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Lasst die Griechen doch in Konkurs gehen

Die Markwirtschaft hat seit langem eine klare Antwort, wenn sich jemand überschuldet: den Konkurs, also ein Ende mit Schrecken. Diese klare Konsequenz hat man im Vorjahr durch weltweite Staatsinterventionen zur Rettung von Banken und Industrien zu vermeiden versucht – und hat nun den Schrecken ohne Ende. Dieser Schrecken ohne Ende wird nun ins schier Unendliche gesteigert, wenn nun die Steuerzahler aus Deutschland und Österreich auch Griechenland mit vielen Milliarden retten sollen. Dafür sind die von allen guten Geistern verlassenen europäischen Regierungen offenbar bereit, sogar die EU- und Euro-Verträge zu brechen.

Diese Verträge verbieten es, dass einem überschuldeten Staat geholfen wird, gleichgültig ob diese Hilfe durch andere EU-Staaten, durch die EU, die Europäische Investitionsbank oder die Europäische Zentralbank erfolgen soll. Dieses Verbot hat einen guten Grund: Es soll verhindern, dass sich Euro-Staaten trotz der strengen Regeln der sogenannten Maastricht-Kriterien (die übrigens von österreichischen Links- wie Rechtspopulisten häufig kritisiert worden sind) maßlos verschulden – im Vertrauen, dass einem am Ende der reiche Onkel aus Frankfurt, Brüssel oder Berlin eh helfen werde.

Alleine Österreich müsste anteilsmäßig allein für die Rettung Griechenlands mindestens eine halbe bis eine ganze Milliarde Euro zusätzlich hinlegen – während man gleichzeitig gerade verzweifelt nachdenkt, wie man den Österreichern für die Sünden des Vorjahres zusätzlich 1,7 Milliarden durch neue Steuern aus der Tasche zieht. Man also gar nicht weiß, woher man das Geld für die Griechenland-Hilfe nehmen sollte.

Ein Dammbruch droht


Selbst wer auch das noch für finanzierbar hält, wird verstummen müssen, wenn nach den Griechen als nächste die viel zahlreicheren Spanier ebenfalls Geld verlangen. Die Spanier stehen ja genauso schlecht da wie die Griechen. Und kaum besser ist es um Portugal, Italien und Irland bestellt. Pikanterweise lauter Länder, die seit Jahrzehnten fette Milliarden von den Nettozahlern der EU über Struktur-, Regional oder Kohäsionsfonds beziehen, die es also gleichsam gewohnt sind, dass sie ein Dritter rettet.

In Griechenland versucht die Regierung nun wenigstens, durch ein hartes Sparprogramm (Mehrwertsteuererhöhung, Kürzung von Beamtengehältern und Pensionen) eine Umkehr einzuleiten, und stellt sich dem aggressiven Protest der Straße entgegen.

Offen bleibt freilich, wieweit Athen auch das Krebsgeschwür der wuchernden Korruption in den Griff bekommt. Jeder Grieche gibt im Jahr laut Transparency International im Schnitt 1355 Euro aus, um jemanden zu bestechen beziehungsweise um an ihm eigentlich zustehende Leistungen heranzukommen; dieser Betrag ist allein von 2007 auf 2009 um 23 Prozent gestiegen.

Auf die zeitweiligen Versuche griechischer Politiker, wieder einmal das schlechte Gewissen der Deutschen wegen des Weltkriegs zu bemühen, hat Deutschland zum Glück nicht einmal mit dem Ohrwaschel gewackelt. Nur einige Beispiele: Oppositionschef Tzimas: „Wie kann Deutschland die Frechheit besitzen, uns wegen unserer Finanzen zu denunzieren, wenn es noch immer keine Entschädigungen für die griechischen Opfer des Zweiten Weltkrigs gezahlt hat?“ Oder die Kommunisten: „Deutschland hat den Wert seiner Goldreserven aufgebläht, um den Euro zu bekommen.“

In Spanien hat die ebenfalls sozialistische Regierung hingegen sofort knieschlotternd zurückgezogen, als die Gewerkschaften gegen ein – ohnedies nur zartes – Sparpaket mit Beamtengehalts-Kürzungen protestierten. Spanien hat ja derzeit die weitaus linkeste Regierung Europas, während die Griechen und Portugiesen von gemäßigten Sozialdemokraten regiert werden.

Was passiert mit dem Euro?


Was würde aber, so fragen manche besorgt, mit dem Euro passieren, wenn man Griechenland in Konkurs gehen ließe? Oder Spanien? Nun, der Euro würde einige Male wild nach oben und unten ausschlagen – aber sich dann zweifellos kräftig stabilisieren: Europa hätte dann nämlich aller Welt demonstriert, dass es seine Währung ernst nimmt, dass es diese auch gegen die Disziplinlosigkeit der eigenen Mitgliedsländer verteidigt. Das schafft bei Geldanlegern Vertrauen.

Fließt hingegen europäisches Steuergeld nach Griechenland, dann  würde der Euro ebenfalls wild ausschlagen – aber letztlich zweifellos tief nach unten sinken. Der Vertrauensverlust wäre nachhaltig und nicht wiedergutmachbar. Die Menschen würden in andere Währungen flüchten; insbesondere der Schweizer Franken würde sich des gewaltigen Ansturms nicht mehr erwehren können und als Fluchtwährung nach oben schnellen, da ja auch der Dollar mit vielen Sünden beladen ist, also kaum noch Fluchtwährung spielen wird.

Was geschieht aber mit den Forderungen der österreichischen Banken, die griechische Anleihen im Tresor haben? Auch da gibt es eine klare Antwort: Es wäre noch immer billiger, diesen Banken direkt zu helfen, als durch Hilfe für Griechenland zahllose Nachfolgetäter anzustiften. So wie die vorjährige Hilfe für alle in Probleme rutschenden Banken dazu geführt hat, dass die durchaus üppigen Gehälter im Bankbereich kaum betroffen waren, dass etwa hierzulande keine einzige Bank aus dem viel zu dicht besetzten Bankenmarkt verschwunden ist. So wie in Deutschland die Rettung Opels ein Gesundschrumpfen der Autoindustrie verhindert hat.

Umschulden und reformieren


Vor allem bedeutet eine Zahlungsunfähigkeit eines Staates ja noch nicht, dass Forderungen gegen diesen Staat zu hundert Prozent abgeschrieben werden müssen. Da gibt es interessante Beispiele – etwa Russland oder Polen. Als sie gröbere Finanzprobleme hatten, haben sie sich – meist in Paris – mit ihren Gläubigern zusammengesetzt und Umschuldungsabkommen ausgehandelt. In solchen Abkommen verzichten die Gläubiger beispielsweise auf 30 Prozent ihrer Forderungen, verleihen auch frisches Geld und erstrecken etwa das Zahlungsziel um drei Jahre. Und siehe: All diese Länder haben sich – zusammen mit hartem innerstaatlichem Sparen – erholt.

Noch besser ist das Beispiel der Skandinavier in den 90-er Jahren. Sie waren durch die Exzesse des Wohlfahrtsstaates (und Finnland durch den Zusammenbruch des russischen Exportmarktes) in fast ans heutige Griechenland heranreichende Probleme geschlittert. Sie haben mit beinharten („sozial kalten“, „neoliberalen“) Reformen geantwortet. In Schweden etwa geht man heute durchschnittlich um vier Jahre später in Pension als in Österreich. In Dänemark gibt es überhaupt keinen Schutz gegen Kündigungen. Und siehe: Heute stehen diese Länder wieder recht gut da. Und leisten sich immer nur so viel Wohlfahrt, wie sie sich leisten können.

Auch aktuell gibt es ein gutes Beispiel: Das sehr neoliberal regierte Polen hat derzeit das weitaus beste Wachstum in der EU.

Ignorieren hilft nicht


Natürlich gibt es auch negative Beispiele wie Argentinien, das als Antwort auf eine Krise beschlossen hat, seine Auslandsschulden zu ignorieren. Dem daher bis heute kaum jemand einen Kredit einräumt. Das bis heute von linkspopulistischen Politikern (Peronisten) regiert wird und nicht aus seinen Problemen herauskommt, obwohl Argentinien nach dem Krieg einmal eines der reichsten Länder der Welt war.

Ein weiteres negatives Beispiel droht nun Island zu werden, das nun nach einem populistischen Referendum seine Auslandsschulden nicht zahlen will (die entstanden sind, weil der Staat für die Banken des Landes gehaftet hat).

Warum aber sind so viele europäische Regierungen jetzt dafür, Griechenland trotz aller Verbote – oder notfalls um den Preis einer Vertragsänderung – Geld zuzuschieben?

Erstens weil es generell kaum noch Regierungen gibt, die das Wort „Nein“ buchstabieren können, wem gegenüber auch immer. Und zweitens, weil die meisten Regierungen selber viel zu hohe Defizite machen und daher gerne selber die Garantie hätten, dass auch sie und ihr Land letztlich von anderen herausgeboxt würden. Nur wird es nach einer „Rettung“ Griechenlands bald niemanden geben, der sie herausboxen könnte.

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  1. Doughboy (kein Partner)
  2. Jaxon (kein Partner)
    16. Februar 2015 22:05

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  6. Markus Bangeler (kein Partner)
    09. April 2010 11:11

    Was Sie schreiben ist etwas naiv. Wenn Griechenland bankrott geht, werden alle Schulden, die Griechenland im Ausland hat, nicht getilgt. Da die meisten Schulden von Banken, der EU und dem Ausland finanziert sind, sind diese Staatsanleihen umgehend wertlos. Als erstes brechen also wieder die Banken zusammen und in Folge das weltweite Finanzsystem, da ein Schneeballeffekt entsteht, der weitere Staaten in den Bankrott reißt.
    Ich behaupte nicht, dass das verhindert werden kann, denn das Finanzsystem ist immer noch destabilisiert. Das zeigt die Nullzins-Politik der Währungshüter.
    Läßt man Griechenland sofort sterben, passiert aber genau das.
    Eine detaillierte Beschreibung dazu findet sich hier
    http://poemetrie.over-blog.de/article-schon-wieder-pleite-finanzkrise-die-ii-48283856.html

    Gruss M. B.

  7. xRatio (kein Partner)
    16. März 2010 23:43

    Lasst die Griechen doch in Konkurs gehen..

    Sag ich doch, lieber Herr Dr. Unterberger. :-) :-)

    xRatio

  8. Functio Laesa (kein Partner)
    16. März 2010 16:55

    Es läge an den griechischen Bürgern die an der Misere Schuldigen zu bestrafen und einem nach dem anderen den Schirlingsbecher in die Hand zu drücken aber dummerweise haben bei dem System alle mitgemacht. Da wirds schwierig. Mitgehangen mitgefangen - na ja mit uns hätte umgekehrt in so einer Situation auch keiner Mitleid. Aber es ist schon schlimm wie die Menschen von diesem unsäglichen System in das sie hineingebohren werden dann in Geiselhaft genommen werden. Wenn man mit der Korruption groß wird muß man mitschwimmen. Oder gegensteuern und riskieren persönlich Schaden zu nehmen. Den die Korrupten werden ein abweichen nicht so ohne weiteres hinnehmen. Wer will schon in diesem kurzen Leben so viel Ärger............

  9. Functio Laesa (kein Partner)
    16. März 2010 16:50

    Also hatten Mayas doch recht. Ich hätts den barfüßigen, blutgeilen Naturburschen echt nicht zugetraut aber..........das Ende ist nahe. 2012 kommt und wer jetzt noch einen Bausparvertrag abschließt ist selber schuld. Jetzt noch genug Lebensmittel und Klopapier einlagern damit man dann wenns soweit ist für sich selbst genug Grabbeigaben hat :-)

  10. Marc Vecsey (kein Partner)
    15. März 2010 14:28

    Durch ein Europäisches Volksbegehren, welches den Wunsch zu Ausdruck bringen soll, dass die Kommission mit voller Härte gegen den Defizitsünder Griechenland vorzugehen hat, würde meines Erachtens ein großer Druck aufgebaut werden. Mit derartigem Druck kann eine Beschädigung der Gemeinschaftswährung durch Griechenland bzw durch die Staatschefs der Mitgliedsstaaten aufgrund von Griechenland-Subventionen verhindert werden.

