Noch einmal Martin Luther: Die theologische Verwirrung und ihre Folgen drucken

Lesezeit: 9:00

Im Anschluss an meine Rezension über Paul Hacker, „Das Ich im Glauben bei Martin Luther – Der Ursprung der anthropozentrischen Religion“, in diesem Blog vom 17. November – die große Diskussionen auslöste und mir aus meinem Umfeld und Freundeskreis, auch aus dem protestantischen, äußerst aufschlussreiche und durchaus ermutigende Rückmeldungen einbrachte – und zum Zweck weiterer kritischer Erörterungen im Hinblick auf das herannahende „Luther-Jahr“ 2017 sei hier noch ein weiteres Standardwerk zur Theologie Martin Luthers präsentiert: Theobald Beer: „Der fröhliche Wechsel und Streit – Grundzüge der Theologie Martin Luthers."

Es handelt sich um einen Klassiker katholischer Luther-Analyse. Prälat Beer (1902-2000) stammte aus der Nähe von Landshut in Niederbayern und ging in den 30er Jahren in das Bistum Dresden-Meißen (Bautzen, Leipzig). Somit war ihm der Protestantismus nicht nur aus Büchern sondern auch aus der davon geprägten Kultur vertraut. Beer wurde zum Fachmann, der auch lutherische Kirchenmänner über Luther belehren und gegebenenfalls korrigieren konnte.

Als für einen spezialisierten Adressatenkreis konzipiertes theologisches Fachbuch setzt es ein überdurchschnittliches Maß an Vorbildung und Problembewusstsein voraus. Der damalige Professor Joseph Ratzinger, der Beer an die Universität Regensburg zu einschlägigen Seminaren holte, lobte es mit enthusiastischen Worten.

Aussageabsicht

Die Grundaussage des umfangreichen Werkes ist, dass Luther

  1. sich von der klassischen biblisch-katholischen Theologie, besonders in der Gnadenlehre, ablöste
  2. die Lehren seines Ordensvaters Augustinus und des allgemeinen Lehrers Thomas von Aquin verwarf, und
  3. für seine Neuerungen auch eine neue Terminologie einführte und die althergebrachte mit neuen Bedeutungen füllte

„Der Einfluss des Neuplatonismus, der pseudohermetischen Literatur und der Gnosis (…) lässt seine Polemik gegen die griechische Philosophie und gegen die Scholastik in einem ganz anderen Licht erscheinen“ (J. Ratzinger).

Die polemische Neufassung der Gnadenlehre färbt auf alle anderen theologischen Traktate ab, besonders natürlich auf die Trinitätslehre und die Christologie.

Von dieser Neuausrichtung erhält die lutherische Theologie ihre schillernde und esoterische Qualität. Oft ist sie nicht auf den Punkt zu bringen, da es immer auch widerstreitende Aussagen gibt:

„Lutherforscher klagen: Die Sprache Luthers kann den reinen Logiker, für den die Eindeutigkeit der verwendeten Begriffe und Denkmittel oberstes Gesetz ist, zur Verzweiflung bringen. Aber nicht nur die Sprache, sondern die Sache selbst ist es, die den Widerspruch in sich trägt“ (173).

Beer muss daher, um Luther einigermaßen gerecht zu werden, dessen Lehre zu Gnade, Glaube und Rechtfertigung, zu Christologie und Anthropologie, auf etwa fünfhundert Seiten detailreich rekonstruieren. (Davon ist allerdings ein erheblicher Teil Apparat mit lateinischen und deutschen Luther-Zitaten, die eher für den Fachmann von Interesse sind, somit für das Gesamtverständnis nicht gelesen werden müssen.)

Widersprüche im lutherischen Denken

Es ist doch bezeichnend, dass jemand, der das Prinzip „Sola Scriptura“ („die Bibel allein“) als Schlachtruf ausgegeben hat, Schriften im Umfang von 127 Quartbänden (etwa 80.000 Seiten) hinterlässt (Weimarer Ausgabe).

Das ist nicht der einzige Widerspruch bei Martin Luther:
Beer stellt an manchen Stellen heraus, wo und wie Luther von der katholischen Lehre und von der Bibel (die entgegen der üblichen protestantischen Polemik eben zusammengehören) abweicht.
„Um Luthers Anliegen zu verstehen, kann man nicht von der Schrift ausgehen (…)“ (331).

Es ist bizarr zu sehen, wie jemand, der vorgeblich ein Verteidiger des Sola-Scriptura-Prinzips ist, den Apostel Paulus für dessen Lehre kritisiert:
„Nicht nur den Papisten macht Luther den Vorwurf, dass sie zwei Dinge miteinander vermischen, er ist auch der Meinung, Paulus verletze im Galaterbrief 3,5-6 die Regeln der dialektischen Schlussfolgerung, d.h. er halte Würdigkeit und Folge (im Sinne Luthers) nicht auseinander“ (167).

Neue Lehren

Inhaltlich geht es dabei um den „fröhlichen Wechsel und Streit“. Von der Idee ist es ungefähr das, was die katholische Theologie als admirabile commercium, als „wunderbaren Tausch“ bezeichnet: Christus nimmt die Schuld der Menschen auf sich und lässt sie im Gegenzug an der göttlichen Natur Anteil erhalten (vgl. 2 Petr 1, 4). Dabei formuliert Luther aber neuartige und sehr komplizierte Lehren, die sich aus dem Bibeltext nicht ergeben und die Kontinuität bisheriger Bibelauslegung abbrechen:

„Die Schlüssel, die Luther zur Eröffnung der Heiligen Schrift benützt, sind geformt nach der neuplatonisch-neupythagoreischen Philosophie, nach dem gnostisch beeinflussten Bild vom geköderten Leviathan und nach dem an Mysterienkulte erinnernden Wechsel. Damit kann jedoch die Heilige Schrift nicht erschlossen werden, es werden vielmehr Widersprüche in sie hineingetragen und die Türe zu ihrem Verständnis verschlossen. Bultmann spricht, mit Berufung auf Luther, von dem großen Rätsel oder Widerspruch im Neuen Testament, wie aus dem Verkündiger der Verkündigte wurde“ (406).

Die Auswirkungen sind enorm:
Um seine Sicht der Dinge durchzusetzen, muss Luther sogar die menschliche Natur vor dem Sündenfall als „Kot“(!) bezeichnen – was völlig unbiblisch ist („Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“ – Gen 1,31) und der Weisheit des Schöpfers Hohn spricht. Luther muss hier eine geistige Verwandtschaft zum Häretiker Markion (2. Jhdt.) und zum Manichäismus (3. Jhdt.) konstatiert werden, gemäß denen die Schöpfung schlecht bzw. sogar böse sei.

Auch die wahre menschliche Natur Jesu Christi wird zur „Larve“ herabgesetzt, was die wirkliche Menschwerdung des Wortes (nach Joh 1, 14) abschwächt und zu (unzitierbaren) christologischen Entgleisungen führt (389).

Dem widerspricht wiederum Luthers Festhalten an „alle[n] Elemente[n] der katholischen Marienverehrung“ (381), insbesondere den Dogmen der Unbefleckten Empfängnis und der Himmelfahrt(!). Die Mariologie steht aber dadurch wiederum als „getrenntes Feld“ da (und verliert konsequenterweise im Protestantismus jede Bedeutung).

Bei Luther fällt praktisch alles auseinander, was eigentlich zusammen gehört.

„Theologische Spitzfindigkeiten“ oder geschichtsmächtige Weichenstellungen?

Viele Leser mögen sich unter Umständen fragen, ob das nicht alles akademische Spitzfindigkeiten sind, die mit dem „realen Leben“ nichts zu tun hätten.

Dem ist eben nicht so.

Luthers Theologie, die aus privat-persönlichen Gründen von seiner Rechtfertigungs- und Gnadenlehre ihren Ausgang nahm, brachte direkt und indirekt großen Einfluss auf Politik und Kultur hervor. Denken wir nur an die Schwächung der Abwehr gegen die türkische Aggression über den Dreißigjährigen Krieg bis zum preußischen Militarismus (der ohne die lutherische Staatshörigkeit nicht denkbar gewesen wäre).

