Man merkt die Absicht - und wird sich bei der Wahl daran erinnern!

Lesezeit: 5:30

Den überwiegend linken Massenmedien in der Heimat Metternichs verdankte schon weiland Jörg Haider einen guten Teil seines politischen Erfolges. Jahrelang verging kaum eine Woche, in dem nicht sowohl der rotgrüne Staatsfunk, als auch Boulevardblätter und „Qualitätspresse“ gar schaurige Geschichten über den charismatischen Populisten zu berichten wussten, der Bruno Kreisky bewunderte und sich selbst als einen „besseren Sozialdemokraten“ sah. Wer den Nerv besitzt, für die Interessen autochthoner Österreicher einzutreten, kann nach Ansicht des Juste milieu eben nur ein Reaktionär oder ein Nazi sein. Dass Adolf himself und sein umtriebiger Verstärker Goebbels sich Zeitlebens als linke Revolutionäre begriffen und – wie Sozialfaschisten und Kommunisten auch – in den Bürgerlichen ihren Klassenfeind erblickten, geht in ihre total vernagelten Hirne einfach nicht hinein…

Unglaublich, dass die linken Lohnschreiber und -schwätzer nicht erkannten, dass sie dem von ihnen so inbrünstig gehassten Mann in ihrem Furor massenhaft Wähler zutrieben. Im anmaßenden Bewusstsein, nicht etwa als neutrale und objektive Berichterstatter zu fungieren, sondern mit einem moralischen Auftrag zur Volksbelehrung und -umerziehung ausgestattet zu sein, schrieben und predigten sie so lange gegen die Wahrnehmungen und Empfindungen eines wachsenden Teils der Bürger an, bis Haider anno 2000 endlich eine Regierung von seinen Gnaden installieren konnte. Selbst die mächtige „Kronenzeitung“ erlebte ihr Waterloo, als er mit dem ÖVP-Mann Wolfgang Schüssel einen Kanzler inthronisierte, den das den Sozialisten sehr gewogene Blatt pausenlos durch den Kakao gezogen hatte.

Schon damals ging eine wachsende Zahl von Bürgern der „Lügenpresse“ nicht mehr auf den Leim. Der Volksmund weiß: „Aus Schaden wird man klug.“ Für die hohe Politik und die schreibende Zunft gilt indes: Schaden macht (noch) blöder. Denn die Sorgen der produktiv arbeitenden Menschen und Steuerzahler im Lande gelten ihr auch heute noch rein gar nichts. Was allein zählt, sind die Begehrlichkeiten linker Intellektueller, Minderleister aller Kaliber und – heute mehr denn je zuvor – kulturfremder Eindringlinge. Was dem Diktat der politischen Korrektheit widerspricht, wird totgeschwiegen oder – wenn das nicht mehr geht – gnadenlos bekämpft.

Eine wachsende Zahl von Bürgern deckt ihren Informationsbedarf daher nicht mehr länger aus den mit Bestechungsinseraten seitens der Machthaber korrumpierten Massenmedien, sondern vertraut anderen Quellen. Schon werden seitens staatsverliebter Linker daher unverhohlen Zensurmaßnamen angedacht, mit denen auch das Internet gleichgeschaltet werden soll.

Durch den verschärften „Verhetzungsparagraphen“ könnte künftig jede Publikation eines kritischen Geistes zum Akt der Autodestruktion werden. Lange wird es nicht mehr dauern, bis die ersten Dissidenten für ein offenes Wort ins Gefängnis wandern. Für diejenigen, die mehr zu verlieren haben als ein rotes Parteibuch, wird der Zwang zum Konformismus dramatisch zunehmen. Könnte der politisch-mediale Komplex so wie er will, er würde sich glatt ein neues Volk wählen…

Seit dem überraschenden Ableben des Kärntner Tribuns Haider im Jahr 2008 heißt der Gottseibeiuns spießiger grüner Bobos, romantischer Weltverbesserer und allerlei anderer weltfremder Narren, Heinz-Christian Strache. Dass der Mann nicht aussieht wie ein Beamtengewerkschafter, sondern sogar recht fesch ist, immerhin einen Teil seines Lebens mit ehrlicher Arbeit unter Marktbedingungen zugbracht hat und sich mittlerweile zudem recht geschickt in Szene zu setzen weiß, verleiht ihm aus deren Sicht etwas geradezu Satanisches. „Ohne Partei sind wir nichts“ (© SPÖ-Kanzler Fred Sinowatz) gilt eben bevorzugt für Politbonzen aus roten und grünen Biotopen, nicht aber für alle deren Wettbewerber.

