Griechische Tragödie oder europäische Farce?

Lesezeit: 4:00

Während sich in ganz Europa die Erkenntnis durchzusetzen beginnt, dass es mit der gegenwärtigen Regierung Griechenlands nichts mehr zu verhandeln gibt, verleiht Österreichs roter Kanzler Faymann seiner völlig anderen Ansicht dadurch Ausdruck, dass er der Pleiterepublik einen Besuch abstattet und deren Regierungschef seiner Anteilnahme versichert. Gerade in der gegenwärtigen Lage ein geradezu genialer Schachzug.

Faymann liefert mit seiner unbegreiflichen Extratour dem Rest Europas damit die Bestätigung einer Diagnose, die ein wesentlich größerer Geist dem Land am Strome vor vielen Jahren gestellt hat: Österreich ist der Dünnschiss Europas.

Christian Ortner, Betreiber des Internetblogs „Zentralorgan des Neoliberalismus“ meint dazu unter der Überschrift Unser Kanzler, ein Weltökonom: „Na klar, wenn man pleite ist und von niemandem mehr Kredit bekommt, dann investiert man, anstatt zu sparen – der Bundeskanzler definiert die Österreichische Schule der Nationalökonomie neu.“ Voodoo-Ökonomie à la SPÖ…

Die Mehrzahl der Kommentatoren blendet die Vorgeschichte des griechischen Finanzdesasters interessantereise nach wie vor geflissentlich aus und tut so, als ob gegenwärtig eine Bande gieriger Blutsauger plötzlich ungerechtfertigte Forderungen gegen das darbende Land erheben würde. Das ist aber nicht der Fall. Jede der seit Einführung des Euro im Amt befindlichen Regierungen des Landes wusste ganz genau was sie tat, als sie die Staatsausgaben (nicht etwa für Investitionen, sondern für den Stimmenkauf durch die Finanzierung von Brot und Spielen!) ausweitete und dafür Schulden aufnahm.

Es war sonnenklar, dass die Bürger außerhalb Griechenlands für jene Wohltaten aufzukommen hatten, die deren Regierungen unters Volk verteilen. Und jeder Bürger des Landes profitierte in irgendeiner Weise davon.

Die Hellenen richteten sich bequem in der Vorstellung ein, mit der Produktivität eines Drittweltlandes den Wohlstand einer hochkompetitiven Industrienation genießen zu können. Diese Annahme ist indes falsch. Nichts gegen Müßiggang; nichts gegen Schlamperei und Vetternwirtschaft; jeder nach sein Fasson. Es gibt jedoch kein Recht – selbst im Rahmen der korrupten Europäischen Union nicht – die Kosten der eigenen Misswirtschaft anderen aufzubürden – zumindest nicht dauerhaft. Genau das aber ist die irrige Annahme, von der die Tsipras-Regierung offensichtlich auszugehen scheint.

Von einer Art unabwendbarer Naturkatastrophe, wie von keinerlei Sachverstand für Wirtschaftsfragen belastete antikapitalistische Sozialromantiker gerne behaupten, kann im Fall des Schuldendebakels Griechenlands jedenfalls keine Rede sein.

Selten wurde der Begriff „Solidarität“ übler missbraucht, als in dieser Debatte. Wer kann allen Ernstes von den Bürgern jener Staaten der EU „Solidarität“ mit den Griechen einfordern, in denen das Rentenniveau deutlich niedriger liegt als dort (sogar in Österreich liegt es nicht viel höher)? Was sollte es mit „Solidarität“ jener reformfreudigen EU-Partnerstaaten mit Griechenland zu tun haben, wenn deren Bürger weiterhin für die Frühverrentungs- und Abgabenhinterziehungsexzesse der freizeitorientierten Hellenen geradestehen sollen?

„Solidarität“ bedeutet allemal das gegenseitige füreinander Einstehen Gleichgesinnter im Bemühen um dieselben Werte. Davon gibt es im Falle Griechenlands keine Spur, wie die frechen Begehrlichkeiten deren Regierung und die Kommentare der dortigen Presse unzweideutig belegen. Sie wollen das Geld des restlichen Europas – und zwar ohne dafür die geringste Gegenleistung zu erbringen. Damit muss endlich Schluss sein. Keine letzte, danach noch eine allerletzte und dann immer noch eine wirklich allerallerletzte Chance mehr. Zahlt Eure Zeche oder ab ins Tal der Tränen!

