Freund oder Feind

Lesezeit: 10:00

Wir stehen erst am Anfang der sogenannten Flüchtlingskrise. Es steht außer Zweifel, dass diese muslimische Landnahme in Chaos, Verfolgung, Konflikten und Blut enden wird. An historischen Beispielen mangelt es bekanntlich nicht. Es stellt sich nur die Frage, wie schnell uns die von oben verordnete Willkommenskultur um die Ohren fliegt.

Die Lage ist derzeit nur deshalb noch relativ ruhig, weil sich – mit Ausnahme der Länder im Osten – Europa freudig und völlig widerstandslos seinem Schicksal ergibt, wirklich alle und jeden hereinlässt, weil Politik, Polizei und Medien die Realität bis zur Unkenntlichkeit entstellen und die Gewalttaten und Verbrechen von „traumatisierten Flüchtlingen“ einfach unter den Teppich kehren. Doch dieser Frieden ist teuer erkauft und von kurzer Dauer. Sobald Österreich, Slowenien oder Deutschland versuchen, den Zustrom merkbar einzudämmen, zu stoppen bzw. keine Schutzgelder (wie auch immer sie offiziell heißen mögen) mehr an die Neuankömmlinge zahlen, würde die Situation sofort eskalieren.

Die Bilder von der ungarisch-serbischen Grenze sind noch in guter Erinnerung, als ein Mob von jungen muslimischen Männern vor den Grenzzäunen randaliert und die Polizisten mit Steinen beworfen hat. An den Rändern Österreichs herrscht bereits Chaos. Für viele Menschen in den betroffenen Grenzorten ist ein normaler Alltag nicht mehr möglich: Gesetze werden von Migranten und Polizei ignoriert, Menschen schließen sich aus Angst in ihren Häusern ein, Straßen werden zugemüllt, Eisenbahnverbindungen eingestellt, Straßen und Grenzübergänge sind für Bürger kaum noch benutzbar. Österreich entwickelt sich zu einem failed state.

Die Situation spitzt sich von Tag zu Tag zu und die verantwortlichen Politiker haben keinen Plan und keine Strategie. Deshalb reagiert die politisch-korrekte Elite zunehmend panischer und hysterischer. Für das gemeine Wahlvolk inszeniert man nationale und internationale Krisentreffen, gründet Arbeitsgruppen und Taskforces, setzt Alibiaktionen, schiebt die Verantwortung auf die Nachbarstaaten ab, fordert „Solidarität“ ein und verbreitet unaufhörlich Durchhalteparolen. Kurz, man täuscht lediglich politische Handlungsfähigkeit vor.

Die Mainstream-Medien kleistern die immer unschöner werdende Realität mit einem zähen Zuckerguss aus Willkommenskultur, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft zu. Statt aggressiver und fordernder junger Männer sieht man in TV und Zeitungen kleine Kinder mit großen traurigen Augen, statt verzweifelter Bürger werden enthusiasmierte „Refugees Welcome“-Frauen präsentiert und während man Pegida-Demonstranten dämonisiert, wird jede unbedeutende Mini-Kundgebung von Gutmenschen als starkes Zeichen der neu entstehenden „Zivilgesellschaft“ medial abgefeiert. Das politisch-korrekte Establishment bietet alle ihr zur Verfügung und zu Diensten stehenden Promis aus Kunst, Musik, Unterhaltung und Sport auf, um die autochthone Bevölkerung moralisch zu erpressen, damit sie nicht zu unruhig wird und die eigene Marginalisierung freudig erwartet.

Während Politik und Medien dieses ziemlich erbärmliche Schmierentheater zur Ablenkung, Unterhaltung und Einschüchterung der Bürger aufführen, strömen die Mitglieder der künftigen Mehrheitsbevölkerung weiterhin völlig unkontrolliert nach Europa. Die Politiker auf nationalstaatlicher und europäischer Ebene heizen die Situation durch ihre Tatenlosigkeit, ihre Willkommenspropaganda und ihr sinnentleertes Humanitätsgeschwurbel immer weiter an. Es hat sich mittlerweile bis ins hinterste pakistanische Bergtal durchgesprochen, dass die reichen und verweichlichten Europäer weder in der Lage noch Willens sind, die Einwanderungsströme zu regulieren und ihre Besitztümer, Werte, Frauen (das werden sie schon sehr bald schmerzhaft feststellen müssen) und Kinder zu verteidigen. Ausverkauf im europäischen Diskont-Supermarkt: Jeder, der rechtzeitig kommt, kriegt seinen Teil – solange der Vorrat reicht. Wir schaffen das! Die derzeitige europäische Politik ist eine Einladung an die unzähligen armen und ungebildeten Menschen in Afrika und Asien, nach Europa zu kommen, um ihren Lebensstandard ohne nennenswerte Arbeitsleistung dramatisch zu verbessern.

