hier schon oft gesagt, es wäre -so wie nun das beispiel deutschland zeigt - noch eine ganze menge platz für eine protestpartei.

    also, lieber herr unterberger. trauen sie sich. ein mitglied hätten sie schon.

    lg

  6. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    06. September 2010 01:32

    Verstehe einer, warum allen voran die ÖVP der SPÖ den "Rotfunk" kampflos überläßt und das "Schlachtfeld" so gut wie geräumt hat.
    Und immer wenn die Sozis die Führung eines Unternehmens in die Hand nehmen, entstehen riesige Defizite und Pleiten, die dann der Steuerzahler abfangen muß.

    Der ORF gehört so rasch wie möglich privatisiert, denn seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag kommt er längst nicht mehr nach, sondern ist zur Spielwiese der völlig schamlos agierenden Genossen verkommen.

    Abmelden ist die einzig mögliche Antwort des Publikums, denn je mehr umso peinlicher spürbar wird es für diese Bagage am Küniglberg!

  7. Ausgezeichneter KommentatorSuPa
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. September 2010 07:43

    Über Sendungsinhalte kann ich eigentlich nicht mitreden, da ich den ORF nur etwas vom Radioprgamm Ö1 kenne, sonst mit dem ORF nur alle zwei Monate zu tun habe. Nämlich dann, wenn mir die Zwangssteuer vom Girokonto abgebucht wird. Also weiss ich gar nicht, ob es die Dodelsendungen wie z.B. Barbara-Karlich-Show noch gibt. Vermutlich doch noch, denn man sieht täglich einen Teilnehmerbus, welcher interessierte Leute nachmittags zum Küniglberg karrt. Auch die ZIB 1 kommt manchmal by mistake auf meinem Bildschirm. Da fragt man sich immer, wer die Themen siebt und warum die beiden Moderatoren (warum eigentlich 2?) sich gegenseitig die ausgewählten Berichte nicht neutral berichtet sondern immer mit eigenen Meinungen unterstreichen und somit manipulieren. Und wenn masn mit dem Auto durch Österreich fährt, dann stellt man fest, dass die 9 Länderprogramme (Ö2) eigentlich fast völlig austauschbar und damit fast identisch sind. Eigentlich will man damit die jeweiligen Privatradios nur kopieren, es wäre also ein Programm völlig ausreichend. Allerdings werden da die Landesfürsten Einspruch erheben.
    Ich wünsche mir, dass der jetzige ORF (samt der Führungsmannschaft) bald "den Bach hinunter" Richtung Insolvenz geht, damit ein Neuanfang mit völlig politischer Unabhängigkeit entstehen kann.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSegestes Partner Homepage
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    06. September 2010 11:14

    Wobei es ja vollkommen Einerlei ist, ob in den Chefetagen Rote oder Schwarze herumspuken.
    Denn in den Redaktionen sitzt de facto fast nur rot-grün
    angehauchtes Personal - und der Nachschub von den Publizistik-Hochschulen,
    ist bekanntlich auch fast ausschließlich in diesem politischen Eck angesiedelt.

    Und sind sie doch ausnahmsweise mal schwarz, dann folgen diese Leute
    mittlerweile trotzdem voll den rot-grünen Sprachvorgaben.
    Siehe auch Deutschland, wo sich eine angeblich konservative
    Bundeskanzlerin doch tatsächlich entblödet, eine rot-grüne
    Dreckskübelkampagne gegen einen Mann, der nichts als die Wahrheit
    spricht, zu unterstützen.

    Eine Treiben, an dem sich natürlich auch der Ostmärkische Rotfunk freudig beteiligt.
    Gerade so, als ob die Gehälter der journalistischen Meute dort,
    bloß vom finanziell eher impotenten rot-grünen Winkerl bezahlt werden würden.
    Wann, ja wann nur, heißt es endlich, "ORF Baba"?
    http://img811.imageshack.us/img811/7549/orfbabakleiner.jpg


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  1. Cactus (kein Partner)
  2. Sagar (kein Partner)
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  6. Isu (kein Partner)
    21. Januar 2015 04:41

    For the love of God, keep writing these arsctlei.

  7. Iswar (kein Partner)
    21. Januar 2015 04:40

    This site is like a clssaroom, except I don't hate it. lol

  8. Brahime (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:25

    Walking in the prencsee of giants here. Cool thinking all around!

  9. Ieka (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:13

    It's wonferdul to have you on our side, haha!

  10. Horst (kein Partner)
    10. September 2010 20:57

    Keine Ahnung wer oder was ist Christentum und zu welcher Seite der ORF wirklich gehört - Keine Ahnung!!!
    Fisch und Jungfrau (Jungfrau steht über Fisch und über die gesamte Welt versteht sich, Leben PUR) ist Christentum, sieht man es Astrologisch dann ist alles andere der Islam oder so.
    Also ich gehöre dann auch nicht zum Christentum (Fisch/Jungfrau)!
    Kompliziert irgendwie, wer überlegt....
    Nette Entwicklung diese Machtspielchen!!!

  11. Aron Sperber (kein Partner)
    06. September 2010 22:29

    Wer sich über eine Moschee auf "Ground zero" aufregt, ist laut ORF ein „bigotter, scheinheiliger Antiislamist“:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/08/19/der-orf-und-die-bigotten-antiislamisten/

    …und sollte zur Strafe gleich die doppelten Zwangsgebühren bezahlen.

  12. Marcus Aurelius (kein Partner)
    06. September 2010 19:32

    Off Topic ...
    ... gehört aber zu Dr. Unterbergers Thema "Der Kulturkampf hat begonnen und der Verlierer steht schon fest ", das ich mangels Zahlung der hiesigen Miete noch nicht lesen darf. Ich zahl' gern, aber erst, wenn der Dottore das vor Monaten einvernehmlich besprochene Thema der AU-Fanclub-Badehose mit einem überfälligen Angebot komplettiert. Unsereiner zahlt jeden Preis. Noblesse oblige, Sire! Zumal ich mich jüngst am Millstätter See mit einer hanebüchenen "speedo"-Klamotte am Strand zeigen mußte, worauf man mich mit Alexander Wrabetz verwexxxelte, der sich dort mit allerlei Entourage dem 50. Geburtstag von Hanno Soravia entgegenbräunterötete.)

    O Zeichen und Wunder! (Verballhornung von "Weichen und Zunder!", dem staatlichen Dienstbefehl an die Werktätigen der DDR-Reichsbahn bei Temperaturen unter 0°C, die proletarischen Geleise im wahrsten Sinn des Wortes linientreu aufzutauen — auf daß die von blutsaugenden Kapitalisten heimlich beneidete Produktivität des Arbeiter- und Bauernparadieses nicht durch die vom revanchistischen Westen gesteuerte reaktionäre Wetterlage keine Einbußen erleide.)

    Aufgetaut, augenscheinlich durch Dr. Sarrazin, wird auch das Zentralorgan der revolutionären Bewegung, der "Spiegel", in seinem Online-Blinddarm namens SPON. Dort darf der gescheite, vor Jahresfrist wegen unzureichender Linientreue geschaßte Kultur-Ressortchef Matthias Matussek für Vernunft und rationalen Umgang mit dem noch gescheiteren SPD-Hugenotten sowie den real existierenden deutschen Bürgern plädieren:

    Unter dem Titel "Die Gegenwut" ...

