Der IWF gegen das Bargeld – das ist Brutalität drucken

Lesezeit: 4:30

Bargeld ist geprägte oder gedruckte Freiheit. Wer nur über virtuelles Geld in Form von Plastikkarten verfügt, sieht nicht nur im Falle technischer Probleme mit Lesegeräten oder elektronischen Kassen alt aus. Alle seine Einkäufe sind für denjenigen, der über die dafür notwendigen technischen Mittel und EDV-Kenntnisse verfügt, nachvollziehbar. Und dem allmächtigen Leviathan unliebsame Dissidenten blieben, wenn dieser das wollte, nicht einmal die Mittel, sich eine Wurstsemmel, geschweige denn ein paar Liter Treibstoff zu kaufen. Wer will in einer solchen Welt ohne jede private und anonyme Rückzugsmöglichkeit leben?

Wer also – mit welch fadenscheinigen Argumenten auch immer – gegen das Bargeld zu Felde zieht, führt nichts Gutes im Schilde. Latrinenparolen wie "…nur Drogen- Waffen- und Mädchenhändler oder andere Finsterlinge brauchen Bargeld" sind zu dumm, um darauf einzugehen. Bargeld ist einfach deshalb so nützlich, weil es den letzten Rest von Privatsphäre schützt, der uns dieser Tage noch geblieben ist. Es geht weder die Bank noch den Finanz- oder Polizeiminister etwas an, wofür wir unser sauer verdientes Geld ausgeben. Punktum.

Es ist kein Zufall, dass die schärfsten Kritiker der Verwendung von Bargeld, wie etwa der prominente US-Ökonom Kenneth Rogoff (Link zu Amazon), stets aus den Reihen der Finanzwirtschaft kommen. Leute wie er stehen zum einen auf den Lohnlisten der Geldalchemisten in einschlägigen Institutionen (wie den Notenbanken, dem IWF, etc.) und sind es zum anderen gewöhnt, ausschließlich in Aggregaten zu denken und aus Fleisch und Blut bestehende Menschen auszublenden.

Die Existenz des Bargelds limitiert die Möglichkeiten der Zentralbanken, den Zins zu manipulieren. Ihren Mitteln, den Zins, das ewige Feindbild aller Keynesianer, unter den Nullpunkt zu drücken, sind dadurch Grenzen gesetzt. Die Bürger hätten den Ausweg, ihre Konten zu plündern und Bargeld unter ihre Matratzen zu stopfen, anstatt das Buchgeld kampflos dem Fiskus zu überlassen. Daher steht eine bargeldlose Welt im Zentrum der feuchten Träume jedes Zentralbankers und/oder verschuldungsgeiler Politiker.

Da die vollständige Abschaffung des Bargeldes aber (noch) auf allzu massive Widerstände stoßen würde und die Nomenklatura auf die Stimmen älterer Bürger, die am stärksten an den vertrauten Noten und Münzen hängen, nicht verzichten können, ist guter Rat teuer. Was tun? Das fragte sich weiland übrigens auch schon Lenin – ohne auf einen grünen Zeig zu kommen.

Die Antwort wurde indes soeben von Experten des Internationalen Währungsfonds gegeben (siehe hier). Sie besteht de facto in der Verwirklichung der krausen Ideen Silvio Gesells, anno 1919 zum Finanzminister der kommunistischen Münchener Räteregierung berufener und sattsam bekannter Erfinder des Schwundgeldes. Dass Maynard Keynes große Stücke auf den Mann hält, über den er schreibt "Ich glaube, die Zukunft wird vom Geiste Gesells mehr lernen als von jenem von Marx", erübrigt jede weitere Erörterung (siehe hier).

Bargeld soll, nach den rezenten Vorstellungen der IWF-Ökonomen, im Gleichschritt mit der systematischen Plünderung elektronischer Konten entwertet werden, was seinen Besitz im Hinblick darauf, es vor dem Zugriff des ewig klammen Fiskus zu schützen, plangemäß sinnlos macht.

