Endspurt!

Lesezeit: 3:30

Die zweite Runde des Präsidentschaftswahlkampfs neigt sich ihrem Ende zu. Am 22. Mai wird sich entscheiden, wer als Nachfolger Heinz Fischers in die Wiener Hofburg einzieht.

Es ist zum erwarteten Lagerwahlkampf gekommen. Dabei gibt sich der Kandidat der Freiheitlichen moderat und versucht, im bürgerlichen Lager zu punkten (das der proletarischen Massen gehört ihm ja bereits). Der Kandidat der Grünen, Van der Bellen, dessen Parteijungvolk gerne den Slogan „Heimat im Herzen und Scheiße im Hirn“ skandiert, führt einen geradezu „völkisch“ zu nennenden Blut-und-Boden-Wahlkampf und geht mit patriotischen Sprüchen hausieren. Er will das höchste Amt jenes Staates erringen, den seine Parteichefin Glawischnig vor laufenden Kameras als „Schurkenstaat“ denunziert.

Eine Gruppe namhafter Vertreter der bei der Vorrunde pulverisierten ÖVP hat sich, wie auch EU-Parlamentspräsident Schulz und EU-Kommissionskapo Juncker, für die Wahl Van der Bellens ausgesprochen, was sich als Wahlkampfturbo für Hofer erweisen könnte. Schon einmal, nämlich 1986, haben „jetzt-erst-recht–Überlegungen“ der Wähler dem damals international angefeindeten Kurt Waldheim letztlich zum Sieg verholfen.

Die Meinungsforscher halten sich nach ihrem peinlichen Debakel beim ersten Wahlgang (sie sahen Van der Bellen klar in Führung) bedeckt. Ihre Kristallkugeln scheinen eine halbe Woche vor dem entscheidenden Wahlgang ausgefallen zu sein.

Nach allen leidlich erfolgreichen Versuchen der beiden Kandidaten, den Wahlkampf nicht auf Gossenniveau auszutragen, geriet ein nicht moderiertes Fernsehduell der beiden Kandidaten dennoch zur Schlammschlacht. Als Österreicher geniert man sich bei der Vorstellung, dass auch Ausländer dieses degoutante Schauspiel erlebt haben könnten.

Eine Umfrage unter den Lesern einer dem blauen Kandidaten keineswegs gewogenen Gratiszeitung ergibt (Stand 18. 5. 07:30 Uhr), dass zwei Drittel der Seher eher von Hofer als von Van der Bellen überzeugt wurden. Der Grüne wirkte nach seiner Metamorphose vom bedächtigen Wissenschaftler zum angriffigen Wahlkämpfer einfach nicht authentisch. Darüber, ob das Fernsehduell ausschlaggebend für den Ausgang der Wahl sein könnte, kann allerdings nur spekuliert werden.

Bezeichnend für die Qualität des heimischen Staatsrotfunks ist, dass der es für angezeigt hielt, die von einem Konkurrenzsender organisierte Debatte zu kommentieren. Zu diesem Zweck wurde zur besten Sendezeit eine „Expertin“ aufgeboten, der zu dem Schlagabtausch – den der Freiheitliche zum Verdruss der durch die Bank linken ORF-Redakteure für sich entscheiden konnte – nichts Besseres einfiel, als auf dessen NLP-Kenntnisse hinzuweisen, mithilfe derer er seinen armen, hilflosen Gegner provoziert hätte. So hat man sich neutrale Berichterstattung einer per Gesetz zur Objektivität verpflichteten Medienorgel immer schon vorgestellt.

Am kommenden Sonntag geht es nicht nur ums Präsidentenamt. Es geht um eine Richtungsentscheidung. Der linke Systempfründner Van der Bellen, der keinen Tag seines Lebens außerhalb geschützter Werkstäten zugebracht hat, steht für einen europäischen Bundesstaat, die beschleunigte Umvolkung durch Einwanderung von Orientalen und Afrikanern in die Alte Welt und für Abtreibungen auf Krankenschein. Sein Gegner, ein vergleichsweise junger Mann mit Erfahrungen in der Privatwirtschaft, präferiert dagegen ein subsidiär verfasstes Europa der Regionen, anstelle eines von Brüssel aus dirigierten Imperiums und einen rigorosen Schutz der Außengrenzen vor unkontrollierter Massenimmigration.

Für die – wesentlich wichtigeren – Wahlen zum Nationalrat, die (falls die Regierung nicht schon vorher scheitert) in rund zwei Jahren über die Bühne gehen werden, ist die Entscheidung vom kommenden Sonntag nicht ohne Bedeutung. Gewinnt Hofer, werden die vereinigten Linken dann zweifellos die Nazi-Karte aus dem Talon ziehen. Sie werden das Bild brauner Kolonnen beschwören, die – wenn sowohl Hofburg als auch Kanzleramt von Freiheitlichen besetzt wären – grölend durch die Straßen ziehen würden.

Diese Strategie würde natürlich weniger gut ziehen, wenn ein Grüner den Ersatzkaiser gibt. Einen Kanzler Strache durch eine Verliererkoalition zu verhindern, könnte sich als für die Blockparteien katastrophal erweisen.