Was den immer wieder aufgetischten Schmäh mit der Beschwörung der „Vertrauenswürdigkeit“ der europäischen Institutionen und des Euro angeht: Wer wird einer Institution vertrauen, die unentwegt und unbekümmert – neuerdings sogar mit dem Sanctus des offenbar völlig umnachteten EuGH – ihre eigenen Grundsätze im Namen politischer Opportunität verrät? Eine Besinnung auf bestehende Verträge und eine beinharte Linie gegen Vertragsverletzungen aller Art – das ist der Stoff, aus dem (Anleger-) Vertrauen resultiert, nicht aber grundsatzfreier Pragmatismus.

Der sofortige Staatsbankrott Griechenlands würde daher wesentlich billiger kommen, als eine Fortsetzung der seit Jahren betriebenen Unordnung. Die Signale an den Rest der Welt (insbesondre an die linken Parteien im Rest Europas) wären klar: Regeln und Verträge werden wieder eingehalten. Ein Recht, dauerhaft auf Kosten anderer zu leben, gibt es nicht…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2015 07:03

    Die Mehrzahl der Kommentatoren hat die Hosen voll und was sie dort nicht unterbringt, entsorgen sie im Gehirn. Denn wenn Linke auf die Wirklichkeit stoßen, Pech für die Wirklichkeit. So wenig wie sie es ertragen, daß sich das Volk gegen das Vordringen gewalttätiger minderwertiger religiös kultureller Lehren getragen von raumfremden Ethnizitäten zur Wehr setzt, weil es tagtäglich die Erfahrung macht, daß die Mehrheit der sogenannten Migranten (ein Beruf ? ein Lebensziel ? eine ehrenwerte Aufgabe ?), mittlerweile gekommen sind nicht um sich anzupassen, sondern um in allen Lebensbereichen IHRE Standards zu verbreiten und durchzusetzen. Der Staat aber Ihnen dabei bevorzugt behilflich ist und diese, herbeigerufen durch die Ausländerimportindustrie und ihr bevorzugtes Geschäftsmodell, nämlich die Herstellung 'sozialer' Gerechtigkeit mit dem Geld anderer, daß zwangsweise einzutreiben für selbstverständlich gehalten wird, nun beginnen, die Wertvorstellungen der Authochthonen zu marginalisieren. So selbstverständlich ist es der Linken geworden, daß Griechen stehlen dürfen und danach noch präpotent und patzig werden können. Das balkanesische rote Drecksgesindel kriegt natürlich die Beihilfe all jener, die sich mit ihm auf derselben Stufe der Minderwertigkeit befinden. Der Bundestaxler ist unter seinesgleichen. Die 5,2 Milliarden die er verschenkt, zahlt ohnehin nur der Klassenfeind. Und für Diebe und Räuber haben Rote immer ein Herz gehabt. Für die Bestohlenen, Betrogenen und Beraubten aber bleibt als soziale Zuwendung ja immer noch die Verhöhnung durch die Diebe. Ohh, ohh, wie entsetzlich ... woher nur diese Gewalt kommt ... wird es einst gleißnerisch wieder heißen. Ja wirklich, ich bin ganz betroffen --- diese Gewalt ...

  2. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2015 09:24

    Zwei Personen haben mir mit ihren Äußerungen besonders gefallen:
    Zuerst der griechische Kommunistenführer in der TV-Sendung Im ZENTRUM. Er behauptete todernst, dass nur die Milliardenstützungen in seinem Land die Rekordarbeitslosigkeit und -armut verursacht haben. Vorher sei es den Griechen viel besser gegangen ...
    Soviel Realitätsferne möchte ich selbst einmal in einem Traum haben!

    Kein Träumer war hingegen jener EU-Finanzminister, der klipp und klar sagte, dass ihm leid sei um die vielen völlig unnötigen Flüge nach Brüssel.
    Ein Mann, der bestimmt daheim besseres zu tun hat, als sich zum -xten Male vom Griechen papierln zu lassen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2015 06:50

    Schon die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen hätten nie und nimmer stattfinden dürfen - also nicht in Athen. Aber die ganze Welt war glücklich über Brot & Spiele direkt in Athen.

