Die SPÖ will gar nicht, dass Frauen bessere Pensionen bekommen
14. August 2026 01:58
| Autor: Andreas Unterberger
Lesezeit: 4:00
Die SPÖ und die vielen ihr nahestehenden Medien wie der ORF zelebrieren mehrmals ums Jahr sogenannte Equal-Pay- und Equal-Pension-Tage. So auch in der Vorwoche. Dabei geht es im Wesentlichen immer darum, dass Frauen im Schnitt niedrigere Pensionen bekommen als Männer. Diese in den letzten Jahren geradezu schon auf Knopfdruck abrufbar gewordene Jammer-Liturgie soll bei Frauen den Eindruck erwecken, dass die SPÖ und ihre Medien auf Seite der Frauen stünden. Sie ist in Wahrheit aber nur eine perfekte Strategie zur Ablenkung davon, dass die SPÖ die Hauptschuldige an der Ungleichheit der Pensionen ist, dass sie sich allem entgegenstellt, was den Pensionistinnen helfen würde, ohne dass der am Rand des Bankrotts dahingleitende Staat noch weitere Milliarden-Schulden machen müsste und ohne dass die marode Wirtschaft Österreichs noch mehr belastet würde.
Letzteres droht durch die derzeit rund um die Uhr von der SPÖ und ihren Medien wie dem ORF erhobene Forderung nach mehr "Lohntransparenz":
- Durch Umsetzung der diesbezüglichen EU-Richtlinie würden die Firmen durch unproduktive Bürokratie und Regulierungs-Schikanen mit noch mehr Kosten belastet.
- Dadurch würde aber in Wahrheit keine Pensionistin einen Cent mehr Pension bekommen.
- Dadurch würde primär die Macht der Gewerkschaften und Betriebsräte noch mehr erhöht, in die Unternehmensführungen hineinzureden.
- Wenn die Lohntransparenz überhaupt irgendetwas bewirkt, würde sie erstens zu Prozessen und zweitens zu noch höheren Löhnen in einem Hochlohnland führen, das gerade wegen der hohen Löhne im internationalen Wettbewerb zurückfällt.
Dennoch hat Frau Holzleitner, eine von mehreren roten Feminismus-Ministerinnen in dieser Regierung, neuerlich diese Forderung erhoben.
Sie und die überwiegend in weibliche Hände geratenen linken Medien verschweigen aber gezielt, wieso es die SPÖ selber ist, die am Schicksal der weiblichen Pensionisten schuld ist:
- Sie verschweigen, dass das alleine auf die SPÖ zurückgehende niedrige Frauenpensionsalter in Österreich logischerweise zu niedrigeren Pensionen geführt hat. Dieses muss zwar – einzig auf Verlangen des Verfassungsgerichtshofes – an das der Männer herangeführt werden, aber die SPÖ hatte in einem der ganz üblen Koalitionskompromisse durchgesetzt, dass diese volle Angleichung erst bei jenen Frauen erfolgt, die 2033 in Pension gehen! Dabei hat der VfGH schon 1990 sein Urteil gefasst! Damit hat die SPÖ für unglaubliche 43 Jahre eine Regelung durchgesetzt, die dem Gleichheitsgrundsatz der Verfassung widerspricht. Als Folge hat Österreich derzeit das zweitniedrigste Frauenpensionsalter der EU. 2024 sind die österreichischen Frauen schon mit 60,5 Jahren in Pension gegangen. Im EU-Schnitt lag das Pensionsantrittsalter hingegen bei 64,5 Jahren. In bereits vier Staaten gehen Frauen erst mit 67 in Pension. Das wirkt sich natürlich massiv negativ auf die Pensionshöhe und auf die Staatsschulden aus.
- Sie verschweigen, dass die unterschiedliche Pensionshöhe nur bei geschiedenen Frauen zu einem echten Problem wird, während in funktionierenden Ehen die Pensionen beider in aller Regel gemeinsam ausgegeben werden – genauer gesagt: nach mehreren Studien zu einem Großteil durch die Ehefrauen.
- Sie verschweigen, dass an Frauen auf Grund des früheren Pensionsbeginns und der höheren Lebenserwartung im Schnitt viele Jahre länger Pension ausbezahlt wird.
- Sie verschweigen, dass Frauen viel öfter als Männer zwei Pensionen beziehen – die Eigenpension und die Witwenpension nach dem verstorbenen Ehemann (für die nie ein Beitrag geleistet worden ist).
- Sie verschweigen, dass es einzig eine schwarz-blaue Regierung gewesen ist, welche die Anrechnung von beitragsfreien Kindererziehungsjahren für die Pension durchgesetzt hat.
- Sie verschweigen, dass eine höhere Pension wirtschaftlich nichts anderes als eine verspätet beim Bezieher ankommende Entlohnung für Tätigkeiten ist, die dem Arbeitgeber wichtig und wertvoll waren.
- Sie verschweigen, dass keiner der Arbeitgeber – die sehr oft auch weiblich sind! – einem Mann nur deshalb mehr Lohn bezahlt, weil er Mann ist, sondern weil er, in welcher Form immer, mehr Leistung für das Unternehmen bringt als andere und auch weiter zu bringen verspricht.
- Sie verschweigen, dass ungleiche Einkommen bei Selbstständigen überhaupt nur auf die ungleiche Nachfrage der Kunden, auf den Markt zurückzuführen ist.
- Sie behaupten, das niedrigere Frauenpensionsalter wäre deshalb gerecht, weil Frauen sehr oft vor der Pension in Arbeitslosigkeit oder Krankenstand seien. Dabei verschweigen sie, dass diese Zwischenphase sehr oft gezielt als Übergang in die eigentlich angestrebte Pension gewählt wird.
- Sie verschweigen, dass die (viel zu) langsame Erhöhung ihres Pensionsantrittsalters die Frauen zu mehr als 88 Prozent in den Arbeitsmarkt geführt hat, und dass weniger als 8 Prozent vor Pensionsantritt arbeitslos gewesen sind.
- Sie verschweigen, dass es immer die SPÖ gewesen ist, die sich dem effizientesten Instrument zur Gleichstellung der weiblichen Pensionistinnen vehement in den Weg gestellt hat: Das wäre zweifellos eine automatische Aufteilung aller in ehelichen Zeiten erworbenen Pensionsansprüche (das obligatorische "Splitting"), welches besonders nach Scheidungen für Frauen wichtig wäre.
Aber Fakten haben die Linke und ihre Medien noch nie interessiert. Verschwörungstheorien sind halt viel praktischer für die Agitation und Männerdiffamierung …
PS: Noch ist die diesbezügliche Lohntransparenzrichtlinie der EU in keiner Weise verdaut, so droht den Unternehmen eine neue riesige Regulierungs-Schikane. Diesmal heißt die Schikane: Verpackungsverordnung der EU. Einziger Unterschied: Diesmal kommt das Unternehmerquälen aus dem grünen und nicht aus dem roten Eck. Dennoch wundert sich die EU noch immer, warum in Europa viel zu wenige Unternehmen neu gegründet werden, warum das dringend benötigte Wirtschaftswachstum europaweit nicht mehr in Gang kommt.