Das erkennen trotz aller Propaganda und Desinformation immer mehr Europäer. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik, die Demokratie, die Staatsmacht und die staatlichen Institutionen sinkt gerade gegen Null. Es wird für die Bürger zur traurigen Gewissheit, dass ihr Staat nicht mehr in der Lage ist, die Grenzen und ihr Eigentum zu schützen, für ihre Sicherheit und die Zukunft ihrer Kinder zu sorgen. Der Flüchtlingsstrom unterspült die Fundamente des Rechtsstaats. Staatliche Strukturen, die über Jahrzehnte als absolut stabil galten, lösen sich nun innerhalb von wenigen Wochen auf. Der Bürger muss sich neu orientieren, die alte demokratische Ordnung stürzt gerade wie ein Kartenhaus zusammen.

In Österreich sind noch nie so viele Schrotflinten verkauft und Waffenbesitzkarten beantragt worden wie in den vergangenen Wochen. Es braut sich etwas zusammen. Das ist selbst den handlungsunfähigen Politkern nicht entgangen. Sie gehen deshalb immer rücksichtsloser gegen all jene vor, die diese verantwortungs- und hilflose Politik öffentlich kritisieren und anprangern. Dabei fallen alle Hemmungen. Andersdenkende werden zu Freiwild erklärt.

Akif Pirincci – Bestsellerautor und einer der schärfsten Kritiker der politmedialen Herrschaftsklasse – hat man mit einem völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Satz fertiggemacht, seine berufliche und soziale Existenz vernichtet. Pirincci hatte vor Pegida-Demonstranten gesagt: „Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm in Zukunft die Ausreise empfehlen kann, wenn es nicht pariert. Es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZ’s sind ja leider derzeit außer Betrieb.

Pirincci hat jene Politiker kritisiert, die immer schärfer gegen Andersdenkende vorgehen und die Befürchtung geäußert, dass sie diese Leute in Lager verfrachten könnten. Keine Rede davon, Flüchtlinge ins KZ stecken zu wollen. Doch genau das hat die gesamte deutsche Mainstream-Presse Pirincci unterstellt, indem sie nur den einen Satz, „Es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb“, veröffentlicht hat.

Obwohl es sich dabei um eine dreiste Unterstellung handelt hat das Polit- und Meinungsestablishment bereitwillig mitgemacht. Es ging darum, einen unangenehmen Störenfried sauber und schnell abzuservieren. Es ist schon erstaunlich, wie kaltschnäuzig, menschenverachtend und verlogen jene Menschen agieren, die so gerne und oft von Moral, Menschlichkeit, Demokratie und Toleranz schwafeln. Kein einziges relevantes Medium hat Pirincci gegen diese flächendeckende Rufmordkampagne verteidigt, niemand hat seine Rede komplett abgedruckt. Man hat die soziale Existenz eines Systemkritikers mit einer dreisten Lüge vernichtet, ohne jeden Widerstand, alle haben mitgespielt, aus Feigheit, aus Eigeninteresse, aus Opportunismus, aus Überzeugung … egal.  „Wehret den Anfängen“, „Wer schweigt stimmt zu“, blablabla

Buchhandel, Buchgroßhandel, Amazon und Buchketten boykottieren die Bücher von Pirincci, ein paar besonders widerliche Mitläufer haben gar zur Vernichtung seiner Bücher aufgerufen.

Auch gegen Pegida wird von Politik und Medien immer offener und verbissener gehetzt, obwohl die Menschen, die sich Woche für Woche in Dresden versammeln, nichts Anderes machen, als friedlich gegen die verantwortungslose Politik der deutschen Regierung und der linken Parteien zu protestieren. Der jüngste mediale Aufreger war ein von einem Demonstranten selbst gebastelter Minigalgen. Dass bei linken, antikapitalistischen und globalisierungskritischen – also bei politisch erwünschten und goutierten – Meinungskundgebungen Galgen, Guillotinen und die Verbrennung von Politikerpuppen zur allseits beliebten und akzeptierten Folklore gehören, haben die hyperventilierenden Politiker und Journalisten in ihrer Aufregung doch glatt vergessen. Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe.