    Das war damals die Zeit wo es den Griechen noch gelang ganz Europa mit gefälschten Wirtschaftsdaten hinters Licht zu führen.

    Diese Olympiade hatte die Schulden Griechenlands damals nochmal ordentlich erhöht.

  4. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2015 08:28

    Bitte um etwas mehr Verständnis für un seren Herrn Kanzler:
    so ein Tagesausflug nach Athen ist doch allemal angenehmer als sich im Parlament in Wien hochnotpeinlichen Fragen der Opposition zu stellen.
    Das Blabla in Athen kann erstens niemand kontrollieren und zweitens so ein Tag mit einem Besuch dort und da ist schnell vorbei - die Flukilometer spielen doch keine Rolle, Hauptsache weg aus Wien.


alle Kommentare

  1. fxs (kein Partner)
    26. Juni 2015 22:19

    Hört endlich auf mit der griechischen Konkursverschleppung. Durch die bisherige Konkursverschlerppung wir der unausweichliche Konkurs Griechenlands scho teuer genug. Bitte nicht weiter gutes Geld schlechten nachwerfen. Und ja, die strafrechtliche V erantwortung der B eteiligten ist aufzuarbeiten.

  2. Punkt (kein Partner)
    26. Juni 2015 19:45

    Da fragt man sich glatt welche Demo dümmer ist. Die wandelnden Zombies die denken man müsse jemandem vorschreiben was als Familie zu gelten hat oder die Kinder mit ihren schwachsinnigen Sprüchen.

    Da haben sich wirklich zwei Fraktionen gefunden, am Besten beide Seiten ignorieren.

    • Graf Bethlen (kein Partner)
      27. Juni 2015 10:22

      Was die Familie ist, schreibt die Natur vor. Über Beistrichsetzung informiert die Grammatik.

  3. F.V. (kein Partner)
    26. Juni 2015 14:54

    Wie ich schon sagte, die Posse geht weiter.

    Das gaben die Gläubiger bekannt. Eigentlich lief die Zahlungsfrist am 30. Juni aus. In den vergangenen Tagen waren Einigungen zwischen Griechenland und den Gläubigern immer wieder gescheitert.

    Das Griechenland-Hilfsprogramm soll nach dem Plan der Gläubiger-Institutionen noch einmal bis Ende November verlängert werden. Das geht aus Unterlagen der Gläubiger-Institutionen hervor, die an Bundestagsabgeordnete geleitet wurden und die der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlagen. Bis Ende November sollen bislang für die Bankenrettung vorgesehene Mittel in Milliardenhöhe teilweise zur Finanzierung des griechischen Staates umgewidmet werden.

    Focus

  4. Zraxl (kein Partner)
    26. Juni 2015 10:53

    Es ist für mich unvorstellbar, dass Faymanns Reise nicht wenigstens mit Deutschland abgestimmt war.

    Ansonsten ist die Verhandlungslage für die EU ziemlich aussichtslos. Gegen einen Rauswurf Griechenlands spricht erstens, dass man dann zugeben muss, dass das Geld weg ist und dass sich das "Gute Geschäft" (c Fekter) leider doch nicht ganz so toll entwickelt hat. EU weit ist von irgendwelchen 500Mrd.€ die Rede, die dann mit einem Schlag abgeschrieben werden müssten. Zweitens wollen die USA einen Krieg gegen Russland beginnen. Da ist es denkunmöglich, dass Griechenland aus der EU fliegt und womöglich zu einem unsicheren Kantonisten für die Nato wird.

    • F.V. (kein Partner)
      26. Juni 2015 13:15

      ... und da die US-Banken die griechischen Ramschanleihen zu Diskontpreisen "aufgekauft" haben, nun aber den Nennwert lukrieren und nicht das Trinkgeld für diese "Investments abschreiben wollen (und werden), haben sie dem Politbüro der EUdSSR den Befehl erteilt Griechenland NICHT in den Bankrott zu schicken, also sie in der EUdSSR und dem Euro zu halten.

  5. Zöbinger (kein Partner)
    25. Juni 2015 19:40

    Schon während der Olympiade in Griechenland anno 2004 hatte ich bei mir gedacht, dass sich diese Negeranten das überhaupt leisten können, geschweige denn rückzahlen!