In aktuellen Umfragen dürfen sich Strache und seine blaue Truppe – zum Verdruss der Dressurelite – wachsenden Zuspruchs erfreuen. Das Politbarometer der einzig nennenswerten Opposition im Lande steigt unaufhörlich. Spaltpilze (wie einst das LIF oder das BZÖ) sind nicht in Sicht. Das als neue Hoffnung der von den Schwarzen verprellten Bürgerlichen ins Rennen gegangene „Team Stronach“, das auch für FPÖ-Wähler attraktiv war, ist eben dabei, sich selbst zu demontieren und die lauwarmen Liberalalas von den NEOS wildern bevorzugt im Revier der Grünen. Rezente Neugründungen wie die Wiener Türkenpartei (würde hierzulande einer es wagen, eine „Deutschenpartei“ zu gründen, stünde er umgehend als übler Rassist am Pranger), kosten ausschließlich die Linksparteien Stimmen und sind daher für die FPÖ eher nützlich als schädlich. In einer solchen Lage ist guter Rat teuer.

Da auf der politischen Ebene kein Mittel verfügbar ist, um den Höhenflug der Freiheitlichen zu bremsen, müssen Alternativen her. Und schon ist eine gefunden: Die Justiz eignet sich für den Kampf gegen politisch Missliebige traditionell in hervorragender Weise, gleich ob es sich um eine rechte oder linke Despotie handelt, oder um die zunehmend totalitäre Demokratur nach austriakischem Muster.

Und schon hat der erfolgreiche Oppositionsführer – genau rechtzeitig vor der Wiener Landtagswahl – eine Klage des einst respektablen Wiener „Kurier“ am Hals. Angeblich habe sich Strache einer „Kreditschädigung“ schuldig gemacht, indem er ein Bild eines für den „Kurier“ tätigen Pressephotographen als „gestellt“ bezeichnet hatte. Ein in der Tat ungeheuerlicher Anwurf! Klar, dass das für die Verfolgung derlei ruchloser Taten zuständige Straflandesgericht Wien die Auslieferung des (als Nationalrat Immunität genießenden) Beklagten begehrt. Alles andere als eine Zustimmung zu dieser „Auslieferung“ durch die rotschwarzgrüne Kamarilla im Immunitätsausschuss wäre ein Wunder.

Um das sichere Gefühl zu entwickeln, dass (auch) in diesem Fall die Justiz dafür instrumentalisiert wird, um einem politischen Konkurrenten eins auszuwischen, bedarf es keiner ausgeprägten Paranoia. Es reicht vielmehr vollauf, ein Kenner der Schlangengrube am nördlichen Balkan zu sein. Wieder wird ein guter Grund zum Misstrauen gegen diesen Staat und seine Institutionen geliefert. Aber was kümmert das die völlig abgehobene Politelite in ihren Elfenbeintürmen? Schon demnächst werden die wackeren Damen und Herren der Blockparteien wieder die wachsende „Politikverdrossenheit“ im Lande beklagen. Woher mag die wohl kommen?

