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Wir zahlen jetzt die Rechnung für Italien drucken

Lesezeit: 3:00

Die Inflation ist nun auch offiziell auf 2,0 Prozent gestiegen. Der höchste Wert seit Jahren. Damit ist die letzte (Schein-)Begründung für die Minuszinspolitik der EZB zusammengebrochen. Aber dennoch tut weder die europäische (noch – sofern noch vorhanden – die österreichische) Finanzpolitik etwas. Damit ist endgültig klar: Sie haben uns jahrelang angeschwindelt, angelogen.

In Wahrheit hat die Nullzinspolitik von Anfang an ja nur einen Zweck gehabt: Auf Kosten der europäischen Sparer, vor allem in den germanischen Ländern, haben sich die Staaten finanziert, vor allem die romanischen Länder, vor allem Italien, der oberste Schuldenmachstaat Europas, aus dem ganz zufälligerweise der EZB-Chef kommt.

Diese Finanzierung durch zinsenfreie Anleihen ist für die Regierungen politisch weit angenehmer gewesen, als wenn sie das Geld durch weitere Steuererhöhungen eingetrieben hätten. Die Sparer können sich ja gegen den Raubzug nicht wehren. So glaubten die Machthaber wenigstens. Die Sparer haben allerdings sehr wohl begonnen, sich mit dem Stimmzettel zu wehren. Und sie tun das auch europaweit. Denn sie haben begriffen: Ein paar Jahre lang reale Verluste von „nur“ zwei Prozent akkumulieren sich bald zu zweistelligen Prozentsätzen.

Die EZB-Politik der Negativzinsen und des fast grenzenlosen Aufkaufs von ökonomischen Staatspapieren hat nicht nur die Sparer beraubt. Sie hat auch den Außenwert des Euro – vor allem, aber nicht nur gegenüber Dollar und Franken – praktisch ständig reduziert, was also wieder auf Kosten der Bürger gegangen ist. Und sie hat es Ländern wie Italien ermöglicht, auf alle wirklichen Sanierungen zu verzichten. Was sich langfristig als umso katastrophaler auswirken wird.

Das war seit langem klar. Die eine Zeitlang relativ niedrige Inflation war keineswegs Folge einer – von der EZB jedoch ständig an die Wand gemalten – Deflation, eines gefährlichen kollektiven Zurückhaltens von Investitions- und Konsumentscheidungen. Sie war bloß Folge der damals stark zurückgehenden Preise von Öl und einigen anderen Rohstoffen. Seit Öl wieder teurer wird (die Ölstaaten haben ihr Kartell durch die Einbeziehung Russlands und kollektive Mengenreduktionen der Ölförderung wiederbeleben können), geht es mit der Teuerung flott nach oben.

Freilich: Das einzige, worüber man sich da freuen kann, ist, dass man mit seinen Prophezeiungen Recht behalten hat. Jetzt aber werden die Konsequenzen umso schlimmer.

PS: Wissen Sie, was leichter als Luft ist? Das ist das Gewicht des österreichischen Nationalbank-Gouverneurs in der EZB. Der Mann hat dort noch keine einzige Sekunde ein Interesse der österreichischen Sparer durchgebracht. Er hat vielmehr bei allem mitgespielt und dadurch auch - wohl beabsichtigt - seinen Genossen in der Regierung geholfen, unangenehme Sparmaßnahmen zu vermeiden. Denn natürlich hat nicht nur die italienische, sondern auch die österreichische Regierung von der EZB-Politik profitiert. Wo sind die Zeiten, da eine Maria Schaumayer als Notenbankchefin ständig den „Wert des Schillings“ als oberste Priorität nicht nur gepredigt, sondern auch mannhaft verteidigt hat? Freilich hat Schaumayer auch mitverantwortet, dass Österreich in den Euro geht (was allerdings im Sog der D-Mark praktisch unvermeidlich war). Eines lässt sich aber mit ziemlicher Sicherheit sagen: Schaumayer hätte dem verhängnisvollen Kurs der EZB deutlich mehr Widerstand geleistet als der parteifromme Ewald Nowotny.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2017 11:42

    'Europa braucht den Euro nicht', das Buch von Thilo Sarrazin hat das alles schon 2011 geschrieben und prophezeit.

    ESM, die Österreicher wurden dazu nicht befragt, durch Umgehung der Verfassung.

    Europa braucht eigentlich außer dem Handelsvertrag exakt nichts von dem EU-Moloch der grenzenlosen Selbstbedienung.

    Ein Europa von mündigen Nationalstaaten ist vernünftiger, als ein Zentralstaat EU, der sich total unvernünftig und volksfeindlich verhält, was die Immigrationsfrage betrifft. Der EU Zentralstaat schädigt die Europäer, wo er nur kann, macht Unvernünftiges, wo er nur kann, bricht Gesetze, auch die eigenen, und jetzt kommt der Zahltag, unaufhaltsam und immer näher, ich habe das schon vor 3 Jahren hier geschrieben.

    Natürlich zahlen das die EU-Bonzen nicht, nein wir die blöden Bürger, die wir diese Sippe gewählt haben.

  2. Ausgezeichneter KommentatorCorto Maltese
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2017 13:22

    Erstaunlich ist, dass die in den Redaktionsstuben und Wiener Bobo Zirkeln vorherrschende grüne Ideologie jegliche Ausprägung von sozialem Bewusstsein verhindert:

    1.) Der von der EZB vorgegebene Niedrigzinssatz bei langsam anspringender Inflation belastet vor allem den kleinen österreichischen Sparer, der sich etwas Geld für die Pension ersparen wollte. Dafür wird kräftig in den Süden Europas umverteilt. Doch das entspricht wieder ganz der grünen Bobo-Ideologie, denn der investiert seine Pension in Aktien.

