Die Guten, die Bösen und die Hässlichen

Lesezeit: 6:30

Unlängst wurde mir die Ehre zu Teil, von einem bekannten heimischen Rundfunkjournalisten auf Twitter als Paranoiker und Rassist bezeichnet zu werden. Anlass war ein Artikel von mir, der auf verschiedenen liberalen und konservativen Internetseiten erschienen ist. Es ist allerdings weder sonderlich originell noch neu, Andersdenkenden eine Geisteskrankheit, Dummheit oder primitiven Hass zu unterstellen, eine Praxis, wie man sie vor allem aus faschistischen, kommunistischen und islamistischen Diktaturen kennt.

Wie auch immer, einige seiner zahlreichen Follower haben das aufgegriffen und gegoogelt, was dieser dumbe Rassist beruflich so macht, nach dem Motto: Hat so ein primitiver Untermensch überhaupt ein Recht darauf, einen Beruf, der mehr Prestige als ein Toilettenputzer hat, auszuüben? Wer seine Meinung nicht nach dem Zeitgeist und der Mehrheitsfähigkeit ausrichtet, wer politisch-korrekte Dogmen hinterfragt und dies auch noch öffentlich, muss nach Meinung der Guten und Anständigen in diesem Land, an den Pranger gestellt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

Dabei spielt es keine Rolle, ob das, was der Gedankenverbrecher von sich gibt, wahr oder falsch ist, wahr sein könnte oder zumindest denkbar wäre, seine Aussagen auf Fakten, Empirie oder plausiblen Argumenten beruhen. Völlig egal. In der politisch-korrekten Gesinnungsdiktatur ist nicht mehr entscheidend, was wahr und unwahr ist, sondern, was moralisch (sprich politisch-korrekt) und was unmoralisch (sprich politisch-unkorrekt) ist.  Das sind die einzig entscheidenden Kriterien und Handlungsrichtlinien der Neojakobiner. 

„Unmoralische“ Fakten oder „Hate Facts“, werden, weil sie nicht ins politisch-korrekte Weltbild passen und die Umsetzung neosozialistischer Visionen behindern, einfach ignoriert. So findet etwa laut Gutmenschen eine Islamisierung Europas nicht statt. Punkt. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein von völlig unbegründeten Ängsten gequälter Volldepp, ein böser Rechter, der aufgrund seiner geistigen Beschränktheit grundlos alles Fremde hasst.  Dass die Zahl der Muslime dank hoher Geburtenrate und der aktuellen Völkerwanderung überall in Mittel- und Westeuropa rasant ansteigt und Muslime in vielen Ballungsräumen (Marseille, Brüssel etc.) bald die Bevölkerungsmehrheit stellen (bei den jüngeren Altersbreaks ist das in vielen Regionen Europas bereits jetzt der Fall), wird ignoriert. Ebenso ignoriert wird die Tatsache, dass es (mit der Ausnahme Albaniens) keinen Staat mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit gibt, der auch nur annähernd den westlichen Ansprüchen an Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit etc. genügt.

In allen 57 OIC-Staaten (Albanien bildet wie gesagt eine gewisse Ausnahme) werden Nichtmuslime diskriminiert, verfolgt, vertrieben oder getötet. Ein Muster kann und will der gemeine Gutmensch darin nicht erkennen (alles, wenn überhaupt, Einzel- und Zufälle) und in Europa wird das ohnehin ganz anders sein. Ganz sicher.

Mit solchen Fakten setzt sich kein Gutmensch ernsthaft auseinander. Er hat ohnehin sein politisch-korrektes Glaubensbekenntnis und seine geistigen Führer in Politik, Medien und Kultur. Da hat die ungute Realität keine Chance. Deshalb beschränkt er sich darauf, die Überbringer solcher unerwünschten Fakten, sprich Ungläubige, als psychisch Gestörte oder degenerierte Untermenschen zu bezeichnen und damit mundtot zu machen. Wer Kritik an der neosozialistischen Demokratur und ihren Auswüchsen übt, ist ein Hetzer.

Hetzer, Verhetzung, hetzen, das sind die neuen Modewörter der politisch-korrekten Moralapostel. Sie werden derzeit inflationär gebraucht und haben sogar Eingang in die Gesetzbücher gefunden. Was zu Zeiten der Inquisition eine Hexe war, ist nun der Hetzer. Wer als solcher von den politisch-korrekten Priestern enttarnt wird, der kommt auf den medialen Scheiterhaufen oder in den Knast.

