Seid vorsichtig mit dem Wort Nazi

Lesezeit: 8:00

Ich war mein ganzes Leben als Oberstufenschüler politisch interessiert, einer Partei ordnete ich mich nicht zu. Für einen Erstwähler war die Auswahl zu groß und das Gefühl der guten Repräsentation zu gering. Mit dem Jahr 2016 weckte der Wahlkampf für die Bundespräsidentenwahl in mir den Willen nach stärkerer Nachforschung. Obwohl ich anfangs nicht wusste, wen ich wählen möchte, lehnte ich den FPÖ-Kandidaten vorschnell ab. Grund dafür: vier Jahre Oberstufe.

Als Schüler einer AHS gerät man früher oder später in die Fänge des Aberglaubens, dass FPÖ-Unterstützer der unteren Bildungsschicht angehörten, zu faul seien, um selbstständig zu denken, und dass kritisch denkende Menschen nicht blau wählten.

Zu meinem Vorteil hatte ich zwei Professoren, die maßgeblich an der Ausbildung meines kritischen, eigenständigen Denkens beteiligt waren. Sie pflegten tatsächlich die unter Lehrern geltende, aber leider unzureichend ernstgenommene Pflicht der neutralen Informationsvermittlung zu wahren.

Hiermit kommen wir zum ersten Wahlgang:

Stunde um Stunde wandte ich auf, um mir die tatsächlichen Begegnungen und Interviews in voller Länge anzusehen, um der Manipulation durch geschickte Schnitte zu entgehen.

Nach meinen Recherchen und meiner eigenen Einschätzung kam ich zur Entscheidung, meine Stimme Ing. Norbert Hofer zu geben. Damit war ich bundesweit nicht alleine. Circa 35 Prozent der Wähler taten das, was ich getan habe.

Dann kam der Montag nach dem ersten Wahlgang und damit meine erste große Enttäuschung. Es wurde über die Wahl gescherzt, schockiert diskutiert und die Stimmverteilung untereinander verglichen. Die meisten Scherze richteten sich, fast schon traditionell, gegen den FPÖ-Kandidaten. Hofer-Wähler sprachen sich keine aus, doch eines war klar: Ich war in der Schule sicher nicht der Einzige.

Von dieser Überzeugung beflügelt, sprach ich mich ehrlich für meine Wahl aus. Weitere Hofer-Wähler taten es mir nicht gleich, doch ihr Schweigen war lauter, als es eine Stimme je sein könnte. Keine fünf Sekunden dauerte es, bis ich mich wie im Kreuzverhör fühlen durfte. Den Abschluss dieses verbalen Anschlags bildete die Aussage einer Person, die ich aus Respekt nicht beim Namen nenne: „Ich verachte dich für diese Entscheidung.“ Das wurde mit bevormundender Bestimmtheit zum Ausdruck gebracht und hat in einem blockierenden Abwenden ihr Ende gefunden.

Auch bei der ersten Stichwahl wählte ich Norbert Hofer. Meine Gründe dafür waren zwei Gruppen zuzuordnen:

  1. Jene, die mich von Norbert Hofer überzeugten.
  2. Jene, die dazu führten, dass ich mich gegen Van der Bellen wandte.

Gegen VdB stimmten mich einige Unstimmigkeiten und logische Fehlschlüsse, die beide sowohl zu Unglaubwürdigkeit als auch zum Zweifel an seiner Qualifikation führten. Zum Beispiel:

  • In der TTIP Frage: Zunächst war er dafür; als die Mehrheit das ablehnte, war er dagegen. (Das Anpassen der eigenen Aussagen und Werte an die Mehrheit gilt übrigens als Populismus.)
  • VdB sagte klipp und klar, dass er der freiheitlichen Partei niemals den Auftrag der Regierungsbildung erteilen wird. Das bestätigt er regelmäßig in Interviews und Duellen. (Das widerspricht dem Gedanken der Demokratie.)
  • Den Wahlkampf begann er mit der Lüge, er wäre ein unabhängiger Kandidat.
  • Ursprünglich wollte er das Bundesheer abschaffen; nun bewirbt er sich als Oberbefehlshaber.