  11. dr.knoglinger walter (kein Partner)
    15. März 2010 09:19

    Misere Griechenland

    Natürlich wäre es für die EU vernünftig, sich jener Staaten zu entledigen, die aus eigenem Verschulden konkursreif geworden sind.
    Noch vernünftiger wäre es allerdings gewesen, solche vom Konkurs bedrohte Staaten erst gar nicht aufzunehmen. Was aber ist aus Sicht der Europäer vernünftig von dem, was ihnen die EU aufzwingt? Im Falle Griechenlands, Rumäniens und Bulgariens steht hinter der Aufnahmedieser konkursreifen Staaten allerdings nicht nur ein Bedürfnis der EU sondern ganz vehement das geopolitische Interesse der USA. Diese wollen im Zuge ihrer Einkreisungspolitik gegen Russland diesüdosteuropäische Flanke ihrem Einfluß via EU und NATO sichern.Dabei nehmen die USA eine wirtschaftliche Schwächung Europas nur all zu gerne in Kauf und erwarten zusätzlich von der EU, dass diese den Bankrotteuren finanziell wieder auf die Sprünge hilft. Zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt – so sieht das wahre Interesse der USA an Europa aus.

    Dr.Knoglinger Walter, Linz

    Misere Griechenland

    Natürlich wäre es für die EU vernünftig, sich jener Staaten zu entledigen, die aus eigenem Verschulden konkursreif geworden sind.
    Noch vernünftiger wäre es allerdings gewesen, solche vom Konkurs bedrohte Staaten erst gar nicht aufzunehmen. Was aber ist aus Sicht der Europäer vernünftig von dem, was ihnen die EU aufzwingt? Im Falle Griechenlands, Rumäniens und Bulgariens steht hinter der Aufnahmedieser konkursreifen Staaten allerdings nicht nur ein Bedürfnis der EU sondern ganz vehement das geopolitische Interesse der USA. Diese wollen im Zuge ihrer Einkreisungspolitik gegen Russland diesüdosteuropäische Flanke ihrem Einfluß via EU und NATO sichern.Dabei nehmen die USA eine wirtschaftliche Schwächung Europas nur all zu gerne in Kauf und erwarten zusätzlich von der EU, dass diese den Bankrotteuren finanziell wieder auf die Sprünge hilft. Zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt – so sieht das wahre Interesse der USA an Europa aus.

    Dr.Knoglinger Walter, Linz


    Misere Griechenland

    Natürlich wäre es für die EU vernünftig, sich jener Staaten zu entledigen, die aus eigenem Verschulden konkursreif geworden sind.
    Noch vernünftiger wäre es allerdings gewesen, solche vom Konkurs bedrohte Staaten erst gar nicht aufzunehmen. Was aber ist aus Sicht der Europäer vernünftig von dem, was ihnen die EU aufzwingt? Im Falle Griechenlands, Rumäniens und Bulgariens steht hinter der Aufnahmedieser konkursreifen Staaten allerdings nicht nur ein Bedürfnis der EU sondern ganz vehement das geopolitische Interesse der USA. Diese wollen im Zuge ihrer Einkreisungspolitik gegen Russland diesüdosteuropäische Flanke ihrem Einfluß via EU und NATO sichern.Dabei nehmen die USA eine wirtschaftliche Schwächung Europas nur all zu gerne in Kauf und erwarten zusätzlich von der EU, dass diese den Bankrotteuren finanziell wieder auf die Sprünge hilft. Zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt – so sieht das wahre Interesse der USA an Europa aus.

    Dr.Knoglinger Walter, Linz


    Misere Griechenland

    Natürlich wäre es für die EU vernünftig, sich jener Staaten zu entledigen, die aus eigenem Verschulden konkursreif geworden sind.
    Noch vernünftiger wäre es allerdings gewesen, solche vom Konkurs bedrohte Staaten erst gar nicht aufzunehmen. Was aber ist aus Sicht der Europäer vernünftig von dem, was ihnen die EU aufzwingt? Im Falle Griechenlands, Rumäniens und Bulgariens steht hinter der Aufnahmedieser konkursreifen Staaten allerdings nicht nur ein Bedürfnis der EU sondern ganz vehement das geopolitische Interesse der USA. Diese wollen im Zuge ihrer Einkreisungspolitik gegen Russland diesüdosteuropäische Flanke ihrem Einfluß via EU und NATO sichern.Dabei nehmen die USA eine wirtschaftliche Schwächung Europas nur all zu gerne in Kauf und erwarten zusätzlich von der EU, dass diese den Bankrotteuren finanziell wieder auf die Sprünge hilft. Zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt – so sieht das wahre Interesse der USA an Europa aus.

    Dr.Knoglinger Walter, Linz


    Misere Griechenland

    Natürlich wäre es für die EU vernünftig, sich jener Staaten zu entledigen, die aus eigenem Verschulden konkursreif geworden sind.
    Noch vernünftiger wäre es allerdings gewesen, solche vom Konkurs bedrohte Staaten erst gar nicht aufzunehmen. Was aber ist aus Sicht der Europäer vernünftig von dem, was ihnen die EU aufzwingt? Im Falle Griechenlands, Rumäniens und Bulgariens steht hinter der Aufnahmedieser konkursreifen Staaten allerdings nicht nur ein Bedürfnis der EU sondern ganz vehement das geopolitische Interesse der USA. Diese wollen im Zuge ihrer Einkreisungspolitik gegen Russland diesüdosteuropäische Flanke ihrem Einfluß via EU und NATO sichern.Dabei nehmen die USA eine wirtschaftliche Schwächung Europas nur all zu gerne in Kauf und erwarten zusätzlich von der EU, dass diese den Bankrotteuren finanziell wieder auf die Sprünge hilft. Zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt – so sieht das wahre Interesse der USA an Europa aus.

    Dr.Knoglinger Walter, Linz


    Misere Griechenland

    Natürlich wäre es für die EU vernünftig, sich jener Staaten zu entledigen, die aus eigenem Verschulden konkursreif geworden sind.
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    Dr.Knoglinger Walter, Linz


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    Dr.Knoglinger Walter, Linz

  12. martin (kein Partner)
    14. März 2010 23:23

    Herr Unterberger, Sie vergessen offenbar, dass die Beinahe - Staatspleite von Griechenland dazu genützt wird, um gegen den Euro zu spekulieren. Wenn man, was diese Pleite betrifft, nicht gegensteuert, werden diese Spekulationen weitergehen und den Euro tatsächlich ins Verderben führen. Und zwar noch bevor Griechenland tatsächlich pleite ist. Denn das dauert noch eine gewisse Zeit. Und auch ohne Spekulationen bin ich mir ganz sicher, dass die Pleite schon EINES Eurostaates die ganze Währung in den Abgrund reissen kann. Griechenland ist kein abgeschlossener Wirtschaftsraum. Bei Unternehmen ist es ja auch so, dass die Pleite auch nur eines einzigen Zweiges die ganze Firma mit vernichten kann.

    • THJ (kein Partner)
      15. März 2010 07:44

      Ohh lieb, und wer soll das zahlen?
      Die Reichen, damit sie solidarisch ihren Anteil tragen?
      Besser eine Pleite in Griechenland als eine Pleute des Euro, also raus aus der Eurozone mit Griechenland.

    • martin (kein Partner)
      15. März 2010 09:23

      Und Sie glauben ernsthaft, dass das der Euro überleben würde? Es gibt wohl kein größeres Zeichen von Schwäche eines zusammenhängenden Währungs- und Wirtschaftsraumes als den Ausschluß eines Mitgliedes. Das würde dem Spekulantentum erst recht Auftrieb verleihen. Dann wären wir aber erst recht alle dran.

    • Kurt22 (kein Partner)
      15. März 2010 10:14

      @THJ: Na wer wohl, wie das immer läuft: Diejenigen, die ordentlich arbeiten und wirtschaften (sind eh immer weniger), also die sogenannten Reichen, wie Sie selbst sagen. Was im kleinen funktionieren soll (siehe Grundsicherung usw.), das muß halt auch im großen Stil praktiziert werden. Und Länder wie Portugal, Spanien, Italien brauchen sich keine Sorgen zu machen, der Euro wird nicht jetzt gefährdet, sondern ist in einigen jahren dann nicht mehr sein Papier (pardon, Baumwolle) wert. Wir sind dann alle Millionäre, kriegen um eine Mille eine Wurstsemmel, können dafür aber stolz auf die europäische Solidarität sein!

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      15. März 2010 10:20

      @ martin

      In diesem Punkt dürften Sie recht haben.

      Es gibt in Europa fast keinen Staat mehr, der seine Schulden noch im Griff hat.

      Es ist also egal, ob wir heute Griechenland 'helfen' und unsere eigenen Schulden erhöhen, morgen stehen wir auch dort und wer wird dann noch 'helfen' können ?

      Kein einziger dieser 'Helfer' hat auch nur einen Cent übrig, wenn er nicht sein eigenes Volk schädigen oder betrügen will.

      Fakt ist, daß die EU und der Euro (wohl zuerst) den Bach runtergehen wird.

  13. pour le merite (kein Partner)
    14. März 2010 18:29

    Dem ÖVPler Unterberger fällt es sichtlich schwer zuzugeben, daß gerade seine schwarzen EU-Büttel diesen Wahnsinn mittragen.

    Nicht zuletzt peitscht ja gerade Finanzminister Pröll Steuererhöhungen bei uns durch, die dazu dienen sollen, den Untergang der EU noch für ein paar Monate hintanzuhalten.

    Irgendwann wird aber auch der letzte gehirngewaschene Schwarze erkennen, daß er von der EU Freimaurer Lobby in die falsche Richtung geschickt worden ist.

    Doch dann könnte es bereits zu spät sein.

  14. systemfehler (kein Partner)
    14. März 2010 12:45

    Wieder ein Kommentar von Herrn Unterberger, in dem neo-liberale Ideologie in einer sehr kurzsichtigen Weise verbreitet wird.

    Wenn man die in unseren Lügenmedien durchgesickerten Fakten in Betracht zieht, muss man zu dem Schluss gelangen, dass die Griechenland-Krise inszeniert ist. Man tut überrascht, dass Griechenland seine Bilanzen gefälscht hat, um in die Eurozone zu gelangen. Das wusste nun wirklich jeder! Warum lügen also die Medien? Auch die Machenschaften der jüdischen Großbank Goldman-Sachs mit Kredit-Swaps die Haushaltslage Griechenlands zu verschleiern, dürften wohl nicht so ultrageheim gewesen sein, wie jetzt getan wird.

    Ebenso tut man überrascht, dass Griechenland über sein Verhältnisse gelebt hat. Auch das war jedem bekannt. Man gibt vor, dass Griechenland durch ein Sparprogramm sich am eigenen Schopf aus dem Schlamassel ziehen kann. Wie soll das gehen, da Griechenland kaum Industrie besitzt, und seine Tourismus-Branche infolge der angezogenen Preise am Einbrechen ist? Die gesamteuropäische Intervention ist also unvermeidlich. Denn womit sollen Haushaltsüberschüsse erzielt werden? All diese Binsenweisheiten sollen den tausenden Eurokraten in Brüssel entgangen sein?

    All dies spricht dafür, dass diese Krise inszeniert ist, um die verbliebenene nationale Souverenität der Mitgliedsstaaten weiter zu vermindern. Wenn ein europäisches Gegenstück zum IWF gebildet wird, geht wieder ein Stück Haushaltssouveränität verloren. Die Krisen in den PIGS-Staaten sind bewusst herbeigeführt worden, um den europäischen Superstaat weiter auszubauen, welcher seinerseits nur eine Zwischenstufe bei der Herausbildung des globalen Superstaates mit seiner Zentrale Jerusalem ist.

    Angesichts dieser Lage wird Herr Unterberges neoliberales Rufen in der Wüste, welches die grundlegenden Fakten der Griechenland-Krise völlig unberücksichtigt lässt, wie ein Ablenkungsmanöver vor.

    • systemfehler (kein Partner)
      14. März 2010 12:46

      Im letzten Satz statt "wird" bitte "kommt" lesen.

    • Gasthörer (kein Partner)
      14. März 2010 16:45

      "NEIIIIIN - es gibt kein Griechenland-Bailout ..."
      - "... und es kommt keiiiiiine Eu-Diktatur!"