„Reformation“ und Revolution – Das Fischen im Trüben

Diejenigen revolutionären Bewegungen, die man nachträglich unter dem irreführenden Schlagwort „Reformation“ zusammenfasste, waren von Menschen geprägt worden, die ihre eigenen Lieblings- oder auch Wahnideen den Mitmenschen aufnötigen wollten (vgl. Eric Voegelin: Luther und Calvin – Die große Verwirrung) und zu diesem Zweck alte traditionelle Bindungen zerschneiden mussten.

Obgleich die kirchliche Situation zur Zeit der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert unbestritten reformbedürftig war, nämlich im eigentlichen Sinn des reformare, des „in die rechte Form Zurückbringens“, hat Luther das Reformanliegen verfehlt.

Dass man heutzutage Wahrheitsfrage, Glaube und Moral aus der Öffentlichkeit verbannt, dafür dort alle möglichen Perversionen zelebrieren lässt, ist ein Armutszeugnis unserer Zeit. Und auch indirekte Folge der Reformation, da sich deren Protagonisten nur auf ihr eigenes Gewissen beriefen (wie ehrlich auch immer) und das Glaubensgut des geoffenbarten Glaubens und der Moral über den Haufen warfen. Wenn also Pater Martin sagen durfte „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“, dürfen es andere vermutlich auch.

Man darf eben nicht vergessen, dass aus der Revolutionierung des Glaubens auch eine Revolutionierung der Moral folgt, somit in erster Linie auch eine Selbstermächtigung für unautorisiertes, eigennütziges und egozentrisches Handeln. Die Versuchung, im Trüben zu fischen, wurde und wird für viele Glaubensneuerer (nicht: Glaubenserneuerer!), Spalter und Gurus übermächtig. Auch Luther gestand sich selber allerhand zu, was die klassische Moral verboten hatte.

Aber nur ein gemeinsamer wahrer Glaube, der die mit der Herrschaft Beauftragten mit den Beherrschten verbindet und beide zu derselben Verpflichtung zu Wahrheit und Wohlwollen, kann Willkürherrschaft und Sklaverei verhindern, und zwar sowohl in der Glaubensgemeinschaft als auch in der politischen Gemeinschaft.

Beer spricht an einer Stelle die psychische Verfasstheit Luthers an, ohne sie näher auszuführen. Der versierte Leser spürt jedoch, dass die Luthersche Uminterpretation des gesamten überlieferten Glaubens, einschließlich des Wortlautes der heiligen Schrift, etwas Pathologisches an sich hat. Anders ist die Verbissenheit der Realitätsverweigerung nicht zu erklären.

Resümee

Dieses Buch gehört zur Pflichtlektüre für alle, die im offiziellen katholisch-lutherischen „Dialog“-Betrieb engagiert sind. Dort ist ja bekanntlich die Gefahr inhaltsleerer Phraseologie und des konsequenten und willentlichen Aneinandervorbeiredens am größten. Das Konzept scheint dort zu sein: Wenn man seinen Job nicht verlieren will, muss man den Dialog prolongieren und darf unter keinen Umständen zu einem konkreten Ergebnis kommen, etwa zu einer Wiedervereinigung der getrennten Christen.

Aber ein Dialog, der diesen Namen verdient (gemäß den Dialogen Platons oder dem berühmten Dialogue Concerning Heresies des hl. Thomas Morus von 1528, der die „reformatorischen“ Positionen, eben Martin Luthers und William Tyndales, widerlegt), benötigt eine inhaltliche Erdung.

Nicht zuletzt sollten sich die katholischen Hierarchen, besonders die Bischöfe und Kardinäle deutscher Sprache, dieses Buch vornehmen. Es wäre angesichts ihrer theologischen Desorientierungen eine gute Nachhilfe.

Nachdem das Buch Luther ernst nimmt und dessen Lehre gründlichst durchleuchtet, dabei auf klassische Polemik oder psychologische Interpretationen verzichtet, eignet es sich besonders für protestantische Gelehrte, die sich über ihre Glaubensvoraussetzungen intensiver Rechenschaft geben wollen. Betriebsblindheit gibt es ja nicht nur in Industriebetrieben oder Vereinen.

Prälat Beer war selbst kein Konvertit, daher fehlte ihm auch der für Konvertiten oft charakteristische Übereifer bzw. der Hang zur Polemik. Angesichts sehr ausladender unparteilich-neutraler Darstellungen lutherischer Gedankengänge fragt man sich aber, ob manchmal nicht mehr Würze angezeigt gewesen wäre.

Dem Johannes-Verlag Einsiedeln, der für seine spirituelle Reihe „Christliche Meister“ beliebt ist, gebührt das Verdienst, Theobald Beers Meisterwerk für Forschung, Apologetik und Kontroverstheologie zu einem günstigen Preis zugänglich gemacht zu haben. In Zeiten eines gewaltigen Konformitätsdrucks und einer von oben verordneten offiziösen Geschichtsschreibung und -deutung ist derartige Literatur von kaum zu überschätzendem Wert.

Theobald Beer, Der fröhliche Wechsel und Streit – Grundzüge der Theologie Martin Luthers, Johannes-Verlag, Einsiedeln, 2. vermehrte Auflage 1980, 563 Seiten, 12,--; Horizonte Neue Folge 19 (Erstausgabe Benno-Verlag, Leipzig 1974)

MMag. Wolfram Schrems, Linz und Wien, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist, reiche Erfahrung im interkonfessionellen Gespräch

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  1. Ausgezeichneter KommentatorWolfram Schrems
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2014 13:06

    Ich freue mich, daß der Artikel offenbar mit Interesse aufgenommen worden ist.

    Ich sehe, daß Luther heutzutage mit einer Aura des Tabus umgeben wird. Obwohl der Protestantismus jede Heiligenverehrung strikt ablehnt, genießt Luther innerhalb des Protestantismus eine der Heiligsprechung ähnliche Stellung.

    Auch für ein bestimmtes (auch nicht-protestantisches) Bildungsbürgertum ist Luther eine Art Lichtgestalt ("Freiheit, Emanzipation, gegen die bösen Päpste, Bibelübersetzung" u. dgl. lauten die Schlagwörter).

    Beides sind falsche Zugänge.

    Wenn ich hier aufklärend wirken konnte, freut es mich.

    Gesegnete Weihnachten den p. t. Lesern - und ich hoffe auf weitere Erörterungen,
    WS

  2. Ausgezeichneter KommentatorRikdag
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2014 19:11

    Die von Bach verwendeten Lieder Luthers gehen fast ausnahmslos auf katholische Vorlagen zurück und sind meist lediglich Übersetzungen katholischer Vorlagen. Gerade in den Liedern Luthers ist von explizitem "Luthertum" sehr wenig zu entdecken, oft sind es Psalmübertragungen oder liturgische Texte aus der Messe. Das berühmte "Ein' feste Burg" ist ein Psalm, der ohne weiteres im katholischen Bereich zu verwenden ist.

    Bach gehört zum katholischen Bereich des Luthertums, nicht zum "lutherischen" und er hat ans Ende seines Lebens wohlüberlegt eine katholische Messe gesetzt, die h-moll Messe, an der nun gar nichts lutherisches mher ist und die für den katholischen Kultus bestimmt war.

    Luther ist tatsächlich schuld an Hitler, das hat mit den "Linken" überhaupt nichts zu tun, die von Luther weder etwas wissen noch verstehen. Auch der deutsche Sonderweg geht tatsächlich auf Luther zurück. Luther ist auch verantwortlich für die Entfremdung Deutschlands zur "slawischen" Welt, die es vor Luther nicht gegeben hat.

    Wieder ist die unsachliche Argumentation (rabulistisch, in die Tonne treten) zu verurteilen. Gerade dies ist typisch lutherisch. Auch ist die Auseinandersetzung um Luther nicht "skurril", sondern ein notwendiges Gegengewicht zum Ökumenismus, der heute meint, ohne Wahrheitskriterien auskommen zu können. Dem muß kräftig entgegengetreten werden.