Zudem weiß der Autor aus vertrauenswürdiger Quelle, dass unliebsame Verleger und Verlage zunehmend unter Druck gesetzt werden, keine für die neosozialistischen Machthaber unangenehmen Bücher mehr zu publizieren. Je mehr Muslime nach Europa strömen, desto rücksichtsloser gehen Staat, linke Parteien und ihr gesamter Rattenschwanz an Günstlingen und Profiteuren gegen ihre Kritiker vor. Dabei bedient man sich zunehmend jener Instrumente und Mittel, wie man sie bisher nur aus Diktaturen kennt. Das hat der Fall Pirincci eindrücklich gezeigt.

Nun werden einige, darunter auch viele Menschen aus dem konservativen und bürgerlichen Lager, anmerken, dass das völlig übertrieben, ja geradezu paranoid sei, zumal Pirincci mit seiner widerlichen Fäkalsprache und seinen Übertreibungen sich das schließlich selbst zuzuschreiben hätte und dass sich unter den vielen tausenden Pegida–Demonstranten schließlich auch echte Nazis befänden etc.

Sprich, man müsse seine Kritik an der derzeitigen Einwanderungspolitik nur etwas dezenter, überlegter, sachlicher, mit mehr Argumenten und Fakten unterfüttert vortragen, man müsse nur darauf achten, mit wem man sympathisiere und schon bleibe einem ein Schicksal wie Pirincci oder der Pegida-Bewegung erspart. Das ist extrem naiv. 

Pirincci ist nicht das erste und mit Sicherheit nicht das letzte Opfer der politisch-korrekten Inquisition. Man hetzt auch nicht gegen Pegida, weil die Demonstranten Rassisten, Nazis oder Gewaltverherrlicher wären, sondern weil sie gegen die aktuelle Politik in Deutschland protestieren. Pegida und Pirincci konnte man nicht mehr totschweigen, sie hatten die Schwelle der politischen Bedeutungslosigkeit längst überschritten und wurden für das Establishment zur Bedrohung. Deshalb musste man handeln.

Kritiker werden nur geduldet, solange sie unbekannt und unbedeutend sind und nicht zu viele Menschen mit ihrer Kritik und ihren Ansichten „vergiften“ können. Dieser Grenzwert wird mit der steigenden Angst der für die Krise verantwortlichen Politiker und ihrer Unterstützer nun immer weiter herabgesetzt. Keiner, der öffentlich die politmediale Klasse kritisiert, soll sich mehr sicher fühlen. Dafür sorgen neben den verschärften Gesetzen und den alle auf einer Linie liegenden Medien auch die vielen linken Denunzianten und Gesinnungsschnüffler in den sozialen Netzwerken.

Für Dissidenten wird die Situation zunehmend schwieriger, schon allein deshalb, weil es für das Establishment so einfach ist, gegen sie vorzugehen. Niemand regt sich darüber auf, schon gar nicht die „Vierte Gewalt“ im Staat, die Medien. Im Gegenteil: Sie agieren als die Helfershelfer der Politik. Es stört sich auch niemand daran, dass die Gesetze gegen Verhetzung de facto nur für bestimmte Meinungen und Gruppen gelten.

Linke dürfen, können und sollen sogar weiterhin völlig ungestraft hetzen, zu Mord und zu Verfolgung aufrufen. Auch die nun zugewanderten Neubürger stehen über dem Gesetz. Jeder Mörder und Terrorist kann derzeit mit einer Fantasie-Identität und mit Waffen und Drogen im Gepäck unbehelligt nach Europa einreisen. Je mehr solcher Leute nach Europa kommen, sprich, je instabiler die Lage wird, desto brutaler geht der politmediale Machtkomplex gegen die Leute vor, die diese Praxis anprangern.

Pirincci war erst der Anfang. Auch die vor- und umsichtigsten Kritiker werden daran glauben müssen. Die Kirche hat sich der Situation längst angepasst und ihre eigenen Werte und Überzeugungen über Bord geworfen, gleiches gilt für die einstmals bürgerlichen Kräfte und Parteien. Die politischen Säuberungswellen werden immer gründlicher.

Die Zwischentöne verschwinden zunehmend: Merkel oder Pegida, „Refugees Welcome“ oder Nazi, Eurabien oder Europa, unkontrollierte Zuwanderung oder Xenophobie, politische Korrektheit oder soziale Ausgrenzung, Freund oder Feind.

Die Zeiten, als man sich im friedlichen und wohlhabenden Europa politisch und ideologisch nicht zu deklarieren brauchte und mit einer Wischi-Waschi-Haltung durchs Leben kam, sind vorbei. Jetzt muss jeder Farbe bekennen.