      :) - schön langsam alle wach?

    • Elisabeth Weiss (kein Partner)
      14. März 2010 18:57

      Seit dem EWG-Beitritt Griechenlands 1981 gibt es eine gesamteuropäische Intervention für Griechenland (zumindest der Nettozahler).

      Was hat Griechenland daraus gemacht?
      Satt und faul haben diese sich von Subventionen berieseln lassen. Strukturänderungen kamen offenbar gar nicht infrage. EU-Gelder für Landwirtschaft, diese Suventionen kamen nur zu 30 % bei den Landwirten an, der Rest versickerte im "Nirgendwo". Subventionen für Mühlenrestaurierungen, der Bau einer Straße erschöpfte jegliche Mittel, die Mühle ist nicht restauriert. Der Wettbewerb wurde durch Subventionen verzerrt.

      Wie löst es Griechenland?
      Lösung durch Suche eines äußeren Feindes, Deutschland bietet sich an. Wenn sich das durchsetzt, dann Gute Nacht Europa.

      Wo bei dieser Misswirtschaft die Inszenierung ist, das frage ich mich wirklich?

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      14. März 2010 19:34

      Elisabeth Weiss
      Goldman Sachs wirds schon wieder richten :P
      http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~ECAE5888B3ADB44B594A6D6B884959E56~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  15. Martin P. (kein Partner)
    14. März 2010 12:43

    Wären es nur 3 Mrd. € die uns fehlen würden, aber es ist deutlich mehr was uns fehlt. Der Bericht des Staatsschuldenausschusses für 2008 spricht von einem Betrag von ung. 30 Mrd. € für 2009 und 2010. Der Staat finanziert seine alten Schulden mit neuen.

    Ich würde für 10 Jahre höhere Steuern akzeptieren, wenn der Schuldenberg von ung. 185 Mrd. € auf unter 50 Mrd. € gesenkt werden würde, was theoretisch möglich wäre. Ich würde vom Staat einen harten Sparkurs bei Sozialleistungen verlangen, wie auch generell eine Sparkurs bei allen Staatsausgaben. Die Zahlungen für die Schulden machen diesen Staat unfinanzierbar und für die Bürger extrem teuer!

    mfg

    • Rainer (kein Partner)
      14. März 2010 13:12

      Wieso soll ich höhere Steuern akzeptieren? Meiner Ansicht nach kann ich nur für etwas einstehen, das ich persönlich zu verantworten habe. Genau hierin liegt für mich die größte Schwäche der sogenannten Demokratie: Eine Gruppe von Menschen zwingt anderen ihre Vorstellungen auf und setzt dies notfalls mit Gewalt durch. Mich hat nie jemand gefragt, ob ich Steuern bezahlen möchte und was mit diesem Geld geschehen solle. Somit finanziere ich munter Korruption, Misswirtschaft oder Projekte mit, die völlig meinen Ansichten widersprechen.
      Aber so ist das eben in der "Demokratie": Da büßen noch heute Millionen Menschen für Verfehlungen der Großelterngeneration. Diese Form der Erbschuld pflanzt sich munter in diesem staatlichen Irrsinn mit, wo Unmengen an Ressourcen vergeudet werden, die andersweitig verwendet werden könnten. Doch was verstehe ich schon von diesen Dingen: Ich bin ja nur einer dieser Trotteln, die jeden Mist finanzieren dürfen und sich dann auch noch bevormunden oder gar beschimpfen lassen müssen.

    • Martin P. (kein Partner)
      14. März 2010 15:30

      @Rainer

      Die Demokratie ist die schlechtes Regierungsform von allen, aber kennen sie ein besser? Die Wort entsprangen nicht meiner Feder, aber sie verdeutlichen noch am besten unsre Dilemma, nur weil es 50% des Wahlvolkes wollen ist und bleibt es eine Diktatur - eine Diktatur der Masse. Ich kann ihnen nur zustimmen.

      Das Problem der Staatsverschuldung gilt es trotzdem zu lösen, weil der Staat immer mehr an die Grenze der Finanzierbarkeit kommt. Die Rechnung zahlen wir Bürger mit immer mehr Steuern und immer schlechteren Rahmenbedingungen. Die Politiker reagieren nur noch, aber regieren bedeutet agieren und auch etwas umsetzen gegen eine Widerstand. Die Wahrheit will dem Volk niemand verkünden, weil die Angst vor der nächsten Wahl die Politiker lähmt und lenkt.

      Ich bin leider auch in der Situation nur zu zahlen und zu warten bis Inflation, der Staat und die steigenden Preise mich dorthin bringen wo ich mir mein Leben nicht mehr ohne staatliche Unterstützung

    • Martin P. (kein Partner)
      14. März 2010 15:31

      leisten kann. Ja ich will es nicht mehr zuschauen, darum gilt es Widerstand leisten.

      MFG

    • Kurt22 (kein Partner)
      15. März 2010 10:28

      Martin P.: Wäre ja durchaus mit Ihrem Vorschlag der temporär begrenzten höheren Steuern einverstanden. Nur, als gelernter Österreicher weiß man längst, daß bei etwas höheren Einnahmen sofort wieder ein Sozialromantiker daherkommt, und diese Einnahmen (meist in doppelter Höhe) wieder auf irgendeine "besonders bedürftige" Gruppe auszuleeren. Möchte an die hohen Benzinpreise 2008 erinnern, wo sofort ein Roter die erhöhten Einnahmen, ich glaube für Pensionen, ausgeben wollte. Also, kurzfristig höhere Einnahmen sofort auf die nächsten Jahrzehnte verteilen, damit ja nichts für Vernünftiges überbleibt. Unter diesem Aspekt: Höhere Steuern, nein danke!

  16. pragmatiker (kein Partner)
    13. März 2010 23:54

    ein hilfspaket für die P.I.G.S - im moment für griechenland, kommt auf eine euroabwertung hinaus anstatt der der abwertung der griechischen währung (wenn es sie noch geben würde)

    bin als zweitbeste lösung dafür die griechen in konkurs gehen zu lassen anstatt den euro aufzuweichen, sonst das geht doch immer wieder von vorne los.

    die drittbeste lösung ist die starre verrechnung des euros in der eurozone aufzuheben, das war doch ohnehin eine schnapsidee.

    die beste lösung ist natürlich, österreich steigt aus der eurozone aus.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      14. März 2010 01:54

      Lieb gedacht, nützt aber nix.
      Griechenland ist überall: in der EU sowieso, aber auch in den USA. Die schuldenfinanzierten Geschenke an Beamte, Rentner, Immigranten, Klimahysteriker et al. bürden diesen Gesellschaften eine vielfache Billionenlast auf, für die nicht die geringste Vorsorge getroffen wird. Die demographische Entwicklung (kinderlose Vergreisung) schließt längst aus, daß künftige Generationen die Zeche werden bezahlen können.

      Die Politiker aller Farben, sofern sie das kleine Einmaleins je kapiert haben, wissen das, verschweigen es aber. Was fällt ihnen ein, um die Katastrophe wenigstens zu mildern?
      Erhöhungen der schon jetzt schamlos hohen Steuern, tumorartig anschwellende Bürokratie, orwellsche Regulierungswut und Sprachregelung, Entmündigung und Enteignung der Bürger, zielstrebiger Abbau der Demokratie ... Das ist alles, was uns diese Talking Heads anzubieten haben. (Na schön, wir wollen nichts von ihrer Weisheit unterschlagen: Inflation haben sie auch im Medizinschrank.) All dies führt zu innerlicher und äußerlicher Auswanderung der gebildeten und leistungswilligen Jugend und zur Demotivation der gesamten Gesellschaft.

      Die Stunde der Wahrheit naht mit Siebenmeilenstiefeln, unaufhaltsam. Es wird unkommod und bitterkalt werden, wahrscheinlich auch unfriedlich. "Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr", schrieb Rainer Maria Rilke in seinem berühmten Gedicht "Herbsttag".
      Daß wir jetzt bald Frühling haben, ändert nichts an dieser traurigen Zeile des Meisters aus Prag.

    • Donnerlütchen (kein Partner)
      14. März 2010 08:35

      Und aus der EU !

    • Heri (kein Partner)
      14. März 2010 09:49

      Beste Lösung wäre m.E. die Griechen aus der EU auszuschließen. Schließlich haben Sie ja die anderen Mitglieder mit gefälschten Bilanzen betrogen und sich in keiner Weise an die Regeln gehalten. Also ein Vertragsbruch Griechenlands -> Rote Karte!

    • Phaidros (kein Partner)
      14. März 2010 09:49

      Bei allen vorbehalten gegenüber Europa und dem Euro: Austritt ist keine Option:

      Auch, wenn der Ballonkorb schleißig geflochten ist und Löcher und brüchige Stellen zeigt - Du musst froh sein, wenn Du während der Fahrt drin bist und alles dran setzen, den Korb zu verbessern und nur ja nicht rauszufallen.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Heri (kein Partner)
      14. März 2010 09:50

      Nachsatz: Nicht unbedingt aus der "EU" sondern aus der Euro Zone. Sehe keine Begründung warum Griechenland in der Eurozone ist während zB Ungarn nicht.

    • Undine (kein Partner)
      14. März 2010 11:46

      Meine sehr laienhafte Frage: soviel ich weiß, trägt Deutschland etwa ein VIERTEL der gesamten EU-Kosten. Den Rest teilen sich die übrigen Nettozahler, zu denen auch wir Österreicher zählen (daß Deutschland den Löwenanteil berappt, halten alle für selbstverständlich, das nur nebenbei). Was aber, wenn sich Deutschland, Österreich und die übrigen Nettozahler durch ihre "Spenden" an die maroden GIISP (die im übrigen selbst die Schuld an ihrer Misere tragen) selber ruinieren? WER HILFT DANN UNS???

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      14. März 2010 12:29

      @ Undine 11:46

      Vor allem müssten Sie sich zuerst fragen, wen Sie mit UNS meinen? Den Staat oder die Bürger?

      Wenn Sie legitimerweise da an Ihr eigenes Gedeihen denken, dann beantwortet vielleicht ein Aufsatz von Manfred Gburek Ihre Fragen teilweise (den Schluss müssten Sie halt auf österreichische Verhältnisse übertragen).

      http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=13016

    • Undine (kein Partner)
      14. März 2010 13:04

      Vielen herzlichen Dank, LORENZ VALLA, für den Hinweis auf den aufrüttelnden Aufsatz von Manfred GBUREK! Es steht also noch schlimmer, als ich gedacht habe. Mit UNS habe ich DEUTSCHLAND und ÖSTERREICH gemeint, aber nach der empfohlenenLektüre meine ich mit UNS vor allem meine Kinder!

    • Undine (kein Partner)
      14. März 2010 14:55

      Das ist zwar heute überhaupt nicht Thema, dennoch fände ich es richtig, wenn die AMTSSPRACHE in der EU DEUTSCH wäre. Deutsch wird von den meisten EU-BÜRGERN gesprochen, Deutschland finanziert einen Löwenanteil an dem ganzen "Werkel", muß sich dennoch aufs Übelste beschimpfen lassen (jüngste Schimpftiraden aus Griechenland); da wäre es wenigstens ein Akt der Höflichkeit und Anerkennung, wenn 1. Amtssprache DEUTSCH wäre.

    • Phaidros (kein Partner)
      14. März 2010 16:04

      meisten EU-BÜRGERN gesprochen

      Das stimmt so aber nicht: Deutsch wird von einer relativen Mehrheit gesprochen, nicht von den meisten. MfG

    • Undine (kein Partner)
      14. März 2010 18:13

      @Phaidros, Sie haben natürlich vollkommen recht!!! Peinlich, daß mir dieser Lapsus unterlaufen ist!

    • Undine (kein Partner)
      14. März 2010 18:17

      @Phaidros, was hielten Sie denn von LATEIN als EU-Sprache? Da könnte kein Volk gekränkt sein, und vielleicht wären dann nicht so viele Armleuchter in Brüssel.