  3. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2014 11:39

    Den Mag. Schrems kenne ich, und was von ihm zu lesen ist, hat Hand und Fuß.

    Den Gandalf kenne ich nicht, und was von ihm zu lesen ist, sind wie „Perlen“ eines Rosenkranzes aneinandergereihte Herabwüdigungen unter Weglassung allfälliger Gründe dafür. Es ist dies freilich nichts Neues: Protestanten sind zwar selbst immer ziemlich aggressiv, aber dafür angerührt wie die Jungfern im Pfarrhaushalt, wenn man deren Heräsie als solche bezeichnet und ihrem Urheber etwas auf den Zahn fühlt.

    Was übrigens „nötig“ oder „unnötig“ ist entzieht sich dem unmaßgeblichen Urteil G.s

  4. Ausgezeichneter KommentatorRikdag
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2014 11:23

    Alles falsch, Gandalf. Luther war kein Reformator, sondern ein Zerstörer. Und er wollte es sein, sein fanatischer Haß gegen das Papsttum

    http://monarchieliga.de/index.php?title=Luther_und_der_Papst

    trieb ihn zu einer Destruktivität, die zur kompletten Zerstörung des Abendlandes und zu kaskadische Ketten von mörderischen Kriegen führte. Die blühende katholische Kultur der von der Reformation betroffenen Länder wurde zerstört, ohne das etwas Adäquates hätte an deren Stelle gesetzt werden könne. Glückliches Österreich, das zur Lehre der Kirche zurückgeführt werden konnte!!

    Deutschland wurde in seinem Verhältnis zur humanistischen Kultur des Abendlandes um Jahrhunderte zurückgeworfen. Die lutherische Reformation trägt auch die Hauptverantwortung dafür, daß der Deutsche zu jener Trennung von Politik und Privatsphäre erzogen worden ist, die wir als eine der bedenklichsten Seiten der deutschen Kollektivmoral kennen.

    Die Lehren von Mariae Himmelfahrt wird durch den Terminus Aufnahme nicht "beschönigt", sondern sachgerecht beschrieben und definiert. Und diese Lehre war zu Luthers Zeiten festes Glaubensgut, was auch selbstverständlich ist, denn kein Papst kann etwas definieren, was nicht Teil des christlichen Glaubens ist. Auch die unbefleckte Empfängnis gehört zu diesem Glaubensgut und wurde in dem Jahrhundert vor Luther lebhaft diskutiert. Allerdings ging es in den Diskussionen nicht um das Faktum an sich, sondern um die theologische Analyse und Erklärung.

    Daß Sie versuchen den Gastkommentator zu disqualifizieren, schlägt also vollinhaltich auf Sie zurück!

    Gesegnete Adventstage noch!

  5. Ausgezeichneter KommentatorRikdag
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Dezember 2014 22:18

    Falsch, Herr Pascher. Luther hat sich bewußt von der katholischen Kirche getrennt und er wollte kein Katholik mehr sein. Die katholische Kirche hat er mit solche einem fanatischen Haß verfolgt, daß man wohl keinen Moslem findet, der ihm gleich kommt.

    Jesus Christus aber, war ganz gewiß kein Prophet des Judentums. Er war sein Vollender, das wohl. Doch diese Vollendung beinhaltete das Ende des Judentums, so wie es bislang gewesen ist. Fortan konnte "Jude" nur noch der sein, der Christ ist - so wie die Apostel, so wie der hl. Paulus, so wie alle "Judenchristen", die die Mission des Christentums über die Jahrhunderte trugen.

    Kein Katholik kann mit Luthers Lehre sympathisieren, sind diese Lehren doch vollinhaltlich und höchst feierlich verurteilt. Wer solche Sympathien hegt, ist kein Katholik mehr. Das einzige, was man ggf. zugunsten des Luthertums heranführen kann, ist die Tatsache, daß es eigentlich nur in einem engen Bereich umstürzen wollte, sehr vieles Katholische blieb ungeschoren und wurde über die Zeiten transportiert. Beispiel: Lateinische Messe und MArienfeiertage.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJA
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2014 17:33

    "wo und wie Luther von der katholischen Lehre und von der Bibel (die entgegen der üblichen protestantischen Polemik eben zusammengehören) abweicht."

    Ich finde es eher eine Polemik so zu tun als ob Bibel und katholische Lehre zusammenpassen würden. Petrus der lt. katholischer Kirche behauptete erste Papst war lt. Bibel verheiratet;
    Der prunkvolle Vatikan mit prunkvollen Schätzen und Ausschweifungen entspricht eher der Hure Babylon als dem hinterlassenen Zeugnis von Jesus und den Aposteln.
    Aber das eigentlich schlimme ist der total verzerrte bzw. eigentlich verstellte Heilsweg lt. katholischer Kirche (Sakramente) - das hat mit der frohen Botschaft des Neuen Testament nix/wenig zu tun.

  7. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2014 23:14

    Und wieder eine unwürdige und unnötige Diskussion, nein, eine Sammlung von skurrilen mehr oder weniger ernst zu nehmenden geistigen Absonderungen zu einem wieder einmal unnötigen und hier ganz und gar unpassenden Gastkommentar, der offenbar lediglich die Absicht hat, den grossen Reformator Martin Luther rechtzeitig vor dem Jubiläumsjahr anzupatzen.
    Aber wenn schon, dann denn schon: Luther war zwar ein hochintelligenter und sicher auch vorausschauender Mann. Prophet war er aber sicher keiner; wenn im gegenständlichen Gastkommentar vom Festhalten Luthers an den (Originaltext Schrems): "Dogmen der Unbefleckten Empfängnis und der Himmelfahrt (bei Schrems noch dazu hervorgehoben durch ein in Klammern gesetztes Rufzeichen) Mariae" geschreibselt wird, kommt Mitleid auf. Selbst ein bis in die Knochen lutherischer Ketzer wie der Autor dieses Kommentares weiss, dass das Dogma über die unbefleckte Empfängnis aus dem 19. Jahrhundert (verkündigt durch Papst Pius den Neunten im Jahre 1854) und das Dogma über die Himmelfahrt Mariae (um dessen dem christlichen Glauben völlig fremden Inhalt zu verschleiern, beschönigend genannt "leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel") aus der Mitte des 20. Jahrhunderts (hier wäre wohl, hätte ich das Temperament des Gastkommentators, ein Rufzeichen in Klammern angebracht - ich ergänze lediglich: verkündet am 1. November 1950 durch Papst Pius den Zwölften) stammt. Martin Luther starb allerdings, sollte Herr Schrems dies nicht mitbekommen haben, bereits im Jahre 1546. Und konnte an den erwähnten Dogmen festhalten?
    Damit hat der - offenbar sowohl theologisch wie auch kirchengeschichtlich nicht so ganz firme - Gastkommentator seinen ganzen Beitrag von vornherein disqualifiziert, so dass sich ein detaillierteres Eingehen diesmal wahrhaft nicht lohnt. Gott sei Dank!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWolfram Schrems
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2014 13:06

    Ich freue mich, daß der Artikel offenbar mit Interesse aufgenommen worden ist.

    Ich sehe, daß Luther heutzutage mit einer Aura des Tabus umgeben wird. Obwohl der Protestantismus jede Heiligenverehrung strikt ablehnt, genießt Luther innerhalb des Protestantismus eine der Heiligsprechung ähnliche Stellung.

    Auch für ein bestimmtes (auch nicht-protestantisches) Bildungsbürgertum ist Luther eine Art Lichtgestalt ("Freiheit, Emanzipation, gegen die bösen Päpste, Bibelübersetzung" u. dgl. lauten die Schlagwörter).

    Beides sind falsche Zugänge.

    Wenn ich hier aufklärend wirken konnte, freut es mich.

    Gesegnete Weihnachten den p. t. Lesern - und ich hoffe auf weitere Erörterungen,
    WS

  2. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2014 11:39

    Den Mag. Schrems kenne ich, und was von ihm zu lesen ist, hat Hand und Fuß.