Und wer und was ein Hetzer ist, bestimmt ausschließlich die politmediale Elite. Verhetzung bedeutet nach aktueller Auffassung schlicht Systemkritik von nichtlinker Seite. Umgekehrt ist es unmöglich zu hetzen. Ein Linker kann, selbst wenn er sich noch so sehr bemüht, keinesfalls hetzen. Das sieht man etwa bei der linken Gallionsfigur Jean Ziegler, die im ORF-Fernsehen zum Massenmord an Spekulanten aufgerufen hat, oder in der Berliner Schaubühne, wo im Stück „FEAR“ derzeit bekannte konservative Frauen wie Brigit Kelle oder Bettina Röhl als Zombies dargestellt werden und wo von „Schuss zwischen die Augen" und "unter die Erde bringen" die Rede ist.

All das ist weder ein Mordaufruf noch Verhetzung, sondern künstlerische Freiheit, Satire, Kritik etc. Umgekehrt wird jede noch so dezente Kritik an den politisch-korrekten Machthabern und ihren Helfershelfern sofort zum Skandal aufgeblasen und kriminalisiert. Da hören sich der Spaß und die künstlerische Freiheit ganz schnell auf.

Bei unserem Nachbarn trennen Mainstreammedien, Politik und der Kulturbetrieb die Menschen mittlerweile quasi offiziell in zwei Gruppen: Die einen gehören zu Helldeutschland, die anderen zu Dunkeldeutschland. Es gibt gute und böse Menschen, es gibt das Pack und es gibt die braven Bürger.

Auch solche groben Unterteilungen kennt man vor allem aus totalitären Gesellschaftssystemen. Nach dem braunen und roten Faschismus kommt nun der bunte, der aber sehr schnell vom grünen (sprich islamistischen) Faschismus abgelöst werden wird.

Huch, schon wieder so eine paranoide Wahnvorstellung eines geistig minderbemittelten Modernisierungsverlierers. Ja, die Dummheit, die Ignoranz, die Menschenverachtung und der Hass auf alle Andersdenkende der politisch-korrekten Meute kann auf Dauer schon sehr zermürbend sein. Irgendwann ist es man wirklich leid, von Menschen als Nazi beschimpft zu werden, die als linke Kollektivisten der nationalsozialistischen Ideologie sehr viel näher stehen als man selbst, die mit ihrem Antiamerikanismus, Antikapitalismus, Antiliberalismus, Antisemitismus (der sich als Antiisraelismus tarnt) und ihrer Islamophilie und ihrer Angst vor Eigenverantwortlichkeit und Freiheit sehr viele Berührungspunkte mit der extremen Rechten haben.

Es ist auf Dauer extrem mühsam, von Menschen als Rassist bezeichnet zu werden, weil man den Islam, also eine Religion bzw. Ideologie, kritisiert. Genauso gut könnte man Menschen die Faschismus, Kommunismus oder Katholizismus kritisieren und ablehnen, als Rassisten bezeichnen. Es ist nervig, in Diskussionen mit Gutmenschen immer und immer wieder die stets selben dummen Stehsätze, Phrasen, vorgekauten Mainstreammeinungen und Binsenweisheiten zu hören, vor allem deshalb, weil sich bei Nachfrage in der Regel herausstellt, dass diese Menschen über keinerlei tiefergehendes Wissen verfügen.

Machen Sie einmal den Test. Wenn ein Gutmensch mangels aktueller Beispiele wie gewohnt versucht, den rezenten islamistischen Terror anhand der bösen christlichen Kreuzzüge zu relativieren und rechtzufertigen, fragen sie einfach nach, was er von den Kreuzzügen überhaupt weiß. In der Regel hat der gemeine Gutmensch keinen Tau, wer, wann und warum zum ersten Kreuzzug aufgerufen hat, vom historischen Kontext (islamischer Expansionsdrang etc.) einmal ganz abgesehen. Da ist nur eine große intellektuelle Wüste, ohne ihre vorgestanzten Denkschablonen, ohne ihre Argumentationskrücken, ohne linken Stammbuchweisheiten und ohne ihre täglichen medialen Lehrstunden in politisch-korrekter Ideologie sind diese Menschen ziemlich verloren.

Da ist nichts vorhanden, außer ein paar eingelernten Phrasen, die wie bei einem pawlowschen Hund auf bestimmte Reizworte stupide und mechanisch abgesondert werden. Eine sinnvolle Diskussion ist mit solchen Menschen nicht möglich.