    • Phaidros (kein Partner)
      14. März 2010 19:34

      Werte Undine, und die Kirche tät's auch freuen! ;) MfG

    • pragmatiker (kein Partner)
      14. März 2010 20:40

      wir leben in einer spannenden zeit, man kann förmlich zusehen wie sich die verschiedenartigen blasen vergrößern.


      finanzkrise (nicht das kriserl welches wir [fast] gerade hinter uns haben),

      das öl, welches uns ernährt, befördert und wohlig warm macht geht dem ende zu.

      errosion durch boden- und urwaldvernichtung mit folge "klimaverwirrung",

      bevölkerungsexplosion und massenweise verhungernde, die gottseidank nicht so mobil sind um uns das schnitzel streitig zu machen (naja viele haben es trotzdem bis hierher geschafft und essen an unserem tisch, benehmen sich aber nicht, wie es ein gast tun sollte),

      muslimische unterwanderung europas und dazu wahnsinnige die mit der A- bombe herumfuchteln.

      hat wohl jeder von euch die dosen mit bohnen und das mineralwasser im betonkeller eingelagert ?
      nein ? na dann !

  17. Erich Schäfer (kein Partner)
    13. März 2010 21:57

    Es ist nicht das Defizit,es ist vor allem die katastrophale Leistungsbilanz Griechenlands die mehr als nur besorgniserregend ist.Im Vor-EURO Zeitalter hätte Griechenland die Drachme abgewertet, eventuell kombiniert mit Umschuldungsvereinbarungen, und nichts ( außerhalb Griechenlands) wäre passiert. Da ein Austritt aus dem EURO-Raum, dank dem wie immer genialen Weitblicks von Politikern und Bürokraten der EU, nicht möglich ist, sind nur wesentlich drastischere Alternativen möglich. Auch die Leistungsbilanz wird sich nicht wesentlich verbessern.Es gibt z.B. keinen "Billig-Urlaub"und keine Konkurrenzverbesserung zur benachbarten Türkei, wie nach einer Drachme-Abwertung.

  18. Kurt22 (kein Partner)
    13. März 2010 19:14

    Meldung heute im ORF-Teletext:
    "Die Mitglieder der Euro-Zone haben sich angeblich auf ein milliardenschweres Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland geeinigt. Die Übereinkunft sehe koordinierte bilaterale Hilfen in Form von Krediten oder Kreditgarantien vor, so das britische Blatt "Guardian".
    Die Hilfen könnten bis zu 25 Milliarden Euro betragen. Das Abkommen SEI SO GESTALTET; DASS DAS IM EU-VERTRAG FESTGESCHRIEBENE VERBOT GEGENSEITIGER HILFEN DER EURO-LÄNDER NICHT GEBROCHEN WERDE.
    Die EU-Kommission dementierte umgehen: Maßnahmen seien geplant, aber nicht abgeschlossen, der Rest sei Spekulation."

    Wie heißt es beim Heimwerker: Was nicht paßt, wird passend gemacht. Wie wird es beim Politik-Gesindel gemacht: Wir machen´s halt irgendwie, daß der Vertrag nicht gebrochen wird. Wann können wir das Gesindel endlich mit dem nassen Fetzen verteiben?

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 19:34

      Kredite! Na, Gott sei Dank! Krise abgesagt! Dass mir das nicht eingefallen ist! Du kannst Deine Raten nicht bedienen? Kein Problem, komm her, ich BORG Dir das Geld!

      Flöte spielen hat mein Opa das genannt: Loch zu, Loch auf!

      Geht's eigentlich noch blöder? Mir fällt nix ein.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Kurt22 (kein Partner)
      13. März 2010 20:05

      @Phaidros: Aber lieber Phaidros, das ist doch das Allheilmittel der Roten (neuerdings auch der Schwarzen) seit Jahrzehnten. Vielleicht sollten wir doch Edlinger´s "gescheiten Satz" (haha) beherzigen, und ein paar Hunde aufs Geld aufpassen lassen. Die würd´ma dann ordentlich zubeissen lassen, und weg ist die Mischpoche! Aber etwas Gutes hat das auch: Vielleicht kapiert jetz auch der Dümmste, wohin die Schuldenmacherei führt, Griechenland heute ist Österreich von morgen, spätestens übermorgen.

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 20:17

      Vielleicht kapiert jetz auch der Dümmste, wohin die Schuldenmacherei führt,

      Nicht in 1000 Jahren wird das passieren: immer wird der Neoliberalismus schuld sein, die Spekulanten, die pösen, pösen Reichen, die ekelaften Leistungsträger, die ausbeuterischen Unernehmerschweine, die widerliche Globalisierung, die verbrecherischen Banken, die raffgierigen Manager, die Spekulanten (ach, die hatte ich schon, aber die sind ja wirklich so pöse, die kommen 2x dran) und, und, und.

      Aber eine Gruppe wird niemals schuld sein: Transferleistungsempfänger. Leute, die so arm sind, dass sie sich nur en Auto pro Fsamilie, und nicht einmal zwei Auslandsflugurlaube pro Jahr leisten können.

      Nich falsch verstehen: eine reiche Gesellschaft steht selbstverständlich in der Pflicht zu helfen. Aber es muss eine Grenze geben, und würde die mit Augenmaß gesetzt, dann glaube ich, würden alle profitieren.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • R.C. (kein Partner)
      13. März 2010 20:42

      @ Phaidros
      Grundsätzlich bin ich ja schon einmal überrascht und froh, dass hier überhaupt noch Menschen mit Augenmaß posten und nicht nur Anhänger eines, nennen wir es einmal sozialdarwinistischen Nullstaates.

      Mit dem Bild des Transferleistungsempfängers bin ich allerdings nicht unbedingt einverstanden. Es gibt genügend Menschen ohne Job die sich weder Auto noch Urlaub leisten können. Genauer gesagt kann ich mir eigentlich nicht vorstellen wie sich ein Mensch der länger arbeitslos ist solche Vergnügungen überhaupt leisten könnte. Das ist ja grundsätzlich natürlich auch nicht zu beklagen, Transferleistungen sind ja keine Rundum Wohlfühlpakete.

      Bevor jetzt alle über mich bösen Linken herfallen und auf Sozialhilfeempfänger einhacken mögen sie einmal die Zahl der offenen Stellen mit jener der Arbeitssuchenden vergleichen. Wenn da einige schmarotzender Weise absichtlich herumhängen ist das funktional irrelevant zumal auf die wohl x Arbeitswillige kommen die trotzdem keine Arbeit finden.

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 21:11

      R.C., Sie haben in gewisser Hinsicht ganz recht: meine Formulierung klang, wie wenn ich gegen Transferleistungsempfänger als solche wettern wollte, und das tut mir leid, denn so war es nicht gemeint!

      Ich wollte das Verständnis anprangern, das wir als Gesellschaft diesbezüglich entwickelt haben, denn - wie Sie ganz richtig sagen - es sollte kein Rundum-Wohlfühllpaket sein. Diesen Eindruck könnte man aber haben, wenn man so manchem zuhört. Aber auch, wenn man so Manches hier liest.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 21:12

      Nachsatz zu den «einigen schmarotzend herum hängenden». Wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß, sind das nicht nur einige. MfG

    • rossi (kein Partner)
      13. März 2010 23:38

      Transferleistungen ermöglichten schon vor etlichen Jahren, die Verkaufszahlen von teuren HD-ready-Flachbildschirmen anzukurbeln. Erst danach gönnte sich die arbeitende Mittelschicht, die eher überlegten Konsumverzicht ausüben kann, die billigeren Full-HD's....Werter R.C., sprechen Sie einmal mit Bankangestellten, die haben den besten Überblick,was das Konsumverhalten von Sozialhilfeempfängern betrifft.Und sprechen Sie mit Angehörigen der Müllabfuhr, die wissen besser als jeder linke Soziologe (klingt wie nasses Wasser), wer original verpackte Lebensmittel in rauen Mengen wegwirft.

    • Kurt22 (kein Partner)
      14. März 2010 10:19

      Natürlich gibt es wirklich Bedürftige und wirklich Arbeitssuchende, wenn wir uns aber verpflichtet fühlen, das Füllhorn von Sozialleistungen über jeden Dahergelaufenen auszuschütten, dann wird´s eng! Wie sagten unsere "Studenten" bei der Audimax-Besetzung: In Österreich gibt es keine Hilfen für ausländische Obdachlose, viel dümmer geht´s nicht. Man kann nur hoffen, daß mit Beginn der Grundsicherung (für alle EU-Bürger) der ganze Krempel zusammenbricht, und wir bald Griechenland 2 sind.
      Vielleicht begreift man dann, was Familienzusammenführung, unbegrenzter Zuzug von Analphabeten usw. mit Österreich anrichtet. Und jetzt soll keiner kommen, und sagen, ich sei Ausländerfeind, ich bin Österreichfreund! Abgesehen von den Finanzen gefährdet diese Idioten-Politik mittelfristig den sozialen Frieden, weil ewig lassen sich die Zahler nicht auf den Schädel sch....!

  19. Markus (kein Partner)
    13. März 2010 18:58

    Vielen Dank für Ihren Artikel. Schade, dass es "Qualitätsmedien" nicht schaffen, dies so gut zu analysieren.

    • Undine (kein Partner)
      14. März 2010 11:53

      Wie denn?!? Sowohl im Fernsehen, als auch im Radio bekommt man doch nur ZENSURIERTES serviert!

  20. Lorenz Valla (kein Partner)
    13. März 2010 18:50

    Zum Thema ein lesenswerter Bericht in der "Neuen Zürcher"; auch online:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/international/das_ende_einer_aera_in_griechenland_1.5196952.html

  21. Josef Maierhofer (kein Partner)
    13. März 2010 17:42

    Der europäische Kindergarten ist wohl der der Mitgliedsstaaten.

    Wenn ich in der Familie einem Kind eine Konsequenz angedroht habe, so muss die erfüllt werden, wenn ich vor dem Kind nicht unglaubwürdig sein soll und dem Kind nicht ein für allemal ausgeliefert sein soll.

    Wenn wir in der österreichischen Politik nicht imstande sind konsequent zu handeln, sondern jede notwendige Maßnahme durch Verwässern und Gutmenschentum verhindern, so wird unsere Politik unglaubwürdig, bzw. sie wird bei uns gewählt, egal was sie tut.

    So ist es auch in der EU. Es finden sich immer auch die 'Gutmenschen', die Konsquenzen verhindern.

    Der Niedergang der EU scheint mir vorprogrammiert. Der Euro ist der Ausdruck dafür.

    Auch, wenn die EU so herumjeiert, wie es die anderen Regierungen tun, nicht nur unsere, wird das am Niedergang nichts ändern.

    Dort, wo nach 40 Jahren Spaßgesellschaft nichts mehr ist, kann auch nichts mehr verteilt werden, ausser ein Packl 'Haustetschen' im Rahmen von Bürgerkriegen.

    Nachdem wir annehmen müsssen, daß eine Konsolidierung Jahrzehnte dauern wird, müssen wir damit rechnen, daß Europa in dieser Zeit in die Bedeutungslosigkeit versinkt.

    Es wird also bald nicht mehr so sein, daß uns die Russen kein Erdgas liefern wollen, sondern so sein, daß wir das nicht mehr zahlen können, wie die Ukraine, z.B.

    Das Endergebnis der 'Spaßgesellschaft' zeichnet sich ab, es ist ein bitteres, ein bitterkaltes.

    Was wird aber stattdessen kommen ? Ich wage da nicht in die europäische Zukunft zu blicken, was wir ohnehin alle nicht wirklich können, außer Vermutungen anzustellen. Also möchte ich das in Frageform mutmaßen:

    Werden die Wähler Konsequenzen ziehen und radikale Gruppierungen wählen ? (Sozialdemokraten, die heutigen Kommunisten oder Rechtsexremismus, oder einen anderen -ismus ?)

    Wie lange wird es für Brüssel noch Geld geben ? Und wenn, welches ? Der Euro wird ja bald kaputt sein, wenn wir die Beschreibung von Unterberger betrachten, nämlich durch die falschen Entscheidungen.

    Wird die EU zerfallen ? Wird Österreich in Konkurs gehen ? Wird es Kriege geben in Europa ?

    Ich glaube, wir können alle diese Fragen nicht mehr beantworten, wir haben ja jeglichen Halt (Moral, Gewissen, etc.) verloren und müssen das Schlimmste fürchten, was wir dann gegeneinander tun werden, um zu überleben. Wir haben die Spaßgesellschaft nicht bekämpft, jetzt werden wir einander das letzte Stück Brot wegnehmen und halt jetzt ums Überleben kämpfen müssen, ob wir wolllen oder nicht und auch die Unschuldigen.