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,715836,00.html

    ... vollzieht — nach FAZ, "Zeit", SZ und anderen Leitmedien (bis auf die öffentlich-rechtlichen Sprachrohre der Dauerentrüsteten, versteht sich) — auch der "Spiegel" nun etwas, was wir Schifahrer als Abchristeln bezeichnen. In diesem Fall ist es wohl mehr ein Anchristeln, wenn man Matusseks Hinweise auf das hierzulande nicht nur von Agnostikern und Muselmanen geprügelte Christentum richtig deutet. Und bedenkt, daß die heutige Druckausgabe des Zentralorgans noch diametral anders titelt.

    Tja, liebe Brüder und Schwestern in Christo — oder GenossInnen, wie der gläubige Mensch von heute sagt: Die Wahrheit ist ein bewegliches Fest, gell?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      06. September 2010 19:36

      P.S. zum ersten Absatz, letzte Zeile, letztes Wort:
      Der html-Befehl funktioniert hier nicht, mit dem ich das "bräunte" durchstreichen wollte. Also bitte so lesen:
      "... entgegenbräunte, besser -rötete."

    • Samtpfote
      06. September 2010 20:03

      Was schliessen Euer Gnaden aus dem breit gefächerten Aufschrei der Massen(Medien) in unserem nördlichen Nachbarland?
      Sollte man sich am Mexico-Platz in Wien mit einer Kalaschnikov eindecken
      - oder bleiben wir bei Leserbriefen?
      - Oder gibt es einen Mittelweg?
      -Oder sind unsere Mittel schon weg?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      06. September 2010 20:43

      @The Velvet Paw:
      Ihro Durchlauchtigst ...

      (a) Was am Mexikoplatz angeboten wird, ist "ausgeschossen" und streut gewaltig; nicht zu empfehlen, außer mit nachweislich fabrikneuem Lauf — aber auch die werden reichlich gefälscht. Ein Blick auf die in den Kolben geschnitzten Kerben ist hilfreich.
      (b) Leserbriefe, 's is' ja hier auch nix anderes, sind ein harmloses Freizeitvergnügen, das keinerlei Breitenwirkung entfaltet, aber zum amusement der Schreiber beiträgt.
      (c) Es gibt einen Mittelweg, aber nur einen einzigen: Eine ziemlich edle Straße in Hamburg heißt so, läuft parallel zur Rothenbaumchaussee. Früher residierte dort sogar das österreichische Generalkonsulat, das aber jetzt noch vornehmer wohnt: in einer wunderschönen alten Patriziervilla am Alsterufer. (Jener Konsul, der sie ohne Rücksprache mit dem Außenministerium sündteuer und langfristig gemietet hat, einfach aus patriotischer Begeisterung am Tag der Fahne, wurde nach Afghanistan strafversetzt.)
      (d) Unsere Mittel sind nicht "schon" weg, sondern noch immer, und das täglich steigend ... äh, abnehmend.

      Ich küsse Ihren Hund, Madame (oder Monsieur), hoping to have been helpful.

    • cmh (kein Partner)
      07. September 2010 10:52

      Krone samt Pratze!

      Leserbriefe und Postings sind kein pietistisch/biedermeierliches Vergnügen der Schreiber sondern dienen dem Training im Argumentieren.

      Wenn Sie so sollen kaufe ich mir meine AK (Argument Kalaschnikow) hier auf dieser Seite. Ein bischen Streuung tut nichts zur Sache.

  13. Holmes (kein Partner)
    06. September 2010 19:32

    Eine Tatsache - im Stil von A.U. - griffig und locker ausgesprochen: ORF Wien als Außenstelle der SPÖ Wien. Sehen Sie sich doch einmal die 19:00-Uhr-Sendung in ORF 2 an: Jubelmeldungen, kein sachlich und fachlich fundierter Report, mindestens ein SPÖ-Stadtrat gibt ein positiv formuliertes Statement, dass alles in dieser Stadt in bester Ordnung ist und keinerlei Änderungs-/Verbesserungsbedarf besteht. Wenn man, im Vergleich dazu, die deutschen Regionalsender sieht, merkt man deren positiven Einfluss auf die Regionalpolitik mit einerseits positiver Registierung von gut laufenden Entwicklungen aber auch andererseits kritischen Berichten über in die falsche Richtung laufenden Entwicklungen. Wo sind die Zeiten, wo der ORF - nach der BBC - als europäischer Premiumsender galt? Diesen Rang haben uns andere Länder längst abgelaufen. Heute regiert "mir san mir, de Paddei".

  14. realize (kein Partner)
    06. September 2010 17:09

    was soll man da noch mailen? gibt es eigentlich die övp noch? die sind scheinbar nur mehr dort wo es geld und jobs gibt, raiffeisen & co, da sind sie wichtig die herren prölls . es ist eigentlich eine schande so einen unfähigen haufen als führungselite zu haben. gute nacht austria

  15. cmh (kein Partner)
    06. September 2010 14:14

    Der Kollateralschaden den der ORF laufend anrichtet (ich glaube nicht, dass hier Absicht vorliegt, die normale Hausmastableedheit reicht da aus) ist, dass wir schlicht und ergreifend keine ÖSterreichsichen Künstler kennen.

    Oder kennt jemand aus dem Kreis der verehten Mitposter einen österreichischen Pop-Künstler?

    Wenn man nur Importware spielt, richtet sich der Geschmack daraufhin aus. Dann wird nur Importware nachgefragt und wieder nur Importware gespielt.

    Der Beleg dafür, dass Dummheit ausreicht ist Dominik Heinzel. Der entwickelte bei der Konkurrenz sein Format und als das am absteigenden Ast war, hat er sich vom ORF kaufen lassen. Kommissar Rex spielt jetzt in Rom - auch nicht schlecht. Haben wir da mit den Rechten nicht gut genug aufgepasst?

    Zum Abschluss nocheinmal: Wer kann Namen von österreichischen Popkünstlern nennen. Welche von denen entstammten der Nachwurchsförderung? (Stürmer entstammte einem anderen Format und ist halt so passiert. Künstlerisch ist das auch so mau)

    • cmh (kein Partner)
      06. September 2010 14:21

      Noch ein tipp: Arabella hören oder ATV anschauen.

    • realize (kein Partner)
      06. September 2010 17:21

      saint lu
      macht wirklich gute musik, lebt aber derzeit in berlin. geb ich ihnen schon recht, hier gibts nur staatskünstler (stürmer) vom sch..orf geformt

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      06. September 2010 20:13

      Nach Ambros, Danzer, der EAV und (für eine Zeitlang, die er höchstderoselbst und einfältig beendet hat) Fendrich ist die Austropop-Szene verwaist.
      Der letzte originelle Ösi-Künstler war WaLuLiSo, der Herrgott hab' ihn selig, aber der hat halt kaum gesungen.
      Letzter Hoffnungsschimmer: Häupl, Faymann und Pröll vereinen sich zu "Austria 3 Unplugged" und rappen die "Internationale". Den Text können sie eh auswendig, und die einzigen Vögel der Welt, die den Schwanz vorne haben, besorgen die Background Vocals.
      P.S. für Nichtkenner der brandheißen Szene — Chor: Die Kastelruther Spatzen.

    • Brigitte Imb
      07. September 2010 00:25

      Imperator

      Nein, nein, der Fayli wird nicht rappen. Für ihn gibt´s bereits eine neue Softversion der Internationalen.

      http://www.peter-kraus.at/2009/04/30/die-internationale-a-la-faymann/

    • cmh (kein Partner)
      07. September 2010 09:53

      realize

      Danke für den Tipp.