    Den Gandalf kenne ich nicht, und was von ihm zu lesen ist, sind wie „Perlen“ eines Rosenkranzes aneinandergereihte Herabwüdigungen unter Weglassung allfälliger Gründe dafür. Es ist dies freilich nichts Neues: Protestanten sind zwar selbst immer ziemlich aggressiv, aber dafür angerührt wie die Jungfern im Pfarrhaushalt, wenn man deren Heräsie als solche bezeichnet und ihrem Urheber etwas auf den Zahn fühlt.

    Was übrigens „nötig“ oder „unnötig“ ist entzieht sich dem unmaßgeblichen Urteil G.s

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  1. Reli-Schamane (kein Partner)
    28. Dezember 2014 17:40

    Es muss im Bereich der Religion genauso Veränderungen geben, wie in allen anderen Bereichen. Z. B. wurde der Mensch (und die Welt) nicht "erschaffen", sondern existiert von Natur aus. Das Beten zu einem "Vater im Himmel" ist sinnlos. Ein Mensch muss seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Und sich dann mit Geistheilung und mystischen Erfahrungen gemäß C. G. Jung und Meister Eckhart beschäftigen.

    • Rikdag
      29. Dezember 2014 20:53

      Meister Eckhart war römisch-katholisch ohne jede Abstriche. Für ihren dümmlichen Nazi-Aufguß ist er nicht in Anspruch zu nehmen.

  2. Rikdag
    27. Dezember 2014 15:55

    Es bleibt dabei: Entweder Kirche ODER Luther, - tertium non datur.

    • JA (kein Partner)
      27. Dezember 2014 22:40

      Ähnlich wichtig und hilfreich wie Apfel ODER Birne.
      Luther lebt übrigens nicht mehr - falls Sie das besser schlafen lässt.

      Achja und es bleibt dabei: Entweder katholische Kirche mit ihrem Heilsweg ODER der biblische Heilsweg - alleinige Errettung aus Glauben an und durch Jesus Christus

      Für selbstgerechte Pharisäer oder auch Profiteure des Ablasshandel freilich keine frohe Botschaft. Für schwer beladene Sünder dafür umso mehr.

    • J.Scheiber (kein Partner)
      29. Dezember 2014 07:20

      Rikdag, "tertium non datur" ist ein Satz aus der Verstandeslogik, nicht aus der Vernunftlogik. Lernen sie denken!
      Übrigens ist der Satz vom ausgeschlossenen Dritten auch der Grundsatz des Faschismus.

    • Rikdag
      29. Dezember 2014 20:55

      Dann entscheiden Sie sich halt: Kirchlicher Glaube oder Luther-Schwindel. Ich befürchte, daß Ihre Entscheidung bereits gefallen ist. Das sagt mir meine Verstandeslogik.

  3. Rikdag
    23. Dezember 2014 23:15

    @Gandalf: Ich habe keine Scheu vor Protestanten, da sie in Diskussionen regelmäßig unterlegen sind, was mir wiederum ein gewissses Vergnügen verschafft. Der eine oder andere ist sogar zur Kirche zurückgekehrt.

    • JA (kein Partner)
      25. Dezember 2014 09:56

      "Laßt sie! Sie sind blinde Leiter der Blinden. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen."

  4. Rikdag
    23. Dezember 2014 23:09

    Ohne Zweifel ist Maria die "Mittlerin zum Mittler". Das ist auch gut biblische Lehre. Ebenso biblisch sind die sieben Sakramente begründet. Ob das Protestanten gefällt oder nicht, tut nichts zur Sache. Hat doch schon Luther die Bibel in unerträglicher Weise die Bibel deformiert und verfälscht, bis hin zum Kanon, den er verfälschte. Das ist schon den Zeitgenossen aufgefallen. Luther ging so weit, dem Heiland die Worte im Munde herumzudrehen, wenn sie nicht seinem unbiblischem "Schema X" entsprachen. Also nix miit "sola scriptura" bei Luther. Im Gegenteil - der ganze Protestantismus und namentlich das Luthertum ist ein Hohn auf die Bibel.

    • JA (kein Partner)
      25. Dezember 2014 09:49

      Der Hohn ist, dass Sie die Bibel gar nicht kennen und schon eher erbärmlich ihre Dogmen mit Stolz geschwellter Brust vor sich hertragen - dadurch werden diese aber auch nicht biblisch.

      "Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit." 1.Tim 2,5-6

      "nach dem ewigen Vorsatz, den er verwirklicht hat in Christus Jesus, unserem Herrn.
      In ihm haben wir Freimütigkeit und Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn." Eph 3,11-12

    • Rikdag
      30. Dezember 2014 14:15

      Tut mir leid, ich kenne die Bibel vollständig, und kann auch mit den einschlägigen Belegstellen dienen. Nur leider: Den Protestanten paßt die Bibel nur, wo ihre Vorurteile und ihre antikirchlichen Positionen gestützt werden. Leider wird ihnen das vor dem Herrgott und seiner jungfräulichen Mutter nichts nutzen.

    • JA (kein Partner)
      09. Januar 2015 15:30

      "Tut mir leid, ich kenne die Bibel vollständig, und kann auch mit den einschlägigen Belegstellen dienen."

      Tun Sie aber halt leider nicht - mir tut es auch leid das sagen zu müssen, aber Sie sind wirklich ein extrem verkümmerte Person wie man sie selbst im virtuellen Raum nur selten antrifft - sollten sie einfach nur ein Troll sein, dann haben sie freilich ganze Arbeit geleistet.

      Maria in allen Ehren - die fast gottgleiche, unbiblische Darstellung bekam Sie erst um das römische Heidentum machtpolitisch in die römische katholische Kirche zu integrieren (Isisreligion).

  5. Gerhard Pascher
    23. Dezember 2014 19:58

    Ich melde mich in dieser interessanten Diskussion nochmals zu Wort.

    Man darf nicht vergessen, dass Martin Luther ab 1514 Theologieprofessor an der Uni in Wittenberg war und zusätzlich Prediger in der dortigen Stadtkirche. Da merke er, dass viele Gläubige nicht mehr zur Beichte gingen, sondern in den Nachbarorten sog. Ablassbriefe kauftren. Der Mönch Tetzel hatte dazu sogar ein Seelenheil bereits Verstorbener versprochen.

    Daher hatte Luther 1517 die berühmten 95 Thesen an die Kirchentür der Schlosskirche angebracht, vermutlich wurden diese aber auf andere Weise publik. Schon vorher hatte er sich - nach Kenntnis der Instruktionen für die Ablasshändler - mit diesen Thesen an seine Vorgesetzen gewandt, welche aber keine Änderungen erbrachten. Bekanntlich verlangte der Vatikan wegen des Baues der Peterskirche sehr viel Geld von den Diözesen, wobei mit dem Ablassbriefen die Kassen wieder aufgefüllt werden sollten. So begann alles und der weitere Verlauf war nicht mehr zu bremsende Lawine.

    Übrigens: der Vatikan hat sich von diesem Ablasshandel bisher nie distanziert und lieber alles "unter den Teppich gekehrt".

    Ist diese Streitschrift wegen der bevorstehenden 600. Gedenkjahre (1515 - Verbrennung des Reformers Hus bzw. 1517 die oben zitierte Thesenveröffentlichung)?

    Die katholische Kirche ist grundsätzlich für eine "Heimkehr" der abgefallenen Orthodoxen und Protestanten, aber nur unter den Bedingungen des Vatikans. Trotz Ökumene gibt es dazu aber keinen gemeinsamen Nenner.

    Daher gilt auch für die heutigen Lutherkritiker in der katholischen Kirche der Ausspruch von Diogenes: De mortuis nil nisi bene (frei übersetzt: über Verstorbene soll man nur Gutes reden).

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      24. Dezember 2014 11:10

      Sehr geehrter Herr Pascher!

      Daß es Anfang des 16. Jahrhunderts veritable und reformbedürftige Probleme in der Kirche gegeben hat, ist - wie gesagt - ohnehin unbestritten. Die Sache mit der Beichte, die Sie aufwerfen, ist tatsächlich skandalisierend.