Wofür stehe ich und vor allem, bin ich bereit die Konsequenzen für meine Überzeugungen zu tragen? Wer auf der „falschen“ Seite steht, dem weht ein immer schärferer Wind ins Gesicht. Die aktuelle Krise klärt die Fronten, zieht völlig neue gesellschaftliche Grenzlinien, trennt die Maulhelden, Opportunisten und Wendehälse von jenen, für die Freiheit und Demokratie tatsächlich Werte sind, für die es sich mutig zu engagieren lohnt. Das ist zumindest ein positiver Aspekt in dieser dramatischen Situation.

Werner Reichel ist Journalist und Autor aus Wien. Kürzlich sind seine neuen Bücher „Die Feinde der Freiheit“ und „Das Phänomen Conchita Wurst: Ein Hype und seine politischen Dimensionen“ erschienen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorIgo
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2015 04:14

    Hätte ich obigen Beitrag vor 20 Jahren gelesen, hätte ich gedacht, dass das wohl aus einem science fiction Roman stammen müsse..oder eine unlängst aufgetauchte Seite aus G. Orwells Roman. Traurig, dass man sowas lesen muss: es ist aber schon Realität. Noch trauriger ist, dass sich all das auf die Zukunft aufgerechnet noch vielfach potenzieren wird-soll heissen: wie es heute ist, ist schrecklich. Aber, mit dem eingebauten Multiplikator wird es ein absoluter Horror..in der sehr nahen Zukunft schon. Die Uhr lässt sich nicht zurückdrehen.
    Mir tun meine Eltern und generell die älteren Semester leid: viele haben noch das schreckliche Ende eines Krieges miterlebt oder zumindest seine Auswirkungen. Hart gearbeitet, wiederaufgebaut, viel Mühe und Entbehrungen..und jetzt das! Der totale Verfall und Absturz in vielerlei Hinsicht! Traurig. Was einen zur absoluten Verzweifelung treibt: es ist nirgends eine Notbremse zu finden, in dem Horrorzug in dem wir uns gerade befinden und der uns gegen die Wand fährt.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2015 05:27

    Herr Reichel, eine Frage, die Sie nicht beantworten müssen:

    Wie sehen Sie die Zukunft dieses Blogs?
    Die des Betreibers, Ihre eigene und weiterer unbequemer Gastkommentatoren, sowie einiger sehr kritischer Poster?

  3. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2015 09:40

    Was schließlich den Turbo zünden wird für die eindrucksvoll beschriebene Erosion rechtlicher und staatlicher Strukturen, deren sichtbarstes Signal die Aufgabe der territorialen Integrität durchs feige Politikergesindel ist, ist die sich progressiv verschärfende soziale Situation. Weil das Geld der anderen zu Ende gehen wird, mit dem bisher zumindest noch die Autochthonen notdürftig ruhiggestellt werden konnten.

    Kein Mensch redet aktuell davon, daß die Griechen nicht im Traum daran denken, getroffene Vereinbarungen einzuhalten. Sind sie doch fürs europäische Polit-Establishment derzeit unverzichtbar für das Aufrechterhalten vollkommen sinnloser Refugees-Manöver, ob die jetzt hotspot oder sonst wie heißen mögen.
    Keine Rede davon, daß die Franzosen sich längst in Insolvenz befinden. Oder nun auch bald wieder die Portugiesen, die Belgier, Italiener, Österreicher...

    Und die Deutschen spätestens dann, wenn die aktuell immer noch wirksamen letzten Reste der Agenda 2010 von den Milliarden, die das als "Integration" bezeichnete Schutzgeld für die eingewanderten asiatischen und afrikanischen Steppenvölker kosten wird, zunichte gemacht werden.

    Den wenigsten ist aktuell bewußt, was es für die nächste Generation und jene, die sich zwecks Alterssicherung Lebensversicherungen zugelegt haben, heißt, daß Draghi und Komplizen die Druckerpressen für den wertlosen Euro noch einen Gang schneller schalten und wir demnächst Negativzinsen haben werden, damit die politischen Banden die Drogen Wohlstand und sozialen Frieden noch etwas länger liefern können mittels Schuldenpolitik.

    Oder für alle jene, die sich zur Sicherung des Lebensabends eine Zweitwohnung gekauft haben, und die demnächst wegen der "Gerechtigkeit" mit Zwangsabgaben auf leerstehenden Wohnraum belegt wird.