Es macht auch keinen Spaß, mit Menschen über Kollektivismus, Individualismus und Liberalismus zu diskutieren, die noch nie etwas von Friedrich August von Hayek oder Ludwig von Mises gehört haben. Früher haben Linke wenigsten noch ihren Marx und ihren Adorno gelesen, diese Zeiten sind lange vorbei. Trotzdem fühlt sich jeder kleine Grünwähler, jeder dumme politisch-korrekte Mitläufer, jeder versiffte Straßenpunk aufgrund seiner linken Standardmeinung Andersdenkenden intellektuell und selbstverständlich auch moralisch überlegen. 

Doch die linke Hegemonie und politisch korrekte Scheinwelt sind akut bedroht, weshalb deren Bewohner auch immer aggressiver und wilder um sich schlagen. Es wird ihnen nichts nutzen. So oder so. 

Werner Reichel ist Journalist und Autor aus Wien. Kürzlich sind seine neuen Bücher „Die Feinde der Freiheit“ und „Das Phänomen Conchita Wurst: Ein Hype und seine politischen Dimensionen“ erschienen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorIgo
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 17:03

    Bravo..Herr Reichel, Sie haben meinen Respekt! Lassen Sie sich nicht mundtot machen. Auch ich gelobe, für meinen Teil, das meinige zu tun und nicht mehr pc konform zu reden, mich diplomatisch zu verhalten: die Zeit ist da-man (ich) muss Farbe bekennen, man muss sich entscheiden..sonst wird für uns entschieden!
    Danke

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 22:29

    Ich war mein ganzes (inzwischen leider langes) Leben nie ein Konformist. Aber - so komisch es für manchen "Korrekten" klingen mag - es störte mich persönlich eigentlich nie, ob meiner teilweise abweichenden Ansichten kein Mitschwimmer zu sein. Und da ich mich immer offen dazu bekannte, wurde ich auch relativ wenig hinterfozzig gemobbt. Natürlich wurde ich fallweise ausgelacht, wenn ich jedoch später Recht bekam, war alles vergessen. Selbstverständlich wechselte der ein oder andere Ferngesteuerte die Trottoir-Seite wenn er mich kommen sah, dafür suchten Aufrechte meine Nähe - kein schlechter Tausch, oder?
    Ich freue mich jedesmal, wenn ich etwas von Ihnen lese.

  3. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 18:29

    ..und die versifften Kulturpunks im ORF, fast ausschließlich FrauInnen, dürfen, wie heute in "Moment, Leben heute" auf Ö1 über die besonderen Probleme von (OT) Asylsuchenden, MigrantInnen und Asylbewilligten berichten. Und höchst verzückte TeilnehmerInnen an von Asysuchenden (natürlich sämtliche ehemalige Universitätslehrer) kostenlos gehaltenen Arabisch-Kursen berichten lassen, wie "wichtig" es gerade jetzt wäre, etwas arabisch zu sprechen. Und nicht etwa französisch, denn das könne ja jeder.

    Das mit Arabisch sprechen könnte sich durchaus bewahrheiten, allerdings anders als erwartet.

    Obwohl: dürfen diese muslimisierten FrauInnen dann überhaupt noch das Wort ergreifen in der Öffentlichkeit? Hat dann vielleicht doch was Gutes, wenn die grünen Fahnen des Islam über unseren Dächern wehen...

  4. Ausgezeichneter KommentatorArundo.donax
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 19:16

    Sehr geehrter Herr Reichel, ich schätze Ihre fundierten Beiträge sehr. Es braucht heutzutage Rückgrat, sich nicht vom zeitgeistigen Strom verbiegen zu lassen. Lassen Sie sich nur nicht mundtot machen von solchen inkompetenten Ignoranten.

  5. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 19:45

    Man kann Ihnen nur zu großem Dank verpflichtet sein! Mit dem ABO des Tagebuches und einer Spende für ORF-watch kann ich zumindest einen kleinen Teil der Unterstützung bieten!

    Mit besten Grüßen!

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 17:06

    Sehr gerne wird von den "schaffenden" Gutmenschen ("Wir schaffen das!") auf den enormen Kunst- und Kulturgewinn Spaniens durch die Eroberung der muslimischen Mauren hingewiesen. Wären diese Muslime nicht dort gewesen, dannbräuchten wir heute gar nicht zum Sightseeing dorthin fliegen ...