Die technische Umsetzung dürfte zwar nicht einfach sein, da alle Wirtschaftstreibenden auf eine "doppelte Buchführung" hinsichtlich der Entgegennahme barer oder elektronischer Zahlungsmittel umstellen müssten, um den Coup auch tatsächlich gelingen zu lassen. Gesells Modell war dagegen – zu seiner Zeit gab es allerdings noch kein Plastikgeld – einfacher: Banknoten mussten regelmäßig mit kostenpflichtigen Wertmarken beklebt werden, um ihre Gültigkeit nicht zu verlieren.

Die Frage der technischen Machbarkeit ist aber gar nicht entscheidend. Was wirklich zählt, ist die mit dieser Maßnahme verbundene, flächendeckende Einführung einer alle Geldhalter – auch die ärmsten unter ihnen – treffenden Vermögenssteuer und die schrittweise Abschaffung des Eigentums an rechtmäßig erworbenen Geldmitteln. Die möglichen Ausweichstrategien, wie etwa der Umstieg auf Edelmetalle, Fremdwährungen oder andere liquide Güter, würden, so darf erwartet werden, mit der gleichen Entschlossenheit bekämpft werden, wie das Bargeld. Eine klassische Interventionsspirale würde sich ausbilden, an deren Ende der "Rechtsstaat" seine Maske fallen lässt und seine totalitäre Fratze zeigt.

Was nie vergessen werden darf: Der Besitz von Geld setzt – wenn es mit wirtschaftlichen und nicht mit politischen Mitteln verdient wird, was zumindest auf alle Leistungsträger zutrifft – die Erbringung eines Dienstes für die Mitbürger voraus. Dass der Staat Leistung mit Einkommensteuern bestraft, während er Müßiggang mit Sozialtransfers belohnt, ist ja schon schlimm genug. Wenn darüber hinaus aber auch noch die verbliebenen Reste der Früchte von Arbeit ganz nach dem Gutdünken der Obertanen und ihrer Komplizen in der Geldwirtschaft beliebig entwertet werden sollen, dann schlägt´s endgültig dreizehn!

Privates Eigentum, das kann nicht oft genug betont werden, bildet die entscheidende Basis für ein friedliches Zusammenleben. Die klare Unterscheidung von Mein und Dein ist das stärkste Mittel, um Konflikte zu vermeiden. Wer diese Unterscheidung nicht respektiert, legt die Axt an die Wurzeln jeder zivilisierten Gesellschaft, in der nicht unentwegt der Krieg aller gegen alle tobt. Privates Eigentum sollte ohne Zustimmung seines Herrn absolut unantastbar sein.

Dieser Punkt wird in allen Debatten um die Einführung von "Minuszinsen", die der Natur des Menschen diametral entgegenstehen, vollkommen ausgeblendet. Das geschieht allerdings nicht von ungefähr, denn es handelt sich dabei um nicht mehr und nicht weniger als um einen vom angeblichen Rechtsstaat verübten Raub. Auf diese unbequeme Wahrheit aufmerksam zu machen liegt indes bestimmt nicht im Interesse der Nomenklatura und ihrer Systemlinge.

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorOT-Links
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2019 06:38

    Auch die Enteignung der Bürger ist Merkel zu verdanken, denn sie hat sich für die Rettung Griechenlands eingesetzt. Dieses ist übrigens immer noch pleite. Aber natürlich ist der Fehler schon mit der Euroeinführung passiert. Hätte man Griechenland in die Drachme entlassen - es hat sich ja in den Euro geschummelt - so wäre es heute schon saniert.

    Die Staatsschuldenkrise 2008 wurde mit noch mehr Schulden bekämpft. Die Sparer wurden durch die Nullzinsen enteignet und in Zypern sogar direkt. Die Zypernmethode ist seither euopäisches Recht. Jede Bank, die pleite geht, darf heute ihre Kontoinhaber (neuerdings "Gläubiger" der Bank) "zypern".

    Und das geht munter so weiter. An der neuen Wirtschaftkrise ist auch Merkel schuld, denn sie hat die dt. Industrie ruiniert und der Kohleausstieg gibt Deutschland den Rest.