    2.) Völlig unbemerkt findet in den verzerrten Strommärkten eine Umverteilung zulasten der ärmeren Bevölkerungsschichten statt. Die dem Endverbraucher aufgebürdete Ökostromförderung hat in 2016 über 800 Mio EUR betragen und wird aufgrund der derzeit im Begutachtungsverfahren befindlichen Novelle zum Ökostromgesetz wohl die Milliardengrenze übersteigen. Die belastet vor allem ärmere Haushalte, die sich weniger effiziente Geräte leisten können und zum Teil mit Strom heizen. Der grüne Bobo leistet sich schon mal seine Photovoltaikanlage am Einfamilienhaus, schwätzt über Windräderprojekte und kassiert die geförderten Einspeistarife.

    3.) Arbeitsplätze die bei Großbaustellen wie der 3. Piste am Flughafen Schwechat oder dem Murkraftwerk entstehen würden, werden von Eva Glavicnic (wie gestern im Report) unelegant ignoriert. Verbissen wird hingegen die Reinheit der grünen Zukunftsvisionen verteidigt.

    4.) Am hohen Anteil der Migrantenkinder in den Schulen haben vor allem Kinder ärmerer Schichten zu leiden, die ihre Kinder nicht in Privatschulen stecken können. Gerade in den öffentlichen Schulen wird es unter den österreichischen Kindern massive Bildungsverlierer geben.

    5.) Dem Verdrängungskampf am Arbeitsmarkt sind vor allem Arbeiter ausgesetzt. Wenn es sich um Pendler handelt, wie bei den meisten burgenländischen und steirischen Arbeitern, würden grüne Politiker wie Frau Vassilakuh diesen gerne die Pendlerpauschale wegnehmen um den Anreiz zum höheren Verkehrsaufkommen zu reduzieren.

    6.) Populstischer Protektionismus, den sich - eingepeitscht von der Krone - in puncto TTIP alle Parteien zu eigen gemacht haben, wird langfristig die ärmeren Schichten treffen.

    Da ist es auch kein Wunder, dass sich morgen am Opernball erstmals grünes Establishment (halt mit Dreitagesbart zwecks Abgrenzung), Redakteurs Bobos und das vulgäre Bürgertum in den Logen mischen.

    Wenn Sozialdemokraten ihre Ideale ernst nehmen würden, gäbe es viel zu tun. Wenn Bürgerliche wieder ab und zu Nell Breuning lesen würden, gäbe es einiges an Vision für die Zukunft. Jeder elitäre Spießer will heute links-liberal sein, aber man meint lediglich das dem individuellen Lustgewinn geschuldete libertäre Gesellschafts- und Denkmodell. Dabei kann man auch kaum etwas verlieren. Die laufende Umverteilung, Demobilisierung der Schichtendurchmischung und antidemokratischen Tendenz im Denken müsste eigentlich jeden Sozialdemokraten und Christlichsozialen aufrütteln und politisch elektrisieren. Aber was dem einen sein Burkaverbot ist, ist den anderen die Umbennenung des Heldenplatzes: Letztes Schaulaufen am Beautycontest.

  3. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2017 13:45

    Man muss ja nicht einmal studiert haben um das zu beurteilen.
    Alle, aber auch wirklich alle sozialistischen volkswirtschaftlichen Projekte haben die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Bildung ruiniert.
    Es war zu erwarten und jetzt tritt es eben wieder einmal, wie in den letzten 100 Jahren immer wieder gesehen, ein.
    Schuld ist natürlich der Klassenfeind.

  4. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2017 15:56

    Wir zahlen nicht für Italien! Wir zahlen für Brüssel und deren Vogt Merkel! Und die Östertrotteln unter den Anfeuerungsrufen der "Schmierlappen" (Medien) wollen das so!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorotti
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2017 11:44

    Dr. A.U. , die vielen tollen Blog-Teilnehmer, die vielen interessanten Links haben bisher verhindert, daß es mich rumpelstilzchengleich in der Mitte zerreißt !

    (Allerdings zerbrech ich mir schon manchmal den Kopf, was wäre, wenn ich DIESE anderen ( als Allererster der dztige EZB-Chef zu Rumpelstilzchen verzaubern könnte .......)

  6. Ausgezeichneter KommentatorRudolf Wirthig
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2017 15:58

    Die Strafanzeige des Verteidigungsministers gegen die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH wegen des Verdachtes des Betruges und der Täuschung sowie der vom Abgeordneten Pilz gewünschte neuerliche parlamentarische Untersuchungsausschuß ist allgemeines Gesprächsthema. Sollte es dabei tatsächliche eine Täuschung der Republik Österreich gegeben haben so ist das gegenüber der Täuschung der europäischen Völker in der Bewältigung der Euro-, Schuldenkrise ein "Lercherl". Zu allem Überfluß entblödet sich die EU-Kommission nicht Österreich eine Strafzahlung für Falschmeldungen an EuroStat im Zuge des Salzburger Finanzskandals anzudrohen.
    Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß wäre dringend nötig um festzustellen mit welchen Tricks und Täuschungen die EU in eine so nicht beabsichtigte Haftungsunion verwandelt wurde.

  7. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2017 12:05

    Nehmen wir einmal an, die EZB stoppt die Gelddruckmaschine.

    Was dann passiert, ist klar. Ganze Staaten gehen bankrott.

    In Österreich würde es Wien und ein paar andere Städte treffen. Man könnte dann die Schuld immer noch auf die bösen Kapitalisten schieben.

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  1. Pedare (kein Partner)
    27. Februar 2017 19:14

    Ich frage mich schon lange, warum man Herrn Nowotny nicht endlich einmal mit seinem seinerzeitig an den Tag gelegten Fachwissen: "Die Griechen werden das Geld nie brauchen, es handelt sich lediglich um eine Sicherstellung" konfrontiert?! Getätigt live in der ZiB2 vor dem ersten Griechenland-Rettungspaket.
    Solche Experten leisten wir uns!

  2. MaHa (kein Partner)
    25. Februar 2017 16:10

    Ich mache da schon lange nicht mehr mit: Habe mein Geld in Gold "umgewandelt" und schaue dem kletternden Goldpreis lächelnd zu. Meiner Meinung nach sind fast alle anderen Geldanlagen ziemlich unsicher und unterstützen nur die Geldanlagen-Anbieter.

  3. AppolloniO (kein Partner)
    25. Februar 2017 11:25

    Ewald Nowotny, der alles Abnicker ohne eigene Meinung, am AK-Gängelband.