    Das europäische Boot nähert sich den Niagarafällen. Die Titanic beginnt zu sinken, auch, wenn die Musikkapelle noch die Solidaritätsmusik und Gemeinschaftsmusik spielt.

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      13. März 2010 17:59

      @ Josef Maierhofer

      Sicher schildern Sie die Dramatik der Situation richtig. Ich gehöre ja durchaus auch zu den Pessimisten.

      Trotzdem meine ich, wir dürfen ein bisschen differenzierter klagen. Zum Beispiel ist es meiner Meinung nach richtig, dass die öffentlichen Haushalte pleite sein werden, aber deswegen werden sich die Privaten (hoffentlich) dennoch Öl und Gas aus der Russischen Föderation kaufen können.

      Die erwartete Bedrängnis des Staatswesens wird (hoffentlich) heilsam sein und nach Art des Zusammenbruchs des Kommunismus (Ausnahme Kuba, nicht aber China) ein weitgehendes Umdenken befördern.

      Die Radikalisierung wird sich bestimmt steigern. Aber dass wir einander "das letzte Stück Brot wegnehmen" werden, das ist eine (hoffentlich) etwas zu dramatische Annahme.

      Ich glaube, recht treffend hat Reinhard die Zukunft dargestellt:
      http://www.andreas-unterberger.at/2010/03/sn-kontroverse-budgetsanierung/comment-page-1/#comment-32646

      Kriege wird es (hoffentlich) nicht geben, wohl aber soziale Unruhe nach Art der 68-er Jahre in Frankreich oder der Generalstreiks und Randalen, wie sie jetzt in Griechenland schon eskalieren.

      Aber wie schon einleitend gesagt (und an meinem mehrfachen "hoffentlich" erkennbar), der Tenor Ihrer Aussagen ist leider nicht zu bestreiten und allzu wahr.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      13. März 2010 18:20

      Wenn auch meine Formulierungen sich nicht mit denen des Tagebuchautors messen können, so möchte ich aber von der Tagesstimmung nichts abstreichen.

      Ihr Hinweis auf die 'Stehaufmännchen' der Nation, denen durch jahrzehntelanges Training, jene Leistungsfähigkeit und Durchhaltevermögen antrainiert ist, die dem 'Systemmenschen' durch Förderung und Sozialzuwendungen und Transferleistungen, der sich jetzt darauf verlassen muß, weggenommen wurden, ist richtig. Es wird also nie ganz 'aller Tage Abend' sein, solange es diese Hoffnungsträger gibt.

      Es gibt noch solche, die ein Arbeitsergebnis zählen und nicht den Feiertag.

      Das aber ist dann Grund für Radikalisierung, Enteignung, Neidgenossenschaft, wie es heute ist und in Zukunft stärker sein wird.

      Sie haben auch recht, die Hoffnung stirbt zuletzt. Also klammern wir uns daran !

  22. Martin Bauer (kein Partner)
    13. März 2010 17:29

    Passt nicht und passt doch!

    http://diepresse.com/home/politik/eu/546121/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

    Wenn das stimmt, dann Gute nacht, Faymann.

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      13. März 2010 17:46

      @ Martin Bauer

      Na ich weiß nicht: das "Gute Nacht" ist - fürchte ich - eher Wunschdenken.

      Ein Rot-weiler hackt dem anderen keine Lefze aus. Der Feemann hat sich bestimmt vor einer eventuellen Intrige des Rückhalts versichert. Gab und gibt ja genug Gusenbauer-Beleidigte im Zwinger.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      13. März 2010 17:50

      Eine Bestätigung dafür, dass Faymann ein hirn- und skrupelloser Machtpolitiker ist.

  23. Eddie R. (kein Partner)
    13. März 2010 15:40

    Man stelle sich mal vor, inb Griechenland werden Renten bezahlt in 95% der Höhe des letzten Gehaltes. Und das überwiegend mit 58 - 61 Jahren. Die maximale Rentenhöhe gibtrs schon nach 15 !! Jahren Arbeit...

    In Deutschland gibts Rente mit 65 Jahren (steigend auf 67 Jahre) und 43% !! des durchschmnittlichen Verdienstes...Wer früher in Rente geht (ab 62 Jahre) hat Abschläge von bis zu 18%...

    Ein deutscher Durchschnittsrentner/In (Frau hat die Kinder aufgezogen) hat nach 45 Jahren Arbeit eine Rente von rund 1000 EUR netto für sich und seine Frau...

    Eine Zuwanderer Hartz IV Familie/Ehepaar bekommt 1250 EUR umsonst ohne Arbeit, ohne je gearbeitet zu haben...

    • Amtsbekannt (kein Partner)
      13. März 2010 15:59

      schliesse mich vollinhaltlich an.

      nur unsere politischen dumpfbacken scheinen dies nicht zu verstehen.

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 16:24

      Das sind keine Dumpfbacken. Die begreifen sehr genau, in welches Horn sie stoßen müssen, um wiedergewählt zu werden. Und alle anderen sind Ihnen am ich-sag-nicht-wo egal (die Wähler natürlich auch. Es geht um die Wahl, nicht um die Wähler)

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • rossi (kein Partner)
      13. März 2010 17:06

      Und reagiert seine Majestät, der doofe Wähler, darauf? Desinteressierte,feige, MSM-dressierte(Peitsche: Kritiker als Rassisten diffamieren) und degenerierte Massen in ganz Europa werden sich bald die schläfrigen Augen reiben.Wir Idioten importieren ungebildete Zuwanderer vozugsweise aus Anatolien, von denen unsere "Bolitiga" und "Experten" behaupten, wir bräuchten sie, damit sie unsere Pensionen bezahlen.Dieses Lügenkarussell dreht sich immer schneller.Resignierend meine ich: Kulturen kommen und gehen......

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      13. März 2010 17:19

      @ rossi

      Ich teile Ihre Resignation weitestgehend. Es wundert mich eher, dass angesichts dieser Zustände nicht viel mehr Menschen die Hoffnungslosigkeit spüren und mir immer noch Solidarität, Demokratie, Engagement für die res publica abverlangen. Die "bürgerlichen" Politiker wollen oder können den Ernst der Lage nicht sehen und bauen auf Konsens mit den Schuldenmachern und Steuertreibern.

      Ich kann (nicht zuletzt zufolge mancher ahnungslosen Postings in diesem Forum) nicht sehen, wie es da noch was zu retten gäbe, ohne dass zuvor ein Zusammenbruch erfolgt. Ein solcher wäre wohl die einzig heilsame Rosskur.

      http://www.staatsschulden.at/

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      13. März 2010 17:32

      Aus einem Kommentar im Standard von "schlechter Gutmensch"19.1.:


      Nur mal so zum Vergleich:
      NEUverschuldung 2008+2009: 28,3 MRD€
      GESAMTverschuldung 1981: 27 MRD€

    • Undine (kein Partner)
      13. März 2010 17:46

      Vielleicht wachen wir Österreicher erst dann auf, wenn ---in einigen Jahren---unser frischgewählter Bundeskanzler etwa ÖZDEMIR, die neue Innenministerin ALEV KORUN usf. heißen.Dann wird's aber ein böses Erwachen geben.

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      13. März 2010 18:13

      @ Undine

      Bitte, "wir" haben doch solche Zustände in Deutschland ohnehin schon. (Den Bundesgesundheitsminister meine ich damit aber nicht.)

      Diese meist schon in Deutschland geborenen Politiker tun das ihre, und Deutschland erwacht, äh, ich meine, wacht nicht auf. (Sie haben das böse Erwachen angesprochen!) Diese Erscheinungen sind zwar differenziert zu sehen (wieder verweise ich auf Dr.Rösler), aber jedenfalls multipräsent. Nicht nur (aber vor allem) bei den Grünen und Roten...

  24. Amtsbekannt (kein Partner)
    13. März 2010 15:32

    wieder mal toll gemacht, herr pröll!

    entweder fällt er um, oder verursacht eine taktische katastrophe.
    ist ihnen in letzter zeit jemand in den medien aufgefallen, der immer wieder von einsparungen, steuererhöhungen und nun auch einschnitten in der familienpolitik zu sehen war?#

    ja, es war pröll.

    der bk f. hat sich merklich zurückgehalten. die "bad" news durfte täglich pröll verkünden.

    ach ja, jetzt ist superwahlsonntag. ach, blöd gelaufen. da hat wohl weder pröll noch sie zuständige abteilung auf den kalender geschaut.

    so ein pech aber auch.
    die övp erlebt unter pröll wahrlich einen höhepunkt. leider keinen positiven.

    lg

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      13. März 2010 15:51

      @ Amtsbekannt

      Ihre Überlegungen sind zwar ein bisschen off topic, aber was soll's, ich möcht doch dazu was sagen, nämlich:

      Stimmt und stimmt auch wieder nicht.

      Stimmt nicht weil:

      (a) viele morgen Wahlberechtigte entscheiden nach kommunalen Überlegungen

      (b) viele morgen Wahlberechtigte verstehen überhaupt nicht, was Pröll heute gesagt hat

      (c) viele morgen Wahlberechtigte sehen (dank der entsprechenden Berichterstattung unserer ach so objektiven Medien) nur die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche und vielleicht noch die Rosenkranz-Kandidatur als die wirklich aktuellen Probleme.
      Beweis z.B.: Spectra-Umfrage: "Die Angst der Österreicher um den Arbeitsplatz hat abgenommen. 80 Prozent halten ihre Stelle für sicher." (Quelle APA/Spectra).

    • Amtsbekannt (kein Partner)
      13. März 2010 15:58

      @lorenzvalla

      zu b) sie haben recht, viele verstehen es gar nicht wirklich.....

      aber für diese leute bleibt die darin enthaltene verständliche botschaft:

      pröll = steuererhöhung

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      13. März 2010 16:21

      @ Amtsbekannt

      Ja, leider haben Sie recht. Kuschelkurs mit der Hydra. Konsenspolitik zu Lasten der Bürger.

    • Martin Bauer (kein Partner)
      13. März 2010 16:24

      Viele warten auf die Vorgabe aus der Muthgasse.

  25. Philipp Starl (kein Partner)
    13. März 2010 14:07

    Offtopic:

    Erleben wir gerade den Anfang vom Ende der Koalition? -->

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/545943/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

    • gms (kein Partner)
      13. März 2010 14:36

      Nach dem heutigen (Sa.) Interview im Ö1-Mittagsjournal - nein. Pröll verteidigt sein gutes Verhandlungsergebnis und verweist auf weitere kommende Verhandlungen mit der SPÖ abseits der Öffentlichkeit.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      13. März 2010 15:56

      Mal sehen; wo ist eigentlich der Faymann? Haben wir noch einen Bundeskanzler oder sind schon Neuwahlen?

  26. Martin Bauer (kein Partner)
    13. März 2010 12:41

    GB ist auch nicht im Euroland.
    Und von dort droht die grösste Gefahr.
    Dagegen wird (ist) Griechenland handlebar..

    Griechenland nicht zu helfen, würde GB sofort in den Abgrund reissen.
    Die "Vorbildwirkung" wäre katastrophal!

    Fürchte ich.

    14cmartinbauer@aon.at

    • Philipp Starl (kein Partner)
      13. März 2010 12:45

      Umso besser, dann geht's mit dem bürokratischen Sauhaufen noch schneller bergab.

    • Martin Bauer (kein Partner)
      13. März 2010 12:58

      PS

      liefere gerne einen aktuellen Link dazu:

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/546072/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

      Es ist schade, dass Sie Ihre manchmal wichtigen Beiträge mit solchen "Bauchstatements" abwerten.
      Selbst wenn Sie weder Grund und Boden noch ein Sparbuch besitzen (sollten), würden die Auswirkungen auch Sie voll treffen.

      Besonnenheit und Zusammenwirken der internationalen Gemeinschaft ist derzeit mehr denn je gefragt.

      14cmartinbauer@aon.at

    • Martin Bauer (kein Partner)
      13. März 2010 12:59

      Sorry! zwei Links verwendet, daher nochmals, mit nur einem:


      13. März 2010 um 12:58

      Philipp Starl

      liefere gerne einen aktuellen Link dazu:

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/546072/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

      Es ist schade, dass Sie Ihre manchmal wichtigen Beiträge mit solchen “Bauchstatements” abwerten.
      Selbst wenn Sie weder Grund und Boden noch ein Sparbuch besitzen (sollten), würden die Auswirkungen auch Sie voll treffen.