Ich könnte ewig so weitermachen, doch ich denke es ist klar, was ich versuche, damit aufzuzeigen.

Für Hofer war ich unter anderem aufgrund folgender Tatsachen:

  • Von Beginn an steht er geradlinig und stimmig zu seinen Werten. In der Psychologie nennt man diese Eigenschaft „kohärent“ und verwendet diese zur Beschreibung geeigneter Politiker oder Geschäftsführer.
  • Österreich entlastet die EU sowohl als Netto-Zahler als auch als Land mit einer sehr hohen Zahl von Flüchtlingen pro Kopf und hat sich deshalb ein Stück Autonomie verdient. Stattdessen beugte sich unsere Regierung mit einer „Ja und Amen“-Einstellung dem EU-Paternalismus, der scheinbar nicht das kollektive Verhalten in Krisenzeiten behandelt, jedoch mit eisernen Härte bei Grillhandschuhen vorgeht. Norbert Hofer steht für die verdiente Autonomie des österreichischen Volkes innerhalb der EU.
  • Weiters stellt er das Gegenmittel zur Passivität in der Regierung und der damit einhergehenden rot-schwarzen Politstagnation dar.

Ich könnte auch in diesem Fall mit Freude tagelang ausführen, doch ich denke man versteht meinen Punkt.

Dies soll keine Wahlwerbung darstellen. Viel zutreffender wäre das Wort „Rechtfertigung“. Die Wortwahl führt mich auch zu meinem eigentlichen Punkt. Diese Wahl ist nämlich nicht nur eine Spaltung des Volkes, sondern auch ein Armutszeugnis für die Gesellschaft. In einem Land in dem vermeintlich Meinungs- und politische Freiheit herrschen, fühle ich mich gezwungen, meine Ansicht und meine Wahl mit Rechtfertigungen unterstreichen zu müssen, um nicht 50 Prozent meines Freundeskreises zu verlieren, oder von Fremden als „Nazi“ bezeichnet zu werden.

An alle, die das lesen: Ich danke herzlich für euer Durchhaltevermögen. Es folgt nur noch ein letzter Punkt zum Nachdenken: „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.“ Sagt man doch so schön, nicht wahr? Doch wer hält sich noch an diesen Vorsatz?

Was mir im Laufe des Wahlkampfes am meisten an die Nieren ging, war der unglaubliche Auswuchs an Unlogik, gepaart mit der medialen Reichweite, die diese umhertrug.

Bestes Beispiel: Die linksorientierten Wähler pachteten Moral und Toleranz für sich, beklagten sich über die Intoleranz der FPÖ, über Verallgemeinerungen und das Verwenden eines Sündenbocks. Nun legen wir einmal einAugenmerk darauf, was „Linke“ so machen:

Sie sind vermeintlich tolerant, jeder Mensch sei angeblich gleich viel wert und man behauptet, alles zu akzeptieren. AUSSER natürlich FPÖ-Wähler, denn die sind alle „zu faul, um nachzudenken,“ oder noch schlimmer: „Nazis“.

Ich bin mir zwar nicht sicher, denn ich bin ja ein dummer Hofer-Wähler, aber es scheint, als würden da die Linken einen Sündenbock haben, dem sie verallgemeinernd intolerant gegenübertreten... „Durchaus spannend“, hätte meine vielgeschätzte Deutsch-Professorin gesagt.

Die Pseudo-Toleranz hat sich bereits während des Wahlkampfes bestätigt: Waren es nicht bekannte VdB-Unterstützer, die gemeint haben: „es reicht nicht behindert zu sein“? Oder die Hofer sogar öffentlich das „Krüppel-Lied“ gewidmet haben?