  6. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      25. Juni 2015 15:53

      Es ist ja alles unbestritten, daß man nicht auf Dauer auf anderer Leute Kosten leben kann. Es ist auch ein unerträgliches Ärgernis, wenn unter dem Etikett „Solidarität“ oder „Hilfe für ...“ unverschämte Forderungen wie selbstverständlich gestellt werden und von vornherein klar ist, daß diese keine Darlehen sind, sondern nicht rückzahlbare Zwangszuwendungen.

      Es ist auch zum Kotzen, wenn dem tumben Volke mit scheinbar „harten Verhandlungen“ eine Posse vergeführt wird, obwohl zu jedem Zeitpunkt das Ergebnis feststand und die Akteure halt die ihnen zugedachten Rollen spielten.

      Es sind aber auch ein paar Fragen zu klären. Glaubt im Ernst jemand, daß Griechenland unter den gegebenen Umständen und realistischen Einschätzungen des Machbaren und den quasi als Dogma feststehenden Rahmenbedingungen – Verbleib in der EUdSSR und Beibehaltung des Euro-(Regimes) – sich wie Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Sumpf zeihen kann?

      Glaubt jemand im Ernst, daß die „economic adjustment policies“ a la IWF je ein davon heimgesuchtes Land „gerettet“ oder „saniert“ hätte, bzw. daß deren Umsetzung nicht zu bürgerkriegsartigem Aufruhr führen würde?

      Da der Verbleib in der Euro-„Zone“ eine Forderung der USA war, also ein „Wunsch, den man nicht ablehnen kann“, und dies natürlich jeder wußte, war die „Verhandlungsposition“ Tsirpas´ und Faroufakis angesichts der realen Unmöglichkeit aus dem bankrotten Griechenland einen zahlungsfähigen und kreditwürdigen Staat zu machen, auch klar. Es war ein Spiel – eigentlich eine Posse – aber hatte nichts mit der Profession des FM, der „Spieltheorie“, zu tun.

      Man hat es also mit einem „überbestimmten“ Problem zu tun, das etwa im Ingenieurbereich zu unlösbaren Aufgaben – zB einstürzenden Brücken - führte. Aber hier nicht weniger. Alles das wissen wir eigentlich. Darum ist das Lamento des Herrn Tögels letztlich nicht zielführend.

      Die anläßlich der in letzter Zeit sich häufenden Kollapse, Krisen, Überschuldungen von zahllosen Ländern, abenteuerlichen Arbeitslosenzahlen, ... müßte doch Anlaß sein nach den tieferen Uraschen zu forschen. Also auch im Falle Griechenland. Er ist ja längst nicht der einzige Notfall, sondern die großen Volkswirtschaften, wie F, ES, I, P sind doch in ähnlich kritischer Lage, nur um Größenordungen größer und bedrohlicher. Selbst D ist mit zwei Billionen Schulden und den gigantischen Haftungen für alle Pleitestaaten – ESM, Target-„Kredite“ - in einer vollkommen unhaltbaren Lage – und genaugenommen noch übler dran.

      Wenn also selbst in jenen Ländern, die für Fleiß, Zielstrebigkeit, Können, etc. bekannt sind, sich die Schlinge um den Hals immer weiter zuzieht, dann ist doch die Systemfrage zu stellen.
      Inwieweit ist unser Geldwesen, die Herrschaft darüber durch private Banken, die nicht hinterfragbaren „Regeln“ („economic adjustment policies“(1)) und die inzwischen zum „Gesetz“ gewordenen Usancen, die virtuelle Geld-„Markt“-wirtschaft und die Privilegien in diesem Bereich (Privi-leg: vom Lat. privare = rauben, stehlen und lex, -is = das Gesetz; also pseudo-legales Rauben/Stehlen!)

      Die Strategie – meist weniger entwickelte/ärmere - Länder in die Schuldenfalle zu locken, hat im „The Economic Hitman“ ein Insider beschrieben. Wenn das nichts nützt, kommen die 5. Kolonnen (Soros-finanzierte NGOs und dergleichen) zum Einsatz um „regime change“ zu initiieren und gelingt auch das nicht, kommen Blackwater und Academi – also kriminelle Söldnerbanden im Auftrag der Ostküste – manchen zusammen mit NATO und US-Truppen zum Einsatz.