      Besonnenheit und Zusammenwirken der internationalen Gemeinschaft ist derzeit mehr denn je gefragt.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      13. März 2010 13:05

      Herr Bauer, das ist kein Bauchstatement, es ist wohl überlegt und die von allen genannte "Katastrophe" ist nichts anderes, als eine Korrektur, die sowieso seit 30 Jahren notwendig ist, die jedoch mit jedem keynesianischen Jahr größer wird.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      13. März 2010 13:08

      Und ich bitte darum, die Themen Wirtschaft und EU nicht miteinander zu vereinen. Das eine ist ohne das andere zehnmal besser dran, auch wenn man der EU den Binnenmarkt zugute halten muss. Jener ist aber auch ohne EU qua völkerrechtlichen polylateralen Vertrag möglich.

    • Martin Bauer (kein Partner)
      13. März 2010 13:14

      Philipp Starl

      Ich habe "internationale Gemeinschaft" geschrieben, nicht EU!
      Dazu zählen die US und China genauso.

      Aber vielleicht skizzieren Sie einmal die Auswirkungen Ihrer "herbeigesehnten" Katastrophe.
      Würde mich ehrlich interessieren.

      14cmartinbauer@aon.at

    • R.C. (kein Partner)
      13. März 2010 13:25

      Dann sind alle verzweifelt genug Starls Partei beizutreten und er freut sich und bildet seinen anarchokapitalistischen Traumstaat - hurra!

    • Philipp Starl (kein Partner)
      13. März 2010 13:30

      @ Bauer

      Entschuldigen Sie, auf Grund des Themas und Ihres Beitrags ging ich davon aus, dass Sie von der EU sprachen.

      Über die Auswirkungen des Platzens der Monsterblase kann man nur spekulieren. Niemand weiß, wie die Welt danach aussehen wird.

      Was absehbar ist, ist das, dass es eine tiefe Rezession geben wird, die größte erlebte wahrscheinlich. Die Staaten haben jetzt schon kein Geld mehr und werden sich auch schwer tun, dies bis dahin zu ändern. Demzfolge wird die Rezession auch einige Staaten in den Konkurs treiben, Bürgerkriege werden die Folge sein. In Mitteleuropa wird es sich wahrscheinlich auch auf eine Moslemjagd zuspitzen (in solchen Zeiten sind die Bürger immer viel aggressiver, weil verzweifelter und der Moslemhass ist schon jetzt latent vorhanden). Durch die Konkurse der Staaten wird es die Solidarität in der EU nicht mehr geben, mehrere Staaten werden Alleingänge durchführen, die EU zerreißt es. Es werden auf jeden Fall sehr dunkle Jahre werden...

      Was danach geschieht, ist wie oben erwähnt Spekulation. Es wird an der Politik sein, die Fehler der Vergangenheit nicht mehr zu wiederholen und die Staaten für eine prosperierende Zukunft aufzustellen.

      Im Übrigen (aber das ist reine Vermutung): ich schließe auch die Auflösung des Staates Österreich nicht aus. Österreich verfügt über große Ressourcen (vor allem beim Wasser), seine Wirtschaft ist durch die vielen innovativen Kleinunternehmer in der Wurzel sehr stark, die Infrastruktur zum Teil höchst modern. Auf diesen Reichtum werden die Nachbarstaaten im Katastrophenfall mit Sicherheit schielen und es werden wahrscheinlich einige die Existenzfrage stellen, nachdem doch 1943- 1955 schon diskutiert wurde, ob man die Nation nicht einfach aufteilen sollte (nachdem man es 1918-20 auch schon tat).
      Vbg, Sbg, Oö werden wahrscheinlich unter dem Anspruch Deutschlands stehen, die Stmk, Tirol und Kärnten unter Italiens. Was mit dem Burgenland, Wien und Nö passiert bleibt abzuwarten.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      13. März 2010 13:31

      @ R.C.

      Dass Sie das Oxymoron anarchokapitalistischer Staat schreiben, bezeugt nur eines: Ihr Nichtwissen bezüglich dieses Themengebietes.

    • Martin Bauer (kein Partner)
      13. März 2010 13:43

      Philipp Starl

      Besten Dank für Ihr ausführliches Statement.
      Ich meine, dass dieser worst case nicht eintreten wird. Zumindest nicht in der krassen, von Ihnen vermuteten Form.
      Alle, die hier Entscheidungen treffen werden, werden alles daran setzen, es nicht so weit kommen zu lassen.
      Die Hoffnung stirbt zu letzt.
      Auch wenn Sie es sich nicht so sehen.

      14cmartinbauer@aon.at

    • R.C. (kein Partner)
      13. März 2010 13:49

      Nun sofern sie nicht eine anarchokapitalistische Weltrevolution lostreten würde ihr Gebilde vermutlich von Außen sehr wohl als Staat wahrgenommen.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      13. März 2010 14:05

      @ R.C.

      Anarchokapitalismus kennt kein Gebilde, keine obrigkeitliche Organisationsform und dafür eingetreten bin ich noch nie. Lesen Sie sich bitte erstmal ein, bevor Sie hier großspurige Kommentare abgeben.

      @ Bauer

      Dieses Szenario ist unausweichlich. Sogar der Schellhorn hat dies verstanden:

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/537908/index.do?from=suche.intern.portal

  27. Mag. Gamlich Hans (kein Partner)
    13. März 2010 12:21

    die Politiker des heutigen Formates "Merkel" sind heillos überfordert!
    Will man den unseligen EURO noch retten, müßte man seine Geltung auf einen Kernbereich reduzieren, nicht viel größer als der frühere Hartwährungsblock.
    Das Eperiment ist jedenfalls gescheitert. Es war einer der teuersten Modellversuche.
    "Die Euro-Illusion", rororo 2001, warnte wissenschaftlich vor dieser Weichwährung - vergeblich! Der politische Wille war ein anderer.
    Warum und für wen?

  28. Peter Tichy (kein Partner)
    13. März 2010 11:43

    Diese Debatte wird für meinen Geschmack zu dogmatisch geführt.
    Wenn andere EU-Länder Griechenland (gegen harte Auflagen) Zugang zu günstiger verzinsten Anleihen verschaffen, damit die Sparerfolge nicht gleich wieder von den hohen Zinsen aufgefressen werden, so kann ich darin nichts grundsätzlich Falsches erkennen.
    Natürlich kann man skeptisch sein, ob die entsprechenden Auflagen auch hart genug eingefordert und durchgesetzt werden, aber das ist eine andere Debatte. Der IWF schafft das auch.

    • Peter Tichy (kein Partner)
      13. März 2010 11:51

      Nachsatz: es geht ja auch um "Damage Limitation" Ein Staatsbankrott mit anschließendem Wirtschaftkollaps wird zu viel höheren Zahlungsausfällen führen.
      Vergleiche Bankenpaket. Der Kollaps des österreichischen Bankensystem war eine durchaus reale Gefahr auch wenn's derzeit so aussieht als ob wir glimpflich davongekommen sind.

    • karli (kein Partner)
      13. März 2010 12:06

      Sie haben schon recht, dass man das nicht so dogmatisch betrachten und als ein alles oder nichts betreiben sollte. Genau deshalb sollte man aber über eine 30 % Schuldenreduktion nachdenken. Das wäre
      a) ein Volumen, dass die Banken angesichts der Gewinne 2009/10 durchaus im Großen und Ganzen verkraften könnten auch wenn vielleicht einzelne Unterstützung bräuchten
      b) hilft das reine Verteilen der Schulden nicht, weil die Staats-Schulden nie (auch die Deutschen) zurückzahlbar sein werden. Man wird jetzt anfangen müssen sie anderwertig zu reduzieren und das von jetzt an in kleinen Schritten. Weil eine Bad-Bank für den Euro-Raum wird es auf dieser Welt nicht geben.
      c) ist eine Rettung rein über den Steuerzahler in der Bevölkerung nicht mehr argumentierbar und würde das politische System als Fundament nachhaltig schädigen.

    • Peter Tichy (kein Partner)
      13. März 2010 13:27

      Die Rede ist eigentlich gar nicht von Schulden-Nachlaß, sondern von Anleihen die nicht so hoch verzinst sind wie vom Markt aufgrund der Risikoprämien verlangt - also vieleicht zu 3% statt zu 6-7%. Das macht für den Schuldner schon einen Riesen-Unterschied.

    • karli (kein Partner)
      13. März 2010 13:47

      Durch die vorgeblich niedrigeren Zinsen, wird man sich in Summe gar nichts sparen.

      Die Risikoaufschläge werden für die Geberländer steigen. Zwar nur sehr leicht aber durch ihr insgesamt viel höheres Kreditvolumen wird das in etwa den gleich Betrag ausmachen wie die bisher höheren Zinsen der Griechen. Das ist ein ganz normaler Abitragevorgang.

  29. karli (kein Partner)
    13. März 2010 11:32

    Was für die USA und später der Welt die Suprime-Krise war ist nun für die EU und später die Welt die Krise der PIGS.

    In beiden Fällen wurde durch interventionistische Politik Wiederwahlen ermöglicht und Schulden aufgebaut die niemals zurückgezahlt werden sondern nur solange hin und her geschoben und aufgeteilt werden bis die Pyramide so breit ist, dass alles zusammen bricht.

    Und es wäre für alle Beteiligten besser, wenn -wie AU - sagt Griechenland lieber jetzt um zB 30 % Nachlass verhandelt als in 3 - 4 Jahren der ganze EU-Raum crasht.

    • karli (kein Partner)
      13. März 2010 12:33

      Nachsatz: Es gibt einen Grund warum Großbritannien und die USA derzeit wie verrückt Schulden machen: Wenn man weiß dass der große Crash der eigenen Währung kommt, weil man ihn nämlich selbst auslösen kann, ist immer besser seinen Kredit bis zum letzten Cent auszunützen und irgendwie das Geld anderer auszugeben.

  30. Philipp Starl (kein Partner)
    13. März 2010 11:12

    Statt sich den Kopf über Insolvenzen und Euro zu zerbrechen, sollten wir uns lieber Gedanken darüber machen, wie wir diese bürokratische Diktatur endlich (frühzeitig, denn in ca. 10 Jahren ist sie sowieso Geschichte) in die Hölle schicken.

    • Archilochos (kein Partner)
      13. März 2010 11:29

      Philip Stari
      Da geben ich Ihnen zu 100% Recht!
      Leider fürchte ich, dass wir das nicht schaffen werden. Zu riesig ist diese Bürokratie inzwischen geworden.

  31. Archilochos (kein Partner)
    13. März 2010 09:20

    Die EU hat Griechenland durch die Eurowährung die Möglichkeit genommen, seine Währung abzuwerten und seine Schulden damit abzuschütteln. Jetzt muss es Griechenland helfen, denn wer Alpha sagt muss auch Beta sagen. Schließlich ist die EU eine Wertegemeinschaft, das schließt auch den Wert der gemeinsamen Währung ein.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 09:27

      Die EU hat gar nichts genommen, denn es waren die Griechen, die sich den Zugang zum Euro mit gefälschten Bilanzen erschlichen haben! Niemand hat Griechenland gezwungen, sich in eine Währungsunion reinzulügen, die nach einem fetten Fördertopf mit der Möglichkeit die Verpflichtungen zu umgehen gerochen hat.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 09:37

      Das ist übrigens die gleiche krude Logik, die der Bank Schuld gibt, wenn jemand so dämlich ist, sich mit gefälschten Lohnbestätigungen einen Kredit zu erschwindeln den er nachher nicht zurückzahlen kann, nur weil er glaubt die Bank ist ein Ort wo Geld aus Tresoren wächst und man muss sich nur fein bedienen.
      Schuld sind immer die anderen: Der Kaufmann, der sich erfrecht, Waren anzubieten; die Bank die so dreist ist Kredite zu vergeben; aber niemals der, der den Kredit nimmt um sich die Ware zu kaufen - dabei ist das der Einzige, der die Entscheidung dazu getroffen hat!
      Aber für eigene Entscheidungen geradezustehen ist ein Konzept, das man immer mehr Menschen nicht mal mehr mit einfachen Vergleichen inklusive bunter Bilder nahebringen kann. Politikern schon gar nicht. Und sie finden immer brave Schafe, die die Parolen nachblöken, weil das einfacher ist als sich über die wirklichen Hintergründe Gedanken zu machen.