Oder auch im privaten Bereich: „Ich verachte dich für deine Entscheidung.“ musste ich hören. Oft genug begann jemand eine Diskussion und wenn er dieser unterlag, folgten Untergriffigkeit und anschließendes Blockieren. Traurig musste ich feststellen, dass man meinem besten Freund riet, sich von mir zu distanzieren, damit dieser nicht „mit der FPÖ in Zusammenhang gebracht wird“. Und das alles nur, weil ich mich nicht durchs System vertreten fühle?

Nennt ihr das Toleranz? Ich werde nie das Wort „Gutmensch“ gebrauchen, denn solche Menschen sind nicht gut.

Im Anschluss kommt noch der Wert der Medien ins Spiel, der ist bei Null. Von neutralem Journalismus ist Österreich weit entfernt. Im Falle der Zeitungen gilt das für beide Seiten. Im Falle des öffentlich rechtlichen Fernsehens nicht, denn da gibt es nur eine Seite: Van der Bellen.

In welchem Interview würde ein anständiger Journalist jemals dreimal einen Kandidaten fragen, ob er ein Nazi ist? Die Medien sind fast schon als „gleichgeschaltet“ zu bezeichnen. Das gilt leider auch für Betriebe und Schulen.

Allgemein wird das Wort „Nazi“ viel zu leichtfertig verwendet. Ich musste das schon mehrmals hören und es belastet mich sehr. Denn ich denke, Personen, die dieses Wort verwenden, sind sich nicht im Klaren darüber, was das bedeutet. Ich stehe mit meiner Stimme nicht gegen ein globales Kollektiv an Ausländern. Ich unterstütze keine Ideologie, die in einem kranken Wahn mit der gesamten Welt den Krieg sucht. Ich unterstütze nicht das gezielte Töten von Millionen von Menschen. Ich bin sicher KEIN Nazi.

Blickt man aber auf die Methoden des herrschenden Systems wird man mit einer schrecklichen Tatsache konfrontiert:

  1. Medien, Schulen und Betriebe wirken wie gleichgeschaltet (stehen unter Kontrolle der herrschenden Parteien).
  2. Medien und Schulen werden verwendet, um das Volk zu großen Teilen von der stärksten Oppositionspartei fern zu halten oder um von politischen Problemen abzulenken. Betriebe werden verwendet, um Erwachsene mit der Angst vor Arbeitslosigkeit bei einer Partei zu halten oder politische Gegenwerbung zu unterbinden.
  3. Man unterdrückt die Stimme der Gegenbewegung, indem man propagandistisch Angst schürt und Ablehnung erzeugt, und genau diese Punkte der Gegenbewegung zuschreibt.
  4. Man sieht lieber einen kommunistischen Demokratie-Verweigerer, der die Regierung in Schutz nimmt, an der Spitze als einen, der das Volk schützt.
  5. Wahlen werden manipuliert.
  6. Staatsbürger, die politisch anders eingestellt sind, werden systematisch als dumm und nicht-ernstzunehmend dargestellt.

Die linken Protestierer, die Nazi-Schimpftiraden und das System, das VdB unterstützt – all das hat mehr mit einem autoritären Staatssystem zu tun als die Werte, die Hofer vertritt.

Darum mein Appell:

  1. Kritisches Denken bedeutet eigene Meinungsbildung, das geschieht nicht auf Facebook, nicht in der Zeitung, nicht im TV. Das ist eine Arbeit, die einem niemand abnehmen kann, doch sie ist wichtig.
  2. Seid vorsichtig mit dem Wort Nazi.
  3. Zeigt WIRKLICHE Toleranz, indem ihr Menschen als Menschen und nicht als Nazi oder Gutmensch seht. Denn sonst wird Österreich, egal wer diese Wahl gewinnt, am Ende sein. Sogar eine umstrittene Person wie Trump sagte nach seinem Wahlsieg: „Die Wahl und der Kampf sind vorbei. Nun ist es an der Zeit dass wir ALLE, egal welcher Partei wir angehören, zusammenhalten.“