      Ich meiner daher, daß man sich diese Rahmenbedingungen bzw. Ursachen des GR-Desasters doch endlich auch bei dieser Gelegenheit ansehen sollte.

      (1) Im Wesentlichen dem Washington Consensus entsprechend:

      • Nachfragedrosselung und Kürzung der Staatsausgaben
      • Wechselkurskorrektur (Abwertung) und Verbesserung der Effizienz der Ressourcennutzung in der gesamten Wirtschaft (Rationalisierung und Kostenökonomie)
      • Liberalisierung der Handelspolitik durch Abbau von „Handelsbeschränkungen“ und Handelskontrollen, sowie verbesserte Exportanreize
      • Deregulierung von Märkten und Preisen (was oft auch die Abschaffung von Preissubventionen für Grundbedarfsartikel bedeutete)
      • Haushaltskürzungen
      • Privatisierung öffentlicher Unternehmen und Einrichtungen
      • Entbürokratisierung
      • Abbau von Subventionen

  7. Tik Tak (kein Partner)
    25. Juni 2015 13:24

    Es ist eine griechische Komödie, eine die seit Jahrzehnten gegeben wird.

    Es war einfach der Wunsch der Griechen mit möglichst wenig Aufwand möglichst gut zu leben.
    Dazu gibt es viele, teilweise sogar wohlmeinende, Beschreibungen wie z.B. das Buch "Blue Skies & Black Olives" von John Humphrys der darin seine Erfahrungen beim Hausbau in Griechenland beschreibt.
    Das ist einfach eine sehr unterhaltsame Beschreibung der örtlichen Gewohnheiten inklusive eines Nachbars, der von der EU dafür gefördert wird, sein Fischerboot abzufackeln, was er aber nur wegen einer Scheidung wegen tut - und wegen der Förderung.
    Natürlich fischt er dann weiter.

    • Tik Tak (kein Partner)
      25. Juni 2015 13:34

      Und dann gab es in den 1990er Jahren noch einen Witz in der DG XII der EU Kommission, die ist für Förderungen zuständig, wie das mit den Förderungen in Griechenland so ist:

      Eine Stadt im Süden Italiens und eine in Griechenland sind offiziell befreundet.
      Und so kommt es auch zu einem Freundschaftsbesuch des griechischen Bürgermeisters in der italienischen Stadt,
      Dort zeigt ihm der Bürgermeister ganz stolz, das neue Rathaus, die neue Sporthalle, den neuen Yachthafen und natürlich seine neue, sehr teure, Villa.
      Auf die Frage des griechischen Gastes, wie sich die Stadt das leisten kann, wo es doch keine Industrie, kaum Gewerbe und nur viele Arbeitslose im Süden Italiens gäbe, nimmt der italienische Bürgermeister ihn an den Arm und führt ihn zu einer der Terrassen seines Hauses, weist auf eine schmale Brücke über eine Schlucht hin und sagt:
      "An jedem Ende der Brücke ist eine mehrspurige Straße und wir haben die Brücke gebraucht. Da hat uns de EU die Brücke gezahlt. Wir haben dann eine schmale Brücke gebaut, an jedem Ende eine Ampel und den Rest der Finanzierung haben wir anders verwendet. Da gehen sich schon alle die schönen Dinge aus, die ich dir gezeigt habe."
      Der griechische Bürgermeister denkt über diese weisen Worte lange nach und ein Jahr später hat er seinen italienischen Kollegen zu Gast.
      Natürlich zeigt er ihm ganz stolz den Yachthafen, sein Privatflugzeug, seine Yacht, seinen privaten Golfplatz und seine zwei Villen.
      Und natürlich kommt dann auch die Frage seines italienischen Kollegen, wie sie denn das gemacht hätten, wo es doch nicht einmal nennenswerte Steuereinnahmen in diesem Teil Griechenlands gäbe?
      Weise lächelnd nimmt der griechische Bürgermeister seinen Amtskollegen bei der Hand und führt ihn auf eine Terasse, die ein weites Tal überblickt und sagt zu ihm:
      "Auch wir haben von der EU eine Autobahn und eine Brücke über dieses Tal bezahlt bekommen"
      Der italienische Bürgermeister schaut ins Tal und da gibt es nur Felder und ein paar staubige Wege und fragt "Welche Autobahn?"
      "Eben" sagt der Grieche.