Mitleidsadressen für Strache & Genossen sind indes entbehrlich. Schließlich ist er – seine rührende Sorge um die Bewahrung des Beamtenprivilegienstadels im Wiener Rathaus legt davon beredt Zeugnis ab – ein Sozialist wie (fast) alle anderen Politiker im Lande auch. Konservative und Liberale sind im hiesigen Politzirkus längst ausgestorben. Kein Wunder: Sie hätten im politischen Wettstreit der strukturkonservativ-rosaroten Operettenrepublik an der Donau nicht die geringste Chance…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. August 2015 09:22

    Um einmal eine Mehrheit zu schaffen MUSS die FP soziale Themen anschneiden.
    In einem Land, in dem die Mehrheit bereits vom System gefüttert wird, geht es nicht anders.
    Realpolitik, wem es nicht passt, der wird über den Wahlzettel (zB wertkonservativ wieder VP oder Strohfeuer zur Vermeidung der FP ankreuzerln) NICHTS bewirken und darf sich weiter in Internetforen austoben und erklären, warum auch die FP eine sozialistische Systempartei ist.

    Sie ist aber DIE EINZIGE ALTERNATIVE, die zumindest eine Pro Österreicher-, Pro Familienpolitik und Bekämpfung des EU-Wahnsinn anstrebt. Alle anderen Parteien sind in allen anderen (sozialen)Punkten um nichts besser als die FP, meist viel viel schlechter.

    Also eigentlich eine sehr einfache Entscheidung, die man mit dem Kopf zu treffen hat.

  2. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. August 2015 16:07

    Sollte die Aufhebung der Immunität Strache's tatsächlich beschlossen
    werden, dann ist dies das Ende - NICHT für die FPÖ, sondern für das
    letzte Quäntchen Anstand
    in der Politik UND ein weiterer schwerer KO-Schlag
    für's Ansehen von Politik, Medien und Rechtsstaat !

    In diesem Fall wird es Hr. Kickl mit Sicherheit hervorragend verstehen,
    den "Waldheim-Effekt" für die FPÖ zu nutzen
    (und nach der Wahl mit jiddischer
    Chuzpe Hrn. Häupl als ersten zu Koalitions-Verhandlungen einzuladen, damit es
    wirklich ALLE verstehen wie schnell sich Sozialisten untereinander einig werden ) !

    Sogar ich, der noch nie im Leben FPÖ gewählt hatte, denn - wie Hr. Tögel ja
    anmerkte - es ist eine sozialistische Populisten-Partei mit blauem Mascherl
    drumherum. aber sogar ich sehe diesmal zwei wesentliche Gründe, welche so
    ein zorniges Protest-Votum geradezu erzwingen:


    1) Das absolute Fehlen einer für mich akzeptablen Alternative - die ÖVP hat seit
    Pröll-Jr. für mich endgültig abgedankt - nicht mehr meine weltanschauliche Heimat.

    2) Der Umstand, daß aufgrund des Wahlsystems Nichtwählen die allerschlechteste
    Variante ist - selbst in Anbetracht dessen, daß unter den gegebenen Umständen
    auch durch (wasimmer) Wählen keine Veränderung im Sinne einer Erneuerung
    Österreichs
    erreicht werden kann ! ! !

    Das war jetzt keine Wahl-Empfehlung, sondern ein RIESEN Seufzer ! ! !

  3. Ausgezeichneter KommentatorBob
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. August 2015 11:05

    Sollte die FPÖ Wahlsieger werden (und das hoffe ich sehr) stehen dieser Partei sehr schwere Zeiten bevor. Leider sind die meisten Wähler an Politik wenig interessiert, und erkennen den Ernst der Lage überhaupt nicht. Nicht zu Wahl gehen aber nachher raunzen ist typisch.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. August 2015 20:38

    nicht passende Umfragen korrigiert die KRONE sofort - auf Geheiß des Wernerles?
    Da ist im ORF anscheinend was passiert:
    "Derzeit würden laut „profil“ 31 Prozent FPÖ wählen, 23 Prozent ÖVP, 22 Prozent SPÖ, 13 Prozent die Grünen und sieben Prozent NEOS."
    "19 Prozent würden in einer Direktwahl Strache zum Kanzler küren, nur 16 Prozent den Amtsinhaber Werner Faymann (SPÖ) "