Elias Schuch stammt aus Niederösterreich und geht nach der Matura einer Spezialausbildung nach.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2016 21:20

    Junger Mann, ich stehe nicht an, Ihnen meine großmütterliche Hochachtung zu zollen. Ich habe selten eine so gute Analyse zum Istzustand der Bundespräsidentenwahl gelesen! Es freut mich, wenn ein junger Mensch sich das kritische (Mit)denken nicht hat nehmen lassen, trotz aller Versuche und Schwierigkeiten die damit einhergehen. So lange es solche jungen Leute gibt, ist die Hoffnung nicht ganz verloren. Danke

  2. Ausgezeichneter KommentatorCamilla
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2016 21:29

    Danke für diesen Beitrag!
    Sie scheinen zu den jungen Leuten zu gehören
    auf die hoffen dürfen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBob
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2016 09:07

    Hochachtung vor Ihrer Einstellung, und herzlichen Dank für Ihre Worte.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2016 00:08

    Sehr geehrter Herr Schuch!
    Ich kann Sie beruhigen: Es ist überhaupt kein Problem, wenn man als Nazi bezeichnet wird. Dieses Wort war in der gesamten Zeit des Nationalsozialismus vollkommen unbekannt. Es ist eine linke Wortschöpfung der Nachkriegszeit.
    Wer ist ein Nazi?
    Ein Mitglied der NSDAP? Dann leben heute kaum noch Nationalsozialisten.

    Nazi ist ein Kunstwort, um politische Gegner zu diffamieren und ihnen eine Nähe zu den Zielen und Handlungen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zu unterstellen.
    Dabei wollen sie nicht das Wort Sozialistisch und Arbeiter erwähnen, weshalb sie das Wort Nazi erfunden haben. Das widerum deutet darauf hin, dass sie sehr wohl wissen, dass es sich um eine sozialistische Arbeiterpartei, eben die Nationalsozialistische Arbeiterpartei handelt.

    Sozialisten halt. Wie alle Verbrecher und Massenmörder des 20. Jahrhunderts.

  5. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2016 05:45

    Herr Schuch liefert eine hervorragende Auflistung vieler Aspekte dieses Wahlkampfes, die den meisten Vernunftdenkern, zumindest als unterschwelliges Bauchgefühl, bewußt sind.
    Große Sorge bereitet mir allerdings die ungeheuerliche Potenz linker Agitatoren zu umfassender Desinformation, nicht nur in Österreich, sondern ubiquitär;
    bei uns etwa werfen sie aktuell, wohl im Bewußtsein, daß ihr bisheriger Rückenwind die Richtung geändert hat, ihre in langjähriger Wühlarbeit aufgebaute Manipulationspotenz in die Schlacht.
    Ich hoffe inständig, daß hinreichend viele Menschen den extremen linken Proponenten eines umfassenden Ruins endlich jene Abfuhr erteilen, die sie verdienen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2016 18:48

    Hr. Schuch, ich schließe mich dem Lob meiner Vorposter an !
    Leute die - so wie Sie - nicht mit dem Mainstream schwimmen,
    die nannte man damals Widerständler und heute eben Nazis.
    Und so wie damals eine » kranke Ideologie « alle Schalthebeln
    der Macht besetzt hatte, so ist das auch heute der Fall ! ! !
    Und so wie es damals (N)-Sozis waren, so sind sie es auch
    heute. Wenn nicht bald ein Wunder passiert, dann wir irgend
    einer von diesen Linken Phantasten in Mikrophon brüllen:
    "Wollt Ihr den totalen Krieg" (natürlich gegen die "Nazis" ).