    Die näheren historisch belegten Fakten, in welchem Umfeld diese Kunstwerke entstanden sind, welche Leiden die ansässige Bevölkerung erleiden musste, das wird alles beiseite gewischt.
    Ebenso natürlich die Frage, wie oft in der jüngeren Wedltgeschichte Nichtmuslime, vor allem Christen Terrorattentate verübt haben, wie oft und wo Christen mit Gewalt gegen Muslime und Moscheen vorgegangen sind ...

    Den Hinweis auf den Grünen Faschismus und der Grünen Fahne des Islams finde ich bemerkenswert.

  7. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 18:49

    Herr Reichel, das war doch klar, dass Sie taxfrei zur Unperson erklärt werden, wie kann man denn auch das Thema Conchita Wurst kritisch aufgreifen??
    Das grenzt ja an Majestätsbeleidigung (wobei das arme Wurst ja gar nichts dafür kann, dass es für eine unmögliche Weltanschauung herhalten muss, wenn der Hype abgebröckelt ist, wer wird sich dann um das Wurst kümmern???)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorRB
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    13. November 2015 19:07

    Respekt, Herr Reichel, und weiter so. Ihre Beiträge zählen zu den absoluten Höhepunkten - inhaltlich wie stilistisch. Und lassen Sie sich/wir uns nicht unterkriegen ...


alle Kommentare

  1. Tik Tak (kein Partner)
    16. November 2015 18:15

    Grün ist das neue Dumm.

    So what?
    Die Deppen werde immer wieder gewählt, von anderen Deppen.

  2. CDorner (kein Partner)
    16. November 2015 15:54

    Die Folgen der von Ihnen beschriebenen Zustände werden sein:
    Blood, Sweat and Tears.

  3. carambolage
    15. November 2015 21:54

    Anbetracht dass so viele Menschen jetzt schon zu viel Angst haben, ihre Meinung zu sagen - nämlich über 40% der Interviewten von Umfragen hat das Allensbacher-Institut herausgefunden - bekenne ich, einer von diesen Rechtspopulisten, Ratten, ein Mitglied des Pack`s und besonders ein ABER-Nazi zu sein.
    Meistens wenn eben die Plattitüden-Platte aufgelegt wird und die PC-gerechten Vorgaben heruntergespielt werden, dann beginn ich schon mal mit ABER und hinterfrage die Dinge halt.
    Komischerweise bestätigen sich meine Bedenken andauernd.
    Mir fällt es leichter als manchen Anderen, da ich beruflich und privat nichts zu verlieren habe, aber die Zivilcourage lässt schon sehr zu wünschen übrig.

  4. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      15. November 2015 19:32

      Lange konnte ich mich nicht entschließen den Reichel´schen Erguß überhaupt anzusehen. Als ich – sozusagen aus Langweile – es schließlich doch tat, hatte ich den Eindruck, daß es sich um eine langatmige Klage handelte, wie schlecht doch der aufrechte Herr Reichel von den üblichen Krawallmachern behandelt würde.

      Zwar hat er damit schon recht, aber erstens ist das nichts Neues und zweitens keine tiefere Analyse der eigentlichen Vorgänge und Zusammenhänge. Und drittens kein wie immer brauchbarer Hinweis, wie eine Gegenstrategie denn beschaffen sein sollte. Also ein Räsonieren, bei dem die überwiegend geistlose Unterberger-Kommune sich selbst wiederfindet und daher begeistert zustimmt.

      Den Artikel habe ich erst zu Ende gelesen, nachdem ich die Kommentare überflogen hatte, um vielleicht doch jenes Körnchen Substanz zu finden, das mir in der ersten Hälfte nicht aufgefallen war. Was mir dann aber auffiel war: die dümmliche Abwertung Zieglers, der wohl ein Linker sein mag, aber gewiß mehr im Kopf hat als Reichel (und in vielen Dingen auch recht).

      (Ich kann mich nicht bereden lassen,
      macht mir den Teufel nur nicht klein:
      Ein Kerl, den alle Menschen hassen,
      der muß was sein!