    Dafür kassiert er gutes Gehalt und später eine privilegierte Pension. Ein Kandidat für die nächste Mondmission -ohne Rückfahrschein.

  4. Anmerkung (kein Partner)
    24. Februar 2017 16:10

    Man kann jetzt gut den nächsten Krieg in Europa entstehen sehen. Kracht es nicht vorher schon, weil die NATO ihre Provokationen gegen Russland zu weit treibt, dann kommt der Krieg ganz "ordentlich" dadurch zustande, dass die einen die anderen berauben wollen. Wie Herr Dr. Unterberger schon angedeutet hat, spielt dabei das ausufernde Schmarotzertum einiger Südländer eine große Rolle. Da sich die Germanen-"Melkkuh" staatlich selbst ausrottet (genauer: sich eine Selbstliquidations-Elite leistet), wird der nächste Krieg in Europa sich vor allem zwischen den Schmarotzern abspielen, nämlich den europäischen und den eingewanderten aus Asien/Afrika. (Der "Osten" kann sich hoffentlich abschotten.)

  5. Laborratte (kein Partner)
    24. Februar 2017 15:57

    Wird die EU dieses Jahr überleben???

    "Erlöse uns von dem Bösen!"

  6. monofavoriten (kein Partner)
    24. Februar 2017 12:17

    nicht zufällig geht derweil im hintergrund und ausserhalb der berichterstattung die abschaffung des bargelds im euro-raum munter weiter.
    ob man die beibehaltung und gültigkeit von bargeld als menschenrecht vor gericht wohl durchbringt?

  7. Arbeiter
    23. Februar 2017 08:56

    Was man uns nicht alles hineindrückt seitens der Staatstragenden und Meinungsmachenden. Wählen dürfen wir aber nur mehr alle 5 Jahre.

    • franz-josef
      23. Februar 2017 17:41

      Diese geradezu über Nacht erfolgte Änderung auf fünf Jahre haben wir allerdings hingenommen.

  8. socrates
    23. Februar 2017 03:20

    Die Verursacher des Dilemmas sind alle in ihrer unverdienten Superpension und wir zahlen!

  9. Haider
    22. Februar 2017 23:15

    Nicht nur Nowotny ist ein echtes Federgewicht. No na!
    Auch die Gewerkschaften haben/hatten kein Problem damit, daß der vielzitierte "kleine Sparer" wie eine Weihnachtsgans gerupft wurde. Abermillionen Arbeitsstunden fleißiger Arbeiter wurden den Finanzhaien geopfert und alle schwafelten von Solidarität.

  10. brechstange
    22. Februar 2017 22:06

    Von der Währungsunion zur Transferunion - Wem nützt das?
    Conwutatio 2011

    http://www.conwutatio.at/images/downloads/Echo12011.pdf

  11. Undine
    22. Februar 2017 20:58

    OT---aber sehr lesenswert: Ein Kommentar auf ORF-WATCH von STEUERZAHLER:

    "Ein Zitat aus 1880 und die heutige Medienlandschaft"

    "John Swinton, Chefredakteur der New York Times, anlässlich seiner Abschiedsfeier im Jahre 1880 über den Journalismus und die Presse:

    "Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung, bei der ich angestellt bin, herauszuhalten. Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Stellung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft des Journalismus, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammons zu lecken und das Land zu verkaufen für Ihr täglich' Brot. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind intellektuelle Prostituierte..."

    Wir schreiben nun das Jahr 2017, einiges hat sich seit damals geändert. Die Presse und der Rundfunk haben Konkurrenz durch das Internet bekommen. Ein Mitbewerb, der nur mit hohem Aufwand überwacht, kontrolliert und bei Bedarf zum Schweigen gebracht werden kann. Ich habe natürlich keine persönliche Erfahrung mit der Zeitungslandschaft in Amerika zu jener Zeit, aus welcher das obige Zitat stammt.

    Aber ich weiß, dass es in Österreich einmal eine pluralistische Meinung gegeben hat, die auch veröffentlicht worden ist. Und heute? Sämtliche Zeitungen schreiben dieselben APA-Meldungen ab, geben ihre Meinung dazu und veröffentlichen diese dann als Tatsachen und unterstellen gleichzeitig dem nicht politisch und monetär subventionierten Mitbewerb, Falschnachrichten (Fak -News im Neusprech) zu veröffentlichen.

    Ob sie Standard oder Presse, ob sie Kurier, Krone oder Österreich lesen - alle unterscheiden sich bestenfalls im Grad der Linkslastigkeit. Abgesehen davon müssen sie diese Zeitungen gar nicht lesen, um sie dennoch mit der Presseförderung zu subventionieren. Desgleichen der ORF, den sie weder hören noch sehen müssen, um dennoch Ihr Geld in seine Richtung zu schieben, egal ob sie das möchten oder nicht.

    Die Regierung mit einem ungewählten Kanzler an der Spitze lässt ihre Meinung durch unser Geld über alle verfügbaren Medien veröffentlichen. Die heutigen Journalisten unterscheiden sich meiner Ansicht nach von ihren Kollegen 1880 dadurch, dass sie überhaupt keine eigene Meinung mehr haben bzw. keine Ahnung, was Journalismus überhaupt bedeutet. Das Veröffenlichen der eigenen Meinung als Faktum, bzw. das Weglassen von Fakten (siehe beispielsweise die bürgerkriegsähnlichen Zustände in einigen Gebieten Frankreichs) jedenfalls nicht.

    So stellt sich mir die Frage, was zu tun ist. Hier auf diesem oder anderen Blogs darüber zu schreiben, was für ein Sündenpfuhl die Medienlandschaft im Allgemeinen und der ORF im Besonderen geworden sind, mag zwar kurzfristig die Nerven beruhigen, wird aber an den herrschenden Zuständen absolut nichts ändern. Ich befürchte, es wird so sein, wie es schon immer in Österreich war: Es muß erst etwas passieren, damit sich etwas ändert. Und dieser Tag rückt näher.