      Und nein, der Witz ist wirklich vor über 20 Jahren in Luxembourg die Runde gegangen.

  8. black ice (kein Partner)
    25. Juni 2015 11:14

    Die Probleme mit Griechenland hätten wir nicht, wenn Schüssel und Grasser anno dazumal diesen Staat nicht in die Eurozone aufgenommen hätten. Beim Bankgeheimnis hatten sie auch keine Bedenken, immer wieder ein Veto einzulegen.

  9. gastschreiber (kein Partner)
    25. Juni 2015 07:11

    Dass die Griechen schlecht gewirtschaftet haben (hier seien vor allem die privilegierten Beamten hervorgehoben, die offenbar in allen Ländern einen Sonderstatus haben), mag keiner bestreiten.

    Aber die trostlosen Verhältnisse alleine der Misswirtschaft Griechenlands zuzuschreiben und die internationalen Banken, die am Ausverkauf Griechenlands verdienen und hiermit allen voran Goldman Sachs, die Griechenland überhaupt in die EU gehievt hat, nicht zu erwähnen, also ehrlich, das ist mir ein bisschen zu schwarz/weiss gemalt, was Sie hier schreiben.

    Ich fürchte, dass das griechische Volk von dem Geld, das nach Griechenland fließt, nichts bekommt. Das fließt in andere Kanäle.

    • Erich_47 (kein Partner)
      25. Juni 2015 10:50

      "Das Geld fließt in andere Kanäle"

      Verwechseln Sie da nicht Ursache mit Wirkung?? Das griechische Volk hat vorher weit über seine Verhältnisse gelebt und Geld ausgegeben, das nur durch massive Kredite zur Verfügung stand. Da die Regierungen über ihre Parteien immer mit Mehrheit vom Volk gewählt wurden gibt es auch keine Ausrede, dass das Volk nichts dafür könne!

      Was ist daran verwerflich, wenn die Banken die vereinbarten (!) Zinsen fordern und am Ende der Laufzeit auch vereinbarte (!) Geldrückzahlungen?? Dieses Geld gehört NICHT dem griechischen Volk sondern wurde von ihm vorher verprasst. Warum sollen die Geldgeber darauf verzichten?? Zahlen Sie auch Ihre Kredite nicht zurück, weil Sie die Bank als Blutsauger sehen?

      Das Übel ist die Politik der EU, die diese Schulden übernimmt und damit uns Steuerzahlern auflastet. Natürlich ist es schwer zu beurteilen, was eine Pleite Griechenlands für die kreditgebenden Banken bedeutet hätte. Da wären viele Sparguthaben auch bei uns verloren gewesen. Ob das jetzt nicht auch der Fall sein wird?

  10. Politicus1
    23. Juni 2015 09:24

    Zwei Personen haben mir mit ihren Äußerungen besonders gefallen:
    Zuerst der griechische Kommunistenführer in der TV-Sendung Im ZENTRUM. Er behauptete todernst, dass nur die Milliardenstützungen in seinem Land die Rekordarbeitslosigkeit und -armut verursacht haben. Vorher sei es den Griechen viel besser gegangen ...
    Soviel Realitätsferne möchte ich selbst einmal in einem Traum haben!

    Kein Träumer war hingegen jener EU-Finanzminister, der klipp und klar sagte, dass ihm leid sei um die vielen völlig unnötigen Flüge nach Brüssel.
    Ein Mann, der bestimmt daheim besseres zu tun hat, als sich zum -xten Male vom Griechen papierln zu lassen.

    • bécsi megfigyelö
      23. Juni 2015 14:42

      Ja, das war der finnische Finanzminister. Daß er sich das linksverseuchten EUdSSR-Brüssel überhaupt getraut hat, ist ihm hoch anzurechnen.
      .

    • bécsi megfigyelö
      23. Juni 2015 14:43

      ...das IM linksverseuchten...
      .

  11. Ingrid Bittner
    23. Juni 2015 08:28

    Bitte um etwas mehr Verständnis für un seren Herrn Kanzler:
    so ein Tagesausflug nach Athen ist doch allemal angenehmer als sich im Parlament in Wien hochnotpeinlichen Fragen der Opposition zu stellen.
    Das Blabla in Athen kann erstens niemand kontrollieren und zweitens so ein Tag mit einem Besuch dort und da ist schnell vorbei - die Flukilometer spielen doch keine Rolle, Hauptsache weg aus Wien.

