„Die Bürokraten des Wohlfahrtsstaats haben ein Interesse daran, dass sich die Lage der Abhängigen nicht ändert – sie leben ja davon, dass die anderen nicht für sich selbst sorgen können.“
Das Urteil des renommierten Berliner Medien- und Kommunikationstheoretikers Norbert Bolz in „Cicero“ ist hart. Noch härter ist sein Satz: „Die Linke liebt die Misere.“
Ganze Sozial-Industrien leben von jenen Nöten, die sie zum Gutteil selbst dramatisiert oder gar erst herbeigeredet haben, damit sie dann gut als institutionalisierte Betreuer dieser Nöte leben können. Und das gelingt angesichts einer Politik sehr gut, welche nur noch zu einem imstande ist: nämlich dazu, die auf die Zukunft gemachten Schulden an jene weiterzuleiten, welche jeweils am lautesten und ergreifendsten zu jammern verstehen.
Ein besonders krasses Beispiel ist die Entwicklungshilfe. In Bangladesh wurde die Zahl der dort tätigen Hilfsorganisationen mit über 300 gezählt. Jeweils mit Büros, mit Repräsentanten, mit einer eigenen Infrastruktur. Man weiß zwar nicht, wie sehr sie dem Land geholfen haben oder wie sehr dieser Overkill an sich schon schadet. Aber es ist unbestreitbar, dass allein in jenem islamischen Land Zehntausende ausländische Helfer ihre berufliche Existenz auf ihre Hilfstätigkeit gründen können. Was zwar in den meisten Fällen nicht mit horrenden Gehältern, dafür – im Sinne Viktor Frankls – mit hoher subjektiver Sinn-Befriedigung belohnt wird.
Das ist zweifellos persönlich eine legitime Lebenseinstellung. Sie führt nur dazu, dass man keinerlei Interesse an der Feststellung hat, dass ein Land keine Hilfe mehr braucht. Noch weniger mögen solche Helfer die Erkenntnis, dass Entwicklungshilfe schon von vornherein mehr Schaden als Nutzen anzurichten imstande ist.
Entwicklungshilfe schafft Abhängigkeiten und lässt die Menschen Eigenverantwortung und eigene Anstrengung verlernen. Im Gegenteil, wenn billige oder gar unentgeltliche Hilfsgüter, etwa Lebensmittel, ins Land kommen, werden dadurch die lokalen Produzenten aus dem Markt gedrängt. Die Bauern der Dritten Welt brauchen keine Entwicklungshilfe (nur bisweilen Katastrophenhilfe), sie brauchen den Zugang zu den noch immer protektionistisch abgeschirmten Märkten Europas und Nordamerikas. Wenn im Westen die Bauern mit Abermilliarden gestützt werden, können die der Dritten Welt nicht mehr mithalten, deren Märkte überdies mit westlichen Überschussgütern verstopft werden.
Den besten Beweis dafür, wie überflüssig Entwicklungshilfe ist, liefern Ost- und Südasien. Viele der dortigen Völker haben den Schritt aus bitterer Armut geschafft, niemand verhungert mehr, wie es noch bis in die 80er Jahre an der Tagesordnung war. Sie haben diesen Schritt aber nicht dank westlicher Helfer oder Hilfe geschafft, sondern weil sie nach – häufig von europäischen Helfern empfohlenen – sozialistischen Irrwegen gelernt haben, dass eigene Anstrengung, die Orientierung nach den internationalen Märkten und Kapitalismus in Reinkultur für sie der beste, wenn nicht einzige Weg aus der Armut sind.
Es ist ziemlich logisch, dass sich durch diese Beispiele weltweit die Entwicklungshilfe-Organisationen tödlich angegriffen fühlen. Daher wird von ihnen vehement jeder Verweis auf die Erfolge des marktwirtschaftlichen Wegs ignoriert oder gar bekämpft. Daher wird ein immer größerer Teil der Entwicklungshilfe für die Öffentlichkeitsarbeit in den Zahlerländern selbst ausgegeben.
Besonders präzise kann man parallele Verhaltensmuster bei der Klima-Debatte verfolgen. Kein Mensch überprüft die von einigen UNO-Computern „bewiesene“ Grundthese, dass nämlich der von Menschen verursachte CO2-Ausstoß eine katastrophale Erwärmung auslösen wird. Aber mit dieser These werden riesige Forschungs-Summen, Milliarden-Subventionen für Wind- und Solarkraftwerke, für internationale Konferenzen und Propagandabroschüren sowie für alles, was die Vorsilbe „Bio-“ trägt, locker gemacht. Früher im Schatten lebende Risiko- oder Klima-Institute erleben dadurch auf unsere Kosten einen sensationellen Boom.
Warum sollte auch nur einer von diesen Profiteuren Zweifel daran veröffentlichen, ob das alles überhaupt stimmt? Im Gegenteil, Zweifler werden sofort zu Verbrechern gestempelt, wie einst im 16. und 17. Jahrhundert die Ketzer.
Ganz ähnliche Phänomene sind im Gesundheitsbereich zu beobachten: Fast wöchentlich werden dramatische Zahlen veröffentlicht, wie viele Österreicher an irgendeiner Krankheit leiden. Ganz zufällig stammen diese Veröffentlichungen immer von einschlägig interessierten Ärzte-Gruppen oder Pharma-Konzernen. Ähnliches liest man ständig über alle möglichen seelischen und geistigen Leiden. Und wieder stecken hinter diesen Veröffentlichungen ganz zufällig immer Berufsgruppen, deren Bezeichnung mit „Psycho-“ beginnt. Und ebenso zufällig wird gleichzeitig immer mehr Forschungs- oder Betreuungsaufwand der Steuerzahler für die jeweiligen Krankheiten (also für jene Spezialärzte und -forscher, die einschlägig aktiv sind) verlangt.
Ähnliches ist bei allen Berufen zu beobachten, die Armut und soziale Not bekämpfen. Ich habe von denen noch nie gehört, dass sich irgendetwas gebessert hätte. Arme werden prinzipiell immer nur ärmer. Und die meisten Journalisten schreiben es jedes Mal brav nieder.
Keiner denkt nach, wie viel besser es uns allen geht als vor einigen Jahrzehnten; keiner wagt die Frage, ob die statistisch Armen nicht vielleicht ganz heftig von Schwarzarbeit oder gar von den Zinsen eines versteckten Vermögens leben.
Ein bezeichnendes Beispiel, wie da mit Statistik Schindluder betrieben wird: Vor kurzem schrieb eine der SPÖ-nahen Gratiszeitungen voll Entsetzen, dass 46 Prozent unserer Studenten unter der Armutsgrenze lebten; ein paar Tage später fand sich anderswo die kurze Notiz, dass in Serbien 10 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Also logischer Schluss: Auf nach Serbien.
Übrigens: Würde man die Einkommen aller Österreicher real verdreifachen, würde dennoch kein einziger über die Armutsgrenze klettern. Denn die ist ein rein relativer Wert, was die meisten aber nicht durchschauen. So hat in Amerika fast jeder „Arme“ ein Haus, ein Auto, mehrere Fernseher, eine Waschmaschine.
Inzwischen hat sich auch eine riesige Maschinerie etabliert, die Kinder vor Missbrauch und Frauen vor Gewalt schützt. Würden die fürchterlichen Ziffern über einschlägige Untaten wirklich stimmen, dann wäre es wohl besser, alle Männer mit Handschellen zu versehen. Bei diesen ständigen Schreckensmeldungen geht es aber in Wahrheit primär um die Subventionen für Frauenhäuser, obwohl einer dieser Einrichtungen erst vor kurzem nachgewiesen wurde, dass sogar die Zahl der betreuten Frauen nach oben manipuliert worden sind.
Man könnte das alles ja aus amüsierter Distanz verfolgen, hätte es nicht böse Folgen: Die Menschen geraten erstens in ein Abhängigkeits-Syndrom und fühlen sich nicht mehr selbst für ihr Leben verantwortlich, was oft jede Energie tötet. Zweitens werden durch diese künstliche selektive Dramatisierung die wirklichen Problemfälle gern übersehen. Und drittens werden in der Folge die – ohnedies nur noch auf Kredit vorhandenen – staatlichen Mittel völlig falsch eingesetzt.
(Dieser Beitrag erscheint in einer etwas ausführlicheren Fassung demnächst in der „Academia“.)


Wmf
Ich merke mir meine Einträge einfach. Beim Hinunterscrollen reicht es, die Uhrzeit des letzten Beitrages zu checken. (Da nach Uhrzeit chronologisch) und sich in etwa die Position des Balkens zu merken. Geht schon automatisch bei mir.
Kein Geheimnis.
Brigitte
1.) Pop Ups kosten viel Geld. Siehe Anzeigenpreisliste PRESSE Internet.
http://diepresse.com/unternehmen/sales/online/8299/index.do
2.) Nerven diese, da meistens nicht erwünscht.
3.) Welches Medium verweist schon gerne auf die Konkurrenz. Noch dazu auf eine, wie A.U. (Ausgenommen Gegengeschäfte – und die sind oft nur zum Teil ohne Geldfluss – also heisst es auch hier oft: Euros in die Hand nehmen)
Bitte weiß jemand gesichert, wie die ‘Armutsgefährdung’ und die ‘Armut’ konkret berechnet werden, welche Grunddaten (Einkommensteilen Familienweise oder individuell ….) wie verwendet werden?
Werden z.B. die Sozialtransfers eingerechnet? Etc.???
Auf der Internetseite der Armutskonferenz, die von solchen Berechnungen lebt, steht nur: “Als Schwelle wird 60% des Median-Pro-Kopf-Haushaltseinkommens definiert: das sind 912 Euro.”
Da meines Wissens nach der Begriff “Einkommen” nur für bezogene Einkünfte aus Arbeit, Vermögen und Versicherungen (also auch Krankheit und Arbeitslose) gilt, nicht jedoch für Transferleistungen, dürfte es sehr viele Pseudo-Arme geben, die zwar weniger Barmittel zur Verfügung haben als andere, diese allerdings behalten dürfen statt sie wie unsereins für alle Steuern, Abgaben, Zwangsgebühren, Pflichtversicherungen etc. abdrücken zu müssen.