    Zum Glück für den Werner gibt's die KRONE:
    "Dreikampf mit immer wieder wechselnder Führung zwischen SPÖ, ÖVP und FPÖ an der Spitze, auf niedrigem Niveau stagnierende Grüne und zwei Kleinparteien, die am Zerbröseln sind: Das ergab eine aktuelle Umfrage des parteiunabhängigen IMAS- Instituts. SPÖ und ÖVP haben damit die FPÖ wieder eingeholt."
    "Noch vor einem Monat lagen ebenfalls in einer IMAS- Umfrage die Freiheitlichen nämlich ziemlich klar voran und marschierten in Richtung 30- Prozent- Marke. Dieser Aufschwung scheint vorläufig gestoppt, Rot, Schwarz und Blau liegen mit 25 bis 27% Kopf an Kopf voran."

    Da kann der Kanzlerdarsteller wieder ruhig schlafen, wenn die KRONE die FPÖ stoppt ....

  5. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    24. August 2015 11:48

    Tögel weist zu Recht darauf hin, dass Strache in großen Zeitungsannoncen der korrupten Rathausbeamtenmafia (offenbar einschließlich den diversen grünen "Beauftragten") ihre Jobs offenbar bis in alle Ewigkeit garantieren will. Da fragt man sich wirklich, ob und was Strache in Wien denn überhaupt ändern will (sollte er tatsächlich Bürgermeister werden).

  6. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    22. August 2015 06:28

    Den letzten Absatz sollte man sich gut merken; er entspricht nämlich der Realität, zumindest aktuell. Ob HC im Falle des Falles er in eine Regierungsposition gelangt, sich grosso modo der Realität verschreiben würde, bezweifle ich zwar, will es ihm aber nicht zu 100% absprechen; er erscheint mir hochintelligent und wandlungsfähig.

  7. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    22. August 2015 19:21

    Sehr geehrter Herr Tögel,
    danke für diesen - wie auch alle früheren - Gastkommentare in diesem Forum.
    Was mich interessiert ist Ihre Beantwortung zu folgender Frage:
    Kann der verschärfte Verhetzungsparagraph (§ 283 STGB) künftig auch auf kritische Kommentatoren im A.U.-Tagebuch angewendet werden?
    Danke und
    m.fr.Gr.
    Gerhard Pascher

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    24. August 2015 11:48

    Tögel weist zu Recht darauf hin, dass Strache in großen Zeitungsannoncen der korrupten Rathausbeamtenmafia (offenbar einschließlich den diversen grünen "Beauftragten") ihre Jobs offenbar bis in alle Ewigkeit garantieren will. Da fragt man sich wirklich, ob und was Strache in Wien denn überhaupt ändern will (sollte er tatsächlich Bürgermeister werden).


alle Kommentare

  1. Torres (kein Partner)
    24. August 2015 11:48

    Tögel weist zu Recht darauf hin, dass Strache in großen Zeitungsannoncen der korrupten Rathausbeamtenmafia (offenbar einschließlich den diversen grünen "Beauftragten") ihre Jobs offenbar bis in alle Ewigkeit garantieren will. Da fragt man sich wirklich, ob und was Strache in Wien denn überhaupt ändern will (sollte er tatsächlich Bürgermeister werden).

  2. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    24. August 2015 09:27

    Die Literaturpreisträgerin Elfriede Jelinek sagte über sich einmal sehr treffend:

    "Wer nicht leben kann, muss schreiben."

    Das gilt auch für einige andere auch.

    Aber wirklich wundern tut mich das in Anbetracht der Zustände nicht. Eher, dass es so wenige sind, die dem Wahnsinn schon sehr nahe sind.

    Es ist nicht gut und der Gesundheit abträglich, zu lange und zu tief in den Abgrund zu schauen. Da kann es leicht passieren, hineinzufallen.

    Ein gesundes Maß beim "den Frust von der Seele zu schreiben" hat gewiss selbstterapheutische Wirkung.

    Aber wer es übertreibt, dem wird es noch schlechter gehen.