      Aber nocheinmal: Luther ging in seinen Aktivitäten über eine Rückführung der Ablaßpraxis in eine richtige und gesunde Form weit hinaus.

      Man muß sich das vor Augen führen: 1453 ertränken die Türken Ostrom im Blut, verheeren den Balkan und rücken auf das Reich vor und Pater Martin hat keine anderen Probleme, als ein neues theologisches System zu erfinden (gegen Gal 1, 8!) und die Kirche zu spalten (manche sagen, daß das unabsichtlich gewesen

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      24. Dezember 2014 11:21

      sein soll - was ich angesichts der Verbohrtheit Luthers für eine Schutzbehauptung halte).

      Was mich schon wundert, ist, daß alle die ausführlichen Zitate Luthers und deren Kommentierung bei Ihnen und anderen Forumsteilnehmern in ihrer Tragweite offenbar nicht erfaßt werden.
      D.h., es wundert mich nicht, weil die massive Selbstzensur bzw. Wahrnehmungssperre und der Konformitätsdruck "offizieller" Geschichtsschreibung erfahrungsgemäß nur von sehr unabhängigen Geistern durchbrochen werden kann.

      De mortuis nil nisi bene ist ein heidnisch-römischer Grundsatz, dem ich mich nicht verpflichtet fühle.

      Daher muß man auch klar aussprechen, daß die Irrlehren von John Wycliffe und Jan Hus in keiner Weise zu rechtfertigen sind.
      Man macht sich heute nur unzulängliche Vorstellungen über deren pathologisch-revolutionäres Potential! Und jede Revolution frißt ihre Kinder - ganz abgesehen von den vielen Opfern unter den Haupt-Feindobjekten der Revolutionäre.
      Was nicht den schmählichen Wortbruch bzgl. des freien Geleites für Hus in Konstanz 1415 rechtfertigt.

      Sie haben mit Ihrer Vermutung recht, daß meine "Streitschrift" im Hinblick auf das "Luther-Jahr" verfaßt ist. Ich möchte meinen Beitrag leisten, alle heuchlerischen Zelebrationen von vorneherein zu delegitimieren.

      Papst Johannes Paul II. hat im Jahr 2000 eine ausführliche Vergebungsbitte für die Sünden von Repräsentanten der Kirche ausgesprochen (wobei man über die Frage des Zuganges und mancher Details durchaus geteilter Meinung sein kann).
      Auf eine adäquate Vergebungsbitte warten wir auf protestantischer Seite schon länger.

      Ihnen frohe Weihnachten und alles Gute für 2015!

    • Gerhard Pascher
      24. Dezember 2014 18:26

      Sehr geehrter Herr Mag. Schrems,

      ich danke Ihnen für Ihre Replik und wünsche auch Ihnen gesegnete und nachdenkenswerte Festtage.

      Sie verfügen natürlich über wesentlich mehr Informationen zu diesem Thema, sind aber auch durch Ihre Arbeit nicht ganz neutral, was ich durchaus anerkenne.
      Mein Wissen kommt aus vielen Büchern und publizierten Artikeln - welche natürlich auch meist die subjektive Einstellung der Verfasser wiedergeben. Ich bin aber optimistisch, dass in den nächsten zwei Jahren der Fall Luther von beiden Seiten komplett aufgearbeitet werden kann und damit zwischen den beiden Religionsgemeinschaften noch bestehende Differenzen großteils abgebaut werden. Luther war auch nur ein Mensch (kein Heiliger!) und hat sicher auch viele Fehler/Sünden begangen.

      Kürzlich habe ich zu dieser causa u.a. auch folgende Artikel gelesen:

      http://www.deutschlandfunk.de/martin-luther-aus-der-sicht-des-vatikans.886.de.html?dram:article_id=208854

      http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/vatikan-soll-exkommunikation-luthers-aufheben-aid-1.3115871

      http://www.ekd.de/international/oekumene/vortraege/luther1.html

      http://www.kathnews.de/papst-franziskus-zu-500-jahre-glaubensspaltung-gebet-und-vergebung-statt-triumph-feier

      Unseres gemeinsamen Gottes reichen Segen wünscht Ihnen
      Gerhard Pascher

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      29. Dezember 2014 12:58

      @ Gerhard Pascher

      Danke, schaue ich mir an!

      Alles Gute von oben für das kommende Jahr!

  6. Wolfram Schrems (kein Partner)
    23. Dezember 2014 13:06

    Ich freue mich, daß der Artikel offenbar mit Interesse aufgenommen worden ist.

    Ich sehe, daß Luther heutzutage mit einer Aura des Tabus umgeben wird. Obwohl der Protestantismus jede Heiligenverehrung strikt ablehnt, genießt Luther innerhalb des Protestantismus eine der Heiligsprechung ähnliche Stellung.

    Auch für ein bestimmtes (auch nicht-protestantisches) Bildungsbürgertum ist Luther eine Art Lichtgestalt ("Freiheit, Emanzipation, gegen die bösen Päpste, Bibelübersetzung" u. dgl. lauten die Schlagwörter).

    Beides sind falsche Zugänge.

    Wenn ich hier aufklärend wirken konnte, freut es mich.

    Gesegnete Weihnachten den p. t. Lesern - und ich hoffe auf weitere Erörterungen,
    WS

    • Ex Katholik (kein Partner)
      23. Dezember 2014 14:34

      Vielleicht hilft Ihnen dieses weiter:

      http://www.vhs.at/beratung/deutschkurs.html

      Dort könnten Sie sinnerfassendes Lesen lernen.
      Andernfalls sagt dieser Artikel und Ihr Post bestenfalls etwas über Sie aus - aber nichts gutes.

      Übrigens Jesus konnte den Leuten zuhören und er hat versucht sie zu verstehen - im Gegensatz zu Ihnen.

    • Rikdag
      31. Dezember 2014 21:02

      Tetzel war ein hochgebildeter und rechtgläubiger Prediger. Er hat gewiß niemandem Seelenheil für Ablaßbriefe versprochen. Seine Lehre vom Ablaß war rechtgläubig, wie man seinen nachgelassenen Predigten entnehmen kann.

  7. Rikdag
    23. Dezember 2014 11:37

    Lieber JA,
    das ist nicht das Niveau dieser Seite. Ich wundere mich, daß man so etwas stehen läßt. Petrus war ganz gewiß der erste Papst, die Frage ob er verheiratet ist, hat mit dieser historischen Tatsache nichts, aber auch gar nichts zu tun.

    Der Vatikan schmückt sich zur Ehre Gottes und der hl. katholischen Kirche, und das ist auch gut und richtig so. Sie hätten wohl lieber einen Kalifenpalast.

    Daß Sie dann auch noch die biblischen Sakramente leugnen, was nicht einmal die Protestanten tun, schlägt dem Faß den Boden aus. Schämen Sie sich!!

    • JA (kein Partner)
      23. Dezember 2014 20:10

      Lieber Rikdag,
      tut mir leid, wenn meine Rede etwas direkt ankommt (hatte auch nur ca. 700 Zeichen zur Verfügung) - den Ausgangsartikel würde ich aber umgekehrt auch nicht der gehobenen Art zuschreiben. Ihr einseitiger Ruf nach "dem Index" passt hier eigentlich sehr gut in das Gesamtbild.

      Weil Sie - wohl polemisch - den Kalifenpalast erwähnen: Sie haben vermutlich das Neue Testament noch nicht selbst gelesen, da Sie offensichtlich die von Jesus und anderen Gläubigen vorgelebten Alternativen zu Prunk und Palästen gar nicht kennen.

      Die Protestanten teilen übrigens (und nebensächlich) keineswegs alle katholischen Sakramente. Wenn Sie einmal das neue Testament lesen, dann werden sie ständig

    • JA (kein Partner)
      23. Dezember 2014 20:12

      (Fortsetzung) ... von Jesus Christus als alleinigen Retter (ohne Mittler/In) und von einer Errettung allein durch Gnade und Glauben lesen. Mittlerweile ist es - Gott sei Dank - auch "einfachen" Katholiken von ihrer Kirche nicht mehr verboten die Bibel selbst zu lesen.