    Wenn sie nicht schon vorher arisiert wird, damit nicht "arme Flüchtlingsbabys" erfrieren müssen in unseren kalten Wintern.

    Oder wollen Sie etwa dafür verantwortlich sein, daß kleine Babys erfrieren? Eben....

  4. Ausgezeichneter KommentatorAnni
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2015 08:53

    Alles Übel beginnt und endet mit dem ach so wunderbaren Sozialismus. Die Geschichte muss sich offenbar wiederholen, denn der Großteil der Menschen ist nicht in der Lage eigenständig zu denken und ideologischer Meinungsmacherei nicht auf den Leim zu gehen. Mittlerweile ist die freie Meinungsäußerung nur mehr auf dem Papier existent und man lebt als kritischer Zeitgeist sogar schon in seinem Freundes - und Bekanntenkreis gefährlich. Orwells Gedankenpolizei lässt grüßen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBob
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2015 08:59

    Danke Werner Reichel, da gibt es nichts hinzuzufügen!
    *******************************************

  6. Ausgezeichneter Kommentatorfranz-josef
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2015 12:14

    Der Standard berichtet in Echtzeit, die Welt schwankt offenbar zwischen Beschönigung, Vorwürfen und Realbericht, die Presse zensuriert wie gewohnt.

    Und unser Bundeskanzler windet sich wurmgleich um das Wort "Zaun" herum, das immerhin Frau ML schon einmal mutig erwähnt hat. Nach einem Telefonat mit Juncker, das wird eigens so berichtet, habe er sich im Einvernehmen mit dem Juncker heute gegen Zäune in Europa ausgesprochen. Was geht da vor sich?

    Und während all dieser sinnlosen Verbalausflüge strömen die Massen weiter. Unstoppbar. Alle Lager voll, lese ich da, überall.

    In den gestrigen Nachrichten hörte ich eine Sprecherin berichten, daß Deutschland jetzt "verschärfte" Asylbedingungen durchziehen will, aber sie hatte m.M. überhaupt nichts Neues dazu zu sagen. Heiße Luft und plakative Formulierungen fürs Volk.

    Langsam wird es ungemütlich, um es vorsichtig auszudrücken. Und Vorsicht scheint immer mehr angebracht: Gestern schrieb die Presse über den Wunsch der Grünen nach Verschärfung des krzlich verschärften "Hetze"-Paragraphen, weil dieser bis jetzt nur jene, die wissentlich falsche Gerüchte verbreiten, betreffe. Daraus geht m.E. hervor, daß auch jene bestraft werden sollen, die unwissentlich falsche Inhalte verbreiten . Heißt das, daß man in Hinkunft unbedingt jederzeit besser den Mund hält? Überlegungen, Diskussionen, Theorien, Mutmaßungen und Erörterungen dazu aus mehreren Blickwinkeln, wenn nicht jeder Buchstabe glasklar von vornherein bewiesen werden kann (was solche wahrheitssuchende pro-und-kontra- Erörterungen dann ohnehin sinnlos macht), "bei Strafe" zu unterlassen hat? - wenn ich diesen grünen Wunsch richtig interpretiert habe?

    Wie lange wird Dr. Unterberger diesen Blog, in dem vieles Heikle von allen Seiten betrachtet und aus mehreren Blickwinkeln kommentiert wird, dann noch betreiben können bezw wollen?

  7. Ausgezeichneter KommentatorCamilla
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2015 11:23

    Vorige Woche bestellte ich zwei Pirincci-Bücher.
    Meine Buchhändlerin meinte, die würde sie noch bekommen.
    Bis heute sind sie nicht da.

    Wird Christoph Biró wohl auch ein Meinungs-Märtyrer?
    Oder sollen wir am Ende von Dissidenten sprechen?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMinze
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Oktober 2015 08:20

    Grandiose Bestandsaufnahme! Ich frage mich jeden Tag was ich tun kann, außer alle paar Jahre ein Kreuzerl an der (für mich) richtigen Stelle zu machen. Die Ohnmacht, das alles zu sehen und weiter nichts. Bitte warten, bitte warten, bitte warten... auf was?
    Eine abgeschossene Kugel kann man bekanntlich nicht mehr zurückholen. Wie es aussieht, steuert alles auf die große finale Eskalation zu. Sicher, man kann ein paar Alibiaktionen setzen, posten oder - falls sich die Gelegenheit ergibt - demonstrieren, um etwas Dampf abzulassen. Und währenddessen läuft ungehindert der ganze Irrsinn weiter ab, unbehelligt und immer schneller. Ich frage mich schon wieder: was kann ich dem entgegensetzen?

alle Kommentare

  1. Norbert Mühlhauser
    08. November 2015 11:57

    Die Doppelbödigkeit, mit der in der EU der Diktatur der Boden bereitet wird, spottet jeder Beschreibung!