      Quelle: Zahme Xenien)

      "Irgendwann ist es man wirklich leid, von Menschen als Nazi beschimpft zu werden, die als linke Kollektivisten der nationalsozialistischen Ideologie sehr viel näher stehen als man selbst, die mit ihrem Antiamerikanismus, Antikapitalismus, Antiliberalismus, Antisemitismus (der sich als Antiisraelismus tarnt) und ihrer Islamophilie und ihrer Angst vor Eigenverantwortlichkeit und Freiheit sehr viele Berührungspunkte mit der extremen Rechten haben.“

      Diese Aussage zeigt insbesondere, daß Reichel a.) gerne irgendwie doch auch bei den Guten (im Verfassungsbogen) beheimatet sein möchte und b.) daß er die mit der Vorsilbe „Anti“- etikettierten Kritikfelder als links- und/oder rechtsextrem verortet. Dümmer geht´s ja schon nicht mehr. Damit bedient er nur die p.c. die hier festgelegt hat, in welche Schablone die Begriffe gehören und was als kanonische Wahrheit zu gelten hat. – Wie sehr hier Kritik angebracht, ja existenziell nötig wäre, sehen wir an dem tatsächlichen Zustand der Welt.

      Und damit gibt sich Reichel als Kenner der Materie, als belesen aus: „Es macht auch keinen Spaß, mit Menschen über Kollektivismus, Individualismus und Liberalismus zu diskutieren, die noch nie etwas von Friedrich August von Hayek oder Ludwig von Mises gehört haben.“ – Ein bißchen wenig.

      Es macht aber noch weniger Spaß mit Leuten über die Immunschwäche Europas zu diskutieren, die weder F. List, J. von Thünen, noch Schillers „Geschlossnen Handelsstaat“, Othmar Spann, Werner Sombart, oder Romigs „Die ideologischen Elemente in der neoklassischen Theorie“, etc. (und zahllose in letzter Zeit von mir zitierte Autoren kennen oder auch nur eine Zeile gelesen haben). Sozusagen die Alternative zu LIBINTERN.

      Als Lesehinweis darf ich ihnen empfehlen (alles F. Romig, der hier ja bekannt sein dürfte):

      • Um das Reich Gottes. Vier Traktate über den Konservativismus, In: Die weiße Rose. Zeitschrift gegen den Zeitgeist 1/6. (1988/1993).

      • Die christliche Staatslehre Leo XIII. Eine Betrachtung zum Anlaß 100 Jahre „Rerum Novarum". In: Zeitschrift für Ganzheitsforschung N.F.35 (1991,4), S. 187 - 202

      • „Omnia instaurare in Christo” Ganzheitliche Aspekte des katholischen Sozialverständnisses. In: Erwin Schadel (Hrsg.): Ganzheitliches Denken. Festschrift für Arnulf Rieber zum 60. Geburtstag. Lang, Frankfurt 1996, S. 409ff.

      • Gemeinwohlgerechtigkeit – Illusion oder Realität? In: Rudolf Weiler u. Akira Mizunami (Hrsg.): Gerechtigkeit in der sozialen Ordnung. Die Tugend der Gerechtigkeit im Zeitalter der Globalisierung. Duncker & Humblot, Berlin 1999, S. 35ff.

      • Herrschaft und Opfer. Über eine zentrale These Leopold Zieglers. In: Paulus Wall (Hrsg.): Leopold Ziegler. Weltzerfall und Menschwerdung Königshausen und Neumann, Würzburg 2001, S. 105ff.

      • Die Rechte der Nation. Leopold Stocker Verlag, Graz 2002

      • Die Einheit von Sein, Mensch und Staat bei Platon. In: Mut zur Ethik. Was braucht es für mehr Frieden auf der Welt? XIII. Kongress vom 2. bis 4. September 2005 in Feldkirch (Vorarlberg). Zürich 2006, S. 139ff.

      • 1848 – 2008. Der lange Weg in die Knechtschaft. In: Andreas Mölzer (Hrsg.): Freiheit schreibt auf Eure Fahnen! 1848 - 2008. Das Dritte Lager: Erbe und Auftrag. W3-Verl.-Ges., Wien 2008, S. 67ff.

      • Der Sinn der Geschichte, Regin, Preetz 2011. Vorwort Ernst Nolte

      • ESM - Verfassungsputsch in Europa, Edition Antaios, 2012

  5. cosinus (kein Partner)
    15. November 2015 11:28

    Schon gewusst, dass auch M. Luther ein Rassist und Hetzer war? Denn was ist das sonst: “…wenn der jüngste Tag nicht kommt, so wird doch der Türke bald kommen und mit uns so umgehen, dass wir sagen werden: Hier war mal Deutschland.”
    Martin Luther am 25.11.1537

  6. Pennpatrik
    15. November 2015 09:37

    Wie haben die Wiener gewählt?
    Ich denke, wir sollten unseren Kindern Russich und Englisch beibringen. Je nachdem, wohin sie auswandern wollen. Die USA wird immer mehr zum gelobten Land. Vielleicht war das auch ihre Absicht.
    Wenn die Mohammedaner beginnen werden, Christen zu benachteiligen und anschließend zu verfolgen, wird die USA einen ähnlichen intellektuellen Zustrom haben, wie im III.Reich.