Der an einer dringend nötigen Politikwende interessierte Wähler steht also vor einem Dilemma: Jetzt die besser geeignete Persönlichkeit fürs höchste Amt im Staate wählen oder sich taktisch verhalten und den Sieg des Grünen mit Blick auf die nächsten bundesweiten Wahlen nicht verhindern?

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Mai 2016 08:14

    Ich halte solche taktischen Überlegungen für fehl am Platz.

    Hofer ist der richtige Mann in dieser Situation, er steht auf Seiten Österreichs, während sein Gegenspieler auf Seiten des um seine Pfründe bangenden Establishments steht und dumpfe Weltuntergangsszenarien eines blau-blau regierten Österreichs heraufbeschwört.

    Ich sehe das als Richtungswahl, die dem Wähler die richtige Richtung zu einer demokratischen Wende weist. Eine Art Aufbruchsstimmung. Ich glaube nicht, daß weitere Beweise des Versagens der Regierenden und in den Medien Dominierenden nötig sind, um zumindest relative Mehrheiten zu schaffen. Absolute Mehrheiten oder gar Verfassungsmehrheiten werden zwar erst dann möglich sein, wenn die Wellen bereits auch über den Köpfen der schwankenden Wähler zusammenschlagen, aber das wünsche ich mir nicht unbedingt. Noch ist Österreich nicht verloren.

    Ein Sieg des Grünen wird die Verunsicherten weiter verunsichern und den Zorn der frustrierten relativen Mehrheit weiter anheizen.

    Ein Sieg Hofers wird landesweites Aufatmen bringen und Schwankende überzeugen, wenn Hofer seine Sache gut macht. Für die Unterstützung einer Wende in den NR-Wahlen wird die radikale und verlogene Linke durch Schmutzkübelaktionen selber sorgen. Und dieser Effekt wird mögliche Gleichgewichtswählerstimmen mehr als wettmachen.

    Daher X HOFER.

  2. Ausgezeichneter KommentatorCharlesmagne
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Mai 2016 08:45

    Meiner Einschätzung nach würde ein Sieg Hofers nicht nur in Österreich zu einer Richtungsänderung von ultralinks zu moderat führen, sondern auch Vorbild für so manche europäische Länder sein. Die Menschen in den anderen Ländern würden sich ein Beispiel an Österreich nehmen, wenn sie merkten, dass auch ein nicht linksradikaler Präsident Europa nicht in den Abgrund führte, sonder sogar neue Chancen auf ein Ende der Brüsseler und linken Meinungsdiktatur darstellt.
    Skandalös gestern der Versuch des ORF Hofer als "Lügner" darzustellen und dann erst in einer nachfolgenden Sendung zu korrigieren.
    Hier müsste als erstes eine Wiederherstellung objektiver Berichterstattung erfolgen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorLeakwiki
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Mai 2016 09:30

    Folgendes Szenarium wäre auch denkbar: Hofer gewinnt, entpuppt sich (sehr wahrscheinlich) als positive Alternative zu vergangenen Gruß-Augusten, die österreichische Politwelt geht nicht unter und bei der Nationalratswahl entsteht auch bei neutralen Skeptikern "Lust auf mehr..."

  4. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Mai 2016 09:54

    Seit wann gibt unser Spitzenautor Andreas Tögel Wahnsinn den Vorzug vor Vernunft?
    (Um aus "Herr der Ringe" zu zitieren.)

    Abgesehen davon, daß es mich ungefähr soviel interessiert, wie wenn ein Fahrrad in China umfällt, wenn irgendein ausländischer Repräsentant der Internazis uns die "braunen Horden" unterstellt, denke ich nicht daran, dem linken Verbrecherpack auch nur EINE Chance einzuräumen.
    Abgesehen davon ist es eine ungeheure Verharmlosung des Nationalsozialismus, wenn Internationalsozialisten jemanden, der für direkte Demokratie eintritt, als "Nazi" bezeichnen.
    Unterstellen Sie damit doch driekt, daß von Adolf bis Stalin, von Pol Pot bis Mao eine dermaßen liberale Demokratie geherrscht hätte, gegen die geforderte Demokratie nach dem Muster der Schweiz ein KZ sei!

    Gnadenlos meine Meinung:
    KEINE "Taktik" kann es jemals rechtfertigen, einen Bolschewiken zu wählen.
    Die Taktik hat sich der Operation, die Operation der Strategie zu unterwerfen.

    Da unsere Strategie es zweifellos sein muss, Österreich einer Entsozifizierung zu unterziehen und den Marxismus abzutöten wie den sprichwörtlichen "Häusltschick", kann es NIEMAL eine Taktik geben, die die die Wiederbelebung des Bolschewismus zum Ziel hat.

    NUR ein Bundespräsident Hofer wird den Weg freimachen, diesen Staat neu aufzusetzen und wieder auf solides Fundament stellen zu können.

    Ein Ökobolschewik hingegen wird eine rotzgrünme Minderheitsregierung mit Duldung der NEOS etablieren, "damit sich nur ja nix ändert."

    Das ist eine Richtungswahl und eine Chance, die nur alle heiligen Zeiten einmal kommt.