Als ich im vorigen Jahr einen schweren betrieblichen Verlust einstecken musste, durfte ich mir selbst so wenig auszahlen, dass mir weniger blieb als das, was man heute als Armutsgrenze bezeichnet. War ein hartes Jahr, aber was solls, als ausbeuterischer kapitalistischer Unternehmer durfte man mir trotzdem alle Abgaben und Steuern auspressen, auch wenn für mich nichts mehr blieb und meine Familie helfend einspringen musste. Diese Gesellschaft misst mit zweierlei Maß; sie hätschelt die Nehmer und prügelt die Geber…
@ Reinhard
Da kann ich Ihnen beipflichten. 2007 und 2009 waren solche Jahre bei mir. Das Einkommen von EPUs liegt auch nach der Statistik Austria unter dem von Lehrlingen.
Pro Arbeitsstunde darf man da gar nicht anfangen zu rechnen.
Noch lustiger wird das aber dann, wenn es noch Firmenvermögen gibt, und Sie dann einmal am Sozialamt fragen, ob Sie nicht eine Zeitlang Sozialhilfe bekommen könnten. Die Antwort kennen dann viele sicher noch nicht: 390,- EURO pro Monat auf Grundbuch. (Habe das einmal angefragt für eine hungernde Kollegin.)
Mein Studienkollege ist arbeitslos und bekommt 740,- EURO pro Monat Sozialhilfe.
Darum möchte ich am liebsten mit diesem ganzen ‘Förderungszeug’ nichts zu tun haben sondern lieber verhungern.
Den Sozialmarkt betreten darf einer mit ‘Armutsausweis’. Wie lange wird es noch dauern, bis wir für den ‘Armutsausweis’ das Parteibuch vorweisen müssen, auch, wenn wir uns die Mitgliedsgebühr nicht leisten können ? Hauptsache igendein Beamter oder Funktionär wird dafür bezahlt.
An Reinhard und Josef Maierhofer,
Ihre beiden Geschichten berühren mich. Bei solchen und ähnlichen Erzählungen wachsen mir “die Kabel”. 1988 war ich selbständig. Irgendwann, an einem Tag im Juni, ich hatte bei erster Gelegenheit über 300.000.- ö.S. an Steuern bezahlt, fuhr ich die Gentzgasse hoch – zu einem Kundentermin. Es traf mich wie ein Blitzschlag: Ich muss verrückt sein! Seit 10 Jahren laufe ich dem Geld für andere nach Im Radio höre ich etwas über “Bieniensprünge”. Das gibt mir den Rest. Kein Urlaub, kaum Freizeit, eher bescheidener Wohlstand – jeder mittlere Postangestellte hat das auch. In der nächsten Parklücke parkte ich mich ein und rief den langjährigen Kunden an. Ich sagte ihm, daß ich mich gerne mit ihn treffe, ich aber in diesem Land keine selbständige Geschäftstätigkeit mehr vornehme. Mein Kunde war zuerst ziemlich verdattert, merkte aber nach ein paar Sätzen, daß es mir ernst war. Ein bisschen neidvoll ließ er anklingen, daß er das für gar keine so schlechte Idee hielt, er aber einen solchen Schritt nicht mehr machen könne.
Ich selbst schaute mich kurz um und “krachte” bei der nächsten Firma rein. Eine Stunde später war ich ASVG-Angestellter. Die eigene Firma liquidierte ich – das waren einige schwere Jahre. Denn einen Konkurs wollte ich nicht (verrückt!).
Ich habe diesen Schritt nie bedauert. 10 Jahre Selbständigkeit sind genug. Seither bin ich jeden Tag in “ASVG-Urlaubsstimmung”. Und ich kann nicht verstehen, wieso viele meiner Kollegen so mißgelaunt zur Arbeit erscheinen.
Einige Jahre später bekam ich einen Brief vom Finanzamt, in dem man von mir Steuervorauszahlungen verlangte. Ein offenkundiger Irrtum. Jedenfalls antwortete ich darauf und fügte immerhin noch einen boshaften Absatz hinzu:
“Ich möchte dazu festhalten, daß ich keinerlei selbständige Tätigkeit im Jahr …. vorgenommen habe. Hinzufügend erlaube ich mir zu bemerken, daß ich, aufgrund der hierzulande vorherrschenden bürokratischen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, auch hinkünftig nicht daran denke mich an „Gründerwellen“ zu beteiligen und somit auch durch keinerlei „Anfeuerungsaufrufe“ geneigt sein werde unternehmerische Tätigkeiten aufzunehmen.”
Bereits am übernächsten Tag wurde ich schriftlich auf 0 gestellt. Überlegen Sie es sich gut, ob Sie sich auf dem Altar des “Wohlfahrtsstaates” opfern wollen. Denn Sie, die EPUs und KMUs, sind das “Grillzeug” für diesen Moloch.
@ erich bauer
… und ihre geschichte berührt jetzt mich! ihren entschluss, und dass sie ihn nicht bereuten, verstehe ich sehr gut.
das sollte wirklich jeder teilnehmer hier gelesen haben. weit haben wir es gebracht (und nicht nur in österreich) mit unserem gesellschaftlichen system.
S.g. wassermelonenfresser
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Hoffend auf ein nächstes Leben in einem unternehmungsfreudigen Land (kleiner Scherz, ich bin gar nicht so pessimistisch. Lassen wir uns die “Wassermelonen” munden)
@Erich Bauer
Danke für Ihr Mitgefühl, ich habe den Punkt des Selbstmitleids zum Glück überwunden, auch wenn ab und zu die Galle juckt ob der Unverschämtheit der Abzocke in diesem Staat. “Grillzeug” ist ein treffsicherer Vergleich.
Als ein Finanzbeamter im Anblick meiner Umsatzzahlen tönte, er beneide mich um diese fetten Zahlen, musste ich mein bisher größtes Meisterstück an Selbstbeherrschung abliefern. Ich musste mir einfach sagen, dass jegliche Wortmeldung überflüssig wäre, denn ein Beamtenhirn mit seiner Lebensverdienstdurchrechnungslogik hätte mich schlicht und ergreifend nicht verstanden.
Trotzdem habe ich ein kleines Maß an Selbstbestimmung in mein Leben gebracht und höre nie wieder eine Woche vor dem geplanten Urlaub “Urlaubssperre!”. Und ich mache die Arbeit, die mir Spaß macht und deren Erfolge mich Stolz machen.
Alles hat seinen Preis. Zumindest noch für ein paar Jahre. Dann kann passieren, dass ich Ihnen folge.
Ich stimme Ihnen auch voll und ganz zu: Es ist erstaunlich, wie mies Leute im Job drauf sind, die nach 8 Stunden heim gehen und abschalten können. Aber jene wissen nicht, wie gut sie es haben.
Und der normale wohlstandsverwahrloste Österreicher ist bereits an einem Zustand der Faulheit angekommen, der erschreckend ist. Die “fleißigen” (und damit meine ich die echten, nicht die selbstgefühlten am Tachiniererstammtisch) sind in einer immer kleiner werdenden Minderzahl und eher in KMUs zu finden. Allerdings die Einzigen, für die der sonst allgegenwärtige Minderheitenschutz nicht gilt.
@wmf
Ich schließe mich Ihren Worten vollinhaltlich an!
Ja, weit haben wir es gebracht.
Aber vielleicht hat das auch System. Erst zerstören wir die Hoffnung und dann zerstören wir den Stolz, dann haben wir ein Volk entmutigter und seelenloser Mitläufer….
So viele neue Einträge und Kommentare und zuwenig Zeit zum Lesen und Schreiben… leider…
Mir kommen zwei Gedanken in den Sinn: Zum Ersten an die Pleite von “Ökoprofit”, jener sich in Schulterklopfen und gegenseitiger Preisverleihung suhlenden Gesellschaft hochrangiger Beamter, die beruflich unausgelastet und monatlich mit üppigen Steuergeldern ausgestattet Millionen gutgläubiger Investoren im Saharasand verwehen ließen, die wirklich glaubte “Öko” und “Profit” würden automatisch zusammengehören.
Und zum Zweiten wiedermal einer jener Sätze, die man Konfuzius in den Mund legte: Wenn ich sehe dass ein Mensch hungert, schenke ich ihm keinen Fisch sondern zeige ihm, wie man angelt. Genug Leute suhlen sich in ihrer eigenen moralischen Überlegenheit, wenn sie einem Bettler gerade genug Almosen geben, dass er ein Bettler bleibt, statt dafür zu sorgen, dass er eine Arbeit bekommt.
Aber ich muss weiterlesen, habe so viel verpasst die letzten Tage…
Für jene, die mit “Ökoprofit” nichts anfangen können, hier ein link zu dieser grotesken Politfarce im Grazer Rathaus, das die CPC im Endeffekt verkaufte – an die eigene Tochter “Stadtwerke”… So wird mit Steuergeld umgegangen von jenen hochbezahlten Schmarotz… äh, Beamten, die sich noch hunderttausende zusätzlich in die Taschen stopfen müssen.
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/13156/index.do;jsessionid=1E1CFBA1740CA42D5E1F1B984DAEF38A.p1
Und??? wir schreiben 2009. Wie ist der Stand der Dinge? Haben die Grazer Stadtwerke eine Goldgrube gekauft?
Ob es eine Goldgrube ist, weiß ich nicht, bisher läuft es schweigend im Hintergrund weiter. Beratung lässt sich international gut verkaufen, wenn sich die “Berater” nur gut genug darstellen können.
Die damaligen Akteure sind meines Wissens hinter Gittern gelandet; der Wiener Geschäftsmann für 7 Jahre, der Grazer Beamte für 3 Jahre, davon 2 bedingt, inklusive Rausschmiss und Verlust der Pensionsansprüche. Wenigstens hats mal welche getroffen, seine Chefs Ferk und Nsgl sind aber nach wie vor bar jeder Verantwortung feierlich im bürgermeisterlichen Amte.
Tausche ein S gegen ein A… heißt natürlich Nagl.
Besten Dank “Reinhard”.
)
Fast so, wie ich es mir dachte (als geborener Grazer noch dazu
An Schnabel ..
Wasser …
Kurt 22
Josef Falk
Hochinteressant Eure Stellungnahmen. Habe jetzt fasziniert alle Einträge aufmerksam studiert. Jeder von Ihnen hat zum Teil richtige, zum Teil “hoffnungsorientierte” Ansätze. (Wer verifiziert in der Gegenwart die Zukunft?)
Aber:
Wo liegt die Lösung?