  7. Torres (kein Partner)
    14. November 2015 17:50

    Und gerade erleben wir den nächsten Terrorakt in Paris. Der hat aber natürlich - wie auch der vorige gegen Charlie Hebdo - mit dem Islam nichts zu tun. Wer sich jetzt wieder etwas gegen den Islam zu sagen traut, ist selbstverständlich ein rechtsextremer Rassist. Wie vielleicht noch erinnerlich, hat die französische Regierung als Reaktion auf Charlie Hebdo die Gesetze gegen "anti-islamische Hetze" merklich verschärft. Mal sehen, was ihr diesmal einfällt.

  8. heartofstone (kein Partner)
    13. November 2015 20:49

    Einfach dieses linksextreme neofaschistische Arschloch als das outen was es ist: ein linksextremes neofaschistisches Arschloch. Und zur Not einfach einmal, dem aufs Maul hauen ... natürlich n"ü"r im übertragenen Sinn ... sollte sich jemand dazu hinreißen lassen, dies in einer physischen Attacke umzusetzen, verurteile ich dies natürlich aufs enstschiedenste ... labber labber und so weiter ... hängt neulich ein Sozialist am Baukran der Sprenggläubigen, wie schon nach der "Revolution" im Iran ... warum sollte ich mich für diesen sozialistischen Affenarsch einsetzen???? ...

  9. Gast (kein Partner)
    13. November 2015 20:20

    Sehr geehrter Herr Reichel,

    es gehört viel Mut dazu, seine Meinung öffentlich kund zu tun wenn man der Linksdiktatur nicht hörig ist.

    Diese Erfahrungen machen wir alle jeden Tag. Umso wichtiger ist es, dass wir uns diesem totalitären Druck nicht beugen, zu unserer Meinung stehen und andere ermutigen es auch zu tun.

    Ein Hoch auf alle Menschen, die sich nicht fügen und zum Büttel der Mächtigen machen lassen !

    Die Menschen im Osten wissen noch zu gut wie es war, keine Meinung haben zu dürfen. Umso hellhöriger und mutiger wehren sie sich gegen die wahren Hetzer, die immer brutaler gegen Andersdenkende vorgehen.
    Am schlimmsten sind unter diesen Hetzern die linken Journalisten !

  10. RB (kein Partner)
    13. November 2015 19:07

    Respekt, Herr Reichel, und weiter so. Ihre Beiträge zählen zu den absoluten Höhepunkten - inhaltlich wie stilistisch. Und lassen Sie sich/wir uns nicht unterkriegen ...

  11. Wolfgang Bauer
    13. November 2015 17:15

    Im ZDF, Diskussion bei Anne Will. Eine Grüne rügt mit lauter Stimme jeden, der Fakten nennt. Sie zweifelt aber nicht an den Fakten, sie mahnt vielmehr, dass eben genau das Nennen von Fakten und Zahlen nicht sein soll. Denn das verunsichere die Leute (achtung, Inländer sind nicht "Menschen", sondern "Leute"), schüre eben die Ängste, die sie dann in die Arme der "Rechtspopulisten" (warum nicht "...und Rechtspopulistinnen" ?) treiben. Das ist die 'Demokratie', die sie meinen.

  12. Sandwalk
    13. November 2015 13:43

    Ein ORF-Angehöriger, der sicher nicht der politisch rechten Reichshälfte zuzuordnen ist, hat mir kürzlich gestanden, dass er die Grünen für einen eher ungebildeten und naiven Haufen hält.
    Auf meinen Einwand, dass es sich bei den Grünen ja vorwiegend um Politologen, Publizisten, Psychologen etc. handelt, meinte er: Ja eben. ;-)

    • Wyatt
      14. November 2015 06:58

      Die "Grünen" sind die Erfüllungslakaien der uns real Beherrschenden, deren Ziel unsere Abschaffung ist.

  13. teifl eini!
    12. November 2015 18:53

    Das Problem ist, dass man mit Fundis, egal welcher Couleur, nicht rational diskutieren kann. Argumente? Daten? Fakten? Alles nichts, wenn man eine Ideologie oder einen Glauben hat ...