  7. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2016 10:08

    Danke für den Hinweis auf die Reaktionen im privaten Bereich.
    Mir erging es ähnlich.
    Mein Eintreten für Hofer (ohne Angriffe gegen Vdb) rissen jahrzehnte lange gute Freunde zu Hasstiraden gegen mich hin. Selbstverständlich wurde ich sofort zum Obernazi erklärt, der ich wahrscheinlich eh schon immer war ...
    Diese Freunde entlarvten sich selbst - und sie merkten es nicht einmal.
    Gottseidank habe ich einen genügend großen Freundeskreis, so dass mir ein paar weniger keine Kreuzschmerzen verursachen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpro veritate
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2016 11:52

    Auch meinerseits - ebenfalls als Vertreter der Generation "50+" - Respekt und Anerkennung für die eigenständige geistige Leistung eines jungen Menschen! Dächten so manche "reife" Semester ebenfalls so logisch und kritisch, wäre es um unseren Rechtsstaat vermutlich um einiges besser bestellt. Es ist zu hoffen, dass sich eine größtmögliche Zahl von Menschen, die der Verstand und vor allem der Mut noch nicht ganz verlassen hat, an einer solchen Haltung ein Beispiel nehmen!
    Es darf daher voll Zuversicht - trotz allem - gesagt werden: Polen scheint doch noch nicht ganz verloren zu sein!


alle Kommentare

  1. seppimland (kein Partner)
    14. Dezember 2016 17:11

    .... sei stolz. die mehrheit hat nicht immer recht. danke

  2. Ralph Lauriolle (kein Partner)
    11. Dezember 2016 12:31

    Sehr guter Text, meine Hochachtung! Bitte mehr davon - ggf. mit einer Erklärung, warum Herr Hofer nicht durchkam. Ich hatte fest damit gerechnet, bin allerdings als 'Piefke' mit den österreichischen Verhältnissen kaum vertraut.

  3. BHB (kein Partner)
    04. Dezember 2016 14:47

    “ Sie sind vermeintlich tolerant, jeder Mensch sei angeblich gleich viel wert und man behauptet, alles zu akzeptieren. AUSSER natürlich FPÖ-Wähler, denn die sind alle „zu faul, um nachzudenken,“ oder noch schlimmer: „Nazis“.“

    Ja genauso ist es. Lügt ein Linker ist das eine Notlüge, lügt ein Rechter muss er auch Nazi oder korrupt sein...
    Auch das mit den Medien war wichtig, dass Sie das hervorstreichen. Es wird vergessen Donald Trump hatte eine Hand voll Medien auf seiner Seite gegenüber vielen für Hillary Clinton. Der Kandidat Hofer hat zwar die 3.größte Partei hinter sich aber Kandidat Van der Bellen alle Medien. Selbst eine Kronen Zeitung ergreift. Hans Dichands Nachfolger wollen Fehler

    • BHB (kein Partner)
      04. Dezember 2016 14:56

      wie 2010 nicht wiederholen,scheints. Die eher konservative Presse hofft, dass nach Brexit und Trump die Sonne scheint wenn man so die Kolumnen zusammenfassen will. Profil gab eine Wahlempfehlung ab für den Sascha. Wobei ich dem Profil zumindest etwas Objektivität unter den klassischen Linksmedien attestiere.
      Die Medien sind so subtil, dass auc hnicht-linke eher einem Hofer eine Kriegserklärung zutrauen als dem Kettenraucher.
      Das gute ist, dass man aus Fehlern lernen kann. Nächstes Mal wissen Sie auch wieso die FPÖ-Wählerschaft in Umfragen oft unterrepräsentiert ist.
      Für meinen Teil fühle ich mich von keinen Kandidaten repräsentiert. Aber jeder sieht das anders. Heute entscheidet Österreich.

  4. Romana
    03. Dezember 2016 21:23

    Der Autor dieses Beitrags ist eine rühmliche Ausnahme, der sich der linken Indoktrinierung, die an den Höheren Schulen herrscht, widersetzte und sich eigenständig informierte. Die meisten aber heulen mit den Wölfen und fühlen sich wohl in ihrer Community von Gleichgesinnten. Wer die eingetrichterte Meinung nicht teilt, muss schweigen, sonst wird er gemobbt und diffamiert. Der Bericht gibt einen Einblick, wie es in den Schulen und anderen Institutionen zugeht. Es ist ein Skandal. Man kann nur hoffen, dass sich die Machtverhältnisse bald ändern und dann die Linksradikalen sich nicht zu outen wagen.