  5. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Mai 2016 11:26

    Taktisch wählen? Unmöglich!! Ich könnte mich nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn ich gegen meine Überzeugung wählen würde. Und weiss wählen? Ist auch nicht drin, ich bin der festen Überzeugung, dass das Wahlrecht so kostbar ist, dass man es nicht so verschludern kann, nur um dem einen zu schaden oder dem anderen zu nützen.
    Ich habe mein ganzes Leben lang aus Überzeugung gewählt, allerdings mit einer Einschränkung.
    Einmal hab ich grün gewählt, nämlich als sich Freda Meissner-Blau der Wahl zur Bundespräsidentin stellte. Da hab ich sie für ihren Mut gewählt, sich gegen die Männerwelt zu trauen, wohl wissend, dass sie chancenlos ist. Da hab ich aber die Frau gewählt und nicht die Grüne.
    Jetzt taktisch zu wählen halte ich für völlig verfehlt.
    Da würde man sich ja in die Reihe der Hetzer stellen, die bis zu Letzt versuchen,
    Hofer irgendetwas anzuhängen, das ihn unwählbar macht.
    Allein diese gestrige Veranstaltung hat doch wieder gezeigt, in welchem Land wir leben. Die Linken arbeiten mit allen Tricks und mit den unschönsten Mitteln, die man sich vorstellen kann.
    Und wenn ich mir die Presse dazu anschaue:
    TV-Duell zur Bundespräsidentenwahl in Österreich - Politik - Süddeutsche.de
    http://www.sueddeutsche.de/politik/tv-duell-in-oesterreich-fpoe-kandidat-hofer-in-der-ehrlichkeitsfalle-1.2999892
    Also bitte was ist eine "Ehrlichkeitsfalle" - sind wirklich alle Politiker schon so verkommen, dass das Wort Ehrlichkeit keine Bedeutung mehr hat???
    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann war in der Gruppe der Israelreisenden, mit denen Hr. Hofer unterwegs war, auch der Wiener Gemeinderat David Lazar.
    Soweit ich mich entsinne, ist der Mitglied in der IKG.
    Da ich eine Landpomeranze bin, kenn ich mich in Wien nicht so gut aus und schon gar nicht im Wiener Politikermilieu.
    Aber eins ist klar, ein Jude bei den Freiheitlichen, das geht doch gar nicht. Hat der keine Angst??? Und dann fährt der noch mit seinen Parteifreunden nach Israel, das geht schon zweimal nicht. Und dann müssen sie etwas erleben, worüber man wahrlich keine "Gsdchichtln druckt" - aber der ach so unabhängige ORF konstruiert daraus eine Lügengeschichte.
    Und manche Leute, auch Journalisten, hören das gerne, weil es kann ja nicht sein, dass....
    Und dass der ORF auf unsere Zangsgebührenkosten da einen Reporter zu irgendeinem Polizeichef in Israel schickt, um sozusagen an der Quelle zu erfahren, dass Hofer ein Lügner ist, finde ich empörend.
    Wer wird denn so naiv sein und daran glaube, dass die Israelis den Österreichern Rede und Antwort stehen zu Vorfällen, die nicht gerade ein Ruhmesblatt für den Staat Israel sind, un d dann auch noch die Wahrheit sagen?
    Das ist wieder reine Verar... der österreichischen TV-Zuschauer, aber die sind nicht mehr so blöd, dass sie alles glauben, was man ihnen versucht einzubläuen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Mai 2016 11:30

    Immer wieder hat Van der Bellen bei seinen Auftritten mit dem Schreckgespenst, BLAUER HOFER IN DER HOFBURG und BLAUER STRACHE AM BALLHAUSPLATZ als Bedrohung für ganz Europa argumentiert.

    Als ob Österreich nicht seit Jahrzehnten von ROT - ROT gequält würde !

    Ihren Marsch durch die Institutionen kündigten diese 68er doch schon vor bald 1/2 Jahrhundert an.

    Erstmals in Europa schickt sich, mit VAN der Bellen, eine dieser in tiefster Seele extrem linken Figuren an, IHREN MARSCH DURCH DIE INSTITUTIONEN MIT DEM EINZUG ALS STAATSOBERHAUPT ZU KRÖNEN ! ! !

    Diese Bedrohung für ganz Europa können wir gar nicht ernst genug nehmen!

    KÄMPFEN WIR ABWEHR DIESES LINKEN GROSSANGRIFF ANGRIFFES AUF DAS ABENDLAND BIS ZUR LTZTEN STUNDE UM JEDE STIMME ! ! !

  7. Ausgezeichneter KommentatorBob
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Mai 2016 09:14

    Wie immer Andreas Tögel vor den Vorhang****************************

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBen H
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Mai 2016 07:52

    Herr Tögel hat recht. Es wäre sehr unwahrscheinlich gewesen, dass nach einem blauen BP dann 2018 ganz so einfach ein erster Platz und blauer Kanzler folgt.
    Jetzt ist die Situation zwar auch nicht unbedingt besser, da Kern und der mögliche ÖVP-Nachfolger sich noch selbst entzaubern müssen, aber da VDB so dumm war zu sagen, dass er niemals einen Strache angeloben würde, weiß der Wähler nun, was zu tun ist wenn der neue Bundespräsident nicht für Österreich einsteht.
    Die Nationalratswahl 2018 wird zum korrektiv falls eine erstmalige rot-schwarz-grüne Bundesregierung samt Präsident sowie die EU den Bürgern Österreichs noch mehr als im Jahr 2015 zumuten.

