Verspektiven 2015/31

Lesezeit: 1:30

Viel mehr Urlaub, kürz’re Arbeitszeit,
Frühpension statt länger „Arbeisleid“ –
immer schlechter kommt da Österreich
international mit im Vergleich.

Selbst mit „Steuern höher!“ muss man eilen,
sonst kann man kaum noch was umverteilen.
Hohe Steuern und Verwaltungskram
machen die Initiative lahm. 

Die Betriebe wandern aus und schließen –
viele Arbeitslose müssen‘s büßen.
Was zu tun, fehlt der Regierung Mut;
„Ach, es geht uns immer noch ganz gut!“

Auch Lord Keynes ist nie dafür gewesen,
zu verschulden sich für Dauerspesen!
Defizite stets mit Schulden decken
heißt, der Staat braucht bald den Totensegen.

Nur die Leistung lässt den Wohlstand reifen –
was die Spatzen von den Dächern pfeifen.
Wer kapiert nicht den Zusammenhang?!
Ignoriert wird er schon allzu lang...

Dr. Günther Voith ist Jurist und Unternehmer. Er hat lange die Inzersdsorfer Nahrungsmittelwerke geführt, war Vorstandsmitglied der Industriellenvereinigung, Mitglied des Österreich-Konvents, der Staatsaufgaben-Reformkommission und Lehrbeauftragter. Er hat ein 600-Seiten-Buch „Reimekraut und Schüttelrübern" herausgebracht mit Alltags-Gedichten und Schüttelversen. Sie sind kritisch, persönlich, menschlich, politisch, zum Besinnen und zum Schmunzeln, jedenfalls unterhaltsam, aber keine Lyrik. Zu beziehen um € 28,- inkl. Versand via E-Mail: guenter.voith@chello.at.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    3x Ausgezeichneter Kommentar
  2. Ausgezeichneter KommentatorBob
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Januar 2016 15:05

    Ich bin kein Literaturkritiker, aber irgendwie hatscht da was im Rhythmus.


alle Kommentare

  1. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      29. Januar 2016 19:04

      Des Poeten Freud und Leid

      In unserm Land wird – wie bekannt -
      Verhüllt die Wahrheit nur genannt.
      Wer kritisiert, übt - nur zum Schein -
      K r i t i k. – Genau so muß es sein!

      Es gilt d i e Regel universal:
      Profan, bei Dichtern, überall!
      Wär´s anders, würde bloß der Neid,
      die Mißgunst trüben dir die Freud´.

      Es freut besonders – selbstverständlich –
      Wenn überdies so überschwänglich
      Schon öfters s o l c h e s Lob ertönte,
      Und `s Dichten einem so verschönte.

      Auch Bob sagt´, was zu sagen war,
      Worum es geht. – Jetzt ist es klar.
      Um´s Wesen der Poeterei!
      `s ist jene hohe Kunst, wobei –

      der Kuß der Musen wesen-tlich
      - auf daß das Werk würd´ unsterblich.
      Der „Verspektiven“ Form Voith fand,
      die einfach, altbewährt, bekannt.

      Das Maß vertraut, acht-silbig ist´s,
      Wie HUKEBEINS, des Humorist´s. (= Wilhelm Busch)
      So merkt man leichter sich die Reime.
      Es glaubt drum mancher, - `s braucht sonst keine.

      Doch das wär´ langweilig, ja fad.
      Was auch der Voith bemerken tat.
      Er ändert `s nach Belieben auch,
      wie dies bei Hobby-Dichtern Brauch.

      Die Vielfalt, wahrlich, die ist groß,
      Nur, wie verklare ich’s euch bloß?
      Was alles zu Gebote steht
      und so die rechte Ordnung hätt´.

      Denn auch das Publikum liebt sie -
      Die Abwechslung der Poesie,
      Des Maßes und der Melodei,
      Der Verslängen, was es auch sei.

      Erlaubt drum eine – kurz - Lektion.
      Ich hoff´, auch ihr habt Nutz´ davon.

      Zu jamb´schen Versmaß dieses werde:
      (GOETHE, Willkommen und Abschied:)
      Es schlúg mein Hérz, geschwínd zu Pférde! …
      Zum Amphibrachys wird dies´ Gebilde, (u–u)
      Ob unvollständ´gem Vers(fuß) in der letzt´ Silbe.

      Auf ein trochä´schen nun weist der:
      (GOETHE, Der Zauberlehrling:)
      Hát der álte Héxenmeíster …
      Hier, für alternierend´ Verse recht,
      Gibt´s ein gerades Taktgeschlecht.

      Verse, die nicht alternierend sind,
      Haben – das merkt jedes Kind –
      mehr als zwei Silben in dem Takt.
      Zet-Be, damit´s Verstehn auch klappt:

      (Fand schnell ein deutsches nirgendwo,
      Doch paßt OVID nicht sowieso?)
      Au-re-a pri-ma sa-tast ae-tas-que vin-di-ce nul-lo
      - uu |- u u|- u | - u | - u u|- u
      spon-te su-a si-ne le-ge fi-dem rec-tum-que col-le-bat
      - u u|- u u| - u u| - u| - u u| - u
      Daktylisch sind hierbei die Takte,
      Spondaen dazwischen - etwas vertrakte.

      Der daktylisch´, katalekt´sche Hexameter
      besteht aus fünf vollständ´gen, nach allgemein´ Lehr´,
      und einem unvollständ´gen Daktylus,
      Was variiert werden kann – aber nicht muß.

      Ich erwähn´ - nur der Vollständigkeit halber - den Anapäst
      (uu-) und den Amphibrachys (u-u), falls einmal ihr auch davon lest.
      Der Verse Auftakte sind – wie ihr erkannt -
      sehr verschieden und werden – trotzdem – daktylisch genannt.

      Daneben – selbstverständlich, natürlich -
      Gibt´s das frei´ Versmaß - das willkürlich,
      Und auch des Reimes bedarf es nicht mehr.
      Zwar unvollständig – beend´ damit heut´ ich die Lehr´.

      Ein andermal wieder und bei Gelegenheit mehr. –
      Schluß also nun. - Ich habe die Ehr´!

  2. Bob
    28. Januar 2016 15:05

    Ich bin kein Literaturkritiker, aber irgendwie hatscht da was im Rhythmus.





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