  5. pro veritate (kein Partner)
    03. Dezember 2016 11:52

    Auch meinerseits - ebenfalls als Vertreter der Generation "50+" - Respekt und Anerkennung für die eigenständige geistige Leistung eines jungen Menschen! Dächten so manche "reife" Semester ebenfalls so logisch und kritisch, wäre es um unseren Rechtsstaat vermutlich um einiges besser bestellt. Es ist zu hoffen, dass sich eine größtmögliche Zahl von Menschen, die der Verstand und vor allem der Mut noch nicht ganz verlassen hat, an einer solchen Haltung ein Beispiel nehmen!
    Es darf daher voll Zuversicht - trotz allem - gesagt werden: Polen scheint doch noch nicht ganz verloren zu sein!

  6. simplicissimus
    01. Dezember 2016 20:04

    Soll das heissen, dass der Ausdruck "Nazi" zwar Schreckliches vermitteln soll, aber, da durch den Mund unwuerdiger Manipulaten und Diskriminierer ausgesprochen, bald das Gegenteil vermittelt?

    Auf Menschen, die "Nazi" so locker verwenden, koennte man recht leicht den Wiederbetaetigungsparagraphen anwenden. Warum? Verharmlosung.

    • machmuss verschiebnix
      01. Dezember 2016 20:28

      . . . und wenn die "Gutis" so weiter machen, dann wird bald die
      ganze Welt erkennen (müssen) , daß die beiden Begriffe eigentlich
      auf das jeweilige Gegenteil gemünzt sind !

      Aber das ist Standard in jeder sektiererischen Ideologie, daß
      Begriffe umgedeutet, daß die Sprache manipuliert wird .

  7. machmuss verschiebnix
    01. Dezember 2016 18:48

    Hr. Schuch, ich schließe mich dem Lob meiner Vorposter an !
    Leute die - so wie Sie - nicht mit dem Mainstream schwimmen,
    die nannte man damals Widerständler und heute eben Nazis.
    Und so wie damals eine » kranke Ideologie « alle Schalthebeln
    der Macht besetzt hatte, so ist das auch heute der Fall ! ! !
    Und so wie es damals (N)-Sozis waren, so sind sie es auch
    heute. Wenn nicht bald ein Wunder passiert, dann wir irgend
    einer von diesen Linken Phantasten in Mikrophon brüllen:
    "Wollt Ihr den totalen Krieg" (natürlich gegen die "Nazis" ).

  8. Konrad Loräntz
    01. Dezember 2016 12:29

    "Ich unterstütze keine Ideologie, die in einem kranken Wahn mit der gesamten Welt den Krieg sucht. "
    Es hast Sie doch eh niemand als US-Bürger beschimpft, oder ?

  9. Politicus1
    01. Dezember 2016 10:08

    Danke für den Hinweis auf die Reaktionen im privaten Bereich.
    Mir erging es ähnlich.
    Mein Eintreten für Hofer (ohne Angriffe gegen Vdb) rissen jahrzehnte lange gute Freunde zu Hasstiraden gegen mich hin. Selbstverständlich wurde ich sofort zum Obernazi erklärt, der ich wahrscheinlich eh schon immer war ...
    Diese Freunde entlarvten sich selbst - und sie merkten es nicht einmal.
    Gottseidank habe ich einen genügend großen Freundeskreis, so dass mir ein paar weniger keine Kreuzschmerzen verursachen.

    • Torres (kein Partner)
      03. Dezember 2016 10:46

      Ich bin fast "beruhigt", dass es nicht nur mir so ging: tatsächlich wandten sich - nicht viele, aber doch einige - vermeintlich "beste" Freunde empört von mir ab, als ich offen gesagt habe, dass ich Hofer wähle (bzw. gewählt habe). Immerhin merkt man auf diese Weise - spät, aber doch - wer die echten Freunde sind und wer nicht. So gesehen ist das allerdings kein Schaden.