      Marcus Aurelius

      nicht böse sein - aber die Gehirnwäsche hat bei Ihnen schon gewirkt. Es fällt IHnen einfach niemand ein außer den Kastelruter Spatzen. Nocheinmal bitte nicht böse sein, das ist nicht gegen Ihre Person gerichtet - aber genau das war mein Argument für den gewaltigen Kollateralschaden, den der ORF verursacht.

      Der ORF ist nicht anderes als eine gewaltige Maschine, die dazu dient, alles was in unserem Lande auch nur im entferntesten mit Kultur zu tun hat von uns zu kastrieren.

      Entweder krachts jetzt oder es setzt stilles blöken für lange Zeit ein! Danke ORF.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      07. September 2010 12:00

      Liebe(r) cmh,
      leider verstehen Sie mich andauernd miß. Meine Postings zu diesem Thema sind doch keineswegs ernst gemeint, sondern blasen in dasselbe Horn wie Sie — die Verstadelung Österreichs durch den ORF, der österreichische Pop- und Rockmusik bis auf ein paar willfährige Staatskünstler völlig ignoriert.
      Also bitte nicht alles auf die Goldwaage legen; denn anders als sarkastisch läßt sich diese ORF-gewollte kulturelle G'stätten nicht beschreiben. Und für die sind die volksdümmlichen Musikanten nun mal charakteristisch. Deshalb meine bewußt idiotische Empfehlung der Kastelruther Vögelein für einen linientreuen Revival von Austria 3.
      Oisdann, nix fia unguat, und herzliche Grüße!

    • cmh (kein Partner)
      07. September 2010 21:11

      Lieber Marcus Aurelius,

      ich wollte nur ausschließen, dass mein Posting, das möglicherweise mißverstanden werden kann, jedenfalls nicht Unwillen erregt. Diese Sorge bin ich nun wenigstens los.

      Bitte lassen Sie es mich daher an meiner Person festmachen.

      Zwar bin ich über das Alter hinaus, mich auf allen möglichen Konzerten herumzutreiben, habe aber immer noch ein Interesse an Popmusik. Wenn ich aber wissen will, was sich musikmäßig in Österreich so tut, erhalte ich sogar auf diesem Blogg mehr Informationen als im ORF. So kannte ich Saint lu bisher noch nicht. Schlecht sind die nicht. Dass ich sie im ORF noch nicht gehört habe, ist eine Schande – für den ORF. Dort werden österreichische Künstler bestenfalls mit einem Witzchen gewürdigt. Das ist kontraproduktiv und einem gebührenfinanzierten Rundfunk nicht massiv genug anzukreiden.

      Der sich aus dieser präpotent Art des ORF ergebende Folgeschaden ist beängstigend. Österreichische Musiker sind in Österreich unbekannt. Nicht nur einige sondern alle. Man stelle sich nur vor: In England würde man deutsche Musiker besser kennen als englische. Die Engländer würden den BBC kurz und klein hauen.

      Der Wikieintrag zu Austropop bringt in einer Liste nur Leute, die entweder laufend im ORF zu hören sind und nur noch langweilig sind, oder eben unbekannte.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      08. September 2010 16:46

      @cmh:
      Zu 100% d'accord mit Ihnen. Und vielen Dank für Ihre g'scheite Replik!
      Noch schlimmer wird der ORF-Maulkorb durch die Tatsache, daß Austropop und -Rock ohne den deutschen Markt nicht überleben kann, denn der österreichische ist einfach zu klein. Aber wie soll ein Act in Deutschland bekannt werden, wenn sein eigenes Land ihn hochnäsig ignoriert?
      Historischer Rückblick, geschmacklich neutral, an einigen Beispielen: Udo Jürgens würde vermutlich noch heute als Barpianist sein Leben fristen, hätte er nicht 1966 (dank ORF und Hans R. Beierleins kundiger Arbeit) mit "Mercí Cherie" den Grand Prix d'Eurovision de la Chanson gewonnen. Waterloo & Robinson ("Good Old Hollywood Is Dying", "Do You Remember Marianne?" etc.) eroberten den Norden dank vorherigen ORF-Powerplays, nicht anders als Rainhard Fendrich, Hubert von Goisern und die EAV.

      Der heutige ORF (außer in Ö3) kümmert sich nur noch um die Jodler und Erbschleicher des Intrigantenstadels, owohl deren Publikum aus sich nicht nur aus biologischen Gründen zusehends verabschiedet. Ö3, aus Gerd Bachers und Ernst Grissemanns Reformideen entstanden, war einst eine geistige und musikalische Erfrischung, ist heute aber eine provinzielle Dröhnbude staatshöriger Indoktrination, sinnfreien Geschwafels und kurzlebiger Top-40-Importware. (An so manchen mitternächtlichen Burenhäutl-Ständen reden und singen die Sandler und die Nachtschwärmer besser und interessanter.)

      Österreichische Kultur: Für den ORF besteht die aus Mühl, Nitsch, Misik, Menasse und Glawischnig — alle einträchtig versammelt vor dem Che-Guevara-Denkmal.

  16. Erich Bauer
    06. September 2010 11:28

    Möglicher Redebeitrag von ORF-Wrabetz zu irgendeiner internen Ordensverleihung.

    Meine sehr verehrten TV-SeherINNEN,

    ich möchte die Gelegenheit ergreifen und mit einem, seit Jahrzehnten hartnäckig bestehendem Gerücht aufräumen. Der ORF hat keinen KULTURAUFTRAG! Wer sollte denn, bitteschön diesen Auftrag erteilen? Die Aufgabe eines Mediums ist es, zu vermitteln. Und wer kann abstreiten, dass wir das nicht tun? Wir vermitteln die Gedanken, Worte und Werke unserer großen und bestimmenden politischen Parteien. Oft sogar noch bevor es innerhalb der Parteien „thematisiert“ wird. Es ist doch nur natürlich, dass sich diese Parteien uns gegenüber als dankbar erweisen. Liefern wir ihnen doch mitunter die SIGNALE, damit sie dem Volke irgendwas „signalisieren“ können. Es ist doch nur natürlich, dass wir ihnen im Gegenzug Dankbarkeit entgegenbringen, indem wir ihnen die höchste Kunst der medialen INSZENIERUNG angedeihen lassen. Mit ein wenig guten Willen könnte man darin das gelebte Reziprozitätsprinzip erkennen.

    Wenn die TV-SeherINNEN unbedingt KULTUR schauen wollen, haben wir doch zahllosen Sendern erlaubt derartige Programme auszustrahlen. Ich denke da z.B. an ARTE, oder auch 3sat. Übrigens auch BR. Man glaubt es kaum… sind das nicht die Bayern? Am Samstag wurde dort dieser „Beatles-Performance“-Bericht gesendet. Auch halt so ein Nischenprogramm. Das brachte uns auf die Idee, auch mit der StürmerIN so was zu machen. Irgendwie gehört sie ja fast schon zu uns. Ambros und Konsorten waren da schon viel… um einiges… sperriger.

    Wie dem auch sei, ich mach mir keine Sorgen um die Zukunft.

  17. Segestes (kein Partner)
    06. September 2010 11:14

    Wobei es ja vollkommen Einerlei ist, ob in den Chefetagen Rote oder Schwarze herumspuken.
    Denn in den Redaktionen sitzt de facto fast nur rot-grün
    angehauchtes Personal - und der Nachschub von den Publizistik-Hochschulen,
    ist bekanntlich auch fast ausschließlich in diesem politischen Eck angesiedelt.

