Aufklärung statt Verschleierungsspiralen drucken

Lesezeit: 2:00

Individuelle Handlungen haben stets beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen für Menschen und bewirken auch Lernprozesse. Politische (Fehl-)Entscheidungen und Maßnahmen der Realverfassungsmächtigen haben Auswirkungen auf das Leben aller Bürger, aber sie sind nicht (immer) mit einer Verantwortung für das Scheitern sowie mit einer Korrektur von Irrtümern und Fehlern verbunden.

Trotzdem erwarten zahlreiche Bürger (immer mehr) Problemlösungen durch den Staat, durch den Staatenverband und durch die supranationale Politik.

(Zwangsumverteilungs-)Politik schafft ständig neue Probleme. Die Politiker sind aber Experten im Verschleiern der Folgen von Regulierungs- und Interventionskaskaden. Sie haben wenig Interesse an einer Aufklärung über die Marktwirtschaft und fördern gerne den Glauben an die Gestaltbarkeit von Wirtschaft und Gesellschaft – und somit ein antimarktwirtschaftliches Denken. Ihr primäres Ziel ist meist die Begünstigung der einen auf Kosten der anderen und der Zukunft.

Immer mehr Bürger betrachten die Marktwirtschaft als Verursacher der meisten sozialen und wirtschaftlichen Probleme und befürworten daher die Entwicklung hin zu einem vielgeschäftigen und überall präsenten Staat.

Die Verschleierungsspiralen und das Nichterkennen der Auswirkungen der Interventionen der einzelnen Staaten, des Staatenverbundes, der Zentralbanken/Notenbanken und der Banken sind mit einer Sehnsucht nach noch mehr Konstruktivismus verbunden. Das fördert eine antiliberale Politik, welche die marktwirtschaftlichen Prinzipien aushöhlt.

Das Scheitern der (Wirtschafts- und Sozial-)Politik in den einzelnen Staaten der Eurozone wird derzeit vor allem auch durch einen supranationalen und antimarktwirtschaftlichen monetären Interventionismus verschleiert.

Aber auch die antiliberale Geldpolitik schafft für die Bürger große Probleme wie Geldentwertung, mehr Staat, mehr Kollektivierung gesellschaftlichen Lebens, eine Erosion des Sparvermögens, eine schleichende Enteignung, eine Einschränkung des Eigentumsschutzes, einen Kapitalabbau, eine steigende Staatsverschuldung, eine Kapitalaufzehrung, eine Umverteilung von Einkommen und Vermögen, Vermögensverschiebungen zwischen den Staaten der Eurozone, eine Kapitalflucht, Kapitalfehllenkungen, eine Wettbewerbsverzerrung, eine Vergemeinschaftung von Schulden, Wohlstandsverluste und das Potential für zukünftige Krisen.

Schon Ludwig von Mises (1881–1973) hat erkannt, dass die meisten sozialen und wirtschaftlichen Probleme keine Folge der Marktwirtschaft, sondern des (monetären) Interventionismus sind. Er zeigte die Verschleierungsspiralen auf und forderte mehr Aufklärung über die (rechtsstaatliche) Marktwirtschaft, über Freiheit, Privateigentum, Eigenverantwortung, Eigenleistungen, Wettbewerb und Neuerungen!

An das und an ihn zu erinnern ist mir ein Anliegen.

Josef Stargl ist AHS-Lehrer in Ruhe und ein Freund der Freiheit.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2019 11:16

    Eine absolut zutreffende Beschreibung des Wirkens der Politiker Kaste.
    Politiker verfolgen ihre hidden agenda, die einfach durchzuschauen ist. Politiker haben ein Privileg, dass normale Menschen, nicht haben. Politiker können ihre privaten, egoistischen Ziele, irreführend als soziale Gerechtigkeit, Gleichheit, Wohlstand für alle, deklariert, verfolgen. Das Ziel ist die nächste Sprosse an der Karriere Leiter, sprich mehr Macht, noch mehr Privilegien, längerer Verbleib an den Futtertrögen.
    Um diese Ziele zu erreichen, sind selbstverständlich Massnahmen notwendig, so wenig wie möglich dem Zufall überlassen. Bedeutet Kontrolle, Kontrolle, nochmals Kontrolle. Kontrolle der Legislative, Kontrolle der Justiz, Kontrolle der Medien, Einführung der Zensur. Ausschaltung der Checks and Balances.
    Beseitigung der Säkularität. Einführung neuer Glauben - Klimawandel, Marxismus.
    Wen das alles nicht reicht, Manipulation der Wahlen.
    Aussichten auf eine Umkehr des Trends zum Totalitarismus ?

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  1. Rupert Wenger
    09. März 2019 10:13

    "Aussichten auf eine Umkehr des Trends zum Totalitarismus ?" Vermutlich nur durch Revolution. Das Wetterleuchten im Westen Europas nähert sich bedrohlich. Wenn ich 1789 betrachte, fällt mir auf, dass sich Österreich mit einer friedliche Umwandlung von oben durch Josef II den Gewaltausbruch der jakobinischen Revolution erspart hat. Eine Wiederholung dieser Vorgangsweise findet heute in Österreich gute Bedingungen vor, das morsche alte System ist in Auflösung, wir haben uns bereits vom verhängnisvollen deutsch/französischen Weg in die seitlichen Büsche geschlagen.
    Klar ist, wogegen sich die neuen Kräfte richten, jetzt brauchen wir noch ein klares Wofür. Solange das Wofür nicht klar ist, laufen wir Gefahr etwas völlig Anderes zu bekommen, als wir erwarten. So hat die französische Revolution einen schwachen König gestürzt um nach Umwegen über ein Terrorregime bei einem starken Kaiser zu landen, Russland seinen autokratischen Zar entsorgt, um nach Umweg über eine schwache Demokratie bei einem autokratischen Tyrannen zu landen. Der erste Schritt zur Entsorgung des alten Systems ist im Laufen, wir müssen der Regierung nur klar vermitteln, dass an grundsätzlichen Reformen unseres politischen Systems kein Weg vorbeiführt. Den Zweiten Schritt müssen wir jetzt durch intellektuelle Arbeit vorbereiten, damit wir ihn rechtzeitig parat haben. Josef Stargl ist da bereits am Arbeiten.

  2. pressburger
    03. März 2019 11:16

    Eine absolut zutreffende Beschreibung des Wirkens der Politiker Kaste.
    Politiker verfolgen ihre hidden agenda, die einfach durchzuschauen ist. Politiker haben ein Privileg, dass normale Menschen, nicht haben. Politiker können ihre privaten, egoistischen Ziele, irreführend als soziale Gerechtigkeit, Gleichheit, Wohlstand für alle, deklariert, verfolgen. Das Ziel ist die nächste Sprosse an der Karriere Leiter, sprich mehr Macht, noch mehr Privilegien, längerer Verbleib an den Futtertrögen.
    Um diese Ziele zu erreichen, sind selbstverständlich Massnahmen notwendig, so wenig wie möglich dem Zufall überlassen. Bedeutet Kontrolle, Kontrolle, nochmals Kontrolle. Kontrolle der Legislative, Kontrolle der Justiz, Kontrolle der Medien, Einführung der Zensur. Ausschaltung der Checks and Balances.
    Beseitigung der Säkularität. Einführung neuer Glauben - Klimawandel, Marxismus.
    Wen das alles nicht reicht, Manipulation der Wahlen.
    Aussichten auf eine Umkehr des Trends zum Totalitarismus ?





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