Wer unternimmt etwas?
Der stete Tropfen gilt nur für die 6stelligen Zeitsprünge.
Gebt mir eine Legion – und ich mache es besser als Varo?
Würden wir in allen Bloggs dieses Landes Gleichgesinnte zur Aktion aufrufen, wie viele würden Ihrer Meinung nach kommen?
Das derzeitige System mit seinen nicht mehr kontrollierbaren Auswüchsen ist, fürchte ich, im Rahmen einer Demokratie nicht lösbar.
Ich schliesse mich, da ein A.U.-ähnlicher Jahrgang – der Meinung an, dass realistisch betrachtet die Variante “Töchterchen von Schnabel wird die selben Sätze zu ihm sagen, wie man sie jetzt lesen kann” an. Ich weiss, ein armseliger Ansatz, aber hat jemand eine bessere – praktikable – Lösung?
Ich wäre sofort dabei!
das würde doch bedeuten: die demokratie hat ausgedient?! (h.h.hoppe, der gott der keiner ist?!)
Provokante Gegenfrage: War sie jemals eine echte Alternative?
nein, sie war keine alternative, sie war die einzige option. gott seis geklagt.
(nebenbei: wie können sie die einträge zählen=? im jüngsten thread [pilzsuppe] tun sie das; hab ich da eine wissenslücke?)
wmf
Was meinen Sie konkret?
Oder altersweise: sehen Sie wirklich auch das, was ich sehe?
wmf
Jetzt habe ich Sie endlich verstanden.
Also:
Bei der Überschrift des jeweiligen U.A.Tagebucheintrages
steht rechts unten davon die Kommentaranzahl. Wars’s da? Gern geschehen
@Samtpfote
Ich mach auch mit, dann sind wir schon 2 und somit eine “Gesellschaft”.
Seit langer Zeit habe ich den etwas utopischen Wunsch Gleichgesinnte aller Bloggs zu vereinen. Das stelle ich mir so vor, gleich wenn einer ins net geht erscheinen links die darauf aufmerksam machen, aber leider ist meine Pc Begabung ein wenig unterversorgt und gefunden habe ich bislang leider noch niemanden, der mir bei der Verwirklichung meiner Träume helfen könnte.
Die Schuld der miesen Geburtenraten nur an die Jungen abzugeben sehe ich nicht so, vielmehr mache ich gewisse Politiker verantwortlich, die jahrzehntelang nichts anderes gemacht haben als negative Propaganda gegen Hausfrau- und Muttersein, gepaart mit Selbstverwirklichungsfloskeln für die Frauen, das hinterläßt einfach Spuren.
An Brigitte
Handarbeit ist gefragt. Markieren – kopieren – einfügen.
Bei passenden Kommentaren in anderen Bloggs, weise ich immer auf A.U. hin.
Aber meine zur Verfügung stehende Zeit ist halt auch nicht unendlich vermehrbar.
samtpfote 19.23
danke, das war’s an sich, das habe ich sogar (oder sogar ich) gegneisst, aber das kann ich doch nicht mehr nachvollziehen, wenn ich aktualisiert (oder neu aufgerufen) habe?! ich lass mich gerne auslachen: wie können sie das (oder können sie das überhaupt) logmässig in evidenz halten, das wievielte posting in einem thread etwas war? aber so wichtig ist es auch wieder nicht; ich werd mich gerne bemühen selber drauf zu kommen, falls es was draufzukommen gibt.
@S.pfote
So weit reichen meine bescheidenen Kenntnisse schon und das mache ich natürlich auch.
Meine Vorstellung ist eine andere, so ähnlich wie die unsinnigen Werbeeinblendungen, nur in keiner so penetranten, unseriösen Form.
Wo liegt die Lösung?
Wer unternimmt etwas?
Der stete Tropfen gilt nur für die 6stelligen Zeitsprünge
Allein schon in diesen 3 Punkten liegt mein Frust auf den Staat! Zwar war Schüssel zu Beginn am richtigen Weg, hat aber auf der halben Strecke umgedreht (vielleicht war ihm der Druck der Demos zu hoch), hat wieder Defizit in Kauf genommen, hat Frühpensionierungen (Lehrer ab 50 Jahre!!) ermöglicht usw., schon vorab an Schnabel…: Es war wirklich der richtige Weg!
Da ich mich seit Ende der 60er Jahre für Politik und Wirtschaft interessiere, kann ich nur zusehen, wie Österreich runter gewirtschaftet wird. Ich weiß schon, es geht uns immer besser, aber daß jeder Ösi mittlerweile 1.000 Euro nur für Zinsen pro Jahr zahlt (auch Schnab…´s Töchterchen) ist ja auch nicht ohne. Und seit gut 15 Jahren glaubt jeder öst. Politiker, sich nur mehr um Randgruppen kümmern zu müssen, wenn man halbwegs gut verdient, muß man sich schon schämen! So kann´s ja nicht ewig weitergehen. Und hier liegt die Hauptschuld bei den Roten! Die wirtschaften wie ein Familienvater, der nach Erhalt des Weihnachtsgeldes zu seiner Familie sagt: Leute, ab sofort können wir jeden Monat doppelt so viel ausgeben wie bisher. So einen würde man entmündigen (oder in die Politik schicken).
@ Kurt22
In der Politik sind sie ja dann alle zu finden, mehr oder weniger entscheidend.
Der Schreiber gegen die Helfer liebt die Helfer!
Ergibt auf jeden Fall genausoviel Sinn….
Die “liebe Not” ist der Helfer “liebstes Kind”. Ergibt doch auch Sinn, oder?
Nicht vergessen sollten in diesem Zusammenhang die Stellen “für” Rassismus und Rechtsradikalismus sein. Überall erblicken sie ihre “liebe Not”, die in Wahrheit “üppige Subventionen” lukriert. Sollten sie tatsächlich irgendwann nichts dergleichen Grausiges mehr finden, bleibt immer noch die “Rechtsfahrvorschrift”. Allerdings führt das dann zum RECHTS überhollen. Eine klassische Doppelmühle, die für alle Zeiten die Subventionen bereitsstellt.
Aber, zurück zum Thema obigen Artikels. in diesem Zusammenhang ist die schon einige Zeit zurückliegende “World Vision”-Affäre erwähnenswert. Der 1. Auschußbericht wurde sogar vor den Abgeordneten unter Verschluß gebracht. Der 2. Bericht (offensichtlich geschönt) brachte allerdings trotzdem die wahre Interessenslage vieler bedeutender Hilfsorganisationen zu Tage. Sie deckt sich nicht nur mit dem obigen Artikel, sie übertrifft ihn sogar. Eine Doppelmühle. Seit Jahrzehnten geht sie auf und zu.
Wieviele so Stellen gibt es denn?
Wollen Sie sich bewerben?
Nein, aber sagen Sie doch?
Wenn ich Sie recht verstehe, stört Sie die Verwendung des Plural im ersten Satz? Also, wenn´s sonst nichts ist. Sie dürfen auch ruhig in der Einzahl denken. Ebenso laß ich auch ohne weiteres “diverse” Stellen gelten. Übrigens: glauben Sie tatsächlich, daß es nur eine einzige “Vorwürfefabrik” gibt?
Nein aber Sie tun so, als wären das zig Institutionen, die alle Unsummen cashen. Private fällt mir eigentlich nur eine ein, die gefördert wird, und bekommt eine fünstellige Summe. Und Sie dürften auch nicht besser informiert sein als ich.
Ich bin unwesentlich jünger als A.U., nach heutigen Begriffen waren wir bettelarm, nur hat uns das niemand ständig erzählt, daher ist es uns nicht aufgefallen. Es war halt immer etwas zu essen da (gekocht, nicht gekauft), Gewand gab´s zu Weihnachten oder Geburtstag, und in den späten 50ern konnten wir sogar auf Campingurlaub fahren, für unsere Begriffe waren wir wohlhabend.
Dan kam zum Glück das Wirtschaftswunder und heute besitzen Sie ein schmuckes Eigenheim und ein schnelles Hobby. Bei meiner Generation (unwesentlich älter als halb so alt wie Unterberger) sieht es anders aus – wir werden die Schulden, die Ihre Generation in den letzten 40 Jahren angehäuft hat, abzahlen müssen und im Alter darben müssen, weil Ihre Pension ja sicher sein muss.
Die Schulden waren der Hauptgrund für mich, nie die Sozis zu wählen, meine Stimme hat aber leider nicht geholfen, bedaure auch meine Söhne und Enkelkinder, aber wie gesagt, ich konnte diese Politik nie verhindern, da mir immer klar war, daß die Wahlgeschenke der Roten von Allen bezahlt werden müssen! Mittlerweile sind ja leider alle Parteien auf diesen Wohltäterzug aufgesprungen, armes Österreich, arme Österreicher (damit sind auch die Frauen gemeint). Bitte um einen Vorschlag, was Sie dagegen machen könnten, oder was Sie schon dagegen tun.
Mein Ziel ist, in Österreich keine Steuern mehr zu zahlen, ich arbeite daran.
Es ehrt Sie, dass Sie die Sozis nicht gewählt haben, aber erstens haben wir mittlerweile auch schon 25 Jahre schwarze Regierungsbeteiligungen mit negativen Defiziten, davon 10 Jahre schwarze Finanzminister.
Zweitens haben Sie, wich ich geschriebne habe, natürlich passiv auch massiv von der goldenen Zeit der 60er bis 80er Jahre profitiert, als es gut bezahlte Arbeit für alle gab. Für uns aufgehoben hat Ihre Generation leider nichts. Und sie versteht uns auch nicht, mit meine Eltern führe ich of diese Diskussion.
Wieder einmal sind wir (fast) einer Meinung, hab ja keine Partei von diesen Machenschaften ausgeschlossen. Daß ich “zur richtigen Zeit” gelebt habe, könne Sie mir wohl nicht zum Vorwurf machen. Zumindest habe ich versucht, meinen Kindern die beste Ausbildung (in meinem Rahmen) zu ermöglichen, beabsichtige, bis 65 zu arbeiten (um Ihren Einwand vorzubeugen: nicht wegen höherer ASVG-Pension, sondern weil ich das als Pflicht ansehe, sichbei bester Gesundheit nicht in eine Früh- Hackler-oder sonstige Pension zu verabschieden). Und da ich ja in Ihren Augen “reich” zu sein scheine, unterstütze ich auch meine Söhne bei Wohnungs-, Auto- und sonstigen Anschaffungen, noch Fragen?