    • otti
      23. Februar 2017 10:40

      Liebe Undine,
      soferne Sie meine Antwort noch lesen - darf ich Ihren Beitrag 1:1 verwenden ?

  12. dssm
    22. Februar 2017 20:55

    Lieber Herr Unterberger, manchmal tut Ihre blauäugige Sicht weh! Gerade die EZB hat für Europa gekämpft – und verloren. Man kann das als Gut oder Schlecht befinden, aber man muss ehrlich bleiben! Die EZB hat alle Daten stets online gestellt, keine lächerliche Geheimniskrämerei, wie bei den EU-Absahnern; also bewerten Sie unseren Herrn Nowotny entsprechen. Nur haben auch Sie, werter Herr Unterberger, die öffentlich gestellten Daten nicht verstanden.
    Warum wurde die frisch beschlossene Bankenabwicklung für Italien ausgesetzt?
    Warum wird der aktuelle spanische Giftmüll so gut bewertet? (was heißt überhaupt ‚senior junior‘?)
    Warum wird so viel an Schrottpapieren überhaupt erzeugt?
    Warum muss eine DBRS urplötzlich ein relevantes Rating abgeben?
    Wie viele Phantastillionen macht der Unterschied zwischen BBB und BBB- aus?
    Was bedeutet ein LTRO? (und da gibt es ja inzwischen eine Steigerung!)
    Warum wurde gerade jetzt der ‚gewichtete‘ Ankauf aufgegeben?
    Usw. usf
    Herr Unterberger, es wäre die Aufgabe der ‚alternativen‘ Medien, hier aufzuklären, da Sie der wohl renommierteste ‚Alternative‘ sind, sollten Sie in der ersten Reihe stehen!
    Können Sie den Weg vom bösartigen LBO bis in die EZB Bilanz nachzeichnen?

    Die Targetsalden sind lächerlich, die wahre Macht, aber auch die wahren Probleme liegen ganz woanders, aber immer bei der EZB!

    Nebenbei, ich bin Techniker!

  13. Erich Bauer
    22. Februar 2017 18:14

    Die Neo-Fratze des EU-Vogts.

    https://www.youtube.com/watch?v=bHJbSpaTNlI
    Der scheinheilige Sankt Martin mit Klüngel, plus Hofstaat, Mobbing inklusive

    • Erich Bauer
      22. Februar 2017 18:46

      https://www.youtube.com/watch?v=b8wFlmWzZUs
      Heiko Maas Es gibt kein Grundrecht auf innere Sicherheit 24. November 2016

    • Brigitte Imb
      22. Februar 2017 19:25

      Paßt gut dazu:

      Die Münchner Sicherheitskonferenz dürfte eher einem "Bilderberger-Treffen" gleichzusetzen sein, als einer Diskussion um tatsächliche Sicherheit. Vielmehr dürfte dort ein weiterer Schlachtplan zur Deastabilisierung Europas abgehandelt worden sein.
      Anscheinend dürfte die Teilnehmerliste geleakt worden sein.

      http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/geleakt-teilnehmerliste-der-muenchener-sicherheitskonferenz-rothschilds-soros-joffe-mit-dabei-a2055308.html

    • franz-josef
      23. Februar 2017 09:13

      Wieso hinterfragt diese Münchner "Sicherheits"konferenz niemand? Kein Schwein interessiert sich dafür, was da plötzlich in München ad"Sicherheit" konferiert wurde, und was bei einer "Sicherheits"-Konferenz Bill Gates, gleich zwei sonst unsichtbare Rothschilds, George Soros, und Herr Joffe von der "Zeit", der erst kürzlich öffentlich einen Mord an Trump als eine mögliche Problemlösung nannte, zu tun haben.
      Aus dem Artikel geht hervor, daß die Unruhen in Frankreich und nun in Schweden plangemäß provoziert und als Beginn der Destabilisierung zu sehen sind.Bürgerkriege zum Machtgewinn? "Sicherheits"-Blabla als Tarnung für Finanzierungsabsprachen und Meinungssteuerung?

    • Rau
      23. Februar 2017 11:08

      Der Umstand, dass die Altparteien gar keine anderen Personen als solche skrupellose Abkassierer haben, zeugt doch wie abgewirtschaftet dieses System hat. Ein System, das solche Eliten hervorbringt, egal ob Experten, angebliche Fachkommentatoren und Berater, Analysten und auch "Philanthropen" hat ausgedient. Hoffentlich nicht auf die schon leidlich bekannte Art des 20. Jhdts

  14. Ausgebeuteter
    22. Februar 2017 17:56

    Bitte Herr Unterberger, die Zentralbankchefs haben doch erklärt, dass eine gezielt Inflation (max. 2 %) für die Genesung der europäischen Finanzkrankheit absolut erwünscht ist, denn eine Deflation wäre nicht verkraftbar. Nun ist die gewünschte Inflationrate erreicht.. Die Niedrigzinspolitik wird aber absichtich beibehalten, damit die Staatsschulden mit Geld "geringen Wertes" zurückgezahlt bzw. "refinanziert" werden. Die privaten Sparer werden eben durch die Differenz zwisch Inflation und mickrige 0,01 % Habenzinsen auf den Spareingen zur Genesung der Staatsfinanzen gezwungener Weise etwas beitragen müssen.

    Zu den Staatsschulden: es ist derzeit international genügend Geld vorhanden, welches sicher Anlagemöglichkeiten sucht. Daher geben sich die Geldgeber mit sehr niedrigem Zinsertrag zufrieden. Österreich - sagt man - kann ja nicht pleite gehen, denn es gibt ja noch viel Staatsvermögen zu verpfänden. In der Praxis werden alle Schulden auch fristgerecht zurückbezahlt, genau genommen durch neue und höhere Kredite ersetzt. Nun mehr ganz naive Österreicher glauben, dass dies jemals geschehen wird, denn dann müssten unsere Kinder und Enkelkinder sehr sparsam sein.