alle Kommentare

  1. Ben H (kein Partner)
    24. Mai 2016 07:52

    Herr Tögel hat recht. Es wäre sehr unwahrscheinlich gewesen, dass nach einem blauen BP dann 2018 ganz so einfach ein erster Platz und blauer Kanzler folgt.
    Jetzt ist die Situation zwar auch nicht unbedingt besser, da Kern und der mögliche ÖVP-Nachfolger sich noch selbst entzaubern müssen, aber da VDB so dumm war zu sagen, dass er niemals einen Strache angeloben würde, weiß der Wähler nun, was zu tun ist wenn der neue Bundespräsident nicht für Österreich einsteht.
    Die Nationalratswahl 2018 wird zum korrektiv falls eine erstmalige rot-schwarz-grüne Bundesregierung samt Präsident sowie die EU den Bürgern Österreichs noch mehr als im Jahr 2015 zumuten.

  2. Dr. Bárdossy
    21. Mai 2016 02:10

    @ Tögel
    Ihre "taktische" Überlegung ist entweder "Verrat" oder ein unüberlegtes "Sacrificium intellectus" (= eine Aufopferung des Verstandes) am Altar der eigenen Feinde.

    Wahlen sind keine Schachpartie, wo man mit einem Bauernopfer den Gegner täuschen kann.

    In der Wahlzelle gibt es keine Truppe, keine Verbündete oder keine Kommandanten für ein Manöver. In der Einsamkeit liefern wir eine eidesstattliche Erklärung vor Gott und dem eigenen Gewissen, womit man die Wahrheit bekennen muss. Alles andere ist miese Collaboration!

    @ Bob
    Von Ihnen hätte ich auch mehr Intelligenz erwartet!

    @ Simlicissimus
    ******************************************
    Daher X HOFER

    • Dr. Bárdossy
      21. Mai 2016 02:18

      Und bedenken Sie:
      Der Triumphator bleibt vielleicht 2 x 6 = 12 Jahre im Amt!
      Ein Horror, wenn ich dabei an Bellen denke!

    • Bob
      21. Mai 2016 10:41

      Tögel sagt nichts anderes, wo habe ich Intelligenz vermissen lassen? Bitte um Aufklärung.
      X für Hofer

    • Dr. Bárdossy
      21. Mai 2016 23:02

      @ Lieber Bob,
      dass Sie für X Hofer sind, - darüber gibt es keinen Zweifel.
      Sie haben aber den letzten, mit einem Fragezeichen getarnten, entscheidenden Halbsatz übersehen. Tögel suggeriert darin:

      "Jetzt die besser geeignete Persönlichkeit fürs höchste Amt im Staate NICHT zu wählen", sondern "sich TAKTISCH zu verhalten..." und "den Sieg des Grünen mit Blick auf die nächsten bundesweiten Wahlen NICHT zu verhindern."

      Simplicissimus hat Tögels übergescheite, akrobatische Pirouette sogleich durchschaut: "Ich halte solche taktischen Überlegungen für fehl am Platz." Und verdientermaßen kassierte er dafür die meisten Sterne der allgemeinen Zustimmung.

      Meine in der Hitze des Gefechtes gefallene Bezugnahme auf Ihre Person, bitte, nehmen Sie mir nicht übel. Ich nehme diese selbstverständlich mit Bedauern zurück.

    • Bob
      22. Mai 2016 09:43

      Taktisches wählen halte ich auch für falsch.

  3. Leopold Trzil
    21. Mai 2016 00:18

    Nun steht also dem konservativen Kandidaten (einem älteren Professor, der die Fortschreibung der bestehenden Verhältnisse und die Zementierung der dominierenden Prioritäten repräsentiert) ein Jüngerer gegenüber, der Erwartungen auf einen grundlegenden Systemwechsel weckt und den alle Repräsentanten dessen ablehnen, was in den letzten Jahrzehnten maßgeblich war.
    Wie sich alles gedreht hat ...

  4. carambolage
    20. Mai 2016 17:21

    Danke Hr. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker für die Wahlhilfe, Hr. Hofer jetzt erst recht zum BP zu wählen.
    Dieser mutmaßliche Alkoholiker mischt sich in, für ihn unverständliche, demokratische Prozesse ein.
    Es ist ihm egal was die Bevölkerung darüber denkt, mit demokratisch gewählten - aber eben nicht linken - Organen nicht zu debattieren und mit diesen keinen Dialog zu führen.
    Nochmals Dankeschön Hr. Juncker, sie haben schon im Dauerspiegel vergessen, wie uns schon einmal die sozialistischen Eliten bestrafen wollten, weil wir nicht "richtig" gewählt haben und wie schnell sie das wieder bleiben ließen!

    • simplicissimus
      20. Mai 2016 20:13

      Ich habe einen Bericht über diesen Menschen gelesen, der in jüngeren Jahren eine Klettertour auf Mount Kenya unternahm. Der bayrische Bergführer hatte nur schlechte Worte über den Herrn übrig und betonte deutlich, wegen dessen Charakter.
      Wen wundert's?