    • Archilochos (kein Partner)
      13. März 2010 09:37

      Reinhard
      Es gab vorher genug Gerüchte, dass die griechischen Zahlen getrickst sind. Da soll die EU mit ihrem riesigen Stab an Experten gar nichts davon mitbekommen haben? Da lachen ja die Hühner!
      Die Wahrheit ist: Die EU wollte Griechenland unbedingt beim Euro dabeihaben.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 09:39

      Es gibt einen Unterschied zwischen Gerüchten und Beweisen.
      Witzig dass nach Ihrer Logik der Betrüger der arme und der Betrogene der böse ist. Hauptsache es passt irgendwie ins Bild, egal wie man es verbiegen muss...

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 09:45

      Griechenland hat Bilanzen gefälscht, um an Leistungen zu kommen, die ihm nicht zustehen, und ist dazu Verpflichtungen vertraglich eingegangen, von denen es wusste, dass es sie niemals erfüllen kann - jeder Unternehmer, der so handelt, landet nicht nur in der Insolvenz sondern hat den Staatsanwalt am Hals. Betrug ist eine kriminelle Handlung, und für diesen Betrug sollen die Betrogenen jetzt in eine ominöse "Pflicht" genommen werden, frei nach dem Motto: Die wollten ja betrogen werden.
      Entschuldigung, aber das ist Unsinn!

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 09:52

      Nochwas:
      Wenn man der EU eines vorwerfen kann, dann ist es eines: eben die helfende Hand ausgestreckt und Griechenland nicht fallen gelassen zu haben, als die ersten stichhaltigen Beweise für den Betrug vorlagen. Normalerweise hätte Griechenland sofort und in Schimpf und Schande aus der Währungsunion gefeuert gehört! Das war die einzige Nachlässigkeit: lieber den verlässlichen und verständnisvollen Partner zu spielen, der jedem eine zweite Chance einräumt, anstatt sofort zu sanktionieren und abzustrafen.
      Die Hoffnung, dass dies den Entscheidungsträgern eine Lehre für die Zukunft ist, wie man mit Fälschern und Betrügern aus den eigenen Reihen umgeht, dürfte vergeblich sein...

    • Archilochos (kein Partner)
      13. März 2010 10:14

      Reihard
      Sicher gibt es einen Unterschied zwischen Gerüchten und Beweisen. Aber für die Wirtschaftsexperten der EU waren hartnäckige Gerüchte wohl Veranlassung genug, die griechischen Zahlen auf ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen. Und sicherlich haben diese Spitzen-Experten ihre Fragwürdigkeit klar erkannt und an die Politiker berichtet.
      Dass die Politiker das Ziel der Erweiterung höher angesetzt haben als das Ziel der Eurostabilität, nimmt sie jetzt in die Pflicht, diese Stabilität unter Einsatz eigener Mittel zu bewahren. Eine Pflicht, aus der sich auch Österreich nicht davostehlen darf.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 10:20

      Und genau da sind wir am Punkt: Wenn die Stabilität der Währung langfristig erhalten werden sollte, müsste Griechenland sofort aus der Währungsunion gefeuert und in die Insolvenz entlassen werden.
      Jede Stützung, jede Gelddruckerei, jede Aufweichung der vertraglichen Regeln zu denen sich die Griechen freiwillig verpflichtet haben reißen den Euro nachhaltig in den Keller.
      Wir rutschen bereits.

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 10:32

      Nebenbei: wenn ich es richtig verstanden habe, verbieten die EU-Verträge jedwede Hilfe, egal in welcher Form, egal von welcher (europäischen) Institution oder auch Mitgliedsstaat.

      Hilfe ist also nur vermittels Vertragsbruch möglich. Frage an die Juristen: hat das europäische Volk keine Möglichkeit, die Einhaltung der Verträge einzuklagen oder Ähnliches?

      Die Verfasser haben sich ganz offensichtlich etwas dabei gedacht.

      Und an den etwas bizarren Archilochos: diese skurrile Logikumkehr "der Geber hätte es ja wissen müssen" (egal jetzt, ob im kleinen oder im großen Maßstab) wäre für mich nichts anderes als der Beweis des Vorsatzes! Was jeden etwa verbliebenen Zweifel ausräumt: es handelt sich tatsächlich um ein Verbrechen, keineswegs ein Versehen oder Missgeschick.

      MfG phaidros.vie.@gmail.com

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 10:40

      Übrigens: Die EU hat Griechenland durch die Eurowährung die Möglichkeit genommen, seine Währung abzuwerten und seine Schulden damit abzuschütteln.

      Selbst wenn das so stimmte (was es nicht tut, wie Ihnen Reinhard bereits erklärt hat), dann hätte also die EU den Griechen eben die Möglichkeit genommen, die andere Sauerei zu begehen, um sich aus der zu 100% selbst verschuldeten Misere herauszugaunern.

      MfG

    • Archilochos (kein Partner)
      13. März 2010 10:44

      Phaidros
      Der Masstricht-Vertrag verbietet ein bail-out, AUSGENOMMEN im Katastrophenfall. Der Konkurs eines Mitgliedslandes wäre aber zweifellos eine Katastrophe. Daher steht vom Vertrag her einer Hilfe für Greichenland nichts im Wege.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 10:50

      @archilochos
      Man muss den Begriff Katastrophe nur richtig auslegen, und schon passt wieder alles.
      Terroranschläge, Wirbelstürme, Erdbeben oder Tsunamis? Ach was: Misswirtschaft bis zum Konkurs.
      Da stehen uns noch viele Katastrophen bevor: GIIPS. Wir sind erst beim G. Spätestens beim zweiten I ist die gesamte EU bankrott.

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 10:55

      Ach so. Hilfe ist verboten, außer wir entscheiden uns das Verbot zu ignorieren?

      Was ist denn ein Katastrophenfall?

      Ich dachte immer, das wäre etwas wie es jetzt in Haiti passiert ist, oder der Tsunami 1996. Eine Katastrophe ist etwas, das an einem auslösenden Ereignis festzumachen ist und höherer Gewalt unterworfen ist. Beides ist hier nicht der Fall: es wurde schlicht wider besseres Wissen weitergewurschtelt (um nicht zu sagen: gelogen und betrogen).

      Kein Ereignis. Keine höhere Gewalt. Keine Katastrophe. Keine Hilfe.

      MfG phaidros.vie.@gmail.com

    • Archilochos (kein Partner)
      13. März 2010 10:55

      Reinhard,
      da muss ich Ihnen leider vollinhaltlich recht geben.

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 10:56

      AUSGENOMMEN im Katastrophenfall. Der Konkurs eines Mitgliedslandes wäre aber zweifellos eine Katastrophe

      Übrigens, selbst wenn ich das kaufte: eintreten muss sie aber schon, Ihre Katastrophe. Im Vertrag steht nicht "zur Verhinderung", dort steht "im Katastrophenfall". Passt also nicht, egal wie sehr und wohin Sie sich winden.

      MfG phaidros.vie.@gmail.com

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 11:02

      @Reinhard: außerdem gilt es zu bedenken, dass dieses Beispiel Schule machen würde. Es bliebe also nicht bei GIIPS. Wehret den Anfängen!

      MfG phaidros.vie.@gmail.com

    • Philipp Starl (kein Partner)
      13. März 2010 11:03

      @Phaidros

      Nein diese Möglichkeit besteht (soweit ich weiss, bin kein EU- Rechtsexperte) leider nicht. Für das Einhalten von Verträgen sind ausschließlich Staaten verantwortlich. Der Bürger könnte z.b. auch nicht beanstanden, wenn die Regierung gegen ein Steuerabkommen verstößt.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 11:04

      @archilochos
      Danke für die Zustimmung, der Haken daran ist nur: Es müsste nicht soweit kommen wenn die EU mit aller Härte gegen die Sünder vorginge (wie es vereinbart und festgeschrieben ist) statt ihnen weiterhin Staubzucker nachzuschaufeln.
      Wohl hart für Griechenland wie für jedes andere Land (und wir sind auch noch dran) aber die einzige Chance für ein Überleben des Euro. Wenn der Euro eine harte Währung sein soll, muss er mit voller Härte geschützt werden. Alles andere ist tödlich.
      Raus mit den die Währung aufweichenden Südländern und Inseln, zurück zu einer kontinentaleuropäischen Kernwährung, und langfristig wäre eine Rettung in Sicht. Aber Poliotiker denken nicht langfristig, sondern nur in Legislaturperioden. Härte ist unpopulär, und wie an anderer Stelle bereits erwähnt: Das Volk möchte nicht in sozialer Kälte überleben sondern lieber in kuscheliger Wärme sterben.
      Ich wünsche noch einen angenehmen Samstag, muss zu einem Termin...

    • Archilochos (kein Partner)
      13. März 2010 11:06

      Phaidros
      Sie verwechseln Ursache und Wirkung
      Dass"gegen besseres Wissen weitergewurschtelt" wurde, ist kriminell.
      Ein Konkurs Griechenlands als Folge dieser kriminellen Handlung ist aber unbestreitbar eine Katastrophe.
      Im Katastrophenfall ist eine Wertegemeinschaft zu gegenseitiger Hilfe verpflichtet.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 11:11

      Griechenlands Verpflichtungen stehen nicht zur Diskussion, nur die der EU müssen eingefordert werden... Gemeinschaft hat auch etwas mit Vertrauen zu tun und das hat Griechenland zuerst aufgekündigt bzw. sich erschlichen. Jetzt die alleinige Verpflichtungen aller anderen EU-Länder einzufordern ist geradezu anmaßend. Der Dieb hat das geklaute Geld verjubelt, jetzt sollen die Bestohlenen gefälligst nochmal einspringen.
      Aber egal, erstens muss ich weg und zweitens wird es langsam ermüdend.

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 11:17

      Sg. Archilochos,

      nein, im Gegenteil: Sie verwechseln Möglichkeit und Realität. Der Vertrag - wie ich das verstehe - redet klipp und klar von der Katastrophe, nicht von der Möglichkeit für eine solche und auch nicht von der Wahrscheinlichkeit dafür.

      Diese müsste also ZUERST eingetreten sein, DANN könnte allenfalls geholfen werden (was aber gar nicht mehr ginge).

      Abgesehen davon - wie bereits gesagt - ist Misswirtschaft keine Katastrophe, sondern nur ignorante Dummheit.

      In dieser Situation gegen Sparmaßnahmen zu demonstrieren, statt auf ein Ärmel-aufkrempeln einzuschwören zeigt, wie verfault unsere Gesellschaften bereits sind. Da sind die Griechen sicher nicht schlimmer als wir, nur in der Entwicklung weiter voran geschritten. Aber genau dasselbe steht und bevor.

      Sg. Hr. Starl, danke für die fachliche Aufklärung - das war zu befürchten. Aber fragen muss man.

      MfG phaidros.vie.@gmail.com

    • Archilochos (kein Partner)
      13. März 2010 11:21

      Reinhard,
      es stimmt ja, was Sie sagen.
      Aber Griechenland tut ohnehin alles, was man seinem eigenen Volk gerade noch zumuten kann. Für den Rest aber muss die EU aufkommen. Weil es gar nicht anders geht. So ist leider die Realität.

    • rossi (kein Partner)
      13. März 2010 11:35

      'tschuldigung, wenn ich da nur anmerke: Das waren noch Zeiten, als Politiker strategisches Denken für EINE Legislaturperiode entwickelten. Heutzutage ist oft die nächste ZIB 2 das Ende eines Vorsatzes.

  32. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    13. März 2010 08:46

    "Auch aktuell gibt es ein gutes Beispiel: Das sehr neoliberal regierte Polen hat derzeit das weitaus beste Wachstum in der EU."

    Sie sollten vielleicht auch kurz erwähnen das ein Großteil der EU-Fördergelder für die neuen Oststaaten nach Polen fließen! Das gute Wirtschaftswachstum ist also größtenteils der EU und nicht der "neoliberalen" Regierung zu verdanken!

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 09:06

      Und Spanien oder Protugal oder auch Griechenland haben keine EU-Fördergelder erhalten? Es scheint also doch einen Unterschied zu machen, wer das Sagen hat bzw. was gesagt wird.

      MfG phaidros.vie.@gmail.com

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      13. März 2010 11:16

      Natürlich macht die Regierung auch einen großen Unterschied aus. Griechenland erhielt/erhaltet jedoch eindeutig weniger EU-Fördergelder als Polen! So fair muss man sein!

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 11:22

      Woher wissen Sie solche Zahlen? Ich finde dazu nichts. Und die Behauptung allein reicht mir ehrlich gesagt nicht - ich würde das gerne nachprüfen.

      Übrigens: gilt das auch pro Kopf? Griechenland hat 11 Mio. Einwohner, Polen 38.

      MfG phaidros.vie.@gmail.com

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      13. März 2010 21:27

      http://ec.europa.eu/employment_social/esf/docs/pl_country_profile_de.pdf

      "In der Programmperiode 2007-2013 erhält Polen von allen EUMitgliedstaaten
      den höchsten Anteil an ESF-Fördermitteln, die im
      Rahmen des umfangreichen operationellen Programms „Humankapital“
      verwaltet werden."

      Auf der Seite finden Sie auch die genauen Zahlen! mfG

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 21:36

      Danke, Redaktionsbekannter!

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 22:45

      Also, ich hab das jetzt durchgeschaut. Viel Text, ein paar Zahlen - interessant - aber keine Ländervergleiche, insbesondere keine pro-Kopf-Daten.

      Und damit ist die Aussage «Polen hat das meiste Geld gekriegt» in dem Zusammenhang nicht verwertbar.

      Aber trotzdem natürlich nochmal danke!

      MfG phaidros.vie@gmail.com

  33. Spectator (kein Partner)
    13. März 2010 07:42

    die Frage ist nicht allein das Schicksal der österreichischen Banken, sondern das der deutschen Banken: laut "Frankfurt School of Finance and Management" hängen diese mit ca. 54 Milliarden griechischer Papiere drinnen. Sollten die verloren sein, fließen die Tränen!?

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 08:18

      Es war eine freie Entscheidung der Banken, in ein Land zu investieren, entweder ohne die dortigen Finanzverhältnisse wirklich zu kennen oder unter Kenntnis dieser aber in Paarung mit fahrlässiger Ignoranz.
      Wenn eine Bank dadurch mitgerissen wird, dass ihr Management falsche oder fahrlässige Investitionsentscheidungen getroffen hat, dann guten Flug. Der Staat fährt immer am billigsten, wenn er die kleinen Spareinlagen bis zu einem vertretbaren Satz absichert und den Rest den Bach runtergehen lässt.
      Dass Aussieben der richtig von den falsch Entscheidenden kann man als Marktevolution bezeichnen, jedenfalls führt es dazu dass langfristig nur lebensfähige (weil richtig entscheidende und vorausschauend wirtschaftende) Banken und Unternehmen übrig bleiben und die nicht lebensfähigen nicht dauernd von den Steuerzahlern erhalten werden müssen. (Ein Vorgehen, das übrigens bei KMU und EPU an der Tagesordnung steht, also hilft auch nicht die Argumentation der sozialen Kälte oder ähnliches Blabla zur Rechtfertigung von Geldverteilung an Unfähige)
      Können die überlebenden Banken den Marktbedarf nicht decken, dann werden sie entweder aufstocken oder es werden neue Banken entstehen, sodass auch die kurzfristig arbeitslosen Angestellten großteils mittelfristig wieder über Jobs verfügen. Können sie es doch, dann ist das ein Zeichen, dass bereits zu lange eine aufgeblähte Branche künstlich am Leben gehalten wurde und dringendst abgespeckt statt nachgefüttert gehört.
      Also endlich den Konkurs als das erkennen was er ist, egal ob für ein Land, eine Bank oder ein Unternehmen: Schlussstrich unter bisheriges Missmanagement und die Chance, nochmal bei Null zu beginnen und es jetzt besser zu machen!
      Dass egal welches Vorgehen, ob nun Konkurs oder Finanztropf, es wird immer jemanden treffen, und es werden immer "kleine" dabei sein, deshalb ist auch das kein Argument für oder gegen auch nur irgendwas. Einen Krise trifft immer alle und immer abhängig von den jeweiligen Entscheidungen der Personen, ob das nun dem Märchen der sozialen Gerechtigkeit entspricht oder nicht.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 08:20

      Kaufe ein "dass" zurück...

    • Archilochos (kein Partner)
      13. März 2010 10:29

      Reinhard
      Das "dann guten Flug" ist zu kurz gedacht.
      Banken, die an griechischen Wertpapieren allein schon 54 Milliarden halten, sind systemrelevant und müssen daher vom Staat gestützt werden.
      Also nix is mit "den Bach runter gehen lassen".
      Aber machen Sie sich nicht draus. Schon Sinowatz sagte resignierend: Es ist halt alles sehr kompliziert.

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 10:34

      Archilochos,

      systemrelevant und müssen daher vom Staat gestützt werden.

      Begreifen Sie bitte, dass schlussendlich alle untergehen.

      Solidarität ist nett, aber Solidarität mit einem Dieb ist unangebracht und noch dazu unanständig denen gegenüber, die von eben jenem Dieb ausgenommen wurden.

      Irgendwann ist der Punkt an dem man darüber nachdenken muss, wie man retten kann, was zu retten ist. Weil es schlussendlich allen nützt, in diesem Fall sogar dem Dieb!

      MfG phaidros.vie.@gmail.com

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 10:44

      @archilochos
      Dann erklären Sie mir Dummie doch mal ausführlich, was genau Sie unter "systemrelevant" verstehen.
      Bis jetzt ist dieser Begriff nämlich ausschließlich als schwammige Ausrede verwendet worden, wenn es ans Eingekochte ging.

      Wenn Sie relevant zur erhaltung des jetzigen Währungssystems meinen, dann kann ich Sie beruhigen: Diese Relevanz hat sich erledigt, das System fällt bereits, jetzt geht es nur noch um das Tempo Der Tropf steht bereit aber die Ampullen sind leer.

    • karli (kein Partner)
      13. März 2010 11:24

      @Spectator
      Wie AU richtig schreibt würde das auch dem deutschen Steuerzahler immer noch billiger kommen.
      a) sind nur ca 55 % der griechischen Verbindlichekeiten im Euro-Raum
      b) würde ein Ausfall von zB 30 % bedeuten, dass die deutsche Banken mit 15 Mrd hängen. Aufgeteilt auf die Institute könnten sie einen großen Teil von dem schon durch die heurigen Gewinne abedecken anstatt diese als windfall Boni und Dividenden auszuzahlen, obwohl sie offensichtlich eine schlechte Veranlagungspolitik betrieben haben.
      c) ist es einfach nicht mehr politisch rechtfertigbar dass Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Der Schaden am marktwirtschaftlichen System und des Vertrauens der Bevölkerung darin wäre viel größer als selbst der Crash von systemrelevanten Banken.

      Von den Vorteilen für Griechenland selber und für den Euro ganz abgesehen.

    • Archilochos (kein Partner)
      13. März 2010 11:43

      Reinhard
      Die Frage, was "systemrelevant" ist, wurde doch schon sehr häufig, zuletzt im Fall Hypo-Alpe-Adria geklärt. Wenn schon diese Bank systemrelevant ist, um wieviel mehr Banken, die insgesamt 54 Milliarden allein an griechischen Papieren halten.

      Ich werde daher keine neue Definition für "systemrelevant" liefern. Auf englisch heißt dieser Begriff "too big to fail". Vielleicht sagt Ihnen das mehr. Dabei ist natürlich zu beachten, dass "too big" in Österreich kleiner ist als in den USA, wo man Banken in den Konkurs geschickt hat, die in Österreich das ganze Land mit in den Abgrund reissen würden.

    • Phaidros (kein Partner)
      13. März 2010 21:33

      Eine Lektion könnte sein, dass man - ähnlich wie Kartellgesetzgebung - festlegen müsste, dass «systemrelevante» Institutionen überhaupt nicht entstehen können.

  34. Reinhard (kein Partner)
    13. März 2010 07:15

    Zum Thema Reformen kann man nur sagen: So lange die Leute nicht begreifen, dass ein Überleben in sozialer Kälte besser ist als ein Sterben in kuscheliger Wärme, wird sich nichts ändern.
    Wenn Griechenland die Kurve nicht schneidet, gehört es genauso in Konkurs geschickt wie es sich eigentlich für alle Banken und Industrien gehört hätte, die ihre jahrelangen Management-Fehlentscheidungen hinter der "bösen" Krise versteckt haben und als einzige Lehre eines mitbekommen haben: Ihr könnt Mist bauen, misswirtschaften und Geld vernichten, es wird euch nichts passieren.
    Zur Freiheit des Marktes gehört die Freiheit des Erfolgs und ebenso die Freiheit, auf die Schnauze zu fallen. Man muss nur nach dem wieder Aufstehen größer sein als vor dem Hinfallen. Skandinavien hat es vorgezeigt.
    Und für alle, die immer so tun als wäre ein Konkurs das Ende: Nein, ist er nicht. Er ist nur eine Bereinigung und Entschuldung, um bei Null wieder anzufangen, was besser ist, als im ewigen Minus weiterzuwirtschaften. Aber in einer Zeit wo alle nur noch auf Pump und Kredit, Ratenzahlung und Zahlungsverschiebung leben, begreift das keiner mehr.
    Die alten Indianer haben es gewusst: Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!

  35. Rainer (kein Partner)
    13. März 2010 07:01

    Aber, aber, Herr Unterberger! Lesen Sie denn keine Zeitungen? Schuld an dem Desaster tragen nicht die korrupten Eliten, die sich und ihren Freunden die Taschen mit unserem Geld vollstopfen, sondern selbstverständlich die neoliberalen Heuschreckenspekulanten! Der Freie Markt ist das Problem, wo Konsumenten menschenverachtender Weise selber entscheiden, wo sie ihr Geld anlegen möchten. Dabei wissen wir doch alle, dass Papa Staat diese Entscheidungen weitaus besser für uns zu treffen weiß.

    Ernsthaft: Es ist doch glasklar, was geschehen wird. Die Sündenböcke sind ausgemacht - diesmal sind es böse Spekulanten und der grausame Kapitalismus an sich -, der an die Wand gefahrene Staatskarren wird noch bis zur letzten Schraube ausgeschlachtet, und nachdem jene, die nicht unter dem Schutz von Papa Staat stehen, erfolgreich bis aufs Hemd abgezogen wurden, wird eine neue Karte in Form einer neuen Währung ins Spiel geworfen und der Reset-Button gedrückt.

    Und dann, dann geht alles weiter wie gehabt: In demokratischer Manier entscheiden die Profiteure des Staates, was mit dem Geld der dämlichen Steuerzahler zu geschehen hat, und in ein paar Jahrzehnten grüßt das Murmeltier.

    Auf die menschenverachtende Idee, dass eventuell das System selbst das Problem sein könnte, kommt glücklicherweise niemand. Bewahre! Wie fürchterlich alleine der Gedanke daran ist, die Leute ihr eigenes Leben leben zu lassen, anstatt sie auszupressen wie eine Zitrone.
    Kann mich bitte jemand von dieser fürchterlichen Wahnidee des Libertarianismus heilen und mir den Weg zurück auf den Pfad der Tugend - aka "Sozialismus" - weisen? Danke.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. März 2010 07:18

      @Rainer
      Der "martin" bekommt das schon hin... :)

    • Functio Laesa (kein Partner)
      16. März 2010 17:02

      In wirklichkeit wollen die Menschen endlich ein paar Köpfe rollen sehen. Es kann doch nicht sein dass am Ende keinerlei persönliche Konsequenzen gezogen werden. Warum werden denn einzelne mit Macht ausgestattet und enstprechend bezahlt wenn am Schluß niemand Verantwortung übernimmt. Köpferollen jetzt. Ein paar davon aufs Schaffot und danach verheizen - und die Bürger fühlen sich wieder wohler. Außerdem ist das Köpfen und Verheizen von korrupten Menschen eine CO2 neutrale Maßnahme denn Korruption is ein nachwachsender Rohstoff!





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