    Und sind sie doch ausnahmsweise mal schwarz, dann folgen diese Leute
    mittlerweile trotzdem voll den rot-grünen Sprachvorgaben.
    Siehe auch Deutschland, wo sich eine angeblich konservative
    Bundeskanzlerin doch tatsächlich entblödet, eine rot-grüne
    Dreckskübelkampagne gegen einen Mann, der nichts als die Wahrheit
    spricht, zu unterstützen.

    Eine Treiben, an dem sich natürlich auch der Ostmärkische Rotfunk freudig beteiligt.
    Gerade so, als ob die Gehälter der journalistischen Meute dort,
    bloß vom finanziell eher impotenten rot-grünen Winkerl bezahlt werden würden.
    Wann, ja wann nur, heißt es endlich, "ORF Baba"?
    http://img811.imageshack.us/img811/7549/orfbabakleiner.jpg

  18. Stachel (kein Partner)
    06. September 2010 09:16

    Ich will ja nichts schönreden und den ORF bzw. die Politik nicht verteidigen, aber man sollte auch ein wenig der Wahrheit die Ehre geben: die 160 Mio sind nichts anderes als der Ersatz für die dem ORF vom Staat (seit etwa 9 Jahren)aufgezwungenen Sozialtarife und Gebührenbefreiungen, für die bereits Grasser einen vollen Ausgleich versprochen hatte (aber, wie so vieles unter Schüssel/Grasser, nie eingehalten wurde). Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Gebührenbefreiung für sozial Schwache ist o.k., allerdings muss der Sozialstaat (und nicht der ORF, der ausgeglichen bilanzieren soll) dafür aufkommen.

    • H. Richter (kein Partner)
      06. September 2010 09:29

      Gebührenbefreiungen und Sozialtarife gibt es doch schon viel länger, schon seit mindestens den 70er Jahren. Dass deren Ausmaß angestiegen ist, stimmt , im Übrigen auch die Gebühren über das Maß der Inflation hinaus.

    • klein (kein Partner)
      06. September 2010 10:28

      Soweit ich das beobachtet habe, wurde dem ORF bis zum Amtsantritt Grassers das durch die Gebührenbefreiung (die im Prinzip in Ordnung ist) verlorene Geld durch die Politik zurückerstattet, Grasser hat diese Rückerstattungen eingestellt. Jetzt muss der ORF Bedingungen erfüllen, damit er jenes Geld zurückbekommt, dass ihm eigentlich zusteht.

    • klein (kein Partner)
      06. September 2010 10:29

      corr. Ende des Postings: "....das ihm eigentlich zusteht".

    • Josef Maierhofer
      06. September 2010 17:11

      @ klein

      @ Geld, das ihm zusteht. Nur was macht er damit ?

  19. klein (kein Partner)
    06. September 2010 08:46

    Also um einen derartigen Artikel zu schreiben, muss man schon einiges an Hass aufgebaut haben. Parteifarbe hin oder her, Herr Unterberger scheint ein Mann zu sein, der manchen Leuten nicht einmal die Chance geben will, ihre Sache gut zu machen.
    Die Namen Wrabetz und Amon sind mir natürlich bekannt. Den Namen Ströbitzer kannte ich nicht. Ich habe mir die Mühe gemacht, ihn zu googeln. Der Mann kommt aus einem tiefschwarzen NÖ - Umfeld. Sein Vater war in der sog. "Stahlhelmfraktion", er selbst hat seine journalistische Karriere bei der NÖN in St. Pölten begonnen. Sieht so die Vita eines "Roten" aus?

    • Herby (kein Partner)
      06. September 2010 09:08

      Michael Häupl, geb. 1949 in Altlengbach, NÖ, wurde mitten in ein tiefschwarzes Umfeld hineingeboren, die Eltern hatten ein Gasthaus, der Papa war ÖVP-Mitglied.

      Als Mittelschüler war Michael Häupl Mitglied der national-freiheitlichen, schlagenden Schülerverbindung (pennalen Burschenschaft) "Jungmannschaft Rugia zu Krems".

      und:

      Frau Gabriele Burgstaller geb. 1963 in Penetzdorf, Niederthalheim in OÖ wuchs auf einem Bauernhof im Hausruckviertel auf. Die Eltern waren ÖVP-Mitglider beim Bauernbund.

      Sieht so die Vita von "Roten" aus? - Antwort: "JA"

    • klein (kein Partner)
      06. September 2010 10:23

      @herby

      Und ist das jetzt ein Beweis dafür, dass Hr. Ströbitzer ein g'standener Roter ist? Demselben google entnehme ich, dass er "den Roten zu schwarz und den Schwarzen zu rot ist". Das liest sich doch so, als wäre dieser Mann als Chefredakteur wie geschaffen! Sie und andere Poster in diesem Forum sollten vielleicht aufhören, jedes Wort, was Herr Unterberger hier schreibt, schon in beinahe hündischer Ergebenheit für bare Münze zu nehmen, zumal Herr Unterberger mit Sicherheit kein Mann der politischen Mitte ist. Er ist parteiisch und daher sind viele seiner Kommentare eigentlich wertlos. Den Postern hier sei gesagt: Eigenrecherche schärft die eigenen Sinne....

    • Florin
      06. September 2010 10:42

      Wir sollten alle etwas "parteiischer" werden! Wo grenzenloses Verständnis und Toleranz bis zur Selbstaufgabe hinführen wird uns ja nun mehr als deutllch demonstriert..

      Obwohl ich generell schon der Meinung bin, daß man jede Äußerung prüfen sollte! No na;)

    • klein (kein Partner)
      06. September 2010 11:04

      @florin

      Jemand, der unparteiisch ist, hat also automatisch grenzenloses Verständnis für alles und jedes? Eigenartige Sichtweise, aber bitte. Meine Unparteilichkeit geht jedenfalls so weit, dass mir rot wie schwarz mittlerweile völlig egal sind. Deklariert Gegenpartei ergreife ich nur zum rechten Rand des heimischen politischen Spektrums. Meine Unparteilichkeit geht aber auch so weit, dass ich nicht in jeder Neubestellung eines ORF-Redakteurs in Zeiten eines SPÖ - Kanzlers gleich eine rote Staatsrevolte erblicke. Da waren manche Personalentscheidungen im ORF während schwarz/blau viel offensichtlich parteiischer, ohne dass die Betreffenden jetzt automatisch schlecht gewesen wären.

    • cmh (kein Partner)
      06. September 2010 14:23

      Das klingt so gut mit der Unparteilichkeit, diese noble Abgehobenheit.

    • cmh (kein Partner)
      06. September 2010 14:27

      @klein am anfang

      hass ist nicht nötig - nur Grant. Sie schauen offensichtlich nie ORF bzw. sind in die Herstellung dieser Nasenbohrerei involviert.

      Nur z.B.

      Zib1 : Davor ja nicht Teletext lesen, sonst wird es langweilig. Das einzig spannende sind die Teaser für Zib 2.

      Zib2 : wie vor, dafür Exklusivberichte über das Gequassel von Zib1.