  10. Bob
    01. Dezember 2016 09:07

    Hochachtung vor Ihrer Einstellung, und herzlichen Dank für Ihre Worte.

  11. FranzAnton
    01. Dezember 2016 05:45

    Herr Schuch liefert eine hervorragende Auflistung vieler Aspekte dieses Wahlkampfes, die den meisten Vernunftdenkern, zumindest als unterschwelliges Bauchgefühl, bewußt sind.
    Große Sorge bereitet mir allerdings die ungeheuerliche Potenz linker Agitatoren zu umfassender Desinformation, nicht nur in Österreich, sondern ubiquitär;
    bei uns etwa werfen sie aktuell, wohl im Bewußtsein, daß ihr bisheriger Rückenwind die Richtung geändert hat, ihre in langjähriger Wühlarbeit aufgebaute Manipulationspotenz in die Schlacht.
    Ich hoffe inständig, daß hinreichend viele Menschen den extremen linken Proponenten eines umfassenden Ruins endlich jene Abfuhr erteilen, die sie verdienen.

  12. Pennpatrik
    01. Dezember 2016 00:08

    Sehr geehrter Herr Schuch!
    Ich kann Sie beruhigen: Es ist überhaupt kein Problem, wenn man als Nazi bezeichnet wird. Dieses Wort war in der gesamten Zeit des Nationalsozialismus vollkommen unbekannt. Es ist eine linke Wortschöpfung der Nachkriegszeit.
    Wer ist ein Nazi?
    Ein Mitglied der NSDAP? Dann leben heute kaum noch Nationalsozialisten.

    Nazi ist ein Kunstwort, um politische Gegner zu diffamieren und ihnen eine Nähe zu den Zielen und Handlungen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zu unterstellen.
    Dabei wollen sie nicht das Wort Sozialistisch und Arbeiter erwähnen, weshalb sie das Wort Nazi erfunden haben. Das widerum deutet darauf hin, dass sie sehr wohl wissen, dass es sich um eine sozialistische Arbeiterpartei, eben die Nationalsozialistische Arbeiterpartei handelt.

    Sozialisten halt. Wie alle Verbrecher und Massenmörder des 20. Jahrhunderts.

    • Riese35
      01. Dezember 2016 02:39

      >> "Es ist eine linke Wortschöpfung der Nachkriegszeit."

      Wirklich? Ich dachte immer, "Nazi" wäre eine Kurzform oder Koseform von "Ignaz"?

    • machmuss verschiebnix
      01. Dezember 2016 18:37

      Ist es auch, Riese35 - nur das i gehört weg :)

    • franz-josef
      01. Dezember 2016 19:57

      :)
      das hieße aber " Nazl" oder "der Naz"----

    • simplicissimus
      01. Dezember 2016 20:04

      90 Millionen Ermordete durch den Sozialismus? Faktor 10?

    • machmuss verschiebnix
      01. Dezember 2016 20:31

      Bingo, Simplizissimus - DAS sind heute die Gutmenschen - die
      sich bis zum heutigen Tag kein bischen davon distanzieren wollen,
      ganz im Gegenteil . . .

  13. Herby
    30. November 2016 21:51

    "einer der das Volk schützt"

    Eine eindeutige Wahlwerbung für den Herrn Hofer - offenbar in der Hoffnung in den letzten Tagen vor dem 2. Dezember noch ein paar Unentschlossene in dessen Lager zu ziehen.

    Am Unterberger-Blog.

    Ein Wink mit dem Zaunpfahl an alle Leser und Teilnehmer des Blogs.

    Alle kennen sich jetzt über das Stimmverhalten des Blogbetreibers aus.