…und noch etwas: Diese Unterstützungen sind oft unter Hintanstellung oder Streichung eigener Wünsche geschehen! Vielleicht verstehen Sie, daß ich lieber meinen engsten Umkreis unterstütze, als es dem Staat zum Verludern zu überlassen!
Ich bin unwesentlich älter als Hr. Dr. Unterberger
Ich habe mir jene ‘Fundamentalität’ bewahrt, die ich als einer von 8 Kindern einer Arbeiterfamilie gelernt habe.
Ich fröne keinen teuren Hobbys, ich habe keine teuren ‘Besitzungen’ (Besitz gibt man beim Tod weiter), ich habe gelernt mit wenig auszukommen und bin daher freier als so mancher, der sein ‘angenehmes’ und ‘hobbyreiches’ und ‘reiches’ Leben gegen Verbindlichkeiten getauscht hat. Ich beneide keinen Bonzen um sein Geld, sondern denke immer daran, wieviel man damit bewirken könnte, wenn dieser Bonze das nicht blockieren würde. Ich beneide keinen Parteigänger, der von der Partei, Haus, Hof, Lohn bekommt. Er ist nicht frei, er dient seinen Bonzen und hat von seinen ‘flotten’ Hobbys, die er mit den Bonzen in Seminaren verbringt oder am Schiesstand oder sonstwo, wo man halt ‘Verpflichtungen’ hat, genau die Hinfahrt, Rückfahrt und den eventuellen Unfall,
Ich verwende mein Erarbeitetes (mit Arbeit wird man bekanntlich nicht reich) um möglichst damit einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu geben. Viel selbst Bestimmtes bleibt ja nicht, weil der Beitrag ja zu 80 bis 85% schon vorher unbestimmt und anonym eingehoben wird.
‘Hilfe’ kann es nicht sein, Geld zu geben. Das ist viel zu wenig. Hilfe ist Zuwendung, und wenn ich nichts habe, diese Zuwendung ist es, die dem anderen hilft und er weiss er ist nicht alleingelassen.
Hilfe kann es nur kurzfristig sein, Förderung zu geben. Aber wie beim Taubenfüttern: wenn das Futter hingeworfen wird, dann sind sie da. Menschen, wie auch hier schon angeklungen, die von Förderungen leben sind hilfslos und ausgeliefert dem Fördergeber.
Das erklärt auch Dr. Unterbergers Kritik an den Proponenten der Caritas. Hilfe ist was Einmaliges (Kann natürlich länger dauern, aber ist einmalig).
Real ist aber in der Regel: man muß sich selbst helfen können. (Ausnahmen können nur Behinderte sein und kurzfristig arbeitswillige Arbeitslose). Nicht, wie das heute ist, einfach sein ‘Asozialleben’ oder ‘Schmarotzerleben’ an den Förderdschungel anzupassen, um möglichst ohne Arbeit leben zu können auf Kosten derer, die ehrlich zahlen.
Dazu würde auch ein gewisser Realitätssinnn gehören und eine Resistenz gegen Werbung und andere Einflüsse. Was sind meine Möglichkeiten, die Bedürfnisse passe ich den Einnahmen an und am besten lebe ich, wenn sich das die Waage hält. Verdiene ich weniger, kann ich weniger meiner Bedürfnisse befriedigen. Soll auch kein Malheur sein, solange ich nicht daran zu Grunde gehe.
Diese, menschlich verständliche, Hilfsbereitschaft der Gesellschaft darf nicht intitutionalisiert werden. Der Meinung bin ich auch, obwohl ich meinen Prinzipien untreu werde bei 3 von den Hilfsorganisationen. Der Canisibus der Caritas könnte vermutlich sonst nicht betrieben werden, wenn nicht eine Organisation dahintersteht. Nur, was die kostet, das steht auf einem anderen Blatt.
S.G. Hr. Maierhofer, danke für Ihren Beitrag. Auch ich fröhne keinen teuren Hobbies, und habe halt mit ein wenig Glück, ein wenig Fleiß und mit Hilfe meiner Frau einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet (übrigens immer in der Privatwirtschaft). Die Aufzählung machte ich nur, weil ich den Eindruck habe, daß unserem Schnabe….. jeder suspekt ist, der nicht das Armutsgelübde abgelegt hat.
@ Kurt22
Diese Denkungsart von S ist ja eben sehr oberflächlich und nicht menschlich fundiert. Ich habe das in den Diskussionen auch schon nachgewiesen (endlos lange oft).
Das einzig Richtige an diesem Denkungsansatz ist natürlich für mich schon, dass wir als Menschen vor dem Gestz gleich zu sein hätten. Aber genau das wird genau von dieser Partei vehementest verhindert. Lieber undurchsichtige Förderungen statt ein klares durchsichtiges Gesetz.
@ Kurt 22: ich schreibe doch nicht, dass Sie “reich” sind. Es ist mir auch egal. Fakt ist, dass Ihre Generation auf die Butterseite gefallen ist: Ihre Eltern mussten noch den Krieg erleiden und den Wiederaufbau erarbeiten, Ihre Kinder müssen Ihr unbeschwertes Leben im Nachhinein Finanzieren.
Und aus Ihrer Generation kommen trotzdem die meisten Unzufriedenen: die Neugebauers, Khols, Blechas und wie sie alle heißen, die diese Generation repräsentieren, können nicht genug kriegen. Manche gönnen der jungen Generation nicht einmal die Ausbildung oder die Chancen, die sich durch die Internationalisierung Österreichs ergeben. Und sie haben leider die Macht, weil sie so viele sind.
Ich glaube Ihnen schon, dass Sie Ihren Kindern persönlich viel weitergegeben haben. Aber es geht hier um eine gesamte Generation, Sie sind vermutlich nicht repräsentativ. Aber wenn ich schon Sätze wie “jeder, der will findet auch Arbeit”, stellt es mir 2009 die Grausbirnen auf. Nicht einmal unbezahlter Superpraktikant kann man heutzutage ohne Casting werden…
Und @ Canisibus: warum könnte der nicht betrieben werden? Die Kosten sind enden wollend, gemangt wurde er (das hat sich glaube ich geändert) von 3 Zivildienern, die restliche Arbeit wird von ehrenamtlichen Helfern erledigt. An Overheads braucht es eine professionelle Küche, 2 Autos und, wenn es wirklich reibungslos gut funtionieren soll, ehrlicherweise 1 angestellten Koordinator. Die Lebensmittel werden zu geschätzten 50% durch Sachspenden abgedeckt. Das ist alles bezahlbar.
Das kann man auch ohne einer großen, es braucht nur Engagement. Man sieht das an der Wiener Tafel, eine Sozialeinrichtung, die wirklich von der Basis aus entstanden ist.
@ Schnabeltierfresser
dann habe ich also doch recht, dafür was zu geben.
@ Schnabeltier 13:16
Neugebauers, Kohl, Blechas und Konsorten repräsentieren nicht das Volk, die stehen ‘drüber’.
@ schn 13.16
sie haben völlig recht mit der butterseite. aus dem angeblichen generationenvertrag wird demnächst der generationenkonflikt. das erste hat’s in wahrheit nie gegeben, das zweite wird ein hammer.
und die butterseite hat aus meiner (wieder einmal eindimensional ökonomischen) sicht zwei einfach zu verstehende ursachen. plakativ: das “wirtschaftswunder” der “aufbauzeit” hat den grundstock für enorme wachstumsraten gelegt. es gab genug an wohlstandszuwachs, der halt verteilt wurde. (ich lass mich jetzt nicht darüber aus, ob der verteilungsschlüssel immer ganz richtig war). es wurde aber (teilweise gesetzlich festgelegt) der verteilungswahn zum umverteilungswahn perpetuiert, als es schon nicht mehr soviel zuwachs gab. darüber hinaus wurde aus politischen gründen immer aus dem vollen geschöpft, wenn es galt die jeweils eigene klientel zu bedienen. als der starke zufluss versiegte, wurde entweder schulden gemacht oder steuern erhöht oder am besten gleich beides. dass schulden diesen ausmasses nur falsch sein können und die nachfolgende(n) generation(en) dafür kein verständnis haben, scheint mir nur zu berechtigt. ihr zweiter absatz ebenso.
@ josef maierhofer 13.48
ja aber wer repräsentiert dann das volk? niemand mehr? und wenn ja, was tun wir dagegen?
Statt in die Zukunft zu investieren, bezahlen wir ein Heer an Frühpensionisten, nur weil die SPÖ nur mehr Rentner als Wähler hat. Was soll das?
@ Josef Maierhofer: Dann erheben Sie Sich gegen ihre falschen Repräsentanten! Ich sehe nur die unzufriedenen Studenten demonstrieren, nicht aber die offenbar doch zufriedene, großteils pensionierte Wirtschaftswundergeneration.
Ja ganz dringend brauchen wir einen eigenen Warenkorb für die Pensionserhöhungen. Die armen Pensionisten kennen sich halt mit den modernen, komplizieren DVD-Playern nicht so gut aus, die es jetzt so billig gibt, so wie die Jungen. Die profitieren total stark davon.
Für die Beamten ist es analog: Neugebauer und Konsorten liegt nur das Interesse der pragmatiserten und bequemen Beamtengeneration am Herzen. Freunde von mir, die Junglehrer sind, reißen sich in der Schule für kein Geld den Arsch auf und bekommen in der Öffentlichkeit dafür die Tachteln, nur weil es noch viele solcher Tachiniererlehrer gibt, die jede Sekunde nur an ihre “wohlerworbenen Rechte” denken.
@ Josef Maierhofer: Für die Caritas gebe ich sicher nichts mehr, nachdem ich die internen Strukturen dieser Sklaventreiber erlebt habe. Aber dafür hab ich mir eh 1 Jahr für den Canisibus den Arsch aufgerissen, das reicht mir.