  5. Politicus1
    20. Mai 2016 12:33

    was ist mir lieber?
    Ein grüner Bundespräsident Van der Bellen?
    Ein erstes grünes Staatsoberhaupt in Europa, der eine kleine 10-15% Partei im eigenen Lande repräsentiert?
    Ein Staatsoberhaupt, das eine Mehrheitsentscheidung des Volks bei einer Parlamentswahl nicht akzeptieren möchte?
    Dem es in einem noch immer auf seine christliche Religion ausgerichteten Land 'wurscht' ist, ob in Klassenzimmern und anderen öffentlichen Räumen ein Kreuz hängt oder nicht (seinen Parteigenossinnen ist es schon lange nicht mehr egal)?
    Eine Moralautorität, die sich nach der Goldenen Hochzeit mit einer jüngeren Frau erneut ehelich verband?

    Oder ein Bundespräsident, der immerhin mit seiner Partei mit über 30% der Wähler eine relative Mehrheit im Parlement stellen wird?
    Ein Staatsoberhaupt, dessen Studentenverein und dessen Partei keine Schlägertrupps auf die Straße schickt?

  6. Ingrid Bittner
    20. Mai 2016 11:52

    Nicht nur Van der Bellen hat Unterstützer (wobei ich mir nicht vorstellen kann, den Rapper Nazar als "Unterstützer" haben zu wollen, aber bitte, jeder wie er glaubt), auch Herr Hofer hat solche.
    Gerade habe ich folgendes Schreiben erhalten:

    „Es ist schwierig, Menschen hinters Licht zu führen, sobald es ihnen aufgegangen ist.“
    (Alfred Polgar, österreichischer Schriftsteller, Aphoristiker, Kritiker)

    Liebe Leute!
    Die Angst des Establishments vor einer (kleinen) Veränderung in Richtung mehr direkter Demokratie, weniger NATO-, USA- und EU-Hörigkeit sowie eines Stopps der Masseneinwanderung muss gigantisch sein. Sonst würden nicht fast alle Medien, Parteien (inklusive angeblich „unabhängiger“ Kandidaten) und Künstler Empfehlungen für Van der Bellen abgeben. Sie würden auch nicht die Angstkeule in einem Ausmaß schwingen, wie es zuletzt 1994 vor der Abstimmung vor dem EU-Beitritt der Fall war. In einem Video, das auf Van der Bellens Facebook-Seite (14. Mai um 4:47 Uhr) zu sehen ist, wird jungen Menschen empfohlen, ihren Großeltern mit Liebesentzug zu drohen, sollten sie nicht „richtig“ wählen www.youtube.com/watch?v=_YgKoUGQLZ4 (gegen Ende des Videos).

    Hofer hat im Parlament gute Arbeit für die Umwelt und gegen Gentechnik geleistet. Er hat sich von Anfang an gegen das US-Freihandelsabkommen TTIP gestellt, vor der illegalen Massenzuwanderung gewarnt, ist für die österreichische Neutralität und zumindest ansatzweise EU-kritisch. Bei Van der Bellen ist es umgekehrt (siehe auch Anhang): Er will die Vereinigten Staaten von Europa - und damit die Auflösung Österreichs als eigenständigen Staat. Er hat 2012 für die EU-Bankenrettung (ESM, etc.) gestimmt, die Österreich im schlimmsten Fall über 65 Mrd. Euro kosten könnte – die vierfache Summe des Hypo-Desasters. Er ist langfristig für die Auflösung der Neutralität. Obwohl er seine eigene Grüne Partei als „Ausländerpartei“ bezeichnete, wirbt er nun mit „Heimat“ - George Orwell hätte seine Freude mit ihm. Es fragt sich generell, warum VdB für das höchste Amt in Österreich kandidiert und sich nicht um einen Posten in Brüssel bemüht.

    Aufgrund dieser Fakten fällt es mir leicht, am Sonntag Hofer zu wählen.

    Herzliche Grüße,
    Klaus Faißner

    • Pennpatrik
      20. Mai 2016 23:18

      Das ist wieder einmal einer der Momente, in denen ich denke, dass die VdB-Kritiker übertreiben.
      Aber - Sensenmann schau oba - die Linken schaffen es immer wieder, mich mit ihrer Hinterfotzigkeit zu überraschen und überall noch ein Schäuferl draufzulegen.
      Ich habe mir das Video angeschaut - da wird doch tatsächlich empfohlen, den Großeltern mit Liebesentzug zu drohen, wenn sie nicht wählen gehen. Keine Ironie, kein Augenzwinkern ....

  7. Pumuckl
    20. Mai 2016 11:30

    Immer wieder hat Van der Bellen bei seinen Auftritten mit dem Schreckgespenst, BLAUER HOFER IN DER HOFBURG und BLAUER STRACHE AM BALLHAUSPLATZ als Bedrohung für ganz Europa argumentiert.

    Als ob Österreich nicht seit Jahrzehnten von ROT - ROT gequält würde !

    Ihren Marsch durch die Institutionen kündigten diese 68er doch schon vor bald 1/2 Jahrhundert an.

    Erstmals in Europa schickt sich, mit VAN der Bellen, eine dieser in tiefster Seele extrem linken Figuren an, IHREN MARSCH DURCH DIE INSTITUTIONEN MIT DEM EINZUG ALS STAATSOBERHAUPT ZU KRÖNEN ! ! !