    Und alle hängen an ihren Rockzipfeln bzw. an "ihrem" Scheckheft, mit dem sie sich alle gekauft hat, denn sie wissen, wenn Merkel fällt, dann fällt auch ihr System, dann bricht das Chaos aus. Ja, aber das kommt sowieso. Sie machen weiter bis zum bitteren Ende.

    Was die ZB außer Helicopter- und Schwundgeld noch im Köcher hat: Nun, die totale Enteignung, Goldverbot z.B. oder Zwangskredite auf Grund und Boden. Das alles wird kommen und am Ende der lange aufgebaute und hinausgeschobene Bürgerkrieg, den die geübten Antifa-Schläger und Messerstecher gegen die wehrlos gemachte Urbevölkerung Europas gewinnen werden.

  2. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2019 18:48

    Bargeld bedeutet einen Rest an Würde, Freiheit und Eigenverantwortung. Dessen Abschaffung hingegen den direkten Weg in die Sklaverei, die einer degenerierten Gesellschaft aber ohne große Schwierigkeiten als Fortschritt, Sicherheit und Fürsorge verkauft werden kann.

  3. Ausgezeichneter KommentatorTyche
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2019 10:47

    Recht auf Geld gehört in der Verfassung festgeschrieben!!!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsteinmein
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Februar 2019 22:09

    Dann kommen für den täglichen Bedarf halt wieder die hinlänglich bekannten Bezugskarten wieder zum Vorschein.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBürgermeister
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2019 07:34

    Die Geldumschlagshäufigkeit erhöht sich explosiv, wenn es morgen weniger wert ist als heute - dann kriegt man das "heiße Kartoffel-Syndrom". So schnell wie möglich ausgeben ist die Devise. Das gab es schon einmal in der Gotik.

    Menschen denen das Geld heute kaum bis zum Ende des Monats reicht, müssen am Anfang alles ausgeben - weil sie die Entwertung nicht verkraften. Und das bei einer Schicht die vielleicht wenig Erfahrung / Platz / Willen mit Lagerhaltung von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern hat. Bei einer spontanen Mehrausgabe wie einer Autoreparatur wird es dann schwierig, aufbewahren soll man es ja nicht.

    Ein theoretisches Hirngespinst, dass das Potential hat das gesellschaftliche Zusammenleben schlicht und ergreifend in die Luft zu jagen. In diesem Fall entzündet man eine Revolution von unten nach oben - ist vielleicht gar nicht so schlecht!

    Am Anfang wird es ein Strohfeuer geben, da muss man dann seine Schäfchen ins trockene bringen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorAusgebeuteter
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2019 07:54

    Herr Tögel:
    Bargeld hat insofern nicht mehr die frühere Bedeutung, da es dafür keinen ausreichenden Gegenwert der ausgebende Stelle (z.B. Gold- oder Devisenreserven) mehr gibt. So wird z.B. zu Hause - nun auch auf Sparkonten mit Nullzinsen - liegendes Geld durch die von oben gewünschte Inflation laufend weniger Wert. Dazu trägt auch die massive Auswertung des Geldvolumens (richtig Giralgeld, im Volksmund "Anwerfung der Banknotendruckmaschinen" genannt) durch die Zentralbanken bei. Die Geldinstitute sind natürlich an Transaktionen mit Plastikgeld sehr interessiert, denn diese verursachen zusätzliche Einnahmen und geringere Kosten. Man darf nicht vergessen, dass die großen Kriditkartenfirmen alle indirekt von Banken geführt werden.

    Richtig ist weiters, dass bei Verwendung von sog. Plastikkarten die Anonymität wegfällt und außerdem es zu Kontoüberziehungen bzw. späterer Fälligkeit zu Einkäufen und Dienstleistungen kommt, wo erst zeitlich versetzt eine eigene Leistung gegenüber steht. Auch die Finanzämter haben ggfs. Zugriff zu den bei den Instituten geführten Kontoinformationen.

    Weiters sollten noch weitere Vor- und Nachteile des bargeldlosen Zahlens erwähnt werden.

