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Ehe für alle - ein Gewaltakt

Menschen zweiter Klasse gibt es nicht. Egal ob sie verheiratet, verpartnert, verschieden – oder gleichgeschlechtlich denken, fühlen oder handeln. Seit der Einführung der Verpartnerung gibt es de facto keine rechtliche Diskriminierung mehr. Die eingetragene Partnerschaft wurde sogar im April dieses Jahres durch verschiedene Maßnahmen erheblich erleichtert, und dennoch gibt man sich nicht zufrieden? Mit Brachialgewalt wurde nun die Ehe für Alle gefordert.

Gleichzeitig wurde aber betont, dass die Ehe an sich "antiquiert" sei. Man müsse "verrückt sein", um "die strengen Scheidungsregeln zu akzeptieren" (C. Högl, HOSI Wien[1]).

Was folgt? Die Forderungen gehen weiter, man strebt eine weitere Änderung des Eherechtes an. Wann wird die Lobby gleichgeschlechtlich empfindender Menschen zufrieden sein? Wir können so tun, als ob zwei Gleichgeschlechtliche ein Kind bekommen könnten, so, wie es bereits in Schulbüchern den kleinen Kindern verwirrend dargestellt wird. Das entspricht aber nicht der Realität, sondern viel mehr dem Märchen "Des Kaisers neue Kleider". Bei gleichgeschlechtlichen Eltern kann biologisch bedingt nur höchstens ein Elternteil der leibliche sein. Das ist aber keineswegs ein Indiz für Diskriminierung – das liegt einfach in der Natur der Sache!

Antiquiertes Modell?

"In dem Ehevertrag erklären zwey Personen unterschiedlichen Geschlechtes gesetzmäßig ihren Willen, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen, und sich gegenseitigen Beystand zu leisten" §44 ABGB. Diese Formulierung erscheint durch das Ypsilon nicht nur antiquiert, sie ist sogar uralt, weil die Ehe durch ihre natürliche Beschaffenheit "vorstaatlich" ist. Der Staat kann sie nur anerkennen als das, was sie immer schon war, nämlich die beste Voraussetzung dafür, Kinder zu bekommen und zu erziehen.

Nur die Verschiedenartigkeit (und nicht Gleichheit) von Mann und Frau kann Kinder erzeugen. Man kann nicht gleich machen und "gleich behandeln", was ungleich und komplementär ist. Der Staat sollte daher die Ehe von Mann und Frau vorrangig behandeln, da nur sie die Generationenfolge sichert. Das ist der größte und wichtigste Unterschied zu jeder anderen "Eheform". Darauf begründet muss dem Konzept und Begriff von "Ehe" eine ganz klare Sonderstellung zum Wohle der Gesellschaft beigemessen werden. Auch der EGMR (Europäische Gerichtshof für Menschenrechte) bestätigt die EHE grundsätzlich als Verbindung von Mann und Frau.

Einzigartige Vorgangsweise

Was gerade in Österreich passiert, ist einzigartig in Europa. Was eigentlich die Sache des Parlamentes mit offener Debatte und freier Abstimmung gewesen wäre, wurde nun zum Richterbeschluss. Das wäre zumindest eine faire und demokratische Vorgangsweise gewesen. Irgendwie bekommt man den Eindruck, dieses so heikle Thema soll jetzt auch ja nicht die Regierungsverhandlungen stören.

Wer früher aus der Opposition heraus gegen die "Ehe für Alle" aufgetreten ist, kann sich jetzt still verhalten, passend zur Jahreszeit. Wo bleiben die Verteidiger der Familien, der Gesellschaft, des Staates? 75 Prozent der Kinder in Österreich wachsen bei ihren leiblichen, verheirateten Eltern auf!