@Schnabel..10:28: Wollen Sie eine Gesellschaft ohne Steuern oder nur eine Gesellschaft ohne IHRE Steuern? Und über die Neugebauers, Kohls und Konsorten will ich mich hier nicht äußern, A.U. hat ersucht, ein gewisses Niveau zu halten! Auf alle Fälle sind das nicht meine Vertreter (gefühlt habe ich keine in diesem Land) War auch nie in einer Gewerkschaft. Habe in der Familie auch die Pensionisten mit rund 4.000,– Bruttopension, und streite regelmäßig mit denen, die jammern mehr, als die mit 1.000,–. In der SPÖ hat man bereits ´74 gewußt, daß der Pensionscrash kommt, aber Kreisky hat jede Diskussion darüber verboten! Und über die, die vor der Verschuldung gewarnt haben (z.B. Taus) sich lächerlich gemacht. Wie hat er gemeint: Ein paar Milliarden Schulden sind mir lieber……!
Zweifellos geht es heute den Jungen schlechter, die finden teilweise auch mit guter Ausbildung keinen Job (oder einen unterbezahlten, Stichwort Praktikum).
Warum unsere Generation nicht protestiert: Wir wissen schon, daß es nix bringt! Leider hat die Politik und die Gewerkschaft und die Kammern dieses Land fest im Griff, daher meine Direkthilfe an meine Kinder, noch einige Spenden, und sonst nur mehr Resignation!
Ich war eigentlich lange Zeit guten Willens, aber seit man so klar sieht, dass die Herren Fayman und Pröll bei vollem Bewusstsein (?) auf eine Pleite der Republik zusteuern, habe ich keine Lust, noch mehr in diesen Pott einzuzahlen als unbedingt nötig. Andere Staaten machen auch sinnvolle Dinge mit Ihren Einnahmen.
@Schnabel….15:36 Völlig einer Meinung! Ich Depp habe diesem Staat noch 3 (+2) Steuerzahler zukommen lassen, ich werde mich bei meinen Kindern und Enkeln entschuldigen.
@ kurt22 und @ schn
eine gesellschaft ganz ohne steuern wird es zwar wohl nicht geben, aber weniger und sinnvoller eingesetzte steuern hoffentlich schon. ich selbst habe mich aus diesem grund hier auch schon früher dazu bekannt, lieber weniger zu arbeiten als noch mehr steuern zu bezahlen.
ich finde aber, protestieren sollte jede generation, die meint, der staat ufert aus (und die pfründe werden bedient). dass es “eh nix bringt”, stimmt so sicher nicht. das ausmass des aufbegehrens macht den erfolg aus.
allerdings: “andere staaten machen [auch] sinnvolle dinge” kann ich nicht unterschreiben. die staatsschulden steigen überall rasant an, der “pott” hat längst keinen boden mehr, und die sinnvollen dinge kann ich nicht so recht entdecken, vor allem, wenn ich bedenke, dass unternehmer, die für ihr eigenes geld selbst gradstehen müssen, vorsichtiger wirtschaften. bitte kein missverständnis: es gibt genug pleitiers, überhaupt jetzt, aber die verlieren hoffentlich das eigene kapital; und diejenigen, die mit ihnen geschäfte gemacht und draufgezahlt haben, deren eigenes, aber nicht mein steuergeld.
Ich glaube trotzdem, so ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis pro eingesetztem Euro gibt es in wenig anderen Verwaltungen der OECD.
Wie in Österreich.
@Wasser…: Wenn ich als knapp 60-jähriger auf die Straße gehe, und gegen die hohen Pensionen, Staatsverschuldung,und alles was schief läuft protestiere, fürchte ich, daß sich aus meiner Generation nicht viele anschließen werden, sicher keine Beamten, ÖBBler, Lehrer usw., die teilweise schon seit Jahren mehr Pension erhalten, als ich aktiv verdiene.
Zum Thema “bringt nix”: Welche Demo, welches Volksbegehren der letzten Jahrzehnte hat irgendeine Regierung zum Umdenken bewegt?? Bitte nicht die Demos der privilegierten Gruppen (s.o.) nennen!
Sg Schnabeltierfresser!
Altersmäßig stehe ich zwischen Ihnen und Kurt22.
Sie sorgen sich, dass Sie im “Alter darben müssen”. Nun wissen Sie sicher, dass jede Pension (Umlageverfahren sowieso, aber letztlich auch im Kapitaldeckungsvefahren) von der folgenden Generation bezahlt wird.
Dazu meine Frage: Was haben denn Sie dazu beigetragen, dass es eine folgende Generation gibt?
Na ja, einmal kurz Vergnügen gehabt, schon war Töchterchen da.
@ kurt22 16.22
nein, in die demo auf die strasse gehen ist sicher nicht das richtige; zuerst selber einsehen (haben sie vermutlich hinter sich), dann andere überzeugen, sich laufend informieren, die zusammenhänge hinterfragen, die richtigen printmedien kaufen, leserbriefe schreiben, hier und anderswo posten, geduld haben.
Schnabeltierfresser – ich gratuliere. Abgesehen davon, dass EIN Töchterchen immer noch zu wenig ist (aber sie haben ja noch Zeit
) – trifft es halt nicht Sie persönlich, sehr wohl aber Ihre (und auch noch meine) Generation.
Dafür, dass unsere Pensionen nicht sicher sind, dürfen wir nicht unsere Vätergeneration verantworltich machen. Mit einer Geburtenrate von rund 1,5 Kinder pro Frau, sind wir schon selbst schuld, wenn niemand da sein wird, der unsere Pensionen zahlt.
@Wasser….: Leicht gesagt, Geduld haben, wenn man als politisch interessierter Mensch seit Jahren zuschauen muß, daß alles aus dem Ruder läuft, und “die da oben” erklären ihnen immer wieder, daß Sie ja bei den Wahlen alles ändern können. Die richtigen Medien kaufen, welche bitte???
Tut mir leid, ich bin soweit, daß ich für mich aufgegeben habe. Dieses Land wird leider weiter verkommen, weil es keinen Politiker gibt, der sagt, daß es nicht so weiter gehen kann. Sobald ich so etwas höre, gehe ich wieder wählen. Bis dahin kümmere ich nur um mein Umfeld, s.o.!
Iwo, mein Töchchterchen ist so schlau, die zahlt Ihnen bestimmt einen doppelt so hohen Pensionsbeitrag ein wie nötig!
Sehen Sie – und weil Ihr Töchterchen das machen wird müssen, wird sie Ihnen einmal genau den Vorwurf machen, den Sie heute Kurt22 und seiner Generation machen! Und wenns blöd kommt, wird sie den Generationenvertrag kündigen und Sie werden tatsächlich darben müssen im Alter.
@ kurt22 16.43
ich kann diese resignation sehr gut verstehen.
ich bin aber trotzdem überzeugt, dass der stete tropfen den stein höhlt. vorwahlzeiten sind übrigens empfänglicher für seriöse agitation, weil die leute sensibilisert sind. in der eigenen umgebung (verwandte, freunde, bekannte) zu informieren, ist schon zumindest ein ansatz für das anwachsen eines schneeballs. dazu muss man sich aber selbst zuerst gut zu informieren versuchen. und das für sich ist schon ein spass für uns denkende menschen, oder nicht?
übrigens zu ihrer frage nach medien: ich denke da eher an ausländische. bitte gehen sie vielleicht einmal die links von a.u. in diesem blog durch. dann stossen sie auch auf entsprechende printmedien (falls sie lieber was papierenes in händen halten, so wie ich; ich surfe mich aber ausserdem durch die einschlägigen websites, weil kaufen will ich mir das nicht alles, zumal ich es auch gar nicht vollständig lesen könnte). in den zeitschriften finden sie dann wieder hinweise auf einschlägige bücher, falls sie ganz besonders eifrig sein wollen (und “zuviel” zeit haben sollten).
@ josef falk 16.43
Dafür, dass unsere Pensionen nicht sicher sind, müssen wir, meine ich, sehr wohl auch schon unsere vätergeneration verantwortlich machen. die väter haben uns nämlich das unsägliche einsäulenpensionssystem eingebrockt. (wobei übrigens kapitalstock und umlage nicht so ganz derselbe einheitsbrei wären, wie sie offenbar finden, wenn sie sagen, in beiden fällen müssten die nachfolgenden generationen aufkommen).
hätten die väter nicht ein väterchen (mütterchen) staat geschaffen, das sich (scheinbar!) um alles kümmert, sodass jeder sich drauf verlässt, sondern hätten sie ein bisschen mehr sinn für eigenvorsorge und eigenverantwortung hergestellt, dann hätten wir ein bisschen weniger sorgen, die wir jetzt mit nachwuchsförderung und menschenimport zu lösen versuchen müssen. dass es anders auch geht, zeigt zum beispiel unser nachbarland die schweiz, und zwar auch bei geringverdienern. (ich weiss schon, auch dort ist nicht alles ganz rosarot, denn auch dort gibt es sozialisten in allen parteien, aber doch etwas rosiger).
Ich kann Kurt sehr gut verstehen und auch wenn “wmf” Recht hat, steter Tropfen höhlt den Stein, gelangt man in dieser rigiden Gesellschaft leicht zur Resignation.
Es gibt so wenig pos. feedback.
Mir ist es allerdings nicht zu blöd auch in irgenwelchen “Salatblättern” Stimmung zu machen, im Gegenteil, ich habe sogar meinen Spaß daran.
@ kurt22 und @ brigitte imb ( hier 17.26)
ich will noch ergänzen, dass das österreichische “institut für wertewirtschaft” eine ganze reihe von hervorragenden publikationen bereitstellt (verständlicherweise nicht alles gratis, weil die gsd jede förderung durch die namenlose öffentlichkeit ablehnen).
die arbeiten im sinne der (leider seit keynes und im linken uni-österreich totgeschwiegenen) wiener schule, die insbesondere (aber nicht nur) in den usa gepflegt wird. die proponenten der wr. schule hat jedenfalls die aktuelle krise längst zielsicher vorausgesagt. (ich glaube, frau imb weiss das ohnehin.)
@wassermelonenfresser: Ich gebe Ihnen ja zum Großteil recht. Trotzdem ein paar Anmerkungen: Auch bei einem Kapitaldeckungsverfahren muss jemand da sein, “der die Semmerln bäckt, die ich mir von meinen Ersparten kaufen möchte”. Die Wirtschaft kann nur funktionieren, wenn jemand da ist, der sie am Funktionieren hält. Wenn die Wirtschaft nicht funktioniert, ist auch der schönste Kapitalstock sehr schnell wertlos – einen kleinen Vorgeschmack durften wir ja erleben.