    Es beginnt schon mit der Diskrepanz zwischen erlaubter und unerlaubter "Hetze" (unter Anführungszeichen), die sich vortrefflich zur Vernichtung von Systemkritikern mittels deren persönlicher Herabwürdigung eignet.

    Im Austeilen ganz groß, aber im Einstecken Mimosen, noch dazu von der Gerichtsbarkeit gehätschelt ...

    Hier geht es auch um die Entrechtung der Wählerschaft, der keine Entscheidungsbefugnis darüber zugestanden wird, wer in ihrer Mitte weilt. All dies unter Bezugnahme auf humanistische Werte und völkerrechtliche Verpflichtungen, was in Wahrheit nur der Beschäftigung staatsnaher Kreise dient.

    Das gesamte Fremdenrecht ein Labyrinth, das nahezu keinen anderen Effekt hat, als Myriaden an Mannstunden juristischer Fachleute zu rechtfertigen, ohne dass auch nur einem Prozent der Zuwanderer und Wohlstandsaspiranten effektiv der Zuzug verwehrt würde (Stwt.: Familiennachzug, Abschiebeverbot wegen - angeblicher - "sozialer Integration", etc).

  2. Minze (kein Partner)
    31. Oktober 2015 08:20

    Grandiose Bestandsaufnahme! Ich frage mich jeden Tag was ich tun kann, außer alle paar Jahre ein Kreuzerl an der (für mich) richtigen Stelle zu machen. Die Ohnmacht, das alles zu sehen und weiter nichts. Bitte warten, bitte warten, bitte warten... auf was?
    Eine abgeschossene Kugel kann man bekanntlich nicht mehr zurückholen. Wie es aussieht, steuert alles auf die große finale Eskalation zu. Sicher, man kann ein paar Alibiaktionen setzen, posten oder - falls sich die Gelegenheit ergibt - demonstrieren, um etwas Dampf abzulassen. Und währenddessen läuft ungehindert der ganze Irrsinn weiter ab, unbehelligt und immer schneller. Ich frage mich schon wieder: was kann ich dem entgegensetzen?

    • Charlesmagne
      31. Oktober 2015 10:37

      Ich weiß jetzt, wie es meinen Eltern in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts erging. Das Schlimmste für sie war auch das Gefühl der Ohnmacht die Entwicklungen zu sehen und nichts dagegen tun zu können. Mir geht es heute genauso und ich verstehe jetzt wie sehr sie damals gelitten haben.

  3. Ingrid Bittner
    29. Oktober 2015 18:30

    Diese unselige Flüchtlingsmisere/Völkerwanderung treibt auch ganz seltsame Blüten.
    Deutschland und Österreich hat jetzt so seine Paradeflüchtlinge, die sich dann auch noch für Bettelwerbung hergeben, wie in Österreich z. B. Michael Niavarani.
    Tja der Vater ist ein Perser, die Mutter eine Wienerin - warum ist man deswegen ein Flüchtling? Soweit ich mich erinnere, war es in den 60erjahren des vorigen Jahrunderts unheimlich chic, sich einen in Österreich studierenden Perser zu angeln.
    Waren ja auch fesche Burschen, dunkelhaarig und glutäugig, das war schon was Aufregendes, damals, als man noch kaum aus Österreich hinauskam.........
    Tja und bei den Deutschen hab ich heute gerade im TV gehört Peter Maffay - tja der kam auch in den 60erjahren nach DEutschland, geboren war er in Rumänien in Brasov, Siebenbürgen. Die Mutter siebenbürgisch-sächsisch, der Vater ein Ungarndeutscher.
    Also zwei Paradeflüchtlinge, die sicher keine im wahrsten Sinn des Wortes sind, aber sie lassen sich gut als solche bezeichnen.
    Sicher, bei den Sportlern gibt es ein paar, die gekommen sind, um die besseren Bedingungen für sich zu nützen, zu den PAradeflüchtlingen wird auch immer Paul Lendvai gezählt, tja, soll so sein, aber alle mit nichtdeutschen Namen sind doch beileibe keine "Flüchtlinge" - Zu Beginn der Industrialisierung hat schon der Werndl die tschechisch/slovakischen Metallarbeiter nach Steyr geholt, der böhmische Schneider und die böhmische Köchin gehören genauso zu Wien wie der Stefansdom, aber das will offenbar vergessen gemacht werden, heute müssen diese Menschen herhalten, um erfolgreichen Flüchtlingen ein bekanntes Fernsehgesicht zu geben.
    Da wird mit allen Mitteln und Tricks gearbeitet um was vorzutäuschen, was einfach so nicht ist. Es gibt überall solche und solche - nur erfolgreiche Neuzugänge wird es wohl nicht geben (können).