      Wer sich da nicht ärgert, ist schon eingeschlafen

    • klein (kein Partner)
      07. September 2010 08:42

      @cmh

      ORF 1 schaue ich tatsächlich fast nie (ausgenommen ab und zu Sport) , ORF 2 gelegentlich (ab Zib2). Meine Sender sind eher Arte, 3sat u. dgl. Ö1 höre ich hingegen sehr gerne. Eines ist der ORF sicher nicht: ein Wunschkonzert der rechtskonservativen Reichshälfte. Was Sie, Hr. Unterberger und viele andere Poster vom ORF und den Medien generell wollen, hat mit unabhängiger Berichterstattung nichts zu tun. Sie alle erwarten sich eine mediale Beweihräucherung eben dieser rechtskonservativen Politik als die einzig mögliche und vernünftige. Das spielt's aber zum Glück nicht. In diesem Forum regen sich die Leute schon auf und sehen den Weltuntergang herbeikommen, wenn im Ö1/Journal-Panorama soziale Probleme oder auch z.B. die Situation von Flüchtlingen angesprochen werden. Diese Leute, die sich darüber aufregen, sind für mich kein Gradmesser, was die Forderung nach unabhängigem Journalismus betrifft.

    • cmh (kein Partner)
      07. September 2010 10:54

      Nicht nur der Inhalt, sondern die unausgewogene Menge des immer gelichen INhaltes ist der Punkt.

  20. fosca
    06. September 2010 01:32

    Verstehe einer, warum allen voran die ÖVP der SPÖ den "Rotfunk" kampflos überläßt und das "Schlachtfeld" so gut wie geräumt hat.
    Und immer wenn die Sozis die Führung eines Unternehmens in die Hand nehmen, entstehen riesige Defizite und Pleiten, die dann der Steuerzahler abfangen muß.

    Der ORF gehört so rasch wie möglich privatisiert, denn seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag kommt er längst nicht mehr nach, sondern ist zur Spielwiese der völlig schamlos agierenden Genossen verkommen.

    Abmelden ist die einzig mögliche Antwort des Publikums, denn je mehr umso peinlicher spürbar wird es für diese Bagage am Küniglberg!

    • Heri (kein Partner)
      06. September 2010 07:51

      Die ÖVP biedert sich der SPÖ an, weil sie eine noch stärkere Konzeptlosigkeit hat als die SPÖ. Beide Parteien können die Fragen "wofür stehe ich, eigentlich"? "Was will ich verbessern?" nicht mehr zeitgemäß beantworten. Oder habe ich was übersehen?

    • cmh (kein Partner)
      06. September 2010 13:58

      Der ÖVP haben wir Wähler bei der vorletzten Wahl ja gezeigt, dass die kalte Schüssel-Politik nicht mehrheitsfähig ist.

      Moral: In Österreich ist derzeit Politik nur möglich, wenn man dem Wähler - wie sagt man hier so schön - in den A**** kreult. Daher tun auch alle dieses, derweil die Entscheidungen hinter den Kulissen fallen.

      Weiters: Hat einer geglaubt, der Umbau wäre vor den Wahlniederlage schon beendet gewesen, oder Schüssel hätte nur einen Planungshorizont von zwei Jahren (Wahlperiode damals vier Jahre, davon das erste Jahr Party und das letzte als Wahlkampf abzuziehen) gehabt? Das einzige was wirklich fertig wurde war die Zusammenführung von Gendarmerie und Poizei. Alles andere waren Baustellen.

  21. Gerhild Baron
    05. September 2010 21:55

    Die Kirchenführung ist sicher nicht sehr stark - aber wo bleibt eigentlich die ÖVP in der ganzen ORF Frage ? Ihr ist der Hauptvorwurf zu machen.
    Als Bürger kann man nur eines tun:möglichst wenig ORF sehen. Dadurch erspart man sich viel Ärger enerseits und die so begehrten Quoten sinken andererseits...

    • Josef Maierhofer
      06. September 2010 17:13

      Die ÖVP fällt ständig im Liegen um und liegt halt irgendwo, wo sie zuletzt umgefallen ist, herum.

  22. Doppeladler
    05. September 2010 20:14

    Und leider verdanken wir das ORF-Gesetz, welches Faymann und Consorten nun ihre Machenschaften möglich macht, der Regierung Schüssel.

    Traurig, aber wahr!

    • Josef Maierhofer
      06. September 2010 10:45

      Wenn man wollte, könnte man es ja verbessern, Vorschläge gäbe es genug.

    • cmh (kein Partner)
      06. September 2010 14:04

      Einspruch Eurer Ehren!

      Der ORF war genauso wie die ÖBB Baustelle. Die Arbeit hat gerade erst angefangen. Wenn man jetzt über das liegengebliebene Werkzeug stolpert, kann man nicht Schüssel einen Vorwurf machen, der vom Wähler in seiner grenzenlosen Blödheit gestürzt wurde

      Die Zusammenführung der Wachkörper hat ja gut geklappt, weil man von der Seite keine Beschwerden mehr hört.

      Dass seitens F&Consorten mit den Werkzeugen jetzt nur Unfug gemacht wird, kann man dem Schüssel nicht ankreiden. Denn dazu sind sie jha gewählt worden wie es scheint.

  23. Richard Mer
    05. September 2010 20:04

    Was ist aus der angekündigten ORF Watch Plattform geworden? Wäre dringend nötig, einfach die Skandale des ORF täglich zu dokumentieren. Ich glaube, viele Leser hier würden mithelfen.

    • Norman Bates
      05. September 2010 20:55

      Ich frage mich eher, was die Zielsetzung einer solchen Plattform ist.

      Sicher helfen hier viele mit und wir schreiben uns die Finger wund über all die PC-korrekten Frechheiten, denen wir ausgesetzt werden.

      Nur, was ändert das eigentlich? Denen wird es egal sein. Sie haben den ORF und die Boulevard-Medien und die paar Stimmen im Internet werden als aussterbende Bürgerliche Deppen abgetan.

      Vielleicht doch eher ein breiteres ORF-Volksbegehren. Irgend etwas mit mehr Masse und Druck.

    • Brigitte Imb
      05. September 2010 23:06

      @Norman Bates

      Ein Volksbegehren werden die Politiker zu verhindern wissen, so gesehen könnte die "Orf Watch" hier schon etwas bringen.
      Die Seite an möglichst viele Bekannte weiterzuleiten brächte auch ein wenig Breitenwirkung.
      Die Initiative auf Facebook gegen die "Süt-Aktion" hat immerhin so viel gebracht, dass heute sogar der Orf darüber kurz berichtet hat - der gr. Vorteil des Internets sich rasch auszutauschen darf nicht übersehen werden.
      Ausgewertet werden diese Blogs allemal von den Politikern, also teilen wir ihnen unseren Unmut eben über dieses Medium mit.

    • Herby (kein Partner)
      06. September 2010 09:18

      @ Norman Bates 5.9.2010, 20:55 Uhr

      Ich bin für ein neues ORF-Volksbegehren u. würde unterschreiben!

      Bitte unterschätzen Sie das Internet u. im Speziellen diesen Unterberger-Blog nicht: In den bisherigen Monaten wurde bewiesen dass dieser Blog etwas zum Positiven bewegen kann.

    • Norman Bates
      06. September 2010 10:29

      @Herby

      Was konkret wurde bewegt?

      PS: es liegt mir fern das Internet zu unterschätzen, ich war in den ersten Wochen und Monaten der Einführung in Österreich maßgeblich dabei ..