    Diese Bedrohung für ganz Europa können wir gar nicht ernst genug nehmen!

    KÄMPFEN WIR ABWEHR DIESES LINKEN GROSSANGRIFF ANGRIFFES AUF DAS ABENDLAND BIS ZUR LTZTEN STUNDE UM JEDE STIMME ! ! !

  8. Ingrid Bittner
    20. Mai 2016 11:26

    Taktisch wählen? Unmöglich!! Ich könnte mich nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn ich gegen meine Überzeugung wählen würde. Und weiss wählen? Ist auch nicht drin, ich bin der festen Überzeugung, dass das Wahlrecht so kostbar ist, dass man es nicht so verschludern kann, nur um dem einen zu schaden oder dem anderen zu nützen.
    Ich habe mein ganzes Leben lang aus Überzeugung gewählt, allerdings mit einer Einschränkung.
    Einmal hab ich grün gewählt, nämlich als sich Freda Meissner-Blau der Wahl zur Bundespräsidentin stellte. Da hab ich sie für ihren Mut gewählt, sich gegen die Männerwelt zu trauen, wohl wissend, dass sie chancenlos ist. Da hab ich aber die Frau gewählt und nicht die Grüne.
    Jetzt taktisch zu wählen halte ich für völlig verfehlt.
    Da würde man sich ja in die Reihe der Hetzer stellen, die bis zu Letzt versuchen,
    Hofer irgendetwas anzuhängen, das ihn unwählbar macht.
    Allein diese gestrige Veranstaltung hat doch wieder gezeigt, in welchem Land wir leben. Die Linken arbeiten mit allen Tricks und mit den unschönsten Mitteln, die man sich vorstellen kann.
    Und wenn ich mir die Presse dazu anschaue:
    TV-Duell zur Bundespräsidentenwahl in Österreich - Politik - Süddeutsche.de
    http://www.sueddeutsche.de/politik/tv-duell-in-oesterreich-fpoe-kandidat-hofer-in-der-ehrlichkeitsfalle-1.2999892
    Also bitte was ist eine "Ehrlichkeitsfalle" - sind wirklich alle Politiker schon so verkommen, dass das Wort Ehrlichkeit keine Bedeutung mehr hat???
    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann war in der Gruppe der Israelreisenden, mit denen Hr. Hofer unterwegs war, auch der Wiener Gemeinderat David Lazar.
    Soweit ich mich entsinne, ist der Mitglied in der IKG.
    Da ich eine Landpomeranze bin, kenn ich mich in Wien nicht so gut aus und schon gar nicht im Wiener Politikermilieu.
    Aber eins ist klar, ein Jude bei den Freiheitlichen, das geht doch gar nicht. Hat der keine Angst??? Und dann fährt der noch mit seinen Parteifreunden nach Israel, das geht schon zweimal nicht. Und dann müssen sie etwas erleben, worüber man wahrlich keine "Gsdchichtln druckt" - aber der ach so unabhängige ORF konstruiert daraus eine Lügengeschichte.
    Und manche Leute, auch Journalisten, hören das gerne, weil es kann ja nicht sein, dass....
    Und dass der ORF auf unsere Zangsgebührenkosten da einen Reporter zu irgendeinem Polizeichef in Israel schickt, um sozusagen an der Quelle zu erfahren, dass Hofer ein Lügner ist, finde ich empörend.
    Wer wird denn so naiv sein und daran glaube, dass die Israelis den Österreichern Rede und Antwort stehen zu Vorfällen, die nicht gerade ein Ruhmesblatt für den Staat Israel sind, un d dann auch noch die Wahrheit sagen?
    Das ist wieder reine Verar... der österreichischen TV-Zuschauer, aber die sind nicht mehr so blöd, dass sie alles glauben, was man ihnen versucht einzubläuen.

    • M.S.
      20. Mai 2016 18:52

      Ob jetzt die Frau, erschossen wurde oder nur angeschossen wurde, ob sie bewaffnet war, oder nicht, ist für die Wahlveranstaltung völlig belanglos, denn welche Bedeutung hätte dieser Vorfall für das Bundespräsidentenamt von Norbert Hofer? Nicht die geringste. Also erhebt sich die Frage, warum der ORF sich der Mühe unterzieht, wegen dieser völlig unbedeutenden Angelegenheit vor Ort, wie eine Geheimpolizei nachschnüffelt, ob sich der Vorfall so abgespielt hat, wie Hofer es berichtet hat. Warum ausgerechnet bei Hofer? Man hätte genauso gut bei VdB irgend etwas aus seiner Vita untersuchen können. Wenn man die Sendung von Beginn an aufmerksam verfolgt, und bemerkt hat, in welch widerwärtiger und hinterlistiger Art die Moderatorin- vergeblich- versucht hat, Hofer aus dem Konzept zu bringen, ihn zu unterbrechen und Fallen zu stellen, weiß man auch was hinter der Schnüffelaktion steckt.
      Endlich sollte dem freiheitlichen Kandidaten der Garaus gemacht werden, indem man ihn einer Lüge überführt und somit möglicherweise seine Wahlchance zunichte macht.
      In welchem Zustand sich unsere Republik befindet, zeigt, dass so eine Manipulation vom angeblichen unabhängigen und unparteiischen -ein Witz- ORF (nicht zum ersten Mal) ohne Konsequenzen bleibt.