Emotionales Wohlergehen einer Minderheit über dem Gemeinwohl gestellt

Mit dieser Entscheidung wurde aus Sicht des VfGH eine juristisch korrekte Entscheidung getroffen, die aus Sicht vieler jedoch nur eine politisch korrekte Entscheidung war. Es ist paradox. Das emotionale Wohlergehen einer Minderheit wurde über das Wohlergehen des Staates gestellt. Ein Fass wurde geöffnet, wo (mit Recht) noch viele andere Minderheiten Anspruch stellen können.

Die österreichischen Bischöfe warnten bereits im November vor den Konsequenzen der Uminterpretation von Ehe: "Schon jetzt ist im Blick auf andere Länder absehbar, dass durch die Preisgabe des bisherigen Eheverständnisses Forderungen nach Leihmutterschaft, Geschwisterehe oder auch Polygamie nur mehr schwer abzuwehren sein werden."[2]

Dass all das keine guten Entwicklungen sind, ist doch offensichtlich! Bringen wir unsere künftige Regierung dazu, ihr Wahlversprechen bezüglich Ehe einzuhalten und dafür zu sorgen, dass die Ehe verfassungsmäßig die Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau nicht nur war und ist – sondern auch bleiben wird!

Leni Kesselstatt ist Sprecherin der Familienallianz (www.familienallianz.net).

[1] http://www.hosiwien.at/nach-vfgh-erkenntnis-hosi-wien-fordert-modernes-eherecht-oder-fortbestand-der-eingetragenen-partnerschaft/

[2] http://www.bischofskonferenz.at/2017/presseerklaerungen-zur-herbstvollversammlung-2017

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alle Kommentare

  1. sepp imland (kein Partner)

    es ist krieg. bernhard lasahn lesen !!!



  2. fxs (kein Partner)

    TJA, was tun wir, wenn der Verfassungsgerichtshof die Verfassung bricht?



  3. Torres (kein Partner)

    Und genau deswegen, damit (Höchst-)Gerichte nicht Politik machen, werden ihnen etwa in Ungarn und Polen die Kompetenzen beschnitten und ihre Zusammensetzung neu geregelt. Der Aufschrei der linken EU kann als Zeichen gewertet werden, dass diese Maßnahmen genau richtig sind und auch bei uns vorgenommen werden sollten. Mal sehen, was sich die neue Regierung "traut".



  4. pro veritate (kein Partner)

    Wenn sich die zukünftige Regierung in keiner Weise gegen die "Homo-Ehe" wendet, wissen wir, wieviel es auch in Österreich geschlagen hat. Und ich fürchte, dass dies so sein wird! Es wird aber der Tag kommen, an dem alle diese katastrophalen "Gesetze" - angefangen von der "Fristenlösung" - aufgehoben werden. Doch mit Sicherheit wird dem etwas vorausgehen, was sich kein Mensch wünscht. Wer sich mit diesen Dingen "arrangiert" und nichts dagegen tut oder sagt, obwohl er irgendeine Möglichkeit dazu hätte, macht sich an diesem Wahnsinn mitschuldig! Später wird man vielleicht einmal sagen, dass die meisten Menschen unserer Zeit den Verstand verloren haben. Benützen wir diesen also!



  5. Ausgebeuteter

    Es geht den Verfechtern von gleichgeschlechtliche Ehe sowie Ehe für alle vorwiegend um die spätere Witwerpension - oder wie diese Hinterbliebenenpension für den überlebenden Partner dann bezeichnet wird.



  6. haro

    Man kann den Menschen viel "aufs Auge drücken", aber nicht jeden Unfug und irgendwann siegt doch (hoffentlich) die Vernunft die besagt :

    Eine Ehe ist eine Verbindung zwischen Mann und Frau !

    Das Gendern -die Vergewaltigung der deutschen Sprache- ist zeitgenössischer Unsinn!

    Asyl nur auf Zeit!

    Die Türkei gehört nicht zu Europa!

    Der Islam gehört nicht zu Europa!