  8. Rikdag
    22. Dezember 2014 19:11

    Die von Bach verwendeten Lieder Luthers gehen fast ausnahmslos auf katholische Vorlagen zurück und sind meist lediglich Übersetzungen katholischer Vorlagen. Gerade in den Liedern Luthers ist von explizitem "Luthertum" sehr wenig zu entdecken, oft sind es Psalmübertragungen oder liturgische Texte aus der Messe. Das berühmte "Ein' feste Burg" ist ein Psalm, der ohne weiteres im katholischen Bereich zu verwenden ist.

    Bach gehört zum katholischen Bereich des Luthertums, nicht zum "lutherischen" und er hat ans Ende seines Lebens wohlüberlegt eine katholische Messe gesetzt, die h-moll Messe, an der nun gar nichts lutherisches mher ist und die für den katholischen Kultus bestimmt war.

    Luther ist tatsächlich schuld an Hitler, das hat mit den "Linken" überhaupt nichts zu tun, die von Luther weder etwas wissen noch verstehen. Auch der deutsche Sonderweg geht tatsächlich auf Luther zurück. Luther ist auch verantwortlich für die Entfremdung Deutschlands zur "slawischen" Welt, die es vor Luther nicht gegeben hat.

    Wieder ist die unsachliche Argumentation (rabulistisch, in die Tonne treten) zu verurteilen. Gerade dies ist typisch lutherisch. Auch ist die Auseinandersetzung um Luther nicht "skurril", sondern ein notwendiges Gegengewicht zum Ökumenismus, der heute meint, ohne Wahrheitskriterien auskommen zu können. Dem muß kräftig entgegengetreten werden.

    • J.Scheiber (kein Partner)
      22. Dezember 2014 21:54

      Auch ich kann googeln Rigdag, so finde ich folgendes Zitat: »Luthers Lieder haben mehr Seelen verdorben als seine Schriften und Reden«, klagte 1620 der Jesuit Adam Contzen" Also was jetzt?

      Immerhin erkennen sie, dass Luther auch eine katholische Seite hat. Aber wie geht das zusammen damit, dass er die Ursache für Hitler ist - welch Aberwitz, dass sie das auch noch bestätigen. Das ist nicht nur eine Dummheit, es ist auch eine offene Frechheit, die Argumente der Feinde Mitteleuropas und der von diesen organisierten linken Legionen zu übernehmen.

      Zum zentralen Argument, zur Frage nach der Freiheit ist ihnen wohl nichts eingefallen.

      Dass Luther für den deutschen/(österreichischen) Sonderweg verantwortlich ist gebe ich sogar zu, aber natürlich entgegengesetzt zu ihrer nestbeschmutzerischen
      Argumentation. Wo eine Reformation stattgefunden hat, bedarf es keiner Revolution.
      So war auch der Aufgeklärte Absolutismus in Deutschland, Österreich und Norditalien der Versuch die Ergebnisse von Neuzeit, Reformation und Aufklärung unter den Bedingungen des Absolutismus zu etablieren ( siehe dazu Prof. Klingenberg). Die große Maria Theresia hat ihre Kinder nicht zuletzt mit den Lehren von Montesquieu erziehen lassen. Nur ist in Österreich nach Maria Theresia und Joseph II. die Elite im Restaurationsmodus bis zum heutigen Tag verharrt, während in Preußen von den Hohenzollern der erste moderne Staat der Weltgeschichte etabliert wurde, was den Angelsachsen bis heute nicht nur ein Dorn im Auge ist.
      Wer zu Preussen ein gerechtes Urteil abgeben möchte, lese wenigstens das diesbezügliche Werk von Christopher Clark.

      Ich behaupte einmal, dass Maria Theresia und Joseph II. keine Anhänger der Monarchistenliga wären. Selbst Kaiser Franz Joseph hätte damit Probleme, hat er doch den Prater dem Volk geöffnet, wie Luther das mit der Hl. Schrift getan hat.

  9. JA (kein Partner)
    22. Dezember 2014 17:33

    "wo und wie Luther von der katholischen Lehre und von der Bibel (die entgegen der üblichen protestantischen Polemik eben zusammengehören) abweicht."

    Ich finde es eher eine Polemik so zu tun als ob Bibel und katholische Lehre zusammenpassen würden. Petrus der lt. katholischer Kirche behauptete erste Papst war lt. Bibel verheiratet;
    Der prunkvolle Vatikan mit prunkvollen Schätzen und Ausschweifungen entspricht eher der Hure Babylon als dem hinterlassenen Zeugnis von Jesus und den Aposteln.
    Aber das eigentlich schlimme ist der total verzerrte bzw. eigentlich verstellte Heilsweg lt. katholischer Kirche (Sakramente) - das hat mit der frohen Botschaft des Neuen Testament nix/wenig zu tun.

  10. J.Scheiber (kein Partner)
    • J.Scheiber (kein Partner)
      22. Dezember 2014 14:21

      Johann Sebastian Bach hat 32 der 37 von Martin Luther geschriebenen Kirchenlieder vertont. Die Neuschöpfung der abendländischen Musik durch Bach ist ohne Luther nicht zu verstehen. Die Musik beginnt und endet mit Bach, welcher aus dem Geiste der durch Luther angestoßenen Reformation gelebt und gewirkt hat.
      Mehr braucht man von der Weltbedeutung der Reformation gar nicht zu sagen, um die Texte von Herrn Schrems und die seiner rabulistischen Stichwortgeber einfach in die Tonne treten zu können.

      Diese skurrile Auseinandersetzung mit dem Reformator hat aber doch die Bedeutung, dass damit Luther und die Reformation auf die Tagesordnung gesetzt wurde – wenigstens auf diesem Blog.
      Denn, wie Günter Rohrmoser stets betonte, ist Luther kein Thema der Vergangenheit, sondern er steht uns noch bevor, und die Auseinandersetzung mit Luther wird nach Rohrmoser ein Überlebensimperativ für Europa sein.