  3. Bob
    23. August 2015 11:05

    Sollte die FPÖ Wahlsieger werden (und das hoffe ich sehr) stehen dieser Partei sehr schwere Zeiten bevor. Leider sind die meisten Wähler an Politik wenig interessiert, und erkennen den Ernst der Lage überhaupt nicht. Nicht zu Wahl gehen aber nachher raunzen ist typisch.

  4. Politicus1
    22. August 2015 20:38

    nicht passende Umfragen korrigiert die KRONE sofort - auf Geheiß des Wernerles?
    Da ist im ORF anscheinend was passiert:
    "Derzeit würden laut „profil“ 31 Prozent FPÖ wählen, 23 Prozent ÖVP, 22 Prozent SPÖ, 13 Prozent die Grünen und sieben Prozent NEOS."
    "19 Prozent würden in einer Direktwahl Strache zum Kanzler küren, nur 16 Prozent den Amtsinhaber Werner Faymann (SPÖ) "

    Zum Glück für den Werner gibt's die KRONE:
    "Dreikampf mit immer wieder wechselnder Führung zwischen SPÖ, ÖVP und FPÖ an der Spitze, auf niedrigem Niveau stagnierende Grüne und zwei Kleinparteien, die am Zerbröseln sind: Das ergab eine aktuelle Umfrage des parteiunabhängigen IMAS- Instituts. SPÖ und ÖVP haben damit die FPÖ wieder eingeholt."
    "Noch vor einem Monat lagen ebenfalls in einer IMAS- Umfrage die Freiheitlichen nämlich ziemlich klar voran und marschierten in Richtung 30- Prozent- Marke. Dieser Aufschwung scheint vorläufig gestoppt, Rot, Schwarz und Blau liegen mit 25 bis 27% Kopf an Kopf voran."

    Da kann der Kanzlerdarsteller wieder ruhig schlafen, wenn die KRONE die FPÖ stoppt ....

    • Riese35
      22. August 2015 23:00

      Mag sein, daß er jetzt gut schlafen kann. Spätestens aber, wenn es zu den Wahlurnen geht, kommt die für ihn bittere Realität ans Tageslicht. Dann kann ihm auch die gleichgeschaltete Krone nicht mehr helfen.

      Ich finde es aber fantastisch, daß die SPÖVP nun deutlich unter 50% steht, also auch die relative Mehrheit verloren hat. Und auch die deklarierten Linksparteien kommen gemeinsam nur mehr auf 42%. Ohne FPÖ oder ÖVP gibt es also keine Mehrheiten mehr. Und die FPÖ kann sich als einzige Partei aussuchen, mit welchem Partner sie koaliert. Alle anderen Parteien benötigen mindestens 2 Partner.

    • Pennpatrik
      23. August 2015 10:20

      Was ich (noch?) nicht sehe, ist, dass die FPÖ unbedingt eine Drittelmehrheit im Parlament braucht. Wie wir sahen, sind die Grünen jederzeit bereit, gemeinsam mit der SPÖVP die Verfassung aus tages- oder machtpolitischen Gründen zu ändern.
      Nachdem aber die Verfassung das Einzige ist, was uns Bürger noch vor den Politikern schützen könnte, muss die verfassungsgebende Mehrheit gebrochen werden.
      Bei den NEOS gehe ich davon aus, dass sie sich nicht anders verhalten werden als die Grünen.

    • Torres (kein Partner)
      24. August 2015 11:42

      Am selben Tag veröffentlichte das (bestimmt nicht FPÖ-freundliche) "profil" eine Umfrage mit ganz anderen Zahlen: FPÖ 31%, ÖVP 23%, SPÖ 22%. Soviel zur Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit von Umfragen. Erfahrungsgemäß sehen dann die Wahlergebnisse ganz anders aus.