    Seit Beginn der Flüchtlingskrise hat mich die Unvernunft des linken Mainstreams mehr aufgeregt, als der Asylantenzustrom selbst; auch wenn Letzterer mittel- bis langfristig äußerst unlustige Folgen haben wird.

  14. Charlesmagne
    12. November 2015 18:40

    "Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!" (Kurt Tucholsky)

    Das war in meinem ganzen Leben eine Leitlinie für mich, nur bin ich leider nicht so eloquent wie Sie, Herr Reichel.

    Ich gratuliere Ihnen herzlichst zu Ihrer Standhaftigkeit und freue mich jedes Mal, wenn ich einen Beitrag von Ihnen lesen darf. Ich wünsche Ihnen alles, alles erdenklich Gute.

    • Brigitte Imb
      13. November 2015 19:50

      @Charlesmagne

      Für die Eloquenz existieren zum Glück solche Menschen wie z. B. Hr. Reichel, die zudem den richtigen Charakter und Mut besitzen, um schonungslos Verfehlungen und Mißstände der Politik aufzuzeigen.

      Würde uns allen diese Eigenschaft zuteil sein, wer könnte all die Elaborate noch lesen?

  15. Wyatt
    12. November 2015 13:18

    Herr Reichel,
    ****************!
    Wie kann man wohl besser, als wie ein bekannter heimischer Rundfunkjournalist, seine politisch korrekte gutmenschliche Gesinnung unter Beweis stellen, - vor allem wenn Antwort u. Argumente fehlen - als Übles und Schlechtes - über jene zu verbreiten, die mit Wahrheit u. Tatsachen - die ohnedies immer um Menschlichkeit und Moral sich sorgende - stören.

  16. logiker2
    12. November 2015 13:05

    aufrichtigen Dank für diesen Beitrag. "Was kümmert`s eine Eiche, wenn sich ein par Säue daran wetzen". Nur weiter so.

  17. Patriot
    12. November 2015 11:50

    Das kann ja wohl nur das Wolf-Würstl gewesen sein. Wenn man sich sein "tweets" anschaut kann man nur feststellen: alle (linken) Vögel sind schon da: Misik, Klenk, Tartarotti, Hamann, Reimon, Maurer, Bürstmayer, Settele usw

    Und das nur in den letzten 2 Tagen. Die linksversiffte Welt muss großartig sein.

  18. Erich Bauer
  19. kritikos
    12. November 2015 01:36

    Man muss es auf sich nehmen, anders als der Mainstream zu sein, zu denken, zu handeln. Ich bin bejahrt, da hat man weniger Beachtung und um so mehr Gelegenheit, andere Sichtweisen von sich zu geben. Auch wenn es fraglich ist, ob es nützt. Für junge Leute, die ihr Berufsleben aufbauen, kann es schon sehr problematisch werden, nicht der medial und politisch vorgegebenen Linie zu folgen. Hoffentlich haben wir dennoch genug junge Leute mit Charakter.
    Mich würde interessieren, wie viele Kollegen sich zusprechend geäußert haben? Gäbe die Antwort Mut und Zuversicht?

  20. Brigitte Imb
    11. November 2015 23:52

    Hoffentlich ergeht es dem Hrn. Reichel nicht wie dem Hrn. Pirincci.

  21. simplicissimus
    11. November 2015 23:50

    Sehr gut Herr Reichel!
    Kämpfen wir weiter gegen den aufkommenden Neofaschismus.

  22. Haider
    11. November 2015 22:29

    Ich war mein ganzes (inzwischen leider langes) Leben nie ein Konformist. Aber - so komisch es für manchen "Korrekten" klingen mag - es störte mich persönlich eigentlich nie, ob meiner teilweise abweichenden Ansichten kein Mitschwimmer zu sein. Und da ich mich immer offen dazu bekannte, wurde ich auch relativ wenig hinterfozzig gemobbt. Natürlich wurde ich fallweise ausgelacht, wenn ich jedoch später Recht bekam, war alles vergessen. Selbstverständlich wechselte der ein oder andere Ferngesteuerte die Trottoir-Seite wenn er mich kommen sah, dafür suchten Aufrechte meine Nähe - kein schlechter Tausch, oder?
    Ich freue mich jedesmal, wenn ich etwas von Ihnen lese.

    • Brigitte Imb
      11. November 2015 23:49

      *********

      Sehr rasch trennt sich da die Spreu vom Weizen und es ist kein Nachteil von den Konformen "gemieden" zu werden.

      Verbiegen habe auch ich mich NIE lassen und es wird auch in Zukunft nicht passieren, eher nehme ich Nachteile in Kauf.