Nicht zuletzt deshalb halte ich die aktuelle Geburtenrate für eine viel gefährlichere Zeitbombe, als es die Schulden aller Regierungen je waren und sein werden. Und für diese trägt vor allem die aktuelle Generation die Verantwortung.
@ josef falk 17.42
absolut richtig, genauso sage ich das ohnehin auch.
meine anmerkung hat sich eigentlich genau darauf bezogen. (auf den punkt gebracht oder zu bringen versucht:) beim kapitaldeckungsverfahren kommt es direkt auf eine funktionierende wirtschaft an, beim umlageverfahren indirekt auf eine funktionierende wirtschaft (steuern!) oder aber auf die banknotenpresse (inflation!). beides ist nicht wünschenswert (jedenfalls nicht als einziges mittel der zukunftsvorsorge). eigenvorsorge ist – find halt ich – das einzig wirklich gerechte system.
Entschuldigen Sie, aber totgeschwiegene Wiener Schule? Haben Sie schon einmal von Schüssel und Grasser gehört, die sich Hayek und Konsorten auf die Fahnen geheftet haben? Deren (halbgare) Anwendung dieser Schule hat uns einige der Schlamassel eingebrockt, die wir jetzt haben.
Privatisierung? Verkauf von 20.000 BUWOG-Wohnungen um € 500 pro m²? So viel kostet schon ein neuer Fußboden! Austria Tabak? Nach 4 (!, geplant waren 7) Jahren hatte Gallagher den Break Even erreicht und stieß den Konzern sofort wieder mit Gewinn ab.
Geförderte private Säule des Pensionssystems? Eine reine Umschichtung von Gelder aus dem öffentlichen und privaten Bereich in die Finanzwirtschaft. Abfertigung neu? Bedeutet schlicht, dass man jetzt KEINE Abfertigung mehr bekommt. Etc.
Nichts gegen liberale Wirtschaftspolitik, aber wenn, dann sollte die Gemeinschaft auch was davon haben, nicht nur die Freunde und Geschäftspartner der Poltiker.
Daran, dass keine Kinder kommen, schon. Aber daran, dass sich an dem nichts ändert, trägt die völlig verfehlte Familienpoltik Schuld. Länder wie Dänemark machen vor, wie es anders geht.
Weiß nicht, ob der Link hier funktioniert:
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/mapToolClosed.do;jsessionid=9ea7974b30dcf0a00b3c37734280b30add6b2469e534.e34SbxiPb3uSb40Lb34LaxqRaxyTe0?tab=map&init=1&plugin=1&language=de&pcode=tsdde220&toolbox=legend
@ schn.17:51
ich entschuldige selbstverständlich bei ihnen alles.
totgeschwiegen: auf den unis, weil da nur keynes oder allenfalls der neoliberalismus platz haben.
schüssel und grasser: ja richtig, halbgare anwendung. ich weiss nicht, wo ich da noch spuren der wiener schule hätte sehen sollen. was genau meinen sie hätte schüssel (von grasser rede ich gar nicht extra) von hayek oder “konsorten” angewendet?
privatsierung auf die von ihnen beschriebene weise hat v. hayek jedenfalls nicht empfohlen.
gelder aus dem öffentlichen bereich in die …wirtschaft: na, nichts übleres soll geschehen. wieso übrigens sagen sie, auch aus dem privaten bereich?
abfertigung neu: zunächst – wieso überhaupt eine abfertigungsregelung per gesetz; dann: wie kommen sie drauf, dass es da keine (capitals: keine) abfertigung mehr gibt? ich kenne leute, die auch in diesem system jetzt schon mit 29 eine abfertigung gekriegt haben.
aber etwas muss ich schon sagen: wieso sollte die gemeinschaft gar soviel davon haben, dass leute arbeiten und damit geld verdienen. meinen sie den spruch von der demokratie, in der jeder versucht, auf kosten aller anderen zu leben?
@schnabeltierfresser:
Könnte es sein, dass Sie nicht so recht selbst Verantwortung übernehmen wollen und immer nur die Schuld bei den anderen suchen: bei der Elterngeneration, bei der Familienpolitik.
Warum muss man immer die Schuld beim Papa Staat suchen, wenn die Menschen nicht bereit sind, Ihren Beitrag zur Zukunft der Gesellschaft zu leisten?
Außerdem profitieren die heute 30-jährigen ja durchaus auch von den Schulden (von denen ich auch glaube, dass Sie zu viel sind).
Hoppla. HTML-Overkill.
Der Hinterkopf von Hilfe ist Macht, und Macht kann man bekanntlich konstruktiv und destruktiv einsetzen. Konstruktives Helfen, Hilfe zur Selbsthilfe, erfordert wesentlich mehr Professionalität als Sich einfach nur wichtig zu machen. Nicht von ungefähr ist die Phrase “Bitte! Helfen Sie mir nicht!” längst ein geflügeltes Wort….
Alles was Sie zur Entwicklungshilfe schreiben habe ich in 17 Jahren Afrika so erlebt. Seit Jahren weiß man, dass in Afrika mehr Geld nicht mehr Entwicklung bedeutet. Trotzdem verlangt eine florierende Hilfsbranche immer mehr Geld. In Deutschland konnte das Entwicklungshilfeministerium (BMZ) 2009 über 5,8 Milliarden Euro verfügen. Moralisch überlegen und ethisch unangreifbar ist derjenige, der immer mehr Geld für Entwicklungshilfe fordert. Am besten wäre es , dem Kontinent die Freiheit zu lassen, seine eigenen Probleme ohne übereifrige Geberorganisationen zu lösen. Die unverantwortlich agierenden Führungen müssen an ihre Verantwortung erinnert werden. Bisher haben sie es sich zu leicht gemacht, wenn sie meinten, die Entwicklung ihrer Länder an ausländische Geber “outsourcen” zu können.
Volker Seitz Botschafter a.D. und Autor des Buches “Afrika wird armregiert” dtv, Juli 2009
(dritte Auflage, November)
Mit den Chinesen haben es die unverantwortlich agierenden Führungen ja jetzt wohl um einiges leichter
Ich glaube, das haben Sie in Ihrem Buch (danke dafür) aber sowieso angesprochen.
Ich habe bei meiner Zeit als Zivildiener bei der Caritas selbst erlebt, dass bei Organisationen im Sozialbereich sehr viele ethische und ökonomische Fragen offenbleiben. So werden Mitarbeiter fast wie Sklaven ausgenutzt, auf die Frage, warum es für Zivildiener nur 6 Euro Verpflegungsgeld am Tag gäbe, wird mit Spenden argumentiert.
Aber eines muss man schon offen aussprechen: Zuallererst fußt die zunehmende Bedeutung dieser Organisationen im Versagen des Staates, sozial stabile Verhltnisse herzustellen.
Fußnote: Die Argumentation “der Schutz vor Gewalt gegen Frauen ist zweifelhaft, weil es nur um Subventionen für Frauenhäuser geht und kürzlich EIN Frauenhaus betrogen hat”, ist mit Verlaub gesagt, etwas krude. Da könnte man im Zuge der Finanzkrise auch gleich alle Banken für die Verfehlungen weniger bestrafen.
Dass man Hilfe so gestalten kann, dass sie die Abhängigkeit von Menschen verstärkt oder sie wieder unabhängig bzw. selbstständig macht, ist ein sehr alter Hut. In so mancher Berufsgruppe sind die fachlichen Konzepte daher explizit auf die Hilfe zum Wiedererreichen der Selbstständigkeit ausgelegt.
Für die Krankenpflege hat die amerikanische Pflegewissenschaftlerin Virginia Henderson das Prinzip eingeführt, Menschen nur bei dem zu helfen, was sie nicht selbst für sich tun können und so, dass sie wieder lernen, was sie nicht mehr konnten.
Als Österreicher weltweit bekannt ist dafür zum Beispiel der Pflegeforscher Erwin Böhm, dessen Schule erfolgreich den Ansatz verfolgt, geriatrische Patienten (alten Leuten) so zu betreuen, dass sie möglichst lange ohne fremde Hilfe zurecht kommen bzw. wieder lernen, sich selbst zu helfen.
Diese Ansätze stammen aus dem vorangegangenen Jahrhundert, sie sind mehrere Jahrzehnte alt. Wer z.B. vor 40 Jahren ein Pflegeheim für alte Leute besucht hat, und ein solches heute aufsucht, erkennt den Unterschied auf den ersten Blick. Es ist unschwer zu erkennen, dass hinter diesen Pflegeansätzen der Wiederaufbau nötiger neuronaler Netze im Kopf stecken.
Was nicht bedeutet, dass es nicht ideologische Interessen gibt, Abhängigkeit zu erzeugen. Von Leuten, die zu dumm sind für die Entscheidungen, die sie als Politiker treffen dürfen. Meiner Erfahrung nach lassen sie sich aber erfolgreich aufklären. Nur Professionisten, die unfähig für wirkliche Hilfe sind, haben Interesse daran, ihr Klientel an die Nabelschnur oder den Dauertropf zu hängen, weil sie andernfalls tatsächlich arbeitslos wären. Und nicht erstaunlicherweise sind gerade sie es, die von Konzepten, die Abhängigkeit verstärken, noch nie gehört haben. Am Beispiel Entwicklungshilfe: Wir kennen auch dort den Ansatz der Hilfe zu Selbsthilfe seit Langem erfolgreich realisiert.
Das hat ja nicht nur ideologische Hintergründe.
Wer einem Mann einen Fisch gibt anstatt ihm das Fischen beizubringen will ja meist nicht Abhängigkeit schaffen, sondern macht es sich einfach einfach.
Nicht nur die sexistisch-einseitige Gewalterkennung-Frauenhäuser.
Auch die tägliche 23-Prozent-Jammer-Arie der Frauen (bzw Polit-Femanzen) manifestiert die Frauenförderung.
[b]
So ist jede Frauen-zentrierte Maßnahme ist eine FAKTISCHE Menschenrechtsverletzung![/b]
- solange die Lebenserwartung der Männer weit unter der der Frauen liegt (6,16 Jahre)
- solange es ausschließlich einen FRAUEN-GESUNDHEITSBERICHT gibt
- solange die Selbstmordrate der Männer weit über der der Frauen liegt
- solange die Obdachlosen-Zahlen der Männer (90%) so weit über den Zahlen der Frauen liegen
- solange Männer Zwangsdienste BW und Zivildienst verrichten müssen. Frauen nicht.