    Aber dies berührt ja unsere exzellent bezahlten Spitzenkräfte in der ÖNB überhaupt nicht. Der Italiener Dragi als oberster EZB-Boss denkt in erster Linie, wie sein Heimatland am Besten aussteigt und bekommt seine Entscheidungen von allen Ländervertretern bedingungslos unterstützt. Die ursprünglich guten sog. Maastricht-Kriterien wurden schon zu Grabe getragen, so gibt es nur mehr eine Politik des "Weiterwurstelns".

    • Erich Bauer
      22. Februar 2017 18:00

      Diese "künstliche'" Inflation ist nicht durch Lohnerhöhungen entstanden. Daher ist es die fortgesetzte Deflation, die Enteignung zum Ziel hat...

    • Ausgebeuteter
      22. Februar 2017 18:15

      Erich Bauer
      Der ORF beurteilt auf seiner Onlineseite (http://orf.at/stories/2380458/ ) diese europaweite Inflation von 2% als positiv. Auch wenn der vernünftige Wirtschaftsredakteur Josef Urschitz in der morgigen PRESSE dies vermutlich anders sieht, sind die linken Regierungen durchaus happy.

    • Erich Bauer
      22. Februar 2017 18:26

      Ich bezweifle ob "Wirtschaftsredakteure" dieses "Inflationsgeheimnis" entlarven... Das würde mich sehr überraschen. Wenngleich ich da Verschweigen als grundsätzliche "Veröffentlichungsschranke" von der Chefredaktion, auf Wunsch der Vorstände, als gegeben ansehen müsste...

    • Ausgebeuteter
      22. Februar 2017 20:28

      Erich Bauer
      Josef Urschitz ist ebenso wie der frühere PRESSE-Wirtschaftsjounalist Franz Schellhon (nun Agenda Austria) einer der wenigen völlig unabhängigen klugen Wirtschaftleute in Österreich. Da traut sicher CR Nowak nicht, ihm bei manchen Themen in die Schranken zu weisen.

    • dssm
      22. Februar 2017 21:05

      @Ausgebeuteter
      Das ist schlicht bösartig!
      Herr Draghi war ein Goldmann, na und?
      Herr Draghi war Chef der italienischen Notenbank, welche den italienischen Banken gehört. Und er hat gut für die Eigentümer gearbeitet – das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen, ganz im Gegenteil, höchstens den Gutmenschen bei uns, die das anders dargestellt haben!
      Herr Draghi hat als EZB Chef verzweifelt versucht den Euro zu retten und hat dabei niemals irgend etwas im Dunklen gelassen. Wenn man jemanden für Transparenz und Ehrlichkeit auszeichnen will, dann den EZB-Chef! Seine Ziele kann man ablehnen (wie ich es tue) oder befürworten, aber seinen guten Ruf in Frage zu ziehen ist nicht korrekt.

    • Corto Maltese
      22. Februar 2017 21:37

      @dssm Das sehe ich auch so wie Sie. Das Problem ist die Politik. Auch ich lehne Draghis Ziele ab. Aber die Professionalität kann man ihm nicht absprechen.

  15. Bob
    22. Februar 2017 17:15

    Zum Nationalbankpräsidenten kann man nur sagen das die Roten den Schwächsten (Hilfsausdruck )zum Präsidenten gemacht haben, um ungefährdet und ungestraft ihren Machenschaften nachgehen zu können. Da sind durchaus Teile der ÖVP mitschuldig.

    • dssm
      22. Februar 2017 21:10

      @Bob
      Auch das ist bösartig. Unser Notenbankchef ist ein allgemein anerkannter Fachmann, auch ausserhalb des 'mainstream'. Im Rahmen des Möglichen wurde viel erreicht, da aber das Mögliche nur Zeitgewinn war, ist das Scheitern unumgänglich. Das Mögliche wurde aber von den Herrschenden böswillig eingeengt, die Schuldigen sind letztendlich die Wähler. Sie können nicht jemanden, der mit großem Können den Wählern Zeit für Änderungen gegeben hat, deshalb verurteilen, weil die Wähler das Angebot nicht angenommen haben.

  16. Rudolf Wirthig
    22. Februar 2017 15:58

    Die Strafanzeige des Verteidigungsministers gegen die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH wegen des Verdachtes des Betruges und der Täuschung sowie der vom Abgeordneten Pilz gewünschte neuerliche parlamentarische Untersuchungsausschuß ist allgemeines Gesprächsthema. Sollte es dabei tatsächliche eine Täuschung der Republik Österreich gegeben haben so ist das gegenüber der Täuschung der europäischen Völker in der Bewältigung der Euro-, Schuldenkrise ein "Lercherl". Zu allem Überfluß entblödet sich die EU-Kommission nicht Österreich eine Strafzahlung für Falschmeldungen an EuroStat im Zuge des Salzburger Finanzskandals anzudrohen.
    Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß wäre dringend nötig um festzustellen mit welchen Tricks und Täuschungen die EU in eine so nicht beabsichtigte Haftungsunion verwandelt wurde.

    • Erich Bauer
      22. Februar 2017 16:14

      Die EU tut wirklich ALLES, um einen Öxit herbeizuführen. Ich habe trotzdem meine Zweifel ob ihr das gelingt...

    • Gandalf
      22. Februar 2017 16:39

      @ Erich Bauer:
      Ein Öxit wird sich völlig erübrigen, wenn es - wie es derzeit aussieht - die EU als Ganzes zereisst. Etwas besseres kann uns gar nicht passieren. Man muss sich nur trauen, das laut und deutlich auszusprechen.

    • Erich Bauer
      22. Februar 2017 16:50

      Zuerst der Gedanke, dann das Wort... und dann die Tat.

    • Bob
      22. Februar 2017 17:17

      Einfach dieser Organisation die finanzielle Hilfe untersagen. Auf gut deutsch: nichts mehr brennen, wir haben fertig!

    • Erich Bauer
      22. Februar 2017 17:26

      @Auf gut deutsch: nichts mehr brennen...

      Das ist eine sehr "naturbelassene" Vorstellung über die tatsächlichen Vorgänge.

  17. Erich Bauer
    22. Februar 2017 15:56

    Wir zahlen nicht für Italien! Wir zahlen für Brüssel und deren Vogt Merkel! Und die Östertrotteln unter den Anfeuerungsrufen der "Schmierlappen" (Medien) wollen das so!