    • Haider
      12. November 2015 01:05

      © Brigitte Imb
      Ihr Lob tut wohl! Wieder können viele pc-Korrekte die Straßenseite wechseln ohne daß es mich schmerzt!

    • Brigitte Imb
      12. November 2015 02:28

      @Haider,

      gerne.

      Von den vermeintlich Korrekten, die Sie und mich z. Z. meiden, werden mit Sicherheit im Notfall einige - wahrscheinlich die charakterlosesten - angekrochen kommen.
      Was glauben Sie, welches Vergnügen es UNS dann bereiten wird, die Straßenseite zu wechseln.

  23. Bob
    11. November 2015 21:16

    Leider muß man sagen die mehreren sind einfach zu deppert, um zu erkennen das braun rot und grün die Farben des Faschismus sind.

  24. Le Monde
    11. November 2015 19:45

    Man kann Ihnen nur zu großem Dank verpflichtet sein! Mit dem ABO des Tagebuches und einer Spende für ORF-watch kann ich zumindest einen kleinen Teil der Unterstützung bieten!

    Mit besten Grüßen!

  25. Arundo.donax
    11. November 2015 19:16

    Sehr geehrter Herr Reichel, ich schätze Ihre fundierten Beiträge sehr. Es braucht heutzutage Rückgrat, sich nicht vom zeitgeistigen Strom verbiegen zu lassen. Lassen Sie sich nur nicht mundtot machen von solchen inkompetenten Ignoranten.

  26. Ingrid Bittner
    11. November 2015 18:49

    Herr Reichel, das war doch klar, dass Sie taxfrei zur Unperson erklärt werden, wie kann man denn auch das Thema Conchita Wurst kritisch aufgreifen??
    Das grenzt ja an Majestätsbeleidigung (wobei das arme Wurst ja gar nichts dafür kann, dass es für eine unmögliche Weltanschauung herhalten muss, wenn der Hype abgebröckelt ist, wer wird sich dann um das Wurst kümmern???)

  27. oberösi
    11. November 2015 18:29

    ..und die versifften Kulturpunks im ORF, fast ausschließlich FrauInnen, dürfen, wie heute in "Moment, Leben heute" auf Ö1 über die besonderen Probleme von (OT) Asylsuchenden, MigrantInnen und Asylbewilligten berichten. Und höchst verzückte TeilnehmerInnen an von Asysuchenden (natürlich sämtliche ehemalige Universitätslehrer) kostenlos gehaltenen Arabisch-Kursen berichten lassen, wie "wichtig" es gerade jetzt wäre, etwas arabisch zu sprechen. Und nicht etwa französisch, denn das könne ja jeder.

    Das mit Arabisch sprechen könnte sich durchaus bewahrheiten, allerdings anders als erwartet.

    Obwohl: dürfen diese muslimisierten FrauInnen dann überhaupt noch das Wort ergreifen in der Öffentlichkeit? Hat dann vielleicht doch was Gutes, wenn die grünen Fahnen des Islam über unseren Dächern wehen...

  28. Politicus1
    11. November 2015 17:06

    Sehr gerne wird von den "schaffenden" Gutmenschen ("Wir schaffen das!") auf den enormen Kunst- und Kulturgewinn Spaniens durch die Eroberung der muslimischen Mauren hingewiesen. Wären diese Muslime nicht dort gewesen, dannbräuchten wir heute gar nicht zum Sightseeing dorthin fliegen ...

    Die näheren historisch belegten Fakten, in welchem Umfeld diese Kunstwerke entstanden sind, welche Leiden die ansässige Bevölkerung erleiden musste, das wird alles beiseite gewischt.
    Ebenso natürlich die Frage, wie oft in der jüngeren Wedltgeschichte Nichtmuslime, vor allem Christen Terrorattentate verübt haben, wie oft und wo Christen mit Gewalt gegen Muslime und Moscheen vorgegangen sind ...

    Den Hinweis auf den Grünen Faschismus und der Grünen Fahne des Islams finde ich bemerkenswert.

  29. Igo
    11. November 2015 17:03

    Bravo..Herr Reichel, Sie haben meinen Respekt! Lassen Sie sich nicht mundtot machen. Auch ich gelobe, für meinen Teil, das meinige zu tun und nicht mehr pc konform zu reden, mich diplomatisch zu verhalten: die Zeit ist da-man (ich) muss Farbe bekennen, man muss sich entscheiden..sonst wird für uns entschieden!
    Danke





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