    • Igo
      20. Mai 2016 19:54

      Lieber MS: hoffe auf Ihre nachträgliche Erlaubnis..habe ihren Kommentar auf Armin Wolfs facebook page gepostet..Danke!

    • M.S.
      20. Mai 2016 21:55

      @Igo

      Kein Problem!

    • Gast (kein Partner)
      22. Mai 2016 18:09

      Dass es so viele dumme Menschen in Österreich gibt, die sich von derartig fiesen Manipulationen wie die vom ORF blenden lassen, kann man am heutigen Wahlergebnis sehen.
      Jene, die mal in Gated Communities leben werden, die meinen es sich immer richten zu können, haben auch heute wieder VdB gewählt.

      Die banale Geschichte, mit der der ORF Hofer vorführen wollte, ist nur Ausdruck einer widerlichen Lawine von hektischem Netzwerken hinter den Kulissen.
      Ein VdB, der schon mit einer Lüge "ich bin ein unabhängiger Kandidat", in die Wahlarena stieg, seine TTIP-Lüge etc. - Gott, hätte Hofer Ähnliches im Vorfeld gesagt, den hätten sie schon beim 1. Wahlgang fertig gemacht. Was für eine Farce, zu behaupten, dass es so etwas wie eine Demokratie in diesem Land gäbe !

      Die Angst vor den Internationalen Soziaisten, wie sie hier Herr Tögel beschreibt, habe ich leider vielerorts gehört. Wie schizophren muss man aber sein, wenn man einerseits sieht, wohin es mit dem Land geht und andererseits meint, man müsse - ich behaupte aus Feigheit - taktisch wählen.

      Aber gut. Österreich hat gewählt. Und sei es den schleichenden Untergang. Offenbar viele Taktiker dabei.

  9. simplicissimus
  10. Wolfgang Bauer
    20. Mai 2016 10:03

    Stichwahl aus Sicht der Ziele von Verwaltungsreform-jetzt

    ÖVP und SPÖ haben diesbezüglich nichts gemacht. Aber andererseits ist klar, dass wegen der Verfilzung ohne ÖVP und SPÖ eine sinnvolle Reform Österreichs auch nicht möglich ist. Wie sehr auch immer sie bei Wahlen 'abgestraft' werden, sitzen sie doch auf lange Sicht an den meisten Schalthebeln der Macht (Kammern, Gewerkschaft, Sozialversicherungen, Beamtenschaft...). Sie können noch auf lange Frist jedenfalls alles verhindern, wenn sie wollen. Und das werden sie tun, wenn die FPÖ in Zukunft einmal den Bundeskanzler stellen sollte. Sie wollen dann ja beweisen, dass die's nicht können.

    Somit würden nach dem zu erwartenden Wahlsieg der FPÖ bei den nächsten Nationalratswahlen wiederum Jahre ungenutzt verstreichen. Der Todesstoß für Österreichs Prosperität - und damit auch seines Sozialwesens – inklusive der Integrationsbemühungen.

    Damit zum Punkt: Die aktuelle BuPrä - Wahl eignet sich aus meiner Sicht am besten dazu, ÖVP/SPÖ den existenziellen Schock zu versetzen, der sie aufwachen lässt. Das ist nicht leicht: Der gesamte Apparat beider Parteien muss existenziell geschockt werden.

    Meine These: Nur ein Sieg von Hofer kann einen solchen Schock erzeugen. Gewänne nämlich VdB, wähnen sich die SP/VP-Funktionäre wieder in relativer Sicherheit („na Gott sei Dank“). Der wirkliche Totalschock (eklatanter FPÖ-Sieg) tritt dann erst verspätet ein, nämlich bei der nächsten Nationalratswahl.

    Dann aber wird es wirklich zu spät sein: Denn ein FPÖ-Bundeskanzler - in Koalition mit welchem 'Juniorpartner' immer - wird aus diversen Gründen schon gar nicht reformieren können: Weil er Wahlzuckerln einlösen wird müssen, weil die Verwaltung sonst remonstriert und Chaos entsteht etc. Und: wieso sollte eine FPÖ, die in den faktischen Zentren der Macht extrem unterrepräsentiert ist, allein etwas schaffen, was selbst für eine geeinte SP+VP höchst schwierig durchzuhalten ist?

    Ich weiß, dass das ein sehr optimistischer Ansatz ist. Aber vielleicht kehren plötzlich schwedische Verhältnisse ein, wo auch ein sozialistischer Premier diie Reformen anstieß? Dann müssen die Wähler dafür sorgen, dass die pragmatisierten Apparate doch ein wenig zu bangen beginnen. Wie gesagt: könnte ja sein...

    • simplicissimus
      20. Mai 2016 12:37

      Tut mir leid Herr Bauer, wir müssen da durch. Zu vermeinen, eine Reform Österreichs sei wegen der Verfilzung der SPÖVP nicht möglich und daher könne eine dritte Partei nichts bewirken, heißt den Beton nicht anzugreifen, den schädlichen Stillstand zu verlängern.
      Der Beton MUSS zertrümmert werden. Einem Peter dem Großen ist das in einem völlig unreformierbaren Land gelungen.
      Was nicht bedeutet, Strache wäre dazu in der Lage oder auch nur Willens, aber der Anfang und der Versuch MUSS gestartet werden.
      Zumindest kommt etwas in Bewegung, um diese Erstarrung zu beenden.