  24. Alexander Renneberg
    05. September 2010 15:19

    O.T.

    dem artikel ist nichts mehr hinzuzufügen.
    außer, dass die pro sarrazin seine auf facebook bereits 17.000 mitglieder hat.

    http://fact-fiction.net/?p=4945

  25. Brigitte Imb
    05. September 2010 14:48

    OT- Ich stelle diesen Link hier auch herein

    Prof. Norbert Bolz über Thilo Sarrazin und linke Medien

    http://www.youtube.com/watch?v=Q7UohXkRxts&feature=related

    • Norman Bates
      05. September 2010 16:29

      Prof. Bolz hat recht und danke auch an Alexander Renneberg, der dies auch schon einmal hier gepostet hat.

      Hörenswert!

    • byrig
      05. September 2010 20:35

      danke,brigitte imb,ein guter link,zumal diese worte optimistisch stimmen,dass dieser linke meinungsterror nicht mehr wortlos hingenommen wird,und zwar auch von -auch das scheint es wieder zu geben-nichtlinken!! intellektuellen.

    • Undine
      05. September 2010 21:27

      @byrig

      Vielleicht gilt das für D; bei uns in Ö ist leider immer mit einer gewissen Zeitverzögerung zu rechnen.
      Aber Hauptsache, es tut sich endlich einmal etwas, was diese Fesseln der linken Meinungsdiktatur löst.

  26. Josef Maierhofer
    05. September 2010 14:08

    Umfärbeaktionen, etc.

    Egal, ob im Schulwesen, wo heute in der Kronenzeitung Herr Salcher die Einmischung der Parteien massiv verurteilt, wie auch die zufolge Parteibuch verdorbenen und zu etwa 10% unfähigen Lehrer anprangert (wahrscheinlich die 'Parteimusterkaben') und letztlich die Lehrergewerkschaft als höchst schädlich verdammt, oder bei den ÖBB, wo auch gefärbten Gewerkschafter das Sagen haben, egal wo, wo Parteien das Sagen haben, funktioniert nichts mehr, so auch, wie beschrieben, beim ORF.

    Mein Vorschlag wäre wirklich zwei völlig voneinander unabhägige und verschieden ausgerichtete TV Proramme und auch Radioprogramme, die den österreichen Staat wiederspiegeln, informieren und unterhalten und in Konkurrenz zueinander stehen.

    Die Partei hat nirgendwo was zu suchen, weder in öffentlichen, noch in privaten Organisationen, maximal im Parlamentsclub in Belangsendungen und auf Wahlwerdeplakaten.

    Die österreichische Parteiendiktatur lehne ich ab. Nachdem wir ja ohnehin 'Koalition' haben, also 'Einparteiendiktatur' kann man einfach von Diktatur sprechen und davon, daß der Bürger keine Wahl mehr hat, weil die abgehobene Kaste keine gegenseitigen Unterschiede mehr aufweist beim Absahnen.

    Kehrt zurück an Eure Wurzeln, liebe Parteikameraden und -genossen, und überlasst die Politik der Regierung und mischt Euch nicht anderswo ein ! Schaut lieber, daß genug politsich gebildeter, persönlichkeitsmässig hochwertiger, eigenverantwortlicher Nachwuchs herangebildet wird, statt den hoffnungsvollen und selbstständigen Nachwuchs zu unterdrücken und fertig zu machen zu verblöden und zu ideologisieren, sodaß Mittelmaß und Ideologie Trumpf wird, wie wir an der derzeitigen Regierung ja deutlich sehen.

    Die Parteien haben versagt und versagen auch jetzt immer wieder und immer schlimmer.

    • FranzAnton
      05. September 2010 16:58

      Gut gebrüllt, Löwe. Dummerweise hören es zu wenige Menschen, oder wollen es nicht hören, welche Erfahrung ich selbst immer wieder mache.

      So lange sich kein massives, öffenlich hörbares Gegengewicht zu unserer gegenwärtigen Parteiendiktatur etabliert, dienen alle, vielfach hervorragenden Beiträge primär der persönlichen Abreaktion.

      Soviel mir bekannt, haben ca. 500 Interessierte den Blog finanziell unterstützt; wenn wenigstens diese, oder ein Teil davon, sich organisierten, und z.B. täglich massenhaft akkordierte Mails, beispielsweise an die Parteisekretariate, sendeten, könnte dies ev. einer Pressemeldung wert sein; ich denke natürlich an den Schneeballefekt, durch welchen weitere Menschen auf A.U.'s Blog aufmerksam gemacht werden könnten. Ich weiß von Ideen direktdemokratischer Ansätze unter den Unterstützern hier; weitergegangen scheint bis dato wenig zu sein.

    • Josef Maierhofer
      05. September 2010 20:06

      @ FranzAnton

      Nicht einmal eingeschriebene Briefe werden zur Kenntnis genommen.

  27. Der kleine Nick
    05. September 2010 14:00

    Wenn man sich die Medienpolitik der ÖVP anschaut, denkt man unweigerlich an den alten Spruch: Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.

    Wie viele 160-Millionen-Geschenke wird Herr Pröll auf dem Weg zur Schlachtbank noch verteilen?

  28. Amtsbekannt
    05. September 2010 13:59

    der orf ist für mich so unerträglich zu politischen belangsendung verkommen, daß ich mich von der GIS abgemeldet habe. ich brauch keinen orf mehr.

    fast genauso unerträglich wird für mich als vp-mitglied aber auch ein gewisser herr namens pröll, vize von onkels gnaden; sozusagen der gusi der vp;

    und wenn die vp nicht aufpasst und diesen möchtegern vize bald in die wüste schickt, werde ICH mich bald vertschüssen.

    ich habe es hier schon oft gesagt, es wäre -so wie nun das beispiel deutschland zeigt - noch eine ganze menge platz für eine protestpartei.

    also, lieber herr unterberger. trauen sie sich. ein mitglied hätten sie schon.

    lg

  29. M.S.
    05. September 2010 12:54

    Belehrungen des ORF in der ZIB 2 wie gut Integration anderswo gelebt wird am Beispiel R U S S L A N D S !!!! Russland ist ja ein Land in das ja sooo viele Asylanten einwandern wollen, weil es ihnen dort ja sooo gut geht. Die Giftgasanschläge von Islamisten im Theater und die Besetzung von Schulen mit Geiselnahmen sind dabei nicht erwähnt worden. Für wie blöd hält der ORF eigentlich die Menschen.
    Was auf den Bändern vom Ed drauf ist wird man wohl auch nie mehr erfahren. Redaktionsgeheimnis .......

  30. Graf Berge von Grips
    05. September 2010 12:47

    Den Unmut kann ich voll verstehen
    Am besten den orf nur aus der FERNe SEHEN!

  31. Franz L
    05. September 2010 11:44

    Herr Dr. Unterberger,
    initieren Sie ein Volksbegehren zur Abschaffung der ORF-Zwangsgebühren.
    Wer diesen unerträglichen Rotfunk sehen möchte, sollte dies mittels Smartcard
    tun.

    • HDW
      05. September 2010 16:03

      Das hatte die FPÖ (Vilimsky)s chon angefangen und dann still schweigend den 160 Millionenen genauso zugestimmt wie die ÖVP und die Grünen. Realpolitik geht nun mal vom Volke aus und der Rest ist Schweigespirale (Noelle-Neumann) die sich halt in Österreich, leider mangels Charakterfestigkeit nur im Nichtwählen artikulieren kann.

    • byrig
      05. September 2010 21:01

      auch ich wäre für die abschaffung der in der heutigen zeit anachronistisch wirkenden orf-zwangsabgabe,und das sofort.
      wer orf will,soll ihn als pay-tv haben können.
      interessanterweise gibt es in keiner etablierten partei ernsthafte tendenzen in diese richtung.wahrscheinlich hoffen alle,dort macht und einfluss ausüben zu können.
      somit wäre ein volksbegehren,gut medial vobereitet,ein wirkungsvoller erster schritt.

  32. Laura R.
    05. September 2010 11:11

    Der Werner hat mir gestern mit ganz lieblichem Tremolo in seiner sanften Stimme den, wie er g`sagt hat, kürzesten Witz erzählt, den er kennt: "der ORF ist unabhängig!"

    Was ich aber nicht ganz verstanden hab`, wie er das g`meint hat. Aber g`lacht hat er.

    • Norman Bates
      05. September 2010 11:43

      Ja, und der Werner hat wieder seinem Liebling, dem Fellner Wolfi ein ganz liebes Interview auf einer Doppelseite in der heutigen Sonntags-Ausgabe gegeben.

      Mit der Schlagzeile "Zeit für Gerechtigkeit". Da hat der Werner auch so lachen müssen ..

    • Norman Bates
      05. September 2010 11:48

      ... und die lachen ja überhaupt so viel die beiden, vor allem über diese blöden konservativen ewig-gestrigen und xenophoben Spiesser, die da beim Unterberger ihre kruden Anschauungen posten.

    • Der kleine Nick
      05. September 2010 15:32

      Es gibt einen noch kürzeren Witz, und der lautet einfach "Feymann". Immer mehr Österreicher kennen ihn schon zur Genüge. Vielleicht gibt's einmal eine Spielplanänderung?

    • Norman Bates
      05. September 2010 16:35

      Ich frage mich überhaupt schon seit einiger Zeit, wie der Josef Pröll die nächste Nationalratswahl gegen diese medien- und gesellschaftsverseuchende linke PC-Truppe gewinnen möchte.

      Er sagt seine Sprüche schön brav korrekt und fehlerfrei in den Interviews, aber irgendeine echte und clevere Strategie kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

      Die Sozis müssen ja im gegebenen Fall dann immer nur medial auf der Orgel die Tasten "Pflegenotstand", "soziale Kälte" und "die Reichen sind schuld" drücken und schon sind die Schwarzen weg vom Fenster ..

    • Der kleine Nick
      05. September 2010 17:09

      Wäre interessant zu wissen, ob Josef Pröll überhaupt schon an die nächste Nationalratswahl denkt. Eher hat man den Eindruck, er ist froh, wenn er den Tag übersteht und auch am nächsten noch irgendwie über die Runden kommt. Pröll scheint sich damit abgefunden zu haben, dass in den Medien Faymann als "Toll" und Pröll als "patsch" dargestellt wird. Der zweite Teil dürfte auch stimmen.

    • Norman Bates
      05. September 2010 21:15

      @Der kleine Nick

      Anbei eine interessante These zum hier angesprochenen Thema.

      siehe http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/annelieserohrer/592166/index.do

    • Der kleine Nick
      05. September 2010 22:13

      Danke für den Hinweis! Interessant. Aber selbst wenn Prölls profillose Politik diesem Kalkül entspränge, wäre es doch ein sehr hoher Preis, Wien und eine allein regierende SPÖ noch weiter verwachsen zu lassen. Wo schon jetzt mit freiem Auge oft nicht erkennbar ist, wo das eine aufhört und das andere anfängt.

    • Norman Bates
      05. September 2010 22:40

      No risk, no fun wird er sich wohl denken.

      Ich sehe das aber auch kritisch, denn der Preis ist hoch und es gibt enorme Risiken. Die Wahlkampagnen der ÖVP in der jüngeren Vergangenheit waren stets - sagen wir - suboptimal.

      Der SPÖ genügt meist eine halbwegs gute Kampagne und - wie schon erwähnt - das Drücken auf die "soziale Armut" und "Pflegenotstand" Tränendrüsen.

      Und bei der Nullpolitik von Pröll hat Faymann ausreichend Zeit über Fellner & Co einen "Kanzlerbonus" aufzubauen. Zumindest beim unbedarften Volk und das stellt leider immer noch die Mehrheit.

    • WFL
      06. September 2010 15:33

      Norman Bates:
      "Ich frage mich überhaupt schon seit einiger Zeit, wie der Josef Pröll die nächste Nationalratswahl gegen diese medien- und gesellschaftsverseuchende linke PC-Truppe gewinnen möchte."
      Das frage ich mich auch, Norman Bates.
      Die ÖVP muss wohl noch einige NR-Wahlen verlieren, bevor sie begreift, dass sie es mittlerweile mit einer gleichgeschalteten Medienwand zu tun hat, die im "richtigen" Moment einheitlich zuschlägt. (Der Gag dabei: Die Hälfte dieser gleichgeschalteten Medienwand gehört offiziell "schwarzen" Organisationen wie Raiffeisen oder der Kirche...)
      Pröll wird, wie sein Onkel, als LH von NÖ enden.
      Und dann von Zeit zu Zeit große Sprüche loslassen, um sich in St. Pölten wichtig zu fühlen...

  33. thomas lahnsteiner
    05. September 2010 10:45

    die umfärbung österreichs ist in vollem gange....
    die diktatur der pc wird immer weiter ausgebaut, parteien wie die övp zur blockpartei degradiert...
    auch die justiz wird immer mehr zum büttel dieser diktatur....ist doch die justiz wie ns-zeit und ddr-zeit beweisen immer besonders anfällig für gesinnungsterror und gesinnungsschnüffelei...den vogel schießt wieder einmal die staatsanwaltschaft graz ab, die das zugegebenermaßen dumme und provokante minarettspiel verboten hat....sind wir im iran und sitzen die obersten religionswächter jetzt in graz ?..eine gefestigte weltliche demokratie muss doch das dumme spiel locker aushalten können....aber die republik versinkt zusehends in gesinnungsschnüffelei, grünem denunziantentum und rotem machtrausch...demokratie ade !!

    • Josef Maierhofer
      05. September 2010 13:47

      Ich habe heute im Profil gelesen über die Stammerdorfer Kellernazi, wo die Frage an die FPÖ dann gestellt wird, ob es sich bei dem Glatzkopf um einen offiziellen Wächter gehandelt hat, der einen Provokateur der Sozialdemokratischen Partei (es gilt die Unschuldsvermutung) gestellt haben soll während einer FPÖ Veranstaltung.

      Es wäre der Redaktion vom Profil auch noch der Auftrag zu geben, bei der SPÖ anzufragen, ob das eine offizielle Störaktion war, oder etwa die Frage, wieviele solche Glatzköpfe im Sold der SPÖ stehen jetzt in dem angekündigten 'grauslichen' Wahlkampf.

      Das ist die dümmliche Wiener Welt der P.C., SPÖ, Machtrausch und Diktatur.

      Stelle man sich vor es gäbe eine solche Aktion bei einem Häupl Auftritt mit anderen Vorzeichen, nicht auszudenken, der gewaltige Skandal.

  34. Norman Bates
    05. September 2010 10:27

    Fassungslosigkeit macht sich breit (E-Control, ORF, ...).

    Wo ist Pröll jr.?
    Wer hält da dagegen?

    Niemand.

    • Der kleine Nick
      05. September 2010 14:18

      @ Norman Bates:

      Ich hab den Pröll grad in der (!60-Millionen-)Schenke "Zum lustigen Werner" gesehen. Es scheint ihm zu schmecken. So schnell kommt der nicht mehr zurück.

    • Norman Bates
      06. September 2010 00:23

      Ah dort ist er.

      Das ist doch die Schenke, wo der Michi Häupl immer die Vierteln ausschenkt und der Konrad den Sauschädl auftischt.

      Unmöglich von dort wegzukommen ..

    • Der kleine Nick
      06. September 2010 09:22

      Das mit den Vierteln ist aber nur in der Früh. Ab dem späten Vormittag kommen ganz andere Hohlmaße zum Einsatz. Daher auch der Spitzname des Lokals: "Zum roten Tetrapack."

    • Norman Bates
      06. September 2010 10:30

      .. da wird aber der Faul keine Freude haben ;-)

  35. Dr. Dieter Zakel MA
    05. September 2010 08:55

    Vielleicht kann man in diesem Forum ja einmal posten, wie man als Kunde den ORF los wird. Auch der Herr Dr. Unterberger könnt da mal einen Artikel dazu schreiben…
    Stichwort: Der Kunde ist König :-)
    Herzlichen Dank!

    • Observer
      05. September 2010 09:57

      Es gibt zwei Möglichkeiten, die ORF-Gebühren zu verweigern:
      1. die legale Methode: alle Empfangseinrichtungen für Radio und Fernsehen zu entsorgen, verkaufen oder verschenken.
      2. die illegale Art: einfach bei GIS abmelden und sagen, man hat keine Empfangsgeräte mehr bzw. ist technisch - auch bei bestem Willen (so eine kürzliche Gerichtsentscheidung) - nicht in der Lage, die österreichischen ORF-Programme zu empfangen. Der Nachweis wird aber schwer möglich sein.
      Natürlich könnte auch ein neues Bundesgesetz (nach Volksbegehren, -befragung. -abstimmung) einen ORF-Neu bringen, welcher Programme völlig getrennt nach Gebühren und Werbeeinnahmen produziert und ausstrahlt.
      Übrigens: zirka ein Drittel der Zwangsgebühren landen NICHT beim ORF, sondern werden vom Ministerium bzw. den Bundesländern für andere Zwecke verwendet. Daher werden sich die neun Landesfürsten gegen jede Änderung heftig zur Wehr setzen, ausserdem brauchen sie die 9 viel zu teuren Landesstudios, um täglich in den Lokalnachrichten (Ö2 und ORF2) präsent zu sein.
      Fazit: eine total verfahrene Sache, welche von den jeweils führenden Parteien und deren Großkopferten missbraucht wird.
      Daher gehört dringend ein neues ORF-Volksbegehren her!

    • Eurakylon
      05. September 2010 12:04

      Um "Observers" Varianten zu vervollständigen: es gibt die Möglichkeit sich auf quasi "GIS-light", nämlich nur Radiogebühren umzumelden. Dazu einfach den Dvb-T Empfänger entsorgen und beim ORF um Gebührenreduzierung ansuchen. Spart Geld und ist legal.

    • Josef Maierhofer
      05. September 2010 13:35

      @ Eurakylon

      ... und erspart eine Menge Ärger. Ich habe schon seit Jahrzehnten kein TV, und wenn ich diese Statements hier lese,muß ich mir sagen, ja zurecht.

    • Bernhard Gödel
      05. September 2010 22:23

      Seit DVB-T ist es technisch möglich Programme verschlüsselt auszustrahlen.

      Hier könnten 2 Fliegen mit einer Klappe erschlagen werden: Würde der ORF (auch terrestrisch) das Fernsehprogramm nur noch verschlüsselt ausstrahlen, gäbe es

      1. keine Schwarzseher mehr und

      2. müßten all jene, die zwar ein Empfangsgerät besitzen um Privatsender zu empfangen, aber nicht am ORF interessiert sind, sich die Entschlüsselungskarte ja nicht besorgen und daher auch keine (Fernseh-)Gebühren bezahlen.

    • SuPa
      06. September 2010 08:57

      Bernhard Gödel:
      bei MediaMarkt fragte sagte man mir: wenn Sie Gebührenzahler sind, dann können Sie ORF auch über Satellit empfangen, sind Sie aber Schwarzseher, dann empfehle ich Ihnen DVB-T.
      Die GIS-Abteilung zur Ermittlung von Schwarzsehern/hörern ist nur ein Selbstzweck. Wenn das GIS stolz berichtet wird, dass X neue Zahler gewonnen werden konnten, so wird nicht genannt, dass sich im gleichen Zeitraum mindestens die gleiche Anzahl abgemeldet haben. Und ausserdem wird immer eine Schätzzahl von Schwarzsehern genannt, welche "durchaus dem internationalen Durchschnitt entspricht".
      Diese ganze Gebühreneintreibung ist anachronistisch und gehört aus folgenden Gründen abgeschafft:
      1. der sog. öffentlich-rechtliche Auftrag wird in keiner Weise erfüllt und
      2. durch das Kopieren der Privatkanäle sowie den vielen Werbungen haben die Zwangsgebühren ihre Bedeutung verloren.
      Natürlich sollte ein ORF-neu auch mit finanziellen Mitteln versorgt werden. Die heutigen technischen Möglichkeiten (SmartCard plus individueller Adressierung) erlauben es, über Internet oder Telefoncomouter gewünschte Sendungen nach Bezahlung (z.B. Bankomat- oder Kreditkarte) freizuschalten. Dann wird sich herausstellen, ob die ORF-Sendungen auch von den Kunden gewünscht werden.

  36. CHP
    05. September 2010 08:43

    Das Positive daran:
    Der Rotfunk kann zwar noch röter, aber nicht mehr schlechter werden.

  37. SuPa
    05. September 2010 07:43

    Über Sendungsinhalte kann ich eigentlich nicht mitreden, da ich den ORF nur etwas vom Radioprgamm Ö1 kenne, sonst mit dem ORF nur alle zwei Monate zu tun habe. Nämlich dann, wenn mir die Zwangssteuer vom Girokonto abgebucht wird. Also weiss ich gar nicht, ob es die Dodelsendungen wie z.B. Barbara-Karlich-Show noch gibt. Vermutlich doch noch, denn man sieht täglich einen Teilnehmerbus, welcher interessierte Leute nachmittags zum Küniglberg karrt. Auch die ZIB 1 kommt manchmal by mistake auf meinem Bildschirm. Da fragt man sich immer, wer die Themen siebt und warum die beiden Moderatoren (warum eigentlich 2?) sich gegenseitig die ausgewählten Berichte nicht neutral berichtet sondern immer mit eigenen Meinungen unterstreichen und somit manipulieren. Und wenn masn mit dem Auto durch Österreich fährt, dann stellt man fest, dass die 9 Länderprogramme (Ö2) eigentlich fast völlig austauschbar und damit fast identisch sind. Eigentlich will man damit die jeweiligen Privatradios nur kopieren, es wäre also ein Programm völlig ausreichend. Allerdings werden da die Landesfürsten Einspruch erheben.
    Ich wünsche mir, dass der jetzige ORF (samt der Führungsmannschaft) bald "den Bach hinunter" Richtung Insolvenz geht, damit ein Neuanfang mit völlig politischer Unabhängigkeit entstehen kann.

    • f.m.
      05. September 2010 10:36

      Der ORF kann nicht pleite gehen, weil er "systemrelevant" ist. Er würde vom Staat aufgefangen, das Management würde politisch besetzt werden.

    • Norman Bates
      05. September 2010 12:01

      @f.m.

      Der ORF ist pleite.
      Der Staat hat in bereits aufgefangen (siehe 160 mEUR).
      Das Management ist schon politisch besetzt.

      Leider.





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