    Pros: Wegfall von "schweren" Münzen, Verhinderung von Fehlern bei der Bezahlung, Reduktion von Taschendiebstahl, Verhinderung von Falschgeld

    Cons: Verlust des eigenen Überblicks über die Finanzen bei Verleitung zu unüberlegten Einkäufen, Jahreskosten der Plastikkarten. Nicht zu vergessen, dass in den Verkaufspreisen jeder ordentliche Kaufmann alle auch mit der Akzeptanz von Karten verbundenen Kosten in der Preiskalkulation berücksichtigt hat. Da die Verträge aber gleiche Preise für Barzahler und Kartenbenützer verlangen, unterstützen durch diese Mischkalkulation des Disagios alle Barzahler automatisch die Kartenbenützer in geringfügigem Maße.

    P.S.:
    In den USA ist mir aufgefallen, dass in Kaufhäusern die Kassiere anstatt von Banknoten mit höherem Nennwert lieber Plastikgeld wünschen, denn am Arbeitsende würde bei Übergabe der Kasse an den Hauptkassier bei dort erkannten gefälschten Banknoten letztlich der Verkäufer dafür bezahlen müssen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2019 08:04

    Schwundgeld wäre im Grunde eine Negativverzinsung bei Bankguthaben und ohne Banknoten. So verstehe ich das jedenfalls.

    Das Ziel von Gesell war es aber nicht, den Menschen die Gewalt über ihr Geld zu nehmen, sondern durch Wertverlust von Geldbesitz es attraktiver zu machen, das Geld auszugeben und eben das Horten von Geld durch Abwertung zu bestrafen.

    Das ist aber durch die automatisierte schleichende Inflation bereits realisiert. Es ist lediglich der umgekehrte Weg aber mit selbem Effekt.

    Man soll sich genau anschauen, welche Politiker und sonstige Leute in der Öffentlichkeit sich stark machen für das Bargeldverbot. Sie sind die Feinde der Freiheit. Die müssen zumindest geächtet werden.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2019 08:04

    Schwundgeld wäre im Grunde eine Negativverzinsung bei Bankguthaben und ohne Banknoten. So verstehe ich das jedenfalls.

    Das Ziel von Gesell war es aber nicht, den Menschen die Gewalt über ihr Geld zu nehmen, sondern durch Wertverlust von Geldbesitz es attraktiver zu machen, das Geld auszugeben und eben das Horten von Geld durch Abwertung zu bestrafen.

    Das ist aber durch die automatisierte schleichende Inflation bereits realisiert. Es ist lediglich der umgekehrte Weg aber mit selbem Effekt.

    Man soll sich genau anschauen, welche Politiker und sonstige Leute in der Öffentlichkeit sich stark machen für das Bargeldverbot. Sie sind die Feinde der Freiheit. Die müssen zumindest geächtet werden.

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  1. fewe (kein Partner)
    26. Februar 2019 08:04

    Schwundgeld wäre im Grunde eine Negativverzinsung bei Bankguthaben und ohne Banknoten. So verstehe ich das jedenfalls.

    Das Ziel von Gesell war es aber nicht, den Menschen die Gewalt über ihr Geld zu nehmen, sondern durch Wertverlust von Geldbesitz es attraktiver zu machen, das Geld auszugeben und eben das Horten von Geld durch Abwertung zu bestrafen.

    Das ist aber durch die automatisierte schleichende Inflation bereits realisiert. Es ist lediglich der umgekehrte Weg aber mit selbem Effekt.

    Man soll sich genau anschauen, welche Politiker und sonstige Leute in der Öffentlichkeit sich stark machen für das Bargeldverbot. Sie sind die Feinde der Freiheit. Die müssen zumindest geächtet werden.

    • Ökonomie-Vergelter
      01. März 2019 23:18

      Was den einen ein "Horten" ist, ist den anderen ein "Sparen für freie Konsumplanung", und damit auch für ein Disponieren ohne Unterworfenheit unter Kredit- bzw Zuschussgenehmigungen und Zinstribute.

      Den "Dagobert Duck" gibt es in der Realität nicht: es gibt keinen Typen, der Geld ohne die Absicht anhäuft, es jemals für sich, seine Projekte oder die ihm Nahestehenden zu verwenden. Und wenn, dann ist das ein krankhafter, extrem seltener Ausnahmefall.

  2. fxs (kein Partner)
    25. Februar 2019 11:52

    Als vor einigen Jahren in Italien zuwenig "Scheidemünzen" im Umlauf waren fanden die Italiener schnell einen Münzersatz: Briefmarken übernahmen deren Funktion. Die Herren "Finanzexperten" sollten die Kreativität der Bevölkerung nicht unterschätzen.

    • fewe (kein Partner)
      26. Februar 2019 08:12

      Das ist schon ein paar Jahrzehnte her. Es waren die 100-Lire-Stücke, die die japanische Uhrenindustrie aufgekauft hatte und für Rückdeckel von Armbanduhren verwendet hatte. Die waren damals billiger als die Legierung herzustellen.

      Ich denke auch, dass man eine Lösung finden wird als Ersatz. Aber eigentlich leben wir ja in einer Republik, in einer Demokratie und nicht unter einer Schreckensherrschaft, wohin sich das aber leider zu entwickeln scheint.

      Der Staat sollte also so funktionieren, wie seine Bürger das wollen und nicht irgendwelche Freundeskreise, die sich die Staaten unter den Nagel gerissen haben und offenbar tun können wozu sie gerade Lust haben. Gestützt von "Volksvertretern".

  3. glockenblumen
    18. Februar 2019 10:19

    Na also, abgesehen davon, daß man in der Regel auch beim Bezahlen mit Karte das Börsel öffnen und die Karte herausnehmen muß...
    und mit Bargeld können die Leute nicht so gut über ihre Einkaufsgewohnheiten kontrolliert werden, als mit digitaler Bezahlung, leider kapieren das viele nicht

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Bezahlen-mit-Bargeld-geht-schneller-als-mit-der-Karte-4306811.html

  4. oberösi
    17. Februar 2019 18:48

    Bargeld bedeutet einen Rest an Würde, Freiheit und Eigenverantwortung. Dessen Abschaffung hingegen den direkten Weg in die Sklaverei, die einer degenerierten Gesellschaft aber ohne große Schwierigkeiten als Fortschritt, Sicherheit und Fürsorge verkauft werden kann.

    • Brigitte Imb
      17. Februar 2019 18:57

      Täglich kann ich beobachten, wie (meist junge) Leute ihr Packerl Milch mit Karte od. Tel. zahlen. Und sich super gut vorkommen. Da gerate ich jedesmal leicht in innere Unruhe und überlege etwas zu sagen. Grrrrrr.

    • Brigitte Imb
      17. Februar 2019 18:59

      Ein Flugticket übers Reisebüro konnte ich nicht mit Visa bezahlen. Reiseschutz extra. (Verbrecher)

    • Ausgebeuteter
      17. Februar 2019 20:38

      Brigitte Imb:
      Die Zeiten, wo die Kreditkartenfirmen 2 oder 3 % als Disagio verlangten und die Fluggesellschaften dies auch weitergaben, sind vorbei. Denn lt. EU-Verordnung dürfen nur mehr 0,3 % verrechnet werden, bei Firmenkarten und Prepaidkarten gar nichts.
      Demnächst werden die Kreditkarten zu sog. Debitkarten umfunktioniert, wo die Belastung am Bankkonto (ähnlich wie bei der Bankomatkarte) umgehend erfolgt. Ob es da noch einen berechtigten Aufschlag geben wird?
      Zusatzleistungen wie Reiseschutz u.a. muss man nicht akzeptieren.

    • annona
      18. Februar 2019 18:46

      Massengesellschaften kennen keine individuelle Freiheit ,sondern nur kollektives
      Unwohlsein , das mit Faulheit und vorgekautem Sex abgefedert als Rundumversorgung angepriesen wird; niemand darf mehr nachdenken oder sich
      erinnern ,daher wird auch jegliche Ästhetik dem Hässlichen geschuldet ,um das Schöne ad absurdum zu reduzieren . Der Sozialismus ist nur eine Spielart des
      globalen Unwohlseins und derzeit weltweit institutionalisiert - cui bono?

  5. Tyche
    17. Februar 2019 10:47

    Recht auf Geld gehört in der Verfassung festgeschrieben!!!

    • Tyche
      17. Februar 2019 12:15

      Ich meinte natürlich das Recht auf BARGELD gehört in der Verfassung festgeschrieben!

    • Torres (kein Partner)
      20. Februar 2019 11:35

      Das wird nichts nützen, wenn die EU entscheidet, dass das Bargeld abgeschafft wird. Die steht nämlich über unserer Verfassung.

  6. Ausgebeuteter
    17. Februar 2019 07:54

    Herr Tögel:
    Bargeld hat insofern nicht mehr die frühere Bedeutung, da es dafür keinen ausreichenden Gegenwert der ausgebende Stelle (z.B. Gold- oder Devisenreserven) mehr gibt. So wird z.B. zu Hause - nun auch auf Sparkonten mit Nullzinsen - liegendes Geld durch die von oben gewünschte Inflation laufend weniger Wert. Dazu trägt auch die massive Auswertung des Geldvolumens (richtig Giralgeld, im Volksmund "Anwerfung der Banknotendruckmaschinen" genannt) durch die Zentralbanken bei. Die Geldinstitute sind natürlich an Transaktionen mit Plastikgeld sehr interessiert, denn diese verursachen zusätzliche Einnahmen und geringere Kosten. Man darf nicht vergessen, dass die großen Kriditkartenfirmen alle indirekt von Banken geführt werden.

    Richtig ist weiters, dass bei Verwendung von sog. Plastikkarten die Anonymität wegfällt und außerdem es zu Kontoüberziehungen bzw. späterer Fälligkeit zu Einkäufen und Dienstleistungen kommt, wo erst zeitlich versetzt eine eigene Leistung gegenüber steht. Auch die Finanzämter haben ggfs. Zugriff zu den bei den Instituten geführten Kontoinformationen.

    Weiters sollten noch weitere Vor- und Nachteile des bargeldlosen Zahlens erwähnt werden.

    Pros: Wegfall von "schweren" Münzen, Verhinderung von Fehlern bei der Bezahlung, Reduktion von Taschendiebstahl, Verhinderung von Falschgeld

    Cons: Verlust des eigenen Überblicks über die Finanzen bei Verleitung zu unüberlegten Einkäufen, Jahreskosten der Plastikkarten. Nicht zu vergessen, dass in den Verkaufspreisen jeder ordentliche Kaufmann alle auch mit der Akzeptanz von Karten verbundenen Kosten in der Preiskalkulation berücksichtigt hat. Da die Verträge aber gleiche Preise für Barzahler und Kartenbenützer verlangen, unterstützen durch diese Mischkalkulation des Disagios alle Barzahler automatisch die Kartenbenützer in geringfügigem Maße.

    P.S.:
    In den USA ist mir aufgefallen, dass in Kaufhäusern die Kassiere anstatt von Banknoten mit höherem Nennwert lieber Plastikgeld wünschen, denn am Arbeitsende würde bei Übergabe der Kasse an den Hauptkassier bei dort erkannten gefälschten Banknoten letztlich der Verkäufer dafür bezahlen müssen.

  7. Bürgermeister
    17. Februar 2019 07:34

    Die Geldumschlagshäufigkeit erhöht sich explosiv, wenn es morgen weniger wert ist als heute - dann kriegt man das "heiße Kartoffel-Syndrom". So schnell wie möglich ausgeben ist die Devise. Das gab es schon einmal in der Gotik.

    Menschen denen das Geld heute kaum bis zum Ende des Monats reicht, müssen am Anfang alles ausgeben - weil sie die Entwertung nicht verkraften. Und das bei einer Schicht die vielleicht wenig Erfahrung / Platz / Willen mit Lagerhaltung von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern hat. Bei einer spontanen Mehrausgabe wie einer Autoreparatur wird es dann schwierig, aufbewahren soll man es ja nicht.