  4. franz-josef
    29. Oktober 2015 12:14

    Der Standard berichtet in Echtzeit, die Welt schwankt offenbar zwischen Beschönigung, Vorwürfen und Realbericht, die Presse zensuriert wie gewohnt.

    Und unser Bundeskanzler windet sich wurmgleich um das Wort "Zaun" herum, das immerhin Frau ML schon einmal mutig erwähnt hat. Nach einem Telefonat mit Juncker, das wird eigens so berichtet, habe er sich im Einvernehmen mit dem Juncker heute gegen Zäune in Europa ausgesprochen. Was geht da vor sich?

    Und während all dieser sinnlosen Verbalausflüge strömen die Massen weiter. Unstoppbar. Alle Lager voll, lese ich da, überall.

    In den gestrigen Nachrichten hörte ich eine Sprecherin berichten, daß Deutschland jetzt "verschärfte" Asylbedingungen durchziehen will, aber sie hatte m.M. überhaupt nichts Neues dazu zu sagen. Heiße Luft und plakative Formulierungen fürs Volk.

    Langsam wird es ungemütlich, um es vorsichtig auszudrücken. Und Vorsicht scheint immer mehr angebracht: Gestern schrieb die Presse über den Wunsch der Grünen nach Verschärfung des krzlich verschärften "Hetze"-Paragraphen, weil dieser bis jetzt nur jene, die wissentlich falsche Gerüchte verbreiten, betreffe. Daraus geht m.E. hervor, daß auch jene bestraft werden sollen, die unwissentlich falsche Inhalte verbreiten . Heißt das, daß man in Hinkunft unbedingt jederzeit besser den Mund hält? Überlegungen, Diskussionen, Theorien, Mutmaßungen und Erörterungen dazu aus mehreren Blickwinkeln, wenn nicht jeder Buchstabe glasklar von vornherein bewiesen werden kann (was solche wahrheitssuchende pro-und-kontra- Erörterungen dann ohnehin sinnlos macht), "bei Strafe" zu unterlassen hat? - wenn ich diesen grünen Wunsch richtig interpretiert habe?

    Wie lange wird Dr. Unterberger diesen Blog, in dem vieles Heikle von allen Seiten betrachtet und aus mehreren Blickwinkeln kommentiert wird, dann noch betreiben können bezw wollen?

  5. Camilla
    29. Oktober 2015 11:23

    Vorige Woche bestellte ich zwei Pirincci-Bücher.
    Meine Buchhändlerin meinte, die würde sie noch bekommen.
    Bis heute sind sie nicht da.

    Wird Christoph Biró wohl auch ein Meinungs-Märtyrer?
    Oder sollen wir am Ende von Dissidenten sprechen?

  6. Camilla
    29. Oktober 2015 11:20

    Vor einer Woche bestellte ich noch zwei Pirincci-Bücher.
    Meine Buchhändlerin meinte, sie würde sie bekommen.
    Bis heute sind sie nicht da.

    Ein etwas neuerer Meinungs-Märtyrer scheint ja Christoph Biró zu werden.
    Oder sollen wir schon von Dissidenten reden?

  7. oberösi
    29. Oktober 2015 09:40

    Was schließlich den Turbo zünden wird für die eindrucksvoll beschriebene Erosion rechtlicher und staatlicher Strukturen, deren sichtbarstes Signal die Aufgabe der territorialen Integrität durchs feige Politikergesindel ist, ist die sich progressiv verschärfende soziale Situation. Weil das Geld der anderen zu Ende gehen wird, mit dem bisher zumindest noch die Autochthonen notdürftig ruhiggestellt werden konnten.

    Kein Mensch redet aktuell davon, daß die Griechen nicht im Traum daran denken, getroffene Vereinbarungen einzuhalten. Sind sie doch fürs europäische Polit-Establishment derzeit unverzichtbar für das Aufrechterhalten vollkommen sinnloser Refugees-Manöver, ob die jetzt hotspot oder sonst wie heißen mögen.
    Keine Rede davon, daß die Franzosen sich längst in Insolvenz befinden. Oder nun auch bald wieder die Portugiesen, die Belgier, Italiener, Österreicher...