      Es ist sehr spannend zu sehen, dass Herr Schrems in seiner Verurteilung Luthers und seiner Wirkungen sich der Argumentationslinie der Linken und der Liberalen – auch in der Kirche – bedient, Luther habe die Menschen zu Obrigkeitsgehorsam erzogen und so den preußischen Militarismus, den deutschen Sonderweg, blablabla, hervorgebracht. Das heißt natürlich in der Konsequenz, Luther ist schuld an Hitler.
      Die Tatsache, dass die Modernisten und die Fundamentalisten sich in der Kritik Luthers einig sind lässt tief blicken. Zu sehen ist die strukturelle Verwandtschaft von Modernismus und Fundamentalismus. Beide Antagonisten negieren einander abstrakt, das heißt total, doch das können sie nur weil sie beide die Pointe der Neuzeit, in der es um Freiheit geht, nicht begriffen haben: Die moderne Freiheit ist eine Frucht der christlichen Befreiung, eine Befreiung die die Fundamentalisten nicht zulassen wollen (anthropologische Wende blablabla) und eine Befreiung, welche die moderne Welt realisiert, aber gegen die unabdingbare theologische Wurzel im christlichen Glauben. Da sind wir heute an einem Punkt angelangt, dass sich die Kirche, die sich der umfänglichen Freiheit verschließt entweder in der Moderne aufgeht oder zu einer Sekte wird und die Moderne, in der Negation ihrer Substanz, buchstäblich Harakiri begeht.
      So ist in Wirklichkeit der ganze Streit der Moderne bis zum heutigen Tag ein Streit um die Auslegung und das Verständnis dessen, was Luther unter Freiheit verstanden hat.
      Luther hat unter Freiheit nicht Autonomie verstanden, oder Freiheit zur Bedürfnisbefriedigung, es ging ihm auch nicht um die soziale, politische oder sittliche Freiheit, es ging ihm ausschließlich um die theologische Tiefendimension der Freiheit, ohne die überhaupt keine Freiheit im europäisch-christlichen Sinn möglich ist. Es ist die Freiheit die der Glaube bedeutet. Und Freiheit heißt eben nicht etwas für wahr halten, oder das Glauben von unverständlichen Lehrsätzen. Für Luther war Glauben ebenso wie für Paulus eine Dynamis, eine Kraft, durch die der Mensch vermag, was er ohne diesen Glauben und ohne seine dynamische Kraft eben nicht kann. Durch diese Kraft gewinnt er Anteil an der „dynamis tu theu“ der Macht Gottes selbst. „Fides“ ist „creatrix divinitatis“, das heißt Kraft dieses Glaubens kann der Christ einwirken auf Gott selbst, kann Gott zum Handeln bewegen.
      Das wird bei der ständigen Jammerei über die üblen Symptome dieser Welt sichtbar, dass offenbar niemand mehr Gott ein Handeln und Eingreifen zutraut, welches durch Glaube und Gebet bewirkt werden kann. Man erinnere sich an Reinhold Schneider: “Allein den Betern kann es noch gelingen!“
      Darum kann Luther sagen, dass der Christ ein Herr aller Dinge sei. Er ist kein Knecht der Kirchenstrukturen, der Superintendenten oder der Bischöfe, denn jeder gläubige nimmt Teil an dieser königlichen, vollmächtigen Freiheit, ja an der zentralen Königswürde Christi selbst. Damit wird natürlich deutlich, welch Ärgernis Luther für die Goschn haltn-Hände faltn – Fraktion bis zum heutigen Tag ist, für jene Fraktion die an der geistlichen und politischen Oberhoheit über die Schafe im Bündnis von Thron und Altar aus allerlei Gründen brennend interessiert ist.
      Ebenso wird aber klar, was aus der Teilhabe an der dynamis tu theu, durch die Freiheit aus dem Glauben, für ein so befreites Volk für eine Dynamik entsteht. Die Geschichte Deutschlands mit der ungeheuren Entfaltung auf praktisch allen Gebieten menschlichen Daseins und menschlicher Kultur hat da ihre Wurzel, natürlich auch von daher ihre Problematik, wenn man vergessen hat, dass der Christ nicht nur Herr aller Dinge ist, sondern auch Knecht aller Dinge und jedermann untertan, dass die königliche vollmächtige Freiheit hervorgeht und sich erfüllt im Dienst am Nächsten und am Ganzen, auch am politischen Ganzen. Über das liberale Dogma des Eigennutzes und dessen mystische Zusammenfügung zum Nutzen aller hat Luther schon alles gesagt: Ein um seiner selbst zu Gute und Nutz gesuchtes und gelebtes Leben ist verdammt, wie alle Werke verdammt sind, die nicht in der Liebe getan werden.

      Hier liegt eben der entscheidende Unterschied von Luthers Freiheitsbegriff zu allen neuzeitlich emanzipatorischen Begriffen, weil Luther daran festgehalten hat, dass es keine Freiheit ohne Wahrheit , ohne Unterworfenheit unter ein christlich gebildetes Gewissen geben kann.

      Auf dem See von Tiberias sind die Jünger in Seenot geraten, sie sind voll Jammer und Wehklagen, unter ihnen der schlafende Gott, denn sie schließlich aufwecken und der sie errettet.
      Wir sagen heute zum schlafenden Gott er sei tot, er ist aber abwesend anwesend, tot scheint er, weil er in den Herzen und Köpfen der Menschen, auch vieler Christen seine Anwesenheit verloren hat. Er hat aber seine Gegenwart in dieser Welt an die Glaubenden gebunden – ich habe keine Hände als die Euren, keine Ohren, keine Stimme, Paulus geht so weit zu sagen, dass des Menschen Geist Gott zu wissen der Geist Gottes ist. Also ist der Mensch, der Glaubende, auch das Bewusstsein das Gott von sich hat – in dieser Welt. So sind wir mit dem Christentum bei der realisierten Religion angekommen, bei der von Gott selbst in Christus wieder hergestellten Einheit von Gott und Mensch und zwar im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.
      Da ist die christliche Freiheit zu Hause, die Freiheit die befreit (von Sünde, Tod und Teufel) und gleichzeitig ermächtigt zu rationalem Verstehen und pragmatischen Handeln. Nichts ist notwendiger.

  11. F.V. (kein Partner)
    22. Dezember 2014 11:39

    Den Mag. Schrems kenne ich, und was von ihm zu lesen ist, hat Hand und Fuß.

    Den Gandalf kenne ich nicht, und was von ihm zu lesen ist, sind wie „Perlen“ eines Rosenkranzes aneinandergereihte Herabwüdigungen unter Weglassung allfälliger Gründe dafür. Es ist dies freilich nichts Neues: Protestanten sind zwar selbst immer ziemlich aggressiv, aber dafür angerührt wie die Jungfern im Pfarrhaushalt, wenn man deren Heräsie als solche bezeichnet und ihrem Urheber etwas auf den Zahn fühlt.

    Was übrigens „nötig“ oder „unnötig“ ist entzieht sich dem unmaßgeblichen Urteil G.s

    • Kurtl aus dem Jenseits
      22. Dezember 2014 19:35

      @ F.V.:
      Aber, aber, Kurtl - Spezi: Du weißt nicht einmal, wie man Häresie richtig schreibt? Damit stellst Du dich fast auf eine Stufe mit dem armen Schremsi....

  12. Rikdag
    22. Dezember 2014 11:23

    Alles falsch, Gandalf. Luther war kein Reformator, sondern ein Zerstörer. Und er wollte es sein, sein fanatischer Haß gegen das Papsttum

    http://monarchieliga.de/index.php?title=Luther_und_der_Papst

    trieb ihn zu einer Destruktivität, die zur kompletten Zerstörung des Abendlandes und zu kaskadische Ketten von mörderischen Kriegen führte. Die blühende katholische Kultur der von der Reformation betroffenen Länder wurde zerstört, ohne das etwas Adäquates hätte an deren Stelle gesetzt werden könne. Glückliches Österreich, das zur Lehre der Kirche zurückgeführt werden konnte!!

    Deutschland wurde in seinem Verhältnis zur humanistischen Kultur des Abendlandes um Jahrhunderte zurückgeworfen. Die lutherische Reformation trägt auch die Hauptverantwortung dafür, daß der Deutsche zu jener Trennung von Politik und Privatsphäre erzogen worden ist, die wir als eine der bedenklichsten Seiten der deutschen Kollektivmoral kennen.

    Die Lehren von Mariae Himmelfahrt wird durch den Terminus Aufnahme nicht "beschönigt", sondern sachgerecht beschrieben und definiert. Und diese Lehre war zu Luthers Zeiten festes Glaubensgut, was auch selbstverständlich ist, denn kein Papst kann etwas definieren, was nicht Teil des christlichen Glaubens ist. Auch die unbefleckte Empfängnis gehört zu diesem Glaubensgut und wurde in dem Jahrhundert vor Luther lebhaft diskutiert. Allerdings ging es in den Diskussionen nicht um das Faktum an sich, sondern um die theologische Analyse und Erklärung.

    Daß Sie versuchen den Gastkommentator zu disqualifizieren, schlägt also vollinhaltich auf Sie zurück!

    Gesegnete Adventstage noch!

    • Gandalf
      23. Dezember 2014 14:23

      @ Rikdag:
      Vielen Dank für ein paar heitere Minuten.
      Auch Ihnen ein gesegnetes Fest; der heilige Vater möge verhüten, dass Sie in dieser heiligen Zeit vielleicht sogar einem "Protestanten" begegnen würden. Pfui, nein, den T.. wollen wir hier nicht strapezieren, also: Pfui Spinne...