  12. Helmut Oswald
    23. Juni 2015 07:03

    Die Mehrzahl der Kommentatoren hat die Hosen voll und was sie dort nicht unterbringt, entsorgen sie im Gehirn. Denn wenn Linke auf die Wirklichkeit stoßen, Pech für die Wirklichkeit. So wenig wie sie es ertragen, daß sich das Volk gegen das Vordringen gewalttätiger minderwertiger religiös kultureller Lehren getragen von raumfremden Ethnizitäten zur Wehr setzt, weil es tagtäglich die Erfahrung macht, daß die Mehrheit der sogenannten Migranten (ein Beruf ? ein Lebensziel ? eine ehrenwerte Aufgabe ?), mittlerweile gekommen sind nicht um sich anzupassen, sondern um in allen Lebensbereichen IHRE Standards zu verbreiten und durchzusetzen. Der Staat aber Ihnen dabei bevorzugt behilflich ist und diese, herbeigerufen durch die Ausländerimportindustrie und ihr bevorzugtes Geschäftsmodell, nämlich die Herstellung 'sozialer' Gerechtigkeit mit dem Geld anderer, daß zwangsweise einzutreiben für selbstverständlich gehalten wird, nun beginnen, die Wertvorstellungen der Authochthonen zu marginalisieren. So selbstverständlich ist es der Linken geworden, daß Griechen stehlen dürfen und danach noch präpotent und patzig werden können. Das balkanesische rote Drecksgesindel kriegt natürlich die Beihilfe all jener, die sich mit ihm auf derselben Stufe der Minderwertigkeit befinden. Der Bundestaxler ist unter seinesgleichen. Die 5,2 Milliarden die er verschenkt, zahlt ohnehin nur der Klassenfeind. Und für Diebe und Räuber haben Rote immer ein Herz gehabt. Für die Bestohlenen, Betrogenen und Beraubten aber bleibt als soziale Zuwendung ja immer noch die Verhöhnung durch die Diebe. Ohh, ohh, wie entsetzlich ... woher nur diese Gewalt kommt ... wird es einst gleißnerisch wieder heißen. Ja wirklich, ich bin ganz betroffen --- diese Gewalt ...

    • logiker2
      23. Juni 2015 08:52

      @Helmut Oswald *********! Das legalisierte Ausrauben leistungsbereiter Dritter ist doch das Herzstück des Sozialismus, verkauft als Solitarität und Gerechtigkeit.

  13. Freak77
    23. Juni 2015 06:50

    Schon die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen hätten nie und nimmer stattfinden dürfen - also nicht in Athen. Aber die ganze Welt war glücklich über Brot & Spiele direkt in Athen.

    Das war damals die Zeit wo es den Griechen noch gelang ganz Europa mit gefälschten Wirtschaftsdaten hinters Licht zu führen.

    Diese Olympiade hatte die Schulden Griechenlands damals nochmal ordentlich erhöht.

    • logiker2
      23. Juni 2015 08:48

      "Das war damals die Zeit wo es den Griechen noch gelang ganz Europa mit gefälschten Wirtschaftsdaten hinters Licht zu führen."

      Nicht verschweigen sollte man, dass es damals bereits Helfershelfer unter dem Brüsseler korruptem Dreckspack gab, welche diesem"Deal" entsprechend der drei Affen Vorschub geleistet haben. Bekanntlich geschied in der Politik nichts zufällig.

    • logiker2
      23. Juni 2015 11:13

      pardon : geschieht natürlich

    • Sensenmann
      25. Juni 2015 22:57

      Die Beihilfe zu dieser Täuschung lieferten die Bankster von Goldman-Sucks.
      Die durften nun - trotz Beihilfe zu Betrug, Bilanzfälschung, vorsätzlicher Krida etc. pp. - im mondänen Luxushotel unter Bewachung durch unsere Polizei auf unsere Kosten tagen und schmausen, anstatt vom Fleck weg verhaftet zu werden.
      Die Dreckssozialisten aller Couleurs und die Sozi-Justiz halten ja die Hand über derlei Geschmeiß.

      Mal sehen, wie lange noch. Was langsam wächst, wird endlich Wut!





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