  18. schreyvogel
    22. Februar 2017 14:21

    Die derzeitige Situation ist ideal für Staaten mit hoher Verschuldung:

    Der Zinssatz ist null Prozent, und durch die Inflation entwerten die Schulden um jährlich zwei Prozent, d.h. sie zahlen sich selbst zurück.
    Staaten mit sehr hoher Staatsverschuldung zeigen nur, wie weise ihre Politiker waren!!

    Arm sind nur die Sparer, die keine Zinsen kriegen und natürlich keine Inflationsabgeltung. Statt dessen fordern die Politiker noch zusätzlich Vermögensteuern (to add insult to injury).

    Krank das ganze!

    • dssm
      22. Februar 2017 21:13

      @schreyvogel
      Die Österreicher haben rund 115Mrd an kurzfristig abrufbaren Spareinlagen. Zwei Prozent Inflation machen da einen ganz netten Betrag, eine Vermögenssteuer sozusagen; Deppensteuer wäre wohl das bessere Wort.

  19. Gegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
    22. Februar 2017 14:13

    Wer bisher sein Geld zu einem Zinssatz unter der Inflation und noch weiter bei den Banken läßt, übernimmt ein höheres Risiko als im Falle der Aufbewahrung zu Hause im Sparstrumpf. Daher: Kein Geld auf Sparbüchern, eher noch in den heimischen Sparstrumpf!

    • Bitos
      22. Februar 2017 14:19

      Warum ist das Risiko höher?

    • Gegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
      22. Februar 2017 14:37

      @Bitos:
      Daß irgendwo eingebrochen wird und Geld dem Sparer X dabei gestohlen wird hat eine - derzeit noch - geringe Wahrscheinlichkeit. Geht eine Bank bankrott, dann sind viele Sparer betroffen, also eventuell als einer darunter dieser Sparer X. Selbst wenn die Einlagensicherung ihm schließlich den Schaden abdeckt, kann er lange nicht zu seinem Geld. Zusätzlich wird sein Konto und er von EU- und Regierungsstellen, entgegen der ursprünglichen Zusicherung des Erhalt des Bankgeheimnisses, überwacht. Aus dem Sparstrumpf kann Sparer X rasch eventuelle Gelegenheiten zum Geschäft ergreifen, über die Bank ist dies eher nur langsam möglich.

    • Bitos
      22. Februar 2017 15:50

      Auch auf dieses Risiko haben Sie Bezug genommen. Dann verstehe ich es.

    • Ausgebeuteter
      22. Februar 2017 18:03

      Erstens gibt es in Österreich im Fall einer Bankenpleite eine Mindestgarantie bis zu einer bestimmten Einlagehöhe.
      Zweitens kann man große Geldmengen auch abheben in in einem Schliessfach deponieren. Da entgeht man vor allem einem möglichen Negativzinssatz, wie es ihn schon anderswo gibt und der Safeinhalt ist auch versichert.

    • dssm
      22. Februar 2017 21:14

      @Ausgebeuteter
      Wo leben Sie denn? Welches Recht wurde rund um die Eurokrise nicht gebrochen? Wann immer es den Herrschenden passt, wird das Geld eingezogen, jede andere Sicht ist deckt sich nicht mit dem bisherigen Verlauf der Euro-Krise.

  20. Pennpatrik
    22. Februar 2017 13:45

    Man muss ja nicht einmal studiert haben um das zu beurteilen.
    Alle, aber auch wirklich alle sozialistischen volkswirtschaftlichen Projekte haben die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Bildung ruiniert.
    Es war zu erwarten und jetzt tritt es eben wieder einmal, wie in den letzten 100 Jahren immer wieder gesehen, ein.
    Schuld ist natürlich der Klassenfeind.

  21. Corto Maltese
    22. Februar 2017 13:22

    Erstaunlich ist, dass die in den Redaktionsstuben und Wiener Bobo Zirkeln vorherrschende grüne Ideologie jegliche Ausprägung von sozialem Bewusstsein verhindert:

    1.) Der von der EZB vorgegebene Niedrigzinssatz bei langsam anspringender Inflation belastet vor allem den kleinen österreichischen Sparer, der sich etwas Geld für die Pension ersparen wollte. Dafür wird kräftig in den Süden Europas umverteilt. Doch das entspricht wieder ganz der grünen Bobo-Ideologie, denn der investiert seine Pension in Aktien.

    2.) Völlig unbemerkt findet in den verzerrten Strommärkten eine Umverteilung zulasten der ärmeren Bevölkerungsschichten statt. Die dem Endverbraucher aufgebürdete Ökostromförderung hat in 2016 über 800 Mio EUR betragen und wird aufgrund der derzeit im Begutachtungsverfahren befindlichen Novelle zum Ökostromgesetz wohl die Milliardengrenze übersteigen. Die belastet vor allem ärmere Haushalte, die sich weniger effiziente Geräte leisten können und zum Teil mit Strom heizen. Der grüne Bobo leistet sich schon mal seine Photovoltaikanlage am Einfamilienhaus, schwätzt über Windräderprojekte und kassiert die geförderten Einspeistarife.

    3.) Arbeitsplätze die bei Großbaustellen wie der 3. Piste am Flughafen Schwechat oder dem Murkraftwerk entstehen würden, werden von Eva Glavicnic (wie gestern im Report) unelegant ignoriert. Verbissen wird hingegen die Reinheit der grünen Zukunftsvisionen verteidigt.

    4.) Am hohen Anteil der Migrantenkinder in den Schulen haben vor allem Kinder ärmerer Schichten zu leiden, die ihre Kinder nicht in Privatschulen stecken können. Gerade in den öffentlichen Schulen wird es unter den österreichischen Kindern massive Bildungsverlierer geben.

    5.) Dem Verdrängungskampf am Arbeitsmarkt sind vor allem Arbeiter ausgesetzt. Wenn es sich um Pendler handelt, wie bei den meisten burgenländischen und steirischen Arbeitern, würden grüne Politiker wie Frau Vassilakuh diesen gerne die Pendlerpauschale wegnehmen um den Anreiz zum höheren Verkehrsaufkommen zu reduzieren.