- solange die Berufsunfalltoten zu 94% Männer sind
- solange die Afghanistan-Gefallenen ausschließlich männliche Vornamen haben
- solange die Haushalts-Unfall-Toten zu 80% Männer sind.
[b]Männer wehrt Euch!
Auch so ein Berufsjammerer !
Beruhigend zu wissen, dass sich wenigstens Der Terrorismus noch fest im Griff der Männer befindet.
Sehr gut, mach weiter Olli!
So ist es, und beatrix.. Dein “ach ein Jammerer” Argument ist peinlich. Hier gibt es Männerleichen, dort keine Frauenleichen. Und das ist Jammern? Ab wann darf denn ein Mann anmerken das da etwas schlief läuft? Wenn er tot ist?
Auf der anderen Seite wird jeder noch so kleine Jammervorwurf von Frauen als Oberweltzerstörendes Unterdrückungsmonumental angesehen..
Weisst Du was unter “Häusliche Gewalt” gezählt wird? Ausbleiben von Komplimenten und Türe zuschlagen… DARUM kommt es zu so hohen Zahlen bei Häuslicher Gewalt.
/ajk
@ajk
Sie scheinen nicht bemerkt zu haben, dass in diesem Forum die Geschlechterrolle schon gilt, es schreiben echt kaum, bis gar keine “Femanzen”, ebenso pc.
WIR sind die falschen Ansprechpartner, besser richte Sie Ihre Anliegen in dieser Angelegenheit an die GrünRotInnen.
1. Österreichischer Männergesundheitsbericht:
http://www.bmsk.gv.at/cms/site/liste.html?channel=CH0153
Und hier sind die weiblichen Gefallenen in Afghanistan, sind aber nicht viele:
http://www.icasualties.org/OEF/ByTheatre.aspx
Danke! Großartige Analyse.
Ein Arzt hat kein Interesse an Gesunden, ein Psychologe braucht Gestörte und ich wage zu behaupten, dass Autos viel langlebiger wären, müsste man nicht mind. einmal pro Jahr zum Mechaniker. Feuerwehrleute stiften Brände. Retter aus der Not erfinden die Not. Es gibt heute Heerscharen an Sozialarbeitern, Anwälten, Ärzten und Psychologen, die nur dazu da sind, die Leute über alle möglichen Unterstützungen zu informieren und ihnen behilflich sind, diese vollends auszuschöpfen.
In Wahrheit aber ist es der breiten Masse noch nie so gut gegangen wie heute. Die Reichen werden mehr und die Armen werden reicher.
Je höher entwickelt ein Sozialstaat ist, umso mehr wird gejammert, denn nicht besondere Leistung bringt mehr Verdienst, sondern mehr Leid bringt mehr Beihilfen. Das System kippt dann, wenn die Geldquelle versiegt. Hätte ein privater Haushalt in Relation zu seinen Einnahmen derart hohe Schulden wie unser Staat und würde dennoch ständig mehr ausgeben als einnehmen, wäre er längst pleite und der Staat ist es auch.
Diese Entwicklung ist nicht nur eine Folge des Sozialismus, der die Menschen zur Unmündigkeit aufpäppelt, sondern auch der Wohlstandsverwahrlosung und Langeweile einer übersättigten Hochkultur. Die Gesellschaft verliert immer mehr den inneren Zusammenhalt und wird schlussendlich durch eine andere noch hungrige Kultur ersetzt.
Vertrauen wir aber in die hohe Anpassungsfähigkeit des Menschen und besonders in die Gelassenheit der Österreicher nach dem Motto: Da ham ma scho leichtere Sachn net zammbracht…
was würden alle die vielen Organisationen und Vereine und deren Mitarbeiter tun, wenn es eines Tages das Paradies auf Erden und keinen einzigen Asylwerber gebe…..
Das ist wieder ein außerordentlich wichtiger und richtiger, gekonnter und sehr mutiger Artikel, für den man dankbar sein muß. Schade, daß man ihn nicht gedruckt vorliegen hat und auschneiden kann, wie es in den goldenen Zeiten der Wiener Zeitung mit den nicht ganz unpolitischen Tagebüchern von a.u. gern getan wurde.
Mir fehlen eigentlich nur zwei Namen, die es an prominenter Stelle besonders arg treiben: Küberl und Landau. Die Caritas wird unter deren Führung immer mehr zu einer politischen Partei, die bedenkenlos wie ein internationaler Großkonzern agiert.
Namentliche Aufzählungen würden wohl längere Listen ergeben (= AI, ZARA, Greenpeace etc.). Die Mehrheit hier weiß vermutlich noch einige Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. LG
Unter obigem Artikel steht, dass er in ausführlicherer Fassung in der “Academia” erscheinen wird. Googeln Sie “academia zeitschrift”.
Dort kann man die Magazine auch herunterladen und ausdrucken.
So, jetzt hab das ein wenig überflogen – also ehrlich gesagt, ob das das Richtige für mich ist? CVlerische Altherren? Da passt doch unser Unti auch nicht hin
menschen und kulturen, alle wollen überleben.
kulturenkämpfe gab es schon immer und dienten zum überleben, man sieht es in der geschichte. eine gerechte kultur gab es wahrscheinlich niemals tatsächlich und ist auch für viele, ärgerlich vermutlich.
kulturen haben sich erhöht und meinten sie seien alleine auf der welt und aber auch ist bekannt, gegenteiliges war auch (wieder) der fall etc.
realistisches und unrealistisches stand wahrscheinlich immer in konflikt.
ganz klar, kulturen möchten so oder so überleben und wenn es auch unwahrheiten dabei gibt, zwar ärgerlich aber doch realität.es gibt daher 1,2,3 usw. plätze im leben und die erwartungen an gerechtigkeiten sind so eine sache…
Wie wahr, wie wahr – ich kann diesem Tagebucheintrag nur vollinhaltlich zustimmen.
Jede Menge “Gutmenschen-Organisationen” ziehen ihren Selbstzweck daraus – landauf, landab und zu jeder erdenklichen Tages- oder gar Nachtzeit den Menschen ein Katastrophenszenario nach dem anderen zu skizzieren, sie damit in Panik zu versetzen, um dann als “Erlöser” aufzutreten und das mit viel, viel Subventionen und ohne Widerspruch aus den Steuermitteln der “Geschockten”.
Eine perfide und wie man meinen möchte leicht durchschaubare Taktik – oder doch nicht, weil viele Bürger verlernt haben (wurden?), mündig selbst zu denken?
Herr Unterberger, man wird sie “frustriert” schimpfen, man wird sie “Populist” nennen, ja vielleicht wird man sie auch mit der “Nazikeule verfolgen”. Ich muß ihnen das nicht sagen. Danke für ihren Mut und nutzen sie weiterhin ihr Recht auf freie Meinungsäußerung, auf einem hohem Niveau. Druck erzeugt Gegendruck, so ist das nun mal. :p
Warum bezeichnen Sie das Wort “frustriert” als Schimpfwort? Ist es im Falle “A.U.” wirklich nicht verständlich? Wie würden Sie bei solchen Erlebnissen reagieren?
Man kann doch Hilfestellung nicht so ad hoc im negativen Licht sehen. Aber wie ich schon feststellte hat A.U. bei einigen (!) Organisationen Recht.
Eine ordentliche und bemerkenswerte und wichtige Arbeit von Dr. Unterberger.
Ich selbst spüre diese Auswüchse natürlich auch, wenn täglich 5 bis 7 ‘karitative’ Organisationen anrufen und betteln für dies und das. So nebenbei könnte man ja nebst einer Spende dann auch eine Werbeeinschaltung bekommen für, sagen wir 280,- EURO, was sich dann bei genauerer Betrachtung also 280,- EURO pro Monat über 3 Jahre herausstellen würde. Also Betrug. Sagenhaft, was einem da alles unterkommt bis hin zum agressiven und direkten Betrug. Beispiel: Lottogemeinschaften, Aboangebote, Billigstwaren zum Wegwerfen, etc.
Spam, wo man hinschaut, in der Politik, in der Wirtschaft in der Gesellschaft. Ich sage zu meinen Studenten immer: Es ist nicht immer leicht das Echte vom Unechten zu unterscheiden.
Das geht nur dann, wenn der Mensch entwurzelt ist und den Unterschied nicht mehr erkennen kann.
In der Wissenschaft, egal in welchem Segment des Lebens, überall dieser Abfall. Wie ich in diesem Forum auch beobachten konnte, sogar Diskussionen werden eingehüllt in eine Wolke von Hetze und Fäme.
Das ist das wirklich Neue an der Sache, was es früher nicht gab. Der Mensch als Material, als Klon, als Waffe, ja die USA schicken sogar ganze Völker in ihren Krieg, zerstören ganze Landstriche. Diese Mischung aus Virtuellem und Realem, die eine Informationsgeschwindigkeit erzeugt, die man nicht mehr überblicken kann, und noch dazu alles kontrollierbar, lenkbar, überwachbar, manipulierbar. Das, was den Menschen über Jahrzehnte im TV, im Film, im Internet vorgezeigt wurde.
Kombiniert mit Waffen ist das ein sehr gefährlicher Mix.
Wie mein 88-jähriger zu sagen pflegt: Ich glaube ich lebe auf einem anderen Planeten.
Die Konsequenz ist der Abfallmensch, den man vor Jahrzehnten auf der Müllhalde essbares suchend vorfand. Heute ist der Abfallmensch überall, in der U-bahn, auf der Strasse, bei jeder Veranstaltung, in der eigenen Wohnung beim Einbruch, beim Stänkern, beim Rauschgiftverkauf ….
Die Gewissensfrage wird richtiggehend überrollt. Argumenten ist man nicht mehr zugänglich. Alles Soldaten, wie aus den Sciencefiction Filmen.
Wenn das Gewissen ausgeschaltet ist, wird der Segen zum Fluch.
…wäre zu ergänzen: dieser Aspekt ist eben neu hinzugekommen, den gabe es eben früher nicht.
Die Gründung einer SPAM Firma ist heute (fast) was Vituelles, z.B.
Hr. Maierhofer
Ich meine das jetzt ernst, denken Sie an die Werbung mit Niki Lauda “ich hab´doch nix zu verschenken”.
Persönlich habe ich diesen Spruch in letzter Zeit bereits 2 x angewendet, was nicht bedeutet, meine Familie würde nie etwas für caritative od. sozial Zwecke spenden, das untersagt schon unsere Berufswahl.