  11. Sensenmann
    20. Mai 2016 09:54

    Seit wann gibt unser Spitzenautor Andreas Tögel Wahnsinn den Vorzug vor Vernunft?
    (Um aus "Herr der Ringe" zu zitieren.)

    Abgesehen davon, daß es mich ungefähr soviel interessiert, wie wenn ein Fahrrad in China umfällt, wenn irgendein ausländischer Repräsentant der Internazis uns die "braunen Horden" unterstellt, denke ich nicht daran, dem linken Verbrecherpack auch nur EINE Chance einzuräumen.
    Abgesehen davon ist es eine ungeheure Verharmlosung des Nationalsozialismus, wenn Internationalsozialisten jemanden, der für direkte Demokratie eintritt, als "Nazi" bezeichnen.
    Unterstellen Sie damit doch driekt, daß von Adolf bis Stalin, von Pol Pot bis Mao eine dermaßen liberale Demokratie geherrscht hätte, gegen die geforderte Demokratie nach dem Muster der Schweiz ein KZ sei!

    Gnadenlos meine Meinung:
    KEINE "Taktik" kann es jemals rechtfertigen, einen Bolschewiken zu wählen.
    Die Taktik hat sich der Operation, die Operation der Strategie zu unterwerfen.

    Da unsere Strategie es zweifellos sein muss, Österreich einer Entsozifizierung zu unterziehen und den Marxismus abzutöten wie den sprichwörtlichen "Häusltschick", kann es NIEMAL eine Taktik geben, die die die Wiederbelebung des Bolschewismus zum Ziel hat.

    NUR ein Bundespräsident Hofer wird den Weg freimachen, diesen Staat neu aufzusetzen und wieder auf solides Fundament stellen zu können.

    Ein Ökobolschewik hingegen wird eine rotzgrünme Minderheitsregierung mit Duldung der NEOS etablieren, "damit sich nur ja nix ändert."

    Das ist eine Richtungswahl und eine Chance, die nur alle heiligen Zeiten einmal kommt.

  12. Leakwiki
    20. Mai 2016 09:30

    Folgendes Szenarium wäre auch denkbar: Hofer gewinnt, entpuppt sich (sehr wahrscheinlich) als positive Alternative zu vergangenen Gruß-Augusten, die österreichische Politwelt geht nicht unter und bei der Nationalratswahl entsteht auch bei neutralen Skeptikern "Lust auf mehr..."

  13. Bob
    20. Mai 2016 09:14

    Wie immer Andreas Tögel vor den Vorhang****************************

  14. Charlesmagne
    20. Mai 2016 08:45

    Meiner Einschätzung nach würde ein Sieg Hofers nicht nur in Österreich zu einer Richtungsänderung von ultralinks zu moderat führen, sondern auch Vorbild für so manche europäische Länder sein. Die Menschen in den anderen Ländern würden sich ein Beispiel an Österreich nehmen, wenn sie merkten, dass auch ein nicht linksradikaler Präsident Europa nicht in den Abgrund führte, sonder sogar neue Chancen auf ein Ende der Brüsseler und linken Meinungsdiktatur darstellt.
    Skandalös gestern der Versuch des ORF Hofer als "Lügner" darzustellen und dann erst in einer nachfolgenden Sendung zu korrigieren.
    Hier müsste als erstes eine Wiederherstellung objektiver Berichterstattung erfolgen.

  15. simplicissimus
    20. Mai 2016 08:14

    Ich halte solche taktischen Überlegungen für fehl am Platz.

    Hofer ist der richtige Mann in dieser Situation, er steht auf Seiten Österreichs, während sein Gegenspieler auf Seiten des um seine Pfründe bangenden Establishments steht und dumpfe Weltuntergangsszenarien eines blau-blau regierten Österreichs heraufbeschwört.

    Ich sehe das als Richtungswahl, die dem Wähler die richtige Richtung zu einer demokratischen Wende weist. Eine Art Aufbruchsstimmung. Ich glaube nicht, daß weitere Beweise des Versagens der Regierenden und in den Medien Dominierenden nötig sind, um zumindest relative Mehrheiten zu schaffen. Absolute Mehrheiten oder gar Verfassungsmehrheiten werden zwar erst dann möglich sein, wenn die Wellen bereits auch über den Köpfen der schwankenden Wähler zusammenschlagen, aber das wünsche ich mir nicht unbedingt. Noch ist Österreich nicht verloren.

    Ein Sieg des Grünen wird die Verunsicherten weiter verunsichern und den Zorn der frustrierten relativen Mehrheit weiter anheizen.

    Ein Sieg Hofers wird landesweites Aufatmen bringen und Schwankende überzeugen, wenn Hofer seine Sache gut macht. Für die Unterstützung einer Wende in den NR-Wahlen wird die radikale und verlogene Linke durch Schmutzkübelaktionen selber sorgen. Und dieser Effekt wird mögliche Gleichgewichtswählerstimmen mehr als wettmachen.

    Daher X HOFER.





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