    6.) Populstischer Protektionismus, den sich - eingepeitscht von der Krone - in puncto TTIP alle Parteien zu eigen gemacht haben, wird langfristig die ärmeren Schichten treffen.

    Da ist es auch kein Wunder, dass sich morgen am Opernball erstmals grünes Establishment (halt mit Dreitagesbart zwecks Abgrenzung), Redakteurs Bobos und das vulgäre Bürgertum in den Logen mischen.

    Wenn Sozialdemokraten ihre Ideale ernst nehmen würden, gäbe es viel zu tun. Wenn Bürgerliche wieder ab und zu Nell Breuning lesen würden, gäbe es einiges an Vision für die Zukunft. Jeder elitäre Spießer will heute links-liberal sein, aber man meint lediglich das dem individuellen Lustgewinn geschuldete libertäre Gesellschafts- und Denkmodell. Dabei kann man auch kaum etwas verlieren. Die laufende Umverteilung, Demobilisierung der Schichtendurchmischung und antidemokratischen Tendenz im Denken müsste eigentlich jeden Sozialdemokraten und Christlichsozialen aufrütteln und politisch elektrisieren. Aber was dem einen sein Burkaverbot ist, ist den anderen die Umbennenung des Heldenplatzes: Letztes Schaulaufen am Beautycontest.

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2017 21:54

      TTIP wäre gut für die Wirtschaft - ja - für die US-Wirtschaft ! ! !
      Ansonsten ist das KEIN Handels-Vertrag, sondern eine Voll-Entmündigung
      der Regierung

      Ob das bei der unseren auffallen würde ? Nein ! Aber dem Steuerzahler
      würde es auffallen ! ! !

      Wenn schon Vertrag, dann CETA ! Die Kanadier haben meineswissen
      noch nie das Militär los geschickt, um wirtschaftliche Interessen
      durchzusetzen; haben noch nie einen "Hitman" (á la CIA) damit
      beauftragt , eine widerspenstige Regierung weg zu putschen ! ! ! !

    • Rau
      23. Februar 2017 07:39

      Ja der Staat. Der Staat ist ein gar ambivalentes Ding. Für "too big to jail" - Bonzen ist er im Verbund mit korrupten Regierungen eine willkommene Gelegenheit sich an ihm (Steuerzahlern) schadlos zu halten. Auf der anderen Seite kommt er nicht einmal mehr seinen grundlegenden Aufgaben nach, z.B. der Sicherung der ihn grundlegend konstituierenden Grenzen seines Gebietes.
      Alles was Sozialdemokraten und Christdemokraten noch aufrüttelt, ist ihre Position an den Futtertrögen der Macht. Der Preis dafür ist eben die Reduzierung der Politik auf das ungeprüfte Durchwinken von zweifelhaften "Freihandelsabkommen" sowie luftleere Diskussionen um Burka oder Heldenplätze. Zu entscheiden haben sie nichts

    • Sensenmann
      23. Februar 2017 11:29

      Ja und? Was interessiert es mich, ob Sozi-Gschrappen mit fremden Analphabeten die Schulbank drücken oder sich im Gemeindebau mit der Buntheit herumschlagen dürfen? So gewollt, so geliefert!
      Tangiert mich nur peripher!

      Teurer Strom? Stimmt nicht. Teurer als der Strom sind die Leitungsgebühren. Die dienen in Wien z.B. dazu den Sozi zu mästen (der braucht dann wieder Plakatwerbung daß Wien auch Strom hat, weil der Sozi würde ja sonst bei der Tranfunzel in seinem Loch hocken, wenn man ihm nicht die technischen Errungenschaften näherbringt), Kurzum ganz wie man es sich gewählt hat.

    • Sensenmann
      23. Februar 2017 11:34

      Die Pendlerpauschale gehört ohnehin weg, weil davon profitieren nur die Leute, die so schön in den Wiener Umlandgemeinden rotzgrün wählen können und dann täglich die Stadteinfahrten verstauen können, weil ich es ihnen bezahlen muss.
      Mich interessieren die Zustände nicht, weil ich mich diesen weitestgehend entziehen kann. Bis auf die Tatsache, daß ich sie bezahlen muss.

      Niemand, absolut niemand hat die angesprochenen "Armen" daran gehindert, dem drecksozialismus den Weisel zu geben und volkstreue Kräfte an die Macht zu wählen, die den Bobo-Spuk über Nacht beenden würden.

    • Sensenmann
      23. Februar 2017 11:40

      Und zu guter Letzt:
      Das Problem IST ja, daß die Sozis ihre Ideale ernst nehmen, die da sind: Stehlen, Geld verschwenden, marxistischen Utopien nachhängen, Massenmördern Denkmäler errichten, Verbrecher verwöhnen und Kinderschänder exculpieren.

      Die Liste der Vorlieben der Linken aller Art kann noch um beliebige Scheußlichkeiten verlängert werden.
      Den sogenannten "Eliten" ist seit jeher eine antidemokratische Tendenz eigen. Angesichts der mittlerweile von der "regierenden" Plebs geschaffenen Zustände die bis zur Auflösung von Volk und Staat reichen ist doch wohl die Frage erlaubt, ob DIESE Art Demokratie ein Wert an sich ist.

      Ich behaupte mittlerweile: NEIN

    • Rau
      23. Februar 2017 11:57

      Naja, der "Weisel" hatte 2008 einen Unfall

    • Corto Maltese
      23. Februar 2017 13:04

      @sensenmann Ihr Tourettesyndrom amüsiert mich! Weil wir ja gerade 2017 schreiben: Sie hätten mental einen wunderschönen Bolschewiki abgegeben. Das "volkstreue" Zentralkomitee hat das Blut so richtig spritzen lassen. Sie haben Ihre Bestimmung noch nicht ganz gefunden, aber das wird schon noch.

      p.s. Die Netze sind reguliert. Der Regulierer hat den Wiener Netzen mit deren Pensionsverpflichtungen sehr weh getan. Aus diesen Erträgen können sich keine großen Plakatwerbungen ausgehen. Aber das war, das einzige Sachargument in der Tourette Suada, auf das ich jetzt sachlich eingehen konnte.