Ich lebe im ländl. Bereich, und selbst hier hat sich mittlerweile eine neue “Hausierergesellschaft” gebildet, 2x im monat mindestens läutet jemand privat, zumeist jung, an der Tür und bettelt. Gut angezogen und wohlgenährt.
Auf der anderen Seite können Sie sehrwohl nach Geschäftsschluss Menschen in Abfalltonnen von div. Einkaufsläden entdecken, der “Müllmensch” ist im Kommen, bzw. bereits wieder da.
Mein Mann und ich schaffen es z.B. nicht beim Wiener Plachutta eine ganze Portion zu essen, schade um die guten Speisen die entsorgt werden müssen. Worauf ich hinaus will: das im separaten Raindl servierte Fleisch samt Beilagen, das mit eigenem Vorlagebesteck entnommen wird und keinen direkten “Kontakt” zum Esser hat, darf nicht einmal an Schweine verfüttert werden, geschweige denn an Obdachlose.
Das ist krank!!!! Die Verrechtlichung und Bevormundung und gleichzeitige “Bettelei” ist unerträglich!
Daneben wird unaufhörlich die Manipulation des Menschen vorangetrieben und aus Mangel an Bildung gelingt dies auch ziemlich erfolgreich.
Pfui!! dem System.
@ Frau Imb
Ich sage das auch.
Es gibt auch bei mir nichts zu verschenken. Caritas, Kinderdorf, Barmherzige Brüder, das wars. Die bekommen was von mir, obwohl ich weiss, wieviel Caritas Angestellte verdienen.
Ich kann Frau Weiss nur ungeteilt (8.Nov., 15:19) zustimmen. Sie möge mir auch verzeihen, dass ich mein posting über ihres stelle.
Es gilt jedenfalls diesbezüglich zu ergänzen, weshalb sich der Niedergang – noch – nicht im Bruttonationalprodukt niederschlägt:
1) Manipulationsmöglichkeiten bei der Zusammenstellung des VPI hins der Warenkorbszusammenstellung und der Qualitätsanpassungen, denn der Mehrwert durch Funktionsausweitungen lässt sich gar nicht exakt bestimmen.
2) Einbeziehung von unrealisierten Kurswerten von Beteiligungen in die Bilanzen von Konzernen.
3) Dämpfungseffekte dank Fremdenverkehr, Lizenzeinnahmen (Know-How & Science!), Beteiligungserträge;
4) Außerachtlassung des Umstands, dass im BNP nicht abgetretene Besteuerungsrechte für ausländische Betriebsstätten berücksichtigt werden.
Tatsächlich kann es bei Konsum von Industriegütern keine reine Dienstleistungsgesellschaft geben, weil der Schwerpunkt der Dienstleistungstätigkeiten trotz moderner Möglichkeiten immer im Nahbereich liegen wird und daher Dienstleistungen idR nicht als Gegenleistung exportiert werden können.
Nun beruft man sich auf eine “Wissensfestung” Europa bzw USA – auch das eine reine Illusion. Denn nicht nur das Kapital, auch die Bildung ist ein “Vogerl”. Oder glaubt man, dass sich die nun aufsteigenden Billiglohnländer keine best dotierten Universitäten leisten werden können?
Die Frauenhäuser wären schon in Ordnung, würden nur im Gegenzug dafür gewisse Unverschämtheiten aus dem Rechstbestand entfernt, wie zB das Wegweisungsrecht für sich bedroht fühlende Frauen ggü Ehemännern, denen die betreffende Wohnung gehört!
Entweder – oder!
Not ist oftmals ein Motor, der Tugend beschleunigt. Die Tugend hat heute Hochkonjunktur, vor allem auch in der Presse, wo die Tugend political correctness heißt.
Der Tugendhaftigkeit wird inzwischen in vielen Branchen derart gehuldigt, dass bereits über jeder ein Nimbus der Unbeflecktheit leuchtet. Unter diesem Nimbus generiert sich eine rege Arbeitsbeschaffungsindustrie für sozial Bewegte, die uns dann ein unüberschaubares Expertenheer von -Logen, -Gogen und -Päden beschert. Jeder ist noch gescheiter und empfindet betroffener als der andere. Unbeachtet bleibt allerdings die merkwürdige Formel, dass trotz enormen Mehraufwandes an Hilfe und Expertise die Not ständig steigt. Überdüngung ?
***
Bauern der Dritten Welt brauchen vor allem Frieden. Hausfrieden sozusagen. Im Krieg kann man keine Felder bestellen. So manches Feld der Dritten Welt diente sozial Bewegten schon als Boden für deren edle Selbstverwirklichung. Veilleicht wurde darob so manche Frucht wurmig und verdarb. Prosaisch ausgedrückt.
Nun mag Etliches in diesem Thread von Unterberger stimmen. Doch schüttet er nicht in manchen Fällen das Kind mit dem Bad aus? Auch ist sein Frust nicht zu überlesen auch wenn er durchaus verständlich ist….
Dieser Artikel sollte aber nicht nur in der Academia erscheinen, sondern in Medien, die eine andere politische Ausrichtung haben wie etwa Standard, Falter, Kleine Zeitung usw. Dann könnte man auch andere Menschen eventuell zumindest zum Nachdenken anregen. Ansonsten bleibt die Information nur innerhalb einer kleinen, halbwegs homogenen Masse und dient vorwiegend „nur“ der Bestätigung der eigenen Meinung. Auch könnte man Literaturempfehlungen und Referenzen beigeben.
Die angerötelten Medien werden kaum Interesse daran zeigen die Menschen reell informieren zu wollen.
Frage: war in der Wr. Zeitung das Logo der SPÖ schon immer zu sehen??
Danke Herr Dr. Unterberger, dass Sie Dinge ansprechen, die nicht unbedingt salonfähig sind.
Seit Jahren werden Berufsgruppen geschaffen, die keiner Produktivitätsdebatte standhalten würden. Es sind dies rein bürokratische (steuerverbrauchende) Stellen. Auf der anderen Seite fehlen im produktiven (verdienenden, steuerzahlenden) Bereich ausgebildete Fachkräfte, die durch ausländische Kräfte gefüllt werden müssen, bzw. ein Abwandern ganzer Industrien nach Osten zur Folge hat bzw. haben wird.
Es wird diskutiert, gestritten, aneinander vorbei geredet, doch der Kern der Sache wird nicht erreicht.
Solange diese “steuerverbrauchenden” Stellen das Bruttoinlandsprodukt erhöhen, erscheint die Volkswirtschaft als reich. In Wahrheit beinhaltet diese statistische Maßzahl eine Blase, die zu massiven volkswirtschaftlichen Fehlentscheidungen führt.
Österreich muss sich auf die “Produkte” konzentrieren, für die am Markt verdient werden kann. Die Ausbildung hat sich darauf zu beziehen. Von Bürokraten, Wissens-, Innovations- und sonstigen Managern werden wir nicht leben können. In Summe nivellieren wir uns seit Jahren stetig nach unten, was im BIP nicht sofort erkennbar ist. Wenn es erkennbar ist, dann wird es radikal sein.
Das indoeuropäische Erbe der Kurgan-Völker, geht immer mehr den Bach hinunter.
Bequemlichkeit schlägt Initiative beim Handeln und beim Denken.
Diese Einstellung ist unser Hauptexportartikel.
Nur bezahlen tut dafür halt niemand.
Doch. Die Währung heisst Nachahmen.
Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der einzelnen Bürger ist aber von den Politikern wirklich nicht gewollt, weder im Entwicklungsland, noch in den weltoffenen “Gutmenschendemokratien”. Da würde ja glatt der Manipulationsfaktor wegbrechen!
Etwas Absurdes: als ich vor 10 jahren in Namibia war, erkärten mir Farmer, dass die deutsche Bundesregierung Bananenplantagen fördern würde. Und das in einem Land, in dem es oftmals nur einen Regentag gibt.
So, nun gehe ich kochen, um wenigstens einigen der 46 % verarmten Studenten ein warmes Supperl zukommen zu lassen.
Mein Vater studierte in der Nachkriegszeit, oftmals mit leerem Magen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass er sich jemals über Armut beklagt hat, vielmehr hat er uns vermittelt, dass man mit Fleiß und Ehrgeiz ein besseres Leben erzielen kann, als mit Gejammere.
Fleiß und Ehrgeiz haben unsere Eltern uns auch vermittelt und dafür bin ich meinen Eltern sehr dankbar.
Doch in den letzten Jahren mussten wir verstärkt feststellen, dass gute Leistungen im besten Fall nicht beachtet sondern auch noch verstärkt bekämpft wurden. Bürokratie macht den Leistungsträgern das Leben immer schwerer, Förderungs- und Subventionsträger verzerren jeden Wettbewerb, Networking in Form von Seilschaften bestimmen das Weiterkommen.
Fr. Weiss
Daher ist es dringend nötig Seilschaften dagegen zu entwickeln, auch das “Proletariat” hat Zugang zur Vernetzung.
Deshalb werden wir in Zukunft lückenlos überwacht, um ja nichts “anstellen” zu können.
Das ist eine Frage der Zeit. Wir gehören eigentlich zu den Zeitarmen.
Dazu fällt mir Karl Farkas ein: Subvention ist die Kraftnahrung für die Kinder der Nation, die am lautesten schreien können. (so ähnlich jedenfalls)
Richtig! Subvention ist daher total wettbewerbsverzerrend. Das ist das wirklich Gefährliche daran.
Das macht der Autor dieses Blogs ebenfalls. Sie bedienen die Bedürfnisse der “konservativen” reichshälfte, quasi ein bürgerliches bollwerk. voglio ma non posso, da es kein “Bürgertum” gibt in Ö. Lang lebe die politökonomie!
Ja Gsd macht er das!
Chi vuole la veritá deve prima assicurarsi di poterla sopportare.
( Wer die Wahrheit hören will, den sollte man vorher fragen, ob er sie ertragen kann.)
also das versteh ich jetzt gar nicht:
a) was macht der autor ebenfalls?
b) wieso bedient er? er schreibt und sie lesen es. sind sie die konservative reichshälfte?
c) che cosa vuole ma non può?
d) wieso glauben sie es gebe kein bürgertum in ö.?
e) ist politökonomie jetzt zum beispiel der marxismus, oder was meinen sie da?