  5. Gerhard Pascher
    22. August 2015 19:21

    Sehr geehrter Herr Tögel,
    danke für diesen - wie auch alle früheren - Gastkommentare in diesem Forum.
    Was mich interessiert ist Ihre Beantwortung zu folgender Frage:
    Kann der verschärfte Verhetzungsparagraph (§ 283 STGB) künftig auch auf kritische Kommentatoren im A.U.-Tagebuch angewendet werden?
    Danke und
    m.fr.Gr.
    Gerhard Pascher

    • Andreas Tögel
      22. August 2015 22:28

      Sehr geehrter Herr Pascher,
      zu Ihrer Frage: das glaube ich absolut. Allerdings ist zur Beantwortung dieser Frage ein gelernter Jurist wie der Betreiber dieses Blogs weit kompetenter als ich...
      Mit freundlichen Gruß,
      A. Tögel

    • simplicissimus
      23. August 2015 09:44

      Eine gute Frage und die Brigitte Imb und ich haben schon seit langem prophylaktisch das Zahnbürschtel eingepackt, wenn ich mich richtig entsinne.
      Aber besser im Häfen in Ö als Entwicklungshilfe in Afrika.

    • Wyatt
      23. August 2015 18:25

      ............da bislang, Herr Pascher über alles und jedes - vorwiegend wie es dem System gefällig ist - etwas mitzuteilen wusste, ist seine Frage hier eher als Hinweis und Warnung zu verstehen!

    • Gerhard Pascher
      24. August 2015 16:06

      ....... und Poster Wyatt hat über alle und jeden meine/r Kommentare einen negative Stellungnahme abgegeben.

    • Wyatt
      24. August 2015 18:27

      @ Herr Pascher,
      ich soll zu allen und jeden ihrer Kommentare eine negative Stellungnahme abgegeben haben?

      Manchmal frage ich halt nach, wie z. B. seinerzeit mitte des Jahres 2013, vor der Wahl im September, bei einem ihrer Kommentare - woher Sie wissen wollen, dass hunderttausende Afrikaner vor der Einwanderung nach Europa stehen (im Jahr 2013) !?!
      Und erhielt als Antwort (2013) lediglich, dass ich noch die letzten, ohnedies immer weniger werdenden Partner, vertreibe.

      Bemerkenswert und interessant, dass Sie bereits im Jahr 2013, über die derzeitige, zu unser aller Nachteil stattfindende Masseninvasion, Bescheid wussten!

  6. machmuss verschiebnix
    22. August 2015 16:07

    Sollte die Aufhebung der Immunität Strache's tatsächlich beschlossen
    werden, dann ist dies das Ende - NICHT für die FPÖ, sondern für das
    letzte Quäntchen Anstand
    in der Politik UND ein weiterer schwerer KO-Schlag
    für's Ansehen von Politik, Medien und Rechtsstaat !

    In diesem Fall wird es Hr. Kickl mit Sicherheit hervorragend verstehen,
    den "Waldheim-Effekt" für die FPÖ zu nutzen
    (und nach der Wahl mit jiddischer
    Chuzpe Hrn. Häupl als ersten zu Koalitions-Verhandlungen einzuladen, damit es
    wirklich ALLE verstehen wie schnell sich Sozialisten untereinander einig werden ) !

    Sogar ich, der noch nie im Leben FPÖ gewählt hatte, denn - wie Hr. Tögel ja
    anmerkte - es ist eine sozialistische Populisten-Partei mit blauem Mascherl
    drumherum. aber sogar ich sehe diesmal zwei wesentliche Gründe, welche so
    ein zorniges Protest-Votum geradezu erzwingen:


    1) Das absolute Fehlen einer für mich akzeptablen Alternative - die ÖVP hat seit
    Pröll-Jr. für mich endgültig abgedankt - nicht mehr meine weltanschauliche Heimat.

    2) Der Umstand, daß aufgrund des Wahlsystems Nichtwählen die allerschlechteste
    Variante ist - selbst in Anbetracht dessen, daß unter den gegebenen Umständen
    auch durch (wasimmer) Wählen keine Veränderung im Sinne einer Erneuerung
    Österreichs
    erreicht werden kann ! ! !

    Das war jetzt keine Wahl-Empfehlung, sondern ein RIESEN Seufzer ! ! !

    • simplicissimus
      23. August 2015 09:41

      tienequehacernodemoranada: richtig, und ich fühle mit dem kreuzerlschmerz mit, pero hay que hacerlo!