  13. Gandalf
    21. Dezember 2014 23:14

    Und wieder eine unwürdige und unnötige Diskussion, nein, eine Sammlung von skurrilen mehr oder weniger ernst zu nehmenden geistigen Absonderungen zu einem wieder einmal unnötigen und hier ganz und gar unpassenden Gastkommentar, der offenbar lediglich die Absicht hat, den grossen Reformator Martin Luther rechtzeitig vor dem Jubiläumsjahr anzupatzen.
    Aber wenn schon, dann denn schon: Luther war zwar ein hochintelligenter und sicher auch vorausschauender Mann. Prophet war er aber sicher keiner; wenn im gegenständlichen Gastkommentar vom Festhalten Luthers an den (Originaltext Schrems): "Dogmen der Unbefleckten Empfängnis und der Himmelfahrt (bei Schrems noch dazu hervorgehoben durch ein in Klammern gesetztes Rufzeichen) Mariae" geschreibselt wird, kommt Mitleid auf. Selbst ein bis in die Knochen lutherischer Ketzer wie der Autor dieses Kommentares weiss, dass das Dogma über die unbefleckte Empfängnis aus dem 19. Jahrhundert (verkündigt durch Papst Pius den Neunten im Jahre 1854) und das Dogma über die Himmelfahrt Mariae (um dessen dem christlichen Glauben völlig fremden Inhalt zu verschleiern, beschönigend genannt "leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel") aus der Mitte des 20. Jahrhunderts (hier wäre wohl, hätte ich das Temperament des Gastkommentators, ein Rufzeichen in Klammern angebracht - ich ergänze lediglich: verkündet am 1. November 1950 durch Papst Pius den Zwölften) stammt. Martin Luther starb allerdings, sollte Herr Schrems dies nicht mitbekommen haben, bereits im Jahre 1546. Und konnte an den erwähnten Dogmen festhalten?
    Damit hat der - offenbar sowohl theologisch wie auch kirchengeschichtlich nicht so ganz firme - Gastkommentator seinen ganzen Beitrag von vornherein disqualifiziert, so dass sich ein detaillierteres Eingehen diesmal wahrhaft nicht lohnt. Gott sei Dank!

  14. Ex-Katholik (kein Partner)
    21. Dezember 2014 12:59

    Und weiter?
    Das ist die Diskussion über die Regenwassergießmenge für das Rosenbeet beim Hintereingang vom Kleingartenverein Hinterschaßklappen für den Sonntagvormittag.
    Hat der Hr. MMag. keine echten Probleme in seiner unübersehbar hermetisch abgeschlossenen Klause?
    Ist ihm die Hetze gegen einen lange verstorbenen Abweichler, den er offenbar auch Jahrhunderte nach seinem Tod ins Grab nachpinkeln will, wichtiger als die Schwulenbande im eigenen Verein?
    Oder die muslimische Bedrohung der kümmerlichen Reste seiner Gemeinde?
    Kein Wunder, daß die Katholiken sich aufgegeben haben, bei solchen "Denkern" in den eigenen Reihen.

    • F.V. (kein Partner)
      21. Dezember 2014 15:00

      Sg Herr Schrems,

      ich habe noch Schwierigkeiten beim Schreiben, und bitte um Nachsicht, wenn ich nur zu einer Randbemerkung mich aufraffe, wissend, daß man damit den geistigen Taglöhner aufwertet, der sich mit seinem Unrat ohnedies schon selbst entsorgt hatte.

      Ich verstehe nie, warum sich ein blindwütig um sich Schlagender als „EX-...“ bezeichnet. Aber da er vom kath. Dogma ohnedies nie auch nur eine Ahnung gehabt haben dürfte, ist sogar sein „Outing“ als „Ex-...“ noch gelogen.

      Wenn er also vom Dogma schon keine Ahnung hat, so kennt er sich zweifellos im Schrebergartenverein „Hintere Bahnunterführung, linxlinks“ gut aus. Man sollte ihm ev. mitteilen, wo seine so wichtigen Anmerkungen doch besser paßten.

      Was seine Moral- und Gerechtigkeitsempfindungen betrifft, darf ich ihn noch auf diesbezügliche Artikel im UTB verweisen, wo sie breites Betätigungsfeld fänden, insbesondere, wenn man die realen Dimensionen zugrunde legte, die hier um Zehenpotenzen größer wären, sich morlingesäuert zu geben.

  15. Rikdag
    20. Dezember 2014 22:18

    Falsch, Herr Pascher. Luther hat sich bewußt von der katholischen Kirche getrennt und er wollte kein Katholik mehr sein. Die katholische Kirche hat er mit solche einem fanatischen Haß verfolgt, daß man wohl keinen Moslem findet, der ihm gleich kommt.

    Jesus Christus aber, war ganz gewiß kein Prophet des Judentums. Er war sein Vollender, das wohl. Doch diese Vollendung beinhaltete das Ende des Judentums, so wie es bislang gewesen ist. Fortan konnte "Jude" nur noch der sein, der Christ ist - so wie die Apostel, so wie der hl. Paulus, so wie alle "Judenchristen", die die Mission des Christentums über die Jahrhunderte trugen.

    Kein Katholik kann mit Luthers Lehre sympathisieren, sind diese Lehren doch vollinhaltlich und höchst feierlich verurteilt. Wer solche Sympathien hegt, ist kein Katholik mehr. Das einzige, was man ggf. zugunsten des Luthertums heranführen kann, ist die Tatsache, daß es eigentlich nur in einem engen Bereich umstürzen wollte, sehr vieles Katholische blieb ungeschoren und wurde über die Zeiten transportiert. Beispiel: Lateinische Messe und MArienfeiertage.

    • Gerhard Pascher
      21. Dezember 2014 10:22

      Rikdag:
      Zum ersten Absatz Ihrer Entgegnung:
      Zitat aus Wikipedia:
      Seine Betonung des gnädigen Gottes, seine Predigten und Schriften und seine Bibelübersetzung, die Lutherbibel, veränderten die von der römisch-katholischen Kirche dominierte Gesellschaft in der frühen Neuzeit nachhaltig. Entgegen Luthers Absicht kam es zu einer Kirchenspaltung, zur Bildung evangelisch-lutherischer Kirchen und weiterer Konfessionen des Protestantismus. Ihr Vergleich mit einem fanatischen Moslem ist völlig unangebracht
      Mit den zweiten und dritten Absatz gehe ich konform.

  16. Gerhard Pascher
    20. Dezember 2014 20:22

    Man mag zu Martin Luther stehen wie man will. Fakt ist, dass er einiges damals Nötige in Bewegung gesetzt hatte. Ebenso wie Jesus Chrustus keine neue Religion gründen, sondern das Judentum von manchen Irrwegen abbringen wollte, so war es auch dem Katholiken Luther ein Anliegen, auf Fehlentwicklungen in der römisch-katholische Kirche aufmerksam zu machen.

    Das nun nach vielen hunderten Jahren mit den Lutherthesen auch in manchen Kreisen der katholischen Kirche "sympathisiert" wird, ist ein Zeichen, dass man dort versucht, damit aus manchen "Sackgasse" auszubrechen. Die Bücher von Hacker und Beer, sowie manche Theologen (wie auch Herr Schrems) versuchen diesen Trend zu stoppen bzw. zumindest zu bremsen.

    Sicher sollte man nicht alles von Luther überbewerten und die christlichen Freikirchen geben ihm daher auch nur den erforderlichen Platz. Es wäre an der Zeit, sich wieder der "Urkirche" der ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung zu besinnen und alles nachträglich "Erfundene" über Bord zu werfen.

  17. Rikdag
    20. Dezember 2014 09:55

    Ich möchte übrigens bezweifeln, daß es in Österreich und Deustchland noch echtes Luthertum gibt, das ja nicht auf der CA, sondern auf dem Konkordienbuch beruhen müßte. Immerhin haben wir in Deutschland eine "Selbständig Evangelisch-Lutherische Kirche" und eine "Lutherische Freikirche", ob es entsprechendes in Österreich gibt, ist mir nicht bekannt.

  18. Rikdag
    19. Dezember 2014 21:01

    Völlig richtig, vielen Dank. Alles klar und sauber analytisch erkannt. 500 Jahre sind genug von diesem Wahnsinn. Hier meine Auflistung der Luther-Gegner:

    http://monarchieliga.de/index.php?title=Kategorie:Luthergegner

    Und eine gesegnete Adventszeit allen Lesern!





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