  7. Wolfram Schrems

    - "Wann wird die Lobby gleichgeschlechtlich empfindender Menschen zufrieden sein?"

    Nie. Weil sie innerlich niemals zufrieden sein können.

    Zudem umfaßt die Lobby nach allgemeinem Kenntnisstand durchaus nicht nur "gleichgeschlechtlich empfindende Menschen" sondern auch heterosexuell empfindende, die sich aber an der Revolution beteiligen.
    Die Revolution hat aber keine "Logik" in sich, d. h., sie geht immer weiter, wird immer radikaler und verstiegener, bis sie sich (wie z. B. in Frankreich am Ende des 18. Jhdt.) nach vielen Opfern ausbrennt.
    Jede Erfüllung der Forderungen der Homo-Lobby wird also neue, radikalere Forderungen nach sich ziehen.

    - "Das emotionale Wohlergehen einer Minderheit wurde über das Wohlergehen des Staates gestellt."

    So kann man das verrückte Urteil des Gerichts interpretieren. Daß aber die Minderheit sich des "emotionalen Wohlergehens" erfreut, ist, wie gesagt, ausgeschlossen. Der Schöpfungsplan widerspricht deren Lebensstil. Das wissen sie selber ohnehin.

    - "Leni Kesselstatt ist Sprecherin der Familienallianz (www.familienallianz.net)."

    Danke für Ihr Engagement. Manche Aktivitäten Ihrerseits, besonders im Zusammenhang mit dem Genderwahn in den Schulen http://www.sexualerziehung.at/ haben es schon in die Berichterstattung des ORF geschafft.



    • carambolage

      Nur die SPÖ beantwortete die paar Fragen dieser Initiative nicht.
      Die Leute um Kern, waren sich nicht sicher, was sie antworten sollen oder nur zu faul.
      Der Silberstein war nicht erreichbar oder mit der Übersetzung klappte es nicht so gut..

  8. Konrad Loräntz

    d.h. nach der Aufhebung des Gesetzes über Raucherschutz gleich auch dieses unsägliche Kuckucksei revidieren.
    Viel zu tun.



  9. Politicus1

    man wird sich noch wundern ...
    Rufe wie 'Tod Israel!' bei Demonstrationen gegen Trumps Jerusalem Entscheidung beginnen allmählich die gutmenschlichen Welcomerufer aufzuwecken. Die IKG muss erkennen, dass die Antisemiten in der FPÖ nicht die große Gefahr für das Judentum in Österreich sind.
    Und irgendwann werden die Homosexuellen erfahren, was ein muslimischer Wiener Bürgermeister über die homosexuelle Ehe denkt.



    • elfenzauberin

      Über die antisemitischen Ausfälle bei den jüngsten Demonstrationen wird in den Medien praktisch überhaupt nicht berichtet, damit eben unsere Teddybärenwerferinnen, Butterbrotschmiererinnen und andere IdiotInnen nicht aufwachen.

      Die einzige Partei in Österreich, die hinter der Politik Israels steht, ist die FPÖ. Würde man sich als FPÖ-Parteimitglied derartige antisemitische Ausrutscher wie bei den Grünen oder Linken erlauben, dann flöge man mit hohem Bogen aus der Partei raus. Susanne Winter ist vergleichsweise wegen einer Bagatelle aus der FPÖ geflogen. Die wahren Antisemiten finden sich heute bei der politischen Linken.

  10. Bob

    Da, Gott sei Dank, Mann und Frau nicht gleich sind, kann eine Schwuchtelpartnerschaft niemals als Ehe angesehen werden.



  11. simplicissimus

    Hoert Ihr, Kurz und Strache: Wahlversprechen einhalten!
    Eine Beziehung zwischen homosexuellen Menschen ist NICHT dasselbe, wie eine zwischen Heteros, die den Bestand der Gesellschaft sichern. Es ist KEINE Diskriminierung, dies unterschiedlich zu behandeln.







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