    • Sensenmann
      23. Februar 2017 22:23

      Na, dann ist es ja gut. War mir ja klar, dass Sie einer der Verlierer sind, die mit der Welt, die sie sich selbst gewählt haben, nicht zurecht kommen. Müssen sie pendeln? Geht ihre Nachbrut in eine Sozi-Schule mit bereichernden Gestalten? Ist am Ende des Geldes immer zuviel Monat übrig?
      Das erleben wir leider immer wieder.
      Das Schicksal beklagen, das man sich selbst geschaffen hat.
      Aber trösten Sie sich: Sie werden wie viele andere Ihres Schlages das Zusammenbrechen all der Popanze, die Sie geschaffen haben miterleben und mit großen Augen verwundert schauen, wie es denn nur so kommen konnte.
      Ich komme bald, ihr gold'nen Kinder!
      von von Goethen.
      Für das andere Zitat sind Sie mir zu gewöhnlich

  22. El Capitan
    22. Februar 2017 12:05

    Nehmen wir einmal an, die EZB stoppt die Gelddruckmaschine.

    Was dann passiert, ist klar. Ganze Staaten gehen bankrott.

    In Österreich würde es Wien und ein paar andere Städte treffen. Man könnte dann die Schuld immer noch auf die bösen Kapitalisten schieben.

  23. otti
    22. Februar 2017 11:44

    Dr. A.U. , die vielen tollen Blog-Teilnehmer, die vielen interessanten Links haben bisher verhindert, daß es mich rumpelstilzchengleich in der Mitte zerreißt !

    (Allerdings zerbrech ich mir schon manchmal den Kopf, was wäre, wenn ich DIESE anderen ( als Allererster der dztige EZB-Chef zu Rumpelstilzchen verzaubern könnte .......)

  24. Josef Maierhofer
    22. Februar 2017 11:42

    'Europa braucht den Euro nicht', das Buch von Thilo Sarrazin hat das alles schon 2011 geschrieben und prophezeit.

    ESM, die Österreicher wurden dazu nicht befragt, durch Umgehung der Verfassung.

    Europa braucht eigentlich außer dem Handelsvertrag exakt nichts von dem EU-Moloch der grenzenlosen Selbstbedienung.

    Ein Europa von mündigen Nationalstaaten ist vernünftiger, als ein Zentralstaat EU, der sich total unvernünftig und volksfeindlich verhält, was die Immigrationsfrage betrifft. Der EU Zentralstaat schädigt die Europäer, wo er nur kann, macht Unvernünftiges, wo er nur kann, bricht Gesetze, auch die eigenen, und jetzt kommt der Zahltag, unaufhaltsam und immer näher, ich habe das schon vor 3 Jahren hier geschrieben.

    Natürlich zahlen das die EU-Bonzen nicht, nein wir die blöden Bürger, die wir diese Sippe gewählt haben.

    • Rau
      23. Februar 2017 08:19

      Das beste ist, die Bücher Sarrazins haben auch viele gelesen! Ich auch und er schreibt auch sehr verständlich. Ebenso andere wie Wilhelm Hankel, Hans Werner Sinn sowie die Herren rund um Schachtschneider, die bereits gegen Maastricht geklagt haben. Gewonnen haben leider jene bezahlten, zwar eloquenten, aber doch grossteils Luftblasen aussondernde steuergeldfinanzierte Regierungseinflüsterer. Deren Rezepte haben eben dahin geführt, wo wir jetzt sind.

    • Josef Maierhofer
      23. Februar 2017 08:37

      @ Rau

      Ja leider siegt die Ideologie (= Idiotie) bis zum 'Endsieg', weil das Wahlvolk sie wählt und sich benebeln lässt, statt selbst zu denken.

    • Erich Bauer
      23. Februar 2017 09:00

      Aber das mit dem "Endsieg" hat auch damals schon nicht geklappt...

    • Josef Maierhofer
      23. Februar 2017 10:34

      @ Erich Bauer

      Ja, die Geschichte wiederholt sich, erst wenn alles kaputt ist, geht es wieder von vorne los. So sind wir halt, wir Menschen ...

    • Sensenmann
      23. Februar 2017 11:21

      Die Österreicher haben aber abgestimmt: Gegen den Schilling mit 95,6% (Schilling Volksbegehren) denn für Beibehalt des Schillings waren 4,4%.
      Für den ESM mit verfassunggebender Merheit von 2/3 durch rotzgrün und schwarz im Parlament.
      Auch heute wird ein bedingungslos EU-höriger Präsident und damit seine Clique von Volkszertretern mit 53% gewählt.
      Also wollen es derzeit 53% genau so haben wie es ist.
      Sie haben definitiv für die Ziele gestimmt, die der alte vdB propagiert hat: EU-Hörgkeit ohne wenn und aber und offene Grenzen.

      Leider zahlen eben nicht nur die, die dieses Pack gewählt haben und mit ihrer Stimme Verantwortung tragen, sondern auch die, welche den Wahnsinn niemals gewählt haben.

    • Rau
      23. Februar 2017 11:26

      Denken Sie wirklich, das hat noch was mit einer der bekannten Ideologien zu tun? Wenn dem so wäre, könnte man wenigstens noch irgend eine eigenständige Basis für das Handeln der Politkaste ausmachen. Ich sehe das aber nicht. Und Leute wie Soros, Gates und alle die sich im Hintergrund der Sicherheitskonferenz getroffen haben sind sicher keine "Linken"

    • Josef Maierhofer
      23. Februar 2017 15:56

      @ Rau

      Die Ideologie lautet Gleichheit, Anspruch, Selbstbedienung von oben bis unten und dauert so lange, solange es noch Kredit gibt.

      Noch ein Faktor ist die Islamisierung, die geht schneller, wenn das noch lange geht mit dem Kredit.

      Wie eine amerikanisch Selbstmordsekte, die auf den Gipfel steigt und alle Teilnehmer umbringt ...





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