Satanische Gutmenschen und die Bibel

Lesezeit: 2:00

Über das Phänomen der Gutmenschen, die im Begriff sind, im Namen von Gleichmacherei, Antidiskriminierung, Inklusion, Toleranz und politischer Korrektheit das "Imperium des Guten", eine unduldsame Gesinnungsdiktatur zu errichten, wurde schon viel geschrieben.

In einem neuen Buch erfolgt, und das verleiht ihm ein Alleinstellungsmerkmal, die kritische Analyse aus dem Blickwinkel des praktizierenden Christen, auf der Grundlage des Neuen Testaments.

Für Agnostiker und Atheisten wird das Werk deshalb keineswegs von Vornherein uninteressant, da darin die zum Teil absurden, widersinnigen und in jedem Fall autodestruktiven intellektuellen Verrenkungen der den Diskurs beherrschenden Linken schonungslos und erschöpfend aufgedeckt und rigoros dekonstruiert werden.

Dass gute Menschen in Wahrheit das exakte Gegenteil von Gutmenschen sind – nach Meinung des Autors bilden die letzteren gewissermaßen die fünfte Kolonne des Satans auf Erden – wird dem Leser bereits nach wenigen Kapiteln klar. Das Wesen des Bösen ist es, im Gewand des Guten getarnt aufzutreten und damit seine Natur zu verschleiern.

Der das gesamte Buch durchziehende Gedanke, dass es allein der Glaube an Jesus Christus erlaube, ein gutes und gerechtes Leben zu führen, stets die richtigen Entscheidungen zu treffen und nicht das ausschließlich auf den Augenblick bezogene Dasein eines hemmungslos amoralischen Hedonisten zu führen, wird seriösen Denkern, die mit Religion wenig oder nichts am Hut haben, mit Sicherheit sauer aufstoßen. Bedenkenswert sind die ausgeführten Überlegungen, die innerhalb eines über insgesamt 18 Etappen geführten und jeweils auf bestimmte Aspekte hin zugespitzten Dialoges angestellt werden, dennoch.

Dass der jeglicher Transzendenz ermangelnde Mensch sich seit der Französischen Revolution an die Stelle Gottes setzt; dass der doppelt moralinsaure Gutmensch seine angemaßte, stets überlegene Moral über alle Fakten stellt; dass er mit erbarmungsloser Bosheit und Härte gegen all diejenigen zu Felde zieht, die der Verwirklichung seines im Elfenbeinturm entwickelten Weltbilds vermeintlich oder tatsächlich im Wege stehen: Das alles trifft absolut zu und wird durch Wortmeldungen des immer noch nahezu unangefochten über die Deutungshoheit gebietenden Meinungshauptstroms tagtäglich bestätigt.

Auch für Nichtchristen von Interesse sind jene Passagen, die sich mit der für die christliche Moral sinnstiftenden Bedeutung der Trinität Gottes auseinandersetzen. Fazit: Eine auch aus der Sicht nichtreligiöser Zeitgenossen hochinteressante Lektüre zu einem die Zukunft der westlichen Welt maßgeblich bestimmenden Phänomen.

Das Imperium des Guten / Gutmenschen im Lichte des Neuen Testaments
Peter Gerdsen
Books on Demand, Norderstedt 2018
223 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-7460-5628-9
14,90 Euro

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Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2018 17:09

    "Das Wesen des Bösen ist es, im Gewand des Guten getarnt aufzutreten und damit seine Natur zu verschleiern."

    Da ist was Wahres dran, allein wenn ich an die vielen NGO's denke, die weiß ich was alles in ihrer grenzenlosen Gutheit schützen außer dem "Mensch", den Einheimischen, der für's Klima verantwortlich gemacht wird, der gehört abgeschafft oder zumindest ausgetauscht.....


alle Kommentare

  1. Wyatt
    29. Juli 2018 17:09

    "Das Wesen des Bösen ist es, im Gewand des Guten getarnt aufzutreten und damit seine Natur zu verschleiern."

    Da ist was Wahres dran, allein wenn ich an die vielen NGO's denke, die weiß ich was alles in ihrer grenzenlosen Gutheit schützen außer dem "Mensch", den Einheimischen, der für's Klima verantwortlich gemacht wird, der gehört abgeschafft oder zumindest ausgetauscht.....

    • glockenblumen
      30. Juli 2018 09:29

      @ Wyatt

      man braucht ja nur auf diese völlig verblödete Schwedin schauen - die die Abschiebung eines afghanischen Straftäters verhindert hat - um zu sehen WOFÜR diese Gutmenschorganisationen "arbeiten"...

    • Rachel
      05. August 2018 15:35

      @"couragierte" schwedische Studentin: ... :)
      ... so ein naiver dummer Trampel: https://www.bild.de/news/ausland/abschiebung/schwedin-abschiebung-56460504.bild.html
      sie hat gar nix verhindert .. außer einen zeitgerechten Start der Maschine (zum Ärgernis der anderen Passagiere) .. der 26-jährige Afghane, den sie im Flieger vermutete, war schon längst in Afghanistan, und ist dort nicht erschossen worden (wie sie vermeinte), weil er die letzten 20 Jahre im Iran gelebt hatte, und bei einem Besuch von Verwandten in S. meinte: "bei der Gelegenheit könnte ich doch gleich einen Asyl-Antrag stellen". ... Ein 50-j. Afghane, der im Flieger saß, wurde halt dann mit der nächsten Maschine abgeschoben.





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