    Ein theoretisches Hirngespinst, dass das Potential hat das gesellschaftliche Zusammenleben schlicht und ergreifend in die Luft zu jagen. In diesem Fall entzündet man eine Revolution von unten nach oben - ist vielleicht gar nicht so schlecht!

    Am Anfang wird es ein Strohfeuer geben, da muss man dann seine Schäfchen ins trockene bringen.

  8. OT-Links
    17. Februar 2019 06:38

    Auch die Enteignung der Bürger ist Merkel zu verdanken, denn sie hat sich für die Rettung Griechenlands eingesetzt. Dieses ist übrigens immer noch pleite. Aber natürlich ist der Fehler schon mit der Euroeinführung passiert. Hätte man Griechenland in die Drachme entlassen - es hat sich ja in den Euro geschummelt - so wäre es heute schon saniert.

    Die Staatsschuldenkrise 2008 wurde mit noch mehr Schulden bekämpft. Die Sparer wurden durch die Nullzinsen enteignet und in Zypern sogar direkt. Die Zypernmethode ist seither euopäisches Recht. Jede Bank, die pleite geht, darf heute ihre Kontoinhaber (neuerdings "Gläubiger" der Bank) "zypern".

    Und das geht munter so weiter. An der neuen Wirtschaftkrise ist auch Merkel schuld, denn sie hat die dt. Industrie ruiniert und der Kohleausstieg gibt Deutschland den Rest.

    Und alle hängen an ihren Rockzipfeln bzw. an "ihrem" Scheckheft, mit dem sie sich alle gekauft hat, denn sie wissen, wenn Merkel fällt, dann fällt auch ihr System, dann bricht das Chaos aus. Ja, aber das kommt sowieso. Sie machen weiter bis zum bitteren Ende.

    Was die ZB außer Helicopter- und Schwundgeld noch im Köcher hat: Nun, die totale Enteignung, Goldverbot z.B. oder Zwangskredite auf Grund und Boden. Das alles wird kommen und am Ende der lange aufgebaute und hinausgeschobene Bürgerkrieg, den die geübten Antifa-Schläger und Messerstecher gegen die wehrlos gemachte Urbevölkerung Europas gewinnen werden.

    • 11er
      17. Februar 2019 21:30

      OT-Links: **********************

      Ich erlaube mir dennoch die Präzisierung: Merkel hat natürlich nicht Griechenland sondern die Gläubigerbanken der Griechen gerettet, damit die hochverzinsten - weil ja so risikoreich ;-) - Kredite nicht platzen.

      Zum Thema Enteignung:

      https://www.tagesspiegel.de/berlin/volksbegehren-gegen-deutsche-wohnen-jusos-pankow-wollen-harte-enteignung/23992938.html

      Aus "rauben" wird "sozialsieren" (wie unfreiwillig doppeldeutig entlarvend), da die haben bei Orwell aber ganz genau nachgelesen.....

    • OT-Links
      18. Februar 2019 20:30

      Ja eh. Die Griechen hatten davon nichts außer eknem Ausverkauf der echten Werte an besagte Mischpoke, die zuvor den großen Zinsenreibach gemacht hat.

    • fewe (kein Partner)
      26. Februar 2019 08:19

      Ich wüsste nicht wie das funktionieren sollte, dass man in Griechenland - oder irgendeinem der Euro-Länder - wieder eine andere Währung einführt.

      Man kann ja niemanden daran hindern, weiterhin Euro zu behalten. Damit ist dann der eigentliche Zweck - nämlich die Währung abzuwerten - weitestgehend wirkungslos.

      Wenn man das will, dann muss auch der Euro aufgelassen werden. Jedenfalls ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte, wenn daneben der Euro weiterhin existieren soll.

      In dem Zusammenhang der einzige kluge Satz von Faymann: Man kann aus einer Fischsuppe kein Aquarium mehr machen.

  9. steinmein
    16. Februar 2019 22:09

    Dann kommen für den täglichen Bedarf halt wieder die hinlänglich bekannten Bezugskarten wieder zum Vorschein.





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