    • Igo
      30. November 2016 22:12

      Ja und? Glauben Sie vielleicht, dass der Mitterlehner, Pröll, Buschek und wie sie alle heissen, etwas Besseres sind? Die schreien es sogar mit dem von unserem Geld auf der Intensivstation am Leben erhaltenen Systemmedien heraus. Und ja, wenn halbwegs bei Sinne, fällt man nicht für den "ein Flaggerl für's Gackerl" Schauspieler herein.

    • Ingrid Bittner
      30. November 2016 23:05

      Und, was ist dabei? Ist es so furchtbar, wenn man zugibt, Hofer zu wählen?? Ich denke nicht, aber ich bin schon in einem Alter, wo mir niemand mehr was kann, wenn ich das "zugebe". Andere können das nicht so einfach, weil es ist je regelrecht anrüchig, zuzugeben, dass man Hofer Van der Bellen vorzieht.
      Wenn man sich überlegt, wer die sogenannten Unterstüzer von VdB sind, dann muss man über den Spruch: sage mir, wer deine Freunde sind und ich sage dir, wer du bist, nachdenken.
      VdB hat sich in der letzten Zeit ja mehr distanzieren müssen, als dass er hat begeistert sein können von den Unterstützern. Lustig fand ich ja, dass er erklärte, für die Fernsehbeiträge Haselsteiners könne er ja nichts.

    • Scheherazade
      01. Dezember 2016 09:33

      @Herby:

      Was führt Sie zu der Annahme, dass nun alle über das Stimmverhaltens des Blogbetreibers Bescheid wüssten? Der obenstehende Artikel stammt von Elias Schuch, nicht von Andreas Unterberger. Oder betreibt neuerdings gar Herr Schuch den Blog und wir haben es nicht bemerkt? Bitte um Aufklärung.

    • Herby
      01. Dezember 2016 09:51

      Scheherazade!

      Ja glauben Sie denn Herr Dr. Unterberger würde einen ganz ähnlichen Gast-Artikel von jemanden veröffentlichen - der strukturell ähnlich gehalten ist & in ähnlicher Länge - aber halt genau entgegengesetzt: Ein Gast-Artikel der für die Wahl von Van der Bellen aufruft.

      Denken Sie ernsthaft dass Dr. Unterberger so einen Artikel veröffentlichen würde? Einen Pro VdB-Artikel?

      Dr. Unterberger hat ja auch heute, 1.12.2016 einen eigenen Wahl-Aufruf-Artikel: Pro Hofer "Was an dieser Wahl wichtig – und weniger wichtig ist" veröffentlicht.

      Also da ist alles ganz eindeutig, kein Zweifel kann da aufkommen.

    • Scheherazade
      01. Dezember 2016 10:26

      @Herby:

      Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass Dr. Unterberger solche Artikel nicht veröffentlichen würde, wenn jemand dies anstreben sollte. Dieser Blog ist eines der wenigen österreichischen Medien, die Meinungsfreiheit hoch halten.

    • franz-josef
      01. Dezember 2016 20:00

      So ist es. Ich schätze an Dr. Unterberger, daß er auch nicht mit seinen persönlichen Meinungen kompatible Äußerungen zuläßt - was für Intelligenz und Großzügigkeit im Denken spricht.
      Das ist meiner Erfahrung nach bei den Sozerln nicht so üblich und wird demzufolge auch nicht verstanden.

  14. Camilla
    30. November 2016 21:29

    Danke für diesen Beitrag!
    Sie scheinen zu den jungen Leuten zu gehören
    auf die hoffen dürfen.

  15. Ingrid Bittner
    30. November 2016 21:20

    Junger Mann, ich stehe nicht an, Ihnen meine großmütterliche Hochachtung zu zollen. Ich habe selten eine so gute Analyse zum Istzustand der Bundespräsidentenwahl gelesen! Es freut mich, wenn ein junger Mensch sich das kritische (Mit)denken nicht hat nehmen lassen, trotz aller Versuche und Schwierigkeiten die damit einhergehen. So lange es solche jungen Leute gibt, ist die Hoffnung nicht ganz verloren. Danke





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2020 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung