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Fußnote 83: Gipfel im Nebel

Was der nächtliche Beschluss der EU-Regierungschefs wirklich bedeutet, wird sich erst lange im Nachhinein zeigen.

Etliche Teilnehmer wie ein Werner Faymann wissen es jedenfalls mit Garantie selber nicht. Die wahrscheinlichste Interpretation: Die Gipfelbeschlüsse bedeuten gar nichts. Wofür Angela Merkel trotz der Kritik aus anderen - auf deutsches, österreichisches und niederländisches Geld gierigen - Ländern an ihr nicht hoch genug gelobt werden kann. Die Beschlüsse sollen wohl lediglich die kommerziellen Geldverleiher beruhigen, dass diese im Vertrauen auf eine Garantie von Berlin & Co weiterhin den Griechen Geld borgen. Ob diese Geldverleiher allerdings wirklich so blöd sind zu ignorieren, dass die Details der Garantie leider, leider noch nicht feststehen, und dass diese Garantie daher eigentlich nichts wert ist? Alle anderen Interpretationen der Gipfelbeschlüsse wären freilich viel schlimmer und würden die griechisch-spanisch-portugiesische Bankrottgefahr auf ganz Europa ausdehnen.

Fußnote zur Fußnote: Ein griechischer Mail-Schreiber machte mir zu meinem Kommentar in den Salzburger Nachrichten klar, was hinter meinem Nein zur Griechenland-Hilfe steckt: "Faschistoides Gedankengut". Er hat nur leider nicht geschrieben, ab wie viel Milliarden Griechenland-Hilfe das faschistoide Gedankengut aufhört . . .

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