    Und die Deutschen spätestens dann, wenn die aktuell immer noch wirksamen letzten Reste der Agenda 2010 von den Milliarden, die das als "Integration" bezeichnete Schutzgeld für die eingewanderten asiatischen und afrikanischen Steppenvölker kosten wird, zunichte gemacht werden.

    Den wenigsten ist aktuell bewußt, was es für die nächste Generation und jene, die sich zwecks Alterssicherung Lebensversicherungen zugelegt haben, heißt, daß Draghi und Komplizen die Druckerpressen für den wertlosen Euro noch einen Gang schneller schalten und wir demnächst Negativzinsen haben werden, damit die politischen Banden die Drogen Wohlstand und sozialen Frieden noch etwas länger liefern können mittels Schuldenpolitik.

    Oder für alle jene, die sich zur Sicherung des Lebensabends eine Zweitwohnung gekauft haben, und die demnächst wegen der "Gerechtigkeit" mit Zwangsabgaben auf leerstehenden Wohnraum belegt wird.

    Wenn sie nicht schon vorher arisiert wird, damit nicht "arme Flüchtlingsbabys" erfrieren müssen in unseren kalten Wintern.

    Oder wollen Sie etwa dafür verantwortlich sein, daß kleine Babys erfrieren? Eben....

  8. Bob
    29. Oktober 2015 08:59

    Danke Werner Reichel, da gibt es nichts hinzuzufügen!
    *******************************************

  9. Anni
    29. Oktober 2015 08:53

    Alles Übel beginnt und endet mit dem ach so wunderbaren Sozialismus. Die Geschichte muss sich offenbar wiederholen, denn der Großteil der Menschen ist nicht in der Lage eigenständig zu denken und ideologischer Meinungsmacherei nicht auf den Leim zu gehen. Mittlerweile ist die freie Meinungsäußerung nur mehr auf dem Papier existent und man lebt als kritischer Zeitgeist sogar schon in seinem Freundes - und Bekanntenkreis gefährlich. Orwells Gedankenpolizei lässt grüßen.

  10. simplicissimus
    29. Oktober 2015 05:27

    Herr Reichel, eine Frage, die Sie nicht beantworten müssen:

    Wie sehen Sie die Zukunft dieses Blogs?
    Die des Betreibers, Ihre eigene und weiterer unbequemer Gastkommentatoren, sowie einiger sehr kritischer Poster?

  11. Igo
    29. Oktober 2015 04:14

    Hätte ich obigen Beitrag vor 20 Jahren gelesen, hätte ich gedacht, dass das wohl aus einem science fiction Roman stammen müsse..oder eine unlängst aufgetauchte Seite aus G. Orwells Roman. Traurig, dass man sowas lesen muss: es ist aber schon Realität. Noch trauriger ist, dass sich all das auf die Zukunft aufgerechnet noch vielfach potenzieren wird-soll heissen: wie es heute ist, ist schrecklich. Aber, mit dem eingebauten Multiplikator wird es ein absoluter Horror..in der sehr nahen Zukunft schon. Die Uhr lässt sich nicht zurückdrehen.
    Mir tun meine Eltern und generell die älteren Semester leid: viele haben noch das schreckliche Ende eines Krieges miterlebt oder zumindest seine Auswirkungen. Hart gearbeitet, wiederaufgebaut, viel Mühe und Entbehrungen..und jetzt das! Der totale Verfall und Absturz in vielerlei Hinsicht! Traurig. Was einen zur absoluten Verzweifelung treibt: es ist nirgends eine Notbremse zu finden, in dem Horrorzug in dem wir uns gerade befinden und der uns gegen die Wand fährt.

    • simplicissimus
      29. Oktober 2015 05:23

      Haargenau, ich hätte es bis zu den Sanktionen auch nicht geglaubt.
      Erst seit damals wachte ich langsam auf und wurde immer kritischer.
      Daß Kanzler und Präsident ihr eigenes Volk wegen eines demokratischen Machtwechsel so verraten, war ein fast traumatisches Erlebnis für mich.
      Und jetzt ist es natürlich noch viel schlimmer.

    • ProConsul
      30. Oktober 2015 18:58

      Igo

      Aber bitte nicht vergessen, dass ein Großteil der Alten traditionell die SPÖ wählt. Jeder, der in den letzten Jahrzehnten die Sozialisten gewählt hat, trägt Mitschuld am Niedergang Österreichs.





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