    • machmuss verschiebnix
      23. August 2015 10:53

      Acudiremos a las urnas entonces, simplicissimus - marquemos el cabo de la época
      de soberanía SPÖ en Vienna .

    • simplicissimus
      23. August 2015 12:30

      Soy de Baja Austria y vivo en Africa pero espero que Uds amigos Vieneses acabaran la epoca socialista en breve.

  7. simplicissimus
    22. August 2015 09:22

    Um einmal eine Mehrheit zu schaffen MUSS die FP soziale Themen anschneiden.
    In einem Land, in dem die Mehrheit bereits vom System gefüttert wird, geht es nicht anders.
    Realpolitik, wem es nicht passt, der wird über den Wahlzettel (zB wertkonservativ wieder VP oder Strohfeuer zur Vermeidung der FP ankreuzerln) NICHTS bewirken und darf sich weiter in Internetforen austoben und erklären, warum auch die FP eine sozialistische Systempartei ist.

    Sie ist aber DIE EINZIGE ALTERNATIVE, die zumindest eine Pro Österreicher-, Pro Familienpolitik und Bekämpfung des EU-Wahnsinn anstrebt. Alle anderen Parteien sind in allen anderen (sozialen)Punkten um nichts besser als die FP, meist viel viel schlechter.

    Also eigentlich eine sehr einfache Entscheidung, die man mit dem Kopf zu treffen hat.

    • Riese35
      22. August 2015 22:50

      @simplicissimus: *******************************!

      Ich sehe das ganz genau so. Jeder Nichtsozialist muß der FPÖ dankbar sein, wenn sie diese Wählerkreise anspricht. Denn nur so gibt es die erforderlichen Mehrheiten. Ich bezweifle aber, daß die FPÖ, wenn einmal in der Regierung, einen derart marxistisch-leninistischen Kurs fahren wird, wie es derzeit die SPÖ und ihr Pfeifendeckel (= ÖVP) jetzt tun.

      Schüssel hat schon den Fehler begangen, daß er den Ast, auf dem er gesessen ist (=FPÖ), abgesägt hat. Die Kunst ist die richtige Balance.

    • simplicissimus
      23. August 2015 07:24

      Riese35: Sic.
      Mich wundert nur, warum soviele gescheite Menschen nicht auf diesen einfachen Schluß kommen. Sie entscheiden sich halt mit dem Bauch, weil sie sich an diesem und jenem stoßen. So als ob irgendetwas bei irgendeiner anderen Partei grundlegend besser wäre.
      Die FP ist die einzige relevante Möglichkeit über den Wahlzettel.
      Wer daß nicht zumindest versucht - was kostets eigentlich? - , wird später umso eher von den Geschehnissen vergewaltigt werden, bzw wird genötigt sein umso eher zum Knüppel zu greifen.

    • simplicissimus
      23. August 2015 07:25

      .... das nicht versucht ...

    • Erich Bauer
      24. August 2015 08:18

      Die FPÖ in den kommenden Wahlgängen zu wählen ist in der Tat "alternativlos"! In der Hoffnung auf einen dadurch einsetzenden DYNAMISCHEN Prozess bei den BÜRGERN, der sich verselbständigt, alle Lebensbereiche erfasst, die agendagesteuerten perversen "Fehlentwicklungen" (für die Agenda KEIN Fehler) hinwegfegt...

      Wenn sich dieser Wunsch nicht erfüllt, stehen Europa 70, oder sogar mehr Jahre stalinistischer EUdSSR Terror bevor... Es scheint die letzte Chance. Aber, vielleicht ist es nur noch ein Strohhalm...

  8. FranzAnton
    22. August 2015 06:28

    Den letzten Absatz sollte man sich gut merken; er entspricht nämlich der Realität, zumindest aktuell. Ob HC im Falle des Falles er in eine Regierungsposition gelangt, sich grosso modo der Realität verschreiben würde, bezweifle ich zwar, will es ihm aber nicht zu 100% absprechen; er erscheint mir hochintelligent und wandlungsfähig.





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